Hochstift Paderborn

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Hochstift Paderborn
Dieser Artikel behandelt das historische Territorium FĂŒrstbistum Paderborn. FĂŒr das römisch-katholische Bistum siehe Erzbistum Paderborn. FĂŒr die heutige Region siehe Hochstift Paderborn (Region) – vgl. Paderborn (BegriffsklĂ€rung).
Territorium im
Heiligen Römischen Reich
FĂŒrstbistum Paderborn
Wappen
Karte
Das Stift Paderborn und Nachbarterritorien 1789
Alternativnamen FĂŒrstbistum, Hochstift - Paderborner Land
Entstanden aus im 14. Jahrhundert herausgebildet aus Herzogtum Sachsen
Regierungsform WahlfĂŒrstentum/StĂ€ndestaat
Staatsoberhaupt FĂŒrstbischof, Administrator oder in Vakanz: Domkapitel
Heutige Region/en DE-NW
Reichstag 1 Virilstimme auf der geistlichen Bank im ReichsfĂŒrstenrat
Reichsmatrikel 1521 = 18 Reiter, 34 Fußsoldaten, 120 Gulden – 1663 = 18 Reiter, 33 Fußsoldaten, 352 Gulden
Reichskreis Niederrheinisch-WestfÀlisch
Konfession/Religionen römisch-katholisch, Anfang 16. Jahrhundert grĂ¶ĂŸtenteils lutherisch, große jĂŒdische Minderheit
Sprache/n Deutsch, Niederdeutsch, Lateinisch
Aufgegangen in untergegangen 1802 (de facto)/1803 (amtlich) an Königreich Preußen (FĂŒrstentum Paderborn)

Das FĂŒrstbistum Paderborn (synonym mit Hochstift oder (zeitgenössisch ĂŒblich) Stift Paderborn) war ein StĂ€ndestaat und geistliches Territorium des Heiligen Römischen Reiches im östlichen Westfalen, bestehend vom Hochmittelalter (14. Jahrhundert) bis 1802/03. Es war der weltliche Herrschaftsbereich der FĂŒrstbischöfe von Paderborn im Gegensatz zum grĂ¶ĂŸeren Bereich der Diözese, des geistlichen Seelsorgebereichs des Bistums Paderborn. Seit dem 16. Jahrhundert war das Stift Teil des Niederrheinisch-WestfĂ€lischen Reichskreises.

Administrative Gliederung des Stiftes im 18. Jahrhundert
Blaeu, 1645
MatthĂ€us Seutter: Karte des FĂŒrstbistums um 1750

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das FĂŒrstbistum Paderborn umfasste in etwa das Gebiet der heutigen nordrhein-westfĂ€lischen Kreise Paderborn und Höxter mit Ausnahme des Bereiches um die Stadt Höxter, der das Territorium der FĂŒrstabtei Corvey (ab 1779 FĂŒrstbistum) bildete. Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim des frĂŒheren Amtes WĂŒnnenberg im ehemaligen Kreis BĂŒren sind heute Teil der Stadt Marsberg im Hochsauerlandkreis. Das Amt LĂŒgde (heute Kreis Lippe) war spĂ€testens ab 1618 integraler Bestandteil des Hochstifts. Eine gemeinsame paderbornisch-lippische Verwaltung existierte seit dem 14. Jahrhundert fĂŒr die SamtĂ€mter Oldenburg-Stoppelberg und Schwalenberg. Grevenhagen bildete eine lippische Exklave im Stift. Der Kernbereich des ehemaligen FĂŒrstbistums liegt beiderseits des Eggegebirges zwischen Senne und Warburger Börde, zwischen Weser und Sauerland, gegliedert in den durch die Egge getrennten östlichen Oberwaldischen und den westlichen Unterwaldischen Distrikt. Die Diözese umfasste stets weitere Gebiete, so auch die meisten nördlichen, sĂŒdlichen und östlichen (oft nicht katholischen) Nachbarterritorien des FĂŒrstbistums. NachbarlĂ€nder des Territoriums waren die FĂŒrstentĂŒmer Lippe, Braunschweig-WolfenbĂŒttel und Waldeck, die Grafschaften Ravensberg (Brandenburg-Preußen), Pyrmont und Rietberg, die Landgrafschaft Hessen-Kassel, das FĂŒrstentum Calenberg-Göttingen/KurfĂŒrstentum Braunschweig-LĂŒneburg, das Herzogtum Westfalen und die FĂŒrstabtei Corvey.

Geschichte

Auf dem Gebiet des Bistums entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte das Territorium FĂŒrstbistum Paderborn, das erst in der Neueren Neuzeit durch preußische Besetzung 1802 aufgelöst wurde. Von einer Landeshoheit bzw. Staatlichkeit des FĂŒrstbistums kann nur vom Hochmittelalter (14. Jahrhundert) bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts gesprochen werden.

Paderborner Bischöfe als Landesherren

Der BegrĂŒnder des FĂŒrstbistums Bernhard V. (1321–1341)
Der protestantische FĂŒrstbischof Heinrich IV. (1577–1585)
Der Bischof der Gegenreformation: Dietrich IV. (1585–1618)
Der aufgeklĂ€rte LandesfĂŒrst Ferdinand II. (1661–1683)
Der spĂ€te Reformer Wilhelm Anton (1763–1782)

Die Liste der Bischöfe von Paderborn ist lang. Seit dem 8. Jahrhundert sind 66 Bischöfe bekannt. Etwa 28 Landesherren waren seit dem 14. Jahrhundert bis 1802 FĂŒrstbischöfe im heutigen VerstĂ€ndnis. Hathumar (806–815) war der erste Bischof von Paderborn, Bernhard V. (1321–1341) gilt als der erste FĂŒrstbischof. Franz Egon (seit 1789) war das letzte Landesoberhaupt, bis 1825 war er weiter der kirchliche Oberhirte der Diözese. Zu den bedeutendsten FĂŒrstbischöfen zĂ€hlen neben dem Schöpfer der ersten Landesverfassung „Privilegium Bernhardi“ Bernhard V. und Heinrich III., der als erster Landesherr wirklich zwischen seinen geistlichen und weltlichen Aufgaben trennte. In den folgenden Jahrhunderten bedienten sich die meisten Landesherren der Weihbischöfe, die das geistliche Amt ausfĂŒhrten. WĂ€hrend der Reformationszeit war mit Heinrich IV. sogar ein Protestant Landesherr geworden.

