Johannes Paul II.

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Johannes Paul II.
Papst Johannes Paul II.
Wappen Johannes Paul II.
PĂ€pstliches Wappen
Johannes Pauls II.
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Papst Johannes Paul II. (1993)
Lateinischer Name Ioannes Paulus PP. II
Beginn des Pontifikats 16. Oktober 1978
Ende des Pontifikats 2. April 2005
Dauer des Pontifikats 26 Jahre und 168 Tage
VorgÀnger Johannes Paul I.
Nachfolger Benedikt XVI.
Enzykliken 14
BĂŒrgerlicher Name Karol JĂłzef WojtyƂa
Geburtsdatum 18. Mai 1920
Geburtsort Wadowice, Polen
Sterbedatum 2. April 2005
Sterbeort Vatikanstadt
Seligsprechung 1. Mai 2011
durch Papst Benedikt XVI.
Liturgischer Gedenktag 22. Oktober
Unterschrift Unterschrift Johannes Paul II.

Johannes Paul II. (lateinisch Ioannes Paulus PP. II, bĂŒrgerlicher Name Karol JĂłzef WojtyƂa[1]; * 18. Mai 1920 in Wadowice, Polen; † 2. April 2005 in der Vatikanstadt) war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod 26 Jahre und 5 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche. Ein lĂ€ngeres Pontifikat ist nur fĂŒr Pius IX. belegt. Johannes Paul II. war der erste Slawe auf dem Papstthron. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland Polen zugeschrieben. Am 1. Mai 2011 sprach sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI., ihn in Rom selig.[2]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Karol WojtyƂa wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice, einer Kleinstadt bei Krakau, geboren. Seine Eltern waren der ehemalige k. u. k. Unteroffizier Karol, der als Schneider tĂ€tig war, und Emilia, geb. Kaczorowska. Die Mutter starb, als Karol neun Jahre alt war. Im Alter von 12 Jahren verlor er seinen Ă€lteren Bruder Edmund, der am 5. Dezember 1932 als junger Mediziner in Bielitz (heutiges Bielsko-BiaƂa) an Scharlach starb. Seine Schwester lernte er nie kennen, da sie noch vor seiner Geburt verstarb.

In seiner Kindheit war WojtyƂa sehr sportlich und spielte oft Fußball als Torwart. Er war ein Fan des polnischen Clubs KS Cracovia (Sportklub Krakau). In seinen prĂ€genden Jahren wurde er durch zahlreiche Kontakte mit der lebhaften und blĂŒhenden JĂŒdischen Gemeinde in Wadowice beeinflusst. Oft wurden Fußballspiele in der Schule zwischen einem jĂŒdischen und einem katholischen Team organisiert. Karol WojtyƂa spielte oft freiwillig als Torwart beim jĂŒdischen Team, wenn dieses nicht genug Spieler hatte. Mit Jerzy Kluger, einem seiner damaligen Freunde, war er bis zu seinem Tod sehr eng befreundet.[3]

Ab 1930 besuchte er das Gymnasium und wirkte ab 1934 bei TheaterauffĂŒhrungen mit. WojtyƂa war Ministrant, galt als strebsamer SchĂŒler und beendete die Schule mit Bestnoten. Im Sommer 1938 siedelte er mit dem Vater nach Krakau ĂŒber und schrieb sich zum Studium der Philosophie und Polnischen Literatur an der Jagiellonen-UniversitĂ€t ein. Drei Jahre spĂ€ter, im Jahre 1941, starb sein Vater.

An der UniversitĂ€t schloss sich WojtyƂa der Experimentaltheatergruppe „Studio 39“ um Tadeusz KudliƄski an, in der er bis 1943, zuletzt im Untergrund, wirkte. Er verfasste literarische Texte: Neben diversen Gedichten schrieb er 1940 unter dem Pseudonym „Andrzej Jawien“ das dreiteilige Drama Jeremiasz (Jeremia), ein biblisch inspiriertes Mysterienspiel mit politischem Bezug. Ebenso engagierte er sich im Rhapsodischen Theater. Sein Mysterienspiel „Im Laden des Goldschmieds“ wurde 1960 veröffentlicht.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die UniversitĂ€t von der deutschen Besatzungsmacht geschlossen, 183 Professoren wurden im Zuge der Sonderaktion Krakau verhaftet, ein Teil von ihnen kam in Konzentrationslagern ums Leben. WojtyƂa fĂŒhrte seine Studien in der UntergrunduniversitĂ€t fort, wurde aber zur Zwangsarbeit in einem Steinbruch sowie vom FrĂŒhjahr 1942 bis August 1944 in einer Chemiefabrik verpflichtet. So konnte er seine Deportation zur Zwangsarbeit nach Deutschland verhindern.

Wadowice und Krakau sind Orte, die bis zum Zweiten Weltkrieg sehr stark durch die jĂŒdische Kultur beeinflusst waren, was prĂ€gend fĂŒr WojtyƂas positives VerhĂ€ltnis zum Judentum war.

Im Oktober 1942 trat er ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein. Von August 1944 bis Kriegsende 1945 fand er Zuflucht in der Residenz des Erzbischofs Adam Stefan Sapieha.

Priester und Professor

Besuch der Kirche der MariÀ Heimsuchung in Krakau Anfang Juni 1967, kurz vor seiner Erhebung zum Kardinal

Am 1. November 1946 empfing WojtyƂa im Geheimen die Priesterweihe von Adam Stefan Sapieha und promovierte in den folgenden zwei Jahren auf dessen Anweisung in Rom am Angelicum ĂŒber den Glauben des heiligen Johannes vom Kreuz. Am 3. Juli 1947 erwarb er das Lizenziat der Theologie, im Juni 1948 das Doktorat der Philosophie.

Im Anschluss war Karol WojtyƂa als Kaplan in Niegowić bei GdĂłw und spĂ€ter in der Krakauer Studentenkirche St. Florian tĂ€tig, wo er bald fĂŒr seine Predigten bekannt wurde. Er wurde Ende 1949 zum Doktor der Theologie promoviert.

Ab 1953 lehrte WojtyƂa als Professor fĂŒr Moraltheologie in Krakau und bekam 1954 einen Lehrauftrag fĂŒr Philosophie und Sozialethik an der Katholischen UniversitĂ€t von Lublin, wo er sich 1955 habilitierte.

Bischof und Kardinal

Am 28. September 1958 wurde Karol WojtyƂa von Eugeniusz Baziak zum Weihbischof in Krakau und Titularbischof von Ombi geweiht. WojtyƂa nahm aktiv am Zweiten Vatikanischen Konzil teil; sein Hauptaugenmerk lag dabei auf den Gebieten Religionsfreiheit und einer zeitgemĂ€ĂŸen VerkĂŒndigung der kirchlichen Lehre, die die Konzilsdokumente Dignitatis humanae und Gaudium et Spes behandeln.

Am 13. Januar 1964 folgte WojtyƂa Erzbischof Eugeniusz Baziak im Amt des Erzbischofs von Krakau. Sein Episkopat in Krakau war vor allem durch eine „sanfte“ Konfrontation mit dem kommunistischen Regime Polens geprĂ€gt. Sein Beharren auf dem Bau der Arka Pana, einer Kirche in der neuen Arbeiterstadt Nowa Huta und seine Predigten, in denen er oft die freie AusĂŒbung der Religion fĂŒr alle Polen forderte, zeigten ihn als unerschrockenen Antikommunisten. 1965 war er maßgeblich an dem Hirtenbrief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen AmtsbrĂŒder beteiligt, in dem zur Versöhnung zwischen beiden Völkern aufgerufen wurde. Auch dies machte ihn zum Objekt scharfer Attacken der kommunistischen Machthaber. Am 26. Juni 1967 wurde WojtyƂa zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Cesareo in Palatio erhoben.

