Kreis Euskirchen

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Kreis Euskirchen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Euskirchen Deutschlandkarte, Position des Kreises Euskirchen hervorgehoben
50.546.64
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Euskirchen
Fl√§che: 1.248,86 km¬≤
Einwohner:

190.962 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: EU
Kreisschl√ľssel: 05 3 66
Kreisgliederung: 11 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
J√ľlicher Ring 32
53879 Euskirchen
Webpräsenz: www.kreis-euskirchen.de
Landrat: G√ľnter Rosenke (parteilos)
Lage des Kreises Euskirchen in Nordrhein-Westfalen
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Der Kreis Euskirchen ist ein Kreis im √§u√üersten S√ľdwesten von Nordrhein-Westfalen mit knapp 200.000 Einwohnern. Verwaltungssitz ist die namensgebende Kreisstadt Euskirchen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Der Kreis liegt im S√ľdwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Belgien. S√ľdlich des zu Hellenthal geh√∂renden Ortsteils Kehr, am Losheimer Landgraben (nicht zu verwechseln mit dem Losheimergraben), liegt der s√ľdlichste Punkt von NRW.

Im Norden des 1.248,86 km¬≤ gro√üen Kreisgebietes befinden sich am s√ľdlichen Teil der K√∂lner Bucht die Z√ľlpicher B√∂rde sowie die Ausl√§ufer der Ville, der der ungef√§hre Grenzverlauf von Nordwesten in Richtung S√ľdosten folgt. Im Westen verl√§uft die Grenze entlang der Rureifel bis hinauf zum Zitterwald und entlang des Our-Tales und der Schnee-Eifel. S√ľdlich befindet sich das Obere Kylltal sowie die Anf√§nge des Ahrgebirges und der gr√∂√üte Teil des M√ľnstereifeler Walds.

Das n√∂rdliche Kreisgebiet im Bereich der St√§dte Euskirchen und Z√ľlpich sowie der Gemeinde Weilerswist ist gepr√§gt von gro√üen Flachland-Fl√§chen, die vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Der s√ľdliche Teil wird durch die Erhebungen der Eifel mit gro√üfl√§chigen Waldgebieten bestimmt, die insgesamt 36,1 % der Gesamtfl√§che einnehmen.

Der Kreis Euskirchen hat in Nord-S√ľd-Richtung eine maximale Ausdehnung von 47 km. Der n√∂rdlichste Punkt liegt s√ľdlich von Br√ľhl im Forst Ville zwischen der Bundesautobahn 553 und der L 194, der s√ľdlichste, der zugleich der s√ľdlichste des Landes Nordrhein-Westfalen ist, liegt, wie zuvor erw√§hnt, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz auf dem Gebiet der Gemeinde Hellenthal. In Ost-West-Richtung dehnt sich das Kreisgebiet √ľber maximal 42 km aus. Der westlichste Punkt befindet sich in N√§he der Oleftalsperre bei Hellenthal an der Grenze zu Belgien, an der Rocherather Stra√üe, die auf belgischer Seite durch das Gebiet des Truppen√ľbungsplatzes Lager Elsenborn f√ľhrt. Der √∂stlichste Punkt liegt im M√ľnstereifeler Wald, nahe dem Rheinbacher Ortsteil Todenfeld und der Ortsgemeinde Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr.

Der h√∂chste Punkt befindet sich mit 690 m √ľ. NN auf dem Wei√üen Stein bei Udenbreth, der niedrigste mit 108 m √ľ. NN bei Burg K√ľhlseggen in der Gemeinde Weilerswist.

Gewässer

Knapp 14 km¬≤ des Kreises bestehen aus Wasserfl√§che, was ca. 1,1% des Gesamtgebietes entspricht. Der gr√∂√üte Teil davon liegt im Gebiet der Eifel. W√§hrend die Anzahl von Flie√ügew√§ssern sehr hoch ist, sind keinerlei nat√ľrliche Seen vorhanden.

