Herne

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Herne
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Herne
Herne
Deutschlandkarte, Position der Stadt Herne hervorgehoben
51.5419444444447.223888888888965
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Höhe: 65 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 51,41 kmÂČ
Einwohner:

164.762 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 3205 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 44601–44653
Vorwahlen: 02323 und 02325
Kfz-Kennzeichen: HER
GemeindeschlĂŒssel: 05 9 16 000
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke mit
13 Ortsteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrich-Ebert-Platz 2
44623 Herne
WebprÀsenz: www.herne.de
OberbĂŒrgermeister: Horst Schiereck (SPD)
Lage von Herne in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen MĂŒlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann DĂŒsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis DĂŒren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna MĂ€rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln StĂ€dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis StĂ€dteregion Aachen Kreis Euskirchen MĂŒnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis GĂŒtersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-LĂŒbbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Herne ist eine Stadt im nördlichen Ruhrgebiet im Land Nordrhein-Westfalen. Die Kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen, durch die umliegende Gemeinden, darunter die ehemalige Großstadt Wanne-Eickel, nach Herne eingegliedert bzw. mit dieser Stadt zusammengelegt wurden. Bei der VolkszĂ€hlung von 1939 hatte Herne 96.649 Einwohner. Heute gehört Herne mit seinen etwa 165.000 Einwohnern zu den kleineren GroßstĂ€dten des Landes und ist nach Offenbach die der FlĂ€che nach zweitkleinste Großstadt Deutschlands. Daher weist Herne nach MĂŒnchen und Berlin die grĂ¶ĂŸte Bevölkerungsdichte aller StĂ€dte in Deutschland auf. Nach Polizeiangaben ist Herne zudem die verkehrssicherste Stadt Deutschlands.

FrĂŒher war Herne eine wichtige Bergbaustadt. Bekannt waren dabei die Zechen Shamrock, Constantin, Mont Cenis und Friedrich der Große. Im Stadtbild lebt die Bergbauvergangenheit in einigen erhaltenen FördertĂŒrmen fort. Zahlreiche BergmannsunterstĂŒtzungsvereine (BUV) halten die Tradition bis heute aufrecht.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Herne liegt zwischen Bochum und Recklinghausen auf dem sĂŒdlichen Talhang der breiten Emscherniederung inmitten einer Bergbau- und Industrielandschaft auf sandigen TerrassenflĂ€chen der Emschertalung. Der höchste Punkt im Stadtgebiet liegt 130 m, der niedrigste Punkt 33 m ĂŒber NN. Die Stadtgrenze ist 42,80 km lang. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets betrĂ€gt in Nord-SĂŒd-Richtung 6,30 km und in West-Ost-Richtung 12,20 km.

NaturrĂ€umlich hat die Stadt jeweils etwa zur HĂ€lfte Anteil am Westenhellweg, insbesondere im SĂŒden und SĂŒd-Osten, und in den nördlichen Stadtteilen am Emscherland. Der Stadtbezirk Wanne liegt vollstĂ€ndig im Emscherland.

GewÀsser

Die Nordgrenze Hernes wird auf langen Strecken durch die Emscher gebildet, in deren Tal der Rhein-Herne-Kanal verlĂ€uft. Auf Herner Gebiet fließen der Emscher mehrere NebengewĂ€sser zu. Dies sind Börniger Bach, Sodinger Bach, Storchengraben, Landwehrbach und Roßbach, Ostbach und MĂŒhlenbach, Schmiedesbach, Dorneburger Bach und HĂŒller Bach.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte grenzen an die Stadt Herne. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel (alle Kreis Recklinghausen) sowie Bochum und Gelsenkirchen (beides kreisfreie StÀdte)

Stadtgliederung

Die Herner Innenstadt, von der Hohewardhalde (Herten) aus gesehen

Das Stadtgebiet Hernes besteht aus vier Stadtbezirken. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der BezirksbĂŒrgermeister[2]. Die Stadtbezirke sind in Ortsteile unterteilt. Die Namen der Ortsteile sind mit zwei Ausnahmen seit dem Mittelalter verwendete Ortsbezeichnungen frĂŒher selbstĂ€ndiger Gemeinden. Unser Fritz leitet sich vom gleichlautenden Bergwerk her, und Wanne hieß bis 1897 Bickern. Die frĂŒheren Gemeindegrenzen sind bei der Bildung der heutigen Stadtbezirke modernen BedĂŒrfnissen angepasst worden. So ist beispielsweise der ĂŒberwiegende Teil des historischen Baukaus dem Stadtbezirk Herne-Mitte zugeordnet, wĂ€hrend ein kleiner Bereich 1975 dem Stadtbezirk Wanne angefĂŒgt wurde. Zu den Stadtbezirken kommen noch historische Gewannbezeichnungen wie Altenhöfen, Pantringshof oder Vöde. Auch mit ehemaligen Zechennamen wie Friedrich der Große (Piepen Fritz), Zeche Königsgrube, Teutoburgia oder Constantin identifizieren die Einwohner der Stadt ihr Wohnumfeld.

Die Stadtbezirke mit ihren Ortsteilen:

Geschichte

Königliches Bergrevier – ehemals Sitz der unteren Bergbaubehörde in Herne
Die Bahnhofstraße 1966
  • Um 880 erscheint der Name Hernes erstmals urkundlich als haranni in einem Urbar des Klosters Werden.
  • 1142 erscheint Gvezelino de Strunkede als Zeuge in einer Essener Urkunde. Die StrĂŒnkeder Ritter und Freiherren, die ihre Burg im Stadtteil Baukau hatten, stehen im Dienst der Grafen und Herzöge von Kleve und erhalten wichtige StaatsĂ€mter unter den brandenburger KurfĂŒrsten und Preußischen Königen. Sie bleiben bis zu ihrem Aussterben am Ende des 18. Jahrhundert Grund-, Gerichts- und kirchliche Patronatsherren ĂŒber Herne.
  • 1561 wird die Reformation eingefĂŒhrt.
  • 1836 fĂ€hrt die erste Postkutsche von Bochum nach Recklinghausen ĂŒber Herne
  • 1847 wird die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet, danach beginnt der Aufstieg des Dorfes Herne zur Industriestadt.
  • 1856 wird die Zeche Shamrock als erste Zeche in Herne errichtet.
  • 1897 bekommt Herne die Stadtrechte.
  • 1906 wird Herne eine kreisfreie Stadt.
  • 1912 Einweihung des Herner Rathauses
  • 1914 Fertigstellung des Rhein-Herne-Kanals und der HĂ€fen Wanne-West und -Ost
  • 1928 wird die Straßenbahnverbindung von Recklinghausen ĂŒber Herne nach Bochum eröffnet
  • 1945 Im Zweiten Weltkrieg sprengten am 31. MĂ€rz 1945 deutsche Truppen die BrĂŒcken ĂŒber den Kanal und die Emscher, womit Herne unmittelbares Kampfgebiet wurde. Am 9. April 1945 rĂ€umten Wehrmacht, Polizei und NSDAP die Stadt. Einen Tag spĂ€ter besetzten US-amerikanische Truppen Herne kampflos. WĂ€hrend des Krieges war die Stadt Ziel von insgesamt 64 alliierten Luftangriffen, bei denen 419 Menschen starben (siehe auch Luftangriffe auf das Ruhrgebiet)
  • 1975 erfolgt der Zusammenschluss der StĂ€dte Herne und Wanne-Eickel zur „neuen Stadt“ Herne.
  • 1989 Eröffnung der Stadtbahnlinie U35 der BOGESTRA von Bochum Hauptbahnhof nach Herne Schloss StrĂŒnkede. Sie ist die weltweit erste stĂ€dteĂŒbergreifende unterirdische Stadtbahnverbindung.
Die Stadtteile Baukau, Horsthausen und Sodingen von der Hohewardhalde aus
Blick ĂŒber das Emschertal vom Beimberg aus

