Kalifornien

ÔĽŅ
Kalifornien
Kalifornien
Flag of California.svg Seal of California.svg
(Details) (Details)
Karte der USA, Kalifornien hervorgehoben
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Sacramento
Staatsmotto: Eureka!
Fläche: 423.970 km²
Einwohner: 37.253.956 (Zensus 2010) (88,0 E./km²)
Mitglied seit: 9. September 1850
Zeitzone: Pacific: UTC-8/-7
Höchster Punkt: 4.418 m (Mount Whitney)
Durchsch. Höhe: 884 m
Tiefster Punkt: -86 m (Badwater, Death Valley)
Gouverneur: Jerry Brown (D)
Post / Amt / ISO CA / / US-CA
Karte von Kalifornien
Karte von Kalifornien

Kalifornien (englisch California?/i [k√¶l…®ňąf…Ērnj…ô] und spanisch California) ist der mit Abstand bev√∂lkerungsreichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Er liegt im Westen des Landes und grenzt an den Pazifischen Ozean, Oregon, Nevada, Arizona sowie den mexikanischen Staat Baja California auf der gleichnamigen Halbinsel. Der offizielle Beiname Kaliforniens lautet ‚ÄěGolden State‚Äú (Goldener Staat).

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Namens

Die Herkunft des Namens California ist umstritten. Einer bekannten Hypothese nach existierte der Name bereits vor der Entdeckung bei den europäischen Eroberern. 1510 veröffentlichte der Spanier Garci Rodríguez de Montalvo einen Roman, in dem eine Insel voller Gold namens Kalifornien vorkommt, bewohnt von wunderschönen Amazonen, die von Königin Califia beherrscht werden. Als Hernán Cortés' Soldaten 1535 nach Baja California kamen, glaubten sie, es sei eine Insel, und benannten sie nach Montalvos Buch.

Auch eine Ableitung von spanisch La Caliente Fornella (Der heiße Ofen) wird diskutiert.

Geographie

Geographische Karte Kaliforniens

Kalifornien liegt an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten, der so genannten San-Andreas-Verwerfung, weshalb es in der gesamten Region häufig zu Erdbeben kommt.

Geographische Lage

Mit seiner Fl√§che von 423.970 km¬≤ ist Kalifornien, nach Alaska und Texas, der drittgr√∂√üte Staat in den USA. Wenn Kalifornien ein Land w√§re, l√§ge es der Gr√∂√üe nach an 59. Stelle, zwischen dem Irak und Paraguay. Mit dem Mount Whitney (4.418 m) liegt der h√∂chste Berg der USA au√üerhalb Alaskas in Kalifornien. Am Fu√ü des Berges befindet sich der Ort Lone Pine, in dem j√§hrlich ein bekanntes Filmfestspiel stattfindet. In etwa 100 Kilometer Entfernung befindet sich das W√ľstengebiet Death Valley (Tal des Todes) mit dem niedrigsten Punkt der USA, Badwater, 85,5m u.d.M. Death Valley hat seinen Namen in der Zeit der ersten Siedler an der Westk√ľste bekommen, die nicht selten die Qualen von Hitze und Durst erleben mussten, wenn sie das ‚ÄěTal des Todes‚Äú durchquerten. Dar√ľber hinaus gibt es in Kalifornien zahlreiche Naturparks und Str√§nde unterschiedlichster Beschaffenheit. Zu den bekanntesten Parks z√§hlt der Yosemite-Nationalpark.

Ausdehnung des Staatsgebiets

Pazifikk√ľste bei Big Sur

Der Staat erstreckt sich auf einer L√§nge von √ľber 1231 Kilometern zwischen 32¬į 30' N und 42¬į N, sowie auf einer Breite von 400 Kilometern zwischen 114¬į 8' W und 124¬į 24' W.

Nachbarstaaten

Kalifornien grenzt an den Pazifischen Ozean im Westen und an den mexikanischen Staat Baja California im S√ľden. Weiterhin bestehen Grenzen zu den Bundesstaaten Arizona im S√ľdosten, Nevada im Osten und Oregon im Norden.

Geographische Regionen

Die Geographie Kaliforniens ist im Verh√§ltnis zur Gr√∂√üe des Staates extrem vielf√§ltig. Es gibt alpine Berge, Nebelk√ľsten, hei√üe W√ľsten und das fruchtbare L√§ngstal. In Kalifornien gibt es die h√∂chsten K√ľstenmammutb√§ume, die dicksten Riesenmammutb√§ume und die √§ltesten Grannen-Kiefern der Welt.

Der Staat wird oft in Nord- und S√ľdkalifornien eingeteilt. Das U. S. Geological Survey definiert den geographischen Mittelpunkt Kaliforniens in North Fork im Madera County.

Erdwissenschaftler teilen den Staat in elf verschiedene geomorphologische Gebiete mit klar definierten Grenzen. Dies sind von Norden nach S√ľden: die Klamath Mountains, die Kaskadenkette (Cascade Range), das Modoc Plateau, das Basin and Range (Gro√ües Becken), die kalifornischen K√ľstengebirge, das L√§ngstal (Central Valley), die Sierra Nevada, die Transverse Ranges, die Mojave-W√ľste, die Peninsular Ranges und die Colorado-W√ľste.

Klamath Mountains

Die Klamath Mountains sind ein Gebirge im Nordwesten Kaliforniens und im S√ľdwesten Oregons. Der h√∂chste Gipfel ist Thompson Peak (2744 m) im Trinity County. Die Berge haben eine sehr verschiedene Geologie mit wesentlichen Bereichen der Serpentinen- und Marmorsteine. Im Sommer gibt es begrenzten Niederschlag. Auf Grund der Geologie haben sie eine einzigartige Flora, darunter mehrere endemische Pflanzen wie Lawsons Scheinzypresse, Fuchsschwanz-Kiefer, die Siskiyou-Fichte und Kalmiopsis.

Kaskadenkette

Die Kaskadenkette (Cascade Range) ist eine Gebirgsregion, welche sich vom kanadischen British Columbia bis ins n√∂rdliche Kalifornien erstreckt. Die Kaskaden sind Teil des Pazifischen Feuerrings, einem Ring von Vulkanen rund um den Pazifischen Ozean. Alle bekannten Vulkanausbr√ľche in den Vereinigten Staaten kamen aus der Kaskadenregion. Der letzte Vulkan in Kalifornien, der ausbrach, war Lassen Peak (1921). Lassen ist der s√ľdlichste Vulkan der Kaskadenkette.

