Koblenz

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Koblenz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Koblenz
Koblenz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Koblenz hervorgehoben
50.3566666666677.593888888888965
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 65 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 105,02 kmÂČ
Einwohner:

106.417 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 1013 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 56001–56077
Vorwahlen: 0261 (02606 fĂŒr Lay)
Kfz-Kennzeichen: KO
GemeindeschlĂŒssel: 07 1 11 000
Stadtgliederung: 28 Stadtteile,
darunter 8 Ortsbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Gymnasialstr. 2
56068 Koblenz
WebprÀsenz: www.koblenz.de
OberbĂŒrgermeister: Joachim Hofmann-Göttig (SPD)
Lage von Koblenz in Rheinland-Pfalz
Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad DĂŒrkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-PrĂŒm Frankenthal (Pfalz) Landkreis Germersheim Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Koblenz Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Speyer Landkreis SĂŒdliche Weinstraße Landkreis SĂŒdwestpfalz Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Westerwaldkreis Worms ZweibrĂŒcken Pirmasens Rhein-HunsrĂŒck-Kreis Saarland Frankreich Baden-WĂŒrttemberg Luxemburg Belgien Niederlande Nordrhein-Westfalen HessenKarte
Über dieses Bild
Blick von der Festung Ehrenbreitstein auf Koblenz und das Deutsche Eck
Panorama der Koblenzer Innenstadt

Koblenz (mundartlich: Kowelenz) ist eine kreisfreie Stadt im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist nach Mainz und Ludwigshafen die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt dieses Bundeslandes und bildet eines seiner fĂŒnf Oberzentren. Koblenz ist Sitz des Campus Koblenz der UniversitĂ€t Koblenz-Landau, der Verwaltung des Landkreises Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (bis 1999 Bezirksregierung Koblenz), des Bundesarchivs, des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz sowie der beiden Bundesoberbehörden Bundesamt fĂŒr Wehrtechnik und Beschaffung und Bundesamt fĂŒr Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr.

Koblenz gehört zu den Ă€ltesten StĂ€dten Deutschlands; im Jahr 1992 feierte es sein 2000-jĂ€hriges Bestehen. Der ursprĂŒngliche lateinische Name Confluentes (dt.: die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der MĂŒndung der Mosel in den Rhein am so genannten Deutschen Eck ab. Bis 1926 lautete die Schreibweise der Stadt Coblenz. Seit 1962 ist Koblenz eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Teile von Koblenz gehören zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 ist die Stadt mit ihren KulturdenkmÀlern das nördliche Tor zur Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, das Kastell Niederberg wiederum steht seit 2005 als Teil des Obergermanisch-RÀtischen Limes auf der UNESCO-Liste. Im Jahr 2011 fand in Koblenz die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz statt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Landschaften im Umkreis Mayen/Koblenz

Geographische Lage

Koblenz liegt am „Deutschen Eck“, einer durch Mosel und Rhein gebildeten MĂŒndungsspitze. Die nĂ€chstgelegenen GroßstĂ€dte sind Bonn (etwa 60 km rheinabwĂ€rts) und Mainz (etwa 90 km rheinaufwĂ€rts). Koblenz wird begrenzt von den AuslĂ€ufern des HunsrĂŒcks im SĂŒden und der leicht hĂŒgeligen Landschaft des Maifeldes (AuslĂ€ufer der Eifel) im Westen. Die rechts des Rheins gelegenen Stadtteile im Osten des Stadtgebietes liegen in den AuslĂ€ufern des Westerwaldes und reichen, mit zum Teil starkem GefĂ€lle, bis dicht an den Fluss heran.

Die zwischen Mosel und Rhein im SĂŒden gelegenen Stadtteile sind teilweise mit ĂŒppigem Mischbaumbestand bewaldet und bilden die „GrĂŒne Lunge“ und das Naherholungsgebiet von Koblenz. Dieser Abschnitt des Rheins gehört zum Mittelrhein.

Koblenz liegt auf 64,7 m Höhe gemessen am Deutschen Eck. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet mit 382 m ist der KĂŒhkopf im Stadtwald.

Nachbargemeinden

Blick von der ISS auf Koblenz 2008

Die kreisfreie Stadt Koblenz grenzt an drei Kreise:

Im nahen Umfeld der Stadt befinden sich außerdem im Norden der Landkreis Neuwied sowie im SĂŒden der Rhein-HunsrĂŒck-Kreis.

Stadtgliederung

Blick auf GĂŒls und die Mosel

Das Stadtgebiet von Koblenz ist in 28 Stadtteile gegliedert. Hiervon bilden neun Stadtteile insgesamt acht Ortsbezirke, deren Anliegen gegenĂŒber der Stadt durch einen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher vertreten werden. Die ĂŒbrigen 19 Stadtteile haben keine OrtsbeirĂ€te.

Die 28 Stadtteile von Koblenz sind Altstadt, Arenberg (Ortsbezirk zusammen mit Immendorf), Arzheim (Ortsbezirk), Asterstein, Bubenheim (Ortsbezirk), Ehrenbreitstein, Goldgrube, GĂŒls mit Bisholder (Ortsbezirk), Horchheim, Horchheimer Höhe, Immendorf (Ortsbezirk zusammen mit Arenberg), Karthause, Kesselheim (Ortsbezirk), Lay (Ortsbezirk), LĂŒtzel, Metternich, Mitte, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg (mit Neudorf), Oberwerth, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Rauental, RĂŒbenach (Ortsbezirk), Stolzenfels (Ortsbezirk), SĂŒd und Wallersheim.

Siehe auch: Liste der Stadtteile von Koblenz

Klima

Klimadiagramm von Koblenz. Werte: 1978–1990

Koblenz liegt in der sogenannten gemĂ€ĂŸigten Zone mit gemĂ€ĂŸigt kĂŒhlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Im westdeutschen Tiefland und im Rheingraben bringen diese Winde vom Atlantik und der Nordsee her jĂ€hrlich etwa 700 mm Niederschlag. Koblenz ist mit einer jĂ€hrlichen Durchschnittstemperatur von 10,8 Â°C und einer jĂ€hrlichen Niederschlagsmenge von 674 mm ganzjĂ€hrig humid. Die NiederschlĂ€ge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 23 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten NiederschlĂ€ge fallen im Juli. Im Juli fallen 2,4 mal mehr NiederschlĂ€ge als im Februar. Die NiederschlĂ€ge variieren stark. An 72 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert. KĂ€ltester Monat ist mit einer Temperatur von 2,7 Â°C der Januar, wĂ€rmster Monat der Juli mit einem Schnitt von 19,5 Â°C. Der Hitzerekord liegt bei 39,4 Â°C und wurde am 18. Juni 2002 in Koblenz gemessen.[2]


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Koblenz
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 2,2 3,1 6,1 9,7 14,2 17,3 18,9 18,4 15,2 10,9 6,0 3,2 Ø 10,4
Niederschlag (mm) 43,3 37,2 46,2 51,0 60,3 77,6 81,0 69,9 50,5 51,7 56,1 50,0 ÎŁ 674,8
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Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Koblenz

Zugehörigkeit von Koblenz:

Das zerstörte Koblenz 1945

Die Geschichte der Stadt Koblenz ist sehr wechselhaft und gekennzeichnet von kriegerischen Auseinandersetzungen bei zahlreichen Grenzkonflikten sowie einem großen baulichen Wandel. Bereits seit der Steinzeit ist das Gebiet von Koblenz besiedelt. Die Römer bauten hier erstmals eine befestigte stĂ€dtische Siedlung. Es entstanden im heutigen Altstadtkern das Kastell Confluentes zur Sicherung der Rheinstraße Mainz–Köln–Xanten und in Niederberg das Kastell Niederberg zur Sicherung des Limes sowie erste BrĂŒcken ĂŒber Rhein und Mosel. Koblenz gehört somit zu den Ă€ltesten StĂ€dten Deutschlands. Nach dem RĂŒckzug der römischen Truppen im 5. Jahrhundert wurde Koblenz von den Franken erobert, die hier einen Königshof begrĂŒndeten. In der 836 geweihten Kastorkirche fanden 842 Verhandlungen zwischen den drei Enkeln Karls des Großen statt, die schließlich zur Teilung des FrĂ€nkischen Reichs im Vertrag von Verdun 843 fĂŒhrten.

In der folgenden Herrschaft der Erzbischöfe und KurfĂŒrsten von Trier blĂŒhte Koblenz weiter auf und es entstand eine Vielzahl von kulturellen SchĂ€tzen in Form von Kirchen, Schlössern und Festungsanlagen. Aus der auf dem Ehrenbreitstein um 1020 erbauten Burg entstand nach und nach die Festung Ehrenbreitstein. In unsicheren Zeiten wurden in dieser sichersten Burg des Kurstaats die grĂ¶ĂŸten HeiligtĂŒmer aufbewahrt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Erzbischöfe von Trier die Florins- und die Liebfrauenkirche. Im 13. Jahrhundert entstanden die Burg Stolzenfels als kurtrierische Zollburg am Rhein sowie die Alten Burg als eine Zwingburg gegen die nach mehr UnabhĂ€ngigkeit strebenden BĂŒrger. Im folgenden Jahrhundert wurde mit Bau der BalduinbrĂŒcke erstmals wieder seit den Römern ein fester MoselĂŒbergang ermöglicht. Im DreißigjĂ€hrigen Krieg verlegte KurfĂŒrst Philipp Christoph von Sötern seinen Amtssitz von Trier in das neu erbaute Schloss Philippsburg am Fuße des inzwischen zur Festung ausgebauten Ehrenbreitsteins. Im Jahre 1786 zog KurfĂŒrst Clemens Wenzeslaus von Sachsen in das KurfĂŒrstliche Schloss nach Koblenz um. Von hier regierte er den Kurstaat bis zu seinem Ende 1794 als das Land und Koblenz von der französischen Revolutionsarmee erobert wurden.

