Kopenhagen

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Kopenhagen
D√§nemark K√łbenhavn
(dt: Kopenhagen)
Wappen von K√łbenhavn
K√łbenhavn (D√§nemark)
K√łbenhavn
K√łbenhavn
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Hovedstaden
Landschaftsregion: Sjælland
Kommune (seit 2007): Kopenhagen
Koordinaten: 55¬į 41‚Ä≤ N, 12¬į 35‚Ä≤ O55.67570611111112.57874524Koordinaten: 55¬į 41‚Ä≤ N, 12¬į 35‚Ä≤ O
Gegr√ľndet: 1167
Einwohner: (2011[1]) 539.542
Fl√§che[2]: 88,25 km¬≤
Bevölkerungsdichte: 6.114 Einwohner je km²
Höhe: 24 m ö.h.
Telefonvorwahl: 0045
Postleitzahl: 1050 - 1778, 2100, 2200, 2300, 2400, 2450
B√ľrgermeister: Frank Jensen
Stadtgliederung: 15 Bezirke
Website: www.kk.dk
Kopenhagen CollageVon links oben: Christiansborg, Marmorkirche, Tivoli und Rådhuspladsen
Kopenhagen Collage
Von links oben: Christiansborg, Marmorkirche, Tivoli und Rådhuspladsen
Satellitenbild

Kopenhagen (d√§nisch K√łbenhavn?/i [k į√łbŐ•mŐ©ňąh…Ď äŐĮňÄn]) ist die Hauptstadt D√§nemarks und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt ist au√üerdem Sitz des Parlaments (Folketing), der Regierung und des K√∂nigshauses.

Kopenhagen gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und zählt dort zu den meistbesuchten Städten. Die Stadt hat 539.000 Einwohner (2010) (inklusive Hovedstadsområdet 1.200.239 (2010)[3]) und gehört zur dänischen Verwaltungsregion Region Hovedstaden.

Inhaltsverzeichnis

Name der Stadt

Im Mitteld√§nischen hie√ü die Stadt K√łpmann√¶hafn, was mit ‚ÄěKaufmannshafen‚Äú bzw. ‚ÄěHafen der Kaufleute‚Äú zu √ľbersetzen ist und damit die Bedeutung der Kaufleute im Mittelalter ausdr√ľckt. Im Jahr 1043 wurde der Ort erstmals als Havn erw√§hnt ‚Äď parallel zum sp√§teren lateinischen Ausdruck Hafnia f√ľr ‚ÄěHafen‚Äú.[4]

Auf den heutigen d√§nischen Begriff K√łbenhavn bauen andere Stadtnamen verschiedenster Sprachen auf. So hei√üt die d√§nische Hauptstadt zum Beispiel im Schwedischen K√∂penhamn, im Englischen Copenhagen, im Isl√§ndischen Kaupmannah√∂fn, im Deutschen und Niederl√§ndischen Kopenhagen, im Polnischen Kopenhaga, im Tschechischen KodaŇą, im Finnischen K√∂√∂penhamina, im Estnischen Kopenhaagen sowie im Franz√∂sischen, Spanischen und Portugiesischen Copenhague.

Geografie

Kopenhagen liegt auf D√§nemarks gr√∂√üter Insel Seeland (Sj√¶lland), von der Stadt Malm√∂ im schwedischen Schonen durch den √Ėresund getrennt. Ein kleinerer Teil Kopenhagens liegt auf der Insel Amager. Geologisch befindet sich die gesamte Stadt auf der eiszeitlichen Grundmor√§nenlandschaft, die weite Teile D√§nemarks einnimmt. Bei Kopenhagen ruht die Mor√§ne auf relativ hoch gelegenem Kalkstein, der aus Kreidekalkstein der Oberkreide (Maastricht) besteht und beim Bau der Metro erhebliche Probleme mit sich brachte.

Es ist zu unterscheiden zwischen der eigentlichen Stadt Kopenhagen, dem Großraum Kopenhagen, Groß-Kopenhagen, dem ehemaligen Verkehrsverbund und der Hauptstadtregion:

  • Zur Stadt Kopenhagen geh√∂ren der eigentliche, von den Kopenhagener Seen und dem Hafen umgebene Stadtkern, die ‚ÄěBr√ľckenquartiere‚Äú (Brokvarterer): √ėsterbro, N√łrrebro, Vesterbro, Amagerbro; die Stadtteile Christianshavn, √ėrestad, Islands Brygge, Valby, Vanl√łse und Br√łnsh√łj; aber nicht die eigenst√§ndige, kreisfreie Gemeinde Frederiksberg.
  • Der Gro√üraum Kopenhagen (Hovedstadsomr√•det) umfasst die St√§dte Kopenhagen, Frederiksberg sowie das Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks K√łbenhavns Amt, bildet aber keine eigenst√§ndige Verwaltungseinheit. Kopenhagen und die schwedischen St√§dte Malm√∂ und Lund bilden zusammen eine grenz√ľberschreitende Metropolregion, die √Ėresundregion.
  • Zum ehemaligen Verkehrsverbund (HT-omr√•det oder Hovedstadsregionen, nicht zu verwechseln mit Region Hovedstaden) geh√∂ren der Gro√üraum Kopenhagen sowie das Gebiet, das in etwa von Helsing√łr √ľber Frederikssund und Roskilde bis nach K√łge abgegrenzt ist, teilweise erstreckt sich der Verbund noch etwas weiter. Landgebiet: 2673 km¬≤; Einwohner: 1.835.467 (2008); 686 Ew./km¬≤. Die Gemeinden Greve, Solr√łd, K√łge, Roskilde und Lejre werden statistisch √ėstsj√¶lland (Ost-Seeland) genannt. Die seit dem 1. Januar 2007 bestehende neue Verkehrsverbundgesellschaft hei√üt Trafikselskabet Movia und umfasst ganz Ostd√§nemark (45 Kommunen), jedoch ohne die Kommune Bornholm.
  • Die Hauptstadtregion Region Hovedstaden wurde mit der Kommunalreform vom 1. Januar 2007 eingef√ľhrt. Sie deckt sich weitgehend mit dem HT-omr√•de, umfasst jedoch zus√§tzlich Bornholm, w√§hrend Roskilde au√üerhalb liegt.
  • Schlie√ülich existiert zus√§tzlich der Begriff Stork√łbenhavn (Gro√ü-Kopenhagen), der √ľberwiegend dasselbe Gebiet wie das Hovedstadsomr√•det umfasst.

