Hohltrieb (Uhrwerk)

Zahnrad und Trieb einer Kirchturmuhr

In mechanischen Uhrwerken greifen Zahnrad und Trieb ineinander und bilden ein Getriebe. Meist wird der Trieb vom Zahnrad angetrieben. Markant am Trieb ist die geringe Anzahl der Zähne. Die Definitionen variieren leicht: Gemäß[1] hat ein Trieb weniger als 20 Zähne. Gemäß[2] hat ein Trieb bis zu maximal 20 Zähne. Räder mit mehr Zähnen werden als Zahnrad bezeichnet. Der Begriff Zahnrad wird je nach Autor auch als Oberbegriff über Triebe und andere Zahnräder verwendet, unabhängig von der Zahl der Zähne.

Inhaltsverzeichnis

Bauformen

Es werden zwei verbreitete Bauformen unterschieden:

Hohltrieb

Beim Hohltrieb besteht der Trieb aus zwei runden Scheiben, die so oft durchbohrt sind, wie der Hohltrieb Zähne haben soll. In die Bohrungen werden dann runde Stifte eingesetzt, die die Funktion von Zähnen haben. In den Raum zwischen den Stiften greifen die Zähne des zugehörigen Zahnrades. Hohltriebe sind mit einfachen Produktionseinrichtungen leichter herzustellen als Volltriebe.

Die zu den Hohltrieben gehörigen Zahnräder haben eine abweichende Zahnform. Daher ist es nicht möglich Hohltriebe mit Zahnrädern für Volltriebe oder umgekehrt zu kombinieren.

Volltrieb

Die Volltriebe sind die heute am weitesten verbreitete Form der Triebe in mechanischen Uhrwerken. Wegen der großen Übersetzungen kommen fast ausschließlich Zykloidenverzahnungen zum Einsatz, keine Evolventenverzahnungen.

Weitere Details siehe beim Thema Zahnrad.

Quellen

  1. Hermann Brinkmann: Einführung in die Uhrmacherlehre. Wilhelm Knapp Verlag, 1980
  2. C.J. Linnartz: Das Fachzeichnen des Uhrmachers. Wilhelm Knapp Verlag, 1980

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