Hardthöhe

Hardthöhe
Stadt Bonn
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 2′ O50.6991666666677.0402777777778Koordinaten: 50° 41′ 57″ N, 7° 2′ 25″ O
Eingemeindung: 1. Aug. 1969
Vorwahl: 0228

Die Hardthöhe ist ein Ortsteil der Stadt Bonn und der Hauptsitz des Bundesministeriums der Verteidigung. Er liegt am Südwestrand des Ortsteils Duisdorf und wird auf seiner gesamten Fläche vom Bundesverteidigungsministerium eingenommen, welches dort ab 1960 errichtet wurde. Auf der Hardthöhe arbeiten ca. 3000 Mitarbeiter des Ministeriums und befindet sich der Sitz der Führungsstäbe der Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Der Ortsteil war bis 1968 kein Teil von Bonn, sondern gehörte zum Amt Duisdorf und wurde 1969 zusammen mit Duisdorf und Lengsdorf dem Bonner Stadtbezirk Hardtberg zugeordnet.

Geschichte

Als 1960 das Bundesverteidigungsministerium mit den Planungen zu seiner Verlegung von der Ermekeilkaserne auf die Hardthöhe begann, bestand dort bereits eine nach Form einer Siedlung angelegte Kaserne. Dieser ab 1956 entstandenen, auch „Wagenburg“ genannten Kaserne benachbart waren in Reihenbauweise vier Bürohäuser, gedeckt mit Satteldächern. Neugebaut wurden im ersten Bauabschnitt für etwa 3500 Beschäftigte fünf sechsgeschossige und miteinander verbundene Bürohäuser, ein zehnstöckiges Hochhaus, ein dreigeschossiger später so genannter „Ministerbau“, ein Kasinogebäude sowie ein zweigeschossiger Sitzungssaalbau. Das zentrale Eingangs- und Wachgebäude (Nordwache) entstand im Norden des Geländes. Von 1966 bis 1968 folgte im Süden der Bau der damaligen Hauptstelle des Maschinentechnischen Berichtswesens, im Westen von 1967 bis 1968 ein großer Sanitätsbereich.

Eine umfangreiche Erweiterung erfuhr der Standort Hardthöhe von 1979 bis 1987, als den Bestandsbauten mit dem sogenannten Zentralbereich eine Bürofläche von 50.000 Quadratmetern hinzugefügt wurde. Verantwortlich für diese Bauten war die Planungsgruppe Groth und Lehmann-Walter. In einem weiteren Bauabschnitt folgten bis 1987 das neue Ministergebäude und ein pyramidenförmiges Südkasino, geplant vom Bad Nauheimer Architekten Hölzinger. Von 2000 bis 2002 wurde das nicht mehr zeitgemäße Sanitätszentrum der Bundeswehr durch einen Neubau erweitert. Die sogenannte Nordwache wurde bis 2008 erneuert, bis 2009 folgte eine Sanierung zahlreicherer weiterer denkmalgeschützter Gebäude.

Literatur

  • Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 137–142.

Weblinks


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