Kagome

Inu Yasha-Schriftzug
darunter das Kanji-Logo mit kleinen Furigana

Inu Yasha (jap. 戦国御伽草子「犬夜叉」, sengoku otogizōshi „inu yasha“, Die mittelalterliche Geschichte „Inu Yasha“) ist eine international erfolgreiche Manga-Serie der japanischen Zeichnerin Rumiko Takahashi, die unter anderem auch als Anime umgesetzt wurde.

Die Handlung von Inu Yasha spielt vorrangig im Japan der Sengoku-Zeit (15. und 16. Jahrhundert). Viele der Charaktere sind Yōkai, Oni oder andere Wesen aus der japanischen Mythologie. Der Hauptcharakter Inu Yasha sowie einige weitere basieren auf den Inugami. Yōkai sind mächtige übernatürliche Wesen, die auch in menschenähnlicher Gestalt auftreten. Im Gegensatz zum westlichen Dämon sind sie aber keineswegs ausschließlich böse. Die Handlung dreht sich vorrangig um den Kampf der Hauptcharaktere gegen einen Dämon namens Naraku. Außerdem geht es um die Dreiecksbeziehungen zwischen Inu Yasha, Kagome und Kikyō.

Das Werk mit einem Umfang von knapp 9.500 Seiten erschien von 1996 bis 2008 und lässt sich in die Genres Abenteuer, Märchen, Drama und Komödie einordnen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Inu Yashas Vorgeschichte

Inu Yasha wird als Sohn des Hundeyōkais Inu no Taishō (dt. Herr der Hunde) und der Menschenfrau Izayoi geboren. Als Hanyō, eine Art Halbdämon, verachten ihn die Menschen wie einen Yōkai. Sein Vater kommt ums Leben, als er Izayoi nach Inu Yashas Geburt vor dem Fürsten Takemaru beschützt. Da sein Halbbruder Sesshōmaru, ein vollwertiger Yōkai, ihn für den Tod des gemeinsamen Vaters verantwortlich macht, entwickelt dieser Verachtung gegenüber Inu Yasha.

Danach wächst Inu Yasha bei seiner Mutter und ihrer Familie auf, wird aber wegen seiner Abstammung stets diskriminiert. Nachdem auch seine Mutter stirbt muss er allein zurechtkommen und sich gegen Dämonen behaupten, sodass er ständig stärker wird.

Inu Yasha und das Shikon no Tama

Vor hunderten von Jahren drohte die Welt in die Hände der Dämonen zu fallen. Doch die mächtige Priesterin Midoriko stellte sich ihnen entgegen. Die Dämonen verbündeten sich gegen sie und verschmolzen ihre Seelen zum größten und bösesten Dämonen. Nach einem Kampf durch sieben Tage und Nächte war sie am Ende und ihre Seele drohte von dem Dämon ausgesaugt zu werden. Mit letzter Kraft entzog sie dem Dämon seine bösartige Seele. Aus dieser und ihrer eigenen Seele entstand das Shikon no Tama (四魂の玉, dt. „Juwel der vier Seelen“) in dessen Inneren die beiden Seelen noch immer einen Kampf gegeneinander führen. Die vier Seelen, aus denen das Shikon no Tama besteht, sind Aramitama (荒魂), Nigimitama (和魂), Kushimitama (奇魂) und Sakimitama (幸魂). Aramitama steht für den Mut, Nigimitama für die Freundschaft, Kushimitama steht für die Weisheit und Sakimitama für die Liebe. Es hat die Fähigkeit, die Kräfte von Dämonen zu verstärken und wurde der Priesterin Kikyō zur Obhut überlassen.

Eines Tages trifft Kikyō auf Inu Yasha, der es auf das Juwel abgesehen hat, um mit diesem ein vollwertiger Yōkai zu werden. Die Priesterin und der Halbdämon verlieben sich. Onigumo, ein schwerverletzter Dieb, der von Kikyō in einer kleinen Höhle gepflegt wurde, verliebt sich ebenso in sie. Da er aber sehr schwach ist, lässt er sich von Dämonen verzehren, damit er sich ihre Körper und Kräfte zu Nutze machen kann. Er ersinnt in seiner neuen Gestalt, die er Naraku nennt, einen teuflischen Plan, um sich des Shikon no Tamas zu bemächtigen und so ebenso ein vollwertiger Yōkai zu werden. Die Liebe zu Kikyō, die sein menschlicher Teil empfindet, verdrängt er. Als Kikyō Inu Yasha das Shikon no Tama bringen will, damit er ein Mensch werden kann und sie zusammen leben können, greift Naraku sie in Gestalt von Inu Yasha und ihn in Kikyōs Gestalt an. Durch den scheinbaren Verrat Kikyōs enttäuscht, geht der Hanyō ins Dorf, um das Juwel zu stehlen. Die schwer verwundete Kikyō schafft es jedoch, Inu Yasha mit einem Pfeil an einen heiligen Baum zu bannen, wodurch er in einen tiefen Schlaf fällt, obwohl es ihr möglich gewesen wäre ihn zu töten. Kikyō selbst wurde von Naraku so schwer verletzt, dass sie stirbt. Das Shikon no Tama wird nach ihrem letzten Willen mit ihrer Leiche verbrannt.

Beginn der Juwelensplittersuche

Am Ende des 20. Jahrhunderts wird Kikyōs Seele in Kagome Higurashi wiedergeboren, die dadurch auch das Shikon no Tama in sich trägt. Sie ahnt von dieser Tatsache jedoch nichts und lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Großvater, ihrem kleinen Bruder Sōta und dem Kater Buyo in einem Schrein in Tokio. An ihrem 15. Geburtstag wird Kagome von einem Yōkai in den Brunnen des Schreins gezogen. Dieser Brunnen bildet ein Zeitportal zwischen Inu Yashas und ihrer Zeit, durch das nur sie und Inu Yasha reisen können. Sie reist 500 Jahre in die Vergangenheit zurück und landet in der Zeit 50 Jahre nach Kikyōs Tod. Hier trifft sie auf den schlafenden Inu Yasha, den sie von ihrem Bann befreit. Der Dämon "Lady Tausendfuß", der Kagome in den Brunnen zog, reißt ihr das Shikon no Tama aus dem Leib. Das Juwel der Vier Seelen taucht damit wieder in der Zeit Inu Yashas auf und erneut wollen alle Yōkai in den Besitz des Juwels gelangen. Im Kampf gegen einen Krähendämon trifft sie mit einem Pfeil unbeabsichtigt das Juwel, welches daraufhin zersplittert. Diese Splitter verteilen sich in alle Himmelsrichtungen. Nun liegt es an Kagome und Inu Yasha, die Splitter wieder einzusammeln und zu einem Juwel zusammenzufügen, bevor ihnen jemand zuvor kommt.

Auf ihrer Suche treffen sie zuerst auf Inu Yashas Halbbruder und Hundeyōkai Sesshōmaru. Dieser ist auf der Suche nach Tessaiga, dem Schwert seines Vaters, welches „hundert Dämonen mit einem Schlag töten“ kann. Jedoch ist Tessaiga für Inu Yasha bestimmt und kann deswegen von vollwertigen Yōkai wie Sesshōmaru nicht geführt werden. Als Sesshōmaru dennoch gegen Inu Yasha um das Schwert kämpft, kann dieser seinem älteren Bruder eine Niederlage beibringen, wobei Sesshōmaru seinen linken Arm verliert.

Bald darauf treffen Kagome und Inu Yasha auf den jungen Kitsune Shippō, einen Fuchsdämon. Dieser begleitet die beiden von nun an, da seine Familie von anderen Dämonen getötet wurde.

Einige Zeit später wird Kikyō von der Dämonin Urasue aus Graberde und Knochen als eine Art Golem wiederbelebt. Kikyō will sich nun an Inu Yasha rächen, wobei sie herausfindet, dass Naraku beide hereingelegt hat. Daraufhin will sie Naraku töten, aber dennoch auch Inu Yasha mit in den Tod nehmen. Kagome verhindert dies, da sie sich inzwischen auch in Inu Yasha verliebt hat.

