Krain

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Krain
Wappen von Krain (bis 1918); Die Landesfarben sind blau-gold /gelb
  • ÔĽŅDie Krain (2) ist eine der f√ľnf historischen Regionen Sloweniens. Sie wird eingeteilt in:
  • 2a: Oberkrain
    2b: Innerkrain
    2c: Unterkrain und Weißkrain.

Das Land Krain (auch die Krain genannt, analog zu die Krajina = Grenze oder Grenzland; slowenisch: DeŇĺela Kranjska, romanisch und englisch: Carniola, franz√∂sisch: Carniole) war um 973 (nach anderen Quellen 976) eine dem Herzogtum K√§rnten vorgelagerte Mark. Nach der Abkoppelung von K√§rnten um 1002 wurde Krain eine selbstst√§ndige Grenzmark mit eigenen Markgrafen. Seit 1364 war es Herzogtum und seit 1849 √∂sterreichisches Kronland. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 ging Krain in Slowenien auf, das dem SHS-Staat angeh√∂rte, der 1929 von K√∂nig Aleksandar I. KarańĎorńĎevińá in K√∂nigreich Jugoslawien (Kraljevina Jugoslavija) umbenannt wurde. Heute ist das ehemalige Herzogtum Krain ein Teil der Republik Slowenien, jedoch keine Gebietsk√∂rperschaft. Die einstige Hauptstadt des Herzogtums, auf Deutsch Laibach, auf Slowenisch Ljubljana (nach 1918 wurde in Slowenien nur mehr die slowenische Version verwendet), ist heute die Hauptstadt Sloweniens.

Inhaltsverzeichnis

Das Wappen Krains und dessen Landesfarben

Das Wappentier im Wappen des Herzogtums Krain ist ein Adler, der auf die Grafen von Andechs-Meranien, die einstigen Markgrafen von Krain, zur√ľckzuf√ľhren sei. √úberliefert wird ein wei√üer Adler im blauen Feld. Auch Ottokar II. PŇôemysl f√ľhrte als ‚Äědominus Carniole‚Äú 1269 den Krainer Adler in seinem M√ľnzsiegel.

Mit dem Beginn der Herrschaft der Habsburger nahm das Wappen konkrete Formen an, jedoch mit wechselnden Tingierungen. Die Farbe des Adlers war seither immer blau, das Feld wechselt zun√§chst jedoch zwischen Silber (Wei√ü) und Gold (Gelb), bis sich das Gold durchsetzte. Blau und Gold waren seither auch die Landesfarben Krains. Die Spange, auch als Mond bezeichnet, auf der Brust des Adlers, die schon bei Ottokar PŇôemysl zu sehen war, war rot-silbern geschacht. Die Farben der Spange wechselten jedoch auch sp√§ter zwischen Rot-Gold und Rot-Silber.

Im Jahre 1463 besserte Kaiser Friedrich III. das Wappen Krains als Dank f√ľr den Entsatz und milit√§rische Hilfe dieses Landes anl√§sslich seiner Belagerung in der Wiener Hofburg im Jahre 1462 im Erbschaftsstreit mit seinem Bruder Albrecht VI. Der blaue Adler, nunmehr im goldenen Feld und einer rot-gold geschachten Spange auf der Brust, bekam die Kaiserkrone auf den Kopf. Die Spange wurde damals zuweilen noch rot-wei√ü dargestellt.

Um 1915 wurden die Farben festgelegt: Ein blauer Adler im goldenen Feld belegt mit einer rot-golden geschachten Brustspange.

Die Darstellung des Wappens nebenan zeigt den rotbewehrten (Bewehrung: Krallen, Schnabel), blauen Adler mit einer von Rot und Gold geschachten Spange auf der Brust und der Kaiserkrone auf dem Kopf in einer goldenen Kartusche mit dem F√ľrstenhut.

Die Landesfarben waren stets Blau und Gold, niemals Rot und Gold. Erst im Jahre 1916 wurden Wei√ü-Blau-Rot offiziell als Landesfarben eingef√ľhrt. Diese Farben sind auch im aktuellen Wappen der Republik Sloweniens zu finden.

Herkunft des Namens

Die Oberkrain, bei Sorica/Zarz
Im s√ľdlichen H√ľgelland Unterkrains, Sveti Rok
Die Weißkrain (Bela Krajina), bei Kolpa

Der Name Krain soll aus dem kelto-romanischen Carniola und dem slowenischen ‚Äěkrajina‚Äú entstanden sein. In der Sp√§tantike war aus geographischer Sicht mit Carniola, der kleinen Carnia, nur der gr√∂√üere Teil des sp√§teren Oberkrain mit der Stadt Carnium / Krainburg / Kranj gemeint. Das sicherlich j√ľngere krajina bedeutet Gegend, Landschaft, Region, Grenzland (siehe z. B. Ukraine) und Mark im Sinne der fr√§nkischen Marchia.

Territoriale Gliederung des Landes

Das Territorium des Herzogtums war im Verlauf seiner Geschichte h√§ufiger Ver√§nderungen unterworfen. Zur Zeit der gr√∂√üten Ausdehnung Krains geh√∂rten dazu weite Teile des Triester Litorale, das n√∂rdliche Istrien und sogar Castau (Kastav), Khlan (Klana) und Fiume (Rijeka). Die Gliederung erfolgte nach verwaltungstechnischen und milit√§rischen Aspekten. Valvasor (1641‚Äď1693), der Verfasser des Werks Die Ehre des Herzogtum Krain nennt f√ľnf Regionen als Teile Krains:

