Kaiserliche Marine

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Kaiserliche Marine
Ein Geschwader der Deutschen Hochseeflotte: Linienschiff der Braunschweig-Klasse (Vordergrund), weitere Linienschiffe und ein Seeaufklärungs-Zeppelin

Kaiserliche Marine war von 1872 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 die offizielle Bezeichnung der Seestreitkr√§fte des Deutschen Reiches. Urspr√ľnglich auf die K√ľstenverteidigung des norddeutschen Raumes hin ausgerichtet, entwickelte sie sich ‚Äď beg√ľnstigt durch die imperialen Bestrebungen und die Marinebegeisterung des deutschen Kaisers Wilhelm II. ‚Äď ab etwa 1900 rasch zu einer der gr√∂√üten und modernsten Kriegsflotten der Welt. Diese enorme Aufr√ľstung, die Gro√übritannien als f√ľhrende Seemacht herausforderte, f√ľhrte zu einem kostspieligen Deutsch-Britischen Flottenwettr√ľsten und spielte so eine entscheidende Rolle beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Obwohl sie auf dem Papier eine beeindruckende Seemacht darstellte, blieb die Kaiserliche Marine in ihrer Wirkung weitgehend beschr√§nkt. Gr√ľnde daf√ľr waren die durch Nord- und Ostsee geographisch beengte strategische Lage sowie das Fehlen gro√üer √ľberseeischer St√ľtzpunkte, die globale Operationen erm√∂glicht h√§tten. W√§hrend des Ersten Weltkriegs spielte die Flotte daher nur eine unbedeutende Rolle, lediglich in der Seeschlacht am Skagerrak 1916 kam es zu einem gro√üen Schlagabtausch mit der Royal Navy, der in einem strategischen Patt endete. Die U-Boot-Kriegf√ľhrung hingegen f√ľgte dem britischen Handel schweren Schaden zu, f√ľhrte aber durch ihre r√ľcksichtslose F√ľhrung zum Kriegseintritt der USA auf Seiten der Gegner Deutschlands. Im November 1918 f√ľhrten Unt√§tigkeit und Unzufriedenheit an Bord der Gro√ükampfschiffe zu Matrosenaufst√§nden in Kiel, die den Auftakt zum Sturz des Kaisers und zum Ende der Monarchie in Deutschland darstellten.

Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bezeichnet die Marine des Reichs meist als Kriegsmarine, an einer Stelle aber auch als Kaiserliche Marine. F√ľr den Marinegebrauch wurde letztere Bezeichnung am 1. Februar 1872 eingef√ľhrt. Den Schiffsnamen der Kaiserlichen Marine wurde ‚Äď vergleichbar der Tradition in der britischen Marine (HMS = His/Her Majesty's Ship) ‚Äď das K√ľrzel S.M.S. (f√ľr ‚ÄěSeiner Majest√§t Schiff‚Äú) vorangestellt.

Die ‚Äěkaiserliche‚Äú Marine wurde aus dem vom Reichstag beschlossenen Haushalt finanziert. Im Gegensatz dazu waren f√ľr den Unterhalt der Landstreitkr√§fte die Bundesstaaten zust√§ndig.

Inhaltsverzeichnis

1871 bis 1890

Marineflaggen des Deutschen Kaiserreichs

Die Kaiserliche Marine ging aus der Marine des Norddeutschen Bundes hervor. Am 1. Februar 1872 wurden deren bisherige Marinebehörden zur Kaiserlichen Admiralität zusammengefasst, deren erster Chef General der Infanterie Albrecht von Stosch wurde. Den Oberbefehl hatte der Kaiser inne.

Anfangs bestand die Hauptaufgabe im K√ľstenschutz und im Schutz der deutschen Seehandelswege, obwohl schon bald erste Auslandsstationen gegr√ľndet wurden. In den 1880er Jahren beteiligte sich die Kaiserliche Marine an der Gewinnung von Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien. Kiel an der Ostsee und Wilhelmshaven an der Nordsee waren gem√§√ü der Reichsverfassung Reichskriegsh√§fen.

Zu den Aufgaben der Marine geh√∂rte auch die allgemeine Repr√§sentanz des Reiches im Ausland und vor allem in √úbersee. Bereits die Preu√üische Marine hatte, wie in der damaligen Zeit √ľblich, Auslandskreuzer eingesetzt, die die diplomatische Interessenvertretung Preu√üens und sp√§ter des Reiches insbesondere gegen√ľber kleineren Staaten zu unterst√ľtzen hatten. Ein besonderes Beispiel f√ľr diese Form der Zusammenarbeit von Diplomatie und Marine, der klassischen Kanonenbootdiplomatie, war die sogenannte Eisenstuck-Aff√§re in Nicaragua 1876‚Äď1878.

