Karl Liebknecht

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Karl Liebknecht
Karl Liebknecht ca. 1912

Karl Paul August Friedrich Liebknecht [1] (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin) war ein prominenter internationalistischer Sozialist und Antimilitarist. Seit 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionĂ€ren FlĂŒgel der SPD vertrat. Ab 1914 bestimmte er mit Rosa Luxemburg die Linie der Gruppe Internationale (des spĂ€teren Spartakusbundes) mit. 1916 wurde er wegen seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und dann fast bis zum Ende des Ersten Weltkriegs inhaftiert.

Nach seiner Amnestierung im Oktober 1918 grĂŒndete er den Spartakusbund als parteiunabhĂ€ngige revolutionĂ€re Organisation neu. Als einer seiner AnfĂŒhrer rief er in der Novemberrevolution eine „freie sozialistische Republik“ aus. Sein Konzept einer RĂ€terepublik wurde jedoch von der Mehrheit im damaligen ReichsrĂ€tekongress zugunsten von allgemeinen Parlamentswahlen zu einer verfassunggebenden Nationalversammlung abgelehnt. Aus diesen ging nach seinem Tod die Weimarer Republik hervor. Zum Jahreswechsel 1918/19 war Liebknecht einer der GrĂŒnder der Kommunistischen Partei Deutschlands. Kurz nach der Niederschlagung des Spartakusaufstands wurde er mit Rosa Luxemburg von Freikorps-Soldaten ermordet.

Inhaltsverzeichnis

Kaiserreich bis 1914

Geburtshaus in der
Braustraße 1, Leipzig.

Karl Liebknecht wurde am 13. August 1871 in Leipzig geboren. Er war der zweite von fĂŒnf Söhnen Wilhelm Liebknechts und dessen zweiter Ehefrau Natalie (geb. Reh).[2] Sein Ă€lterer Bruder war Theodor Liebknecht, sein jĂŒngerer Otto Liebknecht. Der Vater gehörte ab den 1860er Jahren mit August Bebel und Paul Singer zu den GrĂŒndern und bedeutendsten AnfĂŒhrern der SPD und ihrer VorlĂ€uferparteien. Karl wurde in der Thomaskirche evangelisch getauft. Seine Taufpaten waren Karl Marx und Friedrich Engels. WĂ€hrend er ein humanistisches Gymnasium besuchte, erfuhr Karl bereits die Auswirkungen der Bismarckschen Sozialistengesetze. 1890 machte er an der alten Nikolaischule in Leipzig sein Abitur und begann dort anschließend Rechtswissenschaften, Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie zu studieren. Als die Familie nach Berlin zog, setzte er dort sein Studium fort. Aus dieser Zeit stammt das sozialkritische Gedicht HĂŒte dich!.

Von 1893 bis 1894 leistete Liebknecht seinen Wehrdienst bei den Gardepionieren in Berlin ab. Er verkĂŒrzte die Zeit durch die Meldung als EinjĂ€hrig-Freiwilliger. Nach langer Suche nach einer Referendarstelle schrieb er seine Doktorarbeit, die von der Juristischen und Staatswissenschaftlichen FakultĂ€t der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg 1897 mit dem PrĂ€dikat magna cum laude ausgezeichnet wurde. Am 5. April 1899 bestand er seine AssessorprĂŒfung mit „gut“.

1912 sprach Liebknecht in Ilmenau, woran heute ein Denkmal erinnert

Zusammen mit seinem Bruder Theodor und Oskar Cohn eröffnete er in Berlin 1899 ein RechtsanwaltsbĂŒro und wurde 1904 gemeinsam mit seinem Kollegen Hugo Haase durch die Verteidigung von neun Sozialdemokraten im „Königsberger Geheimbundprozess“ als politischer Anwalt bekannt. In anderen aufsehenerregenden Strafprozessen prangerte er die Klassenjustiz des Kaiserreichs und die brutale Behandlung von Rekruten beim MilitĂ€r an. Im Mai 1900 heiratete er Julia Paradies, mit der er zwei Söhne (Wilhelm und Robert Liebknecht) und eine Tochter (Vera) hatte.

