Kokain

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Kokain
Strukturformel
Strukturformel von Kokain
Allgemeines
Name Kokain
Andere Namen
  • Cocain
  • Methyl(1R,2R,3S,5S)-3-(benzoyloxy)-8-methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-2-carboxylat (IUPAC)
  • Ecgonylbenzoat
Summenformel C17H21NO4
CAS-Nummer 50-36-2
PubChem 5760
ATC-Code
DrugBank DB00907
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

CNS-Stimulans

Eigenschaften
Molare Masse 303,36 g·mol−1
Schmelzpunkt

98 °C[1]

Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie die eingeschrĂ€nkte GĂŒltigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-SĂ€tze H: 301-311-317-319-331
EUH: keine EUH-SĂ€tze
P: 261-​280-​301+310-​305+351+338-​311 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2]

T
Giftig
R- und S-SĂ€tze R: 23/24/25-43
S: 22-36/37/39-45
LD50
  • 96 mg·kg−1 (Maus, peroral) [3]
  • 13 mg·kg−1 (Hund, peroral) [4]
Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Kokain (auch Cocain) ist ein starkes Stimulans und eine weltweit verbreitete Rauschdroge mit hohem AbhÀngigkeitspotenzial. Chemisch-strukturell gehört es zu den Tropan-Alkaloiden und ist ein Derivat von Ecgonin.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten CocastrĂ€ucher kamen 1750 aus SĂŒdamerika nach Europa. Im Winter 1859/60 isolierte Albert Niemann im Laboratorium von Friedrich Wöhler in Göttingen die aktiven Komponenten des Cocastrauches. Er gab dem Alkaloid den Namen Kokain.[5] Es ist allerdings umstritten, ob Niemann tatsĂ€chlich als erstem die Isolation von Kokain gelungen ist. Diese Leistung wird auch dem deutschen Chemiker Friedrich GĂ€dcke zugeschrieben, der schon 1855 einen Stoff, den er Erythroxylin nannte, aus dem Cocastrauch isoliert haben soll.[6] Auch dem an der UniversitĂ€t Pavia lehrenden Neurologen und Pathologen Paolo Mantegazza soll dies bereits im Jahre 1858 (nach anderen Quellen im Jahr 1859) gelungen sein.[7]

Im Jahr 1898 beschrieb der spĂ€tere NobelpreistrĂ€ger Richard WillstĂ€tter wĂ€hrend seiner Doktorarbeit an der UniversitĂ€t MĂŒnchen erstmalig die Molekularstruktur von Kokain (wie auch von Atropin).[8] 1923 erfolgte die Synthese der Reinsubstanz Kokain durch R. WillstĂ€tter, D. Wolfes und H. MĂ€der.[9]

Ab 1879 wurde Kokain verwendet, um MorphinabhĂ€ngigkeit zu behandeln, so im Sanatorium Bellevue unter Robert Binswanger.[10] Im selben Jahr entdeckte Vassili von Anrep an der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg die schmerzstillende Wirkung des Kokains.[6] Um 1884 kam es als lokales AnĂ€sthetikum in Deutschland in klinischem Gebrauch, ungefĂ€hr zur selben Zeit, als Sigmund Freud ĂŒber dessen Wirkungen in seinem Werk Über Coca schrieb:

„Die psychische Wirkung des Cocainum mur. in Dosen von 0,05 bis 0,10 Gramm besteht in einer Aufheiterung und anhaltenden Euphorie, die sich von der normalen Euphorie des gesunden Menschen in gar nichts unterscheidet. Es fehlt gĂ€nzlich das AlterationsgefĂŒhl, das die Aufheiterung durch Alkohol begleitet, es fehlt auch der fĂŒr die Alkoholwirkung charakteristische Drang zur sofortigen BetĂ€tigung. Man fĂŒhlt eine Zunahme der Selbstbeherrschung, fĂŒhlt sich lebenskrĂ€ftiger und arbeitsfĂ€higer; aber wenn man arbeitet, vermisst man auch die durch Alkohol, Tee oder Kaffee hervorgerufene edle Excitation und Steigerung der geistigen KrĂ€fte. Man ist eben einfach normal und hat bald MĂŒhe, sich zu glauben, dass man unter irgend welcher Einwirkung steht.“[11]

Die erste Rezeptur des ErfrischungsgetrĂ€nks Coca-Cola enthielt bis 1906 einen Extrakt aus CocablĂ€ttern (und erhielt so seinen Namen), so dass ein Liter Coca Cola rund 250 Milligramm Kokain enthielt.[12] Auch heute enthĂ€lt Coca-Cola noch â€“ allerdings nichtalkaloide â€“ Inhaltsstoffe der CocablĂ€tter. Auch sonst war Kokaingebrauch im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in Europa weit verbreitet und legal. Die GefĂ€hrlichkeit der Substanz wurde nur allmĂ€hlich erkannt.

Pharmakologie

Kokain ist ein Wiederaufnahmehemmer (Reuptake-Inhibitor) an Dopamin-, Noradrenalin- und Serotonin-Nervenzellen. Es verhindert den Transport und somit die Wiederaufnahme dieser Neurotransmitter in die prĂ€synaptische Zelle, was eine Erhöhung der Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt und damit ein erhöhtes Signalaufkommen am Rezeptor zur Folge hat und unter anderem zu einer Erhöhung des Sympathikotonus fĂŒhrt. Bei höherer Dosierung können Symptome wie NervositĂ€t, AngstzustĂ€nde und paranoide Stimmungen auftreten. Die Dauer des Rausches ist von der Konsumform und der psychischen Konstitution sowie der eingenommenen Menge und Dauer abhĂ€ngig.

Der Nachweis des Konsums könnte unter gĂŒnstigen UmstĂ€nden (insbesondere bzgl. der HaarlĂ€nge) noch Wochen spĂ€ter ĂŒber entsprechende Untersuchung der Haare erfolgen. Da hierbei in dem Inneren der Haare gewisse Abbauprodukte des Kokains quantifiziert werden, erscheint eine Beeinflussung des Messergebnisses durch vorherige PrĂ€paration der Haare (etwa: Dauerwellen-Mittel) in beide Richtungen als möglich, so dass gegebenenfalls sogar fĂ€lschlich der Gebrauch festgestellt werden könnte.

Konsumformen

Der Wirkstoff Kokain kann ĂŒber unterschiedliche Wege in mehreren Formen konsumiert werden. Diese unterschiedlichen Kokainverabreichungsweisen unterscheiden sich in der Zeit bis zum Wirkungseintritt, der Dauer des RauschgefĂŒhls, der mittleren akuten Dosis, der Wirkstoffhöchstwerte im Plasma, dem Wirkstoffgehalt im konsumierten Material und der BioverfĂŒgbarkeit.

Kokain-Hydrochlorid kann peroral, intranasal (Schnupfen, „Ziehen“) oder intravenös konsumiert werden. Cocapaste, die freie Base des Kokains (Freebase) und Crack werden geraucht.

