Humboldt-UniversitÀt zu Berlin

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Humboldt-UniversitÀt zu Berlin
Humboldt-UniversitÀt zu Berlin
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GrĂŒndung 16. August 1809, Lehrbetrieb ab 10. Oktober 1810
TrÀgerschaft staatlich
Ort Berlin
Bundesland Berlin
Staat Deutschland
PrÀsident Jan-Hendrik Olbertz
Studenten 27.756 (SS 2011)[1], einschl. Promotionsstudierende
Mitarbeiter 5.400 (2011) ohne Charité[1]
davon Professoren 419 (2011)[1]
Jahresetat 352 Mio. â‚Ź (2011) ohne CharitĂ©, ohne Drittmittel[1]
Website www.hu-berlin.de

Die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (kurz: HU Berlin) ist die Ă€lteste und nach der Studentenzahl zweitgrĂ¶ĂŸte der Berliner Hochschulen. Sie hat ihren Hauptsitz Unter den Linden in der Dorotheenstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin.

Die erste Berliner UniversitÀt (Alma Mater Berolinensis), die heutige Humboldt-UniversitÀt, nahm im Jahr 1810 den Lehrbetrieb auf.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die UniversitĂ€t wurde am 16. August 1809[2] auf Initiative des liberalen preußischen Bildungsreformers und Sprachwissenschaftlers Wilhelm von Humboldt gegrĂŒndet und nahm 1810 als Berliner UniversitĂ€t (Alma Mater Berolinensis) ihren Betrieb auf. Von 1828 bis 1946 trug sie den Namen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t, zu Ehren ihres GrĂŒnders, des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III.

1949 erhielt die UniversitÀt ihren heutigen Namen Humboldt-UniversitÀt zu Berlin.

Die GrĂŒndung

Denkmal fĂŒr Wilhelm von Humboldt vor dem HauptgebĂ€ude. KĂŒnstler: Paul Otto

Wesentliche Impulse zur UniversitĂ€tsgrĂŒndung gingen von bedeutenden Wissenschaftlern dieser Zeit aus, vor allem von dem Philosophen Johann Gottlieb Fichte und dem Theologen Friedrich Schleiermacher.

Unter dem Eindruck der Reformideen Schleiermachers entwickelte der Diplomat und Sprachwissenschaftler Wilhelm von Humboldt seine UniversitĂ€tskonzeption. Humboldt war seit Februar 1809 fĂŒr ein Jahr Sektionschef fĂŒr Kultus und Unterricht im Ministerium des Innern. Sein oberstes Ziel war es, ein neues Bildungssystem in Preußen einzufĂŒhren. Die HauptsĂ€ulen seines Konzepts waren die enge Verbindung von Forschung und Lehre, freie Wissenschaft um ihrer selbst Willen und Persönlichkeitsformung.

Zu den ersten Professoren, deren Berufung auf Wilhelm von Humboldt zurĂŒckging, gehörten August Böckh (Philologie), Albrecht Thaer (Landwirtschaft), Friedrich Carl von Savigny (Jura), Christoph Wilhelm Hufeland (Medizin) und Carl Ritter (Geographie). Sie trugen Humboldts Konzept mit. Der Betrieb der Wissenschaften verlange, so der Gelehrte und Staatsmann, dass Akademien, UniversitĂ€ten und relativ selbststĂ€ndige Forschungseinrichtungen zusammengefĂŒhrt werden. Humboldts Konzepte, wie die erst spĂ€ter berĂŒhmt gewordene Denkschrift „Über die innere und Ă€ußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin“, beeinflussten die Idee der modernen UniversitĂ€t.

Alles, was fĂŒr die Ausbildung der Studierenden geeignet war, wurde der UniversitĂ€t angegliedert oder konnte von den Studenten genutzt werden. So bekam sie das leer stehende Palais des Prinzen Heinrich von Preußen, erbaut 1748 bis 1766, ĂŒbereignet. Mehrfach umgebaut und in den Jahren 1913 bis 1920 durch Anbauten erweitert, ist es in der Straße Unter den Linden noch heute das HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t.

Nachdem am 28. September 1810 Theodor Schmalz zum ersten Rektor berufen worden war und sich am 6. Oktober die ersten Studenten immatrikuliert hatten[3], konnte am 10. Oktober 1810 der Lehrbetrieb aufgenommen werden[4]. Die FĂ€cher wurden in die FakultĂ€ten Jura, Medizin, Philosophie und Theologie gegliedert. Die Naturwissenschaften waren damals Teil der Philosophischen FakultĂ€t.

Die Erweiterung

Die Berliner UniversitÀt um 1850

Neben der starken Verankerung traditioneller FĂ€cher, wie der Altertumswissenschaft, der Rechtswissenschaft, Philologie und Geschichte, Medizin und Theologie, entwickelte sich die Berliner UniversitĂ€t zum Wegbereiter fĂŒr zahlreiche neue naturwissenschaftliche Disziplinen. Das verdankte sie besonders der Förderung des Naturwissenschaftlers Alexander von Humboldt, Bruder des GrĂŒnders Wilhelm. So richtete Georg Ludwig Hartig 1821 an der UniversitĂ€t einen Lehrstuhl fĂŒr Forstwirtschaft ein, aus dem spĂ€ter die Forstliche Hochschule Eberswalde wurde. Mit dem Bau modernster Forschungs- und Lehreinrichtungen fĂŒr die Naturwissenschaften wurde in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts begonnen. BerĂŒhmte Forscher, wie der Chemiker August Wilhelm von Hofmann, der Physiker Hermann von Helmholtz, die Mathematiker Ernst Eduard Kummer, Leopold Kronecker, Karl Weierstraß, die Mediziner Johannes Peter MĂŒller, Albrecht von Graefe, Rudolf Virchow und Robert Koch, trugen den wissenschaftlichen Ruhm der Berliner UniversitĂ€t ĂŒber die nationalen Grenzen.

