Lindau (Bodensee)

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Lindau (Bodensee)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lindau (Bodensee)
Lindau (Bodensee)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lindau (Bodensee) hervorgehoben
47.5458333333339.6838888888889401
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Höhe: 401 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 33,18 kmÂČ
Einwohner:

24.772 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 747 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 88131
Vorwahl: 08382
Kfz-Kennzeichen: LI
GemeindeschlĂŒssel: 09 7 76 116
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bregenzer Straße 6–12
88131 Lindau (Bodensee)
WebprÀsenz: www.lindau.de
OberbĂŒrgermeisterin: Petra Meier to Bernd-Seidl (parteilos)
Lage der Stadt Lindau (Bodensee) im Landkreis Lindau (Bodensee)
Baden-WĂŒrttemberg Österreich Schweiz Landkreis OberallgĂ€u Bodolz Gestratz GrĂŒnenbach Heimenkirch Hergatz Hergensweiler Lindau (Bodensee) Lindenberg im AllgĂ€u Maierhöfen Nonnenhorn Oberreute Opfenbach Röthenbach (AllgĂ€u) Scheidegg Sigmarszell Stiefenhofen Wasserburg (Bodensee) Weiler-Simmerberg Weißensberg BodenseeKarte
Über dieses Bild

Lindau (Bodensee) (alemannisch: Linda bzw. Linde[n], ausgesprochen: 'lində; frĂŒher Lindau im Bodensee) ist eine Große Kreisstadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Die Stadt, ehemals Freie Reichsstadt (bis 1806), liegt am östlichen Ufer des Bodensees im DreilĂ€ndereck Deutschland–Österreich–Schweiz; ihr historisches Zentrum ist eine Insel im See.

Die Inselaltstadt von Lindau im Bodensee, dahinter die Alpen
Insel Lindau, von Westen

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die historische Altstadt von Lindau liegt auf der gleichnamigen Insel im Bodensee, die eine FlĂ€che von 0,68 kmÂČ hat und etwa 3.000 Einwohner zĂ€hlt.[2] Die Einwohnerzahl der Insel war schon wesentlich höher, beispielsweise wurde sie bei der VolkszĂ€hlung vom 16. Juni 1925 mit 5.968 angegeben. Die Insel ist durch einen Eisenbahndamm und eine StraßenbrĂŒcke mit dem Festland verbunden. Zu Lindau gehört auch die kleine Insel Hoy, die Teil der zumeist unter Wasser liegenden Galgeninsel (heute eine Halbinsel) ist. Des Weiteren gibt es einen meist unter Wasser liegenden und mit einem Seezeichen gekennzeichneten Felsen im Bodensee, etwa 40 Meter von dem Parkplatz auf der sogenannten Hinteren Insel (Teil westlich des Bahndamms) entfernt, der im Volksmund „Hexenstein“ genannt wird. Um diesen und einen zweiten, kleineren Hexenstein im Römerbad rankt sich eine Legende aus der iro-schottischen Missionarszeit mit Gallus und Columban.

Allein mit den festlĂ€ndischen Stadtteilen Schachen, Aeschach, Reutin und Zech (von West nach Ost) verfĂŒgt die Stadt Lindau ĂŒber mehr als sieben Kilometer Bodenseeufer und grenzt damit in der jeweiligen Seemitte an die NachbarlĂ€nder Schweiz und Österreich an. Die natĂŒrliche Uferform des Bodensees im Lindauer Bereich ist ein SchilfgĂŒrtel, gefolgt von Feuchtwiesen und ansteigendem festem GelĂ€nde.

Klima

Der Jahresniederschlag betrĂ€gt 1420 mm und liegt damit im oberen Zehntel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 96 % der statistisch erfassten Orte zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat in Lindau ist der Februar. Am meisten regnet es im Juni, der im Durchschnitt 2,2mal mehr Niederschlag aufweist als der Monat Februar. Die jahreszeitlichen Niederschlagsschwankungen liegen im oberen Drittel aller statistisch erfassten Orte. In ĂŒber 98 % dieser Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger als in Lindau.

Nachbargemeinden

Stadtteile und Nachbargemeinden der Stadt Lindau

Im SĂŒden grenzt das Stadtgebiet von Lindau an den Bodensee. Die Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn von West nach Ost:

Unter den Nachbargemeinden liegen Wasserburg und Kressbronn im Westen und Bregenz im Ă€ußersten Osten ebenfalls am Bodensee.

Die Grenze zu den österreichischen Gemeinden Hörbranz und Bregenz ist die Flussmitte der Leiblach.

Die im Westen liegende Gemeinde Wasserburg grenzt in zwei Abschnitten an Lindau, unterbrochen durch die Gemeinde Bodolz. Im sĂŒdlichen Abschnitt, am Bodensee, grenzt Lindau mit seinem Stadtteil Schachen an den Wasserburger Ortsteil Reutenen; im nördlichen Abschnitt grenzt Lindau mit seinem Stadtteil Unterreitnau an den Wasserburger Ortsteil Hengnau.

Stadtteile

Die Große Kreisstadt Lindau gliedert sich seit der Gemeindegebietsreform verwaltungsmĂ€ĂŸig in zehn Stadtteile. Neun Stadtteile liegen auf dem Festland (davon vier mit einem Uferanteil), wĂ€hrend die Insel Lindau einen weiteren Stadtteil bildet.

Nr. Stadtteil FlÀche
ha
Bevölkerung
VolkszÀhlung
25. Mai 1987[3]
Ortsteile
1 Aeschach 
 4379 Aeschach, Giebelbach
2 Hochbuch 
 1273 Hochbuch, Heimesreutin, SchönbĂŒhl
3 Hoyren 
 1456 Hoyren
4 Insel 68,00 2755 Insel (Hauptinsel, Hintere Insel)
5 Oberreitnau 954,02 1586 Oberreitnau, Gitzenweiler, GoldschmidsmĂŒhle, Greit, Höhenreute, Hugelitz, Humbertsweiler, Lattenweiler, Oberrengersweiler, Sauters, Sulzenmoos, Waltersberg, Bahnholz, Dachsberg (frĂŒher Daxberg), GrĂŒnlach, Hangnach, Paradies, Sulzenberg
6 Reutin 
 8067 Reutin, Motzach, Niederhaus, Oberreutin, Rickenbach, Streitelsfingen, Wannental, Oberhochsteg
7 Schachen 
 1535 Bad Schachen, Degelstein
8 Schönau 
 316 Schönau
9 Unterreitnau 620,17 454 Unterreitnau, Bechtersweiler, DĂŒrren, Eggatsweiler, Hörbolz, HörbolzmĂŒhle, Rengersweiler, Rickatshofen, Wiesfleck, Unterwaltersberg
10 Zech 
 1798 Zech
  Lindau 3302,71 23610  

Gemarkungen

Auf dem Gebiet der Stadt Lindau gibt es sechs Gemarkungen, die ehemaligen Gemeinden entsprechen:

Gemarkungs-
nummer
Gemarkung FlÀche
ha[4]
Eingemeindung Stadtteile
7940 Lindau (Bodensee) 59,43 ursprĂŒngliches Stadtzentrum seit 1079,
als der Markt auf die Insel verlegt wurde
Insel
7937 Hoyren 384,42 1. Feb. 1922 (nach Ausgliederung 1818) Hoyren, Schachen, Schönau
7938 Aeschach 442,39 1. Feb. 1922 (nach Ausgliederung 1818) Aeschach, Hochbuch
7939 Reutin 899,96 1. Feb. 1922 (nach Ausgliederung 1818) Reutin, Zech
7936 Oberreitnau 1 954,02 1. Jan. 1976 1 Oberreitnau
7935 Unterreitnau 1 620,17 1. Jan. 1976 1 Unterreitnau
  Lindau 3360,69    

1 Die damaligen Gemeinden Oberreitnau und Unterreitnau wurden am 1. Juli 1971 zur neuen Gemeinde Reitnau zusammengelegt, die ihrerseits am 1. Januar 1976 nach Lindau eingemeindet wurde.