Als neuzeitlich bedeutendster FĂŒrstbischof trat zunĂ€chst Dietrich IV. in Erscheinung, trotz der Forcierung der Hexenprozesse war er der GrĂŒnder der ersten westfĂ€lischen UniversitĂ€t. Eine kulturelle und geistige BlĂŒte verschaffte dem kleinen Territorium Bischof Ferdinand II. (1661–1683). Seine hervorragenden Kontakte zum pĂ€pstlichen Hof in Rom ließen das Hochstift eine eigenstĂ€ndige Rolle spielen. Beide Bischöfe aus dem Hause von FĂŒrstenberg konzentrierten sich auf ihr Land und waren wissenschaftlich interessierte Stifter und Bauherren des Hochbarock. Als spĂ€ter aufgeklĂ€rter Reformer kann Bischof Friedrich Wilhelm gelten, auch wenn seine Reformen vor dem Untergang des geistlichen Territoriums keinen Schutz boten. Insgesamt sind nur diejenigen Bischöfe auch erfolgreich gewesen, die sich auf das Paderborner Territorium konzentrierten konnten und ĂŒberwiegend dort regierten. Auf der anderen Seite boten die auswĂ€rtigen Landesherren, die in Personalunion mit anderen geistlichen Territorien standen, einen gewissen, und wie das Beispiel Clemens August zeigt, oft vergeblichen außenpolitischen Schutz vor Annexion grĂ¶ĂŸerer weltlicher Territorialstaaten.

Vorgeschichte

BistumsgrĂŒndung durch die Karolinger

Das Bistum Paderborn wurde in Sachsen 799 durch Papst Leo III. und den frĂ€nkischen König Karl den Großen im Pfalzort Paderborn errichtet. Ein genaues Datum ist nicht ĂŒberliefert. Schon Jahre zuvor wurde die BistumsgrĂŒndung durch die Franken vorbereitet. Der GrĂŒndung dienten seit 798 Enteignungen altsĂ€chsischen Eigentums. Im Jahre 799 floh Papst Leo III. vor römischen Unruhen zu Karl nach Paderborn. Die BistumsgrĂŒndung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Flucht Leos III. aus Rom und den sich anschließenden Verhandlungen mit Karl in Paderborn zur WiederbegrĂŒndung des weströmischen Kaisertums. Nur ein Jahr spĂ€ter ließ sich Karl in Rom zum neuen römischen Kaiser krönen. Dem Bistum WĂŒrzburg unterstehend war das Bistum in den ersten Jahren noch nicht eigenstĂ€ndig. Schon der erste Bischof, der Sachse Hathumar, wurde in WĂŒrzburg ausgebildet. Um 805 erst ist das Wirken des ersten Bischofs im Bistum selbst nachweisbar. Zahlreiche Reichsversammlungen sind auch nach Karl im damals wichtigsten Bistum des alten Sachsens nachweisbar: Ludwig der Fromme 815, Ludwig der Deutsche (840, 845). Eine erste rechtliche Aufwertung erfuhr das Bistum 822 durch Ludwig den Frommen mit der Verleihung der ImmunitĂ€t, die adlige Gerichtsbefugnisse im Territorium ausschloss. Karl III. ĂŒbertrug 885 dem Domklerus das Recht der freien Bischofswahl. Eine in der Geisteswelt des frĂŒhen Mittelalters nicht minder wichtige religiöse und Aufwertung erfuhr das Bistum durch zahlreiche Stifts- und KlostergrĂŒndungen (Corvey 822, Böddeken 836, Niggenkerken 863, Neuenheerse 868) und Reliquientranslationen: Hl. Liborius nach Paderborn und St. Veit nach Corvey 836.

Ottonische BlĂŒtezeit

Ende des 9. Jahrhunderts fĂŒhrten die Streitigkeiten um das Erbe der Karolinger im Frankenreich auch im Bistum Paderborn zu Konflikten zwischen den frĂ€nkischen Haus der Konradiner und dem (ost-)sĂ€chsischen Haus der Liudolfinger, den spĂ€teren Ottonen. Das Bistum lag am handelspolitisch wichtigen Hellweg zwischen dem Hausbesitz der Liudolfinger im Harz/Magdeburgischen und dem niederrheinischen Königsbesitz und Aachen. Der liudolfingisch geprĂ€gte Bischof Meinwerk (1009–1036) verstand es, die NĂ€he zu den neuen Königen aus Sachsen fĂŒr sich und sein Bistum zu nutzen. Wirtschaftlich und politisch erlebte das Bistum unter Meinwerk eine zweite BlĂŒtezeit, der als Musterbeispiel eines königsnahen Reichsbischofs gelten konnte.

Regionale BeschrÀnkung

Machtpolitische und erste territoriale Freiheiten, die Meinwerk dem Bistum verschafft hatte, wurden in der Folgezeit, als das deutsche Königtum im 12. Jahrhundert mit den Staufern seinen Schwerpunkt nach SĂŒddeutschland verschob, eingeschrĂ€nkt. Das nun nicht mehr zentral liegende und damit in seiner ĂŒberregionalen Bedeutung eingeschrĂ€nkte Bistum geriet in regionale Konflikte, die auch durch den Investiturstreit verschĂ€rft wurden. Vor allem die Grafen von Werl und spĂ€ter insbesondere die Erzbischöfe von Köln suchten eine territoriale Ausweitung auf Kosten des Bistums Paderborn. Bei der Zerschlagung des Herzogtums Sachsen 1180 durch Barbarossa nach der Entmachtung Herzog Heinrichs des Löwen wurde das Bistum dem neuen Herzogtum Westfalen und Engern zugeschlagen; die HerzogswĂŒrde erhielt der Erzbischof von Köln.

Kölnisch-Paderbornischer Konflikt

Die regionale SchwĂ€che des Bistums fĂŒhrte zunĂ€chst zu Konflikten mit den unmittelbaren Nachbarn. Die Grafen von Schwalenberg, die Edelherren von Brakel und die Grafen von Everstein, die Erzbischöfe von Mainz, die Herren von Schöneberg, die Herren von BĂŒren und die Edelherren zur Lippe ließen die weltliche Herrschaft auf ein Minimum beschrĂ€nkt.

Gleichzeitig emanzipierte sich die Stadt Paderborn von der Bischofsmacht. Die Erzbischöfe von Köln suchten auch in der BĂŒrgerschaft VerbĂŒndete zur SchwĂ€chung des Paderborner Bischofs. So bewegten die Kölner Erzbischöfe Philipp von Heinsberg (1167–1191) und Engelbert I. von Berg (1216–1225) Klöster und Stifte zum Abschluss von BĂŒndnissen mit Köln. Engelbert unterstĂŒtzte 1217 die Selbstbestimmung der Stadt Paderborn. Auch die GrĂŒndung und Aufwertung von StĂ€dten im Herzogtum Westfalen wurden von ihm unterstĂŒtzt (unter anderem Werl, Geseke, Brilon, Obermarsberg und RĂŒthen).