Religionen

Herne gehörte seit seiner GrĂŒndung zum Erzbistum Köln und war dem Dekanat Wattenscheid unterstellt. Ab 1561 fasste die Reformation nach lutherischem Bekenntnis Fuß. Danach war Herne ĂŒber viele Jahrhunderte protestantisch. Zwischen 1681 und 1686 entstand auch eine reformierte Gemeinde. Beide vereinigten sich 1845 zur evangelischen Kirchengemeinde Herne, die seit dem Übergang an Preußen Teil der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren westfĂ€lischer Provinzialkirche war. Herne wurde Sitz einer Superintendentur, aus welcher spĂ€ter der Kirchenkreis Herne innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen hervorging. Im Gebiet der spĂ€teren Stadt Wanne-Eickel wurde ab 1577 ebenfalls die Reformation eingefĂŒhrt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehörten die Protestanten zur Kreissynode Gelsenkirchen. 1933 wurden sie dem Kirchenkreis Herne zugeordnet. Heute heißt dieser Kirchenkreis Herne-Castrop-Rauxel und umfasst insgesamt 23 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Herne und der benachbarten Stadt Castrop-Rauxel. Die ehemals 16 Kirchengemeinden der Stadt Herne sind: Baukau, Bladenhorst-Zion, Börnig, Christus-Kirchengemeinde, Dreifaltigkeits-Kirchengemeinde, Kreuz-Kirchengemeinde, Luther-Kirchengemeinde, Sodingen, Crange, Eickel, Holsterhausen, Röhlinghausen, Wanne-Mitte, Wanne-Nord, Wanne-SĂŒd und Wanne-West. Inzwischen sind die Kirchengemeinden Crange und Wanne-Nord zur Kirchengemeinde Crange-Wanne fusioniert. Seit dem 1. Januar 2009 sind die drei Kirchengemeinden Christus, Luther und Dreifaltigkeit zur Petrus-Kirchengemeinde zusammengeschlossen und die Kirchengemeinden Wanne-SĂŒd, Wanne-Mitte und Wanne-West zur MatthĂ€us Kirchengemeinde Wanne[3]. Damit gibt es im Herner Stadtgebiet nun noch 11 Kirchengemeinden. Im Juli 2010 erfolgte der Abriss einer entnutzten Kirche in Herne (Paul-Gerhardt-Kirche).[4] (siehe auch Kirchenschließung).

Daneben gibt es noch diverse freikirchliche Gemeinden wie die EFG Herne, EFG Wanne-Eickel, Stadtmission Wanne-Eickel und Stadtmission Herne-Sodingen. Auch gibt es zwei der evangelischen Landeskirchliche nahestehenden Gemeinschaften, zu einem die Landeskirchliche Gemeinschaft Wanne-Eickel sowie die Evangelisch-lutherische Gebetsgemeinschaft Herne Börnig.

Die wenigen Katholiken im heutigen Stadtgebiet von Herne gehörten bis 1821 weiterhin zum Erzbistum Köln, dann wurden sie dem Bistum bzw. Erzbistum Paderborn zugeordnet. Infolge der Industrialisierung zogen weitere Katholiken zu. 1859 wurde in Herne eine Notkirche errichtet wurde und bereits 1862 konnte eine eigene Pfarrei gegrĂŒndet werden. Im Gebiet der spĂ€teren Stadt Wanne-Eickel gab es im 17. Jahrhundert eine starke katholische MissionstĂ€tigkeit. So wurden insbesondere die HĂ€user Crange und Nosthausen zu Mittelpunkten katholischen Lebens. Bereits 1687 war in Eickel eine katholische Kapelle errichtet worden und in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Pfarrgemeinde Eickel schon mehrere Tochtergemeinden. Sie alle gehörten zum Dekanat Wattenscheid. SpĂ€ter wurde sowohl Herne als auch Wanne-Eickel (1926) Sitz eines eigenen Dekanats.

Seit dem 1. Juli 2006 gehören zum Dekanat Emschertal in Herne die PastoralverbĂŒnde mit den Pfarrgemeinden St. Barbara (Elpeshof), St. Bonifatius, St. Dreifaltigkeit (Holthausen), St. Elisabeth, Herz-Jesu, St. Joseph (Horsthausen), St. Konrad, St. Marien (Baukau), St. Peter und Paul (Sodingen) und St. Pius (Pantringshof). Im ehemaligen Dekanat Wanne-Eickel die Pfarrgemeinden Allerheiligste Dreifaltigkeit, St. Barbara (Röhlinghausen), St. Franziskus (Holsterhausen), Heilige Familie (Holsterhausen), Herz Jesu (Wanne-Nord), St. Joseph (Wanne-SĂŒd), St. Laurentius, St. Marien (Eickel) und St. Michael (Bickern) sowie die Gemeinden der Stadt Castrop-Rauxel. Seit 1990 besteht die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, St. Petrus & Paulus e. V. (Wanne-Eickel).

Christuskirche

Neben den weit ĂŒber dreißig evangelischen und katholischen Gemeinden in Herne gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) mit der Friedenskirche in Wanne-Eickel und der Christuskirche in Herne-Mitte (beide Gemeinden bestehen seit 1905), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Heilsarmee, die Lifeline-Gemeinde (Siebenten-Tags-Adventisten) und die Stadtmissionen der Evangelischen Gesellschaft fĂŒr Deutschland in Eickel, Wanne und Herne. Seit 50 Jahren (1959) ist auch das pfingstlich-charismatische Christentum durch die Christengemeinde „Elim“ vertreten.

Durch den TuchwarenhĂ€ndler Hermann Padberg kam die Stadt 1896 erstmals mit dem neuapostolischen Glauben in BerĂŒhrung. Zwei Jahre spĂ€ter fand man fĂŒr die ersten GlĂ€ubigen eine RĂ€umlichkeit an der Neustrasse 79 in Herne-Mitte. Nach weiteren ZuzĂŒgen eröffnete die Neuapostolische Kirche im Jahr 1929 einen Betsaal in Herne-Eickel. Bis heute sind in Herne sechs neuapostolische Gemeinden entstanden und somit auch 6 KirchengebĂ€ude erbaut oder gekauft worden. Derzeit leben mehr als 2000 neuapostolische Christen in Herne, davon sind 550 Mitglieder der Gemeinde Herne-Mitte.[5]

Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas sind in Herne vertreten. Allgemein ist die Mitgliederzahl christlicher Religionsgemeinschaften rĂŒcklĂ€ufig.

Im Stadtgebiet gibt es aufgrund der hohen Bevölkerungsanteile von Muslimen einige Moscheen.

Eingemeindungen

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts umfasste das heutige Stadtgebiet mehrere kleine Orte, die ab 1807 zum Großherzogtum Berg gehörten. Die französische Verwaltung bildete die Mairie Herne mit den Gemeinden Baukau, Bickern, Bladenhorst, Crange, Eickel, Herne, Hiltrop, Holsterhausen, Horsthausen, Pöppinghausen und Röhlinghausen sowie die Mairie Castrop, zu der u. a. die Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen gehörte. Beide Mairien gehörten zum Kreis Bochum. Aus den beiden Mairien wurden 1813 BĂŒrgermeistereien und 1844 Ämter gebildet. Zum 1. August 1875 wurde das Amt Herne geteilt. Es entstanden die Ämter Wanne und Herne. Im Amt Herne verblieben nur noch die Gemeinden Baukau, Bladenhorst, Herne, Hiltrop, Horsthausen und Pöppinghausen. Nachdem Herne 1897 die Stadtrechte erhielt, wurde das Amt Herne aufgelöst. Die Gemeinden des bisherigen Amtes Herne bildeten fortan das Amt Baukau, aus dem 1902 die Gemeinde Hiltrop ausschied. Gleichzeitig entstand aus dem Restamt Castrop das Amt Sodingen mit den Gemeinden Sodingen, Börnig und Holthausen.

