Karl Emil Franzos

ÔĽŅ
Karl Emil Franzos
Karl Emil Franzos ca. 1885

Karl Emil Franzos (* 25. Oktober 1848 in Russisch-Podolien nahe von Czortkow, Galizien (Podolien, Ukraine); † 28. Januar 1904 in Berlin) war ein zu seiner Zeit sehr populärer österreichischer Schriftsteller und Publizist. Seine Erzählungen und Romane reflektieren die Welt des osteuropäischen Judentums und die Spannungen, denen er als Jude und Deutscher in Galizien und der Bukowina ausgesetzt war.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Karl Emil Franzos wurde als Sohn von Heinrich Franzos (1808‚Äď1858), Bezirksarzt in Czortkow, und Karoline Franzos, geb. Klarsfeld aus Odessa, in einem Forsthaus geboren. Die v√§terliche Linie bildeten sephardische Juden aus Spanien. Sie kamen Mitte des 18. Jahrhunderts √ľber Lothringen noch unter dem Namen Levert nach Ostgalizien (heutige Ukraine), wo sie gezwungen wurden, den Namen Franzos anzunehmen.

Karl Emil erhielt Privatunterricht von Heinrich Wild, einem Wiener Studenten der 1848er-Unruhen, der zur Strafe ins Milit√§r gesteckt wurde. Sp√§ter besuchte Franzos drei Jahre die Klosterschule der Dominikaner in Czortkow und erhielt privaten Unterricht in Hebr√§isch. Nach dem Tod des Vaters (1858) √ľbersiedelte Karoline Franzos mit ihrer Familie nach Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina. Hier besuchte Karl Emil 1859 bis 1867 das deutsche Gymnasium und erhielt in dieser Stadt auch die st√§rksten Eindr√ľcke seines Lebens, einen Einblick in die ethnische Vielschichtigkeit des Habsburger Reiches, die in seinen sp√§teren Erz√§hlungen und Romanen ihre literarische Verarbeitung erlebten. In diese Zeit fallen auch seine ersten dichterischen Versuche.

Studienjahre

Nach dem Abschluss der Reifepr√ľfung 1867 mit Auszeichnung wollte er zun√§chst Klassische Philologie studieren. Da ihm aufgrund seiner j√ľdischen Abkunft kein Stipendium gew√§hrt wurde, sattelte er auf Rechtswissenschaften um, begann 1867 sein Studium an der Universit√§t Wien und wechselte nach zwei Semestern an die Universit√§t Graz. Franzos bekannte sich stets offen zu seinem Judentum, war aber dennoch, gepr√§gt durch den Vater, deutschnationaler Gesinnung und in Wien Mitglied der Burschenschaft "Teutonia" und in Graz der "Orion". Die Schaffung des deutschen Kaiserreiches 1871 begr√ľ√üte er freudig und sprach sich au√üerdem f√ľr eine deutsche Einigung unter preu√üischer F√ľhrung mit Einschluss √Ėsterreichs aus. Franzos trat allerdings tief entt√§uscht aus den Burschenschaften aus, nachdem deren antisemitische Gesinnung klar zutage trat.

In Graz verfasste er f√ľr Tageszeitungen Satiren, Rezensionen, Erz√§hlungen und Gedichte und freundete sich mit Schriftstellerkollegen wie Robert Hamerling und Alfred Klaar an. Das Zerbrechen einer Liebesbeziehung mit einer Christin aus Czernowitz wurde zum Anlass der Novelle Das Christusbild, die in Westermanns Monatshefte aufgenommen wurde und bei den Lesern sogleich Anklang fand. Franzos erwarb noch den Dr. iur., erkannte jedoch bald, dass er sich zum Journalismus und der Schriftstellerei mehr hingezogen f√ľhlte.

Halb-Asien und j√ľdisches Alltagsleben

1872 bis 1873 war Franzos Feuilletonredaktor der Tageszeitung Ungarischer Lloyd in Budapest, und schrieb sp√§ter f√ľr die Wiener Neue Freie Presse. Nebenbei verfasste er Novellen √ľber das Leben im j√ľdischen Stetl. Die baldige Gr√ľndung und Redaktion der Wochenschrift Die Laterne wurde zu einem finanziellen Fiasko und kam √ľber sechs Ausgaben nicht hinaus. Danach unternahm er l√§ngere Reisen, die ihn u.a. nach Venedig, Genua, Monaco, Florenz, Rom und Neapel f√ľhrten und die in seine Reisefeuilletons eingingen.

