Lehrte

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Lehrte
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lehrte
Lehrte
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lehrte hervorgehoben
52.37259.976944444444562
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
H√∂he: 62 m √ľ. NN
Fl√§che: 127 km¬≤
Einwohner:

43.259 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31275
Vorwahl: 05132
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschl√ľssel: 03 2 41 011
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
31275 Lehrte
Webpräsenz: www.lehrte.de
B√ľrgermeister: Klaus Sidortschuk (SPD)
Lage der Stadt Lehrte in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am R√ľbenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
√úber dieses Bild
Die Lage der Kernstadt im Stadtgebiet von Lehrte
Rathaus
Ehemalige Kali-Förderanlagen

Lehrte ist eine Stadt in der Region Hannover, 17 Kilometer √∂stlich der Landeshauptstadt Hannover in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Nachbargemeinden

Lehrte grenzt an Hannover, Isernhagen, Burgdorf, Uetze und Sehnde sowie an den Landkreis Peine.

Stadtgliederung

Lehrte besteht aus den Ortsteilen Ahlten (5.410 Einwohner am 31. Dez. 2009), Aligse (1.740), Kolshorn (387), R√∂ddensen (260), Steinwedel (1.845), Immensen (2.530), Arpke (2.962), H√§melerwald (4.645), Sievershausen (2.468) und der Kernstadt Lehrte (22.916).[2]

Geschichte

Geschichte des Kernorts

1147 erstmals urkundlich erw√§hnt war Lehrte √ľber Jahrhunderte ein relativ unbedeutendes Bauerndorf. Zwischen 1147 und 1302, das genaue Datum ist nicht bekannt, wurde im Ort Kapelle als Untergliederung der Kirche in Steinwedel gegr√ľndet[3], die heutige Nikolauskirche. Bereits zu dieser Zeit liegt Lehrte im historischen Siedlungsraum des Gro√üen Freien.

Mit dem Bau der Bahnstrecke Hannover‚ÄďBraunschweig ab 1843 erlangte Lehrte erstmals Bedeutung, welche in den folgenden Jahren mit der Verl√§ngerung der Bahnstrecken nach Celle, Hildesheim und Berlin (Lehrter Bahn mit Lehrter Bahnhof) noch zunahm. Zu Beginn des Eisenbahnbaus hatte der Ort 755 Einwohner, 60 Jahre sp√§ter etwa zehn Mal so viele. 1898 wurden Lehrte die Stadtrechte verliehen. Mit der Eisenbahn siedelte sich Industrie an, so gab es eine Tonwaren-, Minerald√ľnger-, Zement-, Konserven- und eine Zuckerfabrik.

1881 gr√ľndete Hermann Manske mit anderen Kommanditisten in der Lehrter Feldmark die Zementfabrik Germania. Sie war die zweite Fabrik der Zementindustrie bei Hannover. Manske stiftete 1892 der Stadt Lehrte ein Krankenhaus mit Grundst√ľck, welche ihm zu Ehren eine Stra√üe in Manskestra√üe benannte. 1910 wurde die Zementfabrik stillgelegt. 1911 entstand eine Viehverkaufshalle, und Lehrte wurde zum bedeutendsten Viehumschlagplatz in Norddeutschland. 1912 wurde der Kalischacht Bergmannssegen abgeteuft. In dieser Zeit wurden Schulen und vor allem das Gymnasium gebaut, das lange Zeit das einzige im Landkreis Burgdorf gewesen ist.