Entwicklung, Bau und Ablieferung der ersten deutschen Torpedoboote (1884)

Die Schichau-Werke hatten schon Erfahrungen mit dem Bau von Torpedobooten f√ľr den Export, als die deutschen Marine den Auftrag f√ľr die Entwicklung, Konstruktion und den Bau f√ľr sechs Torpedoboote erteilte. Das vom Reichsmarineamt ausgearbeitete anspruchsvolle Bauprogramm f√ľr eine Torpedobootflotte forderte au√üerordentlich seef√§hige Schiffe mit hoher Geschwindigkeit. Die L√§nge sollte 37 Meter nicht √ľberschreiten, die Boote sollten mit vier Torpedos und zwei Schnellfeuergesch√ľtzen bewaffnet werden. Das Deplacement ergab sich bei Ber√ľcksichtigung von zweckm√§ssigen Wohnr√§umen der Besatzung, der Gr√∂√üe des Maschinenraumes und der Bunker zu 85 Tonnen. Die Dreifach-Expansionsmaschine hatte die Leistung von 900 PSi und erf√ľllte die Erwartungen, denn bei den 1884 in der Eckernf√∂rder Bucht durchgef√ľhrten Erprobungen von Torpedobooten verschiedener Werften schnitten die ‚ÄěS-Boote‚Äú von Schichau am besten ab.

1890 bis 1914

Matrose der Kaiserlichen Marine (um 1890)
Kaiser Wilhelm II. (Mitte) an Bord des Kleinen Kreuzers SMS Geier, 1894
Pfalz D.III der Marine-Jasta 2
U-Boothafen in Kiel, 1914

Unter dem seefahrts- und flottenbegeisterten Kaiser Wilhelm II. (1888‚Äď1918) gewann die Marine an Bedeutung. Eine gro√üe maritime R√ľstungsindustrie entstand. Der 1895 fertiggestellte Kaiser-Wilhelm-Kanal erlaubte eine schnelle Verlegung der Seestreitkr√§fte zwischen Nordsee und Ostsee.

Mit der Einrichtung von Marinekabinett, Oberkommando der Marine und Reichsmarineamt √§nderte sich ab 1889 die F√ľhrungsstruktur.[1] Staatssekret√§r des Reichsmarineamts wurde 1897 Alfred von Tirpitz.

1898 beschloss der Reichstag ein neues Flottengesetz, welches den weiteren Ausbau festlegte. Das Oberkommando wurde 1899 durch den Admiralstab abgel√∂st, und der Kaiser √ľbernahm erneut den Oberbefehl. Tirpitz gelang es mit seinem ‚ÄěPropagandachef‚Äú Ernst Levy von Halle und dem Deutschen Flottenverein, im Deutschen Reich eine gro√üe Begeisterung f√ľr die Flotte zu erzeugen. F√ľr eine Kontinentalmacht wie Deutschland war das alles andere als selbstverst√§ndlich.

Die Flottenr√ľstung war, wie auch in den anderen Marinen der damaligen Zeit, von einer schnellen technischen Entwicklung gekennzeichnet. Nacheinander wurden neue Waffensysteme eingef√ľhrt, wie die Seemine, der Torpedo, das U-Boot und die Marineflieger mit Flugzeugen und Luftschiffen. Obwohl alle diese Entwicklungen bereits mit einfachen Modellen im amerikanischen B√ľrgerkrieg zum Einsatz gekommen waren, war ihre Bedeutung f√ľr k√ľnftige Seekriege zun√§chst kaum erkannt worden.

Eine Ver√§nderung der Doktrin zu Verteidigungskrieg und Seeschlacht m√ľndete mit dem Aufbau der Hochseeflotte in ein Deutsch-Britisches Wettr√ľsten. Die aus dem deutsch-englischen Gegensatz entstandene Isolierung des Deutschen Reiches hatte entscheidenden Einfluss auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Eines der wesentlichen Probleme der Kaiserlichen Marine war bis gegen Ende des Ersten Weltkriegs die mangelhafte interne Koordination. Da der Kaiser selber den Oberbefehl aus√ľbte, fehlte es an der Koordination zwischen den diversen direkt unterstellten Marinedienststellen mit direktem Vorspracherecht beim Kaiser, den sogenannten Immediatstellen, von denen es zeitweise bis zu acht gab. Dazu geh√∂rten der Staatssekret√§r des Reichsmarineamts, der Chef der Hochseeflotte, die Chefs der Marinestationen.

Organisatorisch bildete die Hochseeflotte ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts den Kern der Kaiserlichen Marine. Daneben gab es das Ostasiengeschwader, die Mittelmeerdivision und diverse Landdienststellen, wie etwa die Marinestationen der Nordsee und der Ostsee.

Hochseeflotte

Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es allgemein √ľblich, Flotten nur in den Sommermonaten aktiv zu halten, w√§hrend im Winter die meisten Schiffe aufgelegt wurden. Nach der Aktivierung im Fr√ľhjahr bedurfte es gro√üer √úbungen, um die Schiffe einsatzf√§hig zu machen. Zu diesem Zweck wurde in der Kaiserlichen Marine allj√§hrlich die sogenannte √úbungs- oder Man√∂verflotte zusammengezogen, an deren Spitze ein Admiral als Flottenchef stand. Um 1900 wurde die √úbungsflotte zun√§chst in Schlachtflotte und 1906 in Hochseeflotte umbenannt. Ihr erster Chef war der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich. Die Hochseeflotte bildete den Kern der Kaiserlichen Marine.