Auf ihrer Suche nach weiteren Juwelensplittern stoßen die drei Freunde auf den buddhistischen Mönch (Hōshi) Miroku, der auch Juwelensplitter sammelt, damit sie nicht Dämonen in die Hände fallen. Nach einem kurzen Kampf gegen Inu Yasha schließt sich Miroku der Gruppe an.

Später trifft die Gruppe auf die Dämonenjägerin Sango und ihre Katze Kirara (eine Nekomata). Sangos Familie wurde von Naraku durch eine List getötet und das Dorf der Dämonenjäger in einem Überfall zerstört. Nur Sango und ihr kleiner Bruder Kohaku überlebten. Naraku überzeugt Sango davon, dass Inu Yasha ihr Dorf zerstört hätte. Sie versucht darauf, sich an Inu Yasha zu rächen. Als sie die Wahrheit erkennt, schließt Sango sich der Gruppe an. Kohaku blieb durch einen Juwelensplitter in seinem Rücken am Leben, aber auch unter Narakus Kontrolle und wird von diesem nun gegen Inu Yashas Gruppe eingesetzt. Doch es gelingt der Gruppe, Naraku schwer zu verletzen, ohne Kohaku zu töten. Naraku kann seine Kräfte aber bald wiederherstellen.

Die Freunde treffen auf den Wolfsyōkai Kōga, dem Anführer eines dämonischen Wolfsrudels. Dieser entführt Kagome und will diese wegen ihrer Fähigkeit, Juwelensplitter zu spüren, heiraten. Doch Inu Yasha verhindert dies und holt Kagome zur Gruppe zurück. Bald darauf bringen Naraku und sein Abkömmling Kagura mit einem Trick Kōga dazu, erneut gegen Inu Yasha zu kämpfen. Auch dieses Mal verliert er gegen Inu Yasha. Es gelingt jedoch den beiden, sich gegen Kagura und Narakus anderen Abkömmling Kanna zu behaupten. Kōga gibt Kagome aber nicht auf und reist ihr fortan hinterher, weswegen es häufig zu einer Rangelei zwischen ihm und Inu Yasha kommt, die Kagome meist schnell zu beenden versucht.

Erkenntnis Inu Yashas

Als Inu Yasha in der Folgezeit gegen einen weiteren Abkömmling Narakus kämpft, zerbricht sein Schwert Tessaiga. Dadurch wird Inu Yasha aus Selbsterhaltungstrieb zu einem Dämon und hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Er besiegt Narakus Abkömmling und kann von Kagome zu seinem normalen Wesen zurückgeholt werden. Als Inu Yasha sich danach während Kämpfen ohne Tessaiga mehrmals in einen blutrünstigen Dämon verwandelt, fürchtet er, in diesem Zustand eines Tages seine Freunde umzubringen. Daher beschließt er, nicht mehr mit Hilfe des Shikon no Tama ein vollwertiger Yōkai zu werden. Das Schwert Tessaiga wird dem Yōkaischmied Tōtōsai übergeben, der es repariert.

Weiterhin jagen die Freunde Naraku, der mit Tricks versucht, sie zu besiegen. Inu Yasha wird in dieser Zeit stärker und erlernt neue Techniken seines Schwertes, indem er mächtige Gegner besiegt. Die Macht der Gegner geht auf Tessaiga über. Währenddessen sammeln beide Parteien weiter Splitter des Juwels. Nach einem Kampf Narakus gegen Inu Yasha und Sesshōmaru muss sich Naraku verletzt zurückziehen und verschwindet.

Der Berg Hakurei und die Shichinintai

Auf ihrer Wanderung gelangen die Freunde in die Nähe des Berges Hakurei, den eine starke Barriere umgibt. Diese Barriere läutert alle Wesen, die in sie eindringen. Auch Kikyō und Kōga sind aus unterschiedlichen Gründen auf dem Weg zu dem Berg.

Währenddessen hat Naraku sieben legendäre Krieger, die Shichinintai, mit Juwelensplittern wieder zum Leben erweckt. Diese sollen, unter ihrem Anführer Bankotsu, als Söldner gegen Inu Yasha und seine Freunde kämpfen. Der erste der Krieger wird von Kōga besiegt, nach und nach können auch die anderen Krieger bezwungen werden. Zur gleichen Zeit kann sich Naraku im Inneren des Berges Hakurei von seinem letzten Kampf vollständig erholen und wird sogar noch stärker als zuvor.

Es gelingt Naraku, Inu Yashas Gruppe und Kōga in eine Falle zu locken, aus der sie aber entkommen können. Jedoch tötet er scheinbar Kikyō vor den Augen Inu Yashas. Zudem kann er sein menschliches Herz in Form von Akago, einem Säugling, abspalten.

Ende der Splittersuche

Nach den Ereignissen am Berg Hakurei ziehen Inu Yasha und seine Freunde weiter, um die restlichen Splitter des Shikon no Tama einzusammeln. Doch Naraku hat einen Großteil der Splitter bereits in seinem Besitz. Währenddessen gelingt es einem mächtigen Mönch, Akago in zwei Teile zu teilen. Beide Teile überleben – einer beherbergt in Form eines Säuglings weiter Narakus Herz, der andere Teil wird zu Narakus Abkömmling Hakudōshi. Dieser schafft aus vielen Yōkai, die er tötet, den seelenlosen Dämon Mōryōmaru.

Als bekannt wird, dass sich der letzte Splitter im Jenseits befindet, beginnt ein Wettlauf dorthin. Dieser gipfelt in einem Kampf um den Splitter am Grab des Inu no Taishō, in dem es Inu Yasha gelingt, den Splitter zu erobern. In dieser Zeit beschließen Miroku und Sango, wenn Naraku einmal besiegt wurde, zu heiraten. Als sich nun Kohaku aus Narakus Bann lösen kann und Sango als seine Schwester wieder erkennt, muss er dies verbergen und weiter mit Naraku zusammenarbeiten, damit dieser ihn nicht erneut unter seinen Bann zwingt.

Kampf gegen Hakudōshi und Mōryōmaru

Da nun alle Juwelensplitter eingesammelt wurden, spitzt sich der Konflikt immer weiter zu. Naraku hat nun fast das ganze Juwel, doch seine Abkömmlinge Hakudōshi und Mōryōmaru, in dem sich Akago verbirgt und der ihm so eine Seele gibt, stellen sich gegen ihn. Hakudōshi kann daraufhin von Inu Yasha, Kagome und Miroku getötet werden, weil er von Naraku nicht mehr beschützt wird. Bald darauf wird Kagura von Naraku vergiftet, weil sie sich erneut gegen ihn wandte und erst Hakudōshi und dann Inu Yashas Gruppe half.

Sango erkennt, dass ihr Bruder sich wieder erinnern kann und nicht mehr von Naraku kontrolliert wird. Dieser schließt sich darauf Kikyō an, die Naraku mithilfe des vollständigen Shikon no Tama läutern und somit töten will. In der Folgezeit gelingt es Inu Yasha, neue Techniken seines Schwertes zu erwerben, doch dadurch kann er es nur noch schwer beherrschen. Auch Mōryōmaru erwirbt neue Fähigkeiten, indem er andere Yōkai besiegt. Dies wird von Naraku und seinem neuen Abkömmling Byakuya arrangiert, um beide gegeneinander auszuspielen. Auch Sesshōmarus Schwert Tenseiga erhält vom Schmied Tōtōsai die neue Technik Meido Zangetsua, mit der es einen direkten Zugang zum Jenseits öffnen kann.

Nach speziellem Training gelingt es Inu Yasha, sein Schwert wieder zu beherrschen und auch Kōga schließt sich der Gruppe um Inu Yasha an. Mōryōmaru trifft bald darauf auf Naraku und wird nach langem Kampf und der Einmischung von Inu Yasha und Kōga von diesem absorbiert. Auch das Baby, Narakus Herz, wird wieder ein Teil von ihm.

