Klaus Ager


Klaus Ager

Klaus Ager (* 10. Mai 1946 in Salzburg) ist ein österreichischer Komponist und Dirigent. Von 1995 bis 2000 war er Rektor des Mozarteums in Salzburg. Seit 2004 ist er Präsident des Österreichischen Komponistenbundes und seit 2006 des European Composers’ Forum in Brüssel.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ager studierte Komposition bei Cesar Bresgen und Dirigieren bei Gerhard Wimberger am Mozarteum, Musikwissenschaften bei Gerhard Croll an der Universität Salzburg und Komposition bei Olivier Messiaen und Elektroakustische Musik bei Pierre Schaeffer am Conservatoire de Paris. Zudem besuchte er Kurse in Komposition, Elektroakustik und Computermusik bei Karlheinz Stockhausen und Luciano Berio.

Von 1970 bis 1971 war er Korrepetitor bei den Salzburger Festspielen. Im Jahr 1973 war er Mitarbeiter von Radio France in Paris und 1974 von ORF in Salzburg. Von 1975 bis 1986 leitete er das Österreichische Ensemble für Neue Musik. 1977 gründete er das zeitgenössische Musikfestival Aspekte Salzburg, welches im Jahr 2006 den 30. Geburtstag feierte. 1994 gründete er das Aspekte New Music Ensemble in Salzburg.

Von 1973 bis 1979 war er Assistent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ Salzburg. Auslandsaufenthalte führten ihn nach Stockholm, San Diego (Kalifornien) und Hamilton (New York). 1978 wurde er Professor für Komposition am Konservatorium in Bregenz und 1986 Professor für Musikanalytik am Mozarteum. Von 1991 bis 1995 war er stellvertretender Rektor und von 1995 bis 2000 Rektor ebenda.

Ab 2000 widmet sich Klaus Ager vor allem der Tätigkeit als Gastkomponist und Lektor in Süd- und Nordamerika und setzt sich europaweit für eine Besserstellung der Komponisten/Komponistinnen ein. Im Jahr 2003 konnte er durch seinen Einsatz betreffend Subventionen und innovativer Artikel erreichen, dass die Arovell-Musikzeitschrift auf ein Farbmedium mit einer Auflage von 700 Stück pro Quartal erweitert wurde. Gemeinsam mit Andor Losonczy verlegt er im Eigenverlag Edition 7 in Salzburg.

Von 1981 bis 1994 war er Präsident der Europäischen Konferenz der Veranstalter Neuer Musik. Seit April 2004 ist er Präsident des Österreichischen Komponistenbundes, in dieser Funktion initiierte er u.a. den Kongress "Komponieren im Europa des 21. Jahrhunderts", der vom 2. bis 5. Februar 2006 im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins stattfand und als dessen wichtigstes Ergebnis ein Netzwerk aller europäischen Komponistenverbände im Entstehen ist. 2006 wurde er Präsident des Europäischen Komponistenverbandes ECF, dem European Composers’ Forum in Brüssel. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Seine Kompositionen (u.a. elektroakustische und Computermusik) wurden bereits in Nord- und Südamerika, Australien, Europa, Japan und Korea aufgeführt.

Bekannte Schüler

Auszeichnungen

  • Förderungsstipendium der Salzburger Landesregierung (1975)

Weblinks


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