Seine Reisebeitr√§ge waren beliebt, weswegen ihn die Neue Freie Presse von 1874 bis 1876 auf weitere Reisen in die √∂stliche H√§lfte der Monarchie schickte. Es entstanden kulturhistorische und ethnografische Kulturbilder, die, nach Abdruck in der Zeitung als Buch unter dem Titel Aus Halb-Asien zusammengefasst und immer wieder aktualisiert, in mehreren Auflagen erschienen und sehr erfolgreich wurden. 1878 und 1888 erschienen weitere Sammlungen solcher Kulturbilder (Vom Don zur Donau beziehungsweise Aus der grossen Ebene).[1] Die Juden w√ľnschte Franzos sich mehr an die "deutsche Kultur" angepasst, weshalb er einigen Attacken j√ľdischer Zeitungen ausgesetzt war. Er rechtfertigte sich damit, dass er als erster Jude die Juden realistisch und ohne jegliche Sch√∂nf√§rberei gezeichnet habe.

In der Novellensammlung Die Juden von Barnow (1877), die j√ľdische Stetlgeschichten vereint, setzte Franzos seinem Heimatort Czortkow (dem fiktiven Barnow seiner Schriften) ein literarisches Denkmal. Diese Werke schufen die materielle Grundlage daf√ľr, dass er sich mehr und mehr vom Tagesjournalismus abwenden und sich der Schriftstellerei im Hauptberuf widmen konnte. 1877 heiratete er Ottilie Benedikt, die Tochter eines j√ľdischen Kaufmanns. Ottilie hatte unter dem Namen Fanny Ottmer Texte ver√∂ffentlicht und war verwandt mit dem Mitherausgeber der Neuen Freien Presse Moriz Benedikt und dem Schriftsteller Fritz Mauthner.

Herausgeber und literarischer Förderer

Neben seiner T√§tigkeit als Schriftsteller war Franzos auch als √úbersetzer, beispielsweise von Gogol und ukrainischen Volksliedern, und vor allem als Herausgeber t√§tig. Als herausragende Leistung gab Franzos 1879 die Werke von Georg B√ľchner, dem zunehmend vergessenen deutschen Dichter aus der Vorm√§rzzeit, heraus. Neben den schon bekannten Theaterst√ľcken Dantons Tod und Leonce und Lena enthielt diese Ausgabe auch den Woyzeck (damals noch Wozzeck), den Franzos aus dem Nachlass erstmals 1878 in der Zeitschrift Mehr Licht! ver√∂ffentlichte. Franzos' Edition wird in der zeitgen√∂ssischen Philologie einerseits positiv bewertet, andererseits werden Bearbeitungsfehler und eine teilweise Zerst√∂rung der Manuskripte B√ľchners durch Franzos kritisiert. Nach Kindlers Literaturlexikon ist Woyzeck die urspr√ľngliche Schreibweise. "Wozzeck" ist auf einen Schreibfehler Franzos' zur√ľckzuf√ľhren, der in Alban Bergs Oper "Wozzeck" √ľbernommen wurde.

1884 wurde Franzos Redakteur der Neuen Illustrierten Zeitung in Wien und gr√ľndete 1886 die Halbmonatszeitschrift Deutsche Dichtung (1886‚Äď1904), die er bis zu seinem Tod herausgab. In dieser literarischen Zeitschrift schrieben auch heute noch bekannte Schriftsteller wie C.F. Meyer, Theodor Fontane oder Theodor Storm. Franzos hatte es sich zudem zur Aufgabe gemacht, junge Talente zu f√∂rdern. Stefan Zweig ver√∂ffentlichte darin seine ersten Gedichte und Aphorismen.

1887 zog Franzos mit seiner Gattin von Wien nach Berlin. In den 1890er Jahren schrieb er vor allem b√ľrgerliche Liebes- und Gesellschaftsnovellen mit leicht pessimistischen Z√ľgen, die trotz einigen Anklangs beim lesenden Publikum literarisch nicht kanonisch wurden. Gleichzeitig engagierte er sich f√ľr seine j√ľdischen Glaubensgenossen in Russland, die unter zunehmendem Druck standen. 1891 trat er dem Zentralkomitee f√ľr die russischen Juden bei, das Geld f√ľr verfolgte Juden sammelte. Au√üerdem hielt er Vortr√§ge zu diesem Themenkreis (Manuskripttitel: Russische Literatur und Kultur, Die Rechtslage der russischen Juden, Die Juden in Russland: Nach Zeugnissen christlicher Russen).