Geschichte

Ur- und FrĂŒhgeschichte

FrĂŒhe Besiedlungsspuren auf dem Stadtgebiet fanden sich auf dem Höhenzug bei dem ehemaligen katholischen Friedhof von Aeschach, auf dem Festland gegenĂŒber der Insel. Hier wurden 1878 römische Siedlungsspuren entdeckt und 1888 die Grundmauern einer ehemaligen villa suburbana ergraben.[5] Das GebĂ€ude mit Hypokaustheizung stammt aus dem Jahr 200 n. Chr. und befindet sich heute im sogenannten „Römerpark“.[6][7]

Mittelalter

Lindau selbst wurde urkundlich erstmals 882 von einem St. Galler Mönch erwĂ€hnt. Allerdings bezog sich diese ErwĂ€hnung eigentlich auf das Damenstift „Unserer Lieben Frau unter den Linden“ bzw. dessen frĂŒhmittelalterlichen VorgĂ€nger. Das Damenstift wurde vermutlich von Graf Adalbert von RĂ€tien aus der Familie der Burchardinger im frĂŒhen 9. Jahrhundert gegrĂŒndet.

Der 950 gegrĂŒndete Markt lag ursprĂŒnglich auf dem Festland, wurde aber 1079 wĂ€hrend des Investiturstreits aus SicherheitsgrĂŒnden auf die Insel verlegt. Die Stadt selber ist spĂ€ter aus diesem Markt hervorgegangen. Gehandelt wurden Wein, Edelobst und GemĂŒse von den Kulturen des Klosters St. Gallen sowie Flachs und der zum Schiffbau benötigte Hanf. Aus dem westlichen AllgĂ€u und dem Bregenzer Wald wurde der Markt mit Schmalz, KĂ€se und Vieh beschickt, die oberschwĂ€bischen Bauern fuhren Getreide heran. Zu diesem Nahhandel gesellte sich bald auch der Fernhandel mit dem SĂŒden.

Als Ă€ltestes Bauwerk auf der Lindauer Insel gilt, wenn auch umstritten, die so genannte Heidenmauer, eine kolossale, blockförmige Befestigungsmauer in Richtung Festland. Ob die Mauer auf die Römerzeit oder eher auf mittelalterliche, allenfalls frĂŒhmittelalterliche UrsprĂŒnge hindeutet, ist nicht geklĂ€rt. (Meyers Konversationslexikon bezeichnet das Bauwerk in seiner 4. Auflage als Wartturm. Berichte von Anwohnern, dass innerhalb der Mauer Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert wurde, begrĂŒnden jedoch Zweifel an dem historischen Wert)

Um 1180 wurde die Pfarrkirche St. Stephan gebaut, im Jahr 1224 grĂŒndeten Franziskaner ein Kloster. 1274/1275 bestĂ€tigte König Rudolf I. die bisher erworbenen Stadtrechte. Lindau erscheint nun als eine Reichsstadt. Unter König Rudolf von Habsburg (Regierungszeit 1273–1291) wurde das EdelfrĂ€ulein Guta von Triesen zur Äbtissin des adeligen Damenstiftes zu Lindau erwĂ€hlt und regierte dieses bis 1340 mit großem Ruhm. Bei Tiefbauarbeiten auf der Lindauer Insel beim ehemaligen Kaufhaus Heka (spĂ€ter May; seit Jahresende 2005 geschlossen) konnte ein vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammender Steigbaum geborgen werden. Vergleichbare Objekte sind am Bodensee nur als Rekonstruktion im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zu besichtigen.

FĂŒr die Jahre 1496/97 ließ Maximilian I. den Reichstag in das Lindauer Rathaus (heute Altes Rathaus) einberufen. Da der König gerade Krieg in Italien fĂŒhrte, ließ er sich dabei durch seinen Sohn Philipp vertreten.

Vom 15. Jahrhundert bis 1826 verkehrte der so genannte MailĂ€nder Bote, auch Lindauer Bote genannt, auf der Via Mala zwischen Lindau und Mailand. Die durch Handel und Beförderung (eigene Bodenseeflotte) von Korn und Salz reich gewordene BĂŒrgerschaft konnte die im 13. Jahrhundert erworbenen Rechte einer Freien Reichsstadt stets nutzen und auch durchsetzen.

Neuzeit

Lindau um 1579
Lindau im 17. Jahrhundert
Lindau um 1650, Kupferstich von Caspar Merian

Die Pest verbreitete sich um 1500 entlang der Fernhandels- und Pilgerwege, und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wĂŒtete auch in Lindau eine Pestepidemie. Dieses Massensterben hatte unmittelbare Folgen fĂŒr den BegrĂ€bniskult. Wegen Überlastung der innerstĂ€dtischen Friedhöfe und aus Angst vor Ansteckung wurden die Toten auf Leichenkarren vor die Stadtmauern gezogen und dort bestattet. Aus dieser Zeit gibt es noch heute den „Alten Friedhof“ in Aeschach.[8][9] 1635 wĂŒtete die Pest auch in den Dörfern des Lindauer Hinterlandes, so dass die Toten auf den Pestfriedhöfen in Unterreitnau, Wasserburg und Hergensweiler bestattet werden mussten.

Im Zuge der Reformation wurde Lindau 1528 evangelisch. Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) auf dem Reichstag zu Speyer. Ihre BĂŒrgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des protestantischen Glaubens und schloss sich der Confessio Tetrapolitana (Evangelische Bekenntnisformulierung von Martin Bucer) an. Das Damenstift blieb katholisch, und das Franziskaner-Kloster, aus dem der erste reformatorische Prediger stammte, wurde geschlossen.

WĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges wurde 1646/47 auch Lindau von den Schweden belagert. Die Lindauer, unter militĂ€rischer FĂŒhrung des Grafen Max Willibald von Waldburg-Wolfegg, des Kommandeurs der kaiserlichen Besatzungstruppen, zerstörten aber bei Nacht und Nebel Teile der Belagerungsmaschinerie und wehrten die Schweden ab. Die Verteidiger gelangten ĂŒber den sumpfig verlandeten so genannten „Kleinen See“ ans Festland. Noch im 20. Jahrhundert konnte man angeblich Geschosse dieser Belagerung in den ehemaligen GrĂ€ben der Stadtmauer finden.

Nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg wurde 1655 zum ersten Mal das Lindauer Kinderfest gefeiert. Stifter war Valentin Heider, der damit nach landlĂ€ufiger Meinung der verwahrlosten Lindauer Jugend wieder neue Perspektiven aufzeigen wollte. Neuere Studien zeigen allerdings, dass sich die 1655 eingefĂŒhrten so genannten Schulpredigten in erster Linie nicht an die Kinder und Jugendlichen richteten, sondern an deren Eltern, die das Schulsystem der Stadt nicht akzeptierten und die Kinder vor Strafen der Lehrer in Schutz nehmen wollten. (Dies ist jedoch nicht belegt.) Noch heute wird dieses Fest alljĂ€hrlich mit den unteren Klassen aller Schulen des Stadtgebiets gefeiert. Am Morgen kĂŒndigen BöllerschĂŒsse das Fest an. Jedes Schulkind bekommt traditionell (unter anderem) eine so genannte „Butschelle“, ein kreisrundes HefegebĂ€ck mit Weinbeeren und markantem grobem Gittermuster. Die Festlichkeit wird mit einem Fahnen- und Girlandenumzug und großer Zusammenkunft auf der Nordseite des Lindauer Rathauses mit Ansprache des OberbĂŒrgermeisters, der BegrĂŒĂŸung der Vertreter aus den Partnergemeinden wie Chelles und Reitnau und einem kurzen, von GrundschĂŒlern vorgetragenen Gedicht ĂŒber Lindau begangen. Immer wieder ertönt auch der dreimalige Ruf „Lindau“ mit jeweils der Antwort „Hoch“ unter Teilnehmern wie auch im Publikum. Am Nachmittag geht der Festtag langsam in ein allgemeines dezentrales Volksfest in den Stadtteilen ĂŒber.

Im Jahre 1728 verwĂŒstete ein verheerender Stadtbrand den Stiftsbezirk und einen Teil der Altstadt; der Wiederaufbau am Marktplatz erfolgte im damaligen Barockstil.

19. Jahrhundert

Lindauer Hafen (1837)
Blick vom Hoyerberg auf die Lindauer Insel (um 1860)

Mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verlor die Stadt 1802 durch Napoleon ihre Reichsprivilegien, und das tausendjĂ€hrige Lindauer Damenstift wurde sĂ€kularisiert. FĂŒrst Karl August von Bretzenheim gab Stadt und Damenstift 1804 an Österreich. 1806 wurde die Stadt von Österreich zurĂŒckgegeben und an das Königreich Bayern angegliedert.

Im Österreichisch-Französischen Krieg wurde Lindau im Mai 1809 im Zuge der KĂ€mpfe der Vorarlberger gegen die mit den Franzosen verbĂŒndeten Bayern von bis Konstanz vorstoßenden Vorarlberger Truppen erobert.[10] Der Angriff und die Eroberung wurden geleitet vom Hauptmann Bernhard Riedmiller. Diese Erhebung brach aber bereits im Juli desselben Jahres wieder zusammen.

Die Anbindung an das Schifffahrtsnetz erfolgte 1824, an die Eisenbahnlinie Richtung Augsburg als Endpunkt der Ludwigs-SĂŒd-Nord-Bahn 1853 mit einem Eisenbahndamm auf die Insel und Anbindung Richtung Bregenz im Jahr 1872. 1838 wurde in Lindau das erste eiserne Dampfschiff auf dem Bodensee, das DS Ludwig, in Dienst gestellt.

1856 entstand ein neuer Hafen mit den Wahrzeichen Löwe und Leuchtturm – dem einzigen in Bayern.

20. Jahrhundert

1922 wurden unter OberbĂŒrgermeister Ludwig Siebert Orte auf dem nahen Festland (Aeschach, Hoyren und Reutin) eingemeindet. Siebert wurde spĂ€ter zum ersten NSDAP-OberbĂŒrgermeister Bayerns und nach Beginn der NS-Diktatur 1933 zum bayerischen MinisterprĂ€sidenten ernannt.

Lindau war Garnison fĂŒr Wehrmachtspioniere. In der Stadt lagen vor allem Landungs-Pioniere, Teile des Infanterie-Regiments 19 und das Infanterie-Ersatz-Bataillon 488. In Lindau wurden viele Landungs-Pionier-Einheiten der Wehrmacht aufgestellt, die auf und um den Bodensee ihre Ausbildung erhielten.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten am 30. April 1945 französische Truppen kampflos Lindau. Stadt- und Landkreis wurden als Teil der Französischen Besatzungszone vom ĂŒbrigen, amerikanisch besetzten Bayern abgetrennt und erhielten einen staatsrechtlichen Sonderstatus. 1946 konstituierte sich ein KreisprĂ€sidium als Oberstes Verwaltungsorgan. Es besaß Kompetenzen, die anderswo von einer Landesbehörde ausgeĂŒbt werden, und war rechtlich von bayerischen und wĂŒrttembergischen Landesverwaltungen unabhĂ€ngig. Das Gebiet diente in den folgenden knapp zehn Jahren als LandbrĂŒcke zwischen den französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich. Erst am 1. September 1955 wurde Lindau wieder in den Freistaat Bayern eingegliedert.

Durch die jĂ€hrlich stattfindende Tagung der NobelpreistrĂ€ger in Lindau und die Lindauer Psychotherapiewochen kamen in der Nachkriegszeit Veranstaltungen in Lindau zustande, die immer wieder zu Meldungen aus der Wissenschaft fĂŒhren, obwohl am Ort keine Hochschule angesiedelt ist. Zu den Therapiewochen kommen alljĂ€hrlich im Sommer knapp 4.000 Therapeuten und Analytiker an den Bodensee.

Politik

(Ober)BĂŒrgermeister

Stadtrat

Nach der Gemeinderatswahl am 2. MĂ€rz 2008 verteilen sich die 30 Sitze des Stadtrats wie folgt:

CSU SPD Bunte Liste Freie BĂŒrgerschaft Lindau FW ÖDP
12 4 6 4 3 1

VerwaltungsgebÀude

Der Sitz der Stadtverwaltung befindet sich im Stadtteil Aeschach am Bodenseeufer und an der Lindauer Ach (Grenze zum Stadtteil Reutin, wo in unmittelbarer Nachbarschaft auch die Kreisverwaltung residiert). Das historische Rathaus, das fĂŒr Ratssitzungen und zu ReprĂ€sentationszwecken genutzt wird, steht im Stadtzentrum.

Stadtlogo:
Lindenblatt

Name und Wappen

882 verfasste ein St. Galler Mönch die Urkunde, die den Ă€ltesten sicheren schriftlichen Beleg des Namens Lindau enthĂ€lt: Der Name bedeutet „Insel, auf der LindenbĂ€ume wachsen“. Daran erinnern bis heute die seit dem 13. Jahrhundert nachweisbaren Stadtwappen und -siegel, die entweder einen vollstĂ€ndigen Lindenbaum zeigen oder ein Lindenblatt symbolisieren. Der Baum wĂ€chst auch heute vielfach im Stadtbild.

