Italien

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Italien
Repubblica Italiana

Italienische Republik

Flagge Italiens
Wappen Italiens
Flagge Wappen
Amtssprache Italienisch

Regional auch Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch1

Hauptstadt Rom
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt PrÀsident Giorgio Napolitano
Regierungschef MinisterratsprÀsident Mario Monti[1]
FlĂ€che 301.338 kmÂČ
Einwohnerzahl 60.626.442 (1. Januar 2011)[2]
Bevölkerungsdichte 201,19 Einwohner pro kmÂČ
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (PPP)
  • Total (Nominal)
  • BIP/Einw. (PPP)
  • BIP/Einw. (Nominal)
2010[3]
  • $ 1.773.547 Mio. (10.)
  • $ 2.055.114 Mio. (8.)
  • $ 29.392 (28.)
  • $ 34.059 (23.)
Human Development Index 0,854 (23.)[4]
WĂ€hrung Euro, Schweizer Franken (ausschließlich in der Exklave Campione d’Italia)
GrĂŒndung 18612
Nationalhymne Fratelli d’Italia
Nationalfeiertag 25. April, 2. Juni
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (MĂ€rz bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen I
Internet-TLD .it
Telefonvorwahl +393
1 Mehr dazu siehe Sprachen
2 1866 Venedig zu Italien, 1870 Rom, nach dem Ersten Weltkrieg Trient und Triest
3 In Campione d’Italia die Schweizer Vorwahl +41
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Italy topographic map-blank.svg

Italien (italienisch Italia; amtlich: Italienische Republik, italienisch Repubblica Italiana) ist eine Republik in Europa, die zum grĂ¶ĂŸten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel liegt. Ihre Hauptstadt ist Rom.

Das Gebiet des heutigen Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt. Die heute italienische Toskana war das Kernland der Renaissance. Seit dem Risorgimento besteht der moderne italienische Staat.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Italien liegt ĂŒberwiegend auf einer Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Die maximale Nord-SĂŒd-Ausdehnung betrĂ€gt rund 1.200 km.[5] Angrenzende Staaten sind Frankreich (LĂ€nge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km) sowie die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (3 km). Italien besitzt mit Campione d’Italia eine Exklave in der Schweiz.

Morphologie

Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der LĂ€ngsachse und erreicht seine grĂ¶ĂŸte Höhe im Gran Sasso (2.912 m). Im Norden gehört ein großer Teil der Alpen zu Italien: Höchster Gipfel ist der Mont Blanc (Monte Bianco) mit 4.810 m,[6] an der Grenze zu Frankreich. Das höchste Bergmassiv, das vollstĂ€ndig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.

Entlang der WestkĂŒste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung SĂŒden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die OstkĂŒste wird von Triest bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische AdriakĂŒste bezeichnet. Die gesamte KĂŒstenlĂ€nge betrĂ€gt 7.375 km.

Die Poebene (ital. Pianura Padana) im Norden ist mit einem FlĂ€chenausmaß von 50.000 kmÂČ die grĂ¶ĂŸte Ebene Italiens.

GewÀsser

Hydrografisch gehört Italien fast ausschließlich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwĂ€ssern via Inn und Donau ins Schwarze Meer. Dorthin entwĂ€ssert ebenfalls die Drau, die im Pustertal in SĂŒdtirol entspringt, sowie die Gailitz, die das Gebiet um Tarvis durchfließt. Ferner entwĂ€ssert das Tal des Lago di Lei ĂŒber den Rhein in die Nordsee. Die lĂ€ngsten FlĂŒsse sind Po (652 km), Etsch (410 km) und Tiber (405 km), gefolgt von Adda und Oglio. Zu den grĂ¶ĂŸten italienischen Seen zĂ€hlen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Bolsenasee und der Trasimenische See in Mittelitalien.

Inseln

Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen und Ägadischen Inseln nördlich bzw. westlich von Sizilien. Rund um Sardinien liegen zahlreiche kleine Inseln, unter anderem Sant'Antioco, Asinara, San Pietro und die Inselgruppe La Maddalena. Die Pontinischen Inseln erstrecken sich vor der KĂŒste Latiums. Im Tyrrhenischen Meer befinden sich zudem der Kampanische Archipel (darunter die Insel Capri) und der Toskanische Archipel (auch Elba). In der Adria liegen die Tremiti-Inseln. Die Pelagischen Inseln, zu denen auch Lampedusa gehört, und die Insel Pantelleria gehören geologisch bereits zu Afrika.

Vulkane

Eruption des Ätnas im Jahre 2002, fotografiert aus der ISS

Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane, der Ätna und der Stromboli.

Klima

Italien gehört zur gemĂ€ĂŸigten Klimazone. Nur vereinzelt steigen die Temperaturen ĂŒber 40 Grad im Sommer bzw. unter minus 10 Grad im Winter. Dabei ist das Klima regional ziemlich unterschiedlich.[7]

Norditalien wird von den Alpen und dem toskanisch-emilianischen Appennin umsĂ€umt, wodurch der Einfluss des Mittelmeeres auf das Klima nicht spĂŒrbar ist. Die Winter sind kalt, in den StĂ€dten der Po-Ebene kommt es mitunter zu SchneefĂ€llen; die Sommer sind sehr warm oder heiß, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Mittelitalien hat ein vergleichsweise mildes Klima, die Temperaturschwankungen sind nicht so hoch wie im Norden.

Der SĂŒden und die italienischen Inseln haben ein allgemein warmes, mediterranes Klima. Die geringe NiederschlagshĂ€ufigkeit kann dort zu Trockenperioden fĂŒhren. Die Winter sind nicht zu kalt, Herbst und FrĂŒhjahr haben sommerliche Temperaturen.

In den Alpen und im Appennin herrscht aufgrund der großen Höhen ein meist kaltes Gebirgsklima, die Sommer fallen dort hingegen mild aus. Auf der Pala di San Martino im Trentino wurde im Dezember 2010 mit minus 48,3 Grad ein neuer italienischer KĂ€lterekord gemessen. Die Höchsttemperatur von 47,0 Grad wurde im Juni 2007 an der Wetterstation Foggia Amendola in Apulien festgestellt.

Geologie

Auf Grund der geologischen VerhĂ€ltnisse kommt es in Italien immer wieder zu Erdbeben. Das verheerendste Beben des 20. Jahrhunderts mit einer StĂ€rke von 7,2 auf der Richterskala ereignete sich in Messina und Reggio Calabria im Jahre 1908 und verursachte bis zu 120.000 Tote. 1915 bebte die Erde bei Avezzano in den Abruzzen und forderte 30.000 Menschenleben. Die sĂŒditalienische Region Irpinia wurde 1980 von mehreren starken Beben getroffen, deren AuslĂ€ufer von Portici bei Neapel bis nach Potenza in der Basilikata reichten; dabei kamen etwa 3.000 Menschen um. Am 31. Oktober 2002 kam es zu einem krĂ€ftigen Beben in San Giuliano di Puglia (Region Molise): 30 Menschen, davon 27 Kinder, wurden in den TrĂŒmmern eines eingestĂŒrzten SchulgebĂ€udes verschĂŒttet. Auch Norditalien bleibt nicht von Erbeben verschont. Das katastrophale Erdbeben, das sich 1976 im Friaul ereignete, kostete 965 Menschenleben. Zudem haben sich weitere kleinere Beben ereignet, bei denen es meistens nur SachschĂ€den, leider aber auch Tote zu verzeichnen gab.

Das letzte verheerende Erdbeben mit einer StĂ€rke von 5,9 auf der Richterskala ereignete sich am 6. April 2009 in der Region Abruzzen. Das Erdbeben forderte in der Provinz L’Aquila 298 Opfer und zerstörte zahlreiche GebĂ€ude und ganze Dörfer.[8]

Naturparks

Der Nationalpark Pollino, der grĂ¶ĂŸte Italiens

Derzeit gibt es in Italien 24 Nationalparks mit einer GesamtflĂ€che von rund 1.500.000 ha (15.000 kmÂČ), das entspricht etwa 5 % des Staatsgebietes. Der Nationalpark Gran Paradiso wurde als erster im Jahr 1922 eingerichtet. GrĂ¶ĂŸter Naturpark ist der Nationalpark Pollino, der sich ĂŒber 190.000 ha in den sĂŒditalienischen Regionen Kalabrien und Basilikata erstreckt.

DarĂŒber hinaus sind 134 Regionalparks eingerichtet worden, mit einer FlĂ€che von 1.300.000 ha (13.000 kmÂČ). Damit stehen weitere 4 % der LandesflĂ€che unter besonderem Schutz.

Bevölkerung

Italien hat eine Einwohnerzahl von 60.626.442 Einwohnern (zum 1. Januar 2011) und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 23, innerhalb der EuropÀischen Union liegt das Land auf dem vierten Rang hinter Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

Stadt- und Landbevölkerung

Rund 67 % der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in StĂ€dten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die StĂ€dte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und KleinstĂ€dte umgekehrt (Suburbanisierung).

In der Zeit von 1951 und 1974 kam es darĂŒber hinaus zu einer starken Binnenwanderung nach Norditalien: etwa 4 Millionen SĂŒditaliener wanderten in die Industriezentren im Norden aus.[9]

Die grĂ¶ĂŸten Metropolregionen

Die Tabelle zeigt die zehn grĂ¶ĂŸten Metropolregionen.[10]

Rang Metropolregion Bevölkerung
(2007)
FlÀche
in kmÂČ
Dichte
in Ew./kmÂČ
1. Mailand 8.047.125 8.362,1 965,6
2. Neapel 4.996.084 3.841,7 1.300,5
3. Rom 4.339.112 4.766,3 910,4
4. Venedig-Padua-Verona 3.267.420 6.679,6 489,2
5. Bari-Tarent-Lecce 2.603.831 6.127,7 424,9
6. Rimini-Pesaro-Ancona 2.359.068 5.404,8 436,5
7. Turin 1.997.975 1.976,8 1.010,7
8. Bologna-Piacenza 1.944.401 3.923,6 495,6
9. Florenz-Pisa-Siena 1.760.737 3.795,9 629.8
10. Messina-Catania-Syrakus 1.693.173 2.411,7 702,1

Gesundheit

Italien hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Sie betrug im Jahr 2005 80,4 Jahre und liegt folglich ungefĂ€hr zwei Jahre ĂŒber dem OECD-Durchschnitt von 78,6.[11] Italien liegt damit an siebter Stelle unter allen OECD-Staaten. Die Lebenserwartung betrĂ€gt fĂŒr Frauen rund 83 Jahre, fĂŒr MĂ€nner 78. UngefĂ€hr 19 % der Italiener sind Ă€lter als 65 Jahre. Gelegentlich wird die hohe Lebenserwartung auf die mediterrane Kost zurĂŒckgefĂŒhrt, die beispielsweise viel Fisch, Olivenöl und GemĂŒse enthĂ€lt.

Trotzdem lĂ€sst sich auch in Italien, wie in so gut wie allen OECD-Staaten, ein Anstieg des Anteils ĂŒbergewichtiger Personen beobachten. So stieg dieser Wert von 7,0 % im Jahr 1994 auf 9,9 % im Jahr 2005 (in Deutschland lag diese Quote im selben Jahr bei 13,6 %).[11] Mittlerweile gibt es auch in Italien eigene Krankenhausstrukturen fĂŒr diese Personengruppe.