Diese Region liegt im Nordosten Kaliforniens an der Grenze zu Oregon und Nevada nördlich der Sierra Nevada und des Längstals. Mittelpunkt des Gebietes ist der Mount Shasta in der Nähe der Trinity Alps. Mount Shasta ist ein ruhender Vulkan, aber es gibt Hinweise darauf, dass er oder Shastina, ein kleiner benachbarter Berg, im 18. Jahrhundert ausgebrochen ist.

Modoc-Plateau

Im Nordosten Kaliforniens liegt das Modoc Plateau, welches sich auch in Teile Oregons und Nevadas erstreckt.

Großes Becken/Basin and Range

Das Gro√üe Becken (englisch Great Basin) ist eine abflusslose, aride Gro√ülandschaft √∂stlich der Sierra Nevada. Es liegt gro√üteils im Nachbarstaat Nevada. Als Basin and Range (engl. f√ľr Becken und Gebirge) bezeichnet man eine gro√üe geologische Region, in der eine √§hnliche Vegetation wie im Gro√üen Becken vorherrscht. Zu diesem geh√∂ren auch die Mojave- und die Sonora-W√ľste in Mexiko.

Im großen Becken liegen viele größere und kleinere Gebirgsketten und Täler, mit dem Mono Lake der älteste See Nordamerikas, mit dem Owens Valley das tiefste Tal des Kontinents (mehr als 3.000 Meter tief, gemessen von der Spitze des Mount Whitney.

Im Gro√üen Becken gibt es eine Reihe ausgetrockneter Seen, welche in der letzten Eiszeit mit Wasser gef√ľllt waren. Viele dieser Seen haben in der W√ľstenlandschaft verschiedene Salze hinterlassen, vor allem Borax, f√ľr das der Owens Lake und das Tal des Todes bekannt sind.

Im Gebiet der White Mountains (Weiße Berge) wachsen mit den Grannen-Kiefern die ältesten Bäume der Welt.

K√ľstengebirge

Die kalifornischen K√ľstengebirge grenzen das Kalifornische L√§ngstal von der Pazifikk√ľste ab und umfassen etwa 109.000 km¬≤. Sie schlie√üen auch die Diablo Range √∂stlich von San Francisco und die Santa Cruz Mountains s√ľdlich der Stadt ein. Die K√ľste n√∂rdlich von San Francisco ist fast immer neblig und regnerisch. Das K√ľstengebirge ist bekannt f√ľr seine K√ľstenmammutb√§ume.

Kalifornisches Längstal

Das Kalifornische L√§ngstal (englisch Central Valley) ist ein gro√ües, fruchtbares Tal zwischen der Sierra Nevada und dem K√ľstengebirge. Das zwischen 35¬į und 40¬į 40' n√∂rdlicher Breite gelegene Tal hat eine Fl√§che von 77.700 km¬≤. Den n√∂rdlichen Teil des L√§ngstals bildet das Sacramento Valley, benannt nach dem gleichnamigen Fluss. Der s√ľdliche Teil wird San Joaquin Valley genannt, ebenfalls nach dem gleichnamigen Fluss benannt. Neben diesen beiden Fl√ľssen durchflie√üt der Kings River als gr√∂√üerer Fluss das Tal, welches durch die Bucht von San Francisco entw√§ssert wird. Die Fl√ľsse sind ausreichend gro√ü und tief, sodass es mehrere Binnenh√§fen gibt. In Stockton gibt es einen Seehafen.

Sierra Nevada

Im Osten Kaliforniens liegt die Sierra Nevada (span. f√ľr verschneites Gebirge). Die Gebirgskette erstreckt sich auf einer L√§nge von 600 km von Nord nach S√ľd. Der h√∂chste Gipfel im Kernland der Vereinigten Staaten (ohne Alaska und Hawaii), ist der Mount Whitney (4421 m) in der N√§he des Ortes Lone Pine. Die Topographie der Sierra ist gepr√§gt durch Hebung und Gletscher.

Die Sierra hat 200‚ąí250 Sonnentage im Jahr mit warmen Sommern und kalten Wintern, also typisches Kontinentalklima. Das bekannte Yosemite Valley liegt in der zentralen Sierra Nevada. Der gro√üe und tiefe S√ľ√üwassersee Lake Tahoe liegt n√∂rdlich des Yosemite-Nationalparks. In der Gebirgskette wachsen die Riesenmammutb√§ume, die h√∂chsten und gr√∂√üten B√§ume auf der Erde.

Durch diese Sch√∂nheit inspiriert wurde der Sierra Club, eine Naturschutzorganisation, und der American Alpine Club gegr√ľndet. Letzterer setzt sich f√ľr die Aufrechterhaltung von Wanderwegen, H√ľtten und organisierten Ausfl√ľgen ein. Der bekannteste Wanderweg der Sierra ist der John Muir Trail, der vom Mount Whitney ins Yosemite Valley f√ľhrt und Teil des Pacific Crest Trail ist, welcher von Mexiko nach Kanada geht.

Die drei größten Nationalparks in dieser Region sind der Yosemite-Nationalpark und der Kings-Canyon- und Seqouia-Nationalpark.

Transverse Ranges

Die Transverse Ranges (auch Los Angeles Ranges) sind eine Gebirgskette, welche sich in ost-westlicher Richtigung erstrecken, und nicht, wie die meisten kalifornischen Gebirge, von Nord nach S√ľd. Die Tehachapi Mountains sind Teil der Transverse Ranges.

Mojave-W√ľste

Die Mojave-W√ľste ist eine W√ľste im S√ľdosten Kaliforniens. Sie ist etwa 35.000 km¬≤ gro√ü und erstreckt sich auch auf den Territorien von Nevada, Utah und Arizona. Die Mojave-W√ľste wird durch die Tehachapi Mountains und die Hochebenen von San Bernardino begrenzt. Westlich ist die W√ľste klar abgegrenzt durch die San-Andreas-Verwerfung und die Garlock-St√∂rungszone.