Am 1. Juli 1906 schied Herne aus dem Kreis Bochum aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Am 1. April 1908 wurden Baukau und Horsthausen aus dem Amt Baukau eingemeindet. Die dann noch verbleibenden Gemeinden des Amtes Baukau (Bladenhorst und Pöppinghausen) bildeten danach das Amt Bladenhorst, das jedoch heute nicht mehr zum Stadtgebiet Hernes gehört. Mit der Eingliederung eines Teils der Gemeinde Bladenhorst sowie des Amtes Sodingen (Gemeinden Sodingen, Börnig und Holthausen) am 1. April 1926 sowie von Oestrich und Kray am 1. August 1929 erreichte das Stadtgebiet von (Alt-)Herne vorerst seine grĂ¶ĂŸte Ausdehnung.

Das westliche Stadtgebiet des heutigen Stadtkreises Herne gehörte bis 1875 ebenfalls zum Amt Herne. Doch wurde dann das Amt Wanne im Kreis Bochum (ab 1885 Kreis Gelsenkirchen) mit den Gemeinden Bickern, Crange, Eickel, Holsterhausen und Röhlinghausen gebildet. 1891 wurde das Amt Wanne geteilt, es entstand das neue Amt Eickel mit den Gemeinden Eickel und Holsterhausen. Im Amt Wanne verblieben die Gemeinden Bickern (ab 1897 Wanne), Crange und Röhlinghausen. 1905 wurde Crange nach Wanne und 1910 Holsterhausen nach Eickel eingemeindet. Die beiden Ämter Wanne und Eickel wurden zum 1. April 1926 zur kreisfreien Stadt Wanne-Eickel vereinigt.

Über nahezu fĂŒnf Jahrzehnte bestanden somit zwei kreisfreie StĂ€dte nebeneinander, bevor diese zum 1. Januar 1975 im Rahmen der kommunalen Neuordnung zur neuen Stadt Herne vereinigt wurden.[6] UrsprĂŒnglich war eine Eingemeindung von Wanne-Eickel nach Gelsenkirchen und von Herne nach Bochum geplant. Diese PlĂ€ne zur Eingemeindung in die NachbarstĂ€dte durchkreuzten die Vertreter der lokalen SPD. Der Bottroper OberbĂŒrgermeister Wilczok hatte die Idee, und die Herner und Wanne-Eickeler Sozialdemokraten setzten sie um: Herne und Wanne-Eickel gingen eine Vernunfts(StĂ€dte)ehe ein, mit dem Nebeneffekt, dass beide Landtagswahlkreise (bis 2005)[7] erhalten blieben: Alt-Herne und Wanne-Eickel.

Einwohnerentwicklung

Siehe auch Einwohnerentwicklung von Herne

1910 hatte Herne mehr als 50.000 Einwohner. 1933 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Zahl von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl von Herne durch die Vereinigung mit der Großstadt (seit 1955) Wanne-Eickel (92.472 Einwohner 1974) mit 193.831 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ fĂŒr Herne nach Fortschreibung des Landesamtes fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 168.454 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen LandesĂ€mtern). Bis 2025 wird diese Zahl laut Bevölkerungsprognose des Landesamtes auf 153.000 zurĂŒckgehen.

Politik

'Stadtratswahl 2009'
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
45,4%
25,9%
9,3%
7,4%
6,4%
3,5%
2,0%
0,1%
ALH Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,8%
-5,3%
+0,9%
+4,0%
+3,1%
-1,2%
-2,3%
± 0,0%
ALH Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.

Die Verwaltung der Dörfer im Raum Herne oblag den freien Rittern von StrĂŒnkede, die aber sehr frĂŒh die Lehnshoheit ĂŒber ihre Gebiete an die aufstrebenden niederrheinische Grafen von Kleve ĂŒbergaben. Seit 1391 bzw. 1398, mit der Vereinigung der Grafschaft Kleve mit der Grafschaft Mark, wurde die Herrschaft StrĂŒnkede der Grafschaft Mark zugeschrieben. Bis 1812 gab es noch das Gericht StrĂŒnkede. In französischer Zeit wurde die MunizipalitĂ€t Herne mit einem Maire an der Spitze gebildet. Nach dem endgĂŒltigen Übergang an Preußen leitet ein BĂŒrgermeister bzw. Amtmann die BĂŒrgermeisterei bzw. das Amt Herne, zu dem neben Herne die Gemeinden des Umlandes gehörten. Nach der Erhebung zur Stadt 1897 leitete ein BĂŒrgermeister die Stadtverwaltung, der nach Erlangung der Kreisfreiheit 1906 den Titel OberbĂŒrgermeister erhielt.

WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten Rat der Stadt, dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1995 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt gewĂ€hlt.

Zusammensetzung des Stadtrats

→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Herne

Der Rat der Stadt Herne hat gegenwÀrtig 64 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien und Fraktionen wie folgt verteilen:

Partei 2009
Stimmen
2009
Sitze
2004
Stimmen
2004
Sitze
Bemerkungen
SPD 45,4% 29 44,6% 29
CDU 25,9% 17 31,2% 21
BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen 9,3% 6 8,4% 6
Die Linke 7,4% 5 3,4% 2 Die Ratsfraktion spaltet sich im Januar 2010 in die Ratsgruppe Die Linke (2 Mitgl.) und die Ratsfraktion Soziale Gerechtigkeit (3 Mitgl.)[8] Im Oktober 2011 wechselt ein Mitglied der Ratsfraktion Soziale Gerechtigkeit zur "AL" und hat nun noch 2 Mitglieder. [9]
FDP 6,4% 4 3,3% 2
Republikaner 3,4% 2 4,7% 3 Die beiden MandatstrĂ€ger haben die Partei verlassen und die UnabhĂ€ngigen BĂŒrger gegrĂŒndet.
Alternative Liste Herne 2,0% 1 4,3% 3 Durch den Wechsel eines Ratsmitglieds im Oktober 2011 von der Ratsfraktion Soziale Gerechtigkeit in die AL (s.o.) hat sie nun 2 Mitglieder.[10]

AmtmĂ€nner, BĂŒrgermeister und OberbĂŒrgermeister

  • 1797–1810: Christoph Wilhelm Natorp, Maire
  • 1810–1836: Caspar Henrich Steelmenn, Maire bzw. BĂŒrgermeister (* 1766 Eickel) zugleich Amtmann in Eickel und Bochum,
  • 1836–1846: Johann Ludwig Hollweg, BĂŒrgermeister, ab 1844 Amtmann
  • 1847–1851: Hamme Esser, Amtmann
  • 1851–1868: Friedrich Adolf August Wilhelm Gottfried von Forell, Amtmann
  • 1869–1875: Gottfried Uhlenbuch, Amtmann
  • 1875–1877: Paul Hesse, Amtmann
  • 1877–1879: Karl von Bock und Polach, Amtmann
  • 1879–1907: Hermann Schaefer, Amtmann, 1897 BĂŒrgermeister, 1900 Erster BĂŒrgermeister, 1907 OberbĂŒrgermeister
  • 1907–1913: Karl BĂŒren, Erster BĂŒrgermeister bzw. OberbĂŒrgermeister
  • 1913–1925: Georg Sporleder, Erster BĂŒrgermeister, ab 1917 OberbĂŒrgermeister
BĂŒste von Robert Brauner an der Stadtgalerie am Robert-Brauner-Platz