Gerauchtes Kokain wirkt innerhalb von 8–10 Sekunden fĂŒr 5–10 Minuten und bewirkt eine deutlich höhere Wirkstoffkonzentration als andere Konsumformen. Bei intravenösem Konsum liegen 30–45 Sekunden zwischen Aufnahme und Wirkungseintritt, die Wirkung hĂ€lt 10–20 Minuten. Der orale oder intranasale Konsum wirkt deutlich schwĂ€cher, dafĂŒr aber 30–45 Minuten lang. Der Wirkungseintritt erfolgt beim oralen Konsum nach 10–30 Minuten, intranasal nach 2–3 Minuten.[14]

CocablĂ€tter werden in LĂ€ndern wie Peru oder Kolumbien gekaut und außerdem traditionell zu einem Tee gekocht, dem eine gesundheitsfördende Wirkung in vielfĂ€ltigen Bereichen zugeschrieben wird. Die dadurch aufgenommenen Mengen fĂŒhren nicht zu dem „Kick“, der beim Kokainmissbrauch entsteht. Die Einfuhr von Coca-Tee nach Deutschland ist illegal.

Wirkung

Wirkung im Zentralnervensystem

Kokain bewirkt im Zentralnervensystem eine Stimmungsaufhellung, Euphorie, ein GefĂŒhl gesteigerter LeistungsfĂ€higkeit und AktivitĂ€t sowie das Verschwinden von Hunger- und MĂŒdigkeitsgefĂŒhlen.

Wirkung an peripheren Nerven

Laut Daten von The Lancet ist Kokain unter 20 untersuchten Mitteln die zweitgefÀhrlichste und die am zweitstÀrksten abhÀngigmachende Droge. [15]

Kokain ist das Ă€lteste bekannte LokalanĂ€sthetikum. Wegen seines AbhĂ€ngigkeitspotentials, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der ToxizitĂ€t wird es inzwischen so gut wie nicht mehr eingesetzt. Kokain diente aber als Leitsubstanz fĂŒr viele synthetische LokalanĂ€sthetika wie z. B. Lidocain, Benzocain oder Scandicain.

1884 wurde Kokain zum ersten Mal in der Augenheilkunde eingefĂŒhrt. Um das Jahr 1885 wurde Kokain gegen Zahnschmerzen benutzt.

Der Einsatz von Kokain fĂŒr Eingriffe am Kopf ist nach der deutschen BetĂ€ubungsmittel-Verschreibungsverordnung weiterhin zulĂ€ssig.

Nebenwirkungen

Kokain bewirkt eine Erhöhung der Atem- bzw. der Pulsfrequenz evtl. AtemunregelmĂ€ĂŸigkeiten (Cheyne-Stokes-Atmung) und gleichzeitig eine Verengung der BlutgefĂ€ĂŸe und damit eine Erhöhung des Blutdruckes. Dies kann u. a. Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzanfall zur Folge haben. Beim Rauchkonsum erhöht sich zudem das Risiko eines Hirninfarkts, da durch den erhöhten Blutdruck und die Verengung der BlutgefĂ€ĂŸe das Platzen einer Arterie im Gehirn wahrscheinlicher wird.

Durch die Störung der GefĂŒhle fĂŒr Hunger, Durst, Furcht, Schlaf und Wachen kann es zu starken Mangelerscheinungen in diesem Bereich kommen. RegelmĂ€ĂŸiger Konsum kann die Körperreserven ausbeuten. Massiver Schlafentzug aufgrund von Kokainkonsum kann zu paranoiden Halluzinationen, VerfolgungsĂ€ngsten, zeitlicher und örtlicher Desorientierung, gesteigerter NervositĂ€t und AggressivitĂ€t fĂŒhren.

Beim Rauchkonsum von Kokain werden SchleimhÀute, Lippe, Mundhöhle und Bronchien geschÀdigt. Bei chronischem Konsum durch die Nase kann es zur SchÀdigung der Nasenscheidewand kommen und sogar zu deren Durchlöcherung.[16][17]

Nach dem Ausklingen der Wirkung kommt es hĂ€ufig zu depressionsartigen ZustĂ€nden („Crash“). Bei intensiven Konsumformen kann dies zu einem starken Drang zu einem sofortigen weiteren Konsum fĂŒhren.

Die eigentliche Gefahr beim Rauchkonsum liegt in der Überdosierung. Die Dosierung ist ungleich schwieriger zu kontrollieren als beim Schnupfen oder Spritzen von Kokain in seiner ursprĂŒnglichen Form. Beim Schnupfen von Kokain betrĂ€gt die lebensbedrohliche Dosis 1,2 bis 1,4 Gramm, beim Spritzen von Kokain zwischen 0,75 und 0,8 Gramm. Beim Konsum von Freebase bzw. Crack ist die lebensbedrohliche Dosis variabel und unberechenbar, die Gefahr der Überdosierung ist wegen der schnellen Aufnahme des hochkonzentrierten und in der Regel reinen Stoffes besonders hoch.

Von einer Überdosierung kann dann gesprochen werden, wenn der Drogenkonsument keine positive Wirkung mehr spĂŒrt, erste sichtbare Hinweise sind erweiterte Pupillen, leichte KrĂ€mpfe, Koordinationsstörungen, massiv erhöhte Körpertemperatur und HĂ€ndezittern. Weitere Hinweise sind erhöhte Ängstlichkeit, Angetriebensein, Paranoia, AggressivitĂ€t, Halluzinationen, Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen.

Als erster Schritt in einem Kokain-Notfall ist es wichtig, eine vertrauensvolle AtmosphÀre zu schaffen, um herauszufinden, auf welche Weise welche Substanz eingenommen wurde. Atmung, Puls und wenn möglich Blutdruck lassen sich in der beruhigten Situation dann kontrollieren. Sehr unruhige Drogenkonsumenten oder solche mit sehr starken Angstsymptomen können mit Valium behandelt werden, bei Atmungsproblemen (Cheyne-Stokes-Atmung) muss der Drogenkonsument wenn möglich mit Sauerstoff beatmet werden. Siehe auch: Absatz Behandlung

Gefahren fĂŒr Schwangere

Bei Schwangeren erhöht sich aufgrund des höheren Blutdruckes und der Verengung der GefĂ€ĂŸe die Gefahr der frĂŒhzeitigen Ablösung der Plazenta vom Uterus und damit die einer FrĂŒh- bzw. Fehlgeburt. Durch die eingeschrĂ€nkte Durchblutung infolge der GefĂ€ĂŸverengung kann der Fötus zudem Sauerstoffmangel erleiden.

Mögliche SchĂ€den des Ungeborenen durch Kokainkonsum der Mutter: Defekte des Zentralnervensystems, Herzfehler wie Herzrhythmusstörungen, GefĂ€ĂŸverengungen sowie Fehlbildungen im Bereich des Urogenitaltrakts (Nieren, Harnableitungen, Geschlechtsorgane), Hirnzysten und Hirnblutungen nach der Geburt, Fehlbildungen durch GefĂ€ĂŸverengungen. Nach der Geburt können VerhaltensauffĂ€lligkeiten bei Kindern auftreten, der Kopfumfang kann geringer sein als durchschnittlich zu erwarten wĂ€re.[18]

Kokainpsychose

Hauptartikel: Drogenpsychose

Es kann zu einer Kokainpsychose kommen, die durch paranoid wahnhafte Wahrnehmungsstörungen gekennzeichnet ist. Dermatozoenwahn ist ein charakteristisches Symptom, hierbei glaubt der Betroffene, Insekten krabbelten unter seiner Haut. Diese ZustÀnde können chronisch bleiben.[19]

AbhÀngigkeit

Nach dem Kokainrausch kann eine Depression auftreten. Dieser Zustand lĂ€sst diese Konsumenten nicht selten schnell wieder zur Droge greifen, um der „Kokaindepression“ zu entkommen. Dieser Mechanismus ist gefĂ€hrlich, da er schnell zu einer AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren kann.

