Kreis Viersen

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Kreis Viersen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Viersen Deutschlandkarte, Position des Kreises Viersen hervorgehoben
51.286.33
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: D√ľsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Viersen
Fl√§che: 563,25 km¬≤
Einwohner:

300.417 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 533 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: VIE
Kreisschl√ľssel: 05 1 66
Kreisgliederung: 9 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Rathausmarkt 3
41747 Viersen
Webpräsenz: www.kreis-viersen.de
Landrat: Peter Ottmann (CDU)
Lage des Kreises Viersen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen M√ľlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann D√ľsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg M√∂nchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis D√ľren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna M√§rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen K√∂ln St√§dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis St√§dteregion Aachen Kreis Euskirchen M√ľnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Kreis H√∂xter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-L√ľbbecke BielefeldKarte
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Der Kreis Viersen liegt am Niederrhein im Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Er geh√∂rt zum Regierungsbezirk D√ľsseldorf und ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland. Sitz des Kreises ist die Stadt Viersen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kreisgebiet

Die Gesamtfl√§che des Kreisgebietes betr√§gt 563,29 km¬≤. Die maximale Ausdehnung misst in Nord-S√ľd-Richtung 28,7 km, in West-Ost-Richtung 39,0 Kilometer; die Kreisgrenze ist 148 Kilometer lang. Die h√∂chste Erhebung im Kreisgebiet sind die S√ľchtelner H√∂hen mit 90,70 m.

Landschafts- und Naturschutzgebiete

  • 18.190 ha (32,6 %) sind Landschaftsschutzgebiete und
  • 4.263 ha (7,57 %) sind Naturschutzgebiete.

Dazu geh√∂ren: die Krickenbecker Seen, das Elmpter Schwalmbruch, die Heidemoore, der L√ľsekamp und Boschbeek, die Grasheide und M√ľlhausener Benden, die S√ľchtelner H√∂hen, das Salbruch und die Bockerter Heide sowie der Naturpark Schwalm-Nette als Teil des Deutsch/Niederl√§ndischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette.

Gewässer

Kreisangehörige Gemeinden

Der Kreis Viersen gliedert sich in neun kreisangeh√∂rige Gemeinden, von denen vier Mittlere kreisangeh√∂rige St√§dte und eine Gro√üe kreisangeh√∂rige Stadt sind. F√ľr ihre √∂rtlichen Angelegenheiten sind die Gemeinden grunds√§tzlich selbst zust√§ndig, w√§hrend der Kreis f√ľr kleinere Kommunen √∂rtliche und ansonsten √ľber√∂rtliche Aufgaben √ľbernimmt.

Im Landesentwicklungsplan von NRW sind alle St√§dte des Kreises sowie Schwalmtal als Mittelzentren ausgewiesen, die √ľbrigen Gemeinden sind Grundzentren.

(In Klammer die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2010[2])

Städte

  1. Kempen, Mittlere kreisangehörige Stadt (35.890)
  2. Nettetal, Mittlere kreisangehörige Stadt (41.736)
  3. Tönisvorst, Mittlere kreisangehörige Stadt (29.699)
  4. Viersen, Große kreisangehörige Stadt (75.360)
  5. Willich, Mittlere kreisangehörige Stadt (51.949)

Gemeinden

  1. Br√ľggen (15.871)
  2. Grefrath (15.564)
  3. Niederkr√ľchten (15.336)
  4. Schwalmtal (19.012)
Kreis Viersen Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve Kreis Wesel Duisburg Krefeld Rhein-Kreis Neuss M√∂nchengladbach Kreis Heinsberg Niederlande Nettetal T√∂nisvorst Grefrath Niederkr√ľchten Br√ľggen Viersen Willich Kempen SchwalmtalMunicipalities in VIE.svg
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Nachbarkreise bzw. -städte

Der Kreis Viersen grenzt im Norden an den Kreis Kleve, im Osten an die kreisfreie Stadt Krefeld und den Rhein-Kreis Neuss, im S√ľden an die kreisfreie Stadt M√∂nchengladbach und den Kreis Heinsberg sowie im Westen mit einer L√§nge von 37 km an die niederl√§ndische Provinz Limburg.

