Höhlenmalerei

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Höhlenmalerei
Höhlenmalerei aus Altamira, Alt-Magdalénien

Die Höhlenmalerei ist ein Genre der Felsbilder, die an WĂ€nden von Höhlen oder Abris aufgebracht wurden. Höhlenmalereien werden als Art pariĂ©tal (franz.: zur Wand gehörige Kunst, von lat. paries = Wand) oder „Parietalkunst“ bezeichnet. Die europĂ€ischen Höhlenmalereien stammen aus dem JungpalĂ€olithikum, von anatomisch modernen Menschen (Cro-Magnon-Mensch).

Die weltweit Ă€ltesten Höhlenmalereien in der Chauvet-Höhle (DĂ©partement ArdĂšche) stammen aus dem jĂŒngeren Aurignacien (um 32.000 BP). Etwas jĂŒnger sind die Petroglyphen aus der Grotte von Pair-non-Pair (DĂ©partement Gironde), deren Schichtenzusammenhang auf etwa 30.000 BP datiert wurde. Den Höhepunkt der Verbreitung erlebte die Höhlenmalerei im Gravettien, SolutrĂ©en und MagdalĂ©nien in Mittel- und SĂŒdfrankreich sowie Nordspanien, was daher auch als Frankokantabrische Höhlenkunst bezeichnet wird. In einigen Teilen der Erde (zum Beispiel SĂŒdafrika, Australien) ist die Ausmalung von Höhlen bis in die Gegenwart belegt (→ siehe Fundortliste).

Inhaltsverzeichnis

Altersbestimmung

Die Höhlenmalerei kann auf verschiedene Weisen datiert werden:

  • Die direkte Datierung versucht unter anderem mit Hilfe von Farbpigmenten wie Holzkohle ein absolutes Datum zu benennen. Relativ prĂ€zise kann das Alter von Höhlenmalereien durch eine Variante der Radiokohlenstoffdatierung (AMS-Datierung) ermittelt werden, wofĂŒr nur wenige Milligramm Holzkohlen oder organischen Farbauftrags gebraucht werden. Andere Wege eine Malerei relativ zu datieren wĂ€re die Stilanalyse (siehe Kunststile von AndrĂ© Leroi-Gourhan), Überlagerungen von Linien oder die topographische Lage der Wandmalerei.
  • Die indirekte Datierung befasst sich mit den archĂ€ologischen Horizonten und den ergrabenen Funden, die jedoch nur eine sehr ungenaue Datierung erlauben, da diese nicht unbedingt in einem engen Zusammenhang zur Höhlenmalerei stehen mĂŒssen.

Bei allen diesen Datierungsmethoden muss jedoch mit einer gewissen Abweichung/Wahrscheinlichkeit gerechnet werden, sodass eine Bilderhöhle nie komplett datiert werden kann.

Deutung

Die Deutung von Höhlenmalereien als Kunst in einem dem heutigen Kunstbegriff nahen Sinne ist umstritten. Steven Mithen verweist darauf, dass einige der heutigen Naturvölker Felsmalerei betreiben, ohne ein Wort fĂŒr „Kunst“ in ihrem Wortschatz zu besitzen.[1]. In der Forschung haben sich verschiedene DeutungsansĂ€tze entwickelt (hier nur in einer Auswahl vorgestellt):

  • Höhlenmalereien in HeiligtĂŒmern:

„Die Menschen haben damals aufgrund ihres Glaubens in Höhlen gemalt und graviert. Höchstwahrscheinlich glaubten sie einfach, dass die unterirdische Welt eine ĂŒbernatĂŒrliche Welt ist. In den Grotten glaubten sie Geistern, Göttern, ihre Vorfahren, Verstorbenen zu begegnen. Die Bilder sollten als Mittler zwischen der hiesigen und der jenseitigen Welt dienen.“ (Jean Clottes) [2] Weitere Aspekte sind die Unterteilung der Tierarten in verschiedene Klassen, Anbringung der Malereien teilweise in schwer zugĂ€nglichen Höhlen, sowie Opferungen/Weihungen von GegenstĂ€nden (in Lascaux verzierte Spitzen im Schacht)

