Internet Protocol Television

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Internet Protocol Television

Mit Internet Protocol Television (IPTV) wird allgemein der √úbertragungsweg Internet f√ľr Fernsehprogramme und Filme bezeichnet im Gegensatz zu klassischem Rundfunk, Kabel oder Satellit. IPTV ist weder ein Standard noch ein Konzept und damit nur ein Gattungsbegriff, der in sehr vielen unterschiedlichen Auspr√§gungen anzutreffen ist. Die unterschiedlichen Auspr√§gungen reichen vom einfachen IPTV √ľber Computer oder Handy bis hin zu speziellen Endger√§ten, bei denen der Benutzer gar nicht bemerkt, dass er das Internet dazu nutzt, weil er √ľber den Fernseher eine Set-Top-Box bedient wie etwa bei Apple TV oder T-Home Media Receiver 300.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Der Begriff IPTV wird nicht einheitlich verwendet. Nachfolgend die bekanntesten Definitionen:

  • Der Deutsche IPTV Verband definiert in seiner Satzung IPTV als die √úbertragung von Bewegtbildern mit Hilfe des Internet Protokolls unter Verwendung beliebiger Endger√§te (mobil, station√§r, etc.) und aller Formen IP-f√§higer Netze (offene und geschlossene Netze). Der Betrieb von IPTV in geschlossenen Netzen wird Secure IPTV genannt. Wird hingegen das Internet als √úbertragungsnetz verwendet, spricht man von WebTV oder Internet-TV. Mobile IPTV wiederum erlaubt eine ortsunabh√§ngige IPTV Nutzung durch die Verwendung einer Funkverbindung zu einem IP-basierten Netz.
  • Die Deutsche TV-Plattform definierte, bei der Gr√ľndungssitzung ihrer ‚ÄěArbeitsgruppe IPTV‚Äú im Herbst 2007, das ‚Äěso genannte IPTV‚Äú als ‚Äěeine neue Verbreitungsform auf der Basis des ‚ÄöInternet Protocol‚Äė (IP)‚Äú, und grenzte diese dabei auch gegen das Internet-TV wie folgt ab:[2]
    • Beim IPTV wird von einem Telekommunikations-Anbieter einem bestimmten Nutzerkreis ‚Äď den Abonnenten ‚Äď ein festes Programmbouquet mit definierter Qualit√§t in seinem Breitbandnetz zur Verf√ľgung gestellt.
    • Im Unterschied dazu k√∂nnen beim Internet-Fernsehen (‚ÄěTV over Internet‚Äú) beliebige Inhalte und Programme, die frei verf√ľgbar im Netz zug√§nglich sind, zu jeder Zeit und √ľberall von Jedermann heruntergeladen werden.
  • Einige Anbieter von Programminhalten verstehen unter IPTV den frei zug√§nglichen Transport von Bewegtbildern √ľber das Internet. Bei dieser Begriffsverwendung steht der freie Zugriff auf die Inhalte im Vordergrund und weniger der Aspekt der gesicherten √úbertragung im Netz.

Frankreich galt im Juni 2008 mit 8,5 Millionen IPTV Kunden im Vergleich zu 6 Millionen Kunden f√ľr Kabelfernsehen als gr√∂√üter IPTV Markt, auch aufgrund der geringen technischen Reichweite von Kabelfernsehen (nur ¬ľ der Haushalte werden erreicht) und der vergleichsweise geringen Programmvielfalt im DVB-T Angebot. Auch in Hongkong haben die Nutzerzahlen von IPTV jene des Kabelfernsehens √ľberholt. Im Vergleich dazu empfangen in Deutschland nur 0,4 % aller Fernsehhaushalte bzw. 1 % aller Breitbandhaushalte IPTV.[3][4][5]

In Deutschland wird IPTV, je nach Einstufung des Angebots, durch das Telemediengesetz 2007 und / oder durch den Rundfunkstaatsvertrag reguliert.[6]

Als wichtige Merkmale von IPTV werden die Unterst√ľtzung des Next Generation Network, Bidirektionale Netze, Real-time und Non-real-time Dienste angegeben.[7] Der DVB-Standard f√ľr IPTV nennt sich DVB-IPTV.

√úbertragungsverfahren

Offenes Internet vs. geschlossene Netze

IPTV wird bei der Verbreitung √ľber einen Telekommunikationsdienstleister mittels eines geschlossenen Datennetzes angeboten. Dank neuer Videodatenkompressionen und Breitband-Internetzugang wird es m√∂glich, Fernsehen oder Videos auch √ľber das offene Internet anzubieten. Diese Form wird zum Teil auch Internet-TV genannt und trifft bei Internet-Nutzern auf reges Interesse. Im Gegensatz zu IPTV √ľber geschlossene Netze und herk√∂mmlichem TV ist f√ľr frei verf√ľgbares Internet-TV keine Funktionsgew√§hr gegeben, da kein Internet-Provider eine Mindestbandbreite garantiert. Es ist au√üerdem technisch m√∂glich, dass ein Internetzugangsanbieter die Bandbreite konkurrierender Dienste reglementiert. Inwieweit ein solches Vorgehen zul√§ssig ist, wird derzeit unter dem Stichwort Netzneutralit√§t politisch diskutiert.

