Kreis Wesel

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Kreis Wesel
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Wesel Deutschlandkarte, Position des Kreises Wesel hervorgehoben
51.6269444444446.6183333333333
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: D√ľsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Wesel
Fl√§che: 1.042,47 km¬≤
Einwohner:

468.619 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 450 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WES
Kreisschl√ľssel: 05 1 70
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Reeser Landstraße 31
46483 Wesel
Webpräsenz: www.kreis-wesel.de
Landrat: Ansgar M√ľller (SPD)
Lage des Kreises Wesel in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen M√ľlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann D√ľsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg M√∂nchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis D√ľren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna M√§rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen K√∂ln St√§dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis St√§dteregion Aachen Kreis Euskirchen M√ľnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Kreis H√∂xter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-L√ľbbecke BielefeldKarte
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Der Kreis Wesel liegt in Nordrhein-Westfalen am unteren Niederrhein und am Nordwestrand des Ruhrgebiets. Er geh√∂rt zum Regierungsbezirk D√ľsseldorf und ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland, im Regionalverband Ruhr und in der Euregio Rhein-Waal. Sitz des Kreises ist die Stadt Wesel.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Räumliche Lage

Der Kreis Wesel mit seiner Gesamtfl√§che von 1.042,4 km¬≤ bei einem Durchmesser zwischen 45 und 48 km ist ein Landkreis des Niederrheins und gleichzeitig Bindeglied zwischen der Metropolregion Rhein-Ruhr und den Niederlanden. 45 Prozent des Kreisgebiets (die St√§dte Dinslaken, Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Voerde und Wesel) geh√∂ren zur Ballungsrandzone, in welcher rund 80 Prozent der Einwohner des Kreises leben. In besonderem Ma√üe wird die Entwicklung des Kreises jedoch durch seine Lage beiderseits des Rheins bestimmt. Die koordinierte Nutzung der Rheinschiene war das wesentliche Argument f√ľr die Bildung rhein√ľberschreitender Kreise 1975. Der Kreis Wesel hat mit 44 km links- und 30 km rechtsrheinischem Ufer den gr√∂√üten Anteil am Rhein in Nordrhein-Westfalen. Lippe und Wesel-Datteln-Kanal (L√§nge im Kreisgebiet je 23 km) m√ľnden in Wesel in den Rhein.

Kreisangehörige Gemeinden

Der Kreis Wesel gliedert sich in 13 kreisangehörige Gemeinden, von denen sechs Mittlere kreisangehörige Städte und drei Große kreisangehörige Städte sind.

(In Klammern die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2010[2])

Städte

  1. Dinslaken, Große kreisangehörige Stadt (69.472)
  2. Hamminkeln, Mittlere kreisangehörige Stadt (27.711)
  3. Kamp-Lintfort, Mittlere kreisangehörige Stadt (38.394)
  4. Moers, Große kreisangehörige Stadt (105.506)
  5. Neukirchen-Vluyn, Mittlere kreisangehörige Stadt (27.579)
  6. Rheinberg, Mittlere kreisangehörige Stadt (31.587)
  7. Voerde (Niederrhein), Mittlere kreisangehörige Stadt (37.406)
  8. Wesel, Große kreisangehörige Stadt (60.750)
  9. Xanten, Mittlere kreisangehörige Stadt (21.572)

Gemeinden

  1. Alpen (12.772)
  2. H√ľnxe (13.591)
  3. Schermbeck (13.683)
  4. Sonsbeck (8596)
Bottrop Duisburg Essen Krefeld Kreis Borken Kreis Kleve Kreis Recklinghausen Kreis Viersen M√ľlheim an der Ruhr Oberhausen Alpen (Gemeinde) Dinslaken Hamminkeln H√ľnxe Kamp-Lintfort Moers Neukirchen-Vluyn Rheinberg Schermbeck Sonsbeck Voerde (Niederrhein) Wesel XantenMunicipalities in WES.svg
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Landschaft und Natur

W√§hrend des Terti√§rs wurde das Kreisgebiet bis in die K√∂lner Bucht hinein vom Meer √ľbersp√ľlt, so dass sich bis zu 300 m m√§chtige Ton- und Sand-Sedimente ablagerten, die im √∂stlichen Kreisgebiet zum Teil noch heute abgebaut werden. Einige der nicht wiederbef√ľllten Tongruben haben sich zu wertvollen Lebensr√§umen entwickelt, wie beispielsweise das heutige Naturschutzgebiet Lichtenhagen bei Schermbeck.

