Karl I. (√Ėsterreich-Ungarn)

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Karl I. (√Ėsterreich-Ungarn)
Kaiser Karl I. von √Ėsterreich, K√∂nig Karl IV. von Ungarn

Karl I. Franz Joseph Ludwig Hubert Georg Maria (* 17. August 1887 auf Schloss Persenbeug in Nieder√∂sterreich; ‚Ć 1. April 1922 in Funchal auf Madeira) war von 1916 bis 1918 Kaiser von √Ėsterreich und als Karl IV. (ungarisch IV. K√°roly, kroatisch Karlo IV.) K√∂nig von Ungarn (bis November 1921) und Kroatien und als Karel III. K√∂nig von B√∂hmen, in Ungarn auch als ‚ÄěLetztk√∂nig‚Äú bezeichnet. 2004 wurde er durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Abstammung und Familiäres

Karl war der √§lteste Sohn von Erzherzog Otto (1865‚Äď1906) und Maria Josepha Luise von Sachsen (1867‚Äď1944). Sein Gro√üvater Erzherzog Karl Ludwig (1833‚Äď1896), nach dem Selbstmord von Kronprinz Rudolf 1889‚Äď1896 Thronfolger, war ein Bruder von Kaiser Franz Joseph I.; damit war Karl dessen Gro√üneffe. Ottos √§lterer Bruder und damit Karls Onkel war der seit 1896 amtierende und 1914 in Sarajevo ermordete Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand.

Leben bis 1916

Karl wurde zun√§chst von Hauslehrern erzogen, zu denen auch Godfried Marschall geh√∂rte. Sp√§ter besuchte er bis Juni 1901 das Schottengymnasium in Wien, was ungew√∂hnlich f√ľr ein Mitglied des Herrscherhauses war. Er legte hier aber nur die Abschlusspr√ľfungen √ľber den Lehrplan der Unterstufe ab.[1]

1903 ernannte ihn der Kaiser zum Leutnant des Ulanenregiments ‚ÄěErzherzog Otto‚Äú Nr. 1. Am 1. Oktober 1905 begann seine milit√§rische Ausbildung beim 7. Dragonerregiment. Die Garnison war zuerst in Kutterschitz bei Bilin in B√∂hmen, 1906 in Brandeis-Altbunzlau stationiert. Am 1. November wurde er zum Oberleutnant bef√∂rdert. In diesem Jahr unterbrach er den Milit√§rdienst f√ľr ein zweij√§hriges Studium an der Prager Karl-Ferdinands-Universit√§t. Ab Sommer 1908 war er wieder bei seiner Garnison.

Als sein Vater 1906 starb, wurde der Thronfolger, sein Onkel Franz Ferdinand, sein Vormund. Dieser war seit 1900 in einer morganatischen Ehe (‚Äězur linken Hand‚Äú, also nicht standesgem√§√ü) verheiratet, seine Kinder waren von der Thronfolge ausgeschlossen. Daher wurde Karl nun nach Franz Ferdinand der n√§chste Thronanw√§rter.

Erst 1911 erhielt Karl Einsicht in au√üenpolitisch wichtige Akten und ab 1913 d√ľrfte ihn Franz Ferdinand n√§her √ľber seine Reformpl√§ne informiert haben. Karl wurde aber 1914‚Äď1916 von Kaiser Franz Joseph nicht in die politischen Entscheidungen der Monarchie eingebunden, insbesondere auch nicht in die Entscheidung √ľber die Kriegserkl√§rung.

Nach der Ermordung Franz Ferdinands am 28. Juni 1914 war Karl nach den Hausgesetzen der Dynastie Habsburg ‚Äěex lege‚Äú, d.h. ohne dass der Kaiser eine Entscheidung zu treffen gehabt h√§tte, Erzherzog-Thronfolger. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs war er auch Mitglied des obersten Armeekommandos, aus dem er bald von Generalstabschef Conrad von H√∂tzendorf hinausgedr√§ngt wurde. Er besuchte danach im Auftrag des Kaisers oft die Truppen an vorderster Front. 1916 war er Kommandierender General des 20. Armeekorps (Edelwei√ü) in Italien und befehligte danach Truppen in Rum√§nien.

Ehe und Nachkommen

Am 13. Juni 1911 verlobte sich Karl in der Villa delle Pianore bei Lucca (Italien) mit Zita von Bourbon-Parma, die er am 21. Oktober des gleichen Jahres in Schloss Schwarzau am Steinfeld (Nieder√∂sterreich) heiratete. Seine Entscheidung f√ľr die ‚ÄěItalienerin‚Äú, als die seine Gattin von Gegnern dieser Verbindung speziell nach Italiens Kriegserkl√§rung an √Ėsterreich-Ungarn 1915 bezeichnet wurde, trug nach Meinung von Kritikern nichts zur w√ľnschenswerten internationalen Verankerung des Hauses Habsburg-Lothringen bei, da Zita aus einem nicht (mehr) regierenden Adelshaus aus einem mit √Ėsterreich nicht befreundeten Land stammte.

Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor:

  • Franz Josef Otto (1912‚Äď2011) ‚ąě 1951 Regina Prinzessin von Sachsen-Meiningen (1925‚Äď2010)
  • Adelheid (1914‚Äď1971)
  • Robert Karl Ludwig (1915‚Äď1996) ‚ąě 1953 Margherita von Savoyen (* 1930)
  • Felix Friedrich (1916‚Äď2011[2]) ‚ąě 1952 Anna Eugenie Herzogin von Arenberg (1925‚Äď1997)
  • Carl Ludwig (1918‚Äď2007) ‚ąě 1950 Yolande von Lign√© (* 1923)
  • Rudolph Syringus (1919‚Äď2010)
    1. ‚ąě 1953 Xenia Tschernyschew Besobrasow (1929‚Äď1968)
    2. ‚ąě 1971 Anna Gabriele Prinzessin von Wrede (* 1940)
  • Charlotte (1921‚Äď1989) ‚ąě 1956 Georg Herzog zu Mecklenburg (1899‚Äď1963)
  • Elisabeth Charlotte (1922‚Äď1993) ‚ąě 1949 Heinrich, Prinz von und zu Liechtenstein (1916‚Äď1991)

Herrschaft (1916‚Äď1918)

An der Regierung

Karl I. (1915)
Karl I. (1917)
Briefmarke Michel-Nr. 68 A von 1917[3]

Mit dem Tod von Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916 war Karl ‚Äěex lege‚Äú Kaiser und K√∂nig. Einer formellen Thronbesteigung bedurfte es in √Ėsterreich nicht; Ungarn legte aber gro√üen Wert auf die historische Kr√∂nungszeremonie, mit der der Eid auf die ungarische Verfassung verbunden war.