„In allen Kulturen gibt es Spezialisten fĂŒr das Spirituelle, Vermittler zwischen der diesseitigen und der ĂŒbernatĂŒrlichen Welt. Ich und andere Kollegen glauben, dass die prĂ€historische Kunst Teil einer schamanistischen Religion ist. Schamanen treten in direkten Kontakt mit den KrĂ€ften der ĂŒbernatĂŒrlichen Welt. Bestimmte Geister erscheinen dem Schamanen. Wenn er sich in Trance in die andere Welt begibt, hat er Visionen, die eine sehr große Rolle bei der Bildauswahl spielen.“ (Jean Clottes)[2] Weitere Aspekte: alle drei Phasen der Trance[2] lassen sich in den Darstellungen finden, Miteinbezug der Wandformation beim Zeichnen (z.B. Wisentdecke in Altamira), vermutlich waren die Höhlen auch der Ort fĂŒr Riten (Initiationsriten, Jagdmagie)

  • KĂŒnstlerischer/symbolischer Ausdruck eiszeitlicher Menschen:

Die Höhlenkunst kann ebenfalls als natĂŒrliche Reaktion auf die Umwelt gedeutet werden. Die eiszeitlichen Menschen könnten das Erlebte, ihre TrĂ€ume und WĂŒnsche in den Bildern verarbeitet haben. Die Malereien dienten vermutlich auch als Symbolsprache, in denen die gejagten Tiere, Jagdtechniken oder Wanderrouten von Tieren aus praktischen GrĂŒnden festgehalten wurden. Eine andere Deutung wĂ€re die der Verewigung im Sinne der heutigen Graffiti oder auch als Beleg, dass man sich in dieser Höhle befunden hat.

All diese Deutungen sind rein spekulativ und miteinander kombinierbar, daher kann eine endgĂŒltige Deutung nicht vorgelegt werden.

PalÀolithische Kunststile nach Leroi-Gourhan

Einen ethnologischen bzw. kunsthistorischen Ansatz verfolgte AndrĂ© Leroi-Gourhan (1911–1986) mit der Unterteilung in palĂ€olithische Kunststile I-IV (vom Aurignacien bis zum MagdalĂ©nien).[3][4][5] Wechsel im Malstil fallen nicht mit dem Wechsel der archĂ€ologischen Kulturen zusammen. Geographisch bezog sich Leroi-Gourhan auf folgende Regionen, die zugleich das Hauptverbreitungsgebiet darstellen: Asturien, Kantabrien, das französische und spanische Baskenland, die PyrenĂ€en, das rechte RhĂŽneufer und die Beckenlandschaften der Loire und der Garonne. Eine besondere Stellung nimmt die franko-kantabrische Region ein, die mit ihren noch heute erhaltenen Bilderhöhlen den grĂ¶ĂŸten Teil der prĂ€historischen Kunst stellt. Die Kunst aus Italien und Russland, besonders hier im Ural, wurden von ihm als isolierte Kunstformen angesehen, stellten jedoch um 20.000 v. Chr. eine Einheit mit Mittel- und Westeuropa dar.

Neben der Höhlenmalerei liegt der Stilunterteilung auch die erhaltene jungpalÀolithische Kleinkunst zugrunde.

Stil I

Diese Phase[6] ist durch wenige Ritzzeichnungen aus dem PĂ©rigord charakterisiert. Dargestellt wurden Tiere wie das Pferd oder das Mammut, die jedoch meist nur durch RĂŒckenlinien oder durch Kopfdarstellungen angedeutet werden. Umrahmt werden diese meist von Strichen oder Punkten. Teilweise lassen sich auch vulvenartige Figuren erkennen. Eine genaue Datierung kann nicht getroffen werden, jedoch gehören die wenigen Exemplare wie die eingravierten Vulven aus La Ferrassie oder die Darstellungen eines „Pflanzenfressers“ aus Belcayre (beide Fundstellen in der Dordogne ) in die Kulturstufe des ChĂątelperronien und des Aurignacien.

