Jörg Haider

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Jörg Haider
Jörg Haider vor einem Fernsehduell zur Nationalratswahl 2008

Jörg Haider (* 26. JĂ€nner 1950 in Bad Goisern, Oberösterreich; † 11. Oktober 2008 in Lambichl, Gemeinde Köttmannsdorf, KĂ€rnten) war ein österreichischer Politiker des sogenannten dritten Lagers. Haider war zwischen 1971 und 1975 Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend und von 1986 bis 2000 Vorsitzender der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Im April 2005 spalteten sich unter seiner FederfĂŒhrung zahlreiche FunktionĂ€re von der FPÖ ab und grĂŒndeten die Partei BĂŒndnis Zukunft Österreich (BZÖ). Er war von 1989 bis 1991 sowie von 1999 bis zu seinem Tod Landeshauptmann von KĂ€rnten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Bildung

Elternhaus

Haiders Eltern, die 1945 heirateten, kamen aus unterschiedlichen Bildungsschichten. Sein Vater Robert Haider war Schuhmacher, die Mutter Dorothea Haider, geborene Rupp, die Tochter eines GynĂ€kologen und Primararztes am Linzer Allgemeinen Krankenhaus. Beide waren ĂŒberzeugte Nationalsozialisten. Robert Haider war bereits in den 1930er-Jahren ein „Illegaler“, das heißt Mitglied der zu jener Zeit in Österreich verbotenen NSDAP. Er floh ĂŒber die Grenze ins Deutsche Reich, trat dort der paramilitĂ€rischen Österreichischen Legion der SA bei und war aktiv am nationalsozialistischen Juliputsch von 1934 beteiligt. Nach dem „Anschluss“ 1938 war er zunĂ€chst Gaujugendwalter der Deutschen Arbeitsfront in Linz. Im Zweiten Weltkrieg wurde er an der West- und Ostfront mehrfach verwundet und kehrte als Leutnant in die Heimat zurĂŒck. Die Mutter war Bund-Deutscher-MĂ€del-FĂŒhrerin. Nach der Befreiung 1945 musste Robert Haider MassengrĂ€ber fĂŒr die zuvor von der SS im KZ Ebensee Ermordeten ausheben. Als ehemaliger nationalsozialistischer FunktionĂ€r wurde er von den Alliierten ins Internierungslager Glasenbach gebracht und war als „Illegaler“ von den Entnazifizierungsgesetzen der ersten Nachkriegsjahre besonders betroffen. Im Zuge des neuen Nationalsozialistengesetzes 1947 wurden er und seine Frau als „minderbelastet“ eingestuft. Haider senior fand Arbeit in einer Schuhfabrik und wurde spĂ€ter freiheitlicher ParteisekretĂ€r fĂŒr den Bezirk Gmunden.[2] Politisch waren die Eltern weiterhin dem nationalistischen Lager verbunden, was sich unter anderem darin niederschlug, dass sie den letzten Obmann der Großdeutschen Partei Österreichs und Reichstagsabgeordneten der NSDAP Hermann Foppa als Taufpaten fĂŒr ihren Sohn Jörg auswĂ€hlten.[3]

Jugend und Ausbildung

Jörg Haider besuchte von 1956 bis 1960 die Volksschule in Bad Goisern und anschließend bis 1968 das Gymnasium in Bad Ischl, wo er auch bei der schlagenden SchĂŒlerverbindung Albia aktiv war. Nach der Matura leistete er 1968–69 seinen MilitĂ€rdienst als EinjĂ€hrig-Freiwilliger. Sein Entlassungsdienstgrad war der ĂŒbliche Wachtmeister (E-5).

Anschließend inskribierte Haider die Studienrichtungen Rechtswissenschaften und Staatswissenschaften an der UniversitĂ€t Wien[4], wo er 1973 bei GĂŒnther Winkler zum Doktor der Rechte promovierte.[5] WĂ€hrend dieser Zeit war er in der fakultativ schlagenden Burschenschaft Silvania Wien aktiv, in der er nach dem Studium weiterhin als Alter Herr Mitglied war.[6] Danach arbeitete er unter anderem mit Peter Kostelka (SPÖ) bis 1976 als UniversitĂ€tsassistent am Institut fĂŒr Staats- und Verwaltungsrecht der UniversitĂ€t Wien unter GĂŒnther Winkler.

Politische Karriere

Haider fungierte im Laufe seiner Karriere in verschiedenen Positionen innerhalb der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), unter anderem fĂŒr 14 Jahre als Parteichef. Unter seiner FĂŒhrung erlebte die FPÖ ein stetiges Steigen in der WĂ€hlergunst, die ihren Zenit bislang bei den Nationalratswahlen 1999 erreichte. Die FPÖ wurde außerdem zur stimmenstĂ€rksten Partei in KĂ€rnten. Allerdings wird Haider auch als hauptverantwortlich fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Wahlniederlage in der österreichischen Parteiengeschichte angesehen (Verlust von fast zwei Dritteln der WĂ€hlerstimmen bei der Nationalratswahl 2002). Seine Politik sorgte im Laufe der Zeit fĂŒr zahlreiche Kontroversen und fĂŒhrte zum Parteiaustritt einer großen Zahl von Parteimitgliedern.

AnfĂ€nge (1966–1985)

Erste öffentliche Aufmerksamkeit gewann Haider 1966, als er sich an einem Redewettbewerb des als deutschnational eingestuften Österreichischen Turnerbundes in Innsbruck beteiligte. Er gewann mit einem Beitrag mit dem Titel „Sind wir Österreicher Deutsche?“.[7] Haiders politische Karriere in der FPÖ begann als Vorsitzender (Funktionsbezeichnung: BundesjugendfĂŒhrer) des Rings Freiheitlicher Jugend in den Jahren 1971 bis 1975.

1976 wurde Jörg Haider ParteisekretĂ€r in KĂ€rnten, 1979 zog er als damals jĂŒngster Abgeordneter fĂŒr die FPÖ in den österreichischen Nationalrat ein.[4] Als die SPÖ 1983, nach dem Verlust der absoluten Mehrheit, eine Koalition mit der FPÖ bildete, hatte er Ambitionen auf das Amt des Sozialministers, wurde aber schließlich Obmann der betont deutschnationalen KĂ€rntner FPÖ. In dieser Funktion kritisierte er in den Folgejahren hĂ€ufig den liberaleren FlĂŒgel der FPÖ um Vizekanzler und Bundesparteiobmann Norbert Steger. Die FPÖ KĂ€rnten konnte als einzige FPÖ-Landesorganisation bei Landtagswahlen (1984) StimmenzuwĂ€chse verbuchen.