Im Verlauf des Quart√§rs bildeten sich im weit verzweigten Flusssystem des Rheins Kies- und Sandablagerungen, die heute noch als Terrassen erkennbar sind. W√§hrend der ersten Kaltzeit entstand eine erste Hauptterrasse, die bis an die √∂stliche Kreisgrenze heranreichte und sich im Westen bis zur Maas erstreckte. Die folgenden Kaltzeiten formten die √ľberwiegend aus Kies und Sand entstandene Niederterrasse, die heute weite Teile des niederrheinischen Tieflands einnimmt und insbesondere zur Kiesf√∂rderung genutzt wird. Weiterhin entstanden Endmor√§nen wie die ‚ÄěSonsbecker Schweiz‚Äú bei Sonsbeck, die ‚ÄěHees‚Äú bei Xanten und die Binnend√ľnen im ‚ÄěDiersfordter Wald‚Äú bei Wesel.

Die als Kendel und Leyen bezeichneten einstigen Rheinverl√§ufe und B√§che sind ebenso wie die als Donken bezeichneten Erhebungen typische Landschaftsbilder im Kreisgebiet. W√§hrend des 18. Jahrhunderts wurde der Rhein nach und nach begradigt und im gesamten Kreisgebiet Deiche angelegt, wodurch weite Teile der zuvor zwischen 4 und 6 km breiten Rheinaue vom Rhein und dessen √úberflutungen abgeschnitten wurden und vertrockneten. Auch einige der damaligen Rheinschlingen wurden hierdurch vom Flusslauf getrennt und sind teils bis heute erhalten geblieben, ebenso wie wenige als ‚ÄěMeere‚Äú bezeichnete Altw√§sser des Rheins, die wie das ‚ÄěBislicher Meer‚Äú √ľberwiegend als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Eine der nur zwei noch weitgehend intakten Auenlandschaften im Kreisgebiet bildet das Naturschutzgebiet Bislicher Insel mit dem Xantener Altrhein, die zweite Auenlandschaft findet sich im Naturschutzgebiet ‚ÄěLippeaue‚Äú bei Schermbeck. Der Gro√üteil der einstigen Rheinauen wird heute durch Deichvorland eingenommen, die √ľberwiegend als Gr√ľnfl√§chen landwirtschaftlich genutzt werden.

Im Kreisgebiet existieren 73 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfl√§che von 131 km¬≤. Die verbliebenen Auen und die Deichvorlande dienen heute als bedeutendes √úberwinterungsgebiet f√ľr √ľber 60.000 arktische Wildg√§nse und -enten. Rund 40 in der Roten Liste gef√ľhrte Vogelarten nisten in diesen Gebieten. Aufgrund dieser gro√üen Bedeutung als Lebensraum sind weite Teile der einstigen Rheinaue in den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg als Feuchtgebiet ‚ÄěUnterer Niederrhein‚Äú und als gleichnamiges Vogelschutzgebiet gesch√ľtzt, um insbesondere die landwirtschaftliche Nutzung und die F√∂rderung von Kies, Sand, und Salzen in diesen Gebieten zu reduzieren. Auch in anderen Teilen des Kreisgebietes waren fr√ľher ausgedehnte Feucht- und Wiesengebiete vorhanden, von denen aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung nur noch wenige, wie beispielsweise das Naturschutzgebiet ‚ÄěDingdener Heide‚Äú, erhalten blieben.

