Königsberg (Preußen)

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Königsberg (Preußen)
Königsberg um 1925
Schlossteich hinter dem Schloss, 1912
Umgebung von Königsberg um 1910

K√∂nigsberg, 1255 gegr√ľndet, war von 1457 bis 1945 Hauptstadt und kulturelles sowie wirtschaftliches Zentrum des √∂stlichen Preu√üen und war die √∂stlichste und n√∂rdlichste Gro√üstadt des Deutschen Reiches. Die Stadt liegt im Samland, unweit der Ostseek√ľste zwischen dem Frischen Haff und dem Kurischen Haff. Der amtliche Name war bis 1936 K√∂nigsberg i. Pr., danach K√∂nigsberg (Pr). Von 1945 bis 1946 trug sie den russifizierten Namen –ö—Ď–Ĺ–ł–≥—Ā–Ī–Ķ—Ä–≥ ("Kjonigsberg"). Aufgrund der multikulturellen Gemeinschaft dieser Region trug und tr√§gt die Stadt noch weitere lokale Namen. Im Ostpreu√üischen, dem dortigen Dialekt der S√§chsischen Sprache, ist der Mischname K√∂nigsbarg (/ňąk įeňĎn…™√ßsbaÕ°…ź√ß/) √ľblich, der das deutsche Wort 'K√∂nig' (s√§chsisch 'k√∂ning') mit dem niederdeutschen 'barg' (Berg, Anh√∂he) verbindet. Der litauische Name ist Karaliauńćius, der polnische Kr√≥lewiec. Die latinisierte Form des Namens ist eine √úbersetzung in die Lateinische Sprache: Regimontium Prussorum. Seit 1946 tr√§gt die Stadt nun offiziell den russischen Namen Kaliningrad, in kyrillischer Form –ö–į–Ľ–ł–Ĺ–ł–Ĺ–≥—Ä–į–ī (Kalininstadt).

Inhaltsverzeichnis

√úberblick

Ihren Namen erhielt die Stadt durch den Deutschen Orden, der seine Ordensburg an der Pregelm√ľndung zu Ehren des Kreuzzugsf√ľhrers K√∂nig Ottokar II. von B√∂hmen K√∂nigsberg nannte.[1] Nachdem ab 1330 der Ordensmarschall in K√∂nigsberg residierte, wurde nach Verlust der Marienburg 1457 dessen Schloss Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Nach 1525 geh√∂rte die Stadt zum Herzogtum Preu√üen. Der erste K√∂nig in Preu√üen, Friedrich I., kr√∂nte sich im Jahre 1701 im K√∂nigsberger Schloss. Ab 1773 war K√∂nigsberg Hauptstadt der Provinz Ostpreu√üen. Immanuel Kant verbrachte sein ganzes Leben in dieser Stadt, die seine Heimatstadt war.

K√∂nigsberg war √ľber Jahrhunderte die geistige Mitte Preu√üens. Mit dem Bau der Ostbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann seine Provinzialisierung durch Berlin. 1861 erlebte die Stadt die letzte K√∂nigskr√∂nung (s. u.). Nach dem Versailler Vertrag wurde Ostpreu√üen (mit √∂stlichen Teilen Westpreu√üens) durch den Polnischen Korridor vom Deutschen Reich abgetrennt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war K√∂nigsberg Deutschlands √∂stlichste Gro√üstadt.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt wegen ihrer abseitigen Lage von den Kriegsereignissen lange verschont. Ende August 1944 bombardierte die Royal Air Force die Stadt. Nach zwei nächtlichen Luftangriffen brannte die Stadt mehrere Tage. Völlig zerstört wurde sie in der Schlacht um Königsberg vom 6. bis 9. April 1945.

Von den im April 1945 noch gebliebenen 150.000 Bewohnern kamen die meisten durch Hunger, Krankheiten und √úbergriffe der Roten Armee ums Leben.

Im Dezember 1945 lebten noch etwa 20.000 Deutsche in der Stadt. Im Oktober 1947 befahl Stalin ihre Deportation, die 1948 in die Sowjetische Besatzungszone (die sp√§tere DDR) erfolgte. Ein literarisches Ged√§chtnis jener Jahre ist das Ostpreu√üische Tagebuch. Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945‚Äď1947 des Grafen Lehndorff. Russische Dokumente aus jener Zeit in K√∂nigsberg wurden 1994 ver√∂ffentlicht.

Im Russischen traditionell –ö—Ď–Ĺ–ł–≥—Ā–Ī–Ķ—Ä–≥ (Kjonigsberg) (jo = √∂) genannt, wurde die Stadt 1946 in Kaliningrad umbenannt. Auch alle anderen Ortschaften im n√∂rdlichen, nun russischen Ostpreu√üen erhielten andere Namen. Kaliningrads Einwohner, die 2005 750 Jahre Kaliningrad feierten, haben gro√üe Identit√§tsprobleme und setzen sich immer mehr mit der K√∂nigsberger Geschichte vor 1945 auseinander.[2][3]

Die traditionelle polnische Bezeichnung Królewiec ist im Namen des in Polen gelegenen Weichselarms Wisla Królewiecka (auch auf Deutsch Königsberger Weichsel) lebendig.

Geschichte

Königsbergs älteste Siegel: Altstadt 1360, Löbenicht 1413, Kneiphof 1383

Stadtgr√ľndung und Deutschordenszeit

Entsprechend den Schilderungen Wulfstans, der um 900 nach Truso reiste, gab es in dem Land der westbaltischen Pru√üen zahlreiche Burgen, die jeweils einem kynig unterstanden und den Kern einer Siedlungszelle in der n√§heren Umgebung bildeten.[4] Eine solche Wallburg mit Namen Twangste bestand an der M√ľndung des Pregels vor der Einm√ľndung in das Frische Haff.[5] Zu ihr geh√∂rte ein Dorf und ein Hafenplatz, der von den Wikingern als auch L√ľbecker Kaufleuten frequentiert wurde. Als der Deutsche Orden 1230 mit der Eroberung Preu√üens begann, planten die L√ľbecker die Gr√ľndung einer Tochterstadt, kamen jedoch nicht dazu, dies rechtzeitig umzusetzen. 1255 erreichte der deutsche Orden die Pregelm√ľndung und errichtete am Platz der Burgwallanlage eine Ordensburg.

Altstadt wurde 1256 im Gebiet des späteren Steindammes angelegt und nach der Zerstörung durch die Prußen während des Großen Prußenaufstandes im Jahre 1263 in dem Tal unterhalb des Schlossbergs wieder aufgebaut.[6] Sie erhielt 1286 das Stadtrecht und wurde 1340 Mitglied der Hanse.

Im Hoch- und Sp√§tmittelalter verstand man unter der Bezeichnung ‚ÄěK√∂nigsberg‚Äú zumeist die Ordensburg, obwohl der Name zunehmend auf die umgebenen Kommunen √ľbertragen wurde.

1283 erfolgte die Gr√ľndung der zu Ehren von K√∂nig Ottokar K√∂nigsberg genannte Stadt, die 1286 das Kulmer Recht erhielt. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Altstadt wurde 1300 L√∂benicht und 1327 Kneiphof gegr√ľndet, die jedoch erst 1724 mit K√∂nigsberg vereint wurden.[7] Jede Ansiedlung verf√ľgte urspr√ľnglich √ľber eigene Verwaltung, Befestigungsanlagen, einen Markt sowie eine Kirche. Die Bewohner waren vorwiegend vom Orden angesiedelte Deutsche. Diese besondere Verwaltungsform blieb bis zum Zusammenschluss der Kommunen unver√§ndert.

Die Kneiphofinsel war seit 1322 geistlicher Bezirk, wo zwischen 1330 und 1380 der Dom entstand. Die Burg, seit 1330 Sitz des Ordensmarschalls, wurde im 14. Jahrhundert ein zentraler Sammlungspunkt der litauerreisenden Adligen.[8] So bildete Königsberg eine der Basen der Litauerkriege des Deutschen Ordens.[9] 1370 wurde ein auf Königsberg zielender Vorstoß litauischer Heere durch städtische Aufgebote sowie die Streitmacht des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Rudau abgewendet.[10]

Als Mitte des 15. Jahrhunderts die preu√üischen St√§nde gegen die Herrschaft des Ordens aufbegehrten, den Preu√üischen Bund gr√ľndeten und sich bei Garantie gro√üz√ľgiger Privilegien der polnischen Krone unterstellten, waren die drei St√§dte im Umfeld der Burg K√∂nigsberg zun√§chst beteiligt. Dagegen wehrten sich trotz bereits erfolgter Huldigung die Handwerker der Teilstadt Altstadt und L√∂benicht. In schweren K√§mpfen konnten sie zusammen mit den Freien des Samlandes und dem Orden, die von Danzig unterst√ľtzte Teilstadt Kneiphof niederringen. So bekannte sich K√∂nigsberg 1456 erneut zum Orden und erm√∂glichte ihm, seine Machtpositionen im Samland zu behaupten.[11]

Nach dem Dreizehnjährigen Krieg wurde 1466 im Zweiten Frieden von Thorn Preußen geteilt. Königsberg verblieb bei dem vom Deutschen Orden verwalteten Teil Preußens. Nach dem Verlust der Marienburg 1457 wurde die Burg Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Mit dem Einzug des Hochmeisters Ludwig von Erlichshausen auf dem Königsberger Schloss war das Domizil des Ordens und somit die gesamte Ansiedlung schon seit 1457 Zentrum des Ordensstaates.