Die Kindersterblichkeit lag in Italien 2005 bei 4,7 ‰ (OECD: 5,4 ‰).[11]

Der Anteil tĂ€glicher Raucher fiel im Vergleichszeitraum 1990 bis 2005 von 27,8 % auf 22,3 % (OECD: 24,3 %).[11] Seit 10. Januar 2005 gilt außerdem ein generelles Rauchverbot in allen öffentlich zugĂ€nglichen GebĂ€uden. Wer trotzdem raucht, muss mit Bußgeldern zwischen 27,50 und 275 Euro rechnen, Wirte, die nicht fĂŒr die Einhaltung des Verbots sorgen, mit 220 bis 2200 Euro.

Religion

Italien ist ein katholisch geprÀgtes Land. Die katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (51.259), Bischöfen (155) und KardinÀlen (38) widerspiegelt.[12]

51 Millionen Italiener bekennen sich zum katholischen Glauben. Die zweitgrĂ¶ĂŸte christliche Glaubensgemeinschaft bilden die Orthodoxen, mit 1.187.130 AnhĂ€ngern: Deren Anteil ist durch die Einwanderung von RumĂ€nen besonders stark gestiegen. Die Protestanten (unter anderem Waldenser und Baptisten) sind mit 547.825 GlĂ€ubigen vertreten. Zu weiteren christlichen Konfessionen bekennen sich etwa 500.000 in Italien lebende Personen.

Unter den Nichtchristen bilden die Moslems mit 1.293.704 die grĂ¶ĂŸte Glaubensgemeinschaft (siehe auch Islam in Italien). Zudem leben in Italien 197.931 Buddhisten und 108.950 Hindus. Die JĂŒdische Gemeinschaft zĂ€hlt etwa 45.000 Mitglieder.

Vier Millionen Menschen bekennen sich zu keiner Konfession.[13]

Sprachen

Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Trentino-SĂŒdtirol, Französisch im Aostatal sowie Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien.

DarĂŒber hinaus sieht ein staatliches Gesetz aus dem Jahr 1999[14] den Schutz folgender Minderheitensprachen vor:

Bisher ist dieses Gesetz bis auf einige Ausnahmen nicht umgesetzt worden. Die Einrichtung von mehrsprachigen Ämtern, der muttersprachliche Schulunterricht und die Förderung von Radio- und Fernsehprogrammen, wie sie das Gesetz vorsieht, sind nicht verwirklicht worden. Nur in der Ortsnamensgebung sind einige Fortschritte gemacht worden: So tragen zahlreiche Verkehrsschilder im Friaul auch die furlanische Bezeichnung, wĂ€hrend auf Sardinien neben dem italienischen gegebenenfalls auch der sardische Ortsname steht. In den Schulen des Friauls ist es zudem möglich, eine Wochenstunde Unterricht in furlanischer Sprache zu nehmen.

Fersentalerisch und Zimbrisch sind bairische Mundarten, die in einigen Sprachinseln in Nordostitalien verbreitet sind: Im Trentino werden sie als Minderheitensprachen geschĂŒtzt. In einigen AlpentĂ€lern im Nordwesten wird der höchstalemannische Dialekt der Walser gesprochen, der in der autonomen Region Aostatal anerkannt ist und gefördert wird.

DarĂŒber hinaus werden in Italien zahlreiche Dialekte gesprochen, die gar keine amtliche Anerkennung genießen. Die Verkehrsbeschilderung einiger Gemeinden, besonders jener, die von der Lega Nord verwaltet sind, ist jedoch um die mundartliche Bezeichnung des Ortes erweitert worden.

Einwanderung

Die Anzahl der in Italien wohnhaften AuslĂ€nder nimmt seit den 1990er Jahren konstant zu. Laut dem nationalem Statistikinstitut ISTAT waren zum 1. Januar 2011 4.563.000 auslĂ€ndische StaatsbĂŒrger in Italien wohnhaft, das macht 7,5 % der Gesamtbevölkerung aus.

Pos. Herkunftsland Anzahl
1 RumĂ€nienRumĂ€nien RumĂ€nien 997.000
2 AlbanienAlbanien Albanien 491.000
3 MarokkoMarokko Marokko 457.000
4 China VolksrepublikChina China 201.000
5 UkraineUkraine Ukraine 192.000
6 PhilippinenPhilippinen Philippinen 131.000
7 MoldawienMoldawien Moldawien 123.000
8 IndienIndien Indien 118.000
9 PolenPolen Polen 111.000
10 TunesienTunesien Tunesien 107.000
11 MazedonienMazedonien Mazedonien 98.000
12 PeruPeru Peru 95.000
13 EcuadorEcuador Ecuador 91.000
14 AgyptenÄgypten Ă„gypten 87.000
15 BangladeschBangladesch Bangladesch 82.000
16 Sri LankaSri Lanka Sri Lanka 81.000
17 SenegalSenegal Senegal 77.000
18 SerbienSerbien Serbien
MontenegroMontenegro Montenegro
KosovoKosovo Kosovo
76.000
19 PakistanPakistan Pakistan 72.000
20 NigeriaNigeria Nigeria 52.000
Quelle: Demographische Indikatoren 2010, ISTAT (1. Januar 2011).[15]

Zudem leben in Italien rund 120.000 Roma, von denen 70.000 StaatsbĂŒrger sind.

Die illegalen Einwanderer sind in der Statistik nicht berĂŒcksichtigt. Die OECD rechnet mit 500.000 bis 750.000, die Caritas geht davon aus, dass sich 1 Million AuslĂ€nder illegal aufhalten.[16] Damit wĂŒrden sich in Italien bis zu 5 Millionen AuslĂ€nder aufhalten.

Die meisten Einwanderer sind im Norden und im Zentrum Italiens angesiedelt, dort machen sie einen Anteil von 10,1 % bzw. 9,7 % an der Bevölkerung aus. In den sĂŒditalienischen Regionen liegt der AuslĂ€nderanteil bei 2,9 %.[17] Die StĂ€dte mit dem grĂ¶ĂŸten Anteil an AuslĂ€ndern sind: Rom (242.725), Mailand (181.393), Turin (114.710), Genua (42.744), Florenz (40.898), Bologna (39.480), Verona (34.465), Brescia (31.512), Padua (25.596), Neapel (24.384), Reggio Emilia (24.401), Prato (24.153), Venedig (23.928) und Modena (22.857).[18]

Italiener im Ausland

Anzahl der Auswanderer nach Herkunftsregion in den ZeitrĂ€umen 1876–1900 bzw. 1901–1915

Zwischen 1876 und 1915 war Italien von einer massiven Auswanderungswelle betroffen. SchĂ€tzungsweise 14 Millionen BĂŒrger verließen das Land, um hauptsĂ€chlich in Amerika – in den Vereinigten Staaten als Arbeiter, in Argentinien und Brasilien als Landwirte – ihr GlĂŒck zu suchen. Die Zahl ist beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, dass Italien zur Jahrhundertwende 33 Millionen Einwohner zĂ€hlte. 1913 war das Jahr mit der höchsten aufgezeichneten Auswanderungswelle: Über 870.000 Italiener verließen ihre Heimat.[19]

Die faschistische Diktatur versuchte der Auswanderung entgegenzuwirken, konnte aber nicht verhindern, dass weitere 2,6 Millionen Italiener das Land verließen. Vor allem Argentinien und Frankreich waren zwischen den Weltkriegen beliebte AuswanderungslĂ€nder, zumal die Vereinigten Staaten und Brasilien strengere Einwanderungsregeln eingefĂŒhrt hatten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete sich die Auswanderung zunehmend in Richtung europĂ€ischer Staaten. Viele, die vorĂŒbergehend als Gastarbeiter nach Belgien, Deutschland, Frankreich, in die Schweiz gekommen waren, ließen sich schließlich auf unbestimmte Zeit in ihren neuen HeimatlĂ€ndern nieder.

Im konsularischen Personenregister sind nach wie vor 4.106.640 Auslandsitaliener registriert. Die folgende Tabelle weist jene LĂ€nder (außer Italien) aus, in denen die meisten italienischen StaatsbĂŒrger wohnhaft sind.

Staaten mit den meisten italienischen Staatsangehörigen
Staat Einwohnerzahl
ArgentinienArgentinien Argentinien 659.655
DeutschlandDeutschland Deutschland 648.453
SchweizSchweiz Schweiz 533.821
FrankreichFrankreich Frankreich 343.197
BrasilienBrasilien Brasilien 297.137
BelgienBelgien Belgien 251.466
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 199.284
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 187.363
VenezuelaVenezuela Venezuela 124.133
AustralienAustralien Australien 122.863
KanadaKanada Kanada 121.465
SpanienSpanien Spanien 104.637
UruguayUruguay Uruguay 90.231
ChileChile Chile 48.966
NiederlandeNiederlande Niederlande 32.730
andere Staaten 341.239
Quelle: Italienisches Außenministerium[20]

Die Italiener im Ausland dĂŒrfen bei den Parlamentswahlen wĂ€hlen und sind durch 12 Abgeordnete und 6 Senatoren vertreten. Zudem dĂŒrfen sie an den nationalen Volksabstimmungen teilnehmen.

Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte Italiens

Antike

Schon in vorrömischer Zeit war Italien, vor allem Mittel- (Etrurien) und SĂŒditalien (Magna Graecia), ein wichtiges europĂ€isches Kulturzentrum. Über Jahrhunderte war es schließlich der Mittelpunkt des Römischen Reichs. Zur Zeit Caesars wurde Italien, das zuvor bis zum Rubikon bei Rimini reichte, um die Provinz Gallia Cisalpina erweitert. Sizilien und Sardinien (sowie Korsika) wurden erst im Zuge von Kaiser Diokletians Gebietsreform dem Mutterland Italien (Dioecesis Italiae) angegliedert.

Mittelalter

Nach dem Einfall der Goten und der Langobarden (410 bzw. 568) zersplitterte das Land in eine Reihe von Herrschaftsgebieten. Im 8. und 9. Jahrhundert, besonders unter Pippin und Karl dem Großen, dominierten die Franken, doch entwickelte sich unter den Nachfolgern Karls ein eigenes Königreich Italien. Seit Otto dem Großen gehörte Italien ĂŒberwiegend zum Heiligen Römischen Reich, der SĂŒden blieb dabei lange byzantinisch. Jedoch eroberten zunĂ€chst Araber ab 827 Sizilien und Teile SĂŒditaliens. Im frĂŒhen 11. Jahrhundert begannen Normannen (aus der Normandie) mit der Eroberung SĂŒditaliens bis zum Ende des 11. Jahrhunderts.

Durch den Aufschwung von Handel und Verkehr gewannen insbesondere die StĂ€dte Norditaliens im 11. Jahrhundert zunehmende SelbststĂ€ndigkeit. Die Normannen und zahlreiche StĂ€dte Oberitaliens unterstĂŒtzten wĂ€hrend des Investiturstreits den Papst. Mit dem Untergang ihrer Dynastie 1268 scheiterten die Versuche der Staufer, die schwindende Reichsgewalt in Italien zu erneuern, obwohl Heinrich VI. das unteritalienische Normannenreich durch Heirat gewonnen hatte. Den SĂŒden beherrschte ab 1268 die französische Dynastie der Anjou, der Norden zerfiel in eine Reihe von formal dem Heiligen Römischen Reich zugehörigen, jedoch beinahe selbststĂ€ndigen StĂ€dten mit ihrem Umland.