Politischer Aufstieg (1986–1999)

Mit Hilfe des deutschnationalen FlĂŒgels gelang es ihm am 13. September 1986 bei einem Parteitag in Innsbruck, Steger als Vorsitzenden der FPÖ abzulösen.[4] Auf diesen FĂŒhrungswechsel hin kĂŒndigte Bundeskanzler Franz Vranitzky die Koalition mit den Freiheitlichen auf. Bei den darauf folgenden Nationalratswahlen konnte die FPÖ vor allem dank Haider ihr Ergebnis verdoppeln. Hauptthemen seiner Wahlreden waren Privilegienabbau und Kritik an den herrschenden politischen VerhĂ€ltnissen. Im Inlandsreport bezeichnete er die österreichische Nation als eine „ideologische Missgeburt“.[8]

1989 wurde er nach mehr als 13 Prozent Zugewinnen bei der Landtagswahl mit UnterstĂŒtzung der ÖVP-Abgeordneten zum Landeshauptmann von KĂ€rnten gewĂ€hlt.[4] Nach einem Misstrauensantrag von ÖVP und SPÖ verlor er dieses Amt 1991 wieder. Anlass fĂŒr den Misstrauensantrag war eine Äußerung Haiders in einer Debatte ĂŒber Arbeitslosigkeit im KĂ€rntner Landtag am 13. Juni 1991: „Na, das hat’s im Dritten Reich nicht gegeben, weil im Dritten Reich haben sie ordentliche BeschĂ€ftigungspolitik gemacht, was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt. Das muss man auch einmal sagen.“[9] SpĂ€ter entschuldigte er sich fĂŒr diese Äußerung.[10]

Nach seiner Abwahl in KĂ€rnten wurde Haider wieder Klubobmann der FPÖ im Parlament. Die Partei konnte in der Folge bei einer Reihe von Landtagswahlen deutliche Zugewinne verzeichnen, zum Teil sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Obwohl Jörg Haider und die FPÖ bis etwa 1993 den Beitritt Österreichs zur damaligen EuropĂ€ischen Gemeinschaft befĂŒrworteten, sprachen sich die FPÖ und Haider spĂ€ter gegen den Beitritt aus. Haider galt bis zum Ende als erklĂ€rter EU-Skeptiker. Anders als die FPÖ sprach er sich selbst jedoch fĂŒr einen Beitritt der TĂŒrkei zur EuropĂ€ischen Union aus.

Am 15. MĂ€rz 1999 gewann die FPÖ mit Haider als Spitzenkandidat mit einem Stimmenanteil von 42,09 % die Wahl zum KĂ€rntner Landtag. Die FPÖ wurde damit erstmals die stimmenstĂ€rkste Partei in einem Bundesland. Am 8. April 1999 wurde Haider nur mit den Stimmen der FPÖ-Abgeordneten zum zweiten Mal zum Landeshauptmann gewĂ€hlt.[4]

Bei den Nationalratswahlen im selben Jahr wurde die FPÖ unter seiner FĂŒhrung hinter der SPÖ nach Stimmen zweitstĂ€rkste Partei – nach Stimmen knapp vor der ÖVP, bei Gleichstand an Mandaten. ÖVP und FPÖ bildeten eine Regierungskoalition mit ÖVP-Obmann Wolfgang SchĂŒssel als Kanzler (Bundesregierung SchĂŒssel I). Dies löste internationale Proteste aus, da die FPÖ mit Haider im Ausland teilweise als rechtsextreme Partei angesehen wurde. Die Regierungen der anderen EU-Staaten stellten diplomatische und politische Kontakte mit Österreich vorĂŒbergehend ein („Sanktionen“). Auf den Straßen Wiens kam es zu regelmĂ€ĂŸigen Demonstrationen von Gegnern der Regierungskoalition, den Donnerstagsdemonstrationen. Auch im Ausland wurde gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ unter Jörg Haider demonstriert.

RĂŒckzug in die Landespolitik (2000–2008)

Jörg Haider (2006)
Jörg Haider (2007)

Im Jahr 2000 war Haider an der Bildung einer Koalitionsregierung zwischen ÖVP und FPÖ in Österreich maßgeblich beteiligt, was international aufgrund verschiedener fremdenfeindlicher und antisemitischer Äußerungen Haiders zu erheblichen Protesten bis hin zu diplomatischen Sanktionen durch die damals 14 ĂŒbrigen Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union (nicht jedoch der EU selbst) sowie der Tschechischen Republik fĂŒhrte. Im Februar 2000 trat Haider ĂŒberraschend von seinem Posten als FPÖ-Vorsitzender zurĂŒck, bestritt jedoch, sich damit den internationalen Protesten gebeugt zu haben. Auch ohne offizielles bundespolitisches Amt, als „einfaches Parteimitglied“ (laut Eigendefinition) hatte er immer noch erheblichen Einfluss auf die Bundespartei und die FPÖ-Regierungsmitglieder.

Jörg Haider pflegte intensive Kontakte mit nahöstlichen Politikern: Mit Saif al-Islam al-Gaddafi, dem Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, verband Haider eine lange persönliche Freundschaft. Am Faschingsdienstag des Jahres 2002 reiste Jörg Haider nach Bagdad, um mit Saddam Hussein zusammenzutreffen. SpĂ€ter in diesem Jahr kritisierte Jörg Haider seine Partei aufgrund der Verschiebung einer Steuerreform heftig und löste damit einen FPÖ-internen Machtkampf aus. Dieser fand seinen Höhepunkt bei der außerordentlichen Knittelfelder FPÖ-Delegiertenversammlung, als ein Kompromisspapier öffentlich zerrissen wurde. In der Folge der Ereignisse traten Parteiobfrau und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler zurĂŒck.

Haider wollte den Parteivorsitz wieder ĂŒbernehmen, zog sich jedoch innerhalb weniger Tage wieder zurĂŒck, da angeblich Attentatsdrohungen gegen ihn und seine Familie vorlĂ€gen. Neuwahlen wurden anberaumt, bei denen Haider als Spitzenkandidat jedoch nicht zur VerfĂŒgung stand. Stattdessen wurde Herbert Haupt Vorsitzender. WĂ€hrend Haupt sich fĂŒr ein Fortbestehen der Koalition mit der ÖVP einsetzte, war Haider dagegen. Aufgrund der großen Stimmen- und Mandatsverluste bei der Nationalratswahl 2002, fĂŒr die ihm die Hauptverantwortung zugeschrieben wurde, kĂŒndigte er seinen RĂŒcktritt als KĂ€rntner Landeshauptmann an. Er setzte diesen jedoch nicht in die RealitĂ€t um.

In seiner Funktion als Landeshauptmann war er Mitglied des Österreich-Konvents. Bei den KĂ€rntner Landtagswahlen am 7. MĂ€rz 2004 gelang es Haiders FPÖ, wieder die relative Mehrheit zu erringen. Laut offiziellem Endergebnis kam die FPÖ auf 42,5 Prozent, die SPÖ auf 38,4, die ÖVP auf 11,6 und die GrĂŒnen auf 6,7 Prozent. In der konstituierenden Landtagssitzung vom 31. MĂ€rz 2004 wurde Haider – erstmals mit der UnterstĂŒtzung sowohl der SPÖ (durch Anwesenheit) als auch der ÖVP (durch aktive Ja-Stimmen) – wieder zum Landeshauptmann gewĂ€hlt und schloss ein ArbeitsĂŒbereinkommen mit der SPÖ.

Als die FPÖ bei den Wahlen zum Europaparlament abermals eine deutliche Niederlage erlitt, wurde Haider von zahlreichen Parteimitgliedern aufgefordert, erneut die Obmannschaft zu ĂŒbernehmen, was er jedoch zur allgemeinen Überraschung ablehnte. Stattdessen trat seine Schwester Ursula Haubner an die Parteispitze.

GrĂŒndung des „BĂŒndnis Zukunft Österreich“ (2005)

Jörg Haider bei einer Veranstaltung des BZÖ (2006)

Nach der Wahlniederlage bei den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen am 6. MĂ€rz 2005 (RĂŒckgang auf 3,3 %) schlug Haider eine NeugrĂŒndung der FPÖ als „lĂ€ssige, flotte und junge“ Partei vor, deren FĂŒhrung er „im Notfall“ auch wieder zu ĂŒbernehmen bereit wĂ€re. Als dieser Vorschlag innerparteilich nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß, und sich bei einem fĂŒr den 23. April anberaumten Parteitag eine Kampfabstimmung gegen den Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache abzeichnete, gab er am 4. April 2005 die GrĂŒndung der neuen Partei BZÖ bekannt und kĂŒndigte an, deren erster Vorsitzender werden zu wollen. Daraufhin wurde er am 7. April 2005 vom Interimsobmann der FPÖ Hilmar Kabas aus der FPÖ ausgeschlossen. Als Konsequenz der neuen ParteigrĂŒndung verlor die FPÖ ihr Regierungsteam und einen Großteil der Abgeordneten. Das BZÖ ĂŒbernahm Teile des FPÖ-Parteiprogramms und greift zum Beispiel den „RĂ€uber-Kapitalismus der Globalisierung“ an, lobt die „Flat Tax“ und befĂŒrwortet die Förderung sowohl des „Klein- und Mittelstandes“ als auch des „kleinen Mannes“.