Die folgende französische Zeit prĂ€gte Koblenz (frz. Coblence) weit ĂŒber deren Ende hinaus. Es entstand der Begriff des SchĂ€ngel, mit dem bis heute jeder bezeichnet wird, der in Koblenz geboren ist. Im Frieden von LunĂ©ville fiel Koblenz 1801 auch formal an Frankreich und wurde Hauptstadt des französischen DĂ©partement „Rhin-et-Moselle“. Das Ende dieser französischen Zeit kam 1814 mit der Besetzung von Koblenz durch russische Truppen.

Durch den Wiener Kongress 1814/15 gingen die rheinischen BesitztĂŒmer des Trierer Kurstaates und damit auch Koblenz auf das Königreich Preußen ĂŒber. Die Stadt, zunĂ€chst Sitz des OberprĂ€sidiums der Provinz Großherzogtum Niederrhein, spĂ€ter Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, wurde als Festung Koblenz zu einem der stĂ€rksten Festungssysteme in Europa ausgebaut. Im 19. Jahrhundert entstanden nicht nur mĂ€chtige Festungswerke in Koblenz, so wurde auch das Schloss Stolzenfels neu aufgebaut und den Rhein ĂŒberquerte nun eine SchiffbrĂŒcke. Die erste Eisenbahn fuhr 1858 ĂŒber die neu erbaute MoseleisenbahnbrĂŒcke in Koblenz ein. Mit dem folgenden Ausbau des Eisenbahnnetzes entstanden mit Bau der Pfaffendorfer BrĂŒcke, der GĂŒlser EisenbahnbrĂŒcke und der Horchheimer EisenbahnbrĂŒcke weitere Überquerungen ĂŒber Rhein und Mosel. Wegen der fortschreitenden Kriegstechnik verloren die Festungen ab der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Seit 1890 brach man die Stadtbefestigung vollstĂ€ndig ab und das Siedlungsgebiet konnte nun erstmals ĂŒber die engen Stadtgrenzen hinaus erweitert werden. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I., der mit seiner Gattin Augusta lange in Koblenz lebte, wurde an der MoselmĂŒndung 1897 zu seinen Ehren das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Das 20. Jahrhundert war von großen baulichen VerĂ€nderungen sowie einer erheblichen Erweiterung des Siedlungsgebiets geprĂ€gt. So wurde an Stelle des ehemaligen Löhrtors 1903 die Herz-Jesu-Kirche eingeweiht. Bereits ein Jahr zuvor wurde in der neuen sĂŒdlichen Vorstadt ein prĂ€chtiger Hauptbahnhof fertig gestellt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Koblenz erst von amerikanischen und dann von französischen Truppen besetzt. Im Jahre 1932 begann der völlige Umbau der Pfaffendorfer BrĂŒcke, aus der ein kompletter Neubau zu einer StraßenbrĂŒcke hervorging. Zwei Jahre spĂ€ter folgte die Einweihung einer neuen MoselĂŒberquerung, da die BalduinbrĂŒcke dem wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr genĂŒgte.

Einschneidend waren im Zweiten Weltkrieg die Luftangriffe auf Koblenz, bei denen die Stadt zu 87 % zerstört wurde. 1944 legten Lancaster-Bomber der britischen Royal Air Force das Zentrum von Koblenz in Schutt und Asche. Am 19. MĂ€rz 1945 nahm die US Army Koblenz ein. Nur langsam erholte sich die Stadt von den Kriegsereignissen, das historische Stadtbild blieb aber fĂŒr immer verloren. In der Nachkriegszeit kam Koblenz zur Französischen Besatzungszone und war Schauplatz der GrĂŒndung des Landes Rheinland-Pfalz. Auf der Rittersturz-Konferenz 1948 in Koblenz wurde eine der grundsĂ€tzlichen Entscheidungen fĂŒr den Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland und damit fĂŒr die einstweilige Trennung von der Sowjetzone getroffen. Infolge der westdeutschen Wiederbewaffnung seit Mitte der 1950er Jahre erhielt Koblenz erneut eine sehr große deutsche Garnison. Die letzten Teile der französischen Garnison zogen 1969 ab. Koblenz ĂŒberschritt 1962 die Marke von 100.000 Einwohnern und wurde damit Großstadt. Ein großes BrĂŒckenbauprojekt wurde mit Vollendung der SĂŒdbrĂŒcke 1975 abgeschlossen. Beim Bau der RheinbrĂŒcke kam es zu zwei tragischen UnfĂ€llen, bei denen 19 Arbeiter den Tod fanden. Im Jahr 1992 konnte die Stadt Koblenz ihre 2000-jĂ€hrige StadtgrĂŒndung feiern.

Stadtansicht nach Braun und Hogenberg 1572

Religionen

Christentum

In Koblenz leben 55.973 katholische und 20.243 evangelische Christen (Stand 6/2011)

Katholisch

Die Katholiken sind in Koblenz in 15 römisch-katholischen Pfarreiengemeinschaften organisiert und gehören zum Dekanat Koblenz innerhalb der Region Koblenz in der Diözese Trier. Eine Vielzahl katholischer Vereine wie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Leseverein, das Kolpingwerk mit dem Kolpinghaus, die DJK, JugendverbÀnde (Pfadfinder, KSJ, KaJu) und Einrichtungen wie die Caritas mit ihren vielfÀltigen sozialen Einrichtungen und AktivitÀten prÀgen das gesellschaftliche Leben in Koblenz mit. Auch findet sich die Bischöfliche Pressestelle in Koblenz.

Evangelisch

Geschichte der evangelischen Kirche in Koblenz

Durch die Zugehörigkeit zum Erzstift Trier wurde die Stadt ĂŒber Jahrhunderte von katholischen Erzbischöfen regiert. WĂ€hrend der Reformationszeit gab es lediglich einige wenige protestantische Gemeindemitglieder in benachbarten Gemeinden. Durch das im Jahr 1784 durch den Trierer KurfĂŒrst Clemens Wenzeslaus von Sachsen erlassene Toleranzedikt wurden reiche Protestanten offiziell geduldet und ihr Zuzug gestattet. 1802 erhielten diese die Kapelle des ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters St. Martin in der Görgengasse als Gottesdienstraum. Als Koblenz 1815 Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz wurde, nahm die Zahl protestantischer Gemeindemitglieder stĂ€rker zu.1818 wies ihnen Friedrich Wilhelm III. die schon frĂŒher sĂ€kularisierte Florinskirche zu, die er gegen EntschĂ€digung aus stĂ€dtischem Besitz enteignet hatte.

Im Jahre 1902 erbauten sie sich schließlich die Christuskirche. Heute gehören die evangelischen Kirchengemeinden – sofern sie nicht einer Freikirche angehören – zum Kirchenkreis Koblenz der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Weitere christliche Religionsgemeinschaften

In Koblenz gibt es eine Reihe weiterer Christlicher Gemeinschaften. Diese sind u. a. die Alt-Katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde), die Freie Christengemeinde/Christuszentrum, die AssemblĂ©e Évangelique de Koblenz, die Evangelische Stadtmission, die Freie evangelische Gemeinde, die RumĂ€nisch Orthodoxe Kirchengemeinde „Epiphania“ und die Neuapostolische Gemeinde.

Altkatholiken: In der St.-Jakobus-Kapelle Am Alten Hospital feiert die alt-katholische Pfarrgemeinde ihre Gottesdienste.

Die christlichen Konfessionen und Gemeinschaften vertreten ihre gemeinsamen Interessen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Koblenz.

Klöster und Orden in Koblenz

Im Ortsteil Arenberg steht das Kloster Arenberg, in dem die Arenberger Dominikanerinnen (Schwestern der heiligen Katharina von Siena) zu Hause sind. In den Pfarrer-Kraus-Anlagen zwischen Arenberg und Immendorf wurde von 1845 bis 1860 durch Pfarrer Johann Baptist Kraus die Landschaftsbilderbibel Die heiligen Orte zu Arenberg, genannt Roter Hahn geschaffen, die seit 1987 unter Denkmalschutz steht. In Pfaffendorf steht das Kloster Bethlehem der Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung. GegrĂŒndet 1904 durch Mutter M. Ignatia von Herling wurde es 1944 zu zwei Dritteln zerstört und wird erst seit 1953 von den Schwestern wieder bewohnt. Im Ortsteil Ehrenbreitstein befindet sich seit 1628 das Kapuzinerkloster Koblenz. Im ehemaligen Jesuitenkloster am Jesuitenplatz lebt eine Gemeinschaft der Arnsteiner Patres. Im Katholischen Klinikum Koblenz und dessen VorlĂ€ufern arbeitet seit ĂŒber 150 Jahren die Kongregation der Schwestern vom Heiligen Geist.

