Liste der Ehrenbürger von Mainz

Wappen der Stadt Mainz
Bild und Text aus dem Bundesarchiv: Anna Seghers wurde die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz verliehen. Aus diesem Anlass waren in ihrer Berliner Wohnung (v.r.n.l.) Klaus Höpcke, Stellvertreter des Ministers für Kultur der DDR; Dr. Harder, Präsident der Gutenberg-Universität Mainz; Bürgermeister Dr. Keim, Klaus Bölling, Leiter der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR, Weyel (SPD-Fraktionsvorsitzender in Mainz); Oberbürgermeister Jockel Fuchs (stehend), Dr. Günter Storch (FDP-Fraktionsvorsitzender in Mainz), Frau Fuchs und andere Persönlichkeiten anwesend. (1981)

Die Stadt Mainz hat seit 1831 insgesamt 49-mal die höchste Auszeichnung, die Ehrenbürgerwürde, an Personen verliehen, die sich besonders um sie verdient gemacht haben.[1] Gesetzlich ist das Ehrenbürgerrecht im Paragraph 23[2] der Gemeindeordnung des Landes Rheinland-Pfalz festgeschrieben. In (mindestens) einem Fall wurde die Ehrenbürgerwürde wieder aberkannt.

(Stand: Dezember 2006)

In der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts:

  1. 1831: Georg Moller, Regierungsbaumeister (erster Ehrenbürger)
  2. 1834: Emmanuel von Mensdorff-Pouilly, Vizegouverneur der Bundesfestung Mainz
  3. 1835: Albert Thorvaldsen, Künstler und Bildhauer, Schöpfer des Gutenbergdenkmals
  4. 1839: Wilhelm Freiherr von Müffling genannt Weiß, Vizegouverneur der Bundesfestung Mainz
  5. 1839: Friedrich Wilhelm Karl von Preußen, Vizegouverneur der Bundesfestung Mainz
  6. 1856: Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk, Hessischer Territorialkommissar in der Bundesfestung Mainz
  7. 1864: Franz Xaver von Paumgartten, Vizegouverneur der Bundesfestung Mainz
  8. 1864 bis 1866 wirkte Prinz Carl von Preußen als Gouverneur von Mainz. Im Jahre 1866 erhielt er von Wilhelm I. für die Bewährung der von Carl geführten Artillerie den Orden Pour le Mérite.
  9. 1871: Heinrich Karl Woldemar von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Vizegouverneur der Bundesfestung Mainz, Gouverneur der preußischen Festung Mainz
  10. 1875: Leopold Hermann von Boyen, Gouverneur der preußischen Festung Mainz
  11. 1877: Philipp Veit, Maler, Schöpfer der Mainzer Dombilder
  12. 1878: Karl Georg Friedrich Schmitt, Evangelischer Theologe, Superintendent der Provinz Rheinhessen und Prälat der evangelischen Landeskirche
  13. 1883: Wilhelm von Woyna, Gouverneur der preußischen Festung Mainz
  14. 1886: Freiherr Edmund Gedult von Jungenfeld, Kaufmann, ehrenamtlicher Leiter der Mainzer Sparkasse
  15. 1891: Jakob Hochgesand, Arzt, Leiter des St.Rochus-Hospitales
  16. 1891: Friedrich Küchler, Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen
  17. 1898: Carl Rothe, Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen, Staatsminister/Minister des Innern im Großherzogtum Hessen-Darmstadt
  18. 1905: Stefan Karl Michel, Stadt-, Kommunal- und Wirtschaftspolitiker, u.a. Vizepräsident des Deutschen Handelstages
  19. 1905: Hermann Reinach, Stadtpolitiker, langjähriger Beigeordneter der Stadt Mainz
  20. 1907: Karl Georg Bockenheimer, Landgerichtsrat, Kommunalpolitiker, Schriftsteller und Historiker
  21. 1908: Max von Gagern, Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen
  22. 1915: Ferdinand Albert Friedrich Kuhn, Großherzoglicher Hessischer Baurat, Bürgermeister der Stadt
  23. 1927: Heinrich Ludwig Müller, Kinderarzt, Stadtpolitiker und langjähriger Beigeordneter der Stadt Mainz
  24. 1931: Friedrich Karl Külb, Arzt, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
  25. 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler, formell aberkannt 2002
  26. 1934: Heinrich Joseph Maria Schrohe, Gymnasiallehrer und Heimatforscher
  27. 1936: Ernst Neeb, Archivar, Historiker und Förderer des Denkmalschutzes in Mainz
  28. 1951: Wilhelm Christ, Kommunalpolitiker, Gründer der Wohnungsbau GmbH in Mainz
  29. 1955: Alfred Freitag, Kommunalpolitiker, Gründer der Arbeiterwohlfahrt in Mainz
  30. 1957: Aloys Ruppel, Historiker, Direktor der Mainzer Stadtbibliothek, des Stadtarchives und des Gutenbergmuseums, Gutenbergforscher
  31. 1962: Carl Zuckmayer, Schriftsteller
  32. 1962: Adam Gottron, Priester, Theologe und Historiker für Kirchenmusik
  33. 1964: Félix Kir, Priester, Oberbürgermeister der Mainzer Partnerstadt Dijon
  34. 1965: Peter Altmeier, erster Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Mitbegründer des Zweiten Deutschen Fernsehens
  35. 1965: Hermann Reifenberg, katholischer Pfarrer
  36. 1969: Karl Preller, Rektor des Stammhauses der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung (Mainz) in Finthen
  37. 1969: Heinrich Dreibus, Kommunalpolitiker und Bürgermeister von Mainz
  38. 1970: Ludwig Strecker, Leiter des Musikverlages Schott, Verleger
  39. 1972: Fritz Strassmann, Chemiker, Hochschullehrer, Mitentdecker der Kernspaltung bei Uran
  40. 1975: Hermann Kardinal Volk, Bischof von Mainz
  41. 1979: Paul Distelhut, Kommunalpolitiker
  42. 1981: Marc Chagall, Maler, malte die nach ihm benannten Fenster in St. Stephan
  43. 1981: Anna Seghers, eigentlich Netty Rádvany, geb. Reiling, Schriftstellerin
  44. 1983: Karl Holzamer, Gründungsintendant des ZDF
  45. 1984: Erich Schott, Industrieller (Glaschemie)
  46. 1989: Jockel Fuchs, Oberbürgermeister
  47. 2001: Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz
  48. 2004: Karl Delorme, Kommunalpolitiker
  49. 2005: Klaus Mayer, katholischer Priester (gewann Marc Chagall als Gestalter der Fenster von St. Stephan)

Siehe auch

Weblinks

Anmerkungen

  1. Auf Besonderheiten (zum Beispiel Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch eine ehemals selbständige Gemeinde, die später nach Mainz eingemeindet wurde) wird hier nicht eingegangen.
  2. §23 GemO

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