Allianz SE

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Allianz SE
Allianz SE
Logo der Allianz SE
Rechtsform Societas Europaea
ISIN DE0008404005
Gr√ľndung 1890
Sitz M√ľnchen, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 151.338 (Dezember 2010)[1]
Umsatz 106,451 Mrd. EUR (2010)[1]
Gewinn 5,209 Mrd. EUR (2010)[1]
Branche Versicherungen
Finanzdienstleistungen
Website allianz.com
Die Allianz SE weltweit
Hauptsitz der Allianz: Die K√∂niginstra√üe 28 in 80802 M√ľnchen
Inschrift des Firmennamens ‚ÄěAllianz Versicherungs Aktiengesellschaft‚Äú am Hauptsitz der Allianz

Die Allianz SE mit Sitz in M√ľnchen ist nach Umsatz und Marktkapitalisierung der weltgr√∂√üte[2] Versicherungskonzern und einer der gr√∂√üten Finanzdienstleistungskonzerne.

Das Unternehmen ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierb√∂rse gelistet. Es wies im Jahr 2010 bei einem Gesamterl√∂s von 106,5 Milliarden Euro einen Jahres√ľberschuss von 5,209 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,255 Milliarden Euro) aus.[1]

Die Holding und ihre Tochtergesellschaften treten weltweit unter dem Namen Allianz Group auf. Vorstandsvorsitzender ist seit April 2003 Michael Diekmann.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ehemalige Generaldirektion der Allianz in der Berliner Taubenstraße, erbaut 1896/1897

1890 nahm die ein Jahr zuvor in M√ľnchen gegr√ľndete Allianz Versicherungs-AG in Berlin ihre Gesch√§ftst√§tigkeit auf. Als Gr√ľnder fungierten alle Aufsichtsratsmitglieder der M√ľnchener R√ľckversicherung (au√üer Schmidt-Polex und von Schauss), der Vorstand der M√ľnchener R√ľck Carl von Thieme, der das Projekt ma√ügeblich vorangetrieben hatte, der Reichstagsabgeordnete Hamacher, der Industrielle Lueg (von der Firma Haniel & Lueg) sowie die Deutsche Bank. Das Aktienkapital in H√∂he von 4 Mio. Mark (zu 25% einzuzahlen) wurde schwerpunktm√§√üig vom Bankhaus Merck Finck & Co (rd. 1,5 Mio. Mark) und der Deutschen Bank (rd. 1 Mio. Mark) gezeichnet, der Rest von den √ľbrigen Gr√ľndern. Wilhelm von Finck wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gew√§hlt, Karl Wilhelm Hermann Pemsel zu seinem Stellvertreter.[3] 1893 wurde in London die erste Auslandsfiliale er√∂ffnet, das Foreign Department unter der Leitung von Carl Schreiner, von der aus auch das Gesch√§ft in den USA aufgebaut wurde. 1895 wurden die Aktien des Unternehmens erstmals an der Berliner B√∂rse gehandelt.

1906 bestand die Allianz ihre erste Belastungsprobe, als sie einen nicht unerheblichen Teil der Entschädigungen nach dem verheerenden Erdbeben in San Francisco zu leisten hatte.[4] Als im April 1912 die Titanic sank, musste die Allianz ebenfalls hohe Entschädigungszahlungen leisten.

1922 wurde die Tochtergesellschaft Allianz Lebensversicherungs-AG gegr√ľndet. W√§hrend der in den 1920er Jahren durch Deutschland rollenden Fusionswelle wurden mehrere Firmen (u. a. 1929 die Frankfurter Versicherungs-AG, 1923 die Bayerische Versicherungsbank AG) von der Allianz aufgekauft, die aber teilweise ihren Namen behalten konnten und bis ins 21. Jahrhundert halbautonom am Markt agierten. 1932 startete die Allianz ihr Engagement in der Schadenforschung und er√∂ffnete eine Materialpr√ľfstelle zur Schadenforschung, aus der sp√§ter das Allianz Zentrum f√ľr Technik (AZT) hervorging. Ziel war es, aus den Schadenereignissen gewonnene Erkenntnisse interessierten Unternehmen zur Schaden- und Risikominimierung zur Verf√ľgung zu stellen.