Bei Kriegsausbruch im August 1914 betrug ihre Stärke:

Kategorie Zahl
Großlinienschiffe 14
Linienschiffe 22
K√ľstenpanzerschiffe 8
Große Kreuzer (Schlachtkreuzer) 4
Große Kreuzer (Panzerkreuzer) 7
Kleine Kreuzer 12
Torpedoboote
(im Flottendienst)
89
U-Boote 19
Steuerbordseite der SMS Rheinland, 1910

Die Schlachtschiffe, Linienschiffe und K√ľstenpanzerschiffe bildeten zu dieser Zeit sechs Geschwader, die Kreuzer bildeten f√ľnf Aufkl√§rungsgruppen:

Flottenflaggschiff

SMS Friedrich der Große
I. Geschwader II. Geschwader III. Geschwader IV. Geschwader V. Geschwader VI. Geschwader
SMS Ostfriesland (Flaggschiff) SMS Preußen (Flaggschiff) SMS Prinzregent Luitpold (Flaggschiff) SMS Wittelsbach (Flaggschiff) SMS Kaiser Wilhelm II. (Flaggschiff) SMS Hildebrand (Flaggschiff)
SMS Helgoland SMS Deutschland SMS Kaiser SMS Wettin SMS Kaiser Wilhelm der Große SMS Heimdall
SMS Th√ľringen SMS Hannover SMS Kaiserin SMS Z√§hringen SMS Kaiser Barbarossa SMS Hagen
SMS Oldenburg SMS Pommern SMS König Albert SMS Schwaben SMS Kaiser Friedrich III. SMS Frithjof
SMS Nassau SMS Schleswig-Holstein SMS König SMS Mecklenburg SMS Kaiser Karl der Große SMS Odin
SMS Westfalen SMS Schlesien SMS Gro√üer Kurf√ľrst SMS Braunschweig SMS W√∂rth SMS Beowulf
SMS Rheinland SMS Hessen SMS Markgraf SMS Elsass SMS Brandenburg SMS Siegfried
SMS Posen
I. Aufklärungsgruppe II. Aufklärungsgruppe III. Aufklärungsgruppe IV. Aufklärungsgruppe V. Aufklärungsgruppe
SMS Seydlitz (Flaggschiff) SMS C√∂ln (Flaggschiff) SMS M√ľnchen (Flaggschiff) SMS Roon (Flaggschiff) SMS Hansa (Flaggschiff)
SMS Moltke SMS Mainz SMS Danzig SMS Yorck SMS Vineta
SMS Von der Tann SMS Stralsund SMS Stuttgart SMS Prinz Adalbert SMS Victoria Louise
SMS Bl√ľcher SMS Kolberg SMS Hela SMS Prinz Heinrich SMS Hertha
SMS Derfflinger SMS Rostock SMS Frauenlob
SMS Straßburg
SMS Graudenz

Ferner waren die Flottentorpedoboote in acht, die U-Boote in zwei Flottillen eingeteilt.

Während des Krieges wurden an großen Einheiten noch fertiggestellt:

SMS Baden, Linienschiff
SMS Bayern, Linienschiff
SMS Hindenburg, Großer Kreuzer

Zus√§tzlich zu den oben aufgef√ľhrten Einheiten geh√∂rten zur Hochseeflotte vier Hafenflottillen mit Kleinen Kreuzern und Torpedobooten sowie 17 Sprengboote des Typs FL.

Ostasiengeschwader

‚Üí Hauptartikel: Ostasiengeschwader

Das Ostasiengeschwader ging 1897 aus dem vormaligen Kreuzergeschwader hervor. Es war ein selbst√§ndiger Verband aus je zwei gro√üen und kleinen Kreuzern, der in Tsingtau stationiert war und die Aufgabe hatte, deutsche Interessen im asiatisch-pazifischen Raum zu unterst√ľtzen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs landeten japanische Truppen in China und begannen mit der Belagerung von Tsingtau. Daraufhin versuchte das Geschwader unter Vizeadmiral Graf Spee rund um S√ľdamerika nach Deutschland durchzubrechen. Dabei kam es vor der chilenischen K√ľste am 1. November 1914 bei Coronel zu einem erfolgreichen Gefecht mit einem britischem Kreuzergeschwader Vize-Admiral Christopher Cradock, das weitgehend vernichtet wurde. Am 8. Dezember 1914 wurde das deutsche Geschwader bei den Falklandinseln durch √ľberlegene Kr√§fte der Royal Navy gestellt und mit Ausnahme eines Kreuzers vernichtet.