Blick vom Opernplatz auf die UniversitÀt, 1886

Im Zuge der Erweiterung der UniversitĂ€t wurden andere in der Stadt bereits vorhandene Einrichtungen schrittweise eingegliedert. Ein Beispiel hierfĂŒr sind die CharitĂ©, die PĂ©piniĂšre und das Collegium medico-chirurgicum. Das Collegium medico-chirurgicum wurde 1809 aufgelöst, die BĂŒcherei von der PĂ©piniĂšre ĂŒbernommen, und das medizinische und chirurgische UniversitĂ€tsklinikum entstand 1810 zuerst in zwei Wohnungen der Friedrichstraße 101, bis nach mehreren UmzĂŒgen 1818 ein als Bleizucker- und StĂ€rkefabrik gebauter GebĂ€udekomplex in der Ziegelstraße 5/6 erworben wurde. Die Entbindungsanstalt entstand 1816 in der Oranienburger Straße, wurde spĂ€ter in die Dorotheenstraße verlegt, und war der VorlĂ€ufer der 1882 eröffneten I. UniversitĂ€ts-Frauenklinik in der Artilleriestraße (heute Tucholskystraße). Friedrich I. ließ 1710 ein QuarantĂ€ne-Haus fĂŒr Pestkranke vor den Toren der Stadt errichten. Der ‚Soldatenkönig‘ Friedrich Wilhelm verfĂŒgte im Jahre 1727: „Es soll das Haus die CharitĂ© (frz. fĂŒr ‚Barmherzigkeit‘, ‚MildtĂ€tigkeit‘) heißen“. 1829 bezog die Medizinische FakultĂ€t der UniversitĂ€t diesen Standort, und erst 1927 wurde die chirurgische UniversitĂ€tsklinik als letzte Klinik in die CharitĂ© verlagert.

FĂŒr die seit 1810 zur UniversitĂ€t gehörenden natur-historischen Sammlungen wurde 1889 ein eigenes GebĂ€ude errichtet, das heutige Museum fĂŒr Naturkunde. Eine bereits seit 1790 bestehende Tierarzneischule bildete 1934 den Grundstock der VeterinĂ€rmedizinischen FakultĂ€t, und die 1881 gegrĂŒndete Landwirtschaftliche Hochschule Berlin wurde als Landwirtschaftliche FakultĂ€t der UniversitĂ€t angegliedert.

Frauen in der Wissenschaft

UniversitÀt um 1900

Die liberale Sozialreformerin der deutschen Frauenbewegung Alice Salomon war eine der wenigen Frauen, die am Anfang des 20. Jahrhunderts studieren durften. Jahrzehntelang hatten engagierte Frauen darum gekĂ€mpft, dass auch sie am wissenschaftlichen Leben teilnehmen konnten. Jedoch erst im Jahr 1908 wurde Frauen in Preußen das Recht zur Immatrikulation gewĂ€hrt. Von den vier FakultĂ€ten hatte die Philosophische FakultĂ€t den grĂ¶ĂŸten weiblichen Zulauf. Schon vor dem Immatrikulationsrecht hatte es an der Berliner UniversitĂ€t Studentinnen gegeben, allerdings nur als Doktorandinnen mit Ausnahmegenehmigung. Als erste Frau promovierte 1899 die Physikerin Elsa Neumann. Die erste Frau, die in Berlin zur Professorin ernannt wurde war die Mikrobiologin Lydia Rabinowitsch-Kempner, die 1912 den Titel verliehen bekam. Allerdings erhielt sie keine Anstellung an der UniversitĂ€t. 1926 wurde Lise Meitner als erste Physikerin an einer preußischen UniversitĂ€t zur außerordentlichen Professorin ernannt. Bei anderen begabten Wissenschaftlerinnen, wie der jĂŒdischen Historikerin Hedwig Hintze, endete nach 1933 der akademische Weg mit dem Entzug der Lehrbefugnis und Emigration. Im Jahr 1947 ging dann Liselotte Richter als erste deutsche Professorin fĂŒr Philosophie und Theologie in die Annalen der UniversitĂ€t ein. Die Berliner UniversitĂ€t war schon zwischen 1919–1945 die deutsche UniversitĂ€t mit den meisten Dozentinnen.

Die Zeit des Nationalsozialismus

Die UniversitÀt 1938

Mit der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten begann auch an der Berliner UniversitĂ€t die Diffamierung jĂŒdischer Wissenschaftler und Studierender. Vorlesungen jĂŒdischer Dozenten wurden boykottiert, Hörer tĂ€tlich angegriffen. Auch politisch missliebige Dozenten waren von Verfolgung betroffen. Die Beteiligung von Studierenden und Lehrenden an der BĂŒcherverbrennung vom 10. Mai 1933 war fĂŒr eine wissenschaftlich renommierte Institution wie die Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t besonders beschĂ€mend.

Etwa ein Drittel der Mitarbeiter wurde in den kommenden Monaten und Jahren von den Nationalsozialisten entlassen. Mehr als 250 jĂŒdischen Professoren und Angestellten wurde 1933/1934 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums die Lehrbefugnis oder Anstellung entzogen, zahlreiche Doktortitel wurden aberkannt. Viele Studierende und Gelehrte, darunter auch einige nichtjĂŒdische, kehrten ihrer ehemaligen Alma mater fĂŒr immer den RĂŒcken, die einst als HeimstĂ€tte des humanistischen Denkens gegolten hatte.

Die Vertreibung und Ermordung jĂŒdischer Gelehrter und Studierender sowie politischer Gegner des Nationalsozialismus haben der UniversitĂ€t und dem geistigen Leben in Deutschland schweren Schaden zugefĂŒgt. Widerstand aus der UniversitĂ€t heraus blieb eher selten.