Judentum

Denkmal an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden auf dem JĂŒdischen Friedhof

Unter französischer Herrschaft wurde 1808 das Consistoire Koblenz geschaffen, das die inneren Angelegenheiten der jĂŒdischen Glaubensgemeinschaft regelte. Die Koblenzer Synagoge befand sich seit 1851 im vom Koblenzer Baumeister von Lassaulx umgebauten BĂŒrresheimer Hof, einem Adelshof aus dem Jahre 1660. In der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die Einrichtung völlig verwĂŒstet, genau so wie der JĂŒdische Friedhof im Stadtteil Rauental.

In der dortigen 1925 errichteten Trauerhalle wurden aber noch bis zur Deportation Gottesdienste gehalten. Nach dem Kriege wurde diese Halle von französischen Soldaten wieder hergerichtet und dient seither als Synagoge und Gemeindehaus der kleinen Gemeinde. Der im Krieg zerstörte BĂŒrresheimer Hof wurde in seiner barocken Form wieder aufgebaut und dient als BĂŒcherei. Innerhalb der BĂŒcherei wurde ein Gedenkraum fĂŒr die Opfer des Nationalsozialismus eingerichtet. Am GebĂ€ude befindet sich eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Synagoge.

Islam

Moscheen betreiben die IslamverbĂ€nde TĂŒrkisch-Islamische Union der Anstalt fĂŒr Religion / DITIB (Emir Sultan Camii), der Verband der Islamischen Kulturzentren / VIKZ (SĂŒleymaniye Camii), die Islamisch Bosnische Gemeinschaft e. V. (Bosnische Moschee) und die pakistanische Gemeinschaft Pak Dar-ul-Islam e.V. (Aqsa-Moschee).

Im Mai 2004 wurde im Stadtteil LĂŒtzel die Tahir-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat eröffnet. Dies ist der erste reprĂ€sentative islamische Sakralbau in Koblenz.

Sakralbauten

Koblenzer Altstadt: Florinskirche (links), Liebfrauenkirche (rechts) und im Hintergrund die Basilika St. Kastor

Das Ă€lteste KirchengebĂ€ude von Koblenz ist die von 817 bis 836 errichtete Basilika St. Kastor in der Koblenzer Altstadt. Diese Kirche, in der deutsche Geschichte gemacht wurde, ist wegen ihres umfassend erhaltenen romanischen Baubestandes und der zum großen Teil ĂŒberlieferten Ausstattung sehenswert. Weitere bedeutende KirchengebĂ€ude in der Altstadt sind die kath. Liebfrauenkirche und die ev. Florinskirche. Die beiden Kirchen gehen auf das 12. Jahrhundert zurĂŒck und beherrschen das Stadtbild von Koblenz. Die kath. Jesuitenkirche eines ehemaligen Jesuitenkollegs aus dem 17. Jahrhundert ist der vierte Kirchenbau im Altstadtbereich.

Mit Aufgabe der Stadtbefestigung und der folgenden Stadterweiterung nach SĂŒden Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die kath. Herz-Jesu-Kirche am ehemaligen Löhrtor, die kath. St.-Josef-Kirche in der neuen SĂŒdlichen Vorstadt und die Christuskirche, der erste evangelische Kirchenbau in Koblenz, am Friedrich-Ebert-Ring.

Seit dem Mittelalter gibt es eine jĂŒdische Gemeinschaft in Koblenz. Eine Synagoge bestand bis zu ihrer Zerstörung in der Pogromnacht von 1938 im „BĂŒrresheimer Hof“ im Herzen der Altstadt. Seit dem Zweiten Weltkrieg dient die ehemalige Friedhofshalle am jĂŒdischen Friedhof im Rauental der jĂŒdischen Kultusgemeinde als Gebetshaus.

Im Jahre 2004 wurde in LĂŒtzel die Tahir-Moschee (Moschee des Reinen), der erste muslimische Sakralbau, errichtet.

Eingemeindungen

Ehemals selbstÀndige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Koblenz eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs
in ha
Jahr Orte Zuwachs
in ha
1. Juli 1891 Neuendorf mit LĂŒtzel 547 7. Juni 1969 Kesselheim 484
1. April 1902 Moselweiß 382 7. Juni 1969 Kapellen-Stolzenfels 248
1. Oktober 1923 Wallersheim 229 7. November 1970 Arenberg-Immendorf 900
1. Juli 1937 Ehrenbreitstein 120 7. November 1970 Arzheim 487
1. Juli 1937 Horchheim 772 7. November 1970 Bubenheim 314
1. Juli 1937 Metternich 483 7. November 1970 GĂŒls mit Bisholder 795
1. Juli 1937 Niederberg 203 7. November 1970 Lay 249
1. Juli 1937 Pfaffendorf mit Asterstein 369 7. November 1970 RĂŒbenach 1288

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Koblenz

Durch zahlreiche Eingemeindungen verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt von 45.000 im Jahre 1900 auf 91.000 im Jahre 1939. Im Zweiten Weltkrieg verlor Koblenz aufgrund der fast vollstĂ€ndigen Zerstörung der Stadt rund 80 % seiner Einwohner. Im April 1945 wurden im gesamten Stadtgebiet 19.076 KartenempfĂ€nger durch das ErnĂ€hrungsamt ermittelt. 1958 erreichte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. 1961 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.

Am 7. November 1970 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt durch die Eingemeindung mehrerer Ortschaften um knapp 20.000 Personen auf rund 120.000 Einwohner – historischer Höchststand. 2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Bewohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 9,3 % (10.021 Personen). Den grĂ¶ĂŸten Anteil daran stellen MitbĂŒrger aus der TĂŒrkei (1.963), der Ukraine (872), Serbien und Montenegro (785) sowie Russland (711). Ende Juni 2005 lebten in Koblenz nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 106.501 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (Âč) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter [3] beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1469 1.193
1663 1.409
1778 7.475
1800 7.992
1808 11.077
1812 11.793
1820 11.324
1836 13.307
1. Dezember 1840 Âč 18.387
3. Dezember 1846 Âč 19.475
3. Dezember 1852 Âč 22.033
3. Dezember 1861 Âč 22.175
1. Dezember 1871 Âč 24.902
1. Dezember 1875 Âč 29.300
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 Âč 30.500
1. Dezember 1885 Âč 31.669
1. Dezember 1890 Âč 32.664
2. Dezember 1895 Âč 39.639
1. Dezember 1900 Âč 45.147
1. Dezember 1905 Âč 53.897
1. Dezember 1910 Âč 56.487
1. Dezember 1916 Âč 49.421
5. Dezember 1917 Âč 50.067
8. Oktober 1919 Âč 56.676
16. Juni 1925 Âč 58.161
16. Juni 1933 Âč 65.257
17. Mai 1939 Âč 91.098
31. Dezember 1945 47.982
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 Âč 52.414
13. September 1950 Âč 66.444
25. September 1956 Âč 84.275
6. Juni 1961 Âč 99.240
31. Dezember 1965 103.425
27. Mai 1970 Âč 101.374
31. Dezember 1975 118.394
31. Dezember 1980 113.676
31. Dezember 1985 110.843
25. Mai 1987 Âč 108.246
31. Dezember 1990 108.733
31. Dezember 1995 109.219
31. Dezember 2000 107.950
30. Juni 2005 106.501
Jahr Einwohner
31. Dezember 2010 106.417

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Politik

An der Spitze der Stadt Koblenz stand in kurfĂŒrstlicher Zeit der Schultheiß, der ab 1253 unmittelbarer landesherrlicher Beamter wurde. Daneben gab es einen Rat der Stadt, der im 16. Jahrhundert einem Amtmann unterstand. Ende des 18. Jahrhunderts, als die Stadt französisch besetzt wurde, erhielt sie die Mairieverfassung mit einem Maire an der Spitze. Koblenz war auch Sitz des PrĂ€fekten des DĂ©partement de Rhin-et-Moselle. Nach dem Übergang an Preußen 1815 leitete ein OberbĂŒrgermeister die Stadtverwaltung. Die Stadt wurde Sitz der Rheinprovinz, an deren Spitze der OberprĂ€sident stand. Ferner wurde sie Sitz des Landkreises Koblenz. 1856 wurde die preußische StĂ€dteordnung eingefĂŒhrt. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten auch die Gemeinden Neuendorf, Moselweiß und Kapellen-Stolzenfels zur BĂŒrgermeisterei Koblenz. Zum 1. Oktober 1887 wurde Koblenz eine kreisfreie Stadt, was sie bis heute auch im Land Rheinland-Pfalz ist. Lange Jahre war der Königsstuhl von Rhens der Ort, an dem die Koblenzer BĂŒrgermeister ihre Amtskette ĂŒberreicht bekamen.

Stadtrat

Stadtrat Koblenz 2010.png

Der Stadtrat von Koblenz besteht aus 56 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden. Die Ratsmitglieder werden alle fĂŒnf Jahre neu gewĂ€hlt. Die letzten Stadtratswahlen fanden am 7. Juni 2009 statt.