Geschichte

1970 erfolgte eine umfassende kommunale Neugliederung des Kreises Kempen-Krefeld. Aus den vormals selbst√§ndigen St√§dten D√ľlken, S√ľchteln und Viersen sowie der Gemeinde Boisheim wurde die neue "Stadt Viersen". Die vorher kreisfreie Stadt Viersen wurde in den Kreis eingegliedert, die dann zur Stadt Meerbusch geh√∂renden Gemeinden im Osten gelangten an den Kreis Neuss. Aus den √ľbrigen 26 Gemeinden wurden acht neue St√§dte und Gemeinden gebildet.

Der Kreis Viersen entstand 1975 durch eine Umbenennung des Kreises Kempen-Krefeld, wobei der Kreissitz von Kempen nach Viersen verlegt wurde. Dabei wurde auch die Gemeinde Niederkr√ľchten aus dem Kreis Heinsberg eingegliedert und der zu Kempen geh√∂rende Stadtteil H√ľls zur Stadt Krefeld ausgegliedert. Vor√ľbergehend bis zum Einzug in das neue Kreishaus 1984 blieb die Kreisverwaltung allerdings noch in der alten Kreisstadt Kempen.

Politik

Kreistagswahl 2009
Wahlbeteiligung: 54,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
46,8%
23,0%
12,2%
11,2%
3,5%
3,3%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,7%
-4,3%
+1,1%
+0,3%
+3,5%
+3,0%

Oberkreisdirektoren des Kreises Viersen

  • 1975‚Äď1984:  Rudolf H. M√ľller
  • 1984‚Äď1989:  Heinz-Josef Vogt
  • 1989‚Äď1999:  Hans-Christian Vollert

Landräte des Kreises Viersen

  • 1975‚Äď1999:  Hanns Backes
  • 1999‚Äď2004:  Hans-Christian Vollert (hauptamtlich)
  • seit 2004 Peter Ottmann (hauptamtlich)

Wappen

In dem Wappen, das nach der Umbenennung vom Kreis Kempen-Krefeld √ľbernommen wurde, ist das Kreuz als Hoheitszeichen des Kurf√ľrsten von K√∂ln mit dem schwarzen L√∂wen als Wappenbild des Herzogs von J√ľlich und dem goldenen L√∂wen als Wappenbild des Herzogs des Herzogtums Geldern vereinigt. Bis zum Ende des Alten Reiches unterstand das Gebiet des Kreises Viersen diesen Landesherren.

Partnerschaft

Seit 1983 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Kreis Viersen und der englischen Grafschaft Cambridge. Dem offiziellen Partnerschaftsabkommen gingen mehr als zehnj√§hrige erfolgreiche Bem√ľhungen um Kontakte zwischen Vereinen, Schulen und Gruppen voraus. Somit besiegelte die Partnerschaftsfeier zahlreiche langj√§hrige Kontakte, f√ľr die die Verwaltungschefs Rudolf H. M√ľller (Kreis Kempen-Krefeld/Kreis Viersen) und John K. Barratt (Grafschaft Cambridgeshire) sich an vorderster Stelle eingesetzt haben.[3]

Sequoiafarm Kaldenkirchen im Grenzwald
New Star von Mark di Suvero (Skulpturensammlung Viersen)
Festhalle Viersen

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Im Kreisgebiet befinden sich vereinzelt sichtbare Reste des ehemaligen Westwalls sowie Ruinen des Fliegerhorstes Venlo-Herongen aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch Spuren und Reste von Napoleons Grand Canal du Nord sind noch erkennbar.

Das Schloss Neersen ist von einem großen Park umgeben.

In der Skulpturensammlung Viersen, die die St√§dtische Galerie im Park umgibt, befinden sich u. a. Objekte von Anthony Cragg, Erwin Heerich, Roberto Matta, Karl Horst H√∂dicke und der New Star von Mark di Suvero.

Die Festhalle Viersen ist ein weit √ľber den Kreis hinaus bekanntes Auff√ľhrungsgeb√§ude f√ľr Theater und Konzerte sowie der Austragungsort der Billard-Weltmeisterschaft Dreiband f√ľr Nationalmannschaften und Veranstaltungsort eines j√§hrlich stattfindenden internationalen Jazz-Festivals.

Die Amateurtheaterszene ist vielf√§ltig: Neben Volkstheater wird klassische Literatur, Kabarett und das ‚Äěmoderne Drama‚Äú geboten. Beispielhaft seien hier das Nettetaler Theater unterm Dach sowie die Volksb√ľhne Viersen und die Spielschar Br√ľggen genannt.

