Hunte

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Hunte
Hunte
Die Hunte in der Wildeshauser Geest

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DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss ├╝ber Weser Ôćĺ Nordsee
Quelle Wiehengebirge
52┬░ 15ÔÇ▓ 36ÔÇ│ N, 8┬░ 20ÔÇ▓ 33ÔÇ│ O52.268.3425185
Quellh├Âhe 185 m ├╝. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
M├╝ndung bei Elsfleth in die Weser
53.2527777777788.47888888888890

53┬░ 15ÔÇ▓ 10ÔÇ│ N, 8┬░ 28ÔÇ▓ 44ÔÇ│ O53.2527777777788.47888888888890
M├╝ndungsh├Âhe 0 mVorlage:Infobox Fluss/H├ľHENBEZUG-M├ťNDUNG fehltVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
H├Âhenunterschied 185 m
L├Ąnge 189 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 2.785 km┬▓Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

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Rechte Nebenfl├╝sse Wagenfelder Aue, Ollen
Linke Nebenfl├╝sse Haaren, Lethe
Durchflossene Seen D├╝mmer
Gro├čst├Ądte Oldenburg
Mittelst├Ądte Melle
Kleinst├Ądte Diepholz, Wildeshausen, Elsfleth
Einwohner im Einzugsgebiet 432000[1]
Schiffbar zwischen Oldenburg und Elsfleth f├╝r Europaschiffe und K├╝stenmotorschiffe; auf dem zum K├╝stenkanal geh├Ârenden Abschnitt f├╝r Schiffe bis 1000BRT
Hunte pos.png

Die Hunte ist ein 189 km langer, linker bzw. westlicher Nebenfluss der Weser in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist nach der Aller der zweitl├Ąngste Nebenfluss der Weser.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der Fluss entspringt im Wiehengebirge s├╝dlich von dessen Hauptkamm n├Ârdlich von Melle (Landkreis Osnabr├╝ck) westlich des Weilers Hust├Ądte. Das Quellgebiet liegt zwischen den Meller Stadtteilen Oldendorf und Buer und geh├Ârt zum Naturpark TERRA.vita.

In einem kurzen Durchbruchstal durchquert die Hunte den Kamm des Wiehengebirges zwischen dem Linner Berg (181 m) im Westen und dem Kleinen Kellenberg (161 m) und erreicht etwa 10 km von der Quelle die Norddeutsche Tiefebene. Bei der Burg Wittlage am Ostrand von Bad Essen wird sie unter dem Mittellandkanal hindurch geleitet. Ein Teil des Wassers wird auch in den Kanal eingespeist.

Im Moorg├╝rtel flie├čt die Hunte durch Bohmte und dann in den D├╝mmer. Den D├╝mmer verl├Ąsst sie mit zwei Hauptarmen, die sich in Diepholz wieder vereinen. Der westliche hei├čt Hunte, der ├Âstliche Lohne. Die n├Ąchsten Orte an der Hunte sind Drebber und Barnstorf. Dann tritt sie in die Wildeshauser Geest ein, wo sie Goldenstedt und Wildeshausen durchflie├čt und D├Âtlingen passiert. In nordwestlicher Richtung durchschneidet sie die landschaftlich reizvolle Niederung westlich der Osenberge ÔÇô dieser Flussabschnitt geh├Ârt zu den sch├Ânsten und ├Âkologisch bedeutendsten der Hunte.

Bei Wardenburg verl├Ąsst sie den Naturpark Wildeshauser Geest. Von links (S├╝dwesten) m├╝ndet die Lethe ein.