Der Wiederaufbau nach 1945

Zerstörter Arbeitssaal im Chemischen Institut der UniversitÀt, 1950

Der Neubeginn der UniversitĂ€t im Januar 1946 geht auf einen Prikas (Befehl-Nr. 4) der Sowjetischen MilitĂ€radministration zurĂŒck. Die SMAD, die die Berliner UniversitĂ€t nach sowjetischem Vorbild umgestalten wollte, bestand darauf, dass diese ‚neueröffnet‘ und nicht ‚wiedereröffnet‘ wurde, da sie bei einer Wiedereröffnung unter Vier-MĂ€chte-Kontrolle gestanden hĂ€tte. Der von der SMAD mit der Eröffnung beauftragte PrĂ€sident der Deutschen Zentralverwaltung fĂŒr Volksbildung (DZVV), Paul Wandel, sagte in seiner Rede zum Festakt am 29. Januar 1946: „Ich sprach von der Neueröffnung und nicht von der Wiedereröffnung der UniversitĂ€t. [
] Die Berliner UniversitĂ€t muß in der Tat in fast allem neu beginnen. Sie haben das Bild der alten UniversitĂ€t vor sich. Was davon blieb, ist eine einzige TrĂŒmmerstĂ€tte.“

Der Lehrbetrieb wurde zunÀchst in sieben FakultÀten in zum Teil kriegszerstörten GebÀuden wiederaufgenommen. Viele LehrkrÀfte waren tot oder verschollen. Doch bereits zum Wintersemester 1946 wurde eine Wirtschaftswissenschaftliche und eine PÀdagogische FakultÀt neu eröffnet. Um politisch oder rassisch verfolgten jungen Menschen, die wÀhrend der Zeit des Nationalsozialismus keine Möglichkeit hatten, die Hochschulreife zu erwerben, diese Chance zu geben, wurde eine Vorstudienanstalt eingerichtet. Daraus ging die Arbeiter-und-Bauern-FakultÀt (ABF) hervor, die bis 1962 existierte.

Die Spaltung der UniversitÀt

Humboldt-UniversitÀt, 1950

Der Ost-West-Konflikt im Nachkriegsdeutschland fĂŒhrte zu einer immer stĂ€rker werdenden kommunistischen Einflussnahme auf die UniversitĂ€t. Dies blieb nicht unumstritten und hatte starke Proteste innerhalb der Studentenschaft und von Teilen des Lehrkörpers zur Folge. Eine Antwort darauf war unter anderem die Verhaftung mehrerer Studenten durch die sowjetische Geheimpolizei MWD im MĂ€rz 1947. Die Urteile des sowjetischen MilitĂ€rtribunals in Berlin-Lichtenberg lauteten jeweils 25 Jahre Zwangsarbeit und wurden mit angeblicher Bildung einer ‚Untergrundbewegung an der UniversitĂ€t Berlin‘, sowie angeblicher Spionage begrĂŒndet. Daraufhin wurden bereits Ende 1947 Forderungen nach einer freien UniversitĂ€t laut. 18 weitere Studenten und Lehrende wurden zwischen 1945 und 1948 verhaftet oder verschleppt, viele blieben wochenlang verschwunden. Einige brachte man in die Sowjetunion und exekutierte sie dort. Nachdem im FrĂŒhjahr 1948 die UniversitĂ€tsleitung mehreren Studenten ohne ordentliches Rechtsverfahren die Zulassung zum Studium entzogen hatte, forderten die oppositionellen Studenten eine Freie UniversitĂ€t, die mit UnterstĂŒtzung vor allem der Amerikaner, der Zeitung Der Tagesspiegel und des Regierenden BĂŒrgermeisters Ernst Reuter im amerikanischen Sektor in Dahlem gegrĂŒndet wurde. Damit bewahrten die Studenten nach ihrem VerstĂ€ndnis das Humboldtsche Ideal der Freiheit von Lehre und Forschung. WĂ€hrend der lateinische Wahlspruch: „Veritas â€“ Iustitia â€“ Libertas“ (Wahrheit â€“ Gerechtigkeit â€“ Freiheit) die ideologische Distanz zur kommunistisch dominierten alten Berliner UniversitĂ€t zum Ausdruck bringen sollte, wollte man sich gleichzeitig mit einem historisierenden Siegel (der Berliner BĂ€r mit der Fackel der Freiheit) an ihre Tradition erinnern. Die jahrzehntelange Teilung der Stadt in Ost- und West-Berlin zementierte letztendlich die Spaltung in zwei eigenstĂ€ndige UniversitĂ€ten dauerhaft.

NamensÀnderung und DDR-Zeit

HauptgebÀude, 1964

1949 erhielt die alte Berliner UniversitĂ€t Unter den Linden den Namen Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Zwischen 1946 und 1949 hieß sie – wie in den Anfangsjahren bis 1828 auch – Berliner UniversitĂ€t oder UniversitĂ€t Berlin. Mit dem Bezug auf beide Gelehrte â€“ Wilhelm und Alexander von Humboldt â€“ stellte sich die UniversitĂ€t den Idealen des Humanismus und der freien Entfaltung der Wissenschaft. Studieninhalte, Studienablauf und Forschungsbedingungen orientierten sich an den politischen Grundlagen der 1949 gegrĂŒndeten DDR. Mit der beginnenden Entspannung in Europa Mitte der siebziger Jahre konnte die Humboldt-UniversitĂ€t auf einigen Wissenschaftsgebieten den internationalen Anschluss wiederherstellen und durch weltweite Kooperationen festigen. Hervorzuheben sind die langjĂ€hrigen und intensiven Forschungs- und Austauschbeziehungen zu Hochschulen in Mittel- und Osteuropa, insbesondere mit Einrichtungen in der Sowjetunion. Es gab in dieser Zeit intensive Kooperationen mit UniversitĂ€ten in Japan und den USA, sowie mit EntwicklungslĂ€ndern in Asien, Afrika und Lateinamerika.