Der Erste Weltkrieg

Anfangsphase (1914 ‚Äď 1915)

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs blieb der zun√§chst erwartete Zusammensto√ü der deutschen und britischen Flotte in der Nordsee aus. Obwohl zahlenm√§√üig weit √ľberlegen, mied die Royal Navy eine direkte Konfrontation mit der Kaiserlichen Marine, da keine strategische Notwendigkeit dazu bestand und dar√ľber hinaus gro√üe eigene Verluste bef√ľrchtet wurden. Stattdessen verh√§ngte die britische Admiralit√§t eine Blockade √ľber die gesamte Nordsee, um das Deutsche Reich von der √ľberseeischen Zufuhr kriegswichtiger G√ľter sowie Lebensmitteln abzuschneiden. Diese ‚ÄěHungerblockade‚Äú, die sich rasch als √ľberaus wirksam erwies, war von der deutschen Marinef√ľhrung so nicht erwartet worden. Lediglich das in Tsingtao stationierte Ostasiengeschwader unter Admiral Graf von Spee und die beiden auf ostamerikanischer bzw. ostafrikanischer Station befindlichen Kleinen Kreuzer SMS Karlsruhe und SMS K√∂nigsberg genossen zumindest in den ersten Wochen und Monaten des Krieges eine gewisse Bewegungsfreiheit. Diese Schiffe erzielten gegen die verh√§ltnism√§√üig schwachen Kolonialflotten der Gegner einige ‚Äď zum Teil Aufsehen erregende ‚Äď Erfolge (Handelskrieg der SMS Emden im Indischen Ozean; Seegefecht bei Coronel), konnten sich aber auf Dauer nicht gegen die √úbermacht insbesondere der britischen Marine durchsetzen. Mit der Vernichtung von Spees Geschwader im Seegefecht bei den Falklandinseln im Dezember 1914 wurde von der Kaiserlichen Marineleitung jede Hoffnung auf eine globale Seekriegf√ľhrung aufgegeben. Im November war bereits mit dem Fall Tsingtaos der einzige vollwertige deutsche Flottenst√ľtzpunkt au√üerhalb der Heimatgew√§sser verloren gegangen.

Ein während des Krieges seltenes Bild: Ein Geschwader der Hochseeflotte auf dem Marsch (Große Kreuzer)

Die Situation in der Nordsee blieb w√§hrenddessen nahezu unver√§ndert. Die F√ľhrung der deutschen Flotte spekulierte auf die M√∂glichkeit, durch provokante Vorst√∂√üe der Hochseeflotte Richtung Norden Teile der in Scapa Flow vor Anker liegenden britischen Grand Fleet herauszulocken und niederzuk√§mpfen. Derartige Operationen blieben w√§hrend des gesamten Krieges nahezu die einzigen Eins√§tze der gro√üen Linienschiffsgeschwader, die in Wilhelmshaven stationiert waren. Zur ersten gr√∂√üeren Konfrontation zwischen schweren britischen und deutschen Verb√§nden kam es nach einem solchen Vorsto√ü bereits im August 1914 beim Seegefecht vor Helgoland, das mit einer deutschen Niederlage endete, die die deutsche F√ľhrung zu noch st√§rkerer Zur√ľckhaltung bei offensiven Unternehmungen zwang. Im Dezember 1914 stie√üen schnelle Gro√üe Kreuzer der I. Aufkl√§rungsgruppe an die englische Ostk√ľste vor und beschossen dort die Hafenst√§dte Scarborough, Hartlepool und Whitby. Die Angriffe erzielten wenig milit√§rischen Nutzen. Es gab mehr als hundert Tote und hunderte Verletzte. Auch blieb eine moralische Auswirkung auf die britische Bev√∂lkerung aus. Im Gegenteil wurde die √∂ffentliche Meinung in England noch mehr gegen Deutschland aufgebracht, weil die meisten Opfer der Bombardements Zivilisten waren. Erst im Januar 1915 wurde ein neuer Vorsto√ü gewagt, der im Gefecht auf der Doggerbank erneut mit einer deutschen Niederlage endete.

Zu den wenigen gro√üen Erfolgsmeldungen der Kaiserlichen Marine der ersten Kriegsphase geh√∂rte die Versenkung von drei britischen Panzerkreuzern vor der holl√§ndischen K√ľste durch das Unterseeboot SM U 9 im September 1914. Die Versenkung gelang insbesondere deswegen, weil U-Boote zu dieser Zeit noch nicht als Offensivwaffen galten und die erzielten Torpedotreffer von den britischen Mannschaften zun√§chst f√ľr die Auswirkungen eines Minenfeldes gehalten wurden. Der Kommandant von U 9, Otto Weddigen wurde rasch zum Kriegshelden stilisiert und die U-Boote wurden als neue ‚ÄěWunderwaffe‚Äú gegen die britische Blockade dargestellt. Bereits zu diesem fr√ľhen Zeitpunkt zeigte sich somit der geringe Wert der zwar hochger√ľsteten, aber letztendlich unzureichend starken Hochseeflotte.

Einen eher indirekten Erfolg erzielte ein deutscher Verband, bestehend aus dem Großen Kreuzer SMS Goeben und dem Kleinen Kreuzer SMS Breslau, als er sich im Mittelmeer nach Beschießung französischer Häfen in Nordafrika seinen britischen Verfolgern entzog und nach Konstantinopel entkommen konnte. Das Auftauchen der deutschen Schiffe trug wesentlich zum Kriegseintritt des Osmanischen Reiches auf Seiten der Mittelmächte bei.