Drittes Reich

Von 1933 bis 1945 versicherte die Allianz auch Unterorganisationen der NSDAP und erschloss im Zuge der Ausbreitung des Deutschen Reiches neue Gesch√§ftsfelder. Unter anderem wurde durch die √úbernahme j√ľdischer Versicherungsh√§user der Kundenstamm ausgeweitet. Dar√ľber hinaus wurden Geb√§ude und Personal in Auschwitz und Dachau von der Allianz versichert. Die Allianz profitierte damit direkt von der Deportation. Henning Schulte-Noelle war der erste Vorstandsvorsitzende, der sich dieser Vergangenheit stellte, als er 1993 den Auftrag f√ľr den Aufbau eines firmenhistorischen Archivs gab, das 1996 er√∂ffnet wurde. 1998 begann eine Gruppe von Historikern unter Leitung von Gerald D. Feldman, die Geschichte der Allianz von 1933 bis 1945 zu erforschen und ver√∂ffentlichte die Ergebnisse im September 2001. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde eine Dauerausstellung sowohl im firmenhistorischen Archiv als auch im Internet eingerichtet. 2008 entstand in den Vereinigten Staaten eine Debatte √ľber die nationalsozialistische Vergangenheit der Allianz. Im Zuge der Verhandlungen √ľber die Vergabe der Namensrechte des Meadowlands-Stadions nahe New York wurde die Allianz in f√ľhrenden Zeitungen und der Anti-Defamation League heftig kritisiert.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg und der Blockade Berlins 1949 wurden die Zentralen nach M√ľnchen (Allianz Versicherungs-AG) bzw. Stuttgart (Allianz Lebensversicherungs-AG) verlegt. Als einer der ersten Unternehmen in Deutschland f√ľhrte die Allianz eine Elektronische Datenverarbeitung f√ľr Ihren Versichertenbestand ein. Dabei wurde ein Computer von IBM genutzt, der damals noch die Gr√∂√üe einer Maschinenhalle hatte. Die Daten wurden auf Lochkarten erfasst. 1958 f√ľhrte der Konzern den bekannten Werbe-Slogan ‚Äě‚Ķ hoffentlich Allianz versichert‚Äú ein, im darauf folgenden Jahr wurde das Auslandsgesch√§ft wieder aufgenommen. 1956 versuchte Merck Finck & Co, seinen 40-prozentigen Anteil an der Allianz verdeckt zu erh√∂hen, gelangte allerdings nicht zum Ziel und ver√§u√üerte daraufhin bis 1990 den Anteil an der Versicherung vollst√§ndig. Ab diesem Zeitpunkt war die M√ľnchener R√ľck, mit der neben der 25-prozentigen √úberkreuzbeteiligung seit 1921 ein Rahmenvertrag √ľber die Grunds√§tze der Zusammenarbeit bestand, der bestimmende Aktion√§r der Allianz.

1970 bis 2000

Ab den 1970er Jahren wurde die Allianz durch Aufk√§ufe und Gesellschaftsgr√ľndungen zu einem immer st√§rker im Ausland agierenden Unternehmen. Es folgten die √úbernahmen traditionsreicher Versicherer in Deutschland (Vereinte), Frankreich (AGF), Italien (RAS) und den USA (Firemans Fund). 1985 wurde die Allianz AG als Holding zur besseren Steuerung der Beteiligungen gegr√ľndet. Die Allianz AG fungierte auch als Gruppenr√ľckversicherer, was unter anderem die Entflechtung mit der M√ľnchener R√ľck erleichterte. In den achtziger Jahren beteiligte sich die Allianz an der italienischen Riunione Adriatica di Sicurt√†. 1990 √ľbernahm die Allianz die Staatliche Versicherung der DDR. Die Expansion in den Ostteil Europas begann mit dem Kauf des gr√∂√üten ungarischen Versicherers Hungaria Bisztos√≠to. In sieben weiteren L√§ndern von Mittel- und Osteuropa wurden Tochtergesellschaften errichtet oder gekauft. 1990 begann die Expansion nach Asien durch die Gr√ľndung von Tochtergesellschaften in Japan und Indonesien. Inzwischen ist die Allianz in China durch mehrere Tochtergesellschaften sowie in allen bedeutenden M√§rkten Asiens durch Neugr√ľndungen oder Zuk√§ufe vertreten. In Australien besitzt die Allianz ebenfalls eine gro√üe Tochtergesellschaft. 1994 stieg die Allianz mit dem Kauf der Vereinte Versicherung in das deutsche private Krankenversicherungsgesch√§ft ein. 1997 √ľbernahm die Allianz 51% der Aktien der zweitgr√∂√üten franz√∂sischen Versicherung, Assurances G√©n√©rales de France (AGF), im Wert von 9,2 Mrd. DM. Die Allianz stieg damit zum weltgr√∂√üten Versicherungskonzern auf.