Karl lie√ü sich bereits am 30. Dezember als ‚ÄěKarl IV.‚Äú bzw. ungarisch ‚ÄěIV. K√°roly‚Äú zum K√∂nig von Ungarn kr√∂nen. Von da an waren ihm, was die verfassungsrechtliche M√∂glichkeit f√ľr Reformen betrifft, in der ungarischen Reichsh√§lfte weitestgehend die H√§nde gebunden. Insbesondere war eine Ausgliederung von Gebieten aus dem Herrschaftsbereich der ungarischen Krone ausgeschlossen, die aber n√∂tig gewesen w√§re, um die nationalen W√ľnsche der Slawen der Doppelmonarchie zu befriedigen (Franz Ferdinand hatte geplant, die Doppelmonarchie unmittelbar nach seinem Regierungsantritt umzubauen, bevor ihm dies die Ablegung des ungarischen Kr√∂nungseides unm√∂glich gemacht h√§tte).

Den legend√§r gewordenen Regierungsstil Kaiser Franz Josephs, der - auch auf Grund seines hohen Alters - alle Angelegenheiten allein von seinem Arbeitszimmer in der Wiener Hofburg und in seinen letzten Lebensjahren von Sch√∂nbrunn aus geregelt hatte, ahmte Karl nicht nach. Er f√ľhrte bei den Sitzungen des Gemeinsamen Ministerrates, der √ľber die Au√üen- und Kriegspolitik entschied, regelm√§√üig den Vorsitz. Ungew√∂hnlich war auch, dass Karl alle wichtigen Entscheidungen mit seiner Frau Zita besprach und sich von ihr beraten lie√ü. Bei vielen Besprechungen war Zita auch als Zuh√∂rerin anwesend.

Die ersten Ma√ünahmen des neuen Kaisers, die Wiedereinberufung des Reichsrates im Fr√ľhjahr 1917 und eine politische Amnestie, erweckten bei der Entente die Hoffnung, die Monarchie k√∂nne sich reformieren und von Deutschland l√∂sen.[4]

Seine 1917 gegen die Verarmung vieler Menschen w√§hrend des Krieges gerichteten sozialpolitischen Ma√ünahmen, wie die Einf√ľhrung eines (in √Ėsterreich bis heute bestehenden) Mieterschutzes (28. J√§nner), die Schaffung eines Ministeriums f√ľr soziale F√ľrsorge (1. Juni) und eines Ministeriums f√ľr Volksgesundheit (30. August), haben die Monarchie √ľberdauert. Viktor Mataja wurde der weltweit erste Sozialminister.

Anders als andere Monarchen nahm er durch h√§ufige Frontbesuche gr√∂√üten Anteil an der Kriegf√ľhrung. Bereits am 2. Dezember 1916 √ľbernahm er den Oberbefehl √ľber die Armee und verlegte das Armeeoberkommando (AOK) von Teschen nach Baden bei Wien.

Am 1. M√§rz 1917 setzte er Generalstabschef Franz Conrad von H√∂tzendorf ab. Er konnte dadurch eine Entwicklung √§hnlich jener im Deutschen Reich verhindern, wo die Politik haupts√§chlich durch die Gener√§le Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff bestimmt wurde und Kaiser Wilhelm II. kaum noch Einfluss hatte. Vielmehr schaltete Karl so den Einfluss der Milit√§rs auf das Zivilleben aus und legte die gesamte politische Aktion und diplomatische F√ľhrung des Krieges wieder in die Hand der √∂sterreichischen und ungarischen Regierung bzw. des Au√üenministers zur√ľck.[5] Allerdings war √Ėsterreich-Ungarn auf Grund seiner Schw√§che im Vergleich zum ‚ÄěWaffenbruder‚Äú schon vor Karls Regierungsantritt bei milit√§rischen Entscheidungen in Abh√§ngigkeit von der Obersten Heeresleitung des Deutschen Reiches geraten.

Bei den personellen Ver√§nderungen, die Kaiser Karl bald nach Beginn seiner Regierungszeit durchf√ľhrte, berief er Vertrauensleute, die zum gr√∂√üten Teil der Umgebung Franz Ferdinands angeh√∂rt hatten. Durch die Entlassung von Au√üenminister Buri√°n und des m√§chtigen ungarischen Ministerpr√§sidenten Istv√°n Tisza dr√§ngte Karl die ungarische Dominanz in der Au√üenpolitik zur√ľck, und mit dem neuen Au√üenminister Ottokar Czernin und Heinrich Clam-Martinic als √∂sterreichischem Ministerpr√§sidenten √ľbernahmen Politiker aus der b√∂hmischen, √∂sterreichtreuen Hocharistokratie die F√ľhrung.[6] Der Grund f√ľr Czernins Ernennung am 22. Dezember 1916 war haupts√§chlich, dass dieser Karls Anschauung von der Notwendigkeit eines baldigen Friedensschlusses teilte.[7]

Friedensbem√ľhungen und Kriegsziele

Durch seinen vertieften Einblick erkannte der neue Herrscher die Aussichtslosigkeit der Lage der Mittelmächte immer deutlicher. Das Friedensangebot vom 12. Dezember 1916 scheiterte aber an der Weigerung des Deutschen Reiches, konkrete Friedensziele zu nennen.