  • Unterkrain grenzte im Westen an den Laibach (Ljubljanica) und erstreckte sich in √∂stlicher Richtung zwischen der Save als n√∂rdliche Grenze und der Gurk (Krka) als s√ľdliche Grenze keilf√∂rmig bis zur M√ľndung der Gurk in die Save. Gr√∂√üere Orte waren Rudolphswert (Novo mesto), Littai (Litija), St. Martin (҆martno pri Litiji), St. Veit (҆entvid) in der N√§he des Klosters Sittich, Treffen (Trebnje) und Weichselberg (ViŇ°nja Gora). Zu ihr wird die Wei√ükrain gez√§hlt.
  • Mitterkrain lag zwischen der Gurk und der Kulpa. Zu Mitterkrain geh√∂rten damals die Gegenden um M√∂ttling (Metlika), Tschernembl (ńĆrnomelj), Gottschee (Końćevje) sowie Zirknitz (Cerknica) mit dem Zirknitzer See. Im Westen reichte es bis zur Linie P√∂landt (Poljane), Auersperg (Turjak), Guetenfeld (Dobrepolje), Ortenegg (Ortnek), Reiffnitz (Ribnica), Gottschee (Końćevje), Costel (Kostel) bis zur Kulpa. Sp√§ter wurde Mitterkrain Teil Unterkrains.
  • Innerkrain mit den Hochkarstregionen des Ternowaner Waldes (Trnovski gozd) und des Birnbaumer Waldes (HruŇ°ica) und den St√§dten Ydria (Idrija) und Adelsberg (Postojna), schloss im Norden an Oberkrain und im Osten an Mitterkrain an. Die westliche Grenze verlief nach S√ľden von Ydria bis Tybein (Duino), machte einen Bogen um Triest, verlief in √∂stlicher Richtung bis St. Kanzian (҆kocjan) danach entlang des Flusses Reka √ľber Guetenegg (Gotnik), Jablanitz (Jablanica) und von dort bis zur Kulpa.
  • Istrien: Valvasor schreibt einleitend dar√ľber so: ‚ÄěIn Istrien, das ist im f√ľnften Teil des Landes Krain, leben zweierlei Bewohner, n√§mlich Fiumarer, Dalmatiner oder Liburnier und echte Istrianer." Die Teile Istriens, die zu Krain geh√∂rten, schlossen im Norden an Innerkrain an. Im Westen verlief die Grenze nach S√ľden von St. Kanzian, Karstberg, Antignana, von dort schwenkt sie bei St. Peter im Walde (Sveti Petar u ҆umi) in √∂stlicher Richtung √ľber Mitterburg (Pazin), Berschetz (Brseńć), Lauran (Lovran), Wolauska (Volosko) bis Fiume (Rijeka). Von dort verlief die Grenze nach Norden entlang des Flusses Fiumara (Rjeńćina) bis zur Kolpa.

Diese Unterscheidung schlägt sich auch im Brauchtum und den Mundarten nieder (vgl. Slowenische Mundarten).

Charakteristische Landesteile und Ortschaften

Oberkrain / Gorenjska umfasst:

  • den Bezirk Kranj (Krainburg) sowie
  • Teile des Bezirkes Ljubljana (Laibach)

Unterkrain / Dolenjska umfasst:

sowie s√ľdwestlich des Uskokengebirges

Innerkrain/Notranjska umfasst:

Geschichte

‚Üí Hauptartikel: Geschichte Sloweniens

Vorgeschichte

‚Üí Hauptartikel: Karantanien

In der Antike war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien. In der Zeit der V√∂lkerwanderung verlief hier √ľber den Pass des Birnbaumer Waldes eine wichtige Durchzugsroute germanischer St√§mme auf ihrem Weg nach Italien. Die Langobarden lie√üen sich hier zun√§chst nieder.

Nach ihrem Abzug nach Italien im Jahre 568 wurde die Region um 590 von Alpenslawen besiedelt. Im 8. Jahrhundert kam das Land gemeinsam mit Kärnten als Karantanien an Bayern und mit diesem an das Frankenreich. Karl der Große ließ das Land vorerst von Friaul aus verwalten.

Markgrafschaft Krain

Das 1040 als eigene Markgrafschaft organisierte, 973 erstmals als Krain erw√§hnte Gebiet wurde kirchlich von Aquileia aus betreut. Weltlich war das Land vorerst an das 976 zum Herzogtum des Heiligen R√∂mischen Reiches erhobene K√§rnten gebunden. Die Mark Krain bestand damals aus dem heutigen Oberkrain mit Krainburg/Kranj, wo auf der dortigen Burg der damalige Markgraf seinen Sitz hatte, aus dem Laibacher / Ljubljanaer Kessel und dem keilf√∂rmigen Gebiet, das im Osten von St. Marein / ҆marje, Gro√ülassitsch / Velike LaŇ°ńće und den Gottscheer W√§ldern (Gottscheer Horn), im Westen von Laas / LoŇĺ, Zirknitz / Cerknica und Alben / Planina begrenzt wurde. Mitte des 16. Jahrhunderts geh√∂rte die Burg Johann von Khissl, der sie umbaute und in Khisslstein / Kieselstein umbenannte.

Nach der Jahrtausendwende gelang die Abkoppelung Krains von K√§rnten. Dies war zugleich der Beginn engerer Beziehungen zur Mark an der Sann / Savinjska krajina und zu Istrien / Istra. Die Grenzen Krains waren von da an flie√üend und √§nderten sich nach den durchgesetzten Machtanspr√ľchen benachbarter Territorien. Die ersten eigenst√§ndigen Markgrafen waren die bayerischen Grafen von Sempt-Ebersberg, die von 1036 an ihren Machtanspruch auch √ľber die s√ľdlich der Save gelegenen Teile der Mark an der Sann ausdehnten. Als Markgraf folgte 1058 Ulrich von Weimar-Orlam√ľnde, damals amtierender Markgraf von Istrien. 1063 entriss er Kroatien einen schmalen K√ľstenstreifen im √§u√üersten n√∂rdlichen Zipfel des Kvarner / Quarnero, der Bucht von Rijeka / Fiume. Dieses St√ľck Land zwischen Rijeka und Brseńć wurde fortan als Meran oder Meranien bezeichnet.

