Leverkusen

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Leverkusen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Leverkusen
Leverkusen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Leverkusen hervorgehoben
51.0333333333336.983333333333360
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
H√∂he: 60 m √ľ. NN
Fl√§che: 78,87 km¬≤
Einwohner:

160.772 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2038 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 51368-51381
Vorwahlen: 0214 (Wiesdorf u. a.), 02171 (Opladen u. a.), 02173 (Hitdorf)
Kfz-Kennzeichen: LEV
Gemeindeschl√ľssel: 05 3 16 000
Stadtgliederung: 3 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Postfach 10 11 40
51311 Leverkusen
Webpräsenz: www.leverkusen.de
Oberb√ľrgermeister: Reinhard Buchhorn (CDU)
Lage der Stadt Leverkusen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen M√ľlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann D√ľsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg M√∂nchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis D√ľren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna M√§rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen K√∂ln St√§dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis St√§dteregion Aachen Kreis Euskirchen M√ľnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Kreis H√∂xter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-L√ľbbecke BielefeldKarte
√úber dieses Bild

Leverkusen ist eine kreisfreie Stadt im s√ľdlichen Nordrhein-Westfalen. Die Stadt geh√∂rt zum Regierungsbezirk K√∂ln und liegt geographisch im Bergischen Land und somit im Rheinland.

Das Mittelzentrum nord√∂stlich von K√∂ln z√§hlt zu den kleineren Gro√üst√§dten des Landes und hat ungef√§hr 161.000 Einwohner. Bekanntheit erlangte Leverkusen vor allem durch den Konzern Bayer AG und den Fu√üball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Gegr√ľndet wurde die Stadt Leverkusen 1930 durch den Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinb√ľchel und Rheindorf.[2]

Ihren Namen verdankt die Stadt dem Apotheker und Chemieunternehmer Carl Leverkus, dessen Familie von der Hofschaft Leverkusen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Remscheid abstammte. Leverkus gr√ľndete um die Mitte des 19. Jahrhunderts bei Wiesdorf am Rhein eine Chemiefabrik und gab der Siedlung seiner Arbeiterschaft dort in Erinnerung an den Lenneper Familiensitz den Namen Leverkusen, der 1930 auf die neu gegr√ľndete Stadt Leverkusen √ľberging.

Die heutige Stadt Leverkusen entstand 1975 aus der Eingemeindung der Kreisstadt Opladen sowie der St√§dte Bergisch Neukirchen und Hitdorf nach Leverkusen. Die neugegliederte Stadt wurde danach intern in drei Verwaltungsbezirke aufgeteilt; dabei wurde Opladen auf die Bezirke II und III aufgespalten. Leverkusen hat drei gr√∂√üere Stadtzentren mit Fu√üg√§ngerzonen. Sie befinden sich in den Stadtteilen Leverkusen-Mitte (Wiesdorf), Schlebusch und Opladen. Opladen wird auch als das Tor zum Bergischen Land bezeichnet. Bergisch Neukirchen, Quettingen, L√ľtzenkirchen und Steinb√ľchel liegen auf dem Westabhang des Bergischen Landes. Das restliche Stadtgebiet liegt in der Rheinebene.

Der in Leverkusen gesprochene Dialekt ist der n√∂rdliche mittelfr√§nkische Dialekt des Ripuarischen, auch als ‚Äěk√∂lsche Mundart‚Äú bekannt. Des Weiteren gibt es bergische Dialekte in den √∂stlichen Stadtgebieten Leverkusens, deren Eingemeindung aus dem Jahre 1975 keinen Abbruch getan hat.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Karte von Leverkusen

Die Stadt Leverkusen liegt am rechten Ufer des Niederrheins, am Unterlauf der Wupper und an der Dh√ľnn. Die nat√ľrliche Stadtgrenze im Westen bildet der Rhein. Ca. 10 km s√ľdlich der Stadt liegt K√∂ln, im Norden Langenfeld (Rheinland). Die √∂stlichen Stadtteile dehnen sich bis in die Ausl√§ufer des Bergischen Landes aus.

Der h√∂chste Punkt des Stadtgebiets befindet sich an der Stadtgrenze zu Burscheid in H√∂he der Kompostierungsanlage Heiligeneiche mit 198,7 m √ľ. NN, der niedrigste mit 35,1 m √ľ. NN liegt bei der Hitdorfer Hafeneinfahrt. Die Stadtgrenze hat einen Umfang von 56 Kilometern. Die gr√∂√üte Nord-S√ľd-Ausdehnung betr√§gt 8,9 und die gr√∂√üte West-Ost-Ausdehnung 15,3 Kilometer.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Leverkusen, sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, genannt:

Leichlingen (Rheinland), Burscheid, Odenthal und Bergisch Gladbach (alle Rheinisch-Bergischer Kreis), Köln (Kreisfreie Stadt) sowie Monheim am Rhein und Langenfeld (Rheinland) (beide Kreis Mettmann).

Stadtgliederung

Stadtteile und -bezirke: Stadtbezirk I blau, II rot, III gr√ľn

Mit der kommunalen Neugliederung 1975 wurde das Stadtgebiet Leverkusens in drei Stadtbezirke, 13 Stadtteile und 16 Statistische Bezirke unterteilt. Im Jahr 2003 wurden als weitere Gliederungsstufe 77 ‚ÄěQuartiere‚Äú abgegrenzt.[3] Jeder Stadtbezirk verf√ľgt √ľber eine eigene Bezirksvertretung, die aus 15 Mitgliedern, den Bezirksvertretern, besteht. Sie werden von der Bev√∂lkerung des Stadtbezirks auf f√ľnf Jahre gew√§hlt, den Vorsitz hat der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind f√ľr bestimmte Aufgaben des Bezirks zust√§ndig und bei allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirks anzuh√∂ren.

Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:

Die Stadtteile sind zum Teil in weitere Wohnpl√§tze mit eigenen Namen unterteilt. Dabei handelt es sich um √§ltere Siedlungen oder Neubaugebiete, deren Namen meist auf historische Hof-, Siedlungs- oder Flurbezeichnungen zur√ľckgehen. Hierzu geh√∂ren beispielsweise Fettehenne, Pattscheid, Biesenbach, H√ľscheid, Imbach, Niederblecher, Sch√∂ne Aussicht, Voigtslach, Leimbacher Berg, Meckhofen und Waldsiedlung.

Blick auf Wiesdorf von der gegen√ľberliegenden Rheinseite aus. Von links: Rheinbr√ľcke der A 1, Neulandpark, Wohngebiete, Chempark (Bayer-Werk)
Blick auf Wiesdorf von der gegen√ľberliegenden Rheinseite aus. Von links: Rheinbr√ľcke der A 1, Neulandpark, Wohngebiete, Chempark (Bayer-Werk)

Klima und Natur

Leverkusen erstreckt sich √ľber drei rheinische Landschaftsgebiete: die K√∂ln-Bonner Rheinebene, die Bergischen Heideterrassen und die Bergischen Hochfl√§chen. Auf der K√∂ln-Bonner Rheinebene befinden sich Lindenw√§lder, die R√§nder der B√§che und Fl√ľsse sind mit Bruch- und Auenw√§ldern bewachsen, mit einem geringen Anteil an Eichen und Haseln, der auch in den Lindenw√§ldern vorhanden ist. Die Landschaft der Bergischen Heideterrassen ist √ľberwiegend von Heide gepr√§gt, die auch Namensbestandteil einiger Stadtteile wie Fixheide oder Schlebuscher Heide ist. In Richtung Osten liegt das Bergische Hochland als Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Dort wurden √ľberwiegend Nadelholzkulturen angelegt. Au√üerdem wird diese Fl√§che agrarisch genutzt.

Der Niederschlag in Leverkusen liegt im Jahresmittel bei 700 Millimetern, der Wind weht √ľberwiegend aus West und S√ľdwest. In Richtung Osten zum Bergischen Land steigt die Niederschlagsmenge auf bis zu 1300 Millimeter im Jahresmittel an. Das Klima entspricht somit dem √úbergang vom gem√§√üigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern und m√§√üig warmen Sommern.


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschl√§ge f√ľr Leverkusen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (¬įC) 2,8 3,6 6,4 9,9 14,3 17,2 18,8 18,6 15,6 11,6 6,7 3,9 √ė 10,8
Niederschlag (mm) 61,2 47,9 62,8 55,2 67,3 75,4 79,9 72,3 62,2 54,2 64,9 71,1 ő£ 774,4
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Quelle: Deutscher Wetterdienst Mittelwerte der Periode 1961 bis 1990

Geschichte

Die Villa Römer, heute Haus der Stadtgeschichte

Die hier dargestellte Geschichte Leverkusens bezieht sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesdorf, Schlebusch, Steinb√ľchel und Rheindorf, die sich 1930 zur Stadt Leverkusen zusammenschlossen. Details zur Geschichte der 1975 eingemeindeten Ortsteile sind unter Opladen, Hitdorf und Bergisch Neukirchen zu finden.

Die Siedlungen des heutigen Leverkusener Stadtgebiets wurden ab dem 12. Jahrhundert erstmals erw√§hnt, zuerst B√ľrrig im Jahre 1145, als letztes Alkenrath 1458. Sie geh√∂rten seit dem Mittelalter zur Grafschaft beziehungsweise zum Herzogtum Berg.

Römerzeit

In Leverkusen wurden Grabplatten gefunden, die aufgrund ihrer Gestaltung sowie der Grabinhalte den R√∂mern zugeordnet werden konnten.[4] Die Gr√§ber enthielten unter anderem komplette Soldatenausr√ľstungen. Ein weiterer Hinweis auf die Anwesenheit der R√∂mer im sp√§teren Leverkusener Stadtgebiet sind Siedlungen, die nach r√∂mischem Vorbild errichtet wurden. Der Siedlungsplatz Scherfenbrand und viele weitere kleine Lagerstellen konnten unter anderem anhand vorgefundener Terra Sigillata den R√∂mern zugeordnet werden. Die R√∂mer wurden im ersten Viertel des vierten Jahrhunderts nach Christus von den Franken abgel√∂st. Zur Zeit Karls des Gro√üen geh√∂rte das Leverkusener Gebiet zum Deutzgau.

Mittelalter

Das rechtsrheinische Land gehörte zu großen Teilen zur mächtigen Erzdiözese Köln, somit auch Leverkusen. Ein Gut in Rheindorf wurde im 11. Jahrhundert in Zusammenhang mit dem Kölner Apostelstift genannt. Hitdorf wiederum wurde im Jahre 1151 mit seiner Abtei St. Pantaleon und mit einem Fronhof erwähnt, in dem ein Untervogt des Grafen von Berg wohnte. [5] [6]

Die Grafengewalt √ľber das sp√§tere Stadtgebiet lag seit etwa 1150 bei den Grafen (und sp√§teren Herz√∂gen) von Berg. Die Pfarrkirche B√ľrrig wurde 1147 zum ersten Mal urkundlich erw√§hnt, 1163 und 1164 folgten die Kirchen in L√ľtzenkirchen und Wiesdorf; die Schlebuschrather Kirche ist 1235 erstmals urkundlich erw√§hnt.

