Kaufbeuren


Kaufbeuren
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kaufbeuren
Kaufbeuren
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kaufbeuren hervorgehoben
47.88111111111110.624166666667678
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Höhe: 678 m ü. NN
Fläche: 40,02 km²
Einwohner:

41.843 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 1046 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87600
Vorwahl: 08341
Kfz-Kennzeichen: KF
Gemeindeschlüssel: 09 7 62 000
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kaiser-Max-Straße 1
87600 Kaufbeuren
Webpräsenz: www.kaufbeuren.de
Oberbürgermeister: Stefan Bosse (CSU)
Lage der Stadt Kaufbeuren in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Die Kaufbeurer Altstadt vom Fünfknopfturm aus.

Kaufbeuren ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, im nordöstlichen Allgäu und ist komplett vom Landkreis Ostallgäu umgeben.

Das 740 gegründete Kaufbeuren liegt geografisch in einem Moränental am Fluss Wertach in der Mitte zwischen München und Lindau an der B 12.

Kaufbeuren ist die viertgrößte Stadt des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben.

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile

Haus in Oberbeuren

(→ siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren)

Geschichte

Kaufbeuren entstand aus einem fränkischen Königshof, der um 740 als Verwaltungssitz und militärisches Rückzugsgebiet nahe der Grenze zum Herzogtum Bayern gegründet wurde. Die Herren von Beuren, die Gefolgsleute der Welfen waren, hatten hier gegen Ende des 11. Jahrhunderts ihren Adelssitz. Die erste urkundliche Erwähnung Kaufbeurens war im Jahr 1126. Ende des 12. Jahrhunderts kam die Stadt unter die Herrschaft der Staufer. Von 1286 bis 1803 war Kaufbeuren eine freie Reichsstadt, nachdem sie am 3. Februar 1286 von Rudolf I. von Habsburg privilegiert worden war. Im Jahre 1327 erhielt Vils in Tirol durch Ludwig IV. das Stadtrecht nach dem Recht von Kaufbeuren. 1377 wurde die Stadt Kaufbeuren vom Herzog Friedrich von Teck und 1388 von den bayerischen Herzögen vergebens belagert. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss verlor Kaufbeuren 1802 den Status der freien Reichsstadt und fiel an das Land Bayern. Bis 1935 war Kaufbeuren eine sich selbst verwaltenden Stadt. Seit dem 1. Januar 1948 ist die Stadt wieder kreisfrei.

Zur Zeit des NS-Regimes wurde 1939 in einem nordöstlich von Kaufbeuren gelegenen Waldgebiet eine Munitionsfabrik der Dynamit AG, vormals Alfred Nobel u. Co, aufgebaut. Dort wurden Zwangsarbeiter aus dem nahegelegenen Außenlager Riederloh in Steinholz bei Mauerstetten, einer Außenstelle des KZ Dachau, eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf den Trümmern des Rüstungsbetriebs der heutige Stadtteil Neugablonz, gegründet von sudetendeutschen Vertriebenen aus Gablonz an der Neiße, woran ein Gedenkstein erinnert, der nur beiläufig die Vorgeschichte streift. Kaufbeuren ist damit eine von fünf bayerischen Vertriebenenstädten.

Zwischen Mai 1944 und April 1945 bestand auf dem Gelände einer ehemaligen Baumwollspinnerei ein KZ-Außenlager, das zum KZ Dachau gehörte bzw. Allach unterstellt war. Hier waren zwischen 300 und 600 Häftlinge untergebracht, die für die Firma BMW in Zwangsarbeit Ersatzteile für Rüstungsgüter herstellen mussten.

Im heutigen Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie wurden während der NS-Gewaltherrschaft unter der Leitung ihres Direktors Valentin Faltlhauser etwa 2.000 psychisch kranke Kinder, Frauen und Männer in der „Euthanasie“-Tötungs-Aktion T4 ihrer Vernichtung in Hadamar, Grafeneck und Hartheim zugeführt. An diese Opfer erinnert seit 1989 ein Gedenkstein hinter der Klosterkirche der Anstalt.[2]