Als Reaktion auf die britische Blockade legte die Marinef√ľhrung rasch gro√üe Hoffnungen in die Wirksamkeit der U-Boote. Diese begannen mit einem zun√§chst streng nach dem internationalen Prisenrecht gef√ľhrten Handelskrieg gegen gegnerische Schiffe in den britischen Hoheitsgew√§ssern. Im Februar 1915 entschloss sich die deutsche F√ľhrung, uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieg in den zum Kriegsgebiet erkl√§rten Gew√§ssern um die britischen Inseln zu f√ľhren. Gr√ľnde daf√ľr waren die zunehmende Gef√§hrdung der aufgetaucht angreifenden Boote durch ‚ÄěU-Boot-Fallen‚Äú (bewaffnete Handelsschiffe) sowie die Hoffnung auf ein rasches Ende der Blockade. Als dann im Mai 1915 der britische Passagierdampfer RMS Lusitania einem deutschen U-Boot zum Opfer fiel, das getaucht und ohne Warnung einen Torpedo gefeuert hatte, kamen knapp 1.200 Menschen um Leben, darunter auch 128 US-Amerikaner. Die Lusitania-Aff√§re hatte weitreichende Konsequenzen: Zum Einen zwang sie aufgrund der massiven internationalen Proteste die deutsche F√ľhrung zur Einstellung des uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieges, zum Anderen dr√§ngte sie die neutralen USA zunehmend ins Lager der Kriegsgegner Deutschlands.

Skagerrakschlacht und uneingeschr√§nkter U-Boot-Krieg (1916 ‚Äď 1917)

Abgesehen von einigen Lockvorst√∂√üen in die Nordsee hatte die Hochseeflotte bis zum Fr√ľhjahr 1916 keinerlei Wirkung auf den Seekrieg. Die gegenseitige Aufkl√§rung mittels neuer Waffensysteme (Flugzeuge, Luftschiffe) verhinderte √ľblicherweise, dass gr√∂√üere gegnerische Verb√§nde sich tats√§chlich im Gefecht begegneten. Als jedoch bei einer Gelegenheit Ende Mai 1916 diese Art der Aufkl√§rung aufgrund der Wetterbedingungen nicht wie erwartet funktionierte, stie√üen im Seegebiet des Skagerrak nahezu die vollst√§ndige deutsche Hochseeflotte unter Admiral Reinhard Scheer und die britische Grand Fleet unter Admiral John Jellicoe aufeinander. Die Seeschlacht vor dem Skagerrak (engl.: Battle of Jutland, Schlacht von J√ľtland), die √ľberwiegend in den Abend- und Nachtstunden des 31. Mai/1. Juni 1916 ausgetragen wurde, gilt bis heute als die gr√∂√üte ausschlie√ülich zwischen gesch√ľtzbewehrten Schiffen gef√ľhrte Seeschlacht der Geschichte, an der mehr als 200 Schiffe beteiligt waren. Trotzdem konnte keine der beiden Seiten einen entscheidenden Vorteil erringen: Der deutschen Flotte gelang es, der Vernichtung zu entkommen und zudem den Briten hohe Verluste beizubringen, w√§hrend die Briten ihrerseits die Blockade unver√§ndert aufrechterhalten konnten. Der unentschiedene Ausgang der Schlacht belegte endg√ľltig den geringen Wert der kostenintensiven Gro√ükampfschiffe und lenkte das Augenmerk der Seekriegsleitung noch st√§rker auf die U-Boot-Waffe.

In der Hoffnung, durch eine radikale Verst√§rkung des U-Boot-Kriegs gegen England endlich eine Entscheidung zu erzwingen, entschloss sich die F√ľhrung, am 1. Februar 1917 erneut mit dem uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieg zu beginnen: Jedes Schiff, ob feindlich oder neutral, wurde nun ohne Vorwarnung im Kriegsgebiet um Gro√übritannien angegriffen. Diese Art der Kriegf√ľhrung f√ľhrte in der Tat zu enorm hohen Schiffsverlusten (bis Jahresende 1917 √ľber 7 Millionen BRT), aber zeitgleich auch zum Kriegseintritt der USA im April 1917 auf Seiten der Entente. Man hoffte allerdings, durch den uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieg eine Entscheidung zu erzwingen, bevor die wirtschaftliche und milit√§rische Macht der Vereinigten Staaten voll zum Tragen kommen konnte.

Letzte Unternehmungen und Ausbruch der Revolution (1917 ‚Äď 1918)

Nach der Februarrevolution 1917 in Russland verst√§rkte das Deutsche Reich seine Operationen gegen den Gegner im Osten. Ein gro√ü angelegtes amphibisches Unternehmen zur Besetzung der baltischen Inseln wurde im September und Oktober 1917 durchgef√ľhrt und wurde zum letzten gr√∂√üeren Erfolg der deutsche Flotte (Unternehmen Albion). Im Zuge dieser Unternehmung kam es zur Schlacht im Moon-Sund, in der ein gr√∂√üerer russischer Flottenverband von deutschen Marineeinheiten besiegt wurde.