Nachfolger der Weimarer wurden 1077 die Patriarchen von Aquileja. Sie blieben Markgrafen von Krain nominell bis 1282; das Land war aber an Adelshäuser verpfändet. Um die tatsächliche Macht in Krain wetteiferten seit 1086 Aquilejas weltliche Verwalter Krains und Angehörige mächtiger Dynastien: die Eppensteiner, die Grafen von Andechs-Meran, die Weichselberg und die Grafen von Görz. Der letzte Babenberger, Friedrich II., der Streitbare, heiratete 1229 Agnes von Andechs und Meranien und kaufte Besitzungen des Hochstiftes Freising auf. Auch die Spanheimer griffen in das Ringen um Einfluss und Macht ein.

Die Adelsgeschlechter und das Stift Freising erhoben von ihnen gegr√ľndete Siedlungen als Teil ihrer Machtpolitik zu St√§dten: Kamnik / Stein, Kranj / Krainburg, Ljubljana / Laibach, Kostanjevica / Landstra√ü und ҆kofja Loka / Bischoflack wurden im 13. Jahrhundert urkundlich als St√§dte genannt[1].

Nach dem Aussterben der herzoglichen Spanheimer riss der K√∂nig von B√∂hmen, Ottokar II. PŇôemysl, der damals auch in √Ėsterreich und der Steiermark herrschte, Krain 1269 an sich und behielt das Gebiet bis zu seinem Tod in der Schlacht auf dem Marchfeld am 26. August 1278, aus der Rudolf von Habsburg, der neue r√∂misch-deutsche K√∂nig, als Sieger hervorging.

Nach dem Sieg auf dem Marchfeld begann Rudolf (1218‚Äď1291) mit gr√∂√üter Vorsicht den Aufbau seines dynastischen Territoriums. Die ehemaligen Territorien der Spanheimer und der Babenberger in Krain vergab er 1279 als deutscher K√∂nig als Pfand und nicht als Lehen, und zwar an seinen treuesten Verb√ľndeten, den Grafen Meinhard II. von G√∂rz und Tirol, den er 1286 zum Herzog von K√§rnten erhob.

Rudolf belehnte dann zwar 1282 seine beiden Söhne, Albrecht und Rudolf, Vater des Johann Parricida, formal auch mit der Markgrafschaft Krain, das Pfandrecht (und damit die tatsächliche Herrschaft) blieb jedoch bis zum Aussterben der älteren tirol-kärntnerischen Linie der Meinhardiner 1335 bei dieser.

Besitz der einzelnen Dynasten und Bist√ľmer in der Mark

Auf den Burgen sa√üen Ministerialen der jeweiligen Eigent√ľmer, die sich zumeist auch nach der deutschen Bezeichnung der Burg nannten.

Weimar-Orlam√ľnde (1058‚Äď1070)

Der Besitz der Weimar-Orlam√ľnde lag √ľberwiegend in Oberkrain. Die G√ľter erstreckten sich von den Karawanken bis zum Fluss Kokra / Kanker mit Naklo / Naklas, danach in √∂stlicher Richtung √ľber einen breiten Streifen bis Smlednik / Fl√∂dnigg und die Oberkrainer Ebene bis Trojane.

Weichselberg (Anfang 11. Jahrhundert bis 1209)

Der Besitz der Weichselberger ‚Äď Erbteil der Hemma von Gurk (siehe Askuiner) ‚Äď lag √ľberwiegend in Unterkrain am Oberlauf der Krka und umfasste ViŇ°nja Gora / Weichselburg und Litija / Littai bis zu den westlichen und s√ľdlichen Ausl√§ufern der Gorjanci / Uskokengebirge mit den Burgen:

  • ńĆreteŇĺ / Reutenberg (√∂stl. Mokronog),
  • Hmeljnik / Hopfenbach,
  • Kronovo / Cronowe,
  • Mehovo / Maichau
  • Mokro polje / Nassenfeld
  • Mirna / Neudegg
  • Prapreńće / Lichtenberg (bei Grosuplje),
  • SlepŇ°ek bzw. Slepńćjek / Plintenbach (Blindenbach),
  • ViŇ°nja Gora / Weichselberg

Grafen Andechs-Meran (1093‚Äď1291)

Seit etwa 1100 kamen Teile des einstigen Besitzes der Weimar-Orlam√ľnde an die Grafen von Andechs. Es waren die Gebiete von Motnik / M√∂ttnik und Trojane bis zur Kokra und Kranj, von den KamniŇ°ke Planine / Steiner Alpen bis zur Save, mit Kamnik / Stain als Zentrum und mit den Burgen:

  • Breg / Willingrain
  • Brnik
  • Cerklje / Zirklach,
  • Kamnik, Stari grad / Oberstein (1202)
  • Kokra / Kanker
  • Limberk / Lilienberg, Lilgenberg,
  • Mekinje / Minkendorf
  • MengeŇ° / Mannsburg
  • OlŇ°evek / Olswich
  • Preddvor / H√∂flein (1156)
  • Spitalińć / Poxrugkghoff (vor 1231)
  • Turn pod Novim gradom / Thurn unter Neuburg (1156)
  • Velesovo / Michelstetten
  • ViŇ°nja Gora / Weichselberg (1209‚Äď1231)
  • Vranja peńć / Rabensberg

Nach 1209 fiel an die Familie Andechs-Meran auch der √ľberwiegende Teil des Besitzes der Weichselberg.

Spanheim (ca.1100‚Äď1269)

Die Spanheimer besaßen schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts Ljubljana / Laibach mit Umgebung. Später kamen noch ausgedehnte Ländereien am Unterlauf der Krka im Bereich des heutigen Kostanjevica hinzu.