An der Humboldt-UniversitĂ€t, der grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€t der DDR, wurden bis 1990 fast 150.000 Studierende ausgebildet. International anerkannte Forscher lehrten an der UniversitĂ€t. Viele konnten auch nach der Wiedervereinung ihren Platz in der akademischen Welt behaupten.

Die Humboldt-UniversitÀt heute

Die Humboldt-UniversitÀt heute, rechts Alexander von Humboldt von Reinhold Begas
Front der Humboldt-UniversitÀt in Berlin

Die inhaltliche Erneuerung nach der politischen Wende 1989 wurde von einem erheblichen Personalwechsel begleitet. Von 1989 bis 1994 schieden im Hochschulbereich fast 3000 Wissenschaftler, teils aus AltersgrĂŒnden, zumeist aus politischen, fachlichen oder strukturellen GrĂŒnden, aus. In Eigenverantwortung von Struktur- und Berufungskommissionen sowieso auf Grundlage von zahlreichen Gutachten und Empfehlungen von Expertengruppen gab sich die Humboldt-UniversitĂ€t ein neues wissenschaftliches GefĂŒge: Forschungs- und Lehrinhalte wurden evaluiert, verĂ€ndert und neu definiert.

Seit der deutschen Wiedervereinigung hat Berlin vier UniversitÀten, die versuchen, ihre StudienplÀne zu koordinieren. Traditionelle StudiengÀnge wurden im Rahmen der Studienreform umstrukturiert und das Lehrangebot auf eine moderne und international vergleichbare Grundlage gestellt und die Forschung neu ausgerichtet und gestÀrkt.

Denkmal fĂŒr Alexander von Humboldt vor dem HauptgebĂ€ude

Durch die Erneuerung gelang es der Humboldt-UniversitĂ€t, in Forschung und Lehre wieder an Ansehen und AttraktivitĂ€t zu gewinnen. Diese Entwicklung dokumentieren auch die betrĂ€chtlichen Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die an die Humboldt-UniversitĂ€t fließen und als Indikator fĂŒr den wissenschaftlichen Erfolg gelten. Enge Kontakte und Kooperationen mit der Wirtschaft stĂ€rken die Verankerung der UniversitĂ€t in der Gesellschaft.

Seit 1994 verfĂŒgt die UniversitĂ€t ĂŒber elf FakultĂ€ten und mehrere interdisziplinĂ€re Zentren und Zentralinstitute. Mit ĂŒber 300 Liegenschaften in Berlin und Brandenburg zĂ€hlt sie zu den bedeutendsten Standortfaktoren der Region. Im Wintersemester 2004/2005 waren 40.828 Studierende an der Humboldt-UniversitĂ€t einschließlich CharitĂ© eingeschrieben. Diese Zahl ist seit 1989 stark angestiegen. Im Wintersemester 1992/1993 studierten noch 20.425 Personen an der UniversitĂ€t, somit hat sich die Zahl seither verdoppelt. Inzwischen unterliegen alle StudiengĂ€nge einer ZulassungsbeschrĂ€nkung. Auch wegen der fĂŒr junge Menschen attraktiven Hauptstadtlage bewarben sich beispielsweise im Wintersemester 2007/2008 25.750 Abiturienten fĂŒr nur 3.455 StudienplĂ€tze.[5] Sie studieren auf den verschiedenen Standorte in Mitte, Adlershof und im Norden Berlins. 5791 (14,1 Prozent) auslĂ€ndische Studierende aus mehr als 100 LĂ€ndern lernen und forschen derzeit an der Humboldt-UniversitĂ€t. Der Semesterbeitrag fĂŒr Studierende betrug fĂŒr das Wintersemester 2008/2009 242,68 Euro, einschließlich eines Semestertickets fĂŒr den ÖPNV-Bereich Berlin und Umland.

GegenwĂ€rtig pflegt die HU Partnerschaften zu ĂŒber 170 wissenschaftlichen Einrichtungen auf allen Kontinenten. Sie bezeichnet sich als ReformuniversitĂ€t im Zeichen der Exzellenz und verfĂŒgt ĂŒber ein Management mit einem hauptamtlichen PrĂ€sidium. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, ein System der QualitĂ€tssicherung in Forschung und Lehre sowie die Studienreform machen die HU zu einer der fĂŒhrenden deutschen Hochschulen mit breiter nationaler und internationaler Anerkennung, wie zahlreiche Hochschulrankings jedes Jahr zeigen. Dennoch hat die Humboldt-UniversitĂ€t in der Exzellenzinitiative des Bundes und der LĂ€nder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen ihre selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. In der ersten Runde im Jahr 2006 wurde ihr Zukunftskonzept nicht zur Antragsstellung aufgefordert. Im Jahr 2007 kam sie zwar in die Vorrunde, wurde jedoch nicht als sogenannte ‚EliteuniversitĂ€t‘ ausgezeichnet. Allerdings bekam sie in der ersten Runde eine Graduiertenschule und in der zweiten Runde zwei weitere Graduiertenschulen sowie ein eigenes Exzellenzcluster (Exzellenzcluster Topoi) bewilligt, an zwei weiteren ist sie gemeinsam mit anderen Berliner Wissenschaftseinrichtungen beteiligt.

In der Vorrunde der dritten Exzellenzinitiative 2011 wurde die HU neben sechs weitere deutschen UniversitÀten zum Langantrag aufgefordert. Daneben kam sie mit drei Graduiertenschulen und zusammen mit der Charité mit zwei Clustern weiter.[6] Im World University Ranking 2011/12 der Times Higher Education erreichte die HU Platz 109.[7]

Gliederung

PrÀsidium

Das PrĂ€sidium der Humboldt-UniversitĂ€t setzt sich zusammen aus dem PrĂ€sidenten Jan-Hendrik Olbertz, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Studium und Internationales (VPSI), Michael KĂ€mper-van den Boogaart, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Forschung (VPF), Peter Frensch sowie dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Haushalt, Personal und Technik (VPH), Frank Eveslage. Dem PrĂ€sidenten ist der PrĂ€sidialbereich mit vier Referaten unterstellt, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Studium und Internationales unterstehen fĂŒnf, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Forschung vier, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Haushalt vier Abteilungen.[8]

FakultÀten

Die Humboldt-UniversitÀt gliedert sich in elf FakultÀten, die jeweils mehrere Institute umfassen. Daneben bestehen verschiedene zentrale und interdisziplinÀre Einrichtungen.

