Hans Werner Henze


Hans Werner Henze
Hans Werner Henze (1960)

Hans Werner Henze (* 1. Juli 1926 in Gütersloh) ist ein deutscher Komponist. Der im italienischen Marino (Provinz Rom) lebende Henze gehört zu den bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Henze wurde als erstes von sechs Kindern des Lehrers Franz Henze (1898–1945) und seiner Frau Margarete Adele (geb. Geldmacher, 1907–1976) geboren und zeigte schon früh Interesse an Kunst und Musik. Als Jugendlicher geriet er aufgrund seiner politischen Einstellung in Konflikt mit dem Vater, der NSDAP-Mitglied war und ihn auf eine Musikschule der Waffen-SS schicken wollte[1]. Als die homosexuelle Neigung seines Sohnes erkennbar wurde, soll er gesagt haben, dass „so etwas wie er ins KZ gehöre“.[2] 1942 begann Henze ein Studium an der Staatsmusikschule Braunschweig in den Fächern Klavier und Schlagzeug. Anfang 1944 wurde er zum „Reichsarbeitsdienst“, wenige Monate später als Funker zur Wehrmacht einberufen. Die Erfahrungen dieser Zeit führten bei ihm zu einem Gefühl der Mitschuld, aber auch zur lebenslangen leidenschaftlichen Ablehnung von Krieg und Faschismus.

Eine im Februar 2009 aufgefundene Karteikarte in der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv verzeichnet Henze unter der Nummer 9884828 als Parteimitglied der NSDAP. Demzufolge wurde die Aufnahme in die NSDAP am 18. Januar 1944 beantragt und erfolgte am 20. April 1944. Ein unterschriebener Aufnahmeantrag des damals 17-jährigen Henze ist nicht vorhanden. Henze bestritt, jemals einen entsprechenden Aufnahmeantrag gestellt zu haben.[3][4]

Nach kurzer britischer Kriegsgefangenschaft wurde Henze 1945 Korrepetitor am Stadttheater Bielefeld. Ab 1946 setzte er sein Studium bei Wolfgang Fortner in Heidelberg fort. Fortner lehnte es ab, Henze die Zwölftontechnik nahezubringen: Er nannte sie „erledigt“[5], woraufhin sich der Student die Schönberg’sche Kompositionstechnik selber beibrachte, ehe er sie 1949 bei René Leibowitz in Darmstadt und Paris studierte. In seinen ersten Kompositionen setzte sich Henze denn auch aktiv mit der Zwölftontechnik auseinander, verknüpfte sie aber mit neoklassizistischem Stil, so in der 1. Sinfonie und dem 1. Violinkonzert (1947).

1948 wurde Henze musikalischer Mitarbeiter von Heinz Hilpert am Theater Konstanz, und seine erste Oper Das Wundertheater (nach Miguel de Cervantes Saavedra) entstand. 1950 wechselte er als Künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts ans Hessische Staatstheater Wiesbaden. Nach zwei Rundfunkopern sowie mehreren Sinfonien und Solokonzerten etablierte er sich mit der 1952 in Hannover uraufgeführten abendfüllenden Oper Boulevard Solitude, einer modernen Version des Manon Lescaut-Stoffes, endgültig als einer der führenden Komponisten seiner Generation.

Enttäuscht vom politisch restaurativen Klima in Deutschland einerseits und von Teilen der Kritik andererseits, die unter dem Einfluss der Darmstädter Ferienkurse eine konsequent Serielle Musik forderten – was Henze als Einengung der Kreativität empfand – übersiedelte er 1953 nach Italien, zunächst nach Forio auf Ischia, wo er regen Kontakt und Austausch mit der dort ansässigen Intellektuellenkolonie pflegte (u. a. Wystan Hugh Auden, Golo Mann und William Walton). Ab 1956 lebte er in Neapel, später in Rom und Castel Gandolfo, bis er schließlich in Marino in den Albaner Bergen seinen heutigen Wohnsitz fand.

Hans Werner Henze, 1960

Eine enge Freundschaft verband ihn mit der Dichterin Ingeborg Bachmann, mit der er zeitweise zusammen lebte. Bachmann schrieb für ihn die Libretti zu seinen Opern Der Prinz von Homburg (1958; nach Heinrich von Kleist) und Der junge Lord (1964; nach Wilhelm Hauff), Henze die Musik zu ihrem Hörspiel Die Zikaden (1954). Gemeinsam schufen sie die Nachtstücke und Arien (1957) sowie die Lieder von einer Insel (1964).

Henze trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei; sein politisches Engagement sorgte in Deutschland für Schlagzeilen, so etwa 1968, als die Uraufführung des Oratoriums Das Floß der Medusa (mit Text von Ernst Schnabel) daran scheiterte, dass Westberliner Mitwirkende nicht unter einem Porträt von Che Guevara und einer roten Fahne auftreten wollten, oder 1969/70, als er demonstrativ in Havanna einen Lehrauftrag übernahm und die Uraufführung seiner 6. Sinfonie dirigierte. In dieser Zeit entstand auch das Rezital El Cimarrón, in dem er gemeinsam mit dem Librettisten Hans Magnus Enzensberger den Lebensbericht eines entlaufenen Sklaven interpretiert. Mit der Oper We Come to the River (Wir erreichen den Fluss) nach Edward Bond erreichte Henzes gesellschaftskritische Kunst 1976 einen weiteren Höhepunkt[6].

Als erstes Festival zur Verbreitung Neuer Musik gründete Henze 1976 den Cantiere Internazionale d'Arte in Montepulciano, wo 1980 seine Kinderoper Pollicino uraufgeführt wurde. Von 1980 bis 1991 leitete er eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Köln. Er gründete 1981 die Mürztaler Musikwerkstätten, 1984 das Deutschlandsberger Jugendmusikfest und schließlich 1988 die Münchener Biennale, ein „Internationales Festival für neues Musiktheater“, dessen künstlerische Leitung er 1996 an Peter Ruzicka übergab. Seine eigenen Opern orientierten sich unterdessen wieder mehr an traditionellen Formen, so Die englische Katze (1983, Libretto von Edward Bond) und Das verratene Meer (1990, Libretto von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Gogo no Eiko von Yukio Mishima).

Humanes und politisches Bekenntnis prägen auch seine späten Werke. Das so genannte Requiem (1992), bestehend aus neun geistlichen Konzerten für Klavier, Trompete und Kammerorchester, schrieb Henze zum Andenken an den früh verstorbenen Musiker Michael Vyner; die 9. Sinfonie für gemischten Chor und Orchester (1995–1997) mit Versen von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Das siebte Kreuz von Anna Seghers ist eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Auf Einladung von Walter Fink war er 2000 der zehnte Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival. Unter anderem wurde sein Requiem aufgeführt.

Auch in jüngster Zeit wurden neue Bühnenwerke von Henze aufgeführt: bei den Salzburger Festspielen 2003 L'Upupa und der Triumph der Sohnesliebe und 2006 die dritte, definitive Fassung von Gogo no Eiko (Das verratene Meer, unter Gerd Albrecht, der den Komponisten zur Weiterarbeit an dem Werk motiviert hatte). Am 6. September 2007 fand die Premiere der Konzertoper Phaedra (Libretto: Christian Lehnert) an der Berliner Staatsoper Unter den Linden statt; es spielte das Ensemble Modern unter Leitung von Michael Boder. Während der Arbeit hatte der Komponist 2005 einen ernsten Schwächeanfall erlitten; kurz nach der Fertigstellung des Werkes verstarb im April 2007 sein Lebensgefährte und Adoptivsohn[7] Fausto Moroni (*1944), den er 1964 in einem Antiquitätenladen kennengelernt hatte[8].

Bis in die 1990er Jahre hat Henze regelmäßig dirigiert, zumeist eigene Werke, und – seltener – auch inszeniert. Dabei hat er u. a. mit seinem jüngsten Bruder, dem Bühnenbildner Jürgen Henze (*1942) zusammengearbeitet, der auch Ausstatter für Filme von Rainer Werner Fassbinder (Berlin Alexanderplatz) und Andrzej Wajda (Eine Liebe in Deutschland) war.

Werk

Henze hat sich stets gegen die Festlegung auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Technik gewehrt. Entgegen den Prämissen der so genannten Darmstädter Schule verzichtete er auf streng serielle Organisation seiner Werke und komponierte angstfrei eklektizistisch. 1967 sagte er: Bald werden die Clusters, die seriellen Rezitative und die Happenings sich endgültig erschöpft haben, und der junge Komponist wird sich vergebens in solchem Ödland nach Nahrung für seine hungrige Seele umsehen.[9] Ein wichtiges Vorbild für Henze war Igor Strawinsky, der sich nach seiner experimentellen Phase dem Neoklassizismus zuwandte.

Den Schwerpunkt von Henzes Werk bilden die Bühnenkompositionen, die durch das enorme dramaturgische Gespür des Komponisten und die bühnentaugliche Vermischung verschiedenster Musikstile und -richtungen zu für gegenwärtige Musikwerke ungewöhnlich großen Publikumserfolgen wurden. Zeitlebens offen für musikalisch-literarische Tradition und Gegenwart, erschloss er sich klassische Vorlagen im Dialog mit zeitgenössischen Autoren: Grete Weil bearbeitete für ihn den Manon Lescaut-Stoff, den schon die Librettisten von Massenet und Puccini aufgegriffen hatten; gemeinsam mit Ingeborg Bachmann entdeckte er neues Potential in Texten von Heinrich von Kleist (Der Prinz von Homburg) und Wilhelm Hauff. Weitere Arbeitspartner waren für ihn die Schriftsteller Wystan Hugh Auden, Edward Bond und Hans-Ulrich Treichel. Sein Interesse an „angewandter Kunst“ und Massenmedien führte ihn auch zur Filmmusik; hier arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Alain Resnais und Volker Schlöndorff zusammen.

Henze ist ein explizit politischer Künstler, der auch die anscheinend abstrakten technischen Aspekte des Komponierens nie als Selbstzweck betrachtet hat, sondern als Möglichkeit, z. B. durch Kontrastbildung Stellung zu beziehen: So ist der reaktionären Gesellschaftsschicht in der Oper Boulevard Solitude konservative Tonalität zugeordnet, während die Außenseiter Manon und Des Grieux durch Zwölftontechnik als fortschrittlich charakterisiert werden; in We Come to the River sind der Welt der Gewalt elektronisch verstärkte Streicher und tiefes Blech in extremer Lautstärke zugeordnet. Vergleichbare Konflikte zeichnen sich in der 9. Sinfonie ab; sie ist „den Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus gewidmet“.

Henze wendet sich gegen das Elitäre des klassischen Kulturbetriebs, wirft aber die Last der bildungsbürgerlichen Tradition nicht als obsolet über Bord, sondern bietet Möglichkeiten einer aufgeklärten, oft auch spielerisch-ironischen Auseinandersetzung mit historischen Modellen aus Musik, Literatur und Malerei. Einige wenige Beispiele: In Die englische Katze orientiert sich Henze an Ludwig van Beethovens Diabelli-Variationen; in Das Floß der Medusa „vertont“ er das gleichnamige Gemälde von Théodore Géricault; in Tristan für Klavier, Tonbänder und Orchester werden eine anonyme Florentiner Ballade des 14. Jahrhunderts und Motive von Richard Wagner verarbeitet; die Ode an den Westwind adaptiert das Gedicht von Percy Bysshe Shelley; die Sologitarrenwerke Royal Winter Music sind musikalische Porträts von Dramenfiguren William Shakespeares.