Vervollkommnung Tessaigas

Naraku verunreinigt nun Kikyōs und Kagomes Herzen durch die Erinnerung an die Vergangenheit, damit der Splitter Kohakus nicht mehr in seiner Reinheit gegen ihn eingesetzt werden kann. Kohaku schließt sich daher Sesshōmarus Gruppe an. Kagome gelingt es bald darauf, die negativen Gefühle gegenüber Kikyō zu überwinden. Bei einem erneuten Kampf gegen Naraku kann dieser Kōgas Splitter aufnehmen, ohne geläutert zu werden und Kikyō schwer zusetzen. Nachdem Kōga nun seine Juwelensplitter verloren hat, verlässt er die Gruppe zusammen mit seinen Gefährten Ginta und Hakkaku. Kikyō stirbt an Narakus Gift, doch bleibt ein Teil ihrer Seele noch im Shikon no Tama in Naraku. Sie wird zum Licht im Juwel, das gegen ihn kämpft und verhindert, dass er den letzten Splitter des Juwels auch aufnehmen kann. Bald darauf stirbt auch Narakus Abkömmling Kanna.

Zu dieser Zeit besucht Sesshōmaru seine Mutter in ihrem Schloss, um mehr über die Meido Zangetsua herauszufinden und stärker zu werden. Beim Training gelangen Kohaku, Rin und Sesshōmaru ins Jenseits, wo Rin stirbt. Als er mit Rins totem Körper zurückkehrt, wird er dank seines Bangens um Rins Leben stärker und seine Mutter belebt sie wieder. Bei einem Kampf gegen einen ehemaligen Feind seines Vaters, bei dem ihm Inu Yasha zuhilfe kommt, wird Sesshōmaru offenbart, dass Tenseiga von Tessaiga abgespalten wurde, um die Technik Meido Zangetsua von Tessaiga zu trennen. Nur durch die Anwesenheit Tessaigas gelingt Sesshōmaru eine vollständige Meido, wodurch er sich seinem jüngeren Bruder untergeordnet fühlt. Bald darauf bringt Naraku Sesshōmaru dazu, erneut gegen Inu Yasha zu kämpfen, um die Kräfte Tessaigas zu rauben. Doch beim Kampf geht auch die Meido Zangetsuha auf Tessaiga über und Sesshōmaru bleibt nur sein Tenseiga mit der Macht, Tote wiederzubeleben.

Kampf gegen Naraku

Naraku schuf nun Magatsuhi aus dem bösen Willen der Dämonen, die im Juwel versiegelt sind. Dieser greift Sesshōmaru und Kohaku an, da er von Kikyōs Bann nicht abgewehrt wird. Nachdem Inu Yasha eingreift und der Kampf gewonnen wird, erhält Sesshōmaru ein neues Schwert, Bokusaiga, und einen neuen linken Arm, die aus seinem eigenen Körper erscheinen, da er Tessaiga aufgab und seinen Vater übertraf. Das Schwert fügt dem Gegner auch dann noch Schaden zu, wenn es ihn nicht mehr berührt. So vernichtet er Magatsuhis Körper, doch dieser kann fliehen, da der Körper nur geliehen war.

Jedoch ist nun Kagomes Macht vom Anblick Magatsuhis vollständig versiegelt und Kohaku bewusstlos. Als Sesshōmaru abwesend ist, ergreift Magatsuhi Besitz von Kohaku, führt diesen zu Naraku und versucht Kohakus Herz zu verunreinigen, sodass Kikyōs Bann auf seinen Splitter nicht mehr wirkt. Beim erfolglosen Kampf gegen Magatsuhi wird Miroku schwer vergiftet, als er sein Kazaana einsetzt, Sango, Inu Yasha und Kagome folgen Magatsuhi und können Kohaku wieder zu Bewusstsein verhelfen. So ist dieser von Magatsuhi befreit und Sesshōmaru kann ihn vernichten, doch sind noch Teile Magatsuhis in Miroku und Rin erhalten. Naraku entführt Rin, um Magatsuhi bei sich zu haben, und greift erneut an, doch Kohaku und Inu Yasha stellen sich ihm entgegen. Es gelingt Naraku, Kohaku den Splitter zu entreißen und so das Juwel zu vervollständigen und verunreinigen. Dennoch überlebt Kohaku, weil der Wille Kikyōs aus dem Splitter in seinen Körper übergegangen ist und ihn am Leben hält.

Mit dem vollständigen Juwel der vier Seelen erlangt Naraku nun die Form einer riesigen schwarzen Spinne. Inu Yasha, Kagome, Sango, Miroku und Sesshōmaru brechen auf, um Naraku zu töten und Rin zu befreien. Sie dringen in sein Inneres ein, da ein Kampf von außen Rin gefährden könnte, werden aber bald getrennt. Währenddessen nimmt Narakus Körper die Form einer riesigen Kugel an und schwebt in die Luft. In seinem Körper versucht Naraku durch Illusionen und Gifte die Freunde dazu zu bringen, sich gegenseitig zu töten. Doch dies gelingt nicht und im Juwel erscheint nun wieder das Licht der Hoffnung. Schließlich können Inu Yasha, Kagome und Sesshōmaru Naraku schwer zusetzen und sein Körper wird nach und nach zerstört. Als Byakuya versucht, Kagome zu töten, wird er selbst von Inu Yasha umgebracht. Auch Kohaku, Shippō und Jaken treffen am Schauplatz ein. Als ein großer Teil von Narakus Körper durch Bokusaiga zerstört ist, treffen sich alle bei Narakus Kern, um ihn zu vernichten.

Trotz Narakus Drohung, bei seinem Tod auf das Dorf unter ihm zu stürzen, greift Sesshōmaru ihn an, woraufhin alle den Körper Narakus verlassen. Nach einem Angriff Inu Yashas von außen ist Naraku geschwächt und Kagome kann das Juwel sehen. Sie schießt darauf und trifft, als Naraku erkennt, das er sich in Wirklichkeit die Liebe Kikyōs wünschte. Als Naraku mit dem Juwel nun über dem knochenfressenden Brunnen verschwindet, wird Kagome von einer Meido Zangetsuha verschlungen. Aber auch Mirokus Kazaana ist verschwunden, der Fluch aufgehoben. Um Kagome zu finden springt Inu Yasha durch eine selbsterzeugte Meido Zangetsuha, während Kagome in einer Illusion innerhalb des Shikon no Tamas steckt. Aus dieser befreit sie sich durch die Erinnerung an Inu Yasha, verzweifelt aber nun an der Einsamkeit. Nach Narakus letztem Wunsch soll sie für ewig hier gefangen sein und, wie zuvor Midoriko gegen die Dämonen, einen ewigen Kampf gegen ihn führen. Als Inu Yasha Kagome erreicht, erkennt diese, was der richtige Wunsch ist und wünscht sich, dass das Juwel für immer verschwindet.

Nachdem beide aus dem Juwel befreit sind, lebt Kagome in ihrer Welt und geht auf die Oberschule, während Inu Yasha im Mittelalter bleibt. Sango und Miroku heiraten und bekommen drei Kinder, Shippō und Rin leben mit ihnen im Dorf und Kohaku wird Dämonenjäger. Als Kagome nach drei Jahren ihren Schulabschluss hat, kehrt sie zurück ins Mittelalter, heiratet Inu Yasha und lebt dort weiter.

Charaktere

Hauptcharaktere

Inu Yasha
犬夜叉
Bed.: Inu dt. Hund, Yasha buddh. Dämon, Nachtgespenst, vgl. Yaksha
Ist die männliche Hauptfigur und ein Hanyō. Seine Hauptwaffe ist das magische Schwert Tessaiga, welches aus einem Fangzahn seines Vaters geschmiedet wurde, und hundert Dämonen auf einmal töten kann. Vollwertige Yōkai können das Schwert nicht benutzen und Inu Yasha kann die Macht von Tessaiga nur nutzen, wenn er vorhat, damit Menschen zu beschützen. Das Schwert ist meist nur eine rostige Klinge, verwandelt sich aber, sobald es gezogen wird, in ein scharfes Schwert. Der am häufigsten verwendete Angriff ist das Kaze no Kizu (風の傷 dt. „Wunde des Windes“, in der Fernsehserie „Windnarbe“). Er trägt einen roten Kariginu aus beständigem Feuerrattenhaar (hinezumi), ein priesterliches Festgewand.