Beim Ministerrat f√ľr gemeinsame Angelegenheiten vom 12. J√§nner 1917 wurden die Friedensbedingungen eingehend diskutiert. Karl stellte ein Maximalprogramm zur Diskussion, das den (schon nicht mehr wahrscheinlichen) Anschluss Kongresspolens vorsah, weiter Montenegro, die serbische Mańćva, Grenzverbesserungen an der siebenb√ľrgischen Grenze sowie die Absetzung der serbischen Dynastie Karageorgewitsch. Sein Minimalprogramm hingegen beschr√§nkte sich auf die Forderung der vollen territorialen Integrit√§t der Monarchie, die Annexion des montenegrinischen Lovńáen und den Wechsel der Dynastie in Serbien (f√ľr Karl das M√∂rderhaus Karageorgewitsch).[8]

Im Fr√ľhjahr 1917 versuchte Karl erfolglos, √ľber seinen Schwager Sixtus Ferdinand von Bourbon-Parma mit der Entente zu Verhandlungen √ľber einen Separatfrieden zu gelangen (Sixtus-Aff√§re). Der Sixtusbrief wurde sp√§ter als Zeichen f√ľr die ‚Äěnaive Impulsivit√§t‚Äú Kaiser Karls bezeichnet, weil er die Gefahren der Aufdeckung des geheimen Vorgangs und die Reaktion der Entente falsch eingesch√§tzt habe.[9] Die Billigung franz√∂sischer Anspr√ľche auf Elsa√ü-Lothringen durch den Kaiser stand in offensichtlichem Gegensatz zum Unwillen, eigene territoriale Zugest√§ndnisse (etwa bei der Frage der Abtretung des Trentino an Italien) zu machen.[10] Der Wunsch des Kaisers nach Friedensgespr√§chen scheiterte letztlich an der franz√∂sischen Hoffnung auf einen Sieg (die USA waren am 6. April in den Krieg eingetreten), an den Forderungen Italiens, aber auch an der Unnachgiebigkeit des Deutschen Reiches, wo sich immer mehr jene Kr√§fte durchsetzten, die an einen milit√§rischen Sieg glaubten.

Die Friedensbem√ľhungen, die Vorbehalte gegen den uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieg, das Verbot der Bombardierung ziviler Ziele und die positive Antwort auf den Friedensappell von Papst Benedikt XV., der als Verb√ľndeter Italiens angesehen wurde, f√ľhrten zu immer gr√∂√üeren Differenzen Karls mit dem Deutschen Reich, aber auch mit deutschnationalen Kreisen im eigenen Land. Im Zusammenhang mit dem p√§pstlichen Friedensappell wies Kaiser Karl Czernin an, dem Vatikan mitzuteilen, ‚Äědass √Ėsterreich-Ungarn der Frage der Wiederherstellung des staatlichen Bestandes Serbiens und Montenegros nicht von vornherein ablehnend gegen√ľberstehe.‚Äú Daraus sollte aber ‚Äěkein Verzicht √Ėsterreich-Ungarns auf territorialen Gewinn gegen√ľber diesen beiden Staaten abgeleitet werden‚Äú k√∂nnen (26. September 1917).[11]

Karl sah in den Pl√§nen f√ľr Mitteleuropa, eines engen Zusammenschlusses der beiden Kaiserreiche, zu Recht schlicht einen Plan gegen die Unabh√§ngigkeit der Monarchie (14. Mai 1917).[12] Er sprach sich gegen diese enge wirtschaftliche Verbindung mit Deutschland aus, weil er f√ľrchtete, das w√ľrde die Monarchie auf eine Stufe mit Bayern stellen und au√üerdem Friedensverhandlungen unm√∂glich machen.[13] Gegen√ľber Czernin protestierte er gegen die Mitteleuropapl√§ne, weil er diese f√ľr ‚Äěeinen Versuch der Hohenzollern, √Ėsterreich in v√∂llige Abh√§ngigkeit von Deutschland zu bringen‚Äú, hielt. Karl f√ľrchtete gar einen Sieg Deutschlands im Krieg, weil dieser das Ende der √∂sterreichischen Souver√§nit√§t bedeutet h√§tte: ‚ÄěEin eklatanter milit√§rischer Sieg Deutschlands w√§re unser Ruin.‚Äú[14]

Karl war zwar gegen den Einsatz von Giftgas innerhalb des Befehlsbereichs der k.u.k. Armee, ließ aber letztlich zu, dass die Oberste Heeresleitung des Deutschen Reichs in der 12. Isonzoschlacht, der Schlacht von Karfreit, im Oktober 1917 Giftgas einsetzte.[15]

Karl hatte kaum Ratgeber, die seinen Kurs unterst√ľtzten und denen er voll vertrauen konnte. Au√üenminister Ottokar von Czernin bef√ľrwortete zwar am Anfang die Friedenspl√§ne, sp√§ter war auch er f√ľr eine st√§rkere Bindung an den Verb√ľndeten. Czernin warf Frankreich in einer Rede am 2. April 1918 vor, geheime Friedensverhandlungen gef√ľhrt zu haben. Da dies nicht stimmte, ver√∂ffentlichte der franz√∂sische Ministerpr√§sident Georges Clemenceau am 14. April den Inhalt der geheimen Sixtus-Briefe. Dadurch erlitt das Ansehen des Kaisers enormen Schaden, besonders weil er den Brief klar wahrheitswidrig dementierte. Man diffamierte Karl als ‚ÄěPantoffelhelden‚Äú und Zita als ‚Äěitalienische Verr√§terin‚Äú. Czernin wurde vom Kaiser am 24. April zum R√ľcktritt gezwungen. Karl musste einen Canossagang zu Kaiser Wilhelm nach Spa antreten und sich noch st√§rker an das Deutsche Reich binden.

Regierungsverzicht und Zerfall der Monarchie

Die Verzichtserklärung vom 11. November 1918
Heimkehr der Habsburger in ihr Stammhaus (Karikatur von Theo Zasche, 1919)
Völkermanifest

Karls Versuch, mit seinem V√∂lkermanifest vom 16. Oktober 1918 wenigstens die √∂sterreichische Reichsh√§lfte zu retten und in einen Bundesstaat mit weitgehender Autonomie f√ľr die einzelnen Nationen umzuwandeln, kam zu sp√§t.[16] Seine Einladung an die Nationalit√§ten Cisleithaniens, Nationalr√§te zu bilden, wurde angenommen; diese neuen Volksvertretungen gr√ľndeten aber voneinander und von Alt√∂sterreich unabh√§ngige Staaten (zuletzt am 30. Oktober 1918 die Deutsch√∂sterreicher).

