Kabelfernsehen

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Kabelfernsehen

Beim Kabelfernsehen werden Bild- und Tonsignale, insbesondere Rundfunkprogramme, ĂŒber ein Breitbandkabel zu den Endkunden ĂŒbertragen.

Inhaltsverzeichnis

Empfangstechnik

Zum Empfang benötigt man in der Regel ein Antennenkabel, ĂŒber das man die Antennensteckdose des Fernsehers oder anderer EmpfangsgerĂ€te wie Videorekorder oder Digitalreceiver (digital, hier nur nach DVB-C-Norm empfangbar), mit der Kabelanschlussdose an der Zimmerwand verbindet. Diese Antennensteckdose wird gewöhnlich von einem Elektriker oder Informationselektroniker installiert.

Kosten

Im Unterschied zum Antennen- und Satellitenfernsehen muss man fĂŒr das Kabelfernsehen in der Regel Grund- beziehungsweise AnschlussgebĂŒhren und außerdem meistens monatliche Abonnement-GebĂŒhren bezahlen.

UnabhĂ€ngig davon ist die RundfunkgebĂŒhr (Deutschland: GEZ; Österreich: GIS; Schweiz: Billag) zu entrichten.

Programmangebot

Neben dem analogen Fernsehsignal wird auch ein analoges UKW-Hörfunkangebot im Band II ĂŒber das Kabel ĂŒbertragen. In den bis mindestens 450 MHz ausgebauten Netzgebieten wird im sogenannten Hyperband (SonderkanĂ€le beginnend mit S21) auch ein digitales Angebot (siehe auch Angebot von DVB-C) in Form digitaler Senderpakete beziehungsweise Bouquets bereitgestellt. Die digitale Übertragungsart ist dabei, die alte analoge Übertragungsart abzulösen (siehe dazu Analogabschaltung). Zum Empfang der in den digitalen Angeboten ĂŒbertragenen Fernseh- und Hörfunkprogramme wird ein Digitalreceiver benötigt – in der Regel als Set-Top-Box, bei zukĂŒnftigen Fernsehern zunehmend bereits eingebaut (siehe IDTV) –, der die im DVB-C-Standard codierten Signale fĂŒr die Wiedergabe umsetzt. Zum Empfang von Bezahlfernsehen wie Sky, Kabel Digital Home oder KabelKiosk wird zusĂ€tzlich eine Dekoder-Karte benötigt.

Jedoch ist das digitale terrestrische Fernsehen (kurz DVB-T) durch seine Technik und in Bezug auf die Anzahl der Sender eine kostengĂŒnstige Alternative zum Kabelfernsehen in einigen StĂ€dten geworden. Daher sind die Kabelfernsehanbieter verstĂ€rkt dazu gezwungen, ihre Netze fĂŒr den Kunden durch die Digitalisierung mit dem gleichzeitigen Ausbau ihres Angebotes attraktiver zu machen. Technisch ist die Übertragung von DVB-T ĂŒber ein Kabelfernsehnetz problemlos möglich. Jedoch wird diese Option in der Regel nur bei Gemeinschaftsantennenanlagen aus KostengrĂŒnden genutzt. Beim Kabelfernsehen werden die digitalen DVB-T-Signale in der Regel zentral in der Kopfstation in analoge TV-Fernsehsignale – meist in PAL - oder in DVB-C-Signale umgesetzt. Bei TV-GerĂ€ten, die nur beim DVB-T Empfang eine Versorgungsspannung von 5 V an der Antennendose fĂŒr einen AntennenverstĂ€rker zur VerfĂŒgung stellen können, ist es mittels eines zusĂ€tzlichen automatischen Umschalters möglich, wahlweise Kabelfernsehen und DVB-T ĂŒber eine zusĂ€tzlich vorhandene DVB-T Antenne zu empfangen.

In Deutschland wurden hĂ€ufig von großen Kabelfernsehanbietern UKW-Radio, ARD, ZDF und die lokalen Fernsehsender ĂŒber analoges Kabelfernsehen als kleine Grundversorgung sehr preisgĂŒnstig auf Nachfrage angeboten. Hier wird mit Hilfe von (Sperr-)Filtern, die sich im Verteilsystem oder in der Kabeldose befinden, die Bandbreite des Kabelanschlusses technisch begrenzt und damit die zusĂ€tzlichen Angebote ausgesperrt.

Radioempfang

Analoges UKW-Radioangebot

Im Frequenzbereich von 87,5 MHz bis 108 MHz wird auch ein analoges UKW-Radioangebot im VHF-Band II im Kabel ĂŒbertragen. Zum Empfang dieser Radiosender kann jeder handelsĂŒbliche UKW-RadioempfĂ€nger genutzt werden. Die Verbindung des Antennenanschlusses am UKW-EmpfĂ€nger mit dem entsprechenden Anschluss an der Kabelanschlussdose mit einem Antennenkabel genĂŒgt, wobei die AnschlĂŒsse des Antennenkabels im Vergleich zum Fernseh-Antennenkabel vertauscht verwendet werden. Es handelt sich aber immer um den gleichen Kabeltyp wie beim Fernsehempfang.

Digitales Radioangebot ĂŒber DVB-C

Neben dem analogen UKW-Radioangebot ist auch die digitale Übertragung von Radioprogrammen ĂŒber DVB-C in hoher QualitĂ€t möglich. Da die Übertragung mittels DVB-C auch verschlĂŒsselt möglich ist, kann DVB-C fĂŒr die Übertragung von zusĂ€tzlichen kostenpflichtigen Radioprogrammen (Pay-Radio) verwendet werden, was von Sky (eingeschrĂ€nkt) und von vielen Kabelnetzbetreibern genutzt wird.

Die unverschlĂŒsselte Einspeisung aller Radioprogramme der ARD ĂŒber DVB-C erfolgte, obwohl mit geringem technischen Aufwand möglich, lange Zeit nur durch die wenigsten Kabelnetzbetreiber. Seit Sommer 2008 werden alle öffentlich-rechtlichen Radiosender digital und unverschlĂŒsselt im digitalen Kabelnetz von Kabel Deutschland ĂŒbertragen. Inzwischen sind digitale Radioprogramme bei allen grĂ¶ĂŸeren Netzbetreibern, wie Kabel Deutschland, Unitymedia oder Kabel BW, verfĂŒgbar.

Digitales Radioangebot ĂŒber DAB

Technisch ist die Verbreitung des geplanten digitalen Nachfolgers des terrestrischen UKW-Rundfunks DAB ĂŒber das Kabelfernsehen möglich. Im Kabel wird allerdings DVB-C als drahtgebundener Standard fĂŒr digitalen Hörfunk benutzt; eine drahtgebundene Verbreitung von DAB ist zurzeit von keinem namhaften Anbieter des Kabelfernsehens umgesetzt oder geplant.

Digitalisierung des Kabelfernsehens

Das analoge Kabelfernsehen mit UKW-Rundfunkempfang unterscheidet sich aus Sicht der Sender und EmpfangsgerĂ€te nicht vom analogen Empfang ĂŒber Antenne. Lediglich der zur Übertragung von zusĂ€tzlichen FernsehkanĂ€len erforderliche Frequenzbereich wurde durch die EinfĂŒhrung der sogenannten SonderkanĂ€le vergrĂ¶ĂŸert.

Derzeit wird das analoge Kabelfernsehen schrittweise durch die EinfĂŒhrung von digitalen Zusatzdiensten und die Umstellung von der analogen auf die digitale BildĂŒbertragung digitalisiert. Durch den Einsatz von digitalen Übertragungsverfahren lĂ€sst sich die aus technischen GrĂŒnden begrenzte Bandbreite im Kabelfernsehen wirtschaftlicher nutzen. In der Regel sind die verschiedenen analogen und digitalen Angebote je nach VertragsverhĂ€ltnis und Anbieter verfĂŒgbar.

EmpfangsgerÀte

Der Empfang des digitalen Kabelfernsehens setzt in der Regel einen DVB-C-Receiver fĂŒr jedes FernsehgerĂ€t voraus, auch als Set-Top-Box (STB), Digitalreceiver oder Kabelbox bekannt. Mit diesen GerĂ€ten können hĂ€ufig auch digitale Radioprogramme, die ebenfalls mit DVB-C ĂŒbertragen werden können, empfangen werden.

Das in Deutschland bekannteste GerĂ€t fĂŒr das digitale Fernsehen war die d-box, die es auch fĂŒr Kabelfernsehen gab. Da dieses GerĂ€t nicht mehr weiterentwickelt wurde (Produktion wurde 2001 eingestellt), haben die regionalen Kabelfernsehbetreiber weiter entwickelte Set-Top-Boxen ihren Kunden (je nach Vertragsart auch subventioniert) angeboten. Diese GerĂ€te mĂŒssen aber nicht fĂŒr Premiere geeignet sein. Jeder Verbraucher kann auch eigenstĂ€ndig einen fĂŒr DVB-C geeigneten Digitalreceiver im Fachhandel erwerben (Kosten ca. 70 Euro) und anschließen. Teilweise wird die d-box von Kabelanbietern nicht mehr akzeptiert.[1]

Mittlerweile werden von den Kabelnetzbetreibern schon Settopboxen mit eingebauter Festplatte angeboten. Auch HDTV-Settopboxen werden neuerdings angeboten, allerdings ist das Angebot an HDTV-Programmen im Kabel gegenĂŒber dem Satellitenempfang noch sehr begrenzt

Alternativ kann ein PC mit einer Steckkarte zum Fernsehempfang (TV-Karte) fĂŒr DVB-C auch zum Empfang des digitalen Kabelfernsehens verwendet werden. DVB-C taugliche Fernseher haben einen analogen und einen digitalen Tuner. Sie können die freien öffentlich-rechtlichen Programme empfangen. Um verschlĂŒsselte Programme freizuschalten, muss ein Kartenleser eingesteckt werden, passend fĂŒr die Smartcard des Anbieters. Viele digitale Programme werden verschlĂŒsselt im Kabelfernsehen ĂŒbertragen und sind nur nach einer zusĂ€tzlichen Freischaltung durch sogenannte Smartcards mittels kostenpflichtiger ZusatzvertrĂ€ge empfangbar.