Auszeichnungen

Kompositionen

Orchestermusik

Sinfonien

  • 1. Sinfonie (1947) für großes Orchester. UA (2. Satz) 1947 Darmstadt (Dirigent: Hermann Scherchen); (komplett) 26. August 1948 Bad Pyrmont (Dirigent: Wolfgang Fortner)
1. Allegretto con grazia – 2. Notturno – 3. Allegro con moto
  • Neufassung für Kammerorchester (1963; revidiert 1991). UA 9. April 1964 / 2. Oktober 1991 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Fassung für 15 Spieler: Kammerkonzert 05 (2005). UA 6. Juli 2006 München (Opernfestspiele)
1. Anrufung Apolls – 2. Dithyrambe – 3. Beschwörungstanz
  • Ballett-Fassung Anrufung Apolls, UA 28. Oktober 1951, Wiesbaden, Kostüme: Jean-Pierre Ponelle
  • 4. Sinfonie (in einem Satz; 1955) für großes Orchester („Waldsinfonie“: nach der Waldszene aus dem Finale des 2. Akts von König Hirsch). UA 9. Oktober 1963 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • 5. Sinfonie (1962) für großes Orchester. UA 16. Mai 1963 New York (Lincoln Center, Avery Fisher Hall; New Yorker Philharmoniker, Dirigent: Leonard Bernstein)
1. Movimentato – 2. Adagio – 3. Moto perpetuo
  • Sinfonia N. 6 (1969; Neufassung 1994) für zwei Orchester. UA 26. November 1969 Havanna, Kuba (Orquesta Sinfónica Nacional, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Allegro con moto – 2. Lento – 3. Allegro vivace
  • Symphonie Nr. 7 (1983/84) für großes Orchester. UA 1. Dezember 1984 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Gianluigi Gelmetti [*1945])
1. Tanz – 2. Ruhig bewegt – 3. Unablässig in Bewegung – 4. Ruhig, verhalten
1. Allegro – 2. Allegramente con comodo tenerezza e ballabilità – 3. Adagio
  • Sinfonia N. 9 (1995-1997): siehe unter Vokalwerke
  • Sinfonia N. 10 (1997-2000) für großes Orchester. UA (1. Satz; unter dem Titel A Tempest. Rounds for Orchestra) 30. März 2000 Birmingham (City of Birmingham Symphony Orchestra, Dirigent: Simon Rattle). UA (komplett) 17. August 2002 Luzern (City of Birmingham Symphony Orchestra, Dirigent: Simon Rattle)
1. Ein Sturm – 2. Ein Hymnus – 3. Ein Tanz – 4. Ein Traum

Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

  • Concerto (1943; verschollen)
  • Oboenkonzert (1945; verschollen)
  • Kammerkonzert (1946) für Klavier, Flöte und Streicher. UA 27. September 1946 Darmstadt (Kurt Redel [Flöte], Carl Seemann [Klavier]; Orchester des Landestheaters Darmstadt, Dirigent: Fritz Straub)
1. Lebhafte Halbe – 2. Rezitativ und Arie – 3. Sehr lebhaft
  • Concertino (1947) für Klavier und Blasorchester mit Schlagzeug. UA 5. Oktober 1947 Baden-Baden (Carl Seemann [Klavier]; Südwestfunk-Orchester, Dirigent: Werner Egk)
  • 1. Konzert für Violine und Orchester (1947). UA 12. Dezember 1948 Baden-Baden (Heinz Stanske [Violine]; Südwestfunk-Orchester, Dirigent: Ernest Bour)
1. Allegro molto – 2. Vivacissimo – 3. Andante con moto – 4. Allegro molto vivace
  • 1. Konzert für Klavier und Orchester (1950). UA 14. September 1952 Düsseldorf (Noel Mewton-Wood [Klavier]; Städtisches Orchester, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Entrée – 2. Pas de deux – 3. Coda
  • Sinfonische Variationen (1950) für Kammerorchester
  • Sinfonische Zwischenspiele (1951) aus dem lyrischen Drama Boulevard Solitude. UA 7. Juni 1952 Aachen (Niederrheinisches Musikfest)
  • Tancredi (1952). Suite aus dem Ballett. UA 15. Januar 1953 Hamburg (Orchester des NWDR, Dirigent: Jean Martinon)
  • Ode an den Westwind (1953) für Violoncello und Orchester (nach dem Gedicht von Percy Bysshe Shelley). UA 30. April 1954 Bielefeld (Ludwig Hoelscher [Violoncello]; Städtisches Orchester Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
1. Calmo – 2. Vivo – 3. Tranquillo – 4. Al tempo di una marcia solenne, ma non lento – 5. Grave
1. Elogio – 2. Ecloga – 3. Elegia – 4. Ditirambo
  • Concerto per il Marigny für Klavier, Klarinette, Bassklarinette, Horn, Trompete, Posaune, Viola und Violoncello (1956; aufgegangen im Requiem [1990-1992]). UA 1956(?) Paris (Théâtre Marigny; Yvonne Loriod [Klavier]; Ensemble du Domaine Musical, Dirigent: Rudolf Albert)
  • Sinfonische Etüden (1956) für großes Orchester. UA 14. Februar 1956 Hamburg (Orchester des NWDR, Dirigent: Jean Martinon)
  • Neufassung (1964): Drei sinfonische Etüden. UA 1964 London (Maida Vale Studios; BBC Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Echos – 2. Stimmen – 3. Rufe
  • Maratona (1956). Ballettsuite für zwei Jazzbands und Orchester. UA 8. Februar 1957 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Hans Rosbaud)
  • Scorribanda Sinfonica (sopra la tomba di una Maratona) (Sinfonischer Raubzug, 2000/01; mit Motiven aus Maratona) für Orchester. UA 29. Juni 2001 Hamburg (NDR Sinfonieorchester, Dirigent: Peter Ruzicka)
  • Scorribanda Pianistica (2003) für Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Parerga zum Ballett Undine (1956/57):
  • Jeux de Tritons (1956/57; erweitert 1967). Divertissement für Klavier und Orchester. UA 28. März 1960 Zürich (Alexander Kaul [Klavier]; Radio-Orchester Zürich, Dirigent: Jean-Marie Auberson). UA (erweiterte Fassung): 1. April 1967 Berlin (Christoph Eschenbach [Klavier]; Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Zender)
  • Hochzeitsmusik (1957) für symphonisches Bläserensemble
  • Trois Pas de Tritons (1958) für Orchester. UA 10. Januar 1959 Rom (Orchestra Sinfonica di Roma della RAI, Dirigent: Sergiu Celibidache)
1. Allegro assai – 2. § = 60 – 3. § = 138
1. Pas de deux – 2. Pas de Tritons – 3. Pas de Matelots – 4. Pas d'action – 5. Pas de deux
  • Sonata per archi (für Streichorchester; 1957/58). UA 21. März 1958 Zürich (Collegium Musicum Zürich, Dirigent: Paul Sacher)
1. Allegro – 2. 32 Variationen
  • Drei Dithyramben für Kammerorchester (1958; in memoriam Willy Strecker [1884-1958]). UA 27. November 1958 Köln (Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Hans Rosbaud)
1. Sonata – 2. Invenzione – 3. Introduzione
  • Antifone (1959/60) für 11 Solostreicher, Bläser und Schlagzeug. UA 20. Januar 1962 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan)
  • Los Caprichos (1963). Fantasia für Orchester (nach Francisco de Goya). UA 6. April 1967 Duisburg (Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Christoph von Dohnányi)
1. Nadie se conosce (Keiner kennt sich selbst) – 2. Tal para qual (Gleich und gleich gesellt sich gern) – 3. El sueño de la razón produce monstruos (Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer) – 4. Quién más rendido? (Wer ist mehr ergeben?) – 5. El sí pronuncian y la mano alargan al primero quel llega (Sie sagt ja und reicht ihre Hand dem ersten, der kommt) – 6. De qué mal morirá? (An welcher Krankheit wird er sterben?) – 7. Aquellos pulvos... (Jener Staub...) – 8. No hubo remedio (Es gab keinen Ausweg) – 9. Linda maestra! (Schöne Herrin!)
  • Zwischenspiele (1964) aus der Oper Der junge Lord für Orchester. UA 12. Oktober 1965 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Allegro – 2. Con spirito – 3. Largo – 4. Vivace
  • Parerga zur Oper Die Bassariden (1964/65):
  • Mänadentanz (1965) für großes Orchester. UA 23. April 1971 Bielefeld (Philharmonisches Orchester der Stadt Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
  • Adagio, Fuge und Mänadentanz (2004) für großes Orchester. UA 4. September 2005 Hamburg (NDR Sinfonieorchester, Dirigent: Leitung: Christoph von Dohnányi)
  • In memoriam: Die Weiße Rose (1965). Doppelfuge für 12 Instrumente. UA 16. März 1965 Bologna (Teatro Comunale; Rassegna della Resistenza Europea; Mitglieder des Orchestra Comunale di Bologna, Dirigent: Bruno Maderna)
  • Doppio Concerto (1966) für Oboe, Harfe und Streicher. UA 2. Dezember 1966 Zürich (Heinz Holliger [Oboe], Ursula Holliger [Harfe]; Collegium Musicum Zürich, Dirigent: Paul Sacher)
  • Concerto per contrabbasso ed orchestra (1966). UA 2. November 1967 Chicago (Gary Karr [Kontrabass]; Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Jean Martinon)
1. Moderato cantabile – 2. Vivace – 3. Ciaccona
1. Adagio – 2. Tempo eines Trauermarsches – 3. Espressivo – 4. Allegro – 5. Air – 6. Vivace – 7. Epilog
  • Neubearbeitung (1984/85): Kleine Elegien für alte Instrumente. UA: 13. Dezember 1986 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Taverner Players, Dirigent: Andrew Parrott)
  • 2. Konzert für Klavier und Orchester (in einem Satz; 1967). UA 29. September 1968 Bielefeld (Christoph Eschenbach [Klavier]; Philharmonisches Orchester Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
  • Compases para preguntas ensimismadas (Zeitmaße für nach innen gerichtete Fragen; 1969/70). Musik für Viola und 22 Spieler. UA 11. Februar 1971 Basel (Hirofumi Fukai; Basler Kammerorchester, Dirigent: Paul Sacher)
  • Fragmente aus einer Show (1971; aus Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer). Sätze für Blechquintett. UA Oktober 1971 (Philip Jones Brass Ensemble American Tour)
  • 2. Violinkonzert (1971) siehe unter Vokalwerke
  • Heliogabalus Imperator (1971/72; revidiert 1986). Allegoria per musica (für großes Orchester). UA 16. November 1972 Chicago (Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Georg Solti). UA (revidierte Fassung) 28. Juni 1989 Rom (Villa Massimo; Orchestra Sinfonica di Roma della RAI, Dirigent: Eberhard Kloke)
  • Tristan (1973; revidiert 1991). Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester. UA 20. Oktober 1974 London (Homero Francesch [*1947] [Klavier]; London Symphony Orchestra, Dirigent: Colin Davis)
1. Prolog – 2. Lamento – 3. Präludium und Variationen – 4. Tristans Wahnsinn – 5. Adagio, Burla I, Burla II, Ricercare I, Burla III, Ricercare II – 6. Epilog
  • Präludien zu Tristan (2003): siehe unter Kammermusik
  • Katharina Blum (1975). Konzertsuite für kleines Orchester (nach der Musik zum Film Die verlorene Ehre der Katharina Blum). UA 6. Mai 1976 Brighton Festival (Brighton Festival Players, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Der vergiftete Strom – 2. Die Liebenden – 3. Klage – 4. Erinnerungen – 5. Große Fuge (Stoßzeit) – 6. Angst – 7. Der vergiftete Strom
  • Ragtimes & Habaneras (1975). Sinfonia für Blechbläser. UA 13. September 1975 London (Royal Albert Hall)
  • Aria de la folia española. Fassung für Kammerorchester (1977). UA 17. September 1977 St. Paul (Minnesota) (St. Paul Chamber Orchestra, Dirigent: Dennis Russell Davies [*1944])
  • Fassung für Orchester (1977). UA 23. April 1979 Bournemouth (Bournemouth Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Bearbeitung von Roderick Watkins (*1964) für 4 Saxophone, Klavier vierhändig und Schlagzeug (1999)
  • Il Vitalino raddoppiato (1977; nach Motiven von Tomaso Antonio Vitali). Ciacona per violino concertante ed orchestra da camera (Chaconne für Violine und Kammerorchester). UA 2. August 1978 Salzburg (Festspiele; Gidon Kremer [Violine]; ORF-Symphonieorchester, Dirigent: Leif Segerstam)
  • Der verdoppelte Vitalin (1978/2003) für Klavier und Violine: siehe unter Kammermusik
  • Musik für Violoncello und Ensemble/Orchester (1977–1992):
  • Konzertstück (1977) für Violoncello und kleines Ensemble (1977; revidiert 1985)
  • Sieben Liebeslieder (1984/85) für Violoncello und Orchester. UA 12. Dezember 1986 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Heinrich Schiff [Violoncello]; Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: David Shallon [1950–2000])
  • Revidierte Fassung (1992): 6 Englische Liebeslieder (Canzoni d’Amore Inglese; ohne die ursprüngliche Nr. 5, die in Introduktion, Thema und Variationen [1992] aufgegangen ist):
1. Ruhig verhalten – 2. § = 72 – 3. Bewegt, heftig, stürmisch – 4. Ernst, getragen – 5. Tango – 6. Sonett
  • Introduktion, Thema und Variationen (1992) für Violoncello, Harfe und Streichorchester (entstanden aus dem Konzertstück [1977] für Violoncello und kleines Ensemble und der ursprünglichen Nr. 5 der Liebeslieder für Violoncello und Orchester). UA 25. August 1994 Salzburg (Festspiele; Christoph Richter [Violoncello]; Camerata Academica Salzburg, Dirigent: Sándor Végh)
  • Apollo trionfante (1979). Musik für Bläser, Tasteninstrumente, Schlagzeug und Kontrabass. UA 1. September 1980 Gelsenkirchen (Städtisches Orchester, Dirigent: Uwe Mund)
  • Arien des Orpheus (1979) für Gitarre, Harfe, Cembalo und Streicher. UA 16. November 1980 Gelsenkirchen (Städtisches Orchester, Dirigent: Uwe Mund)
1. Orpheus' erste Arie – 2. Klagelied. Orpheus' zweite Arie – 3. Danza generale – 4. Orpheus' dritte Arie
  • Fassung für große Streicherbesetzung (1981). UA 25. November 1981 Chicago (Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Dramatische Szenen aus Orpheus (1979) für großes Orchester:
1. Klage – 2. Gesang – 3. Rückkehr des Orpheus mit Eurydike; Eurydikes Tod – 4. Orpheus' Wahn – 5. Apotheose
  • Spielmusiken aus dem Märchen für Musik Pollicino (1979/80) für Laienorchester in verschiedener Besetzung
  • Le Miracle de la Rose. Imaginäres Theater II (1981) für Klarinette und 13 Spieler. UA 26. Mai 1982 London (Anthony Pay [Klarinette]; London Sinfonietta, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Entrée – 2. Plainte – 3. Rigaudon – 4. Proménade – 5. Loure – 6. Chansons provencales
  • Canzona (1982) für 7 Instrumente. UA 6. Juni 1982 Stuttgart (Staatstheater; Dirigent: Dennis Russel Davies)
  • Sonata per otto ottoni (für 8 Blechbläser; 1983). UA 17. September 1983 Berlin (Festwochen; Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker)
1. Largo – 2. Allegramente – 3. Rondino I – 4. Grave – 5. Rondino II
  • Sonate für sechs Spieler (1983; nach der Filmmusik zu L’amour à mort von Alain Resnais). UA 26. September 1984 London (The Fires of London, Dirigent: John Carewe)
  • 2 Deutschlandsberger Mohrentänze (1984/85) für 4 Blockflöten, Gitarre, Schlagzeug, Streichquartett und Streichorchester. UA 14. Oktober 1984 / 19. Oktober 1985 Deutschlandsberg, Steiermark (Orchester der Städtischen Musikschule, Dirigent: Hans Werner Henze
  • Fandango (1985; revidiert 1992) sopra un basso del Padre Soler. UA 5. Februar 1986 Paris (Orchestre de Paris, Dirigent: Daniel Barenboim). UA (revidierte Fassung): 30. November 1995 Prag (Tschechische Philharmonie, Dirigent: Gerd Albrecht)
  • Ode an eine Äolsharfe (1985/86). Musik für konzertierende Gitarre und 15 Soloinstrumente (nach Gedichten von Eduard Mörike). UA 27. August 1986 Luzern (David Tanenbaum [Gitarre]; Ensemble Modern, Dirigent: Bernhard Klee [*1936])
1. An eine Äolsharfe – 2. Frage und Antwort – 3. An Philomene – 4. An Hermann
  • Cinque piccoli concerti e ritornelli (1987) für Orchester. UA 24. Januar 1988 London (London Sinfonietta, Dirigent: Simon Rattle)
1. Per due Corni – 2. Per la Tromba – 3. Per il Trombone – 4. Per l'Heckelphon, il Clarinetto contrabbasso ed il Contrabbasso – 5. Per il Violino
  • Tanz- und Salonmusik aus dem Mimodram Der Idiot (1952/1989). UA 5. Juni 1989 Bristol (Bath Festival; Ensemble Modern, Dirigent: Ingo Metzmacher)
  • La selva incantata (Der verwunschene Wald; 1953/1991; Parergon zur Oper König Hirsch). Aria und Rondo für Orchester. UA 6. April 1991 Frankfurt am Main (Neueröffnung der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester, Dirigent: Hans Drewanz)
  • Requiem (1990-1992). 9 geistliche Konzerte für Klavier solo, konzertierende Trompete und großes Kammerorchester. UA (5, 8 & 9 [als 3 geistliche Konzerte]) 26. November 1992 Tokio (Suntory Hall; Håkan Hardenberger [Trompete], NHK-Sinfonieorchester, Dirigent: Oliver Knussen). UA (komplett) 24. Februar 1993 Köln (Philharmonie; Ueli Wiget [*1957] [Klavier], Håkan Hardenberger [Trompete]; Ensemble Modern, Dirigent: Ingo Metzmacher)
1. Introitus – 2. Dies irae – 3. Ave verum corpus – 4. Lux aeterna – 5. Rex tremendae – 6. Agnus dei – 7. Tuba mirum – 8. Lacrimosa – 9. Sanctus
(1.-4. für Klavier und Orchester; 5. für Trompete und Orchester; 6. für Klavier und Streicher; 7. für Klavier und Orchester; 8.-9. für Trompete und Orchester)
  • 3 geistliche Konzerte (1994-1996) für Trompete und Orgel / Trompete und Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Appassionatamente (1993/94). Fantasie über Das verratene Meer für großes Orchester. UA 25. März 1995 Wien (Musikverein, Großer Saal; Wiener Philharmoniker, Dirigent: Christoph von Dohnányi)
1. Andante, molto sostenuto – 2. Allegretto, leggero – 3. Adagio
  • Voie lactée ô soeur lumineuse (1994). Abendmusik für einen alten Freund. Toccata für 19 Instrumentalisten. UA 7. Mai 1996 Basel (Ensemble der IGNM Basel, Dirigent: Jürg Henneberger)
  • Notturno. Eine Serenade (1995; für Klaus Rainer Schöll) für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier. UA 22. September 2001 Koblenz (Musiktage; Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Matthias Beltinger [Kontrabass], Peter Caelen [Klavier])
  • 3. Violinkonzert (1996; revidiert 2002). Drei Porträts aus dem Roman Doktor Faustus von Thomas Mann. UA 12. September 1997 Berlin (Konzerthaus, Großer Saal; Michael Erxleben [Violine]; Berliner Sinfonie-Orchester, Dirigent: Michael Schønwandt [*1953])
1. Esmeralda – 2. Echo – 3. Rudi S.
  • Neue Volkslieder und Hirtengesänge (1996; frei nach dem Musiktheaterstück Ödipus der Tyrann [1983]) für Fagott, Gitarre und Streichtrio. UA 15. Dezember 1997 Berlin (Berliner Philharmonie, Kammermusiksaal; Scharoun-Ensemble)
1. Pastorale – 2. Morgenlied – 3. Ballade – 4. Tanz – 5. Rezitativ – 6. Abendlied – 7. Ausklang
  • Minotauros Blues (1996). Konzertmusik für sechs Perkussionisten. UA 16. Januar 1998 Köln (Philharmonie; Mitglieder des WDR Sinfonieorchesters Köln, Dirigent: Markus Stenz)
  • Pulcinellas Erzählungen (1996) aus dem Ballett Le disperazioni del Signor Pulcinella für Kammerorchester
  • Parerga zum Ballett Le fils de l’air (Der Sohn der Luft; 1995/96):
  • Leçons de danse (1995/96) für 2 Klaviere (oder Klavier und Harfe) und Schlagzeug. UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele)
TangoTempo di MinuettoFoxtrottFinale
  • Erlkönig (1996). Orchesterfantasie über Goethes Gedicht und Schuberts Opus 1. UA 31. Januar 1997 Paris (Orchestre Philharmonique de Radio France, Dirigent: Marek Janowski)
  • Zigeunerweisen und Sarabanden (1996-1998) für Orchester. UA 16. Januar 1998 Köln (Philharmonie; WDR Sinfonieorchester Köln, Dirigent: Markus Stenz)
1. Ballade – 2. Grande Sarabande Bohèmienne – 3. Abschied
  • Sieben Boleros (1998) für großes Orchester. UA 2. Februar 2000 Las Palmas (Festival de Musica de Canarias; Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Dirigent: Gerd Albrecht)
1. La irascible – 2. La alabanza – 3. La expectación – 4. El pavo real – 5. La soberbia – 6. Dolor – 7. El gran paso de la Reina Arábica
  • Fraternité (1999). Air pour l'orchestre. UA 11. November 1999 New York (Avery Fisher Hall; New Yorker Philharmoniker, Dirigent: Kurt Masur)
  • Parerga zur Oper L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe (2000–2003):
  • L’heure bleue. Sérénade (Die blaue Stunde; 2001) für Kammerorchester (16 Spieler). UA 13. September 2001 Frankfurt am Main (Alte Oper; Ensemble Modern, Dirigent: Oliver Knussen)
  • Fünf Botschaften für die Königin von Saba (2004) für großes Orchester. UA: 3. Februar 2005 Paris (Orchestre national de France, Dirigent: Kurt Masur)
  • Triplo concerto barocco (2003) für Kammerorchester (frei nach der Novelle Concierto Barocco von Alejo Carpentier, dem Film Montezuma von José Montes-Baquer und der Oper Motezuma von Antonio Vivaldi). UA 9. August 2004 Berlin (Konzerthaus; Joven Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, Dirigent: Arturo Tamayo)
1. [auskomponiertes Stimmen der Instrumente] – 2. Allegro vivace – 3. Tarantella