  • Falkenberg
  • Gorińćane
  • Ig / Igg (bis 1269)
  • Jeterbenk / Hertenberg (bis 1269)
  • Kostanjevica / Landstra√ü (bis 1269)
  • Kravjek / Weineck
  • Polhov gradec / Billichgr√§tz
  • Sostro / Osterberg

Sp√§ter eroberten die Spanheimer auch das Gebiet KrŇ°ko polje bis zu den Gorjanci.

Grafen von G√∂rz-Tirol (1279‚Äď1374)

Der Besitz der G√∂rzer Grafen lag √ľberwiegend in der Windischen Mark und in der Wei√ükrain.

  • Gradac / Gr√§z (nach 1271‚Äď1338)
  • Hmeljnik / Hopfenbach (1271‚Äď1374)
  • Kostanjevica / Landstra√ü (1271‚Äď1324)
  • Kozljak / Waxenstein (1271‚Äď1374?)
  • Kozjak / Kosiek (1271‚Äď1374)
  • Lupoglav / Mahrenfels (1271‚Äď1374)
  • Mehovo / Maichau (1271‚Äď1374)
  • Metlika / M√∂ttling (1271‚Äď1374)
  • Pazin / Mitterburg (1271‚Äď1374)
  • RoŇĺek / Rosseg (bei Dolenjske Toplice) (1271‚Äď1374)
  • Stara Soteska / Altein√∂d (1271‚Äď1374)
  • ҆umberk / Sch√∂nberg (1271‚Äď1374)
  • ŇĹuŇĺemberk / Seisenberg (1271‚Äď1374)

Grafen von Ortenburg (1262‚Äď1418)

Der Besitz der Grafen von Ortenburg lag mit wenigen Ausnahmen √ľberwiegend im Bereich der heutigen Unterkrain.

  • ńĆuŇ°perk / Zobelsberg (1262‚Äď1418)
  • Gorińćane / G√∂rtschach (14. Jahrhundert bis 1418)
  • Kamen / Stain (14. Jahrhundert bis 1418)
  • Końćevje / Gottschee (1247‚Äď1418)
  • Kostanjevica / Landstra√ü (1324‚Äď1418)
  • Kostel / Grafenwarth (14. Jh. bis 1418)
  • Litija / Littai (14. Jahrhundert)
  • LoŇĺ / Laas (14. Jh. bis 1418)
  • Ortnek / Orttenegg (14. Jh. bis 1418)
  • Podvin / Podwein (14. Jh. bis 1418)
  • Radeńće / Ratschach (14. Jh. bis 1418)
  • Radovljica / Radmannsdorf (1418)
  • Ribnica / Reiffnitz (1263‚Äď1418)
  • Stari grad / Altenburg (1350‚Äď1418)
  • ҆tatenberk pri Gornjem Mokronogu / Stattenberg bei Obernassenfu√ü (1291‚Äď1418)
  • Trebnje / Treffen (14. Jh. bis 1418)
  • ViŇ°nja Gora (14. Jh. bis 1418)

Auersperg

Das hochfreie Geschlecht der Auersperg (Adolf IV., Engelbert I. und II., Konrad, Ottoman I. Pilgrim I. u. II.) besaß:

  • Ribnica / Reiffnitz (vor 1227)
  • Turjak / Altauersperg (seit 1067)
  • Vinica / Weinitz (1227)

Patriarchat von Aquileja

  • Cerknica / Zirknitz
  • Końćevje / Gottschee (bis 1247)
  • Kostel / Grafenwarth (14. Jahrhundert)
  • LoŇĺ / Laas
  • Planina / Alben

Bistum Freising

  • Herrschaft Laas, die SelŇ°ka und Poljanska dolina / Seltzacher Tal und P√∂llaner Tal umfasste sowie SorŇ°ko polje / Zeierebene
  • KlevevŇĺ / Klingenfels (vor 1622)
  • ҆kofja Loka / Bischoflack (973‚Äď1805)
  • ҆uta / Sch√ľtthof (zweite H√§lfte 15. Jahrhundert)

Bistum Brixen

  • Bled / Veldes (1004‚Äď1803, 1814‚Äď1858) mit Umgebung, einem Teil von Bohinj / Wochein und einem Streifen entlang der Karawanken: von Dobernik / D√∂bernig bis zur TrŇĺiŇ°ka Bistrica / Neumarktler Feistritz

Herzogtum Krain

Historische Karte Innerkrains, Ende 18. Jahrhundert

Erst mit dem Tod Heinrichs von K√§rnten, der ohne m√§nnlichen Nachfolger starb, erlosch das Pfandrecht und Krain kam endg√ľltig an Habsburg. Seit 1364 wird auf Veranlassung Rudolfs IV., ‚Äědes Stifters‚Äú und mittels Privilegium maius selbst ernannten Erzherzogs von √Ėsterreich, Krain als Herzogtum bezeichnet (eine Rangerh√∂hung, die dem Kaiser vorbehalten gewesen w√§re). Rudolf IV. gr√ľndete im Jahre 1365 in Unterkrain an der Krka die nach ihm benannte Stadt Rudolphswerth (historische Schreibweise), das heutige Novo mesto.

1374 erbte Habsburg auf Grund eines 1363/64 geschlossenen Erbvertrages von Graf Albert IV. von der j√ľngeren (albertinischen) Linie der G√∂rzer Meinhardiner die Windische Mark, die Wei√üe Mark (M√∂ttling) und Poik. Diese Gebiete wurden nun gemeinsam mit Krain verwaltet und sp√§ter in das Herzogtum Krain einbezogen.

Bei beiden Erbteilungen der Habsburger im 14. bis 16. Jahrhundert war Krain Teil Inner√∂sterreichs, d. h. es wurde von Graz aus verwaltet. Die Landesgrenzen blieben vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Ende der Habsburgermonarchie im Wesentlichen unver√§ndert.