Das Wappen zeigt „in Silber eine bewurzelte grĂŒne Linde“. Diese fĂŒr den Ortsnamen redende Linde wurde schon um 1180 als MĂŒnzbild verwendet. Die Zahl der BlĂ€tter des stets grĂŒnen Baumes wechselte im Laufe der Jahrhunderte zwischen drei und fĂŒnfzehn. Die Lindauer Fahne ist in GrĂŒn und Weiß (heraldisch Silber) lĂ€ngsgeteilt.[11]

Zur Unterscheidung von anderen Orten mit dem gleichen Namen wurde lange der Zusatz „i B“ oder „i. B.“ (fĂŒr „im Bodensee“) an den Namen angefĂŒgt.

Partnerschaften

  • Frankreich Seit 1964 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Chelles. Ausschlaggebend fĂŒr diese Partnerschaft war die Vorbereitung durch KriegsheimkehrerverbĂ€nde.
    Seitdem wurden mehrere Partnerschaften zwischen Cheller und Lindauer Schulen gegrĂŒndet; so kommen beispielsweise zu jedem Kinderfest etliche Cheller Jugendliche nach Lindau.
  • Flag of Switzerland.svg Die Stadtteile Ober- und Unterreitnau haben eine Partnerschaft mit der Gemeinde Reitnau in der Schweiz.
  • Flag of Germany.svg Seit 1984 gibt es Beziehungen zur Stadt Lindau (Anhalt) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
  • Flag of Russia.svg Serpuchow in Russland

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Kirchen

Altstadt mit MĂŒnster und St. Stephan, von Osten

MĂŒnster Unserer Lieben Frau

Glocken des MĂŒnsters Unserer Lieben Frau

Die UrsprĂŒnge der Kirche am Marktplatz, im östlichen Bereich der Insel von Lindau, gehen bis auf das Jahr 810 zurĂŒck. Die Kirche (ehemals Stiftskirche MariĂ€ Himmelfahrt) wurde nach dem Stadtbrand von 1728 in den Jahren 1748–1752 durch den Barockbaumeister des Schlosses und der Kirche auf der Insel Mainau, Johann Caspar Bagnato, errichtet. Im Inneren der katholischen Stadtpfarrkirche finden sich barocke Deckenmalereien und eine heiter beschwingte Innenausstattung im Rokoko mit prunkvollem Rot-und-Gold-Dekor. Die 1987 eingestĂŒrzte Langhausdecke wurde inzwischen renoviert.

Evangelische Kirche St. Stephan – Schwesterkirche zur Stiftskirche (um 1180)

Der Bau mit einem schmiedeeisernen Balkon an der geschwungenen Fassade geht auf eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert zurĂŒck.

Die AltĂ€re und der zarte Stuck wurden 1781/1783 im Stile des Rokoko umgestaltet und sind heute von protestantischer Schlichtheit. Eine Besonderheit ist das 200 Jahre alte GestĂŒhl der Gemeinde. Da Lindau zunĂ€chst nicht der lutherischen Reformation, sondern dem Bekenntnis des Schweizer Reformators Zwingli folgte, wurde die Kirche entsprechend umgestaltet. Die Kanzel befindet sich in der Mitte der Kirche, und die RĂŒckenlehnen der BĂ€nke lassen sich umklappen, so dass man sowohl zum Altar als auch zur Kanzel blicken kann.

Peterskirche am Schrannenplatz

Peterskirche, auch Fischerkirche genannt (um 1000)

Diese Ă€lteste Kirche Lindaus, auch eine der Ă€ltesten Kirchen am Bodensee, war dem Patron der Fischer, die frĂŒher um diesen Platz (Schrannenplatz) lebten, geweiht. An der nördlichen Langhauswand befinden sich eine frĂŒhgotische Rötelzeichnung, die den Heiligen Christophorus darstellt, sowie drei Streifen zu je sechs Bildern, die auf 1485-1490 datiert werden. Die beiden oberen, relativ gut erhaltenen Streifen zeigen Szenen aus der Passion Christi, der untere, fast völlig zerstörte Streifen Szenen aus dem Leben des Heiligen Petrus. Eine Signatur HH auf dem Ärmelsaum der Heiligen Maria Magdalena fĂŒhrte zu der Annahme, die Fresken seien das Werk von Hans Holbein d. Ä., eine Zuordnung, die heute weitgehend fallengelassen wurde.[12]

Fresko Krönung MariÀ

Das im Chor befindliche Fresco „Marienkrönung“ wird dem Lindauer Maler Mathis Miller zugeschrieben. Seit 1928 wird dieser schlichte Bau als KriegergedenkstĂ€tte genutzt. Außerdem befindet sich hier eine Gedenktafel fĂŒr die Opfer der NS-Gewaltherrschaft mit 14 Namen, bei einem davon mit dem Zusatz „gestorben in Auschwitz“.

BarfĂŒĂŸerkirche (heute Stadttheater)

Im 13. Jahrhundert wurde am BarfĂŒĂŸerplatz eine Kirche mit langgestrecktem, flachgedeckten Schiff mit gotischen Elementen und eingezogenem Chor erbaut und im Jahre 1380 fertiggestellt.
1528 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgelöst und in stĂ€dtischen Besitz ĂŒbernommen. 1641 zog die Lindauer Lateinschule in das Kloster ein.
In den Jahren 1868 wurde ein Konzertsaal in den Kirchenraum gebaut, der 1887 noch durch einen Theaterraum erweitert wurde. Der Konzertsaal beheimatet heute die Lindauer Marionettenoper.

1950/51 wurde unter OberbĂŒrgermeister Walther Frisch mit dem Architekten Robert Braun das Theater zum heutigen Stadttheater umgebaut, und 1986 wurde das Theater erneut renoviert.

Aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert ist heute nur ein wertvolles Wandbild erhalten: Auf der linken BĂŒhnenseite das Bild des JĂŒngsten Gerichtes, das mit 1516 datiert ist.[13]

Bauwerke

Hafeneinfahrt vom See her

Hafeneinfahrt

Hafeneinfahrt vom Land her

Die Einfahrt zum Hafen, in dem u. a. die Bodensee-Kursschiffe aus Bregenz, Rorschach und Friedrichshafen anlegen, wird begrenzt vom neuen Leuchtturm von 1856 auf der Westseite und vom Bayrischen Löwen auf der Ostseite. Der sechs Meter hohe bewehrte Löwe sitzt, auf die Vorderpranken gestĂŒtzt, auf einem dreistufigen Podest aus Nagelfluh und blickt zum Schweizer Ufer. Er wurde vor 1856 von Johann von Halbig in sechs Teilblöcken aus einem Kelheimer Marmorblock geschlagen und wiegt ca. 70 Tonnen.[14] Die frĂŒhere Hafenmole wurde 1812 unter Verwendung von Blöcken aus Rorschacher Sandstein vom Kloster Mehrerau errichtet. Sie wurde 1986 wegen Einsturzgefahr vollstĂ€ndig abgerissen und annĂ€hernd in ihrer alten Form aus SĂŒdtiroler Sandstein neu erbaut. Sie ermöglicht einen Zugang zur Löwenstatue.

Stadtbahnhof Lindau

Der erste Lindauer Hauptbahnhof auf der Insel wurde 1853 errichtet. Das heutige EmpfangsgebÀude wurde von 1913 bis 1921 im Jugendstil erbaut. Es zeichnet sich durch eine schöne Decken- und Bodengestaltung sowie durch eine noch gut erhaltene Fassade mit Jugendstil-Elementen aus.