Weitere Naturschutzgebiete wurden in den im Kreisgebiet √§u√üerst selten gewordenen Heidelandschaften eingerichtet, wie die ‚ÄěLoosenberge‚Äú bei Schermbeck und die Kaninchenberge bei H√ľnxe. Weiterhin steht eine Vielzahl an Heidemooren unter Naturschutz, so zum Beispiel die Gebiete Schwarzes Wasser, ‚ÄěSchnepfenberg‚Äú, Gro√ües Veen und die ‚ÄěAaper Vennekes‚Äú. Um den Schutz von Natur und Landschaft weiterhin sicherzustellen, wurden zun√§chst Landschaftspl√§ne f√ľr die Bereiche H√ľnxe/Schermbeck, Hamminkeln und Sonsbeck/Xanten, bald darauf auch f√ľr die Bereiche Alpen/Rheinberg, Dinslaken/Voerde und Wesel festgesetzt.

Nachbarkreise bzw. -städte

Der Kreis Wesel grenzt im Norden an den Kreis Borken, im Osten an den Kreis Recklinghausen und die kreisfreie Stadt Bottrop, im S√ľdosten an die kreisfreie Stadt Oberhausen, im S√ľden an die kreisfreien St√§dte Duisburg und Krefeld sowie den Kreis Viersen und im Westen an den Kreis Kleve.

Geschichte

Der Kreis Wesel ist wie fast alle Kreise in Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 1975 im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms entstanden. Mit dem Niederrhein-Gesetz vom 9. Juli 1974 wurden wesentliche Teile der ehemaligen Kreise Dinslaken, Moers und Rees mit Teilgebieten der Kreise Borken und Recklinghausen zum neuen Kreis Wesel zusammengef√ľgt. Vorher war bereits zum 1. Juli 1969 in der 1. Phase der Neugliederung die Gebietsreform auf der Gemeindeebene teilweise vorweggenommen worden. F√ľr die Gebietsreform der Kreise wurde eine Reihe von Grunds√§tzen entwickelt, die auf eine Vergr√∂√üerung der bestehenden Einheiten abzielte. Als Mindestgr√∂√üe galten 150.000, in Verdichtungsgebieten sogar 200.000 Einwohner. Ansonsten waren die Grunds√§tze des Landesentwicklungsplans zu ber√ľcksichtigen, wonach die Kreise wirtschaftsr√§umliche Einheiten darstellen und in ihren Grenzen eine ausgewogene Vielfalt von Unterzentren und Mittelzentren haben sollten. Entwicklungsachsen durften nicht Grenzen sein, sondern sollten wegen der Interdependenz der beiderseitigen Nutzung quergeschnitten werden.

Auf diesen Grunds√§tzen basierend ist 1975 der neue Kreis Wesel mit einer Gesamtfl√§che von 1.042 km¬≤ und einer Einwohnerzahl von 412.000 gebildet worden. Nach der Einwohnerzahl war er damit der f√ľnftgr√∂√üte der 31 Kreise Nordrhein-Westfalens. Der Fl√§che nach liegt der Kreis Wesel mit 1042,4 km¬≤ oberhalb der damaligen nordrhein-westf√§lischen Durchschnittsgr√∂√üe von 973 km¬≤. Die Stadt Wesel wurde Sitz des neuen Kreises, obgleich Moers die Stadt mit der gr√∂√üten Einwohnerzahl im Kreis war, denn Wesel weist eine zentralere Lage auf und ist f√ľr die Einwohner der mit weniger Kompetenzen ausgestatteten Unterzentren leichter zu erreichen.

Zum Beginn des Jahres 2005 stellte die CDU-Fraktion im Kreistag den Antrag auf Umbenennung des Kreises Wesel in ‚ÄěNiederrhein-Kreis Wesel‚Äú zwecks Identifikations- und Tourismus-Ma√ünahme entsprechend dem Vorbild des Rhein-Kreises Neuss. In einer informellen Internet-Umfrage bis zum Ende des Jahres sprachen sich aber 1.579 von 2.884 Abstimmenden gegen die Umbenennung aus. Der Antrag wurde daraufhin zur√ľckgezogen.