Nach Engelberts Ermordung 1225 wurde der Druck Kölns auf Paderborn zunĂ€chst abgeschwĂ€cht. Aber schon Konrad von Hochstaden setzte als Kölner Erzbischof den Expansionskurs seiner VorgĂ€nger fort. Da mit Bischof Simon I. (1247–1277) erstmals auch ein Paderborner Bischof eine aktive Territorialpolitik betrieb, kam es zur gewaltsamen Konfrontation. In der Schlacht auf dem WĂŒlferichskamp 1254 bei Dortmund schlugen die Kölner die Paderborner Truppen. Das Paderborner Bistum drohte nun ganz an Köln zu fallen.

Die Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288 beendete die Kölner Expansion jĂ€h. Köln musste sich auf das Territorium Herzogtum Westfalen und den bloßen Titel des Herzogtums Westfalen-Engern beschrĂ€nken. Die Auseinandersetzungen zwischen Paderborn und Köln sollten fĂŒr das kommende Jahrhundert ausgesetzt werden, da sich beide Herrschaften um den inneren Ausbau ihrer Territorien kĂŒmmerten.

Die Entstehung der fĂŒrstlichen Landesherrschaft und Verwaltung

Waren die Bischöfe seit dem 9. Jahrhundert Gerichtsherren ĂŒber ihre Bauern auf ihrem Hausbesitz, so entwickelten sich unter Bischof Bernhard II. erste weltliche AmtstrĂ€gerschaften auch anderer Gebiete des Bistums. Die Grafen von Schwalenberg-Waldeck ĂŒbergaben dem Bischof das wichtige Vogtei-Amt, das eigentlich die weltliche Vertretung des Bischofes darstellte. Nunmehr waren geistliche und weltliche Aufgaben in Bernhards II. Hand. Auch die wachsende Bedeutungslosigkeit des Königsdienstes der sĂ€chsischen Paderborner Bischöfe ließ Raum fĂŒr den Ausbau der territorialen Herrschaft.

Bischof Bernhard V. gilt als der eigentliche Schöpfer des FĂŒrstbistums Paderborn. Schon unter seinen direkten VorgĂ€ngern GĂŒnther I. und Dietrich II. war er der eigentliche Kopf der Landesherrschaft. Auf der einen Seite verdankte er seine Macht den erstarkten LandstĂ€nden[1], auf der anderen Seite konnte er durch ein neues Grundgesetz seine Macht durch Einbindung der stĂ€ndischen Macht des Adels, des Domkapitels und der StĂ€dte fĂŒr sich nutzen. Erstmals 1309 wurde ein stĂ€ndischer Rat geschaffen, der aus je vier Domherren und Ministerialen und je zwei BĂŒrgern der StĂ€dte Warburg und Paderborn bestand. Die gegenseitige AbhĂ€ngigkeit, zumal in einer krisenhaften Situation, formten allmĂ€hlich verfassungsĂ€hnliche Gesetze heraus, die mehr und mehr das FĂŒrstbistum Paderborn herauskristallisierten.

Neben den verfassungsrechtlichen Neuregelungen sind fĂŒr die Jahre von Bischof Bernhard V. auch die umfangreichen StadtgrĂŒndungen von Bedeutung. In kaum einem Gebiet Westfalens hat es im Mittelalter eine Ă€hnliche Dichte von StĂ€dten gegeben. Hierbei legte er neben den NeugrĂŒndungen besonderen Wert auf die Konsolidierung der Herrschaft. In seiner Zeit rundete sich das Gebiet das Hochstiftes so ab, wie es bis zu seinem Ende 1802/03 bestehen sollte.

Bernhards V. militĂ€rische und stĂ€dtebauliche Maßnahmen fĂŒhrten das Land aber auch in eine schwere finanzielle Krise, zu deren Beilegung wieder ein Verfassungsakt notwendig wurde. Im Privilegium Bernhardi wurden die adeligen LandstĂ€dte und der FĂŒrstbischof auf einen gegenseitigen Beistandspakt eingeschworen. Auch die StĂ€dte folgten dem Beispiel.

Die StĂ€dtegrĂŒndungen waren vor allem Maßnahmen zur Schaffung landesherrlicher Infrastruktur. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bildeten sich Ämter, die vor allem der steuerlichen, polizeilichen, militĂ€rischen und rechtlichen Kontrolle dienten. Dies erfolgte nicht zentralistisch, sondern ungleich, basierend auf bestehenden Titeln und Ämtern, so dass einige Bezeichnungen irrefĂŒhrend waren. So hieß in Nieheim der Amtmann Richter, obgleich er nicht Recht sprach, andere Bezeichnungen waren Landvogt (Peckelsheim), Go- und Freigrafen (Warburg).

Ende des 14. Jahrhunderts wurden mit den OberĂ€mtern Mittelinstanzen geschaffen, die ebenfalls bis zum Ende des Territoriums bestehen blieben. Die Burg Dringenberg und die Burg Neuhaus bildeten jeweils einen östlichen bzw. westlichen Distrikt, spĂ€ter Ober- und Unterwalden genannt, getrennt durch die natĂŒrliche Barriere Eggegebirge und beherrscht von den StĂ€dten Warburg bzw. Paderborn. Die Verwaltungsstruktur war sehr den gegebenen historischen Gegebenheiten angepasst und muss aus Sicht von spĂ€teren westphĂ€lisch-französischen bzw. preußisch-deutsch zentralistischen Verwaltungsreformern als sehr rĂŒckstĂ€ndig erscheinen. Ein Blick auf die Verfassungswirklichkeit eines sehr modernen Staatengebildes wie das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland zeigt, wie Traditionen inkohĂ€rent weiter bestehen können.

Politische und Demographische Krise im 14./15. Jahrhundert

Im 14. Jahrhundert brach der Paderborn-kölnische Konflikt wieder auf. Anlass war eine Fehde innerhalb der Familie des Paderborner Bischofs Wilhelm I. von Berg. Die BĂŒrger der Stadt Paderborn und Wilhelms Vater suchten UnterstĂŒtzung beim Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden (1370–1414). Die Fehde endete in einem offenen Krieg. Friedrichs Nachfolger, der Administrator Bischof Dietrich III. von Moers (1414–1463) suchte schließlich den Aufbau eines rheinisch-westfĂ€lischen „Superterritoriums“ unter Kölner FĂŒhrung. Die geplante Verschmelzung der Kölner und Paderborner Territorien ist aber auf Grund des Widerstandes der Paderborner LandstĂ€nde erfolglos geblieben.