Grabstein in der Ehrenreihe

1895 erfolgte auf Initiative Franzos' und mit dessen finanzieller Beteiligung die Gr√ľndung der Concordia-Verlagsgesellschaft.

Mit seiner Mittlerstellung zwischen Judentum und Deutschtum geriet er in den 1890er Jahren zunehmend in das Zentrum antisemitischer Angriffe. Seit 1901 litt er an Herzbeschwerden und starb am 28. Januar 1904 in Berlin, wo er auf dem J√ľdischen Friedhof Berlin-Wei√üensee in einem Ehrengrab beigesetzt wurde.[2]

Zitate

  • Immer wieder hingewiesen wird auf Franzos' Ausspruch: Jedes Land hat die Juden, die es verdient.
  • Ich musste in der kleinen j√ľdischen Gemeinschaft ebenso meine Pflicht tun wie in der gro√üen deutschen.[3]
  • Die Notwendigkeit ist die einzige Gottheit, an die man glauben darf, ohne je zweifeln oder verzweifeln zu m√ľssen.[3]
  • Lasst uns endlich die Wahrheit begreifen, dass nur die Liebe selig macht, der Glaube aber blind.[3]
  • Ich ziehe Schl√ľsse aus Tatsachen, die mir als Wahrheit feststehen, voll und ganz, ich f√§lsche keine Tatsachen, um Schl√ľsse daraus ziehen zu k√∂nnen.[4]

Werke

als Autor

Erzählungen
  • David der Bocher. Erz√§hlung. 1870.
  • Ein einzig Kind. Erz√§hlung. 1873.
  • Die Juden von Barnow. Novellen. 1877[5].
  • Junge Liebe. Novellen. 4. Aufl. 1879[6].
  • Stille Geschichten. 2. Aufl. Bonz Verlag, Stuttgart 1905.
  • Moschko von Parma[7]. Drei Erz√§hlungen. 2. Aufl. Ruetten & Loening Verlag, Berlin 1984[8].
  • Mein Franz. Novellen in Versen. Verlag Breitkopf & H√§rtel, Leipzig 1883.
  • Der Pr√§sident. Erz√§hlung. Cotta, Stuttgart 1924.
  • Die Reise nach dem Schicksal. Erz√§hlung. 3. Aufl. Cotta, Berlin 1909.
  • Tragische Novellen. 2. Aufl. Cotta, Berlin 1895.
  • Der Schatten. Erz√§hlung. 2. Aufl. Cotta, Berlin 1895.
  • Der Gott des alten Doktors. Erz√§hlung. 2. Aufl. Cotta, Stuttgart 1905.
  • Ein Opfer. Erz√§hlung. Engelhorn Verlag, Stuttgart 1893 (Engelhorns Romanbibliothek 10,8).
  • Der Wahrheitssucher. Roman. 3. Aufl. Cotta, Berlin 1896 ( 2 Bde.).
  • Ungeschickte Leute. Geschichten. 3. Aufl. Cotta, Stuttgart 1894.
  • Der kleine Martin. Erz√§hlung. 3. Aufl. Cotta, Stuttgart 1910.
  • Leib Weihnachtskuchen und sein Kind. Erz√§hlung. Greifenverlag, Rudolstadt 1984.
  • Allerlei Geister. Erz√§hlungen. 2. Aufl. Verlag Concordia, Berlin 1897.
  • Mann und Weib. Novellen. 2. Aufl Cotta, Stuttgart 1905.
  • Neue Novellen. 2. Aufl. Cotta, Stuttgart 1905[9]
  • Der alte Damian und andere Geschichten. Cotta, Stuttgart 1905 (Cottasche Handbibliothek; 100).
  • Der Hiob von Unterach und andere Geschichten. Cotta, Stuttgart 1913 (Cottasche Handbibliothek; 181).
Reiseberichte
  • Halb-Asien. Land und Leute des √∂stlichen Europa. Cotta, Stuttgart 1897 ff
  1. Aus Halb-Asien. Culturbilder aus Galizien, S√ľdru√üland, der Bukowina und Rum√§nien, Bd. 1. 5. Aufl. 1914[10].
  2. Aus Halb-Asien. Culturbilder aus Galizien, S√ľdru√üland, der Bukowina und Rum√§nien, Bd. 2. 5. Aufl. 1914.
  3. Vom Don zur Donau. Neue Culturbilder aus Halb-Asien, Bd. 1. 3. Aufl. 1912.
  4. Vom Don zur Donau, Bd. 2. 3. Aufl. 1912.
  5. Aus der großen Ebene. Neue Kulturbilder aus Halb-Asien, Bd. 1. 2. Aufl. 1897.
  6. Aus der großen Eben, Bd. 2. 2. Aufl. 1897.
  • Deutsche Fahrten. Reise- und Kulturbilder.
  1. Aus Anhalt und Th√ľringen. Aufbau-Taschenbuchverlag, Berlin 2000, ISBN 3-7466-6071-8 [11]. Edition hohesufer.com, Hannover 2011, ISBN 978-3-941513-20-4.
  2. Aus den Vogesen. Eine Elsaß-Reise im Jahr 1903. Edition hohesufer.com, Hannover 2010, ISBN 978-3-941513-12-9.
Romane
  • Ein Kampf ums Recht. Roman. 2. Aufl. List Verlag, Leipzig 1955.
  • Judith Trachtenberg. Roman. Ullstein, Frankfurt/M. 1992, ISBN 3-548-30283-1 (Die Frau in der Literatur).
  • Der Pojaz. Roman. 1905[14].
Werkausgabe
  • Ausgew√§hlte Werke. Der Pojaz. 7. Aufl. Rotbuch-Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-434-54526-3.
  • Anna-Dorothea Ludewig (Hrsg.): Eine Auswahl aus seinen Werken. Olms, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-487-13703-2.