Altes Rathaus

Altes Rathaus
Altes Rathaus, Uhr an der Nordfassade
Altes Rathaus, Nordfassade (Detail im 2. OG)

Das Rathaus wurde 1422 ursprĂŒnglich gotisch erbaut und 1576 mit einem schönen Treppengiebel in Renaissance-Stil umgebaut. Die Glocken an seiner Spitze tragen die Jahreszahl 1617. Die Fassade zur FußgĂ€ngerzone, am Bismarckplatz, ist zudem von einer großen ĂŒberdachten, ursprĂŒnglich hölzernen Freitreppe geschmĂŒckt, die in einen Erker mĂŒndet. Die SĂŒdfront wurde im 19. Jahrhundert ĂŒppig historisierend mit Malerei geschmĂŒckt, welche die Lindauer Geschichte darstellt.
Im Inneren findet sich der gotische Ratssaal, in dem 1496/97 der von Maximilian I. einberufene Reichstag abgehalten wurde. Darunter in der ehemaligen Markthalle sind noch Teile der ReichsstĂ€dtischen Bibliothek erhalten.

Neues Rathaus

Direkt neben dem Alten Rathaus befindet sich das Neue Rathaus. Hier ertönt tÀglich um 11.45 Uhr ein Glockenspiel. Glockenspiel am Neuen Rathaus?/i

Stadtbefestigung

Die Befestigung des bebauten Inselteiles entstand im Wesentlichen im 12. und 13. Jahrhundert. Der Rest eines Ă€lteren, wohl schon im Zusammenhang mit dem 810/20 gegrĂŒndeten Stift angelegten engeren Befestigungssystems ist in dem Heidenturm in der Nordostspitze der Insel am Übergang zum Festland zu vermuten. Zur Sicherung der in der Nordwestecke der Insel um die erhöht gelegene Peterskirche entstandenen Fischer- und Schiffersiedlung und der ehemaligen LĂ€nde am heutigen Paradiesplatz diente ursprĂŒnglich der Turm dieser ersten Pfarrkirche, der um 1425 auf Fundamenten des 11. Jahrhunderts errichtet wurde. Die stufenweise ausgebaute Ummauerung der Hauptinsel beginnt mit der ins 12. Jahrhundert fallenden planmĂ€ĂŸigen Erweiterung der BĂŒrgerstadt nach Westen bis zum Inselgraben.

Römerschanze


WĂ€hrend die SĂŒdseite der Insel mit dem hierher verlegten Hafen hauptsĂ€chlich durch die ehemalige Vorinsel „Auf Burg“ (die so genannte Römerschanze) und den um 1200 erbauten Mangturm gesichert war, konzentrierte sich die Befestigung auf die West- und Nordseite der Insel.

Mangenturm
Mangenturm

Der Mangenturm – so die Inschrift neben der TĂŒr – oder Mangturm gehört zu den Ă€lteren LeuchttĂŒrmen am See. Der fĂŒnfstöckige Turm (ohne Dachgeschosse) hat einen quadratischen Querschnitt und ein vorkragendes Obergeschoss. Mit 20 Meter Höhe ĂŒberragt er noch manchen Kirchturm. Von 1180 bis 1300 war er in Betrieb, gleichzeitig ist er Endpunkt der Stadtmauer sowie Ausgangspunkt des Mauerzuges, der den um 1370/80 nach AuffĂŒllung der alten LĂ€nde erbauten Diebsturm einbezog und bis zu dem im Fundamentbereich erhaltenen nordwestlichen Eckturm (Looserturm) verlief. Der Name leitet sich vom ehemals nahen Tuch- und Manghaus ab, weswegen er oft auch Mangturm genannt wird.
Der Mangenturm mit seinem spitzen bunt glasierten Ziegelhelm aus dem 19. Jahrhundert liegt an der Seepromenade des Hafens und war bis ins 19. Jahrhundert nur ĂŒber eine ZugbrĂŒcke zu erreichen. Eine Steintafel rechts neben dem Eingang am Turm trĂ€gt die Inschrift[15]

Dieser Turm
der Mangenturm genannt
ward im XII. Jahrhundert erbaut
zu Leuchte, Schutz und Trutz
unseres Seehafens;
ein krÀftig Wahrzeichen
der ehemaligen
freien Reichsstadt Lindau.
Diebsturm
Diebsturm in Lindau

Am westlichen Ende der Altstadt auf der Insel Lindau wurde 1380 dieser Rundturm als Teil der Stadtbefestigung errichtet. Er besitzt einen oktogonalen Spitzkegelhelm und wird von vier filigranen sechsseitigen EcktĂŒrmchen gekrönt. Lange Zeit diente er als GefĂ€ngnis, woher der Turm seinen Namen herleitet.

Den Zug der Westmauer begleitete der wohl im frĂŒhen 13. Jahrhundert angelegte Inselgraben, der zugleich die so genannte „Hintere Insel“ von der „Hauptinsel“ abtrennte. Der Verlauf ist nach AufschĂŒttung noch in dem heutigen Straßenzug Unterer Inselgraben, Inselgraben, sowie Zeppelinstraße erkennbar.

Der östlich neben dem Inselgraben verlaufende Mauerzug wurde nach Einbeziehung der Vorderen Insel in die Befestigung mit der westlichen HĂ€userzeile der Hinteren Metzgergasse ĂŒberbaut bzw. 1811/12 bis auf geringe Reste abgebrochen.

Der zum ehemaligen Landtor fĂŒhrende Zug der Nordmauer ist in seinem Verlauf erkennbar und teilweise auch entlang der Zeppelinstraße bzw. der HĂ€userzeile Auf der Mauer in seiner Substanz erhalten.

Ab 1500 erfolgte eine Erweiterung der Befestigung zur Einbeziehung und Sicherung der damals unbebauten westlichen InselhÀlfte, dabei Anlage der Schanzen (Karlsbastion, Pulverschanze, Sternschanze und Lindenschanze) sowie Errichtung des Pulverturmes am westlichsten Punkt der Insel im Jahr 1508.

Die letzte durchgreifende VerstĂ€rkung der Befestigung fand in der ersten HĂ€lfte des 17. Jahrhunderts mit der Anlage weiterer Bastionen und Schanzen statt: Ludwigsbastion und die in Resten erhaltene Maximiliansschanze beiderseits des Landtores (heute jeweils in die Oskar-Groll-Anlagen einbezogen) sowie die Gerberschanze, eine trapezförmig mit einer Spitze in den See ragende Bastion auf der SĂŒdostseite der Insel.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Mauern und Tore bis auf die genannten Reste abgetragen. Das Steinmaterial ist vornehmlich bei der VergrĂ¶ĂŸerung und Modernisierung des Hafens in den Jahren 1811 und 1853 bis 1856 verwendet worden.

Maximilianstraße

FußgĂ€ngerzone

In dieser FußgĂ€ngerzone und Hauptstraße der Inselstadt befindet sich eine Reihe gut erhaltener BĂŒrger- und HandwerkerhĂ€user aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit LaubengĂ€ngen, Brotlauben (BĂ€ckerei), Krangauben, den typischen geschnitzten FenstersĂ€ulen, Erkern und den teilweise (traditionell als Brandschutz) ĂŒberputzten Fachwerkfassaden.

