Industriepark Oberbruch

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Der Industriepark Oberbruch (IPO) ist ein etwa 110 ha großer ehemaliger Akzo Nobel Standort in Heinsberg, nahe der niederländischen Grenze. 1891 als Faserstandort gegründet und Geburtsstätte der Kunstseiden- und Chemiefaserindustrie ist der Industriepark heute ein diversifizierter Multi-User Standort mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, wie Hochleistungsfasern, Neue Energien und Weiße Biotechnologie. In Nordrhein-Westfalen ist der Industriepark Oberbruch das Kompetenzzentrum für Kohlenstofffasertechnologie. Betrieben wird der Industriepark seit dem Jahr 2000 von dem niederländischen Energieunternehmen Nuon, dem ersten unabhängigen, nicht aus der Chemiebranche stammenden Industrieparkbetreiber, seit dem 1. Juli 2009 Teil von Vattenfall.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung der deutschen Kunstseiden- und Chemiefaserindustrie

Rheinische Glühlampenfabrik Dr. Max Fremery & Co.

Der heutige Industriepark Oberbruch wurde 1891 als „Rheinische Glühlampenfabrik Dr. Max Fremery & Co.“ gegründet. Eine ausgediente Papiermühle wählten der Kölner Chemiker Max Fremery und der aus Österreich stammende Ingenieur Johann Urban, um in aller Stille, vor den Augen der Wettbewerber verborgen, nach einem Glühlampenfaden zu forschen, der größere Wirtschaftlichkeit in der Herstellung und Stromverbrauch mit längerer Lebensdauer bot.

Im Jahr 1892 gelang es den beiden erstmals, technisch und in immerhin beachtlichem Umfang, durch Ausfällen Fäden aus in Kupferoxid-Ammoniak gelöster Zellulose herzustellen. Diese Kupferseide / Cupro wurde zunächst als Glühfäden in der Glühlampenproduktion verwendet. Das Verfahren wurde kontinuierlich verbessert, um den zunächst groben und ungleichmäßigen Faden zu verfeinern, ihm höhere Festigkeit und Elastizität zu verleihen, um ein der Naturseide vergleichbares Material zu spinnen. 1897 meldeten Fremery und Urban ihr Verfahren zum Patent an. Das sogenannte „Pauly-Patent“ gilt in der Geschichte der Textilindustrie als Anfang der deutschen Kunstseidenherstellung. Obwohl die Glühlampenproduktion aufgrund der Verdrängung der Kohlefäden durch Wolframfäden 1902 eingestellt wurde, entwickelte sich die Produktion von Kunstseide in großindustriellem Maßstab weiter.

In Oberbruch ist die Hauptstraße in Erinnerung an die ersten Werksdirektoren Boos-Fremery-Straße benannt, eine Straße im Viertel mit ehemaligen Werkswohnungen ist nach dem Mitbegründer Urbanstraße benannt worden.

Die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG

1899 wird die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG mit Sitz in Elberfeld gegründet. Wichtigster Abnehmer der in Oberbruch hergestellten Kupferseide wurde schließlich die bergische Besatzindustrie mit den „Barmer Artikeln“. Im Jahr 1900 konnte bereits ein Saal mit 18 Spinnmaschinen eröffnet werden, zum ersten Mal wurden in diesem Jahr ein gemeinsamer Spinnkessel in einem nahegelegenen Raum aufgestellt und von dort aus der Stoff an die einzelnen Spinnmaschinen und weiter an die vielen Kapillarröhrchen gedrückt werden konnte. Dies war der Grundstein zum noch heute praktizierten kontinuierlichen Spinnverfahren. Der Erfinder war Eduard Boos, der Schwiegersohn von Max Fremery.

Trotz des wirtschaftlichen Erfolgs der Kupferseide (Verzehnfachung der Jahresproduktion, Versechsfachung des Umsatzes, Verfünffachung der Mitarbeiterzahl bis 1912) gehörte die Zukunft dem in England erfundenen Viskose-Verfahren. 1911 erwarb Glanzstoff das Viskose-Patent und brachte es in Oberbruch zur Produktionsreife. Die ursprüngliche Kupferseide wurde 1916 ganz aus dem Programm genommen. Während des Ersten Weltkrieges war Oberbruch das einzige Glanzstoff-Werk, das trotz sinkender Nachfrage und wegen des Mangels an Arbeitskräften nur eingeschränkt weiterarbeitete. Rohstoffmangel zwang die Kunstseidenindustrie, völlig neue Wege zu gehen. Stapelfaser als Ersatz für Baumwolle hieß das neue Produkt, auf Stapellänge geschnittene Abfälle künstlicher, endlos spinnbarer Fäden. 1916 wurde in Oberbruch die erste Stapelfaserspinnmaschine in Betrieb genommen, eine Entwicklung des Chemikers Emil Bronnert und des Ingenieurs Eduard Boos.