Zum 31. Oktober 2011 ist ein Mitglied der CDU aus Partei und Fraktion ausgetreten und hat sich der BIZ angeschlossen. Nunmehr hat die CDU-Fraktion 18 und die BIZ-Fraktion sieben Mitglieder.[4]

Die Ergebnisse der letzten Stadtratswahlen:

CDU SPD GRÜNE FDP FBG Linke BIZ Gesamt Wahlbeteiligung Note
2009 19 14 6 5 5 1 6 56 45,3 %
2004 25 17 5 4 5 – — 56 48,3 %
1999 29 20 3 2 2 — — 56 53,2 % [5]
1994 24 23 5 2 2 — — 56 68,2 %

→ Ergebnisse der Kommunalwahlen in Koblenz

StadtoberhÀupter seit 1801

Joachim Hofmann-Göttig, OberbĂŒrgermeister seit 2010

Die Amtsbezeichnung fĂŒr das Stadtoberhaupt von Koblenz lautet „OberbĂŒrgermeister“, da die Stadt kreisfrei ist. Der OberbĂŒrgermeister wird von den BĂŒrgern in einer Direktwahl fĂŒr acht Jahre gewĂ€hlt. Die letzte Wahl des OberbĂŒrgermeisters fand (zeitgleich zur Bundestagswahl) am 27. September 2009 statt. In das Amt wurde mit 54,4 % Joachim Hofmann-Göttig, als unabhĂ€ngiger Kandidat der SPD, gewĂ€hlt. Er setzte sich damit gegen seinen Konkurrenten Peter Labonte (CDU), OberbĂŒrgermeister der Stadt Lahnstein, durch. Dienstantritt des neugewĂ€hlten OberbĂŒrgermeisters war der 1. Mai 2010.[6]

Maire OberbĂŒrgermeister

Stadtvorstand

Der Stadtvorstand setzt sich zusammen aus dem OberbĂŒrgermeister und den drei Beigeordneten (BĂŒrgermeister, Kulturdezernent und Baudezernent), womit alle vier Dezernate der Stadtverwaltung im Stadtvorstand reprĂ€sentiert sind. Den Vorsitz im Stadtvorstand fĂŒhrt der OberbĂŒrgermeister, der als einziger in einer Urwahl bestimmt wird. Die Beigeordneten hingegen werden vom Stadtrat gewĂ€hlt. Seit 2007 heißt die BĂŒrgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (CDU). Das Kulturdezernat wird bereits seit 1999 von Detlef Knopp (B'90/GrĂŒne) gefĂŒhrt und Martin PrĂŒmm (CDU) leitet seit 2001 das Baudezernat.

Symbolik

Wappen

Wappen Koblenz.svg

Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, belegt mit einer goldenen Krone mit drei langstieligen rautenkleeblĂ€ttrigen Zinken.“ Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.

Das heutige Wappen taucht erstmals im 14. Jahrhundert auf. Das Kreuz auf silbernem Grund steht fĂŒr das Wappen des Erzbistums Trier, dem Koblenz seit 1018 angehörte und dessen Residenzstadt Koblenz-Ehrenbreitstein etwa 1629 bis 1786 sowie Koblenz von 1786 bis 1794 war. Die auf den Kreuzungspunkt des Kreuzes gelegte goldene Krone ist das lokale Wappensymbol und steht fĂŒr die Himmelskönigin Maria, die Schutzpatronin der Stadt, der die Stadtpfarrkirche „Unserer lieben Frau“ geweiht ist.

PartnerstÀdte von Koblenz

Im Jahr 1810 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das jedoch offenbar nie zur Anwendung kam. Ab 1814 fĂŒhrte Koblenz definitiv wieder das vertraute Wappen.

In der Zeit, in der Koblenz eine königlich-preußische Residenzstadt war (1850–1918), fand auch eine Variante des bis heute ĂŒblichen Wappens Verwendung; bei ihr war eine zweite, königliche Krone ĂŒber das Wappen gesetzt.

Siehe auch: Wappen von Koblenz

PartnerstÀdte

Koblenz unterhÀlt StÀdtepartnerschaften weltweit bisher zu acht StÀdten:

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Theater Koblenz

Museen

Das Mittelrhein-Museum (Altes Kaufhaus) am Florinsmarkt

Musik

Koblenz ist bekannt fĂŒr eine sehr aktive alternative Musikszene, aus der unter anderem Bands und Projekte wie Blackmail, KEN, Scumbucket, Mill und The Grimes hervorgingen.

Das international bekannte Festival fĂŒr klassische Gitarre „Koblenz International Guitar Festival & Academy“ findet seit 1993 in Folge statt. Den Besucher erwarten Konzerte, Meisterkurse, Workshops, VortrĂ€ge sowie der Gitarrenwettbewerb „Koblenz International Guitar Competition ‚Hubert KĂ€ppel‘“. Diesem Festival verdankt die Stadt Koblenz die Bezeichnung Mekka der Gitarre.

Koblenz ist darĂŒber hinaus Sitz eines der drei rheinland-pfĂ€lzischen Landesorchester, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Das Orchester, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1654 zurĂŒckreichen, spielt in Koblenz u. a. jĂ€hrlich acht große Sinfoniekonzerte in der Rhein-Mosel-Halle, die vom Musik-Institut Koblenz veranstaltet werden. Eigene Konzertveranstaltungen finden im Görreshaus in der Koblenzer Altstadt statt. Das Görreshaus ist Proben- und Konzertsaal des Orchesters und zĂ€hlt mit seinem historischen Görressaal zu den schönsten Profanbauten am Mittelrhein. Seit 1945 bestreitet die Rheinische Philharmonie alle Opernproduktionen des Theaters Koblenz.

Der Verein der Freunde und Förderer - Alte Musik am Mittelrhein e.V. fördert und organisiert Konzerte mit Alter Musik unter BerĂŒcksichtigung der historischen AuffĂŒhrungspraxis. Die Cappella Confluentes und das Ensemble Cappella Musica Sacra spielen Alte Musik auf Originalinstrumenten der jeweiligen Zeit oder auf originalgetreuen Nachbauten.

Seit 1964 gibt es in Koblenz ebenfalls den Fanfarenzug Koblenz-Karthause, der 2007 die Landesmeisterschaft des Landesverbandes fĂŒr Spielmannswesen nach Koblenz holte. Hier gelang es ihm, eine Silbermedaille zu erspielen. Somit kam der Vize-Rheinland-Pfalz Meister in der Naturtonklasse aus Koblenz. Im Jahr 2009 fand diese Veranstaltung erneut in Koblenz statt.

Schlösser und Burgen

Deutsches Eck im Vordergrund, im Hintergrund die Festung Ehrenbreitstein
Ehemalige preußisches (Bezirks-) RegierungsgebĂ€ude in den Rheinanlagen in Koblenz, heute Sitz des BWB
Rhein-Mosel-Halle
MĂŒnzplatz
HistoriensÀule auf dem Görresplatz

Ehemalige Schlösser:

  • Schloss Philippsburg: Im 17. Jahrhundert verlegte KurfĂŒrst Philipp Christoph von Sötern den Regierungssitz von Trier an den Rhein, in den Schutz der sichersten Festung des KurfĂŒrstentums. Nachdem französische Revolutionstruppen Koblenz erobert hatten, sprengten diese 1801 die Festung Ehrenbreitstein. Dabei wurde das Schloss so in Mitleidenschaft gezogen, dass es abgebrochen werden musste.
  • Schloss Schönbornslust: Ehemaliges Jagdschloss in Kesselheim, erbaut 1748–1752 von KurfĂŒrst Franz Georg von Schönborn. Im Zuge der Eroberung durch die französischen Revolutionstruppen 1794 zerstört und schließlich 1806 vollstĂ€ndig abgebrochen.

Festungen

→ Hauptartikel: Festung Koblenz

In Koblenz sind einige der preußischen Festungsanlagen aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Die Preußen bauten damals die Stadt als eines der umfangreichsten Festungssysteme Europas aus. Bis heute thront die Festung Ehrenbreitstein als Nachfolgebau der kurfĂŒrstlichen Befestigung ĂŒber dem Rheintal und ist als einziges der damaligen Anlagen fast vollstĂ€ndig erhalten geblieben. Weitere Bauten der Festung Koblenz sind zum Teil erhalten geblieben, so auf der Karthause das Fort GroßfĂŒrst Konstantin, auf dem Asterstein das Fort Asterstein und die Feste Kaiser Franz in LĂŒtzel.

Profane Bauwerke

Siehe auch: Liste der KulturdenkmÀler in Koblenz, Liste der Brunnen in Koblenz

DenkmÀler

Siehe auch: Liste der DenkmÀler der Stadt Koblenz

PlÀtze

  • Joseph-Görres-Platz
  • Jesuitenplatz mit dem historischen Rathaus
  • MĂŒnzplatz mit dem Geburtshaus des FĂŒrsten Metternich
  • Am Plan
  • Clemensplatz
  • Deinhardplatz
  • Reichenspergerplatz
  • Zentralplatz
  • Bahnhofplatz
  • Florinsmarkt

Friedhöfe

Denkmal fĂŒr die deutschen Veteranen der Armee Napoleons auf dem Hauptfriedhof

Im Koblenzer Stadtgebiet gibt es 22 Friedhöfe:

Der 1821 begrĂŒndete zentrale Friedhof in der Goldgrube am Nordhang zur Karthause gelegen hat den Charakter eines Landschaftsparks. Er ist RuhestĂ€tte einiger bedeutender Personen.

  • Kleinere Friedhöfe befinden sich in vielen Koblenzer Stadtteilen.
  • Im Stadtteil Rauental befindet sich der jĂŒdische Friedhof von Koblenz.

