Kanton Wallis


Kanton Wallis
Staat Wallis
Etat du Valais
Wappen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Amtssprache: Französisch, Deutsch
Hauptort: Sion
Beitritt zum Bund: 1815
Kürzel/Kontrollschild: VS
ISO 3166-2: CH-VS
Kantonshymne: Walliserhymne
Fläche: 5224 km²
Einwohner: 307'392[1] (31. Dezember 2009)
Bevölkerungsdichte: 59 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 21,1 %[2] (April 2011)
Arbeitslosenquote: 2,7 %[3] (Juli 2011)
Website: www.vs.ch
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

Das Wallis (französisch Valais, italienisch Vallese, rätoromanisch Vallais, arpitanisch Valês), amtlich Etat du Valais und Staat Wallis, ist ein französisch- und deutschsprachiger Kanton im Südwesten der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Hauptort ist Sion, deutsch Sitten. Wie der grösste Schweizer Kanton Graubünden liegt das Wallis als drittgrösster Kanton vollständig im Gebiet der Alpen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage und Landschaft

Das Wallis besteht (mit Ausnahme eines kleinen Gebiets jenseits des Simplonpasses) aus dem Tal der Rhone (Rotten) vom Rhonegletscher bis zum Genfersee und den Seitentälern. Im Norden liegen die Berner und Waadtländer Alpen, im Süden die Walliser Alpen mit den höchsten Bergen der Schweiz (Mischabel- und Monte-Rosa-Massiv). Die höchsten Berge der Walliser Alpen sind die Dufourspitze mit 4'634 m ü. M. (höchster Berg der Schweiz), Dom 4'545 m ü. M. (höchster ganz auf Schweizer Staatsgebiet liegender Berg), Liskamm 4'527 m ü. M., Weisshorn 4'505 m ü. M., Täschhorn 4'490 m ü. M. und das Matterhorn 4'478 m ü. M. Mit dem Aletschgletscher, dem Gornergletscher und dem Walliser Fieschergletscher befinden sich im Wallis die drei grössten Gletscher der Alpen.

Durch den Schutz der umliegenden Berge ist das Haupttal des oberen Wallis, aber auch das untere Vispertal ausgesprochen trocken und warm (Steppenklima). Die Wasserversorgung wird vielerorts durch schon im Mittelalter angelegte Wasserleitungen (Suonen, Bisse) gewährleistet.

  • Höchster Punkt: die Dufourspitze mit 4'634 m ü. M. auch bekannt als höchster Berg der Schweiz
  • Tiefster Punkt: 372 m ü. M. am Genfersee

Wichtige Seitentäler

Nördlich der Rhone Südlich der Rhone
Fieschertal Binntal
Nanztal
Lötschental Saastal
Dalatal (Leukerbad) Mattertal (auch Nikolaital genannt)
Turtmanntal
Val d’Anniviers (Eifischtal)
Val d’Hérens (Eringertal)
Val de Bagnes (Baniental)
Val d’Entremont
Val d’Illiez

Städte und Orte

Nachfolgend aufgelistet sind Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern per 31. Dezember 2009:

Ort Einwohner
Sion (Sitten) 29'718
Monthey 16'437
Sierre (Siders) 15'787
Martigny (Martinach) 15'778
Brig-Glis 12'254

Bedeutende Zentren sind: Sion (dt. Sitten) (Hauptort), Brig, Martigny (dt. Martinach), Monthey, Naters, Saint-Maurice (dt. Sankt Moritz), Sierre (dt. Siders) und Visp

Fremdenverkehrsorte: Crans-Montana, Bellwald, Belalp, Fiesch, Grächen, Grimentz, Leukerbad, Lötschental, Lauchernalp, Moosalp, Nendaz, Riederalp, Bettmeralp, Fiescheralp, Saas-Fee, Saas-Grund, Saint-Luc, Chandolin, Verbier und Zermatt

Bezirke mit Hauptort

Bezirke des Kantons Wallis

Das Wallis besitzt 14 Bezirke. Sie sind aus den 13 Zehnden hervorgegangen, welche auf dem Kantonswappen durch 13 Sterne repräsentiert werden. Die Bezirke Westlich Raron und Östlich Raron bildeten gemeinsam einen Zehnden.