Im Zuge der kirchlichen BemĂŒhungen um eine deutsch-polnische Aussöhnung besuchte WojtyƂa 1974 die Bundesrepublik Deutschland und zelebrierte mit Kardinal Döpfner am 19. September eine Heilige Messe im Karmelitinnenkloster Heilig Blut am Rande der KZ-GedenkstĂ€tte Dachau. Als Papst sprach er spĂ€ter 48 der im Konzentrationslager Dachau inhaftierten Priester selig. Ein letzter Deutschlandbesuch vor seiner Wahl erfolgte 1978 an der Seite des Primas von Polen, Kardinal Stefan WyszyƄski.

Pontifikat

Die Amtszeit von Johannes Paul II. als Papst dauerte vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod am 2. April 2005. In diese mehr als 26 Jahre fielen weltgeschichtlich das Ende des Kalten Krieges, der Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa mit der Entstehung neuer Nationalstaaten sowie die Kriege in Afghanistan, im ehemaligen Jugoslawien und am Persischen Golf.

Johannes Paul II. suchte stĂ€rker als seine VorgĂ€nger die Öffentlichkeit und scheute die Massenmedien nicht, was ihm teils die Bezeichnung „Medienpapst“ eintrug. Bei seinen öffentlichen Auftritten vor großen Menschenversammlungen wirkte er als charismatische Persönlichkeit.

Wahl und Anfangsjahre

→ Hauptartikel: Konklave 1978 (Oktober)

Am 16. Oktober 1978 wurde Karol WojtyƂa von den 111 zum Konklave versammelten KardinĂ€len (im 8. Wahlgang mit 99 Stimmen, andere Quellen nennen 97 Stimmen) in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September 1978 verstorbenen Johannes Paul I. zum nach kirchlicher ZĂ€hlung 264. Papst und Bischof von Rom gewĂ€hlt. Damit war er der erste nicht-italienische Papst seit Hadrian VI. (* 1459 in Utrecht, heute Niederlande) sowie der erste slawische Papst der Kirchengeschichte. Johannes Paul II. war bei seiner Wahl mit 58 Jahren der jĂŒngste Papst seit Pius IX. Zudem war er in außerordentlich guter körperlicher Verfassung. Im Gegensatz zu anderen PĂ€psten vor ihm trieb er Sport, er schwamm und fuhr regelmĂ€ĂŸig Ski. Der Papst soll mehr als hundertmal heimlich den Vatikan verlassen haben, um Ski zu laufen.[4]

Am 4. MĂ€rz 1979 veröffentlichte Johannes Paul II. seine Antrittsenzyklika Redemptor Hominis, die ihn als Papst der Menschenrechte erscheinen ließ und den markanten Satz enthielt: Der Weg der Kirche ist der Mensch.

In den ersten Jahren des Pontifikats standen das Beharren auf der Religionsfreiheit und eine damit verbundene Konfrontation mit den kommunistischen Regimes Osteuropas im Vordergrund. Die Außenpolitik Johannes Pauls II. gegenĂŒber dem Ostblock unterschied sich hier von der seiner kompromissbereiteren VorgĂ€nger. Die polnische ParteifĂŒhrung konnte eine Pastoralreise in die Heimat aufgrund seiner PopularitĂ€t nicht verhindern. Vom 2. Juni bis 10. Juni 1979 besuchte er zum ersten Mal als Papst sein Heimatland Polen. In Polen sahen etwa zehn Millionen Menschen den Papst, ein Viertel der gesamten polnischen Bevölkerung. Johannes Paul II. wurde zum Symbol des polnischen Widerstands.

Attentate

BegrĂŒĂŸung der Menge,
Petersplatz, 22. April 1987

Am 13. Mai 1981 feuerte der tĂŒrkische Rechtsextremist Mehmet Ali Ağca um 17.17 Uhr aus nĂ€chster NĂ€he mindestens zwei PistolenschĂŒsse auf Johannes Paul II. ab, als dieser im offenen Papamobil auf dem Weg zur Generalaudienz in langsamer Fahrt die auf dem Petersplatz versammelte Menschenmenge passierte. Eine Kugel traf den Papst an der linken Hand und an der Schulter, eine zweite durchbohrte seinen Unterleib. Sofort in das Gemelli-Krankenhaus gebracht, konnte sein Leben durch eine fĂŒnfstĂŒndige Operation, bei der ein StĂŒck des perforierten Darms entfernt wurde, gerettet werden.[5] Gegen den Rat der Ärzte kehrte er schon am 3. Juni in den Vatikan zurĂŒck. Eine schwere postoperative Virusinfektion zwang ihn jedoch dazu, sich am 20. Juni fĂŒr weitere 24 Tage in die Klinik zu begeben.[6]

Da die Marienverehrung fĂŒr Johannes Paul II. besonders wichtig war und der Tag des Attentats auf den Tag fiel, an dem sich in dem portugiesischen FĂĄtima 1917 die erste Marienerscheinung ereignet hatte, schrieb Johannes Paul II. seine Rettung der Gottesmutter zu und bedankte sich mit einer Wallfahrt in den portugiesischen Wallfahrtsort. Dabei brachte er das Geschoss, das ihm aus dem Bauch entfernt worden und inzwischen vergoldet und in eine kleine Krone gefasst war, der Madonna von FĂĄtima als Geschenk dar. Die Madonna trĂ€gt bis heute diese Krone mit der Kugel.

Die HintermĂ€nner des Attentats wurden beim sowjetischen Geheimdienst KGB vermutet. Es blieb allerdings lange Zeit eine Vermutung, da Ağca sich bis MĂ€rz 2005 beharrlich ĂŒber die HintergrĂŒnde des Attentats ausschwieg. Inzwischen behauptet er, UnterstĂŒtzung aus dem Vatikan erhalten zu haben. 2006 kam ein Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments zu dem Schluss, dass das Attentat im Auftrag Breschnews vom russischen Geheimdienst GRU in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst sowie der Stasi verĂŒbt worden sei. Aufsehen erregte der Papst, als er den AttentĂ€ter, dem er schon auf dem Krankenbett vergeben hatte, nach der Genesung im GefĂ€ngnis besuchte.

Am 12. Mai 1982, wĂ€hrend der Pilgerreise des Papstes in Portugal zum Dank, dass er das Attentat ĂŒberlebt hatte, versuchte der ultrakonservative katholische Priester Joan Fernandez Krohn, AnhĂ€nger des französischen Bischofs Marcel Lefebvre, mit einem Bajonett ein weiteres Attentat auf den Papst zu verĂŒben, konnte jedoch von den LeibwĂ€chtern ĂŒberwĂ€ltigt werden. Der AttentĂ€ter begrĂŒndete sein Handeln mit der „Rettung“ der katholischen Kirche vor den BeschlĂŒssen des Zweiten Vatikanischen Konzils.

ReisetÀtigkeit

Von Johannes Paul II. besuchte LĂ€nder

Die Amtszeit von Johannes Paul II. war geprĂ€gt von einer verstĂ€rkten Wahrnehmung der reprĂ€sentativen Aspekte des Papstamtes. Dies zeigte sich vor allem in den 104 Auslandsreisen des Papstes, Pastoralbesuche genannt, in denen er 127 LĂ€nder besuchte. Seine ReisetĂ€tigkeit trug ihm rasch den Spitznamen „Eiliger Vater“ ein. Johannes Paul II. unternahm wĂ€hrend seiner Amtszeit mehr Auslandsreisen als alle frĂŒheren PĂ€pste zusammen. Auf seine erste Reise, die ihn in die Dominikanische Republik, nach Mexiko und auf die Bahamas fĂŒhrte, begab er sich bereits rund drei Monate nach seiner Wahl. Wenn Johannes Paul II. ein Land zum ersten Mal betrat, zeigte er durch seinen Kniefall und das KĂŒssen des Bodens seine Ehrerbietung.