Mitte der 1930er Jahre wurde n√∂rdlich von Lehrte eine Autobahn, die heutige Bundesautobahn 2, erbaut. Bei der Gewinnung des daf√ľr n√∂tigen Sand und Kies entstand der Hohnhorstsee, der damals noch Autobahnsee genannt wurde und nach dem die Autobahnrastst√§tte bei Lehrte in Lehrter See benannt wurde. Die s√ľdlich der Autobahn gelegene Rastst√§tte grenzte urspr√ľnglich bis an den See an, wurde jedoch 1987 abgerissen.[4]

Geschichte der neuen Stadt Lehrte

Bis zum Jahre 1974 war Lehrte eine Stadt im Landkreis Burgdorf im Regierungsbezirk L√ľneburg. Die Gebietsreform in diesem Jahr vereinigte die Landkreise Burgdorf (BU), Neustadt am R√ľbenberge (NR√ú), Springe am Deister (SPR, nur teilweise) und Hannover zu einem neuen Gro√ükreis Hannover, der dem Regierungsbezirk Hannover zugeordnet wurde. Im Rahmen dieser Gebietsreform schlossen sich die damalige Stadt Lehrte sowie die Orte, welche heute Ortsteile sind, mit dem Gebiets√§nderungsvertrag vom 14. Dezember 1973 zu der ‚Äěneuen Stadt Lehrte‚Äú zusammen.[5] Seit dem 1. November 2001 bilden der ehemalige Landkreis Hannover einschlie√ülich der Stadt Lehrte und die Landeshauptstadt Hannover die Region Hannover. In Folge der Aufl√∂sung des Regierungsbezirks Hannover am 31. Dezember 2004 endete die Zugeh√∂rigkeit zum diesem.

Alter Wasserturm am neuen Stadtpark bei Nacht

Seit 1975 hat sich die Stadt st√§dtebaulich gewandelt. Nicht mehr ben√∂tigte innerst√§dtische Gewerbe-Brachfl√§chen wurden neu genutzt (Neues Zentrum). Ehemalige Bahnschranken√ľberg√§nge wurden durch kreuzungsfreie Trogbauwerke ersetzt. Industrie- und Gewerbebetriebe wurden schon in den 1970er-Jahren an den Stadtrand in neuen Gewerbegebieten angesiedelt. Die st√§dtebauliche Entwicklung wurde und wird seit mehr als 30 Jahren von der Deutschen Bahn stark behindert, sehr gro√üe Eisenbahn-Brachfl√§chen liegen noch immer im Lehrter Kernstadtgebiet (Richtersdorf, alter Verschiebebahnhof). Die 2002 mit dem Abriss der ehemaligen Zuckerfabrik freigewordenen circa 115 Hektar umfassenden innerst√§dtischen Fl√§chen wurden f√ľr die Erweiterung des Stadtparks um 28 Hektar sowie f√ľr zus√§tzliche inner√∂rtliche Verkaufsfl√§chen verwendet, was aber gleichzeitig zu einer Zersiedelung des Zentrums f√ľhrte. Eine weitere Teilfl√§che des Zuckerfabriksgel√§ndes liegt seit L√§ngerem brach. Im Juni 2009 entschied der Rat der Stadt Lehrte, dass diese Teilfl√§che im Wesentlichen f√ľr einen Baumarkt genutzt werden soll.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel ‚ÄěOrt der Vielfalt‚Äú.

Geschichte der Ortsteile

  • Sievershausen
In der Schlacht bei Sievershausen standen sich am 9. Juli 1553 insgesamt rund 25.000 Mann der Heere des Kurf√ľrsten Moritz von Sachsen und des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gegen√ľber.

Einwohnerentwicklung

Lehrte Einwohnerentwicklung 1638-2006.png
  • 1638 - 350
  • 1800 - 565
  • 1900 - 6.554
  • 1914 - 9.843
  • 1939 - 11.729 (Volksz√§hlung)
  • 1950 - 19.172 (30.06.)
  • 1970 - 21.974 (Volksz√§hlung)
  • 1974 - 37.861 (Gebietsreform)
  • 1981 - 38.371 (30.06.)
  • 1987 - 39.577 (Volksz√§hlung)
  • 1990 - 40.086 (30.06.)
  • 1995 - 41.728 (30.06.)
  • 2000 - 43.683 (30.06.)
  • 2005 - 44.149 (31.12.)
  • 2006 - 43.925 (31.12.)