als Herausgeber

  • Die Geschichte des Erstlingswerkes. Selbstbiographische Aufs√§tze. Verlag Titze, Leipzig 1894.

Literatur

Aufsätze
  • Jan-Frederik Bandel: Der entt√§uschte Assimilant. Der erste deutsch-j√ľdische Bestseller: Vor hundert Jahren erschien Karl Emil Franzos' Ghettoroman ‚ÄěDer Pojaz‚Äú. In: J√ľdische Allgemeine Zeitung vom 30. Juni 2005.
  • Roland Berbig: Von Halb-Asien ins europ√§ische Menschenleben. Karl Emil Franzos und Paul Heyse. In: Hugo Aust, Hubertus Fischer (Hgg.): Boccaccio und die Folgen. Fontane, Storm, Keller, Ebner-Eschenbach und die Novellenkunst des 19. Jahrhunderts. Fr√ľhjahrstagung der Theodor Fontane Gesellschaft e. V. Mai 2004 in Neuruppin. K√∂nigshausen & Neumann, W√ľrzburg 2006, ISBN 3-8260-3458-9, S. 135‚Äď153 (Fontaneana; 4).
  • Andrei Corbea Hoi»ôie: Kein ‚ÄěBukowiner Poet‚Äú. Karl Emil Franzos. In: Zwischenwelt. Zeitschrift f√ľr Kultur des Exils und des Widerstands, Jg. 17 (2000), Heft 2 (Doppelheft, Juli), S. 23‚Äď25. ISSN 1563-3438
  • Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens, Bd. 6 (2004), ISSN 0949-5371
    • S. 7‚Äď16: Jan-Christoph Hauschild: ‚ÄěSie a√üen alle Leberwurst‚Ķ‚Äú Karl Emil Franzos als Editor und Biograph Georg B√ľchners.
    • S. 17‚Äď37: Wolfgang Rasch: ‚ÄěVielleicht ist dies nur eine tr√§umerische Schrulle von mir‚Äú. Zehn Briefe von Karl Emil Franzos an Eduard Hallberger und die Redaktion von ‚Äě√úber Land und Meer‚Äú aus den Jahren 1874 und 1875.
    • S. 38‚Äď41: Walter Hettche: Zwei Autographen von Karl Emil Franzos.
    • S. 42‚Äď47: Roland Berbig: ‚ÄěUngedrucktes und Verschollenes‚Äú in der ‚ÄěDeutschen Dichtung‚Äú ‚Äď Eichendorff und andere. Zu den Briefen von Karl Emil Franzos und Heinrich Meister.
    • S. 48‚Äď69: Roland Berbig (Hrsg.): ‚ÄěDeutsche Dichtung‚Äú und K√∂nigliche Bibliothek. Ein Briefwechsel zwischen Karl Emil Franzos und Heinrich Meisner.
    • S. 70‚Äď84: Wulf W√ľlfing: Karl Emil Franzos‚Äô ‚ÄěDeutsche Fahrten‚Äú. Zu den ‚ÄěKulturbildern‚Äú eines wissbegierigen Touristen um Neunzehnhundert.
  • Ludwig Geiger: K. E. Franzos. In: Jahrbuch f√ľr j√ľdische Geschichte und Literatur. Bd. 11 (1908), S. 176‚Äď229. Digitalisat, ebenfalls in: Die Deutsche Literatur und die Juden, Kap.12 online
  • Ernst Joseph G√∂rlich: Franzos, Karl Emil. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 378 f.
  • Alfred Klaar: Karl Emil Franzos. In: Biographisches Jahrbuch, Bd. 10 (1907).
  • Margarita Pazi: Karl Emil Franzos' Assimilationsvorstellung und Assimilationserfahrung. In: Hans Otto Horch (Hrsg.): Conditio Judaica. Judentum, Antisemitismus und deutschsprachige Literatur vom 18. Jahrhundert bis zum ersten Weltkrieg; interdisziplin√§res Symposium der Werner-Reimers-Stiftung. Niemeyer, T√ľbingen 1989, ISBN 3-484-10622-0 (Bd. 2, S. 218‚Äď233).
B√ľcher
  • Oskar Ansull: Zweigeist Karl Emil Franzos. Ein Lesebuch von Oskar Ansull. Potsdamer Bibliothek, Deutsches Kulturforum √∂stliches Europa 2005, ISBN 3-936168-21-0 (mit einer beigelegten CD der Rundfunksendung (NDR) von Oskar Ansull ‚ÄěEin bunter Flecken am Kaftan‚Äú).