Im s├╝dlichen Stadtgebiet von Oldenburg, s├╝dlich des K├╝stenkanals, teilt sich die Hunte: Die Alte Hunte wird durch einen D├╝ker bei K├╝K-km 2,4, oberhalb der Schleuse Oldenburg, von S├╝den nach Norden geleitet und verl├Ąuft dann n├Ârdlich des K├╝stenkanals. Unterhalb der Stadtautobahn wurden umfangreiche wasserbauliche Ma├čnahmen durchgef├╝hrt, die 2006 abgeschlossen wurden. Im Zuge einer Neugestaltung des Flussbades OLANTIS erhielt in diesem Bereich die Alte Hunte (die hier auch ÔÇ×M├╝hlenhunteÔÇť genannt wird) ein neues, naturnah gestaltetes Bett.[2] Die Alte Hunte flie├čt anschlie├čend am Schlossgarten und an der Huntestra├če entlang und speist unterhalb des Stautors den Alten Hafen. Am Stautor m├╝ndet, von links (Westen) kommend, die Haaren in die Hunte.

Die Neue Hunte flie├čt s├╝d├Âstlich des K├╝stenkanals parallel zu diesem und m├╝ndet unterhalb der Realschule Osternburg, am unteren Ende des Vorhafens der Schleuse Oldenburg, in die Kanaltrasse ein. Von hier ab bis zum km 0,00 geh├Ârt die Neue Hunte zum K├╝stenkanal. An seinem Anfang vereinigt sich die Neue Hunte unterhalb des Wendehafens mit der Alten Hunte. Den Namen ÔÇ×Neue HunteÔÇť tr├Ągt der Flussarm, weil sein Bett erst im Zusammenhang mit den Kanalbauarbeiten angelegt worden ist.

In Oldenburg knickt die Hunte nach Nordosten ab und gelangt ins Marschland. Sie bildet zun├Ąchst die Grenze zwischen den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch, etwas stromabw├Ąrts dann die Grenze zwischen dem s├╝d├Âstlich gelegenen Stedingen und dem bis an den Jadebusen reichenden Stadland. S├╝dlich von Elsfleth m├╝ndet sie in die von S├╝dosten kommende Weser. Bis Ende des 19. Jahrhunderts m├╝ndete die Hunte s├╝dlich von Elsfleth in den Weserarm Westergate, dessen n├Ârdlicher Teil von da an der Hunte zugerechnet wurde. Seitdem ist Elsfleth aus einem Hafen am Weserarm Westergate zu einem Hafen an der Hunte geworden.

Einzugsgebiet

Hinweisschild zur Huntequelle
Ehemalige wasserkraftbetriebene ├ľlm├╝hle an der Hunte in Hunteburg
Renaturierter Abschnitt des Huntelaufs in Hunteburg

Das Einzugsgebiet der Hunte ist relativ schmal (maximale Breite etwa 40 km) und erstreckt sich von S├╝den nach Norden ├╝ber die Bundesl├Ąnder Niedersachsen und zu einem geringen Teil auch Nordrhein-Westfalen (Kreise Minden-L├╝bbecke und Herford) auf einer L├Ąnge von etwa 110 km. Der h├Âchste Punkt des Einzugsgebiets ist der Nonnenstein im Wiehengebirge (275 m ├╝. NN), die niedrigsten Gebiete des Einzugsgebiet liegen in den Marschen an der unteren Hunte (teilweise unter dem Nullpunkt). Der weitaus gr├Â├čte Teil des Einzugsgebiet liegt in der Norddeutschen Tiefebene, so dass die Hunte haupts├Ąchlich Moore, Geest und Marsch durchflie├čt. Ein kleiner Teil liegt im Mittelgebirge.