Die politischen Krisen im Zusammenhang mit der Kölner Expansionspolitik können nicht losgelöst von der viel schlimmeren Naturkatastrophe gesehen werden, die auf das Territorium seit der Mitte des 14. Jahrhunderts einschlug. Der Paderborner Chronist Gobelinus Person beschrieb die Auswirkungen der großen Beulenpest, die im Jahre 1348 aus dem Mittelmeerraum kommend auch weite westfĂ€lische Gebiete menschenleer machte. Neben der bĂ€uerlichen und stĂ€dtischen Bevölkerung war selbst der Adel enorm betroffen. Von etwa 130 Angehörigen des Rittertums waren im Zeitraum von 1340 bis 1445 nur noch um die 50 ĂŒbrig. Nur im geschĂŒtzteren oberwaldischen Distrikt konnten sich viele Adelsfamilien halten. Von der einfachen Bevölkerung sind keine genauen Zahlen bekannt. Am schlimmsten betroffen war das Sintfeld im unterwaldischen SĂŒdosten des Landes. Von 41 Siedlungen konnte sich nur noch die Stadt WĂŒnnenberg halten. Der Rest fiel wĂŒst. Der Adel selbst reagierte mit Abschottung. Nicht von ungefĂ€hr galt seit dieser Zeit fĂŒr die Mitglieder des Domkapitels die Regel, dass beide Eltern adeligen Ursprungs sein sollten.

Konfessionalisierung

Die Seuchen-Katastrophen des 14. und 15. Jahrhunderts waren ab 1500 abgeklungen. Das Territorium konnte sich allmĂ€hlich konsolidieren. Dabei musste die fĂŒrstbischöfliche Herrschaft zum Teil empfindliche Machteinbußen hinnehmen. Insbesondere die StĂ€dte Paderborn und Warburg, zum Teil auch Brakel konnten sich gegenĂŒber der klerikalen Herrschaft emanzipieren. Die Seuchen der vergangenen Jahrzehnte bewirkten zusĂ€tzlich, dass ein großer Teil der Adelsfamilien ausstarben. Die ĂŒbriggebliebenen Familien entsprachen zunehmend dem frĂŒhneuzeitlichen Bild der Gutsherren, die anstatt in Burgen in herrschaftlichen Gutshöfen Einfluss auf das Leben im und auf dem Lande nahmen. Die Bauern jedoch konnten sich in bescheidenem Maße von den Gutsherren lösen. Vor allem im Oberamt Dringenberg nahmen die freien Meier zu, wenn auch in weiten Teilen des nördlichen unterwaldischen Distrikts die Bauern als „Eigenbehörige“ vom adeligen Vormund abhĂ€ngig blieben.

Das Stift blieb auch zu Beginn der Neuzeit ein stark kirchlich geprĂ€gtes Territorium. Allen voran stand der FĂŒrstbischof. Auch das Nachbarstift, die FĂŒrstabtei Corvey ĂŒbte Einfluss auf das weltliche und geistliche Leben im Paderbornischen aus. GrĂ¶ĂŸte Bedeutung hatten die zahlreichen Klöster: Benediktiner herrschten und wirkten im Paderborner Abdinghofkloster, in Gehrden, Helmarshausen, MarienmĂŒnster und Willebadessen; als Kollegiatstifte bestanden das Paderborner Busdorfkloster, Neuenheerse, Böddeken und Dalheim. Zisterzienser bildeten Gemeinschaften in der Paderborner Gaukirche, in Hardehausen, Holthausen, Wormeln und Brenkhausen. In Paderborn lebten ferner Franziskaner, in Warburg Dominikaner. Im Zuge der devotio moderna konnten sich Reformklöster der Augustiner etablieren, wie Böddeken und Dalheim. Gleichzeitig konnten sich zahlreiche neue stĂ€dtische Pfarreien emanzipieren, allen voran die Marktkirche in Paderborn.

In diesem Umfeld der adeligen, stĂ€dtischen und reformkirchlichen Fortentwicklung wuchs aber auch die Volksfrömmigkeit und damit auch die Öffnung zu reformatorischen Bewegungen.

Die im frĂŒhen 16. Jahrhundert große Erfolge feiernde Reformation setzte sich vor allem in den Nachbarterritorien des Stiftes durch. Die Landgrafschaft Hessen wurde 1527, die Grafschaft Lippe 1538 reformiert. Vor allem die Reformation bei den nördlichen Nachbarn war fĂŒr den Paderborner Bischof schmerzlich, gehörten sie doch zur geistlichen Diözese des Bistums. Da wo allerdings die weltliche Herrschaft des FĂŒrstbischofs und des Domkapitels bestand, konnten sich mittelfristig die römisch-katholischen Strukturen durchsetzen. ZunĂ€chst öffneten sich die BĂŒrger der Hauptstadt Paderborn den reformatorischen Ideen. Etwa 1525 widmeten sich in Paderborn vermehrt BĂŒrger dem neuen Glauben zu. FĂŒr 1526 ist eine erste evangelische Predigt durch den sĂ€chsischen Hofprediger Friedrich Myconius belegt.

Der Untergang des FĂŒrstbistums

Am 1. August 1802 besetzten preußische Truppen unter General von L’Estocq das FĂŒrstbistum Paderborn. Der Reichsdeputationshauptschluss besiegelte 1803 die Annexion des FĂŒrstbistums durch Preußen auch staatsrechtlich. Das FĂŒrstbistum Paderborn fiel 1803 als EntschĂ€digungsland an Preußen. § 3 des Reichsdeputationshauptschlusses lautet: Dem Könige von Preußen, KurfĂŒrsten von Brandenburg, fĂŒr das Herzogthum Geldern, und den auf dem linken Rheinufer gelegenen Theil des Herzogthums Cleve, fĂŒr das FĂŒrstenthum Moeurs, die Bezirke von Sevenaer, Huissen und Malburg, und fĂŒr die Rhein- und Maaszölle: die BisthĂŒmer Hildesheim und Paderborn; ..... Der letzte FĂŒrstbischof von Paderborn fand Aufnahme in WĂŒrzburg, seinen Titel durfte er weiterhin fĂŒhren.[2]

→ siehe auch: FĂŒrstentum Paderborn

LandstÀnde

Die LandstĂ€nde des FĂŒrstbistums unterteilten sich in das Domkapitel, die Adeligen und die StĂ€dte. Alle drei StĂ€nde bildeten den Landtag.