1900 wurde Karl Liebknecht Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, 1901 sozialdemokratischer Stadtverordneter in Berlin. Dieses Mandat behielt er bis 1913. Im Jahr 1908 wurde er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Er gehörte damit zu den ersten acht Sozialdemokraten ĂŒberhaupt, die trotz des Dreiklassenwahlrechts Mitglied im Preußischen Landtag wurden. Dem Landesparlament gehörte Liebknecht bis 1916 an. Bekanntheit im Ausland erreichte er u.a. durch die Verteidigung von zwei russischen RevolutionĂ€ren vor einem deutschen Gericht (Königsberger Prozess, 1904). Er war aktives Mitglied der Zweiten Internationale und zudem einer der GrĂŒnder der Sozialistischen Jugendinternationale. Er wurde 1907 im Rahmen der ersten Internationalen Konferenz der sozialistischen Jugendorganisationen zum Vorsitzenden des VerbindungsbĂŒros gewĂ€hlt.

FĂŒr die Jugendarbeit der SPD veröffentlichte er 1907 die Schrift Militarismus und Antimilitarismus[3], fĂŒr die er noch im selben Jahr wegen Hochverrats verurteilt wurde. In dieser Schrift fĂŒhrte er aus, der Ă€ußere Militarismus brauche gegenĂŒber dem Ă€ußeren Feind chauvinistische Verbohrtheit und der innere Militarismus benötige gegen den inneren Feind UnverstĂ€ndnis bzw. Hass gegenĂŒber jeder fortschrittlichen Bewegung. Der Militarismus brauche außerdem den Stumpfsinn der Menschen, damit er die Masse wie eine Herde Vieh treiben könne. Die antimilitaristische Agitation mĂŒsse ĂŒber die Gefahren des Militarismus aufklĂ€ren, jedoch mĂŒsse sie dies im Rahmen der Gesetze tun. Letzteren Hinweis nahm ihm spĂ€ter das Reichsgericht im Hochverratsprozess nicht ab. Den Geist des Militarismus charakterisierte Liebknecht in dieser Schrift mit einem Hinweis auf eine Bemerkung des damaligen preußischen Kriegsministers General Karl von Einem, wonach diesem ein königstreuer und schlecht schießender Soldat lieber sei als ein treffsicherer Soldat, dessen politische Gesinnung fraglich bzw. bedenklich sei. Am 17. April 1907 beantragte Karl von Einem bei der Reichsanwaltschaft, wegen der Schrift Militarismus und Antimilitarismus gegen Karl Liebknecht ein Strafverfahren einzuleiten. Am 9. Oktober, 10. Oktober und 12. Oktober 1907 fand bei großem Publikumsandrang der Hochverratsprozess gegen Liebknecht vor dem Reichsgericht unter dem Vorsitz des Richters Ludwig Treplin statt. Am ersten Verhandlungstag sagte Liebknecht, dass kaiserliche Befehle null und nichtig seien, wenn sie einen Bruch der Verfassung bezweckten. Dagegen betonte das Reichsgericht spĂ€ter in seinem Urteil, die unbedingte Gehorsamspflicht der Soldaten gegenĂŒber dem Kaiser sei eine zentrale Bestimmung der Verfassung des Kaiserreichs. Als Liebknecht auf eine entsprechende Frage des Vorsitzenden antwortete, dass diverse Zeitungen sowie der ultrakonservative Politiker Elard von Oldenburg-Januschau den gewaltsamen Bruch der Verfassung fordern wĂŒrden, schnitt dieser ihm das Wort mit der Bemerkung ab, das Reichsgericht könne unterstellen, dass Äußerungen gefallen seien, die er als Aufforderung zum Verfassungsbruch verstanden habe. Am dritten Verhandlungstag wurde er wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt. Kaiser Wilhelm II., der ein Exemplar der Schrift Militarismus und Antimilitarismus besaß, wurde ĂŒber diesen Prozess mehrfach telegrafisch informiert. Dem Kaiser wurde nach der UrteilsverkĂŒndung ein ausfĂŒhrlicher Prozessbericht ĂŒbersandt, dagegen wurde Liebknecht das schriftliche Urteil erst am 7. November 1907 zugestellt.[4] Seine Selbstverteidigung im Prozess brachte ihm große PopularitĂ€t bei den Berliner Arbeitern ein, so dass er in einem Pulk zum Haftantritt geleitet wurde. Im nĂ€chsten Jahr wurde er in das preußische Abgeordnetenhaus gewĂ€hlt, obwohl er noch nicht aus der Festung Glatz in Schlesien entlassen worden war.