Bei der ersten Wahlteilnahme des BZÖ bei der Landtagswahl in der Steiermark 2005 erreichte die Partei 1,7 % der Stimmen (FPÖ: 4,6 %) und verfehlte damit den Einzug in den Landtag. Zu den kurz darauf folgenden Landtagswahlen im Burgenland am 9. Oktober 2005 trat das BZÖ nicht an. Bei den Landtagswahlen in Wien am 23. Oktober 2005 entfielen 1,2 % der Stimmen auf das BZÖ, das somit auch in der Bundeshauptstadt nicht in den Landtag (hier: Gemeinderat) gewĂ€hlt wurde.

Haider gab nach der zweiten regionalen Niederlage die GeschĂ€fte des Bundesparteiobmanns an Hubert Gorbach ab, behielt aber de facto die FĂŒhrung auf Bundesebene und wurde gleichzeitig am 25. November Obmann des KĂ€rntner BZÖ. Die Positionierung des BZÖ in der österreichischen Parteienlandschaft wurde nach wie vor entscheidend von Haider mitgestaltet. Nach einem koalitionsinternen Streit um die Sozialpolitik zerbrach die Koalition zwischen BZÖ und SPÖ in der KĂ€rntner Landesregierung am 28. Februar 2006.

Am 23. Juni 2006 wurde er von seinem langjĂ€hrigem WeggefĂ€hrten Peter Westenthaler bei einem Bundeskonvent in Salzburg als Obmann des BZÖ abgelöst. Westenthaler ĂŒbernahm auch die Parteiagenden von Hubert Gorbach. Bei der Nationalratswahl im Oktober 2006 schaffte das BZÖ den Einzug in den Nationalrat. Ausschlaggebend war dafĂŒr allein das Ergebnis in KĂ€rnten (knapp 25 %). In sĂ€mtlichen anderen BundeslĂ€ndern blieb das BZÖ unter der fĂŒr den Einzug in den Nationalrat notwendigen 4 Prozent-Grenze.

Jörg Haider und Stefan Petzner (2008)

RĂŒckkehr in die Bundespolitik (2008)

Am 12. August 2008 gab Haider bekannt, fĂŒr die Nationalratswahl 2008 als Spitzenkandidat des BZÖ anzutreten, das etwaige Mandat allerdings nicht anzunehmen, sondern KĂ€rntner Landeshauptmann bleiben zu wollen. Haider wurde Ende August bei einem Parteitag des BZÖ in Graz, mit Zustimmung aller Delegierten ohne Gegenkandidaten, einstimmig zum Parteivorsitzenden gewĂ€hlt.[11] Das BZÖ konnte seinen Stimmenanteil bei der Wahl am 28. September 2008 mit 10,7 % mehr als verdoppeln, was Beobachter wie auch Parteifreunde[12] Haiders vor allem seiner Kandidatur zuschreiben. So gelang der Partei auch in KĂ€rnten mit 39,4 % ihr bestes Ergebnis, wĂ€hrend sie in den anderen BundeslĂ€ndern zwischen 4,7 % (Wien) und 13,2 % (Steiermark) erreichte.

Privatleben

Jörg Haider heiratete 1976 die gebĂŒrtige Tirolerin Claudia Hoffman, die gemeinsamen Töchter Ulrike und Cornelia wurden 1977 beziehungsweise 1980 geboren. Wohnhaft war Jörg Haider im BĂ€rental und in Klagenfurt am Wörthersee. Das umstrittene BĂ€rentaler Anwesen, das ursprĂŒnglich Besitz einer italienisch-jĂŒdischen Familie war und nach dem „Anschluss“ Österreichs „arisiert“ wurde, hatte Haider von seinem SĂŒdtiroler Wahlonkel Wilhelm Webhofer aus Bruneck geerbt.[13]

Haider war Bergsteiger und LĂ€ufer; unter anderem nahm er 1999 am New-York-City-Marathon und 2000 am Vienna City Marathon teil.[14]

Haider betĂ€tigte sich als SĂ€nger von KĂ€rntnerliedern. Im November 2008 erschien eine CD und DVD mit Jörg Haider als Solist, begleitet vom MĂ€nnerdoppelsextett Klagenfurt.[15] Ein Teilbetrag des Erlöses der CD „Pfiat Gott, liabe Alm“ kommen dem Hilfsprojekt „KĂ€rntner in Not“ zugute.[16] Nach seinem Tod im Oktober 2008 wurde Jörg Haiders Sologesang auf CD und DVD in Teleshopping-Programmen vermarktet und erzielte hohe Verkaufszahlen.[17] 1990 hatte Haider einen kurzen Gastauftritt in der Folge „Der Pechvogel“ der RTL-Serie „Ein Schloß am Wörthersee“.

Von 10. Oktober 2009 bis 2. Oktober 2010 gab es eine Sonderausstellung "Dr. Jörg Haider. 1950 - 2008" im Bergbaumuseum in Klagenfurt, welches einige Einblicke in das private Leben von Haider ermöglichte in Form von Abbildungen auf Fotos oder auch Jörg Haiders Arbeitsumgebung mit Sessel und Schreibtisch aus dem BĂŒro des Landeshauptmannes, auch seine Uhr und Reisepass wurden zur Schau gestellt, sowie eine Abschrift seiner ersten politischen Reden "Sind wir Österreicher Deutsche?", die er mit 16 Jahren geschrieben hatte. [18]

Außerdem war Haider PrĂ€sident der Harley-Davidson-Organisation [19]

Tod

Jörg Haiders Unfallstelle in Lambichl am 14. Oktober 2008
GedenkstÀtte am Unfallort in Lambichl

In der Nacht zum 11. Oktober 2008 kam Haider in Lambichl im SĂŒdwesten der Landeshauptstadt Klagenfurt (Lage)46.58238888888914.28275 auf der Loiblpass-Straße bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nach dem Besuch mehrerer Veranstaltungen und GaststĂ€tten hatte sich Haider stark alkoholisiert (1,8 â€° Blutalkoholkonzentration) allein auf den Weg zu seinem Haus im BĂ€rental gemacht. Nach Angaben des Leiters der Staatsanwaltschaft Klagenfurt fuhr Haider bei Nebel mit stark ĂŒberhöhter Geschwindigkeit mit seinem Dienstwagen in einer 70 km/h-Zone, als er nach einem Überholvorgang gegen ein Uhr nachts von der Straße abkam, wobei der VW Phaeton unter anderem gegen einen Betonpfeiler prallte. Nach den von zwei Wolfsburger Technikern ausgelesenen Informationen des SteuergerĂ€ts, in dem die letzten 30 Sekunden gespeichert werden, lag die zuletzt gemessene Geschwindigkeit bei 142 km/h.[20] Bei der Einlieferung ins Krankenhaus wurde Haiders Tod als Folge mehrerer lebensgefĂ€hrlicher Verletzungen festgestellt.[21] Am 14. April 2009 gab die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bekannt, dass das Ermittlungsverfahren zum tödlichen Verkehrsunfall offiziell eingestellt werde. Der tödliche Unfall war demnach ausschließlich auf einen Fahrfehler zurĂŒckzufĂŒhren. Die technische Auswertung des Unfallfahrzeuges habe ergeben, dass das Unfallauto in „einwandfreiem Zustand“ gewesen sei, auch habe es keine Manipulationen oder sonstige Fremdeinwirkung gegeben. Die Obduktion konnte auch medizinische Ursachen fĂŒr den Unfall, etwa einen Herzinfarkt oder eine andere Krankheit, ausschließen. Die diesbezĂŒglichen Untersuchungsergebnisse der Grazer Gerichtsmedizin wurden von einem zweiten Gutachten der UniversitĂ€t Innsbruck bestĂ€tigt.[22]