Hinsichtlich der prinzipiellen Funktionsm√∂glichkeiten sind beide Auspr√§gungen IPTV √ľber geschlossene Netze und frei zug√§ngliches IPTV (√úbertragung √ľber das Internet oder √ľber ein Hochverf√ľgbarkeitsnetz) weitgehend identisch. Mit Hilfe von clientseitiger Puffertechnik, die die Schwankungen der Download-Leistung aus offenen Netzen tempor√§r und im statistischen Mittel ausgleichen kann, gen√ľgen nach einer WDR-Studie je nach Bildgr√∂√üe bereits Datenraten mit mehr als 2,5 MBit/s Download-Leistung, um eine angemessene Videoqualit√§t zu erreichen. Bei st√§ndig steigender Datenrate werden spezielle Netze sehr schnell √ľberfl√ľssig sein und haben heute schon Probleme, sich am Markt durchzusetzen.[8][9]

Bef√ľrworter von IPTV √ľber geschlossene Netze wenden ein, dass der Bestand an hochaufl√∂senden Fernsehern in den Haushalten derzeit stetig steigt und diese Bandbreiten von mehr als 4 Mbit/s f√ľr eine angemessene SDTV-Bildqualit√§t ben√∂tigen. F√ľr HDTV w√§ren Datenraten mit mehr als 8 Mbit/s n√∂tig; au√üerdem sollen je Haushalt auch mehrere Fernsehger√§te zeitgleich betrieben werden k√∂nnen, was eine jeweilige Vervielfachung des Bandbreitenbedarfs bewirken w√ľrde. IPTV-Bef√ľrworter gehen deshalb von einem k√ľnftigen Bedarf an Internet Bandbreite von mindestens 30‚Äď50 Mbit/s je Haushalt aus und sind der Ansicht, dass solche Bandbreiten sowie ein IPTV √§hnliches QOS im offenen Internet mittelfristig nicht garantiert werden kann.

Client-Server vs. Peer-to-Peer

Die Videodaten werden von netzbasierten Video-Servern an die Clients √ľbertragen. Die im Netz dadurch verursachte Last wird durch die r√§umliche Verteilung der Video-Server im Netz bestimmt. Bei Konzentration der Video-Server an einer Lokalit√§t kommt es durch die sternf√∂rmige Verteilung sehr schnell zu √úberlastungen des Netzes.

Bei einer Peer-to-Peer Verbindung hingegen werden die Videodaten nicht von einem zentralen Server √ľbertragen, sondern der Empf√§nger sammelt die Videodaten eines Beitrages von vielen verteilten Servern (meist von anderen Nutzern) auf. Durch diesen dezentralen Algorithmus k√∂nnen die Videodaten in einzelnen Netzabschnitten auch mehrfach oder in beide Richtungen gleichzeitig √ľbertragen werden.

Unicast vs. Multicast

Bei der Daten√ľbertragung vom Streamingserver des Senders zum IPTV-Empfangssystem gibt es zwei Verfahren:

  • Unicast: Beim Unicast steht jedem Zuschauer ein individueller Datenstrom zur Verf√ľgung. Dadurch kann der Zuschauer den Startpunkt einer Sendung oder eines Videobeitrages individuell bestimmen (Video-on-Demand-Dienst).
  • Multicast: Beim Multicast-Verfahren erhalten gleichzeitig alle Empf√§nger dieselben Daten vom Sender. Dadurch ist zun√§chst nur lineares Broadcast-TV m√∂glich (linear, da die Reihenfolge der Sendungen nicht vom Benutzer beeinflussbar ist). Das entspricht im Wesentlichen dem Prinzip des Rundfunks. Gegen√ľber Unicast hat Multicast den Vorteil, dass die Netzlast f√ľr den Sender weniger mit der Anzahl der Teilnehmer steigt. In Empf√§ngernetzwerken steigt die Netzlast dennoch erheblich. Allerdings ist ein Video-on-Demand-Dienst nicht m√∂glich. Als Kompromiss besteht die M√∂glichkeit, einen Near-Video-on-Demand-Dienst anzubieten, bei dem das Video wiederholt zeitversetzt ausgestrahlt wird. Die maximale Wartezeit auf ein Video ist dann das Zeitintervall der Wiederholungen.