Im Kaldenkirchener Grenzwald bei Nettetal liegen das Naturschutzgebiet der Heidemoore, das Arboretum bzw. die Biologische Station Sequoiafarm sowie der Geo-hydrologische Wassergarten. Im Naturpark Schwalm-Nette liegen zahlreiche ehemalige Wasserm√ľhlen, die heute √∂ffentlich zug√§nglich (Restaurants/Hotels) sind.

Am Krickenbecker See liegen das Schloss Krickenbeck (nicht zugänglich), das Textilmuseum Die Scheune und ein Infozentrum.[4]

Im Kreis wohnen zahlreiche Kulturschaffende, u. a. der K√ľnstler Georg Ettl, der Jazzmusiker Ali Haurand und die Autoren Paul E√üer, Herbert Sleegers und Peter Klusen sowie die Verlegerin und Autorin Iris Kater.

J√ľdische Friedh√∂fe

F√ľr den Kreis Viersen sind 22 J√ľdische Friedh√∂fe dokumentiert: in Br√ľggen (3), in Grefrath (1), in Kempen (1), in Nettetal (3), in Schwalmtal (3), in T√∂nisvorst (2), in Viersen (5) und in Willich (4). [5]. Es sind sch√ľtzenswerte Kulturdenkm√§ler ‚Äď steinerne Zeugen f√ľr ehemals existierende j√ľdische Gemeinden und eines regen j√ľdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Infrastruktur und Wirtschaft

Schienen- und Busverkehr

Im Schienenpersonennahverkehr verkehren

der Rhein-Haard-Express (RE 2) von M√∂nchengladbach √ľber Viersen, Krefeld, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen nach M√ľnster,
der Niers-Express (RE 10) von Kleve √ľber Kempen, Krefeld nach D√ľsseldorf,
der Maas-Wupper-Express (RE 13) von Venlo √ľber Viersen, M√∂nchengladbach, D√ľsseldorf, Wuppertal, Hagen nach Hamm,
die Rhein-Niers-Bahn (RB 33) von Aachen √ľber M√∂nchengladbach, Viersen, Krefeld, Duisburg nach Wesel.

Im Straßenpersonennahverkehr verkehrt die einzige Straßenbahnlinie im Kreis von Tönisvorst-St. Tönis in das benachbarte Krefeld. Bei den Busverbindungen ist werktags und Samstags vormittags der Stundentakt vorherrschend. Anschließend, sowie Sonn- und Feiertags gibt es oftmals nur einen Zwei-Stunden-Takt.

Den Regionalbusverkehr im Kreis Viersen betreiben die SWK MOBIL sowie der Busverkehr Rheinland (BVR). Hauptbetreiber des Personennahverkehrs in der Stadt Viersen ist die niederrheinwerke viersen mobil GmbH, die aber kaum √ľber die Stadtgrenzen hinaus Verbindungen betreibt. Einzelne Linien (in Waldniel, Elmpt, Willich, Viersen-S√ľchteln, Grefrath) betreibt auch die Niederrheinische Versorgung und Verkehr (M√∂Bus) aus M√∂nchengladbach.

F√ľr den gesamten √ĖPNV gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraum√ľberschreitend der NRW-Tarif.

Straßen

Der Kreis Viersen ist an die Bundesautobahnen 40, 44, 52 und 61 angebunden. Au√üerdem wird das Kreisgebiet noch durch mehrere Bundesstra√üen erschlossen, u. a. durch die B 7 und die B 9.

Wirtschaft

Die Wirtschaft im Kreis Viersen ist sehr vielseitig. Neben High-Tech-Industrie (u. a. in Viersen) und Dienstleistungen ist die Landwirtschaft im Kreis ein immer noch ein optisch sehr markanter Wirtschaftszweig, in dem jedoch nur ca. 1 Prozent der sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigten arbeiten.

Literatur

  • Der Kreis Viersen. Hrsg.: Oberkreisdirektor Rudolf H. M√ľller, Stuttgart 1978, ISBN 3-8062-0184-6.

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. ‚ÜĎ Entscheiden und gestalten. Ein Vierteljahrhundert Zeitgeschichte. Schriftenreihe des Kreises Viersen Bd. 34, 1984
  4. ‚ÜĎ [1]
  5. ‚ÜĎ KREIS VIERSEN. In: √úbersicht √ľber alle Projekte zur Dokumentation j√ľdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung - Regierungsbezirk D√ľsseldorf

Weblinks

 Commons: Kreis Viersen ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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