FĂŒr den Kunden verwirrend ist die Vielzahl von Smartcards (SC) der jeweiligen Anbieter passend zur eigenen Set-Top-Box (STB) und den hĂ€ufig zusĂ€tzlichen erforderlichen CI-Interfaces.

Sogenannte digitale FernsehgerÀte können die DVB-Signale heute direkt empfangen und benötigen keine separate Set-Top-Box mehr.

Außerdem kann eine Set-Top-Box gemeinsam mit einer Smartcard in der Regel nur ein TV-Programm decodieren, sodass beim Einsatz von digitalen Videorekordern hĂ€ufig eine weitere Smartcard und eventuell CI-Interface fĂŒr den Decoder erforderlich ist.

Eine automatische Verbesserung der BildqualitÀt ist bei der Umstellung von analogem zu digitalem Kabelfernsehen nicht gegeben. Jedoch wird sie in der Regel von den Sendern und den Kabelnetzbetreibern angestrebt. Die Anzahl der Sender steigt bei der Umstellung in etwa auf das Zehnfache.

GrundverschlĂŒsselung

Bei den meisten deutschen Kabelnetzbetreibern, insbesondere bei Kabel Deutschland und Unitymedia erfolgt die Aussendung der privaten Fernsehprogramme mit einer GrundverschlĂŒsselung. Dies bedeutet, dass man eine spezielle Smartcard des Kabelnetzbetreibers benötigt. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben diese GrundverschlĂŒsselung untersagt. Jedoch unterbinden immer mehr Anbieter durch die VerschlĂŒsselung mit neuen Verfahren die Nutzung von FernsehgerĂ€ten mit integrierten DVB-C-Tunern und verlangen von ihren Kunden, dass diese eine externe Set-Top-Box oder ein CAM-Modul des Anbieters des Kabelfernsehens verwenden. Kabel BW sowie viele kleinere Kabelnetzbetreiber verzichten auf eine GrundverschlĂŒsselung und speisen per Satellit frei empfangbare Sender auch frei in Ihr Kabelnetz ein.

Analogabschaltung

Derzeit gibt es keinen möglichen Abschaltzeitpunkt fĂŒr das analoge Kabelfernsehen. Bislang sind noch von keinem großen Kabelbetreiber PlĂ€ne bekannt, wann es zu einer vollstĂ€ndigen Umstellung aller Kunden in diesem Zeitrahmen kommen wird. Auch fĂŒr die Umstellung des analogen UKW-Radios gibt es noch keinen Termin (siehe Analogabschaltung). Der Betrieb und die Kanalbelegung beim Kabelfernsehen wird in Deutschland durch die Landesmedienanstalt des jeweiligen Bundeslandes genehmigt.

Beim Kabelfernsehen findet die Umstellung mit DVB-C statt. Die Digitalisierung beim Kabelfernsehen soll vorerst marktgetrieben stattfinden.[2] Neben dem bisherigen Abschmelzen analoger KanÀle im Kabel könnte es auch zu einem harten Umstieg (abrupte Analogabschaltung) kommen.[3]

Technische Erweiterungen (Triple Play)

Moderne Kabelnetze sind in der Regel bidirektionale Netze, mit deren Hilfe eine RĂŒckkanalfĂ€higkeit gegeben ist. Hierdurch lassen sich auch Mehrwertdienste und interaktive Dienste nutzen, wie zum Beispiel Breitband-Internetzugang mittels Kabelmodem ĂŒber das Fernsehkabel, sofern sie vom Kabelnetzbetreiber angeboten werden. DarĂŒber hinaus ist das Telefonieren ĂŒber das Kabelnetz in Ausbaugebieten möglich.

In vielen FĂ€llen wurde die RĂŒckkanalfĂ€higkeit erst in den letzten Jahren nachgerĂŒstet, nachdem das Kabelnetz ursprĂŒnglich als reines Verteilmedium fĂŒr Radio- und Fernsehsignale konzipiert worden war. FĂŒr die Umstellung auf RĂŒckkanalfĂ€higkeit war es u.a. insbesondere erforderlich, die alten VerstĂ€rker in den oft am Straßenrand befindlichen VerteilerkĂ€sten auszutauschen. Die neuen VerstĂ€rker unterstĂŒtzen zudem auch ein erweitertes Frequenzspektrum von bis zu 862 MHz, wodurch im Kabelnetz zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten entstehen.[4]

Ein hĂ€ufig verwendetes Protokoll fĂŒr die Anbindung des Internets ĂŒber das Fernsehkabel ist DOCSIS, das in der neueren Spezifikation 3.0 Datenraten bis zu 200 Mbit/s[5] und Datenverkehr in Echtzeit (bereits seit Version 2.0 z. B. fĂŒr IP-Telefonie) ermöglicht. FĂŒr private Endkunden stehen solche Datenraten noch nicht zur VerfĂŒgung. Üblich sind derzeit Geschwindigkeiten bis maximal 100 Mbit/s. Der nĂ€chste Entwicklungsschritt findet mit diesen Datenraten statt und soll nach Angabe des Portals Teltarif die Verschmelzung von Fernsehen, Internet und Multimediadiensten in ausgewĂ€hlten deutschen GroßstĂ€dten ermöglichen.[6][7] FĂŒr die gleichzeitige Nutzung von Fernsehen/Radio, Internet und Telefon, dem sogenannten Triple Play, genĂŒgen bereits Datenraten ab ca. 2000 kB/s, allerdings kann IP-TV mit fernsehbildĂ€hnlicher Auflösung höhere Datenraten erfordern, wie sie z. B. mit 16.000 kB/s bereits großflĂ€chig verfĂŒgbar sind. (Stand: Ende 2010)

Telefonieren

Die angebotenen Telefoniedienste sind in der Regel VoIP-AnschlĂŒsse (Internettelefonie). Die verwendeten Kabelmodems werden von den meisten Anbietern als MietgerĂ€te zur VerfĂŒgung gestellt und beinhalten einen integrierten IP-Adapter fĂŒr den SIP-Standard. Sie ermöglichen den Anschluss eines herkömmlichen Analogtelefons am Kabelmodem. Einige aktuelle Modemmodelle (Stand: November 2010) werden bereits fest vom Anbieter vorkonfiguriert. Telefonie ĂŒber alternative VoIP-Anbieter erfordert in diesem Fall den Anschluss eines externen SIP-Adapters des Kunden oder die Nutzung alternativer Dienste wie Skype.

Gateways des Anbieters verbinden den Telefonkunden ĂŒber das Internet mit dem Festnetz der anderen Telefongesellschaften. Die Identifikation des Teilnehmers erfolgt ĂŒber die MAC-Adresse des IP-Adapters. Bei internetbasierenden Telefoniediensten und Skype kann es generell durch Paktetverluste zu Störungen kommen. Auch bei der Nutzung von analogen Datendiensten mittels Modem und Fax ĂŒber diese AnschlĂŒsse kann es je nach verwendetem Übertragungsprotokoll zu Störungen kommen. (Siehe hierzu VoIP, Abschnitt zur FaxĂŒbertragung).

Weitere internetbasierende Dienste

Rundfunkprogramme und Multimediadienste können mit unterschiedlichen Protokollen ĂŒber das Internet ĂŒbertragen werden. Diese auf dem Internet basierenden Dienste sind technisch unabhĂ€ngig vom gewĂ€hlten Übertragungsmedium (z. B. Telefon-/ Fernsehkabel oder Mobilfunk). WĂ€hrend Webradio auf Grund seiner relativ geringen Datenrate heute kaum noch Probleme verursacht, sind hochauflösende unterbrechungsfreie Video-Streams (IP-TV) in der Regel nur mit entsprechend leistungsfĂ€higen AnschlĂŒssen möglich. Die Durchleitung durch ein anbieterkontrolliertes geschĂŒtztes Netzwerk unterscheidet jedoch die IP-TV-Dienste, die vor allem Kabel- und DSL-Anbieter vermarkten, vom frei verfĂŒgbaren Internetfernsehen.

→ Hauptartikel: IP-TV
→ Hauptartikel: Internet-TV
→ Hauptartikel: Webradio

HDTV

Hochauflösendes Fernsehen, auch HDTV genannt, gibt es fĂŒr analoge und digitale Übertragungswege. Da die zur FernsehĂŒbertragung erforderliche Bandbreite bei HDTV wesentlich grĂ¶ĂŸer ist als beim konventionellen Fernsehen, erfolgt die Übertragung beim Kabelfernsehen vorzugsweise mittels digitaler Übertragungsverfahren, da hier der Bandbreitenbedarf geringer ist als bei einer vergleichbaren analogen Übertragung. Die Übertragung des HDTV kann wahlweise auch verschlĂŒsselt, z. B. fĂŒr Pay-TV, erfolgen.

Netzebenen und Abgrenzung des Kabelfernsehens von einer Gemeinschaftsantennenanlage

Das Kabelfernsehen kann prinzipiell mit einer Gemeinschaftsantennenanlage, mit der zusĂ€tzliche lokale Radio- oder Fernsehsender auch direkt als DVB-T-Signale in diese Anlage eingespeist werden können oder bei der ein Satellitendirektempfang mittels eines SAT-Receivers in der eigenen Wohnung möglich ist, kombiniert werden oder auch mit dieser verwechselt werden. Durch die Definition von Netzebenen fĂŒr das Kabelfernsehen kann eine Abgrenzung zur Gemeinschaftsantennenanlage vorgenommen werden.