Die Gemeinden in n√§chster N√§he von und einschlie√ülich Kopenhagens, insgesamt 33, machen 6,3 Prozent des Gesamtgebiets von D√§nemark aus und werden von 33,5 % seiner Gesamtbev√∂lkerung bewohnt. Stevns Kommune geh√∂rt in Zukunft statistisch zu Vest- og Sydsj√¶lland.

Kopenhagen
Klimadiagramm (Erklärung)
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4
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Temperatur in ¬įC,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschl√§ge f√ľr Kopenhagen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (¬įC) 2 2 5 10 15 19 20 20 17 12 7 4 √ė 11,1
Min. Temperatur (¬įC) -2 -2 -1 2 7 11 13 13 10 7 3 -1 √ė 5
Niederschlag (mm) 36 24 34 35 40 45 57 55 53 47 52 47 ő£ 525
Regentage (d) 17 13 14 13 13 11 13 13 14 14 17 16 ő£ 168
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Quelle: WMO

Geschichte

Mittelalter und fr√ľhe Neuzeit

Der Stadtteil Christianshavn

Im 12. Jahrhundert wurde am √ėresund eine Burg errichtet, die den kleinen Handelshafen nach Schonen und Amager an der Fischersiedlung Havn (‚ÄěHafen‚Äú) sichern sollte. Nicht zuletzt die g√ľnstige Lage ungef√§hr halbwegs zwischen dem wichtigen Bischofssitz in Roskilde und dem skandinavischen Erzbischofssitz in Lund (damals d√§nisch) war von entscheidender Bedeutung. Entsprechend erhielt auch die mit der Burg neu gestaltete Siedlung den Namen K√łpmann√¶hafn (‚ÄěKaufm√§nnerhafen‚Äú). 1254 erhielt das junge Kopenhagen von Bischof Jakob Erlandsen sein erstes Stadtrecht, allerdings wurde die Stadt in den Jahren 1362 und 1368 als unliebsamer Konkurrent der Hanse zusammen mit der Burg zerst√∂rt.

Die Entwicklung lie√ü sich jedoch nicht mehr aufhalten: 1416 wurde die wiederaufgebaute Stadt Residenz des K√∂nigs, und 1443 √ľbernahm sie von Roskilde die Hauptstadtfunktion. In der ersten H√§lfte des 17. Jahrhunderts bl√ľhte Kopenhagen unter Christian IV. auf.

Umgebung Kopenhagens um 1888
Kopenhagen um 1895

Kopenhagen erlebte in seiner Geschichte immer wieder Katastrophen, Seuchen und Kriege. Von 1658 bis 1659 hielt die Stadt einer Belagerung stand, w√§hrend das √ľbrige D√§nemark von den Schweden vollst√§ndig besetzt war. Im 18. Jahrhundert starb nach Pest und Seuchen ein Drittel der Stadtbewohner. 1728 sowie 1795 w√ľteten zwei Stadtbr√§nde. Der Wiederaufbau f√ľhrte zur heutigen, vom Baustil des 18. Jahrhunderts gepr√§gten Altstadt. Bei der Seeschlacht von Kopenhagen 1801 sowie 1807 beschossen die Engl√§nder die Hauptstadt D√§nemarks, da es sich nicht auf die Seite Englands in dessen Krieg gegen Frankreich stellen wollte, und richteten vor allem durch den im zweiten Angriff ausgel√∂sten Gro√übrand erheblichen Schaden an. Nach dem Sieg der Engl√§nder musste Kopenhagen s√§mtliche hier ankernden Schiffe ausliefern und konnte sich erst nach Jahrzehnten wieder von dieser Niederlage erholen. 1848 zwangen √∂ffentliche Demonstrationen in Kopenhagen K√∂nig Frederik VII. zu Reformen und dem Erlass eines Grundgesetzes. Mit den nationalen Spannungen und D√§nemarks Verlust von Schleswig und Holstein im Krieg von 1864 verlie√üen auch viele deutschsprachige Beamte und Kaufleute die Stadt, die sie bis dahin jahrhundertelang mitgepr√§gt hatten.