Stil II

Der zweite Stil[7] beginnt wĂ€hrend dem Gravettien bzw. PĂ©rigordien und erstreckt sich bis zum SolutrĂ©en, wobei sich die beiden Phasen II und III kaum voneinander unterscheiden. Leroi-Gourhan nimmt an, dass in dieser Zeit die ersten HeiligtĂŒmer mit Malereien und Gravierungen entstanden sind. Meist sind die Darstellungen noch auf Platten, in den Eingangszonen oder an den AbriwĂ€nden. Laut Leroi-Gourhan werden diese noch selten in den „Dunkelzonen“ der Höhlen wie in Gargas angebracht, was dann in der folgenden Phase immer hĂ€ufiger vorkommen wird. AbhĂ€ngig von der Periode I entwickelt sich nun ein festes Darstellungsschema: die geschweifte Hals-RĂŒckenlinie. Meist sind die abgebildeten Tiere wie Pferd, Bison und Mammut mit einem ĂŒbermĂ€ĂŸig gekrĂŒmmten Vorderteil versehen. Ein bekanntes Beispiel wĂ€re die Höhle Pair-non-Pair, die zahlreiche Gravierungen von Pferden und Mammuts enthĂ€lt. Auch bei den weiblichen Statuetten lĂ€sst sich in dem Gebiet von Spanien bis Russland eine einheitliche AusfĂŒhrung erkennen. Die Figuren sind alle stilisiert: das Gesicht und die Arme werden nur angedeutet; die FĂŒĂŸe fehlen zum Teil ganz. Besonders detailreich sind HĂŒften, Bauch, BrĂŒste und Rumpf, die bei allen erhaltenen Figuren ob als Plastik wie bei der "Venus von DolnĂ­ Věstonice" oder als Relief wie in die Venus von Laussel betont werden. Zudem werden auch die ersten HandabdrĂŒcke gefertigt, wie z.B. in Gargas oder in Labatut.

Stil III

Diese Phase[8] stellt laut dem Wissenschaftler den Höhepunkt der technischen "Kunstfertigkeiten" dar. Die Linien sind feiner ausgefĂŒhrt worden und man versuchte die Bewegtheit der Tiere darzustellen. Besonders betont wurden die sehr kurzen Beine und der Körper, die im VerhĂ€ltnis zum Kopf zu groß erscheinen. Auch ist die markante RĂŒckenlinie, die im Stil II konsequent bei jeder Tierart eingehalten wurde, nun abgeschwĂ€cht und individuell umgesetzt worden. Die Geweihe und Hörner sind zu ca. 75 % in der „halbverdrehten“ Perspektive wiedergegeben. Zu den hĂ€ufigsten Abbildungen zĂ€hlen der Bison und das Pferd, die meist in Kombination auftreten. Begleitet werden sie von weiteren „Nebentieren“: in Lascaux von einem Hirsch und in Pech Merle von einem Mammut. Die Zeichen, die immer bei den Tiergruppen erscheinen, sind meist tektiform wie in La Mouthe oder in Lascaux (hier sind auch die schachbrettförmigen Zeichen zu nennen, die mit verschiedenen Farben ausgemalt wurden). In dieser Phase stehen auch die Menschenabbildungen immer in einem engen Bezug zu den abgebildeten Tieren und anderen Zeichen. Die Schachtszene in Lascaux, mit dem verwundeten Bison und der menschlichen Gestalt ist ein Beispiel fĂŒr diese Tradition. WeitergefĂŒhrt werden auch die Handnegative und –positive, wie in Pech Merle, El Castillo und Rocamdour. Datiert wird die Stilphase aufgrund der beiden Fundstellen Roc-de Sers und Bourdeilles in das SolutrĂ©en und das frĂŒhe MagdalĂ©nien. Leroi-Gourhan unterteil diese Phase in vier regionale Gruppen, die sich in einigen Elementen der Darstellungsweisen unterscheiden: im PĂ©rigord, im Lot, in Kantabrien und im ArdĂšche-Tal.