Peninsular-Ranges

Das s√ľdlichste Gebirge in Kalifornien sind die Peninsular Ranges (Halbinselgebirge), die sich √∂stlich von San Diego und auf der mexikanischen Halbinsel Niederkalifornien erstrecken. Zu den Peninsular Ranges geh√∂rt die Sierra San Pedro M√°rtir in Mexiko. Die Peninsular Ranges enthalten die Laguna Mountains, die San Jacinto Mountains, die Santa Ana Mountains und die Palomar Mountain Range, welche vor allem die die Sternwarte Palomar-Observatorium bekannt ist. San Jacinto Peak hat eine Kabelstra√üenbahn, welches die W√ľste am Fu√ü des Berges mit dessen Spitze verbindet. Mit der Bahn k√∂nnen Wanderer und Skilangl√§ufer fahren.

Colorado-W√ľste

Die Colorado-W√ľste (englisch Colorado desert) ist etwa 39.000 km¬≤ gro√ü und liegt im S√ľden Kaliforniens und in Mexiko. Ein Merkmal der W√ľste ist der Saltonsee. Er entstand erst 1905, als ein Damm des Colorado River brach und die Wassermassen in das trockene Gebiet stie√üen. Heute ist der Saltonsee der gr√∂√üte See in Kalifornien, nahe an der Grenze zu Mexiko. Die W√ľste bildet den Rest einer fr√ľheren Meeresbucht, die heute bis zu 100 m unter dem Meeresspiegel liegt.

Klima

Klima in Los Angeles

Das Klima in Kalifornien kann in drei Zonen eingeteilt werden:

  • An der K√ľste sind die Temperaturen durch den Einfluss des recht k√ľhlen Pazifiks niedriger als im Innern des Landes. Im Norden gibt es oft regnerische Winter. Hinzu kommt im Sommer oft Nebel, der entsprechend f√ľr k√ľhlere Temperaturen sorgt.
  • In Gebirgen wie der Sierra Nevada wird es im Sommer oft recht hei√ü, aufgrund der H√∂henlage sinken die Temperaturen nach Sonnenuntergang jedoch schnell ab. Im Winter muss mit sehr gro√üen Schneemengen gerechnet werden.
  • In der W√ľste ist es das ganze Jahr tags√ľber meist sonnig und warm, nachts k√ľhlt es allerdings sehr stark ab.

Kalifornien ist auch bekannt als der ‚ÄěFruchtgarten Amerikas‚Äú (Fruit Belt), dessen Klima ideal f√ľr den Anbau von Trauben, Orangen, Zitronen und Avocados ist.

Demographie

Bev√∂lkerungsdichte, Angaben in Quadratmeilen (1 mi¬≤= 2,6 km¬≤)

Die Bev√∂lkerung von Kalifornien steigt sehr stark an. Seit 1962 ist er der bev√∂lkerungsreichste US-Bundesstaat, heute hat er schon doppelt so viele Einwohner wie New York, welcher bis dahin der bev√∂lkerungsreichste war. Kalifornien ist neben Texas, New Mexico und Hawaii einer von vier sogenannten Majority-Minority-States, also Bundesstaaten, in denen die nicht-spanischsprachigen Wei√üen weniger als 50 % der Bev√∂lkerung ausmachen. In Kalifornien werden mehr als 200 Sprachen gesprochen, nach Englisch ist Spanisch die am meisten gesprochene Sprache, vor allem in S√ľdkalifornien.

Demographische Prognosen gehen davon aus, dass Kalifornien 2020 eine hispanische Bevölkerungsmehrheit hat, was sowohl an der höheren Geburten- als auch an der höheren Einwandererrate liegt.

Kalifornien ist der zweitbev√∂lkerungsreichste (Glied-)Staat in der westlichen Hemisph√§re, √ľbertroffen nur noch vom Bundesstaat S√£o Paulo. W√§re Kalifornien ein eigenes Land, w√§re es weltweit bev√∂lkerungsm√§√üig der 34. gr√∂√üte Staat, noch vor Kanada und Australien.

Bevölkerung

Kalifornien hatte am 1. Juli 2008 eine Bev√∂lkerung von 38.100.000 Menschen und wuchs innerhalb eines Jahres um 436.000 (1,16 %). Nach relativen Zahlen ist der Westk√ľstenstaat der mit dem dreizehntgr√∂√üten Wachstum. Mehr als 12 % aller US-Amerikaner leben in Kalifornien.

In Kalifornien liegen acht der 50 größten Städte im Land. Los Angeles ist die zweitgrößte Stadt in den Vereinigten Staaten mit 3.792.621 Einwohnern (Census 2010), es folgen San Diego (8.), San José (10.), San Francisco (14.), Fresno (35.), Long Beach (36.), Sacramento (37.) und Oakland (45.).

Alters- und Geschlechterstruktur

Die Altersstruktur von Kalifornien setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • bis 18 Jahre: 9.531.046 (26,1 %)
  • 18 bis 64 Jahre: 22.998.673 (63,1 %)
  • ab 65 Jahre: 3.927.830 (10,8 %)

Das Medianalter beträgt 34,4 Jahre.

Herk√ľnfte

Kalifornien hat 36.457.549 Einwohner (Stand: U.S. Census 2006), davon sind 59,8 % Wei√üe, 35,9 % Hispanics, 12,3 % Asiaten, 6,2 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 0,7 % Indianer, 0,4 % Hawaiianer. Es gibt 13.174.781 Haushalte.[1]

Kalifornien hat die gr√∂√üte Zahl der wei√üen Amerikaner in den Vereinigten Staaten, n√§mlich 21.810.156. Der Staat hat in absoluten Zahlen die f√ľnftgr√∂√üte Afroamerikanische Bev√∂lkerung (2.260.648). Etwa 4,5 Millionen Asoamerikaner leben in Kalifornien, das ist etwa ein Drittel der gesamten asiatischen Bev√∂lkerung der Vereinigten Staaten. Auch die Ureinwohner Amerikas sind mit 376.093 Menschen st√§rker vertreten als in jedem anderen Bundesstaat.