Fr√ľhes 20. Jahrhundert

Mit der Industrialisierung im sp√§ten 19. Jahrhundert wuchs die Stadt durch Zuwanderung vom Land rasch an. Die Befestigungsanlagen wurden geschleift und teilweise in Parks (unter anderen den Tivoli, √ėrstedsparken und √ėstre Anl√¶g) umgewandelt. Die am √∂stlichen Ende gelegene Wallanlage sowie die Festung Kastellet sind jedoch erhalten. Um die Mittelalterstadt herum wuchsen schnell Arbeiter- und B√ľrgerviertel, die bis heute noch aus um 1870 bis 1900 gebauten H√§usern bestehen.

Zweiter Weltkrieg

Denkmal f√ľr die ermordeten kommunistischen d√§nischen Freiheitsk√§mpfer, (Churchillpark)

Am 9. April 1940 wurde Kopenhagen kampflos von deutschen Truppen eingenommen. Die Stadt blieb wie das √ľbrige D√§nemark bis zum 5. Mai 1945 besetzt, aber bis auf wenige Ausnahmen von Kriegszerst√∂rungen verschont. Einige Industriebauten wurden zum Ziel von Angriffen d√§nischer Widerstandsk√§mpfer. Als am 29. August 1943 die d√§nische Regierung zur√ľcktrat, folgte eine unruhige Zeit. Im Juni 1944 begann im Arbeiterviertel N√łrrebro ein gegen die Besatzungsmacht gerichteter Generalstreik, der sich auf ganz D√§nemark ausbreitete. Im August 1944 wurden im Zuge einer Vergeltungsaktion weite Teile des Tivolis, die K√∂nigliche Porzellanmanufaktur, ein B√ľrgerversammlungshaus und ein Studentenwohnheim von der Schalburg-Gruppe, einem d√§nischen SS-Korps, gesprengt. Am 21. M√§rz 1945 bombardierten alliierte Flugzeuge das Shell-Haus, das von den Deutschen als Gestapo-Hauptquartier benutzt wurde; dabei kamen etwa 125 Menschen um. Eines der niedrig fliegenden, angreifenden Flugzeuge streifte am Bahnhof einen Lichtmast und st√ľrzte bei der Franz√∂sischen Schule ab. Die darauffolgende Explosion lie√ü nachfolgende Piloten glauben, das sei das Ziel, worauf von ihnen die Schule bombardiert wurde; insgesamt 900 Menschen kamen dabei um. Von diesem Bombardement in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges abgesehen, blieb Kopenhagen von Kriegszerst√∂rungen verschont.

Neuere Geschichte

1948 wurde der ‚ÄěFingerplan‚Äú entworfen. Wie die ausgestreckten Finger einer Hand sollten Vororte an f√ľnf S-Bahnlinien entlang ausgebaut werden, w√§hrend das Land zwischen den Fingern als gr√ľne Zonen erhalten blieb. Von circa 1960 bis 1990 sank die Einwohnerzahl der Stadt, da viele Menschen in die Vororte zogen.

Seit 1990 findet eine neue Stadtentwicklung statt, unter anderem mit der Errichtung vieler moderner Bauten am Hafen, wie zum Beispiel des ‚ÄěSchwarzen Diamanten‚Äú (K√∂nigliche Bibliothek), des 2005 er√∂ffneten Opernhauses und des 2008 er√∂ffneten neuen Schauspielhauses. Die 2002 eingeweihte Metro soll bis 2015 auf mehrere Linien erweitert werden. 2000 wurde die √Ėresundverbindung er√∂ffnet und der s√ľdschwedische Raum um Malm√∂ durch ein regionales Schnellzugnetz mit Kopenhagen verbunden. Arbeits- und Wohnungsmarkt beiderseits des √Ėresunds sind zum Teil zusammengewachsen. Kopenhagen erlebt einen Zustrom von wissensbasierten und kreativen Betrieben sowie von Studenten aus ganz Skandinavien und bleibt das unbestrittene Kraftzentrum D√§nemarks. Als Ergebnis stiegen jedoch Wohnungspreise und Verkehrsprobleme kr√§ftig an. Der Bau von Hochh√§usern wurde vorgeschlagen, die dem Wohnungsmangel abhelfen und der Stadt ein ‚ÄěMetropolgepr√§ge‚Äú geben sollten; von Gegnern wird jedoch hervorgehoben, dass eben die Abwesenheit von hohen Bauten charakteristisch f√ľr Kopenhagen sei.

In den ersten Monaten des Jahres 2007 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Jugendlichen, insbesondere Autonomen, die auch international Beachtung fanden. Hintergrund war die Räumung des autonomen Jugendzentrums Ungdomshuset.

Im Jahre 2009 fand am 7. bis 18. Dezember im Bella Center in Kopenhagen die 15. UN-Klimakonferenz der Vertragsstaaten der Klimakonvention der vereinten Nationen statt. Es war zugleich das f√ľnfte Treffen im Rahmen des Kyoto-Protokolls.