Zerfall der Armee

Ende Oktober meuterten vor allem ungarische Truppenteile der k.u.k. Armee an der italienischen Front. Ungarn beschloss das Ende der Realunion mit √Ėsterreich per 31. Oktober und rief seine Truppen aus Italien zur√ľck. Um den Waffenstillstand von Villa Giusti mit Italien vom 3. November 1918, der den Intentionen des verb√ľndeten Deutschen Reichs widersprach, nicht selbst unterzeichnen zu m√ľssen, √ľbergab der Kaiser und K√∂nig den Oberbefehl √ľber das, was von der k.u.k. Armee noch der alten Ordnung gehorchte, am 3. November 1918 an General Arthur Arz von Strau√üenburg und ernannte am 4. November auf dessen Wunsch Feldmarschall Hermann K√∂vess von K√∂vesshaza zum Oberbefehlshaber. Am 6. November wurde die k.u.k. Armee von Karl demobilisiert.

Verzichtserkl√§rung in √Ėsterreich

Der völlige militärische Zusammenbruch und die innere Auflösung der Donaumonarchie ließen sich nicht mehr leugnen. Die Abdankung Kaiser Wilhelms II. wurde am 9. November ohne seine Zustimmung bekanntgegeben; am gleichen Tag wurde in Berlin die Republik ausgerufen. Daher erschien nun auch das Ausscheiden Karls I. aus seinem kaiserlichen Amt als unausweichlich.

Karl I. wurde am 11. November 1918 von Ministern seiner letzten k.k. Regierung, des so genannten Liquidationsministeriums unter Heinrich Lammasch, auf Dr√§ngen Staatskanzler Karl Renners und anderer deutsch√∂sterreichischer Politiker dazu bewogen, in der √∂sterreichischen Reichsh√§lfte auf jeden Anteil an den Staatsgesch√§ften zu verzichten und seine ‚Äď inzwischen funktionslos gewordene ‚Äď Regierung ihres Amtes zu entheben. Er enthob damit auch alle Beamten und Offiziere ihres dem Kaiser geleisteten Treueeides.

Die Erkl√§rung war von k.k. Ministern wie Ignaz Seipel gemeinsam mit Renner und anderen entworfen worden; der Kompromiss vermied verbal die vor allem von Kaiserin Zita strikt abgelehnte Abdankung. Man hatte es eilig, die Unterschrift des Kaisers zu erlangen, da f√ľr den folgenden Tag bereits die Proklamierung des am 30. Oktober 1918 entstandenen Staates Deutsch√∂sterreich zur Republik geplant war und man offene Loyalit√§tskonflikte um den Kaiser vermeiden wollte. Die Verzichtserkl√§rung wurde noch am 11. November in einer Sonderausgabe der amtlichen Wiener Zeitung ver√∂ffentlicht.[17]

Verzichtserkl√§rung f√ľr Ungarn

Mit einer √§hnlichen Erkl√§rung verzichtete Karl am 13. November auf Schloss Eckartsau auf Wunsch ungarischer Spitzenpolitiker auf die Aus√ľbung seiner Staatsgesch√§fte in Ungarn. Auch dort dankte er aber nicht formell ab; seine Gattin Zita hielt dies auf Grund des ‚ÄěGottesgnadentums‚Äú des Monarchen f√ľr ‚Äěunm√∂glich‚Äú.

Exil (1918‚Äď1922)

Das Arbeitszimmer Karls in Schloss Eckartsau 1918

Karl begab sich noch in der Nacht vom 11. auf den 12. November 1918 mit seiner engsten Familie auf Schloss Eckartsau im Marchfeld, das damals im Unterschied zu Sch√∂nbrunn habsburgischer Privatbesitz war. Der britische K√∂nig Georg V. wollte ihm das Schicksal des russischen Zaren Nikolaus II. ersparen und lie√ü ihn dort vom britischen Oberstleutnant Edward Lisle Strutt besch√ľtzen. Karls und Zitas Hoffnung, die politische Lage werde sich zu seinen Gunsten ‚Äěnormalisieren‚Äú und man werde ihn einladen, wieder an die Spitze des Staates zu treten, wurde aber nicht erf√ľllt.

Der deutsch√∂sterreichische Staatskanzler Karl Renner kam nach Eckartsau und wollte mit Karl pers√∂nlich √ľber dessen Zukunft sprechen. Da er nicht dem Hofzeremoniell entsprechend um Audienz gebeten hatte, lehnte Karl ab, ihn zu treffen. Dem ‚Äěehemaligen Tr√§ger der Krone‚Äú (wie er wenig sp√§ter offiziell bezeichnet wurde) lie√ü man daher √ľber Mittelsm√§nner die Information zukommen, das geplante Habsburger-Gesetz werde, falls Karl weder ausreisen noch abdanken wolle, seine Internierung bestimmen.

Daraufhin bereitete Strutt die Ausreise der Kaiserfamilie in die Schweiz vor; Karl hatte unter der Bedingung zugestimmt, dass die Abreise ‚Äěin allen Ehren‚Äú erfolge. Strutt organisierte dazu f√ľr den 23. M√§rz 1919 den Hofzug der ehem. k.k. Staatsbahn, den Karl in der Eckartsau n√§chstgelegenen Bahnstation Kopfstetten in Feldmarschallsuniform bestieg. (Seine Familie, ein kleines Gefolge und sein Automobil reisten mit.) Vor dem Grenz√ľbertritt in die Schweiz am 24. M√§rz 1919 widerrief Karl im Feldkircher Manifest [18] seine Erkl√§rung vom 11. November 1918 und protestierte gegen seine Absetzung als Herrscher. In die Schweiz reiste er in Zivilkleidung ein.

Anders als Wilhelm II. dankte er ‚Äď unter dem starken Einfluss Zitas ‚Äď nicht formell ab. Dies f√ľhrte in Deutsch√∂sterreich zum Gesetz vom 3. April 1919, betreffend die Landesverweisung und die √úbernahme des Verm√∂gens des Hauses Habsburg-Lothringen (StGBl. 209 / 1919). Das Gesetz hob f√ľr Deutsch√∂sterreich alle Herrscherrechte der Dynastie auf und stellte fest:

‚ÄěIm Interesse der Sicherheit der Republik werden der ehemalige Tr√§ger der Krone und die sonstigen Mitglieder des Hauses Habsburg-Lothringen, diese, soweit sie nicht auf ihre Mitgliedschaft zu diesem Hause und auf alle aus ihr gefolgerten Herrschaftsanspr√ľche ausdr√ľcklich verzichtet und sich als getreue Staatsb√ľrger der Republik bekannt haben, des Landes verwiesen.‚Äú

Die Nationalversammlung von Deutsch√∂sterreich beschloss neben der Landesverweisung auch die Beschlagnahme der habsburgischen Familienfonds, nicht aber des nachweislichen Privatverm√∂gens einzelner Familienmitglieder. Am gleichen Tag wurde f√ľr √Ėsterreicher der Adel aufgehoben (Adelsaufhebungsgesetz).