Bezirk Einwohner Hauptort Anmerkung
Goms (frz. Conches) 4715 Münster
Östlich Raron (frz. Rarogne oriental) 10'750 Mörel-Filet Einwohnerzahl einschliesslich Bezirk Westlich Raron
Brig (frz. Brigue) 24'524 Brig-Glis
Visp (frz. Viège) 27'671 Visp
Westlich Raron (frz. Rarogne occidental) 10'750 Raron Einwohnerzahl einschliesslich Bezirk Östlich Raron
Leuk (frz. Loèche) 12'269 Leuk
Sierre (dt. Siders) 45'904 Sierre (dt. Siders)
Sion (dt. Sitten) 41'484 Sion (dt. Sitten)
Conthey (dt. Gundis) 23'495 Conthey (dt. Gundis)
Hérens (dt. Ering) 10'235 Evolène
Entremont 13'907 Sembrancher
Martigny (dt. Martinach) 40'170 Martigny (dt. Martinach)
Saint-Maurice (dt. Sankt Moritz) 11'952 Saint-Maurice (dt. Sankt Moritz)
Monthey 40'316 Monthey

Klima

Obwohl in der feucht-kühlen gemässigten Klimazone der Nordhalbkugel gelegen, zählt besonders das untere Wallis zu den trockensten Tälern Europas. Grund dafür ist seine Lage zwischen Gebirgsmassiven der Walliser Alpen im Süden und der Berner Alpen im Norden. Beide Gebirgsgruppen reichen bis auf über 4000 Meter. Durch ihre Höhe fangen sie einen Großteil der Niederschläge ab, die von Norden oder vom Mittelmeer her gegen die Alpen strömen. Durchschnittlich gibt es daher nur 85 Regentage pro Jahr.

Bevölkerung

Sprachen

Östlich von Sierre, im Oberwallis wird Deutsch bzw. Walliserdeutsch, ein höchstalemannischer Dialekt, gesprochen. Westlich von Sierre im Unterwallis spricht man Französisch bzw. teilweise noch frankoprovenzalische Mundart. Die Sprachgrenze bildet nördlich der Rhone der kleine Bach Raspille zwischen Sierre und Salgesch. Südlich der Rhone wird die Sprachgrenze durch den Pfynwald markiert.

  • Französisch: 60 Prozent
  • Deutsch: 30 Prozent
  • Italienisch: 3 Prozent
  • Andere: 7 Prozent

Kantonale Amtssprachen sind das Französische und das Deutsche, kommunale Amtssprache entweder Französisch oder Deutsch.

Religionen – Konfessionen

Die folgenden Zahlen gemäss Volkszählung 2000 (in Klammern gemäss Volkszählung 1990):

  • Katholisch: 81,2 Prozent (89 Prozent)
  • Evangelisch: 6,3 Prozent (5 Prozent)
  • Andere/Keine: 12,5 Prozent (6 Prozent)

Die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche sind beide öffentlich-rechtlich anerkannt.

Abwanderung

Viele Menschen[4][5][6] aus den Alpenkantonen zieht es, zumindest vorübergehend, in die städtischen Ballungszentren des schweizerischen Mittellandes. Auch das Wallis ist von dieser Wanderungsbewegung betroffen. Jedes Jahr verlassen zahlreiche, vorwiegend junge Leute das Tal, um woanders zu arbeiten oder an einer Universität, Berufsschule oder in einem Lehrbetrieb eine Ausbildung zu absolvieren. Die meisten von ihnen tun dies, weil die Möglichkeiten dazu im Wallis beschränkt sind. Sie finden keine ihnen entsprechende Anstellung oder die angestrebte Ausbildung wird nicht angeboten. Viele wollen aber auch «einfach einmal raus aus dem Wallis», um etwas von der Welt zu sehen.