Politik

Der Rat der Stadt besteht aus 40 Ratsmitgliedern, der B√ľrgermeister stellt das 41. Ratsmitglied. Der Rat teilt sich folgenderma√üen auf:

Lehrte wird von 2011 an, wie schon von 2006 bis 2009, von einer Ratskoalition aus SPD und GR√úNE regiert.

Klaus Sidortschuk von der SPD wurde bei den Kommunalwahlen am 11. September 2011 zum B√ľrgermeister gew√§hlt und √ľbt diese Amt seit dem 01. November 2011 aus.

Partnerstädte

Partnerst√§dte der Stadt Lehrte sind Sta√üfurt, M√∂nster√•s in Schweden, Trzcianka (fr√ľher Sch√∂nlanke) in Polen, Vanves in Frankreich und Ypern in Belgien.[6]

Au√üerdem bestehen kirchliche Partnerschaften in die Departamentos Valle und Cauca in Kolumbien sowie zu Borna in Sachsen und Johannesburg in S√ľdafrika.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Das kulturelle Zentrum der Stadt ist das Kurt-Hirschfeld-Forum, in dem Veranstaltungen des Theaters f√ľr Niedersachsen (fr√ľhere Landesb√ľhne Hannover) und von Wanderb√ľhnen stattfinden. Dem Forum angeschlossen ist die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv.

Im Fachwerkhaus im Stadtpark finden Lesungen, Konzerte, Kabaretts und √§hnliches statt. K√ľnstlerische Ausstellungen sind in der Galerie Alte Schlosserei auf dem Gel√§nde der ehemaligen Zuckerfabrik und in der Nikolauskirche zu besichtigen.

Ein Programmkino (Das Andere Kino) bietet Kino im Rahmen einer offenen Jugendarbeit.

Außerdem befindet sich in Lehrte das älteste und größte mechanische Stellwerk Norddeutschlands, das Stellwerk Lpf ist heute ein Museum.

Der Wasserturm ist das von Lehrter B√ľrgern gew√§hlte Wahrzeichen der Stadt. Der Turm hat in einem Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte des Stadtmarketingvereins eine Au√üenbeleuchtung erhalten.

Lehrter Klärteiche (Lage)52.37416210.004732
Klärteiche der ehemaligen Zuckerfabrik

Im Osten der Stadt finden sich im Th√∂nser Bruch die Kl√§rteiche der ehemaligen Zuckerfabrik. Deren Gesamtfl√§che betr√§gt 38 Hektar. Die mit Schlie√üung der Zuckerfabrik 1998 √ľberfl√ľssig gewordene biologische Kl√§ranlage hat sich seit ihrer Au√üerbetriebnahme zu einem Biotop gewandelt. Die der schlechten Erschlie√üung mit Wegen geschuldete Ruhe beg√ľnstigt vor allem den Artenreichtum an V√∂geln. So wurden hier von Ornithologen bis 2008 mehr als 260 Vogelarten gez√§hlt. Die Kl√§rteiche befinden sich im Besitz der Stiftung Kulturlandpflege. Das durch Verdunstung und Versickerung entweichende Wasser wird durch Tiefgrundwasser und durch vorhandene, neu angeschlossene Vorfluter nachgef√ľhrt.[7][8]

Wirtschaft

Traditionell ist die Landwirtschaft ein starker Wirtschaftszweig. Daher war Lehrte seit 1883 Sitz der Lehrter Zucker AG, welche durch Fusion etwa 1990 in der Nordzucker AG aufgegangen ist. In der Innenstadt von Lehrte befand sich eine gro√üe Zuckerfabrik, die Ende 1998 im Zuge der Konzentration in der Zuckerindustrie geschlossen wurde. Auf einem Teil des Gel√§ndes der ehemaligen Zuckerfabrik wurde am 23. November 2005 das ‚ÄěEinkaufszentrum Zuckerfabrik‚Äú er√∂ffnet, ein anderer Teil diente der Erweiterung des Stadtparks.