Oberstadtdirektoren:

  • 1946–1953: Hermann Meyerhoff, DP
  • 1953–1974: Edwin Ostendorf, SPD
  • 1975: Alfred Hufeld, parteilos
  • 1975–1987: Karl Raddatz, SPD
  • 1987–1995: Roland Kirchhof, SPD

(nach 1995 wurde das Amt des Oberstadtdirektors abgeschafft; seitdem ist der OberbĂŒrgermeister zugleich Leiter der Verwaltung)

Abgeordnete

Herner Wahlkreise

Das Herner Stadtgebiet umfasst einen Bundestagswahlkreis. Der Bundestagswahlkreis Herne – Bochum II umfasst alle Stadtbezirke und die Wahlbezirke Nord und Ost der Kreisfreien Stadt Bochum. Hier fiel 2009 mit 51,3 Prozent der abgegebenen Erststimmen das Direktmandat an den SPD-Abgeordneten Gerd Bollmann, der auch schon 2002 diesen Wahlkreis errungen hatte. Über die Landesliste zog im Jahre 2009 erneut Ingrid Fischbach (CDU) in den 16. Deutschen Bundestag ein.

Siehe auch Liste der Abgeordneten fĂŒr Herne.

Wappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Herne

Zur bildlichen Darstellung der Wappen der Stadt Herne (alt und neu) und der ehemaligen Stadt Wanne-Eickel, siehe die Internetseite der Stadt Herne: Stadtwappen im Wandel der Zeit.

Das Wappen der Stadt Herne zeigt in Gold ein schwarzes springendes Pferd, links darĂŒber schwarze, ins Kreuz gestellte SchlĂ€gel und Eisen. Es ist eine vereinfachte Kombination des am 14. Juni 1929 verliehenen Wappens der Stadt Wanne-Eickel (Pferd) und des am 30. Juli 1900 verliehenen Wappens der Stadt Herne (SchlĂ€gel und Eisen). Die Stadtfarben sind gelb-schwarz-gelb.

Die ehemalige Stadt Wanne-Eickel fĂŒhrte bis 1975 ein Wappen mit EmscherbrĂŒcher Wildpferd, wie es auch im aktuellen Stadtwappen vertreten ist, kombiniert mit dem alten Wappenschild der Ritter von Eickel, wie er seit 1275 bekannt ist, anstelle der aktuell vertretenen Bergbausymbolik. Die Stadtfarben Wanne-Eickels von 1975 entsprachen dem gelb-schwarz-gelb der heutigen Stadt Herne.

Die Stadt Herne fĂŒhrte bis 1975 ein Wappen, das, nach Ă€lterem Vorbild von 1900, seit 1937 im Gebrauch war. Es zeigte einen Eichbaum auf „rotem“, westfĂ€lischem Boden, der zugleich als HĂŒgel ausgeformt, den historischen Namen Haranni (haar = Anhöhe) symbolisierte. Der Wappenschild im Fuß mit einem Kleeblatt vor den Bergmannswerkzeugen SchlĂ€gel und Eisen nahm Bezug auf die erste Herner Zeche Shamrock, Kleeblatt. Die Stadtfarben Hernes waren von 1915 bis 1975 grĂŒn-weiß-rot.

StÀdtepartnerschaften

Herne unterhÀlt mit folgenden StÀdten StÀdtepartnerschaften:

PatenstÀdte sind:

Gerichtsbarkeit

Eingang des Herner Amtsgerichtes

Herne ist Sitz zweier nordrhein-westfĂ€lischer Amtsgerichte. ZustĂ€ndig fĂŒr die Stadtbezirke Herne-Mitte und Sodingen ist das Amtsgericht Herne am Friedrich-Ebert-Platz. Der örtliche ZustĂ€ndigkeitsbereich des Amtsgerichts Herne-Wanne erstreckt sich auf die Stadtbezirke Wanne und Eickel, dieses GerichtsgebĂ€ude befindet sich an der Wanner Hauptstraße. Außerdem ist Herne Sitz des Arbeitsgerichts Herne fĂŒr die Bereiche Herne und den Kreis Recklinghausen (ohne Gladbeck).[11]

Eine Zusammenfassung beider Bezirke am Sitz des Herner Amtsgerichtes ist geplant. Dazu soll das vom Architekten Wilhelm Kreis gestaltete rund einhundert Jahre alte GebÀude, das seit 1991 unter Denkmalschutz steht, so umgebaut werden, dass auch das Arbeitsgericht dort einziehen kann.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ostansicht des Herner Bahnhofs
Der neue Busbahnhof, rechts der Bahnhof der DB

Durch das Stadtgebiet Hernes fĂŒhren die Bundesautobahnen 42 (Kamp-Lintfort–Dortmund) und 43 (MĂŒnster–Wuppertal). Beide kreuzen sich in der Mitte des Stadtgebiets am Autobahnkreuz Herne. Ferner fĂŒhrt die Bundesstraße 226 Bochum-Gelsenkirchen in den Stadtbezirken Eickel und Wanne durch das westliche Stadtgebiet. Die frĂŒhere Bundesstraße 51 Recklinghausen-Bochum fĂŒhrte durch den Stadtbezirk Herne-Mitte. Sie wurde jedoch zur Landesstraße 551 umgewidmet und liegt somit nicht mehr im Verantwortungsbereich des Bundes, sondern des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die B 51 wurde im gesamten Stadtgebiet durch die A 43 ersetzt. Das gesamte Straßennetz hat insgesamt eine LĂ€nge von rund 390 Kilometern. Dieses Straßennetz setzt sich wie folgt zusammen:

Autobahnen: 14,8 Kilometer, Bundesstraßen: 7,5 Kilometer, Landesstraßen: 38,8 Kilometer, Kreisstraßen: 34,2 Kilometer, Gemeindestraßen: 283,2 Kilometer und Privatstraßen: 8 Kilometer

Herne besitzt einen Binnenhafen am Rhein-Herne-Kanal mit Verbindung zum Rhein und ĂŒber den Dortmund-Ems-Kanal zur Ems und zum Mittellandkanal.

Herne verfĂŒgte nach dem Zusammenschluss der ehemals selbststĂ€ndigen StĂ€dte Herne und Wanne-Eickel 1975 ĂŒber zwei Bahnhöfe. Aufgrund der grĂ¶ĂŸeren Bedeutung des Bahnhofs in Wanne-Eickel wurde dieser zum Hauptbahnhof Wanne-Eickel der neuen Stadt Herne. WĂ€hrend der Bahnhof Herne im Stadtbezirk Herne Mitte regionale Verbindungen ermöglicht, ist durch den Halt von IC-ZĂŒgen der Hauptbahnhof im Stadtbezirk Wanne auch an den Fernverkehr angebunden. Beide Bahnhöfe liegen an der Bahnstrecke Duisburg–Dortmund. Der Bahnhof Herne wurde bereits 1847 von der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere RegionalExpress- und RegionalBahn-Linien der DB, Abellio Rail und NordWestBahn, die S-Bahn Rhein-Ruhr mit Linien nach Recklinghausen, Dortmund und Gelsenkirchen / Essen. Alle Linien fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR): U-Stadtbahn-Linie U35 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) zwischen den Endstellen Herne Schloss StrĂŒnkede und Bochum Hustadt (TQ); Straßenbahnlinie 306 der BOGESTRA in den Stadtteilen Wanne und Eickel zwischen den Endstellen Wanne-Eickel Hauptbahnhof und Bochum Hauptbahnhof; Busse der Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel, der BOGESTRA und der Vestischen Straßenbahnen GmbH. Die in den 1970er Jahren geplante VerlĂ€ngerung der U35 in Richtung Recklinghausen wird aus finanziellen GrĂŒnden wahrscheinlich nicht mehr realisiert; eine im Rahmen der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP) der Landesregierung Nordrhein-Westfalen erstellte Kosten-Nutzen-Rechnung kommt zu dem Ergebnis, dass die Kosten fĂŒr diese Maßnahme grĂ¶ĂŸer sind als der Nutzen (Bewertung: RB Arnsberg, Vorhaben Schiene).