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung von Kaufbeuren

Bevölkerungsstruktur

Mit Stand vom 31. Dezember 2010 leben 43.199 Personen in Kaufbeuren. Die Altersverteilung innerhalb der Bevölkerung sieht nach Stand 31. Dezember 2010 folgendermaßen aus.[3]

unter 6 Jahre 5,81 %
7 - 17 Jahre 10,61 %
18 – 64 Jahre 61,43 %
65 – 79 Jahre 15,47 %
80 Jahre oder mehr 6,68 %

Der Frauenanteil liegt zum 31. Dezember 2010 mit 22.338 Frauen über dem der Männer (20.861).[4]

Der Anteil an Ausländern liegt mit etwa 9,2 % relativ hoch. Wie auch in anderen Vertriebenenstädten fanden in dem von der kaufbeurer Kernstadt getrennten Stadtteil Neugablonz viele russische Spätaussiedler eine Unterkunft. Die Spätaussiedler machen knapp 12 % der Kaufbeurer Bevölkerung aus, damit haben mehr als 20 Prozent der Stadtbevölkerung einen Migrationshintergrund. Ein großer Teil der Migranten lebt in Neugablonz, wo sich auf russischssprachige Kundschaft spezialisierte Geschäfte und Lokale etabliert haben.

Religion

Die Einwohner Kaufbeurens gehören heute mehrheitlich der römisch-katholischen Kirche an. Im Zuge der Reformation war Kaufbeuren jedoch eine evangelische Freie Reichsstadt geworden, was bis heute seinen Ausdruck in einer starken evangelischen Bevölkerung findet (Evangelisches Hauptpfarramt in der Innenstadt; seit 1955 eigenes Pfarramt im Stadtteil Neugablonz).

Darüber hinaus sind folgende Freikirchen und kirchliche Gemeinschaften ansässig: Adventisten, Alt-Katholiken, Evangelisch-Freikirchliche, Freie evangelische, eine russischsprachige Baptistengemeinde sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Ferner existiert eine muslimische Minderheit türkischer Abstammung, welche in Kaufbeuren eine sunnitische Moschee besuchen kann.

In der Altstadt von Kaufbeuren befindet sich das Crescentiakloster (Franziskanerinnen).

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 40 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Rathaus
Blick vom Rathaus in die Kaiser-Max-Straße
Partei/Gruppierung Sitze[5]
Christlich-Soziale Union (CSU) 19
Freie Wählergemeinschaft 5
Kaufbeurer Initiative e. V. 5
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 4
Freie Demokratische Partei (FDP) 3
Bündnis 90/Die Grünen 3
Wähler-Initiative 1

Städtepartnerschaften und Patenschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die mittelalterliche Stadtmauer zwischen Fünfknopfturm und Blasiuskirche
Fünfknopfturm

In Kaufbeuren gibt es viele, vor allem ältere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt unter anderem das Rathaus, das nach Plänen von Georg von Hauberrisser, 1879 bis 1881 erbaut wurde, sowie das Kloster Kaufbeuren (um 1250 gegründet), das vor allem durch Crescentia (Anna Höß) Berühmtheit erlangte. Viele der sehenswerten Teile wie:

  • Fünfknopfturm (Wahrzeichen der Stadt)
  • der Hexenturm
  • der Gerberturm
  • der Pulverturm
  • der Münzturm
  • der Sywollenturm
  • und das Zollhäuschen

stammen aus der ehemaligen historischen Stadtmauer und können bei Stadtführungen auch begangen werden. Zusätzlich dazu gibt es mit dem Stadttheater Kaufbeuren und dem kunsthaus kaufbeuren weitere kulturelle Akzente zu besichtigen.

Kirchen

  • St.-Dominikus-Kirche ist die älteste Kirche der Stadt Kaufbeuren. Erbaut 1182, wurde sie gotisch umgebaut und im Barock weiter umgestaltet.[6]
  • römisch-katholische St.-Blasius-Kirche
  • Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Martin geht auf einen romanischen Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts zurück. Der Umbau im gotischen Stil erfolgte 1438 bis 1443.[7]
  • Die evangelische Dreifaltigkeitskirche geht auf das von Kaiser Maximilian im Jahr 1504 erworbene Stadtquartier zurück. Es wurde im Jahr 1604 zur Kirche umgebaut.[8]

Museen

Neptunbrunnen

Neptunbrunnen im Sommer während des Tänzelfestes

Auf der Mitte des gesellschaftlichen Mittelpunktes von Kaufbeuren, der Kaiser-Max-Straße, ist der im Jahre 1753 errichteten Neptunbrunnen gelegen. Besonders zu Zeiten des Tänzelfestes verwandelt sich die Kaiser-Max-Straße in eine Prachtallee, die schon beinahe an einen mittelalterlichen Turnierplatz erinnert.