Nutzung der Hunte

Wasserkraftwerk Wildeshausen

In Wildeshausen und in Oldenburg befinden sich Wasserkraftwerke. Das Kraftwerk Wildeshausen wurde 1913, das Kraftwerk Oldenburg 1927 in Betrieb genommen. Beide Kraftwerke nutzen das flie├čende Huntewasser zur Erzeugung elektrischer Energie.[3] Dar├╝ber hinaus reguliert das Oldenburger Kraftwerk gleichzeitig die Wasserst├Ąnde der Hunte oder des K├╝stenkanals auch bei Hochwasser.[4]

Nach dem Nieders├Ąchsischen Fischereigesetz von 1978 ist die Hunte in vier Fischereibezirke eingeteilt, und zwar

  • Fischereibezirk Hunte I (von der Gemeindegrenze Hust├Ądte ÔÇô Selingsdorf bis zur Einm├╝ndung in den D├╝mmer)
  • Fischereibezirk D├╝mmer
  • Fischereibezirk Hunte II (vom Abfluss aus dem D├╝mmer bis zur Stra├čenbr├╝cke der Bundesautobahn 1 bei Wildeshausen)
  • Fischereibezirk Hunte III (von der Stra├čenbr├╝cke der A 1 bis Huntebr├╝ck).[5]

Die Hunte unterhalb der Verbindungslinie der Deichscharten bei Huntebr├╝ck gilt als K├╝stengew├Ąsser im Sinne von ┬ž 16 Abs. 3 des Nieders├Ąchsischen Fischereigesetzes.

Die mittlere Hunte als Wassersport- und Anglerrevier

Der Abschnitt zwischen dem D├╝mmer und Wildeshausen wird von Kanuten und Ruderern als Revier genutzt.[6]

Der 41 km lange Abschnitt zwischen Wildeshausen und Oldenburg ist als Paddelrevier f├╝r Anf├Ąnger und Gelegenheitspaddler geeignet.[7] Der Fluss ist hier zwischen 12 und 20 Meter breit, die Flie├čgeschwindigkeit ist mit etwa zwei Kilometer pro Stunde gering.[8] Es gibt keine Wehre oder andere Hindernisse, keinen motorisierten Schifffahrtsverkehr. Der Abschnitt oberhalb von Wildeshausen hat 14 Wehre, die ein Umtragen der Boote erfordern. Vom 1. April bis 15. Juni gilt hier aus Naturschutzgr├╝nden ein Befahrungsverbot, in der ├╝brigen Zeit gibt es eine Bootsgr├Â├čenbeschr├Ąnkung auf 6 m L├Ąnge und 1 m Breite.

Im Stadtgebiet von Oldenburg befindet sich die M├╝hlenhunte, ein ehemaliger Nebenarm der Hunte. Die M├╝hlenhunte hat eine Gr├Â├če von rund 2 Hektar und ist im Schnitt 10 bis 15 Meter breit und 2,0 bis 2,5 Meter tief. Das Gew├Ąsser ist ein beliebtes Freizeit- und Angelrevier.[9] In der Innenstadt von Oldenburg bildet sie die s├╝d├Âstliche Grenze des Oldenburger Schlossgartens.

Die mittlere Hunte als Binnenschifffahrtsstra├če

Vom unteren Vorhafen der Schleuse Oldenburg (km 1,22) bis zum Beginn des K├╝stenkanals 140 m unterhalb der Amalienbr├╝cke in Oldenburg (km 0,00) an der Einfahrt zum Alten Hafen z├Ąhlt die mittlere Hunte zur Bundeswasserstra├če K├╝stenkanal.[10][11]

Die untere Hunte als Seeschifffahrtsstra├če

Schon im 14. und 15. Jahrhundert hatte der Schiffsverkehr auf der unteren Hunte von und nach Oldenburg einen betr├Ąchtlichen Umfang. Die Schifffahrt war jedoch durch zahlreiche starke Kr├╝mmungen sehr erschwert. Ab 1833 bis nach 1952 wurden insgesamt 20 Durchstiche angelegt und regelm├Ą├čige Baggerungen durchgef├╝hrt. Damit verk├╝rzte sich die Streckenl├Ąnge bis zur Westergate von urspr├╝nglich etwa 34 km um gut 12 km. Gleichzeitig wuchs der mittlere Tidenhub in Oldenburg auf heute 2,6 m. In den 1990er Jahren wurden Vertiefungsbaggerungen und Kurvenabflachungen vorgenommen.