Seit 2000

Logo der ehemaligen Dresdner Bank

Die √úbernahme der Dresdner Bank im Jahre 2001 war ‚Äď zusammen mit Naturkatastrophen in Mitteleuropa, dem Anschlag auf das World Trade Center und der Krise in den internationalen Finanzm√§rkten ‚Äď f√ľr das erste negative Ergebnis in der Firmengeschichte der Allianz verantwortlich. Die Allianz AG machte einen Verlust von ungef√§hr 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig reduzierte die M√ľnchener R√ľck ihren Anteil an der Allianz auf 20 %.

Im Mai 2002 wurde die Allianz Autowelt GmbH gegr√ľndet, eine Gebrauchtwagenb√∂rse mit einem Bestand von ca. 1,6 Millionen Fahrzeugen. Neben Autokauf und -verkauf werden zus√§tzliche Dienste wie Fahrzeugbewertung, Fahrberichte und Routenplaner angeboten.

Logo der ehemaligen Vereinte Versichung

Ende 2002 ging die Vereinte Versicherung zum Teil in der Allianz auf; die Krankenversicherungssparte wurde umbenannt in Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV).

Nachdem 2003 die Allianz und die M√ľnchener R√ľck ihren Rahmenvertrag zur √úberkreuzbeteiligung offiziell k√ľndigten und ihren gegenseitigen Anteil weiter reduzierten (Ende 2006 hielt die M√ľnchener R√ľck noch 4,9 % an der Allianz), wurde eine weitgehende Entflechtung der deutschen Versicherungswirtschaft erreicht.

Logo der Marke Allsecur

Am 16. September 2005 startete die Allianz ihre Direktversicherungsmarke Allianz24 √ľber ihre aus der Vereinte Versicherung verbliebene Tochtergesellschaft Vereinte Spezial Versicherung AG, unter der sie vier Jahre lang ausschlie√ülich PKW-Versicherungen √ľber das Internet anbot. Nach internem Widerstand der Allianz-Vertreter wurde sie zum 17. September 2009 durch die neue Direktversicherungsmarke Allsecur ersetzt.[5][6][7][8] Letztendlich wurde zum 9. November 2010 auf Allsecur Deutschland AG umfirmiert.

Anfang 2006 wurden die drei deutschen Hauptgesellschaften der Allianz, die Allianz Versicherungs-AG (AZ Vers), die Allianz Lebensversicherungs-AG (AZL) und die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV), der neu erstellten Allianz Deutschland AG (AZ D) als Holding des Deutschlandgesch√§ftes unterstellt. Die jeweiligen Vertriebe wurden in der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV) geb√ľndelt.[9]

Am 13. Oktober 2006 wurde die Fusion mit der italienischen RAS und die gleichzeitige Umwandlung der Allianz AG in eine Europ√§ische Aktiengesellschaft (SE) mit Eintragung des neuen Unternehmensnamens Allianz SE in das Handelsregister M√ľnchen bestandskr√§ftig.[10] Im Mai 2007 √ľbernahm die Allianz die Verkaufsautomaten-Firma Selecta vom britischen Catering-Anbieter Compass Group f√ľr einen Preis von rund 1,1 Milliarden Euro.[11]