Von politischer Bedeutung waren insbesondere die Reisen in sein Heimatland, durch die er den polnischen Widerstand gegen das kommunistische Regime stÀrkte.

Vom 28. Mai bis 2. Juni 1982 besuchte Johannes Paul II. als erster Papst seit der Trennung der Anglikanischen Kirche vor 450 Jahren Großbritannien. WĂ€hrend des Aufenthalts wurde er von Königin Elisabeth II. empfangen und besuchte einen ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale von Canterbury. Im Jahr 2000 begab sich der Papst auf eine Reise ins Heilige Land (Israel, Jordanien, PalĂ€stinensergebiete).

Am 15. Januar 1995 hielt der Papst in Manila vor vier Millionen Menschen den grĂ¶ĂŸten Gottesdienst in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche. Es war zugleich die grĂ¶ĂŸte bekannte Versammlung in der Geschichte der Menschheit. Am 21. Januar 1998 fĂŒhrte ihn eine Pilgerreise ins sozialistische Kuba.

Die Bundesrepublik Deutschland besuchte Johannes Paul II. als Papst erstmals im November 1980, weitere Deutschlandbesuche folgten in den Jahren 1987 und 1996. Österreich besuchte er in den Jahren 1983, 1988 und 1998, die Schweiz 1982, 1984, 1985 und 2004.

Persönliche Treffen

Johannes Paul II. und US-PrÀsident Ronald Reagan im Februar 1984

Neben der ReisetĂ€tigkeit waren insbesondere die persönlichen Treffen mit weltlichen Machthabern und religiösen WĂŒrdentrĂ€gern, mit denen der Papst oftmals Zeichen setzte, charakteristisch fĂŒr die Amtszeit von Johannes Paul II. So empfing er 1982 den PalĂ€stinenserfĂŒhrer Jassir Arafat. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer – am 1. Dezember 1989 – traf er Michail Gorbatschow – es war das einzige Mal, dass ein GeneralsekretĂ€r der KPdSU von einem Papst empfangen wurde. Im MĂ€rz 1999 fand im Vatikan ein Treffen des Papstes mit dem iranischen PrĂ€sident Mohammed Chatami statt, was als historisches Ereignis bewertet wurde.[7]

Am 27. Oktober 1986 kam es in Assisi zu einem von Johannes Paul II. initiierten interreligiösen Friedenstreffen mit hochrangigen Vertretern der großen Weltreligionen, bei dem der Papst alle Religionen einlud, jeder in seiner Tradition, fĂŒr den Frieden zu beten. Unter dem Eindruck der AnschlĂ€ge des 11. Septembers und des darauf folgenden Kriegs in Afghanistan organisierte der Papst am 24. Januar 2002 ein zweites Gebet der Weltreligionen.

Heiliges Jahr 2000

Mit der Öffnung der Heiligen Pforte am 25. Dezember 1999 begannen die Feierlichkeiten fĂŒr das Heilige Jahr 2000.

Am 12. MĂ€rz 2000 sprach der Papst ein „Mea culpa“ fĂŒr die Kirche wegen ihrer Verfehlungen wie Glaubenskriege, Judenverfolgungen und Inquisition aus. Acht Tage spĂ€ter begann eine Reise nach Israel, Jordanien und in die PalĂ€stinensergebiete, bei welcher er die Holocaust-GedenkstĂ€tte Yad Vashem in Israel besuchte und an der Klagemauer betete.

Im Heiligen Jahr wurde das bis dahin vom Vatikan geheimgehaltene sogenannte „Dritte Geheimnis von Fatima“ durch Kurienkardinal Joseph Ratzinger der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Darin soll die Erscheinung von Fatima das Attentat auf einen Papst vorhergesagt haben, eine Prophezeiung, die Johannes Paul II. auf sich bezog.

Krankheit und Tod

Der krÀnkliche Papst Johannes Paul II. am 22. September 2004

Bereits in den 90er Jahren musste sich Johannes Paul II. mehreren Operationen unterziehen. Am 15. Juli 1992 wurde ihm ein gutartiger Tumor aus dem Dickdarm entfernt. Am 29. April 1994 brach er sich bei einem Sturz im Badezimmer den Oberschenkel und musste sich daraufhin ein kĂŒnstliches HĂŒftgelenk einsetzen lassen.

In seinen letzten Lebensjahren war Johannes Paul II. in seiner AmtsfĂŒhrung zunehmend durch die Parkinson-Krankheit mit LĂ€hmungserscheinungen und Schwierigkeiten beim Sprechen beeintrĂ€chtigt. Er litt zudem an den Folgen des Attentats und an einer schweren Arthritis im rechten Knie als Folge der HĂŒftoperation. Wiederholt schlugen Außenstehende einen RĂŒcktritt des Papstes vor. Johannes Paul II. erklĂ€rte indes, er lege die Dauer seiner Amtszeit in Gottes HĂ€nde.

Anfang 2005 verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 84-jĂ€hrigen dramatisch. Am 1. Februar 2005 wurde er mit einer KehlkopfentzĂŒndung und Atemnot in die Gemelli-Klinik in Rom gebracht. Nach seiner Entlassung am 10. Februar musste er am 24. Februar abermals eingeliefert und ein Luftröhrenschnitt vorgenommen werden. Am 13. MĂ€rz 2005 kehrte Johannes Paul II. in den Vatikan zurĂŒck. Er zeigte sich am 20. und 23. MĂ€rz am Fenster seines Arbeitszimmers den GlĂ€ubigen auf dem Petersplatz und spendete von dort am Ostersonntag (27. MĂ€rz) stumm den Segen Urbi et Orbi. Am 30. MĂ€rz 2005 ließ sich der Papst dort zum letzten Mal sehen. Er wurde bereits durch eine stĂ€ndige Sonde in der Nase kĂŒnstlich ernĂ€hrt.

Am folgenden Tag fieberte er und empfing die Krankensalbung. Am 2. April 2005 gegen 15:30 Uhr sprach er mit sehr schwacher und gebrochener Stimme auf Polnisch seine letzten Worte: „Lasst mich ins Haus des Vaters gehen!“. Kurz vor 19 Uhr fiel er ins Koma. Ab 20 Uhr zelebrierte StanisƂaw Dziwisz unter Mitwirkung von Kardinal Marian Jaworski, StanisƂaw RyƂko und MieczysƂaw Mokrzycki eine Messe am Fußende des Krankenbetts. „Um 21:37 Uhr entschlief Johannes Paul II. im Herrn", heißt es in dem ausfĂŒhrlichen Bericht ĂŒber die letzten Tage des Papstes, den der Vatikan am 19. September 2005 als Supplementum zu seinem Amtsblatt, den Acta Apostolicae Sedis – Commentarium Officiale, vom 17. April 2005 veröffentlichte.[8]

Standpunkte und Wirken

Morallehre

Sexualmoral

Johannes Paul II. wich nicht von der vor allem von Pius XI. in der Enzyklika Casti connubii begrĂŒndeten und seither von jedem Papst vertretenen Lehre ab, wonach kĂŒnstliche EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung den Katholiken nicht erlaubt ist. Er folgte hierin der traditionellen Lehre der katholischen Kirche, wonach SexualitĂ€t gleichermaßen dem Zweck der Fortpflanzung dient wie dazu, den Partnern Freude zu bereiten; wenn nur einer der beiden Zwecke gewollt sei (also etwa die Fortpflanzung willentlich ausgeschlossen ist), handele es sich um „fehlgeleitete SexualitĂ€t“. Schon vor seiner Amtszeit als Papst hatte er maßgeblich an der Enzyklika Humanae Vitae Pauls VI. mitgewirkt, in der die katholische Ehelehre dargestellt und u. a. die Antibabypille als VerhĂŒtungsmittel abgelehnt wird.