Laut der Forbes-Liste der World's Most Expensive Cities To Live von 2009 gilt Kopenhagen als eine der teuersten Städte der Welt.[5]

Blick vom Turm der Vor-Frelsers-Kirche
Blick vom Turm der Vor-Frelsers-Kirche

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1971: per 1. Januar):

  • 1450 ‚Äď ca. 4‚Äď5.000
  • 1500 ‚Äď ca. 10.000
  • 1650 ‚Äď ca. 30.000
  • 1700 ‚Äď ca. 65.000
  • 1769 ‚Äď 80.000
  • 1787 ‚Äď 90.032
  • 1801 ‚Äď 100.975
  • 1840 ‚Äď 120.819
  • 1850 ‚Äď 129.695
  • 1860 ‚Äď 155.143
  • 1870 ‚Äď 181.291
  • 1880 ‚Äď 234.850
  • 1890 ‚Äď 312.859
  • 1901 ‚Äď 360.787
  • 1901 ‚Äď 400.575
  • 1911 ‚Äď 462.161
  • 1921 ‚Äď 561.344
  • 1930 ‚Äď 617.069
  • 1940 ‚Äď 700.465
  • 1950 ‚Äď 768.105
  • 1960 ‚Äď 721.381
  • 1963 ‚Äď 706.000
  • 1966 ‚Äď 678.000
  • 1970 ‚Äď 622.773
  • 1971 ‚Äď 625.678
  • 1972 ‚Äď 610.985
  • 1973 ‚Äď 595.751
  • 1974 ‚Äď 576.030
  • 1975 ‚Äď 562.405
  • 1976 ‚Äď 545.350
  • 1977 ‚Äď 529.154
  • 1978 ‚Äď 515.594
  • 1979 ‚Äď 505.974
  • 1980 ‚Äď 498.850
  • 1985 ‚Äď 478.615
  • 1990 ‚Äď 466.723
  • 1992 ‚Äď 464.566
  • 1995 ‚Äď 471.300
  • 1999 ‚Äď 491.082
  • 2000 ‚Äď 495.699
  • 2001 ‚Äď 499.148
  • 2002 ‚Äď 500.531
  • 2003 ‚Äď 501.289
  • 2004 ‚Äď 501.664
  • 2005 ‚Äď 502.362
  • 2006 ‚Äď 501.158
  • 2007 ‚Äď 503.699
  • 2008 ‚Äď 509.861
  • 2009 ‚Äď 518.574
  • 2010 - 528.208
  • 2011 - 539.542
Das Kopenhagener Rathaus am Rådhuspladsen
Die neue Oper von Kopenhagen, Operaen, auf der Insel Holmen
Kopenhagens neues Schauspielhaus am Abend
Rosenborg Slot
Alte Börse und Schloss Christiansborg
Die ‚ÄěKleine Meerjungfrau‚Äú, entworfen von dem Bildhauer Edvard Eriksen nach dem gleichnamigen M√§rchen von Hans Christian Andersen
Kongens Nytorv im Winter
Amalienborg Slot
Tivoli von Kopenhagen
Kirche in Bagsv√¶rd gestaltet von J√łrn Utzon

Im Verh√§ltnis zu anderen europ√§ischen Hauptst√§dten hat Kopenhagens Innenstadt nur wenige Einwohner. Das liegt daran, dass Kopenhagen nie durch gr√∂√üere Eingemeindungen erweitert wurde. Selbst die Gemeinde Frederiksberg mit 95.029 (Stand: 2009; am 7. November 1950: 118.993) Einwohnern, die von der Gemeinde Kopenhagen vollst√§ndig umgeben ist, wurde nicht eingemeindet. Hintergrund daf√ľr ist, dass aufgrund der Erfahrungen im Ausland in den politisch von den Konservativen gepr√§gten Umlandgemeinden eine Einvernahme durch die Sozialdemokraten bef√ľrchtet wurde, w√§hrend diese einen Verlust ihres Einflusses im Stadtgebiet bef√ľrchteten. So sind alle mit dem jetzigen, ungew√∂hnlich erscheinenden Zustand zufrieden. Die zusammenh√§ngende Besiedlung dehnt sich auf den gesamten Gro√üraum Kopenhagen ‚Äď d√§nisch Hovedstadsomr√•det ‚Äď (Gemeinden Kopenhagen, Frederiksberg und 16 weitere (davon f√ľnf nur teilweise) Gemeinden in der Region Hovedstaden und Greve Kommune in Region Sj√¶lland) aus, mit insgesamt 1.153.615 Einwohnern (Stand: 2008)[6].

Politik

Das Schloss Christiansborg ist Sitz des Parlaments, des Ministerpräsidenten und des Obersten Gerichts. Bedingt durch den Hauptstadtcharakter sind in Kopenhagen die Botschaften und Emissäre von 187 Staaten vertreten.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Oper, Ballett und Schauspiel

Das wohl ber√ľhmteste Theater der Stadt ist das K√∂nigliche Theater. Das 1874 errichtete Geb√§ude des 1748 gegr√ľndeten Etablissements befindet sich am Kongens Nytorv und bietet 1500 Zuschauern Platz. Hier werden Opern- und Ballettauff√ľhrungen dargeboten. Seit 2005 wird ein zweites, modernes Opernhaus bespielt: die Operaen, welches auf der Insel Holmen liegt und ebenfalls zum Kongelige Teater geh√∂rt. 2008 wurde am Hafen ein neues Schauspielhaus er√∂ffnet.

Im Mermaid-Theater (Mermaid Teater) werden alle angek√ľndigten Vorstellungen in englischer Sprache dargeboten. Die bekanntesten d√§nischen Schauspieler treten hingegen im Ny-Theater auf.

In der Kronprinsengade befindet sich das Plex Musikteater (vormals Den Anden Opera), eine B√ľhne f√ľr experimentelles Tanztheater.

Im n√∂rdlichen Teil des Kopenhagener Stadtteils √ėrestad befindet sich auf der Insel Amager das neue Konzerthaus Kopenhagen (DR Koncerthuset). Es wurde nach Pl√§nen des franz√∂sischen Architekten Jean Nouvel gebaut und im Januar 2009 er√∂ffnet.