Da er ein Hanyō ist, wird Inu Yasha in Neumondnächten zu einem Menschen und verwandelt sich in gefährlichen Kämpfen ohne Tessaiga in einen blutrünstigen Dämon. Er ist sehr temperamentvoll und häufig etwas schroff. Inu Yasha isst gern Ramen, das Kagome ihm aus ihrer Zeit mitbringt.

Kagome Higurashi
日暮かごめ
Bed.: Higurashi dt. Sonnenuntergang, Abend
Kagome ist ein gewobenes Bambusmuster
Ist die weibliche Hauptfigur, 15 Jahre alt und eine Schülerin der Mittelstufe aus dem heutigen Japan. Kagomes Hauptwaffe sind Pfeil und Bogen. Sie hat, genau wie Kikyō, die Gabe mittels der magischen Pfeile Dämonen zu bekämpfen und deren Zauber zu brechen.

Ein Zauber Kaedes ermöglicht es Kagome, durch den Befehl „Sitz!“ im Manga bzw. „Mach Platz“ im Anime (jap. Osuwari) Inu Yasha zu Boden zu zwingen, sodass er sich nicht mehr bewegen kann.

Shippō
七宝
Bed.: buddh. 7 Bodenschätze
Das fast gleich ausgesprochene Shippo (尻尾) bedeutet Schwanz
Ist ein junger Fuchsyōkai (Kitsune), der sich der Gruppe um Inu Yasha angeschlossen hat, weil seine Eltern von den Yōkai Manten und Hiten getötet wurden. Er sieht in Kagome eine Art große Schwester und Ersatzmutter. Er kann sich in alles Mögliche verwandeln, wenn auch nicht sehr gut: Sein Schwanz wird nicht mitverwandelt. Obgleich Shippō meist ein sehr kindliches und verspieltes Verhalten an den Tag legt, zeigt er sich doch erwachsen und verantwortungsbewusst, wenn es darauf ankommt. Sein freches Mundwerk beschert ihm öfters eine Kopfnuss von Inu Yasha. Shippōs Angriff heißt Kitsunebi (狐火), was so viel wie „Fuchsfeuer“ bedeutet.
Miroku
弥勒
Bed.: jap. für Maitreya, eine Art buddh. Messias
Ist ein buddhistischer Mönch. Er handelt allerdings manchmal eigensinnig und ist ein Frauenheld. Er ist von Naraku mit einem „Windloch“ (風穴 Kazaana) in der rechten Hand verflucht, welches nur an die männlichen Nachkommen vererbt wird. Er setzt es als Waffe ein, indem er den Gegner damit einsaugt, sonst ist es mit einem Rosenkranz versiegelt. Allerdings wird es ständig größer und wird ihn eines Tages selbst einsaugen, wie auch schon seinen Großvater und Vater zuvor. Er reist mit Inu Yasha, um Naraku, den Urheber des Fluches, zu töten und damit den Fluch zu brechen. Damit sein Blut weiterfließt, fragt er jede Frau, ob sie ihm ein Kind gebären will, worauf Sango immer sehr empört reagiert.
Sango
珊瑚
Bed.: Koralle
Ist eine Dämonenjägerin (妖怪退治屋 Yōkai Taijiya) und mit ihrem Bruder Kohaku die einzige Überlebende ihres Dorfes, da dieses Dorf von Naraku mit einer List ausgelöscht wurde. Ihre Hauptwaffe ist ein gigantischer Bumerang (飛来骨 Hiraikotsu, dt. „fliegender Knochen“).
Kirara
雲母
Bed.: Glimmer
Ist eine Nekomata, eine Art japanischer Katzendämon, der in seiner normalen Form einer kleinen Katze mit zwei Schweifen gleicht. Bei Gefahr verwandelt sie sich zu einer Art feurigem Säbelzahntiger, wächst und kann fliegen. Sie ist die treue Helferin und Freundin von Sango.

Gegenspieler

Naraku
奈落
Bed.: Hölle, Abgrund
Ist ein Hanyō und der Hauptantagonist. Er sucht das Juwel der vier Seelen, um ein vollwertiger und zugleich der mächtigste Dämon zu werden. Er verfolgt seine Ziele rücksichtslos, tötet dabei unzählige Menschen und spinnt viele Intrigen. Er kennt keine Gefühle und lässt meist seine Abkömmlinge kämpfen. Obwohl er ein Dämon ist, hat er noch das Herz des Räubers Onigumo, der ursprünglich in Kikyō verliebt war. Diese Gefühle Onigumos existieren noch immer in ihm und da sich diese hinderlich auswirken, würde er Kikyō am liebsten töten.
Kanna
神無
Bed.: ohne Gott
Ist der erste Abkömmling Narakus. Sie kann mit ihrem Spiegel Angriffe reflektieren und die Seelen anderer einfangen. Kanna ist jedoch machtlos gegen Kagomes Pfeile. Da sie erst nach Kagura auftritt, wird sie fälschlicherweise oft für den zweiten Abkömmling Narakus gehalten.
Kagura
神楽
Bed.: shintoistischer Tempeltanz
Ist der zweite Abkömmling Narakus und die Schwester Kannas. Sie ist Herrscherin über den Wind und hasst Naraku, weil dieser ihr Herz besitzt und damit ihr Leben in seiner Hand hat. Sie Kämpft mit einem Fächer und ihre Attacken beinhalten meist den Begriff Tanz. Später versucht Kagura Sesshōmaru dazu zu überreden, Naraku für sie zu töten. Zwischen beiden entwickelt sich im Lauf der Geschichte eine gegenseitige Zuneigung.

Weitere Charaktere der Sengoku-Zeit

Traditionelle Kleidung einer Miko, wie sie auch von Kikyō getragen wird
Kohaku
琥珀
Bed.: Bernstein
Ist der jüngere Bruder von Sango. Er wurde bei seinem ersten Kampf als Dämonjäger von Naraku schwer verletzt. Naraku setzte ihm aber einen Splitter des Shikon no Tama in seinem Rücken ein. So blieb er am Leben, war aber eine Zeit lang unter Kontrolle Narakus.
Kikyō
桔梗
Bed.: Ballonblume
Sie ist eine Priesterin (Miko) und die Geliebte von Inu Yasha. Wie bei Kagome ist ihre Waffe Pfeil und Bogen. Nach ihrer Wiederbelebung ist sie nur noch ein Wesen aus Erde und Knochen, das sich mit den Seelen Verstorbener am Leben hält.
Sesshōmaru
殺生丸
Bed.: perfekt Töten
Er ist ein sehr mächtiger, vollwertiger Hundeyōkai und gleichzeitig der Halbbruder Inu Yashas. Sie haben den gleichen Vater, aber verschiedene Mütter. Sesshōmaru verachtet die Menschen und so auch seinen Bruder, weil dieser ein halber Mensch ist. Außerdem vererbte ihr Vater Inu Yasha das Schwert Tessaiga, welches hundert Dämonen auf einmal töten kann. Sesshōmaru hingegen bekam Tenseiga, ein Schwert, welches hundert Leben retten kann und seiner Meinung nach nutzlos ist. Tenseiga kann jedoch jedes Leben nur einmal retten.

Sesshōmaru erweckte das Menschenmädchen Rin wieder zum Leben, die seitdem mit ihm reist. Nachdem er für Kagura bei deren Tod Mitleid fühlte, wurde Tenseiga von dessen Schmied Totosai umgeschmiedet, sodass es den Weg ins Jenseits öffnen kann und auch im Kampf nutzbar wird.