Fl√ľsse und B√§che

Vorwiegend in den H√∂henlagen der Eifel sind zahlreiche Quellgebiete von B√§chen und Fl√ľssen sowie Wasserscheiden zu finden. Im Kreis Euskirchen entspringen unter anderem die vier wichtigsten, das Kreisgebiet durchflie√üenden Fl√ľsse Erft, Ahr, Kyll und Urft. W√§hrend Erft und Ahr direkt in den Rhein m√ľnden, entw√§ssert die Kyll zun√§chst in die Mosel und die Urft in die Rur, die in die Maas m√ľndet.

Seen und Talsperren

Alle nennenswerten Stillgew√§sser sind k√ľnstlich angelegt worden. Die Stauseen entstanden vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre als Talsperren zur Wassergewinnung und Stromerzeugung oder als Hochwasserr√ľckhaltebecken. Die beiden Baggerseen bei Z√ľlpich stammen aus den 1970er Jahren und sind durch den Braunkohle-Tagebau entstanden. Einige der Gew√§sser sind als Naherholungsgebiet f√ľr die Freizeitgestaltung als Bade- oder Wassersportsee ausgelegt.

Name Lage Speicherraum Oberfläche Nutzung
Urfttalsperre Schleiden-Gem√ľnd 45,51 Mio. m¬≥ 230 ha Hochwasserschutz
Niedrigwasseraufhöhung
Energieerzeugung
Oleftalsperre Hellenthal 19,3 Mio. m³ 110 ha Hochwasserschutz
Niedrigwasseraufhöhung
Trink- und Brauchwassergewinnung
Energieerzeugung
Wassersportsee Z√ľlpich Z√ľlpich 85 ha Wassersport- und Badesee
Naturschutzsee F√ľssenich (Neffelsee) Z√ľlpich-F√ľssenich/Geich 70 ha Naturschutzsee
Kronenburger See Dahlem-Kronenburg 2,7 Mio. m³ 27 ha Hochwasserschutz
Wassersport- und Badesee
Steinbachtalsperre Euskirchen-Kirchheim 1,06 Mio. m³ 14,6 ha Niedrigwasseraufhöhung
Brauchwassergewinnung
Freilinger See (Stauanlage Weilerbach) Blankenheim-Freilingen 0,73 Mio. m³ 9 ha Wassersport- und Badesee
Madbachtalsperre Euskirchen-Kirchheim 68.500 m¬≥  ? ha Brauchwassergewinnung
Badesee


Kreisgliederung

Kreis Euskirchen mit Städten, Gemeinden und Nachbarkreisen

Der Kreis Euskirchen setzt sich aus f√ľnf St√§dten und sechs Gemeinden zusammen. Euskirchen und Mechernich gelten als Mittlere kreisangeh√∂rige St√§dte, da ihre Einwohnerzahlen jeweils zwischen 25.000 und 60.000 liegen. Geographisch und topographisch werden Euskirchen, Z√ľlpich und Weilerswist der K√∂lner Bucht zugerechnet, die restlichen Gemeinden geh√∂ren zur Eifel.

In Klammern die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2010[2].

Städte

  1. Bad M√ľnstereifel (18.449)
  2. Euskirchen (55.620)
  3. Mechernich (27.154)
  4. Schleiden (13.287)
  5. Z√ľlpich (20.005)

Gemeinden

  1. Blankenheim (8294)
  2. Dahlem (4116)
  3. Hellenthal (8235)
  4. Kall (11.817)
  5. Nettersheim (7687)
  6. Weilerswist (16.298)

Nachbarkreise

Der Kreis Euskirchen grenzt an vier Kreise in Nordrhein-Westfalen, drei Landkreise in Rheinland-Pfalz sowie an das K√∂nigreich Belgien. Die Gesamtl√§nge der Kreisgrenze betr√§gt 290 km.

Der n√∂rdliche Teil des Kreisgebietes ist von Westen nach Osten umgeben von der St√§dteregion Aachen, dem Kreis D√ľren, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis, die sich alle in Nordrhein-Westfalen befinden. Vom Osten bis zum S√ľdwesten verl√§uft die Grenze zu Rheinland-Pfalz mit den Landkreisen Ahrweiler und Vulkaneifel sowie dem Eifelkreis Bitburg-Pr√ľm, zu dem die gemeinsame Grenze nur ca. 1,5 km lang ist. Im S√ľdwesten bis Westen befindet sich das Arrondissement Verviers (Provinz L√ľttich) in Belgien, zu dem die Grenze √ľber 28 km nahezu vollst√§ndig entlang der Bundesstra√üe 265 verl√§uft.