Haus zum Cavazzen

Das vom Appenzeller Baumeister Jakob Grubenmann 1728–1729 erbaute barocke BĂŒrgerhaus wird von einer Fassadenmalerei mit tiefer plastischer Wirkung unter dem großen Walmdach geschmĂŒckt. Von ihm stammt auch das benachbarte Haus zum Baumgarten. Der berĂŒhmte Kunsthistoriker Georg Dehio bezeichnete den Cavazzen als „schönstes BĂŒrgerhaus am Bodensee“. Im Haus befindet sich seit 1929 das Stadtmuseum.

Lindavia-Brunnen

Dieser Brunnen aus rotem Marmor am Reichsplatz wurde 1884 anlĂ€sslich des 20. Krönungstags von König Ludwig II. eingeweiht. Oben steht Lindavia mit dem Lindenzweig, die BeschĂŒtzerin der Stadt und die Beckenfiguren symbolisieren den frĂŒheren Reichtum Lindaus: Schifffahrt, Fischerei, Wein- und Ackerbau.

Amtsgericht

Das AmtsgebĂ€ude in HafennĂ€he wurde in den Jahren 1730 bis 1736 im ehemaligen Damenstift errichtet. Heute sind in diesem GebĂ€ude neben dem Amtsgericht Lindau auch Teile des Landratsamtes Lindau untergebracht. Eine Decke wird geziert vom Fresko „Göttliche Tugenden“ (1736) des Wangener BarockkĂŒnstlers Franz Joseph Spiegler.

Diverse Villen und HerrenhÀuser

Schachener Ufer

Auf dem Festland sowie im weiteren Umfeld (Schachen-Schlössle, Lindenhof-Villa, Hoyerberg- bzw. Gruber-Schlösschen, Villa Leuchtenberg, Schloss Holdereggen, Schloss Senftenau, Toskana-Park mit Villa als Raum fĂŒr die heutige Stadtverwaltung, Montfort-Schlössle). In der Villa Lindenhof befindet sich das Friedensmuseum der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, in dem Personen und Konzepte pazifistischer Gesinnung von der Antike bis zur Gegenwart dargestellt werden.[16]

Die Seepromenade am Aeschacher Ufer lÀdt zu einem Spaziergang ein.

Luitpoldkaserne

→ Hauptartikel: Luitpoldkaserne

Neben der bereits seit 1805 im östlichen Teil der Garnisonstadt Lindau bestehenden Max-Kaserne wurde in den Jahren 1902/03 im Bereich der Hinteren Insel die Luitpold-Kaserne errichtet. Im September 1973 war die 70-jĂ€hrige militĂ€rische Nutzung vorbei, und 1975 ging das ehemalige Kasernen-Areal in den Besitz der Stadt Lindau ĂŒber. Das ganze KasernengebĂ€ude wurde in den Jahren 2000–2002 von Grund auf saniert und umgebaut.

Pilzkiosk

Der Milchpilz

Zwischen dem Seeufer zum „Kleinen See“ und der Zwanziger Straße steht einer der letzten fĂŒnf (von ehemals ĂŒber 50) noch betriebenen Pilzkioske, die von dem Unternehmen Waldner aus Wangen im AllgĂ€u entwickelt wurden.

Museen

Lindauer Beweinung, das GlanzstĂŒck des Stadtmuseums Lindau
  • Die ehemals ReichsstĂ€dtische Bibliothek Lindau mit ca. 15.000 BĂ€nden ist ein besonderer Teil des Stadtarchivs. Sie ist die grĂ¶ĂŸte historische Rats- und BĂŒrgerbibliothek am nördlichen Bodenseeufer. Sie dĂŒrfte auf BuchbestĂ€nden des 1528 aufgelösten Franziskanerklosters basieren. Sie enthĂ€lt mehr als 140 Wiegendrucke.
  • Das 1929 eröffnete Stadtmuseum Lindau im Haus zum Cavazzen am großen Kirchplatz zeigt GemĂ€lde und Plastiken vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, Lindauer Wohnkultur mit Möbeln von der Gotik bis zum Jugendstil, Kunsthandwerk, Dokumente zur Stadtgeschichte, historische Spielsachen und mechanische Musikinstrumente. GlanzstĂŒcke der Ausstellung sind das spĂ€tgotische TafelgemĂ€lde Lindauer Beweinung um 1420 und eine Madonnastatue aus der Werkstatt Multscher.
  • Das Friedensmuseum der Pax Christi wurde 1980 eingerichtet. Es fĂŒhrt mit der Vorstellung von bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten durch die Formen des Friedens und der Versöhnung.
  • Die Galerie Buddhapalace auf der Insel zeigt eine Sammlung von ĂŒber 500 Buddhafiguren.

Friedhof

Auf dem StĂ€dtischen Friedhof an der Ludwig-Kick-Straße erinnert ein Gemeinschaftsgrab mit Kreuz und Gedenktafel an 26 dort bestattete Opfer aus NS-Konzentrationslagern. Auf dem Aeschacher Friedhof steht die 1515 erbaute und 1520 eingeweihte Krell'sche Kapelle.

Sport

Lindau war mehrere Jahre Durchgangsort fĂŒr das Radrennen Deutschland Tour. Weiterhin fanden mehrmals internationale Leichtathletik-Wettbewerbe im Lindauer Stadion statt.

Der Lindauer Segler-Club ist Ausrichter der Langstreckenregatta Rund um den Bodensee.

Im Lindauer Hafen ist seit 2007 jĂ€hrlich im Oktober der Start fĂŒr den „Sparkasse-Marathon im DreilĂ€ndereck“. Die 42,2 km lange Strecke fĂŒhrt am Bodensee entlang nach Österreich und in die Schweiz mit Ziel im Stadion von Bregenz. Es wird in verschiedenen Kategorien gestartet (Halb- und Viertelmarathon, Nordic-Walking und Staffelbewerb).

Brauchtum

Moschtköpf der Narrenzunft Lindau
  • Die Narrenzunft Lindau betreibt die schwĂ€bisch-alemannische Fasnet. Bekannte Lindauer Fasnetsfiguren sind die „Binsengeister“, die „Pflasterbuzen“, die „Moschtköpf“ (deren Masken Äpfel und Birnen nachempfunden sind) und die „Kornköffler“. Jedes Jahr am Fastnachtssonntag findet ein großer Narrensprung in Lindau statt.
  • Am vierten Mittwoch im Juli findet das traditionelle Lindauer Kinderfest statt (siehe Geschichte).

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

FrĂŒher war Lindau ein Zentrum der Textilindustrie (beispielsweise Kunert). Heute gibt es neben zahlreichen Kleingewerbebetrieben auch diverse grĂ¶ĂŸere Firmen wie Liebherr, Continental AG, Cofely Refrigeration (bis 2009 Axima), Dornier, Metzeler und Xomox. In Lindau befindet sich außerdem die Deutschlandzentrale der Domicil Einrichtungshaus-Kette.

Obstbaubetriebe gibt es viele in Lindau. Zahlreiche Obstbauern verkaufen Obst und GemĂŒse direkt auf dem Hof. Ein bekannter Safthersteller ist hier ansĂ€ssig. Die Fischerei spielt wirtschaftlich nur noch eine geringe Rolle, hat aber fĂŒr die Gastronomie und den Tourismus noch eine Bedeutung.