Nach Sch√§tzungen von 2006 geh√∂ren 57 % der Bev√∂lkerung Minderheiten an. Der Anteil der nicht-hispanischen, wei√üen Bev√∂lkerung sank von 80 % (1970) auf nunmehr 43 %. Nur New Mexico und Texas haben prozentual einen h√∂heren Anteil an Hispanics, aber Kalifornien hat in absoluten Zahlen die meisten. Hawaii ist der einzige Staat in dem prozentual mehr Aso-Amerikaner leben als in Kalifornien. Speziell bei den japanisch- und chinesischst√§mmigen Amerikanern hat New York Kalifornien gerade als gr√∂√üten Staat abgel√∂st.

25% der Bevölkerung sind mexikanischer Abstammung. Mexiko ist das größte Herkunftsland der Kalifornier. Sie stellen die größte Gruppe innerhalb der Bevölkerung mit hispanischer/lateinamerikanischer Abstammung, die insgesamt 32,4% der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Knapp 10,0 % der Einwohner sind deutscher Abstammung und stellen damit die gr√∂√üte Gruppe innerhalb der wei√üen Bev√∂lkerung, die im Census 2000 59,5% der Gesamtbev√∂lkerung ausmachten. Es folgen die Gruppen der Irisch- (7,8 %), Englisch- (7,1 %) und Italienischst√§mmigen (4,3 %).[2][3]

Latinos/Hispanics

Mexikano-Amerikaner leben vor allem in S√ľdkalifornien. Los Angeles ist die gr√∂√üte mexikanische Gemeinde der USA seit 1900. Auch das Imperial Valley an der Grenze zu Mexiko hat einen hohen Anteil (70 bis 75 %) von Latinos. Riverside County hat vor allem im Osten eine hohen hispanischen Bev√∂lkerungsanteil. Auch im L√§ngstal und in der San Francisco Bay Area leben viele Hispanics.

Die meisten Hispanics sind mexikanischen Hintergrunds, allerdings stammen auch viele aus Mittelamerika, der Karibik (Kuba oder Puerto Rico) oder S√ľdamerika. In Los Angeles County machen Hispanics 40 % der Bev√∂lkerung aus.

Etwa 2020 werden die Hispanics die Bev√∂lkerungsmehrheit in Kalifornien stellen. Einige Demographen gehen davon aus, dass Kalifornien mit dem gesamten S√ľdwesten der Vereinigten Staaten zu lateinamerikanisch gepr√§gtem, mehrheitlich spanischsprachigem Gebiet wird. Andere Demographen gehen jedoch davon aus, dass sich die Hispanics in den USA wie die anderen Einwanderergruppen integrieren und sp√§testens nach der dritten Generation englischsprachig und assimiliert sein werden.

Einwohnerentwicklung

Historische Einwohnerzahlen
Census Einwohner ¬Ī in %
1850 92.597 ‚ÄĒ
1860 379.994 300 %
1870 560.247 50 %
1880 864.694 50 %
1890 1.213.398 40 %
1900 1.485.053 20 %
1910 2.377.549 60 %
1920 3.426.861 40 %
1930 5.677.251 70 %
1940 6.907.387 20 %
1950 10.586.223 50 %
1960 15.717.204 50 %
1970 19.953.134 30 %
1980 23.667.902 20 %
1990 29.760.021 30 %
2000 33.871.648 10 %
2010 37.253.956 10 %
Vor 1900[4]

1900‚Äď1990[5] 2000[6]

Kalifornien ist seit 1965 der bev√∂lkerungsreichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Seither hat sich die Bev√∂lkerung noch einmal mehr als verdoppelt, was neben der wirtschaftlichen Dynamik wesentlich auf die √Ąnderung der Gesetze f√ľr die Einwanderung in die Vereinigten Staaten zur√ľckzuf√ľhren ist.

Sprachen

Nach dem United States Census 2000 sprechen 60,5 % der Kalifornier Englisch und 25,8 % Spanisch als Muttersprache. Auf dem dritten Platz liegt das Hochchinesische mit 2,6 % der Sprecher, gefolgt von Tagalog (2,0 %) und Vietnamesisch (1,3 %). Insgesamt werden in Kalifornien mehr als 200 Sprachen gesprochen.

Mehr als 100 Indianersprachen werden in Kalifornien gesprochen. Viele von ihnen sind gefährdet, aber es gibt Anstrengungen, sie zu revitalisieren.

Seit 1986 ist Englisch gemäß Verfassung als Amtssprache festgelegt. Sprachpolitik ist ein wichtiges Thema in Kalifornien.

Religionen

In absoluten Zahlen leben die meisten Katholiken in den USA und die nach Utah zweitmeisten Mormonen in Kalifornien. Der Staat hat eine der gr√∂√üten j√ľdischen Gemeinschaften im Westen der USA, welche sich vor allem in Los Angeles, Beverly Hills, San Francisco, Oakland, Sacramento und Palm Springs ballen. Die Zahl der Muslime in Kalifornien betr√§gt etwa eine Million.

Die meisten Katholiken stammen von Iren, Italienern, Hispanics und Filippinos ab. Durch die Einwanderung von Lateinamerikanern und Filipinos ist die Anzahl der Katholiken in Kalifornien in letzter Zeit stark angewachsen. W√§hrend der Anteil der Katholiken an der schwarzen Bev√∂lkerung gering ist, da diese meist aus den protestantischen S√ľdstaaten stammen, ist er unter den Hispanics am h√∂chsten.

Durch den hohen Anteil an Aso-Amerikanern gibt es in Kalifornien zahlreiche asiatische Religionen wie Hinduismus, Buddhismus und Taoismus.

Die mitgliederst√§rksten Religionsgemeinschaften im Jahre 2000 waren die r√∂misch-katholische Kirche mit 10.079.310, J√ľdischen Gemeinden mit 994.000 Mitgliedern, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit 529.575 und die Southern Baptist Convention mit 471.119 Anh√§ngern.[7]

Nach einer Pew-Research-Center-Umfrage sind die Kalifornier weniger religi√∂s als die Bev√∂lkerungen anderer Bundesstaaten der USA. Von den Befragten gaben 62 % an, sie seien stark gl√§ubig, w√§hrend es landesweit 71 % sind. Weiterhin ist Religion f√ľr 48% der Kalifornier wichtig, w√§hrend das selbige 56 % der Amerikaner sagen.