Geschichte

Der Kreis wurde am 1. Mai 1816 als Kreis Lechenich aus den B√ľrgermeistereien Entzen, Erp, Euskirchen, Frauenberg, Friesheim, Gymnich, Kommeren, Lechenich, Liblar, Lommersum, Nemmenich, Satzvey, Sinzenich, Wachendorf, Weilerswist, Wichterich und Z√ľlpich (heute durch Eingemeindungen Teile der St√§dte Erftstadt, Euskirchen, Z√ľlpich sowie der Gemeinde Weilerswist) gebildet. Er geh√∂rte zum Regierungsbezirk C√∂ln, mit dem er zun√§chst der preu√üischen Provinz J√ľlich-Kleve-Berg und ab 1822 der Rheinprovinz zugeordnet war. Am 17. Februar 1827 erfolgte die Umbenennung in ‚ÄěKreis Euskirchen‚Äú und das Landratsamt wurde von Lechenich nach Euskirchen verlegt.

Am 1. Oktober 1932 wurden aus dem Kreis Rheinbach folgende Gemeinden in den Kreis Euskirchen eingegliedert:

Zum 1. Januar 1939 wurde der Kreis Euskirchen in ‚ÄěLandkreis Euskirchen‚Äú umbenannt.

Am 23. August 1946 wurde der Landkreis Euskirchen Teil des neu gegr√ľndeten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Mit dem Aachen-Gesetz vom 14. Dezember 1971 wurde am 1. Januar 1972 der Kreis Schleiden (bis zum 24. Dezember 1829 Kreis Gem√ľnd) aufgel√∂st und die St√§dte Schleiden, Mechernich sowie die Gemeinden Hellenthal, Kall, Nettersheim, Dahlem und Blankenheim in den Kreis Euskirchen eingegliedert. Gleichzeitig schied der Kreis Euskirchen aus dem Bezirk des Verwaltungsgerichts K√∂ln aus und wurde dem Aachener Verwaltungsgericht zugeordnet.

Aufgrund des K√∂ln-Gesetzes vom 5. November 1974 wurde zum 1. Januar 1975 die 1969 entstandene Stadt Erftstadt aus dem Kreis Euskirchen in den neu gegr√ľndeten Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis) verlegt.

Zeitliche Entwicklung des Kreises Euskirchen
Zeitliche Entwicklung des Kreises Euskirchen

Politik

Landrat

Landrat des Kreises Euskirchen ist seit 1994 in dritter Amtszeit G√ľnter Rosenke (CDU, jetzt parteilos), der sein Amt seit 1999 hauptamtlich aus√ľbt und damit gleichzeitig Leiter der Kreisverwaltung und der Kreispolizeibeh√∂rde ist. Er wurde bei der letzten Landratswahl am 26. September 2004 mit 57,31 % der g√ľltigen Stimmen in seinem Amt best√§tigt. Uwe Schmitz (SPD) erreichte 25,32 %, Franz Troschke (UWV) 10,04 % und Hans Reiff (FDP) 9,32 %. Die Wahlbeteiligung lag bei den 153.006 Wahlberechtigten bei 57,3 %. Bei der Landratswahl am 30. August 2009 trat G√ľnter Rosenke nach seinem Austritt aus der CDU als unabh√§ngiger Kandidat an. Er gewann als "B√ľrger" Landrat 42,82% der Stimmen und bleibt damit Landrat.

1. stellvertretender Landrat ist Josef Carl Rhiem (CDU), 2. stellvertretender Landrat Hans Schmitz (SPD). Als allgemeiner Vertreter ist Manfred Poth tätig.