Datenrate

Die notwendige Datenrate, um Bewegtbilder vom Sender zum Empf√§nger zu √ľbertragen, ist von der verwendeten Kodierung abh√§ngig. √úbliche Faktoren sind:

  • Bildgr√∂√üe
  • Farbtiefe
  • Bildver√§nderungen
  • Anzahl der Audio-Kan√§le
  • evtl. synchrone Zusatzinformationen

√úblich verwendete Kodierungsverfahren sind VC1 und H.264. F√ľr eine PAL- oder (SDTV)-Qualit√§t (Standard Definition Television) wird eine Datenrate von durchschnittlich 2‚Äď6 MBit/s ben√∂tigt. F√ľr HDTV ist eine Datenrate von durchschnittlich 6‚Äď16 MBit/s notwendig. Dazu ist ein Breitbandanschluss zum Teilnehmer notwendig (z. B. DSL, ADSL2/VDSL, Kabelmodem).

Empfangsgeräte

IPTV √ľber geschlossene Netze ben√∂tigt aus technischen Gr√ľnden ein vom IPTV-Veranstalter freigegebenes Ger√§t (Set-Top-Box) f√ľr den Empfang auf dem Fernseher. F√ľr den Empfang auf dem PC muss der Nutzer die Multicast-Adressen der TV-Streams kennen, um die Programme mit entsprechender Software (z. B. VLC-Player) empfangen zu k√∂nnen.[10] Ein Programmangebot kann aus urheberrechtlichen Gr√ľnden auf eine bestimmte Art einer Ausgabe (PC oder Set-Top-Box, Fernseher u. a.) beschr√§nkt sein. Diese Grenzen verschwimmen jedoch dadurch, dass PCs an den Fernseher angeschlossen werden oder TV-Signale auf dem PC abgespielt werden k√∂nnen. Das Endger√§t empf√§ngt beim IPTV Datenstr√∂me √ľber eine Internetanbindung, teilt diese in Unterstr√∂me auf (Audio, Video, Daten etc.), dekodiert und liefert ein Bild- und Audiosignal an die Video-Audio-Ausgabeeinheit.

Folgende IPTV-Endgeräte gibt es:

  • PC: In der Regel ist lediglich eine Softwareinstallation notwendig (z. B. MediaPortal oder LinuxMCE), dabei ist auch eine Bildausgabe √ľber ein TV-Ger√§t m√∂glich.
  • UMTS Handys und andere mobile Endger√§te mit gro√üem Display sind IPTV-tauglich. (siehe: Handy TV)
  • Set-Top-Box: Dazu wird die IPTV-Set-Top-Box im Allgemeinen auf der einen Seite an den Router (Internetanschluss) angeschlossen und auf der anderen Seite an die SCART-Buchse oder den HDMI-Eingang des Fernsehers. Reine IPTV-Fernsehger√§te gibt es derzeit noch nicht auf dem Markt, aber es existieren mittlerweile Flachbildschirme (LCD-TV/LED-TV) mit integriertem Internet-Anschluss (LAN/WLAN) sowie der notwendigen Software (z.B. von Panasonic/VieraCast, Samsung, Sony, Loewe)
  • IP-Box: propriet√§re Boxen um den Fernseher mit dem Internet zu verbinden, z.B. AppleTV, Boxee/DLink, oder Boxen basierend auf der Software Google-TV
  • Digital Signage und andere Werbe- und Informationsanzeigesysteme. (Der R√ľckkanal wird selten verwendet.)
  • Kiosksysteme, bei dem Videodaten angezeigt werden.
  • Spielkonsole: Hardwareanordnung √§hnlich wie bei Set-Top-Boxen.[11]

IPTV-Dienste und interaktive Zusatzfunktionen

IPTV bietet mehr als die klassische Fernsehbild√ľbertragung. Durch den integralen R√ľckkanal des IPTV er√∂ffnet sich eine Vielzahl von Funktionen f√ľr den Zuschauer, die teilweise auch aus dem interaktiven Fernsehen, von DVD-Spielern oder Videorekordern bekannt sind.