Um Karl Liebknecht in seiner wirtschaftlichen Existenz zu treffen, wurde beim Anwaltsgerichtshof der Provinz Brandenburg in Berlin beantragt, ihn aufgrund seiner Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat durch das Reichsgericht aus der Anwaltschaft auszuschließen. Am 29. April 1908 lehnte der Anwaltsgerichtshof unter seinem Vorsitzenden Dr. Krause diesen Antrag ab. Zur BegrĂŒndung fĂŒhrte er unter anderem aus, dass zwar die tatsĂ€chlichen Feststellungen des Reichsgerichts im Hochverratsprozess bindend seien, jedoch dies nicht zwingend eine ehrengerichtliche Bestrafung nach sich ziehe.[5]

Gegen dieses Urteil legte der Oberreichsanwalt am 7. Mai 1908 Einspruch ein. Am 10. Oktober 1908 lehnte daraufhin der Ehrengerichtshof in Anwaltssachen unter dem Vorsitz des ReichsgerichtsprĂ€sidenten Rudolf von Seckendorff es ab, Liebknecht aus der Rechtsanwaltschaft auszuschließen. Zur BegrĂŒndung hieß es, dass schon das Reichsgericht in diesem Strafurteil eine ehrlose Gesinnung des Angeklagten verneint habe.[6]

Nach dem Tod seiner ersten Frau Julia am 22. August 1911 in Folge einer Gallenoperation heiratete Liebknecht im Oktober 1912 Sophie Ryss (1884–1964). Im folgenden Jahr zog er als einer der jĂŒngsten SPD-Abgeordneten in den Reichstag ein.[7] Dort trat er sofort als entschiedener Gegner einer Heeresvorlage auf, die dem Kaiser Steuermittel fĂŒr die Heeres- und FlottenrĂŒstung bewilligen sollte. Er konnte außerdem nachweisen, dass die Firma Krupp durch illegale Absprachen mit auslĂ€ndischen RĂŒstungsfirmen GeschĂ€fte machte.

Erster Weltkrieg

Sophie und Karl Liebknecht 1913, mit den Kindern aus seiner ersten Ehe

Am 4. August 1914 stimmte die SPD-Fraktion geschlossen fĂŒr die Kriegskredite, die dem Kaiserreich nach dessen KriegserklĂ€rung an Russland vom 2. August die totale Mobilmachung ermöglichten. Liebknecht blieb der Abstimmung fern, um nicht gegen die eigene Fraktion stimmen zu mĂŒssen. Aber am 2. Dezember 1914 stimmte er als zunĂ€chst einziger Reichstagsabgeordneter gegen die erste VerlĂ€ngerung der Kriegskredite. Am 20. MĂ€rz 1915 schloss sich ihm Otto RĂŒhle an, der ebenfalls bereits öffentlich gegen die Kriegskredite aufgetreten war.

Liebknecht wurde daraufhin an die Front einberufen, obwohl er eigentlich als Reichstagsabgeordneter politische ImmunitĂ€t genoss. Er erlebte als Armierungssoldat den Krieg an der West- und Ostfront. Die MilitĂ€rgesetzgebung verbot ihm politische AktivitĂ€t außerhalb des Reichstages. Bis dahin hatte er auf verschiedene Weise versucht, eine innerparteiliche Opposition gegen die SPD-Politik des Burgfriedens zu bilden. So war er im Sommer und Herbst 1914 mit Rosa Luxemburg durch ganz Deutschland gereist, um – weitgehend erfolglos – Kriegsgegner zur Ablehnung der Finanzbewilligung fĂŒr den Krieg zu bewegen. Er nahm auch Verbindung zu anderen europĂ€ischen Arbeiterparteien auf, um diesen zu signalisieren, dass nicht alle deutschen Sozialdemokraten fĂŒr den Krieg seien. Mit zehn weiteren SPD-Linken war er Mitglied der von Rosa Luxemburg am 5. August 1914 gebildeten Gruppe Internationale.

Noch vor seiner Einberufung ins Heer gab er im MĂ€rz 1915 ebenfalls zusammen mit Rosa Luxemburg die Zeitschrift Internationale heraus, die nur einmal erschien und sofort von den Behörden beschlagnahmt wurde. Es gelang ihm dennoch, die Gruppe Internationale zu vergrĂ¶ĂŸern und die entschiedenen Kriegsgegner in der SPD reichsweit zu organisieren. Daraus ging am 1. Januar 1916 die Spartakusgruppe hervor (nach der endgĂŒltigen Loslösung von der Sozialdemokratie im November 1918 umbenannt in Spartakusbund). Im Dezember 1915 stimmten bereits 20 SPD-Abgeordnete gegen weitere Kriegskredite. Daraufhin schloss die SPD-Reichstagsfraktion diese Kriegsgegner, darunter Liebknecht, am 12. Januar 1916 aus ihren Reihen aus.

