Internetcafe

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Internetcafe
Internetcafé
Internetcafé in der Provinz Yunnan, China

Ein Internetcaf√© ist ein Betrieb mit mindestens einem Internetzugang, den eine Gruppe von Menschen oder aber alle Personen ‚Äď meist gegen Entgelt ‚Äď zum Surfen im World Wide Web nutzen k√∂nnen. H√§ufig werden Getr√§nke und Snacks zum Verkauf angeboten. Sehr h√§ufig sind Internetcaf√©s kombiniert mit privaten Telefonzellen (auch Telecaf√© genannt) und dem Verkauf von internationalen Telefonkarten. Insbesondere im englischsprachigen Ausland werden Internetcaf√©s meist Cybercaf√© (Neologismus aus den Worten Cyberspace und Caf√©) genannt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Internetcaf√©s k√∂nnen sich an √∂ffentlich zug√§nglichen Orten befinden, zum Beispiel in einer B√ľcherei oder in einem Schnellrestaurant. Firmen, Vereine, soziale Institutionen und Bildungseinrichtungen stellen Internetcaf√©s ihren Mitarbeitern, Mitgliedern oder Jugendlichen zur Verf√ľgung. Die meisten Internetcaf√©s sind kleine eigenst√§ndige, gewerbliche Einrichtungen mit Ladencharakter.

Geschichte und Ausblick

Popul√§r wurden die Internetcaf√©s ab 1994 in den USA, doch heutzutage gibt es in nahezu jeder gr√∂√üeren Stadt solch ein Caf√©. Das gr√∂√üte befindet sich im Theater District von Manhattan, New York City, und hei√üt easyInternetcaf√© ‚Äď gleichzeitig die gr√∂√üte Kette seiner Art weltweit. Eines der ersten Internetcaf√©s in Europa war das Cyberia in London. Das erste Internetcaf√© Deutschlands wurde im Oktober 1994 in der Gastst√§tte Dorfschenke in Duisburg er√∂ffnet.

In Deutschland ist der Bestand an Internetcaf√©s momentan r√ľckl√§ufig, da immer mehr Personen ihren eigenen Internetzugang haben. An √∂ffentlichen Orten verdr√§ngen Hot Spots f√ľr Wireless LAN die Internetcaf√©s, da die Nutzer nun mit ihrem eigenen Notebook oder PDA surfen. In Urlaubsgegenden wie auf Gran Canaria sind dagegen die Internetcaf√©s weit verbreitet. Zunehmende Verbreitung haben Internetcaf√©s auch in den Stadtteilen der Gro√üst√§dte mit hohem Migrantenanteil, dort werden sie auch meist von Migranten betrieben.

Internetcafé am Franz-Josef-Gletscher

Internetcaf√©s mit Hot Spot k√∂nnen f√ľr geeignete Mobiltelefone auch Internettelefonie anbieten. In Zukunft werden Internetcaf√©s voraussichtlich auf konventionelle PCs verzichten und ihren G√§sten Internet-Terminals anbieten.

Möglichkeiten eines Internetcafés

Ein Internetcaf√© dient in erster Linie dem kostenpflichtigen Zugang zum Internet, wie etwa den webbasierten E-Mail-Diensten. Dar√ľber hinaus k√∂nnen weitere Dienstleistungen wie das √úberspielen von Daten auf Datentr√§ger, Ausdrucke, Digitalisierung von Bildern, Aufladen von Prepaidkarten f√ľr Handys m√∂glich sein. Beliebt sind in Internetcaf√©s auch √ľber mehrere PCs vernetzte Spiele.

Die Hardware

Arabische Tastatur in einem ägyptischen Internetcafé

Wird das Internetcaf√© von vielen Personen genutzt, so sind die Ger√§te oft in robusteren Geh√§usen untergebracht. Besonders die Tastatur und die Maus bzw. das Touchpad sind durch Vandalismus und Diebstahl gef√§hrdet. Auf Diskettenlaufwerke, CD-Laufwerke und Kartenleser wird manchmal verzichtet, um wenigstens diese M√∂glichkeiten zur Manipulation auszuschlie√üen. Ein M√ľnzwerk oder ein Leseger√§t f√ľr Debit- und Kreditkarten erm√∂glicht geb√ľhrenpflichtiges Surfen. Mehrere Internetterminals k√∂nnen mit einem Internetserver verbunden sein. Gr√∂√üere Internetcaf√©s k√∂nnen von speziell geschulten Mitarbeitern betreut werden.

Die Software

Anstelle der √ľblichen Webbrowser wie Internet Explorer, Netscape oder Firefox werden h√§ufig Systeme verwendet, die zus√§tzliche Aufgaben erf√ľllen k√∂nnen: Abrechnen der Surfsitzung, Blocken jugendgef√§hrdender Seiten, kostenlose oder kostenpflichtige Bereitstellung von Spielen, L√∂schen des Browser-Caches und aller Cookies nach Ausloggen des letzten Benutzers, Statistikauswertungen, Wartungsfunktionen etc. Die Verbindung mit dem Internet wird in der Regel √ľber einen DSL-Zugang durchgef√ľhrt. Die marktf√ľhrenden Browser Internet Explorer und Mozilla Firefox sind dennoch in den meisten Caf√©s verf√ľgbar.

Probleme in Deutschland

Internetcaf√©-Betreiber m√ľssen viele gesetzliche Regelungen beachten. Es muss sichergestellt sein, dass Benutzer unter 18 Jahren keine jugendgef√§hrdenden Inhalte betrachten k√∂nnen, sei es am eigenen oder am fremden Bildschirm. Problematisch ist das Anbieten von Spielen an Internetterminals. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts handelt es sich bei einem Internetcaf√©, das √ľberwiegend Spiele anbietet, um einen spielhallen√§hnlichen Betrieb, der somit erlaubnispflichtig ist. √úber eine entsprechende Spielhallenerlaubnis verf√ľgt jedoch nur eine verschwindend kleine Anzahl der Internetcaf√©s.

Weblinks

  • World of Internetcafes.de ‚Äď Weltweites Internetcaf√©-Verzeichnis mit √ľber 4700 Internetcaf√©s (deutsch)
  • Links & Law ‚Äď Rechtliche Anforderungen an den Betrieb eines Internetcafes

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