Angola

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Angola
RepĂșblica de Angola (port.)
Repubilika ya Ngola
(Kimbundu, Umbundu und Kikongo)

Republik Angola

Flagge Angolas
Wappen Angolas
Flagge Wappen
Wahlspruch: Virtus Unita Fortior
(lat. „Vereinigte Tapferkeit ist stĂ€rker“)
Amtssprache Portugiesisch, offizielle Landessprachen daneben Umbundu, Kimbundu, Kikongo, TuChokwe, Ngangela, Ukwanyama
Hauptstadt Luanda
Staatsform PrÀsidialrepublik[Anmerkung 1]
Staatsoberhaupt und Regierungschef José Eduardo dos Santos
FlĂ€che 1.246.700 kmÂČ
Einwohnerzahl 18.498.000[1]
Bevölkerungsdichte 14 Einwohner pro kmÂČ
Bruttoinlandsprodukt nominal (2009)[2] 68.755 Mio. US$ (62.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 3.972 US$ (93.)
Human Development Index 0,403 (146.)
WĂ€hrung 1 Kwanza = 100 Centimos
1 € = 130,1 AOA
100 AOA = 0,77 €
(Stand: 1. Nov 2011)
UnabhÀngigkeit von Portugal am 11. November 1975
Nationalhymne Angola Avante
Zeitzone WAT (UTC+1)
Kfz-Kennzeichen ANG
Internet-TLD .ao
Telefonvorwahl +244
Angola in its region.svg
Angola simplemap-de.svg

Angola (dt. Aussprache: aƋˈgoːla, port.: ɐƋˈgɔlɐ; auf Kimbundu, Umbundu und Kikongo Ngola genannt) [Anmerkung 2] ist ein Staat in SĂŒdwest-Afrika. Nationalfeiertag ist der 11. November, Tag der UnabhĂ€ngigkeit (1975). Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean. Die zu Angola gehörige Exklave Cabinda liegt im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo am Atlantik.

Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem östlich von Luanda gelegenen Vasallenstaat des historischen Kongoreiches ab. Die Region um Luanda erhielt diesen Namen im 16. Jahrhundert durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die an der dortigen KĂŒste anlandeten und ein PadrĂŁo (Plural: PadrĂ”es), ein steinernes Kreuz errichteten, als Zeichen der Inbesitznahme fĂŒr den portugiesischen König. Die Bezeichnung wurde Ende des 17. Jahrhunderts auf die Region um Benguela ausgedehnt, im 19. Jahrhundert dann auf das (damals noch nicht umgrenzte) Territorium, dessen koloniale Besetzung sich Portugal vornahm.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

→ Hauptartikel: Geographie Angolas

Die Republik Angola liegt zwischen 4° 22' und 18° 02' sĂŒdlicher Breite sowie 11° 41' und 24° 05' östlicher LĂ€nge. Das Land gliedert sich grob in eine schmale Niederung entlang der AtlantikkĂŒste, die in Richtung Osten, zum Landesinneren hin, zum Hochland von BiĂ© ansteigt: Es macht den grĂ¶ĂŸten Teil Angolas aus, ist im SĂŒden flach und in der Landesmitte bergig. Der höchste Berg ist der in diesem Hochland liegende MĂŽco mit 2619 m ĂŒber dem Meeresspiegel. Der Osten Angolas wird vom Sambesi durchflossen.

Klima

Angola ist in drei Klimazonen eingeteilt:

An der KĂŒste und im Norden des Landes ist es tropisch, das heißt, es gibt das ganze Jahr hohe Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 Â°C, nachts ist es nur unwesentlich kĂŒhler. Von November bis MĂ€rz ist Regenzeit. Das Klima wird stark durch den kĂŒhlen Benguelastrom (17–26 Â°C) beeinflusst, so dass Nebel hĂ€ufig ist. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 500 mm, im SĂŒden kaum bei 100 mm jĂ€hrlich.

Das Hochland im Zentrum und SĂŒden des Landes ist gemĂ€ĂŸigt-tropisch, es gibt vor allem im Winter deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. So liegen etwa in Huambo die Temperaturen im Juli zwischen 25 Â°C tagsĂŒber und 7–8 Â°C nachts, dazu kommt noch eine enorme Trockenheit. Ähnlich wie an der KĂŒste ist die Regenzeit von Oktober bis April. Es fallen im Schnitt rund 1000 mm Regen pro Jahr.

Im SĂŒdosten des Landes ist es ĂŒberwiegend heiß und trocken mit kĂŒhlen NĂ€chten im Winter und Hitze und gelegentlichen NiederschlĂ€gen im Sommer. Die JahresniederschlĂ€ge schwanken um 250 mm.

Flora und Fauna

Die "Schwarzen Steine" von Pungo Andongo in Malange

Die Vegetation reicht klimabedingt von tropischem Regenwald im Norden und in Cabinda ĂŒber Baumsavannen im Zentrum bis zur trockenen Grassavanne, die durchsetzt ist mit Euphorbien (WolfsmilchgewĂ€chsen), Akazien und AffenbrotbĂ€umen. Von Namibia ausgehend, zieht sich entlang der SĂŒdwestkĂŒste ein WĂŒstenstreifen. Die Fauna Angolas ist reich an Wildtieren, es finden sich Elefanten, Flusspferde, Geparden, Gnus, Krokodile, Strauße, Nashörner und Zebras. Die Ausweitung der Landwirtschaft, aber auch die Zerstörungen durch die BĂŒrgerkriege und der Handel mit Elfenbein gefĂ€hrden das Überleben vieler Arten.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung x1000

Zur Bevölkerung Angolas gibt es keine gesicherten Zahlen. Die Vereinten Nationen schĂ€tzen die Zahl auf weit ĂŒber 18 Millionen im Jahre 2009.[Anmerkung 3]

Ein akutes demografisches Problem, mit unabsehbaren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen, hat sich in Angola aus dem Kriegszustand ergeben, der sich ĂŒber vier Jahrzehnte hingezogen hat.[Anmerkung 4] Um 2000 war ein erheblicher Teil der Landbevölkerung in die StĂ€dte, in unwegsame Gebiete (Berge, Wald, Sumpfland) oder ins benachbarte Ausland (Namibia, Botswana, Sambia. Kongo-Kinshasa, Kongo-Brazzaville) geflohen. Entgegen allen Erwartungen ist es nach dem Friedensschluss nicht zu einem massiven RĂŒckfluss gekommen. Zwar ist ein Teil der Bevölkerung in ihre Ursprungsorte zurĂŒckgekehrt, aber - wie die Erhebungen der letzten Jahre zeigen[3] - per Saldo hat das Binnenland sogar weiter an Bevölkerung verloren und ist ĂŒber weite Strecken fast menschenleer. Dies hĂ€ngt nicht zuletzt damit zusammen, dass sich die Wirtschaft ganz ĂŒberwiegend auf den KĂŒstenstreifen konzentriert.

Volksgruppen

Karte der Volksgruppen in Angola, 1970
Ein "Quimbo", ein typisches Dorf entlang der Luanda-Uíge Überlandstrasse, Oktober 2008.

Die meisten Angolaner sind Bantu und gehören drei Ethnien an: mehr als ein Drittel sind Ovimbundu, ansĂ€ssig auf dem Zentralhochland, dem angrenzenden KĂŒstenstreifen und nunmehr ebenfalls stark prĂ€sent in allen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten auch außerhalb dieses Gebietes; ein knappes Viertel sind Ambundu (Sprache: Kimbundu), die in einem breiten Landstrich von Luanda bis Malanje ĂŒberwiegen; schließlich gehören 10 - 15% den Bakongo an, einem Volk, das im Westen von Kongo-Brazzaville und der Demokratischen Republik Kongo sowie im Nordwesten Angolas angesiedelt ist und nunmehr auch in Luanda eine starke Minderheit darstellt.[4]

ZahlenmĂ€ĂŸig kleinere Volksgruppen sind die Ganguela, eigentlich ein Konglomerat aus kleineren Gruppen Ostangolas, dann Nyaneka-Nkhumbi im SĂŒdwestens, die zumeist Hirtenbauern sind, die Ovambo (Ambo) und Herero SĂŒdangolas (mit Verwandten in Namibia) sowie die Tshokwe (einschließlich der Lunda) aus dem Nordosten Angolas (und SĂŒden der DR Kongo sowie Nordwesten Sambias), die im Verlaufe des letzten Jahrhunderts in kleinen Gruppen sĂŒdwĂ€rts gewandert sind. Einige kleine Gruppen im Ă€ußersten SĂŒdwesten werden als Xindonga bezeichnet. Schließlich gibt es noch residuale Gruppen der Khoisan (San), die verstreut in SĂŒdangola leben und nicht zu den Bantu gehören.

Etwa 2 % der Bevölkerung sind mestiços, also Mischlinge von Afrikanern und EuropĂ€ern. Die Portugiesen waren mit 320.000 bis 350.000 Menschen am Ende der Kolonialzeit die grĂ¶ĂŸte europĂ€ischstĂ€mmige Volksgruppe im Land.[5] Stark die HĂ€lfte von ihnen war im Lande geboren, nicht selten in der zweiten oder dritten Generation, und fĂŒhlten sich mehr Angola zugehörig als Portugal. Die anderen waren in der spĂ€tkolonialen Phase zugewandert oder als Angestellte/Beamte staatlicher Einrichtungen (einschließlich des MilitĂ€rs) nach dort versetzt worden. UnabhĂ€ngig hiervon flohen die meisten Portugiesen kurz vor oder nach der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung Angolas nach Portugal, Brasilien oder SĂŒdafrika, doch ist ihre Zahl inzwischen wieder auf mehr als 100.000 angewachsen, zu denen eine möglicherweise Ă€hnlich große Zahl anderer EuropĂ€er sowie Latein- und Nordamerikaner kommt.[6] Zu den EuropĂ€ern kommt inzwischen eine große, auf etwa 300.000 Menschen geschĂ€tzte Gruppe von Chinesen, die im Zuge einer Immigrationswelle nach Afrika kamen und kommen.[7] Bis 1974/75 lebten auch etwa 130 deutsche Familien (Angola-Deutsche) als Farmer oder Unternehmer im Land, vor allem in den Regionen um Huambo und Benguela; in der Stadt Benguela gab es seinerzeit sogar eine deutsche Schule. Fast alle haben seither aber das Land verlassen.