Der Unfallort in Lambichl an der Klagenfurter Stadtgrenze und diejenigen Orte KĂ€rntens, welche das Leben Haiders geprĂ€gt hatten, wurden nach dem Ableben zu Trauer- und PilgerstĂ€tten.[23] Die offiziellen Trauerfeiern fĂŒr Haider fanden am 18. Oktober 2008 in Klagenfurt statt und gliederten sich vom Ablauf her in zwei Teile: die Verabschiedungsfeier auf dem Neuen Platz sowie das Requiem im Klagenfurter Dom, das von den Bischöfen Alois Schwarz und Egon Kapellari zelebriert wurde. An den Feiern nahmen mehr als 25.000 Menschen teil, unter ihnen die höchsten ReprĂ€sentanten der Republik wie BundesprĂ€sident Heinz Fischer,[24][25] Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und alle Landeshauptleute,[26] zahlreiche Veteranen des Zweiten Weltkriegs, der Sohn des libyschen RevolutionsfĂŒhrers Muammar al-Gaddafi, Saif al-Islam al-Gaddafi, der mit Haider befreundet war,[27] sowie zahlreiche seiner frĂŒheren Wegbegleiter und Vertreter von mehreren deutschnationalen Burschenschaften.[28] Aus Italien kamen mehrere Abordnungen und rechtsgerichtete Sympathisanten; an Politikern erschienen der PrĂ€sident der Region Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, mit Fahne und Wappen seiner Region,[29] sowie der PrĂ€sident der Region Veneto, Gianfranco Galan.[30] Es kondolierten zahlreiche rechtspopulistische Parteien wie auch die separatistische Lega Nord in Vertretung des EU-Abgeordneten Mario Borghezio, der bekundete, dass viele AnhĂ€nger der Lega Nord am BegrĂ€bnis teilnĂ€hmen.[25] Nach dem Ende der Trauerfeiern in Klagenfurt wurde die Leiche Haiders im Krematorium Villach eingeĂ€schert. Die Beisetzung der Urne erfolgte einige Tage spĂ€ter auf dem Besitz der Familie Haider im BĂ€rental.

Totengedenken, Haiderkult

Seit Haiders Tod pilgern Menschen zum Unfallort nach Lambichl und legen Blumen, KrĂ€nze, Kerzen, Fahnen und Trauerbekundungen nieder. Auch die KĂ€rntner TraditionsverbĂ€nde halten zu den Landesfeierlichkeiten regelmĂ€ĂŸig eine Gegenkundgebung mit einer Kranzniederlegung vor. Der Jörg-Haider-Gedenkpark umfasst mehrere Gedenkmonumente umlegt von Blumenbeeten, KrĂ€nzen, Fahnen und verschiedenen Trauerbotschaften.[31][32] Das Kunstwerk Verbindende HĂ€nde wurde als Denkmal fĂŒr Jörg Haider in Auftrag gegeben. Es stand zunĂ€chst in Klagenfurt und wurde am 25. Januar 2011 vor dem Dom zu Gurk neu eingeweiht.[33]

Kontroversen

Jörg Haider polarisierte die Meinungen, er war gleichermaßen geliebt wie angefeindet. Anlass zu Kritik boten unter anderem seine auslĂ€nderfeindlichen Wahlkampagnen; im Wahlkampf 1999 wurde beispielsweise „Stopp der Überfremdung“ propagiert. Im Jahr 2006 bekrĂ€ftigte Haider seine Standpunkte in der „AuslĂ€nderfrage“ und meinte, dass er die Abschiebung „integrationsunwilliger“ und „ungebildeter“ Immigranten befĂŒrworte.

Weiter befĂŒrwortete Haider eine Volksbefragung ĂŒber eine EU-Verfassung, was manchen urdemokratisch und anderen populistisch erschien. Er warb fĂŒr ein „innereuropĂ€isches Selbstbestimmungsrecht der Ethnien“.

Bezug zum Rechtsextremismus

Kritiker Haiders bezeichnen ihn unter anderem als Rechtspopulisten mit teilweise rechtsextremer Weltanschauung. Einige seiner Äußerungen werden als fremdenfeindlich, rassistisch und antisemitisch eingestuft. So verwendete er wiederholt den im politischen Antisemitismus gelĂ€ufigen Begriff der „(amerikanischen) OstkĂŒste“, in dem sich die Ablehnung der „kĂŒnstlichen“ und „multikulturellen Kultur“ der Vereinigten Staaten mit der Vorstellung verbindet, Juden wĂŒrden von dort aus einen dominierenden Einfluss auf Politik und Gesellschaft Amerikas und auch Europas ausĂŒben.[34]

„Der HĂ€upl [amtierender Wiener BĂŒrgermeister, SPÖ] hat einen Wahlkampfstrategen, der heißt Stanley Greenberg 
 (lautes Lachen im Saal) 
 den hat er sich von der OstkĂŒste einfliegen lassen! Liebe Freunde, ihr habt die Wahl, zwischen Spin Doctor Greenberg von der OstkĂŒste oder dem Wienerherz zu entscheiden 
 (tosender Applaus) 
 wir brauchen keine Zurufe von der OstkĂŒste. Jetzt ist einmal genug! (starker Applaus)“

– Jörg Haider: bei einer Wahlveranstaltung am 23. Februar 2001 in der Kurhalle Oberlaa, veröffentlicht im Profil vom 12. MĂ€rz 2001

Haider hingegen bestritt einen Zusammenhang; es handele sich bei OstkĂŒste um eine wertfreie geographische Bezeichnung.[35]

„Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anstĂ€ndige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei grĂ¶ĂŸtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. Und das ist eine Basis, meine lieben Freunde, die auch an uns Junge weitergegeben wird. Und ein Volk, das seine Vorfahren nicht in Ehren hĂ€lt, ist sowieso zum Untergang verurteilt. Nachdem wir aber eine Zukunft haben wollen, werden wir jenen Menschen, den politisch korrekten, beibringen, dass wir nicht umzubringen sind und dass sich AnstĂ€ndigkeit in unserer Welt allemal noch lohnt, auch wenn wir momentan nicht mehrheitsfĂ€hig sind, aber wir sind den anderen geistig ĂŒberlegen. (
) Wir geben Geld fĂŒr Terroristen, fĂŒr gewalttĂ€tige Zeitungen, fĂŒr arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld fĂŒr anstĂ€ndige Menschen.“

– Jörg Haider, 1995, in einer Ansprache gegenĂŒber Veteranen der Waffen-SS anlĂ€sslich der Ulrichsbergfeiern in Krumpendorf.