Ehemalige Landräte

  • 1826 ‚Äď 1830: Friedrich Wilhelm Bilefeldt
  • 1830 ‚Äď 1832: M√ľller und Ehrenberg (auftragsweise)
  • 1832 ‚Äď 1874: Johann Peter Schroeder
  • 1874 ‚Äď 1876: Bernhard Freiherr von der Heydt (auftragsweise)
  • 1876 ‚Äď 1906: Johann Hubert Joseph Freiherr von Ayx
  • 1906 ‚Äď 1907: Carl von Hartmann Krey (auftragsweise)
  • 1907 ‚Äď 1929: Karl Kaufmann
  • 1929 ‚Äď 1933: Paul Mertens
  • 1933 ‚Äď 1939: Helmut Groeger
  • 1939 ‚Äď 1941: Otto Erich Hansen
  • 1941 ‚Äď 1945: Ernst August Bardenheuer
  • 7. April 1945 ‚Äď 29. Oktober 1945: Anton Metternich
  • 29. Oktober 1945 ‚Äď 30. Oktober 1946: Friedrich Kreusch
  • 30. Oktober 1946 ‚Äď 8. November 1948: Anton Metternich
  • 8. November 1948 ‚Äď 15. November 1956: Heinrich August Metzler, CDU
  • 15. November 1956 ‚Äď 1. Juli 1976: Rudi Blass, CDU
  • 27. Oktober 1976 ‚Äď 2. November 1994: Josef Linden, CDU

Kreistag

Kreistagswahl 2009
Wahlbeteiligung: 56,3 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
41,8%
21,3%
15,4%
9,1%
8,2%
4,3%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,4%
-0,7%
+5,3%
+0,9%
-1,3%
+4,3%

Der Kreistag besteht aus 54 Abgeordneten, die am 30. August 2009 gewählt wurden.

Partei Stimmen Prozent Mandate
CDU 35.909 41,77 23
SPD 18.295 21,28 12
FDP 13.202 15,36 8
UWV 7.036 8,18 4
B√ľndnis 90/Gr√ľne 7.837 9,12 5
Die Linke 3.693 4,30 2

Die Fraktionsvorsitzenden sind:

  • Josef Reidt, CDU
  • Uwe Schmitz, SPD
  • Hans Reiff, FDP
  • Franz Troschke, UWV
  • J√∂rg Grutke, GR√úNE
  • Thomas Bell, Die Linke

Quelle: Kommunales Rechenzentrum Niederrhein

Wappen, Dienstsiegel und Banner

Der Regierungspräsident Köln hat am 31. Oktober 1973 dem Kreis Euskirchen das folgende Wappen genehmigt:

Geviert; in Feld 1 in Rot drei zwei zu eins gestellte goldene (gelbe) Rosen; in Feld 2 in Gold (Gelb) ein rot bewehrter und bezungter schwarzer Löwe; in Feld 3 in Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes kurkölnisches Balkenkreuz; in Feld 4 in Rot ein dreizackiger goldener (gelber) Zickzackbalken.

Der Kreis f√ľhrt Dienstsiegel mit dem Kreiswappen. Sie zeigen in der Umschrift oben ‚ÄěKreis‚Äú und unten ‚ÄěEuskirchen‚Äú. Im Siegelrund das Kreiswappen im Schilde: Geviert: rechts oben in Schwarz drei, 2 : 1 gestellte, wei√üe Rosen; links oben in Wei√ü ein schwarzer L√∂we; rechts unten in Wei√ü ein durchgehendes Balkenkreuz; links unten in Schwarz ein dreizackiger wei√üer Zickzackbalken.

Der Kreis f√ľhrt ein Banner. Es ist Rot-Gold (Gelb) im Verh√§ltnis 1 : 1 l√§ngsgestreift, mit dem Wappenschild im quadratischen silbernen (wei√üen) Bannerhaupt.

Dar√ľber hinaus verwendet der Kreis Euskirchen folgendes Logo: Das Wort ‚ÄěKreis‚Äú in dunkelblauer Schrift mit einem t√ľrkisfarbenen Halbkreis dar√ľber und darunter ebenfalls in blau den Schriftzug ‚ÄěEUSKIRCHEN‚Äú √ľber einem t√ľrkisen, stilisierten Ebene, die in Bergland √ľbergeht. Darunter befindet sich in blauer Schrift der Slogan ‚ÄěEinfach wohl f√ľhlen!‚Äú.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

