Kreis GĂŒtersloh

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Kreis GĂŒtersloh
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises GĂŒtersloh Deutschlandkarte, Position des Kreises GĂŒtersloh hervorgehoben
51.938.35
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: GĂŒtersloh
FlĂ€che: 968,08 kmÂČ
Einwohner:

353.766 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 365 Einwohner je kmÂČ
Kfz-Kennzeichen: GT
KreisschlĂŒssel: 05 7 54
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Herzebrocker Straße 140
33334 GĂŒtersloh
WebprÀsenz: www.kreis-guetersloh.de
Landrat: Sven-Georg Adenauer (CDU)
Lage des Kreises GĂŒtersloh in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen MĂŒlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann DĂŒsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis DĂŒren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna MĂ€rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln StĂ€dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis StĂ€dteregion Aachen Kreis Euskirchen MĂŒnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis GĂŒtersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-LĂŒbbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Der Kreis GĂŒtersloh ist ein Kreis im Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe) im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Kreisstadt ist GĂŒtersloh.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

NaturrÀume

Der Kreis liegt zum grĂ¶ĂŸeren Teil in der Emssandebene und damit in der WestfĂ€lischen Bucht. Hier herrschen die sandigen Böden entlang der Ems und im Vorland des Teutoburger Waldes vor; bekannt ist die Senne.

Im Norden reicht das Kreisgebiet ĂŒber den Teutoburger Wald hinaus in die Ravensberger Mulde und hat mit diesen NaturrĂ€umen Anteil am Weserbergland.

Haupthöhenzug des Kreises ist der Teutoburger Wald, HauptgewĂ€sser die Ems mit den Emsquellen. Entsprechend ist die höchste Erhebung im Kreisgebiet der Hengeberg im Teutoburger Wald mit 316 m ĂŒ. NN, wĂ€hrend der niedrigste Punkt bei 56 m ĂŒ. NN im Emstal westlich von Harsewinkel liegt.

WasserlĂ€ufe mit mehr als 17 km LĂ€nge im Kreisgebiet sind:

Ausdehnung und Nutzung des Kreisgebiets

Der Kreis umfasst eine FlĂ€che von 968,08 kmÂČ. Der ĂŒberwiegende Teil besteht aus landwirtschaftlich genutzter FlĂ€che und WaldflĂ€che, zusammen etwa 76,5 %, gefolgt von Siedlungs- und VerkehrsflĂ€che, zusammen etwa 21 %. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung in NordsĂŒdrichtung betrĂ€gt etwa 46,1 km und in Ostwestrichtung etwa 45,5 km. Der nördlichste Punkt liegt nordwestlich des Ortskerns von Borgholzhausen bei etwa 52° 8â€Č 5,04″ N, 8° 17â€Č 15,98″ O52.1347348.287771, der sĂŒdlichste Punkt befindet sich bei Benteler auf dem Gebiet der Gemeinde Langenberg bei 51° 43â€Č 2,99″ N, 8° 23â€Č 7,61″ O51.7174978.385446.

Die Bodennutzung im Kreisgebiet teilt sich wie folgt auf:

FlÀche
nach NutzungsartÂč
Landwirt-
schafts-
flÀche
Wald-
flÀche
GebÀude-, Frei-
und BetriebsflÀche
Verkehrs-
flÀche
Erholungs-,
FriedhofsflÀche
Wasser-
flÀche
Moor,
Heide, Unland
Abbau-
flÀche
sonstige
Nutzung
FlĂ€che in kmÂČ 609,59 131,03 127,85 58,47 15,84 14,91 1,45 1,87 7,06
Anteil an GesamtflĂ€che 63,0 % 13,5 % 13,2 % 6,0 % 1,5 1,6 % 0,2 % 0,2 % 0,7 %

Âč[2] Landesdatenbank NRW Kommunalprofil fĂŒr kreisfreie StĂ€dte, Kreise und Gemeinden, Stand November 2010

Nachbarkreise

Der Kreis GĂŒtersloh grenzt im Norden an den niedersĂ€chsischen Landkreis OsnabrĂŒck und an den Kreis Herford, im Osten an die kreisfreie Stadt Bielefeld und an den Kreis Lippe, im SĂŒdosten an den Kreis Paderborn, im SĂŒden an den Kreis Soest und im Westen an den Kreis Warendorf.