Im 14. Jahrhundert wurden die Pfarrkirchen der Orte Wiesdorf, Rheindorf, B√ľrrig, Opladen, L√ľtzenkirchen und Neukirchen (heute Bergisch Neukirchen) im Steuerverzeichnis der K√∂lner Erzdi√∂zese, dem Liber Valoris aufgef√ľhrt. Dieses Heberegister der mittelalterlichen erzbisch√∂flichen Verwaltung wurde mindestens vom 13. bis ins 15. Jahrhundert hinein immer wieder neu aufgelegt. F√ľr das Jahr 1363 sind die Ortsteile des heutigen Leverkusen als Orte im Amt Miselohe belegt (mit Ausnahme von Hitdorf und Rheindorf, die zum Amt Monheim geh√∂rten).[7] Opladen nahm im Amt Miselohe als Sitz des Gerichts und des Amtsphysikus eine zentrale Rolle ein.[8]

Die Bauern in Leverkusen und im Bergischen waren schon vergleichsweise fr√ľh unabh√§ngig, ohne Frondienste leisten zu m√ľssen, was einen Aufstieg in der sozialen Hierarchie m√∂glich machte.

Beginn der Neuzeit

Zu Beginn der Neuzeit lebte der √ľberwiegende Teil der Bev√∂lkerung von der Land- und Forstwirtschaft. Die Einwohnerzahlen waren auch in Gemeinden des heutigen Leverkusens, wie B√ľrrig, Wiesdorf oder K√ľppersteg, angestiegen. Genaue Angaben lassen sich nicht machen, da keine Kirchb√ľcher vorhanden sind, die Aufschluss √ľber das 15. und 16. Jahrhundert geben k√∂nnten. Die gr√∂√üten Gemeinden waren vermutlich Wiesdorf, Schlebusch und L√ľtzenkirchen, die eine Einwohnerzahl von etwas unter 1000 gehabt haben sollen. Als kleiner eingesch√§tzt werden hingegen Rheindorf und B√ľrrig; sie galten als kleine Kirchspiele.[9]

Verhältnisse im Kölnischen Krieg

Im K√∂lnischen Krieg (1583 bis 1588) wurden viele D√∂rfer, sowohl auf dem heutigen Leverkusener Stadtgebiet als auch im Umland, von Truppen des Pfalzgrafen Johann Casimir gepl√ľndert und verw√ľstet. Leverkusen war, im Durchzugsgebiet von S√ľden nach Norden am Rhein entlang liegend, immer wieder von √úberf√§llen betroffen. Die Truppen, die zun√§chst Bonn besetzten und sich dann nach M√ľlheim und Deutz bewegten, zogen pl√ľndernd an den Leverkusener Siedlungen vorbei.[10] Eine √Ąbtissin von Gevelsberg berichtete:

‚ÄěAls das truchsische Kriegsvolck zu Stammel, Mulheim, Duitz und den Orth (Wiesdorf) lange Zeit gelegen, sind dem Halfmann nicht nur die vollen Scheunen ausgeraubt worden, sondern auch alles Vieh, Stroh, Kost und Trank graubt worden, so dass er bei fremden Leuten sich ern√§hren musste.‚Äú

Auch Burg, heute B√ľrrig, wurde √ľberfallen und die Dorfkirche zerst√∂rt, ebenso die Kapelle in Schlebusch. Beide Kirchengeb√§ude wurden nach dem Krieg neu errichtet.

Leverkusen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Das heutige Stadtgebiet lag schon immer an einer auch f√ľr die Kriegsf√ľhrung wichtigen Nord-S√ľd-Strecke. Als die Auswirkungen des K√∂lnischen Krieges abklangen, folgten die Drangsale des Drei√üigj√§hrigen Krieges. Als im Drei√üigj√§hrigen Krieg der Waffenstillstand zwischen Spanien und Niederl√§ndern endete, geschah im Rheinland zun√§chst wenig ‚Äď noch war dieses Gebiet vom K√∂lnischen Krieg betroffen. Erst sp√§ter zogen Truppen durch das Bergische Land und damit auch das heutige Stadtgebiet von Leverkusen, die in die umliegenden Herzogt√ľmer und Grafschaften einfielen. 1622 kamen zun√§chst spanische Truppen, die sich in M√ľhlheim einquartierten. 1625 wurde das Gebiet durch die Truppen des kaiserlichen Grafen von Anhalt besetzt, die die Bauern Spanndienste leisten lie√üen. Auf Bitten der Stadt Wipperf√ľrth wurden die Truppen des Grafen von Anhalt wieder abgezogen, jedoch kamen 1625 wieder Spanier, die schon 1626 wieder von hessischen Truppen abgel√∂st wurden. Es folgten wieder Spanier, die erneut pl√ľnderten und raubten. Erst nach 1643 h√∂rten die Kriegshandlungen auf. Einige H√§user in Wiesdorf, Schlebusch und D√ľnnwald wurden w√§hrend dieser Zeit immer wieder √ľberfallen, wenngleich der Drei√üigj√§hrige Krieg im Stadtgebiet Leverkusen im Vergleich zu anderen St√§dten eher glimpflich ablief.[11]

1648‚Äď1815

Ausschnitt Karte Köln und Umgebung Anfang 19. Jahrhundert

Das sp√§tere Leverkusener Stadtgebiet war vor dem 18. Jahrhundert nur d√ľnn besiedelt und bestand zu dieser Zeit aus kleinen Gemeinden, H√∂fen und einzelnen H√§usern. Keine der Siedlungen erreichte mehr als 1500 Einwohner oder war als kleinst√§dtisch zu betrachten.[12] Die Kernbereiche der heutigen Stadtteile Leverkusens (also beispielsweise Opladen, Rheindorf, Wiesdorf, B√ľrrig, L√ľtzenkirchen, Schlebusch oder auch Neukirchen) waren zu dieser Zeit kleinste Gemeinden, bei denen die Kirchen als Mittelpunkte der umliegenden Einzelh√∂fe, Weiler und H√§user dienten; insgesamt lebten in diesem Gebiet rund 9.000 Menschen. Die f√ľr eine sp√§tere Gro√üstadt vergleichsweise d√ľnne Besiedlung ist im Vergleich zum gesamten deutschen Raum nicht un√ľblich: W√§hrend im Leverkusener Stadtgebiet rund 116 Einwohner pro Quadratkilometer lebten, lag diese Zahl im gesamten Bundesgebiet bei durchschnittlich 45 Einwohnern/km¬≤. Auch im √ľbrigen Rheinland, das heute zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Deutschland geh√∂rt, lag die Siedlungsdichte nur bei rund 99 Einwohnern/km¬≤ [13] L√ľtzenkirchen war zu dieser Zeit mit 1845 Einwohnern der gr√∂√üte Ort des heutigen Leverkusener Gebiets, gefolgt von Neukirchen und Hitdorf.[14]

Das Herzogtum Berg wurde 1806 an Napoleon abgetreten und zum Gro√üherzogtum Kleve-Berg erweitert. Die Verwaltungsstrukturen wurden dadurch neu organisiert, und seit 1808 geh√∂rte das Leverkusener Gebiet zu den Munizipalit√§ten Opladen und Schlebusch des Kantons Opladen, Arrondissement D√ľsseldorf, D√©partement Rhein.[15]

1815‚Äď1933

Um 1820

1815 kam das heutige Leverkusener Gebiet aufgrund der Beschl√ľsse des Wiener Kongresses unter Friedrich Wilhelm III. an Preu√üen, das es der Provinz J√ľlich-Kleve-Berg, beziehungsweise ab 1824 der Rheinprovinz zuordnete. Aufgrund des Besitzergreifungspatents wurden alle Bewohner des Rheinlandes und Westfalens preu√üische Untertanen. War Opladen 1815 zun√§chst noch Sitz eines Kreises geworden, so wurde dieser bereits 1819 aufgel√∂st und sein Gebiet dem Kreis Solingen angegliedert. Das heutige Stadtgebiet war seit 1816 in die Sammtgemeinden Opladen und Schlebusch unterteilt. 1857 wurden Neukirchen (ab 1904 Bergisch Neukirchen) und Hitdorf sowie 1858 Opladen zur Stadt erhoben. W√§hrend L√ľtzenkirchen, Steinb√ľchel und Schlebusch nach 1856 weiterhin die B√ľrgermeisterei Schlebusch bildeten, wurden die Stadt Opladen und die B√ľrgermeisterei Opladen-Land, bestehend aus Wiesdorf und B√ľrrig, zun√§chst in Personalunion verwaltet. Diese endete 1889, und die B√ľrgermeisterei Opladen-Land benannte sich in B√ľrgermeisterei K√ľppersteg um.[16]

Ultramarinfabrik von Carl Leverkus
Carl Leverkus

Im Jahre 1861 verlegte Carl Leverkus, ein gelernter Apotheker aus Wermelskirchen, seine Ultramarinfabrik in die N√§he der Gemeinde Wiesdorf an den Rhein. Urspr√ľnglich stand sie in Wermelskirchen im Bergischen Land, wo sie wegen sehr schlechter Verkehrswege nicht gehalten werden konnte. Viele Fabrikarbeiter zogen deshalb in die Gemeinden des heutigen Leverkusens. Die so entstandene Werksansiedelung nannte Carl Leverkus Leverkusen nach dem Stammsitz seiner Familie, einer Hofschaft zwischen Lennep und Bergisch Born (heute Stadtteile von Remscheid). Ein Jahr sp√§ter hatte die Ultramarinfabrik 78 Mitarbeiter. Leverkus begann f√ľr seine Mitarbeiter, die zu gro√üen Teilen aus Wermelskirchen √ľbergesiedelt waren, soziale Einrichtungen in den Siedlungen einzurichten.

Friedrich Weskott und Friedrich Bayer gr√ľndeten 1863 die Firma Bayer et comp. in Barmen. 1866 wurde die Firma aufgrund von Problemen mit der Abwasserentsorgung an einen Fluss verlegt, zun√§chst nach Elberfeld an die Wupper. 1884 trat Carl Duisberg ein, der den wirtschaftlichen Fortschritt der Firma mitpr√§gte.

Die Firma Leverkus, die sich parallel zur Bayer AG in Leverkusen entwickelte und von Carl Leverkus gef√ľhrt wurde, wollte ihre Alizarin-Produktionen aufgeben, die sich wirtschaftlich auf einem schlechten Kurs befand, und in diesem Zuge die gesamten Industrieanlagen verkaufen.[17]

Zwischen 1850 und 1900

1891 verlegte die Bayer AG ihre Firma nach Leverkusen. Kurz zuvor hatte der Leverkus-Vorstand dem Verkauf von Leverkus an die Firma Bayer zugestimmt. So konnte ein Gro√üteil der Werke direkt √ľbernommen werden. W√§hrend das alte Werksgel√§nde der Firma Leverkus saniert wurde, plante Carl Duisberg neue Werke um das alte Gel√§nde, was sp√§ter ebenfalls zum wirtschaftlichen Erfolg beitrug.