Die am hĂ€ufigsten befahrenen Linien in Herne sind die Linie U35 (Herne Schloss StrĂŒnkede ↔ Bochum Hustadt (TQ)), die Straßenbahnlinie 306 (Wanne-Eickel Hbf ↔ Bochum Hbf), und die Buslinie 311 (Herne Bf ↔ Castrop-Rauxel MĂŒnsterplatz). Die Zugverbindungen in andere StĂ€dte sind hierbei nicht berĂŒcksichtigt.

Wirtschaft

Die Arbeitslosenquote von Herne lag im Mai 2010 bei 13,4 % (10.368 Personen).

Das fĂŒr die dienstleistungsorientierte Stadt Herne wichtige Handwerk wird von der Kreishandwerkerschaft Herne/Castrop-Rauxel organisatorisch betreut.

Börnig erlangte als Verteilzentrale von UPS Bekanntheit, da alle UPS-Lieferungen von außerhalb Europas nach Kontinentaleuropa dort umgeladen werden.

Ebenfalls in Börnig, unweit der UPS-Verteilzentrale, ist das Ruhr-Vertriebszentrum des Pharmagroßhandels Phoenix AG ansĂ€ssig, das Apotheken im gesamtem Ruhrgebiet, im Sauerland sowie im Siegerland rund um die Uhr mit Pharmazeutika versorgt.

Auch die börsennotierte Sanacorp Pharmahandel ist ein Pharma-GroßhĂ€ndler mit (2010) 200 Mitarbeitern.

Seit der FirmengrĂŒndung im Jahr 1934 hat der weltweit operierende Betonpumpenhersteller Schwing GmbH seine Konzernzentrale in Herne-Crange, direkt am Rhein-Herne-Kanal und in Sichtweite zum GelĂ€nde der Cranger Kirmes.

Der in SĂŒdafrika beheimatete und international tĂ€tige Chemiekonzern Sasol betreibt ebenso wie die Evonik Degussa GmbH in Herne eine innenstadtnahe ProduktionsstĂ€tte. Die fĂŒr den Ruhrbergbau verantwortliche RAG Deutsche Steinkohle AG hat ihren Sitz in Herne.

Einer der grĂ¶ĂŸten Busreisenveranstalter Deutschlands, die Anton Graf GmbH Reisen & Spedition, hat ihren Firmensitz in Herne.

Im September 2007 hat die Deutsche Annington Westfalen GmbH ihr Kundencenter von Recklinghausen nach Herne verlegt. Von hier aus werden die WohnungsbestĂ€nde fĂŒr die Kundendienststellen Herne, Wanne-Eickel, Recklinghausen, Waltrop, Castrop-Rauxel und Datteln betreut. Das Kundencenter hat seinen Sitz im GebĂ€ude der Hauptpost in der Bebelstraße 20. Die Deutsche Annington Immobilien Gruppe (DAIG) mit Sitz in Bochum ist mit ĂŒber 230.000 Wohnungen das grĂ¶ĂŸte Wohnungsunternehmen in Deutschland.

Medien

In Herne unterhĂ€lt eine Tageszeitung eine Lokalredaktion. Über das regionale Geschehen berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, kurz WAZ, mit den Lokalausgaben Herne und Herne-Wanne-Eickel. Neben der WAZ gab es bis Mitte der 70er Jahre die "Herner Zeitung", die WestfĂ€lische Rundschau und die Ruhr-Nachrichten, Dortmund, mit der Lokalausgabe Herne.

Die Stadt verfĂŒgt seit dem 1. September 1990 ĂŒber einen eigenen Hörfunk-Lokalsender mit dem Namen 90,8 Radio Herne. Zweimal wöchentlich erscheint das Wochenblatt Herne/Wanne-Eickel mit einer Auflage von 86.300 Exemplaren und wird kostenlos an alle Haushalte verteilt. Sonntags erscheinen die Sonntagsnachrichten. Der Verlag WVW-Westdeutsche Verlags und Werbegesellschaft mbH & Co. KG ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Zeitungsgruppe WAZ.

Seit 2001 existiert in Herne das Online-Magazin des Kulturvereins „Herner Netz e.V.“. Es bietet tĂ€glich aktuelle Nachrichten aus Herne, Wanne-Eickel und aus der Region.

Seit 2009 gibt es die Onlinezeitung "halloherne". Sie berichtet ĂŒber die aktuellen lokalen Geschehnisse.

Bildung

In Herne gibt es zahlreiche allgemeinbildende und berufliche Schulen.

Das stĂ€dtische Haranni-Gymnasium blickt auf eine ĂŒber 130-jĂ€hrige Tradition zurĂŒck und das ebenfalls stĂ€dtische Pestalozzi-Gymnasium feierte im Jahr 2002 in einem 1980 am Harpener Weg bezogenen Neubau seinen 100. Geburtstag. Insgesamt gibt es in Herne fĂŒnf Gymnasien, vier Gesamtschulen, vier Realschulen, sieben Hauptschulen, 29 Grundschulen, acht Förderschulen und je eine Privat- und Musikschule.

Das Marienhospital in Herne ist ein Klinikum der Ruhr-UniversitÀt und Ort der medizinischen Ausbildung der Studierenden.

In Herne-Sodingen wurde die Fortbildungsakademie des Innenministeriums Nordrhein-Westfalens auf dem GelÀnde der ehemaligen Zeche Mont-Cenis errichtet.

Die Sternwarte Herne im Dorneburger Park bietet regelmĂ€ĂŸige Himmelsbeobachtungen, astronomische VortrĂ€ge und VorfĂŒhrungen im Planetarium an.

Feuerwehrwesen

Die Feuer- und Rettungswache 2 im Stadtteil Wanne

Neben den 150 hauptamtlichen Feuerwehrleuten hat die Stadt Herne auch 200 freiwillige KrĂ€fte. Diese sorgen fĂŒr die Sicherheit innerhalb der Stadt und leisten auch ĂŒber die Stadtgrenzen hinaus ĂŒberörtliche Hilfe. Im Einzelnen existieren folgende LöschzĂŒge:

Berufsfeuerwehr: 1 (Wache 1, Sodinger Straße, Herne-Mitte), 2 (Wache 2, Stöckstraße, Herne-Wanne)

Freiwillige Feuerwehr: 11 (Sodingen), 12 (Baukau), 13 (Eickel), 14 (In der Wanne), 15 (Bickern-Crange), 16 (SĂŒd), 17 (Herne-Mitte), 18 (Holsterhausen) und 19 (Röhlinghausen).

Es existieren neben den zwei Wachen der Berufsfeuerwehr, eine auf Herner Stadtgebiet sowie die ehemalige Wache der Feuerwehr Wanne-Eickel, auch fĂŒnf FeuerwehrhĂ€user der Freiwilligen Feuerwehr: das Feuerwehrhaus Ost in Sodingen, das Feuerwehrhaus West in Wanne am Standort der Wache 2, das Feuerwehrhaus Röhlinghausen im gleichnamigen Stadtteil, das Feuerwehrhaus Eickel ebenfalls im gleichnamigen Stadtteil und das sogenannte Feuerwehrhaus Köhne in Baukau.

