Kreis Borken

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Kreis Borken
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Borken Deutschlandkarte, Position des Kreises Borken hervorgehoben
51.966.9
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: M√ľnster
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Borken
Fl√§che: 1.419,36 km¬≤
Einwohner:

369.633 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 260 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BOR
Kreisschl√ľssel: 05 5 54
Kreisgliederung: 17 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Burloer Straße 93
46325 Borken
Webpräsenz: www.kreis-borken.de
Landrat: Dr. Kai Zwicker (CDU)
Lage des Kreises Borken in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen M√ľlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann D√ľsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg M√∂nchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis D√ľren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna M√§rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen K√∂ln St√§dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis St√§dteregion Aachen Kreis Euskirchen M√ľnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Kreis H√∂xter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-L√ľbbecke BielefeldKarte
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Der Kreis Borken liegt im Westm√ľnsterland im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Er geh√∂rt zum Regierungsbezirk M√ľnster und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Sitz des Kreises ist die Stadt Borken. Gr√∂√üte Stadt im Kreis Borken ist Bocholt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Räumliche Lage

Der Kreis Borken im Westm√ľnsterland hat im Westen eine 108 Kilometer lange Grenze zu den Niederlanden. Die N√§he zu wichtigen Wirtschaftsregionen in Deutschland und den Niederlanden sind Vorteile, die konsequent genutzt werden. Die maximale Nord-S√ľd-Ausdehnung betr√§gt 57 km, die maximale West-Ost-Ausdehnung betr√§gt 61 km. Die h√∂chste Erhebung ist ein Sch√∂ppinger Berg genannter Ausl√§ufer der Baumberge mit 154 m √ľber NN. Mit 7 m √ľber NN ist die Niederung der Issel bei Anholt der niedrigste Punkt im Kreisgebiet. 42,8 % der Fl√§che des Kreises Borken (608,4 km¬≤) sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, 48,4 km¬≤ sind Naturschutzgebiet.[2]

Kreisangehörige Gemeinden

Der Kreis Borken gliedert sich in 17 kreisangeh√∂rige Gemeinden, von denen drei Mittlere kreisangeh√∂rige St√§dte und eine Gro√üe kreisangeh√∂rige Stadt sind. F√ľr ihre √∂rtlichen Angelegenheiten sind die Gemeinden grunds√§tzlich selbst zust√§ndig, w√§hrend der Kreis f√ľr kleinere Kommunen √∂rtliche und ansonsten √ľber√∂rtliche Aufgaben √ľbernimmt.

Städte

  1. Ahaus, Mittlere kreisangehörige Stadt (38.952)
  2. Bocholt, Große kreisangehörige Stadt (73.170)
  3. Borken, Mittlere kreisangehörige Stadt (41.245)
  4. Gescher (17.185)
  5. Gronau (Westf.), Mittlere kreisangehörige Stadt (46.553)
  6. Isselburg (11.196)
  7. Rhede (19.388)
  8. Stadtlohn (20.631)
  9. Vreden (22.551)

Gemeinden

  1. Heek (8341)
  2. Heiden (8080)
  3. Legden (6846)
  4. Raesfeld (11.016)
  5. Reken (14.094)
  6. Schöppingen (8398)
  7. S√ľdlohn (9009)
  8. Velen (12.978)
Kreis Borken Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve Kreis Wesel Kreis Coesfeld Kreis Coesfeld Niedersachsen Kreis Steinfurt Niederlande Raesfeld Heiden Rhede Bocholt Borken Reken Velen Stadtlohn Heek Ahaus Gescher Legden Sch√∂ppingen Gronau Vreden S√ľdlohn IsselburgMunicipalities in BOR.svg
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Stand: 31. Dezember 2010[3]

Nachbarkreise bzw. -provinzen

Der Kreis Borken grenzt im Norden an den nieders√§chsischen Landkreis Grafschaft Bentheim (2 km), im Nordosten an den Kreis Steinfurt (33 km), im Osten an den Kreis Coesfeld (51 km), im S√ľdosten an den Kreis Recklinghausen (29 km), im S√ľdwesten an den Kreis Wesel (45 km), im Westen an den Kreis Kleve (10 km) und im Nordwesten √ľber 108 km an die niederl√§ndischen Provinzen Gelderland und Overijssel.