Das extreme HochgefĂŒhl sowie das schnelle Abklingen der Wirkung steigert das AbhĂ€ngigkeitspotential der Droge erheblich.

Es ist demnach nur ein weitverbreiteter Irrglaube, dass einmaliger Kokainkonsum nicht (psychisch) abhĂ€ngig mache. Selbst der einmalige Gebrauch von Kokain kann schnell zu einer psychischen, nicht aber körperlichen AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren.

Ein Spezifikum hierbei (noch stĂ€rker ausgeprĂ€gt beim Rauchen der Kokainbase Crack) ist die „episodische Gier“: Auch bei unerfahrenen Konsumenten kann, wenn die Drogenwirkung abklingt, ein starkes Verlangen eintreten, mehr zu konsumieren. Im Extremfall kann diese Konsumdynamik sog. „Binges“ (engl.; Episoden mit in kurzen AbstĂ€nden erfolgendem Konsum) zur Folge haben, die viele Stunden oder gar mehrere Tage andauern. Eine Besonderheit bei langfristigem Kokainmissbrauch ist das Auftreten des sogenannten Dermatozoenwahns, der Überzeugung, dass sich Insekten unter der eigenen Haut bewegen. Außerdem wird die KokainabhĂ€ngigkeit hĂ€ufig mit einem Verfall des Gewissens des Konsumenten in Verbindung gebracht â€“ dies vor dem Hintergrund, dass die selbstbewusstseinssteigernde Wirkung im Zusammenspiel mit der Konsumdynamik das soziale Bewusstsein verblassen lĂ€sst (weshalb Kokain zuweilen als „Egodroge“ bezeichnet wird).

Kokain-Craving/RĂŒckfĂ€lle

Kokain-Craving, d. h. Gedanken an und Verlangen nach Kokain wird meist durch SchlĂŒsselreize ausgelöst (GerĂŒche, Musik, Bilder), durch bestimmte Situationen (Stress, Stimmungen, Orte) und fast immer durch den vorgĂ€ngigen Konsum von Alkohol oder anderer psychotroper Substanzen.

Die Auslöser verÀndern sich im Laufe der Zeit (wÀhrend des aktiven Konsums und insbesondere wÀhrend der Behandlung).

Die Wirkung verĂ€ndert sich ebenfalls im Laufe der Zeit (wĂ€hrend des aktiven Konsums und wĂ€hrend der Behandlung). Die positiven Effekte des Kokains treten bei abhĂ€ngigem Konsum zunehmend in den Hintergrund. Ziel der Behandlung ist es, die eigenen Hochrisikosituationen bzw. Gedanken an Kokain frĂŒhzeitig zu erkennen und entsprechende Vermeidungsmaßnahmen zu ergreifen.

RĂŒckfĂ€lle bei Abstinenzwilligen sind meistens nicht auf mangelnde Abstinenzmotivation zurĂŒckzufĂŒhren, sondern eher auf Unvorsichtigkeit oder mangelnde Planung. Resultate aus der Hirnforschung zeigen zudem, dass Kokaincraving bei ehemals AbhĂ€ngigen auch nach Jahren von Abstinenz durch entsprechende SchlĂŒsselreize ausgelöst werden können, d. h. das Craving nur bedingt willentlich beeinflusst werden kann.

Kokainismus

Als Kokainismus wird der Gebrauch von Kokain durch direkte Aufnahme in den Körper bezeichnet. Meistens wird Kokain durch die Nase aufgenommen (Schnupfen; im Szenejargon „eine Line ziehen“), aber auch die orale, inhalative (Rauchen) oder intravenöse Aufnahme ist möglich. Der intravenöse Konsum ist gekennzeichnet durch ein HochgefĂŒhl, das als „ultimative Emotion“ beschrieben wird. Dadurch ist das AbhĂ€ngigkeitspotenzial um einiges höher als bei den anderen Konsumformen. Auch auf Grund der tiefen Depression nach der Euphorie ist das Verlangen nach dem nĂ€chsten „Schuss“ enorm. Die Gefahren, die der intravenöse Konsum mit sich bringt, wie Infektionskrankheiten oder Überdosierung, werden nicht mehr wahrgenommen. Der intravenöse Kokainkonsum ist hĂ€ufig begleitet von körperlicher und sozialer Verwahrlosung. Eine durchschnittliche Dosis von 20 bis 50 Milligramm fĂŒhrt circa 20 Minuten (durch Schnupfen in kĂŒrzester Zeit, beim Spritzen unmittelbar und um ein Vielfaches intensiver) nach der Einnahme zu einem gesteigertem Rededrang, grĂ¶ĂŸerer allgemeiner LeistungsfĂ€higkeit, erhöhtem SelbstwertgefĂŒhl, Euphorie, Bewegungsdrang, verbesserter Konzentration und Wachheit sowie einer Absenkung der sexuellen und sozialen Hemmungen.

MortalitÀt

Das Risiko fĂŒr Kokainkonsumenten, an einer Überdosis Kokain zu sterben, ist etwa 20-mal geringer als fĂŒr Heroinkonsumenten, an einer Überdosis Heroin zu sterben.[20] Weniger als 2 % aller so genannten „Drogentoten“ in Deutschland sterben an einer Überdosis Kokain. Das Risiko, auf Grund einer Mischintoxikation unter Beteiligung von Kokain zu sterben, ist wesentlich grĂ¶ĂŸer. Etwa 9 % aller „Drogentoten“ in Deutschland sterben auf Grund einer solchen Mischintoxikation. Von besonderer Bedeutung ist hier einerseits die Mischintoxikation mit Heroin und Kokain und andererseits die von Lidocain respektive Tetracain und Kokain. Besonders die Verunreinigung von Kokain mit Lidocain stellt ein lebensbedrohliches Problem dar, wie eine Studie aus dem Jahr 1999 dreier rechtsmedizinischer Institute in Berlin zur toxikologischen Bewertung der LokalanĂ€sthetika Lidocain und Tetracain bei DrogentodesfĂ€llen feststellt.[21] HĂ€ufig werden dem Kokain jene in Apotheken freiverkĂ€uflichen und im Vergleich zu Kokain sehr billigen LokalanĂ€sthetika Lidocain und Tetracain zugesetzt. Hierdurch erhöht sich die Gewinnspanne der am Handel beteiligten Akteure. Sowohl das Landeskriminalamt Berlin als auch das Bundesministerium fĂŒr Gesundheit warnen daher die Apotheker eindringlich vor einer unkritischen Abgabe von Lidocain. Einer der HauptgrĂŒnde fĂŒr den Lidocainverschnitt liegt in der lokalanĂ€sthetischen Wirkung dieses Stoffes, durch den beispielsweise beim Zungentest Kokain leicht vorgetĂ€uscht werden kann. Besonders problematisch ist Lidocain- oder Tetracainverschnitt, wenn Kokain weder geschnupft noch geraucht, sondern intravenös injiziert wird. In Berlin waren gehĂ€uft TodesfĂ€lle zu verzeichnen, bei denen sehr hohe Blutkonzentrationen von Lidocain oder Tetracainmetaboliten ursĂ€chlich beziehungsweise maßgeblich als Todesursache festgestellt wurden. Letztendlich fĂŒhrte die LĂ€hmung des zentralen Nervensystems oder die Blockade des Erregungsbildungssystems des Herzens zum Tode. Im Zeitraum zwischen 1994 und Juli 1998 waren insgesamt 46 FĂ€lle im Zusammenhang mit Lidocain und 13 weitere TodesfĂ€lle durch Tetracain zu beklagen.