Bearbeitungen

  • Telemanniana (in einem Satz; 1967; nach dem Pariser Quartett e-moll [1736] für Flöte, Violine, Violoncello und Basso continuo von Georg Philipp Telemann) für großes Orchester. UA 4. April 1967 Berlin (Berliner Philharmoniker; Dirigent: Gerd Albrecht)
  • I sentimenti di Carl Philipp Emanuel Bach (1982). Trascrizione per flauto, arpa e archi dalla Clavier-Fantasie [1787] con accompagnamente di un violino. UA 14. April 1982 Rom (Teatro Olimpico; Mario Ancilotti [Flöte], Claudia Antonelli [Harfe]; Accademia Filarmonica Romana, Gruppo strumentale Musica d'Oggi, Dirigent: Angelo Faja)
  • Die Abenteuer des Don Chisciotte (1990). Suite aus der gleichnamigen Oper nach Giovanni Paisiello und Giovanni Battista Lorenzi. Fassung für symphonisches Blasorchester: Norbert Studnitzky. UA 14. Oktober 1990 Deutschlandsberg (Musikverein Stadtkapelle, Dirigent: Franz Maurer)
1. Morgenritt (Sinfonia) – 2. Der tragische Held – 3. Kampf mit den Schafhirten – 4. Sancho Pansas Gastmahl – 5. Dulcinea – 6. Ritornell – 7. Kampf mit den Windmühlenflügeln
1. Pietà – 2. Trauermarsch – 3. Reveille