Auch in Lehrte gibt es in der Landwirtschaft eine Diversifikation. Neben konventionellen Anbau sind alternative Wirtschaftsweisen immer st√§rker vertreten, ein Beispiel hierf√ľr ist das Gut Adolphshof. Neue Erwerbsquellen f√ľr Landwirte liegen in der der Gewinnung regenerativer Energie.

Von 1910 bis 1994 bestand das Salzbergwerk Bergmannssegen Hugo, mit dessen Flutung 1998 begonnen wurde. Erhalten geblieben ist das Blockf√∂rderger√ľst.

Aufgrund der zentralen Lage im Schnittpunkt der Bundesautobahnen 2 und 7 hat Lehrte zunehmende Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt und Logistikzentrum. So finden sich in Lehrte unter anderen Umschlaglager des Discounters Aldi-Nord, des Lebensmittelkonzerns Rewe Group, des Reifenhändlers Delticom, des Baumarkts Hornbach, der Spedition Hellmann sowie des Paketdienstes DPD. Die Produktion der Großbäckerei Schäfers Brot erfolgt vor allem in einer Brotfabrik in Lehrte. Die Fabrik wurde Oktober 1999 fertiggestellt und beliefert etwa 250 Filialen.

Lehrte ist Standort eines THW-Ortsverbandes. Hier sind ein Technischer Zug sowie die Fachgruppen ‚ÄěInfrastruktur‚Äú und ‚ÄěF√ľhrung und Kommunikation‚Äú beheimatet.

Bildung

In der Stadt Lehrte gibt es elf Grundschulen, sieben davon in Ortschaften. Als weiterf√ľhrende Schulen existieren eine Haupt-, eine Real- sowie eine Integrierte Gesamtschule. Das Gymnasium ist das √§lteste im ehemaligen Landkreis Burgdorf. Daneben existieren zwei Sonderschulen (Lernbehinderungen/Sprachheilschule).

An der ehemaligen Orientierungsstufe Lehrte S√ľd startete 2001 erstmals das Gesundheits-Pr√§ventionsprojekt ‚ÄěLehrter Modell‚Äú.[9]

Energie

Im Ortsteil Ahlten befindet sich seit den 1920er Jahren ein großes Umspannwerk. Von diesem Umspannwerk erfolgte 1944 der Aufbau einer Versuchsanlage zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung nach Misburg.[10]

Verkehr

Schienenverkehr

Ehemaliges Stellwerk, an dem sich die Strecken nach Hannover (links) und Celle (rechts) trennen
Bahnstromumformerwerk Lehrte

Lehrte entwickelte sich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt der K√∂niglich Hann√∂verschen Staatseisenbahnen und wurde zu einer typischen sogenannten Eisenbahnerstadt. 1843 wurde die Eisenbahnstrecke Hannover‚ÄďPeine √ľber Lehrte gebaut, die in den folgenden Jahren nach Braunschweig verl√§ngert und mit Seitenlinien von Lehrte nach Celle (1845) und nach Hildesheim (1846) verl√§ngert wurde. 1844 entstand auch das Empfangsgeb√§ude des Bahnhofes im klassizistischen Stil nach Pl√§nen von Eduard Ferdinand Schwarz.

Die Berlin-Lehrter Eisenbahn wurde von der Magdeburg-Halberst√§dter Eisenbahngesellschaft (MHE) gebaut und 1871 durchg√§ngig er√∂ffnet. Sie stand in Konkurrenz zu der bereits bestehenden Bahnlinie √ľber Magdeburg und Braunschweig. Endpunkt der Bahn war in Berlin der Lehrter Bahnhof, der 1958 abgerissen wurde. Der nahe dieser Stelle befindliche neue Berliner Hauptbahnhof erinnert mit dem Namenszusatz ‚ÄěLehrter Bahnhof‚Äú noch daran. Von Lehrte f√ľhrten weitere Strecken √ľber Celle nach Hamburg, nach Hildesheim und nach Hannover.