Das Kabelnetz kann organisatorisch in mehrere Netzebenen aufgeteilt werden.

In Deutschland gibt es folgende fĂŒnf Netzebenen:

  • Netzebene 1: zwischen Studio und Fernsehschaltstelle
  • Netzebene 2: zwischen Fernsehschaltstelle und BK-VerstĂ€rkerstelle
  • Netzebene 3: zwischen BK-VerstĂ€rkerstelle und Übergabepunkt einschließlich BK-Verteilnetz
  • Netzebene 4: zwischen Übergabepunkt und Breitbandsteckdose (Hausverteilung)
  • Netzebene 5: EndgerĂ€tebereich

In anderen LĂ€ndern, wie zum Beispiel in der Schweiz, kann diese Aufteilung anders sein. In Deutschland ist man in der Regel Kunde eines Anbieters auf der Netzebene 4.

Frequenzbereich und SignalstÀrke

Unter der Bandbreite des Kabelfernsehens versteht man die Anzahl der gleichzeitig ĂŒbertragbaren KanĂ€le und den dabei genutzten Frequenzbereich. Dieser nutzbare Frequenzbereich wird kontinuierlich von den Betreibern erweitert und ausgebaut. Eine Erhöhung des nutzbaren Frequenzbereiches des Kabelfernsehnetzes wurde auch die EinfĂŒhrung der sogenannten SonderkanĂ€le möglich. Die nutzbare Bandbreite immer von den verwendeten Kabeln, VerstĂ€rkern, Verteilern, Anschlussdosen und GrĂ¶ĂŸe der Anlage abhĂ€ngig.

Da beim digitalen Kabelfernsehen zurzeit mehr Fernsehsender als beim analogen Kabelfernsehen in dem gleichen Frequenzbereich ĂŒbertragen werden können, werden neben der Erweiterung des nutzbaren Frequenzbereiches neue FernsehkanĂ€le vorzugsweise digital ĂŒbertragen. Das Kabelfernsehen bietet Platz fĂŒr mehr KanĂ€le als bei terrestrischer Ausstrahlung, aber viel weniger als ĂŒber Satellit.

Ausbau der Bandbreite

Unter der Ausbaustufe wird hĂ€ufig die nutzbare Bandbreite (Frequenzbereich) beim Kabelfernsehen verstanden. In der Geschichte des Kabelfernsehens wurde die Anzahl der gleichzeitig ĂŒbertragbaren KanĂ€le und der dabei genutzte Frequenzbereich mehrfach von den Betreibern erweitert. UrsprĂŒnglich war eine maximale Übertragungsfrequenz fĂŒr das Kabelnetz von 300 MHz und 450 MHz geplant. SpĂ€ter auf 600 MHz und 750 MHz und in neuester Zeit auf 862 MHz erweitert.

Durch den Einsatz von RĂŒckkanĂ€len fĂŒr Internet und Telefonie ĂŒber Kabelfernsehen sinkt jedoch fĂŒr den Kunden die nutzbare Bandbreite fĂŒr das Fernsehangebot. Es ist jedoch auch technisch möglich, unerwĂŒnschte FernsehkanĂ€le oder Dienste aus dem Kabelnetz mittels Sperrfilter zu unterdrĂŒcken und in den vorhandenen LĂŒcken weitere Radiosender und FernsehkanĂ€le (z. B. zur VideoĂŒberwachung) hinzuzufĂŒgen.

Störungen

Ursachen

In Wohngebieten mit Ă€ltern Hausverkabelungen kommt es hĂ€ufiger vor, dass alte, unzureichend geschirmte Antennenleitungen weiterverwendet wurden und somit zum Beispiel im Autoradio Radiosender aus dem Kabelnetz empfangen werden können und andere Funkdienste gestört werden. Bereits in der Anfangsphase musste die Deutsche Bundespost die Nutzung von einigen SonderkanĂ€len wieder einstellen, um eine Störung des Flugfunks zu vermeiden. Zudem kam es seit der EinfĂŒhrung des DAB-Radio (Digital Audio Broadcasting) immer wieder zu Störungen von Fernsehsendern im Kabelnetz. Dieses Problem wurde durch Erhöhung der Sendeleistung von DAB auf den FernsehkanĂ€len 5 bis 12 erneut deutlich sichtbar. Dabei wirken Teile des Kabelfernsehnetz als Antenne oder es kommt zu einer direkten Einstrahlungen in schlecht abgeschirmten VerstĂ€rken und Verteilern durch Nichteinhaltung von Errichtungsvorschriften des Betreibers oder beim Kunden in der Wohnung.[8]

Nicht zuletzt ist dies darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass es keine gesetzliche Handhabe gab, um zu verhindern, dass alte, schlecht abgeschirmte Koaxialkabel und Verteilelemente, sowie Steckdosen in WohngebĂ€uden bei der Umstellung von terrestrischem Antennenempfang auf einen Kabelanschluss einfach weiter verwendet wurden. Die damalige Deutsche Bundespost gab zwar eine Empfehlung zur Verwendung von doppelt abgeschirmten 75Ω-Verteilelementen an die Installationsbetriebe heraus, kontrolliert wurde die Einhaltung der Verordnung hĂ€ufig jedoch nicht. Somit war diese Empfehlung in der Praxis hĂ€ufig unwirksam, da sogar die damals noch ĂŒblichen 60Ω-Installationen aus KostengrĂŒnden weiter verwendet wurden.


Vor der EinfĂŒhrung des Kabelfernsehens sind bereits viele der jetzt dem Kabelfernsehen zur VerfĂŒgung stehenden Frequenzen auch anderen Funkdiensten wie dem Flugfunk und Amateurfunk oder BOS (Funkdienste der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) bereits zugeteilt worden. Diese Funkdienste können gestört werden, falls die Antennenkabel und Steckverbindungen nicht korrekt oder nicht ausreichend abgeschirmt sind oder bewusst manipuliert wurden. Bei diesen Frequenzen handelt es sich hierbei in der Regel um die sogenannten SonderkanĂ€le der Kabelfernsehens. Diese SonderkanĂ€le werden in Deutschland mit einem zusĂ€tzlichen S gekennzeichnet. Ein direkter Empfang dieser KanĂ€le ist nur mit FernsehgerĂ€ten möglich, die mit einem sogenannten Kabeltuner ausgerĂŒstet worden sind. Ab Mitte der 80er Jahre konnten die meisten FernsehgerĂ€te diese SonderkanĂ€le empfangen oder ein Kabeltuner bei Bedarf nachgerĂŒstet werden.


Auch eine unzureichende Entzerrung des Pegels im genutzten Frequenzband oder eine zu hohe VerstÀrkung kann den Kabelfernsehempfang massiv stören.

Typische Störungserscheinungen

Typisch sind folgende Störungen:

  • Verrauschtes Bild („Schnee“) oder Griesel durch zu geringen Signalpegel
  • Schatten, Geisterbilder, ein schwaches „Durchkopieren“ eines anderen Senders und sonstige Empfangsstörungen durch mangelnde Abschirmung oder durch Reflexionen im Kabelnetz
  • Im Extremfall ist sogar der unerwĂŒnschte Empfang anderer Funkdienste durch mangelnde Abschirmung möglich.
  • Beim digitalen Kabelfernsehen kann es zu „Klötzchenbildung“ und „Einfrieren“ des Bildes (blocking/freeze) oder zu sporadischen Aussetzern bei zu geringen Signalpegeln kommen.
  • Ingress (RĂŒckkanalstörungen) durch schlechte Verbindung des Außenmantels an F-Verbindern.

Besonders beim Internetzugang ĂŒber die Leitungen des Kabelfernsehens haben die oben beschriebenen Effekte noch grĂ¶ĂŸere Auswirkungen, da durch elektromagnetische Emission im Kurzwellenbereich Störungen verursacht werden können. Gestört werden dann u. a. der Kurzwellenrundfunk, der Seefunkdienst, Wetterfunk, Flugfunk, militĂ€rische Funkdienste, Botschaftsfunk, Amateurfunkdienst/Notfunk und Sendungen von Presseagenturen. GegenĂŒber den bisher bekannten Störungen im UHF-/VHF-Bereich, die einige 100 m weit reichen konnten, können diese ungewĂŒnschten Aussendungen zu Störungen im Kurzwellenbereich in mehreren Kilometern Entfernung fĂŒhren.

Störungsbeseitigung

durch dritte

Störungen durch die Aussendung des Kabelfernsehsignals werden in Deutschland durch die Bundesnetzagentur, den Nachfolger des frĂŒheren Funkentstördienst, in der Regel auf Anfrage des Betroffenen ermittelt. Der Verursacher wird kostenpflichtig auf die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte verpflichtet oder die Störquelle wird beschlagnahmt. Es können dann zusĂ€tzlich noch weitere juristische Maßnahmen Ă€hnlich wie bei der Verfolgung von Schwarzsendern erfolgen.

Da nun auch fĂŒr DVB-C die SonderkanĂ€le S02 und S03 benutzt werden, ist zum Empfang hĂ€ufig eine neue breitbandige Antennendose erforderlich, die in der Regel der Betreiber bei Bedarf beim Kunden vor Ort ersetzt. Die „alte“ Antennendose hat einen Frequenzfilter, der oberhalb von 108 MHz den digitalen Kanal S02/113 MHz dĂ€mpft und damit dessen störungsfreien Empfang beeintrĂ€chtigt. Einige breitbandige Antennendosen hat allerdings den Nachteil, dass durch hohe UKW-Pegel Bildstörungen durch Übersteuerungen am Fernseher entstehen können. Dies kann durch die Verwendung moderner Antennendosen mit Frequenzfilter behoben werden, da die modernen Antennendosen mit Frequenzfilter fĂŒr den Empfang der SonderkanĂ€le geeignet sind. Es gibt alternativ auch Hochpassfilter, die man in Verbindung mit der breitbandigen Antennendose verwenden kann.