Kreisgliederung

(Einwohner am 31. Dezember 2010[3])

StÀdte

  1. Borgholzhausen (8620)
  2. GĂŒtersloh (96.404)
  3. Halle (Westf.) (21.081)
  4. Harsewinkel (24.072)
  5. Rheda-WiedenbrĂŒck (47.316)
  6. Rietberg (28.868)
  7. Schloß Holte-Stukenbrock (26.156)
  8. Verl (24.984)
  9. Versmold (20.985)
  10. Werther (Westf.) (11.453)

Gemeinden

  1. Herzebrock-Clarholz (16.013)
  2. Langenberg (8048)
  3. Steinhagen (19.766)
GĂŒtersloh Schloß Holte-Stukenbrock Verl Rietberg Langenberg Rheda-WiedenbrĂŒck Herzebrock-Clarholz Steinhagen Werther (Westf.) Halle (Westf.) Harsewinkel Borgholzhausen Versmold Kreis Paderborn Kreis Lippe Kreis Soest Bielefeld Kreis Herford Kreis Warendorf Niedersachsen Nordrhein-WestfalenMunicipalities in GT.svg
Über dieses Bild

Rheda-WiedenbrĂŒck, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl haben den Status einer Mittleren kreisangehörigen Stadt, GĂŒtersloh ist eine Große kreisangehörige Stadt.

Geschichte

Verwaltungsgeschichte

Teil der ehemaligen Kreisverwaltung in WiedenbrĂŒck (Reckenberg)

Der Kreis GĂŒtersloh wurde im Rahmen der nordrhein-westfĂ€lischen Gebietsreform im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes zum 1. Januar 1973 aus den beiden Kreisen WiedenbrĂŒck und Halle gebildet. Die beiden Altkreise waren 1816 gebildet worden, als Preußen seine damaligen Provinzen (hier die Provinz Westfalen) in Regierungsbezirke und Kreise einteilte.

Dem neuen Kreis wurden außerdem die aus den drei Gemeinden Greffen, Harsewinkel und Marienfeld (Kreis Warendorf) neugebildete Stadt Harsewinkel sowie die Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock aus dem ebenfalls zu diesem Zeitpunkt aufgelösten Kreis Bielefeld zugeordnet. Letztere war 1970 durch Zusammenschluss der Gemeinden Schloß Holte, Sende (beide Kreis WiedenbrĂŒck) und Stukenbrock (Kreis Paderborn) gebildet und zunĂ€chst dem Kreis Bielefeld zugeordnet worden.

Der Kreis GĂŒtersloh besteht heute somit aus dreizehn StĂ€dten und Gemeinden. Er hatte seinen Sitz zunĂ€chst in Rheda-WiedenbrĂŒck, doch zog die Kreisverwaltung 1997 nach GĂŒtersloh um.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung im Kreis GĂŒtersloh
von 1939 bis 2007

WĂ€hrend der Kreis GĂŒtersloh bei seiner GrĂŒndung etwa 280.000 Einwohner hatte, wuchs die Bevölkerung in den nĂ€chsten drei Jahrzehnten um rund 25 % auf ĂŒber 350.000 Einwohner.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen des Kreises GĂŒtersloh. Die Zahlen bis 1970 beziehen sich auf das Gebiet des 1973 gegrĂŒndeten Kreises. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und fĂŒr 1987 um VolkszĂ€hlungsergebnisse[4] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik.[5] Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschĂ€tzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der VolkszĂ€hlung von 1987. Die Angaben beziehen sich vor 1985 auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung.

Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 141.826
1950 (13. Sep.) 201.752
1961 (6. Juni) 233.459
1970 (27. Mai) 264.188
1975 (31. Dez.) 278.685
Jahr Einwohner
1980 (31. Dez.) 287.027
1985 (31. Dez.) 286.504
1987 (25. Mai) 287.883
1990 (31. Dez.) 303.829
Jahr Einwohner
1995 (31. Dez.) 329.043
2000 (31. Dez.) 345.379
2005 (31. Dez.) 353.250
2007 (31. Dez.) 354.239

Politik

Das Kreishaus an der Herzebrocker Straße

Kreistag

Der Kreistag nach der Kommunalwahl 2009

Der Kreistag hat gegenwĂ€rtig 60 Mitglieder, die sich gemĂ€ĂŸ dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 30. August 2009 auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:

Parteien und WĂ€hlergemeinschaften Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15
GRÜNE BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen 7
FWG/UWG Freie WÀhlergemeinschaft/UnabhÀngige WÀhlergemeinschaft 5
FDP Freie Demokratische Partei 5
LINKE Die Linke 2
Gesamt 60

Der Verwaltungshaushalt des Kreises betrug 2006 rund 268,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt rund 24,5 Millionen Euro.

Wappen

Kreiswappen des Kreises GĂŒtersloh.svg

Dem Kreis GĂŒtersloh ist mit Urkunde des RegierungsprĂ€sidenten Detmold vom 12. September 1974 das Recht verliehen worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu fĂŒhren:

Wappenbeschreibung:
Im geteilten Schild oben in Silber (Weiß) drei rote Sparren, belegt mit einem goldenen (gelben) Schild mit einem roten sechsspeichigen Rad, unten in rot ein goldener (gelber) Adler.[6]

Das Wappen enthĂ€lt Symbole der frĂŒheren Kreiswappen Halle (von 1947) und WiedenbrĂŒck (von 1935). Die Sparren stehen fĂŒr die alte Grafschaft Ravensberg; das Rad erinnert an das frĂŒhere osnabrĂŒckische Amt Reckenberg, der Adler an die alte Grafschaft Rietberg. Die Farben Rot und Gold sind zugleich die Farben der ehemaligen FĂŒrstbistĂŒmer MĂŒnster und Paderborn, zu denen Harsewinkel und Stukenbrock ehemals gehörten.

Siehe auch: Liste der Wappen im Kreis GĂŒtersloh und Liste der Flaggen im Kreis GĂŒtersloh

Partner- und Patenschaften

Der Kreis GĂŒtersloh unterhĂ€lt eine Kreispartnerschaft mit dem Kreis Valmiera in Lettland. FĂŒr den Kreis Frankenstein in Schlesien und den Kreis Rosenberg in Westpreußen hat er Patenschaften ĂŒbernommen. In fast allen StĂ€dten und Gemeinden des Kreises bestehen StĂ€dtepartnerschaften, -patenschaften und/oder partnerschaftliche Beziehungen zu anderen StĂ€dten im In- und Ausland. Partnerschaften Kreis GĂŒtersloh – Kreis Frankenstein (Schlesien); Kreis GĂŒtersloh – Kreis Rosenberg (Westpreußen); Stadt Rheda-WiedenbrĂŒck – Stadt Frankenstein und Stadt Reichenstein (Schlesien); Stadt GĂŒtersloh – Weinpatenschaft ĂŒber die Weinstadt Lorch im Rheingau

Partnerschaften (im europĂ€ischen Ausland und in Übersee)

  • Kreis GĂŒtersloh – Kreis Valmiera (Lettland)
  • Stadt Borgholzhausen – New Haven / Missouri (USA)
  • Stadt GĂŒtersloh – ChĂąteauroux (Frankreich), Broxtowe (Großbritannien), Grudziądz / Graudenz (Polen), Falun (Schweden) und Rschew (Russland)
  • Stadt Halle (Westf.) – Ronchin (Frankreich)
  • Stadt Harsewinkel – Les Andelys (Frankreich)
  • Gemeinde Herzebrock-Clarholz – Le Chambon-Feugerolles (Frankreich), Steenwijk (Niederlande)
  • Stadt Rheda-WiedenbrĂŒck – Oldenzaal (Niederlande), Palamos (Spanien), Canton Aouda und Canton AdjengrĂ© (Togo)
  • Stadt Rietberg – RibĂ©rac (Frankreich) und Glogowek/Oberglogau (Polen)
  • Gemeinde Steinhagen – Woerden (Niederlande), Fivizzano, (Italien)
  • Stadt Verl – Delphos/Ohio (USA)
  • Stadt Versmold – Dobczyce (Polen)