Mit der Verlegung der Firma Bayer von Elberfeld nach Leverkusen kamen wieder viele arbeitssuchende Menschen nach Leverkusen ‚Äď zum gro√üen Teil ehemalige Werksmitarbeiter aus Elberfeld. Die Hauptproduktion wurde zwar erst 1901 endg√ľltig an den Rhein verlegt, viele erkannten dies jedoch schon fr√ľhzeitig und zogen nach Wiesdorf in die Werkssiedlung Leverkusen. Dort mussten neue Wohnquartiere errichtet werden, die h√§ufig sehr klein, eng und unansehnlich waren. Ein gro√üer Unmut machte sich bei den Leverkusener Arbeitern breit, sodass schlie√ülich gesungen wurde:

‚ÄěKann man einen nicht verknusen,
Schickt man ihn nach Leverkusen.
Dort an diesem End der Welt
Ist man ewig kaltgestellt.“[18]

Ein Jahr später wurde der Name Leverkusen auch von der Poststation innerhalb des Werksgeländes verwendet.

Die preu√üische Staatsbahn gr√ľndete 1903 die Eisenbahn-Hauptwerkst√§tte Opladen, die sich in den folgenden Jahren als Ausbesserungswerk Opladen bis zur Schlie√üung 2003 zu einem der gr√∂√üten Arbeitgeber auf dem jetzigen Stadtgebiet neben der Bayer AG entwickelte. Durch den dadurch ausgel√∂sten Wachstumsschub und die Initiative des Landrats Adolf Lucas wurde Opladen 1914 Kreisstadt des Kreises Solingen, nachdem die Stadt Solingen inzwischen kreisfrei geworden war. Aus wirtschaftlichen Gr√ľnden war es f√ľr Wiesdorf und B√ľrrig g√ľnstig, sich zur Gemeinde Wiesdorf zusammenzuschlie√üen, die zum 1. April 1920 genehmigt wurde. Im Februar des folgenden Jahres wurden ihr die Stadtrechte verliehen. Diese Eingliederung war der Beginn der Zusammenf√ľhrung der Stadtteile des heutigen Leverkusens, die Verleihung der Stadtrechte ein zus√§tzliches Signal, dass sich neben K√∂ln und D√ľsseldorf in diesem Raum ein weiteres Zentrum entwickelte.

Ab 1930

Ende der 1920er-Jahre war die wirtschaftliche Lage in Wiesdorf gut, in der Stadt bestand aber Wohnungsnot, da es immer mehr Arbeiter in die Region zog. Aus diesem Grund begann Wiesdorf, Eingemeindungsverhandlungen mit Schlebusch zu f√ľhren. Die B√ľrgermeisterei Schlebusch entschied sich 1928 ihrerseits, Verhandlungen mit K√∂ln aufzunehmen. Ein B√ľrgerentscheid bevorzugte den Zusammenschluss Schlebuschs mit Wiesdorf. 1929 wurden die Verhandlungen mit K√∂ln abgebrochen. Auch die Gemeinden Steinb√ľchel und Rheindorf lie√üen sich wie Schlebusch zum 1. April 1930 nach Wiesdorf eingliedern. Als Name der damit entstandenen neuen Stadt wurde die seit 1862 gebr√§uchliche Bezeichnung der Werkssiedlung gew√§hlt, die die drei Gemeinden verband: Leverkusen.

Die neue Stadt Leverkusen geh√∂rte zum Kreis Solingen-Lennep, der 1929 aus den Kreisen Solingen und Lennep gebildet worden war und 1931 in Rhein-Wupper-Kreis umbenannt wurde. Opladen wurde 1930 durch Eingliederung der Gemeinde L√ľtzenkirchen (einschlie√ülich Quettingen, aber ohne Hamberg und D√ľrscheid, die zu Burscheid kamen) deutlich vergr√∂√üert. In den Folgejahren entwickelte sich Leverkusen zu einer Industriestadt, die besonders durch die Bayer AG gepr√§gt und beispielsweise durch kulturelle Einrichtungen gef√∂rdert und unterst√ľtzt wurde. Auch in der Literatur wird dieser Zusammenhang zwischen Bayer-Werk und Stadt herausgestellt:

‚ÄěE i n e Dominante aber, e i n Verbindungselement waltet √ľber dem Stadtbild, gleichviel ob man zu Schiff den Rhein hinauff√§hrt [‚Ķ] ob man mit der Eisenbahn oder auf der Autobahn ankommt [‚Ķ]: Westw√§rts an den Rhein und nordw√§rts an den Siedlungskern Wiesdorf angelehnt ein gewaltiges Industriewerk [‚Ķ].‚Äú[19]

In anderen Zusammenh√§ngen wird der Zusammenschluss zu Leverkusen als unverst√§ndlich, die Stadtteile als unpassend und das Ergebnis als ‚ÄěVerwaltungsakt‚Äú und ‚ÄěGro√ügemeinde‚Äú beschrieben.[20] Westecker beschrieb Leverkusen in seinem Werk zu deutschen St√§dten als ‚ÄěKuriosum‚Äú und ‚ÄěStadt ohne Vergangenheit‚Äú.[21] Dennoch war der Zusammenschluss aus wirtschaftlicher Sicht nicht zuletzt deswegen f√ľr sinnvoll gehalten worden, weil nicht nur K√∂ln, sondern mit Solingen auch Teile des Bergischen Landes Interesse an heutigen Leverkusener Stadtteilen bekundet hatte. So sah sich der damalige B√ľrgermeister Heinrich Claes gezwungen, die Zusammenf√ľhrung voranzutreiben. Er wird heute als ‚ÄěVater des Zusammenschlusses‚Äú gesehen.[20]

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Gedenktafel f√ľr die 1938 zerst√∂rte Synagoge in Opladen
Leverkusen ab 1930

Bereits am 7. M√§rz 1933 wurde die Stadtregierung gest√ľrzt und die Hakenkreuzfahne zum Zeichen der Macht√ľbernahme der Nationalsozialisten aufgezogen. Der damalige B√ľrgermeister Claes ging zun√§chst nicht dagegen vor. Er versuchte vielmehr vergeblich, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, nicht aus politischer √úberzeugung, sondern weil er den Einfluss auf die Stadt nicht aufgeben und seine Amtszeit nicht auf diese Weise beenden wollte.

Am 30. M√§rz 1933 fand die endg√ľltige Macht√ľbernahme durch die Nationalsozialisten statt. Wie im gesamten Reich, wurden auch in Leverkusen s√§mtliche F√ľhrungspositionen von nationalsozialistischen Politikern √ľbernommen. B√ľrgermeister wurde Wilhelm T√∂dtmann (NSDAP), der die kommissarische Leitung der Stadt √ľbernahm. Die NSDAP behinderte die anderen Parteien im Wahlkampf.[22] Nationalsozialisten wurden in die Vorst√§nde der gr√∂√üeren Firmen und Organisationen berufen. Besonders deutlich wurde der Einfluss der Partei bei der Umbenennung vieler Stra√üen und Pl√§tze; so wurde beispielsweise die Rathenaustra√üe in Adolf-Hitler-Stra√üe, der Platz am Rathaus in Adolf-Hitler-Platz und die Beelstra√üe in Hermann-G√∂ring-Stra√üe umbenannt.

Einige Bewohner Leverkusens wurden in Zwangsarbeitslager eingewiesen. Im Verwaltungsbericht der Stadt 1936 ist zu lesen:

‚ÄěDie Vermittlung, in der Hauptsache lediger Wohlfahrtsempf√§nger, nach dem Arbeitslager √údelhoven i. d. Eifel wurde fortgesetzt [‚Ķ] Wenn auch der durch die geleistete Arbeit geschaffene Wert nicht der Stadt Leverkusen bzw. dem Rhein-Wupper-Kreis zugute kommt, besteht bei Vermittlung nach dem Lager √údelhoven doch die M√∂glichkeit, den Arbeitswillen schwer zu vermittelnder oder wenig arbeitsfreudiger Volksgenossen zu erproben.‚Äú[23]

Am 1. Januar 1934 trat das Gesetz zur Verh√ľtung erbkranken Nachwuchses in Kraft. In diesem Jahr gab es schon drei F√§lle, insgesamt wurden 23 Personen zur Zwangssterilisation gemeldet. Im Verwaltungsbericht von 1937 findet man:

‚ÄěNach der Generalabrechnung des Landesf√ľrsorgeverbandes f√ľr das Jahr 1934 waren aus dem Stadtbezirk 113 Geisteskranke untergebracht [‚Ķ].‚Äú

Der Antisemitismus offenbarte sich zun√§chst in der Verleumdung der j√ľdischen B√ľrger und Gesch√§ftsleute und dem Entzug ihrer wirtschaftlichen Basis. Die Einwohner von Leverkusen kannten jedoch viele Juden pers√∂nlich und str√§ubten sich anfangs, die √ľblichen Einkaufsgewohnheiten aufzugeben. Es gab auch Menschen, die den Juden beistanden, beispielsweise der Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche in Wiesdorf, Wilhelm Klingenberg, der sich in seinen Predigten gegen jede Judendiskriminierung aussprach und auch vielen Juden behilflich war, sich zu verstecken. In der Reichspogromnacht wurden in Wiesdorf und Opladen die Fenster von j√ľdischen Gesch√§ften zerst√∂rt, die Opladener Synagoge wurde niedergebrannt. Die Opladener Feuerwehr beschr√§nkte sich in dieser Nacht auf den Schutz angrenzender Fachwerkh√§user. Am ehemaligen Standort der Synagoge befindet sich heute eine Gedenktafel, die an dieses Zentrum des j√ľdischen Gemeindelebens erinnert.

In Opladen kam es zu heftigen Konflikten mit den herrschenden Nationalsozialisten. Bereits 1934 plante man, das kirchliche Aloysianum zu schlie√üen. Der Leiter, Oberstudiendirektor Peter Neuenheuser, wurde von SA und Hitlerjugend schikaniert, nachdem er Sch√ľlern den Besuch einer kirchenfeindlichen Hitlerjugend-Veranstaltung untersagt hatte. Er wurde in Schutzhaft genommen und musste Opladen danach verlassen. 1938 wurde das Aloysianum endg√ľltig geschlossen. Hermann Milde, Pfarrer an St. Remigius, der sich bei einer Elternversammlung anl√§sslich der Schlie√üung kritisch ge√§u√üert hatte, wurde aus dem Bezirk ausgewiesen. Die Sch√ľler wechselten zwangsweise zu anderen Schulen, und das Geb√§ude wurde als Berufsschule und Opladener Rathaus weitergenutzt, anstelle der seit 1933 als Rathaus dienenden Villa R√∂mer. Die Marienschule musste nach verschiedenen Repressalien Ostern 1940 ihren Betrieb einstellen. Auch im st√§dtischen Realgymnasium setzten die Machthaber ihre Vorstellungen durch. Unbequeme Lehrer wurden beurlaubt oder zwangsversetzt, nachdem die Schule bereits im Mai 1933 auf Veranlassung der Stadt den Namen Adolf-Hitler-Realgymnasium erhalten hatte. Jugendgruppen wurden zwangsweise in die Hitlerjugend integriert. Die Mitgliederzahl der NSBO wuchs von Februar bis Mai 1933 von 12 auf 2500.