In den ersten Monaten des Jahres 1918 unternahm die Hochseeflotte letzte Vorst√∂√üe in die Nordsee, die jedoch ohne gr√∂√üere Feindber√ľhrung blieben. Gleichzeitig entwickelte die alliierte F√ľhrung das Geleitzugsystem, in dem die √ľber den Atlantik fahrenden Handelsschiffe in gro√üen, gegen U-Boot-Angriffe gesch√ľtzten Verb√§nden zusammengefasst wurden. Dadurch gelang es, der Gefahr durch die U-Boote wirkungsvoll zu begegnen.

Als im Herbst 1918 feststand, dass der Krieg mit milit√§rischen Mitteln nicht mehr erfolgreich beendet werden konnte, plante die Kaiserliche Marine, zu einer letzten gro√üen Schlacht (‚Äěehrenvoller Untergang‚Äú) gegen die Royal Navy anzutreten (Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918). Dieser ‚ÄěOpfergang‚Äú wurde von den einfachen Seeleuten an Bord der Gro√ükampfschiffe nicht mitgetragen und letztlich durch den Matrosenaufstand verhindert. Dieser m√ľndete in die Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreiches bedeutete.

Die Verluste an Menschenleben der Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg werden mit 1.569 Offizieren, 8.067 Deck- und Unteroffizieren und 25.197 Mannschaften angegeben. An sie erinnert das 1936 am 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht eingeweihte Marine-Ehrenmal Laboe bei Kiel.

Chefs der Hochseeflotte im Ersten Weltkrieg
1914‚Äď1915 Admiral Friedrich von Ingenohl
1915‚Äď1916 Admiral Hugo von Pohl
1916‚Äď1917 Admiral Reinhard Scheer
1917‚Äď1918 Admiral Franz Ritter von Hipper

Selbstversenkung der Hochseeflotte

Scapa Flow

Nach Ende der Kampfhandlungen wurde die Hochseeflotte gem√§√ü den Waffenstillstandsbestimmungen im schottischen Scapa Flow interniert. Die Schiffe waren entwaffnet worden und nur mit Notbesatzungen besetzt. Als im Sommer 1919 die Bedingungen des Versailler Vertrages und die damit verbundene Ablieferung gro√üer Teile der Flotte an die Siegerm√§chte bekannt wurde, lie√ü Konteradmiral Ludwig von Reuter die unter seinem Kommando befindliche Hochseeflotte am 21. Juni 1919 versenken. Damit war der Kern der Kaiserlichen Marine zerst√∂rt.

Mit der Selbstversenkung hatte die Marine zwar einen Teil des im Krieg und insbesondere w√§hrend der Revolution verlorenen Ansehens zur√ľckgewonnen, jedoch waren harte Konsequenzen zu tragen. Die Alliierten verlangten nicht nur die √úbergabe anderer, zum Teil recht moderner Schiffe, die f√ľr die neue Reichsmarine h√§tten den Grundstock bilden sollen, sondern auch den gr√∂√üten Teil der noch bestehenden deutschen Handelsflotte.

Die durch die Versenkung unbrauchbar gewordenen Schiffe hatten noch einen gro√üen Schrottwert. Au√üerdem blockierten sie die besten Ankerpl√§tze in der Bucht von Scapa Flow. Deshalb wurden sie bis zum Zweiten Weltkrieg zum gr√∂√üten Teil gehoben und verschrottet. Im Wesentlichen liegen noch die Linienschiffe SMS K√∂nig, SMS Kronprinz Wilhelm und SMS Markgraf sowie zwei kleine Kreuzer auf Grund. Aus den Wracks wurden mehrfach hochwertiger Stahl und NE-Metalle f√ľr medizinische Ger√§te geborgen. Da die Materialien nicht atmosph√§rischer Strahlung w√§hrend der Zeit der oberirdischen Nukleartests ausgesetzt waren, eignen sie sich gut zum Bau derartiger Messger√§te.

Bilanz

Hatte die Marine in den Einigungskriegen von 1866 und 1871 noch keine praktische Rolle gespielt, so wurde sie in den Folgejahren den Bed√ľrfnissen des Reiches entsprechend aufgebaut. Nach Bismarcks Entlassung 1890 begann unter Kaiser Wilhelm II. und Tirpitz das gro√üe Flottenwettr√ľsten, das eine der wesentlichen, jedoch nicht die einzige Ursache des Ersten Weltkriegs war. Es war ein Element einer verfehlten B√ľndnis- und R√ľstungspolitik. Tirpitz' Idee der sog. ‚ÄěRisikoflotte‚Äú (ein Seekrieg mit Deutschland sollte f√ľr Gro√übritannien ein so gro√ües Risiko darstellen, dass es einen solchen nicht wagen w√ľrde), war mit Kriegsausbruch gegenstandslos geworden. F√ľr ein reales Kr√§ftemessen mit der Royal Navy war die Hochseeflotte niemals stark genug. Paradoxerweise erwiesen sich die zu Kriegsbeginn 1914 schw√§chsten Teile der Marine letztlich als die wirkungsvollsten ‚Äď n√§mlich die unabh√§ngig operierenden Kleinen Kreuzer, das Ostasiengeschwader und die erst im Aufbau begriffene U-Boot-Waffe. Dass die deutsche Marinef√ľhrung dies ‚Äď zu sp√§t ‚Äď erkannt hatte, beweist die Tatsache, dass die w√§hrend des Krieges begonnenen bzw. im Bau befindlichen schweren Einheiten (Schlachtschiffe der Bayern-Klasse; Schlachtkreuzer der Mackensen-Klasse) zugunsten des U-Boot-Baues nicht mehr fertiggestellt bzw. gar nicht mehr begonnen wurden.