Jörg Haider geriet durch derartige Aussagen und das Auftreten bei den Ulrichsbergfeiern in die Kritik, wo er die seiner Meinung nach „anstĂ€ndige“ und „saubere“ Kriegsgeneration in Schutz nahm:

„
 es kann nicht so sein, dass die Geschichte unserer Eltern und Großeltern aufgrund absonderlicher Kommentierungen zu einem Verbrecheralbum gemacht wird und ihre Leistungen von der Geschichte mit FĂŒĂŸen getreten werden.“

– Jörg Haider als Festredner am Ulrichsberg im Jahr 2000[36]

Diese politische UnterstĂŒtzung der Kriegsgeneration hielt bis wenige Monate vor seinem Ableben im Jahr 2008 an, Haider hatte sich gegen die Abschiebung des in KĂ€rnten lebenden als Kriegsverbrecher gesuchten Milivoj AĆĄner, des ehemaligen kroatischen Ustascha-Polizeichefs von PoĆŸega, nach Kroatien ausgesprochen. „Er soll seinen Lebensabend bei uns verbringen dĂŒrfen“. Asner sei „seit Jahren ein Klagenfurter BĂŒrger, der friedlich bei uns lebt“. „Das ist eine nette Familie“, sagte Haider dem Standard.[37]

Der Nationalratsabgeordnete Peter Pilz bezeichnete 1992 Haider als „politischen Ziehvater des rechtsextremen Terrorismus“ und als „Verharmloser der NS-Vergangenheit“, wogegen sich Haider erfolglos mit einer Klage zur Wehr setzte: Der Oberste Gerichtshof beurteilte 1995 die Aussagen im Rahmen der politischen Auseinandersetzung als legitime MeinungsĂ€ußerungen.[38]

Umstrittene Äußerungen

GegenĂŒber anderen Politikern benutzte Haider in seinen Jahren an der FPÖ-Spitze oft und bewusst beleidigende Worte und pflegte eine provokante Ausdrucksweise. Hierbei Ă€ußerte er sich auch ĂŒber international angesehene Persönlichkeiten nicht selten abfĂ€llig. Beispielsweise behauptete er 1991, dass das polnische Volk „arbeitsscheu“ sei, könne man am polnischen PrĂ€sidenten Lech WaƂęsa sehen, der „mehr breit als hoch“ geworden sei. Den französischen StaatsprĂ€sidenten Jacques Chirac bezeichnete er 2000 als „Westentaschen-Napoleon“, und ĂŒber den PrĂ€sidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Ariel Muzicant, sagte er am 28. Februar 2001 in einer Anspielung auf das Waschmittel „Ariel“, er wundere sich, wie jemand, der Ariel heißt, „soviel Dreck am Stecken haben“ könne. Die beiden zuletzt genannten Aussagen stammen von seinem langjĂ€hrigen Gag- und Redenschreiber Herbert Kickl. Weiter Ă€ußerte er sich am 13. Februar 2002 ĂŒber den PrĂ€sidenten des österreichischen Verfassungsgerichtshofes, Ludwig Adamovich: „Wenn einer schon Adamovich heißt, muss man zuerst einmal fragen, ob er ĂŒberhaupt eine aufrechte Aufenthaltsberechtigung hat.“[39] Den österreichischen EU-Kommissar Franz Fischler bezeichnete er am 8. Juni 2004 wegen seines Verhaltens in Sachen Gentechnik als „VaterlandsverrĂ€ter“ und fĂŒgt hinzu: „normalerweise mĂŒsste man so jemandem die StaatsbĂŒrgerschaft entziehen“. Den Anwalt Rudolf Vouk, einen KĂ€rntner Slowenen, bezeichnete er als „rasenden Rechtsbrecher“.[40] Vouk hatte durch eine Selbstanzeige nach einer behaupteten GeschwindigkeitsĂŒbertretung im gleichnamigen Hauptort der Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs herbeigefĂŒhrt, wonach die zu geringe Anzahl zweisprachiger Ortstafeln verfassungswidrig ist. Haider hat sich darĂŒber bis zuletzt flagrant hinweggesetzt.

Populismus

Politische AnhĂ€nger gewann Haider durch Kritik an zum Teil tatsĂ€chlich vorhandenen, aber auch populistisch aufgebauschten MissstĂ€nden. So kritisierte er den parteipolitischen Proporz („Parteibonzen“) ebenso wie die angeblich fĂŒr soziale MissstĂ€nde verantwortlichen AuslĂ€nder, Asylbewerber und „Sozialschmarotzer“.[41] Dem gegenĂŒber stellte er die „guten, fleißigen und anstĂ€ndigen“ Österreicher als Ideal dar. Seine Appelle an latent vorhandene Ressentiments sowie bewusste TabubrĂŒche und das vermeintliche Aufdecken von MissstĂ€nden hob er in seinen Reden besonders hervor.

So betonte die FPÖ unter Haider bis 2001, gegen „Filz und Proporz“ und gegen die „Parteibuchwirtschaft“ einzutreten. Haider gelang es, sich mit Aussagen wie „Ich bin lieber der Wolf im Schafspelz, als ein Schaf im Wolfspelz“ von den Politikern der von ihm so bezeichneten „Altparteien“ abzugrenzen. Konzepte, um Abhilfe zu schaffen, blieb er allerdings nach Ansicht seiner Kritiker in vielen FĂ€llen schuldig.

Ortstafelstreit

→ Hauptartikel: Ortstafelstreit

Über die österreichische Bundesverfassung Ă€ußerte sich Jörg Haider in einem Kommentar am 29. Dezember 2005 im Rundfunkprogramm des ORF zu einem wenige Tage vorher ergangenen Verfassungsgerichtshofspruch ĂŒber die Ortstafelfrage in KĂ€rnten: „Die SprĂŒche des Verfassungsgerichtshofes akzeptieren wir nicht, da das Volk es so will.“ Den österreichischen Staatsvertrag, der die Grundlage zur Bildung der Zweiten Republik Österreichs bedeutete, bezeichnete Haider im Zusammenhang mit dem Ortstafelstreit im sĂŒdlichen Grenzgebiet zu Slowenien am 18. JĂ€nner 2006 als „historisch bedeutungslos“.

Am 25. Oktober 2006 wurde Haider der Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Lebenslanges Ärgernis” verliehen fĂŒr die Missachtung der Rechte der slowenischen Volksgruppe in KĂ€rnten.[42]

Auf der nationalen Seite der slowenischen 2-Cent-MĂŒnze wird der FĂŒrstenstein abgebildet. Diese Entscheidung wurde von manchen KĂ€rntnern (darunter auch Haider) kritisiert, da ihrer Ansicht nach der FĂŒrstenstein kein historisches Element der Republik Slowenien sei. Nach der Bekanntgabe der slowenischen Regierung, den FĂŒrstenstein auf den 2-Cent-MĂŒnzen abzubilden, ließ Landeshauptmann Jörg Haider den FĂŒrstenstein aus dem KĂ€rntner Landesmuseum demonstrativ in das Foyer der KĂ€rntner Landesregierung verbringen.[43] Auf Haiders Initiative ist der FĂŒrstenstein seit 2007 auf allen amtlichen Dokumenten und dem Briefpapier des Landes KĂ€rnten als Symbol der Landesregierung abgebildet.[44]

Umgang mit Migranten

Im Juli 2008 unternahm Haider mehrfach den Versuch, Asylbewerber aus dem von ihm regierten Bundesland KĂ€rnten ins FlĂŒchtlingslager Traiskirchen abzuschieben. Dies wurde jedoch von Innenministerin Maria Fekter unterbunden.[45]

Am 28. Juli 2008 kĂŒndigte Haider an, dass in KĂ€rnten eine Sonderanstalt geschaffen werde: „Jene, die sich nicht benehmen können und schwere Straftaten begehen, sollen kĂŒnftig von der Bevölkerung getrennt untergebracht sein.”[46] Am 6. Oktober 2008 berichtete Haider in einer Pressekonferenz von der erfolgten Inbetriebnahme. FĂŒnf Personen seien mittlerweile bereits in der Sonderanstalt einquartiert worden, bis zu maximal 50 könnten es werden.[47] Bei der „Sonderanstalt” handelt es sich um ein ehemaliges Jugendheim in der Gemeinde Griffen in einsamer Lage in einer Höhe von 1200 m46.78888888888914.6883333333331200. Die Einrichtung der Sonderanstalt stieß auf heftige Kritik von mehreren Seiten; neben den politischen Gegnern auch von UNHCR[48] und Katholischer Aktion.[49] Am 20. Oktober 2008 kĂŒndigte der designierte Landeshauptmann Gerhard Dörfler an, dass vom FlĂŒchtlingsreferat die Verlegung eines Tschetschenen "in das Sonderquartier auf der Saualpe eingeleitet" wurde; der Mann wird verdĂ€chtigt, an einem Vergewaltigungsversuch beteiligt gewesen zu sein.[50]

VerhÀltnis zur islamischen Welt

Jörg Haiders VerhĂ€ltnis zur arabischen Welt und zum Islam war widersprĂŒchlich.