Personen mit unentdeckten, an sich harmlosen Herzfehlern können bereits nach einmaligem Kokainkonsum sterben.

Besonderheiten einzelner Konsumformen

Infektionsgefahr bei nasaler Applikation

Beim gemeinsamen Gebrauch von Schnupfröhrchen kann es bei der nasalen Applikation von Kokain zur Übertragung von Krankheitserregern kommen. Dies gilt insbesondere fĂŒr Dauerkonsumenten, da diese hĂ€ufiger Verletzungen an den NasenschleimhĂ€uten haben als Gelegenheitskonsumenten. Das gemeinsame Benutzen von scharfkantigen Schnupfröhrchen (z. B. abgeschnittene Strohhalme aus Kunststoff) stellt ein besonders hohes Infektionsrisiko dar, da eine besonders große Verletzungsgefahr der NasenschleimhĂ€ute gegeben ist. Deshalb sollten die Regeln des Safer Sniffing beim Schnupfvorgang eingehalten werden. Safer Sniffing (manchmal auch „Safer Sniefen“ genannt) heißt beim Schnupfen von Drogen (nasale Applikation von psychotropen Substanzen) immer ein sauberes Schnupfröhrchen zu gebrauchen und dieses nie mit anderen gemeinsam zu benutzen. Safer Sniffing ist eine Strategie zu EindĂ€mmung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten, vor allem von Hepatitis C. Safer Sniffing ist eine Maßnahme aus dem Bereich Safer Use.

Mischkonsum mit anderen Drogen

Kokain vermindert die subjektiv wahrgenommene Wirkung von anderen Drogen wie beispielsweise Alkohol. Ein Kokainkonsument lÀuft somit leichter Gefahr, eine Alkoholvergiftung zu bekommen als jemand, der Alkohol ohne Beikonsum anderer Drogen trinkt.

Der kombinierte Konsum von Kokain und Alkohol fĂŒhrt mittels einer Umesterung in der Leber zur Bildung der Substanz Cocaethylen im Körper. Cocaethylen ist der Ethylester von Benzoylecgonin (wĂ€hrend Kokain der entsprechende Methylester ist) und hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin in gleicher Weise wie Kokain bei lĂ€ngerer Wirkdauer. Es kommt zu einer deutlichen VerstĂ€rkung der Wirkung des Kokains auf die vitalen Funktionen, zu einer Steigerung des AktivitĂ€tsdrangs und zu einer Minderung des Alkoholrausches. Dabei sprechen einige Studien dafĂŒr, dass Cocaethylen insbesondere fĂŒr das Herz schĂ€dlicher ist als beide Substanzen (Alkohol und Kokain) fĂŒr sich.

Wird nach dem Konsum von Cannabis Kokain geschnupft, wird ein höherer Blutspiegel von Kokain erzielt als nach dem Schnupfen von Kokain in nĂŒchternem Zustand. Dies fĂŒhrt zu lĂ€nger anhaltenden Phasen euphorischer GefĂŒhlsempfindungen die zudem etwas intensiver wahrgenommen werden als nach dem Monokonsum von Kokain. Zu beachten ist jedoch, dass der Mischkonsum von Cannabis und Kokain auch zu einer stĂ€rkeren Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdrucks fĂŒhrt als der Monokonsum dieser Substanzen. Besonders in Situationen von Anspannung und Stress tritt dieser additive Effekt verstĂ€rkt auf. FĂŒr Personen mit vorgeschĂ€digtem Herz-Kreislauf-System ergeben sich aus dem Mischkonsum zusĂ€tzliche Gefahren, die ĂŒber die Summe der Einzelgefahren hinausgehen.

Besondere Problematik der IllegalitÀt Kokains

Gefahren durch (unbekannte) Streckmittel

Das Problem illegaler Drogen ist generell, dass sie meist nur gestreckt auf dem Schwarzmarkt angeboten werden. NĂ€heres hierzu ist im einleitenden Abschnitt nachzulesen.

Daher besteht die Gefahr, dass ein unbekanntes Streckmittel enthalten ist, welches unter UmstÀnden gesundheitsschÀdlich oder sogar tödlich sein kann. Auch allergische Reaktionen bis hin zum Allergieschock gegen die Beimischungen sind bekannt.

Insbesondere mit Lidocain und oder Tetracain versetztes Kokain ist problematisch, wenn das Gemisch intravenös injiziert wird. Es kann zur LĂ€hmung des zentralen Nervensystems und zur Blockade des Herz-Erregungsleitungssystems fĂŒhren und deshalb tödlich sein. Allein in Berlin waren in den Jahren 1995 bis 1998 insgesamt 46 TodesfĂ€lle im Zusammenhang mit Lidocain und 13 weitere TodesfĂ€lle durch Tetracain zu beklagen.[22]

In Europa traten gegen Ende des Jahres 2004 bislang einzigartige, lebensgefÀhrliche Verunreinigungen mit Atropin auf.[23]

Gefahren durch unbekannte Reinheit

Des Weiteren kann es zu einer versehentlichen Überdosierung mit schweren gesundheitlichen oder tödlichen Folgen kommen, wenn das Kokain einen höheren Reinheitsgehalt hat als vom Konsumenten erwartet und/oder gewohnt.

Darreichungsformen

Kokainsulfat („Kokainpaste“)

Kokainsulfat ist eigentlich ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokainhydrochlorid. Es entsteht bei der Verarbeitung der geernteten BlÀtter des Cocastrauches unter Zugabe von Wasser und SchwefelsÀure.

In SĂŒdamerika wird Kokainsulfat allerdings auch hĂ€ufig vermischt mit Tabak geraucht, da es im Vergleich zu den anderen Kokainformen sehr viel billiger ist. GelĂ€ufige Bezeichnungen dort sind „pasta“, „basuco“, „basa“, „pitillo“, „paco“, „paste“.

Kokainbase („Freebase“)

Kokainbase ist die Basenform von Kokain im Gegensatz zu Kokainhydrochlorid. WĂ€hrend letzteres sehr gut wasserlöslich ist, ist Kokainbase unlöslich in Wasser und somit nicht zum Schnupfen, Essen oder zur Injektion geeignet. Kokainbase ist einerseits ebenfalls ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokainhydrochlorid, andererseits ist es auch ĂŒblich auf dem Schwarzmarkt erworbenes Kokainhydrochlorid durch Erhitzen in Salmiakgeist wieder zur Base umzuwandeln, da Kokain in Basenform sehr viel effektiver geraucht werden kann als Kokainhydrochlorid.[24]

Kokainhydrochlorid

Kokainhydrochlorid

Kokainhydrochlorid, also die SalzsĂ€ure-Salzform von Kokain, ist die gebrĂ€uchlichste Form von Kokain auf dem deutschen Schwarzmarkt und außerdem das, was man gemeinhin unter Kokain versteht. Kokainhydrochlorid ist gut wasserlöslich und daher zum Schnupfen, Essen oder zur Injektion geeignet. Zum Rauchen eignet es sich schlecht, da es sich erst bei hohen Temperaturen (195 Â°C) verflĂŒchtigt und dann zu einem großen Teil verbrennt. Deshalb wird fĂŒr diesen Zweck meist Kokainbase oder Crack hergestellt.