FĂŒr den Feuerwehrnachwuchs gibt es in Herne vier Jugendfeuerwehren, die nach den ehemaligen Herner Zechen Shamrock, Pluto, Constantin und Unser Fritz benannt sind. Die Jugendfeuerwehren werden durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ausgebildet, unterstehen aber keinem Löschzug.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Hernes Àltestes GebÀude, die Schlosskapelle von 1272
Rathaus mit Friedrich-Ebert-Platz
Siedlung Teutoburgia
Blick in das GebÀude der Akademie Mont-Cenis

Theater und Kino

Herne verfĂŒgt mit dem kleinen theater herne ĂŒber ein eigenes, 1995 gegrĂŒndetes Ensemble, das bereits seit 1977 bei verschiedenen Theaterprojekten im Ruhrgebiet zusammengearbeitet hatte. Im November 1998 konnte das Ensemble ein eigenes Theater eröffnen. Es hat 50 PlĂ€tze. Bis 1970 gab es bereits ein Theater in Herne, das Zimmertheater, das jedoch seinerzeit geschlossen wurde. Zum Spielplan des kleinen theaters herne gehören ernste Werke sowie Boulevard- und Kindertheater.

Eine weitere StĂ€tte von TheaterauffĂŒhrungen ist seit Januar 2004 der unter der Leitung von Christian Stratmann stehende Mondpalast von Wanne-Eickel. Er ist das bislang erste Volkstheater im Ruhrgebiet. Hinter der Jugendstilfassade des ehemaligen StĂ€dtischen Saalbaus wurden bisher sechs Komödien aufgefĂŒhrt, in denen die Darsteller eines festen Ensembles in ihren Rollen bekannte Typen des Reviers verkörpern.

Seit Oktober 2004 hat Herne ein modernes Multiplex-Kino mit sechs SĂ€len. Das Kino trĂ€gt den Namen Filmwelt Herne, befindet sich am Berliner Platz und ist eines der ersten Kinos in Nordrhein-Westfalen, welches regelmĂ€ĂŸig Filme in Digital-Version zeigt.

Bibliotheken

Die Stadt Herne unterhĂ€lt im Kulturzentrum in der Innenstadt und in Wanne unweit der FußgĂ€ngerzone zwei Hauptstellen der öffentlichen StadtbĂŒcherei, die von allen BĂŒrgern, gegen eine geringe JahresgebĂŒhr, genutzt werden können. Zwei weitere Leihstellen befinden sich in Sodingen und in Eickel. Außerdem wird neben einer Fahrbibliothek („BĂŒcherbus“) ein BĂŒcherlieferservice fĂŒr Ă€ltere BĂŒrger unterhalten.

Ganz in der NĂ€he des Kulturzentrums befindet sich die Martin-Opitz-Bibliothek, ehemals die BĂŒcherei des deutschen Ostens, eine Spezialbibliothek mit einem Sammelgebiet, das den gesamten Raum Ostmittel-, Ost- und SĂŒdosteuropas abdeckt. Sie wird von einer Stiftung getragen, an deren GrĂŒndung das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Herne und die Bundesrepublik beteiligt sind. Die öffentlich zugĂ€ngliche Bibliothek des Emschertalmuseums in Baukau bietet einen PrĂ€senzbestand mit thematischem Schwerpunkt auf ArchĂ€ologie, Volkskunde und Kunsthandwerk in Herne und dem Ruhrgebiet.

Museen

Opel NĂ€hmaschine (1865)
  • Das private Opel-Museum von Hilmar Born zeigt in einer Halle an der Riemker Straße vierzig Opel-Oldtimer, aber auch NĂ€hmaschinen, FahrrĂ€der und sogar KĂŒhlschrĂ€nke der Marke Opel sowie Opel-Souvenirs.

Bauwerke

Sehenswert in Herne ist das bereits erwĂ€hnte Wasserschloss StrĂŒnkede in Baukau, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Im Kern eine mittelalterliche Burg, wurde es im frĂŒhen 17. Jahrhundert in seiner heutigen Renaissanceform vollendet. Zum Gesamtensemble im StrĂŒnkeder Schlosspark gehören auch die gotische Schlosskapelle, die StĂ€dtische Galerie in einer GrĂŒnderzeitvilla und die ehemalige FachwerkmĂŒhle Schollbrockhaus aus dem 19. Jahrhundert, heute Cafe. Charakteristisch ist auch das Rathaus (1911/1912), ein neoklassizistisches ReprĂ€sentationsgebĂ€ude mit monumentaler Fassadengestaltung von Wilhelm Kreis; es steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Es liegt in einem stĂ€dtebaulich interessanten Behördenviertel mit sehenswerten GebĂ€uden (Post 1910, Amtsgericht 1914-1919, Reichsbank 1924 und Finanzamt 1926 (beide 2009 abgebrochen), Polizei 1927-1929, ehemalige Sparkasse 1929-1930 (heute BĂŒrgeramt)) aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die evangelische Hauptkirche ist die Kreuzkirche von 1875. Die Pfarrkirche St. Bonifatius ist die Ă€lteste katholische Kirche Hernes. Neben der modernen Kirche ist ihr denkmalgeschĂŒtzter neugotischer Turm erwĂ€hnenswert, welcher in seinem Erdgeschoss ein SchuhgeschĂ€ft beheimatet.

St. Bonifatius - ehem. Eingangsbereich

In Börnig wurde in den letzten Jahren die Siedlung Teutoburgia, eine ehemalige Zechensiedlung der Zeche Teutoburgia, aufwĂ€ndig restauriert. Zusammen mit dem alten SchachtgerĂŒst der einstmals zugehörigen Zeche bietet sich dem Betrachter das reizvolle Bild eines Gartenstadtideals des frĂŒhen 20. Jahrhunderts.

In Herne-Sodingen wurde die Fortbildungsakademie des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Zeche Mont Cenis errichtet. Dieses GebĂ€ude enthĂ€lt die weltweit grĂ¶ĂŸte gebĂ€udeintegrierte Solaranlage.

In den Stadtteilen Wanne und Eickel befinden sich das ehemalige Rathaus von Wanne-Eickel, die evangelische Kirche Wanne (Christuskirche), die evangelische Kirche Eickel (Johanneskirche), die katholische Kirche in Wanne-SĂŒd (St. Joseph, „Löwen-Kirche“), die KĂŒnstlerzeche „Unser Fritz“, das Sol- und Thermalbad und der Hauptbahnhof.

Das um 1910 erbaute „Stadion am Schloß“ in Baukau war eines der grĂ¶ĂŸten damaligen Stadien. Es kann bis zu 32.000 Menschen Platz bieten.

Orgel

Die Kreuzkirche in Herne besitzt das kulturhistorisch wichtigste Instrument der Stadt Herne und eines der wenigen erhaltenen Orgelwerke des Ruhrgebiets mit 130-jĂ€hriger Geschichte. Die Orgel wurde 1877 von dem Orgelbauer Schulze und Söhne aus Paulinzella in ThĂŒringen gebaut. Nur wenige Instrumente dieser Zeit haben den Zweiten Weltkrieg und die ab den 1950er Jahren einsetzende Orgelneubauwelle ĂŒberstanden.