Bekannt waren seine Besuche bei Saddam Hussein und die Freundschaft mit Saif al-Islam al-Gaddafi, dem Sohn von Muammar al-Gaddafi. Außer Irak und Libyen bereiste er Ägypten, Kuwait, Syrien und den Iran. Diese Reisen fĂŒhrten zu Kritik von mehreren Seiten.[51]

Im Jahr 2007 unterstĂŒtzte Haider in seiner Funktion als Kulturreferent die Sanierung des VereinsgebĂ€udes des "TĂŒrkisch Islamischen Vereins fĂŒr kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Villach", dessen Mitglieder fast zur HĂ€lfte österreichische StaatsbĂŒrger sind, mit € 10.000.[52] Jörg Haider wurde in den letzten Jahren einer der prominentesten BefĂŒrworter eines EU-Beitritts der TĂŒrkei aus dem "dritten Lager".[53]

Andererseits stellte er sich dem Bau von Moscheen in KĂ€rnten entgegen, indem er sich fĂŒr das "Ortsbildpflege"-Gesetz aussprach.[54][55] In der Auseinandersetzung um den Bau eines Minarettes sagte er mit Verweis auf einen umstrittenen Ausspruch Recep Tayyip Erdoğans: "Weil nicht brave biedere Muslime diese Minarette bauen wollen, sondern radikale Islamisten im Hintergrund. Sie wollen ihre Symbole der Macht in unsere Landschaft klotzen".[55] Nachdem der Verfassungsgerichtshof Haiders Entscheidung gekippt hatte, einem in KĂ€rnten lebenden moslemischen Sudanesen aufgrund dessen Weigerung, Frauen die Hand zu schĂŒtteln, nicht die StaatsbĂŒrgerschaft zu verleihen, bezeichnete er diesen als "Islamisten-Lobby".[56]

Spekulationen um Haiders sexuelle Orientierung

Im Jahr 2000 Ă€ußerte die spĂ€tere LiteraturnobelpreistrĂ€gerin Elfriede Jelinek in einem Interview in der deutschen Presse[57] ĂŒber Haider: „Er ist der FĂŒhrer eines homoerotischen MĂ€nnerbunds und arbeitet bewusst mit homophilen Codes, natĂŒrlich ohne sich wirklich als homosexuell zu bekennen.“ Schon kurz zuvor berichtete Rosa von Praunheim in einer niederlĂ€ndischen Schwulenzeitung ĂŒber Haiders HomosexualitĂ€t. In Reaktion auf das Interview Jelineks wurde Haiders sexuelle Orientierung vor allem in deutschen Medien diskutiert.[58] Die taz veröffentlichte einen Kommentar mit dem Untertitel: „Alle wissen Bescheid, aber wenige wollen Jörg Haiders private Vorlieben wahrhaben.“[59] Die AffĂ€re wurde von der österreichischen Organisation 'Homosexuelle Initiative' (Hosi) kommentiert und dokumentiert.[60] Sie veröffentlichte zu Haiders Outing als Homosexueller in der deutschen Presse eine Stellungnahme, die so beginnt:

„Auch der HOSI Wien sind seit rund zehn Jahren die vielen GerĂŒchte ĂŒber Haiders HomosexualitĂ€t bekannt gewesen. Einerseits haben wir es als positiv empfunden, daß derartige GerĂŒchte der Karriere eines Politikers nicht mehr schaden 
, andererseits wĂ€re gerade ein Outing Haiders schon frĂŒher gerechtfertigt gewesen, wenn man Outing als politischen Akt gegen versteckte Homosexuelle betrachtet, die in wichtigen politischen Funktionen durch ihr anti-homosexuelles Wirken anderen Homosexuellen schaden.“[61]

Haider selbst stritt die GerĂŒchte 2004 in einem Interview mit Karin Resetarits ab.[62]

Weil Haider vor seinem Tod ein Klagenfurter Lokal besucht hatte, in dem auch viele Homosexuelle verkehren, und weil sein Mitarbeiter Stefan Petzner ihn vor laufenden Kameras weinend als seinen „Lebensmenschen“ und als „Mann meines Lebens“ bezeichnet hatte, gab es unter deutschen und österreichischen Journalisten eine Debatte darĂŒber, ob Haider homosexuelle Kontakte gehabt habe und wie man öffentlich damit umgehen solle.[63] Seine Witwe dementierte eine solche Veranlagung ihres verstorbenen Mannes.[64] Petzners Ausdruck „Lebensmensch“ wurde zum österreichischen Wort des Jahres 2008 gewĂ€hlt.[65]

Eine einstweilige VerfĂŒgung des Grazer Landesgerichts verbietet es der Bild-Zeitung bis auf weiteres, ĂŒber die sexuelle Orientierung von Jörg Haider zu spekulieren. Die einstweilige VerfĂŒgung gegen die Berichterstattung der Medien hatte Haiders Witwe Claudia in seinem Namen beantragt. In der einstweiligen VerfĂŒgung legte der Richter des Landesgerichts im November 2009 fest: „Die Behauptung und oder Verbreitung der Äußerung, Dr. Jörg Haider wĂ€re homosexuell gewesen und/oder Dr. Jörg Haider wĂ€re bisexuell gewesen und/oder Dr. Jörg Haider hĂ€tte vor seinem Tod einen Geliebten gehabt und/oder sinngleiche Äußerungen sind in Zukunft zu unterlassen.“ [66]

Vorwurf geheimer Konten in Liechtenstein

Das österreichische Nachrichtenmagazin „profil“ veröffentlichte im Sommer 2010 Berichte ĂŒber angebliche geheime Konten von Haider:

  • Auf einem bislang nicht bekannten internen Dossier des irakischen Innenministeriums basiert ein Bericht (Jörg Haiders geheime GeldgeschĂ€fte mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein. - Haider kassierte 2002 fĂŒnf Millionen Dollar - Ewald Stadler wird auch als EmpfĂ€nger genannt. "Über Liechtensteiner BriefkĂ€sten sollen Schwarzgelder an politische EntscheidungstrĂ€ger in Österreich, Deutschland und Kroatien geflossen sein.").[67]
  • Exklusiv: Haider soll 45 Millionen Euro nach Liechtenstein geschleust haben. - Haiders zwölf BriefkĂ€sten: Der verstorbene KĂ€rntner Landeshauptmann soll 45 Millionen Euro aus dunklen KanĂ€len nach Liechtenstein geschleust haben. Bei Kontoöffnungen stießen die Behörden auf ein dichtes Netz an Treuhandkonstruktionen.[68]