Die positive Entwicklung hielt nicht lange an. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf das Glanzstoff-Werk in Oberbruch mit aller Härte. Die sinkende Nachfrage zwang zu umfangreichen Entlassungen. Auf dem Höhepunkt der Krise, im Jahre 1932, arbeiteten 2.200 Menschen im Werk, im Vergleich zu 6.300 im Jahre 1925. Rationalisierung war das Gebot der Stunde. Einzige Neuerung war im Jahr 1932 die Einführung von perforierten Aluminiumwalzen, um noch größere Gespinste herstellen zu können. Für lange Jahre war dies die letzte Produktionserweiterung. Die strategische Wirtschaftsplanung der nationalsozialistischen Regierung untersagte Investitionen und Betriebserweiterungen in grenznahen Regionen. Das Werk Oberbruch übernahm von nun an die Rolle des Versuchs- und Entwicklungswerkes für die gesamte Glanzstoff-Gruppe, womit die Keimzelle der Forschung der Nachkriegsjahre gelegt wurde. 1935 wurden die ersten Versuche zur Herstellung von RT-Seide (für Reifen und Triebriemen) unternommen. 1937 wurde eine Versuchsanlage zum kontinuierlichen Spinnen, Waschen und Trocknen von Viskoseseide in Betrieb genommen und ein Verfahren zur Rückgewinnung von Schwefelkohlenstoff in der Zellwollanlage entwickelt.

Seine schwersten Jahre erlebte das Glanzstoff-Werk Oberbruch während des Zweiten Weltkriegs. Bis zum September 1944 arbeitete die Fabrik ohne größere Störungen durch, doch am 19. September, an dem das Werk 45 Jahre alt wurde, mussten alle Maschinen gestoppt werden, Oberbruch war in den Bereich der Front geraten. Nach dem Ende des Krieges erteilten die Alliierten im Februar 1947 die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Produktion, Ende 1948 arbeiteten wieder 3.400 Menschen bei Glanzstoff. Im Dezember 1951 wurde die erste KVS-Maschine für kontinuierliches Viskose-Spinnverfahren aufgestellt, die das Glaswalzen-Spinnverfahren ersetzen sollte. 1953 wurde die letzte Glaswalzenspinnmaschine abgestellt.

Perlon – Chemie pur in Fadenform

Neben textilem und technischem Rayon („Cordenka“), das wegen seines Rohstoffs als Naturfaser galt, betrat Oberbruch 1950 das Feld der vollsynthetischen Fasern – und leitete mit Perlon die Geschichte der Chemiefasern in Westdeutschland ein.

Die schnell wachsende Synthesesparte veränderte die Struktur des Werkes und gab ihm ein neues Gesicht. Alte Betriebsabteilungen mussten weichen, überall wurde gebaut. 1958 wurde Diolen angesponnen, das Perlon allmählich ablöste. Diolen entwickelte sich zum Hauptprodukt des Standortes. Perlon wurde 1971 ganz eingestellt. Diolen hatte ihm wegen seiner komfortableren Eigenschaften den Rang abgelaufen.

Stahlkord

Anfang der 1960er Jahre wurden erste Versuche zur Herstellung von Stahlkord in Angriff genommen. Das Unternehmen wollte seine Produktpalette an Reifenverstärkungsmaterialien erweitern, da der Markt Stahlkord als Festigkeitsträger verlangte. 1969 wurde eine Großfertigung in Oberbruch errichtet, die aus Gründen der internationalen Konkurrenz und des Aufbaues eigener Kapazitäten der Reifenhersteller 1991 von Akzo wieder eingestellt wurde.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre erreichte die Mitarbeiterzahl die Spitzenmarke von 7.088. Die Glanzstoffwerke waren bis in die 1970er Jahre hinein Weltmarktführer bei der Herstellung von Kunstfasern und deren Ausgangsprodukten.