Domkapitel

Das Domkapitel war der eigentliche Machtfaktor im Stift Paderborn.[3] Es bestimmte nicht nur den Bischof, es hatte auch Teilhabe an der aktiven Regierungsgewalt. Besonders wichtig war seine Funktion als Sedisvakanzregierung. Wurde der Bischofssitz nicht besetzt, war es die eigentliche Regierung. Im FĂŒrstbistum Paderborn bestand das Domkapitel aus 24 Domherren (PrĂ€benden, auch Kapitulare genannt),[4] im Vergleich mit anderen FĂŒrstbistĂŒmern war die Anzahl durchschnittlich.[5] Waren im Mittelalter auch BĂŒrgerliche fĂŒr die Ämter zugelassen, schottete sich der zunehmend dominierende Adel immer weiter ab. Schon ab 1341 gehörten dem Domkapitel nur Adelige an. ZusĂ€tzlich mussten die Domherren adelige Vorfahren vorweisen können.[6] Neben ihrer machtpolitischen Stellung genossen die Domherren persönliche VorzĂŒge, bildeten doch die Stellen wichtige Versorgungsposten. Die DomherrenpfrĂŒnde bot ein ausreichendes Einkommen fĂŒr den Inhaber, meist zweitgeborene Söhne adeliger Familien ohne Erbanspruch. So waren Domherren vor allem weltlich lebende Adelige, die zum grĂ¶ĂŸten Teil in der Paderborner Domfreiheit residierten. Hier befanden sich auch ihre DienstgebĂ€ude, die „Kurien“. Die Paderborner Domherren kamen zu etwa 80 % aus dem westfĂ€lischen Raum, unter ihnen viele aus dem Herzogtum Westfalen. Frei werdende Stellen wurden in einem „komplexen Rotationsprinzip“[7] neu besetzt: in ungeraden Monaten besetzte der Papst, in geraden Monaten ein Domherr (Turnarius), der wiederum wöchentlich wechselte. Der Kaiser schließlich durfte die erste frei werdende PrĂ€bende nach seinem Regierunsantritt besetzen.[8]. Die Besetzung war meist mit Nepotismus und Korruption verbunden. FĂŒr einen Domherren war seine sicherlich vorhandene ReligiositĂ€t nicht maßgebend. Ein Domherr musste keine höheren Weihen empfangen. Er hielt sich meist Geliebte, samt Hausstand. Er konnte auch ohne weiteres die PrĂ€bende verlassen, um etwa das Erbe des Stammhauses anzutreten, wenn der erstgeborene Bruder starb. Vielfach waren Domherren auch Kapitulare in anderen BistĂŒmern. Die Domkapitulare hatten unterschiedliche Ämter, mit großen EinschrĂ€nkungen MinisterĂ€mtern zu vergleichen. Der Dompropst bildete die Spitze des Kapitels, er verwaltete die umfangreichen GĂŒter des Domkapitels und vertrat das Domkapitel nach außen. Der Cellerar war fĂŒr den Lebensunterhalt der Domherren zustĂ€ndig, der Thesaurar betreute den Domschatz, die liturgischen GerĂ€te des Domes. Die Prioren waren die Ă€ltesten Mitglieder und bildeten den „geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand“[9] des Kapitels. Der KĂ€mmerer war oberster Richter fĂŒr die BĂŒrger der Stadt Paderborn, der Kantor war fĂŒr den Domchor, der Scholaster fĂŒr die Domschule zustĂ€ndig. Auf Grund seiner politischen und wirtschaftlichen Macht besaß das Domkapitel einen umfassenden Organisationsgrad. Es hatte eine eigene Verwaltung mit eigenem Siegel und in Sedisvakanzen prĂ€gte es eigene MĂŒnzen. Durch Grundherrschaft besaß das Domkapitel auch die niedere Gerichtsbarkeit: Lippspringe, Atteln, Etteln, Henglarn, Husen, Scharmede, Dahl, Kleehof, Blankenrode und Bredenborn waren in der Hand der Domherren. Auch in weiteren 43 Orten des Stiftes besaß das Domkapitel zum Teil umfangreiche Besitzungen.[10]

Siehe auch: Geschichte der Domkapitel

Siehe auch: Liste der Paderborner Domherren

Ritterschaft

Obwohl nicht die Mehrzahl der Domherren dem paderbornischen Adel entstammten, so bestanden doch vielfĂ€ltige verwandtschaftliche Beziehungen zu den anderen Domherren aus den vorwiegend westfĂ€lischen AdelshĂ€usern. Die Ritterschaft besaß ein eigenes institutionelles GefĂŒge mit (Finanz-)Verwaltung. Im 17. Jahrhundert hatte der adelige Landstand sogar ein Selbstversammlungsrecht. Nicht alle Adeligen des Stiftes Paderborn waren gleichzeitig Teil des Landstandes. Der Kandidat musste einen Rittersitz vorweisen und seine adelige Herkunft nachweisen können. Der Nachweis erfolgte ĂŒber eine erwiesene und bezeugte Ahnenprobe, anfangs durch eine Vier- oder Acht-Ahnen-Probe, ab 1662 eine Sechzehn-Ahnen-Probe.[11] Die paderbornische Ritterschaft nahm somit keine auslĂ€ndischen Adelige (Rittersitz) und auch keine noblierten Adelige (Ahnen-Probe) auf. Der Ritterstand war somit im Gegensatz zum Domkapitel und zum FĂŒrstbischof stets paderbornisch geprĂ€gt.

Folgende adelige Familien sind im 15./16. Jahrhundert im Hochstift nachweisbar[12]: von Anreppen, von Asseburg, von Brenken, von Bruck, von BĂŒren, Crevet, von Dinkelburg, von Elmeringhusen, von Ense, von Falkenberg, von Graffen, von Haxthausen, von Herste, von Heyen, von Hörde, von Holthusen, von Imbsen, von Juden, von Kanne, von Ketteler, von Langen, von der Lippe, von Luthardessen, von Mengersen, von Modexen, von Naten, von Niehusen, von Oeynhausen, von Ossen, Rabe von Canstein, Rabe von Pappenheim, Rabe von Calenberg, von Rebock, von Rost, von Scharpenberg, von Schele, von Schilder, von Sesberg, von Siddessen, von Spiegel, von Stapel, von Sunrike, von Valepagen, von Verne, von Vlechten, von Voswinkel, von Welda, von Westphalen, von Winzigerode und von Wrede.

→ Liste der paderbornischen Adelsgeschlechter

StÀdte

HauptstĂ€dte und StĂ€dte des FĂŒrstbistums Paderborn bis 1802/03 (Stand 1789):
Paderborn, Warburg, Brakel, Borgentreich | Beverungen, Borgholz, Bredenborn, BĂŒren, Driburg, Dringenberg, Gehrden, Calenberg, Kleinenberg, Lichtenau, Lippspringe, LĂŒgde, Nieheim, Peckelsheim, Salzkotten, Steinheim, Vörden, Willebadessen, WĂŒnnenberg

Das Stift Paderborn wies eine ungewöhnlich große Zahl von StĂ€dten auf. TatsĂ€chlich bildeten die StadtneugrĂŒndungen ein wichtiges Instrument der Paderborner Bischöfe zur StĂ€rkung der Landeshoheit, gerade auch in der Abwehr exterritorialer AnsprĂŒche.