Stil IV

Der vierte Stil[9] stellt den grĂ¶ĂŸten Teil der erhaltenen Kunstwerke da (ca. 78 %), wobei die mobilen GegenstĂ€nde diese Phase besonders prĂ€gen und eine Unterteilung in eine frĂŒhe und spĂ€te Phase erlauben. Leroi-Gourhan datiert den frĂŒhen Stil in das mittlere MagdalĂ©nien III und IV, die spĂ€tere Phase in das MagdalĂ©nien V und VI, doch erwĂ€hnt er in seiner Monographie, dass es ebenfalls Abweichungen dieser Unterteilung gibt wie in der Drei-BrĂŒder-Höhle oder in Les Combarelles. Die Umrisslinien zeigen das abgebildete Tier nun in einer sehr realistischen Weise, sodass die Haltung und Bewegung des Tieres deutlich hervorgehoben wird. Hörner und Geweihe werden in ihrem natĂŒrlichen Aussehen wiedergegeben. Pferdedarstellungen besitzen eine sehr geschwungene Bauchpartie und zwei Linien auf den Schultern. Bisons, meist mit einem behaarten Kopf, weisen ein „Dreieck“ an den Lenden auf. Diese Details lassen sich auf einem Gebiet von Arcy-sur-Cure bis nach Kantabrien antreffen. Begleitet werden diese Tiere von verschiedenen Zeichen, die Leroi-Gourhan den zwei Unterphasen zuweist, aber auch betont, dass es regionale Unterschiede gibt. ZunĂ€chst entwickeln sich aus den rechteckigen Zeichen (meist mit weiblichen Symbolen) „echte“ tektiforme Zeichen. Zur selben Zeit treten die Wundzeichen auf wie in Niaux, doch entwickeln sich aus diesen ovale Symbole zum Beispiel in der Drei-BrĂŒder-Höhle.

Maltechniken

Die Menschen der ausgehenden Altsteinzeit konnten „schon perspektivisch zeichnen, kannten verschiedene Maltechniken und vermochten das Verhalten von Tieren naturgetreu wiederzugeben“.[10]

Als Anstrichmittel wurden Eisenoxide fĂŒr rote und Manganoxide oder Holzkohle fĂŒr schwarze Farben verwendet. Durch unterschiedlich erhitzten Ocker konnte die Farbpalette vergrĂ¶ĂŸert werden, doch wird im Allgemeinen angenommen, dass auch diverse Gesteine, Erze und Feldspat sowie Blut, Kalkstein, Pflanzenharz, Milch und PflanzensĂ€fte zur Farbherstellung benutzt wurden. Das aus diesen Rohstoffen gewonnene Material, vermutlich in Puderform, wurde mit Wasser, Speichel oder Fetten vermischt und anschließend mit verschiedenen Techniken auf die WandflĂ€che aufgetragen. Neben Pinseln aus angekauten Zweigen, Stempel und den eigenen Fingern, wurde die Farbe mit Hilfe des Mundes oder eines Röhrchens auf die FlĂ€che gesprĂŒht. Bei diesem Vorgang wurden teilweise Schablonen oder auch die HĂ€nde so eingesetzt, dass „saubere Kanten“ beim Auftragen entstanden sind. In der Chauvet-Höhle wurde die Verwischtechnik angewandt. Flachreliefs entstanden durch das Abmeißeln der umliegenden FlĂ€che. Die Höhlenmaler bezogen teilweise die dreidimensionale Wirkung von Rissen und VorsprĂŒngen des Felsuntergrunds in das Bild mit ein (z. B. in Font-de-Gaume, Altamira). Auffallend hĂ€ufig treten Überschneidungen auf, die in der Forschung verschieden ausgelegt werden.
Zu den weiteren Hilfsmitteln zĂ€hlen Steinlampen, die u.a. mit Tierfett und einem Wacholderzweigdocht Licht in die dunkle Höhle brachten, und FeuersteingerĂ€te wie Kratzer, Sticheln oder auch Klingen, mit denen die Gravierungen ausgefĂŒhrt wurden. In Lascaux haben sich Spuren von GerĂŒsten und Seilen erhalten, doch könnten auch weitere Personen dem Maler geholfen haben die höher gelegenen Stellen zu bemalen.