Im 14. und 15. Jahrhundert entstanden im Zeitalter der Renaissance MittelmĂ€chte mit einem enormen wirtschaftlichen und kulturellen Vorsprung. FĂŒnf MĂ€chte, das sĂŒditalienische Königreich, der Kirchenstaat, Florenz, Mailand und Venedig teilten sich in wechselnden Koalitionen die politische Macht und die Ressourcen der Halbinsel.

Neuzeit

Italien um 1494

Der Niedergang Italiens begann unmittelbar nach der Entdeckung Amerikas, mit der Verlagerung des Handels in die Überseekolonien westeuropĂ€ischer Staaten, auch angesichts der osmanischen Kontrolle ĂŒber das Mittelmeer. Politisch wurde Italien zum Spielball fremder MĂ€chte. Im 16. Jahrhundert kĂ€mpften Frankreich und Spanien um die Vormachtstellung auf der Halbinsel. Die Schlacht bei Pavia (1525) besiegelte die Vorherrschaft Spaniens, das sich die unmittelbare Kontrolle SĂŒditaliens und der Lombardei sichern konnte.

1796 rissen französische Revolutionstruppen die Macht an sich. 1805 krönte sich Napoleon in Mailand zum König von Italien. Nach dem Zusammenbruch seiner Herrschaft fiel Italien in den Einflussbereich des österreichischen Kaiserreiches. Vom 16. bis hinein ins 19. Jahrhundert stand der Großteil Italiens somit unter Fremdherrschaft.

Die anschließende Nationalbewegung in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ging als Risorgimento in die Geschichte ein. Unter FĂŒhrung der Dynastie der Savoyer, Könige von Sardinien-Piemont, angetrieben durch die FreiwilligenverbĂ€nde unter Giuseppe Garibaldi, gelang in drei UnabhĂ€ngigkeitskriegen die Vereinigung Italiens. Am 17. MĂ€rz 1861 wurde Viktor Emanuel II. in Turin zum König Italiens ausgerufen. 1865 wechselte die Hauptstadt nach Florenz. 1866 kamen mit dem dritten UnabhĂ€ngigkeitskrieg auch das österreichische Venetien sowie das Friaul zum Königreich Italien. Rom wurde dann 1870 erobert und ein Jahr spĂ€ter zur Hauptstadt des Landes erkoren. DarĂŒber hinaus versuchte Italien, Ă€hnlich wie andere europĂ€ische MĂ€chte, als Kolonialmacht Fuß zu fassen, am Horn von Afrika (Eritrea, erst spĂ€ter Äthiopien) und in Libyen.

Italien nach dem Vertrag von St. Germain

Da Italien sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs aufgrund territorialer ZugestĂ€ndnisse aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der SiegermĂ€chte Julisch Venetien, das Trentino sowie das deutschsprachige SĂŒdtirol annektieren.

Im Oktober 1922 ĂŒbernahmen Benito Mussolini und seine Fascisti genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht. Schritt fĂŒr Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitĂ€ren Staat um und setzte sich selbst als „Duce“ (FĂŒhrer) an die Spitze von Volk und Staat. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges ĂŒberfiel Italien Abessinien und okkupierte das Land. Diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklĂ€rtem Ziel, das antike Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der AchsenmĂ€chte, nach merklichem Zögern des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem RĂŒckzug der italienischen Truppen vor den anrĂŒckenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung im Herbst 1943 brach Italien den DreimĂ€chtepakt, wechselte die Fronten und erklĂ€rte nunmehr seinem vormals VerbĂŒndeten den Krieg.

Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht stieß auf den Widerstand der Resistenza. Nach der Befreiung Mussolinis durch deutsche FallschirmjĂ€ger in den Apenninen erfolgte die Installation einer Marionettenregierung unter Mussolini in Norditalien bis nach Rom am 23. September 1943 (Italienische Sozialrepublik). Dieser neue Staat blieb mit Deutschland verbĂŒndet und erklĂ€rte seinerseits dem von den Alliierten besetzten Teil Italiens den Krieg. Eine frischrekrutierte Armee von 40.000 Freiwilligen (Schwarze Brigaden) standen als vermeintlich legitime Staatsgewalt von Beginn an in einer Art BĂŒrgerkrieg gegen die italienischen Partisanen, der sich die letzten 18 Monate bis zum Ende des Krieges hinzog.[21] Als sich die deutschen VerbĂ€nde im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurĂŒckzogen und italienische Partisanen ihre ÜberfĂ€lle auf deutsche Soldaten verstĂ€rkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer und Truppen der faschistischen Sozialrepublik Italien. Am 28. April 1945 kapitulierten die WehrmachtsverbĂ€nde in Italien vor den Westalliierten, die KĂ€mpfe hielten aber noch bis zum 2. Mai 1945 an.

Nach Kriegsende blieb das italienische Mutterland von grĂ¶ĂŸeren Gebietsabtretungen verschont (der Großteil von Julisch Venetien an Jugoslawien bzw. das heutige Slowenien und Kroatien, der italienische Dodekanes an Griechenland, die Gemeinden Tende und La Brigue an Frankreich). Zudem verlor Italien sĂ€mtliche Kolonien.

Eine verfassungsgebende Versammlung beschloss die neue Costituzione della Repubblica Italiana am 22. Dezember 1947. Sie trat zum 1. Januar 1948 in Kraft.

Die Nachkriegsgeschichte Italiens zeichnet sich innenpolitisch durch hĂ€ufige Regierungswechsel, allerdings bis 1990 vier Jahrzehnte unter FĂŒhrung oder Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana, außenpolitisch durch die GrĂŒndungsmitgliedschaft in der EuropĂ€ische Wirtschaftsgemeinschaft und wirtschaftlich durch das Wirtschaftswunder (miracolo economico) aus. Nach Jahrzehnten hoher Inflation, auch durch Entwertung der Lira, wurden in den 1990er Jahren die Staatsfinanzen unter Kontrolle gebracht, und Italien ĂŒbernahm als WĂ€hrung den Euro.

Anfang der 90er Jahre wurde die politische Elite des Landes vom Korruptionsskandal Tangentopoli und den AufklĂ€rungsmaßnahmen der Mani pulite weggefegt. Seitdem wird die Politik Italiens von ParteienbĂŒndnissen um Silvio Berlusconi sowie wechselnden Mitte-links-Koalitionen bestimmt.

Recht

→ Hauptartikel: Recht Italiens

Politik

Politisches System

→ Hauptartikel: Politisches System Italiens

Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der StaatsprĂ€sident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fĂŒnf Jahre gewĂ€hlt werden und absolut gleichberechtigt sind. Daneben gibt es vom StaatsprĂ€sidenten ausgezeichnete verdiente Persönlichkeiten, die als Senatoren auf Lebenszeit dem Senat angehören. Auch die frĂŒheren StaatsprĂ€sidenten sind Senatoren auf Lebenszeit. Regierungschef ist der MinisterprĂ€sident, seit November 2011 Mario Monti.

Zudem ist Italien Mitglied in mehreren ĂŒberstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als GrĂŒndungsmitglied der EuropĂ€ischen Union am 1. Januar 1952 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa.

Siehe auch:

Politische Gliederung

Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert. Diese Regionen sind in insgesamt 109 Provinzen (province) und diese in 8.094 Gemeinden (comuni) unterteilt.

Regionen

→ Hauptartikel: Italienische Regionen


Die italienischen Regionen verfĂŒgen ĂŒber eine als Statut bezeichnete Landesverfassung. FĂŒnf Regionen haben ein Sonderstatut (statuto speciale), das ihnen eine große Autonomie gewĂ€hrt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.

Region Hauptstadt Einwohner FlĂ€che (kmÂČ) Einw./kmÂČ
Lombardei Mailand 9.781.682 23.863 408
Kampanien Neapel 5.815.251 13.590 428
Latium Rom 5.650.977 17.236 326
Sizilien* Palermo 5.037.499 25.711 196
Venetien Venedig 4.899.371 18.399 266
Piemont Turin 4.440.226 25.402 174
Emilia-Romagna Bologna 4.357.164 22.446 194
Apulien Bari 4.079.638 19.358 211
Toskana Florenz 3.720.366 22.994 161
Kalabrien Catanzaro 2.007.997 15.081 133
Sardinien* Cagliari 1.670.539 24.090 69
Ligurien Genua 1.615.441 5.422 298
Marken Ancona 1.573.445 9.366 166
Abruzzen L’Aquila 1.338.103 10.763 124
Friaul-Julisch Venetien* Triest 1.232.291 7.858 157
Trentino-SĂŒdtirol* Trient 1.022.528 13.607 75
Umbrien Perugia 897.611 8.456 106
Basilikata Potenza 589.632 9.995 59
Molise Campobasso 320.360 4.438 72
Aostatal* Aosta 127.430 3.263 39
Italien gesamt 60.177.551 301.338 199

Provinzen

→ Hauptartikel: Italienische Provinzen

Liste der zehn grĂ¶ĂŸten Provinzen nach Einwohnern (Stand: 1. Januar 2009).[22]

Rang Provinz Einwohnerzahl
1. Rom 4.115.911
2. Mailand 3.170.273
3. Neapel 3.078.629
4. Turin 2.196.313
5. Bari 1.251.072
6. Palermo 1.244.426
7. Brescia 1.225.681
8. Salerno 1.090.782
9. Catania 1.078.532
10. Bergamo 1.065.596

Die Autonome Provinz Bozen-SĂŒdtirol ist mit 7.399,97 kmÂČ die flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Provinz.

Gemeinden

Die zehn grĂ¶ĂŸten Gemeinden (Stand: 1. Januar 2010).[23]

Rang Stadt Einwohnerzahl
1. Rom 2.761.477
2. Mailand 1.324.110
3. Neapel 959.574
4. Turin 907.563
5. Palermo 655.875
6. Genua 607.906
7. Bologna 380.181
8. Florenz 371.282
9. Bari 320.475
10. Catania 293.458

Gesundheitssystem

Italienische SanitÀtskarte

Das Gesundheitssystem in Italien ist auf regionaler Ebene strukturiert. Die lokalen SanitĂ€tsbetriebe (Aziende Sanitarie Locali) unterstehen den jeweiligen Regionalregierungen. Die regionale AusprĂ€gung fĂŒhrt dazu, dass die QualitĂ€t der Dienstleistungen von Region zu Region sehr unterschiedlich ist. Es ist ein scharfes Nord-SĂŒd-GefĂ€lle zu verzeichnen, das einen starken „Gesundheitstourismus“, vor allem in Richtung Venetien, Lombardei und Emilia-Romagna verursacht.

Die ausgezeichneten Leistungen dieser Regionen haben die WHO im Jahr 2000 dazu veranlasst, Italien nach Frankreich auf den zweiten Platz in der Weltrangliste der Gesundheitssysteme zu stellen.[24] Als negativ werden die langen Wartezeiten (oft mehrere Monate) auf stationÀre Behandlung gesehen.

HausĂ€rzte erhalten in Italien eine Kopfpauschale fĂŒr die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. ZahnĂ€rztliche Leistungen mĂŒssen ĂŒberdies von den BĂŒrgern vollstĂ€ndig selbst getragen werden.