Die nationalsozialistische Presse beklagte sich wiederholt √ľber das Desinteresse und die Ablehnung weiter Kreise der Opladener Bev√∂lkerung. Die lokalen Zeitungen Bergische Post und Allgemeine Zeitung √§u√üerten sich bis etwa 1935 gelegentlich kritisch zur politischen Lage, wof√ľr sie mehrfach kurzfristig verboten und schlie√ülich endg√ľltig geschlossen wurden. [24]

Die ersten unmittelbaren Auswirkungen auf Leverkusen hatte der Zweite Weltkrieg am 7. November 1939, als sich britische und deutsche Flieger einen Luftkampf √ľber Leverkusen lieferten. In der Nacht des 5. Juni 1940 gab es den ersten Luftangriff, bei dem unter anderem die Siedlung Niederblecher getroffen wurde. Schon wenige Tage sp√§ter fielen Bomben auf die Farbenfabriken und verursachten gro√üe Zerst√∂rungen. Gleichzeitig fielen Bomben auf K√ľppersteg, wo Teile der Bahnanlagen zerst√∂rt wurden.

Das mittlerweile zum I.G.-Farben-Konzern gehörende Leverkusener Bayerwerk hielt die Produktion in den Kriegsjahren 1940 bis 1944 durch den Einsatz von 9000 meist osteuropäischen Zwangsarbeitern aufrecht.[25] Im Januar 1943 gab es erneut Luftangriffe, diesmal auf die Dynamitfabrik in Manfort. Schließlich, im August und November 1943, fielen auch in Leverkusen Bombenteppiche. Nach der Erklärung des Totalen Krieges durch Joseph Goebbels fielen am 10. September 1944 93 Bomben auf Manfort. Der schwerste Angriff traf Leverkusen am 26. Oktober 1944, als insgesamt 1017 Sprengbomben und etwa 12.000 Brandbomben fielen.[26] 124 Menschen kamen bei diesem Angriff ums Leben,[27] und es kam zu enormen Sachschäden. Luftangriffe auf das Reichsbahn-Ausbesserungswerk in Opladen, insbesondere zwischen Dezember 1944 und März 1945, forderten viele Menschenleben und hinterließen ebenfalls große Zerstörungen.

Am 15. April 1945 endete der Krieg in Leverkusen nach Artilleriebeschuss und einer Br√ľckensprengung, die nur teilweise verhindert wurde. B√ľrgermeister Simon √ľbergab die Stadt an die amerikanischen Streitkr√§fte.

Leverkusen nach dem Zweiten Weltkrieg

Gebietsreform 1975: Leverkusen wuchs um Hitdorf, Bergisch Neukirchen und Opladen (mit Quettingen und L√ľtzenkirchen).

Die Situation unmittelbar nach dem Ende des Krieges glich in Leverkusen der in ganz Deutschland. Die Lebensmittellage war angespannt, Wohnungen waren sehr knapp, sodass sie h√§ufig nur aus einem Zimmer bestanden oder die Familien in Notunterk√ľnften wohnten. Verkehrswege waren zerst√∂rt und die Reiseverbindungen nach K√∂ln und D√ľsseldorf unterbrochen. Erst mit der W√§hrungsreform vom 20. Juni 1948 begann die Lage sich auch in Leverkusen wieder zu normalisieren. Die √§rgste Hungersnot konnte beseitigt werden, die Wirtschaft wurde wieder angekurbelt und auch die Verkehrsinfrastruktur bis 1948 weitgehend wieder aufgebaut.

Am 1. April 1955 schied Leverkusen aus dem Rhein-Wupper-Kreis aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Damals hatte die Stadt etwa 78.000 Einwohner. Ein stetiges Bev√∂lkerungswachstum f√ľhrte 1963 zum Erreichen der Gro√üstadtgrenze von 100.000 Einwohnern. Bereits 1960 war die Stadt Hitdorf in die Stadt Monheim eingegliedert worden.

Zum 1. Januar 1975 wurden ‚Äď trotz zum Teil heftiger Widerst√§nde aus Rat und Bev√∂lkerung der eingemeindeten St√§dte ‚Äď im Rahmen der nordrhein-westf√§lischen Gebietsreform gem√§√ü ¬ß 17 K√∂ln-Gesetz die bisherigen St√§dte Leverkusen, Opladen und Bergisch Neukirchen zur neuen kreisfreien Stadt Leverkusen zusammengeschlossen; zugleich wurde der zur Stadt Monheim geh√∂rende Stadtteil Hitdorf in die neue Kommune eingegliedert, die damit ihre heutige Ausdehnung erreichte. Der Rhein-Wupper-Kreis wurde aufgel√∂st.[28] Seither geh√∂rt das Leverkusener Umland zum Rheinisch-Bergischen Kreis beziehungsweise zum Kreis Mettmann.

Bevölkerung

Religionen

Evangelische Christuskirche

Das Gebiet der heutigen Stadt Leverkusen geh√∂rte seit deren Gr√ľndung zum Gebiet des Erzbistums K√∂ln beziehungsweise zum Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Die Reformation hatte wenig Einfluss, sodass das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert fast rein katholisch blieb. Nur der heutige Stadtteil Bergisch Neukirchen trat 1583 zum lutherischen Protestantismus √ľber. Ferner gelang es den Reformierten in Opladen 1611/1612 vor√ľbergehend die Pfarrkirche der Stadt in Besitz zu nehmen, doch mussten sie diese 1615 wieder an die Katholiken zur√ľckgeben. 1827 wurden die katholischen Pfarrgemeinden des heutigen Stadtgebiets Leverkusen aus dem Dekanat Deutz dem Dekanat Solingen angegliedert. 1923 wurde Opladen Sitz eines eigenen Dekanats, aus dem 1937 das Dekanat Leverkusen gebildet wurde. Heute geh√∂ren alle Pfarrgemeinden der Stadt Leverkusen zum Stadtdekanat Leverkusen. Seit 2007 ist der Pfarrer an St. Remigius (Opladen), Heinz-Peter Teller, Stadtdechant.

Die Protestanten in Bergisch Neukirchen geh√∂rten zur Superintendentur Solingen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit dem 19. Jahrhundert lie√üen sich auch in den anderen Gemeinden des heutigen Leverkusener Stadtgebiets Protestanten nieder. So wurde alsbald in Opladen eine Gemeinde gegr√ľndet, zu der anf√§nglich auch die Protestanten von Wiesdorf geh√∂rten, bevor sie um 1890 eine eigene Gemeinde gr√ľndeten. In Schlebusch konnten bereits ab 1846 private Gottesdienste abgehalten werden. Alle Gemeinden geh√∂rten seinerzeit zur Superintendentur Solingen. Doch wurde Leverkusen sp√§ter Sitz eines eigenen Kirchenkreises, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt und auch die evangelischen Nachbargemeinden n√∂rdlich von Leverkusen geh√∂ren.

Neben den beiden gro√üen Kirchen sind auch verschiedene Freikirchen in Leverkusen ans√§ssig, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde (FeG) sowie die Neuapostolische Kirche mit drei Gemeinden in L√ľtzenkirchen, Opladen und Wiesdorf.

Muslime k√∂nnen die Angebote verschiedener, von Vereinen betriebener Moscheen besuchen. Im Stadtteil K√ľppersteg befinden sich die t√ľrkische Mimar-Sinan-Moschee und die albanische Mesxhidi-Aksa-Moschee ‚Äď beide jeweils mit einem freistehenden Minarett. Im Stadtteil Rheindorf besteht die arabische Moschee Al-Muhsinin.

Einwohnerentwicklung

1905 hatte Wiesdorf rund 10.000 Einwohner, bis 1914 verdoppelte sich diese Zahl auf mehr als 20.000. Nach dem Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinb√ľchel und Rheindorf zur Stadt Leverkusen am 1. April 1930 hatte diese etwa 40.000 Einwohner. 1963 √ľberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde. Nach der Eingemeindung der St√§dte Opladen (45.604 Einwohner 1974), Bergisch Neukirchen und Hitdorf am 1. Januar 1975 erreichte die Bev√∂lkerungszahl von Leverkusen mit 167.671 ihren historischen H√∂chststand. Ende 2007 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung des Landesamtes f√ľr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 162.130 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Bevölkerungsentwicklung

Diese teilen sich zum 31. Dezember 2007 folgendermaßen auf:

Altersgruppe Gesamt
0 bis unter 3 4.096
3 bis unter 6 4.489
6 bis unter 10 6.041
10 bis unter 16 9.633
16 bis unter 18 3.507
18 bis unter 21 5.439
21 bis unter 25 7.055
25 bis unter 45 45.027
45 bis unter 65 41.647
65 und älter 35.196

insgesamt: 162.130

Bekenntnis 31. Dezember 2007 [29]

römisch-katholisch protestantisch kein Bekenntnis oder sonstige
65.211 = 40,2% 37.910 = 23,4% 59.009 (hiervon 256 Juden) = 36,4%

Die Abbildung zeigt die Bev√∂lkerungsentwicklung der Vorg√§ngergemeinden und von Leverkusen auf dem heutigen Stadtgebiet. Deutlich sichtbar sind die Einfl√ľsse der Industrialisierung ab der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Ansiedlung der Fa. Bayer 1891; der Einfluss der beiden Weltkriege; die wiederum st√§rkere Steigerungsrate nach dem Zweiten Weltkrieg; der Einfluss des Pillenknicks um 1970 sowie schlie√ülich der wirtschaftlichen Rezession in den 1980er Jahren.[30]

Demografie

Verteilung der Nationalitäten in Leverkusen

Im Jahre 2006 lebten in Leverkusen 161.336 Menschen mit Hauptwohnsitz, davon 82.911 (51,4  %) weiblichen und 78.425 (48,6 %) m√§nnlichen Geschlechts. 18.807 (10,7 %) der Einwohner waren Nichtdeutsche.[31]

Der gr√∂√üte Teil der 57.793 sozialversicherungspflichtigen Besch√§ftigten arbeitet im verarbeitenden Gewerbe (29,9 %), danach folgen Grundst√ľcks- und Wohnungswesen, Vermietung, Dienstleistungen f√ľr Unternehmen (22,8 %) sowie Erziehung und Unterricht, Gesundheits-, Veterin√§r- und Sozialwesen, sonstige Dienstleistungen, private Haushalte (16,4 %). [32]

Politik

B√ľrgermeister und Rat

Das Leverkusener Rathaus (1977 bis 2007), davor das Aquamobil
Rathaus und Rathaus-Galerie (2010)

In Nordrhein-Westfalen wurde 1994 die Doppelspitze der Stadtverwaltung aus Oberstadtdirektor und Oberb√ľrgermeister aufgegeben und im Amt des hauptamtlichen Oberb√ľrgermeister zusammengefasst. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repr√§sentant der Stadt. Er wird direkt von der wahlberechtigten Bev√∂lkerung gew√§hlt.

