Harkhuf


Harkhuf
Harchuf in Hieroglyphen
H Hr
r
x w f

ḥr.w-ḫwj=f / ḫwj=f-ḥr.w [1]

Harchuf (auch Harkhuf, Herchuf, Hirchuf, mit zweitem Namen Pepinacht) (um 2300 v. Chr.) war ein ägyptischer Beamter und Entdecker. Er trug unter anderem die Titel Vorderster an Aktion (3ti-'), königlicher Siegler, Vorlesepriester, Vorsteher der Fremdsprachigen, und wohl am Ende seiner Karriere Vorsteher von Oberägypten. Sein Vater war der Einzige Freund und Vorlesepriester Iri.

Um 2300 v. Chr. unternahm er insgesamt vier Expeditionen zum ersten Nil-Katarakt ins Land Jam (Südliches Nubien). Bei der ersten Expedition erkundete er gemeinsam mit seinem Vater den Reiseweg nach Jam, bei der dritten Expedition bereiste er die westsudanische Wüste. Im zweiten Regierungsjahr des Königs Pepi II., bei seiner vierten Expedition, brachte Harchuf einen Zwerg der Gottestänzer aus dem Lande der „Horizontbewohner“ mit. [2]

Eine Inschrift auf seinem Grabmal in Qubbet el-Hawa bei Elephantine (Assuan) berichtet ausführlich von seinen Expeditionen und seinem Leben.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Inschriften des ḫwj=f-ḥr.w an seinem Grabe gegenüber von Elephantine. In: Kurt Sethe (Hrsg.): Urkunden des alten Reiches. (Urkunden des ägyptischen Altertums, Band 1) J. C. Hinrichs, Leipzig 1933, S. 120–131
  2. vermutlich einen kleingewachsenen Nubier oder einen Mann vom Volk der Akka aus dem Sudan. ein Pygmäe kann ausgeschlossen werden, da die Expeditionen nie so weit ins Innere Afrikas gingen, um solche Stämme zu erreichen. Vgl. Gabriele Höber-Kamel: Abydos - Religiöses Zentrum der Auferstehung In: Kemet, Heft 2, Berlin 2000, S. 4-9.

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