James Monroe


James Monroe
James Monroe (gemalt von William James Hubbard, ca. 1832)
Unterschrift von James Monroe

James Monroe (* 28. April 1758 im Westmoreland County, Virginia, Kolonie des Königreichs Großbritannien; † 4. Juli 1831 in New York City, New York, USA) war der 5. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (18171825).

Leben

Monroe musste sein Jurastudium unterbrechen, als der Unabhängigkeitskrieg ausbrach, in dem er ab 1776 kämpfte und bis zum Oberst aufstieg. 1778 nahm er sein Studium wieder auf. 1782 war er Mitglied der gesetzgebenden Versammlung von Virginia, 1783 und 1788 des Kontinentalkongresses und 1790-1794 des Senats. Er schloss sich in diesen Versammlungen der Demokratisch-Republikanischen Partei von Thomas Jefferson an, mit dem er in Freundschaft verbunden war.

Von 1794 bis 1796 war Monroe Gesandter in Paris. Von diesem Posten wurde er abberufen, als er sich in den Revolutionskriegen zu sehr auf die französische Seite stellte. Von 1799 bis 1802 war er Gouverneur von Virginia, 1803 ging er wieder als Gesandter nach Paris, wo er die Verhandlungen über die Abtretung Louisianas (1803) für die USA erfolgreich abschloss. Dies sollte sein größter diplomatischer Erfolg bleiben, denn von Missionen im gleichen Jahr in London, 1804 in Madrid und 1806 erneut in London wurde er schnell abberufen. 1810 wurde Monroe wieder Gouverneur von Virginia und 1811 unter James Madisons Präsidentschaft Außenminister. Er war einer der entschiedensten Befürworter eines erneuten Krieges gegen England und wurde 1814, als Washington von den Engländern erobert worden war, zum Kriegsminister ernannt.

Nach dem Abschluss des Friedens wurde Monroe wieder Außenminister. 1816 wurde er zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. 1817 trat er das Amt an, in das er 1820 wiedergewählt wurde. Bei der Wahl von 1820 hatte er durch den Zusammenbruch der föderalistischen Partei keinen Gegenkandidaten mehr. Eigentlich hätte er einstimmig von den Wahlmännern gewählt werden sollen. Doch William Plumer, sr., Wahlmann aus New Hampshire, war der Meinung, dass eine einstimmige Wahl nur George Washington zustehe und sonst keinem. Deshalb gab er bei der Wahl der Wahlmänner John Quincy Adams seine Stimme.

Die Gründung der Republik Liberia 1817 fällt in Monroes Präsidentschaft; deren Hauptstadt Monrovia ist nach ihm benannt. Unter ihm wurde 1819 Florida von Spanien gekauft. Im Jahr 1820 wurde der Missouri-Kompromiss ausgehandelt: Der Sklavenstaat Missouri wurde in die Union aufgenommen, dafür Maine von Massachusetts abgetrennt und als eigener sklavenfreier Staat organisiert, um ein Gleichgewicht zwischen Nord- und Südstaaten zu gewährleisten. Meist ging Monroe jedoch entschieden gegen den Sklavenhandel vor.

Law Office James Monroes in Fredericksburg

Monroe stärkte die Unionsregierung, baute das Militär aus, insbesondere die Kriegsmarine. Auf seinen Befehl liefen Kriegsschiffe zum Schutz amerikanischer Handelsinteressen in die Karibik, ins Mittelmeer und an die Küste von Afrika aus. Seine Präsidentschaft fällt in die Zeit der Unabhängigkeitskämpfe Lateinamerikas. Gegen ein Engagement der europäischen Kolonialmächte in diesem Raum und Russlands in Alaska verkündete er 1823 die bis heute gültige Monroe-Doktrin, die in Form des Slogans Amerika den Amerikanern bekannt geworden ist.

Am 3. März 1825 gab James Monroe sein Amt an John Quincy Adams weiter. Danach führte er den Vorsitz bei der Beratung über das neue Grundgesetz des Staats Virginia und wurde zusammen mit Jefferson und Madison der Betreiber der Universitätsgründung in diesem Staat.

Monroe trug seit 1776 eine Kugel in der Schulter. Er infizierte sich in den Sümpfen des Mississippi River mit Malaria. 1824 erlitt er einen lebensbedrohlichen Zusammenbruch, der entweder eine Spätfolge der Malaria gewesen sein könnte oder auf einen Schlaganfall oder eine Pilzvergiftung zurückgehen könnte. Er starb am 4. Juli 1831 in New York. 1858 wurden seine sterblichen Überreste nach Richmond (Virginia) gebracht.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: James Monroe – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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