Geschichte

Vorl√§ufer des Kreises Borken waren historische Gerichtsbezirke und die historischen √Ąmter Ahaus, Bocholt und Horstmar im F√ľrstbistum M√ľnster sowie die Herrschaften Anholt, Gemen und Werth. Nach der S√§kularisierung des F√ľrstbistums M√ľnster im Reichsdeputationshauptschluss f√§llt das Gebiet 1803 an das neu gebildete F√ľrstentum Salm, bevor es zur Durchsetzung der Kontinentalsperre 1811 in das franz√∂sische Kaiserreich eingegliedert wird. Nach dem Abzug der franz√∂sischen Truppen 1813 und dem Wiener Kongress wird das Gebiet Teil der preu√üischen Provinz Westfalen. 1816 erfolgt, bezogen auf das heutige Kreisgebiet, die Verwaltungsgliederung in die Landkreise Borken und Ahaus im Regierungsbezirk M√ľnster. 1923 scheidet die Stadt Bocholt aus dem Kreis Borken aus und wird kreisfreie Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das heutige Kreisgebiet Teil der britischen Besatzungszone und 1946 Teil des neugebildeten Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung 1975 werden die bisherigen Kreise Ahaus und Borken, die kreisfreie Stadt Bocholt, die kreisangehörige Stadt Isselburg (vormals Kreis Rees) sowie die Gemeinden Erle (vormals Kreis Recklinghausen) und Gescher (vormals Kreis Coesfeld) zum heutigen Kreis Borken zusammengeschlossen. Die bis dahin zum Landkreis Borken gehörige Gemeinde Dingden wird der neugebildeten Gemeinde Hamminkeln im Kreis Wesel angeschlossen.

Das Wappen des Kreises Borken zeigt drei S√§ulen. Das alte territorialgeschichtliche Wappen vom 10. Mai 1955 verlor durch die Kreisneugr√ľndung seine Funktion. Deshalb wurde 1975 ein Wettbewerb veranstaltet, dessen Resultat allerdings wenig Anklang fand. So wurde der Heraldiker Waldemar Mallek damit beauftragt, einen alten Entwurf von ihm zu √ľberarbeiten. Das heutige Wappen, bestehend aus drei S√§ulen oder Mauerankern, symbolisiert die Altkreise Ahaus und Borken, sowie die ehemals kreisfreie Stadt Bocholt.

Am 26. November 2005 wurde im Kreis Borken Katastrophenalarm ausgel√∂st. Durch starke Schneef√§lle am Vortag mit Neuschneeh√∂hen von 30 bis 50 cm waren zahlreiche Freileitungsmaste zusammengebrochen. Zudem rissen zahlreiche Freileitungen, weil sie dem Gewicht des sie ummantelnden Eispanzers nicht mehr standhielten. Dadurch kam es zu Stromausf√§llen in tausenden Betrieben und Haushalten. Da durch den Stromausfall auch viele Heizungsanlagen in den Wohnh√§usern nicht mehr funktionierten, mussten Notunterk√ľnfte eingerichtet werden, um den betroffenen Personen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ein Obdach zu bieten. Um die Versorgung der Bev√∂lkerung sicherzustellen, wurde Lebensmittelgesch√§ften in St√§dten und Gemeinden, die nicht vom Stromausfall betroffen waren, die Genehmigung erteilt, auch am 27. November 2005 (Sonntag) zu √∂ffnen. Aufgrund des gro√üen Kundenansturms wurden allerdings bereits am Abend des Vortages einige Grundnahrungsmittel knapp, weil man auf diesen erh√∂hten Bedarf nicht eingerichtet war. So war zum Beispiel Brot in vielen L√§den nicht mehr erh√§ltlich.

Politik

Kreistag

Im Kreistag von Borken sind seit den Wahlen von 2009 Vertreter von f√ľnf Parteien und zwei W√§hlergruppen vertreten. Die CDU hat die H√§lfte der Mandate inne.

Kreistag f√ľr den Kreis Borken: W√§hleranteil und Mandate seit 1994
Wahlperiode
CDU
SPD
FDP
B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen
Unabhängige Wählergemeinschaft Kreis Borken
Die Linke
Stadtpartei fl Tag
XII: 1994‚Äď1999 51,1 33 31,5 20 2,7 ‚Äď 7,0 4 7,7 4 64
XIII: 1999‚Äď2004 59,1 35 25,1 15 2,9 2 4,9 3 8,0 5 60
XIV: 2004‚Äď2009 55,2 33 21,7 13 6,0 4
3
7,3 4 9,8 6 - ‚Äď
1
60
XV: 2009‚Äď2014 49,5 30 21,9 13 8,8 5 8,2 5 8,2 5 2,5 1 0,9 1 60
Quellen: Die Landeswahlleiterin, e.a.
‚Üí siehe auch: Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009/Ergebnisse A-C#Kreis Borken