Die gesamten Gesundheitsausgaben betrugen im Jahr 2009 9,5 % des BIP, und entsprachen damit exakt dem OECD-Durchschnitt. Der ĂŒberwiegende Anteil dieser Ausgaben (77,9 %) wird vom öffentlichen Sektor getragen (OECD: 71,7 %).[25]

Polizei

Alfa Romeo 159 der Carabinieri in Rom
→ Hauptartikel: Polizei (Italien)

Das italienische Polizeiwesen ist mehrgliedrig und teilweise militĂ€risch organisiert. Die einzelnen Polizeiorganisationen unterstehen verschiedenen Ministerien oder den unteren Gebietskörperschaften. Dieses althergebrachte System hat sich aus GrĂŒnden der Tradition erhalten, aber auch, um zu verhindern, dass zu viel polizeiliche Gewalt in einer Hand bzw. in einem Ministerium gebĂŒndelt wird. Auf der nationalen Ebene gibt es die zivile Polizia di Stato (Staatspolizei), die dem Innenministerium unterstellt ist. Sie ĂŒbernimmt hauptsĂ€chlich polizeiliche Aufgaben innerhalb der großen StĂ€dte. Die Staatspolizei wird ergĂ€nzt durch die Carabinieri, einer Gendarmerietruppe, die dem Verteidigungsministerium untersteht und nach Weisung des Innenministeriums Polizeidienst versieht, vor allem auch auf dem Land. Vergleichbare Strukturen finden sich auch in Frankreich (Gendarmerie Nationale) und in Spanien (Guardia Civil). Daneben verfĂŒgt das italienische Finanzministerium ĂŒber die Guardia di Finanza (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben ĂŒbernimmt. Auf lokaler Ebene gibt es unter anderem die Gemeindepolizeien (Polizia Municipale), die sich vorwiegend um den örtlichen Straßenverkehr kĂŒmmern. Das Feuerwehrwesen ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im nationalen Rahmen organisiert.

MilitÀr

Die italienische Armee ist eine Berufsarmee und besteht aus den TeilstreitkrÀften Heer, Marine, Luftwaffe und den Carabinieri. Insgesamt dienen rund 180.000 MÀnner und Frauen in den StreitkrÀften, dazu kommen 110.000 Carabinieri und 33.000 zivile Mitarbeiter.

Die allgemeine Wehrpflicht ist in Italien seit dem 1. Juli 2005 ausgesetzt.

Wirtschaft

Italien ist ein Industriestaat mit einer vormals stark gelenkten Volkswirtschaft: Der staatliche Konzern IRI unterhielt zwischenzeitlich 1.000 Tochtergesellschaften und zÀhlte bis zu 500.000 BeschÀftigte.[26] Im Laufe der 90er Jahre wurden die Staatsunternehmen nach und nach privatisiert, auch um die Schulden der öffentlichen Hand zu bedienen, die MÀrkte wurden geöffnet und dereguliert.

Die italienische Wirtschaft ist mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 2 Billionen US-Dollar (IWF 2010) achtgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der Welt. Das Land liegt im weltweiten Vergleich des BIP je Einwohner auf dem 23. Platz, in der EU nimmt Italien hierzu den 13. Rang ein.

Ferner ist zu bemerken, dass die Schattenwirtschaft in Italien traditionell sehr hoch ist. Die Agentur der Einnahmen schĂ€tzt ihren Anteil am BIP auf zwischen 17 % und 18,1 %, andere Beobachter gehen von bis zu 30 % aus. Tatsache ist, dass bei der Ermittlung des BIP die Schattenwirtschaft auf Basis von SchĂ€tzungen mitberĂŒcksichtigt wird.

Das Wirtschaftswachstum liegt seit ĂŒber einem Jahrzehnt unter dem Durchschnitt der EU-LĂ€nder. Im Jahr 2007 wuchs die italienische Wirtschaft um lediglich 1,5 %, 2008 schrumpfte sie bereits um 1 % und 2009 um 5,1 %. 2010 gab es wieder ein Wachstum von 1,3 %.

Wichtigster Handelspartner Italiens ist Deutschland, mit einem Exportanteil von 12,7 % und einem Importanteil von 15,9 %, gefolgt von Frankreich, mit 11,2 % bzw. 8,5 %. Zu den wichtigsten AusfuhrmĂ€rkten fĂŒr italienische Produkte gehören auch Spanien (6,5 %), die USA (6,2 %) und das Vereinigte Königreich (5,2 %). Die meisten Einfuhren bezieht Italien des Weiteren aus China (6,2 %), den Niederlanden (5,3 %), Libyen (4,6 %) und Russland (4,2 %).[27]

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von 785 Milliarden Euro, dem standen Einnahmen von 705 Mrd. Euro gegenĂŒber: Daraus ergab sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 5,3 % des BIP. Im Jahr 2010 sank die Neuverschuldung auf 4,6 % . Die Staatsverschuldung betrug 2009 1.763,6 Milliarden Euro oder 116 % des BIP.[28] 2010 stiegen die Gesamtschulden auf 119 % des BIP an.
Italien hatte in der EU jahrelang die höchste Schuldenquote, ist aber mittlerweile von Griechenland ĂŒberholt worden. Ein Großteil der Schulden wurde wĂ€hrend der 1980er und Anfang der 1990er Jahre angesammelt: 1979 betrug die Verschuldung noch 62,4 %, 1994 wurde der Höchststand von 124,5 % erreicht.[29]

Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Staatsverschuldung 113,7 % 109,2 % 108,8 % 105,7 % 104,4 % 103,8 % 105,8 % 106,6 % 103,6 % 106,3 % 116,0 % 119,0 %
Haushaltssaldo -1,7 % -0,8 % -3,1 % -2,9 % -3,5 % -3,5 % -4,3 % -3,4 % -1,5 % -2,7 % -5,3 % -4,6 %
Quelle: Eurostat[30]

Der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) betrug in folgenden Bereichen:

Steuern

Die Steuerquote ist mit ĂŒber 43 % im internationalen Vergleich hoch.

Wichtigste Steuern sind:

  • die IRPEF (Einkommensteuer fĂŒr natĂŒrliche Personen), die in 4 verschiedenen SĂ€tzen von 23 % bis 43 % reicht;
  • die IRES (Körperschaftssteuer), mit einem Einheitssatz von 27,5 %;
  • die IVA (Umsatzsteuer), die im Regelfall 20 %, Ausnahmsweise 10 % oder 4 % betrĂ€gt;
  • die IRAP (die regionale Wertschöpfungssteuer), deren Regelsatz bei 3,9 % liegt und in etwa mit der deutschen Gewerbesteuer vergleichbar ist;
  • die ICI (Gemeindeimmobiliensteuer), die von der Berlusconi-Regierung fĂŒr alle Erstwohnungen abgeschafft worden ist. Das soll zu einer spĂŒrbaren Entlastung der BĂŒrger fĂŒhren, die zu 87,1 % HauseigentĂŒmer sind.

EU-Beitragszahlungen

Italien ist Teil des EuropÀischen Binnenmarkts. Zusammen mit 17 EU- Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine WÀhrungsunion, die Eurozone.

Italien ist nach Deutschland und Frankreich der drittgrĂ¶ĂŸte Beitragszahler der EU, mit ĂŒber 15 Milliarden Euro im Jahr 2008, was einen Anteil am Gesamtbudget von 13,6 % ausmacht.[32] Rechnet man die erhaltenen Zahlungen dagegen, war Italien im Jahr 2008 nach Deutschland und vor Frankreich mit 4,1 Milliarden der zweitgrĂ¶ĂŸte Nettozahler der Union.[33][34]

Im Jahr 2009 war das Land mit 5,06 Milliarden drittgrĂ¶ĂŸter Nettobeitragszahler hinter der Bundesrepublik und Frankreich.[35]

WĂ€hrung

Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel und löste die italienische Lira ab. In der Exklave Campione d’Italia ist nicht der Euro, sondern der Schweizer Franken gesetzliches Zahlungsmittel.

Rohstoffe

Italien besitzt kaum natĂŒrliche Ressourcen bis auf Erdgasvorkommen in der Poebene und in der Adria; auf einige Erdölvorkommen in den Regionen Basilikata und Sizilien; auf Eisenerzvorkommen, vor allem auf der Insel Elba.

Energieversorgung

Italien hatte im Jahr 2010 einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 309.884,5 GWh.

Schaubild zur italienischen Energieversorgung seit 1950

Italien hatte vor 1990 vier Kernkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe (26. April 1986) fĂŒhrte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet. Heute produziert Italien seinen Strom vor allem in thermischen Kraftwerken, welche hauptsĂ€chlich mit importiertem Erdöl und Erdgas betrieben werden. Etwa 15 % des Energiebedarfs wird durch Wasserkraft gedeckt. Geothermische Energie wird insbesondere in Mittelitalien, Larderello, gewonnen. Ihr Beitrag an der Gesamtproduktion liegt bei etwa 2 %. Die Stromgewinnung durch Wind- und Solarenergie befindet sich erst am Anfang. 2009 trugen diese 2 % bzw. 0,2 % zur Versorgung bei.[36]

Italien plante ab 2008 den Bau von vier bis fĂŒnf eigenen Kernkraftwerken mit je 1.800 MW Leistung[37] und unterzeichnete 2009 ein Abkommen mit Frankreich zum Bau von vier Kernkraftwerken des Typs EPR, welche im Jahre 2020 an das Netz gehen sollten, jedoch wurden diese PlĂ€ne durch eine Volksabstimmung der italienischen Bevölkerung vereitelt.[38]

Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen

Die Landwirtschaft spielt zwar volkswirtschaftlich nur noch eine geringe Rolle (ca. 2 %), bringt jedoch einige wichtige Erzeugnisse hervor. Bedeutend sind der Weinbau, da das Land mit ca. 47 Millionen Hektolitern nach Frankreich der zweitgrĂ¶ĂŸte Weinproduzent der Welt (Stand: 2009) ist, sowie die Erzeugung von Olivenöl: Italien ist auch hier der zweitgrĂ¶ĂŸte Produzent (nach Spanien), mit 626.800 Tonnen im Jahr 2006.

Die StĂ€rke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allem in kleinen und mittelstĂ€ndischen familiengefĂŒhrten Unternehmen. Laut zentralem Statistikinstitut ISTAT zĂ€hlen 95,2 % zu den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 BeschĂ€ftigten.[39] In Relation zu anderen Volkswirtschaften verfĂŒgt Italien daher ĂŒber weniger Großunternehmen. Das italienische Unternehmen mit dem höchsten Umsatz ist der Öl- und Gaskonzern ENI.

Zu den wichtigsten Industrien zĂ€hlen der Maschinen-, Flugzeug- (Agusta, Alenia, Finmeccanica), Schiff- (Fincantieri) und Automobilbau (Fiat-Konzern, Ferrari dazugehörend), die Chemieindustrie und die Herstellung elektronischer Produkte (STMicroelectronics). Die Textilindustrie ist sehr stark vertreten und steht mit ihren bekannten Markennamen fĂŒr den Inbegriff des „made in Italy“. Luxottica ist der weltgrĂ¶ĂŸte Brillenhersteller. Zu den wichtigsten italienischen ExportgĂŒtern zĂ€hlen auch die Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie. Das grĂ¶ĂŸte Unternehmen der Branche ist Ferrero.[40]

Im Dienstleistungssektor ist Italien vor allem durch Großbanken wie Unicredit und Intesa Sanpaolo international vertreten. Die Assicurazioni Generali ist eine der grĂ¶ĂŸten Versicherungsgesellschaften der Welt.