Im 17. Jahrhundert publizierte Johann Weichard von Valvasor (Janez Vajkard Valvasor), ein einheimischer Aristokrat, wichtige Werke zur Landesgeschichte und -beschreibung. Das meistgenannte tr√§gt den Titel Die Ehre dess Hertzogthums Crain, den Untertitel das ist, Wahre, gr√ľndliche, und recht eigendliche Belegen- und Beschaffenheit dieses R√∂misch-Keyserlichen herrlichen Erblandes und ist 1689 in Laibach erschienen[2].

Ständische Ordnung und landständische Verwaltungsorganisation im Herzogtum Krain

Insbesondere unter der Herrschaft der Habsburger entstand in Krain best√§ndig eine strafforganisierte landst√§ndische Verwaltung. Um das Jahr 1410 begannen regelm√§√üige Sitzungen der Landst√§nde. Im Krainer Landtag, in dessen H√§nden die Verwaltung des Landes lag, sa√üen Vertreter der vier St√§nde, die Geistlichkeit, die Herren, die Ritter und die landesf√ľrstlichen St√§dte.

  • Zur Geistlichkeit geh√∂rten die Bisch√∂fe von Laibach, Freising und Brixen, der Deutschordenskomtur zu Laibach, der Dompropst zu Laibach, der Dompropst zu Rudolfswerth (Novo mesto), die √Ąbte von Sittich, Landstrass und Freudental, der Domdechant und sechs weitere Kanoniker des Laibacher Domkapitels.
  • Den Herrenstand vertraten die F√ľrsten, Grafen und Freiherren,
  • Den Ritterstand vertraten die √ľbrigen Adeligen und die s. g. Landleute.
  • Den vierten Stand vertraten die Stadtrichter der landesf√ľrstlichen St√§dte.

Zur Verwaltung von Krain geh√∂rten folgende √Ąmter

  • An der Spitze stand der Landeshauptmann als Vertreter des Landesf√ľrsten. Er hatte den Vorsitz sowohl bei Gericht als auch in der Verwaltung, die jedoch v√∂llig getrennt agierten. Als oberster Landesbeamter stand er auch an der Spitze der st√§ndischen Streitmacht. Dieses Amt war landesf√ľrstlich, d.h., dass der Landeshauptmann vom Landesf√ľrsten eingesetzt und besoldet wurde und nur dem Landesf√ľrsten gegen√ľber verantwortlich war.
  • Der Landesverweser (Praetor Provinciae) fungierte beim Landgericht als Vertreter des Landeshauptmanns bei dessen Abwesenheit. Er f√§llte Urteile zusammen mit den zugeordneten Beisitzern. Dieses Amt war ebenfalls landesf√ľrstlich.
  • Der Landesverwalter war Vertreter des Landeshauptmanns bei dessen Abwesenheit. Auch dieses Amt war landesf√ľrstlich.
  • Die Verordneten ad oeconomiam provinciae bestimmte Personen, d.h. sie waren beratend t√§tig bei Angelegenheiten der Wirtschaft, der Steuern, Kontributionen und √§hnlichem. Die Abgeordneten kamen aus dem Stand der Geistlichkeit, dem Herrenstand und aus dem Stand der Ritterschaft. Sie wurden von den Landst√§nden auf drei Jahre gew√§hlt, um nach deren Weisungen die Angelegenheiten des Landes zu beraten, zu verwalten und durchzuf√ľhren.
  • Der Generaleinnehmer verwaltete die Gelder des Landes.
  • Der Buchhalter war verantwortlich f√ľr die ordnungsgem√§√üe F√ľhrung der Urbarien (Grundb√ľcher) und √§hnliches.
  • Der Landessekret√§r war verantwortlich f√ľr die ordnungsgem√§√üe Abwicklung und F√ľhrung aller Angelegenheiten des Landes.
  • Der Registrator war verantwortlich f√ľr die F√ľhrung des Landesarchivs.
  • Der Zahlmeister war verantwortlich f√ľr die Auszahlung des Soldes.
  • Der Proviantmeister ‚Äď mit dem st√§ndigen Sitz in Fiume/Rijeka (historische Bezeichnung St. Veit am Flaum) war verantwortlich f√ľr die Versorgung der Kroatischen- und der Meergrenze.
  • Der Weisbote war die Bezeichnung f√ľr den Vollstreckungsbeamten.

Die ständische Streitmacht

Sie bestand aus der Ritterschaft und aus dem Aufgebot. Den Oberbefehl hatte der Landeshauptmann.

Zur Ritterschaft gehörten die Landleute (der Adel), mit jeweils einem reisigen Knecht. Die Zahl der Reiter war nicht festgesetzt. Sie bestand aus zwei Kompanien, einer blauen und einer gelben (Landesfarben von Krain). Befehligt wurden sie jeweils von einem Rittmeister und zwei Leutnants, nämlich einem Kapitänleutnant (historisch Capitain-Leutenant) und einem Leutnant sowie einer entsprechenden Anzahl von Unteroffizieren. Hinzu kamen jeweils zwei Kornetts, ein Trompeter, ein Pauker und ein Zeugwart.

Das Aufgebot ‚Äď das gemeine Fu√üvolk ‚Äď wurde zu Valvasors Zeiten von f√ľnf Hauptleuten ‚Äď entsprechend der damaligen Gliederung des Landes (Ober-, Unter-, Mittel-, Innerkrain und Istrien ) - befehligt. Je nach Bedarf wurde jeder zehnte, zwanzigste, drei√üigste oder f√ľnfzigste waffenf√§hige Mann aus dem Land, es waren zumeist Bauerns√∂hne, einberufen. Sie waren gut ausgebildet und mussten sich unverz√ľglich einfinden.

In Diensten standen auch zwei Kriegskommissare, die mit unterschiedlichen militärischen Aufgaben betraut waren.