Zur „Osterkonferenz der Jugend“ sprach er in Jena vor 60 Jugendlichen zum Antimilitarismus und zur Änderung der gesellschaftlichen ZustĂ€nde in Deutschland. Am 1. Mai jenes Jahres trat er als FĂŒhrer einer Antikriegsdemonstration, die von Polizei umzingelt war, auf dem Potsdamer Platz in Berlin auf. Er ergriff das Wort mit den Worten „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!“. Danach wurde er verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. Hugo Haase, bis MĂ€rz 1916 SPD-Vorsitzender, setzte sich vergeblich fĂŒr seine Freilassung ein. Am 23. August 1916 wurde Liebknecht zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt. Der erste Prozesstag, eigentlich gedacht als Exempel gegen die sozialistische Linke, geriet zum Fiasko fĂŒr die kaiserliche Justiz: Organisiert von den RevolutionĂ€ren Obleuten fand in Berlin ein spontaner SolidaritĂ€tsstreik mit ĂŒber 50.000 Beteiligten statt. Statt die Opposition zu schwĂ€chen, gab Liebknechts Verhaftung dem Widerstand gegen den Krieg neuen Auftrieb.[8] In Liebknechts Haftzeit fiel die Spaltung der SPD und die GrĂŒndung der USPD im April 1917. Die Spartakusgruppe trat nun in diese ein, um auch dort auf revolutionĂ€re Ziele hinzuwirken.

Neben dem katholischen Reichstagsabgeordneten Matthias Erzberger (Zentrum), der wie Liebknecht spĂ€ter von Rechtsextremisten ermordet wurde, war Liebknecht der einzige deutsche Parlamentarier, der öffentlich die massiven Menschenrechtsverletzungen der tĂŒrkisch-osmanischen VerbĂŒndeten im Nahen Osten anprangerte, insbesondere den Genozid an den Armeniern Anatoliens und das brutale Vorgehen gegen weitere nicht-tĂŒrkische Minderheiten, insbesondere in Syrien und dem Libanon. Von der Mehrheits-SPD (die mit der jungtĂŒrkischen Partei CUP politisch verbĂŒndet war – die Nachfolgepartei der CUP, die CHP, ist heute Vollmitglied der Sozialistischen Internationale) und den liberalen Parteien wurde diese Praxis stillschweigend gebilligt und zum Teil sogar öffentlich mit strategischen Interessen Deutschlands und der angeblichen existenziellen Bedrohung der TĂŒrkei durch armenischen und arabischen Terrorismus gerechtfertigt (Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe (SPD), Ernst JĂ€ckh, Friedrich Naumann (DDP)).

Novemberrevolution

Karl Liebknecht als Redner bei einer Revolutionskundgebung im Dezember 1918 im Berliner Tiergarten

Im Zuge einer allgemeinen Amnestie wurde Liebknecht begnadigt und am 23. Oktober 1918 vorzeitig aus der Haft entlassen. Er reiste sofort nach Berlin, um dort den Spartakusbund zu reorganisieren, der nun als eigene politische Organisation hervortrat. Bei seinem Eintreffen gab die Gesandtschaft des seit Ende 1917 nach der Oktoberrevolution unter kommunistischer FĂŒhrung stehenden Russlands ihm zu Ehren einen Empfang.

Liebknecht drĂ€ngte nun auf eine von den RevolutionĂ€ren Obleuten, die den Januarstreik organisiert hatten, der USPD-Basis und dem Spartakusbund gemeinsam koordinierte Vorbereitung einer reichsweiten Revolution. Man plante einen gleichzeitigen Generalstreik in allen GroßstĂ€dten und Aufmarsch von bewaffneten Streikenden vor den Kasernen von Heeresregimentern, um diese zum Mitmachen oder Niederlegen ihrer Waffen zu bewegen. Die Obleute, die sich an der Arbeiterstimmung in den Fabriken orientierten und eine bewaffnete Konfrontation mit Heerestruppen fĂŒrchteten, verschoben mehrfach den festgelegten Termin dafĂŒr, zuletzt auf den 11. November 1918.[9]

Am 8. November griff die unabhĂ€ngig von diesen PlĂ€nen vom Kieler Matrosenaufstand ausgelöste Revolution auf das Reich ĂŒber. Daraufhin riefen die Berliner Obleute und USPD-Vertreter ihre AnhĂ€nger fĂŒr den Folgetag zu den geplanten UmzĂŒgen auf. Am 9. November 1918 strömten Bevölkerungsmassen von allen Seiten ins Zentrum Berlins. Dort rief Liebknecht mittags im Berliner Tiergarten und nachmittags nochmals vor dem Berliner Stadtschloss eine „Freie Sozialistische Republik Deutschland“ aus und schwor die Kundgebungsteilnehmer auf die internationale Revolution ein. Kurz zuvor hatte der SPD-Politiker Philipp Scheidemann die Abdankung des Kaisers verkĂŒndet und eine „deutsche Republik“ ausgerufen, um Liebknecht zuvorzukommen.