DarĂŒber hinausgehende Installationen und Wartungen in Kabelnetzen sollten auf Grund der umfangreichen Fehlermöglichkeiten immer von einem qualifizierten Fachbetrieb mit entsprechender Technik nach den Vorgaben des zustĂ€ndigen Kabelnetzbetreibers erfolgen.

durch den Endanwender

An der Anschlussdose hört der Verantwortungsbereich des Kabelnetzbetreibers auf. Hier kann der Endanwender durch Verwendung von hochwertigen, mehrfach geschirmten Kabeln und Verteilern im eigenen Bereich vielen dieser Störungen selbst begegnen. Ein zusĂ€tzlicher kapazitiver Mantelstromfilter am Antenneneingang sorgt fĂŒr eine Netztrennung am Antennenanschluss zwischen dem Kabelfernsehnetz und den eigenen GerĂ€ten und verhindert somit die sogenannten Netzeinstreuungen und eine „Brummschleife“.

Der Anschluss von GerĂ€ten an das Kabelfensehnetz, die nicht der CE-Normen entsprechen, sowie von Mini-Radiosendern, CB-FunkgerĂ€ten und das Abgreifen von Antennensignalen mittels Krokodilklemme (beispielsweise fĂŒr eine Teleskopantenne bei mobilen GerĂ€ten) ist nicht statthaft.

SignalstÀrke und QualitÀt

Die vom Kabelfernsehbetreiber zur VerfĂŒgung zu stellende SignalstĂ€rke und die SignalqualitĂ€t sind genormt. Diese Parameter sind fĂŒr den Kunden am zentralen HausĂŒbergabepunkt (Ende Netzebene 3) oder an der Antennendose (Ende Netzebene 4) zur VerfĂŒgung zu stellen.

FĂŒr den Analog-TV-Bereich gilt: Sie reicht in etwa von 60 dB”V bis 80 dB”V (in absoluten Zahlen entspricht das 1,00 mV bis 10 mV). In den meisten HĂ€usern befindet sich nahe dem eigentlichen Anschluss im Keller ein VerstĂ€rker und ein zentraler Verteiler, die idealerweise an jeder Anschlussdose 70 dB”V (etwa 3,16 mV) zur VerfĂŒgung stellen sollten.

FĂŒr den Digital-TV-Bereich DVB-C gilt: Sie reicht in etwa von 50 dB”V bis 70 dB”V (in absoluten Zahlen entspricht das 0,32 mV bis 3,16 mV). In den meisten HĂ€usern befindet sich nahe dem eigentlichen Anschluss im Keller ein VerstĂ€rker und ein zentraler Verteiler, die idealerweise an jeder Anschlussdose 60 dB”V (etwa 1 mV) zur VerfĂŒgung stellen sollten.

Der Pegel (SignalstĂ€rke) ist so hoch, dass in der Regel zwei FernsehgerĂ€te mit einem passiven Verteiler direkt und ohne Störungen an eine Kabelantennensteckdose angeschlossen werden können. Durch die Übertragung von Signalen mit einer definierten StĂ€rke (Pegel) auf einer festgelegten Frequenz im Kabel (Pilotton) können KabelverstĂ€rker automatisch schwankende KabeldĂ€mpfungen, die durch Temperaturschwankungen entstehen, selbststĂ€ndig ausgleichen. Diese VerstĂ€rker werden in der Regel nur zur ÜberbrĂŒckung großer Entfernungen, nicht jedoch als sogenannte HausanschlussverstĂ€rker eingesetzt.

Situation in einzelnen LĂ€ndern

Deutschland

Kabelfernsehen wird von verschiedenen Netzbetreibern gegen GebĂŒhr bereitgestellt. Heute nutzen etwa 49 Prozent der Deutschen Kabelfernsehen. In dieser Statistik werden auch Satellitenzuschauer auslĂ€ndischer Herkunft oder mit verschiedenen Sparteninteressen erfasst, die fremdsprachiges Fernsehen oder im Kabel nicht vorhandene Spartenprogramme ĂŒber Satellit empfangen, obwohl ein Kabelanschluss zur VerfĂŒgung steht und ĂŒber die Mietnebenkosten bezahlt werden muss. Außerdem werden Kunden erfasst, die andere Empfangswege bevorzugen, aber ĂŒber ihren Mietvertrag an den Kabelanschluss gebunden sind. Mindestens 46 Prozent nutzen eine Satellitenantenne und 5 Prozent empfangen terrestrisch ĂŒber die Dachantenne oder verzichten auf Fernsehen.

In Deutschland gibt es zurzeit folgende große Anbieter: Unitymedia (Hessen und Nordrhein-Westfalen), Kabel BW (Baden-WĂŒrttemberg), Kabel Deutschland (ĂŒbrige 13 BundeslĂ€nder, der bei weitem grĂ¶ĂŸte Anbieter), Tele Columbus und Primacom (siehe auch Kabelnetzbetreiber #Deutschland).

Die Landesmedienanstalten ĂŒberwachen die Kabelnetzbetreiber und legen die Programme fest, die in das Kabelnetz eingespeist werden mĂŒssen. In der Regel mĂŒssen alle lokalen (deutschen) Sender, die ohne besonderen Aufwand vor Ort frei empfangbar sind, in das Kabelnetz analog eingespeist werden.

Das digitale Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD und ZDF) muss via DVB-C in das Kabelnetz eingespeist werden. Die Einspeisung aller Fernseh- und Radioprogramme der ARD ĂŒber DVB-C erfolgt, obwohl mit geringem technischen Aufwand möglich, zurzeit nicht von allen Kabelnetzbetreibern. Zurzeit sind von einigen Anbietern keine Termine zur Einspeisung der fehlenden ARD-Sender und des sogenannten Hörfunktransponders ĂŒber DVB-C bekannt.

HĂ€ufig wird auch heute noch eine sehr preiswerte, rein analoge Grundversorgung fĂŒr die lokalen Radio- und Fernsehsender auf Nachfrage angeboten. Kabel Deutschland bietet heute fĂŒr Neukunden kein analoges Kabelfernsehen mehr an (siehe DVB-C). Trotzdem sind bei Kabel Deutschland analoges und digitales Kabelfernsehen fĂŒr alle Kunden noch verfĂŒgbar, wenn auch fĂŒr Neukunden vertraglich kein Anspruch mehr auf analoges Kabelfernsehen besteht.

Geschichte

Die ersten konsequent entwickelten Anwendungen des Kabelfernsehens gab es bereits Mitte der 1930er Jahre in Berlin und spĂ€ter auch in Hamburg unter dem Begriff „Fernseh-Drahtfunk“. Über Koaxialkabel wurden Fernsehsignale auf einen TrĂ€ger von 4,2 MHz aufmoduliert und in die verschiedenen Fernsehstuben und Gemeinschaftsempfangsanlagen Berlins ĂŒbertragen. Der Fernseh-Drahtfunk hatte gegenĂŒber dem Antennen-Fernsehempfang den Vorteil, dass Bildstörungen durch Störsignale aus dem S-Bahn-Netz vermieden werden konnten. Viele der damaligen FernsehempfĂ€nger hatten daher sowohl einen Fernsehantennenanschluss als auch einen Kabeleingang. Der Ton wurde teils ĂŒber dieselbe Leitung als auch ĂŒber das Telefonnetz ĂŒbertragen.[9]

In der Bundesrepublik Deutschland kam es erst Anfang der 1960er-Jahre zur EinfĂŒhrung einer Form von Kabelfernsehen: Gemeinschafts- und Großantennenanlagen zur Versorgung von MietshĂ€usern lieferten per Kabel Fernsehen in die einzelnen Wohnungen. Dieses war allerdings allenfalls noch eine Vorstufe zum Kabelfernsehen, wie man es heute versteht.

Erst 1972 begann die Deutsche Bundespost schrittweise mit dem Bau von Kabelversuchsnetzen in abgeschatteten Gebieten der StĂ€dte Hamburg, bestehend aus Hamburg-PoppenbĂŒttel und Hamburg-Uhlenhorst, und NĂŒrnberg mit einer KapazitĂ€t von je zwölf Fernseh- und Hörfunkprogrammen. Ende 1974 beziehungsweise 1978 wurden diese Kabelnetze, die mit analogen Kabelkopfstellen mit einer Gesamtbandbreite von 350 MHz ausgestattet waren, in Betrieb genommen. Die Kabelversuchsnetze wurden auf Grund ihrer Lage ausgewĂ€hlt. So lag das Kabelversuchsgebiet in Hamburg-Uhlenhorst hinter dem Einkaufszentrum Hamburger Straße und in Hamburg-PoppenbĂŒttel im Neubaugebiet Hamburg-Bau. In der DDR grĂŒndeten örtliche Antennengemeinschaften Ende der 1970er-Jahre die ersten Kabelfernsehnetze, die neben einer Verbesserung des lokalen Rundfunkempfangs auch den Empfang des Westfernsehens in hoher QualitĂ€t ermöglichten.

Kabelfernsehen wurde in Westdeutschland erstmals am 1. Januar 1984 im Rahmen des Kabelpilotprojekts Ludwigshafen bis 1986 ausgestrahlt. Weitere Kabelpilotprojekte folgten in MĂŒnchen (1984–1985), Dortmund (1985–1988) und West-Berlin (1985–1990). Hier wurden auch erstmals SpartenkanĂ€le (z.B. fĂŒr Bildung und Sport) sowie offene KanĂ€le fĂŒr BĂŒrgerprogramme erprobt. Die Geburtsstunde des Kabelfernsehens 1984 war auch gleichzeitig die Geburtsstunde des kommerziellen Privatfernsehens.