Die ethnischen Unterschiede haben, im Gegensatz zu anderen (afrikanischen und nichtafrikanischen) LĂ€ndern, in Angola nur in Maßen fĂŒr gesellschaftlichen ZĂŒndstoff gesorgt. Als Bakongo, die in den 1970er Jahren in den Kongo-Kinshase geflohen waren, sich bei ihrer RĂŒckkehr in hellen Scharen in Luanda niederließen, hat das zwar zu gegenseitigem „Fremdeln“ zwischen ihnen und den ansĂ€ssigen Ambundu gefĂŒhrt, nicht aber zu massiven oder gar gewalttĂ€tigen Konflikten. Als sich im BĂŒrgerkrieg Ambundu und Ovimbundu gegenĂŒberstanden, bekam dieser auf seinem Höhepunkt auch ethnische Untertöne; seit Frieden herrscht, sind diese deutlich abgeklungen. Bei Konflikten aller Art können solche Abgrenzungen aber wieder ins Spiel kommen. Außerdem ist das Problem der Rassenbeziehungen zwischen Schwarzen, Mischlingen und Weißen noch in keiner Weise ausgestanden, zumal es von der Politik her manipuliert wird und seinerseits die Politik bedingt.[8]

Sprachen

Fast alle der in Angola gesprochenen Sprachen gehören zur Bantu-Sprachfamilie. Portugiesisch ist Amtssprache in Angola und wird heute von etwa 30 % der Angolaner – vor allem in der Hauptstadt Luanda – auch als Muttersprache gesprochen; unter den afrikanischen Sprachen am weitesten verbreitet sind das Umbundu, von der ethnischen Gruppe Ovimbundu gesprochen), das Kimbundu der Ambundu und das Kikongo der Bakongo sowie dessen Kreolvariante Kituba (siehe oben).[9] Andere Sprachen sind Chilunga, Lingala, Ngangela, Oshivambo (Kwanyama, Ndonga), Otjiherero und Chokwe. In Angola werden insgesamt (je nach Einteilungskriterien) rund 40 verschiedene Sprachen/Idiome/Dialekte gesprochen.[10][11]

Religionen

Wallfahrtskirche „Nossa Senhora da Conceição“ aus dem 16. Jahrhundert am Rio Kwanza, November 2009.

In Angola gibt es knapp 1000 Religionsgemeinschaften.[12] Zur Anzahl der Mitglieder der Religionsgemeinschaften sind nur grobe SchĂ€tzungen möglich. Etwas mehr als die HĂ€lfte der Bevölkerung dĂŒrften AnhĂ€nger der römisch-katholischen Kirche sein. Rund ein Viertel gehören den wĂ€hrend der Kolonialzeit gegrĂŒndeten protestantischen Kirchen und Freikirchen an. Methodisten sind besonders im Gebiet von Luanda bis Malanje vertreten, Baptisten im Nordwesten und Luanda. In Zentralangola und den angrenzenden KĂŒstenstĂ€dten ist vor allem die "Igreja EvangĂ©lica Congregacional de Angola" ("Evangelisch-kongregationale Kirche Angolas") vertreten. Aus der Kolonialzeit stammen auch verschiedene kleinere Gemeinschaften, so Lutheraner (z.B. in SĂŒdangola) und Reformierte (vor allem in Luanda).[13] Dazu kommen Adventisten, neuapostolische Christen sowie (nicht zuletzt durch EinflĂŒsse aus Brasilien) seit der UnabhĂ€ngigkeit eine Vielfalt pfingstlich-charismatischer Freikirchen und die Zeugen Jehovas. Die neuen Gemeinschaften sind besonders in den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten entstanden und haben teilweise erheblichen Zulauf; dies gilt vor allem fĂŒr die "Igreja Unida do Reino de Deus" (IURD, Vereinigte Kirche des Reichs Gottes), die in Brasilien entstanden ist und sich von dort aus in die anderen portugiesischsprachigen LĂ€nder ausgebreitet hat.[14] Aufgrund von EinflĂŒssen aus SĂŒdafrika und Namibia hat sich in den 2000er Jahren ein kleiner Ableger der anglikanischen Kirche des sĂŒdlichen Afrika gebildet. Schließlich gibt es zwei christlich-synkretistische Gemeinschaften, die in der DR Kongo verwurzelten Kimbangisten [15] und die im kolonialen Angola entstandenen Tokoisten[16]. Nur noch ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung hĂ€ngt ausschließlich Naturreligionen an, aber unter den Christen finden sich nicht selten BruchstĂŒcke von Vorstellungen, die aus diesen Religionen stammen. Der Anteil der Muslime (fast alle sunnitisch) betrĂ€gt schĂ€tzungsweise 1-2%. Er setzt sich aus Einwanderern aus verschiedenen, meist afrikanischen LĂ€ndern zusammen, die aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit keine Gemeinschaft bilden. Saudiarabien bemĂŒht sich in letzter Zeit um eine Ausbreitung des Islam in Angola. So hat es jetzt angekĂŒndigt, dass es in Luanda die Errichtung einer islamischen UniversitĂ€t finanzieren wird.[17] Die katholische Kirche, die traditionellen protestantischen Kichen und die eine oder andere Freikirche unterhalten soziale Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, MĂ€ngel in der gesellschaftlichen oder staatlichen Versorgung auszugleichen. Die katholische Kirche und die traditionellen protestantischen Kirchen Ă€ußern sich gelegentlich zu politischen Fragen und finden dabei unterschiedliches Gehör.[18]

Soziales

Angolanische Kinder in einem Dorf

Gesundheitsversorgung

Die ErnĂ€hrungs- und Gesundheitssituation der angolanischen Bevölkerung ist grĂ¶ĂŸtenteils katastrophal. Nur rund 30 % der Bevölkerung haben Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung und nur 40 % haben Zugang zu ausreichend reinem Trinkwasser. JĂ€hrlich sterben tausende Menschen an eigentlich leicht heilbaren Krankheiten wie Durchfallerkrankungen oder AtemwegsentzĂŒndungen. Daneben sind Malaria, Meningitis, Tuberkulose und Erkrankungen durch Wurmbefall verbreitet. Die Infektionsrate mit HIV liegt nach SchĂ€tzungen von UNAIDS bei 2%[19] und damit fĂŒr die Region sehr niedrig. Als Grund hierfĂŒr wird die Abschottung des Landes wĂ€hrend des BĂŒrgerkrieges genannt.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist teilweise oder vollstÀndig von auslÀndischen Nahrungsmittelhilfen abhÀngig.

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fĂŒnf Jahren ist die zweithöchste der Welt, statistisch stirbt alle drei Minuten ein Kind in Angola. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung ist auch die Zahl der Frauen, die wĂ€hrend der Geburt sterben, extrem hoch. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 48,[20] bis 52,2[21] Jahren angegeben. Lepra bleibt in Angola eine große Sorge der Gesundheitsbehörden im Land. Im Jahr 2010 wurden insegamt 1.048 FĂ€lle dieser chronisch infektiösen Krankheit festgestellt.[22]

Bildungswesen

Schulklasse in Kuito

WĂ€hrend der Kolonialzeit wurde das Bildungswesen bis auf das letzte Jahrzehnt vernachlĂ€ssigt und war stets ein Instrument der Kolonialpolitik.[23] Nach der UnabhĂ€ngigkeit setzte ein systematischer Neubeginn an, bei dem die Zusammenarbeit mit Kuba eine wichtige Rolle spielte.[24] Der BĂŒrgerkrieg in Angola behinderte diese Anstrengungen sehr; er fĂŒhrte zur Zerstörung vieler Schulen und zum Tode oder zur Flucht zahlreicher Lehrer, vor allem auf dem Lande.[25] Der Aufbau eines neuen Bildungswesens wurde insgesamt jedoch fortgesetzt, besonders in den StĂ€dten, in denen sich nach und nach die HĂ€lfte der Bevölkerung konzentrierte. Seit dem Frieden 2002 wurden und werden große Anstrengungen unternommen, um die Situation zu verbessern und die enormen Defizite auszurĂ€umen. [26] In der gleichen Zeit begann in Angola eine Schulreform mit der Absicht, die Inhalte der Schule fĂŒr die Kinder relevanter zu machen und bessere Ergebnisse zu erzielen.

In Angola gehen weniger als zwei Drittel der Kinder im schulpflichtigen Alter zur Schule. In den Grundschulen wiederholen 54 % der Kinder eine oder mehrere Klassen. Wenn die Kinder die fĂŒnfte Klasse erreichen, gehen nur noch 6 % der Kinder ihrer Altersgruppe in die Schule. Diese hohe Schulabbrecherquote entspricht dem Mangel an Schulen mit fĂŒnfter und sechster Klasse.