Große Städte

siehe Liste der Städte in Kalifornien nach Einwohnerzahl

Die größte Stadt Kaliforniens ist mit weitem Abstand Los Angeles, das auch die zweitgrößte Stadt der USA ist. Die Metropolregion um Los Angeles gehört mit 17,8 Millionen Einwohnern zu den größten der Erde. Weitere bedeutende Städte sind San Francisco und San José, die beide Teil der San Francisco Bay Area sind, einem etwa 7,5 Millionen Menschen umfassenden Ballungsraum um die Bucht von San Francisco.

Mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern und etwa drei Millionen in der Agglomeration ist das in S√ľdkalifornien gelegene San Diego die zweitgr√∂√üte Stadt Kaliforniens und der drittgr√∂√üte Ballungsraum des Bundesstaates.

Sacramento, seit 1854 die Hauptstadt Kaliforniens, liegt auf H√∂he der Bucht von San Francisco etwa 120 km im Landesinneren. Sacramenta selbst hat knapp 500.000 Einwohner, im Ballungsraum leben etwa zwei Millionen Menschen.

Weitere wichtige Städte sind Oakland und Berkeley, beide in der San Francisco Bay Area gelegen, sowie Santa Barbara, Modesto, Fresno, Bakersfield und Stockton. Ebenfalls bedeutend sind Ventura, Anaheim, Long Beach, Irvine, Santa Ana, Riverside und San Bernardino, die sich alle im Großraum Los Angeles befinden.

Modesto San Bernardino (Kalifornien) Irvine (Kalifornien) Fremont (Kalifornien) Chula Vista Stockton (Kalifornien) Riverside (Kalifornien) Santa Ana (Kalifornien) Anaheim Bakersfield Oakland Long Beach (Kalifornien) Sacramento Fresno San Francisco San José (Kalifornien) San Diego Los Angeles

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kaliforniens, siehe auch: Kalifornien (historische Landschaft)

Fr√ľhgeschichte

Seet√ľchtige Gef√§hrte m√ľssen bereits um 9000 bis 10000 v. Chr. die Inseln vor der K√ľste erreicht haben, denn Spuren menschlicher Aufenthalte fanden sich auf den Kanalinseln[8], aber auch weiter s√ľdlich, auf der Isla Cedros in Niederkalifornien.[9]

Die √úberreste der Frau von La Brea, ca. 7000 v. Chr.

Bereits vor 8000 v. Chr.[10] jagten kleine Gruppen Wild, Bergschafe und V√∂gel, und fischten. Hinzu kamen Eicheln und Wildgr√§ser. Bodenbau und Korbflechterei wurden von einigen Gruppen weit entwickelt. Etwas j√ľnger, aus der Zeit um 7000 v. Chr., ist die Frau aus den Teergruben von La Brea, die f√ľr ihre zahlreichen Tierskelettfunde bekannt sind.[11]

Vor der Ankunft der Europ√§er lassen sich mehr als 70 verschiedene Indianer-St√§mme (Liste) unterscheiden, womit Kalifornien zu den kulturell und linguistisch vielf√§ltigsten Regionen der Welt geh√∂rte. Die Gesamtzahl der Bewohner wird auf √ľber 300.000 gesch√§tzt.[12]

Europäische Entdecker

Nach den Landungen von Juan Rodr√≠guez Cabrillo im Jahre 1542 und Sir Francis Drake 1579, die das Gebiet f√ľr Spanien bzw. England (vgl. Francis Drakes Messingplakette) beanspruchten, verloren die europ√§ischen Kolonialm√§chte das Gebiet Kaliforniens wieder weitgehend aus den Augen. F√ľr die Indianer bedeutete die Expedition Cabrillos jedoch m√∂glicherweise einen schweren Einbruch der Bev√∂lkerungszahl durch Pocken.[13]

Weitere Entdecker, wie Pedro de Unamuno (1587), Sebastian Rodriquez Cermeno (1595) und Sebastian Vizcaino (1602‚Äď1603) erkundeten die K√ľste.

Spanische Kolonialherrschaft

Kalifornien als Oberkalifornien (Alta California), der sp√§tere n√∂rdlichste Bestandteil des Vizek√∂nigreichs Neuspanien, wurde erst ab 1769 unter der Leitung des Franziskaners Junipero Serra kolonisiert. Dieser gr√ľndete die erste von insgesamt 21 Missionen. Neben diesen Missionen errichtete man auch milit√§rische Befestigungen (span.: Presidios) und zivile Siedlungen. W√§hrenddessen rissen die Handelskontakte der Indianer mit dem Norden w√§hrend der schweren Pockenepidemie ab 1775 ab.

Sacramento, 1849

1812 wurde im heutigen Sonoma County im n√∂rdlichen Kalifornien mit Fort Ross ein russischer St√ľtzpunkt als Fortsetzung und Abrundung der russischen Besitzungen in Alaska errichtet. Nach der mexikanischen Unabh√§ngigkeit im Jahr 1821 wurde Kalifornien mexikanische Provinz. Die Regierung kehrte wieder zum Missionssystem zur√ľck, bis die demokratische Partei das Missionswesen am 17. M√§rz 1833 per Dekret vollst√§ndig beendete und die Stationen aufl√∂ste. Zugleich wurde die Besiedlung durch Einwanderung gef√∂rdert. Die ersten Einwanderer wurden allerdings nach dem Regierungsantritt Santa Annas, der die Missionsstationen erhalten wollte, wieder vertrieben. Diese Ereignisse legten den Grundstein f√ľr die jahrzehntelange Feindseligkeit der Kalifornier gegen die mexikanische Regierung. 1836 brach ein Aufstand unter dem fr√ľheren Zollinspektor Alvaredo los, der von der ohnm√§chtigen Regierung schlie√ülich als Gouverneur von Kalifornien best√§tigt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt z√§hlte das Land nur noch etwa 150.000 Indianer[14] und 5.000 Europ√§er als Einwohner.

1842 setzte Santa Anna den Gouverneur Alvaredo, der bei der Bev√∂lkerung als Despot verhasst war, ab und machte General Manuel Micheltorena[15] zum neuen Gouverneur, der allerdings bald ebenso unbeliebt war wie sein Vorg√§nger. Im Fr√ľhjahr 1846 rebellierten die Bewohner Ober-Kaliforniens und w√§hlten Don Jos√© Castro, einen geborenen Kalifornier, zum Generalkommandanten.