Partnerschaftliche Beziehungen zu ostdeutschen StÀdten

  • Stadt Borgholzhausen – LĂ¶ĂŸnitz (Erzgebirge)
  • Gemeinde Langenberg – Neuzelle (Brandenburg)
  • Stadt Rheda-WiedenbrĂŒck – Heiligenstadt (ThĂŒringen)
  • Stadt Schloß Holte-Stukenbrock – Ostritz (Sachsen)
  • Stadt Verl – Annaburg (Sachsen-Anhalt)
  • Stadt Werther (Westf.) – Werther (ThĂŒringen)

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Bauwerke und Parks

Die Burg Ravensberg in Borgholzhausen wurde 1080 von Hermann II. von Cavelage, Graf von Ravensberg, als militĂ€rischer StĂŒtzpunkt gebaut.

Das Schloss Rheda ist eine der Ă€ltesten Wasserburgen Westfalens und liegt mitten in einem historischen Schlossgarten im Flora Westfalica-Park in Rheda-WiedenbrĂŒck. Weitere Schlösser im Kreis GĂŒtersloh sind das Wasserschloss Tatenhausen, das Jagdschloss Holte und das Schloss Möhler.

Das Peter-August-Böckstiegel-Haus in Werther (Westf.) ist ein authentisch erhaltenes KĂŒnstlerhaus, in dem sich das kĂŒnstlerische Schaffen des Expressionisten Peter August Böckstiegel, seine Natur- und Heimatverbundenheit und seine außergewöhnlich vielfĂ€ltige Schaffenskraft widerspiegeln.

Außerdem befinden sich im Kreisgebiet viele sehenswerte Parks: der Gartenschaupark Rietberg, der Botanische Garten GĂŒtersloh, die Klosteranlagen in Herzebrock und Clarholz sowie der Flora Westfalica-Park in Rheda-WiedenbrĂŒck.

Theater, Museen und Kunst

Neben verschiedenen Heimatmuseen gibt es weitere Museen. Das Miele-Museum in GĂŒtersloh widmet sich unter anderem der Geschichte der Waschmaschine, das Stadtmuseum GĂŒtersloh hat neben der stadtgeschichtlichen auch Abteilungen zur Technik- und zur Medizingeschichte, im WestfĂ€lischen Kleinbahn- und Dampflokmuseum - vor Ort besser bekannt als "MĂŒhlenstroth" - sind historische Lokomotiven zu bestaunen. Im WiedenbrĂŒcker Schule Museum wird Kunsthandwerk gezeigt.

Zu den bedeutenden KĂŒnstler, die aus dem Gebiet des Kreises stammen, gehören die Expressionisten Woldemar Winkler und Peter August Böckstiegel. Die S-Galerie in der Zentrale der Sparkasse GĂŒtersloh zeigt in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Werke von Woldemar Winkler. Arbeiten heminischer wie ĂŒberregionaler KĂŒnstler stellt der Kreiskunstverein im historischen Veerhoffhaus am Alten kirchplatz in GĂŒtersloh aus.

Peter August Böckstiegel

In der Kreisstadt GĂŒtersloh wurde 2010 einn neues Theater mit bis zu 530 PlĂ€tzen eröffnet. Auf einer FreilichtbĂŒhne im Mohns Park finden im Sommer Konzerte statt. In Rietberg steht mit der cultura ein Rundtheater in drei Etagen zur VerfĂŒgung, eine moderne Variante des 1599 in London erbauten Globe-Theaters. In der Volksbank-Arena, einer Open-Air-BĂŒhne im Rietberger Gartenschaupark, finden Kleinkunst- und Musikveranstaltungen vor bis zu 2.500 Zuschauern statt.