Diolen

Die Unternehmenspolitik zu Beginn der 1970er Jahre setzte auf Modernisierungs- und Rationalisierungsinvestitionen. Der zunehmende schärfere Wettbewerb war nur so zu bestehen. Dabei wurde Oberbruch von der Konzernleitung zum Vorreiter der Modernisierung ausersehen, weil es mit seinem textilen Polyestergarn Diolen eine strategisch wichtige Bedeutung gewonnen hatte. Mit einer Jahresproduktion von mehr als 43.000 Tonnen war es das größte Polyester-Filament-Werk des Unternehmens. Die neue Technik hieß Schnellspinnen und Spinnstrecken. Auch die Polyesterkondensation wollte man vorantreiben. Die Umsetzung des Investitionsprogramms erhielt jedoch durch die erste Ölpreiskrise 1973/74 einen schweren Dämpfer, nur 4 der neuen Schnellspinnmaschinen wurden installiert.

Chemiefaserkrise

Die Chemiefaserkrise beutelte die Chemiefaser- und Textilindustrie Mitte der 1970er Jahre in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Kurzarbeit, Personalabbau, Produktionseinschränkungen, Investitionsdrosselung und Umstrukturierung waren die Folgen. Erste Schritte in Richtung Industriepark wurden unternommen. 1978 wurde die „Düsenzentrale Oberbruch“ umgewandelt in „Enka tecnica“. Zu seinem Produktionsprogramm gehörten Spinndüsen, Komponenten und Testgeräte für die Chemiefaser-, Textil- und Kunststoffindustrie.

Erfolgreiche 1980er Jahre

Am 13. September 1985 wurde der Grundstein der modernsten Diolen-Spinnerei gelegt, die Oberbruch zum größten und effizientesten europäischen Herstellungsbetrieb für Polyester-Filamentgarn machen sollte. 1986 war Oberbruch wieder Schrittmacher modernster technischer Entwicklung. Die Hochleistungs-Kohlenstofffaser Tenax ging in Produktion. Im Jahre 1983 schloss die damalige Enka AG, ein Unternehmen der Akzo-Gruppe, ein Lizenzabkommen über die Produktion von Kohlenstofffasern mit der Toho Rayon Co. Ltd., Tokio, ab. Mit einer Startkapazität von 360 Jahrestonnen werden seit 1986 in Oberbruch Kohlenstofffasern hergestellt. 1990 wird eine Forschungsanlage in Betrieb genommen. 1993 bringt die Akzo Nobel Faser AG die Kohlenstofffaseraktivitäten in ein Joint Venture mit dem Lizenzgeber Toho Rayon Co. Ltd. ein. Die Toho Tenax Fibers GmbH & Co. KG wird gegründet. Heute produziert die Toho Tenax Europe GmbH, ein Tochterunternehmen der japanischen Teijin Ltd., mit 4 Linien am Standort Oberbruch und ist europäischer Marktführer.

Schwierige 1990er Jahre

Am 30. Juni 1993 wurde die Cordenka-Produktion eingestellt. Weltweite Überkapazitäten zwangen zur Produktionsdrosselung, Oberbruch als kleinster Cordenka-Standort innerhalb des Konzerns wurde geschlossen. Die 1990er Jahre konfrontierten den Standort mit der allgemein schwierigen Lage. Überkapazitäten, ein oft unberechenbarer Markt und die Konkurrenz aus den Billiglohnländern zwangen zu völligem Umdenken. Das Unternehmen wurde auf den Kopf gestellt, es erfolgten tiefgreifende Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen.

Die Belegschaft schrumpfte sukzessive auf weit unter 2.000 Mitarbeitern, die ehemalige Betriebstechnik und die zentralen Werkstätten des damaligen Akzo-Nobel Standortes wurden 1993 aus dem Konzern ausgegliedert und als Hima, heute BIS Maintenance Südwest GmbH, neu gegründet. Die damalige Konzernmutter Akzo Nobel trennte sich in den 1990er Jahren in Gänze von der Chemiefasersparte und entließ die verschiedenen operativen Geschäftsbereiche am Standort in die Selbstständigkeit. Als eigenständige Unternehmen hielten sie Ausschau nach neuen Partnern, womit der Schritt vom einheitlichen Chemiefaserstandort zum offenen Industriepark eingeleitet war.

Der Standort Oberbruch hat sich vom Werksstandort der Glanzstoff über Enka-Glanzstoff, Enka, Akzo, Akzo Nobel, Acordis hin zum Industriepark Oberbruch entwickelt. Die Verbindungen in die Niederlande waren immer eng, im Jahre 1911 wurde die Algemeene Kunstzijde Unie N.V. mit Werken in Arnhem und Ede mit dem Großaktionär Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG gegründet.