Jaken
邪見
Bed.: Irrlehre, falsche Denkweise
Ist ein in den magischen Künsten bewanderter Kappa und Untergebener von Sesshōmaru. Er war der König eines Volkes, das eines Tages angegriffen wurde. Sesshōmaru rettete Jaken unbewusst das Leben, wofür dieser Sesshōmaru folgt. Zusätzlich bekam er den magischen „Kopfstab“ (人頭杖 Jintōjō), damit er nicht wehrlos ist. Trotz zahlreicher Misshandlungen von Sesshōmaru bleibt er weiterhin seinem Meister treu.
Rin
りん
Ist eine kleine Waise, welche Sesshōmaru begleitet. Sie versorgte Sesshōmaru, nachdem er von Inu Yasha beim Kampf um Tessaiga schwer verwundet wurde, mit Essen und Trinken. Später wurde sie von Kōgas Wölfen getötet, die ihr Dorf überfielen. Sesshōmaru revanchierte sich bei ihr, indem er sie mit Tenseiga wiederbelebte. Rin ist ein gutherziges und hilfsbereites Mädchen mit einem gewissen naiven Spürsinn, so erkennt sie als einzige, was Kagura für Sesshōmaru empfindet.
Kōga
鋼牙
Bed.: stählerner Fangzahn
Ist ein Wolfsyōkai und der Anführer eines dämonischen Wolfsrudels. Im Anime hat er daneben bereits vor Jahren Ayame (菖蒲), der Tochter des Anführers einen anderen Rudels, versprochen sie zu heiraten. Kōga besitzt zwei Juwelensplitter, die ihm erlauben unglaublich schnell zu laufen. Seit seiner Begegnung mit Kagome verschont er jedes Dorf und rettet Menschen, da er weiß, dass Kagome das gutheißt. Darüber hinaus versteckt er nicht seine große Zuneigung Kagome gegenüber, wodurch er oft mit Inu Yasha in Streit gerät. Er ist ein verantwortungsbewusster Anführer, der sich um das Wohl seiner Wölfe kümmert. Daher jagt er Naraku, weil dieser seine Leute umbrachte.
Ginta und Hakkaku
銀太 , 白角
Bed.: Ginta dt. reich an Silber, Hakkaku dt. weißes Horn
Die beiden begleiten Kōga auf seiner Suche nach Naraku. Sie sind ziemliche Feiglinge und auch nicht besonders zäh und ausdauernd. Sie betrachten Kagome als ihre „Schwester“ (Manga) oder „Chefin“ (Anime), weil Kōga sie zu seiner Frau machen will. Daher versuchen sie Kagome gegebenenfalls zu beschützen.
Myōga
冥加
Bed.: Gnade Buddhas
Ist ein sehr ängstlicher Floh-Dämon, der Inu Yashas Gruppe regelmäßig begleitet und mehr Beschwerden als Rat beschert. Er genießt wegen seiner Feigheit kein großes Ansehen bei Inu Yashas Gruppe. Er stand schon Inu Yashas Vater Inu no Taishō zur Seite und liebt es, Inu Yashas Blut zu saugen.
Kaede

Bed.: Ahorn
Ist die jüngere Schwester Kikyōs. Nach dem Tod ihrer Schwester wurde sie selbst eine Miko und ist mittlerweile eine Frau gesetzten Alters. Als Kagome das Shikon no Tama zerbrach, trug Kaede ihr auf, die Juwelensplitter zu suchen. Außerdem legte sie Inu Yasha die magische Perlenkette an, durch die Kagome ihn mit „Mach Platz!“ bändigen kann.
Tōtōsai
刀々斎
Bed.: Schwert- Zeremonienmeister
Ist ein feuerspeiender Yōkaiwaffenschmied. Er schmiedete neben anderen die magischen Schwerter Tessaiga und Tenseiga im Auftrag von Inu Yashas Vater, dessen guter Freund er auch war. Von Inu no Taishō wurde er beauftragt, Inu Yasha in der Handhabung von Tessaiga zu unterweisen. Meist kritisiert er diesen aber nur wegen des in seinen Augen unsachgemäßen Gebrauchs von Tessaiga. Bei Gefahr macht er sich, ähnlich wie Myōga, sofort aus dem Staub. Sein Reittier ist eine fliegende dreiäugige Kuh.

Kagomes Familie

Sōta Higurashi
日暮草太
Bed. von Sōta: dickes Gras
Ist der kleine Bruder von Kagome. Er ist ein netter und anständiger Bruder, der sich um die Schulleistungen seiner Schwester sorgt. Er ist ein ziemlicher Angsthase. Weil er sich nicht in die Nähe des Knochen fressenden Brunnens traute und Kagome vorausschickte, landete sie im mittelalterlichen Japan.
Frau Higurashi
ママ Mama
Ist die Mutter von Kagome und Sōta. Ihr macht es anscheinend nichts aus, dass ihre Tochter immer wieder in das gefährliche japanische Mittelalter reist. Sie ist oft besorgt und hilft Kagome wo sie kann. Auch an Inu Yasha denkt sie oft.
Großvater
爺ちゃん (O)Jii-chan
Der Großvater von Kagome und Sōta lässt sich immer neue Krankheiten für Kagome einfallen, um sie und ihre ständigen und längeren Ausflüge in das japanische Mittelalter bei der Schule und ihren Freundinnen zu entschuldigen. Außerdem ist er der Hüter des Schreins, in dem die Higurashis leben.

Konzeption

Im Verlauf der Handlung tauchen regelmäßige Muster auf, so wird ein Hinweis auf einen Juwelensplitter gefunden und dieser dann im Kampf erworben. Diese Muster werden jedoch häufig von übergreifenden Handlungselementen durchbrochen, so gehen im Kampf gegen Naraku auch Splitter verloren und außerdem findet die Suche nach den das Shikon no Tama bildenden Splittern ein Ende. Auch ist Kagome nicht im Mittelalter gefangen, sondern kehrt regelmäßig in ihre Zeit zurück. Die Haupthandlung verbindet nicht nur die einzelnen Ereignisse, sondern schreitet selbst fort.

Inu Yasha wird von der FUNime vor allem als Mischung von Themen beschrieben, die Takahashi bereits früher bearbeitet hat. So sei es teilweise so düster und ernst wie Mermaid Saga („Insofern könnte man Inu-Yasha vielleicht sogar als Takahashis zweite Horror-Serie neben der Meerjungfrauen-Saga bezeichnen.“), aber auch eine romantische Komödie wie Ranma ½. Dazu kommen viele mythologische Elemente und viele Kämpfe. Durch die weibliche Hauptfigur würde Inu Yasha stärker als Takahashis andere Serien auch Frauen oder Mädchen anzusprechen.[1]

Weil der Manga wie etwa auch Detektiv Conan im Shōnen Sunday-Magazin veröffentlicht worden ist und dieses sich vor allem an Jungen im Grund- und Mittelschulalter richtet, lässt er sich der Shōnen-Gattung zuordnen.

Manga

Entstehung

Im Gegensatz zu Takahashis vorherigem Werk Ranma ½ ist die Geschichte um Inu Yasha um einiges düsterer und ernsthafter gestaltet. Takahashi sagte hierzu, dass sie diesmal etwas anderes als eine Komödie machen wollte, um damit eine neue Richtung einzuschlagen[2]. Als Handlungszeit wählte sie die Sengoku-Zeit, da diese genügend Stoff für Geister- und Dämonengeschichten biete. Außerdem wirke Brutalität und Grausamkeit, im Kontext dieser Epoche dargestellt, wesentlich sanfter als beispielsweise in der heutigen Zeit.

Rumiko Takahashi nahm sich auch mehr Zeit für die Serie und ging diese ruhiger an, weil sie nach dem Erfolg von Ranma ½ nicht mehr unter dem Druck stand einzelne Szenen oder ein ganzes Werk von Bestand zu schaffen, das den Lesern im Gedächtnis bleibt. [3]

Die in Inu Yasha auftretenden Yōkai und Sagengestalten stammen zum Teil aus der japanischen Mythologie. Viele entsprangen aber auch Takahashis Feder. Sie entwickelte die meisten davon nicht auf Basis historischer Nachforschungen, sondern verwendete geläufige Darstellungen, wie zum Beispiel einen Samurai mit Rüstung und Pferd. Das Shikon no Tama ist ebenfalls eine Erfindung von ihr ohne historische Grundlagen.[2]

Rumiko Takahashi entwarf die Handlung und Welt von Inu Yasha, wie dies üblich ist, für die japanische Leserschaft. Daher achtete sie nicht auf die Verständlichkeit, insbesondere der historischen und mythologischen Hintergründe, für das internationale Publikum. [3]

Der Handlungsbogen steht beim Beginn von Takahashis Geschichten grundsätzlich nicht fest, sondern wird im Verlauf der Serie entwickelt.