Illyrische Provinzen (1809‚Äď1813)

‚Üí Hauptartikel: Illyrische Provinzen

W√§hrend der Napoleonischen Kriege wurde Krain 1807‚Äď1809 wie einige andere √∂sterreichische L√§nder von Napoleon erobert und annektiert. Nach dem Frieden von Sch√∂nbrunn von 1809 befahl Napoleon per Dekret die Bildung der Illyrischen Provinzen, in denen der Code civil, das franz√∂sische Zivilrecht, und das franz√∂sische Verwaltungssystem eingef√ľhrt wurden. Gesetze und Verf√ľgungen wurden auch in slowenischer Sprache ver√∂ffentlicht. Hauptstadt dieser sieben D√©partements des Empire fran√ßais, deren eines Carniole hie√ü, und Sitz ihres Generalgouverneurs war Laibach.

Im Laufe des Jahres 1813 eroberte √Ėsterreich die verlorenen Gebiete wieder zur√ľck. Mit dem Ersten Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 endete die franz√∂sische Herrschaft in den Illyrischen Provinzen auch de jure. Trotz der K√ľrze der franz√∂sischen Herrschaft hatten deren Ma√ünahmen f√ľr Krain weitreichende wirtschafts- und verwaltungspolitische Folgen: Die St√§rkung der Landesbeh√∂rden gegen√ľber den feudalen Grundherrschaften, die von den Franzosen durchgesetzt worden war, wurde von √Ėsterreich beibehalten. Die Grundherren erhielten die von den Franzosen beendete Patrimoniale Gerichtsbarkeit, die sie in anderen L√§ndern des Kaisertums √Ėsterreich bis 1848 innehatten, in Krain nicht mehr zur√ľck.

Kronland Krain bis 1918

Das wieder √∂sterreichisch gewordene Krain wurde vorerst Teil des K√∂nigreichs Illyrien, einer Teilgliederung des Kaisertums √Ėsterreich.

Von J√§nner bis Mai 1821 fand, sp√§ter als Laibacher Kongress bezeichnet, eine der Tagungen der am Ende des Wiener Kongresses 1815 gegr√ľndeten Heiligen Allianz, eines Monarchenb√ľndnisses gegen den Fortschritt, in der Hauptstadt Krains statt. Kaiser Franz I. von √Ėsterreich traf hier mit Zar Alexander I. von Russland, Ferdinand I., K√∂nig beider Sizilien, und Herzog Franz IV. von Modena zusammen. Es ging darum, die Ruhe in Italien wieder herzustellen, in Neapel und Sizilien die liberale Verfassung der napoleonischen √Ąra zu beseitigen und die alte Ordnung zu restaurieren.

1849 wurde das Königreich Illyrien aufgelöst und das Herzogtum Krain als eigenständiges Kronland des Kaisertums definiert, das es bis zum 29. Oktober 1918 blieb. Mit der Reichsverfassung 1861 erhielt die Krain wie andere Kronländer eine Landesordnung[3], die einen Landtag und einen Landesausschuss als Exekutivorgan desselben vorsah. Der in anderen Kronländern Statthalter genannte Vertreter des Kaisers und der Wiener Regierung trug hier den Titel Landespräsident, die Statthalterei hieß offiziell Landesregierung. Seit 1867 zählte das Land zu Cisleithanien, der österreichischen Reichshälfte, und war mit Abgeordneten im Reichsrat, dem Parlament in Wien, vertreten.

1849‚Äď1857 verbesserte der Bau der √∂sterreichischen S√ľdbahn, der Verbindung Wien‚ÄďGraz‚ÄďLaibach‚ÄďTriest, die Erreichbarkeit des Landes entscheidend. Entlang der Bahnlinie entstanden Industriebetriebe, landschaftlich sch√∂ne Gebiete wurden f√ľr den Fremdenverkehr erschlossen. Die Hauptstadt Wien war nun ebenso leicht zu erreichen wie Triest, der Haupthandelshafen der Monarchie, und Pola, ihr Hauptkriegshafen. 1901‚Äď1906 wurde im Rahmen eines gro√üen Investitionsprogramms der k.k. Regierung in Wien die Wocheiner Bahn von Jesenice / A√üling bis Triest mit einem 6,3 km langen Tunnel und der au√üergew√∂hnlichen Salcanobr√ľcke / Solkanski most erbaut, mit der Karawankenbahn (ab 1906) und der Tauernbahn (ab 1909) eine neue Nord-S√ľd-Verkehrsachse durch die √∂sterreichischen Alpen.

Beginnend mit der Revolution von 1848 wurde Krain das Zentrum der slowenischen Nationalbewegung. Die von 1860 an eingef√ľhrten Staatsgrundgesetze √Ėsterreichs legten 1867 die Gleichberechtigung aller Nationalit√§ten im Staat fest. (Das Landesgesetzblatt f√ľr das Herzogtum Krain wurde zweisprachig herausgegeben[4]; auch das Reichsgesetzblatt erschien u. a. in slowenischer Sprache[5].)

Das Herzogtum Krain hatte im Jahr 1900 9.955 km¬≤ und 520.000 Einwohner, davon 30.000‚Äď50.000 Deutsche. Der bis ins 19. Jahrhundert politisch dominierende Adel war ausschlie√ülich deutschsprachig. Die alten Eliten in Krain hielten so lang wie m√∂glich an ihren tradierten Vorrechten fest. Slowenische Abgeordnete hatten allerdings seit 1867 in allen Gesetzgebungsperioden au√üer einer die Mehrheit im Krainer Landtag; Frauen waren bis 1918 (wie in ganz Cisleithanien) nicht wahlberechtigt.