Der km 0,00, 140 m unterhalb der Amalienbr├╝cke, ist nach Westen der Anfangspunkt des K├╝stenkanals, nach Osten der Anfangspunkt der Bundeswasserstra├če Hunte[10] (untere Hunte) als Seeschifffahrtsstra├če (Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstra├čen-Ordnung) mit dem End-km 24,63 bei Unterweser-km 32,09.[11] Zust├Ąndig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen.

K├╝stenkanal und untere Hunte bilden den Schifffahrtsweg zwischen Ems und Unterweser. Der K├╝stenkanal geh├Ârt zur Klasse IV der Binnenwasserstra├čen, die Hunte zur Klasse Va mit Einschr├Ąnkungen. W├Ąhrend der Kanal nur f├╝r Schiffe bis 2 m Tiefgang zugelassen ist, erm├Âglicht die Ausbaggerung der Hunte auch kleineren Seeschiffen, sog. K├╝stenmotorschiffen bis zu 4 m Tiefgang die Zufahrt zum Oldenburger Hafen. Auch Schiffe mit hohen Aufbauten k├Ânnen die Hunte nutzen, da ab dem Oldenburger Hafen Br├╝cken entweder sehr hoch oder beweglich (Klapp- oder Hubbr├╝cken) sind.[12]

Naturschutzgebiete

Hochbr├╝cke der A 29 ├╝ber die Hunte bei Oldenburg. Am linken Ufer flussabw├Ąrts der Br├╝cke das Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen

Die Hunte ber├╝hrt in ihrem Verlauf die folgenden Naturschutzgebiete bzw. durchquert sie:

Bauwerke

Stra├čenbr├╝cken in Oldenburg

Amalienbr├╝cke (vorne) und C├Ącilienbr├╝cke (hinten) ├╝ber die zum K├╝stenkanal geh├Ârende Neue Hunte

Die Hunte wird im Stadtgebiet von Oldenburg (ohne Ber├╝cksichtigung der Alten Hunte) von insgesamt f├╝nf Stra├čenbr├╝cken ├╝berquert.

Flussabw├Ąrts gesehen sind dies

Ôćĺ Hauptartikel: C├Ącilienbr├╝cke
Die C├Ącilienbr├╝cke quert die Hunte seit 1832. Die Br├╝cke wurde mit dem Bau des K├╝stenkanals durch eine Hubbr├╝cke ersetzt. Die 1927 fertiggestellte Br├╝cke quert seitdem die Hunte an dieser Stelle.
  • Amalienbr├╝cke
Ôćĺ Hauptartikel: Amalienbr├╝cke
Die Amalienbr├╝cke quert die Hunte seit 1893. Zun├Ąchst befand sich hier eine Zugbr├╝cke, die jedoch mit dem Bau des K├╝stenkanals durch eine Hubbr├╝cke ersetzt wurde. Von 1978 bis 1981 wurde die Hubbr├╝cke durch eine feste Br├╝cke etwas unterhalb der alten Hubbr├╝cke ersetzt.
  • Hochbr├╝cke der A 29

Eisenbahnbr├╝cke in Oldenburg

Eisenbahn-Klappbr├╝cke ├╝ber die Hunte

In Oldenburg ├╝berspannt die Br├╝cke der Bahnstrecken OldenburgÔÇôBremen und OldenburgÔÇôOsnabr├╝ck die Hunte. Die Br├╝cke ist als Rollklappbr├╝cke ausgelegt, die ├╝ber zwei Durchfahrten f├╝r Schiffe verf├╝gt. Beide Klappen k├Ânnen unabh├Ąngig voneinander ge├Âffnet werden. Die ├ľffnung erfolgt hydraulisch, nachdem die urspr├╝ngliche mechanische Steuerung um den Jahrtausendwechsel gegen eine hydraulische Steuerung ausgetauscht worden war.