Johann August Sutter, seit 1839 in Kalifornien, erhielt die Bewilligung, eine Niederlassung zu bauen, der er den Namen ‚ÄěNeu-Helvetien‚Äú gab. Schnell wurde daraus eine florierende Kolonie mit 20.000 St√ľck Vieh, drei Pferdem√ľhlen, zwei Wasserm√ľhlen, einer S√§gem√ľhle, einer Gerberei und √ľber 50 H√§usern. Sutter herrschte wie ein kleiner ‚ÄěKaiser‚Äú √ľber sein ‚ÄěImperium‚Äú, das auf Landwirtschaft, Rinderzucht, Holzhandel und Jagd aufgebaut war. 1841 erwarb er Fort Ross von Russland. Er verlor seine Besitzungen wenige Jahre sp√§ter im Zuge des Goldrausches.

Amerikanische Annexion und Goldrausch

Oakland, 1900

1845 annektierten die USA Texas, was zu einem sehr gespannten Verh√§ltnis mit Mexiko f√ľhrte, das das Kaufangebot der Amerikaner f√ľr Kalifornien ablehnte. Bereits im Januar 1846 standen Truppen an der Grenze. Die von Californios unter Jos√© Castro gebildete Junta von Monterey versuchte, Alta California durch Abspaltung von Mexiko aus dem Krieg herauszuhalten. Doch noch w√§hrend die Junta dar√ľber beriet, ob der Unabh√§ngigkeit oder dem Anschlu√ü an einen anderen Staat der Vorzug zu geben sei, erkl√§rten im Mai 1846 US-amerikanische Siedler die Unabh√§ngigkeit Kaliforniens (Bear Flag Republic) und proklamierten ihre eigene Republik Kalifornien. Am 13. Mai 1846 erfolgte die Kriegserkl√§rung der USA nach einem vorget√§uschten Angriff der Mexikaner. US-Truppen besetzten im Juli 1846 Moneterey, standen im Januar 1847 in Los Angeles und eroberten Mexiko, das sich im Vertrag von Guadalupe Hidalgo gezwungen sah, den gesamten Norden, also Kalifornien, Arizona, New Mexico, Utah, Nevada, Texas und einen Teil von Colorado und Wyoming abzutreten.

Zahlreiche Gl√ľcksritter zogen nun die im Januar 1848 einsetzenden Goldfunde an, die den Kalifornischen Goldrausch ausl√∂sten. Die Rede des Pr√§sidenten James K. Polk vor dem Kongress, die er am 5. Dezember 1848 hielt, machte die Goldfunde auf dem Gebiet Sutters nicht nur allseits bekannt, sondern verst√§rkte auch die Zuwanderungsbewegung. Sutter hatte versucht, den Fund geheim zu halten, doch die Nachricht verbreitete sich rasch. Goldsucher und Gl√ľcksritter kamen in gro√üer Zahl nach Kalifornien, was dazu beitrug, dass die √∂ffentliche Ordnung weitgehend zusammenbrach. Hunderttausende durchsuchten die Erde, das Tal des Sacramento Rivers war zum ‚Äěgoldenen‚Äú Westen geworden. Letztendlich erkannte die Regierung die unrechtm√§√üigen Zust√§nde an, da so die USA zu einem wichtigen Goldexportland geworden waren. Die Indianer wurden verfolgt und vertrieben. Von den rund 150.000 Indianern um 1850 leben um 1870 nur noch rund 30.000.[14]

Bundesstaat

Am 9. September 1850 wurde Kalifornien schlie√ülich als einunddrei√üigster Staat in die USA aufgenommen. 1854 wurde Sacramento zur Hauptstadt von Kalifornien ernannt. Da in Kalifornien keine Sklaven gehalten wurden, hielt es w√§hrend des B√ľrgerkriegs zur Union, spielte aber wegen der gro√üen Entfernung zum Kriegsschauplatz praktisch keine Rolle.

Da Kalifornien sich rasch zum bev√∂lkerungsreichsten Bundesstaat entwickelte, wurden 1941 und 2001 Pl√§ne diskutiert, die forstwirtschaftlich gepr√§gten Bezirke im Norden als Bundesstaat Jefferson oder Upstate California abzutrennen. √Ąhnliche Vorhaben verfolgte 2011 auch Riverside im S√ľden Kaliforniens.

Politik

Gouverneur

Gouverneur des Bundesstaates ist seit dem 3. Januar 2011 Jerry Brown von der Demokratischen Partei. Er löste den Republikaner Arnold Schwarzenegger ab. Brown hatte das Gouverneursamt schon von 1975 bis 1983 inne.

Siehe auch: Liste der Gouverneure von Kalifornien, Liste der Vizegouverneure von Kalifornien

Vertretung Kaliforniens im US-Kongress

Die amtierenden US-Senatorinnen des Staates sind Barbara Boxer, die tendenziell dem linken Fl√ľgel ihrer Partei zuzurechnen ist, und die eher gem√§√üigte Dianne Feinstein, ehemals B√ľrgermeisterin von San Francisco. Beide geh√∂ren der Demokratischen Partei an.

Das Amt des Speaker im Repr√§sentantenhaus der Vereinigten Staaten hatte von 2007 bis 2011 die demokratische Abgeordnete Nancy Pelosi aus dem 8. Kongresswahlbezirk Kaliforniens inne, der den n√∂rdlichen Teil von San Francisco abdeckt.[16] Die Delegation des Staates im Repr√§sentantenhaus des 112. Kongresses besteht aus 34 Demokraten und 19 Republikanern.

Politische Geographie

Die republikanischen Hochburgen im bevölkerungsarmen Nordosten, im San Joaquin Valley und der Umgebung von Orange County, der politischen Heimat von Richard Nixon, vermochten zuletzt nicht, die demokratische Dominanz in den Städten um die Bay Area, in der Stadt Los Angeles sowie Teilen ihrer Umgebung und im Nordwesten des Staates aufzuwiegen.[17] Daher haben die Demokraten seit 1992 bei Präsidentschaftswahlen das bis dahin meist mehrheitlich republikanisch wählende Kalifornien nicht mehr verloren.