J√ľdische Friedh√∂fe

F√ľr den Kreis Euskirchen sind 24 J√ľdische Friedh√∂fe dokumentiert: in Euskirchen (10), in Hellenthal (2), in Kall (1), in Mechernich (5), in Schleiden (2), in Weilerswist (2) und in Z√ľlpich (2). [3]. Es sind sch√ľtzenswerte Kulturdenkm√§ler ‚Äď steinerne Zeugen f√ľr ehemals existierende j√ľdische Gemeinden und eines regen j√ľdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Bauwerke

Im westlichen Teil des Kreisgebietes, insbesondere am Verlauf der Grenze zu Belgien, befinden sich bedeutende Ruinen und erhaltene Anlagen des ehemaligen Westwalles.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Fernstraßen und Bahnstrecken im Kreis Euskirchen

Schienenverkehr

Die Erschlie√üung mit Bahnlinien begann 1864, als die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft eine Strecke von D√ľren zur Kreisstadt Euskirchen er√∂ffnete. Von hier wurde die Trasse zwischen 1865 und 1870 weiter in die Eifel hineingef√ľhrt, w√§hrend die direkte Verbindung von K√∂ln her erst 1875 fertiggestellt war.

Die Preu√üische Staatsbahn erbaute vom Knoten Euskirchen ferner Bahnen nach Bonn (1880) und Bad M√ľnstereifel (1890). Au√üerdem gingen von der "Eifelstrecke" noch folgende Zweigbahnen ab:

  • 1884: Kall - Hellenthal
  • 1912: J√ľnkerath - Losheim - Weywertz und
  • 1912/13: Blankenheim Wald - Ahrdorf - D√ľmpelfeld mit Anschluss Ahrdorf - Lissendorf

Die Euskirchener Kreisbahnen erschlossen 1895 einige abseits der Hauptlinien gelegene Gegenden durch die Schmalspurbahnen Euskirchen - M√ľlheim-Wichterich - Liblar und M√ľlheim-Wichterich - Z√ľlpich - Satzvey - Arloff.

In Z√ľlpich Stadt bestand seit 1909/11 Anschluss an die Strecke D√ľren - Z√ľlpich - Embken der D√ľrener Kreisbahn.

Die Eisenbahnen umfassten schlie√ülich ein Netz von 214 km L√§nge. Davon sind f√ľr den Personenverkehr heute nur noch 84 km √ľbrig geblieben, nachdem zahlreiche (Neben-)Strecken stillgelegt wurden.

Heute stellt die Stadt Euskirchen den zentralen Verkehrsknoten f√ľr den Schienenverkehr im Kreisgebiet dar. In Euskirchen treffen sich die folgenden Eisenbahnstrecken:

  • B√∂rdebahn (Euskirchen - Z√ľlpich - D√ľren, nur G√ľter- und Museumsbahnverkehr)
  • Voreifelbahn (KBS 475, Euskirchen - Meckenheim - Bonn)
  • Eifelstrecke (KBS 474, K√∂ln - Weilerswist - Euskirchen - Mechernich - Kall - Nettersheim - Blankenheim - Dahlem - Trier)
  • Erfttalbahn (KBS 475, Euskirchen - Bad M√ľnstereifel)

Zusätzlich findet auf der Oleftalbahn Kall - Schleiden - Hellenthal an Sonn- und Feiertagen ein Museumsbahnverkehr statt.

√ĖPNV

TaxiBusPlus der Regionalverkehr Köln am Busbahnhof Hellenthal

Der Kreis Euskirchen ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der √ĖPNV wird von folgenden Verkehrsunternehmen durchgef√ľhrt:

Außerdem fahren einige Linien aus dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) bis ins Kreisgebiet.


Ein Gro√üteil des √ĖPNVs abseits der dicht besiedelten Gebiete wie den St√§dten Euskirchen und Mechernich sowie dem Schleidener Tal wird jedoch, au√üerhalb der HVZ/des Sch√ľlerverkehrs und am Wochenende, nur mit sogenannten Taxibussen durchgef√ľhrt. Dabei muss sich der Fahrgast sp√§testens 30 Minuten, bei Sch√§fer Reisen 60 Minuten, vor der planm√§√üigen Abfahrt telefonisch anmelden. Aufgrund des mit dem Taxibus von Mo-Sa angebotenen Stundentaktes wird dieser im Kreis Euskirchen unter dem Namen TaxiBusPlus vermarktet, wobei zus√§tzlich zum Fahrpreis ein geringer Zuschlag gezahlt werden muss.