Am 31. August 2008 gaben die Allianz SE und die Commerzbank bekannt, dass sich die Aufsichtsr√§te beider Unternehmen auf den Verkauf der Dresdner Bank AG an die Commerzbank f√ľr insgesamt 9,8 Milliarden Euro geeinigt haben. Der Verkauf wurde mit dem 12. Januar 2009 abgeschlossen.[12]

Durch den Verbleib der Oldenburgische Landesbank (OLB) im Allianz-Konzern wurde in der Allianz Deutschland das Ressort ‚ÄěAllianz Bank‚Äú neu geschaffen, das die Grundlage f√ľr die Allianz Bank legt.[13]

Geschäftstätigkeit

Die Allianzgruppe ist haupts√§chlich im Versicherungsgesch√§ft t√§tig. So trug das Segment Schaden- und Unfallversicherung 2009 42,5 Milliarden Euro Bruttobeitr√§ge ein. Das Gesch√§ft mit Lebens- und Krankenversicherungen f√ľhrte im selben Zeitraum zu Beitragseinnahmen von 50,8 Milliarden Euro.

Die Allianz-Gruppe ist gr√∂√üter Gesellschafter an der Extremus Versicherungs-AG, einem deutschen Spezialversicherer f√ľr Grosssch√§den durch Terrorismus.

Nachdem zu Anfang 2009 die Dresdner Bank an die Commerzbank verkauft wurde, konzentriert sich der Bankbereich in Deutschland auf die Oldenburgische Landesbank (OLB). Die bisherigen Allianzkunden der Dresdner wurden 2009 in die neu gegr√ľndete Allianz Bank als Tochter der OLB √ľbergef√ľhrt, soweit diese folgten. Weitere gr√∂√üere Bankaktivit√§ten gibt es in Italien und Frankreich.

Der kleinste Gesch√§ftsbereich ist das sogenannte Asset Management, das unter Allianz Global Investors firmiert. Allianz Global Investors umfasst verschiedene Asset Manager, insbesondere PIMCO (Anleihen) und RCM (Aktien). Dabei verwaltet der Allianzkonzern Verm√∂genswerte f√ľr Privatpersonen und institutionelle Anleger wie Pensions- und Investmentfonds sowie die eigenen Tochtergesellschaften im Versicherungsbereich. Dieses Gesch√§ft √ľberstieg in 2010 die Grenze von 1.500 Milliarden Euro an verwaltetem Verm√∂gen und erbrachte dabei einen Gewinn in H√∂he von 2,1 Milliarden Euro.[14]

Umbauprogramm ‚Äě3+Eins‚Äú

Im ‚Äě3+Eins‚Äú-Programm, welches 2003 beschlossen wurde, wurden mehrere Initiativen ergriffen, um den Wert der Allianz SE zu steigern. Die einzelnen Ziele dieses Programms sind:

  • 1. Schutz und St√§rkung der Kapitalbasis
  • 2. Wesentliche Steigerung der operativen Ertragskraft
  • 3. Verringerung der Komplexit√§t
  • ‚Äě+Eins‚Äú. Nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsf√§higkeit und des Unternehmenswerts

Im Rahmen des ‚Äě3+Eins‚Äú-Programms wurden beispielsweise folgende Ma√ünahmen durchgef√ľhrt:

  • Verkleinerung des Vorstands der neu gegr√ľndeten Holding von 20 auf zw√∂lf Mitglieder.
  • Vollst√§ndige Verschmelzung der Frankfurter Versicherungs-AG und der Bayerische Versicherungsbank AG mit der Allianz Versicherungs-AG.
  • Verkleinerung von sieben Zweigniederlassungen auf vier einheitliche Vertriebs- und Dienstleistungsgebiete in Deutschland.

