Iquique


Iquique
-20.213888888889-70.1525
Iquique
Iquique (Chile)
Iquique
Iquique

Iquique auf der Karte von Chile

Basisdaten
Staat Chile
Region Tarapaca
Stadtgründung Jahrhundert 19
Einwohner 164.396 (2002)
   – im Ballungsraum 350.000
Stadtinsignien
Escudo de Iquique.svg
Detaildaten
Zeitzone UTC-4
Stadtvorsitz Myrta Dubost

Iquique [iˈkike] ist eine Hafenstadt im Norden des südamerikanischen Anden-Staates Chile. Die Hauptstadt der Región de Tarapacá hat 164.396 Einwohner (Volkszählung 2002).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Westlich der Wüste Atacama liegt die Stadt zwischen Pazifik und Kordilleren, bis etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel.

Klima

Iquique
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
0
 
25
18
 
 
0
 
25
18
 
 
0
 
24
17
 
 
0
 
22
15
 
 
0
 
20
14
 
 
0.3
 
19
14
 
 
0.1
 
18
13
 
 
0
 
18
13
 
 
0.2
 
19
14
 
 
0
 
20
15
 
 
0
 
22
15
 
 
0
 
24
17
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iquique
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 24,9 25,2 24,1 22,3 20,3 19,0 18,0 18,1 18,8 20,0 21,7 23,6 Ø 21,3
Min. Temperatur (°C) 17,6 17,6 16,8 15,1 14,1 13,5 13,1 13,3 13,8 14,5 15,3 16,5 Ø 15,1
Niederschlag (mm) 0 0 0 0 0 0,3 0,1 0 0,2 0 0 0 Σ 0,6
Regentage (d) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 Σ 0,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
24,9
17,6
25,2
17,6
24,1
16,8
22,3
15,1
20,3
14,1
19,0
13,5
18,0
13,1
18,1
13,3
18,8
13,8
20,0
14,5
21,7
15,3
23,6
16,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
0 0 0 0 0 0,3 0,1 0 0,2 0 0 0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: WMO

Das Klima ist heiß und schwankt im Jahresschnitt um knapp 18 Grad Celsius, es regnet sehr selten (in der Vergangenheit bis zu 14 Jahre lang nicht).

Geschichte

Seeschlacht vor Iquique am 21. Mai 1879. Iquique gehörte bis 1879 zu Peru
Schiffe auf Reede vor Iquique (vor 1901)

Iquique wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ab 1556 wurden große Silber-Verkommen in der Mine von Huantajaya in der Nähe von Iquique ausgebeutet. Huantajaya wurde zur zweitgrößten Silbermine nach Potosí für die Spanier.

Im Jahr 1835 reiste Charles Darwin nach Iquique und beschrieb es als trostloses, heruntergekommenes Dorf, das selbst Wasser aus der Ferne einführen muss. Die erste Entsalzungsanlage wurde jedoch 1845 in Betrieb genommen.

Das einst ärmliche Fischerdorf entwickelte sich allmählich zu einer ansehnlichen Stadt und einem bedeutenden Seehafen. Grund dafür war der aufkommende Salpeter- und Guano-Handel (siehe auch Salpeterfahrt).

Am 13. August 1868 kam es zu einem schweren Erdbeben, ebenso am 9. Mai 1877.

Turm auf dem Marktplatz von Iquique
Theaterhaus von Iquique

Im Salpeterkrieg fand vor dem Hafen von Iquique am 21. Mai 1879 ein Seegefecht statt, das als Vorentscheidung für die Erringung der Seeherrschaft im Pazifik durch die chilenische Marine gilt. Um die Verstärkung der peruanischen Verteidiger der Hafenstadt Iquique auf dem Seewege zu verhindern, wurde der Hafen von zwei älteren chilenischen Kriegsschiffen blockiert. Die beiden peruanischen Panzerschiffe Huáscar und Independencia trafen auf die chilenischen Blockadeschiffe, wobei das peruanische Monitor Huáscar die altersschwache chilenische Korvette Esmeralda mit seinem Rammbug rammte und so versenkte. Der Jahrestag dieses Gefechts, bei dem der chilenische Kommandant und Nationalheld Arturo Pratt zu Tode kam, wird in Chile jedes Jahr pompös gefeiert.