Hier gibt es offenbar widersprĂŒchliche Informationen. Aus Recherchen ĂŒber Kabel Deutschland ging Folgendes hervor:
AnlÀsslich der Eurobau soll 1978 in Altenholz (bei Kiel) die erste Kopfstelle in Betrieb gegangen sein. Die erste Satellitenempfangsanlage (SEE) soll 1983 auf dem Kieler Fernsehturm aufgebaut worden und in Betrieb gegangen sein.

Noch 1982 zĂ€hlte die Bundesrepublik mit einem Versorgungsgrad von rund zwei Prozent zu den “Kabel-EntwicklungslĂ€ndern“. 1984 bezifferte die Deutsche Bundespost die Kosten der Verkabelung auf 13,5 Milliarden DM (6,9 Milliarden Euro) und 1988 auf 15 Milliarden DM (7,7 Milliarden Euro). In einem im Oktober 1987 veröffentlichten Gutachten des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung wurde festgestellt, dass die Verkabelung im Gegensatz zu Prognosen des Bundesministeriums fĂŒr das Post- und Fernmeldewesen dem Arbeitsmarkt nur in geringem Maß positive Impulse verlieh. Bis Ende 1990 erhielten in Westdeutschland 8,1 Millionen Haushalte einen Kabelanschluss, das entsprach nach offiziellen Angaben eine Versorgungsdichte mit KabelanschlĂŒssen von 31,5 Prozent aller Haushalte in der Bundesrepublik.[10]

Stand der Verkabelung und Anteil der Haushalte mit Kabelanschluss in Westdeutschland am 30. Juni 1988

Bundesland Anschließbare Wohnungen Anteil der Haushalte
West-Berlin 72,7 Prozent 31,6 Prozent
Bremen 70,5 Prozent 23,2 Prozent
Niedersachsen 45,9 Prozent 17,5 Prozent
Hamburg 45,3 Prozent 13,7 Prozent
Schleswig-Holstein 41,2 Prozent 16,9 Prozent
Rheinland-Pfalz 40,1 Prozent 15,9 Prozent
Bayern 37,4 Prozent 16,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen 33,8 Prozent 11,8 Prozent
Baden-WĂŒrttemberg 32,1 Prozent 12,8 Prozent
Hessen 29,6 Prozent 11,0 Prozent
Saarland 26,3 Prozent 10,3 Prozent
Bundesrepublik Deutschland 38,2 Prozent 14,8 Prozent

Quelle: Deutsche Bundespost. Die Prozentzahl bezieht sich auf den Anteil an der Gesamtzahl der Wohnungen

Am 31. Dezember 1995 meldete die Deutsche Telekom 15,8 Millionen Nutzer von KabelanschlĂŒssen; die Kabeldichte lag damit bundesweit bei 65,3 Prozent, der Versorgungsgrad (Anschlussdichte) bei 64,7 Prozent. Die höchste Anschlussdichte aller BundeslĂ€nder verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (75,1 Prozent) und Brandenburg (74,4 Prozent), der höchste Versorgungsgrad konnte in Hamburg (99,4 Prozent) und Bremen (98,0 Prozent) erreicht werden.

Die niedrigste Anschlussdichte haben im deutschen Kabelnetz demnach Sachsen-Anhalt (56,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (61,4 Prozent), den niedrigsten Versorgungsgrad haben ThĂŒringen (32,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (27,6 Prozent), gefolgt von Brandenburg (39,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (39,6 Prozent). Die meisten an das Fernsehkabelnetz angeschlossenen Wohnungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (3,7 Mio.), Baden-WĂŒrttemberg (2,0 Mio.) und Bayern (2,3 Mio.).

Anfang 1997 forderte die Monopolkommission, die Deutsche Telekom mĂŒsse ihr Kabelnetz verkaufen. Die Bundesregierung lehnte diese Forderung noch im MĂ€rz 1997 mit der BegrĂŒndung ab, ein solcher Zwangsverkauf verstoße gegen Grundgesetz und Aktienrecht.[11]

Nach der Untersagung der bundesweiten gemeinsamen digitalen Kabelfernseh-Medienplattform von Deutscher Telekom, Bertelsmann und der Kirch-Gruppe aus kartellrechtlichen GrĂŒnden durch die EU-Kommission 1998[12] und aufgrund weiteren Drucks der EU- und nationalen Wettbewerbsbehörden verkaufte die Telekom ihr Kabelnetz ab 2000[13] schrittweise bis 2003[14] in Form von regionalen Teilnetzen (Kabel BW, Unitymedia, Kabel Deutschland), was den Weg fĂŒr den rĂŒckkanalfĂ€higen Ausbau und das Angebot von Kabeltelefonie und Kabel-Internet (Triple Play) ĂŒber das deutsche Kabelnetz freimachte. Kabel Deutschland erhielt bei Abkauf der Kabelnetze in Schleswig-Holstein alle Unterlagen zum Kabelfernsehen. Die heutige Deutsche Telekom AG hat bestĂ€tigt, dass Akten und Vermerke zur Errichtung der Kabelnetze komplett an Kabel Deutschland ĂŒbergeben wurden.

Anfang 2004 stand Kabel Deutschland vor der Übernahme anderer großer Mitbewerber, was erneut zu einer Monopolstellung gefĂŒhrt hĂ€tte; das Bundeskartellamt hat die Übernahme daher fĂŒrs Erste untersagt. Anfang 2005 strebten in einem neuen Anlauf zwei regionale Anbieter – ish (Nordrhein-Westfalen) und iesy (Hessen) – einen Zusammenschluss an. Dieser Zusammenschluss ist im Mai 2007 unter dem gemeinsamen Namen Unitymedia erfolgt. Der neue Name steht fĂŒr die Vereinigung von Fernsehen, Internet und Telefon aus einer Hand. Durch Zukauf von Tele Columbus West wurden noch mehr Kunden integriert.

Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hielt der neue HDTV-Standard auch im Kabelnetz Einzug, jedoch nur im Bezahlfernsehen.

Durch die UmrĂŒstung auf zentrale Verteilung mit Glasfaserkabel und Fernwartung wurden mittlerweile viele alte Standorte von Kopfstellen (örtlichen Empfangsstellen) aufgegeben oder zurĂŒckgebaut, sowie deren Kabelnetzsegmente zusammengefasst. Diese Zentralisierung hatte auch zur Folge, dass lokal mittels Antenne frei empfangbare oder ortsĂŒbliche auslĂ€ndische Sender, wie beispielsweise der ORF im grenznahen bayerischen Gebiet, nicht mehr im lokalen Kabelnetz verfĂŒgbar sind.

Zusammenarbeit von Wohnungsverwaltungen und Kabelnetzbetreibern

In der Bundesrepublik Deutschland kam es mit der EinfĂŒhrung des Kabelfernsehens zwischen Kabelnetzbetreibern und Wohnungsverwaltungen sowie gewerblichen Vermietern hĂ€ufig zu langfristigen VertrĂ€gen zur Versorgung von MietshĂ€usern. Diese VertrĂ€ge sicherten erstmalig einen hochwertigen störungsfreien Rundfunk- und Fernsehempfang, auch von nicht ortsĂŒblichen regionalen Programmen der ARD, fĂŒr viele Mieter und sorgten gleichzeitig dafĂŒr, dass in vielen Wohnungen ein Kabelanschluss verfĂŒgbar ist. Gleichzeitig wurden die hĂ€ufig unzureichenden Einzelantennenanlagen der Mieter ĂŒberflĂŒssig und hĂ€ufig die Gemeinschaftsantennenanlagen fĂŒr Wohnblocks und HochhĂ€user in die neuerrichteten Kabelnetze einbezogen.

In einigen StĂ€dten grĂŒndeten Wohnungsverwaltungen auch eigene Kabelnetzbetreiber, um die eigenen Wohneinheiten auf der Netzebene 4 zu versorgen.

Allerdings wird dadurch vielen Mietern ein Kabelanschluss ĂŒber die Nebenkosten aufgezwungen, obwohl dies laut EU-Verfassung nicht zulĂ€ssig ist (vgl. Wettbewerb bei Telefon- oder Energieanbietern). Manche Mieter ziehen eigene Maßnahmen zum Empfang von Fernseh- und Rundfunkprogrammen vor, z. B. weil mit Satelliten- oder Antennenempfang ein ausreichendes Angebot zur VerfĂŒgung steht.

Medienpolitische Bedeutung des Kabelfernsehens

Nach dem Regierungswechsel in der Bundesrepublik im Oktober 1982 wurde der Errichtung flĂ€chendeckender Breitbandkabel-Verteilnetze (BK-Netze) in Kupferkoaxialtechnik eine hohe PrioritĂ€t eingerĂ€umt. Mit 24 bis 35 theoretisch nutzbaren Fernseh- und etwa 40 HörfunkkanĂ€len bietet das Kupferkoaxialkabel im Breitbandnetz eine ÜbertragungskapazitĂ€t, die es erlaubt, ein vielzĂ€hliges Programmangebot zu empfangen. Der damalige Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling Ă€ußerte 1983 sehr deutlich: “Um die Nachfrage nach KabelanschlĂŒssen zu verstĂ€rken, kann es nicht nur um eine Verbesserung der Bild- und TonqualitĂ€t gehen, sondern um das Angebot von mehr Programmen“ – gemeint waren in erster Linie private Anbieter. Die Deutsche Bundespost verdoppelte die Finanzmittel fĂŒr den Ausbau der Breitbandkommunikationsnetze mit Kupferkoaxialkabeln im Jahre 1983 auf insgesamt eine Milliarde DM. Auch fĂŒr die Folgejahre wurde von einer Ă€hnlich hohen Investitionssumme ausgegangen, 1990 waren es schließlich 1,5 Milliarden DM im Jahr. Vor 1982 beschrĂ€nkte sich die Deutsche Bundespost darauf, nur solche Gebiete zu verkabeln, die – meist auf Grund von geografischen Gegebenheiten – keinen oder nur einen schlechten Empfang von terrestrischen Sendern zuließen. Bis 1982 wurden etwa 300.000 Haushalte (1,3 Prozent der Fernsehhaushalte) an die Kabelnetze der Deutschen Bundespost angeschlossen. Die Verkabelungsstrategie der Post wurde nun unter maßgeblichem Einfluss des neuen Postministers verĂ€ndert: Der bisher bedarfsorientierte Ausbau der Kabelverteilnetze wurde durch eine angebotsorientierte Absatzstrategie ersetzt. Die fĂŒr die medienpolitisch erwĂŒnschte Programmvermehrung benötigte Kabelinfrastruktur schien dabei nur durch den massiven Einsatz staatlicher Gelder realisierbar – und ĂŒber die Verwendung der vergleichsweise teuren Kupferkoaxialkabel. Das Kabelfernsehen war damals fĂŒr viele BĂŒrger frĂŒher und preiswerter als der Satellitendirektempfang verfĂŒgbar.