SehenswĂŒrdigkeiten

Naturschutzgebiete

Im Kreisgebiet befinden sich 45 Naturschutzgebiete (inkl. ErweiterungsflĂ€chen von Naturschutzgebieten angrenzender Kreise) mit einer FlĂ€che von insgesamt etwa 47,2 kmÂČ. Dies entspricht rund 4,9 % der GesamtflĂ€che des Kreises. Ganz ĂŒberwiegend dienen diese Gebiete dem Schutz von FeuchtwiesenlebensrĂ€umen.

Die Naturschutzgebiete in den einzelnen Gemeinden sind (Stand 1. Januar 2011; Doppelnennung, wenn Gebiet auf mehrere Gemeinden verteilt):

Stadt/
Gemeinde
Naturschutzgebiete Anzahl GesamtgrĂ¶ĂŸe in der Gemeinde (in ha, gerundet)  % der Gemeinde-flĂ€che Übersichtskarte der Naturschutzgebiete im Kreis
Am Lichtebach (Naturschutzgebiet) Am Merschgraben Am Sundern Baggersee Greffener Mark Boomberge Egge (Naturschutzgebiet) Emssee Erlenbruch und Schlosswiesen Rheda Feuchtwiese Vennheide Feuchtwiesen Hörste Feuchtwiesen Hörste Feuchtwiesen In den Wösten Feuchtwiesen Ströhen Fleckernheide Foddenbach-Landbach Foddenbach-Landbach Furlbachtal Gartnischberg Grasmeerwiesen Graureiherkolonie bei Harsewinkel Große Wiese Großer Berg – Hellberg Hesselner Berge Holter Wald HĂŒhnermoor Kipshagener Teiche Im Binner Jakobsberg (Naturschutzgebiet) Johannisegge–Schornstein KnĂŒll – Storkenberg Mersch (Naturschutzgebiet) Moosheide Ölbachtal mit Augustdorfer DĂŒnenfeld Ravensberg – Barenberg Rietberger Emsniederung Rietberger Fischteiche Salzenteichs Heide Schellenwiese Spexard (Naturschutzgebiet) Steinbruch Schneiker Tatenhauser Wald Versmolder Bruch WehrbachtalGĂŒtersloh
Über dieses Bild
Borgholzhausen Johannisegge–Schornstein, Ravensberg – Barenberg, Salzenteichs Heide 3 346,25 6,20
GĂŒtersloh Am Lichtebach, Große Wiese, Spexard 3 298,21 2,66
Halle BarrelpĂ€ule, Feuchtwiesen Hörste, Feuchtwiese Vennheide, Gartnischberg, Großer Berg – Hellberg, Hesselner Berge, KnĂŒll – Storkenberg, Ravensberg – Barenberg, Steinbruch Schneiker, Tatenhauser Wald 10 984,18 14,20
Harsewinkel Am Sundern, Baggersee Greffener Mark, Boomberge, Graureiherkolonie, HĂŒhnermoor 5 170,59 1,70
Herzebrock-Clarholz Mersch 1 6,75 0,09
Rheda-WiedenbrĂŒck Am Merschgraben, Erlenbruch und Schlosswiesen Rheda 2 82,85 0,73
Rietberg Emssee, Im Binner, Rietberger Emsniederung, Rietberger Fischteiche, Schellenwiese 5 580,99 5,27
Schloß Holte-Stukenbrock Holter Wald, Kipshagener Teiche, Moosheide, Ölbachtal, Schluchten und Moore am oberem Furlbach, Wehrbachtal 6 930,75 13,80
Steinhagen Egge, Feuchtwiesen In den Wösten, Feuchtwiesen Ströhen, Feuchtwiese Vennheide, Foddenbach-Landbach, Jakobsberg 6 461,61 8,21
Verl Fleckernheide, Grasmeerwiesen, Große Wiese 3 169,24 2,37
Versmold Salzenteichs Heide, Versmolder Bruch 2 278,84 3,26

Auf den Gebieten von Werther und Langenberg befinden sich keine Naturschutzgebiete.