Museen

Bauwerke

Die 1,25 Meter gro√üe Kleine Meerjungfrau (d√§n. Den lille Havfrue) des Kopenhagener Bildhauers Edvard Eriksen (* 1876, ‚Ć 1959) ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde von dem Brauer Carl Jacobsen in Auftrag gegeben und am 23. August 1913 eingeweiht. Eriksen hatte f√ľr die Titelfigur des M√§rchens von Hans Christian Andersen das Gesicht der damals in Kopenhagen ber√ľhmten Primaballerina Ellen Price und den K√∂rper seiner Frau Eline als Vorlage benutzt.

Der gegen√ľber vom Hauptbahnhof gelegene Tivoli ist einer der √§ltesten Freizeitparks der Welt (der √§lteste, Dyrehavsbakken, liegt im Norden der Stadt) und das 1960 von Arne Jacobsen errichtete SAS Royal Hotel, das erste Hochhaus in Kopenhagen. Am Rande des Parks l√§uft der HC Andersens Boulevard entlang, an dem sich auf dem R√•dhuspladsen auch das Rathaus befindet. Es wurde zwischen 1892 und 1905 im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Das Geb√§ude wurde am 12. September 1905 eingeweiht ist mit vielen Skulpturen geschm√ľckt. Der Rathausturm ist mit 105,6 Metern D√§nemarks h√∂chster Turm.

In der N√§he der Universit√§t Kopenhagens liegt die St.-Petri-Kirche (Sankt Petri Kirke). Sie ist seit 1586 Pfarrkirche der deutschen Gemeinde und die √§lteste erhaltene Kirche von Kopenhagen. √Ėstlich schlie√üt sich die Liebfrauenkirche (Vor Frue Kirke) an, das klassizistische Meisterwerk von Christian Frederik Hansen, ausgestattet mit Statuen von Bertel Thorvaldsen, darunter sein Segnender Christus.

Weiter n√∂rdlich liegt der 34.8 Meter hohe Runde Turm (Runde T√•rn). Ein 209 Meter langer, stufenloser Wendelgang f√ľhrt auf diesen zwischen 1637 und 1642 erbauten Aussichtsturm hinauf. An den Turm schlie√üt sich die Dreifaltigkeitskirche (Trinitatis Kirke) an. Hier befinden sich auch die Einkaufsstra√üen Str√łget und Str√¶det. Sie bilden mit √ľber einem Kilometer L√§nge eine der l√§ngsten Fu√üg√§ngerzonen Europas und sind ein beliebtes Einkaufszentrum.

Zwischen den Fu√üg√§ngerzonen und dem Inderhavn erstreckt sich einer der wichtigsten Touristenmagnete der Stadt, das Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot). Dieses Geb√§ude, das seit 1918 Sitz des Parlaments ist, befindet sich an der Stelle der von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens. Der heutige Geb√§udekomplex mit dem 90 Meter hohen Schlossturm entstand w√§hrend einer mehr als zwanzigj√§hrigen Bauzeit in den Jahren 1907 bis 1928. An der Nordseite des Schlosses steht die 1826 vollendete klassizistische Schlosskirche (Slotskirke). Unmittelbar neben dem Schloss Christiansborg befindet sich B√łrsen, die ehemalige Kopenhagener B√∂rse. Dieser Renaissancebau entstand zwischen 1619 und 1640 und ist mit seinem 54 Meter hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschw√§nzen ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Bis 1974 diente das Geb√§ude dem urspr√ľnglichen Zweck und wird seitdem als B√ľrogeb√§ude genutzt. Ebenfalls neben dem Schloss liegt die K√∂nigliche Bibliothek D√§nemarks. Die Nationalbibliothek verf√ľgt seit 1999 mit dem ‚ÄěSchwarzen Diamanten‚ÄĚ √ľber einen futuristischen Anbau.

√úber einen Kanal f√ľhrt von hier aus die B√łrsbroen zur Nationalbank und zur Holmens Kirke, die genau gegen√ľber der B√∂rse und dem Schloss Christiansborg liegt. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Von der B√∂rse f√ľhrt auch die Knippelsbro, eine interessante Klappbr√ľcke, √ľber den Inderhavn nach Amager. √úber sie gelangt man auch am besten zur im Stadtteil Christianshavn gelegenen Erl√∂serkirche (Vor Frelsers Kirke). Diese barocke Kirche aus den Jahren 1602 bis 1692 besitzt den mit 93 Metern zweith√∂chsten Turm Kopenhagens. Er ist Wahrzeichen des Stadtteils Christianshavn und l√§sst sich √ľber eine 1752 konstruierte Wendeltreppe besteigen.

Eine ebenfalls herausragende Sehensw√ľrdigkeit ist der Nyhavn. Diese Stra√üe mit den schmucken Giebelh√§usern beiderseits des gleichnamigen Hafenarms ist Zentrum der Gastronomie in Kopenhagen. Mehr dazu im Artikel Nyhavn.

Am westlichen Ende des Nyhavns befindet sich der K√∂nigliche Neue Markt (Kongens Nytorv). Von diesem gr√∂√üten und wichtigsten Platz der Stadt f√ľhren sternf√∂rmig ein gutes Dutzend Stra√üen weg. An dem Platz mit einem Standbild Christians V., volkst√ľmlich auch Hesten ‚Äď das Pferd ‚Äď genannt, liegen das K√∂nigliche Theater, das Kaufhaus Magasin du Nord, das Thotts Palais (1685) und das in den Jahren 1672 bis 1683 erbaute Schloss Charlottenborg. Es beherbergt heute die Kunstakademie und steht in Verbindung mit dem neuen Kunstausstellungsgeb√§ude.