Kultur

Das Kreismuseum Borken befindet sich in Vreden und tr√§gt den Namen Hamaland-Museum. Es ist das gr√∂√üte kulturgeschichtliche Museum im westlichen M√ľnsterland. Die Dauerausstellung zeigt: Die Geschichte der Region, Kirchengeschichte, Natur und Handwerk, Kunsthandwerk und Hauswirtschaft. Das herausragende Ausstellungsst√ľck ist die Sixtus-Kasel, ein sakrales Gewand aus dem 7. Jahrhundert. Die Kasel z√§hlt zu den √§ltesten erhaltenen Textilien Deutschlands. Das Hamaland-Museum zeigt j√§hrlich mindestens vier Sonderausstellungen und bietet ein umfangreiches museumsp√§dagogisches Programm an. Von April bis Oktober kann auch eine aus zehn Geb√§uden bestehende historische Hofanlage besichtigt werden, die sich im etwa 200 m entfernten Stadtpark von Vreden. befindet.

Im Jahre 2005 war der Kreis Borken Standort und Ausrichter der Skulptur Biennale M√ľnsterland.

Verkehr

Luftverkehr

Die n√§chstgelegenen Verkehrsflugh√§fen sind Airport Weeze, Dortmund Airport, Flughafen D√ľsseldorf International und M√ľnster-Osnabr√ľck International Airport in Greven.

Privat- und Gesch√§ftsflieger k√∂nnen den Flugplatz Stadtlohn-Vreden nutzen. Segelfliegern steht dar√ľber hinaus der Flugplatz in Borken-Hoxfeld zur Verf√ľgung.

Schienenverkehr

Der Kreis Borken wird von f√ľnf Eisenbahnstrecken erschlossen:

Durchgef√ľhrt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW GmbH, der NordWestBahn und der Prignitzer Eisenbahn GmbH.

Straßen

Der Kreis Borken wird von zwei Bundesautobahnen und sechs Bundesstraßen erschlossen:

Wirtschaft

Vor allem kleine und mittelst√§ndische Unternehmen und Handwerksbetriebe pr√§gen die Wirtschaft im l√§ndlichen Westm√ľnsterland. Ein gro√ües Potenzial bietet die zentrale Lage zwischen dem niederl√§ndischen Achterhoek, dem westf√§lischen M√ľnster und dem Ruhrgebiet. Dadurch haben vor allem Logistikunternehmen den Standort f√ľr sich entdeckt. Aber auch internationale Firmen sind vor Ort anzutreffen. In Bocholt betreibt Gigaset Communications ein Werk zur Herstellung schnurloser Telefone und die Flender AG ist Weltmarktf√ľhrer von Antriebstechnik. Im Bereich Internationale M√∂belherstellung und Vertrieb ist die in Stadtlohn ans√§ssige Firma H√ľlsta zu erw√§hnen. Einen gro√üen Einfluss in der Wirtschaft des Kreises Borken war und ist die Textilindustrie mit gro√üen Spinnereien-Webereien-N√§hereien. In Bocholt wurde deswegen ein Textilmuseum er√∂ffnet.

Die gr√∂√üte zusammenh√§ngende Industriefl√§che Nordrhein-Westfalens ist der Industriepark Bocholt mit mehr als 200 Betrieben und √ľber 6.000 Besch√§ftigten.

Bildung

In Bocholt befindet sich eine Abteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen. In dem modernen Campusgeb√§ude an der M√ľnsterstra√üe sind folgende Studieng√§nge zu finden: Informationstechnik, International Management, Mechatronik, Wirtschaft sowie Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Ab dem Wintersemester 2010/11 wird zudem das Studienfach Bionik angeboten.

Medien

  • H√∂rfunk: F√ľr den Kreis Borken sendet Radio WMW (Westm√ľnsterlandwelle) im Privatradioverbund von Radio NRW. Gesendet wird aus Borken.
  • Fernsehen: Der Regionalsender ‚Äěwm.tv‚Äú sendet Regionales aus den Kreisen Borken-Recklinghausen-Steinfurt-Coesfeld. Gesendet wird aus Bocholt.

Quellen

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ a b Kreis Borken (Hrsg.): Zahlen und Fakten 2006. Borken, 2005
  3. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.

Weblinks

 Commons: Kreis Borken ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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