Adventskranz

Adventskranz in Kaufbeuren

Acht Meter Durchmesser hat der Adventskranz in Kaufbeuren. Der nach den Angaben von Kaufbeuren Marketing größte echte Adventskranz der Welt, der aus echten Tannenzweigen besteht, wird vom ersten Advent bis zum Dreikönigstag am Neptunbrunnen der Stadt Kaufbeueren aufgebaut. Die Wachskerzen des Kranzes haben eine Höhe von etwa 150 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 150 Kilogramm. Mit Stoffbändern scheint der Kranz an der Gabel des Neptuns zu hängen. Am ersten Advent wird die erste Kerze mit Segnung des evangelischen und des katholischen Stadtpfarrers entzündet. Jeden Abend sorgt die evangelische Gemeinde für ein sogenanntes „Betthupferl“ am Adventskranz. Es werden Lieder gesungen, Geschichten gelesen und Süßigkeiten verteilt.

Sport

Kaufbeuren ist bekannt für seine Eishockeymannschaft, den ESV Kaufbeuren, der 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga war und schon in den Vorjahren häufig erstklassig spielte.

Aus der Fußballmannschaft der SpVgg Kaufbeuren gingen folgende bekannte Spieler hervor: Franz „Bulle“ Roth, Karl Borutta, Peter Kupferschmidt. 2009 feiert die SpVgg Kaufbeuren ihr 100-jähriges Bestehen. Als Schützenverein gibt es unter anderen die FSG Kaufbeuren und die Altschützen Kaufbeuren.

Freizeit

  • Der Jordan Badepark bietet Bademöglichkeiten in einem Hallen- und einem Freibad.
  • In Neugablonz befindet sich ein weiteres Freibad.
  • Das Corona-Kinoplex ist ein Multiplex-Kino.
  • In der All-Kart-Halle kann Kartsport ausgeübt werden.
  • Im Parkstadion gibt es neben einem Fußballfeld mit Tribüne auch eine Laufbahn, die Leichtathletik-Wettbewerbe ermöglicht.
  • In Neugablonz wurde ein Kletterturm mit 760 m² Kletterfläche außen und innen errichtet; er enthält eine Speedkletterwand und eine Boulderhalle, Schwierigkeitsgrade 3- bis 10+.

Regelmäßige Veranstaltungen

Das Tänzelfest findet alljährlich im Juli vor den Sommerferien statt. Es gilt als ältestes Kinderfest in Bayern. Es finden Umzüge und Veranstaltungen in traditionellen historischen, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen, Kostümen statt, die an die (historisch gesicherten) Besuche von Kaiser Maximilian I. im 15. Jahrhundert erinnern sollen.

  • Aufbruch-Umbruch – Kaufbeurer Faschingsveranstaltung

Wirtschaft und Infrastruktur

Ortsansässige Unternehmen

Aus dem mittelalterlichen Textilhandwerk und -handel entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die von Christoph Friedrich Heinzelmann (1786–1847) und anderen Mitgliedern eingesessener Kaufmannsfamilien im Jahr 1839 gegründete und 2005 insolvente mechanische Baumwollspinnerei und -weberei Momm. Daneben bildet das traditionelle Braugewerbe in Kaufbeuren einen regionalen Wirtschaftsfaktor. Von den zeitweilig 16 in Kaufbeuren ansässigen Brauereien existiert heute allerdings nur noch die Aktienbrauerei. Auf dem zwischen 1933 und 1935 für die Luftwaffe der Wehrmacht gebauten Fliegerhorst im Stadtteil Oberbeuren ist seit 1957 eine Technische Schule der Bundesluftwaffe untergebracht. Aus der ehemaligen Schreibmaschinenfertigung der Firma Alpina, die von Olympia aufgekauft wurde, entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren eine mittelständische Elektronikindustrie in der Automations-, Mess- und Regeltechnik.

Der weltweit tätige Papier- und Wellpappehersteller Hans Kolb Wellpappe betreibt im Norden der Stadt an der Wertach eine Papierfabrik.