Die Bahnstrecke nach Hildesheim, die die s√ľdliche Kernstadt in eine westliche und √∂stliche H√§lfte teilte, wurde 1990 umgelegt und √∂stlich von Lehrte an das Streckennetz wieder angeschlossen. Hierdurch ergab sie eine lang erw√ľnschte Verkehrsentlastung im Bereich des Stadtkerns. Der alte Bahndamm wurde als innerst√§dtischer Gr√ľnzug neu gestaltet. Die f√ľr Lehrte typischen Bahnschranken waren damit in der Kernstadt verschwunden.

1998 wurde die Schnellfahrstrecke von Hannover √ľber Lehrte an der alten Berlin-Lehrter Eisenbahn entlang √ľber Meinersen, Gifhorn, Wolfsburg, Oebisfelde, Stendal und Spandau nach Berlin er√∂ffnet. Lehrte ist heute reine Nahverkehrsstation, da die ICE und IC in Richtung Berlin und die IC in Richtung Leipzig durchfahren.

F√ľr den Personennahverkehr ist Lehrte ein wichtiger Knotenpunkt im Gro√üraum-Verkehr Hannover (GVH) mit Anschluss an die S-Bahn Hannover. Unter anderem halten oder enden Zugverbindungen verschiedener Kategorien von/nach Bielefeld, Braunschweig, Celle, Hannover, Hildesheim, Rheine und Wolfsburg in Lehrte.

Der ehemalige Rangierbahnhof am Schnittpunkt der Nord-S√ľd- und Ost-West-G√ľterstrecken wurde nach seiner Stilllegung 1960 bis 1964 um die H√§lfte seiner bisherigen Anlagen verkleinert. Seine Reste sollen in einen Containerbahnhof umgebaut werden, in dem nicht mehr G√ľterwaggons rangiert werden brauchen. Die Einrichtung soll die Bezeichnung ‚ÄěMegahub Lehrte‚Äú tragen. Aufgrund der noch nicht gesicherten Finanzierung ist der Zeitpunkt der Realisierung ungewiss.[11]

Im Ortsteil Ahlten befindet sich ein Bahnstromumformerwerk mit Unterwerk.

Straßenverkehr

Lehrte liegt an der von Westen nach Osten f√ľhrenden Bundesautobahn 2 von Dortmund √ľber Hannover nach Braunschweig und weiter nach Magdeburg und Berlin und ist durch drei Anschlussstellen (Lehrte, Lehrte-Ost, Lehrte-H√§melerwald) angebunden.

Etwa 7 km westlich von Lehrte verl√§uft die von Norden nach S√ľden f√ľhrende Bundesautobahn 7 von Hamburg √ľber Hannover weiter nach Hildesheim, G√∂ttingen, Kassel und Ulm und kreuzt die A 2 im Autobahnkreuz Hannover-Ost, das in der Gemarkung Ahlten auf Lehrter Stadtgebiet liegt. Lehrte ist an die A 7 √ľber eine weitere Anschlussstelle (Hannover-Anderten) angebunden.

Durch Lehrte verl√§uft in Nord-S√ľd-Richtung die Bundesstra√üe 443. Diese f√ľhrt nach Norden √ľber Burgdorf zur Bundesautobahn 37 beziehungsweise Bundesstra√üe 3 nach Celle und nach S√ľden √ľber Sehnde nach Hildesheim. Die B 443 kreuzt s√ľdlich von Lehrte die Bundesstra√üe 65 von Hannover nach Peine.