  • Juristische FakultĂ€t
  • Landwirtschaftlich-GĂ€rtnerische FakultĂ€t
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche FakultĂ€t I (Physik, Biologie, Chemie)
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche FakultĂ€t II (Mathematik, Informatik, Psychologie, Geographie)
  • CharitĂ© â€“ UniversitĂ€tsmedizin Berlin (gemeinsame medizinische FakultĂ€t der Freien UniversitĂ€t Berlin und der HU)
  • Philosophische FakultĂ€t I (Philosophie, Geschichte, Bibliotheks- und Informationswissenschaft, EuropĂ€ische Ethnologie)
  • Philosophische FakultĂ€t II (Literatur, Linguistik, Nordeuropa-Institut, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Slawistik, Klassische Philologie)
  • Philosophische FakultĂ€t III (ArchĂ€ologie, Asien- und Afrikawissenschaften, Kulturwissenschaft, Kunst- und Bildgeschichte, Musikwissenschaft und Medienwissenschaft, Sozialwissenschaften, Geschlechterstudien/ZtG)
  • Philosophische FakultĂ€t IV (Erziehungswissenschaften, Rehabilitationswissenschaften, Sportwissenschaft, QualitĂ€tsentwicklung im Bildungswesen)
  • Theologische FakultĂ€t
  • Wirtschaftswissenschaftliche FakultĂ€t

InterdisziplinÀre Zentren

Zentraleinrichtungen

An-Institute

  • Institut fĂŒr agrar- und stadtökologische Projekte an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (Otto Kaufmann)
  • Institut fĂŒr Anwaltsrecht an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (IfA)
  • Institut fĂŒr Genossenschaftswesen an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (Konrad Hagedorn)
  • Institut Kirche und Judentum an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (Peter-Christian von der Osten-Sacken)
  • Institut fĂŒr Deutsches und internationales Baurecht e. V. an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (Ulrich Battis)
  • ARTOP – Arbeits- und Technikgestaltung, Organisations- und Personalentwicklung e. V. an der Humboldt-UniversitĂ€t Berlin (Wolfgang Scholl)
  • Institut fĂŒr Energie- und Wettbewerbsrecht in der Kommunalen Wirtschaft e. V. an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (EWERK) (Hans-Peter Schwintowski)
  • Institut zur QualitĂ€tsentwicklung im Bildungswesen e. V. (IQB) (Olaf Köller)
  • Maecenata-Institut fĂŒr Philanthropie und Zivilgesellschaft (Herfried MĂŒnkler)

Standorte

Campus Mitte

Erwin Schrödinger-Zentrum mit der Zentralbibliothek Naturwissenschaften auf dem Campus Adlershof

Die Humboldt-UniversitĂ€t verfĂŒgt ĂŒber kein zusammenhĂ€ngendes CampusgelĂ€nde, der Großteil der Institute befindet sich im Ortsteil Mitte, verteilt um das HauptgebĂ€ude. Es liegt am Boulevard Unter den Linden und wurde ursprĂŒnglich von unter anderem Johann Boumann als Palais des Prinzen Heinrich erbaut und spĂ€ter erweitert. Als zentrale UniversitĂ€tsbibliothek wurde das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum am 12. Oktober 2009 eröffnet. Der Neubau befindet sich an den Stadtbahnbögen. Die Juristische FakultĂ€t nutzt die ehemalige Königliche Bibliothek (sogenannte ‚Kommode‘), die Theologische FakultĂ€t unterhielt bis 2006 LehrrĂ€ume im Berliner Dom.

Campus Nord

Zusammen mit der CharitĂ© bilden die GebĂ€ude an der Luisen-, Philipp- und Invalidenstraße den Campus Nord. Hier sind in erster Linie die landwirtschaftlich-gĂ€rtnerischen und biologischen Institute sowie die Asien- und Afrikawissenschaften zu finden. Ebenfalls auf dem Campus Nord ist das seit 2009 zur Leibniz-Gemeinschaft gehörende Naturkundemuseum. In den ehemaligen Reußschen GĂ€rten, dem sogenannten ‚Campus der Lebenswissenschaften‘, sind das Anatomische Theater und das Bernsteinzentrum fĂŒr Computational Neuroscience Berlin.

Campus Adlershof

Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Institute mit Ausnahme der Biologie befinden sich auf dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort (WISTA) in Berlin-Adlershof im SĂŒdosten der Stadt auf dem ehemaligen Flugplatz Johannisthal. Die GebĂ€ude, die von der Humboldt-UniversitĂ€t genutzt werden, sind von 1998 bis 2003 entstanden. Zu den bekanntesten Einrichtungen der seit 1912 von der Deutschen Versuchsanstalt fĂŒr Luftfahrtforschung errichteten Forschungsanlagen gehört der Große Windkanal.[16]

Baumschulenweg

SpÀth-Arboretum

In Berlin-Baumschulenweg befindet sich das Arboretum der UniversitĂ€t. Als Teil des Instituts fĂŒr Biologie ist es Sitz der Arbeitsgruppe fĂŒr Systematische Botanik.[17]