Einige Charaktere erinnern an solche aus anderen Mangas Takahashis. So scheint die Beziehung zwischen Inu Yasha und Kagome Ranma ½ entliehen, ebenso wie der Wolfsyōkai Kōga, der dem Charakter Ryōga aus derselben Serie ähnelt. Es wurden für diese auch dieselben Synchronsprecher eingesetzt. Anderes erinnert an Takahashis Kurzgeschichte Honō Tripper von 1983, da auch diese Geschichte von einem Mädchen erzählt, das zwischen der Moderne und der Sengoku-Zeit reist. Dieses trifft dort ebenso einen Krieger. Auch im Charakterdesign und der Beziehung der Hauptcharaktere gibt es Ähnlichkeiten zu Inu Yasha.

Takahashi verwendete viele heute unüblich gewordene Namen. So entstanden viele aus Assoziationen zur Person (Inu Yasha = Hund + Waldgeist), oder der Bedeutung der Personen in der Handlung. Daher wurde Kikyō nach der Ballonblume benannt, weil diese für unveränderliche Liebe steht. Kagome bekam ihren Namen, weil Takahashi Namen, die auf -me enden süß findet und dies zu Kagome passen sollte. [4] Die Shichinintai (七人隊) heißen Sieben-Mann-Gruppe, ihre Namen enden auf kotsu (骨), was Knochen bedeutet, da sie von den Toten wiedererweckt wurden.

Veröffentlichungen

Inu Yasha erschien in Japan von November 1996 bis Juni 2008 in insgesamt 558 Einzelkapiteln im Manga-Magazin Shōnen Sunday, das wöchentlich mit einer Auflage von über einer Million (2006)[5] veröffentlicht wird. Der Shōgakukan-Verlag brachte diese Einzelkapitel auch regelmäßig in Sammelbänden heraus, von denen insgesamt 56 erschienen sind. Bis 2004 haben sich diese Taschenbuchbände in Japan etwa 40 Millionen mal verkauft.[6]

Der Manga wird in mehrere Sprachen übersetzt und sowohl in Asien und Europa als auch in Nord- und Südamerika veröffentlicht. Auf Deutsch, übersetzt von Oke Maas, erscheint die Manga-Serie seit Juni 2002 bei Egmont Manga und Anime (EMA). Bisher wurden 55 Bände veröffentlicht. Bis Anfang November 2006 wurden von den deutschsprachigen Manga-Bänden insgesamt eine Million Exemplare verkauft.

2001 wurde bei Shōgakukan ein Artbook zu Inu Yasha veröffentlicht. Dieses erschien im Dezember 2005 auch auf Deutsch bei EMA.

Anime-Verfilmungen

Umsetzung als Anime-Serie

Inu Yasha wurde von Studio Sunrise als Fernsehserie umgesetzt. Die Umsetzung des Mangas als Fernsehserie sollte möglichst nah am Original bleiben. Obwohl es häufig üblich ist, bekannte oder beliebte Charaktere in einer Serie eher auftauchen zu lassen, blieb die Reihenfolge bei Inu Yasha wie von Takahashi vorgesehen. Die Spannung sollte wie im Manga zuerst mit Inu Yasha und Kagome allein aufgebaut werden, bis Shippō, Miroku und Sango dazukommen. Man „wollte die Fans auf keinen Fall betrügen“, indem man sich zu sehr von der Vorlage entfernt.[7] So bleibt die Handlung lange wie im Manga, erst später kommen Füllerfolgen hinzu, sowie Ayame als Verlobte von Kōga als zusätzlicher Charakter.

Auch im Aussehen der Charaktere wollte man nah am Manga bleiben. Dennoch veränderte der Character-Designer Yoshihito Hishinuma die Proportionen Kopf zu Körper von 1:6 zu 1:6,5 bis 1:7. Dadurch sollten die Figuren in der Animation nicht so schwer und realistischer wirken. Auch wurden die Köpfe oft schmaler (z.B. bei Sesshōmaru) im Vergleich zur Frisur größer. Auch wurde Kikyō etwas anders gestaltet, um sie mehr von Kagome abzuheben. [8]

Für die Hintergründe, die durch den Manga nur in geringem Maße vorgegeben waren, wurden umfangreiche Recherchen geführt. So besuchte der künstlerische Leiter Shigemi Ikeda die Stadt Takayama, um dort die Lebensweise des japanischen Mittelalters in Erfahrung zu bringen und Bauweise und Alltagsgegenstände der Zeit kennenzulernen. Das Aussehen der dargestellten Burgen wurde ebenso in Recherchen erarbeitet, zumal Takahashi die Geschichte in keine spezielle Zeit eingeordnet hat. Die Hintergründe sollten „sauber und ruhig“ wirken. Auch hier sollte die Originalatmosphäre erhalten bleiben, die die Fans vom Manga kannten. So wurde das vom Manga Vorgegebene in eine neu geschaffene Umwelt eingefügt. [9]

Der erste Vorspann stellt die Hauptcharaktere der Serie vor, ebenso Sesshōmaru und Kikyō. So werden nacheinander die Charaktere und die Beziehungen zueinander gezeigt, zum Beispiel der Konflikt zwischen Sesshōmaru und Inu Yasha. Die späteren Vorspanne beziehen dann auch neu dazugekommene Figuren ein oder solche, die in den Episoden mit diesen Openings vorkommen.

Die Abspanne sind ruhiger gestaltet und konzentrieren sich mehr auf die Gefühle der Charaktere. So werden im ersten Abspann nur Kagome, Sango und Kikyō gezeigt mit zu ihren Situationen und Emotionen passenden Bildern und Symbolen. Das Lied dazu wird von drei Frauen, Dream, gesungen. [10]

Da die Serie unter anderem von McDonalds gesponsert wurde, sieht man einige Male Kagome in einem Fastfood-Restaurant namens WacDonalds essen. Insgesamt kostete die Produktion über 3,7 Millionen Euro. [11]

Veröffentlichungen der Fernsehserie

Produzent Michihiko Suwa (2008)

Die Serie wurde vom 6. Oktober 2000 bis zum 6. September 2004 auf dem japanischen Sender Nippon TV im Montagabendprogramm ausgestrahlt. Die Serie erreichte 167 Episoden, allerdings mit einem offenen Schluss, was unter Fans immer wieder zu Spekulationen über eine mögliche Fortsetzung führt. Die Handlung der Anime-Serie endet nach dem Ende der Splittersuche. Im Manga geht die Handlung noch weiter.

Die Serie wurde unter anderem auch in Nordamerika von Cartoon Network und YTV, in Italien von GXT und MTV Italia und auf den Philippinen von ABS-CBN und HERO aus gestrahlt. Der Sender Animax sendete die Serie in Süd- und Südostasien sowie Lateinamerika, wo der Anime teilweise auch von regionalen Sendern ausgestrahlt wurde. Inu Yasha wurde außerdem unter anderem ins Französische, Russische und Arabische übersetzt.[12]

Auf Deutsch liefen die ersten 52 Folgen auf MTV2 POP im Abendprogramm und anschließend auf RTL 2 teilweise geschnitten am Nachmittag. Die Schnitte wurden damit begründet, dass die Serie für das Nachmittagsprogramm eingekauft wurde und für die Ausstrahlung um diese Zeit bearbeitet werden musste. Die Synchronfassungen der beiden Versionen sind gleich.[13] Von September 2005 bis März 2006 strahlte RTL 2 die Episoden 53 bis 104, ebenfalls teilweise geschnitten, aus.[14]

Seit Herbst 2004 wird die Fernsehserie in Deutschland auch auf DVD veröffentlicht. Als Besonderheit greift die Firma Red Planet hier auf die Unterstützung des InuYasha-FanProjekts (IYFP)[15] zurück, welches eigens dafür ins Leben gerufen wurde. Dieses kümmert sich um die deutschen Untertitel basierend auf eigener Übersetzung aus dem Japanischen, wobei eine besondere Nähe zum japanischen Original angestrebt wird. Außerdem werden die Inhalte für Booklet und Cover vom IYFP erstellt. Die Zusammenarbeit zwischen Red Planet und dem IYFP hat sich soweit bewährt, dass das IYFP inzwischen bei anderen Serien von Red Planet Unterstützung leistet. Die Veröffentlichung der letzten bisher nicht ins Deutsche übersetzten 63 Folgen wurde gestrichen, da Red Planet bei der derzeitigen angespannten Marktsituation eine diesbezüglich abwartende Haltung angenommen hat.[16]