Nordwestlich vom Kongens Nytorv befindet sich das Schloss Rosenborg (Rosenborg Slot). Das 1607 bis 1617 als Sommerresidenz f√ľr Christian IV. erbaute, durch holl√§ndische Architektur beeinflusste Renaissanceschloss beherbergt die d√§nischen Kronjuwelen. Seit 1833 ist es ein Museum. Sehenswert sind der Elfenbeinthron mit drei silbernen L√∂wen und die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone Christians IV. Gegen√ľber dem Schloss liegt der Botanische Garten mit einem Gew√§chshaus.

Die Frederikskirche (Frederikskirken), auch Marmorkirche genannt, ist ein von Nicolai Eigtved entworfenes und 1740 begonnenes, 84 m hohes Gotteshaus mit einer 45 m hohen freskengeschm√ľckten Kuppel, eine der gr√∂√üten Europas und ein Abbild des Petersdoms in Rom. Geldmangel f√ľhrte zu einer l√§ngeren Baupause. Erst durch die finanzielle Unterst√ľtzung des Gro√üindustriellen C. F. Tietgen konnte die Kirche 1894 fertiggestellt werden. Im Inneren sind Denkm√§ler bedeutender kirchlicher Pers√∂nlichkeiten, wie Moses oder Martin Luther, aufgestellt. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Schloss Amalienborg. Das Schloss, in dem die K√∂nigin lebt, wurde 1749 bis 1760 errichtet und besteht aus vier gegen√ľberliegenden Pal√§sten. In der Mitte des gro√üen, achteckigen Schlossplatzes (Amalienborg Plads) steht das Reiterstandbild Frederiks V. Jeden Mittag um zw√∂lf Uhr findet hier die Wachabl√∂sung der Garde statt.

N√∂rdlich von Schloss Amalienborg erstreckt sich das Kastell (Kastellet), ein √úberbleibsel der alten Stadtbefestigung. Unterhalb der Festungsw√§lle verl√§uft die Promenade Langelinie, die direkt zur kleinen Meerjungfrau f√ľhrt.

Der Zooturm ist ein 43,5 m hoher Aussichtsturm im Zoo Kopenhagen. Er wurde 1905 errichtet und ist einer der h√∂chsten aus Holz gebauten Aussichtst√ľrme.

Im Stadtteil Bispebjerg findet sich mit der von Peder Klint begonnen und von seinem Sohn Kaare Klint vollendeten Grundtvigskirche ein seltenes Beispiel eines expressionistischen Sakralbaus.

Die Bagsværd Kirche im Vorort Bagsværd gilt als markantes Beispiel des Kritischen Regionalismus.

Freistadt Christiania

Die Freistadt Christiania (auch Das freie Christiana) ist eine ‚Äěalternative‚Äú Wohnsiedlung im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn, die seit 1971 besteht. Das ehemalige Milit√§rgel√§nde der B√•dsmandsstr√¶des-Kaserne umfasst ein 34 Hektar gro√ües Gebiet auf den historischen Wallanlagen der Stadt. Die Bewohner betrachten sich selbst als in einer Freistadt lebend, die sich unabh√§ngig von den staatlichen Beh√∂rden verwaltet. Diesen gilt Christiania jedoch als Drogenhandelszentrale.[7]

Kirchspielsgemeinden in Kopenhagen

In Kopenhagen liegen die folgenden Kirchspielsgemeinden (dän.: Sogn):

Nr. Kirchspiel Einwohner[8]
Aalholm Sogn 7.434
Absalons Sogn 5.110
Advents Sogn 7.058
Aldersro Sogn 7.251
Allehelgens Sogn 9.422
Anna Sogn 6.905
Ansgarkirkens Sogn 9.654
Apostelkirkens Sogn 3.207
Bellah√łj Sogn 6.674
Bethlehem Sogn 2.779
Bispebjerg Sogn 10.064
Blågårdens Sogn 11.534
Br√łnsh√łj Sogn 8.634
Christians Sogn 6.775
Davids Sogn 0
Elias Sogn 3.857
Emdrup Sogn 4.687
Enghave Sogn 7.940
Filips Sogn 11.140
Fredens-Nazaret Sogn 4.606
Frederiks Sogn 3.072
Frihavns Sogn 0
Garnisons Sogn 2.723
Gethsemane Sogn 2.784
Gr√łndals Sogn 8.060
Hans Egedes Sogn 6.320
Helligånds Sogn 4.040
Holmens Sogn 2.925
Husum Sogn 9.867
Husumvold Sogn 8.047
Hyltebjerg Sogn 9.698
H√łjdevangs Sogn 11.973
Islands Brygges Sogn 13.030
Johannes D√łbers Sogn 7.687
Kapernaums Sogn 8.761
Kastels Sogn 6.491
Kildevælds Sogn 9.637
Kingo-Samuel Sogn 20.781
Kristkirkens Sogn 5.882
Lundehus Sogn 6.507
Margrethe Sogn 6.285
Maria Sogn 4.304
Nathanaels Sogn 7.458
Rosenvænget Sogn 20.424
Samuels Sogn 0
Sankt Andreas Sogn 3.843
Sankt Jakobs Sogn 12.338
Sankt Johannes Sogn 0
Sankt Matthæus Sogn 7.725
Sankt Pauls Sogn 4.073
Sankt Stefans Sogn 11.784
Simeon-Sankt Johannes Sogn 17.558
Simeons Sogn 0
Simon Peters Sogn 9.322
Sions Sogn 9.330
Solvang Sogn 16.300
Sundby Sogn 16.126
Sundkirkens Sogn 5.949
Sydhavn Sogn 15.965
Tagensbo Sogn 7.129
Timotheus Sogn 10.401
Tingbjerg Sogn 6.237
Trinitatis Sogn 3.152
Utterslev Sogn 6.304
Valby Sogn 8.508
Vanl√łse Sogn 10.928
Vigerslev Sogn 7.900
Vor Frelsers Sogn 12.137
Vor Frue Sogn 3.566
√ėstervold Sogn 6.526