Crack

→ Hauptartikel: Crack (Droge)
Crack

Durch Aufkochen von Kokainhydrochlorid mit Natriumhydrogencarbonat entsteht ein Gemisch aus Kochsalz (NaCl) und Kokain-Hydrogencarbonat, welches „Crack“ genannt wird. Crack sind Körner („Rocks“), welche bei 96 Â°C mit knackendem („to crack“) bzw. knisterndem („to crackle“) GerĂ€usch als freie Base verdampfen. Hergestellt wird Crack, indem Kokainsalz mit Natriumhydrogencarbonat („Natron“) vermischt und erhitzt wird. In den USA wird dazu Backpulver verwendet, welches dort ausschließlich aus Natriumhydrogencarbonat besteht.

Schwarzes Kokain

WĂ€hrend die o. g. Formen alle zum Konsum geeignet sind und/oder bei der Herstellung von Kokain entstehen, ist das sogenannte „schwarze Kokain“ („Coca Negra“) eine spezielle Form, die in jĂŒngerer Zeit zum Schmuggeln verwendet wurde. Dabei wird Kokain z. B. mit Kobalt- und Eisenchlorid vermischt. In dieser (nicht konsumierbaren) Form wird Kokain nicht mehr von den ĂŒblichen Tests erkannt. Im Zielland wird das Kokain dann reextrahiert. Das vermutlich erste Mal wurde Kokain in dieser Form bei einer Beschlagnahmung 1998 in Deutschland entdeckt, woraufhin auch eine grĂ¶ĂŸere Menge von schwarzem Kokain am Flughafen BogotĂĄ gefunden wurde, welches bereits zum Transport nach Afrika vorbereitet war.

Reinheitsgehalte

Heute auf dem Schwarzmarkt verfĂŒgbares Kokain ist selten rein, sondern mit verschiedenen Substanzen gestreckt. So liegen die Durchschnittsgehalte bei Kokainhydrochlorid im Kilobereich um die 85 % (Anteil an Kokainhydrochlorid), bei Mengen zwischen einem Gramm und einem Kilogramm um die 60 % und bei Mengen, die kleiner als ein Gramm sind, um die 35 %. Der mittlere Reinhaltsgehalt von Proben, die Kokainbase enthalten, liegt bei knapp 75 % (Anteil an Kokainbase). Bemerkenswert hierbei ist, dass in Deutschland der Reinheitsgehalt im Kilobereich bei Kokainhydrochlorid innerhalb der letzten zehn Jahren praktisch stabil geblieben ist, jener der Mengen im Bereich zwischen einem Gramm und einem Kilogramm um etwa 10 % abgenommen hat und jener bei den kleinen Mengen von weniger als einem Gramm um etwa 20 % abgenommen hat.[25]

Reines Kokain (mit mehr als 90 % Wirkstoffgehalt) ist zwar auf dem Schwarzmarkt auch in kleinen Mengen verfĂŒgbar, jedoch sehr selten. Wie beim Heroinkonsum besteht somit die Gefahr, dass der Konsument sich an einen Stoff mit niedrigem Reinheitsgehalt gewöhnt hat und â€“ ohne es zu wissen â€“ plötzlich deutlich potentere Drogen mit einem hohen Wirkstoffgehalt konsumiert. Somit geht der Konsument das Risiko ein, durch eine Überdosis einen schweren gesundheitlichen Schaden zu erleiden oder im Extremfall sogar zu sterben, wenn auch bei Kokain dieses Risiko weit weniger stark ausgeprĂ€gt ist als bei Heroin.

Als Streckmittel wird hauptsĂ€chlich Milchzucker („Edelweiß“) verwendet. 51 % aller Kokainproben 2004 enthielten Milchzucker (Lactose). Des Weiteren werden als Streckmittel verwendet: Mannit (18 %), Inosit (6 %), Glucose (4 %), Saccharose = Zucker (4 %), Fruktose (ca. 1 %) und StĂ€rke (ca. 1 %).[25]

Durchaus verbreitet ist der Zusatz von weiteren pharmakologisch wirksamen Substanzen, welche gezielt bestimmte spezifische Wirkungen des Kokains „imitieren“, um die subjektiv wahrnehmbare QualitĂ€t des gestreckten Kokains wieder besser erscheinen zu lassen. So wird beispielsweise hĂ€ufig dem Kokain das in Apotheken in Deutschland rezeptfrei (aber nicht ohne Nachfragen nach Verwendungszweck und Beruf) verkaufte LokalanĂ€sthetikum Lidocain beigemengt. Laut Bundeslagebild Rauschgift 2004 konnte in 28 % aller FĂ€lle Lidocain nachgewiesen werden. Als weitere hĂ€ufige Zusatzstoffe mit pharmakologischer Wirkung sind zu nennen: Phenacetin (36 %), Koffein (7 %), Procain (2 %), Benzocain (1,4 %) und Paracetamol (1,4 %). Seltene Zusatzstoffe (unter 1 %) sind Diltiazem, Tetramisol, Amphetamin, Ibuprofen, AcetylsalicylsĂ€ure, AscorbinsĂ€ure, Ephedrin, Hydroxyzin, MDMA, Methamphetamin, Pholedrin, Tetracain, Articain, Diacetylmorphin, Ketamin, Atropin und Phenmetrazin.[25]

Verbreitung/Konsumentengruppen

Ein tauchfÀhiges selbstfahrendes Schiff mit Kokain im Wert von 352 Millionen Dollar, welches im Pazifik von einer P-3C Orion entdeckt und der USS De Wert (FFG 45) aufgebracht wurde
KokainverkÀufer in Berlin, 1929

Zwischen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre hat Kokain sich auch verstĂ€rkt unter HeroinabhĂ€ngigen verbreitet, wo es vor allem intravenös konsumiert wird. Zumeist wird dies mit der Verbreitung von Methadonprogrammen in Zusammenhang gebracht, da bei Methadon der „Kick“ fehlt, welchen sich dann viele mit Hilfe von Kokain holen. Der Beikonsum von Kokain stellt fĂŒr die Drogenhilfe ein großes Problem dar, da die Methadonsubstituierten weiterhin auf die Szene gehen, um sich die Droge zu besorgen, wodurch die fĂŒr eine erfolgreiche Therapie unerlĂ€ssliche Ablösung vom alten Umfeld stark erschwert wird. In einigen StĂ€dten, insbesondere in Frankfurt am Main und Hamburg, sind seit Ende der 1990er Jahre viele „Junkies“ von Heroin- auf Crackkonsum umgestiegen.

