Landesregierung (Deutschland)

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Landesregierung (Deutschland)
Regierungsparteien und Koalitionen

Unter der Landesregierung versteht man das Kabinett eines Landes in Deutschland. In Bayern und Sachsen nennt sich die Landesregierung Staatsregierung, in Rheinland-Pfalz heißt das Kabinett Ministerrat. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen heißt die Landesregierung Senat.

Die Landesregierung besteht aus dem Regierungschef und einer bestimmten Anzahl von Ministern (Landesministern, Staatsministern). Die Anzahl der Minister ist von Land zu Land unterschiedlich. In Bayern gibt es auch noch Staatssekretäre, die der Staatsregierung angehören können.

Die Regierungschefs hei√üen in den Fl√§chenl√§ndern Ministerpr√§sident, in Berlin Regierender B√ľrgermeister und in Bremen und Hamburg Pr√§sident des Senats. In den Stadtstaaten hei√üen die Minister Senatoren.

Der Staats- bzw. Regierungsform nach sind alle deutschen Länder parlamentarische Republiken. Die verfassungspolitischen Rahmenbedingungen dieser Regierungsform werden durch bundesstaatliches Verfassungsrecht, das sog. Homogenitätsgebot des Grundgesetzes (Art. 28 GG), zwingend vorgeschrieben, wobei dieses Gebot grundsätzlich auch eine präsidentielle Regierungsform auf Länderebene zuließe.

Inhaltsverzeichnis

Historische √úbersicht der Vorsitzenden der Landesregierungen

√úbersicht √ľber die Ministerpr√§sidenten
√úbersicht √ľber die Ministerpr√§sidenten

Frauen als Vorsitzende der Landesregierung

Bis heute wurden in Deutschland vier Frauen zu Vorsitzenden einer Landesregierung gew√§hlt. Von diesen eroberte allerdings nur eine, Hannelore Kraft, durch Spitzenkandidatur bei einer allgemeinen Wahl das Amt. Die anderen drei wurden jeweils nach R√ľcktritten der jeweiligen Amtsinhaber durch die jeweiligen Parlamentsmehrheiten gew√§hlt.

Die erste Frau, die die Regierung eines Bundeslandes f√ľhrte, war Heide Simonis (SPD), die 1993 erstmals zur Ministerpr√§sidentin Schleswig-Holsteins gew√§hlt wurde und bis 2005 im Amt war. Sie war auch die einzige Frau, die bei Folgewahlen wiedergew√§hlt wurde.

Derzeit stehen drei Frauen an der Spitze einer Landesregierung: die 2009 zur Ministerpr√§sidentin von Th√ľringen gew√§hlte Christine Lieberknecht (CDU), die 2010 ins Amt gew√§hlte Ministerpr√§sidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft (SPD) und die 2011 zur Ministerpr√§sidentin des Saarlands gew√§hlte Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Der Frauenanteil unter den Vorsitzenden der 16 Landesregierungen liegt damit bei 18,75 Prozent, was sich erheblich unter dem zwischen rund 25 Prozent (Baden-W√ľrttemberg[1], Mecklenburg-Vorpommern[2]) und etwa 40 Prozent (Bremen[3], Brandenburg[4], Hamburg[5]) liegenden Frauenanteil der 16 Parlamente der Bundesl√§nder bewegt. Damit sind Frauen, nicht nur gemessen an ihrem Bev√∂lkerungsanteil, sondern auch an ihrer tats√§chlichen Vertretung in den Parlamenten, in diesem politischen Spitzenamt deutlich unterrepr√§sentiert. Mit derzeit zwei von sieben liegt der Frauenanteil unter den CDU-Ministerpr√§sidenten bei 28,57%, bei der SPD mit eins von sieben bei 14,29% deutlich darunter.

Siehe auch

Kabinette

Landesregierungen gegenwärtiger deutscher Länder


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