Das VerhĂ€ltnis zwischen den StĂ€dten und dem Landesherrn war oftmals ambivalent. Auf der einen Seite war die große UnabhĂ€ngigkeit vieler StĂ€dte dem FĂŒrstbischof ein Dorn im Auge und fĂŒhrte gerade in Falle des protestantisch gewordenen Paderborns zu bĂŒrgerkriegsĂ€hnlichen ZustĂ€nden. Doch obwohl die FĂŒrstbischöfe im Jahre 1370 auch rĂ€umlich aus der Landeshauptstadt endgĂŒltig nach Neuhaus ĂŒbersiedelten, waren die StĂ€dte doch insgesamt VerbĂŒndete des territorialen Oberhauptes. So setzten sie sich 1429 dafĂŒr ein, „daß man paderbornisch bleiben und nicht kölnisch werden wolle“[13]. Viele Wappen der StĂ€dte in den heutigen Landkreisen Paderborn und Höxter fĂŒhren noch heute das paderbornische Wappen.

Der „Paderbornische Hof- und Staatskalender“ von 1789 fĂŒhrte 23 StĂ€dte als stimmberechtigt im „StĂ€dtischen Kollegium“ des Landtages auf. Vier HauptstĂ€dte: Paderborn, Warburg, Brakel, Borgentreich und 19 sonstige (Siehe Infobox).[14]

Siehe auch: Geschichte der westfÀlischen StÀdte

Burgen, Rittersitze und Schlösser

Landadelssitze im FĂŒrstbistum Paderborn um 1665:

Boke, Bökendorf, Borgentreich, Borgholz, Borlinghausen, Breitenhaupt, Brenken, BĂŒhne, Dalheim, Daseburg, Dedinghausen, Desenberg, Dinkelburg, Eichholz, Eißen, Engar, Erpentrup, Essentho, FĂŒrstenberg, Grevenburg, Hainholz, Helmern, Herbram, Herstelle, Himmighausen, Hinnenburg, Husen, Lichtenau, Liebenau, Lippspringe, Löwendorf, LĂŒgde, Menne, Merlsheim, Natzungen, Niesen, Nordborchen, Peckelsheim, Pömbsen, Rheder, Riepen, Ringelstein, Salzkotten, Schweckhausen, Steinheim, Sudheim, Thienhausen, ThĂŒle, Verne, Vinsebeck, Volbrexen, Wandschicht, Welda, Wehrden, Westheim, Wewer, Wintrup, WĂŒrgassen.

Das Hochstift Paderborn durchzog eine Vielzahl von Burgen und Rittersitzen. Als Schloss im reprĂ€sentativen Sinne der Neuzeit kann nur die Residenz Neuhaus gelten. Burgen und Orte mit landesherrlicher Bedeutung waren Neuhaus und Dringenberg als Oberamtssitze und Beverungen-Herstelle, Boke, BĂŒren, Lichtenau, LĂŒgde, Peckelsheim, Steinheim, Westernkotten, Wewelsburg, WĂŒnnenberg als Amtssitze. SamtĂ€mter (gemeinsame Verwaltung mit Lippe) waren: Schwalenberg, Oldenburg, Stoppelberg. Weitere zentrale Burgen waren die Stadtburg in Paderborn und die Burg des Domkapitels in Lippspringe. Rittersitze des Landadels waren um 1665[15]: Boke, Bökendorf, Borgentreich, Borgholz, Borlinghausen, Breitenhaupt, Brenken, BĂŒhne, Dalheim, Daseburg, Dedinghausen, Desenberg, Dinkelburg, Eichholz, Eißen, Engar, Erpentrup, Essentho, FĂŒrstenberg, Grevenburg, Hainholz, Helmern, Herbram, Herstelle, Himmighausen, Hinnenburg, Husen, Lichtenau, Liebenau, Lippspringe, Löwendorf, LĂŒgde, Menne, Merlsheim, Natzungen, Niesen, Nordborchen, Peckelsheim, Pömbsen, Rheder, Riepen, Ringelstein, Salzkotten, Schweckhausen, Steinheim, Sudheim, Thienhausen, ThĂŒle, Verne, Vinsebeck, Volbrexen, Wandschicht, Welda, Westheim, Wewer, Wintrup, WĂŒrgassen.

Verwaltung und Justiz

Das Schloss Neuhaus 2005

Neben und zum Teil ĂŒber die LandstĂ€nde hinweg bemĂŒhten sich die FĂŒrstbischöfe und Administratoren um eine Zentralverwaltung, die mehr und mehr modernen Prinzipien gerecht werden sollte.[16] Vorherrschend waren bis zum Ende des FĂŒrstentums aber althergebrachte mittelalterliche Strukturen der Administration und Gerichtsbarkeit. Das Gebiet war in zum Teil unĂŒbersichtlich gegliederte Ämter, OberĂ€mter und Distrikte eingeteilt (siehe Karte oben). Die Landdrosten in den OberĂ€mtern Neuhaus (Unterwaldischer Distrikt) und Dringenberg (Oberwaldischer Distrikt) hatten nur partiell Zugriff auf die im Prinzip in ihrem Distrikt liegenden Ämter. So stand das Oberamt Neuhaus nicht ĂŒber Lichtenau, WĂŒnnenberg, BĂŒren oder Wewelsburg, obwohl im gleichen Distrikt liegend. Das Oberamt Dringenberg hatte ebenfalls keinen Zugriff auf die Ämter Steinheim, LĂŒgde, Beverungen und die drei lippisch-paderbornischen SamtĂ€mter.[17]

Die Amtsgliederung war insbesondere wichtig fĂŒr die Gerichtsbarkeit, nicht umsonst hießen einzelne Ämter Richterei.

Im 15. Jahrhundert entstanden erste AnsĂ€tze einer fĂŒrstlichen Verwaltung, mit Fachbeamten, die nur dem FĂŒrsten unterstellt waren. Es entstand allmĂ€hlich die Kanzlei (ab 1618 Regierungskanzlei), die im Sternberger Hof[18] in der Stadt Paderborn arbeitete. Ebenfalls im Sternberger Hof tagte das geistliche Offizialatsgericht und erst seit 1569 das weltliche Hofgericht. Im 17. Jahrhundert wurde die Hofkammer von der Regierungskanzlei abgespalten, zur Verwaltung der bischöflichen GĂŒter, in der Kammer wiederum war die Lehnskurie in Neuhaus fĂŒr die Verwaltung der bischöflichen Lehen zustĂ€ndig. Aus der Hofkammer ging wiederum der Geheime Rat als oberste Behörde hervor.

Die Verwaltungsreformen des Reformbischofs Wilhelm Anton zur Entflechtung und Effiziensteigerung kamen schlussendlich zu spÀt.