Die St. Josephs Kirche in Herne Horsthausen besitzt eine in Herford 1810 erbaute klassizistische Orgel. Seit 1987 ist sie wieder in Gebrauch und die Àlteste erhaltene und zugleich wertvollste Orgel in Herne.[13]

Parks und GrĂŒnflĂ€chen

Der Kaiser-Wilhelm-Turm in Sodingen

In Herne gibt es diverse Parks und Naherholungsgebiete. Folgend sind einige Beispiele genannt:

  • Der Gysenberger Wald im SĂŒden Hernes im Stadtbezirk Sodingen ist ein Stadtwald und dient der Naherholung der Einwohner. An ihn ist der Gysenbergpark angegliedert, der 1970 als erster Revierpark des Ruhrgebiets gegrĂŒndet wurde. Etwas weiter östlich liegt auf dem Beimberg der Volkspark Sodingen mit dem Kaiser-Wilhelm-Turm.
  • Im Herner Stadtzentrum befindet sich der Stadtgarten. Nahe der FußgĂ€ngerzone der Bahnhofstraße ist als ehemaliger Friedhof der Behrenspark in eine öffentliche GrĂŒnanlage umgewandelt worden.
  • Der Stadtgarten Wanne-Eickel mit dem in Mondpalast umbenannten Saalbau ist das Pendant zum Herner Stadtgarten in der ehemals selbstĂ€ndigen Stadt im Westen Hernes. Im Stadtbezirk Eickel befindet sich der Volksgarten.
  • Im Sportpark von Wanne-SĂŒd befinden sich das Stadion des DSC Wanne-Eickel sowie der Fußballplatz des DJK Wanne-Eickel 88. Außerdem ist dort ein von Jugendlichen vielgenutzter öffentlich zugĂ€nglicher Kunstrasenplatz zu finden.
  • Der "Königsgruber Park" an der Grenze zu Bochum im Ortsteil Röhlinghausen bietet weitlĂ€ufige RasenflĂ€chen und verzweigte Wege durch kleine Gehölze sowie einen Flugplatz fĂŒr Modellflugzeuge. Wegen seiner Randlage fernab der Hauptverkehrsstraßen ist dieser Park bei vielen Joggern, SpaziergĂ€ngern und Radlern beliebt.

Das Stadtgebiet wird flankiert von zwei Regionalen GrĂŒnzĂŒgen des Regionalverbandes Ruhr: Im Westen Hernes fĂŒhrt der Regionale GrĂŒnzug D vom Rhein-Herne-Kanal zum Westpark in Bochum. Im Osten der Stadt verlĂ€uft zwischen Herne und Castrop-Rauxel der Regionale GrĂŒnzug E.

Als ebenfalls bedeutende GrĂŒnflĂ€chen gelten heute die stĂ€dtischen Friedhöfe. Der grĂ¶ĂŸte ist der SĂŒdfriedhof an der Wiescherstraße.

Sport

Herne hat mehrere namhafte Fußball-Mannschaften, von denen der SC Westfalia 04 Herne, der 1959 Westdeutscher Meister war, und der DSC Wanne-Eickel zeitweise gemeinsam in der damaligen 2. Bundesliga Nord spielten. Traditionsreich ist neben diesen vor allem der SV Sodingen, der als Oberligist in den 1950er Jahren noch vor Westfalia Herne fĂŒr Furore sorgte.

Die Basketball-Damen des Herner TC spielen seit der Saison 2007/2008 in der Damen-Basketball-Bundesliga, die Herrenmannschaft ist in der Oberliga aktiv.

Der Bogensportverein Sherwood BSC Herne hat die erfolgreichsten BogenschĂŒtzen Deutschlands hervorgebracht.

Der Eishockey-Verein Herner EV spielte auch zeitweise erfolgreich in der 1. Liga Nord. Nach seiner Insolvenz (1999/2000) fusionierte der Herner EV mit der ESG Twister, woraus der neue Verein Herner EG Blizzards entstand. Die Blizzards spielen in der Regionalliga NRW (West) vor durchschnittlich ca. 1000 Zuschauern, bei attraktiven Gegnern auch vor deutlich mehr. In der Saison 2006/07 gewannen sie das Finalspiel gegen den RT Bad Nauheim mit 6:3. Im Sommer 2007 wurde zusĂ€tzlich zur HEG der Herner Eissportverein 2007 gegrĂŒndet. Der im Gegensatz zur HEG nicht finanziell belastete Verein ĂŒbernimmt zuerst den Spielbetrieb der 2. Mannschaft, des Nachwuchses und der Frauenmannschaft der HEG. Wegen der nur bei der HEG liegenden Teilnahmeberechtigung an der – viertklassigen – Regionalliga NRW 2007/08 fĂŒr die erste Mannschaft tritt diese als Spielgemeinschaft aus beiden Vereinen – in eine neue GmbH ausgelagert – an. Die HEG soll stattdessen nach dem endgĂŒltigen Abschluss des Insolvenzverfahrens nicht weiter am Leben erhalten werden. Im Jahre 2007 schaffte der noch sehr junge Verein sofort in seiner Premierensaison die sportliche Qualifikation fĂŒr die Oberliga.

Wichtige FußballsportstĂ€tten in Herne sind das Stadion am Schloss StrĂŒnkede, SpielstĂ€tte des SC Westfalia 04 Herne, und das Stadion im Sportpark Wanne-SĂŒd, das Heimat des DSC Wanne-Eickel ist. Am Gysenbergpark befindet sich die Eis-Arena Herne, in der der Herner EV antritt.

Herne verfĂŒgt ĂŒber vier SchwimmbĂ€der. Im Gysenbergpark in Sodingen befindet sich das Sole-, Wellen- und Freibad LAGO. Der SĂŒdpool, ein kombiniertes Hallen- und Freibad (vormals Sommerbad und nur Freibad), liegt sĂŒdlich der Herner Innenstadt und das Sol- und Thermalbad im Stadtbezirk Wanne. Das insbesondere bei Familien sehr beliebte Spaßbad Wananas in Wanne fiel am 10. November 2011[14] einem Großbrand zum Opfer.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Festivals und Musik

Kunstmesse

Seit 1996 findet in den Flottmann-Hallen die einzige regelmĂ€ĂŸige Kunstmesse des Ruhrgebiets statt. Seit 2005 wird dort von den Herner Stadtwerken der Kunstpreis fĂŒr junge Kunst „KUBO“ verliehen. 2006 wurde vom Veranstalter entschieden, den Namen dieses recht erfolgreichen Messehybriden von der militanten „Kunstbombe“ in die varietĂ©artige „Kuboshow“ zu ĂŒberfĂŒhren, ohne den soziokulturellen Charakter der Veranstaltung zu Ă€ndern.

Volksfeste

Ab dem ersten Donnerstag[15] im August wird fĂŒr die Dauer von zehn Tagen die Cranger Kirmes (auf Alt Wanne-Eickeler Stadtgebiet) veranstaltet. Es ist das zweitgrĂ¶ĂŸte Volksfest (4.700.000 Besucher 2008[16]) in Deutschland nach dem MĂŒnchener Oktoberfest (siehe Liste der deutschen Volksfeste).

Das grĂ¶ĂŸte öffentliche Picknick Deutschlands findet einmal im Jahr im Rahmen des Boulevardfestes auf der Bahnhofstraße statt. Zum Nightlight-Dinner laden jedes Jahr ĂŒber 900 Meter festlich geschmĂŒckter Tische zum Feiern ein.