F√ľr die Bem√ľhungen um einer Verbesserung der Fahrradweg-Infrastruktur, zum Beispiel durch die Umgestaltung einer ehemaligen Bahntrasse zu einem Radweg, wurde die Kommune 2009 mit dem Titel der fahrradfreundlichsten Stadt Niedersachsens geehrt.[12][13]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich Bokemeyer (1679‚Äď1751), Theologe, Dichter und Komponist
  • Grete Sehlmeyer (1891‚Äď1967) war eine deutsche Politikerin (FDP, Liberaler Bund) und Mitglied des Nieders√§chsischen Landtages.
  • Otto Heineke (1893‚Äď1980), Natursch√ľtzer, Kunsthistoriker, Lehrer und Landwirt
  • Wilhelm Hagemann (1899‚Äď1973) war ein deutscher Schachspieler und bekannter -komponist
  • Heinrich Schmidt (1902‚Äď1960), Politiker (NSDAP), MdR
  • Otto Kloppmann (1902‚Äď?), SS-Hauptscharf√ľhrer und als Kriminalsekret√§r Leiter der Politischen Abteilung in den Konzentrationslagern Majdanek und Dachau
  • Kurt Hirschfeld (1902‚Äď1964), Intendant des Z√ľrcher Schauspielhauses
  • Bernhard M√ľhlhan (1905‚Äď1972), Politiker (FDP), MdB
  • Kurt Weiler (1921) war einer der wichtigsten Trickfilmregisseure der DDR
  • Wilhelm Behre (1923‚Äď2007), Kirchenvorsteher der evangelischen-lutherischen Matth√§us-Gemeinde (26 Jahre), Heimatforscher, Tr√§ger des Bundesverdienstkreuzes
  • Rolf Baehre (1928‚Äď2005) war ein deutscher Bauingenieur und Professor f√ľr Stahlbau an der Universit√§t Karlsruhe
  • G√ľnther Schiwy (1932‚Äď2008) war ein deutscher Schriftsteller und Verlagslektor.
  • Michael Stolze (* 1944), Politiker (SPD), von 1994 bis 2003 Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen
  • Jochen B√∂lsche (* 1945), ist ein deutscher Journalist und Autor.
  • Hiltrud Hensen (* 1948), dritte Exfrau von Gerhard Schr√∂der und Schirmherrin verschiedener karitativer Organisationen
  • Rolf Garske (1952‚Äď1996) war ein deutscher Verleger und Organisator im Bereich des k√ľnstlerischen Tanzes
  • Bernd Holznagel (* 1957) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler
  • Carsten H√ľbner (* 1969) ist ein ehemaliger deutscher Politiker der PDS
  • Dirk Strauch (* 1972) deutscher Lyriker, √úbersetzer und Verleger, der unter dem Pseudonym Zaunk√∂niG auftritt
  • Linda Heins (* 1978), Operns√§ngerin
  • Tatjana Steinhauer (* 1991), Wasserball-Nationalspielerin und EM-Teilnehmerin.

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Friedrich Schulze-Langendorf (1886‚Äď1970) war ein deutscher Politiker (NSDAP)
  • Alfred Schlemm (1894‚Äď1986), deutscher Offizier w√§hrend des Ersten und Zweiten Weltkriegs, lebte in der Nachkriegszeit bis zu seinen Tode auf dem Schlemmschen Gut in Ahlten.
  • August T√ľnnermann (1896‚Äď1982) war ein deutscher Politiker (KPD). Er war 1946 Vizepr√§sident des ernannten Hannoverschen Landtages.
  • Bogislaw von Bonin (1908‚Äď1980) war ein deutscher Offizier und Publizist
  • Fritz Linde (1917‚Äď1967) war ein deutscher Politiker (FDP) und Mitglied des Nieders√§chsischen Landtages.
  • Reinhard Mey (* 1942), deutscher Musiker, geh√∂rt zu den ehemaligen Bewohnern Ahltens.
  • Gerhard Schr√∂der (* 1944), Politiker, SPD, ehem. Ministerpr√§sident von Niedersachsen und ehem. Bundeskanzler, lebte w√§hrend seiner Ehe mit Hiltrud Hensen von 1984 bis 1997 in Immensen. Die Ehe wurde in Lehrte geschlossen und dort geschieden.
  • Werner Lampe (* 1952), Gewinner nationaler und internationaler Schwimmwettbewerbe und Olympiateilnehmer lebt in Arpke
  • Ursula von der Leyen (* 1958), Politikerin, CDU, vom 2005 bis 2009 Bundesministerin f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, seitdem Bundesministerin f√ľr Arbeit und Soziales, besuchte das Gymnasium Lehrte.
  • Ronald M. Schernikau (1960‚Äď1991), Schriftsteller
  • Hans-Joachim Deneke-J√∂hrens (* 1961) ist ein deutscher Politiker (CDU)
  • Hubertus Heil (* 1972), Politiker, SPD-Generalsekret√§r von 2005 bis 2009, wuchs in der Lehrter Ortschaft H√§melerwald auf.