Bibliothek

Die Bibliothek der UniversitĂ€t ist mit rund 6,5 Millionen BĂŒchern und etwa 9.000 laufenden Zeitschriften eine der grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€tsbibliotheken Deutschlands. Die UniversitĂ€tsbibliothek gliedert sich in die Zentralbibliothek – das Grimm-Zentrum – mit 12 integrierten Teil- und Zweigbibliotheken, die Zweigbibliothek fĂŒr Naturwissenschaften auf dem Campus Adlershof, die Zweigbibliothek Campus Nord sowie acht weitere Teil- und Zweigbibliotheken, wie zum Beispiel die des Japanzentrums, der Juristischen oder der Theologischen FakultĂ€t.[18]

Studium

Die Humboldt-UniversitĂ€t ist, obwohl sie weder Medizin noch Ingenieurwissenschaften anbietet, eine traditionelle VolluniversitĂ€t mit 261 StudiengĂ€ngen[19]. Der Studiengang Medizin an der CharitĂ© ist eine gemeinsame FakultĂ€t mit der Freien UniversitĂ€t Berlin, die ingenieurwissenschaftlichen StudiengĂ€nge können, historisch bedingt, nur an der Technischen UniversitĂ€t Berlin studiert werden. Das Angebot fĂŒr LehramtsstudiengĂ€nge umfasst alle vier Laufbahnen des Berliner Modells.

Neben den klassischen StudienfĂ€chern bietet die Humboldt-UniversitĂ€t auch „kleine“ FĂ€cher wie Afrika- und Asienwissenschaften, Deaf Studies oder EuropĂ€ische Ethnologie an. Als einzige Berliner UniversitĂ€t hat die HU Agrarwissenschaft, Evangelische Theologie und Sozialwissenschaft. Es können 12 agrarwissenschaftliche StudiengĂ€nge studiert werden.[20] Deutschlandweit einmalig ist der Studiengang Rehabilitationwissenschaften mit dem Schwerpunkt GebĂ€rdensprach- und AudiopĂ€dagogik.[21] Im Rahmen der finanziellen KĂŒrzungen der spĂ€ten 1990er Jahre wurde an der Berliner UniversitĂ€ten das Angebot neu strukturiert und zusammengelegt. So gab die HU Pharmazie und VeterinĂ€rmedizin an die FU ab und konnte dafĂŒr Bibliotheks- und Sportwissenschaft behalten.

Alle StudiengĂ€nge an der Humboldt-UniversitĂ€t bis auf Mathematik waren im Wintersemester 2010/11 zulassungsbeschrĂ€nkt und hatten einen NC zwischen 1,0 in Psychologie und 2,7 in Agrarwissenschaft. Auf ca. 3.100 StudienplĂ€tze in Bachelor-StudiengĂ€ngen erhielt die HU rund 29.500 Bewerbungen. Die Anzahl der Bewerbungen variierte stark nach Fach: FĂŒr Psychologie bewarben sich z. B. 3.659 Personen auf 90 PlĂ€tze, in Betriebswirtschaftslehre 3.020 auf 140 PlĂ€tze. In Informatik hingegen gab es nur 28 Bewerbungen fĂŒr 15 PlĂ€tze, fĂŒr den Studiengang Ungarische Literatur und Kulturen (Hungarologie) mit zehn PlĂ€tzen gingen 15 Bewerbungen ein.[22]

Sammlungen der Humboldt-UniversitÀt

Rekonstruiertes Skelett von Giraffatitan brancai im Museum fĂŒr Naturkunde

Die wissenschaftlichen Sammlungen der UniversitĂ€t mit mehreren Millionen Objekten gehören zu den bedeutendsten im deutschsprachigen Raum. Sie gehen zurĂŒck bis auf das Jahr 1700, als die Preußische Akademie der Wissenschaften gegrĂŒndet wurde. Nach 1810 wurden Teile dieser und anderer wissenschaftlicher Sammlungen in die UniversitĂ€t eingegliedert. Insgesamt gehören ĂŒber 100 Sammlungen der Humboldt-UniversitĂ€t an.

Bis Ende 2008 war auch die naturwissenschaftliche Sammlung im 1889 gegrĂŒndeten Museum fĂŒr Naturkunde darunter. Im Jahr 2009 wurde das Naturkundemuseum mit seinen 30 Millionen Objekten ausgegliedert.[23]

Angehörige der Humboldt-UniversitÀt

In der Geschichte der Humboldt-UniversitĂ€t gibt es zahlreiche berĂŒhmte Wissenschaftler. Als 1901 der Nobelpreis zum ersten Mal verliehen wurde, ging eine der begehrten Auszeichnungen an die Berliner UniversitĂ€t, an den niederlĂ€ndischen Chemiker Jacobus Henricus van't Hoff. Ein Jahr spĂ€ter wurde Theodor Mommsen, Professor fĂŒr Alte Geschichte, gewĂŒrdigt â€“ als erster deutscher NobelpreistrĂ€ger fĂŒr Literatur. Den Nobelpreis fĂŒr Physik erhielten zahlreiche Forscher, die mit der UniversitĂ€t wissenschaftlich verbunden waren. Unter den insgesamt 29 NobelpreistrĂ€gern[24] waren auch Albert Einstein und Max Planck. FĂŒr ihre Leistungen in der Chemie wurden Emil Fischer, Walther Nernst und Otto Hahn, in der Medizin Robert Koch und Otto Warburg ausgezeichnet. Zu den politisch profilierten Professoren der Humboldt-UniversitĂ€t gehörte Ernst Niekisch, der Herausgeber der 1934 verbotenen Zeitschrift Widerstand. Zeitschrift fĂŒr nationalrevolutionĂ€re Politik, der 1948 Professor der Soziologie wurde.