Eine in den frĂŒhen siebziger Jahren anbrechende „Kokain-Epidemie“ wollen Forscher in einigen europĂ€ischen Metropolen (z. B. Rotterdam) beobachtet haben. Deutsche GroßstĂ€dte wie z. B. MĂŒnchen zogen spĂ€ter nach. Bereits in den achtziger Jahren wurde festgestellt, dass Kokain keineswegs eine nur im „Glamour-Milieu“ (Unterhaltungsbranche u. a.) verbreitete Droge ist. In Rotterdam fand sich auch ein erheblicher Anteil von Konsumenten aus der Arbeiter- und Arbeitslosenschicht, wĂ€hrend z. B. in MĂŒnchen vergleichsweise viele Nutzer aus dem Angestelltenmilieu kamen (Erhebung von 1986/87).

Kokain ist eine der beliebtesten „Szenedrogen“ der Welt. Vermutlich ist sie insgesamt nach Cannabis die illegale Droge mit der höchsten „LebenszeitprĂ€valenz“ (diese bemisst sich nach der Menge der Personen, die die Droge mindestens einmal genommen haben). Dementsprechend gibt es relativ viele, die Kokain gelegentlich konsumieren. Die Grenzen zum regelmĂ€ĂŸigen Konsum und dann zur AbhĂ€ngigkeit sind dabei fließend, und gerade im Zusammenhang mit den spezifischen Wirkungen, die bei vielen die Integration der Droge in ein geregeltes Leben ermöglichen, werden vielen der „Kokainisten“ die negativen Auswirkungen des Konsums zunĂ€chst nicht bewusst – ganz zu schweigen von den möglichen körperlichen SchĂ€den, die auch im Vergleich zu anderen Drogen bei regelmĂ€ĂŸigem Konsum schwerwiegend sein können.

Nach SchĂ€tzungen liegt der Jahresverbrauch in Deutschland bei 20 Tonnen Kokain. Im internationalen Vergleich liegt der Verbrauch damit im Mittelfeld. Der grĂ¶ĂŸte Pro-Kopf-Verbrauch wurde in den USA festgestellt.[26] Im Jahresbericht der EuropĂ€ischen Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Drogensucht (EBDD) wird fĂŒr das Jahr 2007 eine Zunahme der Kokainkonsumenten von ca. 3,5 Millionen 2006 auf 4,5 Millionen 2007 festgestellt.[27][28] Knapp 11 Tonnen reines Kokain pro Jahr verbrauchen jedoch nach modernen Untersuchungsmethoden allein die rund 38,5 Millionen Menschen, deren AbwĂ€sser der Rhein bei DĂŒsseldorf enthĂ€lt.

Hauptpersonengruppen fĂŒr Kokainkonsum

„Der Treibstoff der New Economy ist Kokain.“[29]

  • Menschen in Stressberufen, Kokainkonsum, der hĂ€ufig durch Alkohol getriggert wird und somit Cocaethylen konsumiert wird. Beruflich und sozial nach außen hin meist gut integriert
  • PartygĂ€nger
  • Jugendliche, Neugier- und Risikokonsum
  • Mischkonsumenten, Kokain- und Opiatkonsum, meist beruflich und sozial schlecht integriert

Szenenamen

GebrĂ€uchliche Szenenamen im deutschsprachigen Raum: Schnee, Weißes Gold, Koks, Coca, Coke, Cola, Charlie, Persil, Schönes, Schubi, Toni.

GebrĂ€uchliche Szenenamen in den USA: Coke, Blow, Llello (kubanisch/spanisch; gesprochen: „Yay Yo“), Nose Candy, Snow, Dust, (Colombian Marching) Powder.

Preis

Der Schwarzmarktpreis fĂŒr ein Gramm (i. d. R. gestrecktes) Kokain im Einzelverkauf liegt in Europa etwa zwischen 40 und 90 Euro. In DĂŒsseldorf, Köln, Hamburg und Frankfurt betrĂ€gt der Preis durchschnittlich 60 Euro pro Gramm. Der Preis fĂŒr eine Dosis von 60–100 mg[30] liegt damit zwischen 3,60 und 6 Euro.

Der Schwarzmarktpreis fĂŒr ein Kilogramm (i. d. R. reines, d.h. 80–90 %iges) Kokain im Großhandelsverkauf liegt in Europa etwa zwischen 17.000 und 78.000 Euro.[31]

Durchschnittspreise im Großhandelsverkauf nach LĂ€ndern[31]:

Niederlande, Polen, Portugal, Belgien, Irland, RumĂ€nien, Slowakei, Litauen = ca. 20.000 €/kg

Deutschland, Spanien, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldawien = ca. 25.000–40.000 €/kg

Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Schweden, DĂ€nemark, Serbien = ca. 30.000 €/kg

Italien, Norwegen, Österreich, Finnland, Tschechien, Griechenland, Albanien = ca. 37.000 €/kg

Russland, Ukraine, Slowenien, Estland = ca. 42.000–78.000 €/kg

Vorkommen und Gewinnung

Kokapflanze bei La Cumbre, Kolumbien Erythroxylum coca

Der Gehalt an Alkaloiden im Cocastrauch (bot. Erythroxylum coca Lam.) betrĂ€gt zwischen 0,5 und 1 %.[32] Hauptbestandteil ist dabei das (-)-Kokain. Kokain ist der Methylester des linksdrehenden Benzoylecgonins. Daneben sind Cinnamylcocain, Benzoylecgonin, Truxilline sowie Tropacain als Nebenalkaloide enthalten.[33]

Die Cocapflanze als Quelle des Kokains wird in SĂŒdamerika (Bolivien, Peru und Kolumbien) in einer Höhe zwischen 600 und 1.000 m angebaut. Man unterscheidet die Herkunftspflanzen wie folgt:

  • Bolivianisches bzw. Huanuco-Coca: E. coca var. coca
  • Amazonas-Coca: E. coca var. ipadu
  • Kolumbianischer Coca: E. novogratense var. novogratense
  • Trujillo-Coca: E. novogratense var. truxillense

Zur Kokaingewinnung unter Laborbedingungen werden die BlÀtter des Cocastrauchs zerkleinert und eingeweicht. Die Alkaloide werden mit Lösungsmitteln extrahiert und der Auszug verseift (Esterspaltung). Die Ecgonine werden dann mit Benzoylchlorid und Methanol zum Kokain verestert. Auf diese Weise werden auch andere enthaltene Alkaloide in Kokain umgewandelt. Die Ausbeute erhöht sich damit um ein Vielfaches.[33]

Die Extraktion des illegalen Kokains wird meist vor Ort als SĂ€ure/Base-Extraktion in Plastiktonnen, Badewannen oder ausgehobenen Erdlöchern durchgefĂŒhrt. Dabei werden technische Chemikalien (Kerosin, BatteriesĂ€ure) mit gesundheitlich bedenklichen Reinheitsgraden verwendet, was mit ein Grund fĂŒr die vielfĂ€ltigen Verunreinigungen des illegalen Kokains ist. Die Extraktionsmittel umfassen unter anderem: Calciumoxid, Calciumhydroxid, Ammoniak, Kerosin, SalzsĂ€ure, SchwefelsĂ€ure und Aceton.[33][34][35][36] Die dabei entstehende Cocapaste hat einen Wirkstoffgehalt von 60 bis 80 %.[32]

Rechtslage

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen LĂ€ndern zu schildern.