Diese Netze verbreiteten neben dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen von ARD, spĂ€ter allen Dritten Programmen sowie das ZDF auch das staatliche Fernsehen der DDR, ab Mitte der 1980er-Jahre auch erstmals flĂ€chendeckend kommerzielle Privatsender (zunĂ€chst Sat.1 und RTL plus), sowie in GrenznĂ€he den ORF und SRG, sogar unverschlĂŒsselt den schweizerischen Bezahlfernsehsender Teleclub.

Sogar das digitale Satellitenradio DSR wurde ĂŒber das Kabelfernsehen zeitweilig angeboten.

Die EinfĂŒhrung des RĂŒckkanals

Die ursprĂŒnglich fĂŒr das Kabelfernsehen geplanten Breitbandverteilnetze der Deutschen Bundespost hatten die Verwendung eines RĂŒckkanals vorgesehen. Beim Kabelfernsehen ist eine derartige Funktion primĂ€r nicht erforderlich. Jedoch gab es damals auch schon die Versuche den RĂŒckkanal fĂŒr interaktives Fernsehen oder HomeShoping zu realisieren. Nach Protesten der DatenschĂŒtzer wurde diese FunktionalitĂ€t nie großflĂ€chig eingesetzt. Die RĂŒckkanalfĂ€higkeit kam oft erst mit dem Einzug der Internets ĂŒber das Kabelfernsehen zur Jahrtausendwende wieder beim Kabelfernsehen hinzu, in dem Verteiler und VerstĂ€rker ausgetauscht wurden. Zu diesem Zeitpunkt gehörten die deutschen Kabelfernsehnetze hĂ€ufig nicht mehr der Telekom. Eine Internetversorgung ĂŒber das Kabelfernsehen ist fĂŒr Kabelnetze mit kleinen Teilnehmerzahlen und mit einer großen FlĂ€chenausdehnung hĂ€ufig schneller und kostengĂŒnstiger zu realisieren als mittels DSL. Da sich bei diesen Verfahren alle Teilnehmer die KapazitĂ€t im Kabelnetz gemeinsam teilen mĂŒssen, wird bei Kabelnetzen mit vielen Internetnutzern das Kabelnetz in mehrere Teilnetze fĂŒr das Internet getrennt damit die begrenzte Bandbreite fĂŒr das Internet besser ausgenutzt.

Österreich

In Österreich gibt es mehrere große Kabelanbieter sowie einige regionale Kabelnetzbetreiber. Alle großen österreichischen Kabelnetzbetreiber bieten ĂŒber ihre Leitungen auch Internet und Telefonie an. Allerdings ist in Österreich das digitale Satellitenfernsehen stĂ€rker als in jedem anderen europĂ€ischen Staat verbreitet – 55 Prozent der österreichischen Haushalte sind fĂŒr den digitalen Satellitenempfang ausgerĂŒstet. Daher spielt das Kabelfernsehen in Österreich tendenziell eine untergeordnete Rolle.[15]

Schweiz

Etwa 93 Prozent der Schweizer Fernsehhaushalte empfangen ihre Programme ĂŒber einen Kabelnetz-Anbieter, die restlichen Haushalte ĂŒber eine Dachantenne (in der Schweiz nur noch DVB-T) oder ĂŒber Satellit.

Wichtigster Anbieter ist die Cablecom mit einem Marktanteil von ĂŒber 50 Prozent. Gesamtschweizerisch gibt es 422 Kabelnetzbetreiber. Diese gehören Unternehmen, Genossenschaften oder Gemeinden. Nur elf Kabelnetzbetreiber haben mehr als 22.000 Kunden. Dieses zeigt, wie viele kleinere Anbieter es gibt.

Die Netze sind in der Regel fĂŒr 862 MHz ausgelegt. Dadurch werden oftmals ĂŒber 50 verschiedene Fernsehprogramme verbreitet. In den meisten Kabelnetzen wird auch (meist kostenpflichtiges) digitales Fernsehen angeboten, mit insgesamt 600.000 Kunden (Stand: Dezember 2009).[16]

Erfolgreicher ist der Breitband-Internetzugang ĂŒber das Kabelnetz mittels Kabelmodem mit rund 750.000 AnschlĂŒssen (Stand: Dezember 2009).[17] Die Konkurrenztechnologie ADSL zĂ€hlt 1.368.000 AnschlĂŒsse (Stand: Dezember 2007).[18]

Seit dem Jahre 2004 ist in verschiedenen Netzen auch das auch das Telefonieren ĂŒber das Kabelnetz möglich, hier gibt es gemĂ€ss dem Branchenverband swisscable 365'000 AnschlĂŒsse (Stand Dezember 2009). [19]

Seit die SRG seit 1. Dezember 2007 mit HD suisse einen eigenen HD-Kanal betreibt, haben die meisten Schweizer Kabelnetze HDTV-Angebote aufgeschaltet.

Geschichte

Bereits Mitte der 1930er Jahre entstehen die ersten Kabelnetze fĂŒr Hörfunk. Die PTT (heute Swisscom) verzichtete auf ihr Monopol, da sie noch zahlreiche TelefonanschlĂŒsse in Betrieb nehmen musste und sich deshalb nicht auch noch mit dem Aufbau eines Kabelnetzes beschĂ€ftigen wollte. Zudem verfĂŒgte sie mit dem Telefonrundspruch ĂŒber eine eigene drahtgebundene Technologie fĂŒr Hörfunk. Bereits in den 1950er Jahren verbreiteten die ersten Kabelnetze auch Fernsehsignale. In den folgenden Jahren entstanden an zahlreichen Orten Kabelnetze. Anfangs der 1990er Jahren wurden die Kabelnetze oftmals auf 600 MHz oder gar 862 MHz ausgebaut. In einigen Netzen wurden bis zu 65 analoge Fernsehprogramme verbreitet. 1994 fusionierten mehrere grĂ¶ĂŸere Kabelnetze zur Cablecom. 1995 boten die ersten Kabelnetze den Internetzugang. Seit 1. November 2006 bietet die Swisscom auch Fernsehprogramme ĂŒber ADSL-AnschlĂŒsse bzw. VDSL-AnschlĂŒsse (IPTV) an.

USA und Kanada

Schon Mitte der 1940er Jahre entstand in den USA vereinzelt eine Form von Kabelfernsehen, allerdings als Notlösung: Um auch Menschen in abgelegenen Gebieten Fernsehempfang zu ermöglichen, wurden in manchen Regionen große Antennen aufgestellt; anschließend wurden von dort Kabel zu den einzelnen HĂ€usern verlegt.

Der Wunsch nach mehr Programmen fĂŒhrte in den USA und in Kanada dann in den 1950er Jahren dazu, dass neben der gewöhnlichen Fernsehversorgung per Funk auch „echtes Kabelfernsehen“ eingefĂŒhrt wurde.

KanÀle und Frequenzen im deutschsprachigen Raum

Historisch bedingt sind vor der EinfĂŒhrung des Kabelfernsehens die technisch zur VerfĂŒgung stehenden Frequenzen dem Fernsehempfang, dem UKW-Radio und auch anderen Funkdiensten zugeteilt worden. Um eine mögliche Doppelvergabe oder Verwechslung der bestehenden FernsehkanĂ€le zu verhindern, wurden die im Kabel noch freien FrequenzlĂŒcken, die sonst durch andere Funkdienste belegt waren, mit den sogenannten SonderkanĂ€len fĂŒr das Kabelfernsehen belegt.

Deshalb können KanĂ€le, die nur eine Nummer tragen, auch fĂŒr das herkömmliche Fernsehen ĂŒber Antenne verwendet werden. Die mit S bezeichneten KanĂ€le, sogenannte SonderkanĂ€le, sind dagegen außerhalb des Kabelnetzes in dem Funkbetrieb fĂŒr andere Zwecke reserviert. FernsehgerĂ€te von vor etwa 1985 können daher gewöhnlich auch am Kabel nur Sender empfangen, die nicht auf mit S bezeichneten KanĂ€len liegen, da ihr EmpfĂ€nger nicht fĂŒr die SonderkanĂ€le gebaut ist. Meistens sind die KanĂ€le S06 bis S19 jedoch auch mit Ă€lteren GerĂ€ten als Kanal 86 bis 99 empfangbar.

Um den Empfang der SonderkanĂ€le des Kabelfernsehens auf alten GerĂ€ten zu ermöglichen, konnten die Empfangseinheiten (engl. tuner) durch sogenannte Kabeltuner ersetzt werden. Eine weitere Möglichkeit war die Umsetzung der FernsehkanĂ€le mittels eines Kabelkonverters in den UHF-Bereich (FernsehkanĂ€le 21–69), der damals durch das Kabelfernsehen nicht oder nur teilweise genutzt wurde.