In Zusammenarbeit mit dem angolanischen Bildungsministerium betreibt die Hilfsorganisation Ajuda de desenvolvimento de Povo para Povo em Angola sieben LehrerausbildungsstĂ€tten in Huambo, Caxito, Cabinda, Benguela, Luanda, Zaire und BiĂ©, die so genannten Escolas dos Professores do Futuro, an denen bis Ende 2006 mehr als 1000 Lehrer fĂŒr den Einsatz in den lĂ€ndlichen Gebieten ausgebildet wurden. Bis 2015 sollen acht weitere dieser LehrerausbildungsstĂ€tten eingerichtet und 8000 Lehrer ausgebildet werden.[27]

Das Hochschulwesen bestand bis in die spĂ€ten 1990er Jahre aus der staatlichen Universidade Agostinho Neto, deren etwa 40 FakultĂ€ten ĂŒber das ganze Land verteilt waren und sich insgesamt in einem schlechten Zustand befanden.[28] Daneben gab es lediglich noch die Universidade CatĂłlica de Angola (UCAN) in Luanda. Inzwischen gibt es (vor allem in Luanda) eine wachsende Anzahl privater UniversitĂ€ten. Zu nennen sind einmal die Universidade LusĂ­ada de Angola,[29], die Universidade LusĂłfona de Angola[30] und die Universidade Jean Piaget de Angola,[31] sĂ€mtlich mit engen Verbindungen zu den gleichnamigen UniversitĂ€ten in Portugal. Mit UnterstĂŒtzung einer Lissaboner UniversitĂ€t ist auch die Angola Business School entstanden.[32] Rein angolanische Initiativen sind die Universidade Privada de Angola,[33] seit kurzem auch die Universidade Metodista de Angola,[34] die Universidade Metropolitana de Angola,[35] die Universidade Independente de Angola,[36] die Universidade TĂ©cnica de Angola,[37] die Universidade GregĂłrio Semedo,[38] die Universidade Óscar Ribas,[39] die Universidade de Belas,[40] und das Instituto Superior de CiĂȘncias Sociais e RelaçÔes Internacionais.

Alle diese UniversitĂ€ten sind in Luanda angesiedelt, obwohl einige auch "pĂłlos" genannte Außenstellen in anderen StĂ€dten haben, so die Universidade Privada de Angola in Lubango, die Universidade LusĂłfona de Angola in Huambo und die Universidade Jean Piaget in Benguela. Im Sinne einer Dezentralisierung des Hochschulwesens war es jedoch entscheidend, dass 2008/9 aus der Universidade Agostinho Neto sechs RegionaluniversitĂ€ten mit je eigenem Namen ausgegliedert wurden, die die bestehenden FakultĂ€ten ĂŒbernahmen und meist weitere grĂŒndeten, und die innerhalb ihres jeweiligen ZustĂ€ndigkeitsgebiets in anderen StĂ€dten "pĂłlos" einrichteten. In Benguela entstand so die Universidade Katyavala Bwila, in Cabinda die Universidade 11 de Novembro, in Huambo die Universidade JosĂ© Eduardo dos Santos mit "pĂłlo" in BiĂ©, in Lubango die Universidade Mandume ya Ndemufayo mit "pĂłlo" in Ondjiva, in Malanje mit Saurimo und Lwena die Universidade Lueij A'Nkonde und in UĂ­ge die Universidade Kimpa Vita.

In den meisten FĂ€llen waren die Namensgeber afrikanische FĂŒhrungsfiguren aus vorkolonialer Zeit oder aus der Zeit des PrimĂ€rwiderstands gegen die koloniale Eroberung. SĂ€mtliche UniversitĂ€ten haben mit Aufbauschwierigkeiten zu kĂ€mpfen. Der ZustĂ€ndigkeitsbereich der Universidade Agostinho Neto wurde auf die Provinzen Luanda und Bengo beschrĂ€nkt. Die qualitativen UnzulĂ€nglichkeiten des Hochschulwesens sind durch diese Entwicklung jedoch bislang nur teilweise ĂŒberwunden worden. In Luanda haben aufgrund der Vielfalt der UniversitĂ€ten einige von ihnen mit einer abnehmenden Nachfrage zu kĂ€mpfen.

Geschichte

Königin Nzinga von Matamba verhandelt mit portugiesischen Kolonialherren
→ Hauptartikel: Geschichte Angolas

Die ersten Bewohner des heutigen Angola waren Khoisan, die spĂ€ter weitgehend von Bantu-Volksgruppen verdrĂ€ngt wurden. 1483 begann die Errichtung von portugiesischen Handelsposten an der KĂŒste, vor allem in Luanda und Hinterland, spĂ€ter auch in Benguela. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann die systematische Eroberung und Besetzung des heutigen Territoriums, die erst Mitte der 1920er Jahre abgeschlossen war. [41]

Von der Mitte der 1920er Jahre bis Anfang der 1960er Jahre war Angola einem "klassischen" Kolonialsystem unterworfen, das umso hÀrter war, als die Kolonialmacht Portugal damals unter der Diktatur Salazars lebte.[42]

Die wichtigste ökonomische Grundlage Angolas war bis zum Ende der Kolonialzeit die Landwirtschaft und Viehzucht, die sowohl in Großbetrieben von europĂ€ischen Siedlern stattfand als auch in den Familienbetrieben der Afrikaner. Die Förderung von Diamanten war fĂŒr den Kolonialstaat von zentraler Bedeutung. Eine weitere wichtige Komponente war der Handel. Zu einer bescheidenen Industrialisierung und Entwicklung des Dienstleistungssektors kam es erst in der spĂ€tkolonialen Phase, also in den 1960er und 1970er Jahren. In den 1950er Jahren wurden auf dem Festland Erdölvorkommen geortet, in den 1960er Jahren auch im Meer vor Cabinda, doch kam es erst ganz am Ende der Kolonialzeit zu einer Förderung grĂ¶ĂŸeren Ausmaßes.[43]

In den 1950er Jahre begann sich ein nationalistischer Widerstand zu formieren, der 1961 in einen bewaffneten Befreiungskampf mĂŒndete. Ab 1962 fĂŒhrte Portugal deswegen einschneidende Reformen durch und leitete eine spĂ€tkoloniale Phase ein, die im Lande eine qualitativ neue Situation schuf [44] die jedoch den UnabhĂ€ngigkeitskrieg nicht zum Einhalten brachte. Der UnabhĂ€ngigkeitskrieg kam abrupt zu Ende, als im April 1974 ein MilitĂ€rputsch in Portugal die dortige Diktatur zum Einsturz brachte und das neue demokratische Regime sofort mit der Entkolonisierung begann.

Der Umsturz in Portugal löste in Angola bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Befreiungsbewegungen FNLA, MPLA und UNITA aus, deren ethnische Verwurzelung im Lande durchaus unterschiedlich war.[45] In diese Auseinandersetzungen griffen die USA, Zaire und SĂŒdafrika (noch unter dem Apartheid-Regime) aufseiten von FNLA und UNITA ein, die Sowjetunion und Kuba aufseiten der MPLA. Letztere behielt die Oberhand und rief 1975 in Luanda die UnabhĂ€ngigkeit aus, gleichzeitig FNLA und UNITA in Huambo.[46]

Die "Gegenregierung" von FNLA und UNITA löste sich zwar rasch auf, aber unmittelbar nach der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung setzte ein BĂŒrgerkrieg zwischen den drei Bewegungen ein, aus dem die FNLA nach kurzer Zeit ausschied, wĂ€hrend ihn die UNITA bis zum Tode ihres AnfĂŒhrers Jonas Savimbi im Jahre 2002 weiterfĂŒhrte. Gleichzeitig errichtete die MPLA ein politisch-ökonomisches Regime, das dem der damals sozialistischen LĂ€nder nachempfunden war.[47]

Dieses Regime wurde 1990/91 wĂ€hrend einer Unterbrechung des BĂŒrgerkriegs zugunsten eines Mehrparteiensystems aufgegeben.[48] 1992 fanden Wahlen statt, an denen auch die UNITA teilnahm. Die MPLA erreichte dabei im Parlament die absolute Mehrheit, wĂ€hrend ihr PrĂ€sidentschaftskandidat, JosĂ© Eduardo dos Santos, nur die relative Mehrheit erhielt und nach der Verfassung ein zweiter Wahlgang (gegen Jonas Savimbi) notwendig gewesen wĂ€re.

Es ergab sich daraus eine schizophrene Situation, die bis 2002 anhielt. Einerseits nahmen Vertreter der UNITA am Parlament und sogar der Regierung teil,[49] andererseits nahm ihr militĂ€rischer Arm den bewaffneten Kampf sofort nach der Wahl wieder auf. Das politische System entwickelte sich zu einer autoritĂ€ren PrĂ€sidialdemokratie, wĂ€hrend im Lande Zerstörungen z.T. erheblichen Ausmaßes vor sich gingen.[50]

Nachdem Jonas Savimbi 2002 im Osten des Landes von der Armee entdeckt und erschossen worden war, stellte die UNITA den Kampf sofort ein. Sie löste ihren militĂ€rischen Arm auf, der zu einem Teil in die angolanische Armee ĂŒbernommen wurde.[51] Unter einem neuen Vorsitzenden, Isaias Samakuva, hat sie die Rolle einer normalen Oppositionspartei ĂŒbernommen. 2008 kam es zu erneuten Parlamentswahlen, bei denen die MPLA knapp ĂŒber 80% der Stimmen erhielt und UNITA sowie FNLA kaum noch zahlenmĂ€ĂŸiges Gewicht erhielten.

Unterdessen ist dank der außerordentlichen Wirtschaftskraft Angolas, hauptsĂ€chlich begrĂŒndet durch die Erdölförderung, der Wiederaufbau der zerstörten StĂ€dte, Dörfer und Infrastrukturen im Gange; es kommt vielerorts zu einem Aufbau, der deutlich ĂŒber den Zustand am Ende der Kolonialzeit hinausgeht.[52]

Eine 2010 verabschiedete neue Verfassung stĂ€rkt inzwischen die Stellung der MPLA und besonders des StaatsprĂ€sidenten in einem Maße, das es rechtfertigt, von einem stark autoritĂ€ren PrĂ€sidialsystem zu sprechen.