Kammermusik

  • Kleines Quartett (1945) für Oboe, Violine, Viola und Violoncello
  • Sechs Sonaten (1945; verschollen)
  • Trio (Divertimento?) (1945; verschollen) für Oboe, Viola und Violoncello
  • Drei Klavierstücke (1946; verschollen)
  • Sonate (1946) für Violine und Klavier
1. Prélude – 2. Nocturne – 3. Intermezzo – 4. Finale
  • 1. Streichquartett (1947). UA 1947 Heidelberg (Freund-Quartett)
1. Allegro molto – 2. Andantino – 3. Lento, ma non troppo – 4. Presto
  • Sonatine (1947) für Flöte und Klavier. UA 1947 Darmstadt-Kranichstein (Kurt Redel [Flöte], Carl Seemann [Klavier])
1. Moderato – 2. Allegro molto vivace – 3. Andantino – 4. Presto
  • Klaviersonate (1947; für Wladimir Horbowski; verschollen)
  • Sonatine (1947) für Klavier
  • Sechs Klavierstücke (1947)
  • Variationen (1948) für Klavier. UA 17. Juni 1949 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Alexander Kaul)
  • Kammersonate (1948; revidiert 1963) für Klaviertrio. UA 16. März 1950 Köln (Wolfram Gehring [Klavier], Rolf Müller [Violine], Heinrich Plümacher [Violoncello])
1. Allegro assai – 2. Dolce, con tenerezza – 3. Lento
  • Bearbeitung für Kontrabass von Lucas Drew
  • Bearbeitung für Viola (2003) von Garth Knox
1. Adagio rubato – 2. Un poco allegretto – 3. Pastorale – 4. Andante con moto, rubato – 5. Vivace – 6. Tango – 7. Allegro marziale – 8. Allegretto – 9. Menuett
  • Fünf Klavierstücke G-Dur (1950; verschollen)
  • Klaviersonate (1951; für Brigitte Bermann-Fischer [1905–1991])
  • 2. Streichquartett (1952). UA 16. Dezember 1952 Baden-Baden (Südwestfunk; Parrenin-Quartett)
1. MM = 70 – 2. MM = 69 – 3. MM = 152
  • Bläserquintett (1952; für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott). UA 15. Februar 1953 Radio Bremen (Bläservereinigung der Bremer Philharmoniker)
1. Introduktion – 2. Thema – 3. Variation – 4. Sehr ruhig – 5. Rasch, heiter – 6. Galopp
  • Drei Tentos für Gitarre aus Kammermusik 1958. Bearbeitung: Julian Bream
1. Tranquillamente – 2. Allegro rubato – 3. Leggero e scorrevole
  • Sonata per il pianoforte (1959). UA 26. September 1959 Berlin (Klaus Billing)
1. Molto movimentato – 2. Cantabile, con tenerezza – 3. Vivace
  • Six Absences pour le Clavecin (für Cembalo; 1961). UA 7. November 1963 Mainz (Funkhaus am Deutschhausplatz; Kurt-Heinz Stolze)
1. Molto mesto e lento – 2. Andante cantabile – 3. Pesante, molto mosso – 4. Andantino – 5. Lento – 6. AllegramenteAgrèment de la Sixième Absence
  • Lucy Escott Variations (1963) für Cembalo (über die Arie Come a me sereno aus La sonnambula [1831] von Vincenzo Bellini). UA 21. März 1965 Berlin (Klaus Billing)
  • Fassung für Klavier von Klaus Billing. UA 21. März 1965 Berlin (Klaus Billing)
  • Quattro Fantasie (1963; Oktettsätze aus der Kammermusik 1958 und Adagio 1963) für Klarinette, Fagott, Horn, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
1. Prefazione – 2. Sonata – 3. Cadenza – 4. Adagio (Epilogo)
  • Divertimenti (1964). Zwischenspiele aus der Oper Der junge Lord für 2 Klaviere. UA 30. November 1964 New York (Joseph Rollino und Paul Sheftel)
1. Allegro – 2. Con spirito – 3. Largo – 4. Vivace
  • Der junge Törless (1966). Fantasia für Streichsextett (3 Violinen, 2 Violen und Violoncello; nach der Musik zum gleichnamigen Film von Volker Schlöndorff). UA 22. Juni 1968 Minterne, Dorchester (Langbein-Ensemble)
1. Adagio – 2. Allegro marcato – 3. Air – 4. Vivace – 5. Epilogo
  • Erweiterte Fassung für Streichorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Memorias de El Cimarrón (1970) für Gitarre, freie Bearbeitung von Leo Brouwer
  • Sonatina (1974) für Trompete
1. Toccata – 2. Canzona – 3. Segnali
  • Fassung für Posaune von Martin Harvey
  • Carillon, Récitatif, Masque (1974). Trio für Mandoline, Gitarre und Harfe. UA 2. Februar 1977 London (Hugo d’Alton [Mandoline], Roland Harker [Gitarre]), Una O’Donovan [Harfe])
  • 3. Streichquartett (in einem Satz; 1975/76). UA 12. September 1976 Berlin (Festwochen; Concord Quartet)
  • Royal Winter Music (I/II) für Gitarre:
  • Erste Sonate über Gestalten von Shakespeare (1975). UA 20. September 1976 Berlin (Festwochen; Julian Bream)
GloucesterRomeo and JulietArielOpheliaTouchstone, Audrey and WilliamOberon
Sir Andrew AguecheekBottom’s DreamMad Lady Macbeth
  • 4. Streichquartett (1976). UA 25. Mai 1977 Schwetzingen (Festspiele; Concord Quartet)
Molto agitatoAdagio. William Byrd PavanaAllegretto moderatoRondo improvvisato
  • Amicizia! (1976). Quintett für Klarinette, Posaune, Violoncello, Schlagzeug und Klavier. UA 6. August 1976 Montepulciano (1° Cantiere Internazionale d'Arte; Instrumentalensemble Hinz und Kunst)
  • 5. Streichquartett (1976). UA 25. Mai 1977 Schwetzingen (Festspiele; Concord Quartet)
1. MM = 72 – 2. Atemlos, wild – 3. MM = Herzschlag – 4. Still, entlegen – 5. Echos, Erinnerungen, ganz von fern – 6. Morgenlied
  • Revidierte Fassung (1981). UA 24. September 1983 Linz (Brucknerfest; Heinrich Schiff)
  • Sonata (1976/77; revidiert 1992) für Violine. UA 10. August 1977 Montepulciano (2° Cantiere Internazionale d’Arte; Jenny Abel)
1. Tirsi – 2. Mopso – 3. Aristeo
  • L'autunno (1977). Musik für 5 Blasinstrumentalisten. UA 28. Februar 1979 London (Wigmore Hall; Koenig Ensemble, Dirigent: Jan Latham-Koenig [*1953])
1. Moderato – 2. Allegretto – 3. Allegramente – 4. Vivace – 5. Quis respexit humilitatem ancillae suae
  • S. Biagio 9 Agosto ore 12.07 (1977). Ricordo per un contrabbasso solo
  • Ländler (1977) für Violine
  • Five Scenes from the Snow Country (1978) für Marimbaphon. UA 12. Oktober 1982 Stuttgart (Süddeutscher Rundfunk; Peter Sadlo)
1. Misteriously, tempo of a funeral march – 2. Very fast – 3. Very slowly, extremly quiet, whispering – 4. Allegretto (with grace, no rush) – 5. Andante cantabile
  • Euridice (1978, revidiert 1981 und 1992). Framenti per il clavicembalo dal balletto L'Orfeo. UA 2. Oktober 1986 New York (Merkin Concert Hall; Judith Norell [Cembalo])
Con calma e graziaSarabandaGran lamentoColori splendenti
  • Sonata per Viola e Pianoforte (in einem Satz; 1979). UA 20. April 1980 Witten (Wittener Tage für neue Kammermusik; Garth Knox [Viola], Jan Latham-Koenig [Klavier])
  • Toccata senza Fuga (1979) aus Orpheus für Orgel. UA 21. Mai 1979 Stuttgart (Anton Zapf)
  • Étude philharmonique (1979) für Violine
  • Epitaph für Violoncello (1979; auf den Tod von Paul Dessau)
  • Parerga zum Märchen für Musik Pollicino (1979):
  • Sonatina (1979) für Violine und Klavier. UA 2. Dezember 1980 London (Queen Elizabeth Hall; Jenny Abel [Violine], Roberto Szidon [Klavier]
1. Allegretto – 2. Moderato assai – 3. Passacaglia
  • Sechs Stücke für junge Pianisten (1980). UA 13. Oktober 1982 Stuttgart (András Hamary [*1950])
1. Ballade – 2. Allegro con grazia – 3. Der Menschenfresser. Allegro barbaro – 4. Menschenfressers Traum. Moderato cantabile – 5. Allegro mostruoso – 6. Margaretenwalzer
  • Drei Märchenbilder (1980) für Gitarre. UA 2. August 1980 Montepulciano (Reinbert Evers)
  • Bearbeitung für 2 Gitarren (1997) von Jürgen Ruck
  • Cherubino (1980/81). 3 Miniaturen für Klavier. UA 23. August 1981 Berlin (Deutsche Oper; Homero Francesch)
  • Variation (1981) für Blechquintett
  • Une petite phrase (1984) aus dem Film Un amour de Swann, Bearbeitung für Klavier
  • Selbst- und Zwiegespräche (1984/85). Trio für Viola, Gitarre und kleine Orgel (oder anderes Tasteninstrument; jeder Part ist auch als Solo spielbar, auch Duo-Kombinationen [Viola/Gitarre, Viola/Orgel, Gitarre/Orgel] sind möglich). UA 29. September 1985 Brühl (Festkonzert zum 700-jährigen Bestehen des Bistums Brühl; Olivier Kauffmann [Viola], Carry Greisch [Gitarre], Pierre Nimax [Orgel])
  • Serenade für Violine (1986). UA 1. Juni 1986 Bad Godesberg (Adelina Oprean)
  • Eine kleine Hausmusik (1986) für Gitarre und Hammerklavier
  • Allegra e Boris (1987). Hochzeitsmusik für Violine und Viola
  • La mano sinistra. Piece for Leon (1987; für Leon Fleisher; über Motive aus Das verratene Meer) für Klavier (linke Hand)
  • Piece for Peter (1988; für Peter Serkin) für Klavier
  • Clavierstück (1989)
  • Für Manfred (1989) für Violine solo (zur Trauerfeier von Manfred Gräter [1928-1989])
  • Fünf Nachtstücke (1990) für Violine und Klavier. UA 16. Mai 1990 London (Royal Academy of Music; Peter Sheppard [Violine], Aaron Shorr [Klavier])
1. Elegie – 2. Capriccio – 3. Erstes Hirtenlied – 4. Zweites Hirtenlied – 5. Ode
  • Quintetto (1990/91) für Klavier und Streichquartett. UA 25. März 1993 Berkeley (Peter Serkin [Klavier], Guarneri String Quartet)
1. Con ferocia – 2. Adagio – 3. Litania
  • Das Haus Ibach (1991) für Klavier
  • Pulcinella disperato. Fantasia (1991/92) für Klavier. Szenen aus der Ballettkomödie Le disperazioni di Pulcinella. UA 8. Mai 1994 München (4. Münchener Biennale; Moritz Eggert
  • Adagio (1992) für Streichsextett (für Peter Hanser-Strecker)
  • Parerga zur Oper Die englische Katze (1980-1983; revidiert 1990):
  • Minette (1992). Fünf Melodien für Zither
1. Con comodo e con grazia – 2. Aria – 3. Andante cantabile – 4. Allegretto melancolico – 5. Chanson d’Adieu, Moderato assai, Lamento
  • Minette (1998). Canti e rimpianti amorosi für 2 Gitarren
1. Canzona felina e campagnola – 2. Aria lunare – 3. Il cuore spezzato – 4. Pianto delle due sorelle – 5. Minuetto di Minette – 6. Chanson d'Adieu – 7. La morte amorosa dell'eroina
  • Nocturnal Serenade (Serenata notturna), Bearbeitung für 2 Klaviere von Martin Zehn (1993)
  • Adagio adagio (1993). Serenade für Klaviertrio. UA 18. März 1993 Langen (Schloss Wolfsgarten; Yehudi Menuhin [Violine], Leonid Gorokhov [Violoncello], Simon Mulligan [Klavier])
  • An Brenton (1993). Lied für Viola (für Brenton Langbein)
  • Für Reinhold (1994) für Klavier
  • Toccata mistica (1994) für Klavier. UA 13. November 1994 Köln (Philharmonie; Homero Francesch)
  • 3 geistliche Konzerte (1994/96) für Trompete und Orgel / Trompete und Klavier. Einrichtungen: Moritz Eggert
1. Rex tremendae – 2. Lacrimosa – 3. Sanctus
  • Serenata notturna (1996) für 2 Klaviere
  • Trauer-Ode (1997; für Margaret Geddes [1913–1997]). Ein Sextett für Violoncelli. UA 19. Oktober 1997 Kronberg im Taunus (Stadthalle; Teilnehmer eines Meisterkurses, Leitung: Mstislaw Rostropowitsch)
  • Trio in drei Sätzen (1998) für Violine, Viola und Violoncello. UA 12. Mai 1999 Schwetzingen (Festspiele; Deutsches Streichtrio)
1. Allegrettino – 2. Adagio – 3. Ländler
  • Ein kleines Potpourri (2000) aus Boulevard Solitude für Flöte, Vibraphon, Harfe und Klavier. UA 22. Oktober 2000 Hannover (Expo 2000, Deutscher Pavillon; Ensemble TrioLog: Burkhard Jäckle [Flöte], Stefan Blum [Vibraphon], Silvia Christine Fuchs [Harfe], Jan Philip Schulze [Klavier])
1. Berceuse, Gavotte und Galopp – 2. Manon Lescaut schreibt einen Brief – 3. Perpetuum mobile
  • Olly on the Shore (2001; für Oliver Knussen) für Klavier
  • Präludien zu Tristan (2003) für Klavier. UA 6. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Siegfried Mauser)
  • Der verdoppelte Vitalin (1978/2003). Variationen für Klavier und Violine (über Motive von Tomaso Antonio Vitali). UA 16. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Benjamin Schmid [Violine], Ariane Haering [Klavier])
  • Englische Balladen und Sonette (2003) für Klavier und Violoncello. UA 16. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Lucas Fels [Violoncello], Siegfried Mauser [Klavier])
1. Ruhig, verhalten – 2. Viertel = 72 – 3. Bewegt, heftig, stürmisch – 4. Ernst, getragen – 5. Tango – 6. Sonett
  • Scorribanda Pianistica (2003), Fassung für Klavier von Martin Zehn