Nachdem sich der Kreis Wesel durch den Verkauf seiner Aktienanteile an der RWE AG entschuldet hatte, forderten im April 2007 die Fraktionen von CDU, SPD, Gr√ľnen, FDP und UWW im Rat der Stadt Wesel die Aufl√∂sung des Kreises Wesel und die Verteilung der Aufgaben auf die einzelnen Kommunen, wodurch die Kreisumlage eingespart und somit nach Auffassung der Fraktionen Kosten gesenkt werden k√∂nnten. Zur Aufl√∂sung des Kreises w√§re allerdings die √Ąnderung der Landesverfassung n√∂tig, die den Kreisen Bestandsgarantien einr√§umt.

Zum Herbst 2007 bekr√§ftigten die Fraktionen der CDU, der FDP und der Gr√ľnen im Kreistag sowie die B√ľrgermeister einiger kreisangeh√∂rigen Gemeinden ihr Vorhaben, zum n√§chstm√∂glichen Termin, dem 20. Oktober 2009, aus dem Regionalverband Ruhr (RVR) auszutreten. Begr√ľndet wurde dies mit Zweifeln an der Wirtschaftlichkeit der Mitgliedschaft im RVR sowie der Bef√ľrchtung, als Teil des Ruhrverbandes eine untergeordnete, fremdbestimmte Rolle zu spielen. Die f√ľr den Austritt n√∂tige Zwei-Drittel-Mehrheit von 45 Stimmen des Kreistags wurde jedoch durch Gegenstimmen der SPD um drei Stimmen verfehlt.

Politik

Landrat

Landrat des Kreises Wesel ist Dr. Ansgar M√ľller (SPD).

Kreistag

Kreistagswahl 2009
Wahlbeteiligung: 54,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
37,6%
35,7%
11,0%
7,8%
5,1%
2,7%
VWG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/K√ľrzel
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,7%
-2,4%
+0,7%
+0,6%
+5,1%
-0,3%
VWG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/K√ľrzel

Die 66 Sitze im Kreistag verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei
Sitze nach der Wahl
Sitze heute
Christlich Demokratische Union
25
25
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
24
24
B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen
7
7
Freie Demokratische Partei
5
5
Die Linke
3
1
Vereinigte Wähler-Gemeinschaften (VWG)
2
3
Parteiloser
0
1

Bereits nach der ersten Kreistagssitzung verlie√ü ein Mitglied die Linke und wechselte zur VWG. Damit ver√§nderte sich die Verteilung der Mandate auf 2 f√ľr die Linke und 3 f√ľr die VWG.[3] Im Dezember 2010 verlie√ü eine weiteres Mitglied die Linke und arbeitet jetzt als fraktionslose Abgeordnete, dadurch verringert sich die Anzahl der Mandate f√ľr die Linke auf 1. [4]

SPD, Gr√ľne und VWG bilden eine Koalition.

Kreiswappen

Kreiswappen des Kreises Wesel

Das Wappen des Kreises Wesel zeigt eine in Silber (Wei√ü) dargestellte niederrheinische Kopfweide in gr√ľnem Feld. Die drei Wurzelans√§tze verweisen auf die drei Altkreise w√§hrend die 13 Zweige symbolisch die Verbundenheit mit den kreisangeh√∂rigen Gemeinden darstellen. Gleichzeitig soll das Wappen auf die vielen naturbelassenen Gebiete hindeuten und der Wille zum Ausdruck gebracht werden, dieses Landschaftsbild zu erhalten. Die Kopfweide pr√§gt in weiten Teilen das Bild der Kulturlandschaft Niederrhein. Das Wappen wurde am 14. Juli 1978 genehmigt.