Politik

Politische VerhÀltnisse

Zurzeit ist die politische Macht auf die PrĂ€sidentschaft konzentriert. Die Exekutive besteht aus dem PrĂ€sidenten, JosĂ© Eduardo dos Santos, der zugleich Oberkommandierender der StreitkrĂ€fte und Regierungschef ist, und dem Ministerrat. Der Ministerrat, bestehend aus allen Regierungsministern und Vizeministern, trifft sich regelmĂ€ĂŸig, um ĂŒber politische Themen zu diskutieren. Die Gouverneure der 18 Provinzen werden vom PrĂ€sidenten ernannt und handeln nach seinen Vorstellungen. Das Verfassungsrecht von 1992 begrĂŒndet die wesentlichen Merkmale der Regierungsstruktur und nennt die Rechte und Pflichten der BĂŒrger. Das Rechtssystem, welches auf dem portugiesischen Recht und dem Gewohnheitsrecht basiert, ist schwach und bruchstĂŒckhaft. Gerichte sind nur in zwölf von mehr als 140 Stadtverwaltungen tĂ€tig. Das oberste Gericht dient als Rechtsmittelinstanz. Ein Verfassungsgericht – mit der FĂ€higkeit einer unparteiischen Bewertung – wurde bis 2010 nicht ernannt, obwohl es das Gesetz vorsieht.

Die 2010 vom Parlament angenommene Verfassung hat die autoritĂ€ren ZĂŒge des politischen Systems nochmals verschĂ€rft. Hervorzuheben ist, dass die PrĂ€sidentschaftswahl abgeschafft wurde und in Zukunft der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende derjenigen Partei, die bei den Parlamentswahlen die meisten Stimmen erhĂ€lt, automatisch StaatsprĂ€sident bzw. VizeprĂ€sident sind. Der StaatsprĂ€sident kontrolliert ĂŒber verschiedene Mechanismen sĂ€mtliche Staatsorgane, einschließlich des nunmehr geschaffenen Verfassungsgerichts; von einer Gewaltenteilung kann man infolgedessen nicht sprechen. Es handelt sich also nicht mehr um ein PrĂ€sidialsystem, wie es das etwa in den USA oder Frankreich gibt, sondern um ein System, das verfassungsrechtlich in dieselbe Kategorie fĂ€llt, wie die zĂ€saristische Monarchie Napoleon Bonapartes, das korporative System AntĂłnio de Oliveira Salazars nach der portugiesischen Verfassung von 1933, die brasilianische MilitĂ€rregierung nach der Verfassung von 1967/1969 sowie verschiedene autoritĂ€re Regime im gegenwĂ€rtigen Afrika.[53]

Der 27 Jahre andauernde BĂŒrgerkrieg in Angola hat die politischen und gesellschaftlichen Einrichtungen des Landes stark beschĂ€digt. Die UN vermutet, dass es in Angola 1,8 Millionen FlĂŒchtlinge gab. Mehrere Millionen Menschen waren direkt von Kriegshandlungen betroffen. TĂ€glich spiegelten die Lebensbedingungen im ganzen Land, besonders in Luanda (durch immense Landflucht ist die Hauptstadt auf ĂŒber fĂŒnf Millionen Einwohner angewachsen), den Zusammenbruch der Verwaltungsinfrastruktur und der vielen gesellschaftlichen Einrichtungen wider. KrankenhĂ€user hatten oft weder Medikamente noch eine Grundausstattung, Schulen hatten keine BĂŒcher und Angestellte im öffentlichen Dienst besaßen keine Ausstattung, um ihrer tĂ€glichen Arbeit nachzugehen. Seit dem Ende des BĂŒrgerkriegs im Jahre 2002 sind massive BemĂŒhungen um Wiederaufbau unternommen worden, doch finden sich dessen Spuren bis heute ĂŒberall im Lande. Die vielfĂ€ltigen Probleme und Möglichkeiten des Wiederaufbaus werden in großer AusfĂŒhrlichkeit beschrieben vom Angolaportugiesen JosĂ© Manuel Zenha Rela.[54]

Die zwei einflussreichsten Gewerkschaften sind:

  • UNTA (UniĂŁo Nacional dos Trabalhadores Angolanos); Nationale Union der angolanischen Arbeiter
  • CGSILA (Confederação Geral dos Sindicatos Independentes e Livres de Angola); Allgemeiner Bund der freien und unabhĂ€ngigen Gewerkschaften Angolas

Parlament

Am 5. und 6. September 2008 wĂ€hlten die Angolaner erstmals seit Ende des BĂŒrgerkrieges eine neue Nationalversammlung. Nach Auffassung von Wahlbeobachtern der SADC und der Afrikanischen Union (AU) verlief die Wahl „allgemein frei und fair“.[55] Beobachter der EU wiesen zwar auf die sehr gute technische und logistische Vorbereitung der Wahlen, die hohe Wahlbeteiligung sowie den friedlichen Prozess der Stimmabgabe hin. Kritisiert wurde allerdings die chaotische DurchfĂŒhrung der Wahlen vor allem in der Hauptstadt Luanda. Nach Auffassung internationaler Beobachter bestanden in der Zeit vor den Wahlen keine freien und fĂŒr alle Parteien gleichen Voraussetzungen fĂŒr faire Wahlen. Es wird von fast allen Beobachtern ĂŒbereinstimmend hervorgehoben, dass die staatlichen Medienanstalten massiv zugunsten der MPLA missbraucht wurden, freier Zugang zu den elektronischen Medien fĂŒr die Oppositionsparteien außerhalb Luandas nicht gegeben war. Die angolanische Zivilgesellschaft spricht von staatlich finanzierten Wahlgeschenken durch die MPLA und EinschĂŒchterungen durch deren Sympathisanten.[56] Die MPLA gewann die Wahl mit knapp 82 Prozent der abgegebenen Stimmen, wĂ€hrend die UNITA etwas mehr als 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte.[57] Die grĂ¶ĂŸte Oppositionspartei legte zunĂ€chst Beschwerde gegen die Wahl ein, gestand nach deren Ablehnung jedoch ihre Niederlage ein.[58]

Folgende Parteien verfĂŒgen ĂŒber Sitze im Parlament:

  • Frente Nacional da Libertação de Angola (FNLA) – („Nationale Front der Befreiung Angolas“, ehemalige Befreiungsbewegung, Opposition) 3 Sitze
  • Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA) – („Volksbewegung der Befreiung Angolas“, ehemalige Befreiungsbewegung, an der Macht seit der UnabhĂ€ngigkeit) 191 Sitze
  • Partido de Renovação Social (PRS) - („Partei der Sozialen Erneuerung“, WĂ€hlerschaft konzentriert auf die Volksgruppen der Lunda und Chokwe, Opposition), 8 Sitze
  • UniĂŁo Nacional para a IndependĂȘncia Total de Angola (UNITA) – („Nationale Union fĂŒr die völlige UnabhĂ€ngigkeit Angolas“, ehemalige Befreiungsbewegung, Opposition) 16 Sitze
  • Nova Democracia UniĂŁo Eleitoral (ND) ("WahlbĂŒndnis Neue Demokratie", Opposition) 2 Sitze

Menschenrechte

2008 kam es laut Amnesty International wiederholt zu willkĂŒrlichen Festnahmen von Personen, die ihr Recht auf freie MeinungsĂ€ußerung bzw. auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wahrgenommen hatten.[59] Ein staatliches soziales Sicherungssystem gibt es nicht. Alleinstehende Frauen stehen vor allem in den lĂ€ndlichen Gebieten vor zusĂ€tzlichen Schwierigkeiten. In einigen Gemeinden ist es Frauen traditionell untersagt, eigenes Land zu besitzen und dieses zu kultivieren.[60] HomosexualitĂ€t gilt in Angola als „Verstoß gegen die öffentliche Moral“, ist illegal und kann mit bis zu drei Jahren Haft oder Arbeitslager bestraft werden.[61][62][63] [64]

In einem offenen Brief forderten mehrere Menschenrechtsgruppen und Persönlichkeiten des Landes die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton auf, den Zustand der Demokratie in Angola auf ihrer Afrikareise 2009 anzusprechen. „Weltweit ist die Vorstellung in Umlauf, dass Angola große demokratische Fortschritte macht. In Wirklichkeit werden die Menschen mit anderen Ideen (als jene der Regierung) verfolgt und festgenommen. Das Kundgebungsrecht existiert nicht“, klagte David Mendes von der Organisation „Associação MĂŁos Livres“ (Vereinigung der Freien HĂ€nde). China bekomme immer mehr Einfluss in Angola.[65] „Und jeder weiß, dass China die Menschenrechte nicht respektiert“, sagte Mendes.[66][67] Amnesty International rief bereits 2007 in einem offenen Brief an die EU auf, die schwierige Situation der Menschenrechte in Angola anzusprechen und auf ihre Agenda zu setzen. [68]

Politischer Protest

Offenbar unter dem Einfluss der VolksaufstĂ€nde in arabischen LĂ€ndern, gab es Versuche am 7. MĂ€rz und dann wieder zu einem spĂ€teren Zeitpunkt in Luanda eine Großdemonstration gegen das politische Regime in Angola zu organisieren.[69] Es handelte sich um Versuche, Protest unabhĂ€ngig von den Oppositionsparteien zu artikulieren. [70] Die MPLA hat am 5. MĂ€rz in Luanda eine "prĂ€ventive Gegendemonstration" mit vorgeblich 1 Mio. AnhĂ€ngern veranstaltet. WĂ€hrend der folgenden Monate fanden Proteste im Internet und bei Rapveranstaltungen statt. Am 3. September 2011 wurde dann erneut die Erlaubnis zu einer regimekritischen, vor allem gegen die Person des StaatsprĂ€sidenten gerichteten Demonstration erteilt, die dann jedoch unter Einsatz von Schlagstöcken und Schusswaffen gewaltsam aufgelöst wurde, als sie den ihre zugestandenen Bereich zu ĂŒberschreiten begann. [71]. Etwa 50 Personen wurden verhaftet und sehen einer summarischen Veurteilung entgegen. [72]

Außenpolitik

Angola ist seit 1976 Mitglied der Vereinten Nationen, seit 1996 Mitglied der WTO[73], sowie GrĂŒndungsmitglied der SĂŒdafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC und der CPLP, der Gemeinschaft der Staaten portugiesischer Sprache.