Der Rat der Stadt Leverkusen hat gegenw√§rtig (Stand: M√§rz 2010) 68 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen: Die CDU h√§lt im Stadtrat 22 Sitze, die SPD 17 Sitze, die B√ľrgerliste 7, die Gr√ľnen 7, die Opladener W√§hlergemeinschaft (OWG)-Unabh√§ngige W√§hlergemeinschaft (UWG) 2, die FDP 5, Pro Opladen (OP) 3, Pro NRW 3, Die PARTEI 1 Sitz[33] und die Linke 1 Sitz. Es regiert eine Koalition aus CDU, FDP, B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen und OWG-UWG. Alle Stadtr√§te Leverkusens sind im Transparenzportal abgeordnetenwatch.de vertreten. Dort kann jeder B√ľrger den gew√§hlten Kommunalpolitikern √∂ffentlich Fragen stellen.[34]

Seit einigen Jahren ist der Leverkusener Haushaltsplan nicht ausgeglichen. Die Ausgaben √ľberschreiten regelm√§√üig die Einnahmen, womit sich die Stadt im Nothaushaltsrecht befindet. Neue Investitionsma√ünahmen d√ľrfen nur mit Zustimmung der Bezirksregierung durchgef√ľhrt werden.[35] Gr√∂√üere Investitionsvorhaben, denen keine zu erwartenden Einnahmen gegen√ľberstehen, werden regelm√§√üig vom Regierungspr√§sidenten kritisiert. 2009 betrug die kommunale Pro-Kopf-Verschuldung 1609 Euro.[36] Seit 2009 ist Leverkusen Mitglied im Aktionsb√ľndnis Raus aus den Schulden, in dem √ľberschuldete St√§dte vor allem aus dem Ruhrgebiet um ihre Handlungsf√§higkeit k√§mpfen.

(Ober)b√ľrgermeister seit 1930

Periode Name Partei
1930‚Äď1933 Dr. Heinrich Claes Zentrum
1933‚Äď1938 Dr. Wilhelm T√∂dtmann NSDAP
1938‚Äď1945 Ludwig Simon
1945 August Adolphi SPD
1945‚Äď1946 Dr. Heinrich Claes CDU
1946‚Äď1949 Johannes Dott CDU
1949‚Äď1951 Johannes Ritter SPD
1951‚Äď1954 Johannes Dott CDU
1954‚Äď1961 Wilhelm Dopatka SPD
1961‚Äď1964 Heinrich L√ľtzenkirchen
1964‚Äď1979 Wilhelm Dopatka SPD
1979 Heinrich L√ľtzenkirchen CDU
1979‚Äď1984 Wolfgang Obladen CDU
1984‚Äď1994 Horst Henning SPD
1994‚Äď1999 Dr. Walter Mende SPD
1999‚Äď2004 Paul Hebbel CDU
2004-2009 Ernst K√ľchler SPD
seit 2009 Reinhard Buchhorn CDU

(Ober)stadtdirektoren ab 1946

Periode Name Titel
1946‚Äď1951 Dr. Heinrich Claes Stadtdirektor (zuvor B√ľrgermeister)
1951‚Äď1963 Dr. Otto Grimm Stadtdirektor, ab 1955 Oberstadtdirektor
1963‚Äď1975 Dr. Walter Bauer Oberstadtdirektor
1975‚Äď1989 Bruno Krupp Oberstadtdirektor
1989‚Äď1994 Dr. Walter Mende Oberstadtdirektor

Wappen

Stadtwappen von Wiesdorf/Leverkusen 1923-1975
Logo von Leverkusen

Das Wappen der Stadt Leverkusen zeigt in Silber den blau gekr√∂nten, gezungten und bewehrten zwiegeschw√§nzten roten Bergischen L√∂wen, √ľberdeckt mit einem schwarzen Wechselzinnenbalken. Das Wappen wurde der Stadt am 19. August 1976 vom Regierungspr√§sidenten in K√∂ln verliehen.

Der L√∂we ist das Wappentier der Grafen beziehungsweise Herz√∂ge von Berg, die fr√ľher √ľber das heutige Stadtgebiet Leverkusens herrschten. Er wurde aus den fr√ľheren Wappen von Leverkusen, Hitdorf und Bergisch Neukirchen √ľbernommen. Der Wechselzinnenbalken wurde dem Wappen der Stadt Opladen von 1883 entnommen und wird auf die im 13. Jahrhundert lebenden Br√ľder Gerhard und Giso von Opladen zur√ľckgef√ľhrt.

Zuvor hatte die Stadt ein anderes Wappen, das 1923 vom preu√üischen Staatsministerium der Stadt Wiesdorf verliehen und 1930 von der neugegr√ľndeten Stadt Leverkusen √ľbernommen wurde. Dieses Wappen zeigte ebenfalls den L√∂wen sowie im unteren Schildteil eine silberne Welle mit einem goldenen Kahn mit silbernem Aufbau an Heck und Ruder. Der Kahn versinnbildlichte die Wiesdorfer F√§hre √ľber den Rhein nach Merkenich, die eine lange Tradition hatte und 1969 ihren Betrieb einstellte.

Statt des Wappens verwenden die Stadt und viele st√§dtische Einrichtungen bei Ver√∂ffentlichungen, Hinweisschildern etc. seit den 1970er-Jahren oft ein Logo, das aus einem gr√ľnen auf der Spitze stehenden Quadrat mit einem wei√üen senkrechten Balken besteht.

Die Stadt f√ľhrt au√üerdem eine Flagge und ein Banner, die auf wei√üem Tuch die Embleme des Wappens tragen.[37]

Städtepartnerschaften

Leverkusen unterh√§lt insgesamt acht St√§dtepartnerschaften, die fast alle auf der Basis von ehrenamtlichen B√ľrgerkontakten gekn√ľpft und erst sp√§ter zu offiziellen St√§dtepartnerschaften ausgeweitet wurden. Sie beruhen daher vorwiegend auf den Interessen und dem freundschaftlichen Austausch von Familien oder Vereinen.

Die erste St√§dtepartnerschaft mit Oulu in Finnland wurde 1968 geschlossen. Zu Beginn dieser Partnerschaft ging es vorwiegend um einen Austausch beider St√§dte in den Bereichen Kultur, Jugend, Schule und Sport. Anfang der 90er Jahre begannen die Bem√ľhungen um Entwicklungen auch auf dem wirtschaftlichen Sektor. Im Jahre 1995 unterzeichneten die Oberb√ľrgermeister beider St√§dte eine ‚ÄěVereinbarung zwischen den Partnerst√§dten Oulu und Leverkusen auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Zusammenarbeit‚Äú [38]. Die Deutsch-Finnische Gesellschaft Leverkusen, zeitgleich 1968 gegr√ľndet, unterst√ľtzt die partnerschaftlichen Beziehungen.

Die Partnerschaft zu Bracknell Forest in Gro√übritannien wurde 1973 mit Opladen geschlossen und durch freundschaftliche Kontakte und Opladener Vereine aufrechterhalten. Als Opladen 1975 eingemeindet wurde, √ľbernahm Leverkusen die Partnerschaft, deren Hauptziel es ist, die Europ√§ische Einheit zu st√§rken.

Die Beziehung mit Ljubljana/Laibach in Slowenien wurde 1979, die mit Nazareth-Illit in Israel 1980 begonnen, wobei ein Freundeskreis die israelische Partnerschaft unterst√ľtzt.

Chinandega in Nicaragua ist eine weitere Partnerstadt, deren Partnerschaft in erster Linie zum Ziel hat, eine Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Industriel√§ndern zu organisieren. Es wurden von Leverkusener Seite viele Entwicklungs- und Wiederaufbau-Projekte durchgef√ľhrt, so wurde in Chinandega beispielsweise eine Abwasseranlage installiert. 6000 Menschen werden dadurch wieder mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Die deutsch-deutsche St√§dtepartnerschaft mit Schwedt in Brandenburg wurde zu Zeiten der DDR gegr√ľndet und sollte den Zusammenhalt der beiden deutschen Staaten ausdr√ľcken.

Die Beziehung zu Villeneuve d‚ÄôAscq in Frankreich beruht auf Kontakten einzelner Familien, die schon vor der offiziellen Partnerschaft bestanden haben. 2001 kamen die Oberb√ľrgermeister beider St√§dte ins Gespr√§ch und beschlossen eine offizielle St√§dtepartnerschaft. Regelm√§√üig findet ein Sch√ľleraustausch statt zwischen den beiden St√§dten statt.[39]

Bereits 1951 wurde eine Ehrenpatenschaft f√ľr die ehemals deutsche Stadt Ratibor/Racib√≥rz in Polen √ľbernommen. 2002 wurde sie offiziell um eine deutsch-polnische St√§dtepartnerschaft erg√§nzt.[40]

Seit 2006 besteht eine Wirtschaftspartnerschaft zur chinesischen Stadt Wuxi, die einen Austausch auf wirtschaftlicher Ebene ermöglichen soll.[41] Daneben existiert auf Leverkusener Seite ein Verein, der auch private Kontakte zwischen beiden Städten fördern möchte.[42]

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Die kulturellen Aufgaben der Stadt wurden in einem Eigenbetrieb, der KulturStadtLev, zusammengefasst. Dazu geh√∂ren Bildungseinrichtungen wie die Stadtbibliothek, Musikschule und Volkshochschule sowie das Stadtarchiv, das Museum Morsbroich und das Veranstaltungszentrum Forum. Daneben ist auch die Bayer Kulturabteilung wichtig f√ľr das Kulturprogramm der Stadt, da sie zus√§tzlich zum st√§dtischen Angebot ein paralleles und von der Quantit√§t gleichwertiges Kulturangebot anbietet.[43]

Theater

Das Forum

F√ľr st√§dtische Veranstaltungen wurde das Forum errichtet, das 1969 er√∂ffnet wurde. Dort werden regelm√§√üig Theaterauff√ľhrungen aus den Bereichen Musiktheater (Operette und Musical), Tanztheater und Schauspiel, Kinder- und Jugendauff√ľhrungen, aber auch Ausstellungen in der Galerie im Forum sowie andere, wechselnde Veranstaltungen angeboten. Des Weiteren z√§hlen Konzerte sowohl klassischer als auch popul√§rer Art zum Programm.[44]

Im Bayer Erholungshaus, der konzerneigenen Spielst√§tte der Bayer AG, finden regelm√§√üig Konzerte sowie Theater- und Ballettvorstellungen statt, die von der Bayer Kulturabteilung organisiert werden, also nicht st√§dtisch sind. Das 1908 eingeweihte Geb√§ude wurde nach einem Brand von 1975 zwei Jahre lang vergr√∂√üert und versch√∂nert. Ein weiterer Umbau fand 1997 statt und f√ľhrte nicht zuletzt zu einer hervorragenden Akustik, die insbesondere Kammermusik zugute kommt. Der ‚ÄěGro√üe Saal‚Äú des Geb√§udes kann unterschiedlich bestuhlt werden und fasst maximal 800 Sitzpl√§tze. Neben klassischen Konzerten, Theater- und Tanzgastspielen liegt ein weiterer Schwerpunkt des Erholungshauses auf Ausstellungen Bildender Kunst. Angrenzend an das Geb√§ude liegt der von der Bayer Gastronomie betriebene Biergarten.[45]

Neben diesen beiden gr√∂√üeren Veranstaltungsorten gibt es kleinere Theatergruppen, die auch √ľber eigene R√§umlichkeiten verf√ľgen, beispielsweise das Junge Theater Leverkusen, das Matchbox Theater, das W.Erk-Theater im Kulturausbesserungswerk, das Caostheater, das Kommunale Kino, das von der VHS Leverkusen organisiert wird, und die Studiob√ľhne Leverkusen.