MilitÀrwesen

Paderbornischer Grenadier im Polnischen Erbfolgekrieg vor Philippsburg 1734 – Zeitgenössische Gudenus-Handschrift

Das kleine Paderborner Territorium hielt sich stets bewaffnete Truppen, die teils fĂŒr die Sicherung der Landesherrschaft des FĂŒrstbischofs und des Domkapitels, teils zur Gefahrenabwehr von außen genutzt wurden. Sie dienten somit im heutigen Sinne polizeilichen als auch militĂ€rischen Aufgaben. Das FĂŒrstbistum kam aber auch Verpflichtungen im Heiligen Römischen Reich nach. RegelmĂ€ĂŸig stellte es Kontingente des niederrheinisch-westfĂ€lischen Kreises fĂŒr die Reichsarmee.[19]

ZunĂ€chst wurde die Landesherrschaft und das Territorium durch kostspielige Söldner geschĂŒtzt, im 15. Jahrhundert bildeten sich aber erste milizĂ€hnliche Formationen heraus. Diese Landmiliz wurde im Hochstift „Landausschuß“ genannt. Der Landausschuss diente der Landesverteidigung und sollte sich vornehmlich aus Bauern zusammensetzen. Bedeutung hat diese MilitĂ€rform aber nie erlangt, bis zum SiebenjĂ€hrigen Krieg war sie fast gĂ€nzlich verschwunden, wurde zum Ende hin nur fĂŒr Polizeiaufgaben genutzt.

Die Heeresmatrikel von 1422 fĂŒhren noch keine paderbornischen Truppen auf, die Reichsmatrikel von 1521 fĂŒhren 34 Fußsoldaten und 18 Reiter auf, die Listen fĂŒr die TĂŒrkenhilfen sprechen von 36 Reitern und 68 Fußsoldaten[20]. Kaiser Leopold I. setze mit dem Reichsschluss von 1681 fĂŒr das Hochstift eine bestimmte TruppenstĂ€rke fest, die allerdings zu Friedenszeiten nicht bindend war. Nur unzureichend erfĂŒllte Paderborn die Erwartungen, lediglich bestĂ€rkt durch französische MachtansprĂŒche am Rhein. Die genaue GrĂ¶ĂŸe der Truppen gingen ĂŒber ein Bataillon (etwa 500 bis ĂŒber 800 Mann) Infanterie und einige Kompanien Dragoner (ungefĂ€hr 100 Reiter) nicht hinaus. Die Infanterie bestand aus 2–5 Musketier- und einer Grenadierkompanie. Die kostspielige Kavallerieeinheit verschwand um 1719. Zudem bestand noch eine Invalidenkompanie, zur Versorgung der pensonierten und invaliden Soldaten in Neuhaus.

In Friedenszeiten war das Paderborner Infanterieregiment sowohl in Paderborn als auch in der Residenz Neuhaus (Grenadiere) stationiert gewesen. Die Einquartierung der Truppen erfolgte wie allgemein in Europa ĂŒblich nicht in Kasernen, sondern bei der Zivilbevölkerung. Beliebt waren die Landessoldaten auch deshalb nicht, was in Anfeindungen wĂ€hrend des „KaffeelĂ€rms“ 1781 exemplarisch zum Ausdruck kam.

Trotz teilweiser miserabler Ausstattung und sicher schlechter Ausbildung nahm das Paderborner MilitĂ€r an mehreren FeldzĂŒgen teil. Die eigentliche Landesverteidigung fand nie statt. Im SiebenjĂ€hrigen Krieg (1757–1763) wurde das Hochstift stets von alliierten französischen und feindlichen vor allem kurhannoverschen Truppen besetzt und verheert.

Das Paderborner Kontingent der Reicharmee variierte ĂŒber die Jahrhunderte und wurden nie wirklich erfĂŒllt. Vor 1681 musste das Land 34 Infanteristen und 18 Kavalleristen stellen, nach 1681 59,2 Infanteriesoldaten und 52 Kavalleristen. 1702 wurden fĂŒr die „WestfĂ€lische Kreisarmatur“ 332 Infanteristen und 162,5 Kavalleristen genannt.

Den ersten Einsatz hatten die Landestruppen 1689 bei der erfolgreichen Belagerung von Bonn im PfĂ€lzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich. Paderbornische Truppen nahmen auch am Spanischen Erbfolgekrieg, am Polnischen Erbfolgekrieg (Belagerung der Festung Philippsburg 1734) und am TĂŒrkenkrieg 1736–1739 in Ungarn mit einer nominellen StĂ€rke von 819 Mann teil, mit großen Verlusten. 1745 rĂŒckten die Paderborner im Österreichischen Erbfolgekrieg mit verbĂŒndeten Kurhannoveranern und Hessen in das Herzogtum Westfalen ein. Den lĂ€ngsten Feldzug unternahmen die Truppen in ThĂŒringen und Sachsen 1757–1763 im SiebenjĂ€hren Krieg, in dem sie wohl auf Grund ihres schlechten Zustandes niemals an grĂ¶ĂŸeren Schlachten teilnahmen. Schließlich gerieten sie am Eckartsberg in preußische Gefangenschaft. Eine neu geworbene Einheit kam wohl nicht mehr zum Einsatz. An den ersten beiden Koalitionskriegen 1792–1802 nahmen die Paderborner nicht mehr teil, die Auflösung erfolgte 1802 durch die Annexion des Landes durch Preußen.

Heraldik

Wappen des Stifts Paderborn, wie es ĂŒberwiegend gebraucht wurde

Das Wappen des FĂŒrstbistums stellte stets ein Kreuz dar und ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Das rote Kreuz auf silbernen Grund findet sich noch heute im Schildhaupt des Wappens des Kreises Paderborn wieder. Das rot-silberne Wappen ist somit das Landeswappen. Erst mit dem letzten FĂŒrstbischof Franz Egon von FĂŒrstenberg 1789 ĂŒbertrugen sich die Familienfarben gold/rot auf das Territorialwappen (goldenes Kreuz auf rotem Grund) und galten bis zur Auflösung 1802/1803. Die Ă€hnliche Farb- und Formgebung der Stadt Paderborn ist wohl zufĂ€llig.

Das Hochstift heute

FĂŒrstbischof Franz Egon Ă€nderte die Farben des Stiftswappens in rot-gold, Farben seiner Familie von FĂŒrstenberg, gilt heute als Wappen der Region Hochstift[21]

Kirchenrechtlich bezeichnet die Seelsorgeregion Hochstift heute einen Gemeindeverband des römisch-katholischen Erzbistums Paderborn mit den kirchlichen Dekanaten Höxter, BĂŒren-DelbrĂŒck, und Paderborn. Das alte Dekanat Corvey (östlicher Teil des Kreises Höxter) gehört historisch nicht zum FĂŒrstbistum Paderborn, sondern bildete ein eigenes Territorium.

Erst in den vergangen Jahrzehnten ist der Begriff Hochstift wieder zu einem Bestandteil der regionalen IdentitÀt im Raum um Paderborn und Höxter geworden.