Vokalwerke

  • Sechs Lieder (1945) für hohe Singstimme, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Texte: ?
  • Fünf Madrigale (1947) für kleinen gemischten Chor (SATB) und 11 Soloinstrumente. Texte: François Villon (aus Le Testament [Das große Testament [1461/62]), deutsch von Paul Zech. UA 25. April 1950 Frankfurt am Main (Frankfurter Singakademie; Instrumentalisten des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters, Dirigent: Ljubomir Romansky)
1. Im Wald, da ruht – 2. Und ist kein Feld – 3. Als Kaiser Alexander – 4. Wer sterben muß – 5. Dein Bild im Angesicht
  • Der Vorwurf (1948). Konzertarie für Bariton, Trompete, Posaune und Streichorchester. Text: Franz Werfel
  • Chor gefangener Trojer (1948; revidiert 1964). Sinfonischer Satz für gemischten Chor und großes Orchester. Text: Johann Wolfgang von Goethe (aus Faust II, 3. Akt). UA 6. Februar 1949 Bielefeld (Chor des Musikvereins Bielefeld, Orchester der Stadt Bielefeld, Dirigent: Hans Hoffmann)
  • Whispers from Heavenly Death (1948; revidiert 1999). Kantate für hohe Singstimme (Sopran oder Tenor) und Klavier oder 8 Instrumentalisten. Text: Walt Whitman, deutsch von Georg Goyert. UA (Klavierfassung) 14. Juni 1950 Stuttgart (Tage der Zeitgenössischen Musik; Sybille Ursula Fuchs [Sopran]; Frank Zubal [Klavier]). UA (Ensemblefassung) 1950 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Orchestermitglieder des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Winfried Zillig)
1. Wagst du es jetzt, o Seele – 2. Keine Karte dort, kein Führer – 3. Ich kenne es nicht, o Seele – 4. Erst wenn die Bande sich lösen – 5. Dann brechen wir auf
  • Wiegenlied der Mutter Gottes (1948) für eine Knabenstimme oder einstimmigen Knabenchor und 9 Soloinstrumente. Text: Lope de Vega, deutsch von Artur Altschul). UA 27. Juni 1954 Duisburg (Niederrheinisches Musikfest; Agnes Giebel [Sopran]; Dirigent: Georg Ludwig Jochum)
  • Apollo et Hyazinthus (1948/49). Improvisationen für Cembalo, Altstimme und 8 Soloinstrumente. Text: Georg Trakl, Im Park
  • Fünf Neapolitanische Lieder (Cinque canzoni napoletane; Canzoni „e copp“ ’o tammurro [Lieder zur Trommel]; 1956) für Bariton und Kammerorchester. Texte: anonym (17. Jahrhundert). UA 26. Mai 1956 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Dietrich Fischer-Dieskau, Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Otto Matzerath)
  • Chanson Pflastersteine (1950) für Sopran und Klavier. Text: ?
  • Szenen und Arien (1956) aus der Oper König Hirsch für Sopran, Tenor, gemischten Chor, Knabenchor (ad lib.) und großes Orchester. Text: Heinz von Cramer
  • Vokalsinfonie (1995; in 5 Sätzen) aus der Oper König Hirsch für Sänger-Ensemble und großes Orchester. Text: Heinz von Cramer
1. Nachtstück I – 2. Aria I: Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen – 3. Nachtstück II – 4. Aria II: Mit schlaftrunkenen Vögeln – 5. Nachtstück III
  • Kammermusik 1958 für Tenor, Gitarre und 8 Solo-Instrumente. Text: Friedrich Hölderlin, Hymne In lieblicher Bläue. UA 26. November 1958 Hamburg (Norddeutscher Rundfunk; Peter Pears [Tenor], Julian Bream [Gitarre]; Orchestermitglieder des Norddeutschen Rundfunks, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Prefazione – 2. In lieblicher Bläue – 3. Tento I: Du schönes Bächlein – 4. Innen aus Verschiedenem entsteht – 5. Tento II: Es findet das Aug’ oft – 6. Gibt es auf Erden ein Maß – 7. Sonata – 8. Möcht ich ein Komet sein? – 9. Cadenza – 10. Wenn einer in den Spiegel siehet – 11. Tento III: Sohn Laios’ – 12. Wie Bäche reißet das Ende von etwas mich dahin – 13. Adagio (Epilogo)
  • Drei Fragmente nach Hölderlin (1958) für Tenor und Gitarre:
1. In lieblicher Bläue – 2. Möcht ich ein Komet sein? – 3. Wenn einer in den Spiegel siehet
  • Drei Tentos für Gitarre, Quattro Fantasie (1963): siehe unter Kammermusik
  • Drei Arien (1960; revidiert 1993) aus der Oper Elegie für junge Liebende für Bariton und kleines Orchester. Texte: Wystan Hugh Auden und Chester Kallman. Deutsche Fassung: Ludwig Landgraf, Werner Schachteli und Hans Werner Henze
1. Von allen Dichtern unserer Zeit – 2. O Titania – 3. Bah, dieses Pack
1. Corpi Celesti (Die Himmelskörper) – 2. I Quattro Elementi (Die vier Elemente) – 3. La Continua Mutazione (Der fortlaufende Umbruch) – 4. Il Piacere E'Nel Movimento (Die Freude liegt in der Bewegung) – 5. Il Sorgere del Sole (Der Sonnenaufgang) – 6. Il Sommo Bene (Das höchste Gut)
  • Being Beauteous (1963). Kantate für Koloratursopran, Harfe und vier Violoncelli. Text: Arthur Rimbaud (aus Les Illuminations [1872/73]). UA 12. April 1964 Berlin (Ingeborg Hallstein [Sopran]; Eberhard Finke, Wolfgang Boettcher, Peter Steiner, Heinrich Majowski [Violoncelli], Fritz Helmis [Harfe], Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Ariosi (1963) für Sopran, Violine und Orchester. Texte: Torquato Tasso. UA 23. August 1964 Edinburgh (Edinburgh Festival; Irmgard Seefried [Sopran], Wolfgang Schneiderhan [Violine]; London Symphony Orchestra, Dirigent: Colin Davis)
1. Qual rugiada – 2. Compianto – 3. Maraviglioso fior del vostro mare – 4. Estro – 5. Deh, vieni, morte soave
  • Fassung für Sopran und Klavier 4händig
  • Bearbeitungen von Nr. 2:
  • für Streichsextett (1966, zum Film Un amour de Swann): siehe unter Filmmusik und Kammermusik
  • für Streichorchester (1966): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • für Klavier (1984): siehe unter Kammermusik
  • Cantata della fiaba estrema (1963) für Sopran, Kammerchor (SATB) und 13 Instrumente. Text: Elsa Morante. UA 26. Februar 1965 Zürich (Ingeborg Hallstein [Sopran]; Collegium Musicum Zürich, Singkreis Zürich, Dirigent: Paul Sacher)
  • Ein Landarzt (1964). Monodram für Bariton und kleines Orchester. Text: Franz Kafka. UA 13. Oktober 1965 Berlin (Dietrich Fischer-Dieskau; Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Lieder von einer Insel (1964). Chorphantasien für Kammerchor, Posaune, 2 Violoncelli, Kontrabass, Portativ, Schlagwerk und Pauken. Texte: Ingeborg Bachmann. UA 23. Januar 1967 Selb (100. Rosenthal-Feier-Abend; RIAS-Kammerchor, Mitglieder der Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Schattenfrüchte fallen von den Wänden – 2. Wenn du auferstehst – 3. Einmal muß das Fest ja kommen – 4. Wenn einer fortgeht – 5. Es ist Feuer unter der Erde
1. Pastorale („Quid, quae te pura solum sub nocte canentem“) – 2. Adagio („Alpinas a!“) – 3. Silenus („...simul incipit ipse“)
1. Die Welt – 2. Der Cimarrón – 3. Die Sklaverei – 4. Die Flucht – 5. Der Wald – 6. Die Geister – 7. Die falsche Freiheit – 8. Die Frauen – 9. Die Maschinen – 10. Die Pfarrer – 11. Der Aufstand – 12. Die Schlacht von Mal Tiempo – 13. Der schlechte Sieg – 14. Die Freundlichkeit – 15. Das Messer
  • Memorias de „El Cimarrón“ (1970) für Gitarre, Bearbeitung von Leo Brouwer: siehe unter Kammermusik
  • 2. Violinkonzert (in einem Satz; 1971; revidiert 1991) für Sologeiger, Tonband, Bassbariton und 33 Instrumentalisten. Text: Hans Magnus Enzensberger, Hommage à Gödel. UA 2. November 1972 Basel (Brenton Langbein [Violine], Kurt Widmer [Bassbariton]; Basler Kammerorchester, Dirigent: Paul Sacher)
  • Prison Song (1971; leicht verändert in Voices übernommen) für einen Schlagzeuger und Zuspielband. Text: Ho Chi Minh
  • Voices – Stimmen (1973). Eine Sammlung von Liedern für Mezzosopran, Tenor und Instrumentalgruppen (15 Spieler). UA 4. Januar 1974 London (Queen Elizabeth Hall; Rose Taylor [Mezzosopran], Paul Sperry [Tenor]; London Sinfonietta, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Los poetas cubanos ya no suenan. Text: Heberto Padilla (1932-2000) – 2. Prison Song. Text: Ho Chi Minh – 3. Keiner oder alle. Text: Bertolt Brecht – 4. The Electric Cop. Text: Victor Hernandez Cruz (*1949) – 5. The Distant Drum. Text: Calvin C. Hernton (1933-2001) – 6. 42 Schulkinder. Text: Erich Fried – 7. Caino. Text: Gino De Santis – 8. Il Pasi. Text: Mario Tobino (1910–1991) – 9. Heimkehr. Text: Heinrich Heine – 10. Grecia 1970. Text: Giuseppe Ungaretti – 11. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration. Text: Bertolt Brecht – 12. Gedanken eines Revuemädchens während des Entkleidungsaktes. Text: Bertolt Brecht – 13. Das wirkliche Messer. Text: Hans Magnus Enzensberger – 14. Recht und billig. Text: Erich Fried – 15. Patria. Text: Miguel Barnet – 16. Screams (Interlude). Text: Walton Smith – 17. The Worker. Text: Richard W. Thomas – 18. Para aconsejar a una dama. Text: Heberto Padilla – 19. Roses and Revolutions. Text: Dudley Randall (1914-2000) – 20. Vermutung über Hessen. Text: F. C. Delius – 21. Schluss. Text: Michaelis Katsaros – 22. Das Blumenfest. Text: Hans Magnus Enzensberger
  • Chilelied („Dieser chilenische Sommer war süß“; 1974) für Stimme und Gitarre. Text: Rudi Bergmann (*1950). UA 31. Mai 1974 Essen (Grugahalle; Gedenkkonzert für Víctor Jara, zugleich Solidaritätsveranstaltung für den Widerstand in Chile; Dieter Süverkrüp [Stimme und Gitarre])
  • Hommage à Kurt Weill (1975). 2 Lieder für Singstimme, Trompete und Klavier. Texte: Ralf Thenior
1. Heb doch die Stimme an – 2. Kindermund
1. Con una cuchara – 2. Tenía la noche – 3. Es por el silencio sapientismo – 4. A la izquierda
  • Von Krebs zu Krebs (1981) für Sopran, Flöte und Klavier. Text: ?
  • Orpheus behind the wire (Orpheus hinter dem Stacheldraht; 1981-1983) für 4- bis 12stimmigen gemischten Chor. Texte: Edward Bond, deutsche Fassung: Hans Werner Henze
1. Wie war die Hölle? (SSSAAATTTBBB) – 2. Der Sinn liegt hier (SSAA) – 3. Du der du die Zeit der Mörder überlebtest (SATBB) – 4. Nun ist alles anders (TTTBBB) – 5. Orpheus (SSAATTBB)
1. In memoriam L. K. A. (1950-1952) („At peace under this mandarin, sleep“) – 2. Rimbaud („The nights, the railway-arches, the bad sky“) – 3. Lay your sleeping head, my love
  • Drei Lieder über den Schnee (1989) für Sopran, Bariton und 8 Instrumente. Texte: Hans-Ulrich Treichel. UA 8. September 1989 Frankfurt am Main (Alte Oper; Maria Husmann [Sopran], Kurt Widmer [Bariton]; Scharoun Ensemble, Dirigent: Gernot Schulz)
1. Schnee, den ich loben will 2. Es ist ein Schnee gefallen 3. Als die Erde verlassen war
  • Paraphrasen über Dostojewski. In Worte gefaßt für Prinz Myshkin von Ingeborg Bachmann für Sprechstimme und 11 Instrumente (1990). Libretto: Ingeborg Bachmann (1953). UA 12. Januar 1991 London (Barbican Hall; Jonathan Moore [Sprecher], London Sinfonietta, Dirigent: Ingo Metzmacher)
1. Intrada – 2. Danse – 3. Petits jeux – 4. Pas de quatre – 5. Grand pas – 6. Air 1 – 7. Scène – 8. Interlude – 9. Pas de deux – 10. Air 2 – 11. Scène – 12. Ballade. Ritornell – 13. Ballet blanc – 14. Scène – 15. Interlude – 16. Variations – 17. Pantomime – 18. Finale. Bolero – 19. Apotheose
  • Zwei Konzertarien für Tenor und kleines Orchester (1991; in memoriam Friedrich K. Wanek [1929-1991]). Texte: Heinz von Cramer. UA 28. Juli 1991 Montepulciano (16° Cantiere Internazionale d'Arte; Roberto Saccà; Jugendorchester des vereinten Berlin, Dirigent: Markus Stenz)
1. Kein Blick, kein Schatten – 2. Was für eine schöne Stimme
  • An Sascha (1991) für Sopran und Alt. Text: ?
  • Lieder und Tänze (1992/93) aus der Operette La Cubana für Mezzosopran und Kammerensemble. Texte: Hans Magnus Enzensberger. UA 12. September 1993 Zürich (Kleiner Tonhallesaal; Maria Husmann [Sopran], Collegium Novum Zürich)
1. Ouvertüre – 2. Tivoli-Couplet – 3. Canzona I – 4. Tango – 5. Polonaise – 6. Ragtime – 7. Canzona II – 8. Illusion
  • Heilige Nacht (1993). Ein Weihnachtslied für mittlere Singstimme und Blockflöte (oder Flöte, oder Oboe, oder Violine). Text: Hans-Ulrich Treichel
  • Hirtenlieder aus der Oper Venus und Adonis (1993-1995) für 6 Stimmen (S.Mez.A.T.Bar.B) solistisch oder chorisch. Texte: Hans-Ulrich Treichel
1. Der Morgen steigt auf – 2. Ungestüm ist Adonis – 3. Der Wind, er spricht zum Laub – 4. Die Flüsse stehen still
1. Die Flucht – 2. Bei den Toten – 3. Bericht der Verfolger – 4. Die Platane – 5. Der Sturz – 6. Die Nacht im Dom – 7. Die Rettung
  • Sechs Gesänge aus dem Arabischen (1997/98) für Tenor und Klavier. Texte: Hans Werner Henze. UA 23. November Köln (Philharmonie; Ian Bostridge [Tenor], Julius Drake [Klavier])
1. Selim und der Wind – 2. Die Gottesanbeterin – 3. Ein Sonnenaufgang – 4. Cäsarion – 5. Fatumas Klage – 6. Das Paradies
  • Aristaeus (1997-2003). Dramma in musica per voce recitante (baritono) e orchestra (für Sprechstimme [oder Bariton] und Orchester). Text: Hans Werner Henze. UA 1. Februar 2004 Berlin (Konzerthaus; Martin Wuttke [Sprecher]; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Dirigent: Marek Janowski)
  • Elogium musicum amatissimi amici nunc remoti (2008) für gemischten Chor (SATB) und Orchester. Texte: Franco Serpa (1931). UA 2. Oktober 2008 Leipzig (Gewandhaus; Gewandhausorchester, MDR Rundfunkchor, Dirigent: Riccardo Chailly)[10]