Musik

Städtische Musikschule

Die Leverkusener Jazztage sind das herausragende Kulturereignis der Stadt von √ľberregionaler Bedeutung. Das Musikfestival findet seit 1980 j√§hrlich statt. Auf den B√ľhnen im Forum und an anderen Veranstaltungsorten treten jedes Jahr zahlreiche renommierte internationale Gr√∂√üen der Jazz-, Blues- und Weltmusikszene in thematischen Konzerten auf.

Ebenfalls beliebt ist das j√§hrlich im Sommer stattfindende Street-Life-Festival als Open-Air-Veranstaltung in der Altstadt des Stadtteils Wiesdorf. Auf drei B√ľhnen pr√§sentieren sich regionale und √ľberregionale Jazz-, Blues- und Rockmusiker.

Des Weiteren findet seit 2001 die Leverkusener Shuttle-Nacht einmal im Jahr statt, die von der Leverkusener Initiative f√ľr Kunst und Kultur (Likk e. V.) organisiert wird. Veranstaltungsorte sind verschiedene Kneipen und Clubs, die mit einem Shuttle-Bus miteinander verbunden werden.[46]

New Sounds ist eine weitere Konzertreihe in Leverkusen, die im Kulturausbesserungswerk, im JuLe-Caf√© und in der Eventhalle Zollamt von 2004 bis 2007 regelm√§√üige Konzerte durchf√ľhrte. New Sounds veranstaltete 2006 erstmals ein Tagesfestival in Leverkusen-Opladen und brachte den ‚ÄěLeverkusener New Sounds Sampler‚Äú heraus.

Die St√§dtische Musikschule Leverkusen arbeitet als Fachinstitut in allen Musikgenres und bietet f√ľr ihre Sch√ľler ‚Äď √ľberwiegend Kinder und Jugendliche ‚Äď jedes Jahr etwa 300 Veranstaltungen an.[47]

Museen

Sensenhammer, Schlebusch
Bayer-Kolonie, Wiesdorf

Leverkusen beherbergt einige Museen, die sich mit einem breiten Themenspektrum befassen. Im k√ľnstlerischen Bereich existiert im Schloss Morsbroich seit 1951 ein heute st√§dtisches Museum f√ľr moderne Kunst, welches die Werke zeitgen√∂ssischer K√ľnstler ausstellt.[48][49]

In Schlebusch befindet sich das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Auf einem weitläufigen Gelände sind dort Teile einer Sensenfabrik des 19. Jahrhunderts zu besichtigen, die die Arbeits- und Lebenswelt der damaligen Zeit wieder lebendig werden lassen.[50]

Das KolonieMuseum in Wiesdorf zeigt eine typische Wohnung der Bayer-Kolonie (Werkssiedlung) im Stil der 1930er Jahre. Wechselnde Ausstellungen, F√ľhrungen und Lesungen sind ebenfalls Teil des Programms. Bayer-Wohngesellschaft.[51]

In Opladen wurde ein ehemaliges Unternehmeranwesen, die Villa R√∂mer, als Haus der Stadtgeschichte zu einem Ort f√ľr regelm√§√üig wechselnde Ausstellungen zur Stadt- und Regionalgeschichte gemacht, die von drei im Geb√§ude ans√§ssigen Leverkusener Geschichtsvereinen geplant und organisiert werden.[52]

Im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt besteht eine Ausstellung zum Thema Energie speziell f√ľr Kinder und Jugendliche, mit Informationen √ľber alternative Energieformen und Umweltschutz. Das Museum befindet sich auf dem Gel√§nde des NaturGut Ophoven.[53]

Das Bayer-Kreuz

Bauwerke

Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Leverkusen ist das weithin sichtbare Bayer-Kreuz. Dabei handelt es sich um eine Gro√ülichtanlage, deren Vorg√§nger bereits 1933 von Carl Duisberg zwischen zwei 126 Meter hohen Schornsteinen des Bayerwerks aufgestellt wurde. Sie war damals mit 72 Meter Durchmesser die gr√∂√üte freischwebende Leuchtwerbung der Welt. Nach Kriegsbeginn 1939 musste die Anlage jedoch abgeschaltet und 1944 demontiert werden. Im Jahre 1958 konnte das neue Bayer-Kreuz in Betrieb genommen werden. Es h√§ngt an zwei jeweils 118 Meter hohen Stahlrohrmasten und hat einen Durchmesser von 51 Metern. Die Leuchtschrift, deren Einzelbuchstaben jeweils sieben Meter messen, wurde aus ca. 1700 Gl√ľhlampen gebildet. Diese wurden 2009 durch Leuchtdiodenlampen ersetzt. Das eingeschaltete Kreuz ist in der Nacht aus gr√∂√üerer Entfernung zu sehen. 2007 plante die Bayer AG das Kreuz zu demontieren. Diese Planungen wurden jedoch nach starken Protesten aus der Bev√∂lkerung wieder ad acta gelegt.

Schloss Morsbroich, Leverkusen, Haupthaus
Doktorsburg

Eine weitere Sehensw√ľrdigkeit Leverkusens ist das Schloss Morsbroich. Der Name Morsbroich leitet sich von dem 1328 urkundlich erw√§hnten Ritter Moir von dem Broiche ab. Das Schloss wurde 1773 von Ignaz Felix von Roll zu Bernau erbaut ‚Äď als Vorlage diente Schloss Falkenlust in Br√ľhl ‚Äď und bis zu seinem Tode 1795 bewohnt. Danach ging es in franz√∂sischen Besitz √ľber. 1807 wurde Joachim Murat, ein Schwager Napoleons, zum Grafen von Morsbroich ernannt.[54] Nach der √úbernahme des Rheinlandes durch die Preu√üen √ľbernahmen 1817 der K√∂lner Bankier und Kommerzienrat Abraham von Schaaffhausen und 1857 der Fabrikant Friedrich Freiherr von Diergardt das Schloss. Von 1885 bis 1887 wurden die Seitenfl√ľgel nach Pl√§nen des K√∂lner Architekten Hermann Otto Pflaume umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg vermieteten es die Erben Diergardt der Stadt Leverkusen, der sie es gegen 1985 verkauften. Seit 1951 beherbergt es ein Museum f√ľr zeitgen√∂ssische Kunst.

Ein wichtiges Bauwerk der Neuzeit wurde 2002 fertiggestellt: Die neue Bayer-Konzern-Zentrale. Der vom bekannten Architekten Helmut Jahn entworfene Bau l√∂ste das Bayer-Hochhaus als Zentrale ab. Geplant war, die ehemalige Zentrale bei Fertigstellung des Neubaus abzurei√üen, sie wurde stattdessen entkernt, mit LED best√ľckt und ist 2009 zu einer Medienfassade umgebaut worden. Aufgrund technischer Probleme ist dieses Projekt aber 2011 aufgegeben worden und nun soll das Geb√§ude noch abgerissen werden, siehe Medienfassade (Bayer-Hochhaus).

Weitere sehenswerte Bauwerke der Stadt sind unter anderem der Wasserturm Leverkusen-B√ľrrig, der von der Energieversorgung Leverkusen genutzt wird und auch als Aussichtsturm zur Verf√ľgung steht, die Villa Wuppermann, die Villa R√∂mer mit Ausstellungen zur Geschichte, die Doktorsburg, der Friedenberger Hof, ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert sowie das historische Gut Ophoven mit Resten einer Burganlage aus dem 13. Jahrhundert.

Japanischer Garten mit dem Bayer-Hochhaus

Parks und Gr√ľnfl√§chen

In Leverkusen gibt es verschiedene Gr√ľnfl√§chen und Parks. Der Wildpark Reuschenberg beherbergt auf 34.000 Quadratmetern viele einheimische Tierarten in einem gr√∂√üeren Waldgebiet.

Die Carl-Duisberg-Parkanlage befindet sich inmitten des Bayerwerks auf der Stadtgrenze zu K√∂ln. Die Parkanlage ist √∂ffentlich zug√§nglich, da sie au√üerhalb des Chemieparkgel√§ndes liegt. Ein Teil des Carl-Duisberg-Parks ist der Japanische Garten, der von der Bayer AG in Zusammenarbeit mit japanischen G√§rtnern gestaltet wurde. Er z√§hlt zu den zehn sch√∂nsten G√§rten Deutschlands, wie eine f√ľnfk√∂pfige Jury aus unabh√§ngigen Garten- und Landschaftsexperten des Wettbewerbs Deutschlands sch√∂nste Parks 2006[55] wertete.

Eine weitere √∂ffentlich genutzte Gr√ľnfl√§che mit Unterhaltungsangeboten ist der Neuland-Park, auf dessen Gel√§nde die nordrhein-westf√§lische Landesgartenschau 2005 stattfand. Diese Anlage wurde auf einer ehemaligen Giftm√ľlldeponie am Rhein errichtet, die mit speziellen Planen und Abdichtungen saniert wurde.[56]

Inmitten des Stadtgebiets gibt es dar√ľber hinaus ein gro√ües Waldgebiet, den B√ľrgerbusch, der gr√∂√ütenteils zum Stadtteil Alkenrath geh√∂rt.

2008 wurde ein Rundwanderweg namens Obstweg eröffnet.

Sport

BayArena, Leverkusen

Die Stadt ist Heimat des Fu√üball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, jetzt Bayer 04 Leverkusen Fu√üball GmbH, der einmal Teil des TSV Bayer 04 Leverkusen war. Die Mannschaft gewann 1988 den UEFA-Pokal und 1993 den DFB-Pokal. Gro√üe Bekanntheit erlangte sie in der Saison 2001/02, als sie deutscher Vizemeister wurde und das DFB-Pokal- sowie das Champions-League-Finale verlor, in das sie √ľberraschend eingezogen war. Das Stadion BayArena (vormals bekannt als Ulrich-Haberland-Stadion) war mit 22.500 Pl√§tzen das kleinste Stadion der Bundesliga. Zum Saisonstart 2009 wurde es auf 30.210 Pl√§tze ausgebaut. √úber das Stadiondach sollte ein mit 2000 Leuchtdioden versehenes Bayer-Kreuz gespannt werden. Im Jahre 2006 fand dort das Finale der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung statt und 2011 war es Spielst√§tte bei der Fu√üballweltmeisterschaft der Frauen.