In der Enzyklika Evangelium Vitae lehnte Johannes Paul II. andere Eingriffe in die menschliche FortpflanzungsfĂ€higkeit, wie etwa die Sterilisation, ab und vertrat die Auffassung, dass die Verwendung von Kondomen zur Vorbeugung von sexuell ĂŒbertragbaren Krankheiten nicht erlaubt sei. Stattdessen empfahl er die sexuelle Enthaltsamkeit. Wegen dieser Stellungnahme sah sich Johannes Paul II. hĂ€ufig der Kritik von Seiten der UNO sowie anderer Organisationen und Gruppierungen ausgesetzt und wurde von Kirchenkritikern (etwa Uta Ranke-Heinemann) fĂŒr die Ausbreitung der ImmunschwĂ€chekrankheit AIDS mitverantwortlich gemacht. Verteidiger der pĂ€pstlichen Linie halten dagegen, dass die HIV-Infektionsraten in nicht ĂŒberwiegend katholischen LĂ€ndern am höchsten sind und die Ausbreitung von AIDS in Afrika vor allem an der mangelhaften gesundheitlichen AufklĂ€rung liegt.

In Bezug auf HomosexualitĂ€t empfahl Johannes Paul Lesben und Schwulen sexuelle Enthaltsamkeit. Von römisch-katholischen Politikern erwartete er die Ablehnung einer rechtlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften, unabhĂ€ngig davon, ob sie in Form einer Ausweitung des Ehebegriffs auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften erfolge oder durch EinfĂŒhrung des Rechtsinstituts einer eingetragenen Partnerschaft.[9]

Abtreibung

Im Buch Erinnerung und IdentitĂ€t – GesprĂ€che an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden rief Johannes Paul II. dazu auf, Gesetze zum Thema Abtreibung zu hinterfragen. Parlamente, die den Frauen durch Gesetz eine Abtreibung ermöglichten, sollten sich bewusst sein, dass sie damit ihre Befugnisse ĂŒberschritten und in offenen Konflikt mit dem Gesetz Gottes und dem Naturrecht gerieten.

In den 1990er Jahren sprach sich Johannes Paul II. mit Nachdruck gegen eine Änderung der Gesetze in seinem Heimatland Polen aus. Abtreibung sei Mord.

Unter Berufung auf sein Jurisdiktionsprimat veranlasste der Papst die deutschen Bischöfe im Herbst 1999, bei Schwangerenberatungen durch kirchliche TrĂ€ger das Ausstellen einer Beratungsbescheinigung zu verbieten, da sie in Deutschland Voraussetzung fĂŒr eine straffreie Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat sei. Beratungsstellen in kirchlicher TrĂ€gerschaft verloren damit ihre staatliche Anerkennung. Die Mehrheit der deutschen Bischöfe wollte die katholische Schwangerenberatung innerhalb des staatlichen Systems nicht aufgeben und hatte seit 1995 vergeblich versucht, ihren Argumenten beim Papst Gehör zu verschaffen. Die Bischöfe vertraten die Meinung, die katholische Schwangerenberatung sei ein wichtiger Beitrag zum Schutz von ungeborenem Leben. Nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus dem staatlichen System kam es zur GrĂŒndung des Vereins Donum Vitae. Er bietet anstelle der bisherigen kirchlichen TrĂ€ger eine „katholisch geprĂ€gte Schwangerenberatung“ innerhalb des staatlichen Systems an.

Ökologie

FĂŒr Johannes Paul II. hatte die fortschreitende Umweltzerstörung eine moralische Komponente. Sie sei eine Konsequenz der aus der Balance geratenen Beziehung zwischen Mensch und Schöpfung. Nur durch die RĂŒckbesinnung auf christliche Werte sei die ökologische Katastrophe zu verhindern. Ursachen der ökologischen Probleme waren fĂŒr ihn nicht nur politische Hindernisse wie Formen von ĂŒbertriebenem Nationalismus und ökonomische Interessen, sondern insbesondere die mangelnde SolidaritĂ€t der Menschen. Johannes Paul II. forderte immer wieder, Verantwortung fĂŒr sich, fĂŒr andere und fĂŒr die Erde zu ĂŒbernehmen.[10] Er betonte deshalb die „ökologische Berufung“ aller Christen, die eine Umkehr zu ökologisch tragfĂ€higen Lebensstilen und globaler SolidaritĂ€t als ein unverzichtbares Glaubens- und Lebenszeugnis in der modernen Gesellschaft propagiere. Sie sei Ausdruck der Ehrfurcht vor dem Schöpfer und zugleich der Verantwortung fĂŒr kĂŒnftige Generationen.[11]

Sozialethik

Neben seiner Kritik am Kommunismus und Sozialismus war Johannes Paul II. ein scharfer Kritiker des neoliberalen Kapitalismus. Er nahm energisch fĂŒr die Rechte der Armen und der Arbeitenden Partei und griff Ausbeutung und Verletzung von Menschenrechten an, beispielsweise in seinen Enzykliken Laborem Exercens (1981) und Sollicitudo Rei Socialis (1987). Die Enzyklika Centesimus Annus von 1991, veröffentlicht aus Anlass des 100. Jahrestags der ersten pĂ€pstlichen Sozialenzyklika Rerum Novarum, akzeptiert die soziale Marktwirtschaft mit grĂ¶ĂŸerer Deutlichkeit als frĂŒhere Dokumente. Im Kompendium der Soziallehre der Kirche, vom Vatikan 2004 herausgegeben (deutsche Übersetzung 2006), werden die GrundzĂŒge der katholischen Soziallehre in knapper Form zusammengefasst. Nach Johannes Paul II. ist die Sozialordnung aber nur Teilaspekt einer „Zivilisation der Liebe“, die er, anknĂŒpfend an eine Formulierung Papst Pauls VI. von 1975, insbesondere der Jugend als Programm empfiehlt.

Interreligiöser Dialog

Johannes Paul II. setzte sich stĂ€rker als seine VorgĂ€nger fĂŒr den interreligiösen Dialog ein, insbesondere fĂŒr den Dialog mit dem Judentum, dessen Vertreter er als die „Àlteren Geschwister der Christen“ bezeichnete, und dem Islam. Sichtbaren Ausdruck fanden diese BemĂŒhungen in den beiden von ihm organisierten Weltgebetstreffen der Religionen 1986 und 2002 in Assisi. WĂ€hrend der von ihm ins Leben gerufenen Weltjugendtage betonte Johannes Paul II. den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen. Am 13. April 1986 besuchte Johannes Paul II. die große Synagoge von Rom und betrat damit als erster Papst ĂŒberhaupt eine Synagoge, am 6. Mai 2001 mit der Umayyaden-Moschee in Damaskus als erster Papst eine Moschee.