Doch nicht nur die NobelpreistrĂ€ger prĂ€gten und prĂ€gen den Ruf der Berliner UniversitĂ€t. Ihre Alumni bestimmten die Entwicklung der Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert mit: Heinrich Heine, Adelbert von Chamisso, Ludwig Feuerbach, Otto von Bismarck, Karl Marx, Franz Mehring, Wilhelm und Karl Liebknecht, Kurt Tucholsky und Alfred Wegener waren einst als Studierende an der Berliner Alma mater eingeschrieben. Nachdem das Frauenstudium in Preußen 1908 erlaubt worden war, konnten auch weibliche Studierende und Lehrende den akademischen Ruf der HU vertreten, unter ihnen Alice Salomon, Liselotte Richter, Lise Meitner und Clara von Simson[25]. Die Erstsynthese des Amphetamins wurde 1887 durch den Chemiker Lazăr Edeleanu an der Humboldt-UniversitĂ€t durchgefĂŒhrt.

FĂŒr eine Liste bekannter ehemaliger Studenten und Mitarbeiter, siehe Liste der Angehörigen der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin.

Bekannte Professoren

Siehe auch

Literatur

  • Johannes Asen: Gesamtverzeichnis des Lehrkörpers der UniversitĂ€t Berlin, Band 1: 1810 - 1945. Die Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t, die TierĂ€rztliche Hochschule, die Landwirtschaftliche Hochschule, die Forstliche Hochschule, Harrassowitz, Leipzig 1955
  • Peter Bahl, Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Die Matrikel der Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t zu Berlin 1810–1850. 3 BĂ€nde, Berlin 2010
    [=Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berl Bd. 86, LXXXIV, Teil 1 und 2 sowie T. 3 (Indizes)]
  • RĂŒdiger vom Bruch (Hrsg.): Die Berliner UniversitĂ€t im Kontext der deutschen UniversitĂ€tslandschaft nach 1800, um 1860 und um 1910. 2010. ISBN 978-3-486-59710-3
  • Gianluca Falanga: Die Humboldt-UniversitĂ€t. Story, Berlin 2005, ISBN 3-929829-27-4.
  • Christian Saehrendt: Antisemitismus und politische Gewalt an der Berliner UniversitĂ€t 1919–1933. In: Jahrbuch fĂŒr Antisemitismusforschung. Berlin 2004.
  • Max Lenz: Geschichte der Königlichen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t zu Berlin. 4 BĂ€nde, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses 1910.
  • Helmut Klein (Hrsg.), RĂŒger Adolf u. a.: Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Band 1: Überblick 1810–1985. Band 2: Dokumente 1810–1985. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1985.
  • Volker Klemm: Von der Königlichen Akademie des Landbaus in Möglin zur Landwirtschaftlich-GĂ€rtnerischen FakultĂ€t der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Unter Mitwirkung von Reinhard Deutsch. Fotografischer Rundgang durch die FakultĂ€ten: Kerstin Neumann. Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-00-002300-3. (enthĂ€lt Zeittafel ab 1804, Kurzbiographien)
  • UniversitĂ€t Berlin: Ausschuß fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit der FakultĂ€t: Die Landwirtschaftlich-GĂ€rtnerische FakultĂ€t der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Berlin 1998.
  • Anna-Maria von Lösch: Der nackte Geist: die Juristische FakultĂ€t der Berliner UniversitĂ€t im Umbruch von 1933. Mphr, TĂŒbingen 1999, ISBN 3-16-147245-4. (BeitrĂ€ge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts; 26.)
  • David Koser, Roman Schmidt: Friedrich-Wilhelm-UniversitĂ€t, In: Hauptstadt des Holocaust. Orte nationalsozialistischer Rassenpolitik in Berlin (PDF), Berlin: Stadtagentur 2009, Ort 67, S. 186 ff., ISBN 978-3-9813154-0-0.
  • Werner Hartke (Hrsg.): Wilhelm von Humboldt 1767–1967: Erbe, Gegenwart, Zukunft. BeitrĂ€ge, vorgelegt von der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin anlĂ€sslich der Feier des 200. Geburtstages ihres GrĂŒnders. Niemeyer, Halle/Saale 1967. (BeitrĂ€ge zur Geschichte der Humboldt-UniversitĂ€t) (enthĂ€lt: Heinz Warnecke: Zeittafel zur GrĂŒndung der Berliner UniversitĂ€t. S. 237–242.)
  • Volker Gerhardt, Reinhard Mehring, Jana Rindert: Berliner Geist: eine Geschichte der Berliner UniversitĂ€tsphilosophie bis 1946. Mit einem Ausblick auf die Gegenwart der Humboldt-UniversitĂ€t. Akademie-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-05-002961-7.
  • Kurt-R. Biermann: Die Mathematik und ihre Dozenten an der Berliner UniversitĂ€t 1810–1933: Stationen auf dem Wege eines mathematischen Zentrums von Weltgeltung. Mit einem Geleitwort von Heinz Stiller. Akademie-Verlag, Berlin 1988.
  • Aya Soika: Das Kunsthistorische Institut, die ehemalige UniversitĂ€tsbibliothek. 2000. (online)
  • Ludwig Petry: Die GrĂŒndung der 3 Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€ten Berlin, Breslau, Bonn. In: Otto Brunner (Hrsg.): Festschrift Herman Autin zum 80. Geburtstag. Wiesbaden 1965, S. 687–709.
  • Hans-Dieter Kubitscheck: Das SĂŒdostasien-Institut an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Zur Geschichte der SĂŒdostasienwissenschaften. Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, Berlin 1996. (SĂŒdostasien, 1.)
  • Otto Franke: Das Seminar fĂŒr Orientalische Sprachen in Berlin. 1926.
  • Steffi Heinzel: Zur Geschichte des Instituts fĂŒr BerufspĂ€dagogik in Lehre und Forschung an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin 1946–1968. Dissertation. Humboldt UniversitĂ€t zu Berlin 1986,
  • Peter Krietsch, Manfred Dietel: Pathologisch-Anatomisches Cabinet: vom Virchow-Museum zum Berliner Medizinhistorischen Museum der CharitĂ©. Blackwell, Berlin u. a. 1996, ISBN 3-89412-254-4.
  • Konrad H. Jarausch: Die Vertreibung der jĂŒdischen Studenten und Professoren von der Berliner UniversitĂ€t unter dem NS-Regime. Vortrag am 15. Juni 1993. Humboldt-UniversitĂ€t, Öffentliche Vorlesungen, Heft 37. 1995.
  • Carlo Jordan: Kaderschmiede Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Aufbegehren, SĂ€uberungen und Militarisierung 1945–1989. Links, Berlin 2001, ISBN 3-86153-253-0.