Die Smidt-Arena ist eine Multifunktionsarena in Leverkusen

Das Stadion ist Teil des Sportparks Leverkusen, in dem auch viele andere der 14 Abteilungen des TSV Bayer 04 Leverkusen e. V. beheimatet sind. Dazu geh√∂ren die Basketballer der Bayer Giants sowie die Handballdamen, die beide deutsche Rekordmeister sind. Sie tragen ihre Heimspiele in der Smidt-Arena aus. Die Bundesligalizenz der Basketballer ging vor der Saison 2008/09 an die Giants D√ľsseldorf √ľber und die Bayer Giants spielten, als Farmteam, nur noch in der viertklassigen Regionalliga, aus der sie am Ende der Saison in die Pro B aufgestiegen sind. Auch andere Abteilungen, wie die Leichtathletik und das Fechten sind sehr erfolgreich. Diese beiden holten zusammengerechnet acht olympische Goldmedaillen und zahlreiche weitere Medaillen und Weltmeistertitel.[57] Von internationaler Bedeutung ist auch der gro√üe Bereich des Behindertensports, der bisher bei Paralympischen Spielen 47 Medaillen erringen konnte.[58] Allerdings stellte die Bayer AG in den Jahren 2008 und 2009 einen Gro√üteil der Sportf√∂rderung ein. Davon waren die Fu√üballer, die Behindertensportler und der Breitensport nicht betroffen.[59] Au√üerdem gibt es in Leverkusen noch neun weitere Vereine, die von der Bayer AG unterst√ľtzt werden, unter anderem der RTHC Bayer Leverkusen und der Ski-Club Bayer Leverkusen. Aber auch andere Vereine sind durchaus erfolgreich. Die Basketballdamen von Union Opladen sind 2009 in die 1. Damen-Basketball-Bundesliga aufgestiegen, mussten aber nach einer Saison wieder absteigen und spielen aktuell wieder in der 2. Bundesliga Nord. Die Motoballer des SV Bergfried sind einmaliger deutscher und mehrfacher norddeutscher Meister.

Im Rahmen der Landesgartenschau entstand 2004 ein Skatepark unter der Stelzenbr√ľcke in Leverkusen-Mitte. Des Weiteren verf√ľgt die Stadt √ľber verschiedene vermessene und nach Schwierigkeit geordnete Laufstrecken, die sich auch f√ľr das Nordic Walking eignen.

Aufgrund ihrer Vielzahl an Angeboten wird Leverkusen häufig auch die Sportstadt genannt.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen

Im August findet die √ľberregional bekannte Bierb√∂rse auf der Schusterinsel Opladen statt, die viele Besucher aus anderen St√§dten nach Leverkusen zieht. Im Dezember findet ebenfalls auf der Schusterinsel das gro√üe Festival Leverkusen on ICE statt. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es die Szene-Open-Mike-Late-Night-Show im Pentagon, die von dem Kulturf√∂rderverein Lev Szene-OP e. V. veranstaltet wird. Regelm√§√üig finden auch die J√ľdischen Kulturtage im Rheinland statt. Im September 2008 wird erstmals das 1. Stadtfest Leverkusen unter Teilnahme von √ľber 100 Leverkusener Vereinen durchgef√ľhrt.

Seit 2005 findet j√§hrlich im Oktober die Leverkusener Kunstnacht statt. Galerien, die st√§dtischen Museen und viele Kirchen stellen Werke √∂rtlicher K√ľnstler aus. Zu den Veranstaltungen fahren Pendelbusse, in denen Schauspieler und Musiker f√ľr Unterhaltung sorgen.[60]

Kurt-Lorenz-Preis

Der einzige Kulturpreis, der in Leverkusen vergeben wird, ist der nach dem Maler und bildenden K√ľnstler Kurt Lorenz benannte Kurt-Lorenz-Preis. Der Preis wird seit 1989 in unregelm√§√üigen Abst√§nden an Institutionen oder Personen in Leverkusen verliehen, die Impulse f√ľr das kulturelle Leben der Stadt und ihres Umlandes gegeben haben.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Verkehrsverbindungen

Im Leverkusener Stadtgebiet kreuzen sich die Bundesautobahnen A 1 (K√∂ln‚ÄďDortmund) und A 3 (K√∂ln‚ÄďOberhausen) am Autobahnkreuz Leverkusen. Auch die A 59 f√ľhrt im Westen des Stadtgebiets in Richtung Norden nach D√ľsseldorf. Auch die Bundesstra√üen B 8 und B 51 sowie die ehemalige B 232 verlaufen durch die Stadt.

Leverkusen liegt an den Bahnstrecken K√∂ln‚ÄďDuisburg (Bahnhof Leverkusen Mitte sowie S-Bahn-Haltepunkte Leverkusen-Rheindorf, Leverkusen-K√ľppersteg und Leverkusen-Bayerwerk) und Gruiten‚ÄďK√∂ln-Deutz (Bahnh√∂fe Opladen und Leverkusen-Schlebusch).

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr (√ĖPNV) bedienen mehrere Buslinien der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG und einiger anderer, kleinerer Busbetriebe sowie die S-Bahn-Linie 6, die Regional-Express-Linien NRW-Express (RE 1), Rhein-Express (RE 5) und Rhein-M√ľnsterland-Express (RE 7) sowie die Regionalbahnen der Rhein-Wupper-Bahn (RB 48).

Unmittelbar an der Kölner Stadtgrenze zu Leverkusen-Schlebusch befindet sich die Endhaltestelle der KVB-Stadtbahnlinie 4.

Leverkusen gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Ferner verf√ľgt die Stadt als Flugplatz √ľber einen Sonderlandeplatz (ICAO-Code EDKL).

Wirtschaft

Hauptarbeitgeber in Leverkusen sind die Firmen Bayer AG sowie die Lanxess AG, wobei die Letztgenannte aus der Bayer AG durch Abspaltung hervorgegangen ist. Ferner befinden sich die Deutschland- und Europazentrale des Automobilherstellers Mazda, die Zentrale des weltweit f√ľhrenden Bremsbelagherstellers TMD Friction sowie die Firma Momentive Performance Materials, einer der gr√∂√üten Hersteller von Silikon weltweit, in Leverkusen.

Die Kronos International, Inc., deutschlandweit der gr√∂√üte und weltweit der f√ľnftgr√∂√üte Hersteller von Titandioxid-Pigmenten, hat seine Deutschlandzentrale in Leverkusen und betreibt im Chempark eine seiner Produktionsanlagen.

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2007 bei 9,9 Prozent.

Panorama des Bayerwerks am Rhein
Panorama des Bayerwerks am Rhein

Medien

In Leverkusen erscheint der Leverkusener Anzeiger als Ableger des K√∂lner Stadt-Anzeigers aus dem M.-DuMont-Schauberg-Verlag mit einer Quartalsauflage von ca. 25.000 St√ľck. Auch der K√∂lner Express aus dem gleichen Verlag bietet ausf√ľhrliche Informationen √ľber das regionale Geschehen der Stadt. Die Bild enth√§lt ebenfalls einen K√∂lner Regionalteil. Regionale Informationen sind auch in der Rheinischen Post (Rhein-Wupper-Zeitung) mit einer Auflage von gut 15000 Exemplaren zu finden. (Auflagenh√∂he nach IVW)

Zudem werden im Leverkusener Stadtgebiet wöchentlich drei Werbeblätter, die Wochenpost, die Lokalen Informationen und das Leverkusener Wochenende kostenlos an die Haushalte verteilt.

Der private Lokal-Radiosender Radio Leverkusen (107,6) sendet innerhalb der Stadt ein aktuelles Programm mit Pop-Musik. Au√üerhalb der regionalen Berichterstattung sendet er das Rahmenprogramm von Radio NRW. Weitere regionale H√∂rfunkangebote bietet der K√∂lner Westdeutsche Rundfunk. Zudem kann in Leverkusen, dank des Rundfunksenders Linz, welcher sich auf rheinland-pf√§lzischer Seite direkt an der Landesgrenze zu NRW befindet, auf der UKW Frequenz 94,8 des Programm von SWR3 empfangen werden. Aufgrund dieses Umstandes finden auch die Autobahnen zwischen Bonn und Leverkusen Erw√§hnung im Verkehrsservice des eigentlich f√ľr Rheinland-Pfalz und Baden-W√ľrttemberg sendenden Programms des S√ľdwestrundfunks.

Der private Lokal-Fernsehsender center.tv K√∂ln sendet via Kabel und IPTV auch im Leverkusener Stadtgebiet. Themen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur werden in den jeweiligen Formaten RheinSport, Rheinzeit und heimat kompakt behandelt. Seit Juni 2010 strahlt center.tv mittwochs um 18:45 w√∂chentlich das 15-min√ľtge Lokalfenster ‚Äěmade in Leverkusen‚Äú aus, das sich ausschlie√ülich Leverkusener Themen widmet.[61]

Bildung

Verteilung der Sch√ľler auf die einzelnen Schulformen

Leverkusen verf√ľgt √ľber Studienzentren der Fernuniversit√§t Hagen und der Hochschule f√ľr Oekonomie & Management. Zudem bietet Leverkusen ein breit gef√§chertes Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie eine Volkshochschule und eine katholische Familienbildungsst√§tte.

Das Landrat-Lucas-Gymnasium in Opladen war zeitweise eines der gr√∂√üten Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium in L√ľtzenkirchen entstand aus einer Abspaltung dieses Gymnasiums. Des Weiteren gibt es in Opladen mit der Marienschule ein weiteres √ľberregional bekanntes Gymnasium in kirchlicher Tr√§gerschaft.

Als weiterf√ľhrende Schulen gibt es vier Hauptschulen, drei Realschulen, f√ľnf Gymnasien und zwei Gesamtschulen. Im Schuljahr 2003/2004 besuchten insgesamt 20.600 Sch√ľler in Leverkusen die Schule, davon waren 6383 Grundsch√ľler, 1865 Hauptsch√ľler, 2884 Realsch√ľler und 5986 Gymnasiasten. 2884 Sch√ľler besuchten eine Gesamtschule, 618 eine Sonderschule.[62] Dar√ľber hinaus gibt es das Berufskolleg Opladen, das Geschwister-Scholl-Berufskolleg und das Berufskolleg f√ľr Wirtschaft und Verwaltung.