Schon lang vor dem Ersten Weltkrieg brachten slowenische Politiker bei der k.k. Regierung die Forderung vor, alle slowenischen Gebiete der Monarchie in einem eigenen Kronland zusammenzufassen. Dies konnte wegen des Widerstandes der Deutschen der Steiermark und Kärntens, die ihre Länder nicht verkleinern lassen wollten, nicht realisiert werden.

Krain ab 1918

Die √Ąnderung der Machtverh√§ltnisse durch die Niederlage √Ėsterreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg lie√ü 1918/19 die teilweise Realisierung der alten Forderung auf staatliche Einheit aller Slowenen zu: Das Land Krain ging wie die slowenisch besiedelte Untersteiermark/҆tajerska und kleine Randgebiete von K√§rnten/KoroŇ°ka im neuen Slowenien auf. Der slowenische Nationalrat beschloss am 31. Oktober 1918 den Beitritt Sloweniens zum am 29. Oktober in Agram ausgerufenen jugoslawischen Staat. Dieser musste aber zusehen, wie Kriegssieger Italien das Isonzotal, den slowenischen Karst und das bisher √Ėsterreichische K√ľstenland annektierte.

W√§hrend des Zweiten Weltkriegs war Krain teils deutsch, teils italienisch besetzt und Operationsgebiet von Partisanen, die die Wehrmacht bek√§mpften. In der Gegend um Gottschee/Końćevje gab es seit dem 14. Jahrhundert eine deutsche Volksgruppe. Rund 15.000 Gottscheer wurden w√§hrend des Zweiten Weltkrieges unter italienischer Verwaltung in die Untersteiermark ausgesiedelt.

1945 war Krain nach Kriegsende eine Landschaft der jugoslawischen Teilrepublik Slowenien, die politisch von Tito und seinen kommunistischen Kampfgefährten beherrscht wurde.

Herausragende Persönlichkeiten Krains

  • Herbard VIII. von Auersperg, Landeshauptmann von Krain, Oberbefehlshaber der Kroatischen und Slawonischen Milit√§rgrenze
  • Andreas von Auersperg (1557‚Äď1593), kaiserlicher General, genannt ‚Äěder christliche Achilles‚Äú und ‚Äěder Schrecken der T√ľrken‚Äú
  • Anton Alexander Graf von Auersperg, Pseudonym: Anastasius Gr√ľn, Politiker und politischer Lyriker
  • Friderik Irenej Baraga (* 1797 Mala vas bei Trebnje, ‚Ć 1868 Marquette, Michigan, USA), Bischof, Missionar in den USA
  • Anton von Codelli, Erfinder
  • Jurij Dalmatin, Protestant, Mitarbeiter PrimoŇĺ Trubars; √úbersetzer der Bibel aus dem Hebr√§ischen ins Slowenische
  • Joseph Kalasanc von Erberg (* 1771 Laibach; ‚Ć 1834 ebenda), Literatur- und Kulturhistoriker, 1825 Verfasser des Werks Versuch eines Entwurfs zu einer Literatur-Geschichte f√ľr Crain
  • August von Hallerstein, Jesuit, Mathematiker, Astronom, Missionar in China
  • Siegmund von Herberstein, Diplomat, Erforscher Russlands und Begr√ľnder der Russlandkunde, Verfasser des Werkes Moscovia
  • Hans Katzianer, Freiherr zu Katzenstein und Fl√∂dnig/Smlednik, Landeshauptmann von Krain und kaiserlicher Obristfeldhauptmann
  • Jernej Kopitar, Sprachwissenschaftler, Slawist und Erneuerer/Preroditelj
  • Anton Thomas Linhart (* 1756 Radmannsdorf (Radovljica), ‚Ć 1795 Laibach), Freigeist und Erneuerer/Preroditelj, Literat, Historiker, Verfasser des Werks Versuch einer Geschichte von Krain und den √ľbrigen L√§ndern der s√ľdlichen Slawen √Ėsterreichs, Laibach 1788‚Äď1791
  • Susanna von Oberburg, √Ąbtissin im Kloster Minkendorf/Mekinje
  • France PreŇ°eren, gilt als gro√üer slowenische Dichter
  • Johann Friedrich von Rain (* 1613 Stermol?, Ende 17. Jahrhundert in Laibach?), Alchimist auf der Suche nach dem Stein der Weisen
  • Christophorus Rauber, Landeshauptmann von Krain, Bischof von Laibach
  • Johann Ludwig Sch√∂nleben, Jesuit, Genealoge, Valvasors Lehrer, Vorbild und Mentor
  • Franz Anton von Steinberg (* 1684 Kalec bei Zagorje; ‚Ć 1765 Laibach), Geod√§t, Erfinder, Direktor des Quecksilberbergwerks in Idrija
  • Johann Siegfried Herbert von Tauffrer (* 1750 Laibach; ‚Ć 1796 Wien), Techniker und Unternehmer, Revolution√§r
  • PrimoŇĺ Trubar, protestantischer Prediger, genannt ‚Äěder slowenische Luther‚Äú, gilt als Begr√ľnder des slowenischen Schrifttums
  • Josipine Urbanńćińć-Turnograjska (* 1833 Schloss Thurn bei Preddvor/H√∂flein in Oberkrain; ‚Ć 1833 Graz), erste slowenische Schriftstellerin und Dichterin; sie und ihr Mann Lovro Toman waren Anh√§nger der illyrischen Idee
  • Johann Weichard von Valvasor, Polyhistor, Verfasser des Werks Die Ehre dess Hertzogthums Crain
  • Jurij Vega, kaiserlicher Artillerieoffizier, Ballistiker und Mathematiker, verbesserte die Logarithmentafeln
  • Valentin Vodnik (* 1758 ҆iŇ°ka bei Laibach; ‚Ć 1819 Laibach), Franziskaner, der erste bedeutendere slowenische Dichter, Erneuerer/Preroditelj
  • Constantin von Wurzbach, Verfasser des 60-b√§ndigen Werks Biographisches Lexicon des Kaisertums √Ėsterreich
  • Sigmund Zois von Edelstein, Unternehmer, F√∂rderer der slowenischen Kultur und Wissenschaft, der reichste Krainer seiner Zeit; der Edelstein Zoisit wurde nach ihm benannt

Burgen und Schlösser in Krain

Das Buch von Majda Smole GraŇ°ńćine na nekdanjem Kranjskem (Herrschaften im einstigen Krain), umfasst 467 Herrschaften und Herrschaftssitze, vom 10. Jahrhundert an bis zum Ende des √∂sterreichischen Landes Krain.