Auch im Exil halten viele Walliser aber engen Kontakt zur Heimat. Vor allem in den ersten Jahren sind viele Wochenaufenthalter und fahren oft ins Rhonetal. Andere, die schon länger ausserhalb wohnen, fahren zumindest in den Ferien regelmässig zum Wandern oder Skifahren ins Wallis, wo sie zu diesem Zweck oft auch eigene Ferienhäuser besitzen. Ein Teil der Ausgewanderten kehrt nach ein paar Jahren oder dem Abschluss ihrer Ausbildung wieder ins Wallis zurück.

Gerade für Hochschulabgänger ist es oft schwierig, im Wallis eine ihrer Ausbildung entsprechende Stelle zu finden. Erhebungen von 2004 zufolge arbeiten tatsächlich rund zwei von drei Wallisern mit einer höheren Ausbildung nach deren Abschluss nicht im Heimatkanton. Damit verliert dieser jährlich viele hochqualifizierte Arbeitskräfte und es geht ihm wertvolles «menschliches» wie auch ganz reales Kapital verloren (Braindrain). Der Kanton investiert jedes Jahr rund 50 Millionen Schweizer Franken in die höhere Ausbildung von Personen, die später ausserhalb des Kantons arbeiten und leben.

Verfassung und Politik

Die gegenwärtige Kantonsverfassung[7] datiert mit zahlreichen Änderungen auf 1907.

Die Kantonshymne ist die Walliserhymne.

Legislative

Gesetzgebende Behörde ist der Grosse Rat (Grand Conseil) mit 130 vom Volk fest auf vier Jahre gewählten Abgeordneten und 130 Stellvertretern (Suppleanten). Bei den Wahlen erreichten die Parteien folgende Sitzzahlen:

Sitzverteilung Walliser Grossrat (2009)
Partei 2001 2005 2009
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 61 58 54
Christlichsoziale Partei Oberwallis (CSPO) 14 15 14
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 32 28
FDP. Die Liberalen (FDP) 28
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 18 21 17
Liberale Partei der Schweiz (PLV) 3 2
Schweizerische Volkspartei (SVP) 1 6 12
Christlich-soziale Partei (Schweiz) (CSP) 0 0 3
Grüne Partei der Schweiz (GPS) 0 0 2
Parteilose 1 0 0

Vom Grossen Rat erlassene Gesetze unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk hat überdies das Recht, mittels Volksinitiative selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorzuschlagen; nötig sind hierzu 8000 Unterschriften.

Exekutive

Die oberste Vollziehungs- und Verwaltungsbehörde ist der aus fünf Mitgliedern bestehende Staatsrat (französisch Conseil d'État). Die Wahl erfolgt direkt durch das Volk im Majorzsystem (Mehrheitswahl) auf vier Jahre. Die drei verfassungsmässigen Regionen (Ober-, Mittel- und Unterwallis) haben Anrecht auf mindestens einen Sitz im Staatsrat. Die Bezirksklausel verhindert die doppelte Vertretung eines Bezirkes im Staatsrat. Der Staatskanzler, die Regierungsstatthalter sowie die Regierungsstatthalter-Stellvertreter werden durch den Staatsrat ernannt.

Die Staatsräte der laufenden Legislaturperiode (2009–2013) sind:

Judikative

Oberstes kantonales Gericht ist das Kantonsgericht mit Sitz in Sion. Es ist für Zivil- und Straffälle sowie für das Sozialversicherungsrecht und für das Verwaltungsrecht zuständig. Für Zivil- und Straffälle bestehen neun Bezirksgerichte. Auf Ebene der Gemeinden bestehen ein Gemeinderichteramt sowie ein Polizeigericht.

Gemeinden

Öffentlichrechtliche Gemeindearten sind die Einwohnergemeinden. Sie sind die Träger der lokalen Selbstverwaltung (siehe: Gemeinden des Kantons Wallis). Weiter gibt es die Burgergemeinden (Erteilung des Gemeindebürgerrechts und Verwaltung der burgerlichen Güter) und die römisch-katholischen sowie evangelisch-reformierten Kirchgemeinden.