Partnerschaften

Der Freistaat Bayern ist ein Partnerland Kaliforniens.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Musik

Das 1973 gegr√ľndete Kronos Quartet geh√∂rt zu den weltweit f√ľhrenden Quartetten f√ľr zeitgen√∂ssische Musik.

Die bekanntesten musikalischen Vertreter Kaliforniens im Bereich der Popmusik sind die Beach Boys. Die Gruppe formierte sich 1961 in Hawthorne aus f√ľnf jungen Musikern zwischen 14 und 20 Jahren. In ihren Anfangsjahren besangen sie in ihren Texten das Leben in Kalifornien und am Strand, das Surfen, die h√ľbschen M√§dchen in Kalifornien sowie den Auto-Kult. Die Beach Boys besangen den kalifornischen Traum. Skurril darin ist, dass es ohne den kalifornischen Traum die Beach Boys nie gegeben h√§tte, ohne die Beach Boys allerdings auch der kalifornische Traum niemals existiert h√§tte.

In reiferen Jahren setzten sie sich f√ľr die Erhaltung des Lebens im Ozean und f√ľr die Erhaltung der Str√§nde ein, priesen und huldigten das Land Kalifornien. Ihre Texte √ľbermittelten ab den 1970er Jahren immer wieder die Botschaft von der Sch√∂nheit des Landes sowie die Auswirkungen der Zerst√∂rung der Natur durch Eingriffe des Menschen.

1995 setzten das Bandmitglied Brian Wilson und der Musiker Van Dyke Parks mit ihrem gemeinsamen Album Orange Crate Art Kalifornien ein musikalisches Denkmal. 2008 folgte von Brian Wilson dessen Konzeptalbum That Lucky Old Sun (A Narrative) √ľber Kalifornien.

Au√üerdem stammen Bands wie Metallica, Slayer oder Exodus aus der kalifornischen San Francisco Bay Area. In Los Angeles wurde die Rockgruppe The Doors gegr√ľndet.

Bauwerke

Entlang des kalifornischen Teils des Camino Real befinden sich einige der urspr√ľnglich 21 historischen Missionen aus der Zeit der spanischen Konquista. Zum Teil noch sehr gut erhalten und restauriert, sind sie Touristenattraktionen ersten Ranges.

Parks

Nationalpark Lage Ansicht
Channel-Islands-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 537.716 Besucher (2004)
  • gegr√ľndet 5. M√§rz 1980
Channel-Islands-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Channel Islands np.jpg
Death-Valley-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 853.553 Besucher (2003)
  • gegr√ľndet 31. Oktober 1994
Death-Valley-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Death Valley Zabriskie Point.jpg
Joshua-Tree-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 1.219.379 Besucher (2004)
  • gegr√ľndet 31. Oktober 1994
Joshua-Tree-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Joshua Park.JPG
Sequoia-&-Kings-Canyon-Nationalparks
  • Kalifornien
  • 1.520.835 Besucher (2004)
  • gegr√ľndet 4. M√§rz 1940
Sequoia-&-Kings-Canyon-Nationalparks
Karte der Vereinigten Staaten
Cloud Canyon.jpg
Lassen-Volcanic-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 1.250.000 Besucher (2003)
  • gegr√ľndet 9. August 1916
Lassen-Volcanic-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Lassen Volcanic National Park-Terminal Geyser.jpg
Redwood-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 390.000 Besucher (2004)
  • gegr√ľndet 2. Oktober 1968
Redwood-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Redwood slope.jpg
Yosemite-Nationalpark
  • Kalifornien
  • 3.280.911 Besucher (2004)
  • gegr√ľndet 1. Oktober 1890
Yosemite-Nationalpark
Karte der Vereinigten Staaten
Yosemite 2 bg 090404.jpg

Kalifornien gehört auch zu den Bundesstaaten mit den meisten National Monuments:

Daneben wurde in Kalifornien auch eine große Anzahl an State Parks eingerichtet; siehe hierzu den Artikel State Parks in Kalifornien.

Naturdenkmäler

Nahe dem Yosemite-Park befindet sich das Wintersportgebiet Mammoth Mountain. Es entstand aus riesigen Vulkankratern, wodurch sich zahllose heiße und auch kalte Quellen und Geysire betrachten lassen. Nicht weit entfernt vom Mount Whitney gibt es einige salzhaltige Seen, unter anderem den Mono Lake.

Sport

In Kalifornien gibt es in jeder der vier großen Ligen mehrere Teams.

NFL

Lage der Teams in Kalifornien

MLB

NHL

NBA

Wirtschaft und Infrastruktur

Mit 13,5 % (2006) des j√§hrlich erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts (gross domestic product) ist Kalifornien der wichtigste Industrie- und Handelsstaat der USA. Als von den USA losgel√∂ster Einzelstaat w√§re Kalifornien weltweit die achtgr√∂√üte Wirtschaftsmacht nach den USA selbst, Japan, China, Deutschland, Gro√übritannien, Frankreich und Italien. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) ‚Äď der wichtigste Wohlstandsindikator ‚Äď lag im Jahre 2006 bei USD 41.663 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 9).[18] Nicht zuletzt der f√ľr die industrielle Landwirtschaft wetterbeg√ľnstigte S√ľden und das dortige Einzugsgebiet billiger mexikanischer Landarbeiter verhilft Kalifornien zu diesem Wohlstand. Gro√üe Anstrengungen erfordert jedoch die Wasserversorgung. Gewaltigen Stauseen an den Fl√ľssen im Nachbarstaat Arizona, den Kanalbauten (mit L√§ngen wie zwischen Hamburg und M√ľnchen) von Nord nach S√ľd und den Aqu√§dukten von den √∂stlich der Sierra Nevada gelegenen Seen und Schmelzwasser liefernden Bergschneegletschern kommt hier gro√üe Bedeutung zu. Da die Nachbarstaaten (Arizona, Nevada) ebenfalls von den ihnen zustehenden Naturressourcen sch√∂pfen wollen, ger√§t die Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Naturschutzauflagen vergr√∂√üern diesen weiter. Dennoch wird in Kalifornien eine intensive Landwirtschaft mit Anbau von Baumwolle, Gerste, Weizen, Mais, Reis, Hafer, Bohnen und Zuckerr√ľben betrieben. Von Bedeutung ist auch der S√ľdfrucht- und Gem√ľsebau im kalifornischen L√§ngstal mithilfe k√ľnstlicher Bew√§sserung sowie die Vieh- und Gefl√ľgelzucht und die Fischerei. Etwa 90% der gesamten Weinproduktion der USA stammen aus Kalifornien.