Gründung des Industriepark Oberbruch

Seit 1998 firmiert der Standort offiziell als Industriepark Oberbruch. Die IPO, die Industriepark Oberbruch GmbH & Co. KG, war zum damaligen Zeitpunkt die Dienstleistungsgesellschaft für die Unternehmen im Industriepark Oberbruch. Die Verwaltung des Industrieparks, die kundenorientierte Vermarktung der gesamten Infrastruktur und der Ausbau durch Neuansiedlungen waren die wesentlichen Aufgaben und Ziele der IPO. Hervorgegangen ist sie aus den Servicebereichen des früheren Akzo Nobel Standortes. Die Services umfassen zum Teil bis heute Ver- und Entsorgung, Qualität, Sicherheit, Umweltschutz, Logistik, Personal, Projekt- und Immoblilenmanagement sowie Kommunikation.

Als letzte operative Geschäftseinheit von Akzo Nobel/Acordis am Standort wurde für die Servicegesellschaft ein neuer Eigentümer gesucht. Man entschied sich für einen unabhängigen, nicht aus der Chemiebranche stammenden Industrieparkbetreiber, für das niederländische Energieunternehmen Nuon, das im Jahr 2000 den Standort übernahm.

Die n.v. Nuon Energy, mit Hauptsitz in Amsterdam ist seit dem 1. Juli 2009 Teil der Vattenfall AB. Die Sparte Industrieparkmanagement von Nuon ist auf das Betreiben von Industrieparks spezialisiert. Derzeit betreibt Nuon in Deutschland den Industriepark Oberbruch in Heinsberg und den Industriepark Niederau in Düren, in den Niederlanden den Industriepark De Kleef in Arnheim und den EMMTEC Industry & Business Park in Emmen.

Der Industriepark Oberbruch ist heute ein diversifizierter Standort mit rund 20 Unternehmen aus den Bereichen Verarbeitende Chemie, Kunststoffe und neue Materialien mit etwa 2.000 Mitarbeitern. Betrieben wird er von der NUON Energie und Service GmbH, einer 100%igen Tochter der n.v. Nuon Energy.

Infrastruktur

Hervorgegangen aus einem Werkstandort der chemischen Industrie verfügt der Industriepark Oberbruch über eine für die chemische Produktion ausgerichtete Infrastruktur. Die NUON Energie und Service GmbH stellt den Unternehmen am Standort eine breite Palette von verschiedenen industrie- und chemienahen Dienstleistungen zur Verfügung.

Energieversorgung

Im Jahr 2006 wurde das neu errichtete Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (KWK-Anlage) mit einem hohen Wirkungsgrad in Betrieb genommen, mit einer Feuerungswärmeleistung von 40 MW, einem Abhitzekessel mit 20 MW, einem Gasturbinengenerator mit 14 MW und einer Gegendruckdampftubine mit 7 MW.

Die Energieversorgung umfasst weiterhin Erdgas, technische Gase wie Druckluft, Sauerstoff, Stickstoff. Wasser wird als Trinkwasser, Vollentsalztes Wasser, Kühlwasser und spezielle Wasserqualitäten für die Produktion zur Verfügung gestellt. Des Weiteren Kältemittel wie Kühlsole und Ammoniak.

Entsorgung

Im Jahr 1978 wurde die chemisch-biologische Kläranlage am Standort in Betrieb genommen, die die gesamten Industrie-, Sanitär- und Oberflächenwässer reinigt. Die Kläranlage ist auf die Abwässerentsorgung von etwa 150.000 Einwohnern ausgelegt, wovon derzeit etwa die Hälfte ausgenutzt wird.

Standortlogistik

Zur Standortlogistik gehört die Wareneingangs- und -ausgangskontrolle, die Lagerhaltung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Vorprodukte und Fertigerzeugnisse. Des Weiteren verfügt der Industriepark Oberbruch über einen eigenen Bahnanschluss.

Ansässige Unternehmen, Stand 2010

Die textile Faserproduktion hat den Standort Oberbruch in Gänze verlassen. Die Polyesterproduktion der Kuag, Tochter der Textilwerke Deggendorf wurde 2006 eingestellt. Der Viskosehersteller Enka wurde an das chinesische Unternehmen Jilin Chemical Fibre Stock Co Ltd. verkauft und nach Jilin, China im Jahr 2007 verlagert. Der Spinndüsenhersteller Enka technica hat im Jahr 2007 ebenfalls den Standort verlassen und seine Produktion nach Übach-Palenberg an den Oerlikon-Schlafhorststandort, Teil der Saurer-Gruppe verlagert.