Der zuvor ausgereiste Ex-Kaiser war somit bis auf weiteres aus (Deutsch-)√Ėsterreich verbannt. Die Mitglieder der Familie Habsburg-Lothringen entschieden sich zum Teil f√ľr ausl√§ndische Wohnsitze, zum Teil f√ľr das republikanische √Ėsterreich. Karls Witwe Zita bekannte sich niemals zur Republik √Ėsterreich, durfte aber ab 1982 wieder einreisen, nachdem man bei neuerlicher Pr√ľfung ihres Falles (wenig √ľberraschend) festgestellt hatte, dass sie der Dynastie nur angeheiratet war und niemals auch nur theoretisch Herrschaftsrechte gehabt h√§tte.

Im Schweizer Exil wohnte Karl zunächst auf Schloss Wartegg bei Rorschach am Bodensee und ab 20. Mai 1919 in Prangins am Genfer See.

Karl hielt eifrig Kontakt zu legitimistischen Kreisen, vor allem in Ungarn, wo schon 1919 nach einem kurzen republikanischen Intermezzo die Monarchie wiederhergestellt und am 1. M√§rz 1920 der vermeintlich habsburgtreue Mikl√≥s Horthy zum Reichsverweser gew√§hlt worden war. Zwar hatte Karl diesem versprochen, ihn √ľber seine Pl√§ne zu informieren und erst nach einer Beruhigung der politischen Lage zur√ľckzukehren; dennoch vertraute er eher dem Urteil seiner Berater, insbesondere dem Obersten Anton Leh√°r (dem Bruder des Komponisten Franz Leh√°r), die Zeit f√ľr eine Restauration der Habsburger sei reif.

So kehrte Karl, ohne dies Horthy wissen zu lassen, inkognito per Automobil quer durch √Ėsterreich zu Ostern 1921 nach Budapest zur√ľck und verlangte vom Reichsverweser ultimativ den R√ľcktritt. Dabei pochte er nur auf Horthys Treueid, ohne dessen Einw√§nde hinsichtlich innenpolitischer Schwierigkeiten und vor allem einer drohenden Intervention der Entente bzw. einer Kriegserkl√§rung der Nachfolgestaaten Tschechoslowakei, Rum√§nien und Jugoslawien ernstzunehmen. Erst nach einem Aufenthalt von einer Woche in Szombathely (Steinamanger) in Westungarn konnte er von der Aussichtslosigkeit seiner Bem√ľhungen √ľberzeugt werden und reiste zur√ľck in die Schweiz, wo er sich mit seiner Familie im sogenannten Schlosshotel Hertenstein in Weggis bei Luzern einquartierte.

Schon am 20. Oktober 1921 unternahm Karl, wiederum ohne den ihm mittlerweile ohnehin suspekt gewordenen Horthy zu informieren, einen zweiten Versuch und flog mit seiner Frau Zita mit einer Junkers F 13 nach Sopron (√Ėdenburg). Dort hatten Legitimisten unterdessen damit begonnen, die Freisch√§rler, die sich gegen die Abtretung des Burgenlandes an √Ėsterreich wandten (siehe dazu Volksabstimmung 1921 im Burgenland), und andere kleine Truppenkontingente zu einem Heer zusammenzufassen. Da das Telegramm mit der Meldung von Karls Ankunft allerdings einen Tag zu sp√§t eintraf, verz√∂gerte sich der Abmarsch entscheidend. Das langsame Tempo des Vorr√ľckens gab dem zun√§chst schwankenden Horthy Zeit, auf die Drohungen der Ententem√§chte hin seinerseits Truppen zusammenzuziehen. In Buda√∂rs, einem Vorort von Budapest, kam es am 23. Oktober 1921 zu einem kleinen Scharm√ľtzel, bei dem 19 Soldaten ums Leben kamen. Da damit klar geworden war, dass der Restaurationsversuch in einem B√ľrgerkrieg enden w√ľrde, gab Karl auf, allerdings gegen die Meinung seiner milit√§rischen Ratgeber.

Nach einer kurzen Internierung in der Abtei Tihany am Plattensee wurde Karl am 1. November mit seiner Frau Zita an Bord des britischen Donauschiffes Glowworm bis zum Schwarzen Meer und dann auf dem britischen Kreuzer Cardiff √ľber Gibraltar auf die portugiesische Insel Madeira gebracht. Dorthin hatte ihn die Triple Entente nun verbannt, um ihm Auftritte in seinem ehemaligen Herrschaftsbereich unm√∂glich zu machen. Das Paar traf dort am 19. November 1921 ein. Karls und Zitas Kinder kamen erst am 2. Februar 1922 bei ihren Eltern an.

Grab von Kaiser Karl in Monte auf Madeira

Im ungarischen Parlament wurde am 6. November 1921 das Dethronisationsgesetz angenommen, das die Habsburger endg√ľltig f√ľr abgesetzt erkl√§rte. Horthy versicherte dazu gegen√ľber der Entente, bei der allf√§lligen Wahl eines k√ľnftigen K√∂nigsgeschlechts w√ľrden die Habsburger ausgeschlossen.

Karl wohnte mit seiner Familie zun√§chst im Hotel Victoria in Funchal. Nach dem Diebstahl der als letzte Mittel verbliebenen pers√∂nlichen Juwelen √ľbersiedelte er in eine Quinta (Herrenhaus) in Monte bei Funchal, die ihm von einer Bankiersfamilie kostenlos zur Verf√ľgung gestellt wurde. Am 9. M√§rz zog er sich eine Erk√§ltung zu. Um Geld zu sparen, wurde erst am 21. M√§rz ein Arzt gerufen, der eine schwere Lungenentz√ľndung feststellte. Am 1. April 1922 starb Karl knapp f√ľnfunddrei√üigj√§hrig.