Am 16. MĂ€rz 1998 veröffentlichte die Vatikanische Kommission fĂŒr die religiösen Beziehungen zu den Juden das Dokument Nachdenken ĂŒber die Shoa und beklagte die Mitschuld von Christen am Holocaust. Das pĂ€pstliche mea culpa am 12. MĂ€rz 2000 wurde als historischer Akt bezeichnet. Johannes Paul II. hatte darin kirchliche Verfehlungen im Zusammenhang von Glaubenskriegen, Judenverfolgungen und Inquisition eingestanden. Auf seiner Pilgerreise nach Israel, Jordanien und in die PalĂ€stinensergebiete im Jahr 2000 betete der Papst an der Klagemauer, dem bedeutendsten jĂŒdischen Heiligtum, und besuchte die Holocaust-GedenkstĂ€tte Yad Vashem. Bereits frĂŒher, am 30. Dezember 1993, konnte in Jerusalem der Grundlagenvertrag des Vatikans mit Israel ĂŒber die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterzeichnet werden.

Eine Freundschaft hat Papst Johannes Paul II. mit dem XIV. Dalai Lama, dem höchsten Vertreter des tibetischen Buddhismus, verbunden. Der Dalai Lama war oftmals im Vatikan zu Gast und gilt als persönlicher Freund des Christentums.[12][13][14]

Ökumene

Ein besonderes Anliegen des Papstes war die Ökumene.

Bei seinem ersten Deutschlandbesuch 1980 wurde eine katholisch-lutherische Kommission eingesetzt, deren Arbeit in die 1999 von der römisch-katholischen Kirche und dem Lutherischen Weltbund in Augsburg unterzeichnete gemeinsame ErklĂ€rung zur Rechtfertigungslehre mĂŒndete. Johannes Paul II. war der erste Papst, der eine lutherische Kirche besuchte. Am 11. Dezember 1983 kam er auf Einladung der evangelisch-lutherischen Gemeinde in die evangelische Christuskirche in Rom[15] und dankte fĂŒr die SolidaritĂ€t aller Christen des Advents[16]. Er bekrĂ€ftigte dabei, dass wegen der unterschiedlichen Auffassungen ĂŒber die Natur der Eucharistie bzw. des Abendmahls eine Interkommunion zurzeit nicht möglich sei. Er verbot daher im am 17. April 2003 veröffentlichten Dokument Ecclesia de Eucharistia die Teilnahme von katholischen Priestern an protestantischen Abendmahlsfeiern und die Einladung von evangelischen Christen zur heiligen Kommunion. Dies fĂŒhrte bei katholischen Gruppierungen zu heftiger Kritik. Auch Vertreter anderer Konfessionen bedauerten die Aussagen des Schreibens.

Die von der Kongregation fĂŒr die Glaubenslehre verfasste und von Johannes Paul II. bestĂ€tigte ErklĂ€rung Dominus Jesus, in der den protestantischen Kirchen der Rang als gleichberechtigte Partner der katholischen Kirche abgesprochen wurde, ist im konfessionell gemischten Deutschland kritisiert worden. Seitens der evangelischen Kirchen wurde allerdings eingerĂ€umt, dass die ErklĂ€rung Dominus Jesus inhaltlich keine neue Position darstellte. In Dominus Jesus wird dargelegt, dass sich die katholische Kirche in einem sakramentalen Sinne als Kirche versteht, und sich hierin von manchen evangelischen Kirchen unterscheidet.

Zu den orthodoxen Kirchen kam es im Pontifikat Johannes Pauls II. zu AnnĂ€herungen: die BemĂŒhungen des Papstes, nach Moskau zu reisen, um dort den wichtigsten Vertreter der Orthodoxie – den russischen Patriarchen Alexej II. – zu treffen, scheiterten an dessen Ablehnung. Patriarch Alexej warf der katholischen Kirche vor, in orthodoxen Glaubensregionen zu missionieren.

Innerkirchliche Angelegenheiten

Johannes Paul II. galt in innerkirchlichen Angelegenheiten als konservativ. Kritiker warfen ihm vor, er lasse missliebige Theologen, Priester, Ordensleute und Bischöfe „inquisitorisch verfolgen“, beispielsweise Tissa Balasuriya (Sri Lanka), Leonardo Boff (Brasilien), György BulĂĄnyi (Ungarn), Edward Schillebeeckx (Belgien), Bischof Jacques Gaillot (1995 als Bischof von Évreux abgesetzt und zum Titularbischof des nicht mehr existierenden Bistums Partenia ernannt) und Erzbischof Raymond Hunthausen (USA; 1991 in den Ruhestand versetzt). Den seit 1973 erfolgten Versuchen der kongolesischen Bischöfe zur Inkulturation von einheimischen Elementen in die Liturgie stand er hingegen offen gegenĂŒber und promulgierte 1988 den Zairischen Messritus.

Aus Anlass des UNO-Jahres der Jugend verkĂŒndete Johannes Paul II. 1985 die Einrichtung des Weltjugendtags, der im darauffolgenden Jahr erstmals stattfand und dann zu einem regelmĂ€ĂŸig wiederkehrenden Ereignis wurde.[17] Johannes Paul II. ließ am 17. Mai 1993 den ersten Weltkatechismus seit 1566 herausgeben, in dem Glaubenslehre und Moral behandelt werden.

Als Meilenstein im VerhĂ€ltnis der katholischen Kirche zur neuzeitlichen Wissenschaft gilt die öffentliche Rehabilitation von Galileo Galilei am 2. November 1992. Sie wurde von dem Bericht der PĂ€pstlichen Akademie der Wissenschaften vorbereitet, die – von Johannes Paul II. 1979 beauftragt – ihre Untersuchungsergebnisse am 31. Oktober 1992 an den Papst ĂŒbergab.

Heilig- und Seligsprechungen

Johannes Paul II. hat in seiner Amtszeit 1338 Selig- und 482 Heiligsprechungen vorgenommen. Die Zahl aller von seinen VorgĂ€ngern in den letzten 400 Jahren insgesamt heilig gesprochenen Personen ist nur etwa halb so hoch. Die erste Heilige des neuen Jahrtausends ist die polnische Nonne Maria Faustyna Kowalska – sie gilt als „Apostelin der Barmherzigkeit Gottes“. AnlĂ€sslich ihrer Heiligsprechung am Weißen Sonntag des Heiligen Jahres 2000 erklĂ€rte Johannes Paul II. den Weißen Sonntag zum „Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit“. Johannes Paul II. sprach unter anderen die italienische KinderĂ€rztin Gianna Beretta Molla heilig – sie gilt als Vorbild der Abtreibungsgegner. Auf Kritik, auch innerhalb der Kirche, stieß die Selig- und Heiligsprechung des umstrittenen Opus-Dei-GrĂŒnders Josemaria EscrivĂĄ. Wie seit Paul VI. ĂŒblich, stand Johannes Paul II. auch den Seligsprechungsfeiern persönlich vor. Sein Nachfolger Benedikt XVI. ĂŒberließ diese Aufgabe wieder dem PrĂ€fekten der Kongregation fĂŒr die Selig- und Heiligsprechungen.

Bischofsernennungen

Mit umstrittenen Bischofsernennungen schuf Johannes Paul II. immer wieder Konflikte zwischen einem Teil der GlĂ€ubigen und der Amtskirche. Zu nennen sind beispielsweise die Ernennung von Wolfgang Haas in Chur und spĂ€ter in Liechtenstein, von Kurt Krenn in St. Pölten und Hans Hermann GroĂ«r in Wien. Als Johannes Paul II. 1988 gegen den Widerstand des Domkapitels Joachim Meisner als neuen Erzbischof von Köln ernannte, protestierten mehr als 160 katholische Hochschullehrer öffentlich gegen den „römischen Zentralismus“.