  • Petra Ernst (Hrsg.): Karl Emil Franzos. Schriftsteller zwischen den Kulturen. Studien-Verlag, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7065-4397-2 (Schriften des Centrums f√ľr J√ľdische Studien; 12).
  • Gabriele von Glasenapp: Aus der Judengasse. Zur Entstehung und Auspr√§gung deutschsprachiger Ghettoliteratur im 19. Jahrhundert. Niemeyer, T√ľbingen 1996, ISBN 3-484-65111-3 (zugl. Dissertation, TH Aachen 1994).
  • G√ľnther A. H√∂fler: Psychoanalyse und Entwicklungsroman. Dargestellt an Karl Emil Franzos ‚ÄěDer Pojaz‚Äú. Verlag des S√ľdostdeutschen Kulturwerks, M√ľnchen 1987, ISBN 3-88356-049-9 (= Ver√∂ffentlichungen des S√ľdostdeutschen Kulturwerkes; Reihe B, Wissenschaftliche Arbeiten; 47).
  • Sybille Hubach: Galizische Tr√§ume. Die j√ľdischen Erz√§hlungen des Karl Emil Franzos. Akademischer Verlag Heinz, Stuttgart 1986, ISBN 3-88099-161-8 (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik; 157).
  • Genevi√®ve Humbert: Karl Emil Franzos (1848‚Äď1904). Peintre des confins orientaux de l‚Äôempire des Habsbourg. Presses Universitaires, Strasbourg 1993, ISBN 2-86820-111-3 (= Maison des Sciences de l'Homme de Strasbourg; 13).
  • Dieter Kessler: Ich bin vielleicht kein gen√ľgend moderner Mensch. Notizen zu Karl Emil Franzos (1848‚Äď1904). Verlag des S√ľdostdeutschen Kulturwerks, M√ľnchen 1984, ISBN 3-88356-033-2 (= Ver√∂ffentlichungen des S√ľdostdeutschen Kulturwerkes; Reihe D; 14).
  • Anna-Dorothea Ludewig (Hrsg.): Spuren eines Europ√§ers. Karl Emil Franzos als Mittler zwischen den Kulturen. Olms, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-487-13468-0.
  • Anna-Dorothea Ludewig: Zwischen Czernowitz und Berlin : deutsch-j√ľdische Identit√§tskonstruktionen im Leben und Werk von Karl Emil Franzos (1847 - 1904), Hildesheim ; Z√ľrich ; New York : Olms 2008 (Haskala Band 37, zugleich Dissertation an der Univ. Potsdam) ISBN 978-3-487-13702-5. (Laut Moses-Mendelsohn-Zentrum die erste wissenschaftliche Biographie √ľber Franzos.)
  • Fred Sommer: ‚ÄěHalb-Asien‚Äú. German nationalism and the Eastern European works of Emil Franzos. Akademischer Verlag Heinz, Stuttgart 1984, ISBN 3-88099-149-9 (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik; 145).
  • Carl Steiner: Karl Emil Franzos. 1848‚Äď1904. Emancipator and assimilationist. Lang Verlag, New York 1990, ISBN 0-8204-1256-2 (= North American studies in nineteenth-century German literature; 5).
  • Andrea Wodenegg: Das Bild der Juden Osteuropas. Ein Beitrag zur komparatistischen Imagologie an Textbeispielen von Karl Emil Franzos und Leopold von Sacher-Masoch. Lang Verlag, Frankfurt/M. 1987, ISBN 3-8204-8808-1 (= Europ√§ische Hochschulschriften; Reihe 1; 927).
  • Herwig W√ľrtz (Hrsg.): Karl Emil Franzos (1848‚Äď1901). Der Dichter Galiziens; zum 150. Geburtstag. Stadtbibliothek, Wien 1998, (Katalog der gleichnamigen Ausstellung Oktober 1998 bis Januar 1999 im Wiener Rathaus).