Siehe auch: Hochstift Paderborn (Region)

Persönlichkeiten

→siehe auch: Liste der FĂŒrstbischöfe von Paderborn

Siehe auch

Quellen

Literatur

  • Hans JĂŒrgen Brandt, Karl Hengst: Geschichte des Erzbistums Paderborn. Paderborn 1997. 
  • Hans JĂŒrgen Brandt, Karl Hengst: Die Bischöfe und Erzbischöfe von Paderborn. Paderborn 1984, ISBN 3-87088-381-2. 
  • Michael Drewniok: Das Hochstift Paderborn in der FrĂŒhen Neuzeit bis zu seiner Auflösung (1802/15). Verfassungswirklichkeit und zeitgenössische Kritik. BĂŒren 2000, ISBN 3-00-007326-4. 
  • Michael Drewniok: Entstehung und Entwicklung des FĂŒrstbistums Paderborn bis zum Ende des Mittelalters. BĂŒren 2000, ISBN 3-00-007323-X. 
  • Josef Drewes (Hrsg.): {{{Titel}}}. In: Das Hochstift Paderborn: Portrait einer Region. 2. Auflage. Paderborn 1997, ISBN 3-506-95293-5. 
  • Rudolf Endres: Adel in der FrĂŒhen Neuzeit. MĂŒnchen 1993 (= EnzyklopĂ€die deutscher Geschichte 18). 
  • Bastian Gillner: Unkatholischer Stiftsadel. Konfession und Politik des Adels im FĂŒrstbistum Paderborn (1555–1618). MĂŒnster 2006, ISBN 978-3-87023-107-1 (Forum Regionalgeschichte 13). 
  • Wilhelm Grabe (Hrsg.): Neue Herren – neue Zeiten? Quellen zur Übergangszeit 1802 bis 1816 im Paderborner und Corveyer Land. Paderborn 2006 (Studien und Quellen zur WestfĂ€lischen Geschichte; 52). 
  • August von Haxthausen: Ueber die Agrarverfassung in den FĂŒrstenthĂŒmern Paderborn und Corvey und deren Conflicte in der gegenwĂ€rtigen Zeit. Nebst VorschlĂ€gen, die den Grund und Boden belastenden Rechte und Verbindlichkeiten daselbst aufzulösen. Berlin 1829 (http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22146458%22). 
  • Alfred Heggen: Staat und Wirtschaft im FĂŒrstentum Paderborn im 18. Jahrhundert. Paderborn 1978, ISBN 3-87088-217-4 (= Studien und Quellen zur WestfĂ€lischen Geschichte; Band 17). 
  • Friedrich Gerhard Hohmann: Das Hochstift Paderborn, ein StĂ€ndestaat. Paderborn 1975. 
  • Friedrich Gerhard Hohmann: Karten, PlĂ€ne, Ansichten 1550–1800 aus dem Paderborner und dem Corveyer Land. Paderborn 1996. 
  • Friedrich Keinemann: Das Hochstift Paderborn am Ausgang des 18. Jahrhunderts. 1996, ISBN 3-8196-0405-7 (= 3 BĂ€nde). 
  • JĂŒrgen Lotterer: Gegenreformation als Kampf um die Landesherrschaft: Studien zur territorialstaatlichen Entwicklung des Hochstifts Paderborn im Zeitalter Dietrichs von FĂŒrstenberg (1585–1618). Paderborn 2003, ISBN 3-89710-176-9 (= Studien und Quellen zur WestfĂ€lischen Geschichte, Band 42). 
  • Franz MĂŒrmann: Das MilitĂ€rwesen des ehemaligen Hochstiftes Paderborn seit dem Ausgange des DreißigjĂ€hrigen Krieges. MĂŒnster 1938 (Dissertation UniversitĂ€t MĂŒnster). 
  • Johann Heinrich Zedler (Hrsg.): Paderborn; das Bißthum. In: Grosses vollstĂ€ndiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und KĂŒnste. Band 26, Leipzig 1731–1754, S. 93 (http://www.zedler-lexikon.de/blaettern/einzelseite.html?seitenzahl=0093&bandnummer=26&dateiformat=1&supplement=0). 
  • Diether Pöppel: Das Hochstift Paderborn: Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit. Paderborn 1996, ISBN 3-87088-815-6. 
  • Anne Roerkohl: Geschichte des Hochstifts Paderborn. MĂŒnster 1997. 
  • Heinrich Schoppmeyer: Der Ursprung der LandstĂ€nde im Hochstift Paderborn. Paderborn 1986. 
  • Heinrich Schoppmeyer: Geschichte des Hochstifts Paderborn und des Paderborner Landes. In: Josef Drewes (Hrsg.): Das Hochstift Paderborn: Portrait einer Region. 2. Auflage. Paderborn 1997, S. 9–30. 
  • Wilhelm Tack: Aufnahme, Ahnenprobe und Kappengang der Paderborner Domherren. In: WZ 96. 1940), S. 3–51. 
  • Paul Wigand: Die Provinzialrechte der FĂŒrstenthĂŒmer Paderborn und Corvey in Westphalen nebst ihrer rechtsgeschichtlichen Entwicklung und BegrĂŒndung; 3 BĂ€nde, Leipzig 1832. (Band 1/Band 2/Band 3). 

Weblinks

Einzelnachweis

  1. ↑ vgl. Schoppmeyer 1986
  2. ↑ Umfangreiche Darstellung zur Annexion durch Preußen mit Quellensammlung auch aus den örtlichen Archiven vgl. Grabe 2006
  3. ↑ Gillner 2006: 34ff
  4. ↑ vgl. Tack 1940
  5. ↑ LĂŒttich hatte 60, MĂŒnster 40, andere lagen unter 15, vgl. Endres 1993: 45
  6. ↑ ab 1480 vier, ab 1567 acht, ab 1580 16; vgl. Pöppel 1996: 61
  7. ↑ Gillner 2006: 36
  8. ↑ Tack 1940: 12
  9. ↑ Pöppel 1996: 61
  10. ↑ vgl. Pöppel 1996: 64f
  11. ↑ vgl. Gillner 2006: 37
  12. ↑ Gillner 2006: 39f
  13. ↑ zit. nach Pöppel 1996: 82
  14. ↑ zit. nach Pöppel 1996: 80, Abb. 69
  15. ↑ nach Drewes 1997: 20
  16. ↑ vgl. Drewniok Verfassungswirklichkeit 2000: 9f
  17. ↑ einen schematischen Überblick bietet Drewniok Verfassungswirklichkeit 2000: 11
  18. ↑ auf dem heutigen GelĂ€nde des Amtsgerichtes Paderborn
  19. ↑ vgl. MĂŒrmann 1938
  20. ↑ vgl. Heeresmatrikel 1422 online, Reichmatrikel 1521 online und „Badeborn“ im „Niderlendisch und Westfaelisch Krayß“ Hernach volgend die zehen Krayß... etwa 1532 online
  21. ↑ Drewes: 1997: 41

51.7186548.7562757Koordinaten: 51° 43â€Č 7,2″ N, 8° 45â€Č 22,6″ O


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