Sport

Die höchstklassigen Fußballmannschaften stellen der SC Verl und der SC WiedenbrĂŒck 2000, die in der Saison 2010/11 in der Regionalliga West antreten. Der FC GĂŒtersloh 2000, der frĂŒher in der 2. Bundesliga antrat, spielt wie der SV Spexard in der sechstklassigen Westfalenliga. Der Frauenfußballverein FSV GĂŒtersloh 2009 spielt in der 2. Bundesliga.

Im Kreis GĂŒtersloh gibt es fĂŒnf 18-Loch GolfplĂ€tze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Die Bundesautobahn 2 (Dortmund–Hannover) ist im Kreis GĂŒtersloh ĂŒber die Anschlussstellen GĂŒtersloh, Rheda-WiedenbrĂŒck und Herzebrock-Clarholz zu erreichen, die Bundesautobahn 33 (Bielefeld–Paderborn) ĂŒber die Auffahrten Schloß Holte-Stukenbrock und Stukenbrock/Senne im SĂŒden und Borgholzhausen im Norden. Durch das Kreisgebiet verlaufen außerdem die Bundesstraßen 55 (Niederrhein–Ostwestfalen-Lippe ĂŒber Langenberg und Rheda-WiedenbrĂŒck, 61 (Ruhrgebiet–Bremen ĂŒber Rheda-WiedenbrĂŒck und GĂŒtersloh), 64 (MĂŒnsterland–Harz ĂŒber Herzebrock-Clarholz, Rheda-WiedenbrĂŒck und Rietberg) und 68 (Oldenburger MĂŒnsterland–Warburger Börde ĂŒber Halle (Westf.)). Die B 513 fĂŒhrt von Sassenberg nach GĂŒtersloh.

Schienenverkehr

Das Kreisgebiet wird in west-östlicher Richtung von der fĂŒr den Personen- und GĂŒterverkehr bedeutenden Hauptstrecke Ruhrgebiet–Hannover–Berlin (siehe Bahnstrecke Hamm–Minden) durchquert. Von ihr zweigen mehrere ĂŒberwiegend eingleisige Nebenstrecken ab: die Bahnstrecke OsnabrĂŒck–Bielefeld Haller Willem, die Sennebahn Bielefeld–Paderborn und die Warendorfer Bahn Rheda-WiederbrĂŒck–MĂŒnster. Außerdem betreibt die Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) fĂŒr den GĂŒterverkehr die Strecke IbbenbĂŒren–Hövelhof. Es gibt im Personennahverkehr Planungen fĂŒr eine Teilreaktivierung dieser Strecke.

Radverkehr

Mehrere Radfernwege und lokale Radwege durchqueren das Kreisgebiet, beispielsweise die Wellness-Route, der Emsradweg, der Werseradweg und die BahnRadRouten Teuto-Senne und Hellweg-Weser. An einigen Bahnhöfen, unter anderem GĂŒtersloh Hbf, Halle (Westf) und Rheda-WiedenbrĂŒck, gibt es Fahrradstationen.

Flugverkehr

Es gibt in GĂŒtersloh einen britischen MilitĂ€rflugplatz. Der nĂ€chste internationale Flughafen ist der Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Medien

Tageszeitungen

Im Kreis GĂŒtersloh erscheinen die Neue WestfĂ€lische (besonders auflagenstark in GĂŒtersloh), die Glocke (besonders auflagenstark im SĂŒdkreis) und das Westfalen-Blatt, das in regionalen Ausgaben etwa als „Versmolder Anzeiger“ oder „Verler Zeitung“ erscheint. Im Nordkreis (Halle, Borgholzhausen, Versmold, Steinhagen, Werther) ist das Haller Kreisblatt verbreitet. Im Ă€ußersten SĂŒden des Kreises (Rietberg) wird auch die in Lippstadt erscheindende Tageszeitung Der Patriot gelesen.