Die folgende Tabelle gibt nur die Zuordnungen fĂŒr den deutschsprachigen Raum an – in anderen LĂ€ndern können die gleichen Kanalnummern teilweise andere Frequenzen bezeichnen (siehe hierzu auch Frequenzen der FernsehkanĂ€le). Angegeben ist jeweils die Frequenz des BildtrĂ€gers – zu jedem Kanal gehören aber alle Frequenzen von 1,25 MHz unterhalb der angegebenen BildtrĂ€gerfrequenz bis 1,25 MHz unterhalb der BildtrĂ€gerfrequenz des nĂ€chsten Kanals. Der Kanal 2 erstreckt sich z. B. von 47 MHz bis 54 MHz.

Frequenztabelle fĂŒr Deutschland

Angegebene Frequenzen:

analog
BildtrÀgerfrequenz analoges Fernsehen (Fernsehnorm PAL-B/G)
digital
TrÀgerfrequenz Digitales Fernsehen (DVB-C)

Frequenzen, die in Deutschland wegen der Sicherheitsfunk-Schutzverordnung nicht mehr genutzt werden können, sind kursiv hervorgehoben. Frequenzen, die wegen der Überschneidung mit dem UKW-Radio-Frequenzband nie genutzt worden sind, sind durchgestrichen. Frequenzen, die bisher von keinem Kabelnetzbetreiber genutzt werden, sind eingeklammert.

Rundfunk Band I

Kanal Analog Digital
2 48,25 MHz[20] (50,50±3,50 MHz)
3 55,25 MHz[20] (57,50±3,50 MHz)
4 62,25 MHz[20] (64,50±3,50 MHz)
D73 nur digital 73±4 MHz[20]
D81 nur digital 81±4 MHz[21]

Die KanÀle 2 bis 4 werden nur in den nicht ausgebauten Kabelnetzen und nur analog genutzt.

Die KanÀle D73 und D81 werden nur bei den nicht ausgebauten Netzen der Kabel Deutschland GmbH genutzt. Sie sind keine wirklich registrierten KabelkanÀle, sondern nur eine Notregelung, um flÀchendeckend das gleiche Angebot bieten zu können. In den Ausbaugebieten ist das, was sonst auf D73 ist, auf Kanal 27 im UHF-Band. Derzeit wird der Kanal D81 von Kabel Deutschland nicht verwendet.

Der anschließende Frequenzbereich VHF II (87,50 MHz–108,00 MHz) ist fĂŒr UKW-Radio reserviert.

Unterer Sonderkanalbereich (Midband)

Kanal Analog Digital (7 MHz) Digital (8 MHz a) Digital (8 MHz b)
S01 105,25 MHz 107,50±3,50 MHz - -
S02 112,25 MHz[22] 114,50±3,50 MHz (an!)[23] 113±4 MHz (114±4 MHz)
S03 119,25 MHz[22] 121,50±3,50 MHz (an!)[23] 121±4 MHz (122±4 MHz)
S04 126,25 MHz[22] 128,50±3,50 MHz (an!)[23] 129±4 MHz (Primacom, Unitymedia)[24][25] 130±4 MHz (KDG[26], KabelBW[27])
S05 133,25 MHz[22] 135,50±3,50 MHz (an!)[23] 137±4 MHz (Primacom)[24] (138±4 MHz)
S06 140,25 MHz[26] (142,50±3,50 MHz) 145±4 MHz (Primacom)[24] (146±4 MHz)
S07 147,25 MHz[26] (149,50±3,50 MHz) (153±4 MHz) (154±4 MHz)
S08 154,25 MHz[26] (156,50±3,50 MHz) (161±4 MHz) (162±4 MHz)
S09 161,25 MHz[26] (163,50±3,50 MHz) (169±4 MHz) (170±4 MHz)
S10 168,25 MHz[26] (170,50±3,50 MHz) - -

Der Sonderkanal S01 kann wegen der Überschneidung mit dem UKW-Radio-Frequenzband nicht genutzt werden.

Die SonderkanĂ€le S02 und S03 wurden nur selten analog genutzt und durften durch die Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV) der Bundesnetzagentur ab 31. MĂ€rz 2009 im Bereich 112 bis 125 MHz nicht mehr analog genutzt werden. Bei digitaler Belegung der KanĂ€le S02 und S03 wird von den QPSK-QAM-Umsetzern eine Bandbreite von 8 MHz benötigt. Die Kabelnetzbetreiber nutzen daher die Frequenzen bis zur Neuaufteilung wie folgt: S02 = 113 MHz, S03 = 121 MHz.

Die SonderkanĂ€le S04 und S05 werden bis zum 31. Dezember 2010 durch die Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV) digitalisiert; ein analoger Betrieb im Bereich 125 MHz bis 137 MHz ist ab 1. Januar 2011 untersagt. Dadurch entfallen im analogen Kabelfernsehprogramm z.B. bei Kabel Deutschland in jedem Bundesland ein Drittes Fernsehprogramm der ARD (bspw. in Niedersachsen das Bayerische Fernsehen). Bei Unitymedia erfolgte die Umstellung erst zum 25. Januar 2011.[28] Durch die Digitalisierung von S04 und S05 richten einige Kabelanbieter, wie z.B. Kabel Deutschland, ihr Kabelraster neu aus. So liegt S04 bei Kabel Deutschland und KabelBW digital auf 130 MHz und S05 digital auf 138 MHz. Da allerdings S06 noch analog auf 140 MHz genutzt wird, entfĂ€llt die digitale Nutzung von S05 bis zur weiteren Abschaltung analoger KanĂ€le. Somit kann durch diese Digitalisierung faktisch nur einer von zwei KanĂ€len genutzt werden; die restliche KapazitĂ€t wird vorerst verschenkt.

Die SonderkanÀle S06 bis S10 werden derzeit nur analog genutzt.

In der Schweiz werden in den Kabelnetzen alle SonderkanÀle S02 bis S10 analog genutzt, teilweise mit einzelnen KanÀlen um bis zu 1.5MHz Versatz, um Störungen zu Lokal- oder Behördenfunk zu vermeiden.

Rundfunk Band III

Kanal Analog Digital
5 175,25 MHz[26] (177,50±3,50 MHz)
6 182,25 MHz[26] (184,50±3,50 MHz)
7 189,25 MHz[26] (191,50±3,50 MHz)
8 196,25 MHz[26] (198,50±3,50 MHz)
9 203,25 MHz[26] (205,50±3,50 MHz)
10 210,25 MHz[26] (212,50±3,50 MHz)
11 217,25 MHz[26] (219,50±3,50 MHz)
12 224,25 MHz[26] (226,50±3,50 MHz)

Die KanÀle 5 bis 12 werden derzeit nur analog genutzt.

Oberer Sonderkanalbereich (Superband)

Kanal Analog Digital (7 MHz) Digital (8 MHz)
S11 231,25 MHz[26] (233,50±3,50 MHz) -
S12 238,25 MHz[26] (240,50±3,50 MHz) -
S13 245,25 MHz[26] (247,50±3,50 MHz) -
S14 252,25 MHz[26] (254,50±3,50 MHz) -
S15 259,25 MHz[26] (261,50±3,50 MHz) -
S16 266,25 MHz[26] (268,50±3,50 MHz) -
S17 273,25 MHz[26] (275,50±3,50 MHz) -
S18 280,25 MHz[26] (282,50±3,50 MHz) -
S19 287,25 MHz[26] (289,50±3,50 MHz) 290±4 MHz[21]
S20 294,25 MHz[26] (296,50±3,50 MHz) 298±4 MHz[21]

Die SonderkanÀle S11 bis S20 werden derzeit nur analog genutzt.

Erweiterter Sonderkanalbereich (Hyperband)

Kanal Analog Digital
S21 303,25 MHz[26] 306±4 MHz
S22 311,25 MHz[26] 314±4 MHz
S23 319,25 MHz[26] 322±4 MHz
S24 327,25 MHz[29] 330±4 MHz
S25 335,25 MHz[29] 338±4 MHz
S26 343,25 MHz[30] 346±4 MHz
S27 351,25 MHz[30] 354±4 MHz
S28 359,25 MHz 362±4 MHz
S29 367,25 MHz 370±4 MHz
S30 375,25 MHz 378±4 MHz
S31 383,25 MHz 386±4 MHz
S32 391,25 MHz 394±4 MHz
S33 399,25 MHz 402±4 MHz
S34 407,25 MHz 410±4 MHz
S35 415,25 MHz[26] 418±4 MHz
S36 423,25 MHz 426±4 MHz
S37 431,25 MHz 434±4 MHz
S38 439,25 MHz 442±4 MHz
S39 447,25 MHz 450±4 MHz
S40 455,25 MHz[30] 458±4 MHz
S41 463,25 MHz 466±4 MHz
Ende des empfangbaren Bereichs
in Kabelnetzen mit Ausbaustufe 470 MHz.

Rundfunk Band IV

Kanal Analog Digital
21 471,25 MHz[26] 474±4 MHz
22 479,25 MHz[26] 482±4 MHz
23 487,25 MHz[26] 490±4 MHz
24 495,25 MHz[29] 498±4 MHz
25 503,25 MHz[29] 506±4 MHz
26 511,25 MHz[29] 514±4 MHz
Ende des empfangbaren Bereichs
in Kabelnetzen mit Ausbaustufe 510 MHz.
27 519,25 MHz[29] 522±4 MHz
28 527,25 MHz[26] 530±4 MHz
29 535,25 MHz[26] 538±4 MHz
30 543,25 MHz[23] 546±4 MHz
31 551,25 MHz[23] 554±4 MHz
32 559,25 MHz[23] 562±4 MHz
33 567,25 MHz[23] 570±4 MHz
34 575,25 MHz[23] 578±4 MHz
35 583,25 MHz[23] 586±4 MHz
36 591,25 MHz[23] 594±4 MHz
37 599,25 MHz[23] 602±4 MHz
Ende des empfangbaren Bereichs
in Kabelnetzen mit Ausbaustufe 600 MHz.