  • Suche nach und Empfehlung von Videobeitr√§gen oder TV-Sendern. Die Suche geschieht durch Angabe von Klartextanfragen oder mit Hilfe des Zuschauer-Profils, das die Vorlieben kennt (TiVo). Diese Angaben werden mit Metainformationen (Tags), Ergebnissen von Bilderkennungssytemen und Algorithmen des semantischen Netzes verglichen und ad√§quate Vorschl√§ge generiert (siehe auch Theseus).
  • Video-on-Demand (oder auch Datenbank-TV) erm√∂glicht das Abspielen eines beliebigen Videobeitrags zu einer beliebigen Zeit. (Video-Podcast wird oft synonym gebraucht.[12])
  • Near-Video-on-Demand: Erm√∂glicht das Abspielen eines beliebigen Videobeitrags zu fest vorgegebenen Anfangszeiten.
  • Timeshift-TV ist ein eingeschr√§nkter Video-On-Demand-Dienst, bei dem der Zuschauer nur auf Inhalte zugreifen kann, die er vorher auf einem Speichermedium (meist Festplatte) im Endger√§t (PVR-Videorecorder) oder serverseitig (nPVR - network(based)-Personal-Video-Recorder) aufgezeichnet hat.
  • Zugriff auf elektronische Programmzeitschriften
  • Untertitel
  • Teletext
  • Zuschaltung von Mehrkanalton und Fremdsprachenkan√§len
  • Kauftransaktionen und T-Commerce
  • Funktionen des Web2.0:
    • Der Zuschauer kann Empfehlungen auf, Kommentare √ľber und Stichw√∂rter f√ľr Videobeitr√§ge und IPTV-Sender abgeben und dadurch die Qualit√§t des Services verbessern.
    • Der Zuschauer kann individuelle Playlisten (Zusammenstellungen von Videobeitr√§gen) erstellen und sie anderen Zuschauern zur Verf√ľgung stellen. Die Redaktion (Auswahl und Reihenfolge) wird zum Zuschauer verlagert.
    • Das Hochladen von Videobeitr√§gen.

Rechtliche Aspekte

Ein deutscher Anbieter eines IPTV-Angebots muss eine Reihe von Landes-, Staats- und supranationalen Gesetzen und Verordnungen beachten.

Die beiden wesentlichen Komponenten sind nach der Neuregelung im Jahr 2006[13]:

  • der Rundfunkstaatsvertrag (RStV) in seiner 9. Fassung (g√ľltig seit M√§rz 2008), bzw. 10. Fassung (g√ľltig ab 1. September 2008), und im Zusammenspiel damit
  • das Telemediengesetz (TMG)

Weiter

Je nach Angebot können, wie bei jeder wirtschaftlichen Tätigkeit, weitere rechtliche Bestimmungen zur Anwendung kommen:

  • Kontrolle durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK)
  • als Anbieter von Sendungen, bei denen sich die Zuschauer √ľber Mehrwertnummern beteiligen k√∂nnen, das Telekommunikationsgesetz
  • das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), sofern er personenbezogene Daten z. B. im Rahmen einer Zuschauerregistrierung speichert,
  • den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beachten und einen Jugendschutzbeauftragten bestellen oder ersatzweise einer Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle[16] beitreten, wenn er entwicklungsbeeintr√§chtigende oder jugendgef√§hrdende Inhalte allgemein zug√§nglich zur Verf√ľgung stellt oder mit einer Videosuchmaschine auf entsprechende Inhalte verweisen k√∂nnte,
  • die Regelungen zum Fernabsatzrecht im BGB, wenn er mit Hilfe des Dienstes Kauf- oder Dienstvertr√§ge abschlie√üt,
  • das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) beachten, wenn er vergleichende oder irref√ľhrende Werbung betreibt,
  • das Urheberrechtsgesetz (UrhG) beachten, wenn er fremdes Filmmaterial verwendet. Das gilt auch und insbesondere f√ľr User-Generated-Content-Diensteanbieter. Dabei ist er verpflichtet, eingehendes Material zu sichten und ggf. zu entfernen. Er muss ebenfalls das Urheberrecht beachten, wenn er als Kommunikationsanbieter lediglich Filme von einem Datenformat in ein anderes umwandelt oder (tempor√§r) zwischenspeichert[17].
  • die Verordnungen der Gesellschaft f√ľr musikalische Auff√ľhrungs- und mechanische Vervielf√§ltigungsrechte (GEMA) beachten, sofern er Musik von Dritten verwendet. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, die notwendigen Synchronisationsrechte bei Musikverlagen und Tontr√§gerunternehmen im Einzelfall einzuholen,
  • das Patentgesetz (PatG) beachten und etwaige patentierte IPTV-Ausspielverfahren nicht verwenden.

Gewährleistung des IPTV-Anbieters

Bei IPTV gew√§hrleistet ein IPTV-Anbieter die Funktionalit√§t des Fernsehempfangs beim Client. Bei der Daten√ľbertragung √ľber das allgemeine Internet (Internet-TV) kann der Anbieter eine solche Gew√§hr nicht √ľbernehmen, da das Netz sowie das eingesetzte Endger√§t au√üerhalb seiner Einflusssph√§re liegen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Weltweite Verf√ľgbarkeit von IPTV.