Sport

In Kopenhagen sind die folgenden Fußballvereine der dänischen Superliga zu Hause:

  • FC Kopenhagen ‚Äď D√§nischer Meister 1993, 2001, 2003, 2004, 2006, 2007, 2009 und 2010; Pokalsieger 1995, 1997, 2004, 2009.

Sowie vor den Toren der Stadt in Br√łndby:

  • Br√łndby IF ‚Äď D√§nischer Meister 1985, 1987, 1988, 1990, 1991, 1996, 1997, 1998, 2002, 2005; Pokalsieger 1989, 1994, 1998, 2003, 2005.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Innenstadt beherbergt wie in fast jeder anderen europ√§ischen Gro√üstadt das Dienstleistungszentrum, Handwerksbetriebe und Industrieanlagen (Maschinen-, Porzellan- und Textilfabriken), die ‚Äď soweit noch nicht in andere L√§nder ausgegliedert ‚Äď gr√∂√ütenteils an den Stadtrand verlegt wurden. Die d√§nische Hauptstadt gilt als sehr teuer, die Lebenshaltungskosten geh√∂ren zu den h√∂chsten in ganz Europa.[9]

Verkehr

Der Hauptbahnhof K√łbenhavn H

Bahn und Straße

Kopenhagen ist trotz seiner auf das Land bezogenen Randlage der wichtigste Verkehrsknotenpunkt D√§nemarks. Auf die Stadt laufen sowohl alle wichtigen Stra√üen als auch Eisenbahnen sternf√∂rmig zu. √úber die Schiffsverbindung Vogelfluglinie ist Kopenhagen mit L√ľbeck und Hamburg, √ľber die √Ėresundverbindung mit Malm√∂ und Lund verbunden.

√ĖPNV

S-Bahn und Metro

Kopenhagen und seine Vororte werden durch das S-Bahn-System S-tog erschlossen. Die Linien der S-Bahn f√ľhren bis K√łge, H√łje-Taastrup, Frederikssund, Farum, Hiller√łd und Klampenborg; daneben verl√§uft eine Ringlinie um das Zentrum der Stadt.

Dazu kommt die moderne, am 19. Oktober 2002 er√∂ffnete Metro Kopenhagen, deren Z√ľge vollautomatisch und damit ohne Bediener fahren. Sie verl√§uft von Vanl√łse im Westen √ľber Frederiksberg und den Bahnhof N√łrreport nach Christianshavn, wo sie sich in einen Streckenast nach Vestamager im S√ľden und einen in Richtung des Flughafens Kastrup im S√ľdosten aufteilt. Eine dritte Metrostrecke ist derzeit in Bau. Der neue Cityringen soll bis 2018 fertiggestellt werden und erg√§nzt damit die √∂ffentlichen Verkehrsmittel rund um das Stadtzentrum.

Straßenbahn

Vom 22. Oktober 1863 bis zum 22. April 1972 besa√ü Kopenhagen ein ausgedehntes Stra√üenbahnnetz, das 1953 mit 19 Linien seinen H√∂hepunkt erreichte. Heute kann man mit der alten Stra√üenbahn im Stra√üenbahnmuseum Skjolden√¶sholm auf Mittel-Seeland fahren.[10] Das Wiedereinf√ľhren der Stra√üenbahn in Form eines Light-Rail-Netzes wurde vorgeschlagen, bis auf weiteres jedoch zugunsten der Metro, die weiter ausgebaut werden soll, verworfen.

Fahrrad

Radinfrastruktur im Zentrum
Citybike

Der Radverkehr hat einen wichtigen Stellenwert in der Stadt. In nahezu jeder wichtigen Stra√üe gibt es eigene Radwege oder Radfahrstreifen, die von der Fahrbahn getrennt gef√ľhrt werden. Der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen der Stadt ist mit √ľber 36 %[11] im Vergleich zu anderen europ√§ischen Gro√üst√§dten au√üerordentlich hoch (zum Beispiel Wien: 5 %).[12] T√§glich werden in Kopenhagen 1,3 Millionen Kilometer mit dem Fahrrad zur√ľckgelegt. Von Stadtplanern und Vertretern von Radfahr-Lobbys aus der ganzen Welt wird Kopenhagen immer wieder als vorbildliches Beispiel f√ľr die Bevorzugung des Radverkehrs genannt.[13][14] F√ľr die Umgestaltung von St√§dten mit besonderer Bevorzugung des Radverkehrs hat sich im Englischen bereits das Wort copenhagenize (dt. "Kopenhagenisierung") eingeb√ľrgert.