  • Burg Grailach (slowenisch: ҆krljevo) war eine Burg in Unterkrain, √ľber die es kaum Nachrichten gibt. Nach dem slowenischen Historiker Milko Kos (1892‚Äď1972) soll sie im Jahr 1043 erstmalig erw√§hnt worden sein. Unter Berufung auf Pater Martinus Bautscherus f√ľhrt Valvasor die Gr√ľndung der Burg auf die heilige Hemma zur√ľck.

Klöster in Krain

Belletristik

Der 1918 verstorbene Dichter Ivan Cankar, der als bedeutendster slowenischer Autor der Moderne gilt, hat sich u. a. in seinem 1929 erstmals auf Deutsch erschienenen Werk Der Knecht Jernej mit dem Leben einfacher Menschen in seiner Heimat auseinandergesetzt. Cankar engagierte sich auch politisch f√ľr die Slowenen Alt√∂sterreichs.

Krain ist Schauplatz von Fritz von Herzmanovsky-Orlandos in der Bearbeitung von Friedrich Torberg posthum 1958 erschienenem Roman Maskenspiel der Genien, in dem die Hauptfigur, Cyriakus von Pizzicolli, den beim Laibacher Kongress 1821 gegr√ľndeten Pufferstaat ‚ÄěTarockanien‚Äú bereist. Dieser wird auf Vorschlag Metternichs von vier K√∂nigen regiert, wie sie im alt√∂sterreichischen Kartenspiel Tarock vorkommen.

Die Landschaft Krains wird auch in Peter Handkes 1986 erschienenem Roman Die Wiederholung thematisiert, der mit folgendem Satz beginnt: ‚ÄěEin Vierteljahrhundert oder ein Tag ist vergangen, seit ich, auf der Spur meines verschollenen Bruders, in Jesenice ankam.‚Äú

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Miha Kosi (Laibach): Stadtgr√ľndung und Stadtwerdung. Probleme und Beispiele aus dem slowenischen Raum. In: Pro Civitate Austriae. Informationen zur Stadtgeschichtsforschung in √Ėsterreich, Neue Folge, Heft 14, √Ėsterreichischer Arbeitskreis f√ľr Stadtgeschichtsforschung, Linz 2009, S. 7
  2. ‚ÜĎ (COBISS)
  3. ‚ÜĎ Reichsverfassung 1861, RGBl. Nr. 20 / 1861 (= S. 69); siehe beiliegende Landesordnungen
  4. ‚ÜĎ √Ėsterreichische Nationalbibliothek: Krain. Landesgesetzblatt 1849‚Äď1918
  5. ‚ÜĎ Jahres√ľbersicht der slowenischen RGBl.-Ausgabe

Literatur

  • Die √Ėsterreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. Bd. K√§rnten und Krain, Graz 1995 (Originalgetreue Wiedergabe der Ausgabe Wien 1891).
  • Wilhelm Baum: Deutsche und Slowenen in Krain. Carinthia Verlag, Klagenfurt 1981.
  • Wilhelm Baum: Die Grafen von G√∂rz in der europ√§ischen Politik des Mittelalters. Kitab, Klagenfurt 2000, ISBN 3-902005-04-1.
  • August Dimitz: Geschichte Krains. 4 B√§nde in 2 B√ľcher. Laibach 1874.
  • Joachim H√∂sler: Von Krain zu Slowenien. R. Oldenbourg Verlag, M√ľnchen 2006, ISBN 978-3-486-57885-0.
  • Peter ҆tih: Studien zur Geschichte der Grafen von G√∂rz. Die Ministerialen und Milites der Grafen von G√∂rz in Istrien und Krain. In: Mitteilungen des Instituts f√ľr √Ėsterreichische Geschichtsforschung. Erg√§nzungsbd. 32, Wien u. M√ľnchen 1996., ISBN 3-7029-0405-0 Oldenbourg Wien; ISBN 3-486-64834-9 Oldenbourg M√ľnchen,
  • Mitteilungen des Musealvereins f√ľr Krain. Erschienen 1866 u. 1889‚Äď1907.
  • Carniola. Zeitschrift f√ľr Heimatkunde. Mitteilungen d. Musealverein f√ľr Krain. Erschienen: 1908‚Äď1918/19.
  • Mittheilungen des Historischen Vereins f√ľr Krain. Erschienen 1846‚Äď1868.
  • Attila v. Wurzbach: Das ehemalige Herzogtum Krain und sein Adel ‚Äď Ein historischer Abriss. In: Ostdeutsche Familienkunde. Nr. 2, 1991, S. 370‚Äď374.
  • Bogo Grafenauer: Zgodovina slovenskega naroda II. zvezek. (Geschichte des slowenischen Volkes), Ljubljana 1955.
  • Majda Smole: GraŇ°ńćine na nakdanjem Kranjskem. (Grundherrschaften im einstigen Krain), Ljubljana 1982.
  • Wilhelm Baum: Die Verbrechen der Nationalsozialisten im besetzten Oberkrain und in der Operationszone ‚ÄěAdriatisches K√ľstenland‚Äú (Triest), In: Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in K√§rnten, Kitab-Verlag, Klagenfurt 2010, 232-252 ISBN978-3-902585-53-0

Weblinks



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