Johnny Russell


Johnny Russell

Johnny Russell (* 23. Januar 1940 in Sunflower, Mississippi; † 3. Juli 2001) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter.

Inhaltsverzeichnis

Anfänge

Johnny wuchs im ländlichen Mississippi auf, wo er seit frühester Kindheit intensiv mit Country-Musik in Berührung kam. Als er elf Jahre alt war, zog seine Familie nach Fresno, Kalifornien. Er nahm erfolgreich an Talentwettbewerben teil und arbeitete bei einer lokalen Radiostation als Diskjockey. Es folgten Auftritte in der örtlichen Clubszene.

1958 nahm er eine Single mit einem selbst geschriebenen Song auf: In A Mansion Stands My Love. Chet Atkins wählte diesen Titel als B-Seite der Jim Reeves Single He'll Have To Go aus, die zu einem Riesenhit wurde.

Karriere

Russell konnte seine neu gewonnenen Popularität zunächst nicht in Schallplattenerfolge umsetzen und konzentrierte sich deshalb auf das Schreiben von Songs. Sein endgültiger Durchbruch als Songwriter gelang 1963, als sein Act Naturally von Buck Owens interpretiert zu einem Nummer-1-Hit wurde. Bemerkenswerterweise nahmen wenig später sogar die Beatles dieses Stück auf. Auch andere waren mit seinen Liedern erfolgreich, darunter etablierte Stars wie Loretta Lynn, Del Reeves oder Patty Page.

1971 unternahm er einen weiteren Anlauf als Interpret und unterschrieb bei RCA einen Schallplattenvertrag. Seine erste Top-20-Platzierung gelang 1973 mit Catfish John. Im gleichen Jahr erreichte er mit Rednecks, White Socks And Blue Ribbon Beer seinen größten Erfolg. Die Single rückte bis auf Platz Vier der Country-Charts vor und gilt als sein bekanntester Song. In den folgenden Jahren gelang es ihm nur selten, über die mittlere Region der Top-100 hinauszukommen.

1980 wechselte er zum Mercury Label, aber auch hier verkauften sich seine Platten nicht sonderlich gut. Andere Interpreten dagegen waren mit seinen Songs erfolgreicher. 1982 schafften die Statler Brothers mit seinem You'll Be Back (Every Night In My Dream) und 1984 George Strait mit Let's Fall To Pieces Together Top-Hits. Johnny Russell wurde 1985 Mitglied der Grand Ole Opry, wo er sowohl als Sänger als auch als Komiker auftrat.

Der stark übergewichtige Musiker wurde aber zunehmend durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt. Er litt an Diabetes und hatte Ende der achtziger Jahre mehrere Herzinfarkte. Hinzu kam eine Leukämie-Erkrankung, an der er am der er am 3. Juli 2001 starb.

Diskografie (Alben)

  • 1971 - Mr. & Mrs. Untrue
  • 1973 - Rednecks, White Socks And Blue Ribbon Beer
  • 1974 - She's In Love With A Rodeo Man
  • 1975 - Here Comes Johnny Russell

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Johnny Russell — John Bright Johnny Russell (born January 23, 1940, Sunflower County, Mississippi; died July 3, 2001, Nashville, Tennessee) was an American country singer, songwriter, and comedian famous for his song Act Naturally, which was made famous by Buck… …   Wikipedia

  • Johnny Russell — John Bright Russell, plus connu sous le nom de Johnny Russel (23 janvier 1940 3 juillet 2001) est un compositeur de musique country américain qui a travaillé avec de nombreux artistes. Il est notamment célèbre pour la chanson… …   Wikipédia en Français

  • Johnny Russell (disambiguation) — Johnny Russell may refer to:*Johnny Russell, American country singer *Johnny Russell (footballer) *Johnny Russell (saxophonist)ee also*John Russell disambiguation …   Wikipedia

  • Johnny Russell (saxophonist) — John W. Johnny Russell (June 4, 1909, Charlotte, North Carolina July 26, 1991, New York City) was an American jazz tenor saxophonist.Russell was raised in New York, and began on violin at age nine, later picking up saxophone and clarinet. He… …   Wikipedia

  • Johnny Russell (footballer) — Football player infobox playername = Johnny Russell fullname = height = height|ft=5|in=10 dateofbirth = Birth date and age|1990|4|8|df=y cityofbirth = countryofbirth = Coatbridge,Scotland currentclub = Forfar Athletic (on loan from Dundee United) …   Wikipedia

  • Russell (Name) — Russell oder Russel ist ein im englischsprachigen Raum häufiger Vor und Familienname Namensträger Vorname Russell Alexander Alger (1836–1907), US amerikanischer Politiker Robert Russell Bennett (1894–1981), US amerikanischer Komponist Russell… …   Deutsch Wikipedia

  • Russell Crowe — at Piccadilly Circus in London during filming of A Good Year, October 2005 Born Russell Ira Crowe 7 April 1964 (1964 04 07) …   Wikipedia

  • Russell Procope — (* 11. August 1908 in New York City; † 21. Januar 1981 daselbst) war ein US amerikanischer Jazz Klarinettist und Altsaxophonist, bekannt für seine lange Mitgliedschaft in Duke Ellingtons Orchester, wo er neben Jimmy Hamilton auch als Solo… …   Deutsch Wikipedia

  • Johnny Appleweed — is a musical political satire of American politics, religion, sexuality, and drugs at the turn of a new millennium. With songs like Cannabis Dei, I Tapped That Ass, What Would Jesus Do? , A Prayer for Wal Mart, and F**king Up America, the show… …   Wikipedia

  • Russell Garcia — Russell „Russ“ Garcia (* 12. April 1916 in Oakland, Kalifornien; † 19. November 2011[1]) war ein US amerikanischer Komponist, Arrangeur und Dirigent …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.