Finanzierungsmodelle

Derzeit gibt es mindestens drei Arten der Refinanzierung von IPTV:

  • Zuschauerfinanziertes IPTV
  • Werbefinanziertes IPTV, bei dem der Zuschauer neben dem gew√ľnschten Fernsehbeitrag auch Werbung rezipieren muss,
  • T-Commerce. Darunter fallen Teleshopping und andere Tele-Services (Beratung, Gewinnspiele, Wetten, Lotto, Auktionen, Spiele, Dating etc.), bei dem der Sender (in diesem Fall Mediendienstanbieter) direkt auf eine Kauftransaktion hinwirkt.

Umsatzpotenziale und Nutzer

Bis 2012 k√∂nnten rund 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland IPTV nutzen. Damit etabliert sich ein weiterer TV-√úbertragungsweg neben Kabel, Satellit und Antenne. Diese Prognose stammt von Goldmedia und BITKOM[18]. Auch die mit IPTV erzielbaren direkten Erl√∂se steigen. Laut Studie k√∂nnen sie 2012 mehr als 420 Millionen Euro betragen. Die Erl√∂sprognose ber√ľcksichtigt dabei die Grundgeb√ľhren f√ľr die TV-Pakete sowie Erl√∂se aus Pay-TV-Geb√ľhren, Video-on-Demand und kostenpflichtigen Zusatzdiensten, Nicht erfasst sind hingegen Werbeerl√∂se sowie indirekte Erl√∂se, die bei der Vermarktung von Triple-Play-Paketen auf Telefonie und Breitbandinternet entfallen.

Im Vergleich zu anderen EU-L√§ndern liegt Deutschland beim Fernsehen per Internetprotokoll derzeit zur√ľck. So gab in Frankreich im Juni 2008 8,5 Millionen IPTV-Kunden. Auch Italien und Spanien sind deutlich weiter.

Technische Reichweite und Marktdurchdringung

Alle oben genannten Refinanzierungsmodelle gewinnen an Bedeutung, je h√∂her die technische Reichweite des IPTV ist (egal ob PC- oder STB-basiert oder √ľber mobile Endger√§te).

  • PC-basiertes IPTV: Nach Sch√§tzungen aus dem Jahr 2004 sollten bis 2010 fast 17 Millionen Breitband-Anschl√ľsse verkauft werden.[19] Dies wurde bereits √ľbertroffen: Der Branchenverband VATM sch√§tzte 2007, dass bis Ende 2007 in Deutschland 19,1 Millionen DSL-Anschl√ľsse geschaltet sind.[20] Damit ist eine signifikante Zielgruppe potentieller Nutzer von PC-basierten IPTV-Angeboten bereits jetzt erreichbar. Laut einer repr√§sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa nutzt jeder zweite Internetnutzer (49%, ca. 25 Millionen Bundesb√ľrger) entsprechende IPTV-Angebote. Dominant kurze Videoclips und WebTV-Inhalte, w√§hrend Langformate mit TV-√§hnlichem Charakter noch in der Nutzung unterrepr√§sentiert sind.[21]
  • STB-basiertes IPTV: F√ľr den deutschen Markt sind derzeit (Stand: September 2007) keine offiziellen Abonnentenzahlen bekannt. Im Jahr 2006 gab es weltweit 3,6 Mio. IPTV-Abonnenten, davon 2,4 Mio. in Westeuropa. Marktforscher gehen davon aus[22], dass 2010 mehr als 1,3 Mio. deutsche Haushalte Fernsehen auch √ľber IPTV-Set-Top-Boxen empfangen werden. Die Anzahl der IPTV Kunden der Deutschen Telekom 2007 war nach eigenen Angaben nur im f√ľnfstelligen Bereich[23], im Januar 2008 wurden dann 116.000 IPTV von der Deutschen Telekom gemeldet.[24]
  • Mobiles IPTV: Nach einer Bitkom-Studie waren im Jahre 2006 mehr als 6,5 Millionen Handys UMTS-f√§hig. Im Jahre 2010 wird eine UMTS-Abonnentenzahl von knapp 9 Millionen erwartet. (siehe Handy TV)