Verwaltung

Gliederung

Karte der Provinzen Angolas

Angola gliedert sich in 18 Provinzen (portugiesisch: províncias, Singular - província); die HauptstÀdte der Provinzen stehen in Klammern.

GrĂ¶ĂŸere StĂ€dte

Wie bereits erwĂ€hnt, gibt es in Angola fĂŒr die nachkoloniale Zeit keine zuverlĂ€ssigen Bevölkerungsstatistiken; das gilt nicht zuletzt fĂŒr die Einwohnerzahlen der StĂ€dte.[Anmerkung 5] Es steht zu erwarten, dass erst die Veröffentlichung der 2008 vom Instituto Nacional de EstatĂ­stica durchgefĂŒhrten Erhebung, die fĂŒr 2011 erwartet wird, hier einen qualitativen Fortschritt bringen wird. Bis dahin ist man auf geschĂ€tzte GrĂ¶ĂŸenordnungen angewiesen, die vor allem die vom BĂŒrgerkrieg verursachte oder verschĂ€rfte Landflucht in Rechnung stellen.[Anmerkung 6] Dabei ergibt sich folgendes Bild:

  • Luanda als Hauptstadt ist geradezu explosiv gewachsen. Die Stadt hat heute mindestens 4 Millionen Einwohner, nach MaximalschĂ€tzungen sogar 5 Millionen.[Anmerkung 7]
  • Das zweitstĂ€rkste Wachstum ist bei den nahe beieinander liegenden KĂŒstenstĂ€dten Benguela und Lobito zu beobachten, von denen jede inzwischen mehrere Hunderttausend Einwohner hat.
  • Cabinda hat eine vergleichsweise geringere Zuwanderung erlebt, als der Durchschnitt der StĂ€dte, und liegt gegenwĂ€rtig bei einer Viertelmillion.
  • Huambo ist nach der UnabhĂ€ngigkeit zunĂ€chst zur zweitgrĂ¶ĂŸten Stadt Angolas geworden, wurde dann aber weitgehend zerstört und entvölkert. Seit 2002 ist ihre Einwohnerzahl wieder auf 300.000–400.000 angewachsen.
  • Lubango hat von allen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten die relativ geringsten nachkolonialen ErschĂŒtterungen zu verzeichnen gehabt, ist aber gerade deswegen durch den Zufluss nicht nur aus dem engeren und weiteren Umland, sondern vor allem aus dem Zentralhochland auch auf etwa 300.000 Einwohner angewachsen,
  • Kuito ist noch erheblich stĂ€rker zerstört worden als Huambo und hat gegenwĂ€rtig wieder zwischen 100.000 und 150.000 Einwohner.

Siehe auch: Liste der StÀdte in Angola, Liste der Kommunen von Angola

MilitÀr

Die StreitkrĂ€fte Angolas unterhalten ein etwa 110.000 Mann starkes MilitĂ€r, die Forças Armadas Angolanas (FAA). Die jĂ€hrlichen Ausgaben betragen etwa 180 Mio. US-Dollar. Es gibt drei TeilstreitkrĂ€fte: Heer, Marine sowie Luftwaffe und LuftabwehrkrĂ€fte, wovon das Heer zahlenmĂ€ĂŸig bei weitem die grĂ¶ĂŸte darstellt. MilitĂ€risches GerĂ€t stammt hauptsĂ€chlich aus der ehemaligen Sowjetunion. Kleine Kontingente sind in der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo stationiert. Generalstabschef ist seit Oktober 2010 ein ehemaliger General der UNITA, Geraldo Sachipengo Nunda.[74]

Wirtschaft

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 58,3 Milliarden US-Dollar (2007) gehört Angola zu den zehn stĂ€rksten afrikanischen Volkswirtschaften.[75] Gleichzeitig lebt ein großer Teil der Bevölkerung in Armut.[76]

Angolas Wirtschaft leidet unter den Folgen des jahrzehntelangen BĂŒrgerkriegs. Dank seiner BodenschĂ€tze – vorrangig der Ölvorkommen – gelang dem Land jedoch wĂ€hrend der letzten Jahre ein großer wirtschaftlicher Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum Angolas ist momentan das grĂ¶ĂŸte in Afrika. Allerdings kommen die EinkĂŒnfte aus den Rohstoffvorkommen nicht bei dem Großteil der Bevölkerung an, sondern bei korrupten Nutznießern innerhalb der politisch und ökonomisch Herrschenden des Landes sowie einer sich langsam bildenden Mittelschicht. Nicht zu Unrecht preisen daher in- und auslĂ€ndische Unternehmer Angola als eine Art Paradies.[77] Ein großer Teil der BĂŒrger ist arbeitslos und etwa die HĂ€lfte leben unterhalb der Armutsgrenze, wobei es drastische Unterschiede zwischen Stadt und Land gibt. Eine 2008 vom Instituto Nacional de EstatĂ­stica durchgefĂŒhrte Erhebung kommt zu dem Ergebnis, dass auf dem Lande rund 58 % als arm zu betrachten waren, in den StĂ€dten jedoch nur 19 %, insgesamt 37%. Die Gesamtbevölkerung wird auf 16 bis 18 Millionen geschĂ€tzt.[78] In den StĂ€dten, in denen sich inzwischen mehr als 50% der Angolaner zusammenballen, ist die Mehrheit der Familien auf Überlebensstrategien angewiesen.[79] Dort wird auch die soziale Ungleichheit am deutlichsten greifbar, insbesondere in Luanda.[80] Im Human Development Index der UNO nimmt Angola stets einen Platz unter den letzten ein.[81] 2008 wies Angola auf dem Gini-Index, der die Einkommensunterschiede in einem Land misst, den (sehr hohen) Wert von 0,62 auf.[82]

Die wichtigsten Handelspartner fĂŒr den Export von GĂŒtern und Rohstoffen sind die USA, China, Frankreich, Belgien und Spanien. Importpartner sind ĂŒberwiegend Portugal, SĂŒdafrika, USA, Frankreich und Brasilien. 2009 entwickelte sich Angola fĂŒr Portugal zum grĂ¶ĂŸten Exportmarkt außerhalb Europas, und rund 24.000 Portugiesen ĂŒbersiedelten in den letzten Jahren nach Angola, suchten dort BeschĂ€ftigung oder grĂŒndeten Unternehmen.[83] Erheblich wichtiger ist jedoch die PrĂ€senz Chinas durch eine ganze Reihe großer Unternehmen. [84]

Von grundlegender Bedeutung fĂŒr die Bevölkerung Angolas ist die Schattenwirtschaft, die sich schon wĂ€hrend der "sozialistischen" Phase entwickelte[85] und in der Phase der Liberalisierung exponentiell angewachsen ist[86] und die zurĂŒckzudrĂ€ngen sich die Regierung gegenwĂ€rtig bemĂŒht.

Die Wirtschaft ist natĂŒrlich - in Angola wie anderswo - nicht lösgelöst von Politik und Gesellschaft zu verstehen. Dass sie vor allem von den KrĂ€ften und Gruppen bestimmt wird, die sich in beiden Bereichen durchgesetzt haben, ist in diesem Land besonders deutlich - wie auch, dass diejenigen, die nicht dazugehören, eine Unzahl von Überlebensstrategien entwickeln. [87]

Regionale DisparitÀten

Straßenszene in Porto Amboim, Mai 2010

Ein strukturelles Problem der angolanischen Wirtschaft sind die extremen Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen, die zum Teil auf den langanhaltenden BĂŒrgerkrieg zurĂŒckzufĂŒhren sind. Rund ein Drittel der wirtschaftlichen TĂ€tigkeit konzentriert sich auf Luanda und die angrenzende Provinz Bengo, die immer stĂ€rker zum Expansionsraum der Hauptstadt wird. Auf der anderen Seite herrscht in verschiedenen Regionen des Binnenlandes Stillstand oder gar RĂŒckschritt.[88] Mindestens ebenso gravierend wie die soziale Ungleichheit sind die krassen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Regionen. [89] 2007 konzentrierten sich in Luanda 75,1 % aller geschĂ€ftlichen Transaktionen und 64,3 % der ArbeitsplĂ€tze in (öffentlichen oder privaten) Wirtschaftsunternehmen. 2010 waren 77 % aller Unternehmen in Luanda, Benguela, Cabinda, der Provinz Kwanza Sul und Namibe angesiedelt. Das BIP pro Kopf war 2007 in Luanda samt angrenzender Provinz Bengo auf rund 8000 USD angewachsen, wĂ€hrend es im westlichen Mittelangola dank Benguela und Lobito etwas unter 2000 USD lag, im ĂŒbrigen Land jedoch deutlich unter 1000 USD. Die Tendenz zur Ballung der Wirtschaft im KĂŒstenstreifen, insbesondere im „Wasserkopf“ Luanda/Bengo, hat seit dem Ende des BĂŒrgerkriegs nicht etwa abgenommen, sondern sich fortgesetzt und bringt eine „Entleerung“ eines großen Teils des Binnenlandes mit sich. Die globalen Wachstumszahlen tĂ€uschen also darĂŒber hinweg, dass die Wirtschaft Angolas unter extremen Ungleichgewichten leidet.