Stadtmagazine

In allen StĂ€dten und Gemeinden des Kreises außer Borgholzhausen erscheinen Stadtmagazine bzw. AnzeigenblĂ€tter:

  • GĂŒtersloh: Bonewie, Der Isselhorster, Der Kattenbote, GT Extra, GT-Info, guetsel.de
  • Halle: Haller Willem, Halle erleben
  • Harsewinkel: Emskurier, Marktplatz Harsewinkel
  • Harsewinkel-Greffen; Der Spoekenkieker(kreisgrenzenĂŒberschreitendes Lokalmagazin Sassenberg/Kreis WAF)
  • Herzebrock-Clarholz: Markt und Gemeinde, aha-Magazin
  • Langenberg: Trend, aha-Magazin
  • Rheda-WiedenbrĂŒck: Das StadtgesprĂ€ch, aha-Magazin
  • Rietberg: Rietberger Stadtanzeiger, Emsblatt
  • Schloß Holte-Stukenbrock: Der Stadt-Anzeiger, SenneFORUM, Stadtjournal SHS
  • Steinhagen: Steinhagen erleben, Steinhagener Schaufenster
  • Verl: Verler Leben, Verler Magazin
  • Versmold: Versmold erleben, Der Spoekenkieker(kreisgrenzenĂŒberschreitendes Lokalmagazin Sassenberg/Kreis WAF)
  • Werther: Werther Aktuell, Werther erleben

Radio und Fernsehen

Der lokale Rundfunksender heißt Radio GĂŒtersloh, produziert tagsĂŒber mehr als sechs Stunden eigenes Programm mit Nachrichten und Reportagen aus dem gesamten Kreis GĂŒtersloh und schaltet ansonsten in das Rahmenprogramm von Radio NRW. Lokale Nachrichten gibt es stĂŒndlich von 6:30 bis 19:30 Uhr. Zu empfangen ist der Sender im Kreisgebiet ĂŒber drei terrestrische UKW-Frequenzen sowie ĂŒber die Kabel-Frequenz 97,2.

Einen Offenen Kanal fĂŒr den Kreis GĂŒtersloh gibt es nicht. Lokalnachrichten werden in der WDR-Sendung „OWL aktuell“ im Rahmen des TV-Magazins „Aktuelle Stunde“ gesendet.

AnsÀssige Unternehmen

Die grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber im industriellen und gewerblichen Sektor sind

Im Kreis GĂŒtersloh sind ca. 138.912 sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte registriert (Stand: Juni 2010). Sie verteilen sich vor allem auf folgende Branchen[8]:

  • Handel (20.228 BeschĂ€ftigte)
  • Maschinenbau (10.626)
  • Gesundheits- und Sozialwesen (10.487)
  • ErnĂ€hrungsgewerbe (9.099)
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (8.991)
  • Herstellung von Metallerzeugnissen, Metallerzeugung und -bearbeitung (8.481)
  • Verkehr (7.307)
  • Holzwaren und Möbel (7.167)
  • Bau (7.144)
  • Freiberufliche, wissenschaftliche, technische Dienstleistungen (7.016)
  • Information und Kommunikation, Verlage (4.527)
  • Finanzen und Versicherungen (2.645)
  • Druckindustrie (2.556)
  • Gummi und Kunststoff (2.335)
  • Gastgewerbe (2.316)

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt gibt es damit relativ viele Unternehmen aus der holzverarbeitenden-/der Möbelindustrie, aus der Lebensmittelbranche und aus der Druckindustrie. Relativ wenige Unternehmen gibt es im Gastgewerbe.

Im Kreis GĂŒtersloh lag das durchschnittliche verfĂŒgbare Einkommen der Privathaushalte 2008 bei 22.375 Euro und damit deutlich ĂŒber dem Durchschnitt in Ostwestfalen-Lippe (20.477 Euro), Nordrhein-Westfalen (19.837 Euro) und Deutschland (18.974 Euro). Das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbsperson lag 2008 bei 63.383 Euro (zum Vergleich: OWL 58.496 Euro, NRW 63.011 Euro, Deutschland 61.963 Euro). [9] Die Kaufkraftkennziffer lag 2008 mit 102,6 um 2,6 Prozentpunkte ĂŒber dem Bundesdurchschnitt (= 100), wobei es die höchsten Werte in Steinhagen (106,5) , GĂŒtersloh (104) und Verl (103,6), die niedrigsten in Versmold (99,2), Harsewinkel (99,5) und Borgholzhausen (99,7) zu verzeichnen gab.