Bearbeitungen

1. Der Engel – 2. Stehe still – 3. Im Treibhaus – 4. Schmerzen – 5. Träume
  • Don Chisciotte della Mancia (1976/78). Suite dal concerto (Konzertsuite) aus der gleichnamigen Oper nach Giovanni Paisiello und Giovanni Battista Lorenzi für 2 Soprane, Tenor (buffo), Bariton, Blasorchester und Kammerorchester
1. Sinfonia – 2. Battaglia con pastori – 3. Duetto – 4. Sinfonia, Aria di Sancio, Triste canzone, Menuetto – 5. Duetto, Quartetto – 6. Sinfonia
Teil I: 1. Gruß seiner Treuen an Friedrich August den Geliebten bei seiner Rückkunft aus England den 9. August 1844 – 2. Der Knabe und der Tannenbaum
Teil II: Sieben Kompositionen zu Goethes „Faust“. 1. Lied der Soldaten – 2. Gretchen am Spinnrade – 3. Brandners Lied – 4. Lied des Mephistopheles – 6. Melodram – 7. Bauer unter der Linde
Teil III: Acht französische Lieder. 1. Berceuse. Text: anonym – 2. Extase. Text: Victor Hugo (aus Les Orientales) – 3. Attente. Text: Victor Hugo (aus Les Orientales) – 4. La tombe dit a la rose. Text: Victor Hugo (aus Les voix intérieures) – 5. Mignonne Text: Pierre de Ronsard – 6. Tout n'est qu'images fugitives [Soupir]. Text: Jean Reboul – 7. Les deux grenadiers (Die beiden Grenadiere). Text: Heinrich Heine, französisch von François-Adolphe Loeve-Veimar – 8. Adieux de Marie Stuart. Text: Pierre-Jean de Béranger

Bühnenwerke

Opern, Musiktheaterstücke

  • Neufassung für Sänger (1964; als Teil 1 eines Triptychons: Das WundertheaterEin LandarztDas Ende einer Welt). UA 30. November 1965 Frankfurt am Main (Oper; Regie: Hans Neugebauer; Bühnenbild und Kostüme: Jacques Camurati; Dirigent: Wolfgang Rennert)
  • Reduzierte Fassung (1964) von Henning Brauel (für Schauspieler und 5 Musiker). UA 30. September 1965 Berlin (Schillertheater, Werkstattbühne)
  • Monodram für Bariton und kleines Orchester (1964): siehe unter Vokalwerke
  • Bühnenfassung (1964): Oper in einem Akt. UA 30. November 1965 Frankfurt (Oper; Regie, Bühnenbild und Kostüme: Hans Neugebauer; Dirigent: Wolfgang Rennert)
  • Ein kleines Potpourri (2000) aus Boulevard Solitude für Flöte, Vibraphon, Harfe und Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Das Ende einer Welt (1953; revidiert 1993). Rundfunkoper. 2 Akte mit Prolog und Epilog. Libretto: Wolfgang Hildesheimer. Ursendung 4. Dezember 1953 Hamburg (Nordwestdeutscher Rundfunk; Regie: Curt Reiss; Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks, Dirigent: Harry Hermann Spitz). UA (revidierte Fassung) 27. September 1996 Köln (Studio für Elektronische Musik des WDR; WDR Sinfonieorchester, Dirigent: Markus Stenz)
  • Bühnenfassung (1964): Opera buffa in einem Akt. UA 30. November 1965 Frankfurt (Oper; Dirigent: Wolfgang Rennert; Regie: Hans Neugebauer; Bühnenbild und Kostüme: Jacques Camurati)
  • Reduzierte Fassung (1962): Il Re Cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit. Oper in 3 Akten. UA 10. März 1963 Kassel (Staatstheater; Regie: Hans Hartleb; Bühnenbild und Kostüme: Ekkehard Grübler; Dirigent: Hans Werner Henze)
  • 4. Sinfonie (1955; nach der Waldszene aus dem Finale des 2. Akts von König Hirsch): siehe unter Sinfonien
  • Szenen und Arien (1956), Vokalsinfonie (1995): siehe unter Vokalwerke
  • Drei Arien (1960; revidiert 1993): siehe unter Vokalwerke
  • Zwischenspiele (1964) aus der Oper Der junge Lord für Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Divertimenti (1964) aus Der junge Lord für 2 Klaviere: siehe unter Kammermusik
  • Neufassung (1992): Musikdrama in einem Akt (ohne Intermezzo)
  • The Judgement of Calliope (Das Urteil der Kalliope) (1964/1991). Ein Satyrspiel (= aus den Bassariden herausgelöstes Intermezzo). UA 29. Oktober 1997 Gießen (Stadttheater; Regie: Guy Montavon; Ausstattung: Mark Väisänen; Dirigent: Michael Hofstetter)
  • Reduzierte Fassung für Singstimmen, Mandoline und Cembalo von Henning Brauel (1974)
  • Mänadentanz (1965), Adagio, Fuge und Mänadentanz (2004): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Moralities (Morality plays; Moralitäten) (1967). Drei szenische Kantaten (Spiele) für Solisten, Sprecher, gemischten Chor (SATB) und kleines Orchester. Libretto: Wystan Hugh Auden (nach Fabeln des Aesop). Deutsche Fassung: Maria Bosse-Sporleder. UA 18. Mai 1968 Cincinnati (May Festival; Chor und Solisten des College Conservatory of Music, Combined High School Chorus and Children’s Choir, Cincinnati Symphony Orchestra, Dirigent: Max Rudolf)
  • Kleine Fassung (1970). UA 1. April 1970 Saarbrücken (Kongresshalle; Wilhelm Pitsch [Sprecher], Charlotte Lehmann-Huber [Sopran], Ingrid Stolz [Alt], Georgios Chatsilias [Tenor], Siegmund Nimsgern [Bass]; Chor der staatlichen Hochschule für Musik, Saarbrücken; Hans und Kurt Schmitt [Klaviere], Franz Zöller [Cembalo]; Dirigent: Herbert Simolzi)
1. In the first age the frogs dwelt at peace (In Urzeiten lebten friedlich die Frösche am Teich) – 2. When first had no second, before time was (Ehe Zeit war, zu Anfang des Beginns) – 3. A ship put to sea (Ein Schiff stach in See)
Teil 1: Die Einschiffung zum Untergang – Teil 2: Die neunte Nacht und der Morgen
  • Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer (1970/71). Show mit 17. Libretto: Gaston Salvatore. UA 17. Mai 1971 Rom (Teatro Olimpico / RAI; William Pearson [Bariton], Stomu Yamashta [Schlagzeug]; Giuseppe Agostini [Hammondorgel]; The Fires of London; Philip Jones Brass Ensemble; Gunther Hampel Free Jazz Group; Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Planimetrie – 2. Belästigungsversuche – 3. Die verschleierten Boten – 4. Der lustlose Aufpasser – 5. Einleitung in die schwierige Bourgeoisie – 6. Rückkehrversuche in die Bourgeoisie – 7. (ohne Titel) – 8. Deutsches Lied – 9. Vermessungsurkunde – 10. Sprachübung (Galgenlied) – 11. Metaphentes
  • Fragmente aus einer Show (1971): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • La Cubana oder Ein Leben für die Kunst (1972/73; revidiert 1996). Fernsehoper (Vaudeville) in 5 Bildern. Libretto: Hans Magnus Enzensberger (nach Motiven aus dem Roman Canción de Rachel von Miguel Barnet). Ursendung 4. März 1974 New York (Channel 13; WNET Opera Theatre New York; Regie: Kirk Browning; Ausstattung: Rouben Ter-Arutunian; Dirigent: Hans Werner Henze). UA 28. Mai 1975 München (Staatstheater am Gärtnerplatz; Regie: Imo Moszkowicz; Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Henze; Dirigent: Peter Falk; Chöre: Wilfried Koch)
  • Neufassung: La piccola Cubana (1990/91/96), für Kammertheater und stark verkleinerte Besetzung
  • Lieder und Tänze (1992/93) aus der Operette La Cubana für Mezzosopran und Kammerensemble: siehe unter Vokalwerke
  • Streik bei Mannesmann (1973). Szenische Kantate. Libretto: Erika Runge. Musik: Dietrich Boeckle, Hans Werner Henze (Künstlerische Leitung), Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn, Luca Lombardi und Wilfried Steinbrenner. UA 1973 Berlin
  • We Come to the River (Wir erreichen den Fluß) (1974–1976). Actions for Music (Handlungen für Musik). Libretto: Edward Bond. UA 12. Juni 1976 London (Royal Opera House Covent Garden; Regie: Hans Werner Henze; Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Henze; Dirigent: David Atherton)
  • Mad People’s Madrigal aus We Come to the River für 12stimmigen gemischten Chor: siehe unter Vokalwerke
  • Der heiße Ofen (1975). Komische Oper. 5 Akte und 3 Zwischenakte. Texte: Friedrich Hitzer, Klaus Konjetzky, Wolfgang Florey, Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn und Dieter Süverkrüp (nach dem Bühnenstück Michel und Rosi von Friedrich Hitzer und Klaus Konjetzky. Musik: Richard Blackfort, Henning Brauel, Peter Maxwell Davies, Michael Denhoff, Hans Werner Henze, Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn, Geoffrey King und Francis Pinto. UA 18. März 1989 Kassel
  • Pollicino (1979/80). Favola per musica (Märchen für Musik). Libretto: Giuseppe Di Leva (nach Märchen von Carlo Collodi, den Brüdern Grimm und Charles Perrault). UA 2. August 1980 Montepulciano (5. Cantiere Internazionale d'Arte; Kinder und Erwachsene aus Montepulciano und Umgebung; Bühnenbild: Peter Nagel; Kostüme: Marion Gerretz; Concentus Politianus, Dirigent: Jan Latham-Koenig)
  • Spielmusiken aus Pollicino (1979/80) für Laienorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Sonatina (1979) aus Pollicino für Violine und Klavier, Sechs Stücke für junge Pianisten (1980) aus Pollicino, Drei Märchenbilder aus Pollicino für Gitarre (1980) / für 2 Gitarren (1997): siehe unter Kammermusik
  • The English Cat (Die englische Katze) (1980-1983; revidiert 1990). A Story for Singers and Instrumentalists (Eine Geschichte für Sänger und Instrumentalisten). 2 Akte (7 Bilder). Libretto: Edward Bond (nach Peines de cœur d'une chatte anglaise von Honoré de Balzac). Deutsche Fassung: Ken Bartlett. UA 2. Juni 1983 Schwetzinger Festspiele (Regie: Hans Werner Henze; Bühnenbild und Kostüme: Jakob Niedermeier; Ensemble der Württembergischen Staatsoper Stuttgart, Dirigent: Dennis Russel Davies)
  • Minette (1992) für Zither, Minette (1998) für 2 Gitarren: siehe unter Kammermusik
  • Nocturnal Serenade aus Die Englische Katze, Bearbeitung für Sopran und Klavier von Martin Zehn (1996): siehe unter Vokalwerke
  • Ödipus der Tyrann oder Der Vater vertreibt seinen Sohn und schickt die Tochter in die Küche (1983). Ein Spiel für 4 Schauspieler, Tenor und 4 Instrumentalisten. Libretto: Hubert Hollmüller. Gemeinschaftsarbeit mit Hans-Jürgen von Bose, S. Holt und David Lang (*1957). UA 30. Oktober 1983 Kindberg
  •  :Neue Volkslieder und Hirtengesänge (1996) für Fagott, Gitarre und Streichtrio: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Neufassung: Gogo No Eiko (2003; revidiert 2005). UA 15. Oktober 2003 Tokio (Suntory Hall; Mari Midorikawa, Tsuyoshi Mihara, Jun Takahashi, Yoshikazu Mera; Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Dirigent: Gerd Albrecht). UA (revidierte Fassung) 26. August 2006 Salzburg (Festspiele; Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, Dirigent: Gerd Albrecht)
  • La mano sinistra. Piece for Leon (1987; für Leon Fleisher; über Motive aus Das verratene Meer) für Klavier (linke Hand): siehe unter Kammermusik
  • Venus und Adonis (1993–1995). Oper in einem Akt für Sänger und Tänzer. Libretto: Hans-Ulrich Treichel. UA 11. Januar 1997 München (Bayerische Staatsoper)
  • L'Upupa und der Triumph der Sohnesliebe (2000–2003). Ein deutsches Lustspiel in 2 Akten (11 Bildern). Libretto: Hans Werner Henze (nach einem arabischen Märchen). UA 2003 Salzburg (Großes Festspielhaus; mit Laura Aikin [Badi'at], John Mark Ainsley [Dämon], Alfred Muff [Al Radschi], Hanna Schwarz [Malik], Günter Missenhardt [Dijab], Matthias Goerne [Al Kasim], Axel Köhler [Adschib], Anton Scharinger [Gharib]; Regie: Dieter Dorn; Ausstattung: Jürgen Rose; Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Dirigent: Markus Stenz)
  • Phaedra. Konzertoper in 2 Teilen (9 Bildern). Libretto: Christian Lehnert. UA 6. September 2007 Berlin (Staatsoper; Regie: Peter Mussbach; Raum: Ólafur Elíasson; Kostüme: Bernd Skodzig; Licht: Olaf Freese; Dramaturgie: Jens Schroth; Ensemble Modern, Dirigent: Michael Boder)
  • Opfergang. Konzertoper für Sänger, Instrumentalisten und konzertierendes Klavier. Nach einem dramatischen Gedicht von Franz Werfel. UA 10. Januar 2010 unter dem Titel Immolazione im Auditorium des Parco della Musica, Rom. Deutsche Erstaufführung am 16. und 17. Dezember 2010, Auditorium Maximum der Ruhr-Universität Bochum.
  • Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks. Musiktheaterstück von Hans Werner Henze, Christian Lehnert und Michael Kerstan. UA: 25. September 2010, Maschinenhalle Zeche Zweckel, Gladbeck (Ruhr.2010). In der Semperoper Dresden wird am 20. November 2010 eine überarbeitete Version unter der Regie von Elisabeth Stöppler aufgeführt.

