Hubertus Heil


Hubertus Heil
Hubertus Heil, September 2009

Hubertus Heil (* 3. November 1972 in Hildesheim) ist ein deutscher Politiker. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeit für die Themen Wirtschaft und Arbeit.

Er war von November 2005 bis November 2009 Generalsekretär der SPD.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1992 am Gymnasium am Silberkamp in Peine leistete Heil zunächst seinen Zivildienst ab und begann 1995 ein Studium der Politikwissenschaft und der Soziologie an der Universität Potsdam, das er an der FernUniversität Hagen abschloss.

Er war von Anfang 1995 bis Ende 1997 Mitarbeiter der brandenburgischen Landtagsabgeordneten Heidrun Förster und 1998 noch kurzzeitig Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Eva Folta. Gleichzeitig war Heil von 1995 bis 1997 Geschäftsführer bei der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im SPD-Landesverband Brandenburg.

Hubertus Heil ist evangelisch und verheiratet.[1]

Partei

Seit 1988 ist er Mitglied der SPD. Er engagierte sich zunächst bei den Jusos, deren Bezirksvorsitzender in Braunschweig er von 1991 bis 1995 war. Er galt als Vertreter des undogmatisch-reformsozialistischen Juso-Flügels.

Heil war viele Jahre lang Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Peine und ist seit Dezember 2009 Vorsitzender des SPD-Bezirks Braunschweig[2].

Am 15. November 2005 wurde er in Karlsruhe mit einem vergleichsweise schlechten Ergebnis von 61,7 Prozent der Delegiertenstimmen zum SPD-Generalsekretär und Nachfolger von Klaus Uwe Benneter gewählt. Zuvor war der von Franz Müntefering als Generalsekretär vorgeschlagene Kajo Wasserhövel im SPD-Bundesvorstand gegen Andrea Nahles unterlegen. Müntefering verkündete daraufhin seinen Rücktritt vom Parteivorsitz; Nahles verzichtete auf eine Generalsekretärs-Kandidatur. Der designierte Parteivorsitzende Matthias Platzeck schlug dem Vorstand daraufhin den noch recht unbekannten Abgeordneten Heil für die Nominierung zum Generalsekretär vor. Am 29. September 2009 (also zwei Tage nach der Bundestagswahl 2009) kündigte Heil an, dass er für den Posten des Generalsekretärs der SPD bei der nächsten Wahl auf dem Parteitag vom 13.–15. November nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Seine Nachfolgerin im Amt wurde Andrea Nahles.

Abgeordneter

Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er gehörte von Oktober 2002 bis November 2005 dem Vorstand der SPD-Landesgruppe Niedersachsen und von Oktober 2002 bis November 2004 dem Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion an. Heil war von April 2003 bis Oktober 2005 Vorsitzender der Fraktionsarbeitsgruppe Telekommunikation und Post. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes Berlin, deren Sprecher er von 2003 bis 2005 war.

Heil ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Gifhorn – Peine in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 erzielte er hier 40,5 Prozent der Erststimmen. Bei der vorhergehenden Bundestagswahl 2005 waren es noch 51,1 Prozent.

Veröffentlichungen

  • Hubertus Heil (Hrsg.): Jugend und Gewalt – über den Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen. Schüren, Marburg 1993, ISBN 3894720751
  • Hubertus Heil, Juliane Seifert (Hrsg.): Soziales Deutschland – für eine neue Gerechtigkeitspolitik. VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3531147986

Einzelnachweis

  1. http://www.hubertus-heil.de/hubertus-heil.php/cat/31/title/Vita
  2. Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, abgerufen 31. Mai 2011

Weblinks

 Commons: Hubertus Heil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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