Die Wasserversorgung erfolgt zum grĂ¶ĂŸten Teil aus dem Bodensee ĂŒber das Seepumpwerk in Nonnenhorn und den Hochspeicher auf dem Hoyerberg. Die Gasversorgung ist stĂ€dtisch und wird zur Zeit aus russischem Erdgas gespeist.

Tourismus

Die Inselstadt, aufgenommen vom PfÀnder

Im Sommer ist der Tourismus eine der zentralen Einnahmequellen. Neben der einzigartigen Lage der Stadt am See ist ein weiterer Anziehungspunkt die staatliche Bayerische Spielbank. GrĂ¶ĂŸere wiederkehrende Veranstaltungen sind die jĂ€hrlich stattfindenden Tagung der NobelpreistrĂ€ger in Lindau, die Lindauer Psychotherapiewochen und die Gartentage Lindau.

Lindau liegt an zwei Ferienstraßen. Die grenzĂŒberschreitende GrĂŒne Straße („Route Verte“), die in den Vogesen in ContrexĂ©ville beginnt und bei Breisach den Rhein ĂŒberschreitet, endet in der Nordroute in Lindau. Die Deutsche Alpenstraße fĂŒhrt von Lindau ĂŒber Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden nach Marktschellenberg nahe Salzburg.

Als direkt am See liegende Gemeinde ist Lindau Station des Bodensee-Radwegs und des Bodensee-Rundwanderwegs.

Gastronomie

Lindau verfĂŒgt ĂŒber zahlreiche zielgruppenspezifische Gastronomiebetriebe. Auf der Insel sind die Betriebe meist auf Tagestouristen ausgerichtet. Eine besondere Zielgruppe sind Besucher der Bayerischen Spielbank. Auf dem Festland hingegen richtet sich die Gastronomie an Einheimische oder Nachbarn aus Österreich.

Bildung

Neben den Grund- und Hauptschulen gibt es in Lindau zwei Realschulen und zwei Gymnasien sowie ein berufsbildendes Zentrum und eine Fachoberschule.

  • Grundschule Lindau-Aeschach
  • Grundschule Lindau-Hoyren
  • Grundschule Lindau-Insel
  • Grundschule Lindau-Oberreitnau
  • Grundschule Lindau-Reutin
  • Grundschule Lindau-Zech
  • Hauptschule Lindau-Aeschach
  • Hauptschule Lindau-Reutin
  • Freie Schule Lindau
  • MĂ€dchenrealschule des Maria-Ward-Instituts
  • Staatliche Realschule fĂŒr Knaben

Verkehr

Schienenverkehr

Hauptbahnhof, von Westen

Lindau ist der Endpunkt der von MĂŒnchen ĂŒber Kempten kommenden AllgĂ€ubahn. Ihr sĂŒdöstlicher Abschnitt von Kempten nach Lindau wurde 1853 fertiggestellt. Von 1869 bis 1939 bestand ein Trajekt-Anschluss fĂŒr GĂŒterwaggons nach Romanshorn und von 1873 bis 1899 nach Konstanz. 1899 wurde die BodenseegĂŒrtelbahn ĂŒber Friedrichshafen nach Radolfzell in Betrieb genommen. Die Vorarlbergbahn, die von Lindau Hbf. ĂŒber Bregenz, Dornbirn und Feldkirch nach Bludenz fĂŒhrt und von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben wird, ist heute die einzige elektrifizierte Eisenbahnstrecke von Lindau aus.

Der Hauptbahnhof in Lindau liegt als Kopfbahnhof auf der Insel in der NĂ€he des Hafens. Der Zugverkehr lĂ€uft ĂŒber einen mehrere hundert Meter langen Damm durch den Uferbereich des Bodensees. Der Bahndamm und die SeebrĂŒcke fĂŒr den Autoverkehr grenzen vom Bodensee den so genannten „Kleinen See“ ab, der zwischen dem Ortsteil Aeschach und der Insel liegt. Der Inselbahnhof war lange Zeit mit einer großen RangierflĂ€che sowie einer ĂŒber eine Drehscheibe angeschlossenen Lokschuppen-Anlage sowie einem Ausbesserungswerk ausgestattet, die aber heute nur noch als Baukörper existieren.

Im Zuge des Projekts Lindau 21 soll der Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof auf dem Festland ersetzt werden.

Straßenverkehr

Lindau liegt an der A 96 und den Bundesstraßen 12 und 31. Durch die als Ortsumgehung dienende B 31 wird ein erheblicher Teil des Fernverkehrs um die Stadt herum geleitet. Dies hat es erlaubt, einige mehrspurige Ampelkreuzungen in einfache Kreisverkehre umzuwandeln.

Das Stadtgebiet wird durch den Stadtbus Lindau erschlossen. Die vier Stadtbuslinien bedienen alle Stadtteile im 30-Minuten-Takt; ein zentraler Umsteigepunkt (ZUP) befindet sich an der Hauptschule in Aeschach. ErgĂ€nzt wird das System durch einen Pendelbus fĂŒr die Touristen von und zur Insel bzw. dem Auffangparkplatz auf der Blauwiese in Reutin. Dieser Bus entlastet die Insel insbesondere von Wohnmobilen und verkehrt nur im Sommer.

Fernverkehr wird unter anderem durch die Regionalbus Augsburg (RBA) in Richtung AllgÀu, sowie in Kooperation mit anderen Buslinien nach Bregenz, nach Wangen im AllgÀu und nach Friedrichshafen realisiert. Da zum Beispiel eine Direktverbindung nach Scheidess allerdings nur ein Mal tÀglich besteht, wird diese Möglichkeit von den Lindauern kaum genutzt.

Außerdem gibt es das CarSharing: sechs Fahrzeuge, unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und Ausstattung stehen an sechs unterschiedlichen Standorten und Stadtteilen bereit. Die Auslastung ist dĂŒrftig.

Schiffsverkehr

Hafen und Mangturm
Beleuchtete Hafeneinfahrt

Durch Gesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Kursschifffahrt nach Rorschach, Konstanz und Bregenz betrieben. Neben dem zentralen Hafen in der Stadt, von dem aus die Kursschifffahrt, unter anderem der Weißen Flotte der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB), mit dem ganzen See verbindet, gibt es auf der Insel noch einen Segelhafen mit Schiffshebevorrichtungen und den Einrichtungen von Wasserwacht und Wasserschutzpolizei.

Neben einem grĂ¶ĂŸeren Areal mit Anlegern am so genannten Kleinen See an der Landseite der Insel fĂŒr Motorboote, einschließlich mehreren Bootsvermietungen, gibt es noch diverse kleinere Anlegestege, zum Beispiel einen fĂŒr kĂŒrzere Rundfahrten in der Bregenzer Bucht in der NĂ€he der Spielbank.