Parks

Das Kaiserin-Augusta-Denkmal in den Rheinanlagen von Koblenz

Die deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park gestalten. Sie war auch Gönnerin des katholischen Pfarrers Kraus und unterstĂŒtzte seine Bestrebungen im Stadtteil Arenberg die heute nach ihm benannten Pfarrer-Kraus-Anlagen, eine Landschaftsbilderbibel, zu schaffen. Im Stadtteil LĂŒtzel befindet sich auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Bubenheimer Flesche der LĂŒtzeler Volkspark.

Die Stadt Koblenz war Austragungsort der Bundesgartenschau 2011. Der Bereich um das Deutsche Eck, das KurfĂŒrstliche Schloss und die Festung Ehrenbreitstein waren Teil des VeranstaltungsgelĂ€ndes. Auf dem Platz vor der Festung entstand ein großzĂŒgiger Landschaftspark mit einer hölzernen Aussichtsplattform. Um das GelĂ€nde am Deutschen Eck mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein zu verbinden, wurde mit der Rheinseilbahn die grĂ¶ĂŸte Luftseilbahn Deutschlands errichtet. Nach Verlautbarung der Landesregierung war die Bundesgartenschau 2011 die grĂ¶ĂŸte Veranstaltung in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Mit einer erreichten Besucherzahl von ĂŒber 3,5 Mio. Menschen war sie die erfolgreichste Bundesgartenschau seit EinfĂŒhrung des elektronischen ZĂ€hlsystems im Jahr 1997.[7]

Sport

Es gibt rund 150 Koblenzer Sportvereine mit insgesamt 42.000 Mitgliedern; etwa 50 verschiedene Sportarten werden angeboten.

Bedeutendster Club ist die TuS Koblenz. Der Fußballverein stieg mit Trainerlegende Milan Sasic in den Jahren 2003 bis 2006 von der Oberliga SĂŒdwest ĂŒber die Regionalliga SĂŒd in die 2. Fußball-Bundesliga auf. HeimstĂ€tte des Clubs ist das Stadion Oberwerth, mit Platz fĂŒr 15.000 Zuschauer, davon rund 7228 SitzplĂ€tze, die grĂ¶ĂŸte Koblenzer SportstĂ€tte. Die Sportschule Oberwerth steht als Ausbildungs- und Tagungszentrum in unmittelbarer NĂ€he des Stadions Oberwerth Vereinen und anderen VerbĂ€nden zur VerfĂŒgung.

Weitere große Sportvereine in Koblenz Sportart GrĂŒndung Mitglieder
Aero-Club Koblenz e. V. Segelflug, Motorflug/Motorsegler, Ultraleichtflug 1951 200
Coblenzer Turngesellschaft 1880 e. V. American Football, Cheerleading, Fechten, GerĂ€tturnen, Kickboxen,
Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik,
1880 1700
Koblenzer Ruderclub Rhenania 1877/1921 e. V. Rudern, Tennis, Volleyball 1877 / 1921  ?
Königsbacher SC Koblenz e. V. Fechten 1952  ?
Kunstturnvereinigung Koblenz e. V. Kunstturnen 60
Post-Sportverein Koblenz e. V. Basketball, Faustball, Fotografieren,
Gymnastik, Kanu, Rudern, Schwimmen,
Seniorensport, Skifahren, Tennis, Segeln
1931  ?
Schwimmclub Poseidon Koblenz e. V. Schwimmen, Triathlon, Wasserball 1920 1400
SRL Triathlon Koblenz e. V. Triathlon 1985 150
Tennisclub Oberwerth Koblenz e. V. Tennis 1892  ?
TTC Olympia Koblenz e. V. 1953 Tischtennis 1953 82
Turnverein 1891 Moselweiss e. V. Breitensport, Handball, Tischtennis, Turnen 1891  ?
Turn- und Sportfreunde Rot-Weiß Koblenz e. V. Badminton, Behindertensport, Boule, Boxen,
Faustball, Fußball, Hockey, Judo, Karate, Kendo,
Leichtathletik, PrÀventionssport, Skifahren,
Tischtennis, Turnen, Volleyball
1947 1800

Der Standort Koblenz ist OlympiastĂŒtzpunkt fĂŒr die Sportarten Fechten und Rudern. Die Stadt war mehrfach Etappenstation der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt sowie 1992 Etappenziel der Tour de France. Koblenz ist außerdem Ziel des Mittelrhein-Marathon, der von Oberwesel bis ans Deutsche Eck fĂŒhrt. Der Koblenzer Stadtwald wird fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten verschiedenster Art genutzt und entlang der rechten Rheinseite fĂŒhrt der Wanderweg Rheinsteig durch Koblenz.

Koblenzer Dialekt

Der in Koblenz gesprochene Dialekt, das so genannte Kowelenzer Platt, gehört zum MoselfrĂ€nkischen. Er unterscheidet sich von anderen rheinischen Dialekten vor allem im Tonfall. Dem singenden, ja melodischen Sprechen der nördlichen RheinlĂ€nder steht eine ebene Tonlage mit einer besonderen Vorliebe fĂŒr breite Laute und VerlĂ€ngerung der Lautdauer im Koblenzer Dialekt gegenĂŒber („dau“ = du). Die moselfrĂ€nkischen Mundarten sind dann auch im Gegensatz zum Limburgischen und Ripuarischen keine Tonsprachen. In der Vergangenheit, vor allem aber in der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich (1794–1814), flossen auch viele französische Dialektwörter mit ein, z. B. PlĂŒmo (Federbett), Filou (Lausbub), Monnie (Geld), Drottewaar (BĂŒrgersteig). Interessant ist, dass die Lautverschiebungen von Stadtteil zu Stadtteil verschieden sind, was oft zu einem Mischdialekt fĂŒhrt.

Koblenz verfĂŒgt ĂŒber die Ă€lteste Mundart-Wortsammlung im Rheinland. Schon 1787 publizierte der Koblenzer J.H. von Bleul eine Wortliste in mehreren Folgen im „Allgemeinen Churtrierischen Intelligenzblatt“. Hannelore Kraeber veröffentlichte mit dem „Neuen Wörterbuch der Koblenzer Mundart“ eine dokumentierte Koblenzer Sprachsammlung aus ĂŒber 200 Jahren. Diese gilt als RaritĂ€t unter den Mundartaufzeichnungen.

Ein Beispiel fĂŒr den Koblenzer Dialekt ist das SchĂ€ngellied, die Hymne von Koblenz, sowie das identitĂ€tsstiftende Video „Dau bist Kowelenz“ aus dem Jahre 2006, was als Parodie auf die Kampagne „Du bist Deutschland“ verstanden werden kann.

Koblenzer Karneval

Rosenmontagszug 2005
→ Hauptartikel: Koblenzer Karneval

Seit dem 13. Jahrhundert, verbĂŒrgt durch den Zisterziensermönch Caesarius, findet das Karnevalstreiben am Eck statt; in den ersten Jahrhunderten unter den Blicken sittenstrenger Kirchenvertreter, bis der religiös motivierte Karneval mit dem Ausbruch des DreißigjĂ€hrigen Krieges zu Grabe getragen wird. Trotz Zerstörung, Brandschatzung und Tod gelang dem Koblenzer Karneval 1688 die RĂŒckkehr in die Stadt, die nun aber neuzeitlich geprĂ€gt war. Prunk und kurfĂŒrstliche Pracht bestimmten bis zur Übergabe der Stadt an das napoleonische Frankreich seinen Charakter. Aus dem bisher aristokratischen Karneval wurde nun eine rein bĂŒrgerliche Veranstaltung.

Napoleons Niederlage und Preußens Aufstieg ab 1815 kennzeichnen einen weiteren, wahrscheinlich den wichtigsten Abschnitt der Koblenzer Karnevalsgeschichte: die von Köln ausgehende Karnevalsreform von 1823. Die Folge dieser Reform ist eine Institutionalisierung des Koblenzer Karnevals 1824 und damit zahlreiche VereinsgrĂŒndungen. BĂŒrgerlicher Eigensinn und der Wille, sich selbst zu organisieren, standen damals schon im Widerspruch zur preußischen Staatsraison, was die weitere Entwicklung der fĂŒnften Jahreszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts lĂ€hmte. Zwar gelingt es den Koblenzern 1827 einen ersten Fastnachtsumzug zu veranstalten, doch schon bald stoßen die veranstalterischen Freiheiten an ihre bĂŒrokratischen Grenzen.

Erst nach 1860 zeichnete sich eine Entspannung zwischen den Narren und der Obrigkeit ab. Immer wieder wird der Koblenzer Karneval durch politische Krisen und das um die Jahrhundertwende aufkommende Desinteresse unterbrochen. Wegen der wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung erhielt wÀhrend der 1920er das nÀrrische Treiben in Koblenz einen zusÀtzlichen Antrieb. Unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg wÀchst das Interesse bis in die Gegenwart.