Seriendaten
Deutscher Titel: Inu Yasha
Originaltitel: 戦国御伽草子「犬夜叉」 sengoku o-togi zōshi „inu yasha“
Produktionsland: Japan
Produktionsjahr(e): 2000 – 2004
Produzent: Michihiko Suwa,
Hideyuki Tomioka
Episodenlänge: etwa 22 Minuten
Episodenanzahl: 167 (deutsch: 104 gezeigt) in deutsch 2 Staffeln
Originalsprache: Japanisch
Musik: Kaoru Wada
Idee: Rumiko Takahashi
Genre: Abenteuer, Märchen, Drama, Komödie
Erstausstrahlung: 6. Oktober 2000 (Japan)
auf Nippon TV
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 1. September 2003
auf MTV2 Pop, RTL2

Synchronisation

Die deutsche Synchronfassung wurde von PPA Films München angefertigt. Die Aussprache vor allem der Charakternamen sind in der deutschen Synchronisation zum Teil leicht verfälscht. So werden vor allem die auf der Silbe -ku endenden Namen nicht als [kɯ] sondern [kə] gesprochen. Die Silbe ru in Sesshōmaru wurde bei der Synchronisation sogar komplett weggelassen, und auch Kirara wird meist wie „Kiara“ gesprochen.

Charakter Deutscher Sprecher Japanischer Sprecher (Seiyū)
Inu Yasha Dominik Auer Kappei Yamaguchi
Kagome Higurashi Ulrike Jennie Satsuki Yukino
Shippō Julia Haacke Kumiko Watanabe
Miroku Florian Halm Kōgi Tsujitani
Sango Angela Wiederhut Hōko Kuwashima
Kikyō Claudia Lössl Noriko Hidaka
Naraku Dieter Landuris Toshiyuki Morikawa
Sesshōmaru Pascal Breuer Ken Narita
Jaken Kai Taschner Yūichi Nagashima
Rin Barbie Schiller (1–52),
Caro Schwarzmeier (ab 53)
Mamiko Noto
Kagura Tatjana Pokorny (1–52),
Maren Rainer (ab 53)
Izumi Ōgami
Kohaku Daniel Schlauch Akiko Yajima
Kōga Hubertus von Lerchenfeld Taiki Matsuno
Hakkaku Dirk Meyer Daisuke Kishio
Ginta Nico Macoulis Hiroyuki Yoshino
Ayame Shandra Schadt Yumi Kakazu
Kaede Ilona Grandke Hisako Kyōda
Myōga Horst Raspe (1–52),
Walter von Hauff (ab 53)
Ken’ichi Ogata
Großvater Thomas Reiner Ginzō Matsuo
Kagomes Mutter Kathrin Gaube (1–52),
Maria Böhme (ab 53)
Asako Dodo
Sōta Higurashi Beate Pfeiffer Akiko Nakagawa

Kinofilme

Zu Inu Yasha wurden vier Kinofilme produziert, die in Japan jeweils Ende Dezember starteten:

Im ersten Film stellt sich Inu Yasha der Dämon Menōmaru gegenüber, dessen Vater von Inu no Taishō besiegt wurde. Er sinnt auf Rache und will Inu Yasha besiegen. Dazu legt er auch Sango und Miroku herein und belegt Kagome und Kirara mit einem Bann, dass diese sich gegen ihre Freunde wenden.
Der Film spielte in Japan 1,54 Mrd. Yen ein und wurde zum Beispiel auch in den USA im Kino gezeigt.
Es gelingt Inuyasha und seinen Freunden Naraku zu besiegen und alles scheint sich zum Besseren wenden. Doch bald stellt sich ihnen die Mondprinzessin Kaguya entgegen, die die Welt in ewige Nacht hüllen will.
Der Film wurde 2002 in Japan im Kino gezeigt und erschien wie der erste auch außerhalb Japans im Kino.
Inuyashas Vater besaß neben Tessaiga und Tenseiga noch ein drittes Schwert: Sōunga, das Schwert der Unterwelt, das für 700 Jahre versiegelt wurde. Nach dieser Zeit wird es in Kagomes Gegenwart wieder aktiv und ergreift Besitz von Inuyasha. Nachdem dieser es ins Mittelalter zurückbrachte und wieder los wird belebt es den Mörder Inuyashas Mutter Izayois wieder zum Leben, um die Pforten der Hölle zu öffnen und die Welt zu beherrschen.
InuYasha – Swords of an Honorable Ruler kam 2003 in Japan in die Kinos und wurde zum Beispiel auch in den USA im Kino und in Kanada im Fernsehen gezeigt.
Auf der Insel Hōraijima lebten Menschen und Yōkai lange friedlich zusammen, doch dann zerstörten die vier Kriegsgötter diesen Frieden und die Bewohner der Insel mussten den Göttern geopfert werden. Nach vielen Jahrhunderten mischen sich nun Inuyasha und seine Freunde ein um dem Treiben der Götter ein Ende zu setzen.
InuYasha – Fire on the Mystic Island wurde 2004 in Japan gezeigt und in den USA und Kanada im Fernsehen ausgestrahlt.

Die deutschen DVDs wurden in intensiver Zusammenarbeit zwischen Red Planet und dem Inuyasha-Fanprojekt (IYFP) erstellt. Da das IYFP im Gegensatz zur Serie hier auch für die Vorlage der Synchronfassung verantwortlich zeichnet und auch bei der Synchronisation im Studio beratend aktiv war, unterscheidet sich das Ergebnis trotz gleicher Sprecher von der Serie. Die DVDs wurden in ihrer ersten Auflage im Steelbook veröffentlicht, eine Verpackungsform, welche inzwischen immer häufiger von den DVD-Labels für hochwertige Inhalte gerne verwendet wird.

Kurzfilm

2008 wurde ein 30-minütiger Kurzfilm mit dem Titel Kuroi Tessaiga produziert, der am 30. Juli bei einer Ausstellung zu den Werken Rumiko Takahashi zu sehen sein wird. Die Ausstellung findet im Matsuya Ginza Kaufhaus in Tokio statt und wird bis zum 11 August andauern.[17][18]

Musik

Für die Fernsehserie wurden sechs verschiedene Vorspanntitel von japanischen Sängern und Bands produziert. Diese sind Change the world von V6, I Am von hitomi, Owari nai Yume (終わらない夢) von Nanase Aikawa und Grip! von Every Little Thing. Außerdem One Day, One Dream von Tackey and Tsubasa und Angelus アンジェラス von Hitomi Shimatani.

Für die deutsche Fassung von RTL2 wurden die Lieder Flieg durch die Zeit und Was ist Zeit neu komponiert. Bei der Ausstrahlung auf MTV2POP wurde Star von Nova International als Intro verwendet.

Ebenso wurden für den Abspann acht Lieder produziert. Diese sind My will von dream, Fukai mori (深い森) von Do As Infinity und Dearest von Ayumi Hamasaki. Des Weiteren Every Heart (ミンナノキモチ - Minnano Kimochi) von Kwon Boa, Shinjitsu no Uta (真実の詩) von Do As Infinity, Itazura na Kiss (イタズラなKiss) von day after tomorrow, Come von Namie Amuro und Brand new world von V6.

Für den ersten Film produzierten Ayumi Hamasaki, CREA und Do As Infinity das Lied No more words. Im zweiten Film werden Yura Yura (ゆらゆら) und Ai no Uta (愛の謳) von Every Little Thing gespielt. Für den dritten Film produzierte Namie Amuro, MONK und JUSME den Titel Four Seasons und für den vierten Film Do As Infinity Rakuen (楽園).

Weitere Adaptionen

Spiele

Es wurden acht Inu Yasha-Videospiele produziert, von denen keines auf Deutsch erschienen ist.