Auf dem Festland finden sich am Ufer zahlreiche private Klein-Hafenanlagen z. T. aus frĂŒheren Zeiten, meist als Beiwerk zu den dort errichteten Villen. Viele davon sind versandet. Privatleute mit SeegrundstĂŒck verwenden heutzutage eher Slipanlagen. Auch der örtliche Ruderclub betreibt fĂŒr seine Sport- und Wettkampfboote in der Ecke Aeschaer Ufer und Eisenbahndamm einen Einstieg zum See. Als Großanlage fĂŒr die allgemeine Nutzung gibt es in Zech einen weiteren großen Segelhafen. Die teils extrem großen Boote der Rund-Um-Regatta werden zum Ansegeln dagegen ĂŒblicherweise mit extra angeforderten Mobilkranen direkt vom AnhĂ€nger ĂŒber die BrĂŒstung der Hafenmauer ins Becken hinab gelassen.

Ein Höhepunkt ist es immer wieder, wenn der Dampfer Hohentwiel in den Hafen einfÀhrt.

Auch ein UnglĂŒck auf dem See ist mit Lindau verknĂŒpft:
1897 stieß die auslaufende Habsburg mit der ankommenden Stadt Lindau zusammen, welche sank und drei Passagiere in den Tod riss. Der schuldige österreichische Schiffskommandant wurde verurteilt, und Österreich musste 31.000 Mark EntschĂ€digung an Bayern zahlen.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

→ Hauptartikel: Liste der EhrenbĂŒrger von Lindau (Bodensee)

EhrenbĂŒrger der Stadt Lindau (bisher 26 Personen) sind u. a. Friedrich von Thiersch, Ferdinand Graf von Zeppelin, Ludwig Kick, Lennart Graf Bernadotte und Josef Steurer.

Töchter und Söhne der Stadt

  • Esaias Gruber († um 1595)
  • Caspar Stromayr (16. Jahrhundert), Chirurg und Augenarzt
  • Sir John Spilman († 1626), Papierfabrikant und Juwelier in England
  • Achilles Pirminius Gasser, auch Gasserus, (1505–1577), Mediziner und Historiker
  • Nikolaus VarnbĂŒler (1519–1604), Rechtsgelehrter und Diplomat, Professor an der Eberhard Karls UniversitĂ€t in TĂŒbingen.
  • Valentin Erythraeus (1521–1576), Studium bei Sturm, Luther und Melanchthon, Professor an der Akademie in Straßburg
  • Johannes Marbach (1521–1581), lutherischer Theologe, Reformator und Konfessionalist
  • Johann Jakob Mirgel (1559–1629), Weihbischof in Konstanz
  • Jacob Ernst Thomann von Hagelstein (1588–1653), Maler
  • Valentin Heider (1605–1664), Rechtsgelehrter, VerhandlungsfĂŒhrer der protestantischen StĂ€dte SĂŒddeutschlands beim WestfĂ€lischen Frieden, Stifter des Lindauer Kinderfestes
  • Joannis Bodler (1629–1698), Jesuit
  • Plazidus Kobolt (1642–1719), Abt
  • Johann Jacob Kees d. Ă„. (1645–1705), Kaufmann, kursĂ€chsischer Oberpostmeister (PĂ€chter des sĂ€chsischen Postwesens in den Jahren 1691–1694 und 1696–1705)
  • Friedrich Frey-HerosĂ© (1801–1873), Schweizer Unternehmer, Offizier und Politiker (FDP)
  • Gustav DĂŒrr (1853–1908), Industrieller und Erfinder des DĂŒrr-Kessels
  • Albert Kuner (1819–1909), Graveur
  • Hermann Lingg, auch: Hermann Ritter von Lingg, (1820–1905), Dichter und Schriftsteller
  • Johann Conrad Develey (1822–1886), Senffabrikant (GrĂŒnder der Fa. Develey Senf & Feinkost)
  • Wilhelm Georg Rapp (1827–1907), politischer FlĂŒchtling, Schriftsteller, Journalist, Publizist
  • Georg Friedrich Kinkelin (1836–1913), Geologe, PalĂ€ontologe, Mitglied der Senckenbergschen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt am Main

Persönlichkeiten, die vor Ort wirkten

  • Felix Wankel (1902–1988), Erfinder das Kreiskolbenmotors („Wankelmotor“)
  • Martin Walser (* 1927), Schriftsteller
  • Friedrich-Wilhelm Marquardt (1928–2002), spĂ€ter Professor fĂŒr Evangelische Theologie, absolvierte in Lindau sein Vikariat
  • Werner Mang (* 1949), HNO-Arzt („Schönheitsoperationen“)

Filme ĂŒber Lindau

  • Lindau im Winter. Dokumentation. Filmautorin Birgit Eckelt, Deutschland 2006. Gezeigt im Dritten Fernsehprogramm des BR am 30. Januar 2011, 15:15–16:00 Uhr.

Literatur

  • Michael Petzet: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: DenkmĂ€ler in Bayern, Band 7, 1986, ISBN 978-3-486-52398-0, S. 274ff.
  • Fr. Joetze, H. Loewe u.a.: Geschichte der Stadt Lindau im Bodensee. Stettner, Lindau (auch in der openlibrary: 1909).

Weblinks

 Commons: Lindau â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Lindau (Bodensee) â€“ in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. ↑ Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. ↑ Stadt Lindau: Leben in Lindau
  3. ↑ Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik und Datenverarbeitung, Amtliches Ortsverzeichnis fĂŒr Bayern, MĂŒnchen 1991. Die Zahlen der Stadtteile wurden aus den Zahlen der zugehörigen Ortsteile aggregiert.
  4. ↑ lt. Gemeinde-Verzeichnis fĂŒr das Königreich Bayern nach der VolkszĂ€hlung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juni 1911.
  5. ↑ Vgl. Maria R.-Alföldi: Die FundmĂŒnzen der römischen Zeit in Deutschland, Band 7: Schwaben, Teil 1, hrsg. vom Deutschen ArchĂ€ologischen Institut, Römisch-Germanische Kommission. Verlag Gebr. Mann, 1960
  6. ↑ Hans-Peter Volpert: Die römische Villa in Aeschach. In: Museumsverein Lindau (Hrsg.): Neujahrsblatt des Museumsvereins Lindau. 37, Lindau 1997.
  7. ↑ К. Bachmann: Die Geschichte der ehemaligen Gemeinde Aeschach von den AnfĂ€ngen bis 1922. In: Museumsverein Lindau (Hrsg.): Neujahrsblatt des Museumsvereins Lindau. 35, Lindau 1995.
  8. ↑ Die Pest: Das große Sterben um 1500
  9. ↑ Kampf um den Erhalt des alten Lindauer Friedhofes in Aeschach (S. 22)
  10. ↑ Die Volkserhebung des Jahres 1809
  11. ↑ Lindau (Bodensee): Wappengeschichte vom HdBG
  12. ↑ Georg Dehio: Handbuch der Deutschen KunstdenkmĂ€ler. Bayern III. Schwaben. Deutscher Kunstverlag, MĂŒnchen 1989, ISBN 3-422-03008-5, S. 643–644
  13. ↑ Stadttheater Lindau: Kurze Lindauer Theatergeschichte – Von der Kirche der Mönche bis zum Stadttheater, 1986
  14. ↑ K. Eberhardt: Bestandsaufnahme anlĂ€ĂŸlich des Molen-Neuaufbaus bei baufachinformation.de
  15. ↑ Bild der Mangenturminschrift
  16. ↑ GedenkstĂ€tten fĂŒr die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 161



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