Herzogtum Preußen

Dom, Albertinum und Kneiphöfisches Gymnasium (um 1930)

1523 f√ľhrte der bisherige Hochmeister Markgraf Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach die Reformation ein. Im Vertrag von Krakau wandelte er den Rest des Ordensstaates in das weltliche Herzogtum Preu√üen unter polnischer Lehnshoheit um. Da das Herzogtum sich nur auf den √∂stlichen Teil Preu√üens erstreckte, f√ľhrten er und seine Nachfolger den Titel ‚ÄěHerzog in Preu√üen‚Äú und nicht ‚ÄěHerzog von Preu√üen‚Äú.

1544 gr√ľndete Herzog Albrecht die nach Marburg zweite evangelische Universit√§t in Europa, die Albertus-Universit√§t. Auch um die Astronomie machte er sich verdient, die Preu√üischen Tafeln von Erasmus Reinhold wurden durch den Herzog teilfinanziert, K√∂nigsberg wurde durch die Wahl als Nullmeridian[12] deren Bezugspunkt. Sie trugen ma√ügeblich zur Verbreitung der Lehre des 1543 gestorbenen Nikolaus Kopernikus bei. Dieser hatte als Domherr im F√ľrst-Bistum Ermland gewirkt, das der Krone Polen unterstand, aber fast rundherum vom Herzogtum Preu√üen umschlossen wurde.

Der Rektor des Gymnasiums in Elbing, Willem van de Voldersgraft, kam zur Albertus-Universität und war gleichzeitig ein Rat des Herzogs. Der preußische Historiker Christoph Hartknoch beschrieb das Leben des Rates und Rektors in seiner Vita Guilielmi Gnaphei.[13]

Der zweite Herzog, Albrecht Friedrich, litt unter Depressionen und wurde aus diesem Grund durch Administratoren vertreten. Als er 1618 ohne m√§nnliche Nachkommen starb, wurde durch Erbfolge Kurf√ľrst Johann Sigismund von Brandenburg Herzog in Preu√üen.

Wie auch ihre Vorg√§nger, die Hochmeister des Deutschen Ordens seit dem Zweiten Thorner Frieden 1466, mussten die Herz√∂ge die polnische Lehnshoheit √ľber das Herzogtum anerkennen. Durch geschickte Politik gelang es dem sp√§ter als ‚ÄěGro√üer Kurf√ľrst‚Äú bezeichneten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, die volle Souver√§nit√§t des Herzogtums Preu√üen zu erlangen (Vertr√§ge von Labiau 1656, Wehlau und Bromberg 1657 und Oliva 1660). Dazu geh√∂rte K√∂nigsberg, das damals noch aus den drei selbst√§ndigen Teilst√§dten Altstadt, Kneiphof und L√∂benicht bestand.

Die K√∂nigsberger St√§nde wehrten sich gegen die absolutistischen Bestrebungen des Kurf√ľrsten und versuchten, wie zweihundert Jahre zuvor der Preu√üische Bund, Unterst√ľtzung aus Polen zu bekommen. Der Kurf√ľrst schlug diesen K√∂nigsberger Aufstand mit milit√§rischen Mitteln nieder und konnte so seinen Machtanspruch und die Steuererhebung zur Finanzierung seines stehendes Heerwesens durchsetzen.

Königreich Preußen

Königskrönung von Herzog Friedrich III.
Einr√ľcken der Russen in K√∂nigsberg am 5. Januar 1813
Blick auf Königsberg um 1850

1701 wurde das Herzogtum mit der K√∂nigskr√∂nung Friedrichs III. zum K√∂nigreich Preu√üen erhoben.[14] Der Kurf√ľrst Friedrich III. kr√∂nte sich am 18. Januar in der K√∂nigsberger Schlosskirche als Friedrich I. zum K√∂nig in Preu√üen, da es noch das zum K√∂nigreich Polen geh√∂rende Preu√üen K√∂niglichen Anteils gab, welches ebenso wie das K√∂nigreich Preu√üen nicht Teil des Heiligen R√∂mischen Reiches Deutscher Nation war. Mit dem Erwerb des preu√üischen K√∂nigstitels setzte sich f√ľr die vom brandenburgischen Kurf√ľrsten beziehungsweise K√∂nig in Preu√üen regierten Territorien die Bezeichnung K√∂niglich preu√üische Staaten, kurz Preu√üen, durch, so dass 1701 Preu√üen im Sinne des preu√üischen Gesamtstaates entstand. ‚ÄěPreu√üen‚Äú ist somit politisch aus dem hohenzollernschen Brandenburg hervorgegangen, verdankt aber seinen Namen dem √∂stlichen Preu√üen um K√∂nigsberg.

1708 bis 1710 hatte Ostpreu√üen gro√üe Bev√∂lkerungsverluste durch die Pest. Diese wurden unter dem ‚ÄěSoldatenk√∂nig‚Äú Friedrich Wilhelm I. durch eine forcierte Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik gr√∂√ütenteils wieder ausgeglichen (beispielsweise 1732 Ansiedlung der Salzburger Exulanten, den letzten im Erzbistum Salzburg noch verbliebenen Protestanten, die durch Erzbischof Firmian vertrieben wurden). In den Kriegen Friedrichs des Gro√üen 1740 bis 1763 wurde Ostpreu√üen mit K√∂nigsberg wiederholt Kriegsschauplatz und von 1758 bis 1763 von russischen Truppen besetzt.

1724 wurden am 13. Juni die drei St√§dte Altstadt, Kneiphof und L√∂benicht zur Stadt K√∂nigsberg vereinigt. Im selben Jahr wurde in K√∂nigsberg der wohl ber√ľhmteste Sohn der Stadt, der Philosoph Immanuel Kant geboren. Kant hat in seinem Leben seine Heimatstadt nie dauerhaft verlassen.[15] Durch ihn wurde die K√∂nigsberger Universit√§t zu einem Zentrum der Philosophie.

1730 wurde in Königsberg Johann Georg Hamann geboren, den man den Magus des Nordens nannte. Er war Philosoph und Schriftsteller.

Als sich Friedrich II. 1772 an der ersten polnischen Teilung beteiligte, kam das Land an der unteren Weichsel als Westpreu√üen unter die Herrschaft der Hohenzollern. Friedrich titulierte sich fortan ‚ÄěK√∂nig von Preu√üen‚Äú statt, wie sein Vater und Gro√üvater ‚ÄěK√∂nig in Preu√üen‚Äú. Seitdem unterschied man die Provinzen Westpreu√üen und Ostpreu√üen. Hauptstadt der letzteren war K√∂nigsberg. Um 1800 z√§hlte K√∂nigsberg mit etwa 60.000 Einwohnern zu den gr√∂√üten deutschen St√§dten (zum Vergleich: Berlin ca. 170.000, K√∂ln und Frankfurt/Main je ca. 50.000, M√ľnchen ca. 30.000).

In den Napoleonischen Kriegen war K√∂nigsberg ein wichtiger Schauplatz: Zun√§chst wurde das K√∂nigsberger Umland Flucht- und R√ľckzugsgebiet der 1806 bei Jena und Auerstedt geschlagenen preu√üischen Armee. Hier begann die Reorganisation und Restrukturierung des Preu√üischen Staatswesens. Die Preu√üischen Reformen wurden im Luisenhaus beraten und beschlossen.[16]

Nach der Niederlage der Grande Armée Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und nach der Unterzeichnung der Militärkonvention von Tauroggen ritt General Yorck von Wartenburg unmittelbar danach in die Stadt ein. Wiederum in Königsberg begann die organisierte Befreiungsbewegung gegen Napoleon, indem Yorck im Haus der Ostpreußischen Landschaft die Aufstellung der Ostpreußischen Landwehr forderte.

1829 wurden die beiden Provinzen Ost- und Westpreu√üen als ‚ÄěProvinz Preu√üen‚Äú mit der Hauptstadt K√∂nigsberg vereinigt. 1848 verf√ľgten die in K√∂nigsberg niedergelassenen Reeder √ľber 38 Handelsschiffe.[17] Im November 1852 erhielt K√∂nigsberg eine Gasbeleuchtung.[18] Nach der erneuten Teilung der Provinz 1878 war die Stadt wiederum nur Provinzhauptstadt Ostpreu√üens.

Königsberg war auch Verwaltungssitz des gleichnamigen Regierungsbezirkes und Sitz zahlreicher Behörden. 1860 wurde der Bau der Preußischen Ostbahn vollendet; sie endete in Eydtkuhnen und verband Königsberg und Ostpreußen mit Berlin. Königsberg wurde zu einem Knotenpunkt im nordosteuropäischen Verkehr.

Erst Wilhelm I. lie√ü sich wieder in K√∂nigsberg zum K√∂nig kr√∂nen, am 18. Oktober 1861 in der Schlosskirche. Die eigens f√ľr die Zeremonie angefertigten Kronkarkassen sind seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen.