Heute hat der Industriepark Oberbruch eine diversifizierte Produktpalette. Die einzige Faser, die heute in Oberbruch hergestellt wird, ist die Hochleistungs-Kohlenstofffaser (Carbon) der Toho Tenax Europe GmbH, Rohstoff u.a. für die Luft- und Raumfahrt, für Automobile oder auch für Rennräder. Carbonfasern sind leicht, reißfest und robust. Sie verringern das Gewicht von Fahrzeugen und senken Treibstoffverbrauch und Emissionen. Als ‚schwarzes Gold’ unter den Verbundwerkstoffen haben sie ein enormes Marktpotenzial.

Mit der australischen Ceramic Fuel Cells Ltd. haben 2006 neue Energietechnologien Einzug in den Industriepark Oberbruch gehalten. Die weltweit erste Produktion von stationären Festoxid Brennstoffzellen für gekoppelte Strom-Wärme-Erzeugung wird im Industriepark Oberbruch aufgebaut.

Die GNT Europe GmbH stellt seit 2009 Farben aus nachwachsenden Rohstoffen im Industriepark her. GNT entwickelt „Hightech-Produkte“ für die Lebensmittelindustrie aus essbaren Früchten, Gemüse und Pflanzen und stellt diese auch selbst her.

Die SAXID GmbH produziert seit 2007 im Industriepark Oberbruch Bremsbeläge.

Mit der BIS Maintanance Südwest GmbH, Teil der Bilfinger Berger Industrial Services GmbH (BIS Group), ist ein führender Anbieter industrieller Services mit Fokus auf die Prozessindustrie und Energiewirtschaft im Industriepark ansässig. Das Unternehmen hat seit 1993 nachhaltig zur Profilierung der Instandhaltung als eigenständige lösungsorientierte Branche beigetragen.

Die Alliander AG ist als Netzbetreiber aus der Trennung der Netz- und Erzeugungssparte der niederländischen n.v. Nuon im Jahr 2008 hervorgegangen. Seit dem 1. Juli 2009 widmet sich das Unternehmen ganz dem Betrieb und der Modernisierung der Strom- und Gasnetze, die mehr und mehr zu „intelligenten Netzen" entwickelt werden und ein essentieller Bestandteil einer zukunftsgerichteten Energiestrategie sind.

Die Lekker Energie GmbH, seit dem 1. Januar 2010 Teil der Enervie-Gruppe, ist aus der Nuon Deutschland GmbH, dem deutschen Zweig der nv Nuon, hervorgegangen. Die EU-Kommission hatte dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall in 2009 den Verkauf von Nuon Deutschland zur Auflage gemacht, um die holländische Muttergesellschaft N.V. Nuon Energy (vorher nv Nuon) erwerben zu können.

Das Unternehmen Essedea texolutions wurde im Oktober 2003 gegründet und hat sich der Entwicklung und Produktion von dreidimensionalen Textilien verschrieben.

Seit 1995 produziert das Unternehmen E&K Leiterplatten im Industriepark Oberbruch.

Die Meckling CNC-Präzisionsbearbeitung beschäftigt sich seit 1994 im Industriepark mit CNC-Drehen und CNC-Fräsen von Werkstücken in Serienfertigung.

Die PolymerOberbruch GmbH, die ehemalige Polykondensation der Kuag, heute im Besitz des indischen Konzerns Zoom Developers (P) Ltd., Bombay, plant neben den mattierten Chips, die schon von Kuag produziert wurden, zukünftig auch glänzende und superglänzende Chips, solche für medizinische Anwendungen, Chips auf der Basis von schwermetallfreien Katalysatoren und für Folien sowie flammhemmende und solche für die Herstellung von PET-Flaschen in die Angebotspalette zu produzieren.

Atos origin, ein international führender Anbieter von IT-Dienstleistungen.

NUON Energie und Service GmbH, die Betreibergesellschaft des Industriepark Oberbruch

Prospex, eine Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, die Dank der Einbindung in den Industriepark Oberbruch ein handwerklich und industrielles Profil und die Arbeitsfähigkeit der Menschen unter realistischen Bedingungen eines Werkstattbetriebes, aber dennoch geschützt entwickeln konnte.

Die Betriebskrankenkasse BKK Euregio gibt es seit dem 1. Juli 2003. Gegründet wurde sie 1896 als Krankenkasse für die Beschäftigten der Firmen Dr. Max Fremery & Co. und Vereinigten Glanzstoff-Fabriken.

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