Kreispartnerschaft

Die Grafschaft Durham im Nordosten Englands ist seit 1953 Partnerkreis des damaligen Kreises Moers und seit dessen Auflösung 1974 Partnerkreis des Kreises Wesel.

Demografie

Bevölkerungsentwicklung

Im gesamten Kreisgebiet ist seit Ende der 1990er Jahre ein leichter Bev√∂lkerungsr√ľckgang festzustellen. Binnen sechs Monaten von Dezember 2005 bis Juni 2006 fiel so die Einwohnerzahl des Kreises von 476.428 auf 475.993. Einzige Ausnahmen im Kreisgebiet waren dabei Hamminkeln, das nach einem kleinen Bev√∂lkerungsr√ľckgang von 2004 nach 2005 einen erneuten Anstieg verzeichnete, und Xanten, das als einzige Stadt im Kreisgebiet seit √ľber einem Jahrzehnt kontinuierlichen Zuwachs verzeichnet.

Amtliche Einwohnerzahlen am 31. Dezember:

Jahr   Einwohnerzahl
1995 465.454
1996 467.948
1997 469.980
1998 471.838
1999 473.367
2000 474.390
Jahr   Einwohnerzahl
2001 476.240
2002 477.906
2003 477.481
2004 477.164
2005 476.428
2006 475.433

Bevölkerungsstruktur

(Stand: 31. Dezember 2003)

Alter   Einwohner
< 7 5,33 %
7‚Äď15 11,55 %
16‚Äď24 9,81 %
25‚Äď45 28,43 %
46‚Äď65 26,79 %
> 65 18,09 %
 Ausl√§nderanteil
M√§nnlich 3,66 %
Weiblich 3,31 %
 Konfessionen
katholisch 39,64 %
evangelisch 34,70 %
sonstige 25,66 %

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Schienen- und Busverkehr

Der Kreis Wesel wird von drei Eisenbahnstrecken erschlossen:

der Rhein-Express (RE 5) Emmerich‚ÄďWesel‚ÄďOberhausen‚ÄďDuisburg‚ÄďD√ľsseldorf Flughafen‚ÄďD√ľsseldorf‚ÄďK√∂ln‚ÄďBonn‚ÄďKoblenz
die RegionalBahn ‚ÄěDer Weseler‚Äú (RB 35) Wesel‚ÄďOberhausen‚ÄďDuisburg, in der Hauptverkehrszeit von Emmerich nach D√ľsseldorf √ľber D√ľsseldorf Flughafen durchgebunden und
die Rhein-Niers-Bahn (RB 33) Wesel‚ÄďOberhausen‚ÄďDuisburg‚ÄďKrefeld‚ÄďM√∂nchengladbach verkehren
die RegionalBahn ‚ÄěDer Bocholter‚Äú (RB 32) Wesel‚ÄďBocholt verkehrt, und
die Regionalbahn ‚ÄěDer Niederrheiner‚Äú (RB 31) Xanten‚ÄďMoers‚ÄďDuisburg verkehrt.

Durchgef√ľhrt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW bzw. seit 2009 der NordWestBahn.

Im Straßenpersonennahverkehr erschließen folgende sechs Städteschnellbus-Linien das Kreisgebiet:

der SB 3 Wesel‚ÄďH√ľnxe‚ÄďDinslaken,
der SB 6 Wesel‚ÄďXanten,
der SB 10 Neukirchen-Vluyn‚ÄďDuisburg,
der SB 21 Wesel‚ÄďH√ľnxe‚ÄďSchermbeck‚ÄďDorsten,
der SB 28 Schermbeck‚ÄďDorsten‚ÄďGelsenkirchen und
der SB 30 Geldern‚ÄďKamp-Lintfort‚ÄďMoers‚ÄďDuisburg.

Die zwischen Dinslaken und Duisburg verkehrende Stra√üenbahn-Linie 903 und weitere Buslinien erg√§nzen das √∂rtliche und √ľber√∂rtliche Angebot.