Straßen

Die wichtigste Stra√üenverbindung im Kreis Euskirchen und f√ľr einen Gro√üteil der Eifel ist die A 1. Die so genannte Eifelautobahn entstand ab 1977 mit dem 16,9 km langen Teilst√ľck vom Autobahnkreuz Bliesheim √ľber die Anschlussstelle Euskirchen (110) bis nach Wi√ükirchen (111). 1981 wurde der 8,5 km lange Abschnitt bis Bad M√ľnstereifel/Mechernich (112) fertiggestellt und im folgenden Jahr die restlichen 13,4 km mit Anschluss bei Nettersheim (113) bis zum derzeitigen Autobahnende bei Blankenheim (114). Das fehlende Teilst√ľck bis zum s√ľdlichen Abschnitt der A 1 bei Daun wird im Bundesverkehrswegeplan 2003 als vordringlicher Bedarf gef√ľhrt, so dass mit der Weiterf√ľhrung gerechnet werden kann. Im Norden des Kreisgebietes verl√§uft seit 1970 au√üerdem die A 61 mit der Anschlussstelle Weilerswist (25).

In den 1970er Jahren wurden zwei weitere Autobahnen im Kreisgebiet geplant. Die A 545 sollte von Aachen √ľber Schleiden und Kall bis zur A 1 bei Nettersheim f√ľhren. Bis in die 1990er Jahre gab es Planungen f√ľr die A 56 von der niederl√§ndischen Grenze bei Heinsberg √ľber D√ľren, Z√ľlpich, Euskirchen bis nach Bonn. Bei Euskirchen wurden daf√ľr bereits umfangreiche Vorleistungen erbracht, wie z.B. das Autobahnkreuz Euskirchen, das heute Teil der gleichnamigen Doppelanschlussstelle ist.

Durch das Kreisgebiet verlaufen auch zahlreiche Bundesstra√üen. Die wichtigste die die B 51, die in Euskirchen sowie im s√ľdlichen Bereich ab Blankenheim stark befahren ist, da sie dort den Verkehr der nicht fertiggestellten A 1 aufnehmen muss. Die B 56 ist zwischen Z√ľlpich und Euskirchen auf der Trasse der geplanten A 56 als Kraftfahrstra√üe ausgebaut und soll als n√∂rdliche Ortsumfahrung von Euskirchen verl√§ngert werden. Die B 258 verl√§uft von Mayen √ľber Blankenheim und Schleiden durch den Nationalpark Eifel bis nach Aachen. Ebenso durch den Nationalpark f√ľhren die B 265 von K√∂ln √ľber Z√ľlpich, Schleiden und Hellenthal bis nach Pr√ľm, die ca. 28 km entlang der Grenze zu Belgien verl√§uft, sowie die B 266 von Simmerath √ľber Schleiden, Mechernich und Euskirchen bis Linz am Rhein. Beim Hellenthaler Ortsteil Losheim beginnt die B 421, die anfangs mehrfach die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz √ľberquert und bis nach Kirn im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz f√ľhrt. Die in Neuss beginnende B 477 f√ľhrt im Kreisgebiet √ľber Z√ľlpich und Mechernich bis nach Nettersheim-Tondorf, wo sie endet.

Sonstiges

  • Die Sagenwelt des Kreises Euskirchen ist bev√∂lkert von zahlreichen Werw√∂lfen und Werw√∂lfinnen, u. a. eine Erinnerung an die zahlreichen Wolfsrudel, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts das Gebiet zwischen Eifel und Erft heimsuchten.
  • Sparkasse siehe Kreissparkasse Euskirchen

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. ‚ÜĎ KREIS EUSKIRCHEN. In: √úbersicht √ľber alle Projekte zur Dokumentation j√ľdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung - Regierungsbezirk K√∂ln

Literatur

Weblinks

 Commons: Kreis Euskirchen ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien



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