Die Klappbr├╝cke an dieser Stelle wurde von 1946 bis 1954 gebaut. Die Klappe ├╝ber die s├╝dliche Durchfahrt konnte bereits 1952 in Betrieb genommen werden, die Klappe ├╝ber die n├Ârdliche Durchfahrt dann 1954. Die Br├╝cke ersetzt eine feste Querung ├╝ber die Hunte, nachdem eine seit Juli 1866 an gleicher Stelle vorhandene Drehbr├╝cke im April 1945 zerst├Ârt worden war. Die zerst├Ârte Drehbr├╝cke wurde zun├Ąchst durch eine feste Querung ersetzt, die jedoch den Schiffsverkehr auf der Hunte zu stark behinderte.

Neben dem Bahnverkehr, der ├╝ber zwei Gleise die Br├╝cke ├╝berqueren kann, kann die Br├╝cke auch von Fu├čg├Ąngern und Radfahrern genutzt werden. Die Br├╝cke, die der Deutschen Bahn geh├Ârt, wird von einem auf der Nordseite direkt an der Br├╝cke stehenden Stellwerk gesteuert.

Hubbr├╝cke Huntebr├╝ck

Ôćĺ Hauptartikel: Hubbr├╝cke Huntebr├╝ck

Das nieders├Ąchsische Baudenkmal Hubbr├╝cke Huntebr├╝ck wurde 1951 bis 1953 f├╝r die B212 von Huntebr├╝ck (zu Berne) erbaut und ist eine der ├Ąltesten in Betrieb befindlichen Hubbr├╝cken in Deutschland. Die Fahrbahn der Stra├če verl├Ąuft in einem Stahlgittertrog, der mit einem Elektromotor in Br├╝ckenmitte von 42 kW (57 PS) Leistung bewegt wird. Die Gegengewichte in den Hubt├╝rmen wiegen je 155 t. Bei mittlerem Tidehochwasser betr├Ągt die Durchfahrtsh├Âhe in den beiden Hubstufen 8,23 m bzw. 24,53 m. Der Hubvorgang ben├Âtigt 2 Minuten, bei Nutzung der Schnellstufe 30 Sekunden.

Im Zuge des Neubaus der Bundesstra├če 212 (B212n) wird die Hubbr├╝cke demontiert und durch eine neue Klappbr├╝cke ersetzt werden.[13][14]

Drehbr├╝cke der Bahn HudeÔÇôNordenham

Etwa einen Kilometer abw├Ąrts der Hubbr├╝cke steht eine Stahlgitter-Drehbr├╝cke der Bahnstrecke HudeÔÇôNordenham.

Huntesperrwerk

Ôćĺ Hauptartikel: Huntesperrwerk

An der M├╝ndung der Hunte in die Weser bei Elsfleth befindet sich zur Sturmflutabsperrung das 1976 bis 1979 erbaute Huntesperrwerk. Zwei m├Ąchtige, konvex gebogene Sperrtore (Segmentsch├╝tzen) in den je 20 m breiten Durchfluss├Âffnungen und zwei zweiteilige Stemmtore in den je 26 m breiten Schifffahrts├Âffnungen k├Ânnen bei Sturmflut geschlossen werden und sch├╝tzen so das Hinterland vor ├ťberflutung. Damit die Schifffahrt ungehindert das Sperrwerk passieren kann, ist es mit einer Klappbr├╝cke ├╝berbaut, die tags├╝ber zu jeder vollen Stunde geschlossen wird und f├╝r f├╝nf Minuten die ├ťberquerung der Hunte f├╝r Fu├čg├Ąnger und Radfahrer erm├Âglicht.