Zulassung von Frauen zu den WeiheÀmtern

Johannes Paul II. wich nicht von der kirchlichen Sakramentenlehre ab, wonach das Weihesakrament gĂŒltig nur ein getaufter Mann empfĂ€ngt. Kritiker fordern dagegen den gleichberechtigten Zugang von Frauen zum Weiheamt. Johannes Paul II. bekrĂ€ftigte die Auffassung der Kirche in seinem Schreiben Ordinatio Sacerdotalis, in dem er erklĂ€rte, dass die katholische Kirche keinerlei Vollmacht besitze, Frauen zu Priestern zu weihen, und sich alle GlĂ€ubigen endgĂŒltig an diese Entscheidung zu halten hĂ€tten. Diese definitive Haltung schließt fĂŒr katholische Theologen ein Verbot der FortfĂŒhrung der Diskussion mit ein.

Von diesem Verbot nominell nicht betroffen ist die Diskussion ĂŒber die Zulassung von Frauen zum Diakonat. Daher wird die Frage, ob aus Ordinatio Sacerdotalis automatisch abgeleitet werden kann, dass die Kirche sich auch außerstande sieht, Frauen zum Diakonat zuzulassen, weiter diskutiert.

Weltpolitik

Wende in Polen

Johannes Paul II. wird ein großer Einfluss auf die Demokratisierung seines Heimatlandes Polen zugeschrieben. Im stark katholisch geprĂ€gten Polen (90 % der Polen sind römisch-katholisch, davon sind ca. 70 % praktizierend) besaß seine Meinung sehr hohes moralisches Gewicht. Entsprechend stĂ€rkte er mit seiner offenen Parteinahme fĂŒr die antikommunistische Gewerkschaft Solidarnoƛć die Opposition. Ihr ehemaliger AnfĂŒhrer Lech WaƂęsa sagte an den Feierlichkeiten zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Organisation, Johannes Paul II. habe seinerzeit mit der Aufforderung an die Polen, alle Angst zu vergessen, das Land aufgeweckt.[18]

Von Bedeutung waren insbesondere die Polenbesuche des Papstes. Die erste Reise 1979, bei welcher rund ein Viertel der polnischen Bevölkerung den Papst sah, wurde faktisch zu einer politischen Kundgebung. Am 15. Januar 1981 empfing Johannes Paul II. eine von Lech WaƂęsa angefĂŒhrte Delegation der Solidarnoƛć im Vatikan zu einer Audienz.[19] Auf der zweiten Polenreise 1983, welche wĂ€hrend des Kriegsrechts stattfand, forderte Johannes Paul II. von der Staatsspitze die rasche Umsetzung der Sozialreformen und traf wiederum Lech WaƂęsa, obwohl dieser faktisch unter Hausarrest stand und Solidarnoƛć inzwischen verboten war. Bei seiner dritten Polenreise 1987 erteilte der Papst Lech WaƂęsa und seiner Familie die Kommunion. Vom Staats- und Parteichef Wojciech Jaruzelski verlangte er bei diesem Besuch die Einhaltung der Menschenrechte und kritisierte in einer Rede das Verbot der Solidarnoƛć.[20] Durch die Beziehungen Johannes Pauls II. sollen UnterstĂŒtzungsgelder des CIA ĂŒber den Vatikan an die Solidarnoƛć geflossen sein.[21]

Die Stadt Berlin schenkte Johannes Paul II. zum Dank fĂŒr seinen Beitrag zum Fall des Eisernen Vorhangs ein StĂŒck der Berliner Mauer, das heute in den Vatikanischen GĂ€rten ausgestellt ist. Michael Gorbatschow schrieb in seinen Memoiren, die Geschehnisse in Osteuropa wĂ€ren ohne Johannes Paul II. nicht möglich gewesen.[21]

Mittel- und SĂŒdamerika

FĂŒr Kritik sorgte der Papstbesuch 1987 in Chile, bei dem Johannes Paul II. General Augusto Pinochet traf, der fĂŒr zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in seinem Land verantwortlich war.

Johannes Paul II. zeigte wenig VerstĂ€ndnis fĂŒr die Anliegen der insbesondere in Mittel- und SĂŒdamerika beheimateten Befreiungstheologie [21]. Einer deren Vertreter, Oscar Romero, kehrte enttĂ€uscht von einer Papstaudienz zurĂŒck und kommentierte seine Begegnung mit den Worten: „Der Papst versteht mich nicht!“ [22] Der Papst hatte die Befreiungstheologie nicht nur auf Grund seiner Erfahrungen im kommunistischen Polen wegen ihres BĂŒndnisses mit marxistischen Strömungen abgelehnt. Er begrĂŒndete seine Ablehnung auch mit schwerwiegenden theologischen Bedenken gegen ein auf das Diesseits reduziertes VerstĂ€ndnis von Befreiung und gegen deren gewaltsame Durchsetzung im Sinn des Klassenkampfes begrĂŒndet.

Im Grenzkonflikt zwischen Chile und Argentinien am Beagle-Kanal 1978 vermittelte Johannes Paul II. erfolgreich. AusfĂŒhrlicher hierzu: Beagle-Konflikt und PĂ€pstliche Vermittlung im Beagle-Konflikt.

Engagement gegen Krieg

Johannes Paul II. nahm mit großem Engagement öffentlich gegen Krieg Stellung. Im Jahr 1999 sprach er sich etwa gegen den Kosovo-Krieg aus. Wiederholt Ă€ußerte er seine Ablehnung des Dritten Golfkriegs; beispielsweise kritisierte er die Irak-Politik der USA bei der Audienz von George W. Bush im Juni 2004.[23]

Ehrungen und Auszeichnungen

Das US-Magazin TIME kĂŒrte Johannes Paul II. 1994 zum Mann des Jahres. Im Jahr 2003 war Johannes Paul II. fĂŒr den Friedensnobelpreis nominiert.[24] Am 24. MĂ€rz 2004 wurde ihm in Rom der außerordentliche Karlspreis der Stadt Aachen fĂŒr seinen Einsatz fĂŒr Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa verliehen. 2004 erhielt er den EuropĂ€ischen Friedenspreis der Stiftung fĂŒr Ökologie und Demokratie in Anerkennung seines Engagements fĂŒr den Weltfrieden und seines Beitrages am Zusammenbruchs des Kommunismus und des Falls der deutsch-deutschen Mauer. Im Juni 2004 verlieh George W. Bush ihm die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Er ist EhrenbĂŒrger von Stettin [25] und Warschau.

Postume WĂŒrdigung

Beisetzung

Requiem am 8. April 2005

Nach dem Tod des Papstes kam es, begleitet von einer umfangreichen Berichterstattung der Medien, zu Versammlungen in vielen grĂ¶ĂŸeren Metropolen und schließlich zu einer riesigen Pilgerbewegung nach Rom, wo am Abend des 4. April 2005 der Leichnam aufgebahrt wurde. Bereits wĂ€hrend des ersten Tages erwiesen eine halbe Million Menschen dem verstorbenen Papst die letzte Ehre.

Zu den Exequien am 8. April 2005 auf dem Petersplatz kamen 3,5 Millionen Pilger nach Rom, viele davon aus Polen. 200 Staats- und Regierungschefs und hohe geistliche Vertreter verschiedener Religionen wohnten der Feier bei. Zu den GĂ€sten zĂ€hlten unter anderem der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel BartholomĂ€us I., der Metropolit von Smolensk und Kaliningrad als Vertreter des Außenamtes der Russisch-Orthodoxen Kirche sowie der Papst der Koptischen Kirche.