Elektronenrastermikroskopie und Mikrosondentechnik dienen zur Analyse der chemischen Bestandteile von FarbauftrÀgen.

Handnegative

Meist wird die Hand als Schablone auf die Wand gelegt und mit der (oben beschriebenen) VersprĂŒhtechnik wird Farbe aus Holzkohle, Rötel oder Ocker (mit Wasser angerĂŒhrt) auf die Wand gesprĂŒht.

Alle mittels der Radiokohlenstoffdatierung eindeutig datierten Handnegative stammen aus dem Gravettien. Nur die Handnegative aus der Chauvet-Höhle sind möglicherweise in die vorangehende Epoche des Aurignacien zu datieren. Die bekanntesten Fundstellen sind die Chauvet-Höhle, die Höhlen von Pech Merle, die Grotte Cosquer und die Höhle von Gargas (alle Aquitanien).[11] Die Handnegative weisen oft verstĂŒmmelte Fingerglieder auf. Die Tatsache, dass in der polnischen Oblazowa-Höhle (Westkarpaten) mehrere isolierte Fingerglieder in Gravettien-Schichten gefunden wurden, wird als Beleg der bewussten VerstĂŒmmelung von HĂ€nden in dieser Höhle gedeutet.[12]

Die Handnegative der Cueva de las Manos in Argentinien sind wesentlich jĂŒnger als ihre europĂ€ischen Pendants (7.000 bis 1.000 v. Chr.).

Liste der Fundorte mit Höhlenmalerei

Fundorte in Europa

Frankreich

Von den zahlreichen Bilderhöhlen in Frankreich (ca. 150) und Nordspanien (ca. 125) werden hier nur die wichtigsten genannt. Eine ausfĂŒhrliche Darstellung siehe unter Frankokantabrische Höhlenkunst.

Stil I

  • Abri Cellier bzw. La Ruth (Dordogne)- gravierte Platten (im untersten Aurigancien-Horizont)
  • Abri Castanet (Dordogne)- gravierte Platten (Aurignacien I und II)
  • Abri de Belcayre (Dordogne)- eine gravierte Platte
  • La Ferrassie (Dordogne)- gravierte Platten aus dem Aurignacien IV

Stil II

  • Laussel (Dordogne)- vier Reliefs weiblicher Figuren und einer mĂ€nnlichen Figur, ein steinerner Phallus und die Plastik einer ithyphallischen Person
  • Pair-non-Pair (Gironde) - mehrere Felsgravierungen
  • La GrĂšze (Dordogne) - Gravierungen und eine jĂŒngere Bisondarstellung
  • La Mouthe (Dordogne) - vier Rinder und ein Pferd (Gravierungen)
  • Gorge d'Enfer (Dordogne)- Gravierungen schlecht erhalten, Fisch in Hochrelief (1,05 m)
  • Höhle von Gargas (Hautes-PyrĂ©nĂ©es - Handnegative) gravierte Steinplatten, Ausgestaltung der Zonen "MĂ€ander" und ein Teil des "Divertikels", gravierte Zeichen und die "Muschel"; Datierung etwa 25.000 BP (Entdeckung von HöhlengemĂ€lden 1902)
  • Cussac, Dordogne – etwa 28.000 Jahre alt (Entdeckung 2000)

Stil III

  • Le Roc-de-Sers (Charent)
  • Bourdeilles bze. Fourneau du Diable (Dordogne)
  • Höhle von Lascaux (Dordogne) - Alter zwischen 17.000 und 10.000 Jahre, Entdeckung 1940
  • Le Gabillou (Dordogne)
  • Villars (Dordogne)
  • La Mouthe (Dordogne)
  • Saint-Cirq (Dordogne)
  • Pech Merle (Lot)– etwa 20.000 Jahre alt (Entdeckung 1922)
  • Cougnac (Lot)
  • Le Portel (AriĂšge)
  • Höhle von Isturitz (Basses-PyrĂ©nĂ©es)