Weitere große Arbeitgeber gehören zum öffentlichen Dienst oder zum Baugewerbe.

Im heutigen Stadtteil Neugablonz existierte von 1939 an eine Fabrik der Dynamit AG und dann ab 1945 Glas-, Metall- und Schmuckindustrie.

Verkehr

Straßenverkehr

Kaufbeuren ist an zwei Bundesstraßen angeschlossen: die B 12 führt mit direktem Anschluss an Kaufbeuren vorbei und die B 16 führt durch Kaufbeuren. Kaufbeuren ist die einzige kreisfreie Stadt in den sogenannten alten Bundesländern ohne eigenen Autobahnanschluss. Die nächstliegende Autobahn A 96 ist etwa 15 km nördlich von Kaufbeuren entfernt; die Zuführung erfolgt über die ausgebaute B 12.

Schienenverkehr

Bahnhof Kaufbeuren
Regionalexpress mit Diesellokomotive der DB-Baureihe 218 im Münchner Hauptbahnhof auf dem Weg nach Kaufbeuren über die Allgäubahn

Kaufbeuren liegt an der Allgäubahn (KBS 970), die zwischen München und Lindau verkehrt. Diese Strecke ist nicht elektrifiziert. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn halten täglich zwei InterCity-Züge in Kaufbeuren. Als Ersatz für den gestrichenen InterRegio der DB hält nun der Arriva-Länderbahn-Express, kurz „Alex“, in Kaufbeuren, der zwischen München und Oberstdorf bzw. Lindau verkehrt.

Der Kaufbeurener Bahnhof wurde im Jahr 1847 bei dem Anschluss der Stadt an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn in Betrieb genommen. Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude wurde 1978 abgerissen und ein Jahr später durch einen flachen Neubau ersetzt.[10]

Aufgrund der Lage im erweiterten Einzugsbereich von München und Augsburg gibt es zahlreiche Pendler.

Bis 1972 zweigte in Kaufbeuren die Nebenbahn Kaufbeuren–Schongau nach Schongau von der Allgäubahn ab. Diese Bahnstrecke wurde mittlerweile zurückgebaut und auf weiten Teilen durch einen Radweg ersetzt.

Busverkehr

Der regionale Busverkehr und das Stadtbusnetz wird von der Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal mbH betrieben.

Luftverkehr

Südlich von Kaufbeuren gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz. Dieser befindet sich zwar noch im Besitz der Bundeswehr, wird aber von einem örtlichen Luftsportverein genutzt.[11] Ferner sind hier Teile der neuen Technische Schule der Luftwaffe 1 ansässig. Der Fliegerhorst Kaufbeuren soll jedoch nach der Presseerklärung des Bundesverteidigungsministers vom 26. Oktober 2011 geschlossen werden. Der Flugplatz und die dazugehörigen Flächen wären dann für eine zivile Nutzung frei.

Medien

Die Redaktion der Allgäuer Zeitung produziert hier den Kaufbeurer Lokalteil des Blattes. Radio Ostallgäu sendet auch nach der Fusion mit RSA – Der Allgäusender weiterhin ein Lokalprogramm aus dem Funkhaus Kaufbeuren für das Sendegebiet Kaufbeuren-Ostallgäu.

Schulen

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.

Grund- und Hauptschulen

  • Adalbert-Stifter-Volksschule (Grundschule)
  • Beethoven-Volksschule (Grund- und Teilhauptschule)
  • Gustav-Leutelt-Volksschule (Grund- und Hauptschule)
  • Jörg-Lederer-Volksschule (Hauptschule)
  • Volksschule Hirschzell (Grundschule)
  • Volksschule Oberbeuren (Grundschule)
  • Konradin-Volksschule (Grundschule)
  • Schrader-Volksschule (Grundschule)

Förderschulen

  • Josef-Landes-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
  • Ludwig-Reinhard-Schule (Staatl. Schule zur individuellen Lebensbewältigung)

Weiterführende Schulen

Marienschule
Staatliche Berufliche Oberschule
  • Sophie-La-Roche-Realschule (ehemals Staatliche Realschule)
  • Marien-Realschule für Mädchen
  • Jakob-Brucker-Gymnasium
  • Marien-Gymnasium für Mädchen
  • Staatl. Fachoberschule (FOS)
  • Staatl. Berufsoberschule (BOS)
  • Private Wirtschaftsschule Frenzel e. V.