Korruption

Eines der am stĂ€rksten ausgeprĂ€gten Merkmale des heutigen Angola ist eine allgegenwĂ€rtige Korruption. In den Erhebungen von Transparency International erscheint das Land regelmĂ€ĂŸig unter den weltweit korruptesten, in Afrika in einer Kategorie mit Somalia und Äquatorialguinea.[90] Seit Jahren steht der Kampf gegen die Korruption im Regierungsprogramm, doch nur ganz selten ist nachzuweisen, dass diese AbsichtserklĂ€rung in die Tat umgesetzt wird. Eine aufsehenerregende Ausnahme war Ende 2010 die Entlassung von 10 Abteilungsleitern und fast 100 Beamten der Fremden- und Grenzpolizei SME (Serviço de MigraçÔes e Estrangeiros), die nicht nur fĂŒr die Grenzkontrolle, sondern auch fĂŒr die Erteilung von Einreise-, Aufenthalts- und Ausreisegenehmigungen zustĂ€ndig ist.[91]

Wirtschaftszweige

Erdölplattform vor Luanda
  • NatĂŒrliche Ressourcen: Angola besitzt reiche Erdöl-Vorkommen sowie Diamanten und Mineralien, die in Minen im Nordosten des Landes gefördert werden. Die BodenschĂ€tze machen das Land zu einem der reichsten LĂ€nder Afrikas. Der Großteil der angolanischen Wirtschaft lebt vom Öl und seinen Produkten. Seit April 2008 ist das Land der derzeit grĂ¶ĂŸte Erdölproduzent Afrikas noch vor Nigeria, das durch Unruhen in den Fördergebieten in der Produktion zurĂŒckgefallen ist.[92][93] Die Erlöse aus dem Handel mit Erdöl machen ĂŒber 90 % der Exporte, ĂŒber 80 % des Staatshaushaltes und ca. 50 % des Bruttoinlandsproduktes Angolas aus. Die tĂ€gliche Fördermenge betrug 2010 rund 1,755 Millionen Barrel.[94] Wichtigster Abnehmer von Erdöl sind die Vereinigten Staaten. Zum 1. Januar 2007 wurde Angola als 12. Mitglied der OPEC aufgenommen, nimmt an dem Quotaregime allerdings erst seit MĂ€rz 2007 teil.[95] 1975 wurden zusĂ€tzlich Uranvorkommen an der Grenze zu Namibia entdeckt.
  • Landwirtschaft: Etwa 85 % der arbeitenden Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tĂ€tig. Das wichtigste Agrarprodukt fĂŒr den Export ist Kaffee, gefolgt von Zuckerrohr. Weitere wichtige AusfuhrgĂŒter sind Mais und Kokosöl. Die Produktion von Kartoffeln, Reis und Kakao ist ebenfalls erwĂ€hnenswert. Die Zucht von Rindern und Ziegen ist relativ weit verbreitet. Insgesamt leidet die Landwirtschaft immer noch schwer unter den Folgen des BĂŒrgerkrieges. Wegen der Gefahr durch ĂŒbriggebliebene Landminen weigern sich viele Bauern, ihre Felder zu bewirtschaften. So reicht die agrarische Produktion nicht aus, um den eigenen Bedarf zu decken, und das Land ist auf den Import von Lebensmitteln angewiesen. Die Landwirtschaft befindet sich in einem leichten Aufschwung.
  • Industrie: Die Industrie des Landes ist kaum entwickelt und litt unter dem BĂŒrgerkrieg. Der tragende Industriezweig Angolas ist die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, vorrangig Getreide, Fleisch, Baumwolle, Tabak und Zucker; zusammen mit der Raffinierung von Erdöl. Wichtige Produkte sind weiterhin DĂŒnger, Zellulose, Klebstoffe, Glas und Stahl.

Wirtschaftskennzahlen

Das Bruttoinlandsprodukt und der Außenhandel Angolas sind in den letzten Jahren aufgrund steigender EinkĂŒnfte durch die Erdölausfuhr massiv gewachsen.

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation,[96] Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich folgendermaßen:

VerÀnderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
in % gegenĂŒber dem Vorjahr
Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
VerĂ€nderung in % gg. Vj. 3,2 3,0 3,1 14,4 3,3 11,2 20,6 19,5 23,9 13,8 2,4 1,6
Quellen: bfai, CIA, WKÖ[97][98][99] ˜≈ = geschĂ€tzt
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$) je Einwohner (in Tsd. US$)
Jahr 2003 2004 2005 Jahr 2003 2004 2005
BIP in Mrd. US$ 14 20 33 BIP je Einw. (in Tsd. US$) 1,0 1,3 2,1
Quelle: bfai[100]
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenĂŒber dem Vorjahr in % des BIP
(„minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2008 2009 2010 2011 Jahr 2008 2009 2010 2011
Inflationsrate 6,0 13,7 14,7 ≈11,7 Haushaltssaldo -7,2 -1,0 ≈ 6,6 ≈ 4,3
Quelle: bfai[101] ˜≈ = geschĂ€tzt
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine VerĂ€nderung gegenĂŒber dem Vorjahr in %
2003 2004 2005
Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj.
Einfuhr 3,0 53 3,3 8 8,5 159
Ausfuhr 8,5 17 11,5 35 20,1 81
Saldo 5,5 8,2 12,2
Quelle: bfai[102]

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 27,91 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 30,82 Milliarden US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein HaushaltsĂŒberschuss in Höhe von 4,2 % des BIP.[103]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 11,71 Milliarden US-Dollar oder 16,8 % des BIP.[103] Die Auslandsverschuldung belĂ€uft sich auf ĂŒber neun Milliarden US-Dollar.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Verkehr

Angola mit Straßen- und Schienennetz

Schienenverkehr

→ Hauptartikel: Schienenverkehr in Angola

Der Schienenverkehr in Angola ist auf die HĂ€fen ausgerichtet. Er wird auf drei Netzen durchgefĂŒhrt, die nicht verbunden sind. Eine weitere, nicht mit den drei Netzen verbundene Strecke wurde inzwischen eingestellt. Es finden sowohl GĂŒter- als auch Personenverkehr statt. Die gesamte StreckenlĂ€nge betrĂ€gt 2764 Kilometer, davon 2641 Kilometer in der im sĂŒdlichen Afrika ĂŒblichen Kapspur und 123 Kilometer in 600-Millimeter-Spur (Stand 2010).[105] Alleiniger Betreiber ist die staatliche Gesellschaft Caminhos de Ferro de Angola (CFA).

Kultur

Literatur

Einige bekannte angolanische Schriftsteller sind Mårio Pinto de Andrade, Luandino Viwie, Arlindo Barbeitos, Alda Lara, Agostinho Neto, Pepetela, José Eduardo Agualusa und Ruy Duarte de Carvalho.

Musik

Das berĂŒhmteste angolanische Volkslied ist Kumbaya (Kumbaya, my Lord). Der Ursprung des Volksliedes ist jedoch umstritten. Einige Sprachforscher glauben, dass dieses Lied in Gullah, einer Kreolsprache von der KĂŒste Georgias bzw. South Carolinas, entstand. Falls diese These stimmt, muss das Lied nach Angola gebracht worden sein. Demnach könnten es höchstwahrscheinlich amerikanische Missionare gewesen sein, die das Lied nach Angola brachten, wo es zu einer spĂ€teren Zeit wiederentdeckt wurde.

Zu den bekanntesten Pop-Musikern zĂ€hlen Waldemar Bastos, Paulo Flores, Bonga, Vum Vum Kamusadi, Maria de Lourdes Pereira dos Santos Van-DĂșnem, Ana Maria Mascarenhas, Mario Gama, PĂ©rola und Yola Semedo

Medien

Fernsehen:

TelevisĂŁo PĂșblica de Angola (angolanisch, staatlich), TV Zimbo (angolanisch, privat), AngoTV (angolanisch, privat), RĂĄdio TelevisĂŁo Portuguesa (portugiesisch, öffentlich-rechtlich), RĂĄdio TelevisĂŁo Portuguesa Internacional (portugiesisch, öffentlich-rechtlich), TelevisĂŁo Comercial de Angola (angolanisch, staatlich), ZON MultimĂ©dia (privat), TV Record (Angola) (brasilianisch, privat) TV Globo (brasilianisch, privat), TelevisĂŁo de Moçambique (TVM) (mosambikanisch, staatlich)

Radio:

RNA (RĂĄdio Nacional de Angola) (staatlich), RĂĄdio LAC (Luanda Antena Comercial), RĂĄdio Ecclesia (katholischer Radiosender), RĂĄdio Cinco (Sportradio), RĂĄdio Despertar (der UNITA nahestehend), RĂĄdio Mais (privat), TSF (portugiesisches Radio), RĂĄdio Holanda (auf portugiesisch)

Zeitungen:

Jornal de Angola (staatlich),

Wochenzeitungen(alle privat): SemanĂĄrio Angolense, O PaĂ­s,A Capital, Folha 8, Agora, Angolense, Actual, Independente, Cara, Novo Jornal, O Apostolado (kirchlich), Gazeta de Luanda

Wirtschaftswochenzeitungen: Jornal de Economia & Finanças (staatlich), Semanårio Económico (privat), Expansão (privat)

Zeitschriften: Exame (Angola) (privat), Rumo (Wirtschaftszeitschrift, privat)

Nachrichtenagenturen:

AgĂȘncia Angola Press (ANGOP; staatlich)

Sport

Fußball

Fans der angolanischen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006
→ Hauptartikel: Fußball in Angola

Am 8. Oktober 2005 gelang es der angolanischen Fußballnationalmannschaft, sich unerwartet fĂŒr die WM 2006 in Deutschland zu qualifizieren. Ein knappes 1:0 beim Gruppenletzten in Ruanda reichte aus, um das Ticket zu lösen und Nigeria, das seit 1994 an jeder WM-Endrunde teilnahm, aus dem Wettbewerb zu werfen. Das angolanische Team nahm damit zum ersten Mal an einer WM-Endrunde teil. Weiterhin nahm die Mannschaft in den Jahren 1996, 1998, 2006 und 2008 an der Afrikameisterschaft teil und konnte zuletzt erstmalig das Viertelfinale erreichen.