Dieser wurde nun zum Sprecher der revolutionĂ€ren Linken. Um die Novemberrevolution in Richtung einer sozialistischen RĂ€terepublik zu voranzutreiben, gab er mit Rosa Luxemburg tĂ€glich die Zeitung Die Rote Fahne heraus. Bei den folgenden Auseinandersetzungen stellte sich jedoch bald heraus, dass die meisten Arbeitervertreter in Deutschland eher sozialdemokratische als sozialistische Ziele verfolgten. Eine Mehrheit trat auf dem ReichsrĂ€tekongress vom 16. bis 20. Dezember 1918 fĂŒr baldige Parlamentswahlen und damit Selbstauflösung ein. Liebknecht und Luxemburg wurden von der Teilnahme am Kongress ausgeschlossen.

Seit Dezember 1918 versuchte Ebert, die RĂ€tebewegung gemĂ€ĂŸ seinem Geheimabkommen mit dem OHL-General Wilhelm Groener mit Hilfe von kaiserlichem MilitĂ€r zu entmachten und ließ dazu immer mehr MilitĂ€r in und um Berlin zusammenziehen. Am 6. Dezember 1918 versuchte er, den ReichsrĂ€tekongress militĂ€risch zu verhindern und, nachdem dies missglĂŒckte, Resolutionen zur Entmachtung des MilitĂ€rs beim Kongress zu entschĂ€rfen. Am 24. Dezember 1918 setzte er kaiserliches MilitĂ€r gegen die den revolutionĂ€ren Kieler Matrosen nahestehende Volksmarinedivision ein, die eigentlich die Reichskanzlei schĂŒtzen sollte und nicht ohne Sold zum AbrĂŒcken bereit war. Daraufhin traten die drei USPD-Vertreter am 29. Dezember aus dem Rat der Volksbeauftragten aus, so dass dieser gemĂ€ĂŸ der Vereinbarung bei seiner GrĂŒndung keine Legitimation mehr besaß. Er wurde dennoch von den drei SPD-Vertretern allein weitergefĂŒhrt.

Daraufhin planten die reichsweit Zulauf erhaltenden Spartakisten die GrĂŒndung einer neuen, linksrevolutionĂ€ren Partei und luden ihre AnhĂ€nger zu deren GrĂŒndungskongress Ende Dezember 1918 nach Berlin ein. Am 1. Januar 1919 stellte sich die Kommunistische Partei Deutschlands der Öffentlichkeit vor.

Ab dem 8. Januar nahm Liebknecht zusammen mit anderen KPD-Vertretern am Spartakusaufstand teil, mit dem die RevolutionĂ€ren Obleute auf die Absetzung des zuvor rechtmĂ€ĂŸig eingesetzten Berliner PolizeiprĂ€sidenten Emil Eichhorn (USPD) reagierten. Sie versuchten, die Übergangsregierung Friedrich Eberts mit einem Generalstreik zu stĂŒrzen und besetzten dazu mehrere Berliner ZeitungsgebĂ€ude. Liebknecht trat in die Streikleitung ein und rief gegen den Rat von Rosa Luxemburg zusammen mit der USPD zur Volksbewaffnung auf. KPD-Abgesandte versuchten erfolglos, einige in Berlin stationierte Regimenter zum Überlaufen zu bewegen. Nach zweitĂ€gigen ergebnislosen Beratungen trat die KPD aus dem FĂŒhrungsgremium aus, dann brachen die USPD-Vertreter parallele Verhandlungen mit Ebert ab. Daraufhin setzte dieser das MilitĂ€r gegen die Streikenden ein. Es kam zu blutigen StraßenkĂ€mpfen und Massenexekutionen hunderter Personen.

Ermordung

Am 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg in einer Wohnung in Berlin-Wilmersdorf von einer „BĂŒrgerwehr“ entdeckt, aufgegriffen und an die Garde-Kavallerie-SchĂŒtzen-Division – das weitaus grĂ¶ĂŸte der frisch aufgestellten Freikorps – ĂŒbergeben, in das Hotel Eden gebracht und dort verhört. Schon bei der Übergabe wurden sie schwer misshandelt.