Die Exequien auf dem Petersplatz wurden vom Dekan des Kardinalskollegiums, dem deutschen Kardinal Joseph Ratzinger, zelebriert, der wenige Tage spĂ€ter zum Nachfolger Johannes Pauls II. gewĂ€hlt wurde (Benedikt XVI.). In seiner Predigt wĂŒrdigte er das Leben und das Pontifikat Karol WojtyƂas. Die Exequien und das Heraustragen des Sarges wurden von Akklamationen der Pilger begleitet. Sprechchöre und SpruchbĂ€nder zahlreicher Pilger forderten die sofortige Heiligsprechung Johannes Pauls II. Es war eine der grĂ¶ĂŸten kirchlichen BegrĂ€bnisfeiern in der Geschichte des Christentums.

Erste RuhestÀtte Johannes Pauls II. (2005 bis 2011)

Johannes Paul II. wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Papstgruft des Petersdoms an der Stelle beigesetzt, die bis zu dessen Umbettung 2001 GrabstĂ€tte Johannes XXIII. gewesen war. Vor und nach dem Tod Johannes Pauls II. hatte es GerĂŒchte gegeben, der Papst wolle in seiner polnischen Heimat beigesetzt werden. Auch ĂŒber die ÜberfĂŒhrung seines Herzens nach Polen wurde spekuliert. Die Entscheidung ĂŒber die BestattungsumstĂ€nde ĂŒberließ er in seinem Testament jedoch dem Kardinalskollegium, das sich fĂŒr die Beisetzung in Rom entschied.

Seligsprechungsprozess

Wenige Wochen nach dem Tod des Papstes, am 13. Mai 2005, dem Jahrestag des Attentats von 1981, gab Papst Benedikt XVI. die Absicht bekannt, den Seligsprechungsprozess baldmöglichst einzuleiten. Er setzte fĂŒr diese Entscheidung die kirchenrechtlichen Bestimmungen außer Kraft, nach denen dieser Prozess frĂŒhestens fĂŒnf Jahre nach dem Tod des Betreffenden eröffnet werden soll. So war es möglich, den Prozess bereits am 28. Juni 2005 in der feierlichen Vesper zum Hochfest Petrus und Paulus in der Lateranbasilika zu eröffnen. FĂŒr die DurchfĂŒhrung des Seligsprechungsprozesses war die Diözese Rom verantwortlich.

Kurz vor dem ersten Todestag beendete das Krakauer Tribunal seine Untersuchungen ĂŒber das Leben des Papstes bis zu seiner Wahl. Anschließend begann ein Tribunal in Rom mit der Aufarbeitung seines Pontifikats. Als das fĂŒr die Seligsprechung erforderliche Wunder kam die Spontanheilung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre von der Parkinson-Krankheit in Frage.

Der auf diözesaner Ebene ablaufende Teil des Seligsprechungsprozesses wurde am 2. April 2007 in der Lateranbasilika abgeschlossen. Die dabei gesammelten Dokumente wurden von der vatikanischen Kommission ausgewertet, insbesondere wurde das angebliche Wunder auf seine GlaubwĂŒrdigkeit ĂŒberprĂŒft.[26] Am 19. Dezember 2009 wurde ihm der Ehrentitel „EhrwĂŒrdiger Diener Gottes“ (Venerabilis Dei servus) zuerkannt, der als Vorstufe zur Seligsprechung gilt. Hierdurch wurde sein heroischer Tugendgrad festgestellt. [27][28]

Der Seligsprechungsprozess geriet 2010 ins Stocken. Die nahe und freundschaftliche Verbindung des Papstes zum nachweislich pĂ€dokriminellen Marcial Maciel, dem OrdensgrĂŒnder der LegionĂ€re Christi, wurden zum Hindernis des Verfahrens, wie Berichte der internationalen Presse[29][30] darlegten. Demnach hat Papst Johannes Paul II. den Ordensmann noch gelobt und gefördert, als dessen sexuellen Übergriffe an minderjĂ€hrigen Kindern bereits bekannt gewesen sein sollen. Erst sein Nachfolger Benedikt XVI. hat den Machenschaften des OrdensgrĂŒnders ein Ende gesetzt.

Am 14. Januar 2011 teilte der PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato, in Rom mit, dass Papst Johannes Paul II. am 1. Mai 2011 seliggesprochen werden soll.

Seligsprechung

Seligsprechung des Papstes Johannes Paul II.

Am 1. Mai 2011 sprach Papst Benedikt XVI. bei einer feierlichen Heiligen Messe auf dem Petersplatz Papst Johannes Paul II. selig und nahm ihn in das Verzeichnis der Heiligen und Seligen auf. Nach dem Seligsprechungsritus brachten zwei Ordensschwestern, eine davon Marie Simon-Pierre, deren Heilung im Seligsprechungsprozess als Wunder auf die FĂŒrsprache des Seligen anerkannt worden war, ein Reliquar mit einer Ampulle, die etwas Blut von Johannes Paul II. enthĂ€lt, zum Altar. Unter den hunderttausenden Menschen auf dem Petersplatz waren etwa 90 hochrangige Delegationen aus aller Welt, darunter zahlreiche StaatsprĂ€sidenten, sowie Vertreter von KönigshĂ€usern. Pilger, die auf dem Petersplatz keinen Platz mehr fanden, verfolgten die Seligsprechung auf GroßleinwĂ€nden in der italienischen Hauptstadt. Insgesamt kamen etwa 1,5 Millionen Pilger nach Rom. Bereits vor der Messe war der Sarg Johannes Pauls II. vor der Confessio im Petersdom aufgebahrt worden. Papst Benedikt XVI. betete dort nach dem Gottesdienst fĂŒr kurze Zeit, danach hatten die GlĂ€ubigen Gelegenheit, am Sarg vorbeizudefilieren. Bis zum Abend des 2. Mai 2011 zĂ€hlte man 350.000 [31] Menschen, die den Sarg besucht hatten. Der schlichte Holzsarg mit den sterblichen Überresten Papst Johannes Pauls II. wurde anschließend in einer kurzen Zeremonie in der Sankt-Sebastianus-Kapelle im rechten Seitenschiff des Petersdoms beigesetzt. Als Gedenktag in der Liturgie der römisch-katholischen Kirche (zunĂ€chst in den Regionalkalendern fĂŒr Polen und die Stadt Rom) wurde der 22. Oktober, der Tag seiner Inthronisation im Jahre 1978, festgesetzt.

Kritik an der Seligsprechung

Die Seligsprechung wird von Vertretern von Opfern kirchlichen sexuellen Missbrauchs wie SNAP und netzwerkB kritisiert.[32] Norbert Denef Ă€ußerte zur Seligsprechung: „Nicht nur fĂŒr mich persönlich, sondern weltweit fĂŒr viele Opfer, die als MĂ€dchen und Jungen in der Amtszeit Papst Johannes Pauls II. missbraucht wurden, ist diese Seligsprechung Salz in ihren tiefen, noch immer frischen Wunden. Auch wĂ€hrend seines Pontifikats wurden Verbrechen nicht nur in Deutschland, sondern in vielen anderen LĂ€ndern, darunter den USA und Mexiko, vertuscht und verschwiegen. Anstatt einen toten Papst seligzusprechen, sollte die Kirche den Opfern helfen.“[33][34]

Hans KĂŒng warf ihm vor, in innerkirchlichen Angelegenheiten „die Menschenrechte von Frauen und Theologen unterdrĂŒckt“ zu haben; „der zwiespĂ€ltigste Papst des 20. Jahrhunderts“ tauge nicht als Vorbild.[35]