F√ľr den gesamten √∂ffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein und tarifraum√ľberschreitend der NRW-Tarif

Straßen

Der Kreis Wesel wird von je sechs Bundesautobahnen und Bundesstraßen erschlossen:

Rhein√ľberschreitend existieren im Kreis Wesel

die Autofähre von Duisburg-Walsum nach Rheinberg-Orsoy bei Rheinstrom-km 793 und
von Ostern bis Oktober die Personenf√§hre ‚ÄěKeer Tr√∂ch II‚Äú von Wesel-Bislich nach Xanten bei Rheinstrom-km 823.

Zur √úberquerung der Lippe kann ebenfalls von Ostern bis Oktober die Gierseil-Personenf√§hre, der ‚ÄěQuertreiber‚Äú, in H√∂he des Umspannwerks der RWE Rhein-Ruhr AG benutzt werden.

Wasserstraßen und Häfen

Der Rhein und der Wesel-Datteln-Kanal bilden die Grundlage f√ľr vier im Kreisgebiet betriebene H√§fen:

  • den Hafen Orsoy (Rheinstrom-km 794) in Rheinberg-Orsoy
  • den Hafen Emmelsum (Rheinstrom-km 813 und Kanal-km 0) in Voerde
  • den Rhein-Lippe-Hafen (Rheinstrom-km 813 und Kanal-km 0) und
  • den St√§dtischen Rheinhafen (Rheinstrom-km 815) in Wesel.
  • den Rheinhafen ‚ÄěMomm‚Äú im Rheinberger Stadtteil Borth.

Medien

Das Lokalradio Radio K.W. (Radio Kreis Wesel) sendet sein Programm aus den Funkstudios im Berliner Tor-Center in Wesel. Es ist √ľber den Sender Wesel und den Moerser Fernmeldeturm im gesamten Kreisgebiet zu empfangen. Dar√ľber hinaus betreibt Radio K.W. in Kooperation mit den Volkshochschulen und dem F√∂rderverein Radio K.W. e. V. sechs Radiowerkst√§tten, in denen die Sendungen des B√ľrgerfunks produziert werden.

Sport

Zu den bedeutendsten Sportvereinen im Kreisgebiet z√§hlen der TV Voerde, dessen Damenmannschaft im Faustball neben einer Vielzahl nationaler und internationaler Titel den Weltpokal 2001 gewann, und der Moerser SC, der in der Volleyball-Bundesliga spielt und 1992 Deutscher Meister wurde. Der SV Schermbeck spielt als h√∂chstklassige Fu√üballmannschaft im Kreisgebiet in der f√ľnftklassigen NRW-Liga. Der TuS Xanten als Ausrichter des Nibelungen-Triathlons kann Erfolge in Leichtathletik- und Triathlon-Wettbewerben vorweisen.

Kultur

J√ľdische Friedh√∂fe

F√ľr den Kreis Wesel sind 14 J√ľdische Friedh√∂fe dokumentiert: in Alpen (1), in Dinslaken (2), in H√ľnxe (1), in Kamp-Lintfort (1), in Moers (1), in Rheinberg (2), in Schermbeck (1), in Sonsbeck (2), in Wesel (2) und in Xanten (1).[5]. Es sind sch√ľtzenswerte Kulturdenkm√§ler ‚Äď steinerne Zeugen f√ľr ehemals existierende j√ľdische Gemeinden und eines regen j√ľdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. ‚ÜĎ <http://www.derwesten.de/staedte/wesel/Wechsel-von-der-Linken-zur-VWG-id64698.html
  4. ‚ÜĎ http://www.dielinke-kreiswesel.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-16/artikel/die-linke-fordert-kreistagsmandat-zurueck/
  5. ‚ÜĎ KREIS WESEL. In: √úbersicht √ľber alle Projekte zur Dokumentation j√ľdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung - Regierungsbezirk D√ľsseldorf

Weblinks

 Commons: Kreis Wesel ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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