Im Zusammenhang mit dem Stadtleitbild-Prozess ‚ÄěLEVERKUSEN 2015‚Äú existiert das Portal LEV lernt, das Jugendlichen bei der Suche nach einer Schule oder Ausbildung helfen soll. Getragen wird das Projekt von ans√§ssigen Unternehmen, privaten Bildungstr√§gern, Vereinen und Verb√§nden der Stadt Leverkusen.[63]

Krankenhäuser

Das Klinikum Leverkusen in Schlebusch hat sich zum Zentrum der medizinischen Versorgung in Leverkusen entwickelt. In unmittelbarer Umgebung des Klinikums wurde das MediLev errichtet, in dem sowohl tags√ľber als auch nachts Not√§rzte eingesetzt sind. Das Gel√§nde um das Klinikum wurde neugestaltet. In Wiesdorf gibt es au√üerdem das St.-Josef-Krankenhaus und in Opladen das Remigius-Krankenhaus.

Stadtentwicklung

Rathaus-Galerie Leverkusen

Ab 2007 entstand auf dem innerst√§dtischen Areal am Friedrich-Ebert-Platz ein neues Einkaufs- und Dienstleistungszentrum. Hierf√ľr wurde das ehemalige Rathaus, das Stadthaus und das benachbarte Bayer-Kaufhaus abgerissen. Auf mehreren Verkaufsebenen entstanden Ladenlokale f√ľr 120 Fachgesch√§fte. Die B√ľrofl√§chen werden f√ľr st√§dtische Einrichtungen, unter anderem f√ľr die Unterbringung des Rathauses genutzt. Das Einkaufszentrum ‚Äď auch als Neue Stadtmitte Leverkusen bezeichnet ‚Äď wird unter dem Projektnamen Rathaus-Galerie von der ECE Projektmanagement betreut. Die ‚ÄěRATHAUS-GALERIE‚Äú wurde am 24. Februar 2010 er√∂ffnet.[64] Die Kosten des Umbaus werden auf ungef√§hr 200 Millionen Euro gesch√§tzt. Die ECE Projektmanagement GmbH & Co KG hat schon w√§hrend der Abrissarbeiten des alten Rathauses das Projekt an die Bank Credit Suisse mit einem Millionengewinn verkauft.[65]

Im Stadtteil Opladen werden im Rahmen des Projekts neue bahn stadt :opladen großflächig ehemalige Bahnanlagen sowie das Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks in Wohn- und Gewerbeflächen umgewandelt. Dieses Projekt mit einem finanziellen Umfang von ca. 120 Millionen Euro ist Teil der Regionale 2010.

Ein weiteres Stadtteilentwicklungsprojekt ist die ‚ÄěSoziale Stadt Rheindorf-Nord‚Äú.[66]. In einer Gro√üwohnsiedlung der F√ľnfzigerjahre werden st√§dtebauliche Investitionen in den √∂ffentlichen Raum und sozial-integrative Projekte (z. B. in den Bereichen Bildung, Qualifizierung und Gesundheitsf√∂rderung) miteinander verkn√ľpft. Das Bund-L√§nder-Programm Soziale Stadt soll zur Aufwertung sozial und st√§dtebaulich gef√§hrdeter Gebiete beitragen.

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Leverkusen

Literatur

  • Stadtarchiv Leverkusen (Hrsg.): Leverkusen. Geschichte einer Stadt am Rhein, Verlag f√ľr Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-575-X
  • Rheinisches St√§dtebuch; Band III 3. Teilband aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte ‚Äď Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1956
  • Stefan Blaschke: Unternehmen und Gemeinde. Das Bayerwerk im Raum Leverkusen 1891‚Äď1914, K√∂ln 1999, ISBN 3-89498-068-0
  • Franz Gru√ü: Geschichte und Portr√§t der Stadt Leverkusen, Verlag Anna Gru√ü, Leverkusen, 1987
  • Franz Gru√ü: Leverkusen. Geschichte und Geschichten, Verlag Anna Gru√ü, Leverkusen, 2003, ISBN 3-930478-07-2
  • Valentina Maria Stefanski: Zwangsarbeit in Leverkusen ‚Äď Polnische Jugendliche im I. G. Farbenwerk (Einzelver√∂ffentlichung des Deutschen Historischen Instituts Warschau Bd. 2), Osnabr√ľck 2000, ISBN 3-929759-43-8,
  • Christine Blasberg: ‚ÄěFrauen-Leben in Leverkusen‚Äú, Frauenb√ľro der Stadt Leverkusen (Hrsg.), Leverkusen 2005.
  • Literatur von Leverkusen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Steinacker, Bernhard: Leverkusen Stadt an Rhein und Wupper. 1. Auflage 1987, Steinacker'sche Verlagsbuchhandlung, Leverkusen. ISBN 3-9801588-0-2
  3. ‚ÜĎ Strukturdaten der Quartiere in Leverkusen - 31. Dezember 2007, Berichte zur Stadtforschung, Heft 69, (Herausg.) Stadt Leverkusen, Juni 2008.
  4. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 2003, S. 11f.
  5. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 2003, S. 18, 2. Abs., Z. 17ff.
  6. ‚ÜĎ Ausf√ľhrliche Zeittafel zur Stadtgeschichte
  7. ‚ÜĎ Rolf M√ľller: Upladhin ‚Äď Opladen ‚Äď Stadtchronik; Selbstverlag der Stadt Opladen; 1974; S. 153.
  8. ‚ÜĎ Rolf M√ľller 1974, S. 159.
  9. ‚ÜĎ Stadtarchiv (Hrsg.) 2005, S. 182, 2. Abs, S. 183, Tab. 1.
  10. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 2003, S .40 Z. 23.
  11. ‚ÜĎ Friedrich K√ľch (Hrsg.): Landtagskarten von J√ľlich-Berg 1624‚Äď1653. Bd. I: 1624‚Äď1630, D√ľsseldorf, 1925; S. 343.
  12. ‚ÜĎ Stadtarchiv Leverkusen (Hrsg.) 2005, S. 182, Z. 39.
  13. ‚ÜĎ Rudolf Schmidt: Die Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von M√úffling 1801‚Äď1825, H. I: Geschichte des Kartenwerks und Vermessungstechnische Arbeiten. K√∂ln/Bonn 1973.
  14. ‚ÜĎ Stadtarchiv Leverkusen (Hrsg.), S. 183.
  15. ‚ÜĎ Rolf M√ľller 1974, S. 161f.
  16. ‚ÜĎ Rolf M√ľller 1974, S. 169.
  17. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 2003, S. 71ff.
  18. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 2003, S. 76, Z. 11-15.
  19. ‚ÜĎ A. Vogels-Vondersieg: Bergisch Land. Einst und Jetzt. Aloys-Henn-Verlag Ratingen (Rhld), 1958.
  20. ‚ÜĎ a b Vgl. Stadtarchiv Leverkusen (Hrsg.) 2005, S. 376f.
  21. ‚ÜĎ Wilhelm Westecker: Die Wiedergeburt der deutschen St√§dte. Econ-Verlag D√ľsseldorf, 1962; S. 71ff.
  22. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 1987, S. 70.
  23. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 1987, S. 101, Z. 3.
  24. ‚ÜĎ Rolf M√ľller 1974, S. 250ff
  25. ‚ÜĎ Zwangsarbeit
  26. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 1987, S. 140, Z. 11f.
  27. ‚ÜĎ Franz Gru√ü 1987, S. 140, Z. 24.
  28. ‚ÜĎ Martin B√ľnermann, Heinz K√∂stering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, K√∂ln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  29. ‚ÜĎ http://www.leverkusen.com/daten/Bevoelk.php
  30. ‚ÜĎ Quelle der Bev√∂lkerungszahlen: Stadtarchiv Leverkusen (Hrsg.) 2005, S. 578.
  31. ‚ÜĎ Statistik auf www.leverkusen.de
  32. ‚ÜĎ Kommunalprofil Leverkusen (PDF), Landesamt f√ľr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen, Stand 15. Oktober 2007
  33. ‚ÜĎ Erster Mandatstr√§ger der PARTEI! | Die PARTEI
  34. ‚ÜĎ abgeordnetenwatch.de: Leverkusen
  35. ‚ÜĎ Homepage von Leverkusen ‚Äď Finanzen
  36. ‚ÜĎ [1] Anlage Pressemappe der Stadt Leverkusen, S. 3-5
  37. ‚ÜĎ Kommunalflaggen.de
  38. ‚ÜĎ Vereinbarung zwischen den Partnerst√§dten Oulu und Leverkusen auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, 1995
  39. ‚ÜĎ Brosch√ľre zu St√§dtepartnerschaften Leverkusen
  40. ‚ÜĎ Partnerschaftsvertr√§ge in Deutsch und Polnisch
  41. ‚ÜĎ leverkusen.de zur Partnerschaft mit Wuxi
  42. ‚ÜĎ Forum Wuxi ‚Äď Leverkusen
  43. ‚ÜĎ http://www.leverkusen.de/kultur/index.cfm?men=kultur
  44. ‚ÜĎ Forum Leverkusen
  45. ‚ÜĎ Erholungshaus Leverkusen
  46. ‚ÜĎ Leverkusener Shuttle-Nacht
  47. ‚ÜĎ Musikschule Leverkusen
  48. ‚ÜĎ http://www.kunstverein-leverkusen.de/modules.php?op=modload&name=PagEd&file=index&printerfriendly=&page_id=26
  49. ‚ÜĎ Museum Morsbroich
  50. ‚ÜĎ Seite des Industriemuseums Freudenthaler Sensenhammer
  51. ‚ÜĎ Informationen Koloniemuseum auf der Homepage von Leverkusen
  52. ‚ÜĎ Informationen vom Opladener Geschichtsverein √ľber die Villa R√∂mer
  53. ‚ÜĎ NaturGut Ophoven: Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt
  54. ‚ÜĎ Einladung zum Lustwandeln ‚Äď K√∂lner Stadt-Anzeiger
  55. ‚ÜĎ Deutschlands sch√∂nste Parks 2006
  56. ‚ÜĎ Neuland-Park
  57. ‚ÜĎ TSV Bayer 04 Leverkusen e. V. ‚Äď Turn- und Sportverein in NRW
  58. ‚ÜĎ Bayer Sport ‚Äď Behindertensport
  59. ‚ÜĎ sport.ARD.de ‚Äď ‚ÄěBayer AG streicht Spitzensportf√∂rderung‚Äú
  60. ‚ÜĎ Kunstnacht Leverkusen
  61. ‚ÜĎ http://levlog.wordpress.com/2010/06/08/center-tv-good-news-fur-leverkusen/
  62. ‚ÜĎ Leverkusen, Bildung
  63. ‚ÜĎ Portal LEV lernt
  64. ‚ÜĎ www.rp-online.de
  65. ‚ÜĎ www.leverkusen.de ¬Ľ Rathaus ¬Ľ Politik ¬Ľ Neue Stadtmitte Leverkusen
  66. ‚ÜĎ www.leverkusen.de ¬Ľ Rathaus ¬Ľ Politik ¬Ľ Soziale Stadt Rheindorf-Nord

Weblinks

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  • Leverkusen ‚ÄĒ Le|ver|ku|sen [...v... , auch ... ku:... ] (Stadt am Niederrhein) ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung


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