Kokain â€“ Methyl(3beta-(benzoyloxy)tropan-2beta-carboxylat) â€“ ist in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner AuffĂŒhrung in der Anlage III zu § 1 Abs. 1 BtMG ein verkehrsfĂ€higes und verschreibungsfĂ€higes BetĂ€ubungsmittel. Dies gilt nicht fĂŒr d-Kokain â€“ Methyl(3beta-(benzoyloxy)tropan-2alpha-carboxylat) â€“, das in Anlage II zu § 1 Abs. 1 BtMG (verkehrsfĂ€higes, aber nicht verschreibungsfĂ€higes BetĂ€ubungsmittel) aufgefĂŒhrt ist. Der Umgang mit Kokain wie auch mit d-Kokain ohne Erlaubnis ist grundsĂ€tzlich strafbar. Weitere Informationen sind im Hauptartikel BetĂ€ubungsmittelgesetz (Deutschland) zu finden.

Das Gleiche gilt fĂŒr den Coca-Strauch (Pflanzen und Pflanzenteile der zur Art Erythroxylum coca â€“ einschließlich der VarietĂ€ten bolivianum, spruceanum und novogranatense â€“ gehörenden Pflanzen).

FĂŒr den Praxisbedarf darf der Arzt Kokain bei Eingriffen am Auge als Lösung bis zu einem Gehalt von 20 % oder als Salbe bis zu einem Gehalt von 2 % verschreiben.[37]

Im Zolltarif hat „Cocain“ (so die dort ĂŒbliche Schreibweise) den TARIC-Code 2939910000 („Cocain, roh“) und 1211300000 („CocablĂ€tter“). Zollrechtlich bestehen keine generellen Einfuhrverbote, lediglich ExportbeschrĂ€nkungen im Rahmen allgemeiner Embargos.[38] Da Kokain zollrechtlich also eine normale Ware ist, wird bei deren Verbringung in das deutsche Zollgebiet Einfuhrzoll (derzeit 0 %) und Einfuhrumsatzsteuer fĂ€llig (19 %, da in Anlage II zum UStG nicht erwĂ€hnt). Neben den im BtMG beschriebenen betĂ€ubungsmittelrechtlichen Straftaten und/oder Ordnungswidrigkeiten macht sich der Verbringer, der die Ware nicht anmeldet, somit regelmĂ€ĂŸig auch Steuerstraftaten und/oder -ordnungswidrigkeiten schuldig, da die Steuerpflicht auch dann anfĂ€llt, wenn das zugrunde liegende RechtsgeschĂ€ft gesetzes- oder sittenwidrig ist.[39]

Behandlung von KokainabhÀngigkeit

Seit den 1990er Jahren ist, einhergehend mit einem drastischen Preisverfall des Kokains, in europĂ€ischen GroßstĂ€dten ein Anstieg des Kokain-Konsums durch alle Schichten und Altersgruppen festzustellen. Die vorhandenen Suchthilfesysteme im europĂ€ischen Raum waren und sind teilweise nur unzureichend auf diese Entwicklung und auf diese Situation eingestellt. Die meisten ambulanten und stationĂ€ren Angebote sind auf die Behandlung von OpioidabhĂ€ngigen angepasst.

Rein kokainabhĂ€ngige Menschen bilden im Vergleich zu opioidabhĂ€ngigen eine Zielgruppe mit anderen BedĂŒrfnissen. Sie sind in der Regel in deutlich anderen sozioökonomischen Situationen (sozial integriert und finanziell gesicherter) als OpioidabhĂ€ngige.

Kokain als Thematik in Liedtexten

  • „Meine Seele löst sich, fliegt dahin. Kokain, Kokain./Will nicht bleiben, will nicht fliehn. Kokain, Kokain.“
Kokain von Konstantin Wecker, Uferlos (1993)
  • „Ich bin schon wieder leer
 Ich bin schon wieder Kokain
 Ich will mehr, immer mehr – meine Heimat ist das Mehr
“
Kokain von Extrabreit aus der LP RĂŒckkehr der Phantastischen 5
  • „Du kannst koksen soviel du Bock hast und kriegst nie mein Selbstbewusstsein.“
Land In Sicht von Glashaus
  • „Mein Onkel kam vom Alkohol zum Kokain – jetzt will er sich das Kokain mit Schnaps entzieh'n. Cocaine, all around my brain – Seit gestern liegt er im Delirium, ab morgen steigt er wieder auf die Droge um.“
Kokain von Hannes Wader
  • „Ganz Wien, greift auch zu Kokain, ĂŒberhaupt in der Ballsaison. Man sieht ganz Wien is so herrlich hin, hin, hin. Kokain und Kodein, Heroin und Mozambin machen uns hin, hin, hin.“
Ganz Wien von Falco, Einzelhaft (1982)
  • „In meinem Leben fĂŒhrst Du die Regie – du bist mein Motor und meine Energie – doch das was Du gibst, das kriegt man nur gelieh’n – du bist wie Kokain, baust mich auf und machst mich hin.“
Kokain von Boris Bukowski, Intensiv (1987)
  • „Du bist das Schönste Kind - von allen! In mir ist auch das Böse gut."
Kokain von Rammstein, Das Modell (1997)

Literatur

Allgemein/Pharmakologie

  • RĂ€tsch, Christian; Ott, Jonathan: Coca und Kokain. AT-Verlag 2004; ISBN 3-85502-707-2
  • RĂ€tsch, Christian: EnzyklopĂ€die der psychoaktiven Pflanzen. AT-Verlag 2004, ISBN 3-85502-570-3
  • Hobhouse, Henry: Sechs Pflanzen verĂ€ndern die Welt. Chinarinde, Zuckerrohr, Tee, Baumwolle, Kartoffel, Kokastrauch. Klett-Cotta : Hamburg 4. Auflage 2001, 401 S., ISBN 3-608-91024-7
  • Steven B. Karch: A Brief History of Cocaine. Taylor & Francis, 2005, ISBN 0-8493-9775-8

Konsummuster und Suchtthematik

  • Stöver, H./Prinzleve, M. (Hg.): Kokain und Crack. Pharmakodynamiken, Verbreitung und Hilfeangebote. Freiburg, Lambertus 2004, ISBN 3-7841-1494-6
  • Kaplan, C. D., D. Korf und C. Sterk: Estimating Cocaine Prevalence and Incidence in Three European Community Cities, Commission of the European Communities, Luxemburg 1987.
  • Stone, N., Fromme, M., Kagan, D.: Leistungsdroge Kokain. ISBN 3-407-55735-3
  • Uwe E. Kemmesies, Bernd Werse: Zwischen Rausch und RealitĂ€t. Drogenkonsum im bĂŒrgerlichen Milieu. VS Verlag, 2004, ISBN 3-531-14187-2

