Henry M. Mathews

Henry Mason Mathews

Henry Mason Mathews (* 29. März 1834 in Frankford; † 28. April 1884 in Lewisburg, West Virginia) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1877 bis 1881 der 5. Gouverneur von West Virginia.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre

Henry Mathews besuchte bis 1856 die University of Virginia. Nach einem anschließenden Jurastudium und seiner Zulassung als Rechtsanwalt im Jahr 1857 eröffnete er in Lewisburg eine Kanzlei. Außerdem war er als Lehrer für Sprache und Literatur am Allegheny College in Blue Sulphur Springs tätig. Während des Bürgerkriegs kämpfte er in der Armee der Konföderation, in der er es bis zum Major brachte.

Politischer Aufstieg

Nach dem Krieg wurde er wieder als Rechtsanwalt tätig. Inzwischen hatte sich seine Heimatregion von Virginia getrennt und hatte sich unter dem Namen West Virginia als neuer US-Bundesstaat etabliert. Mathews wurde im Jahr 1865 in den Senat dieses neuen Staates gewählt. Er konnte dieses Mandat aber nicht antreten, weil es zu diesem Zeitpunkt ehemaligen Anhängern der Konföderation untersagt war, öffentliche Ämter zu bekleiden. Außerdem hatte er den verlangten Treueschwur verweigert. Nachdem um 1870 die Gesetze bezüglich der ehemaligen Anhänger der Südstaaten liberalisiert worden waren, konnte Mathews auch am politischen Leben seines Landes teilnehmen. So wurde er 1872 Delegierter auf einer Konferenz zur Überarbeitung der Verfassung des Landes. Zwischen 1873 und 1877 war er Justizminister seines Landes. Im Jahr 1876 wurde er als Kandidat der Demokratischen Partei zum Gouverneur von West Virginia gewählt.

Gouverneur von West Virginia

Henry Mathews vierjährige Amtszeit begann am 4. März 1877. In seiner Amtszeit musste er sich mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen auseinandersetzen. Da West Virginia ein armer Staat war, wurde das Land von der allgemeinen Wirtschaftskrise der Zeit besonders hart getroffen. Es kam zur Unzufriedenheit der Bürger mit den sozialen Verhältnissen und der steigenden Arbeitslosigkeit. Als Konsequenz aus dieser Situation kam es zu Unruhen und Aufständen. Im Juli 1877 setzte der Gouverneur die National Garde in Martinsburg gegen streikende Eisenbahnarbeiter ein. Diese protestierten gegen Gehaltskürzungen. Nach dem sich viele Mitglieder der National Garde aus Sympathie für die Arbeiter weigerten ihren Befehle auszuführen, bat der Gouverneur Präsident Rutherford B. Hayes um Hilfe. Dieser schickte Bundestruppen zur gewaltsamen Beendigung des Streiks. Im Jahr 1880 streikten dann die Minenarbeiter der Kohlebergwerke im Fayette County. Der Gouverneur reagierte erneut mit militärischer Gewalt, in dem er die National Garde dorthin beorderte um den Streik zu beenden. Unabhängig von diesen Ereignissen förderte der Gouverneur die Einwanderung nach West Virginia, er setzte sich für eine bessere Infrastruktur ein, wobei insbesondere die Transportwege ausgebaut werden sollten. Er setzte sich auch für die Interessen der Kohle und Ölindustrie ein. Außerdem wurde ein landesweites geologisches Gutachten zur Erkundung der Bodenschätze in Auftrag gegeben.

Weiterer Lebenslauf

Nach Ablauf seiner Amtszeit am 4. März 1881 wurde Henry Mathews Präsident der White Sulphur Springs Company. Er starb im April 1884 im Alter von 50 Jahren. Mathews war mit Lucy Clayton verheiratet, mit der er drei Kinder hatte.

Literatur

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789-1978. Band 1, Meckler Books, Westport, 1978. 4 Bände.

Weblinks


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