Stil IV

weitere Fundstellen:

  • La Marche
  • Chauvet-Höhle bei Vallon-Pont-d’Arc an der ArdĂšche – ĂŒber 400 Einzelbilder, Datierung der Ă€lteren Gruppe zwischen 33.000–30.000 BP, derjĂŒngeren Gruppe 27.000–22.000 BP (Entdeckung 1994 durch Jean-Marie Chauvet)
  • Henry-Cosquer-Höhle bei Marseille – Datierung ca. 27.000 BP; der Eingang liegt 37 Meter unter dem Meeresspiegel; Zeichnungen von Seehunden, Fischen und großen Meeresvögeln (Entdeckung 1985 durch Henry Cosquer)


Italien


Iberische Halbinsel, vor allem Nordspanien

Vgl. dazu Frankokantabrische Höhlenkunst.


Stil II

  • Los Hornos (Santander)

Stil III

  • Las Chimeneas (Santander)
  • Höhle von Altamira (Santander) – ĂŒber 150 Wandbilder, die zwischen 14.000 und 16.000 Jahre alt sind; (Entdeckung 1868)
  • La Pasiega (Santander)
  • El Castillo Covalanas (Santander)
  • Covolanas (Santander)
  • La Haza (Santander)

Stil IV


Russland

Fundorte in Afrika

Teil der Höhlenmalereien in Laas Geel

Die Felskunst der Sahara gehört nicht mehr zur Eiszeitkunst, da sie ausschließlich im HolozĂ€n entstand, weist jedoch einige formale Parallelen vor allem zur spĂ€tneolithischen und mesolithischen Kunst Ostspaniens und Italiens auf und ist in ihrer spĂ€teren Phase neolithisch. Auch die Felskunst im ĂŒbrigen Afrika, die wie die der Sahara fast nie Höhlenkunst ist, ist lediglich der Kulturstufe nach palĂ€olithisch, jedoch ebenfalls nach der Eiszeit entstanden.

Ägypten

Algerien

Libyen

Namibia

Andere Staaten

Fundorte in Amerika

Mexiko

  • Sierra de San Francisco
  • Sierra de Guadalupe nahe MulegĂ©

Brasilien

  • Nationalpark Serra da Capivara

Argentinien

Fundorte in Asien, Australien und Ozeanien

Museen

  • Thoth, Departement Dordogne, Frankreich
  • AriĂšge, Frankreich
  • Oviedo, Spanien
  • Deutsches Museum, MĂŒnchen – Nachbildung der Höhle von Altamira

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ The prehistory of the mind: A search for the origins of art, religion, and science. London 1996, ISBN 0-500-05081-3.
  2. ↑ a b c http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,7299237,00.html
  3. ↑ AndrĂ© Leroi-Gourhan: Treasures of Prehistoric Art. Abrams, New York 1967.
  4. ↑ AndrĂ© Leroi-Gourhan: Le Symbolisme des Grandes Signes dans l’art Parietal PalĂ©olithiques. In: Bulletin de la SociĂ©tĂ© PrĂ©historique Française. 55 (3), 1958, S. 307–321.
  5. ↑ Leroi-Gourhan 1971, S. 245ff.
  6. ↑ Leroi-Gourhan 1971, S. 248
  7. ↑ Leroi-Gourhan 1971, S. 248-250
  8. ↑ Leroi-Gourhan 1971, S. 250-253
  9. ↑ Leroi-Gourhan 1971, S. 382
  10. ↑ Jean Clottes: Kunst im Morgenlicht der Menschheit. In: Reinhard Breuer u.a.: Moderne ArchĂ€ologie. (Spektrum der Wissenschaft Spezial, Jg. 12, H. 2). Spektrum der Wissenschaft VG, Heidelberg 2003, S. 6–9
  11. ↑ Émile Cartailhac, Henri Breuil: Gargas, Cne D’Aventignan (Hautes-PyrĂ©nĂ©es). L’Anthropologie XXI, 1910, S. 129-150
  12. ↑ Pawel Valde-Nowak: ObƂazowa Cave: New light on Gargas-Hands? Hugo Obermaier-Gesellschaft fĂŒr Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit e.V. Proceedings of the 45th Annual Congress, Santander, 2003