Soziales Engagement

Im sozialen Bereich begleitet die Allianz Projekte zur Generationengerechtigkeit. So f√∂rdert sie seit rund zehn Jahren das mehrfach ausgezeichnete Generationenhaus West in Stuttgart. √úber die finanzielle Unterst√ľtzung hinaus bietet sie ihren Mitarbeitern an, sich dort selbst sozial zu engagieren. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die Kinder- und Jugend-Unterst√ľtzungseinrichtungen der Allianz dar. Unter Beteiligung der Allianz engagieren sich hier Mitarbeiter pers√∂nlich oder finanziell f√ľr Projekte, die ihnen am Herzen liegen. Auf die soziale Initiative speziell ihrer Vertreter setzt die Allianz beim Wettbewerb um den Allianz Generationen F√∂rderpreis. Das Unternehmen will dabei Projekte ihrer Agenturen entdecken und unterst√ľtzen, die in vorbildlicher Weise zeigen, wie sich Jung und Alt f√ľreinander engagieren k√∂nnen.

Kritik

Stellenabbau

Protest gegen Entlassungspläne 2006

Am 22. Juni 2006 k√ľndigte der Allianz Konzern an, bis 2008 mit rund 7.500 Stellen in Deutschland etwa jede sechste Vollzeitstelle zu streichen, davon ca. 2.500 Stellen bei der Dresdner Bank. Die Mitarbeiter sollten die M√∂glichkeit haben, in andere Unternehmensbereiche zu wechseln, in denen demn√§chst durch normale Fluktuation etwa 3.000 Stellen frei werden. Es waren Abfindungen von bis zu 250.000 Euro geplant. Die Zahl der Dienstleistungs-Standorte sollte von 21 auf zehn reduziert werden. Unter anderem war geplant, alle Standorte in Nordrhein-Westfalen zu schlie√üen und den Standort Frankfurt auf ein Kompetenzzentrum f√ľr Kfz zu begrenzen. In der √Ėffentlichkeit wurden diese Ma√ünahmen vielfach mit Verweis auf den Rekordgewinn von 4,4 Milliarden Euro im Gesch√§ftsjahr 2005 als unverh√§ltnism√§√üig kritisiert. Der Betriebsrat lie√ü die Stellenstreichungen durch externe Gutachter pr√ľfen. Am 20. November 2006 gab die Konzernleitung nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di bekannt, dass auf betriebsbedingte K√ľndigungen bis 2009 verzichtet werden solle.[15]

Parteispenden

Die Allianz SE geh√∂rt zu den gro√üen Parteispendern in Deutschland und hat seit 2000 bereits mehr als 2,7 Millionen Euro an die Bundestagsparteien, mit Ausnahme der Partei Die Linke, gespendet.[16]

Domain-Abmahnungen

Im April 2001 machte der Konzern Schlagzeilen mit Abmahnungen gegen Domain-Inhaber, deren Domains "allianz" als Bestandteil hatten, z.B. die Domain "nationale-allianz.de" eines CounterStrike-Clans. [17] [18]

Konzernbeteiligungen der Allianz SE

Altes Allianz-Logo an der Hamburger Trostbr√ľcke

Operative Konzernbeteiligungen Inland

  • Allianz Alternative Assets Holding GmbH (AAA), M√ľnchen[19]
  • Allianz Deutschland AG (AZ D), M√ľnchen, bestehend aus
    • Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV), M√ľnchen
    • Allianz Lebensversicherungs-AG (AZL), Stuttgart[20]
    • Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV), M√ľnchen
    • Allianz Versicherungs-AG (AZ Vers), M√ľnchen
    • Allsecur Deutschland AG, M√ľnchen
    • Allianz Autowelt GmbH (AW), M√ľnchen
    • Allianz Ortungsservices GmbH (AOS), M√ľnchen
    • Oldenburgische Landesbank AG (OLB), Oldenburg (89,4 %)
  • Allianz Handwerker Services GmbH, M√ľnchen
  • Allianz Pension Partners GmbH (APP), M√ľnchen
  • Allianz Pension Consult GmbH (APC), Stuttgart
  • Allianz Global Corporate & Specialty AG (AGCS), M√ľnchen
  • Allianz Global Investors AG (AGI), M√ľnchen
  • Allianz Capital Partners GmbH (ACP), M√ľnchen[21] [22]
  • Allianz Managed Operations and Services SE (AMOS), Unterf√∂hring
  • Commerzbank AG, Frankfurt am Main (18,8 % - nach Einstieg des Staates nur noch 14 %[23])
Logo der Elvia