Au√üerdem gibt es von Fr√ľhling bis Herbst insgesamt circa 100 Stationen, an denen man sich kostenlos Fahrr√§der ausleihen kann. Diese sogenannten Citybikes (Bycykler) erh√§lt man gegen ein Pfand von 20 Kronen, die man nach dem Einkaufswagenprinzip einsteckt und zur√ľckerh√§lt, wenn man das Fahrrad wieder an eine der Stationen zur√ľckstellt (siehe auch Helsinki City Bike). Die Fahrr√§der d√ľrfen nur in der Innenstadt benutzt werden. Im Winter werden sie von H√§ftlingen in einem Gef√§ngnis gewartet.

Luftverkehr

In Kastrup befindet sich der internationale Flughafen von Kopenhagen mit Direktverbindungen nach vier Kontinenten. Es gibt einen eigenen Bahnanschluss, der unter anderen von den Z√ľgen nach Malm√∂ bedient wird, bevor sie die √Ėresundbr√ľcke √ľberqueren.

√ėresundbr√ľcke

‚Üí Hauptartikel: √ėresundbr√ľcke

Die Verbindung mit Malm√∂ wird seit 2000 von der √Ėresundverbindung hergestellt. √úber diese verkehren sowohl die √Ėresundz√ľge, die f√ľr die beiden nationalen Strom- und Signalsysteme eingerichtet sind, als auch Autos auf einer vierspurigen Autobahn. Fr√ľher fuhren nach Malm√∂ F√§hren und Tragfl√ľgelboote.

See

Der Hafen

Kopenhagen ist per (Auto-) F√§hre aus Polen (Swinem√ľnde) und Oslo zu erreichen. Ein neuer Schiffsterminal im Nordhafen (Nordhavn) bedient sowohl Linien- als Kreuzfahrtschiffe. Die herk√∂mmliche Route nach Bornholm wurde 2005 zum Hafen K√łge verlegt.

Im Innenhafen l√§uft der Hafenbus (Havnebussen), Passagierboote im √ĖPNV-Netz, der unter anderem die Oper mit der gegen√ľberliegenden Altstadt verbindet. Im Sommer kann man zus√§tzlich von einem der vielen Rundfahrtboote aus Stadt und Hafen besichtigen, zum ehemaligen Seefort Trekroner oder zur Insel Hven im √Ėresund fahren.

Ansässige Unternehmen

Carlsberg-Brauerei

Die in Kopenhagen ans√§ssigen namhaften Brauereien Tuborg und Carlsberg (inzwischen zur Carlsberg A/S fusioniert) lagern ihre Produktionsbetriebe zunehmend aus, zum Teil bis nach J√ľtland, was durch die Br√ľcke √ľber den Gro√üen Belt m√∂glich wurde. Au√üerdem sitzt in Kopenhagen die weltgr√∂√üte Container-Reederei A. P. M√łller-M√¶rsk. Im Stadtteil Bagsv√¶rd hat der Pharmakonzern Novo Nordisk, bekannt f√ľr seine Enzym- und Insulinproduktion, seinen Stammsitz. Das pharmazeutische Unternehmen Lundbeck und die NKT Holding haben ebenfalls ihre Hauptsitz in Kopenhagen. Auch die Firma Secunia (IT-Sicherheitsunternehmen) hat ihren Sitz in Kopenhagen.

Medien

Bildung

In Kopenhagen und im Großraum gibt es:

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Kopenhagen

Weblinks

 Commons: K√łbenhavn ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt p√• byer (d√§nisch)
  2. ‚ÜĎ Danmarks Statistik ‚Äď Areal fordelt efter omr√•de og tid
  3. ‚ÜĎ Danmarks Statistik ‚Äď Byopg√łrelse ‚Äď Hver femte dansker bor i Hovedstadsomr√•det
  4. ‚ÜĎ Oluf Nielsen: Kj√łbenhavn i Middelalderen. In: eremit.dk, abgerufen am 28. Oktober 2010 (d√§nisch)
  5. ‚ÜĎ Forbes-Liste: Teuerste St√§dte der Welt zum Leben
  6. ‚ÜĎ Danmarks Statistik ‚Äď BEF1A07: Folketal pr. 1. januar efter kommune/region, civilstand, alder og k√łn
  7. ‚ÜĎ Razzia: Eine Tonne Haschisch im Schrebergarten. auf: Spiegel online. 25. Juni 2003.
  8. ‚ÜĎ Statistikbanken -> Befolkning og valg -> KM1: Befolkningen 1. januar, 1. april, 1. juli og 1. oktober efter sogn og folkekirkemedlemsskab (d√§nisch)
  9. ‚ÜĎ Finanzkrise verteuert Arbeiten im Ausland. In: Financial Times Deutschland. 17. Dezember 2008.
  10. ‚ÜĎ Sporvejsmuseet Skjolden√¶sholm.
  11. ‚ÜĎ Die D√§nen radeln allen davon. In: Badische Zeitung. 13. Juni 2009.
  12. ‚ÜĎ VC√Ė: Mehr Radverkehr in Wien bringt weniger Staus
  13. ‚ÜĎ IG-Fahrrad: Wien darf Kopenhagen werden!
  14. ‚ÜĎ Innovative Fahrradverleihsysteme f√ľr die St√§dte. auf: Welt online. 11. August 2009.

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