Die geringe Einsatzreichweite der Gro√ükampfschiffe, die strategische Enge von Nord- und Ostsee sowie der fehlende Risikowille der F√ľhrung beim Einsatz der Flotte f√ľhren in der Fachliteratur zu dem Urteil: Den Namen ‚ÄěHochseeflotte‚Äú verdiente die deutsche Flotte nicht.[2]

Technisch gesehen waren die moderneren Gro√ükampfschiffe der Flotte zwar ihren britischen Pendants grunds√§tzlich ebenb√ľrtig, wiesen aber entscheidende Schw√§chen auf: Sie waren deutlich schwerf√§lliger und ihre Gesch√ľtze verf√ľgten noch √ľber das im Verh√§ltnis unzureichende Kaliber von 30,5 cm, als britische Schlachtschiffe l√§ngst mit 38-cm-Gesch√ľtzen bewaffnet waren. Einen echten Vorsprung wiesen die Schiffe lediglich in ihrem √§u√üerst effektiven Panzerschutz auf, der zum Markenzeichen des deutschen Gro√ükampfschiffbaues wurde. Die Standfestigkeit war auch der Hauptgrund f√ľr die verh√§ltnism√§√üig geringen Verluste der Kaiserlichen Marine in der Skagerrakschlacht. Der U-Boot-Bau hingegen f√ľhrte rasch zu enormen technischen Weiterentwicklungen in den Bereichen Antrieb, Druckfestigkeit, Reichweite und Man√∂vrierf√§higkeit, was zur Effektivit√§t der deutschen Boote in der zweiten Phase des Krieges entscheidend beitrug. Alliierten Unterseebooten waren die deutschen weit √ľberlegen.

Max Reichpietsch auf einer DDR-Briefmarke (1967). Der Matrose des Großlinienschiffs SMS Friedrich der Große war im Herbst 1917 wegen Meuterei zum Tode verurteilt und erschossen worden.

Die in der Kaiserlichen Marine mit zunehmender Dauer des Krieges und Unt√§tigkeit der Flotte wachsende Kluft zwischen Offizieren und Mannschaften resultierte bereits ab 1917 in zahlreichen Disziplinschwierigkeiten an Bord, die sich teilweise zu regelrechten Meutereien auswuchsen (Max Reichpietsch, Albin K√∂bis). Das in der Royal Navy selbstverst√§ndliche Bestreben der Schiffsf√ľhrungen, den einfachen Seeleuten Erleichterungen und Abwechslungen im stupiden Bordalltag zu verschaffen, war der Kaiserlichen Marine v√∂llig fremd.[3]

Einige Traditionslinien der Kaiserlichen Marine haben √ľber Reichs- und Kriegsmarine hinaus Bestand bis heute: Dazu geh√∂ren die Benennung von Schiffen nach Regionen und St√§dten, Gemeinsamkeiten in der Uniformierung und die bewusste Erinnerung an einzelne Schiffe und Marineangeh√∂rige. Popul√§rstes Beispiel ist der Kreuzer SMS Emden, der aufgrund seines Erfolges in der Kreuzerkriegf√ľhrung im Indischen Ozean und vor allem der dabei dem Gegner erwiesenen Ritterlichkeit einen besonderen Bekanntheitsgrad besitzt.

Soziale und nationale Bedeutung

Aus dem Blick geraten ist die enorme Bedeutung der Kaiserlichen Marine f√ľr die soziale Entwicklung in Deutschland. W√§hrend die F√ľhrung der Preu√üischen Armee im Wesentlichen dem Adel vorbehalten war, brauchte die schon f√ľr damalige Verh√§ltnisse hochtechnisierte Flotte ‚Äětechnische Intelligenz‚Äú, die der soldatische Adel nach Natur und Zahl nicht stellen konnte. So war das Offizierkorps der Kaiserlichen Marine von Anfang an eine b√ľrgerliche Dom√§ne ‚Äď was Kaiser Wilhelm wu√üte und f√∂rderte. Mit der Ausbildung an der Marineakademie (Kiel) und ab 1910 an der Marineschule M√ľrwik wurden die Offiziere in die aristokratisch gepr√§gte F√ľhrung der Streitkr√§fte hereingenommen. So war die Marine im B√ľrgertum wesentlich fester ‚Äěverankert‚Äú als die Armee.[4]

Hinzu kommt noch ein bedeutsamer Umstand: Unter Allerh√∂chstem Befehl war allein die Marine eine deutsche Streitkraft. Das Reich hatte keine eigene Armee. Armeen hatten nur die Bundesstaaten, die Preu√üische Armee, Bayerische Armee, S√§chsische Armee, W√ľrttembergische Armee und andere. Im Krieg unterstanden sie dem Kaiser als Obersten Kriegsherrn. So f√∂rderte die Marine den nationalen Einheitsgedanken.

