Ippendorf

Ippendorf
Stadt Bonn
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 5′ O50.6977777777787.0836111111111Koordinaten: 50° 41′ 52″ N, 7° 5′ 1″ O
Fläche: 3,08 km²
Einwohner: 7.164 (30. Juni 2010)
Eingemeindung: 1. Aug. 1969
Postleitzahl: 53127
Vorwahl: 0228
Karte

Lage Ippendorfs in Bonn

Ippendorf ist ein Ortsteil von Bonn im Stadtbezirk Bonn. Er liegt südwestlich der Innenstadt am Fuße des Venusbergs und Kreuzbergs und wird im Osten durch den Engelsbach, im Norden durch die Kreuzbergallee, im Westen durch offene Felder und den Katzenlochbach und im Süden durch Dottendorfer Weg und Gudenauer Weg begrenzt. Im Süden Ippendorfs liegt die Waldau. In Ippendorf wohnen etwa 7000 Einwohner auf einer Fläche von 3,08 km².

Im Bonner Stadtgebiet ist die Kaufkraft in Ippendorf und Venusberg mit 24 428 Euro bei weitem am höchsten. Es folgen Röttgen (21 965 Euro) und Schweinheim (21 800 Euro). (Stand 2008)

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

"Heilige Stiege" an der Kreuzbergkirche

Ippo war ein fränkischer Personenname im 8. Jahrhundert. Ippendorf bedeutet also Dorf des Ippo. Die erste urkundliche Erwähnung Ippendorfs stammt aus dem Jahr 1320. 1959 fand der Bauführer H. Schmidt am Schafberg in Ippendorf einen etwa 50000 Jahre alten Bogenschaber (Moustérien-Doppelschaber) aus hellgrauem Feuerstein; er ist das älteste Zeugnis der Ippendorfer Geschichte und befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Außerdem gibt es am Stationsweg Spuren eines Ringwalls aus jungsteinzeitlicher Zeit. Aus römischer Zeit fanden sich vereinzelt Münzen sowie ein Altar aus Sandstein, dem Gott Mercurius geweiht. Die Kreuzbergkirche ließ Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln 1627 erbauen. Sehenswert hier insbesondere die von Balthasar Neumann im Rokoko-Stil errichtete "Heilige Stiege".

Ippendorf gehörte von 1816 bis 1927 zur Bürgermeisterei Poppelsdorf, anschließend zum Amt Duisdorf. Die Gemeinde wurde am 1. August 1969 zusammen mit Buschdorf, Duisdorf, Lengsdorf, Lessenich/Meßdorf, Röttgen sowie Ückesdorf in die damalige Bundeshauptstadt und heutige Bundesstadt Bonn eingemeindet.[1] Von 1973 bis 2005 war in Ippendorf an der Gudenauer Strasse 134-136 die Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes („Diplomatenschule“), bevor diese in die Borsig-Villa Reiherwerder in Tegel umzog. Heute ist Ippendorf eine bevorzugte und durch viele Villen geprägte Wohngegend.

In Ippendorf (Buchholzstraße) wurde am 10. Oktober 1986 der Diplomat Gerold von Braunmühl von der RAF auf offener Straße erschossen.

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

Literatur

  • Bernhard Berzheim: Ippendorf. Vom armen Bauerndorf zum bevorzugten Bonner Wohnort. Herausgegeben vom Bonner Heimat- und Geschichtsverein. Bonn 1990.

Weblinks

 Commons: Ippendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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