An seiner Beisetzung am 5. April nahmen etwa 30.000 Personen teil. Sein Leichnam wurde in der Kirche Nossa Senhora in Monte begraben. Sein Herz wird seit 1971 hinter dem Altar der Loretokapelle im Kloster Muri (Schweiz) aufbewahrt, wo sich auch die Familiengruft seiner Nachkommen befindet. Die silberne Herzurne Karls tr√§gt das von Karl Wolfsgruber verfasste Chronogramm ‚ÄěCAROLI AVSTRIAE IMPERATORIS AC HVNGARIAE REGIS COR IN DEO QVJESCAT‚Äú.[19]

Gedenktafel an der Kirche in Monte

Seit der Beisetzung von Zita 1989 in der Wiener Kapuzinergruft ist dort ein Platz f√ľr Karls I. Sarg reserviert. Seine Familie, vor allem sein Sohn Otto von Habsburg, nahm aber die √úberf√ľhrung nach Wien nicht vor, da Otto dies als Affront gegen√ľber der Bev√∂lkerung von Madeira ansah, die seinem Vater in den letzten Lebensmonaten sehr geholfen hatte. Seit der Seligsprechung Karls I. hat seine Begr√§bnisst√§tte in Monte bei Funchal f√ľr die dortige Bev√∂lkerung noch an Bedeutung gewonnen. Eine eventuelle √úberf√ľhrung des Seligen w√§re nun eine Sache der Kirche.

W√ľrdigung

Skulptur am Bergisel

Nach ungen√ľgender Vorbereitung, zu sp√§t und mitten im Ersten Weltkrieg zur Herrschaft gelangt, konnte Karl die langj√§hrigen Vers√§umnisse seines Vorg√§ngers Franz Joseph I. nicht mehr kompensieren und den Zusammenbruch seines Vielv√∂lkerreiches nicht verhindern. Seine pers√∂nliche Mittelm√§√üigkeit und Unscheinbarkeit veranlasste den Wirtschaftsfachmann Ernest von Koerber, letzter k.k. Ministerpr√§sident Franz Josephs I. und erster Regierungschef Karls I., zu dem folgenden (fast prophetischen) Diktum beim Amtsantritt des neuen Kaisers:[20]

‚ÄěDer alte Kaiser war 60 Jahre lang bem√ľht, die Monarchie zugrunde zu richten und hat es nicht geschafft, der junge wird das in zwei Jahren fertigbringen.‚Äú

Sein Zögern und seine Selbstzweifel wurden von seiner Frau Zita ausgeglichen, die entscheidungsstärker und phantasievoller war und ihn in schwierigen Entscheidungen zum Durchhalten ermunterte. Obwohl politisch unerfahren, schätzte er die politischen Situationen und die Folgen während seiner Regierungszeit meist richtig ein. Diese Fähigkeit hatte er im Exil offenbar verloren, weil er in der Idee des Gottesgnadentums des Monarchen befangen war und vielen Menschen oft zu schnell vertraute.

Entscheidungen, die er als richtig erkannt hatte, setzte er auch dann durch, wenn sie ihm Feindschaften und Verleumdungen einbrachten, wie etwa das Verbot des Duells, die Amnestie f√ľr Verurteilungen durch Milit√§rgerichte oder die Absetzung des Freimaurers Rudolf Sieghart als Bankdirektor.[21]

Später versuchten die Nationalsozialisten, Karl als Verräter und Mitverursacher der Niederlage im Ersten Weltkrieg hinzustellen.

Der franz√∂sische Schriftsteller Anatole France meinte √ľber ihn:[22]

‚ÄěKaiser Karl war der einzig anst√§ndige Mensch, der in diesem Krieg auf einem f√ľhrenden Posten aufgetaucht ist. Er w√ľnschte ehrlich den Frieden, und deshalb wurde er von der ganzen Welt verachtet. So wurde eine einmalige Gelegenheit verscherzt.‚Äú

Seligsprechung

Kirchenfenster mit Darstellung Karls I. in der Pfarrkirche Liesing gestaltet von Martin Häusle

Die ersten Bestrebungen zur Seligsprechung wurden bereits von Kardinal Innitzer initiiert. 1954 wurde der Seligsprechungsprozess f√ľr Karl begonnen, durch die ‚ÄěKaiser-Karl-Gebetsliga f√ľr den Weltfrieden‚Äú unter dem Vorsitz von Bischof Kurt Krenn wesentlich gef√∂rdert und am 20. Dezember 2003 zum Abschluss gebracht. Die Heiligsprechungskongregation ver√∂ffentlichte in Anwesenheit von Papst Johannes Paul II. ein Dekret, das eine auf Anrufung des Verstorbenen geschehene wunderbare Heilung ‚Äď die notwendige Voraussetzung f√ľr die Seligsprechung ‚Äď anerkennt: Maria Zita Gradowska, eine in Brasilien wirkende Nonne aus Polen, litt jahrzehntelang an einem sehr schmerzhaften Venenleiden, das als unheilbar galt. Sie hatte offene Geschw√ľre und war bettl√§gerig. 1960 rief sie Kaiser Karl um F√ľrsprache an. Am n√§chsten Tag war sie schmerzfrei und ihre Geschw√ľre verheilten.[23] Die Seligsprechung des fr√ľheren Monarchen fand am 3. Oktober 2004 statt. Sein Gedenktag ist der 21. Oktober, der Tag seiner Hochzeit.

Die Umst√§nde der Seligsprechung, die umstrittene Pers√∂nlichkeit des F√ľrsprechers Kurt Krenn, der wenig sp√§ter von seinem Amt als Di√∂zesanbischof zur√ľcktreten musste, und die Anwesenheit hoher politischer W√ľrdentr√§ger der Republik √Ėsterreich bei der Zeremonie ‚Äď die offizielle Delegation wurde von Nationalratspr√§sident Andreas Khol angef√ľhrt ‚Äď sorgten in √Ėsterreich f√ľr Diskussionen.