Diese Meldungen wurden von vielen in- und auslĂ€ndischen Medien aufgegriffen.[69] Am 17. August bestĂ€tigte Franz Limpl (Ex-Beamter der Saddam-Regierung im Irak), dass Haider von Saddam insgesamt 2,5 Millionen Dollar fĂŒr eine PR-Kampagne erhielt.[70]

"In den in Liechtenstein beschlagnahmten Unterlagen sind keine Konten oder Gesellschaften aufgetaucht, die von Dr. Jörg Haider oder seinem unmittelbaren Umfeld kontrolliert wurden oder werden". So lautet wörtlich die Anfragebeantwortung der Staatsanwaltschaft Liechtenstein.[71]

Auszeichnungen

Im Jahr 2004 erhielt er vom BundesprĂ€sidenten Thomas Klestil das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande fĂŒr Verdienste um die Republik Österreich, die dritthöchste Auszeichnung des Staates.[72]

Publikationen

Literatur

  • Brigitte Bailer-Galanda, Wolfgang Neugebauer: Haider und die Freiheitlichen in Österreich. Berlin 1997, ISBN 3-88520-638-2
  • Andreas Hahn, Der Aufstieg der FPÖ unter Jörg Haider – Über den Erfolg einer rechtspopulistischen Partei und ihres Vorsitzenden. Berlin 2002, ISBN 3-9806409-1-4
  • Michael Jungwirth: Haider, Le Pen und Co – Europas Rechtspopulisten. Styria, 2002, ISBN 3-222-12999-1
  • Georg Lux, Arno Wiedergut, Uwe Sommersguter: Jörg Haider – Mensch, Mythos, Medienstar. Verlag Carinthia, 2008, ISBN 978-3-85378-640-6
  • Georg Lux, Uwe Sommersguter: Das Jörg Haider-Experiment: Partei der Lebensmenschen – BĂŒndnis mit Zukunft? Verlag Carinthia, 2009, ISBN 978-3-85378-651-2
  • Oliver Minich: Die Freiheitliche Partei Österreichs als Oppositionspartei in der Ära Haider – Strategie, Programmatik und innere Struktur. Blieskastel 2003, ISBN 3-935731-43-4
  • Vida Obid, Mirko Messner, Andrej Leben: Haiders Exerzierfeld. Promedia, 2002, ISBN 3-85371-174-X
  • Walter Ötsch: Haider light – Handbuch fĂŒr Demagogie. Wien 2000, ISBN 3-7076-0047-5
  • Klaus Ottomeyer: Die Haider-Show – Zur Psychopolitik der FPÖ. Klagenfurt 2000, ISBN 3-85435-337-5
  • Klaus Ottomeyer: Jörg Haider – Mythenbildung und Erbschaft. Drava Verlag, Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-85435-567-0
  • Hans-Henning Scharsach: Haiders Kampf. Wien 1992, ISBN 3-7015-0285-4
  • Hans-Henning Scharsach: Haiders Clan – Wie Gewalt entsteht. Wien / Graz 1995, ISBN 3-7015-0349-4
  • Hans-Henning Scharsach, Kurt Kuch: Haider. Schatten ĂŒber Europa, Kiepenheuer & Witsch, 2000, ISBN 978-3-462-02963-5
  • Hans-Henning Scharsach: Haider. Österreich und die rechte Versuchung, Rowohlt, 2000, ISBN 978-3-499-22933-6
  • Herbert Schui (u. a.): Wollt ihr den totalen Markt?. Knaur FACTS, 1997 ISBN 3-426-80083-7
  • Melanie A. Sully: The Haider phenomenon. East European Monographs – Columbia University Press, New York 1997, ISBN 0-88033-381-2
  • Gudmund Tributsch: Schlagwort Haider. Wien 1994 ISBN 3-85439-137-4 (Zitate Haiders in chronolog. Auflistung)
  • Alfred Worm: Ein StreitgesprĂ€ch mit Jörg Haider. Wien 2005, ISBN 3-8000-7107-X
  • Christa Zöchling: Haider – Licht und Schatten einer Karriere. Wien 1999, ISBN 3-85485-025-5

Weblinks

 Commons: Jörg Haider â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Jörg Haider â€“ Zitate
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Einzelnachweise