Große Bedeutung besitzt die Tourismusbranche. Italien, das in den 1970er Jahren noch das meistbesuchte Land der Welt war, befindet sich heute mit seinen 43,7 Millionen Touristen (2005) an 5. Stelle (hinter Frankreich, Spanien, USA und China).[41]

Arbeitsmarkt

Dank jĂŒngster Arbeitsrechtsreformen hat Italien einen starken RĂŒckgang der Arbeitslosenzahlen verzeichnen können. Laut ISTAT betrug die Arbeitslosenquote 6,7 % im Jahr 2008 [42] bzw. 7,8 % im Jahr 2009.[43] 2010 lag sie bei 8,7 %.[44] Die Erwerbsquote bleibt hingegen mit 58 % relativ niedrig: Das ist damit zu erklĂ€ren, dass die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt sehr gering ist. Als problematisch gilt auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die im Jahr 2008 bei 21,3 % lag. Die OECD hat auch festgestellt, dass die Erwerbseinkommen in Italien zu den niedrigsten unter den industrialisierten LĂ€ndern gehören. Auf nur 19.861 Dollar belĂ€uft sich das durchschnittliche Nettoeinkommen der Italiener, die somit auch von Griechen und Spaniern ĂŒberholt werden. Der OECD-Schnitt liegt bei 24.660 Dollar.

Die SelbstĂ€ndigenquote ist in Italien umso höher. Sie liegt bei etwa 33 % der Erwerbspersonen (zum Vergleich 17 % in Spanien und 10 % in Deutschland).[45]

Regionale Unterschiede

Nord-SĂŒd-GefĂ€lle

Charakteristisch fĂŒr Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem unterentwickelten SĂŒden gegenĂŒber.

Die großen Wirtschaftszentren Mailand, Turin und Genua, die das sogenannte triangolo industriale (industrielles Dreieck) bilden, sind Teil des europĂ€ischen Wirtschaftskernraumes Blaue Banane. Der gesamte oberitalienische Raum verfĂŒgt ĂŒber einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und gehört zu den wirtschaftlich stĂ€rksten Gebieten Europas. Vor der Finanzkrise herrschte auch weitestgehend VollbeschĂ€ftigung (Arbeitslosenquote 2008 von 3,9 %), danach ist die Arbeitslosenquote auf 6,2 % gestiegen (2010). Zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen haben es aber schwer, sich am globalisierten Markt gegen die Konkurrenz aus BilliglohnlĂ€ndern zu behaupten. Andererseits sind Industriebranchen wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau durchaus wettbewerbsfĂ€hig. So ist Italien etwa der viertgrĂ¶ĂŸte Hersteller von Maschinenbauerzeugnissen, noch vor Frankreich und Großbritannien, mit einem Weltmarktanteil von 7,5 %[46].

Mittelitalien verfĂŒgt ĂŒber eine Wirtschaft, die auf Unternehmen im Textil-, Schuh- und Möbelsektor und besonders auf Tourismus basiert. Zudem ist Rom Sitz sĂ€mtlicher Verwaltungen, vieler internationaler Unternehmen (ENI, ENEL, Finmeccanica) und Organisationen (FAO) und Herz der italienischen Filmindustrie (CinecittĂ ). Die Arbeitslosigkeit in Mittelitalien liegt im nationalen Schnitt bei 8,1 % (2010).

Der SĂŒden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, stellt eine der strukturschwĂ€chsten Regionen Westeuropas dar. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenquoten (ĂŒber 13 %), die fĂŒr die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte KriminalitĂ€tsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kampanien, Kalabrien und auf Sizilien die Kontrolle ĂŒber viele Wirtschaftszweige ausĂŒbt.

BIP nach Regionen/NUTS-2

Das durchschnittliche BIP pro Kopf fĂ€llt nach der Erhebung von Eurostat fĂŒr das Jahr 2005[47] je nach Region sehr unterschiedlich aus.

Region/NUTS-2 BIP
gesamt Mio.€
BIP
pro Kopf €
Piemont 115.256 26.582
Aostatal 3.522 28.537
Ligurien 39.928 24.936
Lombardei 298.285 31.618
Nordwestitalien 456.991 29.493
SĂŒdtirol 15.195 31.665
Trentino 14.213 28.426
Venetien 135.171 28.643
Friaul-Julisch Venetien 32.893 27.263
Emilia-Romagna 123.709 29.670
Nordostitalien 321.181 29.001
Toskana 95.504 26.462
Umbrien 19.700 22.817
Marken 36.868 24.195
Latium 156.746 29.645
Mittelitalien 308.819 27.369
Abruzzen 25.685 19.723
Molise 5.785 17.997
Kampanien 89.709 15.494
Apulien 64.227 15.781
Basilikata 10.247 17.213
Kalabrien 31.389 15.641
SĂŒditalien 227.042 16.119
Sizilien 78.322 15.617
Sardinien 30.693 18.570
Insularisches Italien 109.015 16.349
Italien 1.423.048 24.281

Soziale Unterschiede

Italien ist ein Land, das nicht nur von starken lokalen Unterschieden geprĂ€gt ist, sondern auch eine relativ ungleiche Einkommensverteilung aufweist. In der Liste der LĂ€nder nach Einkommensverteilung liegt Italien mit einem Gini-Koeffizient von 36 an 52. Stelle, einen Platz hinter Großbritannien. Zum Vergleich liegt Deutschland an 14., Österreich an 19. und die Schweiz an 37. Stelle.

Laut Forbes (2010) ist der SĂŒĂŸigkeitenfabrikant Michele Ferrero mit einem Vermögen von 17 Milliarden Dollar reichster Italiener, gefolgt von Leonardo Del Vecchio (Luxottica) und dem Medienunternehmer und ehemaligen MinisterprĂ€sidenten Silvio Berlusconi. Zu den reichsten Italienern gehören auch der Modedesigner Giorgio Armani und die Familie Benetton.

Verkehr

Straßenverkehr

Das heutige Autobahnnetz Italiens

Die GesamtlĂ€nge des italienischen Straßennetzes betrug im Jahr 2009 182.136 km.[5] Davon sind 6.621 km Autobahnen, die grĂ¶ĂŸtenteils in privater Hand und mautpflichtig sind. Alle anderen Straßen sind Eigentum der öffentlichen Hand. Man unterscheidet zwischen Staats-, Regional-, Provinzial- und Kommunalstraßen. Die meist befahrenen Autobahnen sind die A1 von Mailand bis Neapel, die A4 von Turin ĂŒber Mailand und Verona nach Venedig, die A14 von Bologna bis Tarent und unter anderem auch die Brennerautobahn A22, die von Modena bis zur Grenze mit Österreich fĂŒhrt.

Schienenverkehr

FS ETR 500, italienischer Hochgeschwindigkeitszug

Die GesamtlĂ€nge des Schienennetzes betrug im Jahr 2009 16.530 km, von denen etwa zwei Drittel elektrifiziert sind. Sowohl das Netz als auch der Transport sind in den HĂ€nden des Staates, bis auf wenige Ausnahmen (vgl. Vinschgaubahn, Ferrovia Trento–MalĂš). Im GeschĂ€ftsjahr 2006 schrieb das Staatsunternehmen Ferrovie dello Stato noch beinahe 2 Milliarden Euro Verlust.

Im europĂ€ischen Vergleich ist Bahnfahren in Italien ausgesprochen gĂŒnstig. Eine einfache Fahrt von Mailand nach Venedig (267 km) mit dem Eurostar Italia kostet etwa 31 Euro, wĂ€hrend man fĂŒr die Strecke Paris-St. Pierre des Corps (253 km) mit dem TGV 51,50, fĂŒr die Trasse Frankfurt-Göttingen mit dem ICE rund 56 Euro ausgeben muss.[48]

Mit der Eröffnung der letzten noch fehlenden Streckenabschnitte zwischen Novara und Mailand sowie zwischen Bologna und Florenz im Dezember 2009 verfĂŒgt Italien ĂŒber eine gut 900 km lange durchgehende Schnellfahrstrecke von Turin ĂŒber Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel bis nach Salerno. Außerdem sind verschiedene internationale Verbindungen nach Frankreich (Mont-Cenis-Basistunnel mit Anschluss an das TGV-Netz) sowie via Schweiz (Neat) und via Österreich nach Deutschland (Brennerbasistunnel) sowie nach Slowenien angedacht.

Das Streckengleis befindet sich im Gegensatz zu Deutschland auf der linken Seite. Das U-Bahn-System in Rom ist so aufgebaut, dass man bei UmsteigevorgĂ€ngen in jedwede Richtung nur wenige Minuten warten muss, lediglich in das Umland ist die Umsteigezeit etwas lĂ€nger. Mailand hat mit einer GesamtlĂ€nge von 74,6 km das am besten ausgebaute U-Bahn-Netz Italiens. Auch Neapel, Turin, Genua und Catania verfĂŒgen ĂŒber eine U-Bahn.

Schifffahrt

Die GesamtlĂ€nge der schiffbaren Wasserwege betrĂ€gt 2.400 km.

Den höchsten Passagierfluss verzeichnen die HĂ€fen von Messina und Reggio Calabria, zumal es sich um die wichtigste Verbindung zwischen Sizilien und dem Festland handelt. GrĂ¶ĂŸte Container-UmschlagplĂ€tze sind Gioia Tauro und Genua. Weitere bedeutende HandelshĂ€fen sind Triest und Tarent.

Die wichtigsten Marinearsenale befinden sich in La Spezia, Tarent und Augusta.

SÀmtliche Verbindungen im Mittelmeer werden von der Reederei Tirrenia di Navigazione mit Sitz in Neapel gewÀhrleistet.

Luftfahrt

Die grĂ¶ĂŸten FlughĂ€fen Italiens 2007 nach Anzahl der Passagiere:

Pos. Flughafen Region Code
(IATA)
Anzahl Passagiere Pos.
2006
VerĂ€nderung %
1 Rom-Fiumicino Latium FCO 32.945.223 1 +9,2
2 Mailand-Malpensa Lombardei MXP 23.885.391 2 +9,7
3 Mailand-Linate Lombardei LIN 9.926.530 3 +2,4
4 Venedig-Tessera Venetien VCE 7.076.114 4 +11,6
5 Catania-Fontanarossa Sizilien CTA 6.083.735 5 +12,7
6 Neapel-Capodichino Kampanien NAP 5.775.838 7 +13,3
7 Bergamo-Orio al Serio Lombardei BGY 5.741.734 6 +9,5
8 Rom-Ciampino Latium CIA 5.401.475 8 +9,2
9 Palermo-Punta Raisi Sizilien PMO 4.511.165 9 +5,4
10 Bologna-Borgo Panigale Emilia-Romagna BLQ 4.361.951 10 +9,0

GrĂ¶ĂŸte Fluggesellschaft ist die angeschlagene Alitalia, im Zuge deren Restrukturierung der Flugverkehr in Malpensa zu Gunsten von Fiumicino stark eingeschrĂ€nkt wurde. Auch die Lufthansa ist auf dem italienischen Flugmarkt tĂ€tig: Air Dolomiti, eine hundertprozentige Tochter der deutschen Fluggesellschaft, bedient zahlreiche FlĂŒge, hauptsĂ€chlich zwischen Norditalien, MĂŒnchen und Frankfurt.