Parteiensystem

Im Kanton Wallis hat die CVP (inklusive der – der nationalen CVP angeschlossen – CSP) eine dominante Stellung inne. Sie hält im nach Proporzwahl gewählten Parlament und in der nach Majorzwahl gewählten Regierung die absolute Mehrheit, was schweizweit eine Ausnahme darstellt. Nicht nur die CVP, sondern auch die CSP, die FDP, die SP und die SVP gliedern sich in autonome deutsch- und französischsprachige Parteien.

Wirtschaft

Das Goms aus der Luft

Der ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Kanton erlebte ab Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Ausbau der Elektrizitätswirtschaft und nachgelagerter Industriebetriebe, später auch durch das Aufkommen des Fremdenverkehrs, einen tiefgreifenden Wandel.

Stauseen

Fremdenverkehr

Der Tourismus ist die Schlüsselbranche der Walliser Wirtschaft.[8] Der Aufschwung begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in heute weltbekannten «Bergdörfern» wie Zermatt (am Matterhorn) und Saas-Fee. Im 20. Jahrhundert entstanden Fremdenverkehrszentren für den Massentourismus wie etwa Crans-Montana. Neueste Entwicklungen orientieren sich im wirtschaftlich bisher dahin unterentwickelten Bezirk Goms am sanften Tourismus.

Das Wallis zählt mehr als 120 Winter- und Sommerorte wie:

Einige Walliser Ferieorte haben internationale Bekanntheit. Viele Touristen fahren ins Wallis, um Wintersport zu betreiben. Die meisten Skigebiete sind oberhalb von 1500 Höhenmetern gelegen, neun von ihnen befinden sich über 3000 Metern.

Im Wallis werden verschiedene Wellness-, Schönheits- und Fitnesskuren angeboten. In der Antike wurden Alpenquellen aus dem Gebiet als "heilende Walliser Wasser" bezeichnet. Heute gibt es in einigen Orten Thermalbäder: Leukerbad (grösstes Thermalbadezentrum der Alpen), Ovronnaz, Saillon-les-Bains, Brigerbad, Val-d’Illiez sowie das Soleheilbad in Breiten bei Mörel verfügen über eine moderne Infrastruktur und ein breites Wellnessangebot.

Familienfreundliche Urlaubsangebote finden sich in Orten, wie z. B. Bellwald, Bettmeralp, Crans-Montana, Ernen, Fiesch, Grächen, Grimentz, Leukerbad, Nendaz, Saas-Fee, Saas-Grund, Zinal). Vielerorts gibt es Kletterparks, Erlebniswege, Streichelzoos, Abenteuerparks oder Animationsprogramme.

Im Wallis gibt es Golfplätze an neun verschieden Orten. 18-Loch-Golfplätze : Crans-Montana, Leukerbad, Sierre, Sion und Verbier. 9-Loch Golfplätze : Crans-Montana, Obergesteln, Riederalp, Zermatt.

Landwirtschaft

Kupferhalsziege

Am Südhang des Rhonetals herrscht im Unterwallis (flächendeckend) und im Mittelwallis (teilweise) Rebbau vor, stellenweise auch in den Seitentälern. Neben der Leitsorte Fendant wird in neuerer Zeit wieder vermehrt auf alte, ortstypische Sorten wie Humagne (weiss und rot), Arvine oder Malvoisie zurückgegriffen. In Visperterminen befindet sich der höchste Weinberg nördlich des Alpenhauptkamms. Im Unterwallis werden in der Rhonetalebene in grossem Stil Früchte angebaut, im Goms und in höheren Lagen (traditionellerweise, heute eher als Nischenprodukt) Getreide wie etwa Roggen. In Mund werden seit dem Mittelalter die nördlichsten Safrankulturen Europas gepflegt. In der Viehzucht geniesst neben klassischer Milchwirtschaft die Schaf- und Ziegenhaltung einen bedeutenden Stellenwert. Auch hier werden die hochalpinen Rahmenbedingungen zunehmend als Gelegenheit wahrgenommen, seltenen und bedrohten Arten eine Chance zum Überleben zu bieten (zum Beispiel Walliser Schwarzhalsziege und Kupferhalsziege). Allerdings bestehen zwischen Viehzucht und Artenschutz auch Konflikte, etwa im Zusammenhang mit der Wiederansiedlung des Wolfes.