Ballette

1. Allegro con brio – 2. Allegretto con grazia – 3. Vivace – 4. Allegramente – 5. Valse lente – 6. Finale. Allegro maestoso
  • Pulcinella disperato. Fantasia (1992) für Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Pulcinellas Erzählungen (1996) für Kammerorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Rosa Silber. Handlungsloses Ballett (1950). UA (konzertant) 8. Mai 1951 Berlin (Titania Palast; RIAS-Sonderkonzert, Dirigent: Ferenc Fricsay). UA (szenisch) 15. Oktober 1958 Köln (Städtische Bühnen; Choreographie: Lisa Kretschmar; Bühnenbild: Walter Gondolf; Kostüme: Ottowerner Meyer; Dirigent: Siegfried Köhler
  • Neubearbeitung (1990): Das Vokaltuch der Kammersängerin Rosa Silber. Exercise mit Strawinsky über ein Bild von Paul Klee. UA 14. Januar 1991 London (Barbican Hall; Parnassus Ensemble, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Introduction – 2. Pas d'action – 3. Deux variations – 4. Intermède – 5. Pas de deux – 6. Conclusion
  • Le Tombeau d’Orphée (1950). Ballett
  • Labyrinth (1951). Choreographische Fantasie. UA (konzertant) 29. Mai 1952 (Solisten des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Neufassung (1996): Labyrinth. Ballett in einem Akt (=Tanzstunden. Eine Trilogie [1996], Teil 3). Libretto: Mark Baldwin. UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele; Choreographie: Mark Baldwin; Ballett der Staatsoper Unter den Linden; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Dirigent: Sebastian Weigle)
  • Pas d'action (1952). Ballett
  • Neufassung (1964): Tancredi. Ballett in 2 Bildern. Libretto: Peter Csobàdi. UA 18. Mai 1966 Wien (Staatsoper; Choreographie: Rudolf Nurejew; Bühnenbild und Kostüme: Barry Kay; Dirigent: Ernst Märzendorfer)
  • Suite Tancredi (1952): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Neufassung (1953). Libretto: Ingeborg Bachmann (Monologe Myschkins, 1953; nach dem Roman Der Idiot von Fjodor Michailowitsch Dostojewski). UA 8. Januar 1960 Berlin (Deutsche Oper; Choreographie: Tatjana Gsovsky). UA (revidierte Fassung) 29. März 1996 Basel (Regie: Andreas Rochholl; Ausstattung: Andreas Tschui; Dirigent: Joachim Krause)
  • Revidierte Neufassung (1990): Paraphrasen über Dostojewski. In Worte gefaßt für Prinz Myshkin von Ingeborg Bachmann für Sprechstimme und 11 Instrumente: siehe unter Vokalwerke
  • Tanz- und Salonmusik (1952/1989) aus dem Mimodram Der Idiot: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Maratona (Maratona di danza; 1956). Tanzdrama in einem Bild. Libretto: Luchino Visconti. UA 24. September 1957 Berlin (Städtische Oper; Regie: Luchino Visconti; Choreographie: Dick Sanders; Bühnenbild: Renzo Vespignani [1924–2001]; Dirigent: Richard Kraus)
  • Ballettsuite Maratona (1956) für zwei Jazzbands und Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Jeux de Tritons (1956/57; erweitert 1967) für Klavier und Orchester, Hochzeitsmusik (1957) für symphonisches Bläserensemble, Trois Pas de Tritons (1958) für Orchester, Undine. Erste und Zweite Suite (1958) für Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • L'usignolo dell'imperatore (Des Kaisers Nachtigall; 1959; revidiert 1970). Ballett-Pantomime. Libretto: Giulio Di Majo (nach dem Märchen von Hans Christian Andersen). UA (szenisch) 16. September 1959 Venedig (Biennale di Venezia, Teatro La Fenice; Regie: Franco Enriquez; Bühnenbild: Attilio Colonnello; Fiorella Coba [Tänzerin]; Schauspieler des Piccolo Teatro Mailand; Dirigent: Ettore Gracis). UA (konzertant) 26. September 1959 Berlin (Aurèle Nicolet [Flöte]; Solisten der Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Reduzierte Fassung (1970) von Henning Brauel (für Flöte, Celesta, Klavier und Schlagzeug)
  • Orpheus (1978). Eine Geschichte in 6 Szenen (2 Akten). Libretto: Edward Bond. UA 17. März 1979 Stuttgart (Württembergische Staatsoper; Choreographie: William Forsythe; Bühnenbild: Axel Manthey [1945–1995]; Kostüme: Joachim Herzog; Dirigent: Woldemar Nelsson [1938–2006])
  • Neufassung (1986; für kleinere Orchesterbesetzung). UA 20. Juni 1986 Wien (Staatsoper; Regie und Choreographie: Ruth Berghaus; Bühnenbild: Hans Dieter Schaal; Kostüme: Marie-Luise Strandt; Dirigent: Ulf Schirmer)
  • Konzertfassung (1978) für Sprecher und Orchester: siehe unter Vokalwerke
  • Apollo trionfante (1979), Arien des Orpheus (1979), Dramatische Szenen aus Orpheus (1979): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Toccata senza Fuga (1979) aus Orpheus für Orgel, Euridice (1986) für Cembalo: siehe unter Kammermusik
  • Le fils de l’air (Der Sohn der Luft) oder: L’enfant changé en jeune homme (1995/96). Ballett (=Tanzstunden. Eine Trilogie [1996], Teil 2). Libretto: Jean Cocteau (1962). UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele; Choreographie: Alain Marty; Ballett der Staatsoper Unter den Linden; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Dirigent: Sebastian Weigle)
PréludeLa DameLe GarçonLes forainsLe cerceauGrande Sarabande BohémiennePas d’actionLa dame nerveuseReprise de la danseScène et danse des doublesVariationL’enfant disparuVague resemblanceLe jeune acrobateBöhmische Quinten. Leçons de dansePas d’actionMeditationScèneEpilogue
  • Leçons de danse (1995/96) für 2 Klaviere (oder Klavier und Harfe) und Schlagzeug, Erlkönig (1996) für Orchester, Zigeunerweisen und Sarabanden (1996/98) aus Le fils de l’air für Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

Bearbeitungen

  • Die schlafende Prinzessin. Ballett. Vorspiel und 4 Bilder. Libretto: Hans Zehden. Musik nach Pjotr Iljitsch Tschaikowski, für kleines Orchester eingerichtet von Hans Werner Henze (1951)
  • Jephte. Oratorium von Giacomo Carissimi (~1650). Instrumentiert von Hans Werner Henze (1976). UA 14. Juli 1976 London (Festival of the City of London; Jane Manning [Sopran], Sarah Walker [Alt], Philip Langridge [Tenor], Stephen Roberts [Bass]; Collegium Musicum of London, Dirigent: Hans Werner Henze, Chorleitung: Laszlo Heltay)
  • Don Chisciotte (Don Quichotte). Opera comica (Komische Oper; 1769) von Giovanni Battista Lorenzi (Libretto) und Giovanni Paisiello (Musik). Neubearbeitung von Giuseppe Di Leva (Libretto), Hans Werner Henze und Henning Brauel (Musik). UA 1. August 1976 Montepulciano (1° Cantiere Internazionale d'Arte)
  • Il ritorno d'Ulisse in patria. Oper von Giacomo Badoaro (Libretto) und Claudio Monteverdi (Musik) (Venedig 1641). Freie Rekonstruktion von Hans Werner Henze (1981). UA 11. August 1985 Salzburg (Salzburger Festspiele, Felsenreitschule; Dirigent: Jeffrey Tate)
  • Szenen und Arien aus Il ritorno di Ulisse in patria: siehe unter Vokalmusik – Bearbeitungen
  • Der Mann, der vom Tode auferstand. Libretto: Erich Bormann (1929/30), Musik: Skizzen von Karl Amadeus Hartmann, ergänzt und instrumentiert von Hans Werner Henze (1988). UA 29. Mai 1988 München (1. Münchener Biennale; Regie: Ian Strasfogel; Dirigent: Georg Schmöhe)
  • Fürwahr...?!. Libretto: Erich Bormann (1929/30), Musik: Skizzen von Karl Amadeus Hartmann, ergänzt und instrumentiert von Hans Werner Henze (1988). UA 29. Mai 1988 München (1. Münchener Biennale; Regie: Ian Strasfogel; Dirigent: Georg Schmöhe)
  • Il Re Teodoro in Venezia. Dramatische Heldenkomödie in 2 Akten von Giovanni Battista Casti (1724–1803) (Libretto) und Giovanni Paisiello (Musik; Wien 1784). Neue Orchestrierung und neue Rezitative von Hans Werner Henze; Mitarbeit: David Graham (1991/92). Bühnenbearbeitung: Lorenzo Mariani. UA 16. Juli 1992 Montepulciano (Cantiere Internazionale d'Arte; Regie: Lorenzo Mariani; Bühnenbild und Kostüme: Pasquale Grossi; Dirigent: Giuseppe Mega)