Bernard Fellay von der Priesterbruderschaft St. Pius X. und andere Ultrakonservative kritisieren vor allem die „Àrgerniserregendsten“ Unternehmungen Johannes Pauls II. wie „KĂŒssen des Korans“ am 14. Mai 1999 und seine „zahlreichen Zeremonien der Vergebungsbitte" wie die Mea culpa vom 12. MĂ€rz 2000.[36]

Robert Leicht kritisiert das Außerkraftsetzen der ĂŒblichen FĂŒnfjahresfrist und Ă€ußert Kritik an dem zur BegrĂŒndung herangezogenen Wunder.[37]

Verfilmungen

Das Leben von Johannes Paul II. wurde mehrfach verfilmt:

Schriften

BĂŒcher und Musik

  • Jeremiasz. Drama, 1940, deutsche Ausgabe: Jeremia. Ein nationales Drama in drei Teilen. Bonifatius Verlag, Paderborn 1991, ISBN 3-87088-922-5
  • Doctrina de fide apud S. Joannem a Cruce. Dissertation, 1948, deutsche Ausgabe: Der Glaube bei Johannes vom Kreuz. Verlag Christliche Innerlichkeit, Wien 1998, ISBN 3-901797-05-X
  • Liebe und Verantwortung (ĂŒber Ehe, Familie und SexualitĂ€t), 1960, deutsche Neuausgabe Kleinhain 2. Aufl. 2010 (Verlag St. Josef), ISBN 978-3-901853-14-2
  • Der Laden des Goldschmieds. Szenische Meditationen ĂŒber Liebe und Ehe, 1960, deutsche Neuausgabe Herder Verlag 1983, ISBN 978-3-451-18875-6
  • Person und Tat, 1969, dt. Freiburg-Basel-Wien 1981, ISBN 3-451-18709-4
  • Römisches Triptychon. Meditationen, 2003, Vatikanischer Verlag (in italienischer Sprache), ISBN 88-209-7451-7
  • Sehnsucht nach GlĂŒck, 2003, Herder-Verlag, Freiburg
  • Auf, lasst uns gehen!, 2004, ISBN 3-89897-045-0
  • Versöhnung zwischen den Welten, Im GesprĂ€ch mit den Religionen, 2004, ISBN 978-3-87996-590-8
  • Erinnerung und IdentitĂ€t – GesprĂ€che an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden, 2005, ISBN 3-89897-170-8
  • Das Musikalbum AbbĂ  Pater[38]
  • Wer ist der Mensch? Skizzen zur Anthropologie, eingeleitet und ĂŒbersetzt von Hanns-Gregor Nissing, Pneuma Verlag, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-942013-06-2

Enzykliken

Literatur

Weblinks

 Commons: Johannes Paulus II â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Kategorie:Papst Johannes Paul II. â€“ in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. ↑ Lautschrift: [ˈkarɔl ˈjuzɛf vɔjˈtÉšuÌŻa]; Aussprache?/i
  2. ↑ http://news.orf.at/stories/2036343/2036336/ Seligsprechung in Rekordzeit" in orf.at
  3. ↑ Gerhard Knauck: Einen zweiten solchen Menschen zu finden ist schwer, in: Die Welt vom 4. April 2005
  4. ↑ 20 Minuten: Papst ĂŒber 100 Mal aus dem Vatikan abgehauen. 27. Januar 2007
  5. ↑ http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/05/13.jhtml - http://www.liborius.de/specials/erinnerungen-an-papst-johannes-paul-ii/johannes-paul-ii-das-attentat.html
  6. ↑ http://storico.radiovaticana.org/ted/storico/2005-03/31957.html
  7. ↑ Stationen im Leben von Papst Johannes Paul II.
  8. ↑ Seite 458 ff.: EXTREMA AEGROTATIO, OBITUS, FUNEBRIA (Letzte Krankheit, Tod, Bestattungsfeiern) in italienischer Sprache, deutschsprachige Wiedergabe. Auf Seite 475 ff. ist das Testament Jahannes Pauls in polnischer Sprache abgedruckt.
  9. ↑ http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html
  10. ↑ Johannes Paul II.: Botschaft zur Feier des Weltfriedenstags 1990, 8. Dezember 1989
  11. ↑ Johannes Paul II.: UNTERZEICHNUNG DER „ERKLÄRUNG VON VENEDIG“, 10. Juni 2002
  12. ↑ http://www.epochtimes.de/articles/2005/04/03/2043.html
  13. ↑ http://tibetfocus.com/gm/archives/00000170.html
  14. ↑ http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2973038,00.html?maca=de-teaser_top_stories-212-rdf
  15. ↑ http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/JohannesPaulII/index.html
  16. ↑ Ansprache wĂ€hrend des Ökumenischen Treffens
  17. ↑ Chronicle of World Youth Days. Abgerufen am 28. April 2011.
  18. ↑ Parade der Gratulanten in Polen ( NZZ Online). Abgerufen am 28 April 2011.
  19. ↑ Alla Delegazione del sindacato indipendente ed autonomo polacco Solidarnosc, 15 gennaio 1981, Giovanni Paolo II. Abgerufen am 28. April 2011.
  20. ↑ Die Reisen des Papstes nach Polen. Abgerufen am 28 April 2011.
  21. ↑ a b c Alexander Schwabe: RevolutionĂ€r nach außen, Traditionalist nach innen. Nachruf auf Spiegel.de
  22. ↑ "Der Papst versteht mich nicht!" Wir sind Kirche; Abgerufen am 19. September 2011
  23. ↑ http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/18/0,3672,2133010,00.html
  24. ↑ 09.10.2003 Friedensnobelpreis: Johannes Paul II. oder Vaclav Havel?. Abgerufen am 28. April 2011.
  25. ↑ Die EhrenbĂŒrger von Stettin / Szczecin. Abgerufen am 28. April 2011.
  26. ↑ http://www.tagesschau.de/ausland/meldung44160.html (nicht mehr online verfĂŒgbar)
  27. ↑ Heroischer Tugendgrad von Johannes Paul II. und Pius XII. anerkannt! – kath.net-Meldung
  28. ↑ Vatikan: Keine „AbkĂŒrzung“ fĂŒr Johannes Paul II. – Radio Vatikan
  29. ↑ Frankfurter Rundschau vom 16. Oktober 2010: Eine unselige Verbindung
  30. ↑ NDR Radiosendung vom 1. August 2010 (ARD Mediathek): LegionĂ€re Christi
  31. ↑ Presseamt des Vatikan
  32. ↑ Pressemitteilung: Betroffene zur Seligsprechung von Johannes Paul II. netzwerkB, SNAP; 28. April 2011 (online)
  33. ↑ Norbert Denef: Beten statt helfen. Wie Papst Johannes Paul mir einen niederschmetternden Brief schrieb. In: Die Zeit, 28. April 2011 (online)
  34. ↑ Vatikan: Missbrauchsopfer kritisieren Seligsprechung von Johannes Paul II. In: Der Spiegel, 28. April 2011 (online)
  35. ↑ MZ-Web.de 28. April 2011
  36. ↑ http://www.dici.org/en/documents/brief-an-die-freunde-und-wohltater-nr-78/ - http://www.remnantnewspaper.com/2011-0331-statement-of-reservations-beatification.htm
  37. ↑ Robert Leicht: Wieso gerade ein Papst?. In: Die Zeit, 28. April 2011 (online)
  38. ↑ http://www.abbapater.com/


VorgÀnger Amt Nachfolger
Johannes Paul I. Papst
1978–2005
Benedikt XVI.


VorgÀnger Amt Nachfolger
Eugeniusz Baziak Erzbischof von Krakau
1963–1978
Franciszek Kardinal Macharski

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