Vorfahren

Ahnentafel Karl I.
Ururgroßeltern

Kaiser
Franz II.
(1768-1835)
‚ąě 1790
Maria Theresia von Neapel-Sizilien
(1772-1807)

König
Maximilian I. Joseph von Bayern
(1756-1825)
‚ąě 1797
Karoline Friederike Wilhelmine von Baden
(1776-1841)

König
Franz I. von Sizilien
(1777-1830)
‚ąě 1802
Maria Isabel von Spanien
(1789-1848)

Karl von √Ėsterreich-Teschen
(1771-1847)

Henriette Alexandrine von Nassau-Weilburg
(1797-1829)

Maximilian von Sachsen
(1759-1838)
‚ąě 1792
Caroline von Bourbon-Parma
(1770-1804)

König
Maximilian I. Joseph von Bayern
(1756-1825)
‚ąě 1797
Karoline Friederike Wilhelmine von Baden
(1776-1841)

Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koh√°ry
(1785-1851)
‚ąě 1815
Maria Antonie Gabriele von Koh√°ry
(1797-1862)

König
Peter IV. von Portugal
(1798-1834)
‚ąě 1817
Maria Leopoldine von √Ėsterreich
(1797-1826)

Urgroßeltern

Franz Karl von √Ėsterreich
(1802-1878)
‚ąě 1824
Sophie Friederike von Bayern
(1805-1872)

König Ferdinand II.
(1810-1859)
‚ąě 1837
Maria Theresia von √Ėsterreich
(1816-1867)

König Johann von Sachsen
(1801-1873)
‚ąě 1822
Amalie Auguste von Bayern
(1801-1877)

König Ferdinand II. von Portugal
(1816-1885)
‚ąě 1836
Maria II. von Portugal
(1819-1853)

Großeltern

Karl Ludwig von √Ėsterreich
(1833-1896)
‚ąě 1862
Maria Annunziata von Neapel-Sizilien
(1843-1871)

König Georg von Sachsen
(1832-1904)
‚ąě 1859
Maria Anna von Portugal
(1843-1884)

Eltern

Otto Franz Joseph von √Ėsterreich
(1865-1906)
‚ąě 1886
Maria Josepha von Sachsen
(1867-1944)

Karl I.

Siehe auch

Nachlass

Literatur

  • Peter Broucek: Karl I. (IV.). Der politische Weg des letzten Herrschers der Donaumonarchie. Boehlau, Wien 1997, ISBN 3-205-98737-3.
  • Gordon Brook-Shepherd: Um Krone und Reich. Die Trag√∂die des letzten Habsburgerkaisers. Molden, Wien 1968.
  • Nathan Cochran: Der Diener Gottes Karl aus dem Hause √Ėsterreich. Eine Kurzbiografie. Buch als PDF-Datei
  • Alexander Demblin (Hrsg.): August Demblin: Minister gegen Kaiser. Aufzeichnungen eines √∂sterreichisch-ungarischen Diplomaten √ľber Au√üenminister Czernin und Kaiser Karl. B√∂hlau, Wien 1997, ISBN 3-205-98762-4.
  • Eva Demmerle: Kaiser Karl I. ‚ÄěSelig, die Frieden stiften ...‚Äú. Die Biographie. Amalthea, Wien 2004, ISBN 3-85002-521-7.
  • Hans Flesch-Brunningen (Hrsg.), Karl I. Der letzte Kaiser. In: Die letzten Habsburger in Augenzeugenberichten, D√ľsseldorf 1967, S. 269‚Äď359.
  • Josef Gelmi: Der letzte Kaiser. Karl I. (1887‚Äď1922) und Tirol. Tyrolia, Innsbruck/Wien 2004, ISBN 3-7022-2619-2.
  • Andreas Gottsmann (Hrsg.): Karl I. (IV.), der Este Weltkrieg und das Ende der Donaumonarchie. Verlag der √Ėsterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2007, ISBN 978-3-7001-3929-4 (Inhaltverzeichnis).
  • Elisabeth Kov√†cs: Untergang oder Rettung der Donaumonarchie? B√∂hlau, Wien 2004, 2 B√§nde, ISBN 3-205-77237-7 und ISBN 3-205-77238-5.
  • Peter Broucek (Hrsg.), Anton Leh√°r: Erinnerungen. Gegenrevolution und Restaurationsversuche in Ungarn 1918‚Äď1921. Verlag f√ľr Geschichte und Politik, Wien 1973, ISBN 3-7028-0069-7.
  • Heinz von Lichem: Karl I. Ein Kaiser sucht den Frieden. Bilddokumentation. Tyrolia, Innsbruck/Wien 1996, ISBN 3-7022-1993-5.
  • Jan Mikrut (Hrsg.): Kaiser Karl I. (IV.) als Christ, Staatsmann, Ehemann und Familienvater. Dom Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85351-188-0.
  • Friedrich Oberkofler: Von Gottes Gnaden. Kaiser Karl von √Ėsterreich und K√∂nig von Ungarn. fe-Medienverlag, Kissleg 2006, ISBN 3-939684-00-7.
  • Arthur Polzer-Hoditz: Kaiser Karl. Aus der Geheimmappe seines Kabinettchefs. 2. Auflage. Amalthea, Wien 1980, ISBN 3-85002-122-X.
  • Heinz Rieder: Kaiser Karl. Der letzte Monarch √Ėsterreich-Ungarns 1887‚Äď1922. Callwey, M√ľnchen 1981, ISBN 3-7667-0596-2.
  • Gordon Shepherd: Karl I. des Reiches letzter Kaiser. Glanz und Elend des letzten √∂sterreichischen Herrscherpaares. Molden, Wien 1976, 3-217-05025-8.
  • Erich Thanner (Hrsg.), Hans Karl Zessner-Spitzenberg: Kaiser Karl. Salzburger Verlag f√ľr Wirtschaft und Kultur, Feldkirch 1953 (Buch als PDF-Datei).