Gesellschaft

Schulwesen und Bildung

→ Hauptartikel: Schulsystem in Italien

Das Schulwesen Italiens ist – was den Aufbau und die Gliederung betrifft – durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen fĂŒr Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört. Das Schulsystem gliedert sich in folgende Stufen: Vorschule (scuola dell'infanzia, vormals scuola materna, drei Jahre, 3-6), Grundschule (scuola primaria, vormals scuola elementare, fĂŒnf Jahre, 6-11), Mittelschule (scuola secondaria di primo grado, vormals scuola media inferiore, drei Jahre, 11-14) und Oberschulen (scuola secondaria di secondo grado, vormals scuola media superiore, fĂŒnf Jahre, 14-19). Die staatlichen Oberschulen gliedern sich in Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsfachschulen. Im Bereich der Gymnasien gibt es einen humanistischen, einen naturwissenschaftlichen und einen neusprachlichen Zweig (liceo classico, scientifico, linguistico) sowie das so genannte Kunstgymnasium (liceo artistico). Die Fachoberschulen (istituto tecnico), die zur allgemeinen Hochschulreife und auch zu einem berufsqualifizierenden Abschluss fĂŒhren, untergliedern sich in mehrere Ausbildungsrichtungen, in denen wiederum zahlreiche Spezialisierungen angeboten werden. Den Bereich der beruflichen Ausbildung decken einerseits die staatlichen Berufsfachschulen (istituto professionale) ab, an denen nach drei Jahren ein berufsqualifizierender Abschluss erlangt werden kann, nach zwei weiteren Jahren die Hochschulreife. Auf der anderen Seite stehen die von den italienischen Regionen unterhaltenen oder beaufsichtigten Berufsausbildungszentren (centro di formazione professionale)

Die Schulpflicht ist in den letzten Jahren schrittweise angehoben worden. In der Vergangenheit betrug sie acht Jahre (6-14), womit die Grund- und Mittelschule zur Pflichtschule (scuola dell'obbligo) wurde. Ende der 1990er Jahre erfolgte eine Anhebung auf neun Jahre. 2004 wurde dann eine zwölfjĂ€hrige Schul- und Berufsausbildungspflicht eingefĂŒhrt. Diese kann nach Abschluss der Mittelschule entweder durch den Besuch der staatlichen Oberschulen oder der regionalen Berufsschulen erfĂŒllt werden. Alternativ kann auch eine betriebliche Ausbildung durchgefĂŒhrt werden, wobei auch Kurse an regionalen Berufsschulen zu absolvieren sind. Werden die AusbildungsgĂ€nge an regionalen Berufsausbildungszentren mit einer StaatsprĂŒfung abgeschlossen, steht der Weg zum beruflichen Abitur frei. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, ist von der zwölfjĂ€hrigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.

Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kann ab der Mittelschule (ab dem 6. Schuljahr) zusĂ€tzlich erlernt werden. Die fĂŒnfjĂ€hrigen Gymnasien sehen daneben i. d. R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Altgriechisch dazu.

Die PISA-Studie 2003 erteilte der italienischen Schule insgesamt ein relativ schlechtes Zeugnis. Allerdings sind die regionalen Unterschiede noch stĂ€rker als z. B. in Deutschland. In der Mathematik-Kompetenz lag Italien mit 466 Punkten weit abgeschlagen (Deutschland 503, Österreich 506). Gut abgeschnitten haben die Lombardei (519) und Venetien (511); das Trentino (547) und SĂŒdtirol (536) gehören (möglicherweise allerdings nur dank fehlerhaft gezogener Stichproben[49]) sogar zur internationalen Spitzengruppe (zum Vergleich: Finnland 544).[50] Ähnlich verhĂ€lt es sich in den anderen PrĂŒfungsbereichen.

Das HauptgebÀude der Scuola Normale Superiore di Pisa

Im Hochschulbereich gibt es, anders als in den deutschsprachigen LĂ€ndern, keine eigenstĂ€ndigen Fachhochschulen. Mit dem Bologna-Prozess entstand auch an italienischen UniversitĂ€ten die Unterteilung in ein dreijĂ€hriges Bachelorstudium (laurea triennale oder laurea breve) mit nachfolgendem zweijĂ€hrigem Masterstudiengang (laurea magistrale, vormals laurea specialistica). Jura wird als fĂŒnfjĂ€hrige laurea magistrale angeboten. Was die Hochschuleinrichtungen angeht, kann man folgende Unterscheidungen treffen:

  • UniversitĂ : UniversitĂ€ten im klassischen Sinn;
  • Politecnici: Technische UniversitĂ€ten;
  • Scuole superiori: EliteuniversitĂ€ten, die begabte Studierende fördern. Die bekannteste ist die Scuola Normale Superiore in Pisa, meist nur Normale genannt, die von Napoleon gegrĂŒndet wurde.
  • Istituti superiori di educazione fisica (ISEF): Sporthochschulen;
  • Istituti di alta formazione artistica e musicale: Kunst- und Musikhochschulen, die keine eigentlichen UniversitĂ€ten sind, aber zur höheren Bildung gehören.

Die meisten UniversitĂ€ten in Italien sind staatlich.[51] Bekannteste Privat-Unis sind die Bocconi in Mailand und die LUISS in Rom. Die UniversitĂ€t Bologna ist Ă€lteste Italien- und weltweit, sie wurde im Jahr 1088 gegrĂŒndet. Insgesamt sind 1.809.186 Studenten an italienischen Hochschulen inskribiert.[52] Die UniversitĂ€t La Sapienza in Rom ist die grĂ¶ĂŸte Italien- und europaweit, mit nahezu 140.000 Studierenden.

Relativ neu ist auch der Ausbau der Alten- und Volkshochschulen (universitĂ  per la terza etĂ ).

Feiertage

→ Hauptartikel: Feiertage in Italien
Datum Bezeichnung Italienischer Name Anmerkung
1. Januar Neujahrstag Capodanno
6. Januar Epiphanias Epifania
– Ostern Pasqua Ostersonntag
– Ostermontag Pasquetta
25. April Tag der Befreiung Giorno della Liberazione Befreiung vom Nazifaschismus,
Ende der deutschen Besatzung 1945
1. Mai Tag der Arbeit Festa del Lavoro
Ostersonntag + 50 Tage Pfingstmontag LunedĂŹ di Pentecoste Nur in SĂŒdtirol
2. Juni Tag der Republik Festa della Repubblica GrĂŒndung der italienischen Republik 1946
15. August Maria Himmelfahrt Ferragosto
1. November Allerheiligen Ognissanti
8. Dezember MariÀ EmpfÀngnis Immacolata
25. Dezember Weihnachten Natale
26. Dezember Stefanstag Santo Stefano

Medien

Die italienische Medienlandschaft ist vor allem im Fernseh- und Rundfunkbereich von einer außergewöhnlich hohen Konzentration geprĂ€gt. Die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt RAI und der von Familie Berlusconi dominierte private Medienkonzern Mediaset teilten sich im Jahr 2006 87,5 % des Marktes.

Diese erhebliche Medienkonzentration veranlasste die Organisation Freedom House dazu, Italien zwischen 2004 und 2006 und erneut seit 2009 bezĂŒglich der Pressefreiheit als „teilweise frei“ einzustufen, wegen der möglichen Einflussnahme von MinisterprĂ€sident Berlusconi auf die staatliche Sendergruppe RAI.[53] Italien ist somit der einzige Staat Westeuropas, dessen Medien von Freedom House nicht als „frei“ eingestuft werden.

Presse

La Gazzetta dello Sport

Die meisten Tageszeitungen nennen sich zwar quotidiano indipendente, also „unabhĂ€ngige Tageszeitung“, sind jedoch mehr oder weniger von politischen und kommerziellen Interessen beeinflusst. Die Bezeichnung stammt daher, weil sie sich von den reinen Parteizeitungen wie der linken L’UnitĂ , des kommunistischen Il Manifesto oder der Lega-Nord-Zeitung La Padania unterscheiden, welche ihre Parteizugehörigkeit nicht leugnen.

Die meisten Tageszeitungen sind in einer relativ anspruchsvollen Aufmachung und Gestaltung, es wird sehr bewusst nach einem qualitativen und intellektuellen Schreibstil gestrebt. Dennoch wird im europÀischen Vergleich in Italien wenig Zeitung gelesen. Eine Besonderheit der italienischen Presselandschaft stellen die tÀglichen Sportzeitungen dar. Derzeit existieren immerhin drei Tageszeitungen, die sich nur mit Sport beschÀftigen und allesamt relativ hohe Auflagen erreichen. Die meistgelesene italienische Sportzeitung, La Gazzetta dello Sport, erreicht an ihrem umsatzstÀrksten Tag in etwa die Auflage der meistverbreiteten italienischen Tageszeitung.

Die wichtigsten Verleger nationaler Tageszeitungen sind die RCS MediaGroup (Corriere della Sera und Gazzetta dello Sport) und der Gruppo Editoriale L’Espresso (La Repubblica). Il Giornale gehört dem Bruder des MinisterprĂ€sidenten, Paolo Berlusconi. Die meistverkauften Tageszeitungen mit italienweiter Verbreitung, die alle auch sonntags erscheinen, sind in folgender Tabelle aufgelistet (Beobachtungszeitraum August 2008-Juli 2009).

Nationale Tageszeitung verteilte Exemplare verkaufte Exemplare
Corriere della Sera 577.364 510.081
La Repubblica 501.317 454.424
La Gazzetta dello Sport 350.358 307.427
Il Sole 24 Ore 313.956 176.195
La Stampa 307.541 264.038
Corriere dello Sport – Stadio 208.417 204.366
Il Giornale 176.886 170.616
Libero 116.831 103.408
Tuttosport 113.285 111.361
Avvenire 105.643 20.729
Italia Oggi 73.763 24.138
L'UnitĂ  50.879 47.461
Il Tempo 46.162 44.058
Il Manifesto 23.588 19.901

Daneben gibt es zahlreiche regionale Tageszeitungen, deren wichtigsten Verleger die Caltagirone-Gruppe (Il Messaggero und Il Gazzettino) sowie der Gruppo Editoriale L’Espresso (Il Tirreno, La Nuova Sardegna, Messaggero Veneto – Giornale del Friuli sowie die in SĂŒdtirol erscheinende Alto Adige) sind. Die Lokalzeitungen mit mindestens 50.000 verkauften Kopien sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

Regionale Tageszeitung Verbreitung verkaufte Exemplare
Il Messaggero Latium, Umbrien, Marken, Abruzzen, Molise 206.895
Il Resto del Carlino Emilia-Romagna, Marken, Venetien (Provinz Rovigo) 158.642
La Nazione Toskana, Umbrien, Ligurien 129.817
Il Secolo XIX Ligurien 98.063
Il Gazzettino Venetien, Friaul-Julisch Venetien 84.721
Il Tirreno Toskana 80.793
Il Mattino Kampanien 77.691
L'Unione Sarda Sardinien 68.358
Il Giorno Lombardei 67.709
Il Giornale di Sicilia Sizilien 66.995
La Sicilia Sizilien 63.243
La Nuova Sardegna Sardinien 59.608
L'Eco di Bergamo Lombardei 54.308
Dolomiten SĂŒdtirol 51.858
Messaggero Veneto – Giornale del Friuli Friaul-Julisch Venetien 50.867

Die Bandbreite der italienischen Wochenzeitschriften ist vergleichbar mit der des deutschsprachigen Raumes. Dabei kann man auch die Unterscheidung zwischen Klatschpresse und anspruchsvollen Magazinen erkennen. Doch auch populĂ€re Wochenzeitschriften, z. B. Oggi und Gente, bemĂŒhen sich um sehr hohe QualitĂ€t. Zu den seriösen Wochenmagazinen gehören der linksliberale L'Espresso und das zu Berlusconis Mondadori-Gruppe gehörende Panorama.

Rundfunk und Fernsehen

Der Mediaset-Turm in Cologno Monzese bei Mailand

Seit der Umstellung auf DVB-T und der Abschaltung der Analogssignale im Jahr 2011, verfĂŒgt Italien ĂŒber ein vielfĂ€ltiges, frei empfangbares Fernsehangebot.