Deutsches Reich

Der 1834 gegr√ľndete Deutsche Zollverein und der 1867 gegr√ľndete Norddeutsche Bund umfassten im Gegensatz zum Heiligen R√∂mischen Reich und dem 1815 gegr√ľndeten Deutschen Bund auch Ostpreu√üen. Ab 1871 geh√∂rte es zum Deutschen Reich. In der Folge erlebte K√∂nigsberg einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Zeit der Weimarer Republik

Durch den Versailler Vertrag wurden Ostpreu√üen und √∂stliche Teile Westpreu√üens vom √ľbrigen Reichsgebiet abgetrennt, was die ohnehin gro√üen wirtschaftlichen Probleme des agrarischen Landes versch√§rfte.

Selbsthilfe

Neue Reichsbahnbr√ľcke (1929)

Das schwierigste Problem der Provinzialverwaltung, der Regierung und der Stadtverwaltung war die Insellage Ostpreu√üens zwischen den Weltkriegen. Um trotzdem die Entwicklung im Rahmen der M√∂glichkeiten voranzutreiben, entwickelten ihr B√ľrgermeister Hans Lohmeyer und sein Stellvertreter, der sp√§tere Widerstandsk√§mpfer Carl Friedrich Goerdeler, eine fr√ľhe Form des ‚ÄěVerwaltungsunternehmens‚Äú, das sogenannte K√∂nigsberger System.[19] Die Stadt gr√ľndete eine GmbH, deren alleiniger Eigent√ľmer sie blieb und deren Gesellschafter sich aus den Vertretern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung zusammensetzten. So entstanden die K√∂nigsberger Werke GmbH, Stra√üenbahn GmbH, Stiftung f√ľr gemeinn√ľtzigen Wohnungsbau GmbH, K√∂nigsberger Hafengesellschaft mbH. Die Verwaltung der st√§dtischen Betriebe erfolgte nach privatwirtschaftlichen Grunds√§tzen, die viele gesellschaftliche Gruppen mit einbezog. Dieses verwaltungswirtschaftliche Prinzip war ein Meilenstein und Vorbild f√ľr andere St√§dte.

Zielgerichtet wurde die Infrastruktur der Stadt verbessert: Die Festungsanlagen wurden geschleift und in einen Gr√ľng√ľrtel mit zahlreichen Parks umgewandelt, der schlie√ülich 602 Hektar umfasste. Die umliegenden Orte wurden eingemeindet und der Seedienst Ostpreu√üen ins Leben gerufen. 1919 wurde der von Hanns Hopp entworfene erste zivile Flughafen Deutschlands in K√∂nigsberg-Devau in Betrieb genommen. Der Zugverkehr wurde verbessert: 1926 wurde die neue Reichsbahnbr√ľcke, ein ‚Äětechnisches Wunder‚Äú, dem Verkehr √ľbergegeben. 1929 wurde der neue Hauptbahnhof am s√ľdlichen Stadtrand und 1930 der Nordbahnhof am Hansaplatz er√∂ffnet. Das Hafenbecken wurde erweitert, die Zufahrtsrinne vertieft und das gr√∂√üte Silo des Kontinents erbaut. Eisbrecher sorgten nun daf√ľr, dass auch im Winter der Hafen immer erreichbar war. Auch die Warenwirtschaft wurde gezielt gef√∂rdert. Im Jahr 1920 er√∂ffnete Reichspr√§sident Friedrich Ebert die erste Ostmesse, die bis 1941 regelm√§√üig abgehalten wurde. Auf dem Messegel√§nde wurde das Haus der Technik errichtet. 1930 wurde f√ľr die nach K√∂nigsberg einstr√∂menden Gesch√§ftsleute neben vielen anderen Investitionen im Beherbergungs- und Gastronomiesektor das Parkhotel von Hans Hopp am Schlossteich gebaut. Im Rahmen der Ostmesse wurde auch die Ostmarken Rundfunk AG gegr√ľndet, deren Aktienmehrheit schlie√ülich auch von der Stadt √ľbernommen wurde. 1932 wurde sie in dem von Hanns Hopp gebauten ‚ÄěNeuen Funkhaus‚Äú am Hansaplatz untergebracht. K√∂nigsberg erreichte durch gezielte staatliche und st√§dtische F√∂rderung eine Dynamik, die unter den St√§dten des Deutschen Reiches einmalig blieb.

Hilfe aus dem Reich

Königsberg widerfuhr in der Weimarer Republik besondere Anteilnahme und Förderung durch das Reich. Prominentenbesuche, Sportveranstaltungen, Flugtage, Marinebesuche, Musikfeste, Tagungen und Kongresse lösten einander ab.[20]

Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Dokument aus der ‚ÄěFestung K√∂nigsberg‚Äú, Februar 1945
Gefangene Wehrmachtsoffiziere am Königstor, 12. April 1945
Kants Grablege und Schloßruine mit Haberturm

W√§hrend der Zeit des Nationalsozialismus war K√∂nigsberg Sitz der Gauleitung f√ľr Ostpreu√üen unter Gauleiter Erich Koch. Das Fort Quednau wurde zwischen M√§rz und Juni 1933 als provisorisches Gef√§ngnis f√ľr Gegner der NSDAP genutzt. Fast 400 Funktion√§re der SPD und der KPD wurden im Gro√üraum K√∂nigsbergs inhaftiert. Die Festung Quednau war somit eine Vorstufe zum Konzentrationslager. Die Grenadierkasernen auf der Cranzer Allee wurden im hinteren Bereich stark erweitert. Im Rahmen der NS-Kriegsvorbereitungen wurde eine umfangreiche Verteidigungsstruktur angelegt, wie etwa die sp√§ter als Lasch-Bunker bezeichnete Bunkeranlage.

Siehe: Luftangriffe auf Königsberg

Im Zweiten Weltkrieg kam es nach Kriegsbeginn mit der Sowjetunion schon am 23. Juni 1941 zu einigen Bombenangriffen auf K√∂nigsberg durch die sowjetische Luftwaffe, die mit dem Verlust ihrer Flugpl√§tze infolge des schnellen Vorr√ľckens der deutschen Wehrmacht allerdings bald zum Erliegen kamen. In den Jahren danach blieb K√∂nigsberg aufgrund seiner entfernten Lage im Nordosten des Deutschen Reichs lange Zeit von unmittelbarer Luftkriegseinwirkung verschont.

Massive Luftangriffe auf K√∂nigsberg erfolgten jedoch in den N√§chten vom 26. zum 27. August 1944 sowie insbesondere vom 29. zum 30. August 1944 durch britische Bomberverb√§nde, welche unter Verletzung von dessen Neutralit√§t √ľber Schweden geflogen waren. Insbesondere die in der zweiten Nacht abgeworfenen 480 Tonnen phosphorgef√ľllter Stabbrandbomben und Sprengbomben zogen starke Zerst√∂rungen nach sich. Weite Teile K√∂nigsbergs brannten √ľber mehrere Tage. Der Stadtkern, bestehend aus den historischen Stadtteilen Altstadt, L√∂benicht und Kneiphof, wurde vollst√§ndig zerst√∂rt. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden der Dom, das Schloss, s√§mtliche Kirchen der Innenstadt, die alte und die neue Universit√§t sowie das alte Speicherviertel. Etwa 200.000 K√∂nigsberger waren im Ergebnis der Bombenangriffe obdachlos geworden.

Die Ende Januar 1945 in der Schlacht um Ostpreu√üen abgeschnittene Stadt wurde zur ‚ÄěFestung‚Äú erkl√§rt, eine Flucht aus Ostpreu√üen wurde lange Zeit untersagt. Die Stadt wurde √ľber drei Monate durch Wehrmacht, SS sowie Volkssturmverb√§nde verteidigt. In einem konzentrisch vorgetragenen Angriff nahmen sowjetische Truppen der 3. Wei√ürussischen Front die Stadt im April 1945 vollst√§ndig ein. Die Milit√§rf√ľhrung der Stadt unter General Otto Lasch kapitulierte am 9. April 1945. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich erste sowjetische Einheiten bereits auf dem Paradeplatz, unter dem sich der Lasch-Bunker befand. Der vorangegangene, erbittert gef√ľhrte Stra√üen- und H√§userkampf hatte auf beiden Seiten hohe Verluste gefordert. Auch die verbliebene Zivilbev√∂lkerung wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Schlacht um K√∂nigsberg war durch zahlreiche Grausamkeiten wie Vergewaltigungen und Kriegsverbrechen seitens der sowjetischen Soldaten gekennzeichnet.

Oft wird Königsberg als letzter nachweislicher Aufbewahrungsort des seit 1945 verschollenen Bernsteinzimmers erwähnt.