Der Koblenzer Karneval wird heute im Wesentlichen durch die engagierte Gemeinschaftsarbeit der „Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval“ (AKK) am Leben gehalten. Einige der bekanntesten Vereine im Koblenzer Karneval sind die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft, die KKG Rot-Weiß-GrĂŒn „Kowelenzer SchĂ€ngelcher“ 1922 e. V., die K.K. Funken „Rot-Weiß“ 1936 e. V., die Narrenzunft „Gelb-Rot“ und das AHC. Das AHC wurde in den 1930er Jahren gegrĂŒndet und ist damit einer der Ă€ltesten Vereine. AHC bedeutet ĂŒbersetzt Alt-Herren-Corps. Die beliebtesten Stationen des Karnevals sind neben einer Vielzahl von Saalveranstaltungen und Sitzungen, der Rosenmontagszug durch die gesamte Innenstadt, die Ernennung und Wahl des Prinzen und seiner „Dame Confluentia“, sowie die ErstĂŒrmung des Rathauses und der Falkenstein-Kaserne durch die Koblenzer Narren unter der FĂŒhrung des Elferrates und der TollitĂ€ten.

Der nicht-kÀufliche Grundsatz:

An dem Brauchtum lasst uns halten
eingedenk der Eigenart
dass die Welt nur kann gestalten
wer die Werte sich bewahrt!

Kulinarische SpezialitÀten

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Rhein in Flammen 2011 in Koblenz, abgeschossen von der Festung Ehrenbreitstein, im Vordergrund das Deutsche Eck
Der Geysir Andernach, der höchste Kaltwassergeysir der Welt
Koblenz inmitten des Mittelrheintals

SehenswĂŒrdigkeiten in der Umgebung

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Maschinen- und Autozulieferindustrie, Softwarefirmen, Versorger, Banken, Versicherungen und diverse Bundes- und Landesbehörden sind in Koblenz beheimatet:

Medien

Das Funkhaus von Antenne Koblenz 98.0
  • In Koblenz befindet sich ein Studio des SĂŒdwestrundfunks (SWR), das Studio Rheinland des privaten Hörfunksenders Radio RPR , der Lokalsender Antenne Koblenz 98.0 und von Big FM. Als regionale Fernsehsender gibt es den TV Mittelrhein und den Offenen Kanal Koblenz.
  • Als Tageszeitung erscheint die Rhein-Zeitung, als Wochenzeitungen die Blick Aktuell, KoblenzErleben, der Koblenzer SchĂ€ngel und der SuperSonntag. FĂŒr den grĂ¶ĂŸten Koblenzer Stadtteil Karthause erscheint monatlich das Stadtteilmagazin Der KarthĂ€user.
  • Die Online-Magazine Anarchique.de, konnect.de (Koblenzer Szenemagazin) und RZ-Online, sowie die stĂ€dtische Internetseite koblenz.de informieren ĂŒber Veranstaltungen in Koblenz und Umgebung.
  • Folgende Sendeanlagen versorgen Koblenz mit Hörfunk- und Fernseh-Programmen: Fernmeldeturm Koblenz, SWR-Sender Koblenz (Dieblich-Naßheck), Sender Bendorf-Vierwindenhöhe, Sender Koblenz (stillgelegt).
  • Das Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz (LMZ) betreut den Bildungsserver Rheinland-Pfalz, produziert didaktisch strukturierte Medien fĂŒr Schulen und BildungstrĂ€ger, ist eine wichtige Bezugsquelle fĂŒr audiovisuelle Medien und GerĂ€te und beteiligt sich an den Multimedia-Schulungsinitiativen fĂŒr LehrkrĂ€fte.

Verkehr

Straßenkarte
Karte der Bahnanlagen im Großraum Koblenz

Straßenverkehr

Im Westen der Stadt fĂŒhrt die Bundesautobahn 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach vorbei, im Norden die West-Ostverbindung der Bundesautobahn 48, welche die A 1 SaarbrĂŒcken-Köln mit der A 3 Frankfurt-Köln verbindet. Ferner fĂŒhren die Bundesstraßen 9, 42, 49, 416, 258 und 327 durch das Stadtgebiet. Der Glockenbergtunnel ermöglicht einen kreuzungsfreien Anschluss der Pfaffendorfer BrĂŒcke an die B 42. Folgende BrĂŒcken ĂŒberqueren

Siehe auch: Liste der Querungen ĂŒber Rhein und Mosel in Koblenz

Bahnverkehr

Der Bahnhof Koblenz Hbf mit ICE-Halt liegt an der Linken Rheinstrecke zwischen Bonn und Mainz, aber auch an der rechtsrheinischen Hauptstrecke Wiesbaden–Köln. In Koblenz zweigen die Moselstrecke nach Trier (und weiter nach Luxemburg sowie SaarbrĂŒcken) ab, ferner die Lahntalbahn nach Limburg und Gießen. Zudem gibt es noch die Haltepunkte bzw. Bahnhöfe Koblenz-Ehrenbreitstein, Koblenz-GĂŒls, Koblenz-LĂŒtzel, Koblenz-Moselweiß und Koblenz Stadtmitte, letzterer eröffnet am 14. April 2011. Bis 1988 war das Bahnbetriebswerk Koblenz-Mosel eine wichtige Drehscheibe in der Wartung von Lokomotiven im Raum Koblenz. Seit 2008 unterhĂ€lt die trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH an gleicher Stelle ein Betriebswerk.

Radwegnetz

Es gibt entlang der Hauptstraßen ein ausgebautes Radwegenetz in Koblenz. Vor allem die Radwege entlang der beiden FlĂŒsse Rhein und Mosel sind gut ausgebaut und erfreuen sich großer Beliebtheit. Von Koblenz aus fĂŒhren die Radwege in die Eifel, den HunsrĂŒck und in den Westerwald.

Luftverkehr

Luftanbindung erfolgt durch die etwa eine Autostunde entfernten GroßflughĂ€fen Köln-Bonn („Konrad Adenauer“) und Frankfurt sowie durch den relativ nah gelegenen Flughafen Frankfurt-Hahn (Anbindung von Koblenz aus mit dem Shuttle-Bus). Der vor allem von GeschĂ€ftsreisenden genutzte Flugplatz Koblenz-Winningen bei Winningen ist moselaufwĂ€rts nur einige Autominuten entfernt. Koblenz selbst hatte bis Ende der 1960er Jahre einen eigenen Flugplatz im heutigen Stadtteil Karthause. Der Bezirk der Karthause heißt auch heute noch „Am Flugfeld“.

Schiffsverkehr

Lasinsky: Floß bei der Durchfahrt durch die Koblenzer SchiffbrĂŒcke, 1828

In Koblenz beginnt oder endet die windungsreiche Engtalstrecke des Mittelrheins Bingen/Koblenz. Deshalb hatte Koblenz bis zu den 1950er Jahren noch eine Lotsenstation. Auch fĂŒr die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts (vereinzelt noch bis zuletzt 1946) betriebene FlĂ¶ĂŸerei war Koblenz eine wichtige Etappe. Ab hier wurden die FlĂ¶ĂŸe zu grĂ¶ĂŸeren HollĂ€nderflĂ¶ĂŸen von bis zu 400 m zusammengestellt, um dann bis nach Dordrecht gebracht zu werden.

Koblenz kann bequem per Schiff ĂŒber die Bundeswasserstraßen Rhein und Mosel erreicht werden. Der nĂ€chstgelegene GĂŒterhafen im Industriegebiet ist der Rheinhafen Koblenz, ein Drehpunkt des Schienen-, Straßen- und Wasserverkehrs. Die Rheinanlagen sind Anlegestelle der KD (Köln-DĂŒsseldorfer) Flotte. Die KD-Schiffe und Schiffe lokaler Redereien starten von hier ins romantische Mittelrhein- und Moseltal. Seit der Kanalisierung der Mosel zwischen 1958 und 1964 und dem Bau der Staustufe Koblenz ist die Stadt nicht nur mit Rotterdam und Duisburg-Ruhrort sondern auch mit den Industriegebieten in Lothringen und Luxemburg verbunden.

ÖPNV

Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Buslinien der Koblenzer Verkehrs-Service GmbH (KVS), Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH (RMV) sowie rhein-hunsrĂŒck-bus (rhb) und weiterer Privatunternehmen. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) an.

Von 1899 bis 1967 bestand in Koblenz ein ausgedehntes Netz elektrischer Straßenbahnen. Außerdem verkehrten von 1941 bis 1970 mehrere Obuslinien. Das damalige Unternehmen firmierte als Koblenzer ElektrizitĂ€tswerk und Verkehrs-AG.

Seilbahn

→ Hauptartikel: Rheinseilbahn (Koblenz)
Die Rheinseilbahn am Eröffnungstag

In Koblenz verkehrt mit der Rheinseilbahn seit dem 2. Juli 2010 die grĂ¶ĂŸte Seilbahn Deutschlands. Sie stellt schon nach ihrem dreimonatigen Testbetrieb mit 180.000 FahrgĂ€sten eine der Hauptattraktionen der kommenden Bundesgartenschau 2011 dar. Die erste in einem stĂ€dtischen Umfeld gebaute und 890 Meter lange Dreiseilumlaufbahn verbindet die Rheinanlagen in Höhe der Kastorkirche mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein. Sie kann mit 18 Kabinen fĂŒr jeweils 35 Passagiere pro Stunde etwa 3.800 Menschen in jede Richtung befördern. Mit dieser FörderkapazitĂ€t von insgesamt 7.600 Menschen pro Stunde ist sie weltweit unĂŒbertroffen. Sie wurde als ökologisch sinnvolle Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 errichtet.[8] Um den UNESCO-Welterbe-Status der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal nicht zu gefĂ€hrden wurde in einem Konzessionsvertrag vereinbart, die Seilbahn bis November 2013 zu betreiben und danach wieder abzubauen.