Projekt ÔÇ×Flusslandschaft HunteÔÇť

Am 6. April 2008 wurde das Projekt ÔÇ×Flusslandschaft HunteÔÇť von den Landkreisen Diepholz, Vechta und Oldenburg ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist es, den Fluss in seiner Gesamtl├Ąnge Landkreis ├╝bergreifend wieder zu einer Lebensader f├╝r Mensch und Natur zu entwickeln. In den Jahren 2008 bis 2010 wurden verschiedene Ma├čnahmen aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Naturschutz und Tourismus realisiert. Zur Finanzierung des Projektes haben die drei Landkreise und alle Hunte-Anrainerkommunen insgesamt 600.000 Euro zur Verf├╝gung gestellt. Das Projektmanagement, das beim Landkreis Diepholz (Fachdienst Kreisentwicklung) angesiedelt ist, wird mit 40.000 Euro durch die Metropolregion Bremen-Oldenburg gef├Ârdert.[15]

Literatur

  • Georg Ruseler: Die Hunte: In Niedersachsen VIII (1902/1903), Seite 344-345
  • Akkermann, R. et al. (1994): Die Hunte - Portr├Ąt eines nordwestdeutschen Flusses. - Isensee Verlag, Oldenburg, 234 S.
  • Nils Aschenbeck und Bernd Oeljeschl├Ąger: Die Hunte - Von Wildeshausen bis Oldenburg. Informativer Kultur- und Naturf├╝hrer. CULTURCON medien, Wildeshausen 2007; ISBN 978-3-939401-12-4
  • M. Eckoldt (Hrsg.), Fl├╝sse und Kan├Ąle, Die Geschichte der deutschen Wasserstra├čen, DSV-Verlag 1998

Weblinks

 Commons: Hunte ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Flussgebietsgemeinschaft Weser: Bewirtschaftungsplan Flussgebietseinheit Weser 2005 ÔÇô Bestandsaufnahme Teilraum Tideweser
  2. ÔćĹ Stadt Oldenburg: Flussbad und Landschaftspark an der M├╝hlenhunte ÔÇô ein Projekt der Freizeitgestaltung und Gew├Ąsserrenaturierung
  3. ÔćĹ Energymap: Stadt Wildeshausen: 38% EEG-Strom
  4. ÔćĹ Oldenburg: EWE betreibt Hunte-Wasserkraftwerk. Nordwestzeitung. 31. M├Ąrz 2010
  5. ÔćĹ Anlage 2 zum Nieders├Ąchsischen Fischereigesetz zu ┬ž 18 Abs. 1
  6. ÔćĹ Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung: Wassertourismus Hunte - Handlungsprogramm - 2007. S. 17f.
  7. ÔćĹ Hunte-natur ÔÇô Der Fluss, abgerufen am 11. Oktober 2009
  8. ÔćĹ J├╝rgen Gerlach/Heinrich Nejdly: Kanuwandern in Deutschland. BLV Verlagsgesellschaft mbH. M├╝nchen. 2002. S. 82 ff. ISBN: 3405164575
  9. ÔćĹ Angelmagazin vom Mai 2006: Gew├Ąssertipp ÔÇô M├╝hlenhunte in Oldenburg, abgerufen am 11. Oktober 2009
  10. ÔćĹ a b Verzeichnis E, Lfd.Nr. 22 und 25 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  11. ÔćĹ a b L├Ąngen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstra├čen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  12. ÔćĹ K├╝stenfahrer.de: Oldenburg / Hunte
  13. ÔćĹ Neubau der Bundesstra├če 212 von Huntebr├╝ck bis zur Landesgrenze Niedersachsen/ Bremen. Nieders├Ąchsische Landesbeh├Ârde f├╝r Stra├čenbau und Verkehr
  14. ÔćĹ Ausschreibung: Bau von Stra├čenbr├╝cken - D-Oldenburg. Neubau einer Klappbr├╝cke ├╝ber die Hunte im Zuge des Neubaues der B 212n
  15. ÔćĹ Landkreise Vechta, Diepholz und Wildeshausen starten Projekt ÔÇ×Flusslandschaft HunteÔÇť. Oldenburgische Volkszeitung vom 7. April 2008

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