Operative Konzernbeteiligungen Ausland

Allianz Wien Logo

Strategische Konzernbeteiligungen

  • bpi.sa banco portugues de investimentos Portugal(2,8 %)

Im Zuge der Entflechtung der sogenannten Deutschland AG, deren Mittelpunkt die Allianz AG darstellte, senkt die Allianz SE nach und nach ihre Industriebeteiligungen im Inland. Trotz allem besitzt die Allianz SE noch immer bedeutende Aktienanteile an einigen der größten deutschen Unternehmen.

Im April 2007 gab ein Allianzsprecher bekannt, dass Gespr√§che mit dem russischen Finanzkonzern Progress-Garant gef√ľhrt werden. Im Gespr√§ch ist eine √úbernahme f√ľr einen Preis von 100 Mio. Dollar (rund 74 Mio. Euro). Progress-Garant rangiert auf Platz 25 der gr√∂√üten russischen Versicherer.[27]

Aktiengesellschaft

Die Aktien des Unternehmens sind an der Deutschen B√∂rse in Frankfurt notiert. Au√üerdem sind die Werte im DAX enthalten. Am 22. September 2009 teilte der Versicherungskonzern mit, dass er die B√∂rsennotierung seiner Aktien an der NYSE zur√ľckziehen wird. Au√üerdem wird eine Einstellung der Notierung an den B√∂rsen in London, Mailand, Paris und der Schweiz folgen. Grund war das geringe Handelsvolumen an den ausl√§ndischen B√∂rsenpl√§tzen.[28] Es sind 432 Millionen Aktien im Umlauf.

Leitung

Vorstandsvorsitzender ist seit dem 29. April 2003 Michael Diekmann; ebenfalls seit dem 29. April 2003 ist Henning Schulte-Noelle Aufsichtsratsvorsitzender.

Seit 2005 werden allj√§hrlich die Bez√ľge des Vorstandes und des Aufsichtsrates individuell ausgewiesen und zusammen mit dem Gesch√§ftsbericht ver√∂ffentlicht.

Generaldirektoren / Vorstandsvorsitzende

Amtszeit Name
1890‚Äď1904 Carl von Thieme (1844‚Äď1924)
1894‚Äď1921 Paul von der Nahmer
1921‚Äď1933 Kurt Schmitt (1886‚Äď1950)
1933‚Äď1948 Hans He√ü (1881‚Äď1957)
1948‚Äď1961 Hans Goudefroy (1900‚Äď1961)
1962‚Äď1971 Alfred Haase
1971‚Äď1991 Wolfgang Schieren (1927‚Äď1996)
1991‚Äď2003 Henning Schulte-Noelle (* 1942)
seit 2003 Michael Diekmann (* 1954)

Siehe auch

Literatur

  • Gerald D. Feldman: Die Allianz und die deutsche Versicherungswirtschaft 1933-1945. M√ľnchen, Verlag C.H. Beck, 2001 - ISBN 3406482554
  • Christiane Lang: F√ľr die Allianz beginnt eine neue Zeitrechnung, in: B√∂rsen-Zeitung vom 18. August 2005, S. 5