Basketball

Die angolanische Basketballnationalmannschaft der Herren hat zehn der letzten zwölf Austragungen der Afrikameisterschaft gewonnen, womit sie die erfolgreichste Mannschaft der Wettbewerbsgeschichte ist. Daher nimmt sie regelmĂ€ĂŸig an der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen teil. Bei den Spielen 1992 war Angola der erste Gegner des US-amerikanischen Dream Teams. GrĂ¶ĂŸter sportlicher Erfolg war bislang das Überstehen der Vorrunde bei den Weltmeisterschaften 2002, 2006 und 2010.

Handball

Die Frauen-Handballnationalmannschaft hat bereits achtmal den Afrikameistertitel geholt und ist zudem als erste afrikanische Mannschaft bei einer WM in die Endrunde gelangt.

Literatur

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  • Elmar Windeler (2008), Angolas blutiger Weg in die Moderne: Portugiesischer Ultrakolonialismus und angolanischer Dekolonisationsprozeß, Berlin: trafo Verlag

Weblinks

 Commons: Angola â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Angola â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Angola â€“ geographische und historische Karten

Anmerkungen

  1. ↑ „Staatsform PrĂ€sidialrepublik“ ist nicht als Variation eines demokratischen Systems zu verstehen, da die Verfassung von 2010 das demokratische Grundprinzip der Gewaltenteilung aufhebt und der PrĂ€sident die ĂŒbrigen Verfassungsorgane beherrscht.
  2. ↑ In Angola selbst ist die Aussprache im Portugiesischen wie in den meisten afrikanischen Sprachen [aƋˈgɔːla]
  3. ↑ Einige Quellen sprechen von 17 Millionen, so Quelle 1, oder BBC. Die Vereinten Nationen schĂ€tzen die Zahl auf weit ĂŒber 18 Millionen im Jahre 2009; siehe UN, Tabelle A.1. Es kann inzwischen davon ausgegangen werden, dass diese SchĂ€tzungen der Wirklichkeit nĂ€her kommen als die bisher angenommenen Zahlen von 12-13 Millionen. Eine angolanische Webseite, die zur CAN 2010 herausgegeben wurde, spricht offiziell von 15,1 Millionen Menschen in Angola.
  4. ↑ Anti-kolonialer Krieg 1961-1974, Entkolonisierungskonflikt 1974/75, BĂŒrgerkrieg 1975-2002.
  5. ↑ Einwohnerzahlen auf bevoelkerungsstatistik.de entbehren der GlaubwĂŒrdigkeit, da sie nach unrealistischen Kriterien Fortschreibungen der letzten Kolonialstatistiken vornehmen. Ihre vorgeblich exakten Zahlen stellen im Grunde reine Fiktion dar
  6. ↑ Einen gewissen Anhaltspunkt bieten die Annahmen von UNHabitat. Siehe etwa The State of African Cities 2010: Governance, Inequality, and Urban Land Markets, Nairobi: UNEP/UNHabitat, 2010, online http://unhabitat.org/documents/SACR-ALL-10-FINAL.pdf. Dort wird davon ausgegangen, dass Mitte dieses Jahrhunderts 80 % der Bevölkerung Angolas in den StĂ€dten wohnen wird.
  7. ↑ Hierbei ist das Umland (einschließlich Teile der angrenzenden Provinz Bengo), das heute zusammen mit der Stadt „Groß Luanda“ darstellt, nicht mit einbezogen