Bandai veröffentlichte in Nordamerika das 2D-Kampfspiel Inuyasha: A Feudal Fairy Tale (犬夜叉 戦国お伽草子, Inuyasha: Sengoku Otogi Kassen) (PlayStation, 10. April 2003) und das 3D-Kampfspiel Inuyasha: Feudal Combat (犬夜叉 奥義乱舞, Inuyasha: Ōgi-Ranbu) (PlayStation2, 15. Juni 2005), die sich beide stark an der Handlung des Mangas orientieren. Des Weiteren werden die Rollenspiele InuYasha: The Cursed Mask (犬夜叉 呪詛の仮面, Inuyasha: Juso no Kamen) (PlayStation 2, 18. März 2004) und InuYasha: Secret of the Divine Jewel (Nintendo DS, 29. Januar 2007) vertrieben, die neue Charaktere einführen und sich nur lose an der Handlung orientieren.

Die Videospiele Inuyasha: Kagome no Sengoku Nikki (犬夜叉 ~かごめの戦国日記) (WonderSwan, 2. November 2001), Inuyasha: Fūun Emaki (犬夜叉 風雲絵巻) (WonderSwan, 27. Juli 2002), Inuyasha: Kagome no Yume Nikki (犬夜叉 かごめの夢日記) (WonderSwan, 16. November 2002) und Inuyasha: Naraku no Wana! Mayoi no Mori no Shōtaijō (犬夜叉~奈落の罠!迷いの森の招待状) (Game Boy Advance, 23. Januar 2003).

Der Spielehersteller Amigo vertreibt zusammen mit Bandai ein Sammelkartenspiel zu Inu Yasha. Der Ravensburger-Spieleverlag führt daneben ein Inu Yasha-Würfelspiel.

Romane

Der erste Inu-Yasha-Roman Der Brunnen zwischen den Zeiten ist auf Deutsch erschienen. Dieser wurde von Tomoko Konparu (金春 智子 Konparu Tomoko) verfasst.

Rezeption

In Japan

Rumiko Takahashi erhielt 2002 für Inu Yasha den 47. Shōgakukan-Manga-Preis in der Kategorie Shōnen.

International

The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition bezeichnet den Anime als Buddy-Story in der Tradition von Ushio to Tora mit Zeitreiseelement.[19] Laut Jason Thompson folgt der Manga dem bewährtem Rezept niedlicher, relativ einfach gezeicheter Hauptcharaktere, die in langgestreckten Handlungsbögen gegen Monster kämpfen. Die Geschichte kombiniere als erste Takahashis, die nur wenig auf Romantik baut, folkloristischen Horror mit Kampfszenen. Die Kreaturen seien einfallsreich, doch der Ausgang oft vorhersehbar. Die besten Momente würden durch die Beziehungen der Charaktere zueinander ausgemacht, doch sei die Geschichte insgesamt sehr langgezogen. Dennoch lese sich die Geschichte leicht.[20]

In Deutschland

Von deutschen Kritikern werden die Zeichnungen von Rumiko Takahashi als ausgefeilter als bei ihren früheren Werken bezeichnet. Die Geschichte sei nicht nur düster, sondern auch komisch. [21] Gelobt wurden auch die interessanten und sich entwickelnden Charaktere und die Handlung, die keine Endlosgeschichte mit ständig wiederholten Handlungsmotiven sei. Immer wieder neue Elemente unterbrechen den Handlungsfluss.[1][22] [23] Das Werk biete eine Mischung aus Action, Fantasy und Komödie mit Horrorelementen. [24][25]

Bei der Umsetzung der Anime-Serie wird gelobt: „hohe Animationsqualität, passender Einsatz von Computergrafik und ein Character-Design, das besonders nahe am Manga-Vorbild bleibt, lassen das Fan-Herz höher schlagen.“[26] Die Darstellung von Gewalt im Anime sei, im Gegensatz zum Manga, jedoch vermutlich bewusst zurückhaltend, was „vermutlich eine Reaktion auf die in jüngster Zeit stark zunehmende Zahl an jugendlichen Gewalttätern in Japan“ sei. Die Computergrafik sei gut und unauffällig eingesetzt worden und die musikalische Untermalung vielseitig und gelungen.[27][11]

Bei der deutschen Anime-Umsetzung werden aber unter anderem der geänderte Vorspann und die Schnitte bedauert.[28] Auch wird von einer großen Unzufriedenheit bei den Fans mit der deutschen Version gesprochen.[29]

Die Serie wird zu den in Deutschland am Einflussreichsten gezählt und bei einer Umfrage von Sozioland wurde der Anime von 44,8 Prozent der Befragten als eine der Lieblingsserien angegeben.[30]

Fangemeinde

Im deutschsprachigen Raum gibt es neben dem Fanprojekt IYFP, das zusätzliche Untertitel für die DVDs der Serie und die Übersetzung für die Filme erstellt hat, noch zahlreiche Internetfangemeinden zu Inu Yasha. Die größte davon ist kaze-no-kizu.de mit etwa 700 aktiven Mitgliedern und Bereichen für Fanart, Fanfictions und Dōjinshis, sowie Chat und Forum. Außerdem werden Fantreffen zur Convention Connichi und zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt veranstaltet.[31]

Die englischsprachige Fangemeinschaft inuyashaworld.com hat nach eigenen Angaben über 37.000 Mitglieder aus der ganzen Welt, vorrangig aus Nordamerika. In Tokio werden jährliche Fanmessen zum Thema Inu Yasha abgehalten. Darunter die Rumiket, ein Dōjinshi-Markt, der seit 2000 jährlich abgehalten wird.

Einzelnachweise

  1. a b FUNime Nr.16
  2. a b Interview mit Rumiko Takahashi in Animerica, Juni 2001, bei furinkan.com
  3. a b Interview mit Rumiko Takahashi in Animerica, Juni 1997, bei inuyashaworld.com
  4. Rumiko Takahashi: The Art of InuYasha S.134, VIZ Media, San Francisco 2005
  5. J-Magazine.or.jp
  6. Beschreibung einer Inu Yasha-DVD bei mu-mo.net
  7. Regisseur Masashi Ikeda: The Art of InuYasha S.136, VIZ Media, San Francisco 2005
  8. Charakterdesigner Yoshihito Hishinuma: The Art of InuYasha S.137, VIZ Media, San Francisco 2005
  9. Künstlerischer Leiter Shigemi Ikeda: The Art of InuYasha S.138, VIZ Media, San Francisco 2005
  10. The Art of InuYasha S.126 ff., VIZ Media, San Francisco 2005
  11. a b MangasZene Nr. 24, S. 24
  12. Anime News Network zu Inu Yasha
  13. AnimaniA 12/2003, S. 52
  14. Schnittberichte zur deutschen Fernsehversion von Inu Yasha
  15. Website des InuYasha-FanProjekts
  16. Meldung auf der Seite des IYFP über die Nichtveröffentlichung der letzten 63 Folgen auf DVD
  17. AnimePro über Kurzfilm und Ausstellung
  18. Anime news Network über Kuroi Tessaiga
  19. Jonathan Clements, Helen McCarthy: The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition. Berkeley 2006, Stone Bridge Press
  20. Jason Thompson: Manga. The Complete Guide. New York 2007, Del Rey
  21. Rezension bei Splashcomics zu Band 1 von Mario Vulk
  22. Rezension bei Splashcomics zu Band 2 von Brigitte Schönhense
  23. Rezension bei Splashcomics zu Band 32 von Brigitte Schönhense
  24. Rezension bei Splashcomics zu Band 3 von Brigitte Schönhense
  25. Animania. 03/2003, S. 15
  26. Animania 11/2003, S. 15
  27. FUNime Nr.19
  28. Animania 11/2003, S. 15
  29. Nils Zehnpfennig: Animania 11/2004, S. 23
  30. Bernd Dolle-Weinkauf: Fandom, Fanart, Fanzine - Rezeption in Deutschland in Ga-Netchuu! - Das Manga Anime Syndrom S. 218f. Henschel Verlag, 2008
  31. Katharina Jaisle, Betreiberin der Website kaze-no-kizu.de

Weblinks


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