Am 23. November 1879 wurde Iquique von chilenischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg fiel die ganze Region Tarapacá mit Iquique als Hauptstadt schließlich im Vertrag von Ancón 1883 an Chile.

1907 protestierten Tausende Arbeiter der Salpeterwerke in Iquique gegen katastrophale Arbeitsbedingungen. Die Armee ging gegen sie vor, wobei bis zu 1000 Protestierende, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, erschossen wurden.

1975 erhielt Iquique eine Freihandelszone (ZOFRI), was zum wirtschaftlichen Aufblühen der Stadt führte. Der Aufschwung währte allerdings nicht lange, da Peru ab 1992 ebenfalls diverse Städte mit Freihandelszonen versah.

Am 12. April 2004 wurde Alto Hospicio mit 50.190 Einwohnern (Volkszählung 2002) aus Iquique ausgegliedert und zur selbständigen Gemeinde erklärt.

Sehenswürdigkeiten

Iquique ist heute ein von palmengesäumten Alleen durchzogener Badeort. Der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle, die langen Strände ziehen Badegäste an. Vor allem der Strand Cavancha ist in der Badesaison (Oktober bis April) sehr attraktiv. Es finden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt (z. B. im Teatro Municipal an der Plaza Arturo Prat).

Etwa 50 km östlich der Stadt befinden sich die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Wirtschaft

Der einst neben Antofagasta wichtigste Salpeterhafen Chiles hat an Bedeutung verloren, die Stadt ist nun Industriezentrum mit fisch- und erdölverarbeitenden Betrieben. Rund 20 km südlich von Iquique liegt der Flughafen Aeropuerto Internacional Diego Aracena der zivilen und militärischen Zwecken dient.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Iquique – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Iquique — (spr. Ikike), Hafenstadt am Stillen Ocean in der Provinz Arequipa (Peru). In der Nähe große Guanolager …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Iquique — (spr. ikīke), Hauptstadt der chilen. Provinz Tarapacá, an einer geräumigen und sichern Bucht des Stillen Ozeans, unter 20°12 südl Br., in einer öden, wasserlosen Salzsteppe, zu der das Trinkwasser aus der 160 km entfernten Kordillere geleitet… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Iquique — (spr. ikīke), Hauptstadt der chilen. Prov. Tarapaca, (1902) 42.788 E.; Ausfuhrhafen von Salpeter, Iod, Silberbarren, Borax …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Iquique — es una ciudad de Chile, capital de la I Región de Tarapacá. La superficie territorial de la comuna alcanza 2.853,3 km2. Su población, conforme al censo de 2002, es de 216.419 habitantes. Integra junto con las comunas de Alto Hospicio, Huara,… …   Enciclopedia Universal

  • Iquique —   [i kike], Hauptstadt der Region Tarapacá, Chile, im Großen Norden, an der Küste, 159 800 Einwohner; katholischer Bischofssitz; archäologisch ethnologisches Museum; Fischfang und verarbeitung (Gefrierfisch, Konserven, Fischmehl und öl),… …   Universal-Lexikon

  • Iquique — [ē kē′ke] seaport in N Chile: pop. 153,000 …   English World dictionary

  • Iquique — En este artículo se detectaron los siguientes problemas: Necesita ser wikificado conforme a las convenciones de estilo de Wikipedia. Carece de fuentes o referencias que aparezcan en una fuente acreditada. Requiere una revisión ortográfica y… …   Wikipedia Español

  • Iquique — Infobox Settlement official name = Iquique other name = native name = nickname = motto = imagesize = 250px image caption = Iquique image flag size = seal size = image shield = shield size = blank emblem size = mapsize = map caption = pushpin… …   Wikipedia

  • Iquique — 20° 14′ 10″ S 70° 08′ 08″ W / 20.236236, 70.13546 …   Wikipédia en Français

  • Iquique — /ee kee ke/, n. a seaport in N Chile. 64,900. * * * ▪ Chile       city, northern Chile. It is located on a rocky peninsula in the rainless Atacama Desert, overlooking the Pacific Ocean. Its anchorage is protected from the open sea by the low,… …   Universalium


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.