Weblinks

 Commons: Karl I of Austria ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Friedrich Weissensteiner: Frauen auf Habsburgs Thron - Kaiserin Zita, Kaiserin ohne Reich, Ueberreuterverlag, Seite 155-157
  2. ‚ÜĎ Felix Habsburg im 96. Lebensjahr verstorben. In: wien.ORF.at, 8. September 2011. Abgerufen am 9. September 2011.
  3. ‚ÜĎ weitere Marke unter Briefmarke Michel-Nr. 221 von 1917 (15 Heller-Marke)
  4. ‚ÜĎ Francis Roy Bridge: The Habsburg Monarchy among the Great Powers 1815-1918. New York/Oxford/Munich 1990. S. 359
  5. ‚ÜĎ Ingeborg Meckling: Die Au√üenpolitik des Grafen Czernin. Wien 1969. S. 82
  6. ‚ÜĎ J√≥zsef Gal√°ntai: Der Sturz der Tisza-Regierung im Jahre 1917. In: Annales Universitatis Scientiarum Budapestinensis de Rolando E√∂tv√∂s nominatae. Sectio historica 5 (1965) S. 127-145. Hier: S. 129 und Zbyn√®k A.B. Zeman: A Diplomatic History of the First World War. London 1971. S. 126
  7. ‚ÜĎ Ingeborg Meckling: Die Au√üenpolitik des Grafen Czernin. Wien 1969. S. 7
  8. ‚ÜĎ Mikl√≥s Komj√°thy (Hrsg.): Protokolle des Gemeinsamen Ministerrates der √Ėsterreichisch-Ungarischen Monarchie (1914‚Äď1918). Budapest 1966, S. 440ff; und Erich Feigl (Hrsg.): Kaiser Karl. Pers√∂nliche Aufzeichnungen, Zeugnisse und Dokumente. Amalthea, Wien 1984, ISBN 3-85002-179-3, S. 116.
  9. ‚ÜĎ Gary W. Shanafelt: The Secret Enemy: Austria-Hungary and the German Alliance 1914-1918. New York 1985, ISBN 0-88033-080-5, S. 129.
  10. ‚ÜĎ Robert A. Kann: Die Sixtusaff√§re und die geheimen Friedensverhandlungen √Ėsterreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg. Wien 1966, S. 55.
  11. ‚ÜĎ Wolfgang Steglich (Hrsg.): Der Friedensappell Papst Benedikts XV. vom 1. August 1917 und die Mittelm√§chte. Diplomatische Aktenst√ľcke des deutschen Ausw√§rtigen Amtes, des bayerischen Staatsministeriums des √Ąu√üeren, des √∂sterreichisch-ungarischen Ministeriums des √Ąu√üeren und des britischen Ausw√§rtigen Amtes aus den Jahren 1915‚Äď1922. Wiesbaden 1970. S. 376 (Nr. 323).
  12. ‚ÜĎ Gary W. Shanafelt: The Secret Enemy: Austria-Hungary and the German Alliance 1914-1918. New York 1985. ISBN 0-88033-080-5. S. 158.
  13. ‚ÜĎ Arthur J. May: The Passing of the Habsburg Monarchy 1914‚Äď1918. Philadelphia 1967, Band 2: S. 511.
  14. ‚ÜĎ Helmut Rumpler: Die Sixtusaktion und das V√∂lkermanifest Kaiser Karls. Zur Strukturkrise des Habsburgerreiches 1917/18. In: Karl Bosl (Hrsg.):Versailles‚ÄďSt.Germain‚ÄďTrianon. Umbruch in Europa vor f√ľnfzig Jahren. Oldenburg/M√ľnchen/Wien 1971, S. 111‚Äď125, hier: S. 112f.
  15. ‚ÜĎ Historiker w√ľrdigt Friedensbem√ľhungen von Kaiser Karl I.
  16. ‚ÜĎ Tageszeitung Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 19.450 / 18. Oktober 1918, S. 1
  17. ‚ÜĎ Wiener Zeitung, Wien, Nr. 261 / 11. November 1918, Extra-Ausgabe
  18. ‚ÜĎ Feldkircher Manifest
  19. ‚ÜĎ Jan Mikrut (Hrsg.): Kaiser Karl I. (IV.) als Christ, Staatsmann, Ehemann und Familienvater. Band 1 von Ver√∂ffentlichungen des Internationalen Forschungsinstituts zur F√∂rderung der Kirchengeschichte in Mitteleuropa, Dom-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85351-188-0, S. 197; bzw.
    Josef Gelmi: Der letzte Kaiser: Karl I. (1887-1922) und Tirol. Tyrolia, Innsbruck 2004, ISBN 3-7022-2619-2, S. 97‚Äď98.
  20. ‚ÜĎ Aus den Erinnerungen von Franz Conrad von H√∂tzendorf, zitiert nach Hellmut Andics: Luegerzeit. Das schwarze Wien bis 1918, Wien & M√ľnchen 1984 (Jugend & Volk), S. 425
  21. ‚ÜĎ Giovanni Brizi: Das religi√∂se Leben Karls I. Studium der Akten zum Seligsprechungsprozess. In: Jan Mikrut: Kaiser Karl I. (IV.) als Christ, Staatsmann, Ehemann und Familienvater. Wiener Domverlag. Wien 2004. ISBN 3-85351-188-0. S. 35-90. Hier: S. 63-64
  22. ‚ÜĎ Vgl. im Original Marcel Le Goff (Hrsg.), Anatole France √† La B√©chellerie - Propos et souvenirs, 1914-1924. Delteil, 1924, S. 166.
  23. ‚ÜĎ http://www.emperor-charles.org/de/kaiser-karl/vorurteile/wunder.html
Vorgänger Amt Nachfolger
Franz Joseph I. Kaiser von √Ėsterreich
1916‚Äď1918
Ende des Kaisertums 1918
König von Ungarn
als Karl IV.

1. 1916‚Äď1918

2.de jure 1920‚Äď1921


1. Republik Ungarn

Ministerpräsident: Mihály Károlyi
2. vakant, Reichsverweser: Miklós Horthy

König von Böhmen etc.
als Karl III.

1916‚Äď1918
Tschechoslowakische Republik

Pr√§sident: Tom√°Ň° Garrigue Masaryk

König von Kroatien-Slawonien und Dalmatien
als Karl IV./I.

1916‚Äď1918
Peter I. von Serbien, dann Jugoslawien
Erzherzog von √Ėsterreich etc.
1916‚Äď1918
Republik Deutschösterreich

Vorsitzender des Staatsrates: Karl Seitz

Gro√üf√ľrst von Siebenb√ľrgen
1916‚Äď1918
Ferdinand I. von Rumänien
Vorgänger Amt Nachfolger
Franz Joseph I. Gef√ľrsteter Graf von Habsburg und Kyburg
als Karl III.

1916‚Äď1918
Titulatur hinfällig
Oberhaupt des Hauses Habsburg
1916‚Äď1922
Otto Habsburg-Lothringen

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