Die „BĂŒrgerwehr“, die SchĂŒtzendivision, weitere Freikorps und Propaganda-Organisationen etc. wurden aus dem Antibolschewistenfonds finanziert, den fĂŒhrende Vertreter des deutschen Industrie-, Handels- und Bankenkapitals am 10. Januar 1919 eingerichtet und mit 500 Millionen Reichsmark ausgestattet hatten. Dies beschreibt Eduard Stadtler in seinen 1935 herausgegebenen Lebenserinnerungen. Er selbst habe Gustav Noske zum MilitĂ€reinsatz gegen die Berliner RĂ€tebewegung geraten und dem Hauptmann Waldemar Pabst, dem Ersten Stabsoffizier der Garde-Kavallerie-SchĂŒtzen-Division, die Ermordung von Liebknecht und Luxemburg am 12. Januar 1919 nach Vorsprache bei Noske wie folgt persönlich nahegelegt: „
 das Parlament könne uns Frontsoldaten gestohlen bleiben, auf MĂ€nner und Taten kĂ€me es an; wenn auf unserer Seite vorerst keine FĂŒhrer zu sehen seien, dann dĂŒrfte wenigstens die Gegenseite auch keine haben.“[10]

Wilhelm Pieck, Spartakist und MitgrĂŒnder der KPD, war ebenfalls festgenommen worden und bezeugte spĂ€ter, er habe parallel zu Folterverhören im Hotel Eden Absprachen zu einem Mordplan und Telefonate gehört. Pabst schrieb in einem Manuskript seiner Memoiren, dass er vor den Morden mit Noske gesprochen und dessen Zustimmung dazu erhalten habe. Ebert sei bei dem Telefonat anwesend gewesen.

Am frĂŒhen Morgen des 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg von einem vor dem Hotel bereitstehenden Mitglied der Division zuerst bewusstlos geschlagen, dann in bereitstehende PKWs gesetzt und abtransportiert. Im Tiergarten hielt Liebknechts Wagen an, er wurde zum Aussteigen gezwungen und dann von hinten erschossen. Der Tote wurde als „unbekannte Leiche“ bei einer Polizeistation abgegeben. Beteiligt waren der KapitĂ€nleutnant Horst von Pflugk-Harttung, der Oberleutnant zur See Ulrich von Ritgen, der Leutnant zur See Heinrich Stiege und der Leutnant d. R. Rudolf Liepmann, der die tödlichen SchĂŒsse feuerte.

Der Leutnant zur See Hermann Souchon erschoss Rosa Luxemburg im Wagen durch einen aufgesetzten SchlÀfenschuss. Sie wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo man ihre Leiche erst nach Monaten fand. In der Berliner Presse wurde danach behauptet, Liebknecht sei bei einem Fluchtversuch erschossen, Luxemburg von einer Menge gelyncht worden.

Liebknecht wurde mit 25 beim Spartakusaufstand Getöteten am 25. Januar 1919 auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde bestattet; Luxemburg wurde am 13. Juni 1919 neben ihm beigesetzt. Von 1926 bis 1935 erinnerte ein „Revolutionsdenkmal“, seit 1949 die GedenkstĂ€tte der Sozialisten, an die beiden Ermordeten. Am zweiten Sonntag im Januar findet dorthin alljĂ€hrlich die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zum Gedenken an sie statt.

Strafverfolgung der Mörder

Ein ziviler Mordprozess gegen die Mörder Liebknechts und Luxemburgs fand nicht statt, eine Untersuchung zu den HintergrĂŒnden wurde nicht eingeleitet. Auch der MilitĂ€rprozess wurde erst eingeleitet, nachdem die KPD durch eigene Ermittlungen unter Leitung von Leo Jogiches die Aufenthaltsorte einiger TĂ€ter kundgab. Gegen Otto Runge und Horst von Pflugk-Harttung wurden geringe GefĂ€ngnisstrafen verhĂ€ngt, die die Verurteilten nicht anzutreten brauchten. Bei der Berufungsverhandlung sprach ein preußisches MilitĂ€rgericht sie frei. Das Urteil trug die Unterschrift Gustav Noskes. Dieser veranlasste auch die Einstellung des folgenden Revisionsverfahrens. Von den Nationalsozialisten erhielten die TĂ€ter spĂ€ter HaftentschĂ€digungen. Waldemar Pabst wurde weder verfolgt noch angeklagt.