Sowjetunion

Auf der Potsdamer Konferenz hatten die Siegerm√§chte beschlossen, das n√∂rdliche Ostpreu√üen unter die Verwaltung der Sowjetunion zu stellen. Am 17. Oktober 1945 annektierte die UdSSR dieses Gebiet, gliederte es am 7. April 1946 der Russischen Sowjetrepublik an und machte K√∂nigsberg zum Verwaltungssitz der neu gegr√ľndeten Kjonigsbergskaja Oblast (dt. ‚ÄěK√∂nigsberger Gebiet‚Äú; nach der Umbenennung der Stadt im Juli 1946 Kaliningradskaja Oblast, ‚ÄěOblast Kaliningrad‚Äú). Am 4. Juli 1946, gut einen Monat nach dem Tod des formellen Staatsoberhauptes der Sowjetunion, Michail Kalinin, wurde K√∂nigsberg zu seinen Ehren per Erlass des Pr√§sidiums des Obersten Sowjets der UdSSR in Kaliningrad umbenannt. Die Umbenennungskampagne f√ľr die √ľbrigen St√§dte und Ortschaften im K√∂nigsberger Gebiet begann dagegen erst im Herbst 1947[21] und zog sich bis Sommer 1950 hin.[22]

Nach einer Z√§hlung im August 1945 befanden sich noch ca. 110.000 deutsche Zivilisten, √ľberwiegend Frauen, Kinder und Alte, in der Stadt. Diese wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht festgehalten, um als Zwangsarbeiter in ihrer eigenen Heimat ausgenutzt zu werden. Im Oktober 1947 hob man das bis dahin geltende Ausreiseverbot auf und begann damit, die noch in Kaliningrad und dem umliegenden Gebiet verbliebene deutsche Bev√∂lkerung in Richtung Westen abzutransportieren. Von den zuvor 110.000 Menschen waren nur noch etwa 15.000 am Leben. Die restlichen 95.000 waren Seuchen, Hungersn√∂ten und √úbergriffen zum Opfer gefallen, sodass nach der Massenfluchtbewegung aus Ostpreu√üen und der schrittweisen Aussiedlung 1947 die Deutschen 1948 aus K√∂nigsberg fast vollst√§ndig vertrieben worden waren.[23]

Nur wenige K√∂nigsberger verblieben in der Stadt. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 und der √Ėffnung der Region (Oblast) Kaliningrad war es dieser verbliebenen deutschen Minderheit m√∂glich, ihre ethnische Identit√§t zu offenbaren. Ihr Schicksal war Mitte der 1990er Jahre Medienereignis in russischen und deutschen Magazinen. Die Mehrzahl der Deutschen (0,6 % laut letzter Volksz√§hlung) in der Stadt Kaliningrad sind jedoch Zuwanderer aus anderen Regionen der ehemaligen Sowjetunion bzw. deren Nachkommen.

Politik

Königsberg war die Hauptstadt Ostpreußens. Es war der Regierungssitz des Regierungsbezirks Königsberg und Stadtkreises Königsberg. Die wichtigsten Institutionen dieses Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkts Ostpreußens waren: eine Oberpostdirektion, eine Reichsbahndirektion, ein Landesfinanzamt, ein Hauptzollamt, ein Polizeipräsidium, ein Amts-, Land- und Oberlandesgericht. Es waren sowohl die königliche Regierung wie auch das Landeshaus in Königsberg beheimatet. Kommandantur, Intendanturgebäude, Ostpreußische Landschaft, Eichamt, Land- und Amtsgericht, Stadthaus, Oberpostdirektion, Postscheckamt, Landesfinanzamt, Staatsarchiv, Otto-Braun-Haus und Arbeitsamt.

Stadtteile

Wappen

Stadtwappen

Das historische Stadtwappen von K√∂nigsberg zeigte die drei Wappen der vormals unabh√§ngigen St√§dte Altstadt, L√∂benicht und Kneiphof unter dem preu√üischen Adler vereint. Es wurde 1724 von Friedrich Wilhelm I. zur Vereinigung der St√§dte als Siegel gestiftet und 1906 vom Magistrat zum Stadtwappen erkl√§rt. Der Adler tr√§gt die Initialen FRW (Friedrich Wilhelm Rex) auf der Brust, dar√ľber die Herzogs- und auf dem Haupt die K√∂nigskrone Preu√üens.

In der Mitte steht das Wappen Altstadts: oben in Silber eine rote Krone, unten ein silbernes Kreuz in rotem Feld; links (Wappen liest man aus Sicht des Wappentr√§gers) das Wappen der ehemaligen Stadt L√∂benicht, zwischen zwei Sternen eine Krone; rechts das der ehemaligen Stadt Kneiphof: in Gr√ľn ein aus Wellen aufsteigende Hand mit goldene Krone, jederseits begleitet von einem abgewendeten goldenen Hifthorn.

Verwaltung

Bis zum November 1918 oblag die Verwaltung dem ‚ÄěMagistrat K√∂niglicher Haupt- und Residenzstadt K√∂nigsberg in Preu√üen‚Äú, danach ‚ÄěMagistrat‚Äú. Der Oberb√ľrgermeister war Vorsitzender des Magistratskollegiums. Wichtige Beschl√ľsse wurden in √úbereinstimmung von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung gefasst. In Folge einer neuen Gemeindeordnung wurde die Verwaltung ab 1934 nicht mehr durch einen Magistrat, sondern vom Oberb√ľrgermeister gef√ľhrt. Haupt- und ehrenamtliche Beigeordnete entsprachen den bisherigen Magistratsmitgliedern. Anstelle der gew√§hlten Stadtverordneten wurde Ratsherren berufen, die nicht mehr beschlossen, sondern nur angeh√∂rt wurden. Nach wie vor hatten sie Selbstverwaltungsaufgaben und staatliche Auftragsangelegenheiten wahrzunehmen.

Zu den zahlreichen Dienststellen geh√∂rten das Standesamt, das Schulamt f√ľr die Ober-, Mittel-, Volks-, Hilfs-, Berufs- und Fachschulen, das Kulturamt mit den St√§dtischen B√ľchereien, das Stadtarchiv, die St√§dtischen Kunstsammlungen, das Stadtgeschichtliche Museum, die St√§dtischen B√ľhnen, die Stadthalle, das Sportamt, das Wohlfahrtsamt, das Gesundheitsamt mit F√ľrsorgerinnen, die St√§dtische Krankenanstalt, der Gemeindefriedhof und der Tiergarten (seit 1933 in st√§dtischer Verwaltung), das Gartenamt, der Schlacht- und Viehhof, die Feuerwehr und das Stadtsteueramt.

Im Bau- und Grundst√ľckswesen gab es √Ąmter f√ľr Hochbau, Stra√üenbau, Wasserbau und Br√ľcken, Baupolizei, Stadtplanung, Vermessungswesen, Grundst√ľcksverkehr und -verwaltung, Wohnungs- und Siedlungswesen.

Im Zweiten Weltkrieg kamen das Ern√§hrungs- und Wirtschaftsamt sowie die Abteilung f√ľr Familienunterhalt mit ihren Au√üenstellen in den Stadtbezirken hinzu.

In einigen neu eingemeindeten Stadtteilen (die letzten von 1939) wurden Bezirks-Verwaltungsstellen eingerichtet.

Die zentralen √Ąmter waren seit 1927 im Stadthaus am Hansaring untergebracht.[20]

B√ľrgermeister
1464‚Äď1465 Georg Steinhaupt (Altstadt)
 ?-1710 Michael Kongehl (Kneiphof)
1780‚Äď1796 Theodor Gottlieb von Hippel der √Ąltere (K√∂nigsberg)
1796‚Äď1809 Bernhard Gervais
Oberb√ľrgermeister
1809‚Äď1810 Martin Gottlieb Deetz
1810‚Äď1813 August Wilhelm Heidemann
1814‚Äď1826 Carl Friedrich Horn
1826‚Äď1838 Johann Friedrich List
1838‚Äď1842 Rudolf von Auerswald
1843‚Äď1848 August Friedrich Krah
1853‚Äď1864 Carl Gottfried Sperling
1865‚Äď1866 Adolf Ernst von Ernsthausen (komm.)
1867‚Äď1872 Friedrich Kieschke (komm.)
1872‚Äď1874 Carl Johann Eduard Szepansky
1875‚Äď1893 Johann Karl Adolf Selke
1893‚Äď1902 Hermann Theodor Hoffmann
1903‚Äď1918 Siegfried K√∂rte
1919‚Äď1933 Hans Lohmeyer
1933‚Äď1945 Hellmuth Will

Militär

Garnison

Sämtliche Fahnen der Garnison Königsberg

Bis in das 20. Jahrhundert war K√∂nigsberg die gr√∂√üte und am st√§rksten befestigte Garnison Preu√üens. Bereits im Jahr 1360 wurde der Deutschordensritter Henning Schindekopf vom Deutschen Orden zum Ordensmarschall mit Amtssitz in K√∂nigsberg berufen und koordinierte von dort den Krieg gegen das noch heidnische Gro√üf√ľrstentum Litauen (Schlacht bei Rudau 1370). K√∂nigsberg blieb weiterhin das Zentrum der Landesverteidigung Ostpreu√üens und besa√ü immer eine eigene Kommandantur zur Verteidigung der Stadt und der Festungsanlagen.

Im Kaiserreich waren der Oberbefehlshaber der 8. Armee sowie folgende altpreu√üische Regimenter in K√∂nigsberg stationiert:

Die Truppenfahnen und Totenschilde der Regimenter hingen am Altar der Schloßkirche.

Auch nach der im Versailler Vertrag erzwungenen Abr√ľstung blieb K√∂nigsberg eine Festung und die gr√∂√üte Garnison des Reiches. H√∂here St√§be der Reichswehr waren das Wehrkreiskommando I, die 1. Division, der Artillerief√ľhrer 1 und die Festungskommandantur. Truppenteile waren zwei Bataillone des Infanterie-Regiments 1, eine Abteilung des Artillerie-Regiments 1, Pionier-Bataillon 1, Nachrichten-Abteilung 1, Kraftfahr-Abteilung 1, Fahrabteilung 1 und Sanit√§ts-Abteilung 1.