IPTV-Spartensender gegen Rundfunk-Fernsehsender

Experten gehen davon aus, dass IPTV eine √§hnliche Ver√§nderung des Fernsehmarktes verursachen wird, wie sie Anfang des Jahrtausends schon die Musikindustrie durchleben musste. Dabei wird prognostiziert, dass kleine (Genre-, Sparten- und Nischen-)Sender zusammen deutliche Marktanteile auf Kosten der etablierten (Mainstream-)Sender gewinnen werden[25][26]. Aggregatoren[27], die Kleinstproduktionen sammeln, versuchen, diese Spartenprogramme und Spartenbeitr√§ge zu b√ľndeln und zu vermarkten. Sie stellen ebenfalls eine starke Konkurrenz zu den etablierten TV-Sendern dar. Der Markt wird sich also zusehends diversifizieren und sich der Werbegesamtetat auf immer mehr IPTV- und Rundfunksender und -beitr√§ge verteilen m√ľssen. Etablierte Sender versuchen, dieser Entwicklung mit eigenen IPTV-Auftritten und Beteiligungen an Aggregatoren zu begegnen[28][29]. Der Verdr√§ngungsprozess l√§uft aber √ľber Internetfernsehen und IPTV, da Nutzer den Unterschied selbst nicht erkennen. WEBTV, IPTV und Internetfernsehen wird dabei als Synonym verstanden, Fernsehen √ľber das Internet auf dem PC zu empfangen. Auch die Mediatheken auf ARD[30] oder ZDF[31] unterscheiden die Begegriffe nicht, sondern geben den Nutzern neben anderen Portalen ([32] lediglich Menues an die Hand, Bewegbilder √ľber verschiedene Sparten/Sendungen sehen zu k√∂nnen. Erfahrene Internet-Fernseh-Nutzer wechseln zum qualitativ hochwertigerem IP TV, wenn die Bandbreite des browserbasierten Internetfernsehens nicht ausreicht. Dabei werden immer mehr Nischen, R√ľgen.TV, Venture.TV Hunde.TV zu gro√üen Kan√§len. So betreibt mittlerweile jeder Fussball-Bundesligaverein sowie viele weitere kleinere Fussballvereine ein eigenes IPTV-Angebot. Die Masse der kleinen Anbieter vergr√∂√üert sich und bindet so ihre webbasierten Communities. Erste gro√üe Verdr√§ngungsprozesse finden heute (1/07) bereits statt[33][34][35][36][37].

Internetdienstanbieter gegen Rundfunknetzbetreiber

Mit der Möglichkeit, IPTV zu betreiben, treten Internetdienstanbieter in direkte Konkurrenz zu Fernsehrundfunkbetreibern.[38][39] Insbesondere Satelliten- und Kabelnetzbetreiber versuchen mit zusätzlichen interaktiven Angeboten, diesen Trend aufzuhalten.[40]

Einige Internetdienstanbieter erwerben Rechte zur Ausstrahlung von Fernsehinhalten und greifen somit direkt in den Markt der Fernsehsender ein.[41]

Internetdienstanbieter (meist im Verbund einer Telefongesellschaft) können dem Kunden nun die wichtigsten elektronischen Kommunikationsmedien in einem Paket anbieten (Telefonie, Internetzugang, Fernsehen (Triple-Play) und zusätzlich Mobiltelefonie (Quadruple Play)).

Einige IPTV relevante Marktzahlen

(* ab 2007 Schätzungen)
2004 2005 2006 2007 * 2008 * 2009 * 2010 *
PC-basiertes IPTV
DSL-Abonnenten in Deutschland 7,9 Mio. (e) 10,3 Mio. (e) 15,6 Mio. (a) 21 Mio. (b)
DSL-Abonnenten in Europa 39 Mio. 107 Mio. (c)
DSL-Abonnenten weltweit 107 Mio. (f) 150 Mio. (q)
STB-basiertes IPTV
STB-Abonnenten in Deutschland 47.000 (g) 100.000 (k) 1,3 Mio (l)-2,8 Mio(g)
STB-Abonnenten in Europa 0,7 Mio. (g) 1,6 Mio. (g) 3,3 Mio. (g) 6,3 Mio. (g) 10,0 Mio. (g) 8,7 (h)‚Äď13,6 Mio. (g) 16,7 Mio. (g)
STB Abonnenten weltweit 3,2 Mio. (n) 6,4 Mio. (n) 13,3 Mio. (n) 24,7 Mio (n) 36,3 Mio (n) 25 (i)‚Äď48,8 Mio. (n)
mobiles IPTV
UMTS-Abonnenten in Deutschland 2,3 Mio. (d) 6,5 Mio. (d) 10,7 Mio. (m)
UMTS-Abonnenten in Europa 200 Mio. (p)
UMTS-Abonnenten weltweit 1.000 Mio. (j)
Quellen:

a: [1] b: [2] c: [3] d: [4] e: T-DSL f: [5] g: [6] h: [7] i: [8] j: [9] k: [10] l: [11] m: [12] n: [13] p: [14] q: [15]

IPTV-Sender
Deutsche IPTV-Sender knapp 200 (a)
Internet-TV-Sender Europa
Internet-TV-Sender weltweit rund 3.000
Quellen:

a: Siehe entsprechende Listen im Web, z. B. wwiTV. Oftmals werden nur einzelne Sendungen angeboten.