Ehrungen

In der Sowjetunion hieß die Schule fĂŒr deutsche Emigrantenkinder Karl-Liebknecht-Schule.

In der DDR wurde Karl Liebknecht als „Vordenker des Sozialismus“ geehrt. Dies fĂŒhrte zur Errichtung zahlreicher Denkmale ihm zu Ehren sowie zur Benennung von Karl-Liebknecht-Straßen und Schulen nach ihm. Teilweise wurden diese nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wieder umbenannt, teilweise blieben ihre Namen bestehen.

Auch Produktionsbetriebe in der DDR, wie z.B. das Schwermaschinenbau-Kombinat Karl Liebknecht in Magdeburg und der VEB Steinkohlenwerk Karl Liebknecht wurden nach ihm benannt.

Im Potsdamer Stadtteil Babelsberg gibt es das Karl-Liebknecht-Stadion, in dem der SV Babelsberg 03 und der 1. FFC Turbine Potsdam ihre Heimspiele austragen.

In Frankfurt (Oder) gibt es das Karl-Liebknecht-Gymnasium.

Eine BildungsstĂ€tte der DKP in Leverkusen heißt Karl-Liebknecht-Schule.

Das GebĂ€ude in Berlin-Mitte, in dem sich auch die BundesgeschĂ€ftsstelle der Partei Die Linke befindet, heißt Karl-Liebknecht-Haus.

Berliner Denkmal

Denkmalssockel
Stele zum Gedenken an die Ermordung Karl Liebknechts am Neuen See im Berliner Tiergarten

Am Ort der Antikriegsdemonstration von 1916 enthĂŒllte Friedrich Ebert junior, OberbĂŒrgermeister von Groß-Berlin (Ost) und Mitglied des PolitbĂŒros der SED, am 13. August 1951 den Grundstein eines Denkmals fĂŒr Karl Liebknecht. Anlass war dessen 80. Geburtstag. Die Ehrung fand im Rahmen der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt und war Teil einer Kampagne gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland. Doch das Denkmal auf dem Potsdamer Platz wurde in den nĂ€chsten zehn Jahren nicht fertig gestellt.

Am 13. August 1961 begann die Abriegelung der Sektorengrenze nach West-Berlin. Nach dem Ausbau der Sperranlagen stand der Denkmalssockel bis 1990 im Grenzstreifen an der vorderen Mauer. Als mit der deutschen Einheit vom 3. Oktober 1990 die Planung fĂŒr die Neuanlage des Potsdamer Platzes begann, wurde der Denkmalssockel 1995 abgerĂ€umt und eingelagert. Im Jahr 2002 setzte sich die Bezirksverordnetenversammlung des Berliner Bezirks Mitte fĂŒr die Wiederaufstellung des Sockels ein – als Dokument der Stadtgeschichte und des Umgangs mit den sozialistischen und antimilitaristischen Traditionen in Deutschland.

Werke

  • Kompensationsvollzug und Compensationsvorbringen nach gemeinem Rechte. Dissertation, R. Heydeck, Paderborn 1897.
  • Militarismus und Antimilitarismus. Unter besonderer BerĂŒcksichtigung der internationalen Jugendbewegung. Leipziger Buchdruckerei, Leipzig 1907.
  • Gesammelte Reden und Schriften. (9 BĂ€nde) Dietz-Verlag, Berlin.
  • Lebt wohl, Ihr lieben Kinderchen. Briefe an seine Kinder. Hrsg. von Annelies Laschitza und Elke Keller, Berlin 1992.
  • Karl Liebknecht zum antimilitaristischen Kampf. 1. Auflage, Dortmund 1977.
  • Spartacus spricht. Kampfdokumente der Spartakusgruppe aus der Zeit des ersten Weltkriegs. Berlin 1961.
  • Gedanke und Tat; Schriften, Reden, Briefe zur Theorie und Praxis der Politik. herausgegeben und eingeleitet von Ossip K. Flechtheim; Berlin 1976.
  • Studien ĂŒber die Bewegungsgesetze der gesellschaftlichen Entwicklung. Postum herausgegeben von Rudolf Manasse; MĂŒnchen 1922.