Kalifornien hat reiche Vorkommen an Bodensch√§tzen (u.a. Erd√∂l, Erdgas, Borsalze, Quecksilber, Magnesit, Gold) und verf√ľgt √ľber eine hoch entwickelte Industrie: Luftfahrt-, Raumfahrt-, Elektronik- und Computerindustrie (Silicon Valley), Fahrzeugbau, Nahrungsmittelindustrie, H√ľttenwerke u.a. In Kalifornien befindet sich der Hauptsitz der amerikanischen Filmindustrie (Hollywood).

Siehe auch

Weblinks

 Commons: California ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Kalifornien ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ factfinder.census.gov
  2. ‚ÜĎ U.S.census California selected social characteristics
  3. ‚ÜĎ factfinder.census.gov
  4. ‚ÜĎ U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  5. ‚ÜĎ Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  6. ‚ÜĎ Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011
  7. ‚ÜĎ The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
  8. ‚ÜĎ In der Daisy Cave, im Norden der Channel Islands, fanden sich u. a. √úberreste aus der Zeit um ca. 10300-9100 v. Chr. (Torben C. Rick, Jon M. Erlandson, Rene L. Vellanoweth: Paleocoastal Marine Fishing on the Pacific Coast of the Americas: Perspectives from Daisy Cave, California, in: American Antiquity 66/4 (2001) 595-614).
  9. ‚ÜĎ Leslie A. Reeder, Jon M. Erlandson, Torben C. Rick: Younger Dryas environments and human adaptations on the West Coast of the United States and Baja California, in: Quaternary International (2011) (im Druck).
  10. ‚ÜĎ Die Fundst√§tte ist die Arlington Spring Site im Arlington Canyon (Phil C. Orr: The Arlington Spring Site, Santa Rosa Island, California, in: American Antiquity 27/3 (Januar 1962) 417-419), die Orr 1959 entdeckte. Dazu auch: John R. Johnson: Ancient Bones May Rewrite History, Santa Barbara Museum of Natural History
  11. ‚ÜĎ The skeleton that the Page Museum doesn't want you to see, in: Los Angeles Times, 24. November 2009.
  12. ‚ÜĎ Michael J. Moratto: The California Culture Area, in: The Masterkey 59/2 und 3 (1985) 4-11.
  13. ‚ÜĎ Jon M. Erlandson, Torben C. Rick, Douglas J. Kennett und Phillip L. Walker: Disease: Cultural Contacts and Possible Evidence for Old World. Epidemics Among the Protohistoric Island Chumash, in: Pacific Coast Archaeological Society Quarterly 37/3 (2001) 11-26.
  14. ‚ÜĎ a b Tad Beckman: Historical Sketch of the California Indians: Statehood. Harvey Mudd College, 1997
  15. ‚ÜĎ Manuel Micheltorena, Brigadier General of the Mexican Army, Adjutant-General of the same, Governor, Commandant-General and Inspector of the Department of the Californias, American Memory, The Library of Congress
  16. ‚ÜĎ Nancy Pelosi Biography. Abgerufen am 4. Juni 2011.
  17. ‚ÜĎ CNN.com Election 2004
  18. ‚ÜĎ U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Kalifornien ‚ÄĒ [Wichtig (Rating 3200 5600)] Bsp.: ‚ÄĘ Mark ist noch in der Schule, sicher, aber sie haben gute Schulen in Kalifornien ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Kalifornien ‚ÄĒ may be: * the German name of California * a district of Sch√∂nberg (Holstein) ‚Ķ   Wikipedia

  • Kalifornien ‚ÄĒ (California, vom span. Caliente Fornalla, ¬Ľhei√üer Ofen¬ę, abgek√ľrzt Cal.), einer der namhaftesten Staaten der nordamerik. Union, n√§chst Texas der gr√∂√üte, zwischen 32¬į32 ‚Äď42¬į n√∂rdl. Br. und 114¬į20 ‚Äď124¬į25 westl. L., von N. nach S. 1100 km lang, von ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Kalifornien ‚ÄĒ Kalifornń≠en (auch Ober oder Neu K.), California, n√§chst Texas der gr√∂√üte der Ver. Staaten von Amerika [Karte: Vereinigte Staaten I], am Stillen Ozean gelegen, 409.807 qkm, (1900) 1.485.053 E. (darunter 45.753 Chinesen); wird vom K√ľstengebirge und ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Kalifornien ‚ÄĒ Ka|li|foŐ£r|ni|en; s: Bundesstaat der USA. * * * KalifoŐ£rni|en, ¬† englisch California [k√¶l…™ f…Ēňźnj…ô], Abk√ľrzung Calif., postamtlich CA, Bundesstaat im Westen der USA, am Pazifik und an der Grenze zu Mexiko (Staat Baja California Norte), 424 002 km2 ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Kalifornien ‚ÄĒ 1. Hier ist nicht Kalifornien. Eine seit Entdeckung des grossen Goldreichthums dort entstandene Redensart. Frz.: Ce n est pas le P√©rou. (Leroux, I, 197.) *2. Sie ist aus Kalifornien. Wortspiel mit kahl und vorn; von Frauen, die mit stark… ‚Ķ   Deutsches Sprichw√∂rter-Lexikon

  • Kalifornien ‚ÄĒ Ka|li|foŐ£r|ni|en (mexikanische Halbinsel; Staat in den USA; Abk√ľrzung CA) ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung

  • Kalifornien (Bundesstaat) ‚ÄĒ Kalifornien (Details) (Details) ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Kalifornien (historische Landschaft) ‚ÄĒ Kalifornien (span. California) bezeichnet urspr√ľnglich eine (historische) Landschaft in Nordamerika und zwar den nordwestlichen Teil der spanischen Kolonialbesitzungen in Amerika, der Mexiko nach seiner Unabh√§ngigkeit zufiel. Der Nordteil dieser… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Kalifornien-Kondor ‚ÄĒ (Gymnogyps californianus) Systematik Klasse: V√∂gel (Aves) ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.