Spezielle Einsatzgebiete f√ľr IPTV

Neben dem klassischen Einsatz von IPTV im geschlossenen Breitbandnetz f√ľr die regionale Versorgung von Endkunden, bietet sich diese L√∂sung f√ľr eine Reihe von speziellen Einsatzgebieten an. Zu diesen Einsatzgebieten z√§hlen Bereiche, welche erh√∂hte Anforderungen an das √úbertragungsmedium, in Bezug auf die St√∂rfestigkeit, stellen oder komfortable Funktionen nutzen m√∂chten, welche durch eine herk√∂mmliche TV-Verteilung nicht realisiert werden k√∂nnen.

IPTV Anbieter

Siehe auch

Literatur

  • J√∂rg Broszeit: IPTV und Interaktives Fernsehen, VDM Verlag Dr. M√ľller, Saarbr√ľcken 2007, ISBN 978-3-836-40837-0
  • Eric Karstens: Fernsehen digital. Eine Einf√ľhrung, VS-Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-14864-9
  • Markus Vorhauer: Integration einesElectronic Program Guide (EPG)in IPTV: Aufbau und Auswertung von DVB (Digital Video Broadcasting)und EPG, und Integration in IPTV. VDM Verlag Dr. M√ľller, 2008, ISBN 978-3-6390-3239-0.
  • Martin Kloke: IPTV als Corporate TV: M√∂glichkeiten und Potentiale in der Unternehmenskommunikation. VDM Verlag Dr. M√ľller, 2008, ISBN 978-3-639-10494-3.
  • Ernst-Stephan Kuper: Internet Protocol Television - IPTV: Rechtlicher Rahmen und Besonderheiten im Rundfunk- und Medienrecht, Telekommunikationsrecht, Urheberrecht und im Wettbewerbs- und Kartellrecht. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4562-5.
  • Thomas Hoeren, Sebastian Neurauter, Christoph Golla: IPTV - Die wichtigsten Rechtsfragen aus Sicht der Anbieter. LIT Verlag, 2010, ISBN 978-3-643-10646-9.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ ITU: Definition of IPTV, Word-Dokument, 16.-20. Oktober 2006
  2. ‚ÜĎ Aus der Arbeit der TV-Plattform. So genanntes IPTV. Arbeitsgruppe ¬ĽIPTV¬ę gegr√ľndet (PDF), In: TVZukunft, Aktuelle Informationen der Deutschen TV-Plattform, S.3, 4/07, Oktober 2007
  3. ‚ÜĎ Variety: Internet TV passes cable in France, 10. Juli 2008 (englisch)
  4. ‚ÜĎ Computerwoche: Sprach-Datenvernetzung erm√∂glicht neue Kommunikationsformen, 9. Juli 2008
  5. ‚ÜĎ Digitalfernsehen.de: Frankreich: IPTV √ľberholt Kabel beim Pay-TV, 11. Juli 2008
  6. ‚ÜĎ Bitkom: IPTV - Rechtliche Rahmenbedingungen, Dr. Christoph Enaux (Rechtsanwalt), Juni 2008
  7. ‚ÜĎ ITU IPTV Definition
  8. ‚ÜĎ heise.de IPTV-Angebot der Telekom jetzt auch √ľber ADSL2+
  9. ‚ÜĎ Telekom Probleme mit VDSL
  10. ‚ÜĎ Multicast-Adressen im DSL-Netz ‚Äď Liste bei ARD Digital
  11. ‚ÜĎ Xbox 360 wird man in Zukunft in der Lage sein IPTV zu empfangen, beispielsweise T-Home
  12. ‚ÜĎ quarks.de: Beispiel f√ľr die Verwendung des Begriffs VideoPodcast
  13. ‚ÜĎ BMWi: Neues Telemediengesetz verbessert Rechtsrahmen f√ľr Neue Dienste und Schutz gegen Spam-Mails, 14. Juni 2006
  14. ‚ÜĎ Landesanstalt f√ľr Medien Nordrhein-Westfalen: Regulierung von IPTV: "Es ist ein Irrtum, dass man im Netz keine Lizenz braucht", 5. Juli 2007
  15. ‚ÜĎ Heise.de: EU-Fernsehrichtlinie vor der Verabschiedung, 29. November 2007
  16. ‚ÜĎ z. B. Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter
  17. ‚ÜĎ Oberlandesgericht best√§tigt Aufzeichnungsverbot f√ľr Online-TV-Recorder, Heise.de
  18. ‚ÜĎ Studie IPTV 2012
  19. ‚ÜĎ T-Online, Sony BMG und Euro Lab for Electronic Commerce & Internet Economics: Die Studie Deutschland Online 2 - Marktentwicklung
  20. ‚ÜĎ VATM-Jahrbuch 2007/2008
  21. ‚ÜĎ Bertsch, Marcel: Jeder zweite Internetnutzer schaut WebTV. 22. Juni 2010, abgerufen am 21. September 2010 (deutsch).
  22. ‚ÜĎ IPTV 2010 Studie. Marktpotenziale f√ľr IP-basiertes Fernsehen in Deutschland, Goldmedia
  23. ‚ÜĎ Heise.de: Nutzerzahl von IPTV der Telekom ist inzwischen f√ľnfstellig, 29. August 2007
  24. ‚ÜĎ Heise.de: Telekom w√§chst mit DSL und Mobilfunk, 29. Januar 2008
  25. ‚ÜĎ spiegel.de: IPTV gegen Internet-TV
  26. ‚ÜĎ The Long Tail - Nischenprodukte
  27. ‚ÜĎ Beispiele f√ľr Aggregatoren: Youtube, MyVideo, Clipfish, sevenload
  28. ‚ÜĎ Beispiele sind mediathek.zdf.de (Internet-TV), www.maxdome.de(prosieben), www.myvideo.de(prosieben), www.rtlnow.de(rtl), www.clipfish.de(rtl)
  29. ‚ÜĎ IPTV: Schrumpfende Riesen, wachsende Zwerge, Heise.de IPTV: Schrumpfende Riesen, wachsende Zwerge
  30. ‚ÜĎ www.ardmediathek.de
  31. ‚ÜĎ www.zdf.de/ZDFmediathek/
  32. ‚ÜĎ IPTV Deutschland GmbH z.B. IPTV.de
  33. ‚ÜĎ Internet-Fernsehen in f√ľnf Jahren oder eher, Heise.de Internet-Fernsehen in f√ľnf Jahren oder eher
  34. ‚ÜĎ Auf der Suche nach der verlorenen Jugend, Spiegel.de Auf der Suche nach der verlorenen Jugend
  35. ‚ÜĎ golem.de: "ARD und ZDF wollen Nachrichten online (...) bringen. Sendern laufen die Nachrichtenzuschauer weg: (...) Die ZDF-Nachrichtensendung "heute", die um 19 Uhr ausgestrahlt wird, verlor seit 2002 ein Viertel ihrer Zuschauer im Alter von 14 bis 29 Jahren, berichtet der Focus. Der "Tagesschau" im Ersten kehrten danach im gleichen Zeitraum 17 Prozent dieser Altersgruppe den R√ľcken."
  36. ‚ÜĎ Studien: Enormes Wachstum bei IPTV weltweit
  37. ‚ÜĎ Fernsehen war gestern, spiegel.de
  38. ‚ÜĎ Fernsehen per Internet bedroht Kabelnetzbetreiber
  39. ‚ÜĎ IPTV wird Konkurrenz f√ľr Satellit und Kabel
  40. ‚ÜĎ Blucom
  41. ‚ÜĎ heise.de ‚Äď Deutsche Telekom √ľbertr√§gt DFL, Meldung vom 1. M√§rz 2006