Im April 2011 wurde bekannt, dass Verhandlungen der Stadt Koblenz mit dem Erbauer und Betreiber Doppelmayr laufen, die Rheinseilbahn fĂŒnf Jahre lang zu betreiben. Auch ein dauerhafter Betrieb wĂ€re vorstellbar, ist aber von der Wirtschaftlichkeit und Verhandlungen mit der UNESCO abhĂ€ngig.[9] Von Seiten der UNESCO verlautete auf dem 7. UNESCO-Welterbetag im Juni 2011, dass die Rheinseilbahn welterbevertrĂ€glich ist und somit bleiben kann. Der Betreiber Doppelmayr will aber erst Ende 2012 ĂŒber einen weiteren Betrieb verhandeln, wenn bis dahin klar ist, ob die Seilbahn wirtschaftlich betrieben werden kann.[10]

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Hochschulen

  • UniversitĂ€t Koblenz-Landau, gegrĂŒndet 1990 als Nachfolgeeinrichtung der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz (EWH) mit Standorten in Koblenz und Landau sowie dem PrĂ€sidialamt und der zentralen Verwaltung in Mainz. Aus den Wurzeln der EWH ergeben sich die erziehungswissenschaftlichen StudiengĂ€nge. Andere gut ausgebaute StudiengĂ€nge sind Informationsmanagement, Informatik und der Studiengang Computervisualistik, der in Deutschland sonst nur an der Otto-von-Guericke-UniversitĂ€t in Magdeburg (dort aber als Ingenieursstudiengang) angeboten wird. Als eine der wenigen Hochschulen Deutschlands betĂ€tigt sich die UniversitĂ€t Koblenz-Landau im Bereich „Verwaltungsinformatik“ oder „E-Government“. Viele von der EuropĂ€ischen Union initiierte Integrierte Projekte werden dort geleitet oder betreut.
  • Die Fachhochschule Koblenz, gegrĂŒndet 1971 als Teil der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, wurde 1996 verselbstĂ€ndigt. Angeboten werden die StudiengĂ€nge Architektur und Stadtplanung, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Sozialwesen in Koblenz. Zudem existieren ausgelagerte Fachbereiche. In Höhr-Grenzhausen existieren die Fachbereiche kĂŒnstlerische Keramik und Werkstofftechnik Glas und Keramik. In Remagen existieren am RheinAhrCampus der Fachbereich Betriebs- und Sozialwirtschaft mit den StudiengĂ€ngen Betriebswirtschaftslehre, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Logistik und E-Business, Bildungs- und Sozialmanagement, Sportmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen sowie der Fachbereich Mathematik und Technik mit den StudiengĂ€ngen Biomathematik, Optik und Lasertechnik, Mess- und Sensortechnik, Wirtschaftsmathematik, Applied Physics, Mathematics in Finance and Life Science, Biomathematik, Medizintechnik sowie Sportmedizinische Technik und Lasertechnik. Die StudiengĂ€nge werden als PrĂ€senz- oder FernstudiengĂ€nge sowie als Bachelor-, Diplom- oder Masterstudiengang angeboten, wobei die DiplomstudiengĂ€nge auslaufen.

Schulen

Gymnasien Berufsbildende Schulen Realschulen Gesamtschulen
  • Berufsbildende Schule Wirtschaft (+ Wirtschafts-Gymnasium)
  • Julius-Wegeler-Schule, Berufsbildende Schule (+ Gymnasium f. Umwelttechnik + Gym. f. Gesundheit/Soziales)
  • Carl-Benz-Schule Koblenz (BBS Technik)
  • Dr. Zimmermannsche Wirtschaftsschule
  • Bischöfliche Realschule
  • Clemens-Brentano Realschule
  • Realschule Karthause
  • IGS Koblenz mit gymnasialer Oberstufe
  • Albert-Schweitzer-Realschule plus Koblenz

EDV-Versorgung der Schulen

Die Stadt bietet mit ihrem "Schulnetz Koblenz" ein Intranet fĂŒr alle koblenzer Schulen. Die Schulen sind ĂŒber schnelle, symmetrische Leitungen (SDSL) mit dem Rechenzentrum verbunden. Durch die zentrale Verwaltung im Kommunalen Gebietsrechenzentrum (KGRZ) werden damit allen Schulen gleichermaßen hochwertige Dienstleistungen zur VerfĂŒgung gestellt. Dazu zĂ€hlen neben der Bereitstellung von Software auch der sichere (Jugendschutz), zentrale Zugang in das Internet (Firewall und Contentfilter) sowie die Bereitstellung von umfangreichen Möglichkeiten zum Blended Learning. Dabei werden allen an Schule beteiligten sowohl Wikis und Moodle als auch ein Webkonferenzsystem (OpenMeetings) als zentrale Dienste angeboten.

Bibliotheken

Behörden

Das Bundesarchiv in Koblenz

Judikative

KrankenhÀuser

Haupteingang des Bundeswehrzentralkrankenhauses

In der Stadt Koblenz befinden sich fĂŒnf KrankenhĂ€user. Das grĂ¶ĂŸte Klinikum, das Klinikum Kemperhof Koblenz, wird als Gemeinschaftsklinikum zusammen mit dem Krankenhaus Mayen zu gleichen Teilen von der Stadt als auch dem Landkreis Mayen-Koblenz betrieben. Das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZK) wird von der Bundeswehr unterhalten. Durch kirchliche TrĂ€gerschaften werden die HĂ€user Katholisches Klinikum Koblenz (bestehend aus den KrankenhĂ€usern Marienhof und BrĂŒderhaus St. Josef) und das Gesundheitszentrum Evangelisches Stift St. Martin Koblenz betrieben.

Am Standort des Bundeswehrzentralkrankenhauses ist der von Bundeswehr und ADAC gemeinsam betriebene Rettungshubschrauber Christoph 23 fĂŒr die Luftrettung im nördlichen Rheinland-Pfalz beheimatet.

Bundeswehr

Bundeswehr

Koblenz war bis Ende der 1980er Jahre die grĂ¶ĂŸte Garnisonsstadt Europas. Trotz der Schließung einiger Kasernen befinden sich viele zentrale militĂ€rische und zivile Einrichtungen der Bundeswehr auf Koblenzer Gebiet:

Persönlichkeiten

ValĂ©ry Giscard d’Estaing, EhrenbĂŒrger seiner Geburtsstadt Koblenz

→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Koblenz

BerĂŒhmte Persönlichkeiten aus Koblenz sind unter anderem der österreichische Staatsmann FĂŒrst von Metternich, der Publizist und Herausgeber Joseph Görres, der Dichter Clemens Brentano, die OpernsĂ€ngerin Henriette Sontag, der Eifelverein-GrĂŒnder Adolf Dronke, der Physik-NobelpreistrĂ€ger Max von Laue, der französische StaatsprĂ€sident ValĂ©ry Giscard d'Estaing sowie der FußballtorhĂŒter Bodo Illgner.

EhrenbĂŒrger

→ Hauptartikel: Liste der EhrenbĂŒrger von Koblenz

Literatur

BĂŒcher chronologisch nach Erscheinungsjahr geordnet, Ă€ltestes zuerst.