Exportquote

Die Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe betrĂ€gt 34 %. Im Vergleich dazu lag die Bundesweite Quote bei 43 % (Stand: 2007).[8]

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2011 bei 4,2 % nach 4,9 % im Oktober 2010, 5,0 % im Oktober 2009 und 4,3 % im Oktober 2008[10]. Damit lag die Arbeitslosenquote im Oktober 2011 um 3,5 Prozentpunkte niedriger als in Nordrhein-Westfalen (7,7 %[11]) und um 2,3 Prozentpunkte niedriger als im Bundesmittel (6,5 %[12])

Im Dezember 2008 waren 25,97 % aller Arbeitsloser lĂ€nger als ein Jahr arbeitslos. Im Vergleich dazu betrĂ€gt die Langzeitarbeitslosigkeit in ganz Deutschland 32,1 % und in NRW sogar 36,83 %.[8]

Literatur

  • Matthias E. Borner: Pölter, Plörre und Pinöckel – Grundwortschatz zum Überleben im Kreis GĂŒtersloh. Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004; ISBN 3-00-014249-5
  • Matthias E. Borner: Pölter, Plörre und Pinöckel 2 – Aufbauwortschatz fĂŒr wissbegierige NeubĂŒrger in GĂŒtersloh. Verlagsunion Vox Rindvieh, 2006; ISBN 3-00-018120-2
  • Friedrich Fischer: Heimatjahrbuch Kreis GĂŒtersloh. Flöttmann, jĂ€hrliches Periodikum
  • Rudolf Grothues, Heinz Heineberg, Rolf Lindemann (Hrsg.): Der Kreis GĂŒtersloh. StĂ€dte und Gemeinden in Westfalen, Bd. 11. Geographische Kommission fĂŒr Westfalen/LWL. Aschendorff Verlag, MĂŒnster, 2009. ISBN 978-3-402-14937-9.
  • Wolfgang Knott: Die Kirchen im Kreis GĂŒtersloh. Rhode Druck und Verlag, 1979
  • Hagen Kraak: Kreis GĂŒtersloh – Kultur und Landschaft. BrĂŒggershemke & Reinkemeier, 1990; ISBN 3-928370-00-6
  • Theres Sudbrock: Regionale IdentitĂ€t im Kreis GĂŒtersloh – Die Auswirkungen der Gebietsreform 1973. Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, 2004; ISBN 3-89534-498-2
  • o.V.: Typen + Typisches – Menschen und Produkte aus dem Kreis GĂŒtersloh. Verlag Kommunikation u. Wirtschaft, 2003; ISBN 3-88363-230-9
  • Literatur von Kreis GĂŒtersloh im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks

 Commons: Kreis GĂŒtersloh â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ Quelle: [1]
  3. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  4. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Sonderreihe zur VolkszĂ€hlung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bevölkerung, Privathaushalte und ErwerbstĂ€tige. DĂŒsseldorf 1989, S. 110.
  5. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  6. ↑ § 4 der Hauptsatzung des Kreises GĂŒtersloh
  7. ↑ a b Borner, GĂŒthenke: StadtfĂŒhrer GĂŒtersloh, Bielefeld, 2010, S. 13
  8. ↑ a b c Statistikbericht Kreis GĂŒtersloh der pro Wirtschaft GT, April 2011
  9. ↑ pro Wirtschaft GT:Strukturbericht 2011
  10. ↑ Bundesagentur fĂŒr Arbeit: Statistik nach Regionen - Kreis GĂŒtersloh
  11. ↑ Bundesagentur fĂŒr Arbeit: SchnellĂŒbersichten - Oktober 2011 - Bundesland Nordrhein-Westfalen
  12. ↑ Bundesagentur fĂŒr Arbeit: SchnellĂŒbersichten - Oktober 2011 - Bundesrepublik Deutschland

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