Musik für Schauspiel, Hörspiel und Film

Schauspielmusik

Hörspielmusik

Filmmusik

  • Konzertsuite Katharina Blum (1975): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • zu Abelard (Bundesrepublik Deutschland 1975/76; Regie und Drehbuch: Franz Seitz junior; Musik: Hans Werner Henze und Rolf Wilhelm)
  • zu Greed (USA 1924) von Erich von Stroheim (1976; Klavierimprovisation; verschollen)
  • zu Taugenichts (Bundesrepublik Deutschland 1977/78; Regie: Bernhard Sinkel; Drehbuch: Alf Brustellin und Bernhard Sinkel)
  • zu Concierto barroco (Montezuma, Bundesrepublik Deutschland 1982; Regie: José Montes-Baquer)
Triplo concerto barocco (2003) für Kammerorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • zu Nínguem duas vezes (Nach Lissabon, Portugal/Bundesrepublik Deutschland/Frankreich 1984; Regie: Jorge Silva Melo [*1948]; Drehbuch: Jorge Silva Melo, Luíza Neto Jorge [*1939], Miguel Lobo Antunes und João Canijo [*1957]), für Viola, Gitarre und Orgel
  • zu L'amour à mort (Liebe bis in den Tod, Frankreich 1984; Regie: Alain Resnais, Drehbuch: Jean Gruault)
  • Konzertfassung Sonate für sechs Spieler (1984): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

Filme, in denen Musik von Henze zitiert wird:

Projektbetreuung

In Kursen hat Hans Werner Henze Jugendliche, Laien und Studenten dazu angeregt, gemeinsam neue Stücke zu erfinden und auf die Bühne zu bringen. Ergebnisse dieser regionalen und kommunalen Kulturarbeit waren u.a.:

  • eine Rock-Oper mit Arbeitslosen, UA Anfang der 1980er Jahre in Mürzzuschlag (bei den Mürztaler Musikwerkstätten)[11]
  • Robert, der Teufel (1985). Kommunaloper in 2 Akten. Libretto: Elfriede Jelinek (nach einem weststeirischen Märchen) Musik: Hansjörg Arndt, Helmut Kleindienst, Max Koch, Daniel Kügerl, Olga Neuwirth, Victor Rieß und Arno Steinwider. UA 27. Oktober 1985 Deutschlandsberg (Koralmhalle; 2. Jugendmusikfest Deutschlandsberg / steirischer herbst; Regie: Brigitta Trommler; Dirigent: Gerd Kühr)
  • Die Regentrude (1986/87). Kommunaloper (nach der Erzählung von Theodor Storm). Libretto und Musik von Studenten der Hochschule für Musik Köln: Thomas Donecker, Richard Dünser, Detlev Glanert, Stefan Hakenberg, Dirk Lötfering und Oliver Trötschel). UA 5. September 1987 Alsfeld/Hessen (Stadthalle; Koproduzent: Alte Oper Frankfurt am Main; Regie: Michael Kerstan; Ausstattung: Hermann Haindl; Vereinigte Liebhaberensembles; Dirigent: Markus Stenz)

Literatur

Von Henze

  • Undine - Tagebuch eines Balletts. München 1959.
  • Essays. Mainz: Schott 1964.
  • Musik und Politik. Schriften und Gespräche 1955–1984. Hg. v. Jens Brockmeier. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1984 (1. Auflage 1976).
  • Neue Aspekte der Musikalischen Ästhetik, Bd. I-V (Hg.). Frankfurt am Main: Fischer, 1978-1999.
  • Reiselieder mit böhmischen Quinten. Autobiographische Mitteilungen 1926–1995. Frankfurt am Main: Fischer, 1996.
  • Wie 'Die Englische Katze' entstand. Frankfurt am Main: Fischer 1997.
  • Komponieren in der Schule. Notizen aus einer Werkstatt. Mainz: Schott 1998.
  • Reiselieder mit böhmischen Quinten. Frankfurt am Main: Fischer 2001.
  • L’Upupa. Nachtstücke aus dem Morgenland. Autobiographische Mitteilungen. Berlin 2003.
  • Hans Werner Henze – Ingeborg Bachmann: Briefe einer Freundschaft. München: Piper 2004.
  • Phaedra. Ein Tagebuch. In Zusammenarbeit mit Christian Lehnert. Berlin: Wagenbach 2007.

Über Henze

  • Christian Bielefeldt: Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann. Beobachtungen zur Intermedialität von Musik und Dichtung, Bielefeld: Transcript 2003.
  • John Bokina: Opera and Politics: From Monteverdi to Henze, New Heaven: Yale University Press 1997.
  • Sabine Giesbrecht und Stefan Hanheide (Hg.): Hans Werner Henze - Politisch-humanitäres Engagement als künstlerische Perspektive, Osnabrück: Universitätsverlag Rasch 1998, 154 S.
  • Deborah Hochgesang: Die Opern Hans Werner Henzes im Spiegel der deutschsprachigen zeitgenössischen Musikkritik bis 1966, Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier 1995.
  • Horst Huber: Pauke und Schlagzeug in den Werken von Hans Werner Henze. Timpani and Percussion in the Works of Hans Werner Henze, Norderstedt: Books on Demand 2006.
  • Hans-Klaus Jungheinrich (Hg.): Im Laufe der Zeit. Kontinuität und Veränderung bei Hans Werner Henze, Mainz: Schott 2002.
  • Michael Kerstan und Clemens Wolken: HWH – Komponist der Gegenwart. Der Wirklichkeit Kraft, Berlin 2006.
  • Klaus Oehl: Die Oper „König Hirsch“ (1953–55) von Hans Werner Henze.
  • Palmer-Füchsel, Virginia: "Henze, Hans Werner". The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2nd ed. Ed. by Stanley Sadie and John Tyrrell. London: Macmillan Publishers.
  • Peter Petersen: Hans Werner Henze. Ein politischer Musiker, Hamburg: Argument Verlag 1988.
  • Klaus Schultz: "Hans Werner Henze. Zu einer Ausstellung." Kulturforum Bonn 1976
  • Peter Petersen (Hg.): Hans Werner Henze. Die Vorträge des internationalen Henze-Symposions am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg. 28. bis 30. Juni 2001. Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft, 20, Frankfurt am Main 2003, 282 S.
  • Ulrich Tadday (Hg.): Hans Werner Henze – Musik und Sprache, München: Edition Text & Kritik 2006.
  • Julia Spinola: Begierden kennen nicht Raum und Zeit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. September 2007, S. 33.
  • Hans Werner Henze (Hg.), Mythos und Musik. Neue Aspekte der musikalischen Ästhetik Bd. V, Frankfurt am Main: Fischer 1999.
  • Jens Rosteck: Hans Werner Henze: Rosen und Revolutionen, Berlin: Propyläen 2009.

Aufführungen (Schwerpunkt)

  • Im Ruhrgebiet gibt es in der Saison 2010/2011 einen Henze-Schwerpunkt an verschiedenen Aufführungsorten, auch außerhalb (z.B. in Kleve), darunter selten gespielte Stücke. RUHR.2010 - Kulturhauptstadt Europas - "Das Henze-Projekt. Neue Musik für eine Metropole".

Quellen

  1. Christof Siemes und Claus Spahn: Ich war in den letzten Monaten der Kapitulation nahe, Die Zeit, Nr. 31/2003
  2. Peter Petersen: Du sollst ja nicht weinen, sagt eine Musik - Hans Werner Henze zum 80. Geburtstag, Berliner Zeitung, 1. Juli 2006, Seite 20.
  3. Malte Herwig: Das doofe Dur der Angepassten, Weltwoche, 11. Februar 2009
  4. Franziska Augstein: H. W. Henze und die NSDAP, Süddeutsche Zeitung, 12. Februar 2009
  5. Harenberg Komponistenlexikon. Mannheim 2004. S. 417
  6. Begeisterung und Pfui für Henze-Oper. Arbeiter-Zeitung, 14. Juli 1976, S. 10[1]
  7. Christine Lemke-Matwey: Tiere, Tod und heilige Landschaften, Der Tagesspiegel, 30. August 2006
  8. Clemens Wolken: „Nenn mich Maestro“, Crescendo - Das Klassikmagazin, Juni 2006, S. 20 ff.
  9. Harenberg Komponistenlexikon. Mannheim 2004. S. 418
  10. Interview mit Henze auf BR4 zur Uraufführung des Elegium. 1. Oktober 2008, abgerufen am 6. Oktober 2008 (Audio). (Link nicht mehr abrufbar)
  11. Elisabeth Richter: In der Seele wohnen die Klänge und die Phantasie (Link nicht mehr abrufbar), neue musikzeitung, Dezember 1997 / Januar 1998, S. 32

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Hans Werner Henze — (born July 1, 1926, Gütersloh, Germany) is a German composer well known for his left wing political convictions. He left Germany for Italy in 1953 because of a perceived intolerance towards his politics and homosexuality. He continues to live in… …   Wikipedia

  • Hans Werner Henze — En 1960 Naissance …   Wikipédia en Français

  • Hans Werner Henze — Hans Werner Henze, 1960. Hans Werner Henze es un compositor alemán nacido en Gütersloh, Westfalia el 1 de julio de 1926. Estudió con Wolfgang Fortner y René Leibowit …   Wikipedia Español

  • Hans-Werner-Henze-Preis — Der Hans Werner Henze Preis ist ein Musikpreis, der vom Landschaftsverband Westfalen Lippe seit 1959 alle sechs Jahre verliehen wird. Er trägt den Namen des Preisträgers Hans Werner Henze seit 2001 und hieß bis dahin Westfälischer Musikpreis. Mit …   Deutsch Wikipedia

  • List of works by Hans Werner Henze — This is a list of works by German composer Hans Werner Henze (1926 ).Operas, music theatre and other dramatic works* Das Wundertheater (1948, première 1949) * Die Gefangenen (1950) * Boulevard Solitude (1951, première 1952) * Ein Landarzt , radio …   Wikipedia

  • Henze,Hans Werner — Hen·ze (hĕnʹzə tsə), Hans Werner. Born 1926. German composer. Best known for his opera The Bassarids (1965), he has also composed symphonies, ballets, and lieder. * * * …   Universalium

  • Henze, Hans Werner — born July 1, 1926, Gütersloh, Ger. German Italian composer. He studied with Wolfgang Fortner (1907–87) and later with René Leibowitz (1913–72). After an early association with the avant garde at Darmstadt under Leibowitz s influence, the more… …   Universalium

  • Henze, Hans Werner — (n. 1 jul. 1926, Gütersloh, Alemania). Compositor ítaloaleman. Estudió con Wolfgang Fortner (n. 1907–m. 1987) y luego con René Leibowitz (n. 1913–m. 1972). Después de una temprana asociación con la vanguardia en Darmstadt bajo la influencia de… …   Enciclopedia Universal

  • Hans-Ulrich Treichel — Hans Ulrich Treichel, 2008 Hans Ulrich Treichel (* 12. August 1952 in Versmold, Westfalen) ist ein deutscher Germanist und Schriftsteller. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Hans und Kurt Schmitt — (* 20. November 1924 in Saarbrücken, † 26. August 1995 ebenda (Hans) / * 20. November 1924 in Saarbrücken, † 24. November 1992 ebenda (Kurt)) waren ein deutsches Klavierduo. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Repertoire …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.