  • Albert Dominicis: Coblenz unter dem letzten KurfĂŒrsten von Trier Clemens Wenzelslaus 1768-1794. Coblenz 1869. [1]
  • Julius Wegeler: BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Coblenz. Coblenz 1881.
  • Max BĂ€r: Aus der Geschichte der Stadt Koblenz. 1814–1914. Krabben, Koblenz 1922.
  • Hans Bellinghausen sen.: Koblenz an Rhein und Mosel. Ein Heimatbuch. 2000 Jahre Koblenz. 4. Auflage. Görres Druckerei, Koblenz 1950.
  • Erich Keyser (Hrsg.): StĂ€dtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte. IV SĂŒdwestdeutschland, 5. Teilband. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1964.
  • Udo Liessem (Hrsg.): Coblenz. Eine Bildfolge aus dem Mittelrheinmuseum (10 Kupfer-, Stahlstiche und Zeichnungen des Alten Koblenz). Herausgegeben fĂŒr die Görres-Buchhandlung Koblenz. Koblenz, Aachen o.J. (vermutlich 1970er Jahre).
  • Hans Bellinghausen jun. (Hrsg.): 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boppard 1971. ISBN 3-7646-1556-7
  • Magnus Backes: Koblenz mit Ehrenbreitstein und Stolzenfels (Deutsche Lande - Deutsche Kunst). MĂŒnchen/Berlin 1973
  • Koblenz – Stadt der BrĂŒcken – Dokumentation zur Einweihung der Koblenzer BalduinbrĂŒcke. In: Dokumentation der Stadt Koblenz. Hrsg. v. d. Stadt Koblenz Presse und Informationsamt. Koblenz 1975
  • Koblenz. Merian - Monatsblatt der StĂ€dte und Landschaften. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, Febr. ISSN 0026-0029
  • Landesbildstelle Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Ein Gang durch Koblenz – Ende des 19. Jahrhunderts. Aufnahmen des Königlichen Hofphotographen Otto Kilger mit 8 GegenĂŒberstellungen aus heutiger Zeit. Rhenania-Fachverlag, Koblenz 1980. ISBN 3-922755-03-8
  • Étienne Francois: Koblenz im 18. Jahrhundert. Zur Sozial- und Bevölkerungsstruktur einer deutschen Residenzstadt. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982.
  • Landesamt fĂŒr Denkmalpflege (Hrsg.): Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt Koblenz. Die profanen DenkmĂ€ler und die Vororte. Die KunstdenkmĂ€ler von Rheinland-Pfalz. UnverĂ€nderter Nachdruck von 1954. Im Auftrage des Kultusministeriums von Rheinland-Pfalz. Deutscher Kunstverlag, MĂŒnchen-Berlin 1986. ISBN 3-422-00563-3
  • Hartwig Neumann, Udo Liessem: Die klassizistische Großfestung Koblenz. Eine Festung im Wandel der Zeit. Koblenz 1989.
  • Herbert Gauls: Fotoband „Koblenz. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“. Mit Texten von Gudrun Tribukait. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1995. ISBN 3-86134-253-7
  • Helmut Kampmann: Wenn Steine reden. Gedenktafeln und Erinnerungsplatten in Koblenz. Fuck-Verlag, Koblenz 1992. ISBN 3-9803142-0-0
  • Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.): Geschichte der Stadt Koblenz. Gesamtredaktion: Ingrid BĂĄtori in Verbindung mit Dieter Kerber und Hans Josef Schmidt
    • Bd. 1: Von den AnfĂ€ngen bis zum Ende der kurfĂŒrstlichen Zeit. Theiss, Stuttgart 1992. ISBN 3-8062-0876-X
    • Bd. 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Theiss, Stuttgart 1993. ISBN 3-8062-1036-5
  • Erneuerung der Koblenzer Altstadt. Eine Dokumentation zur Sanierung. Im Auftrag der Stadtverwaltung Koblenz bearbeitet von Reinhard Kallenbach. Koblenz 1992.
  • Reinhard Kallenbach: Die Koblenzer Altstadt. Entwicklung, Planung und Schicksal der historischen BĂŒrgerhĂ€user. Koblenz 1995.
  • Reinhard Kallenbach: Vom Ziehbrunnen zum Wasserwerk. Eine Dokumentation der „Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein“ anlĂ€sslich des 110-jĂ€hrigen Bestehens der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Koblenz. Koblenz 1995.
  • Manfred Gniffke: Koblenz – die Stadt an Rhein und Mosel. StadtfĂŒhrung mit Manfred Gniffke. Koblenz-Touristik, Koblenz 1998.
  • Reinhard Kallenbach, Dieter Kerber, Marianne Schwickerath: Sanierung Ehrenbreitstein. Garwain-Verlag, Koblenz 1998.
  • Herbert Gauls: Fotoband „Koblenz. Bewegte Zeiten – Die 60er Jahre“ mit Texten von Christine Vary. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1999. ISBN 3-86134-645-1
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey: Koblenz – gebaut, zerstört, wiedererstanden. Das Stadtbild im letzten Jahrhundert. 2000, ISBN 3-89511-070-1
  • Thomas Tippach (Diss.): Koblenz als preussische Garnison- und Festungsstadt Wirtschaft, Infrastruktur und StĂ€dtebau. 2000 (Reihe: StĂ€dteforschung, Reihe A: Darstellungen Band 53), ISBN 3-412-08600-2
  • Petra Camnitzer, Dieter Kerber: Koblenz in Farbe. Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz, 2001, ISBN 3-86134-979-5
  • Wolfgang SchĂŒtz: Koblenzer Köpfe – Lebensbeschreibungen ĂŒber Personen der Stadtgeschichte und Namensgeber fĂŒr Straßen und PlĂ€tze; MĂŒlheim-KĂ€rlich o.J. (vermutlich 2002, Verlag fĂŒr AnzeigenblĂ€tter)
  • Klaus T. Weber (Diss.): Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815–1834). (Reihe: Kunst- und Kulturwissenschaftliche Forschungen) 2003, ISBN 3-89739-340-9
  • Helmut Schnatz: Ganz Koblenz war ein Flammenmeer! 6. November 1944. Deutsche StĂ€dte im Bombenkrieg. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2004. ISBN 3-8313-1474-8
  • Hans-Peter Kleber, Michael Koelges, Hans Josef Schmidt: Koblenz, Gestern und heute. Eine GegenĂŒberstellung. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1997. ISBN 3-86134-390-8
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey: Koblenz. Viele Gesichter – eine Stadt. Bildband zur Koblenzer Stadtgeschichte und Stadtentwicklung. Garwain-Verlag, Koblenz 1998.
  • Reinhard Kallenbach u. a.: 175 Jahre Karneval in Koblenz. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK). Garwain-Verlag, Koblenz 1999.
  • Reinhard Kallenbach: Koblenz. Die Reihe Archivbilder. Sutton-Verlag, Erfurt 2001.
  • Reinhard Kallenbach: Koblenz. Gebaut, zerstört, wieder erstanden. Betulius-Verlag, Stuttgart 2001.
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey u. a.: Koblenz. Gesichter einer Stadt. Bildband zur Koblenzer Stadtentwicklung. Garwain-Verlag, Koblenz 2002.
  • Herbert Dellwing, Reinhard Kallenbach: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Bd 3.2. Koblenz Innenstadt. Worms 2004. ISBN 3-86134-390-8
  • Wolfgang SchĂŒtz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber fĂŒr Straßen und PlĂ€tze. Hrsg. v. Bernd Weber. Verlag fĂŒr AnzeigenblĂ€tter, Koblenz 2005. ISBN 224-0-00345-226-2
  • Daniel Heimes: Sozialstruktur und soziale MobilitĂ€t der Koblenzer BĂŒrgerschaft im 17. Jahrhundert. Diss. Kliomedia, Trier 2007. ISBN 978-3-89890-118-5
  • Reinhard Kallenbach: Koblenzer Abwasser-Geschichten. Eine Dokumentation des Eigenbetriebs StadtentwĂ€sserung anlĂ€sslich des 125-jĂ€hrigen Bestehens der modernen Kanalisation an Rhein und Mosel. Garwain-Verlag, Koblenz 2007.
  • Reinhard Kallenbach: Leben und Leiden in Koblenz. Ein Beitrag zur Entwicklung der Kommunalen „Gesundheits-Infrastruktur“ im 19. und 20. Jahrhundert. Krankenhauswesen, Trinkwasserversorgung, Abfall und EntwĂ€sserung. Garwain-Verlag, Koblenz 2007.
  • Reinhard Kallenbach: 200 Jahre Dienst am Menschen. Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen. Standort Kemperhof. 2 Bde. Koblenz 2005, 2007.
  • BerĂŒhmte Persönlichkeiten in Koblenz: BegleitbroschĂŒre zur Ausstellung. Stadtbibliothek, Koblenz 2007. ISBN 978-3-926238-38-2
  • Manfred Böckling: Koblenz an Rhein und Mosel. Ein StadtfĂŒhrer. Koblenz-Touristik, Koblenz 2008. ISBN 978-3-00-026157-2
  • Literatur ĂŒber Koblenz in der Rheinland-PfĂ€lzischen Landesbibliographie

Dokumente

Filme

  • Manfred Gniffke (Hrsg.): Mein Koblenz, Europastadt am Deutschen Eck (Video; VHS), 35 Minuten, 2000, ISBN 3-935286-97-X

Weblinks

Wikinews Wikinews: Koblenz â€“ in den Nachrichten
 Commons: Koblenz â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Koblenz â€“ Zitate
Wiktionary Wiktionary: Koblenz â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Koblenz â€“ Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. ↑ Koblenz kochte bei 39,4 Grad in: Spiegel-Online, 18. Juni 2002
  3. ↑ Statistische Analysen des Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz Dezember 2007
  4. ↑ Knall im Stadtrat Koblenz: Keul-Göbel wechselt zur BIZ in: Rhein-Zeitung, 27. Oktober 2011
  5. ↑ Ergebnis der Kommunalwahlen 1999 in: koblenz.de
  6. ↑ Hofmann-Göttig wird neuer Stadtchef in Koblenz in: Rhein-Zeitung, 27. September 2009
  7. ↑ Koblenz: 3.558.274 Menschen besuchten Bundesgartenschau in: SWR Nachrichten, 16. Oktober 2011
  8. ↑ Die GrĂ¶ĂŸte! Koblenzer Buga-Seilbahn gondelt jetzt ĂŒber den Rhein in: Rhein-Zeitung, 2. Juli 2010
  9. ↑ Buga-Seilbahn muss vielleicht 2013 doch nicht weichen in: Rhein-Zeitung, 8. April 2011
  10. ↑ Unesco: Buga-Seilbahn schadet Welterbe nicht in: Rhein-Zeitung, 6. Juni 2011

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   Kleines Konversations-Lexikon

  • Koblenz — Koblenz, preuß. Stadt in der Rheinprovinz, Hauptstadt des gleichnamigen Reg. Bez., am Einfluß der Mosel in den Rhein, Festung, mit dem gegenĂŒberliegenden Ehrenbreitstein (s. d.) einer der wichtigsten Punkte, ist Sitz der Centralbehörden der… 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Koblenz — [kƍâ€Čblents΄] city in W Germany, on the Rhine, in the state of Rhineland Palatinate: pop. 110,000 
   English World dictionary

  • Koblenz — This article is about the city in Germany. For other uses, see Koblenz (disambiguation). Koblenz 
   Wikipedia


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