Neben den drei nationalen Radioprogrammen und den herkömmlichen Fernsehsendern Rai Uno, Rai Due und Rai Tre strahlt die staatlich kontrollierte Radiotelevisione Italiana siebzehn weitere Sender aus.

Daneben existiert eine Vielzahl an Privatsendern, die ihre Stationen in fast jeder grĂ¶ĂŸeren Stadt haben. Diese finanzieren sich durch einen sehr hohen Anteil an Werbung, das Programm besteht zu großen Teilen aus Musik und Shows. Dabei gibt es große qualitative Unterschiede. Einige wenige etablierte Sender schlossen sich zu einem großen Sendernetz zusammen, andere hingegen beschrĂ€nken sich auf die Ausstrahlung von Filmen, deren QualitĂ€t teilweise fraglich ist. Insgesamt existieren in Italien rund 1.700 Fernsehsender, die rund 30 Millionen Zuschauer erreichen.

Unter dem Namen Mediaset sind die Privatsender Canale 5, Italia 1 und Rete 4 zusammengefasst. Berlusconi kaufte diese Sender in den Jahren 1980 bis 1984 auf. Sie erreichen tĂ€glich ein Millionenpublikum und strahlen populĂ€re Sendeformate wie Reality Shows und SportĂŒbertragungen aus. Durch die Umstellung auf DVB-T sind zehn weitere frei empfangbare Mediaset-Programme hinzugekommen.

DarĂŒber hinaus gibt es mit Rupert Murdochs SKY Italia ein sehr umfangreiches Pay-TV, das nach eigenen Angaben im September 2009 4.800.000 Abonnenten zĂ€hlte.

Neue Medien

Etwa 42 % der Bevölkerung nutzt einen Internetanschluss; Auf 100 Einwohner kommen etwa 18,9 BreitbandanschlĂŒsse.[54]

Sport

Fußball

Die beliebteste italienische Sportart ist der Fußball (Calcio). Der italienische Fußball verfĂŒgt ĂŒber sehr bekannte Fußballvereine, die bei internationalen Turnieren viele Erfolge errangen, wie der AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin. Der AC Mailand ist mit sieben Erfolgen im Pokal der Landesmeister bzw. der Champions League nach Real Madrid der erfolgreichste europĂ€ische Fußballverein. Auch die italienischen Fans („Tifosi“) sind international sehr bekannt, aus Italien stammt z. B. die UltrĂ -Bewegung. Allerdings mehren sich in jĂŒngster Zeit rechtsextreme Handlungen in Zusammenhang mit Fußballspielen. So wurden z. B. dunkelhĂ€utige Spieler in Stadien wiederholt ausgepfiffen. Die Nationalmannschaft Italiens gewann schon viermal den Weltmeistertitel (1934, 1938, 1982 und 2006) und konnte 1968 den Europameistertitel erringen. Mit ihren vier WM-Titeln ist die italienische Nationalmannschaft die erfolgreichste nach der brasilianischen Nationalmannschaft.

Motorsport

Der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi 2011 auf Ducati

Motorsport erfreut sich in Italien großer Beliebtheit, schon vor dem Zweiten Weltkrieg begrĂŒndeten Fahrer wie Tazio Nuvolari und die Hersteller Alfa Romeo und Fiat die großartige italienische Rennsporttradition. Nach dem Krieg wurde Ferrari das bekannteste und erfolgreichste Team der Formel 1. Mit Giuseppe Farina (1950) und Alberto Ascari (1952 und 1953) stellte Italien zwei Formel-1-Weltmeister.

Auch der Motorradrennsport ist sehr beliebt. Giacomo Agostini ist der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft, heute wird diese Tradition vor allem von Publikumsliebling Valentino Rossi fortgesetzt. Auch die Hersteller Moto Guzzi, Gilera, MV Agusta, Ducati oder Aprilia sind in aller Welt fĂŒr ihre Erfolge bekannt. Zu den Formel-1- und Motorradrennen auf den Traditionsrennstrecken von Monza, Imola und Mugello strömen alljĂ€hrlich hunderttausende Zuschauer.

Radsport

Des Weiteren gilt Italien auch als ein Radsportland. Der Giro d’Italia gilt nach der Tour de France als zweitbedeutendstes Radrennen der Welt. Wichtige Eintagesrennen, die zu den Klassikern gerechnet werden, sind Mailand-Sanremo und die Lombardei-Rundfahrt. Zu den wichtigsten Radsportlern gehören unter anderem der verstorbene Marco Pantani und Mario Cipollini bzw. in der Radsportgeschichte Fausto Coppi und Gino Bartali.

Skisport

Außer in Apulien und Sardinien gibt es in allen italienischen Regionen gut ausgestattete Skigebiete, wobei fĂŒr auslĂ€ndische Touristen vor allem die Skiorte in den Alpen von Bedeutung sind. Zwei der heute bekanntesten Skifahrer sind bei den Herren Giorgio Rocca und bei den Damen Isolde Kostner. Der im Ausland vermutlich berĂŒhmteste italienische Skifahrer ist Alberto Tomba.

Sonstige

Daneben gehören in Italien Wasserball, Basketball, Volleyball und Rugby Union zu den beliebtesten Sportarten.

Kultur

Der italienische Beitrag zum kulturellen und historischen Erbe Europas und der Welt ist beachtenswert. Als Kreuzweg der Zivilisationen des Mittelmeerraumes, Zentrum des Römischen Reiches, Sitz des Papsttums und Wiege der Renaissance spielte Italien eine entscheidende Rolle und wurde zum Ausgangsland der europÀischen Kunst, Kultur und Forschung.

Die Auswanderung zahlreicher Italiener im 19. und 20. Jahrhundert trug auch dazu bei, die italienische Kultur zu etablieren.

Italien hat insgesamt schÀtzungsweise 100.000 DenkmÀler jeglicher Art (Museen, Schlösser, GebÀude, Statuen, Kirchen, Galerien, Villen, Brunnen, historische HÀuser und archÀologische Funde).[55] Es ist das Land mit den meisten WelterbestÀtten der UNESCO (45).

Architektur

Einige der bedeutendsten Bauwerke der westlichen Welt, wie das Kolosseum in Rom, der MailÀnder Dom und der Dom von Florenz, der Schiefe Turm von Pisa und die PalÀste Venedigs, befinden sich in Italien.

Schon die alten Römer setzten MaßstĂ€be im architektonischen Bereich und fĂŒhrten den Bau von Bögen und Kuppeln ein. Die Renaissance wurde von italienischen Architekturtheoretikern wie Leon Battista Alberti und Architekten wie Filippo Brunelleschi geprĂ€gt.

Das Werk des Venetianers Andrea Palladio inspirierte einen klassizistisch geprĂ€gten Baustil. Vom spĂ€ten 17. bis ins frĂŒhe 20. Jahrhundert beeinflusste der Palladianismus die Architektur der ganzen Welt, insbesondere in Großbritannien, Australien und den USA.

Wichtige Architekten der Gegenwart sind Renzo Piano (Genua), Flavio Albanese (Vicenza) und Massimiliano Fuksas (Rom).

Plastik

Bildhauer aus der italienischen Halbinsel prĂ€gten die Kunst sĂ€mtlicher Epochen: Donatello die FrĂŒhrenaissance; Michelangelo die Hochrenaissance; Giovanni Lorenzo Bernini das italienische Barock; Antonio Canova den Klassizismus.

Malerei

Die italienische Malerei genoss ĂŒber Jahrhunderte eine wichtige Stellung in Europa, von der romanischen zur gotischen Epoche, von der Renaissance bis zum Barock. Zu den bedeutendsten Malern zĂ€hlen Giotto, Fra Angelico, Botticelli, Michelangelo, Raffael, Leonardo da Vinci, Tizian, Tintoretto, Caravaggio.

Mit dem Ende des Barock erlebte die Malerei in Italien einen empfindlichen Niedergang. Erst im 20. Jahrhundert mit dem Futurismus konnte Italien wieder in die kĂŒnstlerische Avantgarde vorstoßen, vor allem durch die Werke von Umberto Boccioni und Giacomo Balla.

Giorgio de Chiricos Pittura metafisica gilt zudem als VorlÀufer des Surrealismus.

Literatur

BĂŒste Dantes

Der Florentiner Dante Alighieri schuf mit seinem Werk die Göttliche Komödie die Grundlagen der modernen italienischen Sprache und eines der grĂ¶ĂŸten Werke der Weltliteratur. Der Dichter Francesco Petrarca machte das Sonett als Gedicht-Form bekannt. Zu den großen Literaten Italiens zĂ€hlen auch Giovanni Boccaccio, Ludovico Ariosto, Torquato Tasso, Giacomo Leopardi und Alessandro Manzoni.

Italienische LiteraturnobelpreistrÀger sind der Dichter GiosuÚ Carducci (1906), Schriftstellerin Grazia Deledda (1926), Theaterautor Luigi Pirandello (1936), Dichter Salvatore Quasimodo (1959), Eugenio Montale (1975) sowie der Satiriker, Theaterautor und -Schauspieler Dario Fo (1997).

Philosophie

NiccolĂČ Machiavelli gilt aufgrund seines Werks Il Principe („Der FĂŒrst“) als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit.

Zu den prominentesten Philosophen aus Italien gehören auch Giordano Bruno, Marsilio Ficino und Giambattista Vico.

Musik

Giuseppe Verdi (PortrÀt von Giovanni Boldini, 1886)

Italien zÀhlt auch namhafte Komponisten: Palestrina und Monteverdi in der Renaissance, Scarlatti, Corelli und Vivaldi im Barock, Paganini und Rossini in der Klassik, Verdi und Puccini in der Romantik.

Italien ist weithin bekannt als Geburtsort der Oper. Aus der Feder von Rossini, Bellini, Donizetti, Verdi und Puccini stammen mit die berĂŒhmtesten Opern ĂŒberhaupt, die heute weltweit aufgefĂŒhrt werden, unter anderem an der Scala in Mailand. Klassische Interpreten wie Enrico Caruso, Alessandro Bonci, Beniamino Gigli, Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli haben sich um die Oper verdient gemacht.

Zu den bekanntesten italienischen SÀngern von Chansons sowie Rock- und Popmusik gehören Domenico Modugno, Adriano Celentano, Gigliola Cinquetti, Paolo Conte, Toto Cutugno, Gianna Nannini und Eros Ramazzotti. Auch in weniger frequentierten Genres wie Power Metal (Rhapsody) und Punkrock (Vanilla Sky oder Evolution So Far) sind die Italiener vertreten.

Das Sanremo-Festival ist Italiens grĂ¶ĂŸter Musikwettbewerb und wird seit 1951 jĂ€hrlich in der ligurischen Stadt Sanremo abgehalten.

Film

Der Regisseur Federico Fellini

Die italienische Filmindustrie nahm bereits zwischen 1903 und 1908 konkrete Formen an. WĂ€hrend des Faschismus wurde das Kino auch zu Zwecken der Regime-Propaganda eingesetzt. Im SĂŒdosten Roms wurde sogar eine eigene Filmstadt errichtet, CinecittĂ .

Bedeutende Regisseure der Nachkriegszeit sind Vittorio De Sica, Roberto Rossellini, Luchino Visconti, Michelangelo Antonioni, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Sergio Leone und Bernardo Bertolucci. Unter den Schauspielern haben insbesondere Anna Magnani, Sophia Loren, Claudia Cardinale, Monica Vitti, Marcello Mastroianni, Giulietta Masina und Vittorio Gassman internationale Anerkennung erlangt. Zu den bekanntesten italienischen Filmproduktionen gehören Fahrraddiebe, Rom, offene Stadt, Der Leopard, La Strada – Das Lied der Straße, Das sĂŒĂŸe Leben sowie die Italo-Western Spiel mir das Lied vom Tod und Zwei glorreiche Halunken.