  1. ↑ Die KĂ€rntner Landesregierung im Internet
  2. ↑ Wiener Zeitung Online: Das politische PhĂ€nomen Jörg Haider; bzw.: Gerd Hollenstein, in: Ausblicke – Zentrum fĂŒr Österreichstudien, 2001, Jg. 7, H. 2.
  3. ↑ Hubert Gaisbauer: Unverloren - trotz allem, 2000, S. 32.
  4. ↑ a b c d e Politische Laufbahn Haiders auf cenjur.de
  5. ↑ Die Presse: Aus der Kurve des Lebens getragen, 12. Oktober 2008
  6. ↑ Die Burschenschaft Silvania ist inzwischen in der JĂ€gerschaft Silvania Wien aufgegangen, Haider ist ĂŒber diesen Weg AH der JĂ€gerschaft Silvania geworden.
  7. ↑ Ausschnitt des Magazins Ausblicke (zu finden auf Seite 11)
  8. ↑ DÖW: FPÖ-Zitatsammlung, Zitat ORF-Inlandsreport 18. August 1988 (3.Absatz): „Das wissen Sie ja so gut wie ich, dass die österreichische Nation eine Missgeburt gewesen ist, eine ideologische Missgeburt.“
  9. ↑ zitiert nach Czernin 2000, S. 31
  10. ↑ Spiegel.de: Haider entschuldigt sich fĂŒr Nazi-Jargon
  11. ↑ APA: Jörg Haider zu Parteichef gewĂ€hlt
  12. ↑ profil (Nr. 40, 39. Jg., 29. September 2008), Interview mit Ewald Stadler: „Immer daran geglaubt“
  13. ↑ Kleine Zeitung: Letzte Ehre fĂŒr Jörg Haider ist ein Staatsakt
  14. ↑ VCM 2000, "Startnummer 7928"
    OE1: Haider zu Regierungsverhandlungen bereit
  15. ↑ http://www.oe24.at/zeitung/kultur/Kaerntnerlied-DVD_mit_Solist_Haider_erscheint__377754.ece
    http://www.maennerdoppelsextett.at/seiten/start.htm
  16. ↑ http://www.kleinezeitung.at/kaernten/1646987/index.do
  17. ↑ http://derstandard.at/?url=/?id=1233586466734.
  18. ↑ http://winter.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/klagenfurt/2488712/haider-ausstellung-bringt-minus-rekord.story
  19. ↑ http://www.krone.at/Oesterreich/Haider-Ausstellung_scheint_ein_grosser_Flop_zu_sein-Noch_bis_Herbst-Story-194299
  20. ↑ Petzner: Haider war zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert. Der Standard, abgerufen am 15. Oktober 2008 14:33:00 CEST.
  21. ↑ Landeshauptmann und BZÖ-Chef Jörg Haider tödlich verunglĂŒckt. Der Standard, abgerufen am 11. Oktober 2008 10:58:50 CEST.
    Rechtspopulist Haider bei Autounfall getötet
    Mit Fahrzeug ĂŒberschlagen News.ORF.at
    Unfall-Rekonstruktion: Jörg Haider und das Geheimnis der Zahl 142
  22. ↑ http://derstandard.at/?url=/?id=1237229909622 Ermittlungen zu Haiders Unfall wurden eingestellt
  23. ↑ http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/422605/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
    http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/kaernten/Viele_pilgern_zu_Haiders_Unfallstelle_387463.ece
    http://diepresse.com/text/home/politik/innenpolitik/427588
  24. ↑ aspx?SIid=25&LAid=1&artid=10218
  25. ↑ a b Artikel auf economyaustria.at
  26. ↑ Kleine Zeitung, 19. Oktober 2008, S. 2. (online)
  27. ↑ http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/Trauerfeier_fuer_Haider_wird_zur_Riesen-Veranstaltung_378127.ece
  28. ↑ http://www.zeit.de/news/artikel/2008/10/18/2639507.xml
  29. ↑ http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltpolitik/Wappen-Streit_in_Friaul_um_Haider-Begraebnis_378230.ece
  30. ↑ http://www.kaernten.tv/default.aspx?SIid=25&LAid=1&artid=10218
  31. ↑ http://www.news.at/nw1/gen/slideshows/slide/show;chronik/diverses/haider_unfallstelle/;kid;13?flags=nopop;1
  32. ↑ http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/514303/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/513883/index.do&direct=513883
  33. ↑ http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/151298/index.html
  34. ↑ Demokratie und Judenbild: Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland, Lars Rensmann, S. 281, ISBN 978-3-531-14006-3
  35. ↑ http://www.doew.at/thema/fpoe/schiedel.html
  36. ↑ Walter Fanta, Valentin Sima (Hg.): „Stehst mitten drin im Land“. Das europĂ€ische Kameradentreffen auf dem KĂ€rntner Ulrichsberg von den AnfĂ€ngen bis heute; Klagenfurt: Drava, S.100
  37. ↑ http://www.n24.de/news/newsitem_1029907.html]
    http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/06/18/ns-verbrecher/haider-will-keine-auslieferung.html
    http://nachrichten.t-online.de/c/15/38/77/86/15387786.html
  38. ↑ Gottfried Korn: Politik und Politiker als Objekte der Justiz. Ein europĂ€isches Problem aus österreichischer Perspektive. In: Wolfgang R. Langenbucher (Hrsg.) Die Kommunikationsfreiheit der Gesellschaft, Publizistik, Vierteljahreshefte fĂŒr Kommunikationsforschung, Westdeutscher Verlag, 2003, S. 263-283 ISBN 3-531-13899-5 Ausschnitt in Google Books (Zitat S. 274)
  39. ↑ http://www.salzburg24.at/news/tp:vol:haider/artikel/haider-die-erbittertsten-gegner/cn/news-20081011-01313424 salzburg24: Haider: Die erbittertsten Gegner
  40. ↑ http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/204937/ "Rasender Rechtsbrecher"
  41. ↑ http://www.sueddeutsche.de/politik/450/314350/text/ SĂŒddeutsche Zeitung Online Jörg Haiders Unfalltod: Legende vom heiligen Trinker, 16. Oktober 2008
  42. ↑ http://www.bigbrotherawards.at/2006/Preistraeger.html Big Brother Awards Österreich, PreistrĂ€ger 2006
  43. ↑ http://www.ktn.gv.at/?siid=33&arid=2090
  44. ↑ http://www.ktn.gv.at/default.asp?ARid=7950
  45. ↑ http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/400460/index.do?from=simarchiv Asylwerber in KĂ€rnten: Einmal Traiskirchen und zurĂŒck, Artikel der [Die Presse|Presse] vom 23. Juli 2008
  46. ↑ LH Haider: Kriminelle Asylanten sollen in Sonderanstalten untergebracht werden. Presseaussendung BZÖ vom 28. Juli 2008 http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080728_OTS0100&ch=politik
  47. ↑ LH Haider: Sonderanstalt fĂŒr straffĂ€llig gewordene Asylanten eingerichtet. Presseaussendung BZÖ vom 6. Oktober 2008 http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20081006_OTS0158
  48. ↑ Klarstellung: Kein UNHCR-Persilschein fĂŒr Asylquartier Saualm. Presseaussendung UNHCR vom 10. Oktober 2008 http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20081010_OTS0136
  49. ↑ Asyl: Katholische Aktion kritisiert „Sonderanstalt” auf Saualm. Presseaussendung Kathpress vom 9. Oktober 2008 http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20081009_OTS0233
  50. ↑ LH Dörfler: Innenministerin hat dringenden Handlungsbedarf. Artikel auf der Website des Amts der KĂ€rntner Landesregierung http://www.ktn.gv.at/?siid=37&arid=10232
  51. ↑ Anti-Defamation League: Joerg Haider and Saddam Hussein: Not-so-strange Bedfellows. 13. Dezember 2002 http://www.adl.org/extremism/haider-hussein.asp
  52. ↑ LH Haider auf Besuch beim "TĂŒrkisch Islamischen Verein fĂŒr kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Villach". Website Land KĂ€rnten 13. MĂ€rz 2007 http://www.ktn.gv.at/?siid=33&arid=5286
  53. ↑ http://www.chilli.or.at/index.php?id=44-1-109
  54. ↑ http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/779/158355/ Haiders "Ortsbildpflege", SĂŒddeutsche Zeitung vom 15. Februar 2008
  55. ↑ a b http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=549 Interview mit Tom Schaffer im Falter vom 22. Oktober 2007
  56. ↑ http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/355323/index.do
  57. ↑ Berliner Morgenpost: 27. Februar 2000
  58. ↑ Pressespiegel
  59. ↑ taz Nr. 6098 vom 21. MĂ€rz 2000.
  60. ↑ http://www.hosiwien.at/haiderouting/
  61. ↑ Presseaussendung
  62. ↑ Interview mit Karin Resetarits
  63. ↑ Boulevardeske Bettgeschichten, in: Der Standard vom 9. Oktober 2008, ([1])
    Ulrich Weinzierl, Wie Österreich mit Haiders BisexualitĂ€t umgeht, in Die Welt vom 20. Oktober 2008 ([2])
    Markus Huber, Üble Nachrede, in Der Tagesspiegel vom 23. Oktober 2008, ([3])
    Robert Misik, Haider und die MĂ€nner, ([4])
    Marco Schreuder, FragwĂŒrdiges „Doppelleben“?, in: Der Standard vom 24. Oktober 2008 ([5])
    Verschwörungstheorien und angebliche HomosexualitÀt, in: Focus vom 24. Oktober 2008 ([6]
    Jan Feddersen, Die TrÀnen von Stefan Petzner, in taz vom 25. Oktober 2008 ([7]
    Michael Frank, Haiders verschwiegenes Doppelleben, in: SĂŒddeutsche Zeitung vom 29. Oktober 2008, ([8])
    Julia JĂŒttner, Ramponiertes Gedenken, in: Der Spiegel vom 9. Oktober 2009 ([9])
  64. ↑ Claudia Haider: „Haider: Mein Jörg war nicht homosexuell“, in: Bunte vom 11. Dezember 2008
  65. ↑ http://www.bazonline.ch/panorama/vermischtes/Petzners-Lebensmensch-gekuert/story/11867006
  66. ↑ APA/ELKE GALVIN: Gericht schĂŒtzt posthum Haiders PrivatsphĂ€re. Abgerufen am 19. November 2009.
    APA: Jörg Haiders Privatleben beschĂ€ftigt Gerichte. Abgerufen am 19. November 2009.
    oe24.at: Toter Haider gewinnt Sex-Prozess. Abgerufen am 19. November 2009.
  67. ↑ profil.at vom 7. August 2010
  68. ↑ profil.at vom 31. Juli 2010
  69. ↑ google.de
  70. ↑ Schweizer Fernsehen - Tagesschau
  71. ↑ [10]
  72. ↑ OTS0234 vom 2004-06-16/17:03: Rede von BundesprĂ€sident Dr. Thomas Klestil anlĂ€sslich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande an Bundesminister Mag. Herbert Haupt sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens am Bande an Landeshauptmann Dr. Jörg Haider; abgerufen am 21. Nov. 2011

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