Weblinks

 Commons: Allianz ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b c d Allianz SE: Kennzahlen der Allianz Gruppe. 18. April 2011, abgerufen am 18. April 2011.
  2. ‚ÜĎ Allianz zieht bei B√∂rsenwert mit AIG gleich. In: Financial Times Deutschland (Print-Ausgabe), 25. Juni 2008, Seite 17
    AIG st√ľrzt vom Versicherungs-Thron auf ftd.de, 12. September 2008
  3. ‚ÜĎ Vgl. Details der Gr√ľndung, besonders auch das Verh√§ltnis zur M√ľnchener R√ľckversicherung, sowie die Entwicklung der Allianz in den ersten Jahrzehnten bei Harold Kluge: Der Einfluss des Gesch√§fts der "Allianz" auf die Entwicklung der "M√ľnchener R√ľckversicherungs-Gesellschaft" in deren ersten f√ľnfzig Jahren (1880-1930). In: Jahrbuch f√ľr Wirtschaftsgeschichte/ Economic History Yearbook (2006/2), S. 217-246.
  4. ‚ÜĎ Vgl. Details bei Reinhard Spree: Two Chapters on early history of the Munich Reinsurance Company: The Foundation/ The San Francisco Earthquake. Department of Economics, University of Munich, Munich Discussion Paper No. 2010-11, M√ľnchen 2010 (online at http://epub.ub.uni-muenchen.de/11336/).
  5. ‚ÜĎ http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:vernachlaessigter-internetvertrieb-offline-statt-online/60018408.html
  6. ‚ÜĎ http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,637241,00.html
  7. ‚ÜĎ http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/allianz-scheitert-mit-online-angebot-403605
  8. ‚ÜĎ http://www.allianz24.de/daten/0/16/2005_09_16_presse.pdf
  9. ‚ÜĎ Unternehmensbrosch√ľre Allianz Deutschland AG
  10. ‚ÜĎ Allianz schlie√üt Umwandlung in SE ab. Allianz Group, M√ľnchen 16. Oktober 2006 (Pressemitteilung, http://www.allianz.com/de/allianz_gruppe/presse/newsdossiers/allianz_se/news3.html, abgerufen am 23. April 2008).
  11. ‚ÜĎ Allianz kauft Automaten-Betreiber Selecta f√ľr 1,1 Mrd. EUR, 14. Mai 2007
  12. ‚ÜĎ Dresdner Bank Transaktion vollzogen
  13. ‚ÜĎ allianz.com
  14. ‚ÜĎ Allianz SE: Analystenkonferenz. 25. Februar 2011, abgerufen am 18. April 2011 (PDF).
  15. ‚ÜĎ Allianz verzichtet auf betriebsbedingte K√ľndigung bis 2009 statt 2007. In: Capital
  16. ‚ÜĎ parteispenden.unklarheiten.de
  17. ‚ÜĎ Focus Online: Namen im Netz
  18. ‚ÜĎ Telepolis: der Abmahnwahn wird immer absurder
  19. ‚ÜĎ allianz.com
  20. ‚ÜĎ Squeeze-Out Allianz Leben wirksam
  21. ‚ÜĎ H. Schweitzer: Die Allianz Capital Partners in M√ľnchen kaufte die britische Pflegeheimkette Four Seasons Healthcare f√ľr 1,15 Milliarden Euro. Four Seasons verf√ľgt √ľber 14.600 Pl√§tze in ca. 300 Pflegeheimen und gilt als gr√∂√üter privater Anbieter im britischen Markt. Rechnet man das durch, macht das 78.776 Euro pro Pflegebett. Allianz Capital Partners √ľberlegt, an die B√∂rse zu gehen. Frage: Wo bleibt eigentlich der Mehrwert der wohlfahrtsverbandlich betriebenen Pflegeheime? In FAZ 6. Juli 2004. 1. Sept. 2006: ACP verkauft die britische Pflegeheimkette Four Seasons Healthcare. K√§ufer ist die Investmentgesellschaft Three Delta LLP f√ľr den Preis von 2,07 Mrd. EUR. ACP hatte die Kette f√ľr ca. 1,1 Mrd. EUR erworben und f√ľr 171 Mio. EUR. noch die Better Care Group hinzugekauft.
  22. ‚ÜĎ handelsblatt.com
  23. ‚ÜĎ finanztreff.de
  24. ‚ÜĎ Die Welt: Allianz reduziert Anteil an Beiersdorf-Konzern. 27. Juni 2009, abgerufen am 8. September 2010.
  25. ‚ÜĎ Allianz profitiert von ICBC-B√∂rsengang. Nachzulesen unter: handelsblatt.com vom 10. Oktober 2006
  26. ‚ÜĎ kurse.focus.de
  27. ‚ÜĎ handelsblatt.de
  28. ‚ÜĎ Allianz zieht sich von NYSE und europ√§ischen B√∂rsen zur√ľck

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