Weblinks

 Wikisource: Karl Emil Franzos ‚Äď Quellen und Volltexte

Anmerkungen

  1. ‚ÜĎ √úber seine "ethnographischen" Schriften heisst es im Wininger: Kein zweiter Dichter deutscher Sprache hat gleich Franzos die Poesie jenes halb- oder ganz barbarischen Stoffgebietes mit solcher Sch√∂pferkraft herausgehoben. Neben ihm verschwinden alle andern Darsteller des j√ľdischen Volkslebens ... (Grosse J√ľd. National-Biographie, Bd. II., S. 307).
  2. ‚ÜĎ Sein Grabstein enthielt die Inschrift: Ist dein auch alle Erdenpracht / Und aller Weisheit Bl√ľte, / Das, was dich erst zum Menschen macht, / Ist doch allein die G√ľte.
  3. ‚ÜĎ a b c Bachmann, Ralf, Warum der "Pojaz" nicht sterben darf, in: diesseits, Zeitschrift des humanistischen Verbandes, 22.Jg., 3. Quartal, Nr. 84/2008, S. 27
  4. ‚ÜĎ Bachmann, Ralf, Warum der "Pojaz" nicht sterben darf, in: diesseits, Zeitschrift des humanistischen Verbandes, 22.Jg., 3. Quartal, Nr. 84/2008, S. 28
  5. ‚ÜĎ in sechzehn Sprachen √ľbersetzt
  6. ‚ÜĎ Inhalt: Die braune Rosa, Die Hexe, Die Vettern von Brandenegg).
  7. ‚ÜĎ Die humorvolle Geschichte eines j√ľdischen Soldaten, der jetzt als Invalide aufs Betteln verwiesen ist, aber seinen G√∂nner und Freund, den Feldmarschall Radetzky, im Hemd gesehen haben will; auf dem Sterbebett f√ľhlt er sich wieder ‚Äď erhebend und stolz ‚Äď zu seinem "guten alten Regiment" abkommandiert
  8. ‚ÜĎ Inhalt: Moschko von PArma, Judith Trachtenberg, Leib Weihnachtskuchen und sein Kind)
  9. ‚ÜĎ Inhalt: Die Schlechteste und die Beste, Ein Feigling
  10. ‚ÜĎ in f√ľnfzehn Sprachen √ľbersetzt
  11. ‚ÜĎ unter dem Titel ‚ÄěAus Anhalt‚Äú wurde in Halle/Saale 2005 ein Sonderdruck publiziert
  12. ‚ÜĎ Sonderdruck aus Aus Anhalt und Th√ľringen
  13. ‚ÜĎ Sonderdruck aus Aus Anhalt und Th√ľringen
  14. ‚ÜĎ Das Buch ging zur√ľck auf ein mehr als dreissig Jahre altes Konzept, das dann von K. E. Franzos umgearbeitet, wegen des ung√ľnstigen politisch-gesellschaftlichen Klimas in Deutschland aber zu seinen Lebzeiten nicht mehr ver√∂ffentlicht wurde. Eine von ihm autorisierte russische √úbersetzung erschien bereits 1894 in St. Petersburg