Diese Stärke wurde im Dritten Reich ausgebaut. Königsberg war die letzte ostpreußische Stadt, die von der Roten Armee erobert wurde.

Siehe auch:

Festungseinrichtungen

K√∂nigsberg war immer eine Festungsstadt. Entsprechend waren viele Bauten und Einrichtungen milit√§rischer Natur. Wegen dieser enormen Armierung wurde die Stadt nur zweimal, im Siebenj√§hrigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg erobert. Die Oberb√ľrgermeister Siegfried K√∂rte und Hans Lohmeyer lie√üen die 605 ha gro√üen Wallanlagen in Gr√ľnanlagen umwandeln.

Bevölkerung

Parallel mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ist die Bev√∂lkerungszahl von K√∂nigsberg kontinuierlich gestiegen. Um 1400 lebten ungef√§hr 10.000 Einwohner in der Stadt. 12.000 Menschen starben 1601/02 bei einer Pestepidemie. Im Jahr 1813 z√§hlte K√∂nigsberg mit 50.000 Einwohnern zu den gr√∂√üten St√§dten im deutschen Sprachraum und hatte mehr Einwohner als Frankfurt am Main, Stuttgart oder M√ľnchen. In der Folgezeit blieb das Wachstum der Stadt insbesondere durch die Ost-West-Wanderung im Gefolge der Industrialisierung jedoch hinter dem Wachstum mittel- und westdeutscher Industriest√§dte zur√ľck. Im Jahr 1864 √ľberschritt K√∂nigsberg die 100.000-Einwohner-Grenze. Durch zahlreiche Eingemeindungen stieg die Bev√∂lkerungszahl bis 1910 auf 246.000 Einwohner an. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Wachstum durch die ung√ľnstige Insellage aufgrund des neu geschaffenen polnischen Korridors behindert. 1925 lebten 287.000 Einwohner in K√∂nigsberg. Bis 1933 stieg die Einwohnerzahl durch zahlreiche Eingemeindungen auf 316.000. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten 372.000 Menschen in K√∂nigsberg.

Aus dem Jahre 1925 ist eine Aufgliederung der Bev√∂lkerung nach Konfessionen bekannt. Demnach waren 92 % evangelisch, 5 % katholisch und 1 % der Bev√∂lkerung j√ľdisch. Weitere Konfessionen machten 2 % der Bev√∂lkerung aus.

Im Jahr 1722 wurde eine t√§uferische Mennonitengemeinde gegr√ľndet, obschon es bereits im 16. Jahrhundert immer wieder Mennoniten in K√∂nigsberg gab.[24] Die J√ľdische Gemeinde K√∂nigsberg existierte bis 1948.

Bedeutende Königsberger

→ siehe Liste der Söhne und Töchter der Stadt Königsberg

Ehrenb√ľrger von K√∂nigsberg

Siehe auch: Walther Ausl√§nder, Die Ehrenb√ľrger der Stadt K√∂nigsberg im ersten Jahrhundert der St√§dteordnung, 1912

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Medien

Rundreise des Reichssenders Königsberg

Am 2. Januar 1924 wurde in einer kleinen Baracke auf dem Messegel√§nde die Ostmarken Rundfunk AG (ORAG) als Aktiengesellschaft gegr√ľndet. Die Stadt K√∂nigsberg als Miteigent√ľmer war die einzige deutsche Stadt, die einen eigenen Rundfunksender betrieb. 1933 ging die ORAG im Reichssender K√∂nigsberg auf. Die letzte Sendung wurde am 7. April 1945 ausgestrahlt.

Die wichtigsten Zeitungen waren die: Hartungsche Zeitung (gegr√ľndet 1640), die Ostpreu√üische Zeitung (gegr√ľndet 1848), das K√∂nigsberger Tageblatt (geg 1897, ebenfalls Verlag Hartung) die K√∂nigsberger Volkszeitung (gegr√ľndet 1901), die K√∂nigsbergische Avisen, der K√∂nigsberger Express, Echo des Ostens.

Museen

Das bedeutendste Museum in K√∂nigsberg war das Ostpreu√üisches Provinzialmuseum im K√∂nigsberger Schloss. Dort wurde im Prussia-Museum die ber√ľhmte Prussia-Sammlung gezeigt. Es war eine reiche Sammlung zur Landes- und Volkskunde sowie zur Geschichte und Vorgeschichte des Landes. Der Moskowitersaal diente der Darstellung von Kriegs- und Milit√§rgeschichte. In den K√∂nigsberger Kunstsammlungen, untergebracht bis 1945 im K√∂nigsberger Schloss, wurden unter anderem Werke von Lucas van Leyden, Michael Willmann (K√∂nigsberger) 1563‚Äď1706, mit Heilige Barbara, Anton M√∂ller (K√∂nigsberger), 1563‚Äď1611, dem preu√üischen ‚ÄļPieter Brueghel‚ÄĻ, mit zwei Werken (Jugendliche Frau, Kniebild von 1608, Patriziertanz in Danzig und Bildnis einer jungen Frau) ausgestellt. Dem Maler Lovis Corinth widmete man eine eigene Abteilung (Lovis-Corinth-Saal) mit sechzehn Gem√§lden. Im Bernsteinmuseum wurden Pokale, Schatullen und Kunstwerke aus Bernstein ausgestellt.

Oper und Theater

Das erste Stadttheater K√∂nigsbergs wurde mit dem Bau des Neuen Schauspielhauses in ein Opernhaus umgewandelt. Im Neuen Schauspielhaus sah man unter Leitung des Intendanten Leopold Jessner K√ľnstler wie Agnes Straub, Emil Jannings und Paul Wegener; es entwickelte sich zu einem der modernsten Theater Deutschlands.[26]

Das Opernhaus verhalf der Oper Carmen mit ihrer deutschen Erstauff√ľhrung am 26. Oktober 1876 zum Durchbruch, im Gegensatz zu Paris, wo sie durchgefallen war. Auch war das Opernhaus unter der Leitung von Hans Sch√ľle in den Jahren von 1928 bis 1932 die avantgardistischste Oper Deutschlands: Strawinsky, Hindemith und Busoni standen auf dem Programm. Dort wirkten die Opernkomponisten Otto Nicolai und Hermann Goetz und Komponisten wie Herbert Brust, Erich B√∂rschel, Fritz Ihlau und Dirigenten wie Wilhelm Furtw√§ngler, Hans Knappertsbusch, Karl B√∂hm und Hermann Abendroth. Die Stadt verf√ľgte √ľber zwei gute Klangk√∂rper, das ‚ÄěSt√§dtische Orchester K√∂nigsberg‚Äú und das Orchester am Reichssender K√∂nigsberg, was von Hermann Scherchen aufgebaut wurde.[27]

Das Wirken vieler bildender K√ľnstler ist mit K√∂nigsberg verbunden, wie etwa Lovis Corinth, K√§the Kollwitz, Hermann Brachert, Fritz Burmann. Aber auch Literaten wie Simon Dach, Johann Gottfried Herder, E. T. A. Hoffmann, Ernst Wiechert, Agnes Miegel. Die Stadt besa√ü sowohl eine Kunst- und Gewerkschule als auch eine Kunstakademie. W√§hrend des dritten Reiches weilten viele K√ľnstler in K√∂nigsberg um deutschsprachigen Memelgebiet unabh√§ngig von staatlicher Zensur und Kontrolle zu schaffen. Dies war auch ein Entstehungsfaktor der K√ľnstlerkolonie Nidden.

Bauwerke

Zu den bedeutendsten und √ľber die Stadt und Region hinaus bekannten Bauwerken der Stadt K√∂nigsberg z√§hlten der K√∂nigsberger Dom und das K√∂nigsberger Schloss, Letzteres war von hoher kunsthistorischer Bedeutung und ist heute ein Totalverlust des Zweiten Weltkriegs.

Denkmäler

K√∂nigsberg lie√ü dem gro√üen Philosophen Immanuel Kant in seiner Vaterstadt f√ľr 7.300 Taler ein Denkmal errichten, das der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch geschaffen hat. Das Standbild ging in den Nachkriegswirren verloren; den verwaisten Sockel besetzten die Sowjets vor√ľbergehend mit einer B√ľste des Kommunistenf√ľhrers Ernst Th√§lmann. Anfang der 1990er Jahre regte Marion Gr√§fin D√∂nhoff die Aufstellung eines Neugusses der Immanuel-Kant-Statue an, die nach Vorlagen aus dem Berliner Gipsformerei in der Bildgie√üerei Hermann Noack geschaffen und nach Restaurierung des alten Sockels am 27. Juni 1992 vor der Universit√§t in Kaliningrad aufgestellt wurde.
Daneben gab es eine Reihe anderer interessanter Denkmäler, von denen jedoch nur wenige bis in unsere Tage erhalten blieben.

Gotteshäuser

Die Steindammer Kirche (Alte St. Nikolauskirche), genannt auch Polnische Kirche, ging auf die √§lteste Gemeinde K√∂nigsbergs zur√ľck. An den zerst√∂rten Vorg√§ngerbau Nikolaus-Kapelle von 1236 erinnerte nur noch ein Gedenkstein. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde dar√ľber eine einschiffige, verputzte Backsteinkirche mit geschlossenem Chorraum errichtet. Sehenswert war zuletzt der 3-fl√ľglige Altar mit den Gem√§lden des K√∂nigsbergers Malers Anton M√∂ller. Im 17./18. Jahrhundert diente sie den gefl√ľchteten evangelischen Litauern und Polen als Pfarrkirche.