Literatur

  • AndrĂ© Leroi-Gourhan: PrĂ€historische Kunst. Breisgau. 1971.
  • Ansel Adams: The Camera. Little, Brown and Company, Boston 1980.
  • Norbert Aujoulat: Lascaux: Movement, Space, and Time [Trans. Martin Street]. Abrams, New York 2005.
  • Emmanuel Anati: Art of Beginnings. In: Diogenes. No. 185, Vol. 47/1, 1999.
  • Emmanuel Anati: Höhlenmalerei.. Albatross, DĂŒsseldorf 2002, ISBN 3-491-96060-6.
  • Paul G. Bahn: Prehistoric Art. Cambridge University Press, Cambridge 1998.
  • Paul G. Bahn und Jean Vertut: Journey Through the Ice Age. University of California Press, Berkeley 1997.
  • Paul G. Bahn: Pyrenean Prehistory: A Palaeoeconomic Survey of the French Sites. Aris & Phillips, Warminster 1985.
  • Ditte Bandini-König: Die Felsbildstation Hodar. Materialien zur ArchĂ€ologie der Nordgebiete Pakistans, Band 3. Hrsg. von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Philipp von Zabern, Mainz 1999, mit BeitrĂ€gen von G. Fussman, H. Hauptmann, O. von HinĂŒber, Th. O. Höllmann, R. Schmelzer und H. Völk. ISBN 3-8053-2560-6
  • Geoffrey Batchen: ::Burning with Desire: The Conception of Photography. MIT Press, Cambridge 1997.
  • Count Henri BĂ©gouĂ«n: The Magic Origin of Prehistoric Art. In Antiquity. 1929.
  • John Berger: Secrets of the Stone. In: Guardian. 16. November 1996.
  • Gerhard Bosinski: Die Gravierungen des MagdalĂ©nien-Fundplatzes Andernach-Martinsberg. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. 41, 1994, S. 19–58.
  • Gerhard Bosinski: Die Ausgrabungen in Gönnersdorf 1968–1976 und die Siedlungsbefunde der Grabung 1968. Der MagdalĂ©nien-Fundplatz Gönnersdorf. Volume 3. Steiner, Wiesbaden 1978.
  • Gerhard Bosinski und Gisela Fischer: Mammut- und Pferdedarstellungen von Gönnersdorf. Der MagdalĂ©nien-Fundplatz Gönnersdorf. Volume 5. Steiner, Wiesbaden 1980.
  • Jean Clottes: Kunst im Morgenlicht der Menschheit. In: Reinhard Breuer u.a.: Moderne ArchĂ€ologie. (Spektrum der Wissenschaft Spezial, Jg. 12, H. 2). Spektrum der Wissenschaft VG, Heidelberg 2003, S. 6–9.
  • Michel Lorblanchet, Gerhard Bosinski: Höhlenmalerei. Ein Handbuch. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-9025-0.
  • Martin Meister: Höhlenkunst. In: Geo. 22. Jg., Juni 1997.
  • Wolfgang SchĂŒrle und Nicholas J. Conard (Hrsg.): Zwei Weltalter. Eiszeitkunst und die Bildwelt Willi Baumeisters. Ostfildern-Ruit 2005.
  • Rolf Schulte: Farbe und Maltechnik. In: Gerhard Rietschel u.a.: Lascaux. Höhle der Eiszeit. Zabern, Mainz 1982, ISBN 3-8053-0593-1, S. 60–63. (Ausstellungskatalog des Roemer- und Pelizaeus-Museums)
  • Toni Hildebrandt: Bild, Geste und Hand. Leroi-Gourhans palĂ€ontologische Bildtheorie, IMAGE 14 (September 2011)."Bild, Geste und Hand. Leroi-Gourhans palĂ€ontologische Bildtheorie

Weblinks

 Commons: Höhlenmalerei â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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