Politische und wirtschaftliche Aspekte des Kokainhandels

  • GĂŒnter Amendt: Die Droge, der Staat, der Tod. Rowohlt, 1996, ISBN 3-499-19942-4
  • GĂŒnter Amendt: No Drugs. No Future. Drogen im Zeitalter der Globalisierung. Europa-Verlag, 2004, ISBN 3-203-75013-9
  • Robert Lessmann: Kokapolitik und Drogenkontrolle. In: Ders.: Das neue Bolivien. Evo Morales und seine demokratische Revolution. ZĂŒrich 2010. ISBN 978-3-85869-403-4. S. 182 - 197.
  • Robert Lessmann: Zum Beispiel Kokain. Göttingen 2001. ISBN 3-88977-605-1
  • Robert Lessmann: Drogenökonomie und internationale Politik. Frankfurt/M., 1996, ISBN 3-89354-241-8
  • Jan Lohse: Die Kokain-Industrie. Entwicklung, Globale Konsequenzen, LösungsansĂ€tze. Vdm, 2006, ISBN 3-86550-166-4
  • Peter Dale Scott, Jonathan Marshall: Cocaine Politics. Drugs, Armies, and the CIA in Central America. University of California Press, April 1998, ISBN 0-520-21449-8
  • Gary Webb: Dark Alliance: The CIA, the Contras, and the Crack Cocaine Explosion. Seven Stories Press, 1999, ISBN 1-888363-93-2

Weblinks

 Commons: Kokain â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Kokain â€“ in den Nachrichten
Wiktionary Wiktionary: Kokain â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.1. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2008.
  2. ↑ a b c Datenblatt Cocaine free base bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. April 2011.
  3. ↑ a b c DrugBank
  4. ↑ Institut fĂŒr VeterinĂ€rpharmakologie und -toxikologie, ZĂŒrich, Schweiz; http://www.vetpharm.unizh.ch/clinitox/toxdb/KLT_062.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm (Stand: 3. Oktober 2006)
  5. ↑ Albert Niemann: Über eine neue organische Base in den CocablĂ€ttern, in: Arch. Pharm 1860; 153:129-155, S. 291-308.
  6. ↑ a b Yentis SM, Vlassakov KV (1999). “Vassily von Anrep, forgotten pioneer of regional anesthesia”. Anesthesiology 90: 890–895. Volltext (englisch).
  7. ↑ Giorgio Samorini:Paolo Mantegazza (1831-1910), pioniere italiano degli studi sulle droghe, pubblicato originalmente su Eleusis, n. 2, S. 14-20, 1995.
  8. ↑ Richard WillstĂ€tter: Über die constitution der Spaltungsproducte von Atropin und CocaĂŻn, in: Ber Dtsch Chem Ges 1898; 31: 1534-1553.
  9. ↑ R. WillstĂ€tter, D. Wolfes, H. MĂ€der: Synthese des natĂŒrlichen CocaĂŻns, in: Justus Liebigs Ann Chem 1923; 434: 111-139.
  10. ↑ Katja Gertrud Doneith K.: "Binswangers Privatklinik Bellevue 1881-1885"; Institut fĂŒr Ethik und Geschichte der Medizin der UniversitĂ€t TĂŒbingen; Dissertation (2008)
  11. ↑ Freud, Sigmund. 1884. Ueber Coca. Centralblatt fĂŒr die gesammte Therapie 2: 289-314, Seite 300 f., http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/library/data/lit29488.
  12. ↑ Gold M. S. Cocaine (and Crack): Clinical Aspects. In: Lowinson J. H.; Ruiz P.; Millman R. B. und Langrod J. G. (Hrsg.) Substance Abuse: A Comprehensive Textbook 2, 2. Aufl., Baltimore, Williams & Wilkins, 1992, S. 205.
  13. ↑ Louis Pagliaro und Ann Marie Pagliaro: Comprehensive Guide to Drugs and Substances of Abuse, American Pharmacists Association, Washington D.C, 2004 ISBN 1-58212-066-8
  14. ↑ a b Tabelle 16.5, S. 209 in Gold M. S. Cocaine (and Crack): Clinical Aspects. In: Lowinson J. H.; Ruiz P.; Millman R. B. und Langrod J. G. (Hrsg.) Substance Abuse: A Comprehensive Textbook 2, 2. Aufl., Baltimore, Williams & Wilkins, 1992, S. 205.
  15. ↑ Nutt D, King LA, Saulsbury W, Blakemore C: Development of a rational scale to assess the harm of drugs of potential misuse. In: Lancet. 369, Nr. 9566, 2007, S. 1047-53. doi:10.1016/S0140-6736(07)60464-4. PMID 17382831.
  16. ↑ BZgA: Deutschland – eine Kokaingesellschaft?, 9. Nov. 2000
  17. ↑ http://www.fb16.uni-dortmund.de/musik/techno/kokain/Kokain01.html
  18. ↑ [1]
  19. ↑ http://www.bzga.de/pdf.php?id=92cfd6f2805a5fab3ad7777188416bf6
  20. ↑ BKA:Daten zur RauschgiftkriminalitĂ€t 2005 in Deutschland, Tabellenanhang, Tab. 5.3
  21. ↑ S. Herre et al. (1999):Zur toxikologischen Bewertung der LokalanĂ€sthetika Lidocain und Tetracain bei DrogentodesfĂ€llen, in: Rechtsmedizin (9), S. 174-83
  22. ↑ Techno-Netzwerk Berlin: Drug-Checking-Konzept fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland, sich beziehend auf eine Studie dreier rechtsmedizinischer Institute in Berlin, Berlin 2000, S. 42 f.
  23. ↑ trimbos.nl
  24. ↑ Crack und Freebase (Drugscouts)
  25. ↑ a b c BKA: Bundeslagebild Rauschgift 2004, 2005 (pdf)
  26. ↑ http://www.welt.de/data/2006/11/22/1120512.html
  27. ↑ Kokain ist nicht mehr die Droge der Reichen Die Presse, 23. November 2007
  28. ↑ Jahresbericht 2007 – Stand der Drogenproblematik in Europa EuropĂ€ische Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Drogensucht, 2007
  29. ↑ Der Soziologe GĂŒnter Amendt in der taz vom 23. Oktober 2000 zum Kokain schnupfenden Fußball-Manager Christoph Daum: „Das ist ein Dopingfall. Fußball ist Teil der neuen Unterhaltungsindustrie. Der Druck ist unmenschlich. Der Treibstoff der New Economy ist Kokain.“
  30. ↑ GĂŒnter Amendt, Berliner Zeitung: Kokain ist ĂŒberall, wo in Hochgeschwindigkeit gearbeitet wird (24. Oktober 2000)
  31. ↑ a b United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC): World Drug Report 2004, 2005 (engl.)
  32. ↑ a b Julien, Robert M.: Drogen und Psychopharmaka, Heidelberg; Berlin; Oxford; Spektrum, Akad. Verl., 1997, Seite 137
  33. ↑ a b c Erowid: Illicit Production of Cocaine Artikel ĂŒber die Herstellung von Kokain (englisch)
  34. ↑ Current TV: Making Cocaine
  35. ↑ Youtube: Arte: Kokain und Aufputschmittel - Euphorie und Absturz
  36. ↑ Arte: Kokain und Aufputschmittel - Euphorie und Absturz
  37. ↑ BetĂ€ubungsmittel-Verschreibungsverordnung (§ 2 Abs. 3 BtMVV)
  38. ↑ TARIC-Abfrage fĂŒr Cocain mit ZollsĂ€tzen, Warenbeschreibung und HandelsbeschrĂ€nkungen
  39. ↑ §40 AO (Abgabenordnung)
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