Literatur

Biografisches

  • Annelies Laschitza: Karl Liebknecht. Eine Biographie in Dokumenten. Berlin 1987, ISBN 978-3-320-00814-7
  • Annelies Laschitza: Die Liebknechts. Karl und Sophie – Politik und Familie. Aufbau Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-351-02652-3[12]
  • Helmut Trotnow: Karl Liebknecht – eine politische Biographie. Köln 1980
  • Elisabeth Hannover-DrĂŒck, Heinrich Hannover (Hrsg.): Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Frankfurt am Main 1967
  • Ossip K. Flechtheim: Karl Liebknecht zur EinfĂŒhrung. 2. Auflage, Hamburg 1986
  • Willy Kerff: Karl Liebknecht – Fragment einer Biographie. Dietz Verlag, Berlin 1967
  • Manfred Scharrer: Karl Liebknecht (1871–1919). In: Michael Fröhlich (Hrsg.): Das Kaiserreich. Darmstadt 2001

Zeitgeschichte

  • Bernt Engelmann: Wir Untertanen – ein Deutsches Anti-Geschichtsbuch und Einig gegen Recht und Freiheit, Frankfurt am Main 1976
  • Sebastian Haffner: Die Revolution 1918/19; auch erschienen unter dem Titel Der Verrat.

Belletristik

Filme

  • 1965: Solange Leben in mir ist, Regie: GĂŒnter Reisch
  • 1969: Der Fall Liebknecht-Luxemburg, Regie: Dieter Ertel und Gustav StrĂŒbel (Dokumentarspiel in 2 Teilen, das die HintergrĂŒnde der Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg thematisiert. FĂŒr die Dokumentation wurden Überlebende von 1919 interviewt. Auch Waldemar Pabst, der den Geheimbefehl zur Erschießung gegeben hatte, ließ sich fĂŒr den Film auf ein Interview ein)
  • 1972: Trotz alledem!, Regie: GĂŒnter Reisch
  • 2002: Karl Liebknecht – Ein KĂ€mpferleben!, Regie: Jens GeutebrĂŒck

Weblinks

 Commons: Karl Liebknecht â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Wilhelm Liebknecht hatte Karl Marx, Paul Singer, August Bebel und Friedrich Engels gebeten, Pate seines Sohnes zu sein.
  2. ↑ Familienfoto auf www.sozialistenfriedhof.de
  3. ↑ Karl Liebknecht: Militarismus und Antimilitarismus. Unter besonderer BerĂŒcksichtigung der internationalen Jugendbewegung. Leipziger Buchdruckerei, Leipzig 1907. Vgl. dazu Horst Syrbe: Zur nationalen Bedeutung von Karl Liebknechts Schrift „Militarismus und Antimilitarismus“. In: BeitrĂ€ge zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Band 3, Diez, Berlin 1961, S. 573–592. Nachdruck als: Karl Liebknecht: Rekrutenabschied. Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer BerĂŒcksichtigung der internationalen Jugendbewegung. Weltkreis-Verlags-GmbH, Dortmund 1971.
  4. ↑ Der Hochverratsprozeß gegen Liebknecht vor dem Reichsgericht. Verhandlungsbericht nebst einem Nachwort. Buchhandlung VorwĂ€rts, Berlin 1907. Vgl. Zeitungsberichte im VorwĂ€rts vom 11. Oktober 1907 und vom 13. Oktober 1907 (TitelblĂ€tter).
  5. ↑ Zeitungsbericht im VorwĂ€rts vom 29. September 1908, Titelblatt.
  6. ↑ Amtliche Entscheidungssammlung des Ehrengerichtshofs fĂŒr Anwaltssachen beim Reichsgericht (EGH). 14. Band, Seite 81–84. Vgl. Zeitungsbericht im VorwĂ€rts vom 13. Oktober 1908, S. 2.
  7. ↑ Karl Liebknecht in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
  8. ↑ Vgl. Ralf Hoffrogge: Richard MĂŒller – der Mann hinter der Novemberrevolution. S. 38–41.
  9. ↑ Ralf Hoffrogge: Richard MĂŒller – der Mann hinter der Novemberrevolution. S. 63–73; Buchauszug online
  10. ↑ Eduard Stadlter: Erinnerungen. Band 3: Als Antibolschewist 1918–1919. Neuer Zeitverlag GmbH, DĂŒsseldorf 1935, S. 46–52
  11. ↑ Von diesem damaligen Schlossportal Nr. IV des Berliner Stadtschlosses aus rief Liebknecht am 9. November 1918 die „Freie Sozialistische Republik Deutschland“ aus. Beim Bau des StaatsratsgebĂ€udes ab 1962 wurde das Portal zur Erinnerung an dieses Ereignis rekonstruiert.
  12. ↑ Rezension von Volker Ullrich, Die ZEIT, 3/2008, S. 44 (Ein Sozialist, wie er im Buche steht.)

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