Lichtenberg (Salzgitter)


Lichtenberg (Salzgitter)
Lichtenberg
Ortswappen von Salzgitter-Lichtenberg
Koordinaten: 52° 8′ N, 10° 17′ O52.12963888888910.290916666667Koordinaten: 52° 7′ 47″ N, 10° 17′ 27″ O
Fläche: 8,831 km²
Einwohner: 3.301 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Apr. 1942
Postleitzahl: 38228
Vorwahl: 05341
Karte

Lage von Lichtenberg in Salzgitter

Salzgitter-Lichtenberg ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordwest im Westen der Stadt. Lichtenberg gehörte bis zum 31. März 1942 zum Kreis Wolfenbüttel und wurde durch Verwaltungsakt am 1. April 1942 Teil der Großstadt Watenstedt–Salzgitter, dem heutigen Salzgitter.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zwischen dem Frieden von Tilsit 1807 und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gehörte das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg zum Königreich Westphalen. Lichtenberg gehörte in dieser Zeit zum Kanton Gebhardshagen.

Lichtenberg entwickelte sich aus den beiden Dörfern Ober- und Niederfreden, die sich ursprünglich bereits seit dem Mittelalter unterhalb der Burg befanden. Diese wurden im Jahre 1857 mit der Domäne Altenhagen zu einem Ort verbunden und erhielten ihren Namen nach der Burg Lichtenberg.

Wappen

Der Burgturm symbolisiert die Burg Lichtenberg, von der der Ort seinen Namen erhielt. Lichtenberg war 1857 aus den Ortschaften Nieder- und Oberfreden entstanden, deren Ortsname so viel wie Frieden oder Einfriedung bedeutet – dies wird durch den Schildbord als Symbol eines eingefriedeten Bezirks versinnbildlicht. Die Lindenblätter deuten auf die alte Gerichtslinde im ehemaligen Niederfreden hin - an dieser Stelle waren die alten germanischen Stämme zu Versammlungen zusammengekommen und hatten Recht gesprochen. Die Wappenfarben Blau-Gelb sind die Landesfarben des braunschweigischen Landes, mit dem der Ort lange verbunden war.

Das Wappen wurde von einer Bürgerversammlung am 11. September 1991 als Ortswappen von Salzgitter-Lichtenberg angenommen.[1]

Sehenswürdigkeiten

  • Die Ruine der 1552 zerstörten Burg Lichtenberg. Es existieren noch Mauerreste der Befestigungswälle und einige Grundmauern. Der örtliche Verschönerungsverein ließ 1893 aus dem ehemaligen Bergfried einen Aussichtsturm bauen. Seit April 2005 steht auf dem Burggelände eine funktionstüchtig nachgebaute Blide.

Bildung

Im Ort existiert eine Grundschule, benannt nach Gerhard Gesemann und ein evangelischer Kindergarten. Durch die Nähe zum Ortsteil Fredenberg sind auch alle weiterführenden Schulen gut erreichbar.

Infrastruktur

Lichtenberg besitzt zahlreiche Geschäfte, darunter zwei Supermärkte, die Post und zwei Banken. Im Neubaugebiet Lichtenberg-Nord sind noch Bauplätze vorhanden. Eine Busverbindung zur Innenstadt von Salzgitter, die täglich 61-mal angefahren wird, sorgt für Mobilität der Einwohner. Das innerörtliche Straßennetz misst 16,8 Kilometer.

Der Bahnhof an der Bahnstrecke Braunschweig–Derneburg wurde zusammen mit der Bahnstrecke 1984 aufgegeben, sein Gelände wurde mit der A 39 überbaut.

Bevölkerungsentwicklung

Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[2] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[3]

Freizeit

Lichtenberg hat 19 Vereine. Außerdem stehen sieben Sport-und Bolzplätze den Lichtenbergern zur Verfügung.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 38.
  2. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch 2009. Stadt Salzgitter, 11. November 2010, S. 31–108, abgerufen am 25. November 2010 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  3. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, 2006 ff., abgerufen am 21. Januar 2010 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).

Weblinks


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