Henrichenburg


Henrichenburg
Blick auf Henrichenburg

Henrichenburg ist der nördlichste Stadtteil der Stadt Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Name des Ortes leitet sich von der Henrichenburg ab, die nicht mehr erhalten ist und deren Reste am Ortsrand in der Nähe des Rhein-Herne-Kanals im Rahmen eines Landschaftsparks durch Heckenbepflanzungen sichtbar gemacht wurde.

Geschichte

Das Kirchspiel Henrichenburg gehörte zum Vest Recklinghausen bis 1802, als das Vest an die Herzöge von Arenberg ging. 1811 kam es an das Großherzogtum Berg. 1815 wurde das Vest in die preußische Provinz Westfalen eingegliedert und ging 1816 im Kreis Recklinghausen auf. Ab 1857 kam Henrichenburg durch die Ausgliederung der Gemeinden Waltrop, Henrichenburg und Horneburg aus dem Amt Datteln zum Amt Waltrop.

Am 1. Januar 1975 erfolgte im Zuge der Kommunalen Neugliederung die Eingliederung der Gemeinde Henrichenburg in die Stadt Castrop-Rauxel. Gleichzeitig wurde diese eine kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen. Somit wechselte sie zum gleichen Zeitpunkt vom Regierungsbezirk Arnsberg in den Regierungsbezirk Münster.[1]

Bauwerke und Infrastruktur

Am 12. November 1938 wurde der erste Abschnitt der A 2 zwischen Recklinghausen und Gütersloh eröffnet.

Die Wasserstraße in unmittelbarer Nähe der Henrichenburg wurde als Teilstück (nämlich dem Zweigkanal) des Dortmund-Ems-Kanals nach siebenjähriger Bauzeit am 11. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet. Gründe für den Bau waren die Entlastung der Eisenbahn, die alleine nicht mehr in der Lage war, die Produktion des Ruhrgebiets zu transportieren, sowie die Förderung der Ruhrkohle, die seit den 1880ern Konkurrenz durch englische Importkohle erfuhr. Später zählte man das Teilstück zum Rhein-Herne-Kanal.

Das alte Schiffshebewerk wurde nach den Plänen des Stettiner Schiffbauingenieurs Rudolph Haack gebaut und im Jahre 1899 feierlich eröffnet. Es war ein Schlüsselbauwerk des Dortmund-Ems-Kanals, denn erst mit seiner Fertigstellung konnte der Kanal bis zum Dortmunder Hafen befahren werden. Das Hebewerk ist das größte und spektakulärste Bauwerk im Verlauf des alten Dortmund-Ems-Kanals. Es wurde am 11. August 1899 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Religiöse Gemeinschaften

St. Lambertus

Die in der alten Kirche an der Hagenstraße gefundene Jahreszahl 1463 zeigt, dass sich dort schon seit dem 15. Jahrhundert Menschen zum Gottesdienst versammelten. Diese Kirche wurde in den Jahren 1970 bis 1972 zum Pfarrzentrum „Maximilian-Kolbe-Haus“ um- und ausgebaut.

1902 wurde mit dem Bau der heutigen, neugotischen St.-Lambertus-Kirche begonnen. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte eine Bombe den Altarraum und gegen Kriegsende wurde der Turm zerstört. Bei den späteren Aufbauarbeiten wurde die Turmspitze nicht wieder erneuert.[2] Heute ist St. Lambertus eine Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Dominikus in Datteln.[3]

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  2. www.st-lambertus-henrichenburg.de
  3. Genealogie Hartmann
51.5990138355567.31238842

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