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  • Internet Protocol TV ‚ÄĒ Mit IPTV (Internet Protocol Television; deutsch: Internet Protokoll Fernsehen) wird die digitale √úbertragung von breitbandigen Anwendungen, wie Fernsehprogrammen und Filmen, √ľber ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das auch dem… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Internet Protocol Device Control ‚ÄĒ (IPDC) is a specification for controlling hardware devices, developed by Level 3 and a group of other telcos. Protocol was designed for communicating between centralized switches and IP based gateways. It provides management and integration on a… ‚Ķ   Wikipedia

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  • T√©l√©vision par DSL ‚ÄĒ T√©l√©vision par ADSL  Ne doit pas √™tre confondu avec WebTV. La t√©l√©vision par ADSL dont la d√©signation appropri√©e est pr√©cis√©ment t√©l√©vision par xDSL ou t√©l√©vision par DSL voire parfois TVoDSL de l anglicisme Television on DSL, d√©signe un… ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • T√©l√©vision par xDSL ‚ÄĒ T√©l√©vision par ADSL  Ne doit pas √™tre confondu avec WebTV. La t√©l√©vision par ADSL dont la d√©signation appropri√©e est pr√©cis√©ment t√©l√©vision par xDSL ou t√©l√©vision par DSL voire parfois TVoDSL de l anglicisme Television on DSL, d√©signe un… ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • T√©l√©vision IP ‚ÄĒ  Ne doit pas √™tre confondu avec Web TV. La t√©l√©vision IP, ou t√©l√©vision sur IP, ou l IPTV (de l anglais Internet Protocol Television) est une forme de t√©l√©vision diffus√©e sur un r√©seau utilisant le protocole IP (internet protocol). Sommaire… ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Internet television ‚ÄĒ Net TV redirects here. For other uses, see Net (disambiguation). Internet television (otherwise known as Internet TV, or Online TV) is the digital distribution of television content via the Internet. It should not be confused with Web television… ‚Ķ   Wikipedia


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