Im Jahre 1523 wurde die erste evangelische Predigt in der Altst√§dtische Kirche gehalten. Die erste katholische Gemeinde (Propsteikirche) nach der Reformation wurde 1616 gegr√ľndet. Das erste mennonitische Bethaus K√∂nigsbergs wurde 1770 eingeweiht.[24] Die Alte Synagoge wird als erste Synagoge im Dezember 1756 eingerichtet. Die Liberale Synagoge K√∂nigsberg wurde 1896 eingeweiht. Die Gemeinde russischer Juden hatte durch ihre Handelsbeziehungen zu Russland einen gro√üen Anteil am wirtschaftlichen Erstarken der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.[28]

Friedhöfe

  • Alter Altst√§dtischer Friedhof
  • Alter Haberberger Friedhof
  • Alter Katholischer Friedhof
  • Alter Kneiph√∂fscher Friedhof
  • Alter Milit√§r-Friedhof (vor dem K√∂nigstor)
  • Neuer Milit√§r-Friedhof (vor dem Sackheimer Tor)
  • Altro√üg√§rter Friedhof (I, II)
  • Altst√§dtischer Friedhof (I - III)
  • Deutscher reformierter Friedhof
  • Dom-Friedhof
  • Franz√∂sischer reformierter Friedhof
  • Friedhof der freien Gemeinde
  • Friedhof der Tragheimer Gemeinde
  • Garnison-Friedhof (I, II)
  • Gemeinde-Friedhof (am Krematorium)
  • Israelitischer Friedhof
  • Katholischer Friedhof (Amalienau)
  • L√∂benichtscher Friedhof (I, II)
  • L√∂benichtscher ref. Friedhof
  • Luisen-Friedhof (I, II)
  • Neuer Friedhof der Haberberger evangelischen Gemeinde
  • Neuer Friedhof der Haberberger katholischen Gemeinde
  • Neuer Israelitischer Begr√§bnisplatz
  • Neuer Katholischer Friedhof
  • Neuro√üg√§rter Friedhof (I - III; 1817, im Volksmund ‚ÄěGelehrtenfriedhof‚Äú, 1927 Ehrenfriedhof)
  • Sackheimer Friedhof (I, II)
  • Neuer Steindammer Friedhof
  • Tragheimer Friedhof (I, II)

Sport

Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden in K√∂nigsberg Vereine f√ľr unterschiedliche Sportarten, wobei Mannschaftssportarten wie Fu√üball oder Hockey aber auch aufgrund der √∂rtlichen Gegebenheiten Rudern, Segeln und Reitsport dominierten.

  • Fu√üball:
  • Rudern:
    • K√∂nigsberger Ruder-Club

Kulinarische Spezialitäten

Infrastruktur und Wirtschaft

→ Liste der Straßen und Plätze von Königsberg 1905

Verkehr

Straßen

Als erster moderner Verkehrsweg wurde 1828 die Chaussee nach Berlin (die sp√§tere Reichsstra√üe 1) vollendet. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Stra√üennetz in Richtung Tilsit (1832), Gumbinnen (1835) und Labiau (1853) verl√§ngert. Am 3. Dezember 1938 konnte schlie√ülich der Abschnitt Elbing ‚Äď K√∂nigsberg der Reichsautobahn Berlin‚ÄďK√∂nigsberg dem Verkehr √ľbergeben werden, allerdings in beiden Richtungen zun√§chst nur einspurig.

Eisenbahn

Hauptbahnhof

Die erste Eisenbahn in Ostpreu√üen verkehrte am 2. August 1853 von K√∂nigsberg nach Braunsberg. 1857 war die Preu√üische Ostbahn bis Berlin durchgehend befahrbar. Am 1. Oktober 1867 wurde die durchgehende Bahnstrecke nach Sankt Petersburg er√∂ffnet. 1868 konnte die von privaten Investoren erbaute Ostpreu√üische S√ľdbahn nach Lyck und Prostken fertig gestellt werden, die auf russischer Seite weiter bis Odessa f√ľhrte. Diese Bahngesellschaft wurde 1903 verstaatlicht und der staatlichen Reichsbahndirektion K√∂nigsberg unterstellt.

Am 19. September 1929 wurde der neue Königsberger Hauptbahnhof eröffnet. Ein Jahr später wurde auch ein neuer Nordbahnhof am Hansaplatz erbaut. Als größter Privatbahnhof des Deutschen Reiches diente er der Samlandbahn. Königsberg war auch der Sitz der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft. Am 22. Januar 1945 verließ der letzte Zug vor der Kapitulation den Königsberger Hauptbahnhof in Richtung Berlin.

√Ėffentlicher Personennahverkehr

Am 26. Mai 1881 fuhr in Königsberg die erste normalspurige Pferdestraßenbahn. Die Elektrifizierung und Umspurung auf Meterspur erfolgte ab 1895. Am 15. Oktober 1943 folgte die erste Obus-Linie.

Schifffahrt

F√ľr die Hansestadt K√∂nigsberg war der Seehandel von gro√üer Bedeutung. Noch heute findet man in den anderen Hansest√§dten zahlreiche Verweise auf diese alte Verbindung, so beispielsweise im Hamburger Rathaus. Auch war hier eine Fischereiflotte beheimatet. Gefischt wurde mit Segelk√§hnen vor allem auf dem Frischen Haff. Die Freude einiger Jugendlicher am gemeinsamen Segeln f√ľhrte am 7. Februar 1855 zur Gr√ľndung des ersten deutschen Segelvereins, des SC RHE, in K√∂nigsberg.

Der Verein f√ľr die Rettung Schiffbr√ľchiger wurde 1866 von Prof. K. Burow und Kommerzienrat R. Kleyenst√ľber gegr√ľndet. Das in Pillau stationierte Motorrettungsschiff wurde ‚ÄěKonsul Kleyenst√ľber‚Äú benannt.

Die Abtrennung Ostpreu√üens vom Reichsgebiet nach dem Versailler Vertrag machte den Ausbau des K√∂nigsberger Hafens zum Hochseehafen erforderlich. Es wurden drei Hafenbecken geschaffen, ein Handels-, ein Industrie- und ein Holzhafen. F√ľr die ‚ÄěInsel Ostpreu√üen‚Äú waren der See- und Luftverkehr zum √ľbrigen Reichsgebiet von 1920 bis 1939 eine Lebensfrage.

Siehe auch:

Flugverkehr

Ebenfalls nach dem Ersten Weltkrieg wurde der schon bestehende Milit√§rflugplatz 1919 zu dem zivilen Flughafen Devau umgebaut, von dem Verbindungen nach Berlin, Stockholm und Moskau unterhalten wurden. Der Flughafen Devau war somit einer der ersten Flugh√§fen √ľberhaupt und unterstreicht die Br√ľckenfunktion der Stadt als Drehkreuz zwischen Ost und West.

Wirtschaft

Die exponierte geographische Lage K√∂nigsbergs als Schnittpunkt des Handels mit Osteuropa pr√§gte das Wirtschaftsleben der Stadt. Es begann mit der Verleihung der Markt- und Stadtrechte an die drei Siedlungen vor √ľber 700 Jahren und der herausragenden Stellung zur Hansezeit fort. Das Zunftwesen, die Einf√ľhrung bestimmter wirtschaftspolitischer Ma√ünahmen wie Stapelrecht und Pfundzoll, sowie die politische Vereinigung der drei St√§dte im Jahre 1724, waren die Grundlage f√ľr eine prosperierende Entwicklung. Auch die Industrielle Revolution und die damit verbundene moderne Verkehrsentwicklung wirkten sich f√ľr K√∂nigsberg weiter positiv aus. Diese Voraussetzungen im Zusammenspiel mit nachhaltiger F√∂rderung der Stadt durch die jeweiligen Machthaber f√ľhrten dazu, K√∂nigsberg zu einem wirtschaftlichen Zentrum des √∂stlichen Ostseeraums zu machen.