Rundfunk Band V

Kanal Analog Digital
38 607,25 MHz 610±4 MHz
39 615,25 MHz 618±4 MHz
40 623,25 MHz 626±4 MHz
41 631,25 MHz 634±4 MHz
42 639,25 MHz 642±4 MHz
43 647,25 MHz 650±4 MHz
44 655,25 MHz 658±4 MHz
45 663,25 MHz 666±4 MHz
46 671,25 MHz 674±4 MHz
47 679,25 MHz[30] 682±4 MHz
48 687,25 MHz[30] 690±4 MHz
49 695,25 MHz[23] 698±4 MHz
50 703,25 MHz[23] 706±4 MHz
51 711,25 MHz[23] 714±4 MHz
52 719,25 MHz[23] 722±4 MHz
53 727,25 MHz[23] 730±4 MHz
54 735,25 MHz[23] 738±4 MHz
55 743,25 MHz[23] 746±4 MHz
56 751,25 MHz[23] 754±4 MHz
57 759,25 MHz 762±4 MHz
58 767,25 MHz 770±4 MHz
59 775,25 MHz 778±4 MHz
60 783,25 MHz 786±4 MHz
61 791,25 MHz 794±4 MHz
62 799,25 MHz 802±4 MHz
63 807,25 MHz 810±4 MHz
64 815,25 MHz 818±4 MHz
65 823,25 MHz 826±4 MHz
66 831,25 MHz 834±4 MHz
67 839,25 MHz 842±4 MHz
68 847,25 MHz 850±4 MHz
69 855,25 MHz[30] 858±4 MHz

Übertragung von Fernsehsignalen ĂŒber Ethernet

Cable TV Fiber Optic (CATV FO) ist eine Glasfaser-Lösung fĂŒr die Übertragung von digitalen Fernsehsignalen ĂŒber Ethernet/LAN (Local Area Network). Dieses Verfahren zĂ€hlt zu den auf dem internetbasierten (IP) Übertragungsverfahren, die unabhĂ€ngig vom klassischen Kabelfernsehen existieren können. Mit diesem System können die Signale im Glasfasernetz ohne zusĂ€tzliche VerstĂ€rker ĂŒber lĂ€ngere Strecken ĂŒbertragen werden und so weitlĂ€ufige Regionen digital erschlossen werden, um sie nach einer Umsetzung mit Kabelfernsehen und anderen Medien zu versorgen.

Einsatzgebiete sind GebĂ€udekomplexe und grĂ¶ĂŸere Unternehmensstandorte mit strukturierter Verkabelung; beispielsweise Firmen- und Gewerbeparks, Freizeitanlagen, Hotels, Logistikzentren, Raffinerien, HĂ€fen, Bahnhöfe oder moderne Wohnanlagen. Mit einzelnen Produkten können TV-Signale ĂŒber Distanzen bis 2.000 Meter und an bis zu 64 EmpfĂ€nger verteilt werden (FTTH). Die Multimedialösung ist in der strukturierten GebĂ€udeverkabelung (strukturierte Verkabelung) als Campus-, GebĂ€ude- sowie Etagenverteiler einsetzbar und kann in bestehende Netzwerke integriert werden.

Diese Technik ist fĂŒr alle digitalen Übertragungsverfahren, besonders jedoch fĂŒr IP-TV und Webradio geeignet. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich dieses Verfahren auch fĂŒr DVB-C und nach einer Digitalisierung auch fĂŒr analoge Radio- und Fernsehsignale einsetzen. Damit jedoch auch klassische Radio- und TV-EmpfĂ€nger, die ihre Signale mittels einer Antennendose erhalten und nur ĂŒber DVB-C oder analog Kabelfernsehen empfangen werden können, sind in der Kopfstelle Umsetzer fĂŒr die Signale aus Cable TV Fiber Optic in die konventionellen Systeme erforderlich. Auf Grund der möglichen hohen digitalen ÜbertragungsqualitĂ€t kann diese Übertragungstechnik zur ZufĂŒhrung von Signalen in die Kopfstelle des Kabelnetzanbieters verwendet werden.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Christoph Engel: Kabelfernsehen. (= Wirtschaftsrecht der internationalen Telekommunikation; Vol. 29). Nomos, Baden-Baden 1996, ISBN 3-7890-4432-6
  • Erwin Faul, Michael JĂ€ckel (Hrsg.): Kabelfernsehen in Deutschland. Pilotprojekte, Programmvermehrung, private Konkurrenz. Ergebnisse und Perspektiven. (= Reihe Medien-Skripten; Bd. 11). R. Fischer, MĂŒnchen 1991, ISBN 3-88927-082-4
  • Harald H. Zimmermann: Kabelfernsehen. Eine EinfĂŒhrung. UniversitĂ€t, SaarbrĂŒcken 1984 (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. ↑ Heise.de: Kabel Deutschland akzeptiert nicht mehr alle dBoxen
  2. ↑ bmwi.de: „1.1 Kabel: Die Marktbeteiligten sollen gemeinsam ein Übergangsszenario erarbeiten, welches unter BerĂŒcksichtigung des bisherigen Zeitziels 2010 ein sukzessives Auslaufen analoger Übertragung ermöglicht und dabei Handel, VerbraucherverbĂ€nde und Wohnungswirtschaft einbeziehen. (
) Kabel 3.1: Der Übergangsprozess von der analogen zur digitalen Übertragung hatte in Breitbandkabelnetzen im Jahr 2000 bereits begonnen. Die Initiative Digitaler Rundfunk ging damals davon aus, dass dieser Prozess im Wesentlichen marktgetrieben verlaufen könne. (
) Die IDR nahm an, dass die analoge Übertragung durchaus vor dem Jahr 2010 auslaufen könne.“
  3. ↑ alm.de: „Die PlĂ€ne einzelner Kabelnetzbetreiber, im Zuge der Digitalisierung analoge KabelkanĂ€le ‚abzuschmelzen‘ (
) In einer GesprĂ€chsrunde von Landesmedienanstalten und Kabelnetzbetreibern im Juni 2006 wurde ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen verabredet, das insbesondere der Transparenz und einer fairen Lastenverteilung in dieser vorĂŒbergehenden Engpasssituation verpflichtet sein soll; die Erprobung eines sog. ‚harten Umstiegs‘ in einigen ausgesuchten rĂ€umlichen Bereichen ist Bestandteil der Übereinkunft.“
  4. ↑ HintergrĂŒnde zur Modernisierung der Kabelnetze
  5. ↑ Christoph H. HochstĂ€tter in ZDNet.de: Highspeed-Internet im Kabel: 200 MBit/s mit EuroDocsis 3.0 vom 28. Oktober 2009
  6. ↑ Teltarif.de: Das TV-Kabel ist eine Alternative zum Breitband-Internet mit DSL (abgerufen am 3. November 2010)
  7. ↑ Teltarif.de: Das schnelle Internet kommt jetzt nach Bremen, Kiel und Magdeburg vom 30. Oktober 2010
  8. ↑ Digitales Antennenradio (DAB+) stört analogen TV-Kabelempfang, Meldung aus der letzten JulihĂ€lfte 2011 auf der InternetprĂ€senz von Kabel Deutschland, abgerufen am 28. August 2011.
  9. ↑ Gerhard Goebel: „Das Fernsehen in Deutschland bis zum Jahre 1945“. Archiv fĂŒr das Post- und Fernmeldewesen Nr. 5, August 1953, S. 338–340.
  10. ↑ Lit.: Unsere Medien – Unsere Republik. Mediengeschichte als Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 11 Hefte, hrsg. vom Adolf Grimme Institut. Heft 8: „1984: Die formierten Medien“. Marl 1991, S. 25–27
  11. ↑ Telekom darf Netz behalten. In: Die Welt vom 4. MĂ€rz 1997
  12. ↑ Die Zeit 23/1998: „Der Digitalpakt zwischen Kirch und Bertelsmann – Europas spektakulĂ€rster Fall“
  13. ↑ Golem.de Februar 2000: Telekom verkauft Kabelnetz in NRW
  14. ↑ Teltarif MĂ€rz 2003: Deutsche Telekom schließt Verkauf restlicher Kabelnetze ab
  15. ↑ Die Presse-Onlineportal: Fernsehempfang: Sat-TV: Österreich ist Erster — 55,3 Prozent sehen via Satellit fern, 36,5 via Kabel vom 2. April 2008
  16. ↑ Swisscable.ch: Swisscable – Genau die richtige Verbindung
  17. ↑ Swisscable.ch: Swisscable – Genau die richtige Verbindung
  18. ↑ BFS: Medienindikatoren Internet: Hochgeschwindigkeitsinternet
  19. ↑ Swisscable.ch: Swisscable – Genau die richtige Verbindung
  20. ↑ a b c d [1]
  21. ↑ a b c [2]
  22. ↑ a b c d [3]
  23. ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t [4]
  24. ↑ a b c [5]
  25. ↑ [6]
  26. ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag [7]
  27. ↑ Pro Sieben HDTV Sender ab Montag bei Kabel BW
  28. ↑ http://www.satundkabel.de/index.php/nachrichtenueberblick/fernsehen/77923-auch-unitymedia-fummelt-an-analoger-kabelbelegung-der-tv-programme
  29. ↑ a b c d e f [8]
  30. ↑ a b c d e f [9]

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