Berufs- und Berufsfachschulen

  • Staatl. Berufsschule (Fachbereiche Wirtschaft u. Verwaltung, Elektro-, Holz-, Metall- und Farbtechnik)
  • Staatl. Berufsfachschule für Hauswirtschaft
  • Staatl. Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Staatl. Berufsfachschule für Glas und Schmuck
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirks Schwaben am Bezirkskrankenhaus
  • Fachschule für Altenpflege
  • Staatl. Technikerschule für Agrarwirtschaft

Sonstige Schulen

Behörden

In Kaufbeuren gibt es folgende Behörden: das Amtsgericht, Finanzamt, Job-Center (ARGE), sowie das Landwirtschaftsamt und das Staatliches Hochbauamt Kempten. Ferner ist eine Stelle des Technisches Hilfswerks ansässig.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Jürgen Kraus, Stefan Fischer: Die Stadt Kaufbeuren. Bauer-Verlag, Thalhofen;
    • Band 1: Politische Geschichte und Gegenwart einer Stadt. 1999, ISBN 3-930888-60-2;
    • Band 2: Kunstgeschichte, Bürgerkultur und religiöses Leben. 2001, ISBN 3-930888-79-3;
    • Band 3: Sozialgeschichte, Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerungsstruktur. 2006, ISBN 3-930888-99-8.
  • Helmut Lausser: Kompendium der Quellen zur Geschichte Kaufbeurens im Mittelalter. Bauer-Verlag, Thalhofen (auf 10 Bände angelegte Reihe);
    • Band 1: Burgsiedlung und Stauferstadt. Vom praedium Buron zur stat ze Beuren. 2005, ISBN 3-934509-55-X;
    • Band 3: Die Bürger in ihrer Stadt. Die Quellen zum bürgerlichen Alltag in der mittelalterlichen Stadt Kaufbeuren. 2011, ISBN 978-3-941013-68-1;
    • Band 5: Morde, Fehden, Streitereien. Die Quellen zur Geschichte der Rechtssprechung und der Strafverfolgung in der mittelalterlichen Reichsstadt Kaufbeuren. 2010, ISBN 978-3-934509-90-0;
    • Band 6: Pfründner, Siechen, arme Dürftige. Die Quellen zur Geschichte der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist zu Kaufbeuren im Mittelalter. 2009, ISBN 978-3-934509-71-9;
    • Band 8, Teil 1–2: Pfarrer, Kirchen, Seelenmessen. Die Quellen zur Geschichte des Pfarr- und Glaubenslebens in der Stadt Kaufbeuren vom Mittelalter bis zur Einführung der Reformation. 2008, ISBN 978-3-934509-67-2 (Teil 1), ISBN 978-3-934509-67-2 (Teil 2);
    • Band 9: Die Quellen zur Geschichte der Schwestern im Maierhof bis zum Jahre 1550. 2004, ISBN 3-934509-49-5.
  • Jürgen Kraus (Hrsg.): Kaufbeuren. Alte Stadt in neuem Licht. Fotos von Mathias Wild. Bauer-Verlag, Thalhofen 2009, ISBN 978-3-934509-88-7 (Bildband).
  • Schriftenreihe von Stadtarchiv und Stadtmuseum Kaufbeuren. ZDB-ID 2219267-0, jährlich erscheinende Bände herausgegeben von Heimatverein und Stadtarchiv (mehrbändige Reihe) Bauer-Verlag, Thalhofen.

Fernsehen

  • Bilderbuch Deutschland – Kaufbeuren. Bayerischer Rundfunk, Erstausstrahlung: 6. April 2008.

Weblinks

 Commons: Kaufbeuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 152f.
  3. Zahlen, Daten, Fakten aus den Statistiken der Stadt Kaufbeuren (vom 31. Dezember 2010)
  4. Einwohnerzahlen Kaufbeuren, Bürgerservice Kaufbeuren. 2010
  5. Wahl zum Stadtrat in 762 Kaufbeuren
  6. [1]
  7. [2]
  8. [3]
  9. Stadt Kaufbeuern Kurzbeschreibung der Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie, Abgerufen am 16. März 2009.
  10. Vergessene Bahnen
  11. Flugplatz Kaufbeuren



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