Literatur

  • Wilhelm Behre: Lehrte in alten Ansichten. Verlag: Europaeische Bibliothek, Zaltbommel/Niederlande 1980, 116 Seiten, ISBN 90-288-1203-2
  • Paul Bode: Urkundliches zur Geschichte der Stadt Lehrte. Hrsg.: Stadtverwaltung Lehrte, Lehrte 1954, 216 Seiten
  • Ernst B√∂deker: Dorf- und Stadtgeschichte Lehrte. Hrsg.: Stadtverwaltung Lehrte - Lehrte 1948, 34 Seiten
  • Hans H. G√∂tting, Ernst B√∂deker, Paul Bode: Von den Anf√§ngen bis zur Stadtwerdung des Dorfes Lehrte, Verlag der B√ľcherstube Jens Veenhuis, Lehrte 1996
  • Werner Mikus: Die Auswirkungen eines Eisenbahnknotenpunktes auf die geographische Struktur einer Siedlung: am speziellen Beispiel von Lehrte und ein Vergleich mit Bebra und Olten/Schweiz, Freiburg 1966 (Freiburger Geographische Hefte, H. 3. Zugl.: Diss. Univ. Freiburg 1966).
  • Hans Veit: Lehrte vor dem Ersten Weltkrieg : eine bebilderte Chronik der Jahre 1901 bis 1914. Verlag August Lax, Hildesheim 1987, ISBN 3-7848-4038-8.
  • Hans Veit: Lehrte im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik : 1914 - 1932. Verlag der Lehrter B√ľcherstube, Lehrte 1989.

Quellen

  1. ‚ÜĎ Landesbetrieb f√ľr Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen ‚Äď Bev√∂lkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Stadt Lehrte
  3. ‚ÜĎ Paul Bode: Urkundliches zur Geschichte der Stadt Lehrte. Hrsg.: Stadtverwaltung Lehrte, Lehrte 1954, S. 93, 2. Absatz
  4. ‚ÜĎ Infotafeln zwischen Hohenhorstsee und Bundesautobahn 2, abgelesen am 15. Mai 2010
  5. ‚ÜĎ Stadt Lehrte/Ortsrechttexte
  6. ‚ÜĎ Lehrte.de: Partnerst√§dte
  7. ‚ÜĎ Einbecker Morgenpost vom 17. September 2005, Stiftung √ľbernimmt Lehrte Zuckerteich, PDF-Datei: 71,53 kB [1]
  8. ‚ÜĎ Anzeiger f√ľr Burgdorf/Lehrte vom 30. April 2008, Natur hat die Kl√§rteiche erobert, PDF-Datei: 152,75 kB [2]
  9. ‚ÜĎ Weltdiabetikertag 14. November 2001 ‚Äď Diabetes verhindern
  10. ‚ÜĎ Dietrich Oeding, Bernd R. Oswald: Elektrische Kraftwerke und Netze. Verlag Springer, Berlin 2004, ISBN 3540008632, S. 838 (Auszug in der Google Buchsuche).
  11. ‚ÜĎ http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Uebersicht/Megahub-in-Lehrte-wird-vorerst-nicht-gebaut
  12. ‚ÜĎ Bild.de: Lehrte als fahrradfreundlichste Kommune ausgezeichnet
  13. ‚ÜĎ Lehrte.de: Lehrte ist Niedersachsens fahrradfreundlichste Kommune 2009

Weblinks

 Commons: Lehrte ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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