Königsberger Hafen

Königsberger Stauer mit Krätzchen

√úberregionale Bedeutung erlangte der K√∂nigsberger Hafen bereits im Mittelalter. Eine erste Erw√§hnung erfolgte bereit 1339. 1440 wurde der Pregel durch Altstadt und Kneiphof vertieft. An der Lastadie, am Hundegatt wurden nicht nur die Schiffe der Hanse be- und entladen. 1730 liefen 872 Schiffe in K√∂nigsberg ein. 1811 wurde die Verwaltung des Hafens der K√∂nigsberger Kaufmannschaft √ľbertragen. 1828 lief das erste Dampfschiff, die Coppernicus in den Hafen ein.[20] 1840 regelm√§√üige Dampferverbindung nach Pillau und Danzig. 1872 wurden 3741 Schiffe im Hafen gel√∂scht. 1901 wurde der K√∂nigsberger Seekanal er√∂ffnet. 1904 wurden die Werfthallen gebaut, 1921 der Hafenausbau begonnen. 1924 wurde am Unterlauf des Pregels ein neues Seehafenbecken angelegt. Der ma√ügebliche Grund daf√ľr wird der polnische Korridor mit seinen schleppenden, st√∂ranf√§lligen Grenzabfertigungen gewesen sein. Von einem reinen Flusshafen (Pregel) wurde er nun einer der modernsten Seeh√§fen der Ostsee. Es entstanden drei moderne Hafenbecken nebst Lagergeb√§uden und modernen Verladeanlagen. Das neue Hafenbecken III diente mit seinen flachen Lagerhallen dem St√ľckgutverkehr und erhielt an der Westseite 1939/40 einen Getreidespeicher. Hafenbecken IV, an dem der gr√∂√üte Getreidespeicher Europas entstand, diente ausschlie√ülich dem Getreidehandel. Das ganz im Westen gelegene Hafenbecken V diente dem Holzhandel. Der neue Hafen verf√ľgte nunmehr √ľber fast acht Kilometer Kaimauern, 160.000 Quadratmeter Schuppen- und Speicherraum, ein K√ľhlhaus, Tankanlagen, 30 mechanische Kr√§ne und einen Hafenbahnhof. Durch eine weitere Vertiefung des Seekanals im Jahre 1930 um acht Meter war auch die seew√§rtige Verbindung des Hafenplatzes K√∂nigsberg entscheidend verbessert worden. Die Fahrrinne wurde selbst im strengsten Winter von Eisbrechern st√§ndig offen gehalten. Der Hafen galt in den 1930er Jahren als der modernste Hafen der Ostsee mit 4210 gel√∂schten Schiffen 1938. Dennoch konnten nach wie vor, Seeschiffe bis 3000 BRT auf dem neuen Pregel quer durch die ganze Innenstadt bis zur Feldm√ľhle Sackheim fahren. Der alte Pregel war bis zu den holzverarbeitenden Fabriken am Viehmarkt f√ľr Hochseeschiffe erreichbar, aber auch Gem√ľsek√§hne aus der Niederung wurden am Fischmarkt und am Junkergarten gel√∂scht.

Ein besonderer Vorzug des K√∂nigsberger Hafen gegen√ľber den weiter nord√∂stlich gelegenen H√§fen war seine ‚ÄěEisfreiheit‚Äú, d. h. der Hafen war auch im Winter erreich- und befahrbar. Der neue K√∂nigsberger Handels-, Industrie- Holz- und Freihafen, der f√ľnf gro√üe Hafenbecken umfasste, galt mit seinen modernen Getreidespeichern (der gr√∂√üte in Europa), die einen schnellen maschinellen Umschlag, eine Reinigung, Veredelung und Umstapelung des Getreides erm√∂glichten, als der modernste Hafen der Ostsee. Der Umschlag des Seeverkehrs belief sich 1938 auf 3,9 Mio Tonnen, der Umschlag des Binnenwasserverkehrs von Pregel, Deime, Gro√üem Friedrichsgraben, Kurischem Haff, Memel und den Masurischen Kan√§len auf 3400 K√§hne mit 950.000 Tonnen.

Die Sacktr√§ger nahmen auf der Lastadie eine Sonderstellung ein. Sie unterstanden dem Tr√§geramt der Kaufmannschaft, waren Freiarbeiter und wurden verh√§ltnism√§√üig hoch bezahlt. Es war keine Kleinigkeit, tagaus tagein Zweizentners√§cke auf den Schultern die steilen Leitern der Dampfer hinauf und zu den Rollenaufz√ľgen der Speicher zu tragen. Wer nicht mithalten konnte, schied von selbst aus. Sie bildeten Riegen von zehn bis sechzehn Mann unter einem Vormann. Sie hatten die blauen Leinenhosen gegen den Staub √ľber den Knien abgebunden, trugen gemusterte Hemden und auf dem Kopf das Kr√§tzchen; denn nat√ľrlich waren diese Riesen Soldaten gewesen. Sie wurden meist alt, waren gutm√ľtig, verf√ľgten √ľber einen trockenen Humor und gro√üe Schlagfertigkeit. Eine Ruhepause hie√ü ‚Äěen Piepke Tobak‚Äú. Ihre Spezialschn√§pse waren Blutgeschw√ľr (Eierkognak und Kirschlik√∂r), Speicherratte und Elefantendubs mit Setzei.[29]

Das Haus der Stauer f√ľr den gesamten Hafenbetrieb war in der Friedrichsburgstra√üe 19, neben der alten Feste Friedrichsburg.

Siehe auch: Schauerleute

Deutsche Ostmesse Königsberg (DOK)

Deutsche Ostmesse Königsberg

Die erste ‚ÄěDeutsche Ostmesse‚Äú wurde 1920 von Reichspr√§sident Friedrich Ebert er√∂ffnet. Handelte man anfangs nur mit landwirtschaftlichen Investitions- und Verbrauchsg√ľtern, so entwickelte sich die DOK schnell zur zweitgr√∂√üten Messe des Deutschen Reiches, nach Leipzig. Neben dem Gro√ühandel hatten auch der Handel mit Kolonialwaren, Eisen und Eisenwaren, Flachs, Hanf, H√§uten, Fellen und Leder, Baumaterialien und Kohlen, Textilwaren sowie der Holz- und Brennstoffhandel eine gro√üe Bedeutung. Des Erfolges wegen erweitere man die Palette auch durch Industrieg√ľter. Diesem zus√§tzlichen Ansatz folgend erbaute man 1925 das Haus der Technik. Die DOK st√§rkte die wirtschaftlichen Verbindungen der Exklave Ostpreu√üen mit dem Reich und ebnete gleichzeitig der deutschen Wirtschaft die Wege zu den osteurop√§ischen M√§rkten. 1930 kamen 120.000 Besucher, davon 2.500 Ausl√§nder. 1937 stieg die Zahl der Besucher auf 204.000. Die letzte Messe fand 1941 statt.

Industrie und Gewerbe

Die Industrie trat in K√∂nigsberg hinter Handel und Verkehr zur√ľck. Dennoch hatten sich in der Stadt einige Industriezweige entwickelt. Von jeher war die Holzwirtschaft f√ľr K√∂nigsberg von gro√üer Bedeutung. In ihrer Folge entstanden zwei gro√üe Zellstoff-Fabriken. Dazu geh√∂rten die S√§ge- und holzverarbeitende Industrie. Auch die landwirtschaftliche Verarbeitungsindustrie, Landmaschinen- und Waggonbau, Werften, Ziegeleien sowie eine Textil- und Maschinenindustrie bed√ľrfen der Erw√§hnung. Zwei G√ľter produzierte K√∂nigsberg, deren Handelsbeziehungen sich praktisch auf nahezu alle L√§nder der Erde erstreckte: Bernstein und Marzipan. Kleinere Betriebe stellten aus Bernstein Gebrauchs- und Schmuckgegenst√§nde her. Dagegen stellte die staatliche Bernstein-Manufaktur Schmuck und Schnitzarbeiten vorzugsweise aus gr√∂√üeren Bernsteinst√ľcken her. Auch das K√∂nigsberger Marzipan als zierliches Teekonfekt trug den Namen der Stadt in alle Welt. Die ‚ÄěUnion Gie√üerei K√∂nigsberg‚Äú war das bedeutendste Maschinenbauunternehmen der Stadt. K√∂nigsberg war Sitz der ostpreussischen Bernsteinmanufaktur.

Dienstleistungssektor

Weit √ľber die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war das ‚ÄěHaus der B√ľcher‚Äú, die Buchhandlung ‚ÄěGr√§fe und Unzer‚Äú. Im Jahre 1722 als Buchhandlung Gottfried Eckart gegr√ľndet, vergr√∂√üerte sich das Unternehmen kontinuierlich und firmierte vom fr√ľhen 19. Jahrhundert an als ‚ÄěGr√§fe und Unzer‚Äú, im Studentenjargon als ‚ÄěGr√§fin Unzer‚Äú. Otto Paetsch, seit 1902 Teilhaber und seit 1927 Alleininhaber der Firma, machte das Unternehmen zu Europas gr√∂√üter und modernster Sortimentsbuchhandlung. Bei den Bombardierungen im August 1944 wurde sie nicht vollst√§ndig zerst√∂rt.

Neben der Hypothekenbank der Ostpreu√üischen Landschaft existierten in K√∂nigsberg au√üerdem die 1871 gegr√ľndete K√∂nigsberger Vereinsbank und die 1895 gegr√ľndete Norddeutsche Creditanstalt als Kreditinstitute und der Hauptsitz der Nordstern-Versicherungen.

Telekommunikation

Das Königsberger Telefonnetz wurde 1883 mit 25 Teilnehmern eingerichtet. 1891 waren es bereits 563 und ab 1893 wurde es mit Berlin verbunden. 1908 waren 3226 und 1928 11300 Teilnehmer. Wurden 1893 täglich 6677 Gespräche vermittelt, so waren es 1928 bereits 80-90000. In den 1920er Jahren entstanden folgende Selbstanschlussämter:

  • Amt Hindenburg im Postamt 9 in der Hindenburgstra√üe
  • Amt Pregel im Postamt 6 in der Slekesstra√üe (1926)
  • Amt Schlossteich im Telegraphenamt am Gesecusplatz (1930)

Bildung

Universität und Hochschulen

Neue Albertus-Universität

Die K√∂nigsberger Universit√§t, die ‚ÄěAlbertina‚Äú, war eine Hochschule mit einer herausragenden Staats- und Universit√§tsbibliothek. Zu ihren Best√§nden geh√∂rte die traditionsreiche Silberbibliothek und die Wallenrodtsche Bibliothek. Daneben besa√ü K√∂nigsberg noch eine Kunstakademie und eine Handelshochschule.