Industrie

Im Talboden des Mittel- und Unterwallis haben sich verschiedene industrielle Grossbetriebe angesiedelt, vornehmlich in energieintensiven Produktionsbereichen (Aluminium- und Chemiewerke in Martigny, Monthey, Chippis, Steg und Visp).

Verkehr

Bahn

Daneben gibt es unzählige Postautolinien und Bergbahnen.

Strassen

Bildung

Ab fünf Jahren kann der fakultative Kindergarten besucht werden. Er dauert im Normalfall zwei Jahre.

Die obligatorische Schulzeit besteht aus:

  • sechs Jahren Primarschule (ab sieben Jahren)
  • zwei bzw. drei Jahren Orientierungsschule (ab 13 Jahren)

Die Orientierungschule ist gegliedert in die Sekundar- und Realstufe bzw. Niveau A und Niveau B. Nach drei Jahren hat ein Schüler die obligatorische Schulzeit hinter sich. Nach vier weiteren Jahren kann die Matura absolviert werden.

Fahne

Da die Walliser Fahne immer wieder falsch montiert wird, hier einige Grundregeln:

  • Die Sterne auf der Walliser Fahne haben nach oben zu zeigen.
  • Die rote Hälfte mit den weissen Sternen ist grundsätzlich rechts.
  • Wird die Fahne an einem Fahnenmast montiert, so steht die weisse Hälfte mit den roten Sternen an der Mastseite, bildet also das Liek.

Bedeutung / Ursprung: Rot und Weiss (früher Rot / Silber) sind die Farben des Bischofs von Sitten. Die 13 Sterne repräsentieren die Zehnden des Wallis. Die Fahne (damals noch ohne Sterne) gibt es wohl schon seit dem Jahr 999, Urkundlich belegt aber seit 1220. Ab 1498 erhielt die Fahne 6 Sterne. 1628 kam dann Stern Nummer 7 dazu. Erst ab 1802 waren es dann 12 Sterne und seit dem 12. Mai 1815 erhielt die Fahne schliesslich ihre 13 Sterne.

Geschichte

Das um 25 v. Chr. von den Römern eroberte und danach zur Provinz Rätien gehörende Gebiet wurde im 5. Jahrhundert im Bereich des Unterwallis von den Burgunden besetzt, während sich im heutigen Oberwallis Alemannen niederliessen. 999 kam die Grafschaft Wallis an den Bischof von Sitten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eroberten die bäuerlichen Gemeindeorganisationen («die 7 Zenden») des Oberwallis das inzwischen zu Savoyen gehörende Unterwallis und unterstellten es bis 1798 ihrer Verwaltung. Im 16. Jahrhundert erzwang das Wallis die Unabhängigkeit von bischöflicher Herrschaft. 1802 erklärte Napoleon I. das Gebiet zur unabhängigen Republik und 1810 zum französischen Département du Simplon. 1815 trat das Wallis als 22. Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Eine Verfassung wurde 1907 verabschiedet, die Frauen des Kantons sind seit 1970 stimmberechtigt.

Siehe auch

 Portal:Wallis – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wallis

Weblinks

 Commons: Canton of Valais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kanton Wallis – Quellen und Volltexte
Wiktionary Wiktionary: Wallis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Kantonen, 2009 (XLS), Bundesamt für Statistik (BFS)
  2. Bestand der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung nach Wohnkanton und Ausländergruppe Ende April 2011 (PDF), Bundesamt für Migration (BFM), abgerufen am 1. September 2011
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt – Juli 2011 (PDF), Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Pressedokumentation, abgerufen am 1. September 2011
  4. Arbeitsmarktbeobachtung Kanton Wallis: Wegziehen - Bleiben - Zurückkehren, Sion 2004
  5. www.vs-link.ch - VS-link: ein vom Kanton Wallis lanciertes Projekt gegen den brain drain
  6. Institut für Sprachwissenschaft, Universität Bern: Studie zu Lebenssituation und Sprachverhalten von Oberwalliser Migranten in Bern, Bern 2006.
  7. Verfassung des Kantons Wallis, Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft (admin.ch)
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