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Karl-Emil Franzos ‚ÄĒ (* 25. Oktober 1848 in Russisch Podolien nahe von Czortkow, Galizien (Podolien, Ukraine); ‚Ć 28. Januar 1904 in Berlin) war ein zu seiner Zeit sehr popul√§rer √∂sterreichischer Schriftsteller und Publizist. Seine Erz√§hlungen und Romane reflektieren… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Karl Emil Franzos ‚ÄĒ est un √©crivain austro hongrois de confession juive n√© en 1848 en Galicie et mort √† Berlin en 1904. Il est repr√©sentatif de l univers ashk√©naze et √©voque avec bonheur le monde en pleine mutation des juifs de l Est. Il d√©peint de mani√®re r√©aliste… ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Karl Emil Franzos ‚ÄĒ (October 25, 1848 ndash; January 28, 1904) was a German (Austrian) novelist.Franzos was born of Sephardic father and Odessan mother of Jewish parentage in Ukraine Podolia, and spent his early years in the shtetl of Czortk√≥w in Galicia.His father ‚Ķ   Wikipedia

  • FRANZOS, KARL EMIL ‚ÄĒ (1848‚Äď1904), Austrian novelist and journalist. Franzos oeuvre reflects the identity crisis of emancipated European Jewry. His writings stage this crisis as a conflict between Western and Eastern Jews, between the Haskalah ideal of a transgressive ‚Ķ   Encyclopedia of Judaism

  • Franzos, Karl Emil ‚ÄĒ (1848 1904) ¬†¬†¬†Austrian novelist and journalist. He was born in Czortkow. He worked as a journalist for several newspapers and in 1873 he began publishing in the Neue Freie Presse tales about the life of eastern European Jewry. His writings… ‚Ķ   Dictionary of Jewish Biography

  • Franzos ‚ÄĒ ist der Familienname folgender Personen: Karl Emil Franzos (1848‚Äď1904), √∂sterreichischer Schriftsteller und Publizist Marie Franzos (1870‚Äď1941), √∂sterreichische Schriftstellerin Diese Seite ist eine Begriffskl√§rung zur Unterscheidung mehrerer mi ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Emil Marriot ‚ÄĒ Emil Marriot, Pseudonym von Emilie Mataja, (* 20. November 1855 in Wien; ‚Ć 5. Mai 1938 ebenda) war eine √∂sterreichische Schriftstellerin des Realismus. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Ehrungen 3 Werke ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Franzos ‚ÄĒ Franzos, Karl Emil, Schriftsteller, geb. 25. Okt. 1848 in einem Forsthaus Russisch Podoliens als der Sohn eines israelitischen Bezirksarztes, gest. 28. Jan. 1904 in Berlin, verbrachte seine Kinderjahre in dem polnisch j√ľdischen Czortkow (dem… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Franzos ‚ÄĒ Franzos, Karl Emil, Novellist, geb. 25. Okt. 1848 in Podolien, 1877 86 in Wien, seit 1887 als Leiter der von ihm gegr√ľndeten Halbmonatsschrift ¬ĽDeutsche Dichtung¬ę in Berlin, gest. das. 28. Jan. 1904; schrieb Kulturbilder: ¬ĽHalb Asien¬ę (2 Bde., 4 ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Franzos ‚ÄĒ FraŐ£nzos, ¬† Karl Emil, √∂sterreichischer Schriftsteller, * Czortk√≥w (heute Tschortkiw, Gebiet Ternopol) 25. 10. 1848, ‚úĚ Berlin 28. 1. 1904; lebte 1867 76 v. a. in Wien, danach in Berlin; war Wiederentdecker und Herausgeber der Werke G. B√ľchners… ‚Ķ   Universal-Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.