Zeitschriften der Humboldt-UniversitÀt

  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe. â€“ Berlin: Humboldt-Univ. 1.1951/52 â€“ 31.1982; 32.1983,2
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Gesellschaftswissenschaftliche Reihe â€“ Berlin: Humboldt-Univ. 32.1983,1; 32.1983,3 â€“ 36.1987
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Reihe Gesellschaftswissenschaften / Hrsg.: Der Rektor â€“ Berlin: Univ. 37.1988 â€“ 39.1990
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Mathematisch-naturwissenschaftliche Reihe. â€“ Berlin: Humboldt-Univ. 1.1951/52 -36.1987
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Reihe Mathematik, Naturwissenschaften / Hrsg.: Der Rektor. â€“ Berlin: Univ. 37.1988 â€“ 39.1990
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Mathematik, Naturwissenschaften â€“ Berlin: Univ. 40.1991 â€“ 41.1992
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Medizin â€“ Berlin: Univ. 40.1991 â€“ 41.1992
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin / Agrarwissenschaften. â€“ Berlin: Univ. 40.1991 â€“ 41.1992
  • UniversitĂ€t <Berlin, Ost> / Bereich Medizin (CharitĂ©): CharitĂ©-Annalen. â€“ Berlin: Akad.-Verl. (1.1981 (1982)-9.1989 (1990) ISSN: 0232-7090
  • UniversitĂ€t <Berlin, Ost>: Humboldt-UniversitĂ€t . â€“ 1.1957, 14. Okt.-35.1990, 1/2 (Sept.) / 91 (1990) 1968–1990
  • UniversitĂ€t <Berlin, Humboldt-UniversitĂ€t>: Humboldt-UniversitĂ€t. â€“ Berlin, de. â€“ 35.1990, 3 (Okt.) / 91 (1990) â€“ 36.1991/92, Juli
  • UniversitĂ€t <Berlin, Humboldt-UniversitĂ€t>: Humboldt. â€“ Berlin: Runze & Casper . â€“ 37.1992/93, Nov.

Weblinks

 Commons: Humboldt-UniversitĂ€t Berlin â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d Daten und Zahlen zur Humboldt UniversitĂ€t. Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, abgerufen am 15. Oktober 2011.
  2. ↑ Unterschriftsdatum von Friedrich Wilhelm III. auf der GrĂŒndungsurkunde
  3. ↑ Matrikelnummer 1: Der erste Student (hu-berlin.de)
  4. ↑ Vgl. BegrĂŒĂŸungsrede von Christoph Markschies, dem PrĂ€sidenten der Humboldt-UniversitĂ€t, zur Auftaktveranstaltung des Humboldt-JubilĂ€umsjahres am 12. Oktober 2009 (hu-berlin.de)
  5. ↑ Ansturm auf Berlins UniversitĂ€ten. Berliner Morgenpost, 13. Oktober 2007, abgerufen am 25. Juni 2008.
  6. ↑ Humboldt-Uni zieht ins Finale ein. Tagesspiegel, 3. MĂ€rz 2011, abgerufen am 13. MĂ€rz 2011.
  7. ↑ Top Universities in Europa 2011-2012, abgerufen am 6. Oktober 2011, und Humboldt-UniversitĂ€t erreicht im World University Ranking Rang 109. Pressemeldung der HU vom 6. Oktober 2011, abgerufen am 6. Oktober 2011.
  8. ↑ Organisation der HU, abgerufen am 19. Oktober 2010.
  9. ↑ Website des Hermann von Helmholtz-Zentrums fĂŒr Kulturtechnik
  10. ↑ Homepage des Antikezentrums
  11. ↑ Homepage des ZIBI
  12. ↑ InternetprĂ€senz des ZtG
  13. ↑ Homepage des Zentrums UbiquitĂ€re Information
  14. ↑ Homepage des Zentrums Genetische VariabilitĂ€t
  15. ↑ Mehr Praxis fĂŒr kĂŒnftige LehrkrĂ€fte, Artikel in der Tagesspiegel-Beilage vom 16. Oktober 2011, abgerufen am 23. Oktober 2011.
  16. ↑ Siehe ebenfalls folgenden Link zum Campus Adlershof: Der Campus Adlershof auf der offiziellen Homepage der HU Berlin. Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2010
  17. ↑ Mathematisch-Naturwissenschaftliche FakultĂ€t I – Institut fĂŒr Biologie: Botanik & Arboretum
  18. ↑ hu-berlin.de: Profil der UniversitĂ€tsbibliothek, abgerufen am 25. Juli 2010
  19. ↑ hu-berlin.de: Daten und Zahlen, abgerufen am 10. April 2011.
  20. ↑ hu-berlin.de: Übersicht der agrarwissenschaftlichen StudiengĂ€nge, abgerufen am 10. April 2011.
  21. ↑ hu-berlin.de: Profil der Abteilung Audio- und GebĂ€rdensprachpĂ€dagogik, abgerufen am 10. April 2011.
  22. ↑ hu-berlin.de: Wie hoch ist der NC? (WS 10/11), abgerufen am 10. Aril 2011.
  23. ↑ museum.hu-berlin.de: Struktur des Museums, letzter Aufruf im April 2009
  24. ↑ www.hu-berlin.de: NobelpreistrĂ€ger, abgerufen am 23. Oktober 2011.
  25. ↑ www.hu-berlin.de: Frauen in den Naturwissenschaften, abgerufen am 23. Oktober 2011.

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