Einzelnachweise

  1. ↑ Department of Economic and Social Affairs Population Division: World Population Prospects, Table A.1. (PDF) 2009. Abgerufen am 12. MĂ€rz 2009.
  2. ↑ International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008
  3. ↑ Siehe die weiter unten zitierte Untersuchung von Manuel Alves da Rocha.
  4. ↑ CIA World fact Book Angola. Abgerufen am 21. August 2011.
  5. ↑ Gerald Bender, Stanley Yoder: Whites in Angola on the Eve of Independence: The politics of numbers. Africa Today, 21 (4) 1974, S. 23-37
  6. ↑ Franz-Wilhelm Heimer, Cristina Udelsmann Rodrigues, Carlos Manuel Lopes: Angola Country Report in: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Bertelsmann Transformation Index 2010. Verlag Bertelsmann Stiftung, GĂŒtersloh 2010 (Text auf DVD; siehe auch http://www.bertensmann-transformation-index.de/bti/laendergutachten/laendergutachten/oestliches-und-suedliches-afrika/angola )
  7. ↑ Dilma EstĂȘves, RelaçÔes de cooperação China – África: O caso de Angola, Lissabon 2008; Chinas Griff nach Afrika. Abgerufen am 9. August 2010 (deutsch).
  8. ↑ Siehe die Dissertation eines jungen angolanischen Historikers, Fidel Raul Carmo Reis, Das politicas de classificação Ă  classificaçÔes polĂ­ticas (1950-1996): A configuração do campo polĂ­tico angolano. Contributo para o estudo das relaçÔes raciais em Angola, Lissabon: ISCTE-Instituto UniversitĂĄrio de Lisboa, 2010.
  9. ↑ Angola, Gesellschaft und Kultur]
  10. ↑ Languages of Angola Ethnologue: Languages of the World, Fifteenth edition (englisch)
  11. ↑ Karte der ethnischen Gruppen in Angola
  12. ↑ FĂĄtima Viegas: Panorama das ReligiĂ”es em Angola Independente (1975 - 2008). MinistĂ©rio da Cultura/Instituto Nacional para os Assuntos Religiosos, Luanda 2008
  13. ↑ Lawrence W. Henderson, The Church in Angola: A river of many currents, Cleveland/Ohio: Pilgrim Press, 1989; Benedict Schubert, Der Krieg und die Kirchen: Angola 1961 - 1991. Exodus, Luzern 1997
  14. ↑ Siehe http://www.iurdangola.com
  15. ↑ Siehe http://www.kimbanguisme.net
  16. ↑ Siehe http://www.insjcm-tokoistas.org
  17. ↑ O País Online (Luanda) Ausgabe vom 11-10-2010]
  18. ↑ Siehe den Hirtenbrief der katholischen Bischofskonferenz von Angola und SĂŁo TomĂ© und PrĂ­ncipe vom MĂ€rz 2011, in O PaĂ­s (Luanda) vom 29. MĂ€rz 2011, auch online unter http://www.opais.net/pt/opais/?id=1929&det=19918&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+O+Pas+29-03-11+O+Jornal+da+Nova+Angola&utm_content=Newsletter+O+Pas+29-
  19. ↑ http://www.unaids.org/en/regionscountries/countries/angola/
  20. ↑ http://hdrstats.undp.org/en/countries/profiles/AGO.html
  21. ↑ http://apps.who.int/ghodata/?vid=60030
  22. ↑ Lepra besiegen in Angola 3. Februar 2011 (englisch)
  23. ↑ Siehe Elisete Marques da Silva, "O papel societal do sistema de ensino na Angola colonial (1926 - 1975)", "Revista Internacional de Estudos Africanos", 16/17, 1992-1994, S. 103-120.
  24. ↑ Siehe Christine Hatzky, "Kubaner in Angola: SĂŒd-SĂŒd-Kooperation und Bildungstransfer 1976-1991", Habilitationsschrift in Geschichte, UniversitĂ€t Duisburg-Essen, 2009, 423 S.
  25. ↑ http://chalkboard.tol.org/angola
  26. ↑ Siehe etwa bei O País online: http://www.opais.net/pt/opais/?id=1657&det=17348&mid=&utm_medium=email&utm_campaign=O6E+bilioes.
  27. ↑ Ajuda de Desenvolvimento de Povo para Povo em Angola (ADPP, eine NGO); Expansionsplan des Ministeriums mit ADPP
  28. ↑ Vgl. Franz-Wilhelm Heimer, Paulo de Carvalho, Víctor Kajibanga: Angola. In: D. Teferra, P. Altbach (Hrsg.): African Higher Education: An International Reference Handbook. Bloomington & Indianapolis: Indiana University Press, 2003, S. 162-175
  29. ↑ Universidade Lusíada de Angola
  30. ↑ Siehe [http;//wwww.grupolusofona.pt Universidade Lusófona de Angola]
  31. ↑ Universidade Jean Piaget de Angola
  32. ↑ Angola Business School
  33. ↑ Universidade Privada de Angola
  34. ↑ Universidade Metodista de Angola
  35. ↑ Universidade Metropolitana de Angola
  36. ↑ Universidade Independente de Angola
  37. ↑ Universidade TĂ©cnica de Angola
  38. ↑ Universidade Gregório Semedo,
  39. ↑ Universidade Óscar Ribas
  40. ↑ Universidade de Belas
  41. ↑ RenĂ© PĂ©lisier, Les guerres grises, Band I, RĂ©sistance et revoltes en Angola (1845 - 1941), Montamets/Orgeval: Selbstverlag, 1977. 1885 wurde das heutige Cabinda als Portugiesisch-Kongo unter portugiesische Herrschaft gestellt.
  42. ↑ Franz-Wilhelm Heimer, Der Entkolonisierungskonflikt in Angola, MĂŒnchen: Weltforum Verlag, 1979 und RenĂ© PĂ©lissier, Band II, La colonie du minotaure: Nationalismes et revoltes en Angola (1926-1961), Montamets/Orgenval: Selbstverlag, 1978
  43. ↑ http://www.bancoquantum.com/en/angola/petroleum-sector/history-of-the-petroleum-sector-in-angola
  44. ↑ Elisete Marques da Silva, O papel societal do sistema de ensino na Angola colonial, 1926-1974, Revista Internacional de Estudos Africanos (Lissabon), 16/17, 1992-1994, S. 103-130 (Wiederabdruck in Kulonga (Luanda), Sondernummer 2003, S. 51-82)
  45. ↑ Johanna Götz, Ethnische Grenzen und Frontlinien in Angola, Köln: RĂŒdiger Köpppe, 2002
  46. ↑ Eine detaillierte Rekonstruktion findet sich in Franz-Wilhelm Heimer, Der Entkolonisierungskonflikt in Angola, MĂŒnchen: Weltforum Verlag, 1979
  47. ↑ Siehe M.R. Bhagavan, Angola's Political Economy 1975 - 1985, Uppsala: Nordiska Afrikainstitutet, 1986, sowie Philippe Le Billon, Angola's economy of war. The role of oil and diamonds, African Affairs, 100, 2001, S. 55-80 und ders., Thriving on war: The Angolan conflict and private business, Review of African Political Economy, 90, 2001, S. 629-652. Die konkreten Lebensbedingungen, die damals herrschten, illustriert Edith Laudowicz, Ich werde arbeiten und kĂ€mpfen: Frauen in Angola, in: dies. (Hg.), Befreites Land - befreites Leben? Frauen in Befreiungsbewegungen und Revolutionen, Kölm: Pahl-Tugenstein, 1987, S. 57-93
  48. ↑ Leonid Futini, The collapse of the socialist state: Angola and the Soviet Union: in: W. Zartman (Hg.), Collapsed states: The disintegration and restoration of legitimate authority, Boulder: Lynne Rienner, 1995, S. 143-156
  49. ↑ Hermann Pössinger, Angola: ein Neuanfang?, in: Peter Meyns (Hg.), Demokratie und Strukturreformen im portugiesischsprachigen Afrika, Freiburg: Arnold-Bergstraesser-Institut, 1992, S. 97-117
  50. ↑ Margaret Anstee, Orphan of the Cold War: The inside story of the collapse of the Angolan peace process, 1992-1993, New York: St. Martin's Press, 1996, Die Verquickung von BĂŒrgerkrieg und Ölförderung analysieren George Jedrzy Frynas & Geoffrey Wood, Oil and war in Angola, Review of African Political Economy, 90, 2001, S. 587-606. Die internationale Dimension wird angesprochen in Dominic Johnson, Warlords außer Kontrolle: Angolas andauernde Tragödie und der Krieg in der Region, BlĂ€tter fĂŒr deutsche und internationale Politik, 44 (3), 1999, S. 121-134
  51. ↑ Der Generalstabschef der Armee ist seit 2010 ein ehemaliger General der UNITA, Geraldo Ndunda
  52. ↑ Zur Situation Angolas am Ende des BĂŒrgerkriegs siehe die Bilanz angolanischer Autoren in Manuel Ennes Ferreira (Hrsg.), Angola Ă  procura do seu passo, Sondernummer der Zeitschrift PolĂ­tica Internacional (Lissabon), 25/2002. Ein Beispiel fĂŒr Neuaufbau findet sich in Luanda Sul
  53. ↑ Vgl. das ausfĂŒhrliche Fachgutachten des bekannten portugiesischen Verfassungsrechtlers Jorge Miranda, das unbestritten geblieben ist: Jorge Miranda, A Constituição de Angola de 2010, veröffentlicht in der Zeitschrift O Direito (Lissabon), 142. Jahrgang, 2010 - 1 (Juni).
  54. ↑ Siehe sein Angola: O futuro jĂĄ começou, Luanda: Nzila, 2005. Eine kritische Bilanz zieht einige Jahre spĂ€ter Didier PĂ©clard (Hg.), L'Angola dans la paix: Autoritarisme et reconversions, Sondernummer der Zeitschrift Politique africaine, 110, 2008
  55. ↑ Beobachter ziehen nach Wahl in Angola positive Bilanz, 8. September 2008
  56. ↑ Teilweise frei - aber keinesfalls fair. Die Parlamentswahlen in Angola 2008, 11. September 2008
  57. ↑ Angola's ruling MPLA wins parliamentary poll, 10. September 2008
  58. ↑ Bericht der Tagesschau 9. September 2008
  59. ↑ Jahresbericht 2008 von Amnesty International
  60. ↑ Bericht auf Webseite von Amnesty International (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  61. ↑ Reisewarnung des Außenministeriums Österreichs
  62. ↑ Artikel in der SĂŒddeutschen Zeitung (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  63. ↑ Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts von Deutschland
  64. ↑ Verein der Schwulenbewegung „Rosa LĂŒste“ (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  65. ↑ Wikileaks:Cablegate, REQUEST FOR INFORMATION ON CHINESE ENGAGEMENT IN ANGOLA AND POTENTIAL AREAS FOR COOPERATION, (ID:10LUANDA84) Kabel vom 26. Februar 2010, veröffentlicht am 8. Dezember 2010, abgerufen am 19. Dezember.
  66. ↑ Artikel in der Onlineausgabe des Magazins Focus (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  67. ↑ Artikel im Tagesspiegel (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  68. ↑ Original Aufruf Amnesty Internationals an die EU auf Englisch (Abgerufen am 13. Januar 2010)
  69. ↑ http://revolucaoangolana.webs.com Siehe auch PĂșblico (Lissabon) 2. MĂ€rz 2011
  70. ↑ http://de.globalvoicesonline.org/2011/03/05/angola-reaktionen-zum-aufruf-zur-revolution UNITA und PRS kĂŒndigten an, dass sie sich nicht beteiligen wĂŒrden, um keinen Vorwand zur Repression zu geben.
  71. ↑ http://www.publico.pt/Mundo/manifestacao-em-angola-travada-violentamente-pela-policia_1510401
  72. ↑ "Manifestantes presos em Luanda vĂŁo ter julgamento sumĂĄrio", PĂșblico (Lissabon), 5. September 2011.
  73. ↑ Der Fischer Weltalmanach 2008, Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-72008-8
  74. ↑ Publico-Artikel (portugiesisch)
  75. ↑ Artikel ĂŒber Angola bei Globusvision.com
  76. ↑ „Viele Menschen werden in die Armut zurĂŒckfallen“. In: domradio.de. 11. Mai 2009, abgerufen am 27. Mai 2009.
  77. ↑ Siehe dazu etwa die Interviews in der Zeitschrift Infra-Estruturas África 7, 2010.
  78. ↑ Siehe die Zeitschrift Angola Exame vom 12. November 2010, online http://www.exameangola.com/pt/?det=16943&id=2000&mid=
  79. ↑ Siehe Cristina Udelsmann Rodrigues, O Trabalho Dignifica o Homem: EstratĂ©gias de SobrevivĂȘncia em Luanda, Lissabon: Colibri: 2006
  80. ↑ Siehe etwa Luanda: A vida na cidade dos extremos, in: Visão, 11/11/2010, S. 88 - 106
  81. ↑ Der HDI 2010 fĂŒhrt Angola an 146. Stelle unter 169 erfassten LĂ€ndern; Haiti steht an 145. Stelle. Siehe Human Development Index and its components. undp.org
  82. ↑ Siehe die aus VN-Daten zusammengestellte Liste im Artikel "List of countries by income inequality" in der englischsprachigen Wikipedia.
  83. ↑ Portugal Turns to Angola to Grow. Website der New York Times vom 14. Juli 2010. Abgerufen am 14. Juli 2010.
  84. ↑ Sabine Fandrych, China in Angola: Nachhaltiger Wiederaufbau, kalkulierte Wahlkampfhilfe oder globale Interessenpolitik?, Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2006
  85. ↑ Siehe Daniel dos Santos, The Second Economy in Angola: "Esquema" and "Candonga", in: Maria Los, The Second Economy in Marxist States, Houndsmilles/Basingstoke & London: Macmillan, 1990, S. 157 - 174.
  86. ↑ Siehe Carlos Manuel Lopes, Roque Santeiro: Entre a ficção e a realidade, Lissabon: Princípia, 2007
  87. ↑ Siehe Steven Kyle, The political economy of Angolan growth. Social and regional structure, Review of African Political Economy, 104/5, 2005, S. 269-293.
  88. ↑ Siehe Manuel Alves, da Rocha, Desigualdades e assimetrias regionais em Angola: Os factores da competitividade territorial, Luanda: Centro de Estudos e Investigação Científica/Unidade Católica de Angola, 2010.
  89. ↑ Siehe Manuel Alves da Rocha, Desigualdades e assimetrias regionais em Angola: Os factores da competitividade territorial, Luanda: Centro de Estudos e Investigação Científica da Universidade Católica de Angola, 2010.
  90. ↑ 2010 steht es unter 178 LĂ€ndern an 168. Stelle. Siehe http://www.transparency.de/Tabellarisches-Ranking.1745.0.html
  91. ↑ Siehe O País vom 30/12/2010 http://www.opais.co.ao/pt/opais/?id=1929&det=18144.
  92. ↑ Angola now Africa's largest oil producer. AfricaNews.com, 16. Mai 2008
  93. ↑ Angola Energy Data, Statistics and Analysis: Oil, U.S. Energy Information Administration, Januar 2010
  94. ↑ Reuters: Erdölproduktion Angola 2010, drittletzter Absatz 3. MĂ€rz 2011 (englisch)
  95. ↑ OPEC press information on decisions of December 2006 Abuja conference
  96. ↑ Deutsch-Angolanische Wirtschafts-Initiative, Zahlen Angola (2.Abschnitte, 3.Absatz) abgerufen 7. Juli 2011
  97. ↑ Entwicklung des BIP von Angola bfai, 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  98. ↑ Angola Wirtschaft Profil 2011 Quelle: CIA World Factbook - Version MĂ€rz 11, 2011
  99. ↑ LĂ€nderreport Angola Wirtschaftskammer Österreich, Juni 2011
  100. ↑ Entwicklung des BIP von Angola (absolut): bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  101. ↑ Entwicklung der Inflationsrate von Angola: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  102. ↑ Entwicklung des Außenhandels von Angola: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  103. ↑ a b c d The World Factbook
  104. ↑ Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  105. ↑ indexmundi.com (englisch), abgerufen am 10. Dezember 2010
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