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Konrad Ehrensberger: 100 Jahre Organisation der deutschen Marine. Bonn 1993, ISBN 3-7637-5913-1
  2. ‚ÜĎ Koop, Schmolke: Von der Nassau- zur K√∂nig-Klasse, Bonn 1999, S. 147.
  3. ‚ÜĎ Koop, Schmolke: S. 147f.
  4. ‚ÜĎ siehe Herwig, 1977

Literatur

  • G. Beckmann & K.U. Keuble Hgg.: Alltag in der Kaiserlichen Marine um 1890. Die Bildmappe ¬ĽUnsere Marine¬ę von C.W. Allers. Berlin 1993, ISBN 3-89488-051-1
  • Cord Ebersp√§cher: Die deutsche Yangtse-Patrouille. Deutsche Kanonenbootpolitik in China im Zeitalter des Imperialismus 1900‚Äď1914. Bochum 2004, ISBN 3-89911-006-4
  • Rolf G√ľth: Die Organisation der deutschen Marine in Krieg und Frieden 1913‚Äď1933. In: Milit√§rgeschichtliches Forschungsamt Hg.: Deutsche Milit√§rgeschichte in sechs B√§nden 1648‚Äď1939, Bd. 5, Abschnitt VIII: Deutsche Marinegeschichte der Neuzeit, Hersching 1983, S. 263‚Äď296
  • Holger H. Herwig: Das Elitekorps des Kaisers. Marineoffiziere im Wilhelminischen Deutschland. Hamburg 1977, ISBN 3-7672-0514-9.
  • Hans H. Hildebrand, Albert R√∂hr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Biographien ‚Äď ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. 10 B√§nde. Mundus, Ratingen o. J.
  • Rolf Hobson: Maritimer Imperialismus . Seemachtideologie, seestrategisches Denken und der Tirpitzplan 1875 bis 1914. Aus dem Englischen von Eva Besteck; Band 61, Beitr√§ge zur Milit√§rgeschichte: Hg. Milit√§rgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam und Institut f√ľr Verteidigungsstudien, Oslo; Oldenbourg, M√ľnchen 2004, ISBN 3-486-56671-7
  • Dieter Jung: Die Schiffe der Kaiserlichen Marine 1914‚Äď1918 und ihr Verbleib. Bernard & Graefe, 2003, ISBN 3-7637-6247-7
  • Walter Nuhn: Kolonialpolitik und Marine. Die Rolle der Kaiserlichen Marine bei der Gr√ľndung und Sicherung des deutschen Kolonialreiches 1884 - 1914. Bernard & Graefe, Bonn 2002, ISBN 3-7637-6241-8
  • Lothar Persius: Menschen und Schiffe in der Kaiserlichen Flotte. Berlin 1925
  • Wolfgang Petter: Deutsche Flottenr√ľstung von Wallenstein bis Tirpitz. In: Milit√§rgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Deutsche Milit√§rgeschichte in sechs B√§nden 1648‚Äď1939, Bd. 5, Abschnitt VIII: Deutsche Marinegeschichte der Neuzeit, Hersching 1983, S. 13‚Äď262
  • Christian R√∂del: Krieger, Denker, Amateure. Alfred von Tirpitz und das Seekriegsbild vor dem Ersten Weltkrieg. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-515-08360-X
  • Joachim Schr√∂der: Die U-Boote des Kaisers. Die Geschichte des deutschen U-Boot-Krieges gegen Gro√übritannien im Ersten Weltkrieg. Subsidia academica Reihe A Band 3, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6235-3
  • Gerhard Wiechmann: Die preu√üisch-deutsche Marine in Lateinamerika 1866‚Äď1914. Eine Studie deutscher Kanonenbootpolitik. Bremen 2002, ISBN 3-89757-142-0
    • dsb. (Hrsg.): Vom Auslandsdienst in Mexiko zur Seeschlacht von Coronel. Kapit√§n Karl von Sch√∂nberg. Reisetagebuch 1913‚Äď1914. Bochum 2004, ISBN 3-89911-036-6

Siehe auch

Details zu Teilaspekten der Kaiserlichen Marine
Amphibische Kriegf√ľhrung
Deutsche U-Boote im Ersten Weltkrieg
Dienstgrade der Kaiserlichen Marine
Marineflieger
Marineluftschiffe
Seekriegf√ľhrung im Ersten Weltkrieg (ausf√ľhrlich)
Uniformen der Kaiserlichen Marine
Kanonenbootpolitik
Listen und Kategorien
Liste der Schiffe der Kaiserlichen Marine
Liste deutscher Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer
Liste deutscher U-Boote (1906‚Äď1919)
Liste deutscher Kreuzer
Liste deutscher Gro√üer Torpedoboote (1898‚Äď1919)
Liste der K√ľstentorpedoboote der A-Klassen
Sonstige interne Links
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Weblinks

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