Schulen

Die K√∂nigsberger Schulen, vor allem die humanistischen Gymnasien (Altst√§dtisches Gymnasium, Collegium Fridericianum, Kneiph√∂fisches Gymnasium), hatten einen ausgezeichneten Ruf. Eigens f√ľr sie hatte der preu√üische Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt den K√∂nigsberger Schulplan vorgelegt. Die Stadt K√∂nigsberg unterhielt auch andere Schulen, zum Beispiel das K√∂nigliche Wilhelms-Gymnasium, das K√∂nigliche Hufengymnasium, die Burgschule, das L√∂benichtsche Realgymnasium, die Ostpreu√üische M√§dchengewerbeschule und die K√∂nigin-Luise-Schule.

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Kossert 2008: S. 33.
  2. ‚ÜĎ Waleri Iwanowitsch Galzow: The problems of people's identification in the Kaliningrad region. Anthropological Journal on European Cultures 5 (1996), Nr. 2.
  3. ‚ÜĎ In einem Gespr√§ch mit dem Moskauer Sender Echo Moskwy am 9. Mai 2009 √§u√üerte der Leiter der Kaliningrader Stadtgebietsverwaltung, Felix Felixowitsch Lapin, den Wunsch, die Stadt solle ‚ÄěKjonigsberg‚Äú (jo = √∂) und der Verwaltungsbezirk ‚ÄěPreussen‚Äú hei√üen.
  4. ‚ÜĎ Hartmut Boockmann: Ostpreussen und Westpreussen. Siedler Verlag, 1992, ISBN 3-88680-212-4, S. 82. 
  5. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 3, S.560
  6. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 1, S. 103
  7. ‚ÜĎ Hartmut Boockmann: K√∂nigsberg. In: LexMA. Bd. V, J. B. Metzler, 1999, ISBN 3-423-59057-2 (Sp. 1326). 
  8. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 3, S.172
  9. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 2, S. 568
  10. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 2, S. 96
  11. ‚ÜĎ Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Band 3, S. 664
  12. ‚ÜĎ Uni Halle, FB Math./Inf., History
  13. ‚ÜĎ Acta Borussica III
  14. ‚ÜĎ Christopher Clark: Preu√üen. Aufstieg und Niedergang 1600‚Äď1947, S. 93
  15. ‚ÜĎ Fritz Gause: Die Geschichte der Stadt K√∂nigsberg in Preussen. 3 B√§nde, B√∂hlau, K√∂ln 1996, ISBN 3-412-08896-X. 
  16. ‚ÜĎ Richard Armstedt: Geschichte der k√∂nigl. Haupt- und Residenzstadt K√∂nigsberg in Preu√üen. Reprint der Originalausgabe, Stuttgart 1899
  17. ‚ÜĎ √úbersicht der Preu√üischen Handelsmarine (E. Wendt & Co., Hrsg.), Stettin 1848, S. 11-12.
  18. ‚ÜĎ N. H. Schilling: Statistische Mittheilungen √ľber die Gas-Anstalten Deutschlands, der Schweiz und die Gas-Anstalten einiger anderer L√§nder. 2. Auflage, M√ľnchen 1868, S. 176, (online).
  19. ‚ÜĎ Hans Lohmeyer: Zentralismus oder Selbstverwaltung. Ein Beitrag zur Verfassungs- und Verwaltungsreform. Berlin 1928.
  20. ‚ÜĎ a b c Robert Albinus: K√∂nigsberg Lexikon, W√ľrzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1
  21. ‚ÜĎ Bert Hoppe: Auf den Tr√ľmmern von K√∂nigsberg: Kaliningrad 1946‚Äď1970, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2000, S. 27 f. vgl. I. Krivoruckaja: Kampanija pereimenovanij. Kaliningrad 1998, S. 90‚Äď106.
  22. ‚ÜĎ Erlass Nr. 745/3 Zur Umbenennung von Ortschaften der Oblast Kaliningrad vom 5. Juli 1950 (russisch, online)
  23. ‚ÜĎ K√∂nigsberg - Wir sp√ľrten nur Hass, 9. April 2005
  24. ‚ÜĎ a b Mennonitisches Lexikon, Band 2, Stichwort K√∂nigsberg. Selbstverlag, 1937, S. 538.
  25. ‚ÜĎ Bernhard von Poten: Stutterheim, Ludwig August von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 75 f.
  26. ‚ÜĎ Alexander Wyneken: Aus K√∂nigsbergs Theatergeschichte. 1925 und 1926
  27. ‚ÜĎ Werner Schwarz: K√∂nigsberger Musikleben zwischen den beiden Weltkriegen. 1971
  28. ‚ÜĎ Stefanie Sch√ľler-Springorum: Assimilation and Community Reconsidered: The Jewish Community in K√∂nigsberg, 1871‚Äď1914, Jewish Social Studies, New Series 5/3 (199) 104‚Äď131, S. 107.
  29. ‚ÜĎ Herbert Meinhard M√ľhlpfordt: K√∂nigsberg von A bis Z - ein Stadtlexikon. Leer 1970

Siehe auch

Literatur

Zeitgenössische Chroniken
  • Peter von Dusburg: Chronicon Terrae Prussiae. (um 1326).
  • Nikolaus von Jeroschin: Di Kronike von Pruzinlant. (√úbertragung des Chronicon Terrae Prussae ins Niederdeutsche mit Erg√§nzungen, um 1340).
  • Wigand von Marburg: Chronica nova Prutenica. (in Fragmenten √ľberliefert, um 1400).
Quelleneditionen
  • Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores Rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preu√üischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft. B√§nde 1‚Äď5, Leipzig 1861‚Äď1874.
  • Klaus Scholz, Dieter Wojtecki: Peter von Dusburg. Chronik des Preu√üenlandes. √úbersetzung und Erl√§uterung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-00604-6 (Ausgew√§hlte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band XXV). 
√Ąltere Darstellungen
  • Ludwig von Baczko: Versuch einer Geschichte und Beschreibung K√∂nigsbergs. 2. Auflage, Goebbels und Ungar, K√∂nigsberg 1804, (online).
  • Richard Armstedt: Geschichte der k√∂nigl. Haupt- und Residenzstadt K√∂nigsberg in Preu√üen. Reprint der Originalausgabe, Stuttgart 1899.
Neuere Darstellungen
  • Christopher Clark: Preussen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947. Bundeszentrale f√ľr Politische Bildung, Bonn 2007, ISBN 978-3-89331-786-8. 
  • Fritz Gause: Die Geschichte der Stadt K√∂nigsberg in Preussen. 3 B√§nde, B√∂hlau, K√∂ln 1996, ISBN 3-412-08896-X. 
  • Kurt Falcke: Die B√ľrgermeister von K√∂nigsberg, in: Preu√üenland 1 (1963), S. 49-67
  • Fritz Gause: K√∂nigsberg in Preu√üen. Rautenberg 1987.
  • Gerhard von Glinski, Peter W√∂rster: K√∂nigsberg - Die ostpreu√üische Hauptstadt in Geschichte und Gegenwart. Westkreuz-Verlag, Berlin, Bonn 1992.
  • Eberhard Beckherrn, Aleksej Dubatov: Die K√∂nigsberg-Papiere. Neue Dokumente aus russischen Archiven. Schicksal einer deutschen Stadt. Langen M√ľller, M√ľnchen 1994.
  • Martin Schmitke: K√∂nigsberg in Preu√üen. Personen und Ereignisse 1255-1945 im Bild. Husum Verlag, Husum 1997, ISBN 978-3-88042-802-7.
  • J√ľrgen Manthey: K√∂nigsberg ‚Äď Geschichte einer Weltb√ľrgerrepublik. Hanser, M√ľnchen 2005, ISBN 3-446-20619-1. 
  • Wolfgang Sonthofen: Der Deutsche Orden. Weltbild, Augsburg 1995, ISBN 3-89350-713-2. 
  • Caspar Stein: Das alte K√∂nigsberg. Eine ausf√ľhrliche Beschreibung der drei St√§dte K√∂nigsberg samt ihren Vorst√§dten und Freiheiten wie sie anno 1644 beschaffen waren. In: Verein f√ľr Familienforschung in Ost- und Westpreussen (Hrsg.): Sonderschriften des Vereins f√ľr Familienforschung in Ost- und Westpreu√üen. Nr. 91, Verein f√ľr Familienforschung in Ost- und Westpreussen, Hamburg 1998, ISBN 3-931577-14-7. 
  • Christian Tilitzki: Alltag in Ostpreu√üen 1940‚Äď1945. Die geheimen Protokolle der K√∂nigsberger Justiz. W√ľrzburg 2003.
  • Hans Graf von Lehndorff: Ostpreu√üisches Tagebuch. Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945‚Äď1947, 21. Auflage. C. H. Beck, M√ľnchen 2006.
  • Reise in die alte Heimat - Ostpreu√üen in 1000 Bildern. Brandenburgisches Verlagshaus, 2011, ISBN 978-3-941557-25-3.

Weblinks

 Wikisource: K√∂nigsberg ‚Äď Quellen und Volltexte
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