Lokalkolorit

Der Zusammenschluss der StĂ€dte Herne und Wanne-Eickel ist fĂŒr viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger noch nicht ĂŒberwunden. So beklagen zahlreiche im Stadtgebiet Wanne-Eickel lebende BĂŒrger die Konzentration zentraler Einrichtungen in Alt-Herne und fĂŒhlen sich ungerecht behandelt. Derzeit wird seitens der Stadt Herne geprĂŒft, neben dem Finanzamt auch das Amtsgericht in Wanne-Eickel zu schließen und nach Alt-Herne zu verlagern.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Herne hat folgenden Personen das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen:

Söhne und Töchter der Stadt

Ferner leben oder lebten in Herne

Sonstiges

Patenschaften

Die Stadt Herne hat die Patenschaft[21] ĂŒber einen Lufthansa Airbus A340-313X mit der Kennung D-AIGL[22] ĂŒbernommen, der von der Lufthansa auf InterkontinentalflĂŒgen eingesetzt wird. Ferner hielt Herne die Patenschaft des Marine Schnellboots S63 „Geier“ zwischen 1976 und seiner Außerdienststellung im Jahre 2005.

Focus-StÀdtetest

Herne schnitt von 83 getesteten StĂ€dten im Focus-StĂ€dtetest 2000 am schlechtesten ab und belegte hinter Recklinghausen und Remscheid Platz 83. Grund hierfĂŒr sind unter anderem fehlende kulturelle und sonstige Freizeiteinrichtungen sowie eine geringe Jobdichte hochqualifizierter Arbeitsstellen.

Literatur

  • WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch; Band III 2. Teilband aus Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1954
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980, ISBN 3-87969-123-1
  • Jede Menge Herne. Die Geschichte einer Ruhrgebietsstadt, ein Film von Norbert Kozicki, BRD, 1996
  • Robert Grabski: Herne in alten Ansichten, Zaltbommel/Niederlande, 1977
  • Frank Braßel/Michael Clarke/Cornelia Objartel-Balliet (Hrsg.): "Nichts ist so schön wie
". Geschichte und Geschichten aus Herne und Wanne-Eickel, Essen, 1991, ISBN 3-88474-365-1
  • Barbara Dorn/Michael Zimmermann: BewĂ€hrungsprobe. Herne und Wanne-Eickel 1933–45. Alltag, Widerstand und Verfolgung unter dem Nationalsozialismus, Bochum, 1987, ISBN 3-88339-584-6
  • Norbert Kozicki: „Der Kaiser ist weg!“ Die Novemberrevolution in den Ämtern Wanne, Eickel, Herne und Sodingen. Ein Beitrag zur lokalen Geschichte der Arbeiterbewegung, Herne, 1986
  • Norbert Kozicki: Herne in alten Ansichten, Band 2, Zaltbommel/Niederlande, 1992, ISBN 90-288-5398-7
  • Friedhelm Wessel: Grubengold und Kumpelriviera, Wartberg-Verlag 2007, ISBN 3-8313-1812-3
  • Friedhelm Wessel: Rund um Piepenfritz – Alltag in einer Kolonie, Sutton-Verlag 2008, ISBN 978-3-86680-401-2
  • Friedhelm Wessel: Die Zeche Friedrich der Große - Geschichte und Geschichten rund um "Piepenfritz" in Herne, Regio-Verlag 2010, ISBN 978-3-929158-24-3
  • Focus 50/2000, 83 StĂ€dte im Test.
  • Literatur von Herne im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Rudolf Eistermann u.a. (Hrsg.): Unser Horsthausen: Geschichte und Geschichten erlebt und aufgeschrieben von Horsthauser Rentnern. Frischtexte Verlag, Herne 1999, ISBN 978-3-933059-00-0
  • Wolfgang Viehweger: Spur der Kohle: Europa in Herne und Wanne-Eickel. Frischtexte Verlag, Herne 2000, ISBN 978-3-933059-03-1

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ [1] Westdeutsche Allgemeine Zeitung 22. Dezember 2009. Änderung von Bezirksvorsteher zu BezirksbĂŒrgermeister
  3. ↑ [2]
  4. ↑ WAZ 2. Juli 2010 Abriss der Kirche hat begonnen.
  5. ↑ Neuapostolische Kirche – Bezirk Herne
  6. ↑ Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  7. ↑ Karte der Landtagswahlkreise in NRW
  8. ↑ WAZ 2. Februar 2010
  9. ↑ Links verschieben sich die KrĂ€fte WAZ 7. Oktober 2011
  10. ↑ Links verschieben sich die KrĂ€fte WAZ 7. Oktober 2011
  11. ↑ Arbeitsgericht Herne
  12. ↑ [3]
  13. ↑ 100 Okjekte Herne, Folge 6
  14. ↑ Der Westen vom 10. November 2011 abgerufen am 11.November 2011
  15. ↑ Programm 2011
  16. ↑ [4]
  17. ↑ Hannelore Braun, Gertraud GrĂŒnzinger: Personenlexikon zum deutschen Protestantismus 1919-1949, Seite 89
  18. ↑ [5] Der Westen - Herne - 9. Juli 2008
  19. ↑ wanne-eickel.info: Willi Henkelmann: der vergessene Europameister
  20. ↑ Ergebnisliste NĂŒrburgring 1927 - European 175 cmÂł Championship
  21. ↑ Patenschaften der Stadt Herne
  22. ↑ Foto des Lufthansa Airbus A340 D-AIGL „Herne“

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Herne â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Herne â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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  • Herne — may refer to:*Herne, Belgium *Herne, Germany *Herne, Kent, England, near the town of Herne Bay, Kent *Herne Bay, Kent, English seaside town located in southeastern Kent *Herne Hill in London *Herne Hill, Victoria in Australia *Herne Hill, Western 
   Wikipedia

  • Herne — Bandera 
   Wikipedia Español

  • Herne — Herne, n. [AS. hyrne.] A corner. [Obs.] [1913 Webster] Lurking in hernes and in lanes blind. Chaucer. [1913 Webster] 
   The Collaborative International Dictionary of English

  • Herne — Herne, Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Landkreis Bochum, im Ruhrkohlengebiet, an einem Zweige des Dortmund Emskanals, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Essen H., Duisburg Hamm, Ruhrort Dortmund u. a., hat eine evangelische und eine kath. Kirche 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Herne — Herne, Stadt im preuß. Reg. Bez. Arnsberg, Landkr. Bochum, (1900) 27.863 (1905: 33.265) E 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Herne — es una ciudad de Renania del Norte Westfalia, es la sĂ©ptima mĂĄs grande de Alemania estĂĄ situada en la regiĂłn del Ruhr. Tiene 173.645 habitantes (31.12.2002). Área: 51,41 kmÂČ. Enlace externo * * * â–ș C. del NO de Alemania, en el estado de Renania… 
   Enciclopedia Universal

  • herne — HERNE, ou Hergne. s. f. (L H s aspire.) Descente de boyau. Il est sujet Ă  la hergne. il est incommodĂ© de la hergne 
   Dictionnaire de l'AcadĂ©mie française

  • Herne — Cette page d’homonymie rĂ©pertorie les diffĂ©rents sujets et articles partageant un mĂȘme nom. Herne est une sorte de gĂ©ant qui appartient au folklore anglais, armĂ© d une massue et qui vit de la chasse. Étymologiquement, il s agit d un… 
   WikipĂ©dia en Français

  • Herne — 1 Original name in latin Herne Name in other language Herinnes, Herne, Hrinnes State code BE Continent/City Europe/Brussels longitude 50.72423 latitude 4.03481 altitude 43 Population 6459 Date 2011 02 02 2 Original name in latin Herne Name in… 
   Cities with a population over 1000 database

  • herne — ˈhe(ə)rnə adjective Usage: usually capitalized Etymology: from Herne, Germany : of or from the city of Herne, Germany : of the kind or style prevalent in Herne * * * /herrn/, n. 1. James A(hern) /euh herrn /, 1839 1901, U.S. actor and playwright 
   Useful english dictionary


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