In den letzten drei Jahrzehnten haben italienische Filme nur noch vereinzelt internationale Aufmerksamkeit bekommen, etwa Cinema Paradiso von Giuseppe Tornatore, Der Postmann mit Massimo Troisi oder Das Leben ist schön von und mit Roberto Benigni.

Wissenschaft

Galileo (PortrÀt von Justus Sustermans, 1636)

Der vielleicht berĂŒhmteste Universalgelehrte in der Geschichte, Leonardo da Vinci, hat mehrere BeitrĂ€ge zu einer Vielzahl von Bereichen wie Kunst, Biologie und Technologie geleistet. Galileo Galilei war Physiker, Mathematiker und Astronom und leitete eine wissenschaftlichen Revolution ein.

Hier ein kurzer Überblick ĂŒber einige andere namhafte Persönlichkeiten der Wissenschaft: der Astronom Giovanni Domenico Cassini; der Physiker Alessandro Volta, Erfinder der elektrischen Batterie; die Mathematiker Lagrange (geboren Giuseppe Lodovico Lagrangia), Fibonacci und Cardano; der Arzt Marcello Malpighi, BegrĂŒnder der mikroskopischen Anatomie; Lazzaro Spallanzani, dessen wichtigsten Entdeckungen auf dem Gebiet der Physiologie liegen; der Wissenschaftler und NobelpreistrĂ€ger Camillo Golgi (nach ihm ist der Golgi-Apparat benannt); Guglielmo Marconi, NobelpreistrĂ€ger fĂŒr Physik, Erfinder des Radios; der Physiker Enrico Fermi, ebenfalls NobelpreistrĂ€ger, bekannt fĂŒr die Nuklearforschung.

Mode und Design

Italienische Mode hat eine lange Tradition. Mailand ist Italiens wichtigste Modemetropole, auch Rom, Turin, Neapel, Genua, Bologna, Venedig und Vicenza sind ebenfalls bedeutende Zentren. Zu den großen italienischen Mode-Labels gehören Gucci, Prada, Versace, Valentino, Armani, Dolce & Gabbana, Missoni, Fendi, Moschino, Max Mara und Ferragamo, um nur einige zu nennen.

Italien ist auch fĂŒhrend im Bereich Design, insbesondere Innenarchitektur. Gio Ponti und Ettore Sottsass sind in diesem Zusammenhang erwĂ€hnenswert.

KĂŒche

Pizza Margherita
→ Hauptartikel: Italienische KĂŒche

Die italienische KĂŒche besteht aus einer Vielzahl von RegionalkĂŒchen und kann auf auf eine Vielzahl von Zutaten und SpezialitĂ€ten zurĂŒckgreifen.

Aus der italienischen KĂŒche haben Speisen und Gerichte wie Pizza, Pesto, Speiseeis, Panettone, oder TiramisĂč internationale BerĂŒhmtheit erlangt.

Literatur

  • Ernst Ulrich Große, GĂŒnter Trautmann: Italien verstehen. Primus, Darmstadt 1997, ISBN 3-89678-052-2.
  • Stefan Köppl: Das politische System Italiens. Eine EinfĂŒhrung. Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-14068-1.
  • Richard BrĂŒtting (Hrsg.): Italien-Lexikon. SchlĂŒsselbegriffe zu Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Justiz, Gesundheitswesen, Verkehr, Presse, Rundfunk, Kultur und Bildungswesen. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1997, ISBN 978-3-503-03772-8.

Siehe auch

 Portal:Italien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Italien

Weblinks

 Commons: Italien â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Italien â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Italien â€“ Quellen und Volltexte
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Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/italien-monti-mit-regierungsbildung-beauftragt-11527940.html
  2. ↑ ISTAT: Demographische Bilanz 2010
  3. ↑ IWF: World Economic Outlook Database, April 2011: BIP Nominal im Jahr 2010, World Economic Outlook Database, April 2011: BIP KaufkrafparitĂ€ten im Jahr 2010, World Economic Outlook Database, April 2011: BIP pro Kopf nominal im Jahr 2010, World Economic Outlook Database, April 2011: BIP pro Kopf KaufkraftparitĂ€ten im Jahr 2010
  4. ↑ Bericht ĂŒber die menschliche Entwicklung 2010. JubilĂ€umsausgabe zum 20. Erscheinen.. Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Abgerufen am 29. April 2011.
  5. ↑ a b ISTAT: Italien in Zahlen, 2010, S. 3
  6. ↑ Der Grenzverlauf auf dem Mont Blanc ist jedoch umstritten. Nach französischer Auffassung wĂ€re dann der Mont Blanc de Courmayeur mit seinen 4.748 m der höchste Gipfel Italiens
  7. ↑ Das Klima in Italien (Il clima in Italia), RAI Internazionale
  8. ↑ Corriere della sera, 5. Mai 2009, Fazit zum Erdbeben in den Abruzzen am 6. April 2009 abgerufen am 12. Mai 2009
  9. ↑ RAI – Das PhĂ€nomen Migration
  10. ↑ Centro Studi Economici e Sociali: Convivere nelle mega cities, in Rapporto annuale 2008, Seite 19-23
  11. ↑ a b c d OECD: OECD-Gesundheitsdaten 2007 – Deutschland im Vergleich, abgerufen am 29. Januar 2008
  12. ↑ NationMaster, Europe, Italy, Religion
  13. ↑ Alle Daten wurden aus dem Dossier 2008 der Caritas/Migrantes entnommen und beziehen sich auf die Wohnbevölkerung Italiens
  14. ↑ G. Nr. 482/1999
  15. ↑ ISTAT: Demographische Indikatoren fĂŒr das Jahr 2010 (SchĂ€tzung)
  16. ↑ 1 Million illegale Einwanderer in Italien, Corriere della Sera, 10. August 2009
  17. ↑ ISTAT: Demographische Indikatoren fĂŒr das Jahr 2010, S. 8
  18. ↑ ISTAT, Jahr 2009
  19. ↑ Quelle: Aufarbeitung von Daten von ISTAT, in Gianfausto Rosoli, Un secolo di emigrazione italiana 1876–1976, Roma, Cser, 1978
  20. ↑ Italienisches Außenministerium: Statistisches Jahrbuch 2009, S. 121-129
  21. ↑ arte.tv: Geschichte am Mittwoch (Mussolini, 2. Teil); gesendet am 4. MĂ€rz 2009
  22. ↑ ISTAT: Demographische Datenbank 2008
  23. ↑ http://www.comuni-italiani.it/citta.html
  24. ↑ World Health Organization Assesses the World's Health Systems
  25. ↑ OECD Health Data 2011: How Does Italy Compare, Zugriff am 7. Oktober 2011
  26. ↑ Istituto per la Ricostruzione Industriale S.p.A. – Company Profile
  27. ↑ a b c The World Factbook
  28. ↑ Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009
  29. ↑ Anmerkungen zur italienischen Staatsverschuldung von 1885 bis 2001 (Link nicht mehr abrufbar), von Prof. Roberto Artoni, S. 10
  30. ↑ EUROSTAT: Finanzstatistik des Sektors Staat, Haupttabellen
  31. ↑ Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  32. ↑ Centrum fĂŒr EuropĂ€ische Politik, Beitragszahlungen der Mitgliedsstaaten an die EU 2008 (Link nicht mehr abrufbar)
  33. ↑ Europaparlament: Zusatzthema zu Modul 7 Der Haushalt der EU Nettozahler und NettoempfĂ€nger in der EU
  34. ↑ FTD, 30. Oktober 2009 EU-Reformvertrag vor dem Durchbruch, Grafik „Die grĂ¶ĂŸten Nettobeitragszahler und -empfĂ€nger der EU-Staaten“
  35. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Top 5 Nettozahler und NettoempfĂ€nger in der EU
  36. ↑ Veröffentlichung der italienischen Netzagentur
  37. ↑ spiegel.de vom 9. Juni 2008: Enel-Konzern plant neue Kernkraftwerke in Italien
  38. ↑ spiegel.de vom 24. Februar 2009: Franzosen bauen Kernkraftwerke in Italien
  39. ↑ ISTAT: Unternehmen in Italien
  40. ↑ Bei KonsumgĂŒtern hinkt Italien hinterher, Il Sole 24 Ore, 26. Februar 2010
  41. ↑ UNWTO Tourism Highlights, Ausgabe 2005 (Link nicht mehr abrufbar)
  42. ↑ ISTAT: Italien in Zahlen, 2009
  43. ↑ ISTAT: Italien in Zahlen, 2010
  44. ↑ ISTAT: BeschĂ€ftigte und Arbeitslose in Italien, 1. April 2011
  45. ↑ Il Sole 24 Ore, August 2008
  46. ↑ Bundesagentur fĂŒr Außenwirtschaft (Link nicht mehr abrufbar)
  47. ↑ EUROSTAT: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF)
  48. ↑ Il Sole 24 Ore, 8. Januar 2008.
  49. ↑ Entgegen internationalen Regeln wurden in SĂŒdtirol Berufsschulen von der PISA-Testung ausgeschlossen: M. Putz: PISA – Jedem das seine 
 Wunschergebnis
  50. ↑ Ergebnisse Pisa 2003 laut SĂŒdtiroler Schulamt
  51. ↑ Ewald Berning – Hochschulen und Studium in Italien
  52. ↑ MIUR – Unterrichtsministerium: Studierende 2006/7
  53. ↑ Freedom House: Press Freedom 2004 – Italy, 2005, 2006 und 2007, alle in Englisch, abgerufen am 29. Januar 2008
  54. ↑ International Telecommunication Union – BDT
  55. ↑ Eyewitness Travel (2005), S.19

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  • ItalÄ­en — (lat. u. ital. Italia, franz. Italie, engl. Italy), Königreich, die mittlere der drei Halbinseln SĂŒdeuropas (hierzu 3 Karten: Übersichtskarte, nördliche HĂ€lfte und sĂŒdliche HĂ€lfte von Italien). Lage, MeereskĂŒste. In der sĂŒdlichen HĂ€lfte der… 
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   Pierer's Universal-Lexikon

  • Italien — Italien, die europ. Halbinsel, die sich in sĂŒdöstl. Richtung 130 Mln. weit in das mittellĂ€nd. Meer erstreckt, von der Halbinsel des HĂ€mus durch das adriat. u. jonische Meer, von Deutschland, der Schweiz u. Frankreich durch die Alpen getrennt,… 
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  • Italien — Ita|li|en; s: Staat in SĂŒdeuropa. * * * Itali|en     Kurzinformation:   FlĂ€che: 301 341 km2   Einwohner: (2000) 57,6 Mio.   Hauptstadt: Rom   Amtssprachen: Italienisch 
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  • Italien — Cet article concerne la langue italienne. Pour les autres significations du nom italien, voir Italien (homonymie). Italien Italiano ParlĂ©e en   
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  • Italien — 1. Aus Italien bringen die Deutschen drei Unheil zu Hause: leeren SĂ€ckel, kranken Leib und bös Gewissen. – Deutsche Romanzeitung, III, 45, 711; Hesekiel, 30. 2. In Italien sind die Weiber eingezogen und böse, in Deutschland hĂ€uslich und… 
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